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Filo Rings

11. November 2025
Canon vor Weihnachten 2025

Canon hat endlich seine R6III mit 32 MP gezeigt. Warum die knapp 3000€ Kamera die wichtigste für Canon sein soll, bleibt mit rätselhaft. Ich würde sie nie kaufen und zu dem Preis auch nie empfehlen – 1700€ bis maximal 2000€ scheinen mir da der Richtige Preisaufkleber. Mein Eindruck ist, 2900€ alleine für das Gehäuse, kommt schon den meisten normal, wenn nicht gar günstig an. Davor sollten wir uns bewahren. Die Kameras, praktisch ohne Mechanik (abgesehen von Verschlüssen bei Canon) sind in der hohen Auflage keinesfalls teuer in der Herstellung.
Aber den Vorgänger würde ich nach eigenen Praxistests auch nicht empfehlen. 32 MP sind 25% mehr – nichts über das wir ernsthaft diskutieren sollten. 

Das Gehäuse ist langweilig, wie alle R-Kameras außer der R3. Die sollte Canon besser auf 80 MP hochrüsten.

Was ist faul an der 3000€ Maschine R6III?
Da haufenweise von Fans die „positiven“ Seiten der Kamera herausgestellt werden, hier meine 

Schatten:

– Suchereinblick 
– Schwacher Akku
– kein Info-Monitor
– Kein Sensor mit 2 Schichtaufbau
– Immer noch mechanischer Verschluss
– Monitoraufhängung ist schlichtweg falsch
– Auch 32 MP Auflösung ist wenig für das Geld
– Kein ausgereiftes Objektivsystem

 

Was Canon richtig macht:

+ nach Jahrzehnten endlich ein einheitliches Bajonett
+ nach dem falschen Neuanfang ohne Freigabe des Bajonetts und mit viel zu extremen und kostspieligen Objektiven, wurden schließlich 3 canoneigene Serien aufgelegt.
+ Canon verfügt über eine sehr effektive Bildstabilisierung 

 

Ich vermute, wer auf Canon wartet, wartet schon lange vergeblich.
Die R war ganz ok, wurde aber Bedienungstechnisch, haptisch und wegen des Akkus als untauglich eingestuft.
Auch mit der R5 und R6 hat sich das nicht wirklich gebessert.
Die R7 im kleinen Format war eine Mogelpackung – auf billig getrimmt.
R10 und R8 sind grausam, es beginnt beim Sucher und hört damit noch lange nicht auf.
Die R6II war endlich halbwegs brauchbar, bis auf den Stromhunger.
Die R3 sollte alle Erwartungen dann endlich übererfüllen, aber letztlich war sie zu kurz gesprungen, mit bescheidener Auflösung.
Und auch die R1, war letztlich nur für Presse und Sport gedacht, scheitert aber schon bei der Event und Porträtfotografie.
Die R5II hinterließ ein weitgehend stimmiges Bild, braucht aber weiterhin viel Strom und erfüllt beim vielbeschworenen AF nicht alle Erwartungen.
Aber außer der R5II lohnt sich aus meiner Sicht kein Kamerakauf bei Canon.
Ich habe alle diese Kameras hinlänglich ausprobieren können.


Achtung Objektiv! 

Das RF 1,2/45 mm klingt besonders, besonders lichtstark mir 1/2 Blende mehr, besondere 45 mm Brennweite, ein besonderes Preisticket von nur 499€.

Doch Canon wäre nicht Canon, wenn sie nicht an den Innereien gespart hätten. Keine L-oder wenigstens VCM-Ausführung, bedeutet also ein langsamer Autofokus.
Rund 350g leicht oder schwer – je nach Betrachtungsrichtung; 1,77 Abbildungsmaßstab aus klassischen 0,45 m Abstand und 67 mm Filterdurchmesser (auch wenn mir hier kein Motiv für eine analoge Filterung einfällt).
Eine Sonnenblende ist natürlich nicht mitgeliefert.
Letztlich ist es auch gut 4x so teuer wie ein 1.8/50 mm bei 1 Blende mehr Lichtstärke.
Immerhin sind AF/MF Umschalter und ein Modus-Rad vorhanden, damit lassen sich die Blende, Belichtung oder vieles andere am Objektiv einstellen.
Es zeigt Katzenaugen und an den Bildrändern beträchtliche Auflösungsverluste.
Für mich ist das trotzdem eine Mogelpackung, die sicher nur als Konkurrenz zu den zahlreichen Chin-a Produkten zu sehen ist. Ich würde es nicht kaufen.

Tamron hat auch wieder so ein Zoom-Wunder:
2.8-5.6/25-200 mm
Rückbesinnung beim Brennweitenbereich, 24-200 mm oder 20-200 mm hätte es aber schon haben können. Die Blende f:2.8 ist nur vorhanden bei 28 mm und schon bei 35 mm wird das lichtreduziert bis sehr schnell f:5.6 übrig bleiben!
Immerhin bis zum Maßstab 1:2!
Aber es wiegt 580g, also kein Leichtgewicht an den Sony-Kameras.


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