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Kategorie ‘Kameras im Test’

19. Februar 2019
Rekordversuch mit Sony

Heute habe ich mehr als 5000 Bilddateien in 2 Stunden an der Mosel fotografiert.
Alle mit Sony Alpha 9, Zusatzgriff und einem Akku (960g) – alle mit 100-400 mm plus 2x Konverter – fast alle bei 1/2000 Sekunde bei F:13 – alle mit lautloser, elektronischer Auslösung.
Erkenntnisse:
Der jetzige AF ist sauschnell, auch bei schnellsten Bildserien jenseits 10 B/Sekunde – doch die Hälfte der Fotos sind dann Dupletten oder falsch erfasste Motive und Bewegungen.
Der Sucher ist sehr gut, die Handhabung auch, nur mit dem Akku-Griff kommt man leicht an die Tasten fürs Hochformat und ich blockiere mir mit dem Handballen den AF. Das war aber leicht zu lösen, Griff deaktivieren und weiter. Einiges ist überbelichtet, aber klar heute war an der Mosel gleißende Sonne.
Absolut kein Rolling-Shutter mehr!
Keine Geräusche, alle Tiere: Gänse, Schwäne, Enten, Nutria lassen mich sehr dicht an sich heran.
Freihand keine Probleme, gute Balance und nicht zu hohes Gewicht.
Man sieht mit 20 oder auch schon mit 20 Bildern pro Sekunde Dinge und Details, Augenblicke, die man mit dem Auge sonst nicht wahrnimmt und über die Filmen zu schnell drüber geht.
Klar das Aussortieren artet aus, aber den präzisen Augenblick und schöne Bewegungsabläufe zu haben entschädigt sehr.
Die Vollformat-Fotografie bleibt durch den großen Sensor sehr sehr staubempfindlich – das ist kein Vergleich zu MFT!
Es sieht im Sucher vieles scharf aus, was es dann in der Bilddatei doch nicht ist!

Ich habe Achtung vor Tieren, ich gehe nicht zu dicht heran, bleibe sehr lautlos und harmlos und füttere sie nicht an. Wenn sie hier Möhren und anderes fressen, dann haben das andere gefüttert.
Aber:

Während alle anderen Fotografen versuchen ihre Kamera & ihren AF schnell zu bekommen – betteln wir mit Sony-Kameras ja jetzt schon um den Knopf, womit sich unsere Fotografen-Reaktionen erheblich beschleunigen lassen!

Staub begleitet Fotografen ein Leben lang, damals in der Dunkelkammer, in jedem Spiegelreflex-Sucher, in vielen Zoom-Objektiven, beim Scannen und jetzt auf den Sensoren!
Die Staubentfernung von Olympus arbeitet meistens einwandfrei – die von Canon, Nikon, Sony Vollformat bei weitem nicht und auch Fuji ist keinesfalls staubfrei. Je größer den Sensor, desto größer das Problem.

und wer meint, ich habe jetzt die rosarote Sony-Brille auf:
SONY Verbesserungsbedarf:
Die Alpha 9 wiegt rund und 1 Kilo mit Griff und 2 Akkus. (1060g)

Was muss Sony dringend ändern?
– die Speicherperformance der SD-Karten ist begrenzt, CF-Fast muss in der kommenden Kamera Platz haben
– nur ein schneller Speicherplatz
– Speicherkarten werden öfter nicht erkannt, müssen erst formatiert werden
– Elektronik-Probleme
– extrem Staubempfindlich beim Objektivwechsel – da fehlen ein Schutzvorhang (EOS R) und ein weit besserer Staubschüttler (Olympus)
– Belichtung und Weißabgleich in Serie, sehr inkonsequent, viele Schwankungen
– ein voll beweglicher Monitor mit mehr Auflösung (Gelenk unten – Alpha 99/77)
– Gurt-Aufhängung ist Mist
– separate Taste für Eye-AF-Focus
– Bessere, griffigere Tasten
– Sprünge bei Auto-ISO
– Drehräder für Zeiten und Blenden springen gerne oder reagieren mal nicht, wenn man gerade eine Serie fotografiert hat
– die Farben sind nicht so wie bei Canon, Nikon, Olympus

 

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28. Dezember 2018
Lügen-Marketing – Canon EOS R

Kameras die die Welt nicht braucht – Ressourcenvergeudung: Canon EOS R

Jetzt landen immer mehr Canon EOS R Kameras bei den Händlern und die wollen sie so gar schon verleihen (weil keiner sie kauft?).
Nach 31 Jahren intensiver Arbeit mit Canon EOS kennt man seine EOS und den dazu gehörigen Autofokus – denn EOS steht nicht zuletzt für eine besonders schnelle, leise & automatische Fokussierung.
Da liegen die kleinen Faltblätter – echte, komplette Prospekte zur EOS R habe ich bisher nicht gesehen.
CAPTURE THE FUTURE
steht großspurig verlogen darauf – hätten wir jetzt 1987, würde das sogar stimmen.
Aber Ende 2018 ist das geschmacklos.
Canon bewirbt sogar den schnellsten AF nach neuesten Cipa-Standards – ok Sony hat vor Jahren genauso fett gelogen bei der Alpha 6000 – aber die war damals schon erheblich schneller, rückfreier und besser auf den Punkt als die EOS R heute und das auch mit dem besonders schnell geltenden R 4.0/24-105 mm L IS(also ohne Adapter). Doch schon im Laden bei Mischlicht zeigt sich – das Versprechen gilt allenfalls bei Mittagssonne mit bestem Kontrastmotiv und keinesfalls wenn das Licht etwas weniger wird – denn dann ist die R deutlich langsamer als jede Canon DSLR beim Blick durch den Sucher.
Weil ich mich ja selbst immer wieder überprüfe – habe ich mir gleich den Adapter geben lassen und 2.8/100 m  L IS Macro, 1.8/85 mm L IS und 5.6/70-300 mm STM IS geben lassen – letzteres mit STM-Antrieb war wirklich schnell, die beiden anderen waren spürbar zögerlicher, ruckelten sich gemächlich zum Ziel – als etwa so “schnell” wie 1987 die ersten EOS Kameras.

Werbeaussagen:
“Diese Kamera verbessert tatsächlich die Leistung meiner vorhandenen Objektive”
Verbessert – von was ausgehend??? Wie soll das physikalisch gehen? Kompletter Quatsch.
“Der AF ist einwandfrei”
Klar, so lange AF-Geschwindigkeit nicht zählt kann das stimmen, da der DSLR-AF zu Fehlfokus führen könnte.
“Mit dieser einen Kamera kannst du wirklich alles machen”
Was alles? Filmen & Fotografieren? Spielen? Ab in die Zukunft…

Canon-eos-r-Prospekt

Hier noch die bisherigen Erfahrungen, die ich neulich gepostet hatte:
Ich möchte hier einmal schildern wie so meine Meinung zu Stande kommt und was damit geschieht:
Ich gehe frohen Mutes zur Photokina – bin als einer der Ersten am Canon-Stand und sehe mir die Neuheiten an, Canon EOS R plus Objektive.
Seltsame Bedienung, angenehm griffig, fette Objektive, AF sehr flott, auch bei wenig Licht.
Dann Nachmittags ein Test mit vielen mir bekannten Tele-Objektiven – denn damit kenne ich mich am besten aus und weiß genau wie der AF reagiert – also mit Adapter an der EOS R.

Resultat: Autofokus in jeder Betriebsart schüchtern, keineswegs schnell und griffig am Motiv. Also Gegencheck an der EOS 5DIV – sofort sitzt der AF, beißt sich fast überall fest – keine Vergleich zur EOS R mit Adapter!
Diskussionen und Gespräche – ist ja keine Profikamera, ist noch nicht final, Kamera gerade erst ausgepackt …. blablabla.
2 Tage später wieder da, Wiederholung der Versuche, auch im Tageslicht – gleiches eindeutiges Ergebnis: Jede Canon DSLR (jede!) fokussiert mit identischen Objektiv schneller als EOS R.

Wochen vergehen, ich bin durch mit Canon, sehe meinen Verdacht komplett bestätigt, diese Kamera, dieses RF-System ist nur mit neuen RF-Objektiven schnell und brauchbar – nicht mit Adapter – zumindest nicht mit schnellem AF. Und es bleibt auch weiter dabei, Nikon D500, D850, D5 sind allesamt gemessen an Canon noch mal spürbar schneller und adaptierte Objektive der neuesten Bauart (!) von Nikon, wie das 5.6/500 mm sind an der Z7 sehr schnell, gefühlt nicht so deutlich langsamerer als an der D850 – aber die Trefferquote sinkt merklich – ergo kaum verlässlich.

Dann lese ich natürlich und schaue mir in Videos an, was die ganzen internationalen Kollegen zu sagen haben und wie Canon selbst sich darstellt und den AF bewirbt.
Dann kommen doch Zweifel, ich glaube ich spinne – bzw. das waren eben keine ausgereiften Kameras auf der Messe.
Also zweiter Versuch, auf den Weitblick- Fototagen – Ergebnisse wie auf der Photokina.
Wieder vergehen 2 Wochen, dann endlich die Gelegenheit beim Fotohändler, neue Kamera, die zum Verkauf steht mit Adapter und den Tele-Objektiven ausprobieren…
und siehe da – alles genau wie 2 Monate zuvor auf der Messe. Der AF ist mit 5.6/100-400 mm  L IS II, 2.8/300 mm L IS II, 2.8/400 mm L IS III eher zögerlich und keinesfalls auch nur annähernd so schnell und bissig wie mit der EOS 5DIV!
Und jetzt bleibe ich mir sicher – die Kollegen die das nicht ausprobieren, nicht verstehen – sind ahnungslos oder spinnen oder werden gut bezahlt. Canon wirbt geschickt mit dem schnellsten AF, den meisten Messfeldern, dem zuverlässigsten AF bei wenig Licht bis -6 EV (kleiner Hacken – nur bei f:1.2 Lichtstärke des Objektives! Bei einem f:4.0 sinkt die Performance schon auf -2.5 EV!).
Die Angaben von Canon stimmen – die Profimarke kann sich auch keine Falschaussagen leisten.
Doch man muß sie richtig in Kontext setzen: Canon spricht nie von Adaptern, nie von adaptierten Objektiven – sondern immer nur vom RF-System mit RF Objektiven – davon gibt es bisher 4 Stück bis 105 mm.

Also bitte vertrauen Sie mir, wenn ich sage, wenn Sie den schnellsten sichersten AF haben wollen:
nutzen Sie Nikon DSLR und Nikkor Objektive
nutzen Sie Sony Alpha Generation III Kameras und Sony Objektive
nutzen Sie die Panasonic G9/GH5/GH5s und Leica-Objektive
oder wegen mir auch die Canon EOS R mit RF-Objektiven bis 105 mm – wenn Sie nicht ohne Canon können.

 

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14. August 2018
Sony – Zeit-Alter?


Frische Gedanken:
Was Nikon jetzt offenbart hat, Z6 & Z7 und dazu 4 neue Objektive, von denen ich keins brauche… bedeutet das, was ich befürchtet habe – entweder mit Adapter und Einschränkungen leben oder 3-5 Jahre warten auf Nikon und hoffen , dass 2.8/300 mm, 4.5/50-300 mm, 4.0/12-24 mm erscheinen…
Ich bin nicht gut im hoffen – ich lebe jetzt.
Mal sehen wie das angekündigte Nikon 5.6/500 mm VR PF ausfällt, aber es ist eben lichtschwach und wäre besser ein ausgewachsenes 5.6/600 mm VR PF geworden.
Trotzdem, die Chancen schwinden, dass in den kommenden Jahren ein zweiter Hersteller Sony im Vollformat Paroli bieten kann.
Sony’s Schwäche bleibt aber Halbformat – genau wie bei Canon. Hier werden Fuji und wohl auch Nikon einen anderen Weg einschlagen.
Vollformat ist nur wirklich wichtig mit höchster Auflösung, sonst ist Halbformat spannender.

Ich mache mir das nicht leicht, zumal 16.000€ für ein leichtes 2.8/400 mm plus Konverter und Kamera ein verrückter Betrag sind.
Meine Suche nach einer Einstiegsdroge hält an, womit steige ich bei Sony preiswerter ein?

mit der 7III – oder gar älteren Alpha Gehäusen = um Himmels Willen nein!
mit Tamron 2.8/28-75 mm – auf keinen Fall, optisch zu schwach.
mit 12-24 mm und 100-400 mm – nicht billig und habe ich von anderen Marken in bester Qualität (14-24 mm).
mit 2.8/90 mm Macro – sehr teuer, geht wieder nicht mit Konvertern und ist eben kaum spektakulär.
mit 4/24-105 mm? Hat mich schon bei Canon immer gelangweilt – auch wenn es viel abdeckt.
mit Sigma 1.4/35 mm ART & 1.8/135 mm ART? Verschlingen auch gut über 2200€, sind lang, schwer und schnell veraltet, aber optisch bestechend.
mit 1.8/85 mm? Zu teuer für die Leistung.
Und alle anderen Sony Objektive überzeugen mich erst recht nicht. Es ist alles noch sehr dünn…

Wie wird das jetzt erst mit Canon und Nikon?

Nachdem in den letzten 100 Jahren Marken wie: Leica, Pentax, Nikon und Canon die Fotogenre beherrscht und geprägt haben – muß man jetzt doch gestehen, dass der Thron an Sony verloren gehen könnte.
So sehr ich auch die letzten Jahre gegen Sony aufbegehrt habe (so sehr wie ich es auch zuvor gegen Leica, Pentax, Nikon und Canon und andere getan habe) – so sehr muß ich jetzt doch auch realisieren was passiert und einen Blick in die Zukunft werfen.
Kameras mit Sucherprisma wird es weiter geben, keine Frage und sie werden in der Kälte, in der Hitze und bei anderen Gelegenheiten Vorteile verteidigen. Nur wer die modernsten, schnellsten Kameras braucht und sich Vorteile vor anderen Fotografen verschaffen will, muß spätestens jetzt auch Sony, Panasonic, Olympus und spiegelfreie Kameras mit ins Kalkül einbeziehen.

Was Canon und Nikon da bisher gezeigt haben war sehr enttäuschend, sie haben 6-10 Jahre vertan und verloren – das fliegt ihnen jetzt um die Ohren – die Verkäufe sinken dramatisch.
Auch Sigma und Tamron haben sich viel zu lange an Canon und Nikon geklammert und beide rutschen jetzt mit den Abhang runter – da hilft auch alles Geschrei um ART-Linsen nichts.
Ganz abgesehen das der “Angstgegner” Smartphone mit KI lauert und alles auf dem Kopf stellt – Zoomen mit Linsen wird dort nicht mehr nötig sein, superlange Brennweiten sowieso nicht und alle gelernte Fototechnik wird gerade zerpflückt und ad absurdum geführt.

Betrachten wir das Premium-High-End-Produkt neu:
Der Preis der Alpha 9 war heiß – 5300€ wollte Sony in Deutschland für die Alpha 9 haben, inzwischen wurde er auf 4300€ angepasst.

Das ist für bestimmt 95% aller Fotofans deutlich zu viel, zumal ja noch Objektive und ein entsprechender Rechner dazu kommen.
Auf den ersten Blick meinten einige, betrachtet man die Preise der Nikon D5 – 7000€ und Canon 1DXII – 6300€ – die Sony 9 sei preiswert.

Aber, wer eine Kamera wie die Alpha 9 will, braucht ein komplett neues System… Objektive, Blitze, Speicherkarten, Akkus
Jetzt, 1 Jahr danach ist einiges anders, Nikon hat zwar eine extrem gute D850 gezeigt und verkauft sie gut – aber beide Platzhirsche (Canon und Nikon) haben endlich erkannt, dass kein Weg mehr an spiegelfreien Hochleistungskameras vorbei führt. Sie arbeiten beide mit Volldampf an Vollformatkameras der Preisklasse 2000€ & 4000€.
Das weiß auch Sony und der Aufsteiger tut das einzig richtige und senkt die Preise für die Alpha 9 und verdient aber sein Geld mit der 7III und 7RIII.

Für mich hat die Vorstellung der jüngsten Sony Objektive alles verändert – 4.0/12-24 mm – 4.5-5.6/100-400 mm und vor allem ein leichtes 2.8/400 mm überzeugen!
Canon hat zwar auch ein frisches 100-400 mm zum günstigeren Preis – aber eben nicht für spiegelfreie Technik, Nikon hat keines dieser Objektive spiegelfrei und beide werden noch Jahre brauchen um hier Paroli bieten zu können. Egal welche Adapter auch kommen, Sony wird bei diesen wichtigen Brennweiten Jahrelang im Vorteil sein.
Zumal Nikon gerade erst neue Superlele vorgestellt hat und ich Zweifel habe ob Canon’s geplante Tele-Neurechnungen schon für spiegelfreie Kameras ausgerichtet sind…
Vor allem die Tele-Fotografie rutscht rasant ins spiegelfreie Zeitalter und Sony und Panasonic/Olympus haben dabei mächtigen Vorsprung.

Die technisch innovativsten Kameras am Markt sind derzeit:
Leica SL – 6900€
Sony Alpha 9 – 4800€
Nikon D850 – 3900€
Fujifilm X-H1 – 1900€
Olympus E-M1II – 1600€
Panasonic GH5 – 2000€
Panasonic G9 – 1600€

Die Kluft zwischen Vollformat und Halb- oder Viertel-Format ist gigantisch.
Im Vergleich zur GH5 ist die Sony etwas schneller und hat den größeren Sensor – daraus folgere ich, maximal 4000€ erscheinen mir bei der Alpha 9 als angemessen, eher 3500€.
In Wahrheit hat sich Sony aber einfach am Canon-Preis orientiert… und nicht an seinen realen Entwicklung & Produktionskosten – klar scheint mir auch, dass Sony im ersten Produktzyklus allenfalls 1/10 der Menge einer Canon EOS 1DXII verkaufen kann – vielleicht sogar nur 1/100 – je nachdem ob sie von einigen Erstkäufern akzeptiert wird.
Inzwischen – nach 1 Jahr, ist klar, die Verkaufszahlen der Sony Alpha 9 sind nicht gut, nicht einmal so gut wie das Sony erwartet hat.
Heute ein Jahr nach Vorstellung kaufen die Menschen eine Alpha 7III für 2300€ (ungeachtet des schlechten Suchers!) oder allenfalls eine Sony Alpha 7RIII für 3300€.
Sony tut jetzt das, was ich vor einem Jahr empfohlen habe, sie verschenken den Akkugriff im Wert von 350€ dazu und geben eine 4 Jahre Versicherung gegen Kameraschäden dazu.
Zusätzlich gibt es eine Cash-Back Aktion von 400€ auf das Kameragehäuse – also de Facto ist die Kamera jetzt für 4200€ inklusive Handgriff und Versicherung zu haben.
Dazu ein neues AF-Firmware-Update, das die Kamera nun wirklich schneller und sicherer im AF macht.

Im Vergleich zur Canon und Nikon sollte auch nicht unterschlagen werden, dass beide DSLR-Modelle einen Akku-Griff integriert haben, der bei Sony mindestens 350€ kostet und letztlich für High-Speed-Fotografie unverzichtbar ist – zieht Sony also mit Canon 1DXII etwa gleich:
Alpha A9 = 4300€
Griff = 350€
Zusatz-Akku = 80€
Gesamt: 4630€

Glas-Prisma, Spiegelmechanik, Verschluss, Abdichtung, Haltbarkeit scheinen mir aber schon auf den ersten Blick erheblich aufwendiger und teurer in der Produktion – ergo ist die Sony erheblich zu teuer.
Die beste Kamera der Fotowelt für alle Motive, mit der größten Ausgewogenheit, bleibt mit weitem Abstand die Nikon D850.
Da kommen Sony 7RIII, Canon EOS 5DIV, Pentax K1II bei weitem nicht ran. Und wenn man wie ich vieles mit dem kleineren Sensor realisieren kann, ist es die Panasonic G9.

Die Fujifilm scheint mir halbwegs fair ausgepreist, die Olympus war Anfangs zu teuer und die Panasonic ist im Vergleich zur Sony fast ein Schnäppchen und ob Sony überhaupt so schnell und präzise fokussieren kann – auch in Serie – muss sie erst beweisen – bisher hat das mit keinem Sony-Modell gegen eine Panasonic GH funktioniert.

Sicherlich bringt der 24 MP Vollformat-Sensor im Weitwinkel-Brennweitenbereich und bei einigen Motiven und schwierigen Lichtsituationen Vorteile, da er 2-3 Stufen geringeres Bildrauschen jenseits 3200 ISO zeigen kann (im Vergleich zu mFT) und besonders hohe Dynamik zeigt.
Doch für nur 1500€ gibt es eine kaum langsamere Olympus E-M1II oder die perfekte Video- und Sportabstimmung in der Panasonic GH5 – die Objektive sind erheblich kleiner, unauffälliger, unempfindlicher und preiswerter und es sind mehr als 50 verschiedene Objektive im Angebot.

Sony hätte eine echte Kampfansage machen müssen – die Kamera Alpha 9 für 3500€ oder im Kit mit Griff und 2.8/24-70 mm für 6000€

Aber sie haben natürlich probieren wollen, wie viele Menschen sich die Kamera für einen sehr hohen Preis kaufen – Schließlich gibt es inzwischen sehr viele Menschen auf dem Planeten, die nicht selten auf Kosten aller anderen sehr reich geworden sind.

Ich bin der Überzeugung das spiegelfreie Systemkameras ohne Glasprisma erheblich preiswerter zu planen und zu produzieren sind, es entstehen weniger Materialkosten und daher müsste der Preis signifikant unter vergleichbaren DSLR-Modellen liegen.
Beispiel, eine Olympus E-M1II kann bei aller Technik eigentlich nicht wesentlich teurer sein als eine Canon EOS 80D…
Doch ich vermute, wir werden das Gegenteil erleben, dass DSLR-Kameras rasant teurer werden und uns die Spiegelfreien bald preiswert vorkommen.

Ich finde es dumm, die Alpha 9 als reine SPORT-Kamera zu positionieren.
Der Fehler wird immer wieder gemacht. Es gibt Landschaftskameras, Studiokameras und Kameras für die allgemeine Fotografie.
Aber es gibt bis heute keine Kameras die spezialisiert sind auf Porträt-Fotografie oder gar auf Wildlife-Fotografie.
Der Reportage-Profi kann die Alpha 9 vielleicht auch gut nutzen. Doch was soll der Hochzeit- und Porträt-Fotograf damit? Klar der muß sich an die langsamere, unharmonische Alpha 7RIII halten. Und für alle Sparbrötchen gibt es die heillos überteuerte Alpha 7III.
Also für mich würden folgende Vollformat-Kameras 5-9 und APS-C Halbformatkameras (5000-9000) viel mehr Sinn machen:
Alpha 5 für den preiswerten Einstieg für 1300€, 24 MP, 5B/s
Alpha 6 für den Aufsteiger für 1700€, 24 MP, 8 B/s
Alpha 7R für Landschafts- und Studiofotografie, 64 MP, 5 B/s
Alpha 7SP für Sport und Presse, 24 MP, rauscharm, 20 B/s
Alpha 9 für High-End-Fotografie 50 MP, noch rauscharm, 10 B/s
Alpha 9W + Alpha 9000W für Wildlife, 3500€, 20 MP, sehr rauscharm, 15 B/s

 

Nachteil Sony:
– noch unsicherer Service
– Farben nur mit RAW einwandfrei
– sehr hohe Preise
– sehr kurze Produktzyklen

Vorteil Sony:
+ modernste, leichteste Objektivrechnungen der GM-Serie
+ Vollformat & 5 Achsen Bildstabilisierung für alle KB-Vollformat-Objektive der Fotowelt (mit Adapter)
+ Sensoren auf dem modernsten Stand der Technik
+ konsequentes und transparentes System für die nahe Zukunft
+ Sony gibt Gas – Sony will die Profis
+ Josua Baba (ehem. Nikon)  im Pro-Service

 

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