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Filo Rings

Kategorie ‘Objektive im Test’

29. Mai 2022
Canon RF 11/800 mm & Olympus OM-1 mit 6.3/100-400 mm in der Praxis

Nach dem Frust mit den Autofokus- & Bild-Ergebnissen aus der Nikkor Z 7II mit Z 6.3/800 mm VR – wofür in erster Linie die veraltete, schwache Auslegung der Kameras verantwortlich ist, wollte ich einfach wissen wie ich 800 mm mit Canon und OMDS aussehen.
Die Kamera war zur Prüfung bei NPS – aber wie fürchtet kam dabei nichts außergewöhnliches heraus, das Z800 mm bleibt ausgesprochen lahm und unzuverlässig, wie auch alle anderen Tele-Objektive an diesen Kameras.
Dafür habe ich mir mehr als 2 Tage um die Ohren geschlagen. Hier folgen jetzt 2 Tage bei den gleichen Motiven mit Canon R5 & RF 11/800 mm und OMDS OM-1 mit 6.3/100-400 mm.
Ich bin selbst gespannt.
Aber aus der fotografieren vor Ort, weiß ich bereits, bei de Objektive haben erheblich und spürbar schneller und präziser fokussiert, vor allem das lichtschwache 11/800 mm muß ich hier ausdrücklich loben – es ist selbst bei kleinen, weit entfernen Vögeln sofort scharf auf dem Gefieder!
Gekonnt ist halt gekonnt und Nikon kann es bisher mit Z nicht (allenfalls mit Z9, aber auch da habe ich große Zweifel ob z9 & 6.3/800 mm so sicher und rasant das Ziel finden!).
Inzwischen weiß ich, auch das preisgünstige RF 11/800 mm DO Canon hat seine Schwächen.Aber anders als die meisten glauben, liegen sie nicht in mangelnder Schärfenleistung und in der kleinen Blendenöffnung. Aber im Gegenlicht- oder Streiflicht, kann das Super-Tele trotz Sonnenblende nicht überzeugen, es fokussiert, aber die Bildqualität bleibt weit hinter den Erwartungen. Das liegt am DO-Element, wie auch schon bei den früheren DO-Konstruktiuonen geht hier bei Licht von vorne viel Auflösung verloren und Hintergründe gelingen nicht mehr schön aufgelöst.

“HoppHopp – bildet eine Wagenburg und dann singen wir laut: Nikon hat von AF keeeeene Ahnung mehr – Canon muß her”



Aber auch bei Canon gilt: Problem Festbrennweite! Wo bleibt ein 6.7/200-800 mm?

Nach schneller Durchsicht ist sonnenklar, mit Canon-Ausrüstung für 5600€ = 80% scharf, bei 800 mm freihand und auch bei Sonnenuntergang und bei Nikon-Ausrüstung für 11.000€ 30-40% scharf – das ist doch fair, doppelte Ausbeute zum halben Preis.
Und komme mir kein Nikon-Fan mit der nachteiligen Blende f:11 – die braucht man auch bei Nikon, um von nahen Motiven wie diesen, etwas Schärfentiefe und bessere Leistungen zu bekommen. Nikon-Fans sind bisher meist DSLR-Fotografen geblieben, kein Wunder. Die Z-Kameras stehen wie Blei im Laden oder auf Plattformen zum Verkauf und die Z9 wie Senkblei auf Containern in Häfen. Ich habe sie den ganzen Tag um mich herum gehabt, klappernd, nicht vor Kälte sondern spiegelklappernd – die grundsoliden Naturfotografen. Die Jungen waren allerdings mit Sony unterwegs.
Nur wenn ich bei Nikon dann 13.300€ ausgeben muss und bin dann noch nicht auf Niveau von Sony oder Canon – also dann gute Nacht Nikon-Zukunft.
Ich weiß das ist jetzt wieder ketzerisch und ich will auch keinem Nikon-Fotograf auf die Füße treten, ich war ja bis vor 1 Jahr selbst noch einer – aber technisch und finanziell sieht das düster aus und das hat ja nichts mit dem Fotokönnen der Fotomenschen dahinter zu tun.
Ich treffe dann die Fotomenschen mit einfachster, ältester Ausrüstung, kleinen, wackligen Stativen aus Plaste von Slik, Leute die sich ein Canon 800 mm geleistet haben – aber kein Geld mehr für einen Sonnenblende haben und alle kleinen Fehler, die sie machen und diese drittklassigen Ausrüstungen – trotzdem können ihre Fotos toll sein – Sie könnten sich das Leben nur so viel leichter machen. Ich sehe die, die schon um 05.30 angerauscht kommen, mit schwerem Rucksack und Sachter-Stativ sich schnell den besten Platz belegen – Deutsche Urlaubs-Freihalter-Mentalität überall – und dann den ganzen Tag nicht mehr weichen, die schnatternden Frauen, die auch mithalten wollen, mit Geschnatter und Stativ und bester Kleidung. Tief am Boden kauern sie, denn das hat man so gelernt, immer Augenkontakt, Knochenverbiege-Weltmeister.
Zum Glück sind die wie ich, die immer in Bewegung bleiben, Augen und Ohren in jede Richtung offen, Zoom oder Festbrennweite jederzeit am Auge, immer ohne Stativ und immer fröhlich – nur sehr selten zu entdecken.

Canon hat auf Knopfdruck sogar die hochmoderne Fliegen-Erfassung:

Von mir bekommt jeder seine Chance, auch Nikon, wenn die Z8 und Z500 erscheinen!

 
 

12. Mai 2022
Nikon Z 2.8/400 mm S TC14 VR ED

Inzwischen konnte ich über NikonProService verifizieren, dass bisher nur eine Nikon Z9 auf meinem AF-Niveau für schnelle Motive mit den beiden Super-Teles (Z6.3/800 mm & 2.8/400 mm) mithalten kann.
Also von einem preiswerten Umstieg/Einstieg zu Nikon Z, sollten Sie in der Telefotografie, nicht ausgehen.
Sie sollten immer 6000€ plus 230€ Zweitakku für eine Z9 dazu addieren!

Das Nikon Z 2.8/400 mm S TC14 VR ED ist inzwischen für 15.000€ erhältlich.
Es ist das erste hochlichtstarke Tele-Objektiv mit eingebautem Konverter, also stehen immer Brennweiten 2.8/400 mm und 4.0/560 mm zur Verfügung!
Selbstverständlich können die verfügbaren TC 1.4x und TC 2.0x Nikon Z-Konverter noch zusätzlich verwendet werden! Dann ist die Reichweite bis 1120mm und mit DX 1.5x Umschaltung sogar 1700 mm!
Über Hintergrund-Trennung oder Bokeh braucht man sich in diesem langen Brennweitenbereich ohnehin keine Gedanken zu machen, das wird immer gelingen. Das geniale ist eben, das einem immer f:2.8 zur Verfügung steht, denn wenn es dunkler wird, ist ein 2.8/400 mm immer mehr wert als ein 4.0/600 mm! Ausschnitte lassen sich mit heutigen 45-50 MP Sensoren immer noch mit sehr guter Qualität anfertigen.
Die Vorteile werden jedem schnell klar, blitzschnell mehr Reichweite, kein hektisches Jonglieren mehr TC14 und Deckeln, kein Staub mehr dadurch im System, keine Suche mehr nach einem idealen Konverter, der sich bestens mit dem Objektiv verträgt!
Denn bisher zeichnete ja keineswegs jeder Konverter mit jedem Tele-Objektiv gleich gut. Aber Nikon hat jetzt den Konverter optisch bestmöglich an das übrige Glas angepasst, da sollte es dann keine Zweifel mehr geben. Canon und Nikon haben in der Vergangenheit mit dem schweren Zoom (3.600g!) 4.0/200-400 mm u 4.0/180-400 mm Erfahrungen gesammelt!
Vor allem wenn ein Tier plötzlich schnell nahe kommt, war man mit der Festbrennweite und erst recht, wenn man einen Konverter dran hatte, immer gekniffen – bis man den abhat, ist das Motiv lachend weiter gezogen oder hat einen umgerannt oder gefressen.
Für mich am wichtigsten: 2950g (gewichtet ohne Sonnenblende, also eher 3100g plus Arca-Schiene plus SchutzTarnung  – Gesamt gut 3300g) und einen Preis von rund 15.000€
Es werden ganz neue AF-Motoren eingebaut, eine Bildstabilisierung bis 6EV an der Z9 (5.5 an anderen Kameras) versprochen und es hat eine für Nikon komplett verbesserte Vergütung der Linsen, auch im System. Achtung, Synchro-VR, also Objektiv und Kamera-VR arbeiten gemeinsam, ist bisher nur mit der Z9 möglich!
Bei den erstem Fotomaterial und Vergleichen am Monitor ist der Lichtverlust bei eingeschwenktem TC14 Konverter auffällig und zusätzlich eine Farbverschiebung…
Ein Arca-kompatiblen Stativfuß hat es auch wieder nicht… zu doof, das an so etwas gespart wird.
Es wurde gut demonstriert wie leicht es ist, doch wenn es an der Z9 hängt ist die Combo ohnehin mit 5 Kilo sauschwer…
Ich würde in jedem Fall auf eine Z8 ohne angebauten Bleigriff warten.
Die Z9 ist bei mir genauso durchgefallen wie die R3 (wobei die R3 weniger wegen Gewicht und Griff, aber wegen der geringen Auflösung!).

Es ist natürlich professionell abgedichtet und regengeschützt. Der erreichbare Abbildungsmaßstab aus 2.50m beträgt rekordverdächtige 1:4.6 – dass hat bisher noch kein Mitbewerber geschafft, für diese Objektive liegt er bei 1:6 – allerdings bezieht Nikon dabei den TC 1,4x mit ein – ergo bei 400 mm nicht besser ist als Sony und Canon.
Es fällt mit 38cm wieder gut 2 cm länger aus, kann man verschmerzen. Die Filterschublade nimmt 46 mm Filter auf.

Hier hat Nikon ein 21.000€ Faustpfand um gut betuchte Nikon-DSLR-Natur-Fotografen endlich ins Z-Lager zu bringen und auch alle Canon und Sony-Fotografen ins Schwitzen zu bringen.
Solche Innovationssprünge finden nur 1-2 mal im Jahrzehnt statt, zuletzt 2018 als Sony erheblich leichtere 400 mm und 600 mm Super-Teles vorstellte.

Allerdings, wenn ich weiß, meine Motive sind klein, haben eine hohe Fluchtdistanz und ich komme nicht nah genug heran – dann nehme ich mein 2.8/400 mm Sony immer gleich mit angesetztem 2x TC oder 1.4x TC mit und muß auch keinen Konverter wechseln.
Wenn nur das hohe Kameragewicht nicht wäre, Flaggschiff hin oder her und Hochformat brauche ich kaum.

Wo es früher zu viele Tasten gab, gibt es heute bei Nikon zu wenige:

 


Fast verschämt zeigt Nikon nur ein seitliches Bild – programmierbare L-FN Taste; A-M Auswahlschieber für AF oder MF und Full – 5-unendlich Schieber – das WAR’S!

Eindrücke:
Zum Glück geht es heute bei Objektiven (insbesondere Tele-Objektiven) praktisch nicht schwerpunktmäßig alleine um die Bildschärfeleistung der optischen Konstruktion.
Sie können alle scharfe Fotos, sogar extrem scharfe, liefern.
Warum es heute geht, sind Mechanik und Elektronik.
Wie schnell und präzise wird der AF gesteuert – welche Kamera nimmt man dafür?
Wie gut arbeitet der VR/IS?
Welche Sonderfunktionen werden angeboten, welche nicht?

Das Nikkor 400 mm ist ein S Objektiv, kostet gut 15.000€ – allerdings ist es in den Funktionen eher ein „Basismodell“.
Denn wichtige Schalter und Einstellmöglichkeiten fehlen oder wurden an die Kameras ausgelagert.
Die VR-Funktion kann nicht ausgewählt werden.
Kein manueller AF-Override auf die Schnelle.
Kein sehr wichtiger Nahbereich 5-10m auswählbar oder gar programmierbar.
Keine rastende Blende.

Bei einem 1000-3000€ Objektiv darf ich da nicht meckern, aber hier sind wir bei jenseits 15.000€.

Die Schwierigkeit fängt bei der Kamerawahl an. Keinesfalls wird jeder eine Z9 dazu kaufen wollen. Und die Z6II, Z5, Z50 bieten keine hohe Auflösung und scheiden praktisch auch aus. Bleibt nur die Z7II und damit gehen die Sorgen los.

Ich hatte kürzlich Gelegenheit das neue Licht-Ungeheuer kurz auszuprobieren. Beim Tragen der  4 Kilo wird schnell klar, dass auch die nach Stunden zu viel Gewicht werden und Stunde um Stunde schwerer in der Luft zu halten sind. Trotzdem will ich schnell am Motiv sein und nicht auch noch ein Stativ schleppen. Allenfalls der Einsatz am montierten Einbeinstativ auf der Schulter getragen ist hilfreich, dann kommen noch einmal 1-2 Kilo Gewicht hinzu.

Die Bedienungsanleitung zur Z7/Z6 Kamerareihe ist das schlimmste, was mir je untergekommen ist – komplett nur online und weit entfernt von komplett und logisch. Ich wußte lange nicht, wo ich die Stand-By Zeit der Kamera ausschalte, denn sie springt immer nach wenigen Sekunden der Nichtnutzung in Stand-by und wacht daraus nur schwerfällig und mühsam wieder auf.

Auch den VR habe ich lange gesucht, weil er nicht mehr am Objektiv ist und im Kameramenü tief versteckt wird. Am Start war er an, aber Bildserien waren komplett zerrissen und verschubst – einem Motiv zu folgen war unmöglich, ich dreiste förmlich um das Motiv und entsprechend sahen Bildserien mit abgeschnittenen Köpfen, Schwänzen, Füßen dann aus.
Dann entdecke ich den VR-Sport Modus – ich will ja gar keinen Sport machen, ach egal, einschalten – endlich wird es besser, der VR weniger laut und nicht mehr so schlagend (aber wohl auch ineffizienter) und immerhin wird jetzt das Sucherbild ruhiger gestellt – aber längst nicht so wie bei Canon, Sony, OMDS bei gleicher Brennweite! Wer denkt sich so einen Mist aus?
Schnelles Umschalten auf DX scheint mir bisher unmöglich. Es lässt sich fast nur auf den AF-Joystick programmieren und der muss gleichzeitig gedrückt und dann das Menürad gedreht werden.
Ja bitte wer kann das denn, wenn man sich dem Motiv schnell anpassen muß? Obermist!
Und dann das nicht klickende Blendenrad – man verstellt es allzuleicht unabsichtlich – also entweder auf S – Blendenautomatik fotografieren oder zurück auf M und dem Einstellrad die Belichtungskontrolle zuweisen.
Das macht auch mehr Sinn, allerdings ist auch das wieder sehr gewöhnungsbedürftig – weil ja ohne Klick und man muss immer genau die Sucheranzeige im Blick behalten und diese Einstellung ist dann nicht dauerhaft… auch Mist.

Schnell mal manuell fokussieren, geht – aber dann muss man auf MF umstellen – frühe Steinzeit – aber da gibt es vermutlich irgend eine Kamera-Einstellung die ich noch nicht gefunden habe.
Der Autofokus ist alles andere als schnell! Fiegenden Vögeln ist kaum zu folgen und scharf erst recht nicht – was aber auch an 800 mm Brennweite und meiner fehlenden Übung mit dem Objektiv liegt.
Aber auch sonst, bis der Haubentaucher auf dem See endlich scharf ist, ist er längst abgetaucht und wenn er an ganz anderer Stelle auftaucht, bekommt man ihn mit Nikon auch nicht gleich scharf – ich nicht. Mit Sony, Canon, OMDS allerdings schon.
Auch die schnelle Auswahl der AF-Feldfunktion ist praktisch unmöglich.

Also ich muß noch lernen – auf dem Niveau der D500, D850 ist die Z-Kamerareihe noch längst nicht! Mal sehen wie weit wir uns in den nächsten Wochen mit der Z9 dem annähern.

OPTISCH:
Erstaunliche optische Konstruktion: 25 Gläser in 19 Gruppen, 2 ED-Glas-Linsen, 2 Fluoritlinsen, 1 Super-ED-Glas-Linse, 1 SR-Glas-Linse, Linsen mit meso-amorpher und ARNEO-Vergütung und ein Schutzglas mit Fluorvergütung.
Das führt optisch bisher nicht zu kontrastärmeren oder sonst schlechteren Aufnahmen wie häufig bei den bisherigen Super-Tele-Objektiven mit Telekonverter!
Die sehr gefürchteten Farbverschiebungen und die purpurnen Lichtreflexe, die bei allen anderen Super-Teles in verschiedenen Lichtsituationen auftreten können und die aufwendig per Nachbearbeitung gemildert werden müssen, sind hier gut kontrolliert.
Tonnenförmige Verzeichnung und deutliche Vignettierung sind hier bei aktivierter Kamerasoftware ebenfalls nicht zu befürchten.
Die Hintergrund-Auflösung und das Bokeh fallen hier wie erwartet sehr schön aus und unterscheiden sich kaum nennenswert von f:2.8 Teles.
Ein Problem dem heute viel Aufmerksamkeit zukommt ist die Veränderung des Bildausschnitts je nach Focus-Ebene – das sogenannte “Focus breathing”. Es fällt an diesem Objektiv für eine Festbrennweite (sonst sind meist Zooms stark betroffen) deutlich auf. Für Filmer ist das sehr ärgerlich, in der Fotografie finde ich es in diesem langen Brennweitenbereich wenig störend. Es fällt auf wenn man vom gleichen Ausschnitt der Nahdistanz auf ein fernes Motiv wechselt. Deshalb ist es weniger ideal für Filmer.

 

LICHT:
+ kompakter & noch leicht (3300g) incl. TC14 eingebaut
+ hohe Auflösung und Kontrast – wie vom Supertele gewohnt
+ auch im “Nahbereich” aus 2,5-10 m sehr gute Abbildungsleistung
+ praktisch wenig CA
+ günstige Balance-Verteilung
– Einschwenkhebel rechts scheint mir meist von Vorteil
+ Funktionstasten, Blendenring vorhanden
+ sehr geringe Leistungseinbußen mit TC14 Konverter
+ Aufwendig gummiert – weniger kratzempfindlich
+ Neue Filterschublade
+ Sonnenblende ohne Drehschraube
+ Tasche mitgeliefert
+ Kamera passt mit Objektiv in Tasche (Blende umgedreht)
+ Stativfuss gummiert, liegt eng an
+ Nanovergütung, staubvermeidend
+ Aufwendige Abdichtung

Schatten:
– Preislich mit 15.000 € kein Leichtgewicht!
– AF und VR nur wirklich gut und schnell an der Nikon Z9
– Blendenring klickt nicht
– 
an der 7II fühlt es sich behäbig an
– Alles macht Geräusche
– mit TC14 zu kurz gesprungen, TC17 oder TC20 wären hilfreicher
– Nur 2,60m Naheinstellgrenze – 1:4.6
– kein Einstellbereich 5-10 m!
– starkes atmen/Veränderung des Bildausschnitts  bei Verschiebung der Schärfe
– Rucksacktasche sehr dünnwandig, bietet wenig Schutz
– Schwere, große Schutzhaube
– Rastet nicht im 45° Winkel
– Keine Arca-Swiss-Führung
– Schlecht platzierte Tasten
– kein VR-Schalter
– Synchro-VR (Kamera & Objektiv) nur mit Nikon Z9
– Nachschlagen des VR – schwierig Bildausschnitt einzuhalten (nur VR Sport bringt etwas Linderung)


AUTOFOKUS:
Ich zweifle noch, ob es irgendwann wirklich mit dem Sony oder Canon 2.8/400 mm wirklich mithalten kann, denn es ist erheblich langsamer als mein 2.8/400 mm mit 2x TC oder auch als Olympus oder selbst als das Canon 11/800 mm oder das 100-500 mm mit angesetztem Konverter an der Z7II.
Letztlich bessert sich das nur mit der Z9 – an der Z7II ist es eher langsam.

 

Die Konkurrenz:
Jetzt haben Sony und Canon das Nachsehen, denn sie haben ihre beiden Super-Tele bereits vor 3-4 Jahren berechnet, ohne Konverter. Daher wird es vermutlich weitere 3-4 Jahre dauern, bis sie sich an diese Neurechnung wagen. Oder sie kontern mit 2,8/300 mm oder 4.0/500 mm mit eingebauten Konvertern – auch denkbar. Denn diese Brennweiten werden ja seit vielen Jahren nicht mehr neu gerechnet, Nikon 2015 und Canon 2011.

 

 

 
 

24. April 2022
Nikkor Z 6.3/800 mm VR S in der Praxis & Nikon Z7II – schneller Verriß

Nikon 6.3/800 mm bei 1200 mm DX an der überforderten Z7II

2. Update nach genauen optischen Tests
Update nach Telefonat mit NikonProService, siehe Textende

Praxis mit Nikon Z 6.3/800 mm VR S
Zum Glück geht es heute bei Objektiven (insbesondere Tele-Objektiven) praktisch nicht mehr um die Bildschärfeleistung der optischen Konstruktion.
Sie können alle scharfe Fotos, sogar extrem scharfe, liefern-
Warum es heute geht sind Mechanik und Elektronik.
Wie schnell und präzise wird der AF gesteuert – welche Kamera nimmt man dafür?
Wie gut arbeitet der VR/IS?
Welche Sonerfunktionen werden angeboten, welche nicht?

Das Nikkor 800 mm ist ein S Objektiv, kostet gut 7300€ – allerdings ist es in den Funktionen eher ein „Basismodell“. Denn wichtige Schalter und Einstellmöglichkeiten fehlen oder wurden an die Kameras ausgelagert.
Die VR-Funktion kann nicht ausgewählt werden.
Kein manueller AF-Override auf die Schnelle.
Kein sehr wichtiger Nahbereich 5-10m auswählbar oder gar programmierbar.
Keine rastende Blende.

Bei einem 1000-3000€ Objektiv darf ich da nicht meckern, aber hier sind wir bei jenseits 7000€.

Die Schwierigkeit fängt bei der Kamerawahl an. Keinesfalls wird jeder eine Z9 dazu kaufen. Und die Z6II, Z5, Z50 bieten keine hohe Auflösung und scheiden praktisch auch aus. Bleibt nur die Z7II und damit gehen die Sorgen los.

Ich war gestern fast 12 Stunden mit Z7II und 6.3/800 mm unterwegs, gut 10 km insgesamt. Da wird schnell klar, dass auch die 3100g nach Stunden zu viel Gewicht werden und Stunde um Stunde schwer in der Luft zu halten sind. Trotzdem will ich schnell am Motiv sein und nicht auch noch ein Stativ schleppen.

Die Bedienungsanleitung zur Z7 ist das schlimmste was mir je untergekommen ist – komplett nur online und weit entfernt von komplett und logisch. Ich weiß bis jetzt noch nicht wo ich die Dtand-By Zeit der Kamera ausschalte, denn sie schrpringt immer nach wenigen Sekunden der Nichtnutzung in Stand-by und wacht daraus nur schwerfällig und mühsam wieder auf.

Auch den VR habe ich lange gesucht, weil er nicht mehr am Objektiv ist und im Kameramenü tief versteckt. Am Start war er an, aber Bildserien waren komplett zerrissen und verschubst – einem Motiv zu folgen war unmöglich.
Dann entdecke ich den VR-Sport Modus – ich will ja gar keinen Sport machen, ach egal, einschalten – endlich wird es besser, der VR weniger laut und nicht mehr so schlagend (aber wohl auch ineffizienter) und immerhin wird jetzt das Sucherbild ruhiger gestellt – aber längst nicht so wie bei Canon, Sony, OMDS bei gleicher Brennweite! Wer denkt sich so einen Mist aus?


Müde, müde, kein AF am Motiv und verrissener Bildausschnitt wegen VR

Schnelles Umschalten auf DX scheint mir bisher unmöglich. Es lässt sich fast nur auf den AF-Joystick programmieren und der muss gleichzeitig gedrückt und dann das Menürad gedreht werden.
Ja bitte wer kann das denn, wenn man sich dem Motiv schnell anpassen muß?
Obermist!
Und dann das nicht klickende Blendenrad – man verstellt es allzuleicht unabsichtlich – also entweder auf S – Blendenautomatik fotografieren oder zurück auf M und dem Einstellrad die Belichtungskontrolle zuweisen.
Das macht auch mehr sinn, allerdings ist auch das wieder sehr gewöhnungsbedürftig – weil ja ohne Klick und man muss immer genau die Sucheranzeige im Blick behalten und diese Einstellung ist dann nicht dauerhaft… auch Mist.

Müde Nikon-Kamera – die bekommt mich so wieso nicht – 1200 mm

Schnell mal manuell fokussieren, geht – aber dann muss man auf MF umstellen – frühe Steinzeit – aber da gibt es vermutlich irgend eine Kamera-Einstellung die ich noch nicht gefunden habe.

Der Autofokus ist alles andere als schnell! fliegenden Vögel ist kaum zu folgen und scharf erst recht nicht – was aber auch an 800 mm Brennweite und meiner fehlenden Übung mit dem Objektiv liegt.
Aber auch sonst, bis der Haubentaucher auf dem See endlich scharf ist, ist er längst abgetaucht und wenn er an ganz anderer Stelle auftaucht, bekommt man ihn mit Nikon auch nicht gleich scharf – ich nicht. Mit Sony, Canon, OMDS allerdings schon.
Auch die schnelle Auswahl der AF-Feldfunktion ist praktisch unmöglich.
Der Autofokus bleibt in Serie noch schlechter am Motiv als Fuji, Olympus und fast so schlimm wie Panasonic. Trotz neuester Firmware taugt die Kamera nichts für schnelle Tele-Fotografie mit geringer Schärfentiefe – ich muß da von allen Nikon-Kameras nur abraten.
Vor allem, weil ich glaube, das ändert auch keine Firmware mehr.
Die Z9 werde ich in der Hinsicht noch speziell testen, denn das was Fotomenschen da im Internet für Wunderdinge behaupten, glaube ich jetzt gar nicht mehr – schon zweimal nicht im Vergleich zu Sony und Canon.
Ich muß auch ganz klar sagen, als die Z6II, Z7II, Z5, Z50 und die beiden grausamen Vorgänger Z6, Z7 auf den Markt kamen, gab es für Nikon noch gar keine Z-Teleobjektive. Die gibt es erst jetzt, deshalb habe ich auch meine Tests bisher auch nie vertieft. Ich hatte Z50, Z5 und Z6 und das war alles kaum zufrieden stellend. Und die Tester konnten ja bisher gar nicht das kritisieren, was ich jetzt öffentlich mache.
Praktisch alle Markenfans haben gar keine Ahnung wie schlimm es um Nikon steht, sie verteidigen etwas ins Blaue aufgrund sehr guter und sogar absolut bester DSLR-Kameras. Und wenn die jetzt mit normalem Arbeitstempo fotografieren und nicht vergleichen können, werden sie gar nicht merken wie technisch schwach Nikon da steht.
Und selbst wenn die Z9 dicht an A1, R5, R3 dran ist – so rettet eine 6000€ Kamera niemals Nikon und alle Lobpreisungen für diese Kamera können auch alle Käufer der anderen Nikon Kameras und Objektive ins “Verderben” reiten.
Als Sport-, Event-, Natur-Fotograf würde ich stand heute auf gar keinen Fall Nikon wählen oder gar empfehlen – alles ist nur um die Z9 herum gezimmert.

Also ich muß auch noch lernen – aber auf dem Niveau der D500, D850 ist die Z-Kamerareihe noch längst nicht!

Augenerkennung? Wo ist die?
Ich glaube Nikon hat eher die Ei- als die Augenerkennung erfunden:

Man beachte auch den unruhigen Hintergrund – ab das beim 4.5/150-400 mm Olympus genauso schlecht ist?

Watt? Der kommt hier mit Nikon und seinem Ei-Fokus? Dat wird nix, hier haben alle Olympus oder Sony.

Nikon Z7II

Das ist, wie alle anderen Z Kameras bisher keine wirklich gut geeignete Kamera für die Tierfotografie.
Mit D500 oder D850 gelingen müheloser bessere Tieraufnahmen und der Autofokus sitzt weit öfter da wo er hin soll.
Kollegen neben mir mit D500 und 5.6/200-500 mm Telezoom hatten weit mehr scharfe Fotos als ich mit 7II und 6.3/800 mm.
Die automatische Motiverkennung sollte man bei Tieren besser nicht vertrauen. Um beste, scharfe Aufnahmen hin zu bekommen sollte man das kleine einzelne AF-Feld auswählen oder manuell fokussieren.
Das, was Sony vorgemacht und Canon noch übertrumpft hat und der OMDS OM-1 teilweise sehr gut gelingt, kann Nikon bis zur Z7II noch nicht. Das macht sie nicht zur schlechten Kamera, man muß es aber wissen.
Der Bildstabilisator sollte auf VR Sport gesetzt werden, aber auch dann ist er nicht gut genug mit 800 mm Brennweite. Es ist schwer das Motiv ruhig zu halten. Das ist in dieser Form mit Canon 11/800 mm oder Sony 2.8/400 mm + 2.x TC erheblich besser und ruhiger. Nikon hat somit nicht nur die spiegelfreie, hochleistungs- Vollformat-Evolution 2017 (A9) sondern auch die Motiverkennung (Sony 7R1V 2019) um Jahre verpasst.

LICHT:

+ sehr guter Sucher
+ Akku inzwischen für meine Fotografie brauchbar
+ handlich
+ CFE, XQD, SD Schächte
+ 2 Funktions-Tasten vorne (leider nicht mit allem programmierbar)
+ gute Farbcharakteristik

SCHATTEN:

– keineswegs lautlose Funktion des VR
– sehr spiegelnder, schwacher Klappmonitor
– Geräusche
, Klappern – trotz lautloser spiegelfreier Auslösung
– Nur 10 BpS
– Wirkt technisch behäbig
– Verzögerte Einschaltung oder Aufwachen
– DX (1.5x) nicht auf einfachen Klick aktivierbar, nicht auf vordere Tasten programmierbar
– AF Felder sehr groß und kompliziert
– AF-Feld-Abdeckung
– Je nach Motiv und Bewegung, sehr starker RS
– Lahmer Prozessor
– Augenerkennung? Keine bemerkt!
– AF-Vogel-Erkennung meistens nicht möglich
– Zu einfaches Menü – erklärt nichts
– und auch zu verschachteltes Menü wo man alles suchen muss
– Bedienungsanleitung nicht als PDF und nicht zum ausdrucken – Katastrophe

Ein Hersteller, der keine deutschsprachige, komplette Bedienungsanleitung anbieten kann – so wie NIKON seit dem Z-System – disqualifiziert sich für mich schon selbst als Profiwerkzeug.

Trotz neuester Firmware 1.4 ist die Z7II ein lahmendes Pferd im Vergleich zu Sony (A1, A9II, A7RIV, A7IV) Canon (R5, R5, R3) OMDS OM-1, Nikon (D500, D780, D850, D5, D6).

So ist das, wenn man den Vergleich hat – wer nur Nikon kennt, wird sicher froh sein mit der Z7II – aber alle anderen erwarten weit mehr.

Am ersten Tag sind richtig scharfe Aufnahmen noch die Ausnahme. Nicht weil sie verwackelt wären, nein weil die 7II weit überm Limit fokussiert und selbst einfache Motive zuerst kaum findet und dann noch weniger die Schärfe darauf behält.

Wir bewegen uns weiterhin auf dem Niveau der Alpha 7RIII – und dazu kommt ein deutlicher RollingShutter. Die Prozessorleistung ist einfach zu schwach. Nach 1 Stunde wird auch dieses Supertele zum Schwergewicht, da können nur das noch einmal 1 Kilo leichtere 11/800 mm oder das 4.5/100-400 mm Olympus weit eher angenehm eingesetzt werden.
Das schmälert nicht die 1-2 Kilo Gewichtsersparnis gegenüber den lichtstarken Supertele mit Konverter und den früheren 5.6/800 mm.

AF-Menü:
A3 Fokusverf – auf 5
A4 ½ jeder zweite Punkt
A7 !!!!
A9 manueller FM – EIN
DYNAMIK – AUS

NieKon Z7II – damit wagst du dich her? Da gackern ja die Hühner.

Ich war einer der ersten in Deutschland der ein Canon 4.0/400 mm L IS DO in der Hand und bald auch in der Fototasche hatte und das galt dann in der Folge auch für Nikon 4.0/200-400 mm VR ED, Sigma 5.6/300-800 mm, 2.8/120-300 mm, 6.3/150-600 mm, Tamron 6.3/150-600 mm, Olympus 2.8/90-280 mm, 2.8/300 mm, 4.0/300 mm, Fujifilm 5.6/100-400 mm, Panasonic – Leica 2.8/200 mm, 6.3/100-400 mm, Nikon 4.0/300 mm PF, 5.6/500 mm PF, Sony 2.8/400 mm, 6.3/200-600 mm, Canon 7.1/100-500 mm, 11/800 mm und jetzt:
Nikon Z 6.3/800 mm VR S
(und ich habe sicher einige vergessen – alle selbst gekauft und nach einer Weile oft verkauft, wenn für mich geeignetere Alternativen erschienen)

Zum Glück geht es heute bei Objektiven (insbesondere Tele-Objektiven) praktisch nicht schwerpunktmäßig alleine um die Bildschärfeleistung der optischen Konstruktion.
Sie können alle scharfe Fotos, sogar extrem scharfe, liefern.
Warum es heute geht, sind Mechanik und Elektronik.
Wie schnell und präzise wird der AF gesteuert – welche Kamera nimmt man dafür?
Wie gut arbeitet der VR/IS?
Welche Sonderfunktionen werden angeboten, welche nicht?

Das Nikkor 800 mm ist ein S Objektiv, kostet gut 7300€ – allerdings ist es in den Funktionen eher ein „Basismodell“.
Denn wichtige Schalter und Einstellmöglichkeiten fehlen oder wurden an die Kameras ausgelagert.
Die VR-Funktion kann nicht ausgewählt werden.
Kein manueller AF-Override auf die Schnelle.
Kein sehr wichtiger Nahbereich 5-10m auswählbar oder gar programmierbar.
Keine rastende Blende.

Bei einem 1000-3000€ Objektiv darf ich da nicht meckern, aber hier sind wir bei jenseits 7000€.

Die Schwierigkeit fängt bei der Kamerawahl an. Keinesfalls wird jeder eine Z9 dazu kaufen. Und die Z6II, Z5, Z50 bieten keine hohe Auflösung und scheiden praktisch auch aus. Bleibt nur die Z7II und damit gehen die Sorgen los.

Ich war gestern fast 12 Stunden mit Z7II und 6.3/800 mm unterwegs, gut 10 km insgesamt. Da wird schnell klar, dass auch die 3100g nach Stunden zu viel Gewicht werden und Stunde um Stunde schwerer in der Luft zu halten sind. Trotzdem will ich schnell am Motiv sein und nicht auch noch ein Stativ schleppen. Allenfalls der Einsatz am montierten Einbeinstativ auf der Schulter getragen ist hilfreich, dann kommen noch einmal 1-2 Kilo Gewicht hinzu.

Die Bedienungsanleitung zur Z7/Z6 Kamerareihe ist das schlimmste, was mir je untergekommen ist – komplett nur online und weit entfernt von komplett und logisch. Ich wußte lange nicht, wo ich die Stand-By Zeit der Kamera ausschalte, denn sie springt immer nach wenigen Sekunden der Nichtnutzung in Stand-by und wacht daraus nur schwerfällig und mühsam wieder auf.

Auch den VR habe ich lange gesucht, weil er nicht mehr am Objektiv ist und im Kameramenü tief versteckt wird. Am Start war er an, aber Bildserien waren komplett zerrissen und verschubst – einem Motiv zu folgen war unmöglich, ich dreiste förmlich um das Motiv und entsprechend sahen Bildserien mit abgeschnittenen Köpfen, Schwänzen, Füßen dann aus.
Dann entdecke ich den VR-Sport Modus – ich will ja gar keinen Sport machen, ach egal, einschalten – endlich wird es besser, der VR weniger laut und nicht mehr so schlagend (aber wohl auch ineffizienter) und immerhin wird jetzt das Sucherbild ruhiger gestellt – aber längst nicht so wie bei Canon, Sony, OMDS bei gleicher Brennweite! Wer denkt sich so einen Mist aus?
Schnelles Umschalten auf DX scheint mir bisher unmöglich. Es lässt sich fast nur auf den AF-Joystick programmieren und der muss gleichzeitig gedrückt und dann das Menürad gedreht werden.
Ja bitte wer kann das denn, wenn man sich dem Motiv schnell anpassen muß? Obermist!
Und dann das nicht klickende Blendenrad – man verstellt es allzuleicht unabsichtlich – also entweder auf S – Blendenautomatik fotografieren oder zurück auf M und dem Einstellrad die Belichtungskontrolle zuweisen.
Das macht auch mehr Sinn, allerdings ist auch das wieder sehr gewöhnungsbedürftig – weil ja ohne Klick und man muss immer genau die Sucheranzeige im Blick behalten und diese Einstellung ist dann nicht dauerhaft… auch Mist.

Schnell mal manuell fokussieren, geht – aber dann muss man auf MF umstellen – frühe Steinzeit – aber da gibt es vermutlich irgend eine Kamera-Einstellung die ich noch nicht gefunden habe.

Der Autofokus ist alles andere als schnell! Fiegenden Vögeln ist kaum zu folgen und scharf erst recht nicht – was aber auch an 800 mm Brennweite und meiner fehlenden Übung mit dem Objektiv liegt.
Aber auch sonst, bis der Haubentaucher auf dem See endlich scharf ist, ist er längst abgetaucht und wenn er an ganz anderer Stelle auftaucht, bekommt man ihn mit Nikon auch nicht gleich scharf – ich nicht. Mit Sony, Canon, OMDS allerdings schon.
Auch die schnelle Auswahl der AF-Feldfunktion ist praktisch unmöglich.

Also ich muß noch lernen – auf dem Niveau der D500, D850 ist die Z-Kamerareihe noch längst nicht!

 

OPTISCH:
Erstaunliche optische Konstruktion, die eine Fresnel-Element ist ins dritte Glied zurück versetzt (grün/ bei Canon immer Frontlinse), 1x SD-Sonderglas (rosa) und 3x ED Gläser (gelb). Das führt optisch bisher nicht zu kontrastärmeren oder sonst schlechteren Aufnahmen als bei den bisherigen Super-Tele-Objektiven 5.6/800 mm! Es reagiert auf Gegenlicht komplett anders als die bisherigen DO-Konstruktionen von Canon 4.0/400 mm, die ein großes Fresnel-Spezialelement groß und ganz vorne in der optischen Rechnung verwenden.
Der große Gewinn ist die Fresnel-Linse für die sonst sehr gefürchteten Farbverschiebungen und die purpurnen Lichtreflexe, die bei allen anderen Super-Teles in verschiedenen Lichtsituationen auftreten können und die aufwendig per Nachbearbeitung gemildert werden müssen. Das gibt es hier nicht.
Tonnenförmige Verzeichnung und deutliche Vignettierung sind hier bei aktivierter Kamerasoftware ebenfalls nicht zu befürchten.
Die Hintergrund-Auflösung und das Bokeh fallen hier wie erwartet sehr schön aus und unterscheiden sich kaum nennenswert von f:5.6 Teles.
Ein Problem dem heute viel Aufmerksamkeit zukommt ist die Veränderung des Bildausschnitts je nach Focus-Ebene – das sogenannte “Focus breathing”. Es fällt an diesem Objektiv für eine Festbrennweite (sonst sind meist Zooms stark betroffen) deutlich auf. Für Filmer ist das sehr ärgerlich, in der Fotografie finde ich es in diesem langen Brennweitenbereich wenig störend. Es fällt auf wenn man vom gleichen Ausschnitt der Nahdistanz auf ein fernes Motiv wechselt. Deshalb ist es weniger ideal für Filmer.

LICHT:
+ sehr kompakt u leicht bei nur ⅓ Lichteinbuße
Preislich noch gerade so im Rahmen 7300€
+ hohe Auflösung und Kontrast – wie vom Supertele gewohnt
+ auch im “Nahbereich” aus 5-10 m sehr gute Abbildungsleistung
+ praktisch keine CA – nicht einmal auf glänzendem Wasser!
+ Sehr günstige Balance-Verteilung
+ Funktionstasten, Blendenring vorhanden
+ geringe Leistungseinbußen mit TC14 Konverter
+ Aufwendig gummiert – weniger kratzempfindlich
+ Neue Filterschublade
+ Sonnenblende ohne Drehschraube
+ Tasche mitgeliefert
+ Kamera passt mit Objektiv in Tasche (Blende umgedreht)
+ Stativfuss gummiert, liegt eng an
+ Nanovergütung, staubvermeidend
+ Aufwendige Abdichtung

Schatten:
– AF und VR nur wirklich gut und schnell an der Nikon Z9
– Blendenring klickt nicht
– 
an der 7II fühlt es sich behäbig an
– Alles macht Geräusche
– Nur 5m Naheinstellgrenze – 1:6,3
– kein Einstellbereich 5-10 m!
– starkes atmen/Veränderung des Bildausschnitts  bei Verschiebung der Schärfe
– Rucksacktasche sehr dünnwandig, bietet wenig Schutz
– Schwere, große Schutzhaube
– Rastet nicht im 45° Winkel
– Keine Arca-Swiss-Führung
– Schlecht platzierte Tasten
– kein VR-Schalter
– Synchro-VR (Kamera & Objektiv) nur mit Nikon Z9
– Nachschlagen des VR – schwierig Bildausschnitt einzuhalten (nur VR Sport bringt etwas Linderung)

AUTOFOKUS:
Ich zweifle noch, ob im 800 mm wirklich rasante AF-Motoren verbaut sind, denn es ist erheblich langsamer als mein 2.8/400 mm mit 2x TC oder auch als Olympus oder selbst als das Canon 11/800 mm oder das 100-500 mm mit angesetztem Konverter.
Letztlich lässt sich das erst an der Z9 klar sagen – an der Z7II ist es eher langsam.

Sicher wollen alle auch etwas zur optischen Leistung des 800 mm lesen:

So kommt manches Bild aus der Kamera – je nach Licht säuft trotz langer Sonnenblende der Kontrast ab:


1200 mm f:6.3 – 5.600 ISO – 1/1000 Sekunde – Freihand
Aber mit zwei Klicks auf Auto-Kontrast und Nachschärfen (50% Radius 1.6) ist das Bild gerettet ( was allerdings einen kleinen Preis hat und die Datei reduziert).

Die Schärfentiefe ist allerdings bei 6.3/800 mm sehr kritisch mit diesen Motiven, Art Wolfe und andere Meister würden sicherlich f:11 oder gar f:16 und ein solides Stativ verwenden. Im übrigen bleibt die Schärfentiefe exakt gleich, egal ob ich 800 mm oder den 1.5x Faktor auf 1200 mm Bildausschnitt oder in der weiteren Bearbeitung noch größere Ausschnitte verwende. Sie verändert sich nur mit der der Blende, dem Abstand zum Motiv oder dem echten verändern der Brennweite! (und das Wort Tiefenschärfe, auch wenn es noch so modern sein mag, bleibt für mich der falsche Begriff)
Und genau aus diesem Grund, ist eben die Verwendung von kleineren oder auch größeren Sensoren zu einer veränderten Bildsprache – wenn andere Brennweiten verwendet werden. Ein 400 mm Tele an einer MFT-Kamera zeichnet eben doch Hintergründe und ST anders als dieses 800 mm am Vollformat oder das gleiche Objektiv am Halbformat.
Hier hat die doofe Kamera falsch auf die Feder im Vordergrund fokussiert, trotz automatischer Motiverkennung (was leider sehr häufig bei der Z7II vorkommt).

Und hier zeige ich – wie krass der VR die Kamera verreisst, wenn er nicht auf VR-Sport steht – bei 10 BpS unmittelbar hinter einander:

Welchen “Matsch” die Kamera in Serie bei Fotos unmittelbar hintereinander produziert:

Und dann mal schnell eine Ente rechts davon in anderer Entfernung aufnehmen:
Gelingt nicht – dafür ist die Z7II Kamera viel zu träge:

Zeitgleich hat meine Begleitung mit Sony die Ente gleich scharf gehabt.

und dann – endlich Aktion, Haubi mit Krabbe/Fisch – doch die Z7II mit dem 800 mm braucht sagenhafte 12 unscharfe Fotos, bis sie endlich den Haubentaucher scharf hat… dass sind zwar nur 1,2 Sekunden, aber mit tollem Motiv ist das eine EWIGKEIT!

und endlich – ein Bild für das man früh aufgestanden, 170 km gefahren und gehofft hat:
Aber dann muß ich die Z7II plötzlich auch in der Farbe korrigieren, denn “vermutlich vor Aufregung” zeichnet sie die Fotos viel zu rot:

Doch dann, nach nur 6 leidlich scharfen Fotos ist der AF wieder auf eigenen Wegen und liefert mir unscharfe Fotos.

(beim oberen Bild hatte ich Farben und Ausschnitt nachträglich bearbeitet, das untere ist so aus der Kamera)

und dann kommt die Wut – warum wird die tolle Aktion dann nicht gleich wieder scharf, sondern noch unschärfer???

14 !!! verfluchte Aufnahmen lang nur unscharfer Ärger und dann fängt sie endlich wieder das Motiv ein:

Potential ausgeschöpft, auf 1500 Pixel heraus vergrößert – mehr ist in der Z7II nicht drin bei 6400 ISO und 1200 mm Brennweite:


und das liefert für mich auch gleich den Grund, mir niemals eine Z6II, Z5, R6, R und heute auch keine A9II oder R3 mehr zu kaufen – knapp 50 MP für Ausschnitte muß ich haben!

Es folgen wieder 4 grundlos unscharfe Bilddateien, die ich euch hier erspare und dann das:

Ich hoffe sehr, das beantwortet auch jede Diskussion, ob man ein 6.3/800 mm oder gar ein 1200 mm Objektiv überhaupt braucht – definitiv ja! und für mich beantwortet es auch die Frage ob ich jetzt 2022 doch noch RAW für die Tier-Fotografie brauche: NEIN!
Alle Aufnahmen JPEG Fine!


Und noch kürzere Zeiten als 1/1000 wäre hier sicher besser gewesen, aber morgens um 8.00 Uhr war nicht genug Licht.
Der Kompromiss ist immer da, lichtschwächer als f:6.3 darf morgens und Abends ein Objektiv nicht sein, ein f:2.8 Objektiv ist immer vorzuziehen, aber mit 800 mm nicht mehr tragbar. Wann immer ich dichter heran komme, nutze ich 2.8/400 mm und sogar 2.8/70-200 mm – aber mehr wie ein Ausschnitt x2 ist einfach bei brauchbarer Qualität auch bei 50 MP VF nicht möglich und mit 20-30 MP VF erst recht nicht!
Das ändert sich nur an der OM-1 mit 4.5/150-400 mm – weshalb ich das alternativ immer empfehlen würde, denn damit wäre hier 1/2000 Sekunde Sekunde bei gleichem Bildausschnitt möglich gewesen und die Fotos sehen auch mit vergleichbar 1200 mm noch sehr gut aus.

Für mich ist auch die Frage beantwortet, brauche ich häufig eine Entrauschung? NEIN – eher selten, denn die elektronischen Störungen (wenn gleichmäßig und kein Banding) geben einem Bild auch Struktur und Tiefe und lassen es weniger künstlich aussehen UND wenn ich diese Fotos hochwertig in Hochglanz ausdrucke, spielt das Bildrauschen in keiner große mehr eine Rolle!

So eine Beute ruhig und passgenau zu bekommen ist Schwerstarbeit und manchmal kommt auch noch “Besuch”…


Quer wird alles schwer… verdaulich.

aber erst einmal weiter frühstücken:
Alle Fotos bei 6.3/1200 mm DX-Bildausschnitt in der Kamera – also auch 1200 mm sind oft noch nicht genug!

bei schneller Aktion ist 1/1000 viel zu lang – da kann man nur auf mehr Licht warten und 1/2000 oder auch 1/3000 Sec wählen!


Es ist sehr schwierig selbst große Vögel mit 800 mm zu erwischen und noch schwerer sie scharf im Fokus zu halten und mit der Z7II ist es dann ein reiner Glücksfall und sicher besser mit manuellem Fokus möglich als mit AF. Eine große Hürde sehe ich auch darin, die Kamera schnell umschalten zu können, von mehreren AF-Feldern auf ein einzelnes um schneller durch Geäst auch zu kommen, von DX zurück auf FX, das ist alles viel zu langwierig, diese Zeit zum drücken, sichern, drehen lassen uns die wenigsten Motive. Und da man die AF Felder hier nicht gruppieren oder verkleinern kann ist es ohnehin für schnelle Motive praktisch hoffnungslos – scharfe Fotos gelingen dann nur, wenn die Kamera “zufällig” auf die richtigen Parameter eingestellt war. Z50, Z5, Z6II, Z7II sind aus meiner Erfahrung Kameras für ruhende Motive und kaum geeignet für rasch wechselnde Motiv-Gegebenheiten.
Es gibt bisher keinen Ersatz von Nikon für D500 und D850 – die heute noch in diesen ganzen Situationen deutlich hilfreicher wären – aber für die gibt es kein leichtes 800 mm. Ich bedaure es, aber für mich sind die Nikon Z-Kameras alle “kaputt” = für mich kaum sinnvoll nutzbar und im Vergleich hinken sie selbst preiswerteren Kameras deutlich hinterher (die Z9 vorerst noch ausgenommen, mangels Erfahrungen mit Super-Tele, bisher gab es kein brauchbares Z-Tele-Objektiv – auch ein 5.6/100-400 mm ist da für mich nicht spannend).


Schnell ist man den Motiven in der Natur auch zu dicht dran, hier mit DX-1200 mm und kann nicht wirklich schnell auf 800 mm zurück drücken und drehen.


oder umgekehrt:


Ich kann weder Kamera noch dem Objektiv vorwerfen, dass es an Schärfe mangelt, hier 1200 mm im Nahbereich:

Aber die AF-Reaktion, Motiv- & Augen-Erkennung ist einfach in vielen eindeutigen Situationen, wie hier, schwach. Welchen Grund gibt es für die Kamera nicht sofort den Kormoran als nächstes Motiv zu kennen und zu fokussieren?


Erst nach gutem Zureden gelingt das, nach einigen Sekunden. Ich bitt vermutlich einfach verwöhnt von Sony und Canon, die sind bei weitem auch nicht nahe an “perfekt”, haben aber mit solchen Situationen auch bei 800 mm und weniger Lichtstärke keine Schwierigkeiten.


besonders nachteilig kommt dazu, die Kameras bleiben bei einem so eindeutigen Motiv nicht mit der einmal gefundenen Schärfe nicht auf dem Punkt.


Auch 800 mm Brennweite sind noch nicht optimal für kleine Singvögel wie Rotkelchen und genau deshalb sind Z5, Z6II oder Canon R6 keine guten Werkzeuge mit nur 20-24 MP. Deutlich spannender ist da eine hochauflösende Kamera mit 45-50 MP mit DX-Faktor bei 1200 mm:

Was hat der Harry nur, geht doch, wird mancher bei dem nächsten Bild sagen, 1200 mm und trotz schneller Bewegung scharf – nur ich werte das als nicht kalkulierbaren, kaum wiederholbaren Glückstreffer und Glück brauchen Tierfotografen ohnehin schon so viel, das wir Glück bei der Kameratechnik weitestgehend ausschließen wollen, die ganze Serie ist nicht zufriedenstellend:

1200 mm “Wild”-Katze – und selbst bei dieser klaren Gedichtaufnahme mit Augenerkennung haut der AF sofort wieder ab:

Nikon mag Bachstelzen 🙂
Aber auch da habe ich nur ein paar scharfe aus der Serie heraus gepickt, vieles ist unscharf. Aber das ist das Potential des 6.3/800 mm bei Offenblende, freihand mit 1200 mm DX, 2800 ISO. Es hängt viel auch mit der große des Motivs im Sucher zusammen, wenn es so groß ist wie hier, hat auch Nikon weniger Schwierigkeiten, allerdings wäre es so auch noch einfach manuell scharf zu stellen.


Rolling Shutter!

Die ausweglose Situation  bleibt – Nikon hat kein vertretbar leichtes, schnelles und bezahlbares Gehäuse – aber dafür das spannendste, leichteste 800 mm Super-Tele-Objektiv.
Bei Canon an der R5 wäre es perfekt.
Canon hat aber nur f:11/800 mm – was nicht bei jedem Licht und in jeder schnellen Situation zufriedenstellend einsetzbar ist oder ein 5.6/800 mm dessen Preis mit 20.000€ völlig “Gaga” ist. Das 100-500 mm plus 1.4x TC ist auch schon f:10 und damit lichtschwach.
Sony hat 2.8/400 mm oder 4.0/600 mm mit Konverter, die beide knapp 800g schwerer sind, auch an einer A! wäre das Nikkor fantastisch. Das 6.3/200-600 mm erreicht auch schon 900 mm bei gleicher Qualität und viel höherer Trefferquote, aber mit TC wird es ebenfalls zu lichtschwach.
OMDS – MFT hat ein preiswertes 6.3/100-400 mm – das bei 800 mm Ausschnitt weitgehend ausgereizt ist (vom Leica 100-400 mm ganz zu schweigen, was ich heute nicht mehr haben möchte) und eben 4.5/150-400 mm – das sogar lichtstärker als Nikon ist und auch mit TC 1.4x bei f:6.3 landet, allerdings eine andere Bildsprache spricht. Trotzdem scheint mir das bei weitem die beste Methode kleine und scheue Tiere in bester Bildqualität zu fotografieren oder zu filmen. Die OM-1 muß nur auch noch etwas AF-Sicherer werden. Sie lässt zwar die AF-Felder deutlich besser anpassen als Nikon und kann wirklich Augen und Motiverkennung auf gutem Niveau, hält aber eben bei Serien auch noch nicht so gut am Motiv fest wie Canon und Sony.

So weit ein kurzer erster Eindruck, an dem 12 Stunden “Arbeitstag” entstanden auf 10 Km viele tausend Bilddateien mit 3 verschiedenen Kamerasystemen, die ich noch gar nicht gesichtet habe – also: Mehr folgt!

 

UPDATE NIKON ProService:

Ich habe lange mit dem NPS telefoniert und die Probleme geschildert, auch um auszuschließen, dass ich einen weißen Kittel brauche und besser kein Tageslicht mehr abbekomme…

Fazit, das Schlagen/Verreissen des Sucherbildes  des VR in der Z7II scheint denen nicht normal, Kamera einsenden und überprüfen.
Unterschwellig wurde eingestanden, dass eine Z7II aber vieles von dem, was ich erwarte (und andere Hersteller längst bieten) nicht erfüllen kann. Eine Augenerkennung ist beispielsweise nur bei großen, gut sichtbaren Augen möglich wenn diese beide am Motiv von vorne zu sehen sind… aha, also wie vermutet, eine Augenerkennung bei Tieren findet nur selten statt:
Hier ein Bildbeispiel -ich weiß nicht was man Verrücktes tun muß, damit eine Kamera reihenweise solche Fotos liefert:

Da kann doch ein AF-System praktisch gar nicht versagen?
Das Motiv ist groß, zentral, sehr gut ausgeleuchtet, bietet hohen Kontrast – also wovon ist die Kamera immer wieder so irritiert, dass so etwas nicht tackscharf ist?

Das es kein Einstellproblem in der Kamera sein kann und sich eher um einen systematischen Fehler /Unvermögen handelt, zeigt mir das Bild aus der Serie, das 7 Bilder später geliefert wird:

Bei der Gelegenheit habe ich dann gleich noch Fragen und Verbesserungswünsche angebracht:
Warum klickt der programmierbare Blendenring nicht?
Weil die Filmer das brauchen.
Das verstehe ich ja, aber warum macht man es nicht wie die Mitbewerber, mit einem Schalter der uns Fotografen die Option lässt, Klick oder ohne Klick?
Da kam dann keine Antwort.
Warum wird nicht endlich die Arca-Swiss-Schiene Serienmäßig bei Super-Teles am Fuß angeboten?
Wenn Sie mir garantieren können, dass 100% aller Fotografen und Filmer auch mit dem Arca-System arbeiten…
Falsch gedacht, sagte ich, denn wenn man wie Sigma und Tamron Arca anbietet, dann passt ja trotzdem jede andere Adapterplate! Und jeder hat die bessere Option!
Als bei Nikon wird nicht praktisch gedacht!
Warum ist die Z9 700g schwerer als sie sein müßte und macht damit den Gewichtsvorteil der neuen Tele hinfällig?
Weil man natürlich intensive Kundenbefragungen gemacht hat und die Masse der Nikon-Nutzer sich das so gewünscht hat.
Das bezweifle ich sehr stark – zumal wenn man ihnen eine 400g leichteres EOS R3 Konzept gezeigt hätte!
Und so ging das immer weiter und ich denke nicht nur der einzelne, sondern die ganze Nikon-Führung denkt so.
Wenn man eine moderne Nikon-Kamera will, bei der zwischen kleinen und großen AF-Feldern, flexiblen Gruppierungen und besserer Ansprechgenauigkeit und Schnelligkeit teil des Konzepts sind (wie es Canon, Sony, OMDS längst bieten), muß man die Z9 kaufen.
Genau das hatte ich befürchtet.

So teuer wie heutige Fotosysteme sind, will ich einfach Optionen und Freiheiten um die Kameras an meine Bedürfnisse anpassen zu können.
Dazu gehört auch das die DX 1.5x Funktion auf jede Taste programmierbar ist und auch sonst alle Funktionen auf jeder sinnvollen Taste und Rad eingestellt werden können – Sony hat das verstanden.
Tolle scharfe Fotos dürfen kein Zufall sein!

Behalte ich das gekaufte Nikon 6.3/800 mm
In der wilden, europäischen Naturfotografie (Wildlife) ist es genau genommen unverzichtbar.
Es ersetzt kein Zoom, kein 2.8/400 mm, macht aber einem 4.0/600 mm schon schwer zu schaffen – oder überflügelt es leicht!
400 mm – 500 mm – 600 mm bleiben aber ideal für die meisten Flugaufnahmen, denn mit 800 mm ist das schon extrem schwer Vögel schnell zu finden und zu folgen! Es gibt nicht ein Objektiv für alles. Wenn man es preiswerter und universeller haben will, führt kein Weg am Canon 7.1/100-500 mm, Tamron 6.3/150-500 mm (mit Einschränkungen)  und Sony 6.3/200-600 mm, vorbei! Ein 100-400 mm würde mir heute nicht mehr genügen.

Solange es nichts besseres oder gleichwertiges von Canon und Sony gibt – eindeutig ja, selbst mit der lahmen 7II – in der starken Hoffnung das die Z8 noch bis Weihnachten erscheint.

Ihr wollt das auch?
Bitte bei mir bestellen Nikon Z 6.3/800 mm VR S – 7300€ (noch – der Preis wird steigen und wenn erst alle wissen, wie gut und leicht es ist – wird jahrelang keines zu bekommen sein.)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

Ein bisschen Spaß auf Kosten von Langschläfer-Nikon musste mal sein.
Und für alle, die sich fragen, warum ich mir das noch antue?
(Sony als Hauptsystem, Canon als Ergänzung, OMDS als Wiederentdeckung und jetzt Nikon Z nur mit 800 mm…) hier die Antwort: Ich liebe es mit ganz neuer Technik meine Motive neu zu entdecken und mich und die Technik an die Grenzen zu bringen – es macht einfach total spaß, wenn der Frust einmal besiegt ist.
Aber ganz aufrichtig, dass soll kein Verriß sein, sondern viel mehr zeigen, wie man sich mit einem neuen System auseinander setzen sollte, wenn man mehr als Standart – Fotografie erwartet. Mit einem 800 mm Objektiv losziehen – ohne kürzere Brennweiten – das ist schon sehr speziell.
Also, wer Nikon-Z-Fotograf ist und mir widersprechen mag oder noch besser, mir auf die Sprünge helfen kann – nur zu – schreibt mir eine Mail.
Und noch spannender wäre auch ein Leser der über eine Z9 verfügt und im Umkreis von maximal 300 km wohnt, dann würde ich mich gerne zum Erfahrungsaustausch und Ausprobieren treffen.
Bitte mail an: HarryPX@T-Online.de

Vielen Dank!