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Filo Rings

3. Juli 2013
Canon EOS 70D – die digitale Spiegelreflex, mit schnellem AF auf dem Monitor

2.mal ergänzt!

Der beste Kaufgrund für die neue EOS 70D – schneller, präziser LIVE-Nachführ-Autofokus überall im weißen Feld!

Um es unmissverständlich zu sagen: Die EOS 70 D ist eine nahezu vollwertige EOS 7D mit hellem Glas-Prismen-Sucher und Rückschwingspiegel (DSLR) und dem Autofokus der EOS 7D im Sucher

und

zusätzlich ist die EOS 70D die erste DSLR-Kamera die schnelleres Scharfstellen für Fotos und für FullHD-Filme über den voll beweglichen Monitor fast an jeder Stelle sicher stellt!

Damit schlägt sie gekonnt die Brücke zwischen DSLR mit hellem Sucherbild und Systemkameras, die bisher alle gut über den Monitor scharfstellen konnten – nur die EOS 70D kann im Sucher und auf dem Monitor, bei jedem Licht, das Phasenvergleichsverfahren anwenden – was so in dieser Form keine andere Kamera kann (allenfalls mit wenigen AF-Feldern und nur bei gutem Licht, Nikon 1 und Fuji X).

Und das in einer Kamera für 1100€

Eine echte Neuheit, ein echter Kamera-Neustart war von Canon kaum zu erwarten. Canon lässt sogar Nikon den Vortritt (D7100) und lässt sich viel Zeit neue DSLR-Kameras zu präsentieren. Canon reagiert nur noch, ist aber bei Kameras nicht mehr Vorreiter. Auch auf die 7D-Nachfolge-Kamera ist nicht in Sicht und vielleicht auch weniger notwendig. Die neue 70D hat wie erwartet den beweglichen Monitor der 60D, den WiFi der 6D und einen AF, ähnlich der 7D plus den schnellen Live-View-AF. Die 700D war nur ein kleines Update, die echte Evolution beim Autofokus bleibt der neuen 70D vorbehalten.
Die Neuheit ist der Sensor, er beheimatet jetzt nicht nur 20 Millionen Pixel (aber tatsächlich 40 Millionen Photodioden, jeder Pixel besteht aus 2 Hälften!) auf der kleinen  APS-C Fläche, sondern zusätzlich an jedem Pixel rechts und links Autofokus-Sensoren = Dual-AF. Damit wird ein Pphasendetektions-AF in Live-View für’s Fotografieren und Filmen sicher gestellt.
Nach Durchlesen der exakten Technik des Sensors wird klar. dass Canon hiermit einen Durchbruch für den Autofokus mit DSLR Kameras für’s Filmen als auch für das Fotografieren, bei wenig Licht, bei viel Licht, bis hin zu Blende 8 gelungen ist. Canon stellt sich damit wieder an die technologische Spitze und lässt Sonys SLT-Hilfssytem und die bisherige Nikon-Technik hinter sich. Endlich ist es möglich auf dem Monitor schnell und präzise zu fokussieren und trotzdem den gewohnten Glasprismen-Sucher für maximale Klarheit und Helligkeit zu verwenden. Der Glassucher behält also eine Existenzberechtigung und wird damit ein bisschen auch zur weiterhin brillanten – Nebensache – je nach Fotosituation.


Canon EOS 70 D sieht auf den ersten Blick der Canon Eos 60D zum verwechseln ähnlich. Die Änderungen äußerlich sind minimal, dafür hat sich im inneren etwas geändert. mit 755 g Gewicht (incl Accu und Speicherkarte) ist sie noch nicht zu schwer, aber auch kein professionelles Leichtgewicht wie eine Panasonic GH3 (550g) gegen die sie sich inzwischen behaupten muss. Warum Canon allerdings seine Marktmacht mit dem EOS-Objektivsystem nicht ausnutzt und mit neuen DSLR-Kameras nicht auch gleich zumindest 1-2 neue Objektive (bzw. Verbesserungen) einführt, ist mir ein Rätsel. Die Eos 70D hätte mit einem EF-s 3,5-5,6/17-190 mm und 4,0/10-24 mm erscheinen müssen!

Das Auge ist jetzt ein ganz neuer 20 Megapixel-Sensor, der zum ersten Mal in der APS-C-Klasse (Halbformat) ISO 25.600 und immerhin ISO 6.400 bei hoffentlich geringem Bildrauschen ermöglicht. Das große Fragezeichen hier ist, wie verhält sich das Bildrauschen in der Praxis – denn tatsächlich sind ja hier doppelt so viele Fotodioden auf der gleichen Fläche untergebracht, wo bisher nur 18 Millionen waren. Der Empfindlichkeitsbereich hat die Bandbreite von 100-25.600. Leider sind ISO 50; 25 und ISO 51.000 hier nicht möglich. Für das Videofilmen gilt eine begrenzte Empfindlichkeit bis nur 6.400 ISO (erweiterbar auf 12.600 ISO).

7 Bilder pro Sekunde stehen ihr gut zu Gesicht – wenn ein entsprechnder interner Speicher dahinter steht.
Mit schnellen SD-Speicherkarten können 65 JPEG- und nur 16 RAW-Aufnahmen in Folge belichtet werden. Der JPEG-Wert ist gut, aber wer mit RAWs Action fotografieren will, wird weiterhin eine EOS 1DX kaufen müssen :-).
Das ist schon der Grund, warum ich wann immer möglich auf RAW verzichte, denn mit 16 Bildern kann ich bei vielen meiner Lieblingssituationen nichts anfangen – aber da bin ich sicher eher eine Ausnahme, weil ich den Augenblick erwischen will und vieles in Bewegung speichern will.
Der Versachluß erreicht 1/8000 Sekunde – das ist wichtig. Über eine elektronische und lautlose Auslösung verfügt die 70D noch nicht.

Bis zu 5x schnellerer Dual-Life-Autofokus & zusätzlich den AF der EOS 7D im Sucher
Hier ist ein klarer Unterschied, im Sucher ist der AF mit 19 Feldern, alle Kreuz-Sensoren, wie ihn die 7D hat, schon ein echter Gewinn. Nur die 61 Felder der 5D3 & 1Dx sind noch einmal eine Steigerung!
Ganz anders jedoch beim Einsetzen des Monitors zum Filmen und fotografieren – hier hat Canon jetzt den ganz neuen Dual-AF auf dem Sensor eingeführt der auf 80% der Bildfläche arbeitet und aktiviert werden kann. Er gibt  im Live-View richtig Gas und sorgt beim Filmen für einen gleichmäßigen, ruhigen AF ohne Pumpen.  Selbst bis 0 EV – also Kerzenlicht, kann schnell bis Blende f:11 scharfgestellt werden. Canon will damit das Live-View-Fotografieren und das FullHD-Filmen auf eine neue Stufe bei DSLR-Kameras stellen und sich deutlich vor Nikon positionieren. Die Einschränkung liegt allerdings bei “DSLR-Kameras” – die Geschwindigkeit von System-Kameras wie mFT, Nex, Nikon 1 wird Canon vielleicht noch nicht deutlich überflügeln – ich bin gespannt auf einen Praxistest. Canon hat sich ja sehr lange bitten lassen, hoffentlich können sie liefern und schaffen das GH3 Niveau im Live-View – damit wäre viel Boden zurück gewonnen.  Die Bildrate des aufgebauten Bildes beträgt allerdings nur 30 B/Sekunde – da sind Panasonic und Olympus längst auf 60B/Sekunde vorgeprescht. Das macht einen großen Unterschied bei der Flüssigkeit des aufgebauten Bildes – die Vorteile sind vor allem in den Suchern der System-Kameas sichtbar. Ob das Canon zum Nachteil gereicht muss erst die Praxis zeigen. Beim Filmen kann der neue Life-Autofokus laut Aussage leicht die Schärfe auf ein Gesicht nachführen, auch wenn ein hochtlichtstarkes 1,2/85 mm verwendet wird und die Schärfentiefe minimal ist – mit Sicherheit verfügt sie über eine Augenerkennung, die dann auch das Fotografieren wesentlich erleichtern könnte.

Die Empfindlichkeit der Sensoren liegt allerdings nur bei -0,5 EV – das geht inzwischen bis -2 EV noch einiges besser. Durch den 19 Feld Dual-AF soll auch die Schärfenachführung verbessert werden – ich bin gespannt wie dicht sie an die 5D3 heran kommt – denn jede andere Kamera ist in dieser Disziplin mit Super-Tele-Objektiven bisher langsamer.

Der Sucher ist ein echtes Dachkantprisma, wodurch sie sich deutlich von der Eos 700D und 100D abhebt (die nur einen dunkleren, leichteren Spiegelsucher eingebaut haben). Er zeigt immerhin 98% des Bildes und der Monitor 100% – das sind für DSLR sehr gute Werte, wenn auch ein 100% Sucher noch eine andere Qualität ist (5D3).

3 Zoll Touch-Screen Bildschirm – daran gewöhnt man sich schnell, die Kamera kann in weiten Teilen auch durch Druck auf den Monitor bedient werden. Das ist nicht immer der Klarheit des Bildes zuträglich, stört aber in der Praxis nicht so häufig wie vermutet. Es kann fast überall ausgelöst werden, ein kurzer Fingertipp genügt – so leicht kann die Fotografie sein, wie sie vor Jahren von Panasonic & Olympus neu erfunden wurde. Über 1 Million Bildpunkte zeigen schnell die Schärfe und die Details jedes Bildes.
Noch ein paar Erklärungen zum Touch-Screen, der für Viele an einer Kamera noch fremd ist. Durch Berührung lassen sich praktisch alle Funktionen und Einstellungen an der Kamera schnell und leicht aufrufen und verändern, nicht selten schneller als es mit der Tastatur und den Drehrädern möglich wäre. Fotos können sehr schnell geblättert und vergrößert werden. Die berührungsempfindliche Schicht des Monitors kann natürlich auch ausgeschaltet werden. Er reflektiert deutlich weniger als bisherige Generationen, aber natürlich ist er an einem heißen oder hellen Tag nicht immer leicht und perfekt ablesbar, wenn man ihn mit der Hand abschattet gelingt aber auch das. Ein Problem können Sonnenbrillen sein, da der Monitor ja dann nicht automatisch heller wird. Und zur Not ist ja immer auch ein hochwertiger Sucher verfügbar. Er kann auch mit dünnen oder speziellen Handschuhen bedient werden und auch schwitzende Finger irritieren ihn nur wenig.
Sowohl Gitterlinien als auch eine elektronische Wasserwaage kann im Sucher und auf dem Monitor angezeigt werden. Berührungsempfindliche Monitore mit Auslösefunktion sind zweifelsfrei eine echte Bereicherung und Erleichterung für das Fotografieren und Filmen.

WiFi ist an Bord, so seltsam wie es für erfahrene Fotografen klingt, ohne WiFi haben Kameras praktisch keine Existenzberechtigung mehr. Denn, dass, was uns jahrzehntelang verwehrt blieb ist heute endlich möglich: Eben gemachte Fotos gleich mit allen  oder mit bestimmten Menschen teilen zu können, sofort und über Fotos mit jedem kommunizieren zu können. Fotos sollen heute sofort ins Internet oder müssen sofort sendefähig sein.
Was allerdings dagegen spricht, ist der rohe und unbearbeitete Zustand der Bild-Datienen. Hier muss Canon noch viel tun. Denn meine mFT-Fotos brauchen oft nur wenig gezielte Bearbeitung, aber meine Canon Fotos müssen kontrastoptimiert und geschärft werden – das sollte zukünftig auch schnell in der Kamera möglich sein – die  70D ist hier leider auch keine positive Ausnahme.

Ein Mini-Blitz leistet 12 LZ bis 17 mm Brennweite ist er eine gute Hilfe. Und vor allem lassen sich mit ihm externe Blitzgeräte drahtlos steuern – ein großer Vorteil vor den drei Profi-Vollformatkameras (6D, 5D3, 1DX). Für den Vollformat-Sucher braucht Canon offensichtlich bisher allen Platz für ein großes Prisma, aber Sony und Nikon zeigen, dass es möglich ist, Blitz und Vollformat zu vereinen – Canon das will ich endlich auch!

Einen extra Batteriegriff BG-E14 mit Hochformatauslöser zum verrückten Preis wird es auch diesmal speziell für die EOS 70 D geben. Inzwischen werden ja relativ schnell alternative Griffe um 100€ angeboten die auch halbwegs tauglich sind. An der Gurtaufhängung hat sich mal wieder nichts geändert, die Gurte müssen weiter unter den Metallbalken durchgefädelt werden. Der Batteriegriff verfügt über die zusätzliche Gurtbefestigung an der falschen-rechten Seite und keine an der linken Seite.

Die EOS 70D ist vollständig gegen Regen und Staub abgedichtet und sollte einer EOS 7D nicht nachstehen.

Sie verwendet keine CF-Karten, endlich ist das Menü-Rad verriegelt, die sinnvolle kleine Taste nahe dem Auslöser für die AF-Funktionen hat sie von der 5D3 geerbt. Das Menü-Rad ist jetzt übersichtlicher und die Szenen-Programme sind zusammen gefasst.

Der PREIS: 1100€ – aber sie ist erst ende August lieferbar. Sie wird sich am Markt schnell mit 950€ einpendeln. Sie wird im Kit mit 5,6/18-55 mm STM oder 5,6/18-135 mm STM angeboten.

Objektive: Von 156 bisher produzierten EOS-Objektiven, werden 106 an der EOS 70D unterstützt. Allerdings gibt es bisher nur 9 verschiedene EF-s Objektive, die speziell an den kleinen Sensor angepasst werden. Und auch sie können leider an keiner anderen EOS-Vollformat-Kamera verwendet werden. Erstaunlich ist, dass kein neues 15-85 mm angeboten wird und es auch nicht im Kit mit der Kamera erhältlich ist. Ich habe beide Kit-Zooms aktuell an der 700D getestet. Das ganz neu konstruierte 18-55 mm ist etwas größer geworden (7,5 cm lang; 200g), viel besser verarbeitet und brilliert mit einem tollen Abbildungsmaßstab (1:2,8).
Das 18-135 mm STM ist auch endlich gut und hat den spannenderen Brennweitenbereich, aber es ist mir erheblich zu groß, zu schwer (9,6 cm; 480g) und ist optisch nicht ganz so gut wie das 18-55 mm STM und lässt den schönen Abbildungsmaßstab vermissen (1:3,6).
Ich würde die 70D mit 5,6/15-85 mm (8,8cm – 580g – 1:4,8) oder mit dem neuen Sigma 2,8-4,0/17-70 mm kaufen – beide sind optisch auf einem guten Niveau, das Sigma doppelt so lichtstark und trotzdem kompakt und leicht – es lässt aber die wichtigen 15 mm Brennweite vermissen (8.2 cm – 470g – 1:2,9).
Das wichtigste fehlt jedoch trotzdem für die 70D – richtig spannende EF-s Objektive wie: 4,0/10-24 mm; 4,0/15-85 mm; 5,6/17-200 mm; 2,0/60 mm Macro; 1,4/60 mm Porträt etc.

 

Was erwarte ich von einer neuen Canon DSLR-Kamera?

Alle die eine DSLR-Kamera nur durch den Sucher bedienen wollen und fast ausschließlich wie gewohnt fotografieren, werden kaum von der neuen Technik profitieren. Sie fragen sich noch was man mit beweglichen Monitoren und Live-View und Filmfunktionen soll. Doch das Leben und alles entwickelt sich und längst fotografieren wir nicht mehr zu 100% durch den Sucher, auch wenn das schöner ist. Praktischer ist oft der Monitor. Für mich kann jede weitere EOS-Kamera nur noch Ergänzung zur EOS 5D3 Profi-Kamera sein oder zur neuen 70D – wenn sie sich bewährt.
Den Weitwinkel und Normalbereich von 7-100 mm habe ich ganz auf Vollformat und microFourThirds aufgeteilt. Hier waren mir die EF-S Objektive nie wirklich gut genug und auch nicht kompakt genug, weder 10-22 mm, noch 2,8/17-55 mm, noch 5,6/18-135 mm haben mich da bisher überzeuugt. Mit den Canon Halbformatkameras würde ich allenfalls das sehr gute 5,6/15-85 mm und das 2,8/60 mm Macro kaufen. Ein Halbformatkamera muß heute für mich die Ergänzung sein für: Macro-Fotografie (und dazu brauche ich zwingend einen beweglichen Monitor mit schnellem AF und Monitor-Auslösung) und
für Tele-Fotografie – um noch mehr Nähe zum Objekt bei hoher Schärfe/Auflösung und geringem Bildrauschen darstellen zu können.

Fraglos am wichtigsten ist mir ein beweglicher Monitor. Den hatten schon die EOS 60 D, die 650D, die 600D und die 700D nur bei denen ist mir der AF im Live-View noch zu träge und zu weit weg vom Niveau der Panasonic-Kameras. Auch wenn es noch nicht alle verstehen, Macro- & Reise-Fotografie ohne beweglichen Monitor, Live-AF und Auslösung ist für mich nicht mehr denkbar und der Verzicht an der EOS 5D3 wiegt so schwer, dass ich als Ergänzung meist mFT-Kameras einsetze.
Was erwarte ich noch von einer EOS 70D?

Einen Autofokus der zumindest das Niveau der 7D erreicht – geschafft.
Eine gute Abdichtung, eine problemlose Bedienung mit arretierbarem oder sehr schwergängigen Menü-Rad – erledigt.
Natürlich höchste Präzision und Schnelligkeit und einen hellen Sucher – vorhanden.
Der SENSOR ist jetzt wenigstens im 20iger Bereich angekommen. Das ist keine markante Auflösungssteigerung von den bisherigen 18er Sensoren, mit denen Canon früh vorgeprescht war, als noch Auflösung alleine zählte. Nikon und Sony bieten mit 24 MP auf den Halbformat-Sensoren geringfügig mehr Auflösung. Canon hätte jetzt eine Marke setzen können und einen 30iger Sensor präsentieren können. Doch Canons Hauptinteresse hat sich von der Auflösung weg verlagert – hin zum Autofokus und zu hoher Empfindlichkeit bei geringem Bildrauschen. Das zeigen eindrucksvoll auch die Eos 5D3 und 1Dx die Nikon und alle anderen Kameras in diesem Bereichen deutlich hinter sich lassen.

Das große Fragezeichen bleibt das Bildrauschen… rauscht die Kamera schon geringfügig bei 100 ISO? Sind 1600 ISO; 3200 ISO in der Praxis mit homogenen Motiven wirklich nutzbar? Wie sehen ISO 6400 Fotos aus???

Erste Fotos von Canon mit 1600 ISO sehen unglaublich scharf und rauschfrei aus. Wenn das so in der Praxis wäre, braucht man die Vollformat kaum noch um geringes Bildrauschen zu erreichen…

Die Canon Auswahl – was kaufen?

Es wird eng werden, eine neue 7D-Nachfolge preislich zu positionieren, zwischen der 70D für 1100€ und der 6D für 1800€. Eine 6D wird weiter im Preis fallen und den Start einer weiteren DSLR mit Halbformat erschweren. Dennoch hält sich Canon die Option auf eine n 7D Nachfolger im Winter offen, im Moment ist nicht absehbar wie Canon eine 7D II zusätzlich aufwerten könnte, mit einem weiteren 30 MP-Dual-AF Sensor?
Wer DSLR gewohnt ist und eine 7D, 60D oder 650D oder deren Vorgänger hatte, ist beim Neukauf gut beraten sich eine Eos 70D zu kaufen. Nur wer den Schwerpunkt Landschafts- und Studio-Fotografie bei permanentem RAW-Einsatz anpeilt sollte sich eine 6D oder 5D3 zulegen.
Die 7D ist mit Erscheinen der 70D disqualifiziert, es gibt ab August schlicht keinen Kaufgrund mehr für eine 7D. Allen die mit der 7D nicht mehr perfekt zufrieden sind oder gerne up-to-date sind, würde ich den raschen Verkauf der 7D raten, denn die 70D kann jetzt fast alles besser – mal von 8B/pro Sekunde abgesehen.
Die Eos 700D ist eine nette, kleine Kamera – aber sie ist wie die winzige 100D nur für den Einstieg und den Knipser gedacht und keine echte Konkurrenz für eine 70D.
Die EOS 6D mag ich nicht, der AF ist mir zu unberechenbar und öfter auch noch zu langsam, beweglicher Monitor und eingebauter Blitz fehlen schmerzlich. das kann der Vollformatsensor alleine nicht aufwiegen. Wenn Canon-Vollformat – dann gleich die 5D3.
Die EOS 5D3 ist meine liebste Kamera mit der ich von der Landschafts – über die Porträt-/Mode- bis hin zur Tier-/Sport-Fotografie alles einwandfrei mit hoher Qualität fotografiere, bei nahezu jedem Licht. Doch sie ist auf Reisen schwer, ihr fehlt für Macro der bewegliche Monitor, ein eingebauter Blitz mit drahtlos-Steuerung fehlt ebenfalls, im Tele-Bereich verlangt sie schwere und lange Super-Tele-Brennweiten und sie ist kostspielig.
Hier sehe ich in der 70D eine sehr gute Ergänzung – wenn auch sie für mich keine handliche Reisekamera ist, dafür sind schon die Objektive zu voluminös. Im Telebereich bringt ein guter Sensor mit Faktor 1,6x und schnellem AF weit mehr Gewinn als jeder Konverter, denn die Lichtstärke und Schärfe eines Teles bleiben erhalten. Damit wird aus dem 4,0/200-400 mm L IS problemlos ein 4,0/320-640 mm und dank eingebautem 1,4x Extender sogar blitzschnell ein 5,6/320-900 mm, das 2,8/300 mm mutiert zum 2,8/500 mm und selbst ein 2,0/135 mm wird ein hochspannendes 2,0/220 mm. Mehr als 300-400 mm Brennweite werden daher eigentlich nicht mehr benötigt – die zusätzliche Anschaffung der 70D genügt.
Die EOS 1DX hat sich für mich nicht bewährt, die Vorzüge gegen eine 5D3 sind für mich zu gering und die Kosten viel zu hoch. Das Gewicht durch den fest integrierten Hochformatgriff ist nicht teilbar und extrem schwer.
Für 2014 stehen dann natürlich eine 5D4 mit neuem Sensor und beweglichem Monitor und eine 1D11 mit der neuen Technik auf der Wunschliste. Nicht zu vergessen, die von einigen verlangte Kamera mit 40 MP Vollformat-Sensor.
Und auch bei den Systemkameras kann Canon mit der neuen Technik jetzt Gas geben:
Was jetzt fehlt ist eine schöne kleine EOS M2 mit elektronischem Sucher, mit beweglichem Monitor und Blitz und dem AF-Sensor der 70D – sie wird sicher bald erscheinen – aber mit Sicherheit wird Canon etwas weglassen, den beweglichen Monitor? Denn sonst würde sie der 70D, der 700D und der 100D die Existenz zu schwer machen.

Eine 7D-Nachfiolge-Kamera kann jetzt nur noch einen etwas hochauflösenderen Sensor (glaube ich aber vorerst nicht), 100% Sucher und ein raffinierteres Gehäuse aus anderem Material und vielleicht mit größerem Pufferspeicher für 9-10 B/Sekunde bringen. Sie könnte etwa 1400€ kosten – ich bin nach der 70D nicht sicher, ob sich das Warten darauf zwingend lohnt. Die wesentlichen Verbesserungen, die benötigt wurden, sind in der 70D enthalten.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto eher denke ich, das eine weitere 7D und auch die Eos 6D unnötig sind und eine gut ausgestattete Kamera im Vollformat (8D) mit dieser Technik um 2000€ kommen muss. Se könnte etwa 1400€ kosten – ich bin nach der 70D nicht sicher ob sich das Warten darauf zwingend lohnt. Die wesentlichen Verbesserungen, die benötigt wurden, sind in der 70D enthalten.

 

 


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