Tresor  
Filo Rings

Kategorie ‘News-Blitzlicht’

10. Januar 2024
Vergleich: Die Semi-Pro und Pro-Kameras 2024

Fujifilm GFX100II – klug durchdacht, Foto/Video links, drei frei programmierbare Tasten rechts und ein Display das immer alle Infos zeigt!

Fujifilm X-H2s – ähnlich gut wie GFX100, aber lange nicht so handlich

Canon R5, haptisch gut, aber durch die Bedienung weiter unausgereift
Programmierbare Tasten vorne neben Bajonett fehlen! Der Hauptschalter ist endlich rechts, aber weiter schwer zu erreichen. Einen Auslöser ohne Hauptschalter sehe ich immer sehr kritisch, die M-Fn Taste liegt ungünstig.

Canon R5, haptisch gut, aber durch die Bedienung, den Hauptschalter links, den hohen Stromverbrauch und den deutlichen Rolling Shutter ist sie mir nie ans Herz gewachen.
Der Hauptschalter rechts ist und bleibt dämlich, einen Auslöser ohne Hauptschalter sehe ich immer sehr kritisch, die M-Fn Taste liegt ungünstig.Canon R3, weiß wie es leicht geht – nur 1 Kilo und alles dran!
Mir sind Räder immer lieber als Drucktasten und der Sucher mit Augensteuerung ist schon riesig.
Doch mein erster Handkontakt war sehr positiv, ganz anders als die Z9 wollte ich sie 
nicht mehr her geben.
Nur die Kombitasten rechts, die wir jetzt schon seit der T90 mitschleppen, sind weiterhin überfordernd, der Hochformatgriff ist längst nicht so gut ausgeformt wie bei Nikon,
einen Auslöser ohne Hauptschalter sehe ich immer sehr kritisch, die M-Fn Taste liegt ungünstig

Canon R7, haptisch gut, links nackt, aber vor allem der veraltete Sensor mit 32 MP und höherem Rauschen und dem deutlichen Rolling Shutter war sie für mich nicht lange gut nutzbar.
Der Hauptschalter ist endlich mal gut, die M-Fn Taste liegt ungünstig, nicht jeder mag das hochversetzte Wahlrad.

Sony A1 – alle Sony-Kameras sind zu klein gedacht!
Ich habe verschwendeten Platz nie gemocht und eine Kamera muß für mich auch nichts hermachen. Trotzdem missfallen mir weiterhin die geringe Distanz zwischen Hand und Bajonett und der schmale Griff
warum nicht endlich mal bei Panasonic abschauen, wie das Drehrad ausgelegt sein muss: Zum Drücken und auf zweiter ebene lässt sich die +/- Korrektur einstellen – alles ist etwas eng und ein Zusatz Info-Display fehlt eben


Sony A9III – alle Sony-Kameras sind zu klein gedacht!
Ich habe verschwendeten Platz nie gemocht und eine Kamera muß für mich auch nichts hermachen. Endlich Platz für wenigstens 1 Taste am Bajonett und der Griff ist auch breiter.
Warum nicht endlich mal bei Panasonic abschauen, wie das Drehrad ausgelegt sein muss: Zum Drücken und auf zweiter ebene lässt sich die +/- Korrektur einstellen – alles ist etwas eng und ein Zusatz Info-Display fehlt eben

 

Wenn die Z9 doch nur keine 1,4 Kilo wiegen würde…
Mancher Kollege nennte es “aufgeräumt” – das Oberdeck der Z9 – ich finde es ist Platz Vergeudung und

unser Planet ist in dem Zustand, weil wir alles aufgeräumt und uns viel zu sehr ausgebreitet haben!
Bei der Z9 sitzt alles – könnte man meinen, aber da viele Tasten nur eingeschränkt programmierbar sind, ist sie der Bedienung nicht optimal.
Die wichtigsten Modi, wie Serienbilder, Pre-Shooting sitzen alle links! Der Film-Start Knopf (rot) sitzt schwer erreichbar- der hätte eine eindrückbare Taste unten am Griff sein können!

OMDS OM-1 Hauptschalter sitzt falsch,+/-schwer zu erreichen, AF und Serienmodi links falsch; immerhin programmierbare Tasten vorne neben Bajonett

Sony Alpha A1, Canon EOS R5  können gut gegeneinander antreten, aber schon bei der R3 und erst recht bei der Nikon Z9 wird das Vergleichen schwierig.

Auch eine Canon R3 kann da mit 24 MP nicht nahe heran kommen und wird eher gegen eine A9II antreten müssen. Die Distanz zu Panasonic, Leica und Sigma ist technisch groß. Was nicht heißt, dass Sie mit genialem Licht, tollen Motiven und viel Kreativität nicht bessere Fotos mit allen anderen Systemen machen können!
Daher hier einmal ein Überblick zu meiner Praxiserfahrung.
Problematisch mit fast allen anderen Kamera-Besprechungen (Tests) ist aus meiner Sicht, daß es sich praktisch immer um Momentaussagen handelt. Selbst beim fair gemeinten Vergleich, da hat man eine fremde Kamera einen Tag oder eine Woche – meist keine vergleichbaren Objektive und das Vertraute gewinnt fast ausschließlich. Dazu kommt, daß die neue Kamera ja noch keine optimierte Firmware hat und die eigenen Kosten für daß eigene System ja eine Rechtfertigung finden müssen. Ich habe die Alphas gerne und ich keinen die Vorzüge der EOS RF Kameras. Ich habe eben wieder 3 Kameras mit Supertele auf dem Beifahrersitz liegen gehabt und Grünspechte, Rehe, Kaninchen fotografiert, jeweils mit beiden Systemen und dann erst sieht man genau wann welche Kamera wie reagiert.

Es wird in dieser Zeit, jede Information so lange verwässert bis keine echte Information mehr übrig bleibt – zu viele Meinungen ersticken die aktuell erkennbaren Fakten. (Das trifft für Covid19-Masken, wie Mobilität, Regierungen und auch Fotoprodukte gleichermaßen zu!)

Was habe ich mir dabei gedacht?
Bevor ich immer lang und breit aufdrösele was mich bei welcher Kamera stört und was ich toll finde, hier eine Schnellübersicht.
Mindestens 100 Punkte sollte eine Kamera, die ich kaufen will, schon erreichen.
Der Preis ist wichtig – aber ich lasse ihn trotzdem nicht in die technische Wertung mit einfließen – weil er alles verzerrt.
Das einzige Wesentliche, was ich mir hier gespart habe, SIND DIE BILDFEHLER. Also Rolling Shutter, Banding und starkes Helligkeit- oder Farb-Rauschen – da überlege ich noch, hier fließt das bei Prozessor und Autofokus mit ein. Nur wenn ich noch mehr differenziere, führt das vermutlich eher zu Verwirrung.
Von Links nach Rechts habe ich persönlich gewertet, wie wichtig mir eine Spalte ist.
Was nützt mir ein behaupteter 5-8 Stufen IBIS in 5 Achsen, wenn ich ohnehin kürzer als 1/500 belichte oder vom Stativ filme? Wer Nachts unterwegs ist und unstabilisierte Objektive verwendet, wird das anders gewichten.
Ohne Sucher ist es für mich keine vollfertige Foto-Kamera – auch das sehen Vilmer naturgemäß oft anders.
Sicherlich rauscht eine VF-Kamera mit 12-24 MP etwas weniger (1 Stufen bis 2 Stufen jenseits 6400 ISO) aber dafür bekomme ich kleinere Dateien und verliere oft die Möglichkeit das Motiv zu beschneiden. Deshalb ist für meine Fotografie und sicher für die Mehrheit aller Fotografen, ein Sensor mit 61 MP oder zumindest 45 MP die Königsklasse – wenn man bereit ist dafür zu zahlen u
BQ – Power – Prozessor hängen eng zusammen, ist die Kamera bei einem der drei schwach (Nikon, teilweise Canon) fällt die Kamera in meiner Gunst stark ab.
Genau genommen gehört das Objektiv-System in Spalte eins – aber es geht hier zuerst um Kameras und bei den Objektiven stehen ja alle Firmen bis auf Sony noch ganz am Anfang.

Erläuterungen zu den Zahlen:

Bild-Sensor-Technik:
A1 = 50 MP + schnellster Prozessor bis 30 BpS – 21 MP im Halbformat 1.5x
Z9/Z8 = 46MP + sehr schneller Prozessor bis 30 BpS – 18 MP im Halbformat 1.5x
R5 = 45MP + schneller Prozessor bis 20 BpS – 17 MP im Halbformat 1.6x
R3 = 24MP + sehr schneller Prozessor bis 30 BpS – 10 MP im Halbformat 1.6x
OM-1 = 20MP + schneller Prozessor bis 30 BpS –
GFX100II = 100MP + schneller Prozessor bis 8BpS – 25 MP bei 2x Ausschnitt
Nikon und OMSystems rauschen früher und verlieren ab 10.000 ISO deutlich an Details.
GEWINNER: SONY A1

Bedienung:
Sony setzt auf viele, frei programmierbare Knöpfe und Räder, Sony fremdelt noch mit dem Berührung-Monitor
Canon reichen weniger Knöpfe und bietet ein Display auf der Kamera, Canon setzt auf Berührung-Monitor

Sony positioniert den Hauptschalter perfekt und schnell erreichbar
Canon positioniert ihn komplett langsam, die zweite Hand wird gebraucht oder die Kamera muss permanent in Standby bleiben (schluckt Akkustrom!)

Sony hat sein Menü aufgeräumt und neu gestaltet, es ist nicht perfekt aber gut nutzbar.
Canon hat sein althergebrachtes Menü, gut aber letztlich nicht weniger Komplex, nur offenbar für viele vertrauter.
Aber die R3 liegt in meiner Hand am besten und bis auf den Hauptschalter liegt alles gut erreichbar.

GEWINNER: Canon R3 (SONY A1)

Stromversorgung:
In der Praxis hält eine Sony A1 3x so lange durch wie die Canon R5.
GEWINNER: SONY A1, OMS OM-1

Monitor:
Sony machte einen Fehler, der A1 nicht den vollbeweglichen Monitor der 7SIII zu schenken und noch schlimmer, sich nicht an die Aufhängung unten wie bei der A99 zu halten! Er bleibt klein 3″ und niedrig auflösend.
Canon macht alles wie wir es kennen und erwarten. Das ist nicht perfekt, aber meistens gut nutzbar. Die R5 löst höher auf, kann zum Schutz umgedreht werden und bietet ein etwas größeres Bild 3,2″
Allerdings zeigen beide nur aufbereitete JPEGs auf dem Monitor, daher ist die Auflösung genau genommen nachrangig.
GEWINNER: Nikon Z9

SUCHER:
Sony löst mit 9 MP höher auf, zeigt aber auch schneller grieseln, hat dafür aber auch keine Zeitverzögerung, kein Blackout und erlaubt bei Einzelbild einen Blick wie durch eine DSLR:
Canon löst 5 MP auf, unangenehm sind die leichte Zeitverzögerung und Blackout bei schnellen Serien.
Sony: kein Rolling-Shutter – Canon R5 hat Rolling Shutter.
GEWINNER: Fuji GFX100II & Nikon Z9

SPEICHER:
Sony setzt auf kleine CFE A Karten, die kaum verfügbar und sehr teuer sind. Aber der interne Speicher ist groß und schnell genug, das auch mit schnellen SD-Karten problemlos preiswert fotografiert werden kann. 2 schnelle Schächte für SD.
Canon bietet den sehr guten und schnellen CFE B Schacht und einen schnellen SD Schacht – in der Praxis nutze ich nur noch CFE. Der interne Buffer ist Sony sehr unterlegen (60 Canon – über 100 = Sony)
Canon verliert bei fliegenden Vögeln ganz klar viele scharfe Bilder, die Sony bis 30 BpS mehr bietet.
GEWINNER: (SONY A1) – Canon R5

FARBWIEDERGABE:
In der Praxis mit JPEG ist Canon der Sony dramatisch unterlegen, hat mehr Farbsprünge bei Auto-WB und mußte von mir erst aufwendig angepasst werden.
Für mich sehen Hauttöne mit Sony heute mindestens so gut aus, wie mit Nikon und besser als mit jeder Canon.
GEWINNER: OMS OM-1 / SONY A1

BILDSTABILISIERUNG:
Bei Fotos ist Sony unterlegen, je nach Brennweite und Objektiv und deutlicher bei Video.
Canon kann etwas stärker stabilisieren und ist für Video im Vorteil.
Nikon ist etwa auf dem Niveau wie Canon, aber die OM-1 und die GFX100II schießen den Vogel ab!
GEWINNER: OMS OM-1 / Canon R3 / Fuji GFX100II

Empfindlichkeit:
Sony sieht im Sucher für mich etwas schlechter aus bei höchsten Push-Empfindlichkeiten 

Schärfe, Dynamik & Tiefe:
Eindeutiger GEWINNER: GFX100!

Bei den Disziplinen liefert sonst die Sony bei gleichem Canon-EF-Objektiv etwas mehr, keine Welten, aber sichtbar!
GEWINNER KB: SONY A1

AUTOFOKUS:
Es wird gerne behauptet, dass die R5 Vögel schneller erkennt und schnell zwischen den einzelnen Tierarten selbst unterscheiden kann. Das mag am Anfang in Einzelfällen gestimmt haben, als die A1 das Update noch nicht hatte, doch das ist Geschichte. Selbst wenn ich Vögel ausgewählt habe und dann ein Eichhörnchen, Hund oder ein anderes Tier vor dem Objektiv habe, wird sein Auge zuverlässig erkannt. Wenn ich Tier ausgewählt habe, werden allerdings nicht immer auch Vögel so schnell identifiziert. Bei tausenden Fotos in Serie bin ich jedoch sicher, das es mit der R5 viel zu viele Ausreißer gibt, die im Sucher scharf aussahen, es aber nicht sind.
Worauf sich die Kollegen beziehen ist immer die kleine blaue Kästchen-Anzeige im Sucher – die mag bei Canon schneller und eindeutiger auf den Augen liegen, das ist aber nur eine Anzeige – aber bei den echten Bilddateien ist es dann umgekehrt, da hat Sony deutlich die Nase vorn.
Nur bei Video ist der R5-AF besser implementiert, Sony stellt bisher nur einen älteren-AF zur Verfügung, da fehlt wohl noch ein Update.

AF-Empfindlichkeit:
Sony sieht im Sucher für mich etwas schlechter aus bei höchsten Push-Empfindlichkeiten.
GEWINNER: Canon R3 

Resümee:
Für einen Video-Schwerpunkt würde ich die Nikon Z9 empfehlen.
Für den Foto-Schwerpunkt gewinnt die Fuji GFX100II unzweifelhaft, die kleine Sony A1 technisch knapp und für Video werden ja auch die 7SIII und andere Kameras angeboten. Doch die R3, R5, R7 sind für die meisten die besten Foto-Kameras.

 

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht

 

28. Dezember 2023
Jahresabschluss-Gedanken

 

Das Jahr 2023 geht vorbei, es bleiben Erinnerungen und Pläne für 2024.
Wir Menschen leben von und mit Einteilungen, ein neues Jahr beginnt diesen Winter und wir resümieren, was das alte Jahr uns geboten und nicht geboten hat.

Ich hatte tolle Momente, aber es war ein schwieriges Jahr für mich. Immerhin bin ich jetzt einiges leichter und faltiger, mal schauen was wird.
Zur Photobranche:
Sieht man sich ein paar zusammenfassende Videos von Kollegen an und ich lese ja das ganze Jahr über auch gegenteilige Meinungen, komme ich doch zu vielen anderen Schlüssen.

Der Handel
bietet Canon‘s R6II für 2000€ an, wie sauer Bier
und letztlich ist die Kamera auch so, entweder will ich günstig sehr gute BQ – dann kaufe ich die R8 – oder ich brauche Schnelligkeit und bestes Handling zusätzlich, dann ziehe ich eine R3 in Erwägung.
Dazwischen klemmt die R5, auch sie wurde gut 1000€ günstiger als zur Einführung verkauft und sie muß jetzt schnell weg, denn die R5II steht im Frühjahr, vermutlich noch vor Ostern in den Händlerregalen.
Bei 3000€ dürfte der Preis dann im Keller sein. Dafür erhält man eine sehr gute, wenn auch in vielen Punkten, nicht ausgereifte Kamera.
Wir können nur beten, das Canon da sehr viel verbessert, vor allem Bedienung und Stromverbrauch und eben auch neue Technik bietet.
Meine liebste Kamera der letzten Jahre ist von Anfang 2022, die OMSystems OM-1 (weil sie einen riesigen Sprung für MFT bedeutet, aber dennoch so viel Bestleistung in vielen Punkten erreicht), wird schon verhämmert, für rund 1400€ war sie zu haben, das ist absolut ungewöhnlich für MFT. Es war wohl teilweise der verbesserten und vom Start weg preiswerteren Panasonic G9II geschuldet und dem generellen, idiotischen Schrei nach Vollformat. MFT verliert weiter schnell Marktanteile. Trotzdem ist es weiter ein großartiges System, vor allem dank dieser Kamera!

Nikon hat 4 veraltete Kameras, die sich nur mit erheblichen Preisnachlässen verkaufen lassen, Z6II, Z7II, Z5, Z50.
Die braucht keiner mehr, Zf (24 MP), Z8, Z9 und dazu eine schnelle Halbformatkamera reichten genau genommen völlig aus.
Auch eine etwas schnellere Z9h (wie sie bald erscheinen könnte) braucht kaum jemand!

Fujifilm hat trotz schnellerer Kameras den Anschluß verpasst und die X-H2 Versionen, wie auch die X-T5 sieht man nur selten hierzulande. Für mich liegt das zuerst an den Objektiven. Sie sind einfach heute oft optisch überfordert und etwas langweilig geworden. Aber Fuji hat ein ganz heißes Eisen, für alle mit hoher Bereitschaft viel Geld auszugeben, die GFX100II!

Apple hat es 2023 wirklich vergeigt. Ich habe mir gar nichts von denen gekauft. Selbst das IPhone 15ProMax war eine Fehlentscheidung des Managements – alle fotoaffinen Menschen wollen mehr Tele und natürlich aussehende BQ. Das liefert Apple aber nicht. Jeder der ein IP 13Pro oder 14Pro hat, kann sich freuen. Das ProMax ist einfach zu groß und seine Vorteile sind zu klein.
Ganz anders hat es Google mit dem Pixel 8Pro hin bekommen – es hat “nur” das falsche Betriebssystem. Ich würde das kommende 9Pro kaufen und dann nur als Kamera nutzen und gar keine SIM-Karte einlegen, denn Google vertrauen, heißt letztlich seinen Verstand aufgeben, jedenfalls weit mehr als bei Apple.

Anders als noch vor 5 Jahren, zweifle ich heute, ob eine Supertele-Festbrennweite im 5 stelligen Preisbereich (2.8/400 mm – 4.0/600 mm – 5.6/800 mm) noch ihr Geld und die Schlepperei und sonstigen Einschränkungen wert sein kann. Heute lassen die Kameras fast unglaubliche Ausschnitte bei unvorstellbarer Geschwindigkeit zu.
Eine schnelle, hochauflösende Kamera wie die A1 oder Z9/Z8 hat diese Supertele fast entbehrlich gemacht. Die neuen, aufgerufenen Preise sind ohnehin reine Fantasie und der Wertverlust ist heute binnen 4 Jahren auch beträchtlich. Die Vorzüge, mehr Lichtstärke und schönere Hintergrundtrennung werden inzwischen durch besonders empfindliche Sensoren und Nachbearbeitungs-Software nicht selten ausradiert. Mit leichtem 2.8/300 mm oder 2.8/70-200 mm, preiswertem 4.5/400 mm oder langem 6.3/800 mm werden heute praktisch alle Wünsche zufriedengestellt.
Wichtiger sind inzwischen richtig gute Zooms, die nicht lichtschwächer als f:6.3 sein sollten. Diese 2 Kilo Glas-High-Tech tragen inzwischen alle Tier- und Sportfotografen gerne mit sich herum. Die gibt es von Sony, OMDS, Canon, Fuji, Nikon und Sigma. Bei Canon müßte man auf noch bessere Sensoren warten. OMDS ist mit einer Lichtstärke von f:4.5 allen anderen voraus.
Konstruktionen wie das teure und schwere 2.8/100-300 mm bedeuten für mich eine Sackgasse. Als nächstes müssten auch von allen Vollformat-Anbietern leichte 4.5/100-400 mm Zooms erscheinen!°

Ich hatte einige Gelegenheiten Menschen im Bekanntenkreis meine Kalender zu zeigen.
Doch egal, ob ich Eichhörnchen, Vögel, Wildtiere oder Städteporträts in Kalender Form aufwendig gestalte und zeige. es findet zwar viel Anerkennung aber der Kaufwille fehlt. Bei gleichen Gelegenheiten habe ich einige Menschen mit dem Handy geknipst, erschreckend wie viel da begeistert Fotos wollten.
Sicher waren auch schon früher Natur- und Städte-Kalender nur einer bestimmten, meist studierten Schicht, interessant genug – doch heute schlittern wir immer tiefer in die “Ich bin schön und wichtig” Gesellschaft. So zumindest mein Eindruck. Ich bin da ganz anders, nichts ist uninteressanter als Fotos auf denen ich bin! Jeder tolle Tierkalender reizt mich sofort.
Ich bin da wohl die aussterbende Ausnahme.
Ich finde es extrem wichtig, das wir unser Interesse von uns selbst und auch von Menschenbauwerken endlich deutlich korrigieren, selbst unsere “Kultur” wird maßlos überbewertet. In jedem Krieg wird sie exemplarisch vernichtet. Und ich bin kein Freund davon die alten Bauwerke wieder zu errichten. Den rückwärts gerichteten Blick, habe ich nie geteilt.
Wichtig ist aus meiner Sicht nur, das wir Landschaften und Tiere jeder Art erhalten, ausbreiten und gnadenlos beschützen. Das ist unser Auftrag im Leben.

Was spannende Objektive und Kameras betrifft, lese ich mir fast jeden Monat die Meinungen von Kollegen durch und schaue mir auch meinungsmachende Videos an.
Das Wort “meinungsmachend” trifft es heute in den allermeisten Fällen. Ich bin auch nicht frei davon, aber zumindest unabhängig und nicht unterstützt durch Hersteller und Interessensvertreter.
Wenn man das weiß, kann man aus einigem noch etwas herausziehen. Selten sind es frische Gedanken oder gar Gedanken um die zukünftige Entwicklung und Verbesserungen.
Mit den Jahren, weiß man vorher wer auf was steht und was man da zu lesen/schauen, bekommen wird. Selten machen Menschen in ihrer Meinung eine Kehrtwende, auch wenn sie noch so sehr in der Sackgasse stecken – allenfalls wenn das Geld ausbleibt…
Ganz wichtig beim lesen/schauen ist, dass der Verfasser das gleiche fotografiert/filmt wie wir Leser – denn sonst bringen einen die Berichte zumeist nicht weiter.
Somit sind die ganzen pauschalen Schreibtisch- und Labor-Berichte, wie wir sie seit Jahrzehnten lesen komplette Zeitvergeudung. Und mit Meinungen, die nur eine Marke, ein Spektrum, eine Sichtweise vertreten ist es noch schlimmer – heute bevorzugt in ProduktWerbevideos. Ich muss oft wochen- oder monatelang warten, bis ich die neuesten Kameras und Objektive von Herstellern bekomme und selbst Händler sind heute keine große Hilfe mehr, weil sie alle Vorbestellen-Listen führen. Es ist sehr selten, dass ich etwas vorbestelle, das habe ich zuletzt im Falle der Nikon Teles 4.5/400 mm und 6.3/800 mm getan.
Das hat für mich auch eine gute Seite, ich bekomme dann funktionierende Ware, die nur noch selten stark fehlerbelastet ist. Nachteil ist aber, ich verliere öfter die Lust etwas dazu zu schreiben, weil die Sachen ja schon hundertmal durch die himmelblaue Wolkenmühle und durch die rosa Firmenbrille in Videos und Berichten gekaut wurden. Wenn ich dann als “einziger” komme und sage, stopp, das stimmt doch so gar nicht – dann finde ich in der Breite kein Gehör mehr.
Immer wieder kennen sich einflussreiche Meinungsmacher mit der Telefotografie, der Fotografie mit größten Blenderöffnungen, schnellsten Motiven, Tieren und Situationen oder gar dem Kamera-System überhaupt nicht aus und haben keinerlei aktuellen Vergleich.
Das führt dann immer in die Irre!
Aktuell habe ich den Bericht zur Fuji Mittelformatkamera GFX100II des Kollegen in der Naturfoto gelesen.
Er schreibt meist sehr unaufgeregt und sachlich und von Motiven, Systemen, mit denen er lange arbeitet oder sich gut vertraut gemacht hat.
Auch der aktuelle Bericht ist so weit einwandfrei und ganz nützlich. Wenn wir berücksichtigen, dass er kein ausgesprochener Tier-Fotograf ist, nicht so viel mit langen Brennweiten unterwegs ist und sehr selten schnelle Bewegungen einfängt. Und dass er eine Vorliebe für Contax, Zeiss und extreme Details nie ganz verleugnen kann.
Seine Einschätzung teile ich daher hier nicht komplett.
Er schwadroniert natürlich über Dynamik-Reserven, niedrigste Empfindlichkeit, Shiftbereiche, Randschärfe, 12-14 Bit Farbauflösungen und RAW-Komprimierungen.
Ist der Meinung, das man den Sucher ohnehin nicht so oft braucht und man das Motiv gut auf dem niedrig auflösenden Monitor (2.3 MP) beurteilen kann – da bin ich der gegenteiligen Meinung, die 100II würde ich zuallererst wegen des Suchers kaufen!
Ja der Bildstabilisator liefert bis 0,5 Sekunden umverwackelte Fotos, wenn man nicht das 250 mm verwendet.
Und es stimmt auch, das die Detailfülle einen sprachlos bis atemlos machen kann! Das gilt auch noch bei 3200 ISO und fällt bei 6400 ISO noch nicht stark ab, allerdings werden die Verluste bei 12.800 ISO auch hier sichtbar. Spannend wäre hier ein schneller Sensor mit 50 MP Auflösung…

Er hat nur die Kamera mit 5.6/30 mm TS, 4.0/120 mm Macro, 4.0/20-35 mm eingesetzt.
Und er empfiehlt die Kamera / das System – besonders für die Landschafts- und Makro-Fotografie. Hier sehe ich unbedingt einen Widerspruch.
Erstens hat er das 4/250 mm und auch den TC14 Konverter gar nicht ausprobiert und kann gar nicht sagen, welche Tele- und Tieraufnahmen mit dem System möglich sind.
Zweitens hätte ich es noch toleriert, wenn er von Nah-Fotografie und nicht von Macro spräche, Macro beginnt erst bei 1:1 und das kann Fuji so bisher gar nicht liefern (max. 1:2!) und scheint mir auch weiterhin im kleinen Mittelformat wegen der weiter reduzierten Schärfentiefe, kaum wirklich empfehlenswert.Vorsatzlinsen und Zwischenringe finde ich heute nur selten gut nutzbar,
Das 4.0/120 mm ist superscharf, aber auch sehr langsam und macht allenfalls ganz manuell ein bisschen Spaß, wenn man die gefühllose, sehr lang übersetzte Fokussierung mag. Es ist kein Objektiv, dass ich kaufen oder gar empfehlen  würde. Und auch die Tricks mit Stacking sind bisher nicht meine Welt – das kann ich einfacher bekommen mit kleineren Sensorgrößen.
Doch, Tierfotografen, die nahe genug an ihre Motive heran kommen (500 mm Reichweite) werden mit dieser Kamera in Verzückung geraten – einfach mal ausprobieren!

Ich finde wichtig, wie neue Geräte und Objektive ankommen.
Denn die Verkaufszahlen sagen gar nichts über die Akzeptanz eines neuen Produkts und fleißige Filmer noch viel weniger!

NIKON
Die Zf kam zunächst sehr gut an, allerdings im unbedingten Schwerpunkt der alten Nikon Fotografen. In Gebrauchtforen lässt sich jetzt bereits beobachten, dass sie auch öfter schon wieder abgegeben wird. Das wundert mich gar nicht, denn die Handhaltung dieser relativ schweren Kamera (710g), deren Z-Objektive nicht über einen dezidierten Blendenring verfügen oder allenfalls ein gefühlloses Einstellrad haben, können auf Dauer allenfalls Sammler in der Vitrine zufrieden stellen. Da ist mit fast jede Fuji X-T oder X-H Kamera deutlich lieber (auch wenn die öfter schlampige Blendenringe haben). Auch der Preis von rund 2500€ für nur 24 MP ist ja wenig verlockend.
Dagegen kommt das 6.3/180-600 mm sehr gut an, auch wenn einige einen Kontrast- und Detailverlust bei 500-600 mm wahrnehmen – dieser tritt aber bei Sony, Fuji, Sigma und Tamron ebenfalls auf und auch beim Canon 200-800 mm. Das 1.8/135 mm Plena wird ein Exot bleiben und nicht in viele Fotorucksäcke wandern, auch das 1.2/85 mm ist zu kostspielig, das hat kaum einer.
Das Nikkor 2.0/40 mm kauft fast jeder und alle sind froh damit, genauso wie das 4.0/24-120 mm haben sie hier Canon und Sony etwas voraus.
Canon und Nikon haben sich mit ihrer frühen f:1.8 Serie und dem Ausbau auf f:1.2 Festbrennweiten selbst ein Kuckucksei gelegt. Die 1.8 er Versionen sind gut genug, aber im Focus nicht immer zufriedenstellend. Die 1.2er sind zu schwer, zu voluminös und zu teuer. Ich sehe auch bei Sony, das schon einige ihr 1.2/50 mm wieder verkaufen, da sie lieber 2 andere Objektive kaufen (1.4/35 mm und 1.8/135 mm). Sony sollte nicht die Fehler von Canon wiederholen. So extreme Lichtstärken sind nur für sehr, sehr wenige Fotofans nützlich und für die allermeisten zu teuer. Viel wichtiger ist endlich ein Porträtzoom mit f:2.0 durchgehend.
Aber ich wiederhole mich ja nur.

Abflug: Eisvogel mit Nikon Z9 und 6.3/180-600 mm VR ED,
egal was alle reden, es bleibt trotzdem so,
nur einzelne Fotos einer Serie sind 
Knackscharf, die Schärfe schwankt kontinuierlich, auch wenn das Motiv ruhig sitzt – Nikon eben

Es hilft nichts, Motive dicht vor sehr unruhigen Hintergründen lassen sich nur schöner freistellen durch mehr Nähe zum Motiv.
Das 4.0/600 mm hätte etwas mehr gebracht und wenn man 900 mm oder gar 1200 mm Bildausschnitt rechnet, ist das nicht das gleiche wie ein 800 mm oder 1200 mm Objektiv – doch wer will die bezahlen und schleppen? Näher heran ist immer besser – das klappt aber meistens nur mit viel Vorbereitung und geeigneter Tarnung.
Und im harten Sonnenlicht ist kein Motiv zu retten.
Farbtupfer: (Nikon 6.3/180-600 mm)

Ich habe lange überlegt, ob ich anstatt des Nikon 180-600 mm lieber das sehr preiswerte, weiße Sony 6.3/200-600 mm anschaffen soll. Doch das weiße Zoom ist in seiner Konstruktion und Bedienung “langsamer”, ich muß es erst tarnen und ich brauche wieder eine A1. Die ist mir jedoch weiter zu teuer und die 7RV ist mir zu gebremst auf 10 BpS und durch starken RS. Also hat Nikon trotz des zappeligen AF das Rennen wieder gewonnen. Ich stelle eben Motive jetzt häufiger, wenn sie einmal fokussiert sind, mit Hand scharf.In den meisten Fällen ist mir sowieso das Olympus 4.5/150-400 mm am liebsten und ich setze es am häufigsten ein.

SONY
Ich weiß nicht sicher, wer diese ganze Sony Kamera-Armada kauft, ich sehe eigentlich nur sehr Zufriedene mit 7IV und 7RV und A1. Bei den Objektiven ist nicht jeder so begeistert vom 4/20-70 mm – es wird öfter angeboten, 4.0/70-200 mm Macro und 1.4/50 mm sehe ich nicht so oft, oft sie werden wohl versteckt, viel verkauft und nicht verkauft.
Ich könnte es mir bei der Motiverkennung so viel einfacher machen und anstatt Nikon Sony nutzen. Aber die extrem teuren Speicherkarten und fehlende Tele-Objektive und sehr teuren Kameras, werden auch 2024 dazu führen, dass ich allenfalls einmal mit meiner 7RIII etwas fotografiere, aber dazu nutze ich dann eher 4/20-70 mm und 4/70-200 mm Macro als lange Tele-Objektive.
CANON
Meine Kollegen in Frankreich hatten das 2.0/28-70 mm auf der optischen Bank, wie bereits von mir eingeschätzt, lässt es an den Rändern und ab 50 mm gehörig federn, für sehr gute BQ sollte auf f:4.0 und f:5.6 abgeblendet werden. Alle, die es in die höchste Liga verorten, scheinen mir etwas verpeilt!
Das 4/10-20 mm habe ich noch bei keinem gesehen, das 2.8/100-300 mm auch allenfalls im TV bei Veranstaltungen.
Auch wenn überall anders geredet wird, mir scheinen alle 3 Objektive kaum erfolgreich verkauft und eingesetzt zu werden.
Auch das 1.8/135 mm sieht man kaum.Das 1.8/24 mm wird komplett unterschätzt!
Canon kämpft jetzt mit erheblichen Rabattaktionen gegen Sony und Nikon und vernichtet dabei den Wert aller bereits gekauften Canon Kameras und Objektive.
Schon ist die 4500€ Kamera R5 nur noch 3000€ wert, ein 2.8/100 mm Macro bekommt man für 1000€ wie sauer Bier angeboten etc.
Canon – das ist eine ganz miese Tour! Davon profitiert kein Anwender! Und es ist Beschiss und da wird ein bürokratischer Aufwand auf Kunden abgewälzt – Pfui Canon!!!
Die krumme Tour von Sony, keine wichtige Verbesserung mehr als Update für die teuren Kameras zu bringen und den preis der A1 bei 7300€ zu lassen ist ebenfalls peinlich. Beim Händler ist sie ohnehin nur noch 4500€ wert, wer sie in Zahlung geben will.
Ich bin sehr gespannt wo sich Canon mit der R5II positioniert, 50 MP schnell oder 70 MP hochauflösend? Und wo soll dann eine R1 hin? Schnell und gleichzeitig hochauflösend gelingt nicht, eine R5 und andere sind vielen schon schnell genug, daher würde ich den Canon-Fans eine R1 mit 80 MP anbieten, die 15-20 BpS schafft und eine R5 mit 50 MP, die 30 BpS und sogar 120 BpS schafft und die R1 bekommt das Gehäuse der R3 mit einer anderen Monitoraufhängung und elektronischen Spezialitäten (Tilt/Shift, Graufilter, Sternenhimmel etc.) – in 2-3 Monaten sind wir schlauer und Sony wird dann erst einmal bis 2025 in den Schatten treten, bis zum neuen Sensor/Gehäuse in der A1 und 7RVI.
TAMRON
Inzwischen sehe ich häufiger Kollegen mit dem 2.8/35-150 mm und auch ich habe es gerade an der Sony. Es ist knapp 1500€ auch wert und zeichnet meistens schön.
Das 5.6/50-400 mm wird verkannt. Ich bin gespannt ob sich Tamron an lichtstarke Festbrennweiten traut.

Technikhörig?
Wir müssen über die scheinbaren Horizonte hinaus, sehen lernen. Das gilt auch für mich. Denn ich lasse mich ja auch häufig zuerst von technischen Daten und letztlich Mathematik leiten.
Doch für Fotos und Film erzählt das beileibe nicht die ganze Wahrheit!
Deswegen schlagen auch die ganzen Argumentationen gegen MFT (mit nur 20 MP, hohem Bildrauschen, schlechtem Bokeh, zu großer Schärfentiefe etc) komplett ins Leere
Handy-Fotos werden häufig nur von denen überbewertet, die echte Systemkamerafotos nicht kennen und sich nur von Farbdynamik und Auflösungen leiten lassen – da ist in Wahrheit nichts wie es zu sein scheint.

Auflösungssprünge werden im Allgemeinen, auch von mir, sehr unterschätzt. Ich lerne es gerade an meinen Mittelformat-Fotos – 100 MP sind nicht einfach nur 50% mehr als 50 MP an einer A1 oder knapp an R5, Z9, A7RIII und auch nicht nur das doppelte von 24 MP. Wenn man sorgfältig und überlegt damit fotografiert, fällt einem der Sprung am großen Monitor sofort ins Auge und beim Ausdruck erst recht – kleines Mittelformat ist eine ganz andere Fotowelt als Halb- oder Vollformat. Bisher längst nicht so universell, aber die möglichen Bildergebnisse sprechen eine eigene Sprache! Über Sensorauflösungen und Bildausschnitte muß man damit nicht mehr nachdenken, man macht sie einfach. Man bekommt mehr Motiv ins Bild, auch in einem anderen Verhältnis (4:3) mit Mittelformat bei gleicher Schärfentiefe – Beispiel Sony 7RV mit 1.2/50 mm und Fuji GFX100II mit 1.7/55 mm (44mm KBVF). Die hochauflösende Sony Ausrüstung ist kompakter und etwas leichter (720g + 780g = 1500g / Fuji: 1000g + 780g = 1780g) und noch etwas preiswerter (4500€+2300€= 6800€ / Fuji: 8000€ + 2600€ = 10.600€). Aber die Sony hat erheblich mehr Rolling Shutter, ist schon bei 3200 ISO deutlich verlustbehaftet auch sonst sind die beiden Kameras kaum vergleichbar, Sony befriedigt gehobenen Amateurbedarf und die Fuji ist in praktisch allen punkten professionell. Ein echter vergleich ist daher sehr schwierig, man müßte die Sony A1 für 7300€ mit der Fuji vergleichen – doch dann macht Sony seinen Auflösungsverlust durch eine sehr hohe Geschwindigkeit wett. Jeder muß da die einsame Entscheidung fällen, ob ihm die GFX mehr Bildinformationen bringt, ob sie mehr Spaß macht und zu neuen Bildideen inspiriert.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

 

26. Dezember 2023
ZOOM IN


OM-1 bei 2000 mm Bildausschnitt!

Der Mensch braucht mit fortschreitendem Alter noch mehr als Wasser, Essen, Wohnung, Freunde, Partner – er braucht unbedingt etwas, für das er brennt. Für andere Menschen zu brennen ist vermutlich nicht die beste Idee, das Feuer erkaltet schnell oder greift um sich, jeder kann sehr schnell vom anderen enttäuscht werden und selbst auch enttäuschen. Wir sind nun einmal so entworfen, dass wir immer neue Reize brauchen.
Und wir erhoffen uns ein Quantum Trost (schöner kann man es vermutlich nicht sagen), vor allem seit die Bedingungen durch 8 Milliarden Menschen, zahlreich multiplizierten Despoten und für die meisten sinkende Lebensbedingungen, schnell härter werden. Erst recht, wenn uns schmerzlich klar wird, dass wir erheblich beigetragen haben, zum Zustand der Welt. Viel zu bequem waren, zu wenig aufbegehrt haben, zu viel konsumiert haben, uns zu sehr auf andere verlassen haben und letztlich oft nicht so viel bewegt haben, wie wir uns immer vorgenommen hatten.
Tiere können da etwas wie der Trost von Fremden, sein.
Aber da ist keineswegs alles wie bei Disney, deren Darstellungen und Filme ich meistens verachte, weil sie und viele andere, das Tier zum nützlichen Plüschbaby degradiert haben und völlig ausblenden, dass es immer nur um Futtersuche und Fressen/Trinken, um Revierverteidigung/ beruhigt Schlafen,  Partnereroberung und je nach Tierart ein bisschen Spiel, geht. Viel mehr ist da oft auch bei uns Menschen nicht – alles andere ist Schnick-Schnack aus Langeweile, die die Welt kaputt macht und die Arten ausrottet.
Einen Hauptgrund sehe ich darin, dass wir von sehr vielen Menschen die Produkte herstellen und vermarkten über tatsächliche Inhalte, verbrauchte Tiere, Pflanzen, Erden, Welt getäuscht, verarscht und sehr im Unklaren gelassen werden. Uns ist meistens einfach nicht bewußt, welche Folgen jeder Kauf, jedes Essen, jedes Reisen, jede Fahrt, jeder Atemzug haben wird. Und das uns die Konsequenzen in weniger als 50 Jahren schon an die Wand oder unters Wasser, in die Hitze drücken – dazu hat uns nie jemand etwas gesagt. Es ist auch ein komplettes Politikversagen weltweit, keiner hat uns beschützt, weder vor uns selbst, noch vor allen anderen.
Und selbst jetzt, wo uns weniges glasklar scheint, machen es 99,9999% Periode genauso und noch schlimmer weiter wie bisher. Despoten und machtgeile Einzeltäter richten mit ihren Lügen schlimmstes an und spucken auf alles Leben. Jede Sekunde!
Wir werden über alles im Unklaren gelassen, denn mit unserer Dummheit und Unwissenheit werden die Anbieter reich und mächtig.

Ich brenne für Tiere und gleichzeitig für die Fotografie und beides lässt sich ideal miteinander verbinden und geht, so lange es die Gesundheit zulässt, auch noch bis ins hohe Lebensalter.
Wenn wir das technische Fotogerät einmal nicht von den technischen Möglichkeiten betrachten, sondern nur aus der Praxis, brauchen wir gar nicht so viel. Eine Z9, R3, 1Dx, D6 und auch R5, A1, Z7, A7R, GFX100, ein Smartphone sind da aus unterschiedlichen Gründen eher hinderlich.
Wenn ich die Wahl habe und preislich noch eine kleine Reserve für meine Leidenschaft, würde ich mich immer für eine Sony RX10IV oder Panasonic FZ1000 entschieden. Besser, weil universeller ist aber ein MicroFourThirds-System, dass alle Vorteile in sich vereint. Mit einer OM-1 (oder GH6, G9, E-M1III) und 2.8/12-40 mm – 2.8/40-150 mm – 4.5/150-400 mm lässt sich fast alles, in beinahe bester Perfektion ablichten. Bei den Objektiven kann sich jeder herantasten – das aufgezählte ist nur die beste Wahl. Auch ein 2.8/200 mm, 4.0/300 mm, 6.3/100-400 mm erlauben sehr gute Fotos.

Ich bestrafe jetzt einmal mein dummes Geschwätz von gestern, Lügen.
Wobei, bis vor einer Weile hat es eigentlich noch gestimmt:
Ich hoffe auf 80 oder besser 100 MP auf Vollformat-Sensoren.
Besser nicht!
Denn die OM-1 hat umgerechnet schon die Leistung von 80 MP (im VF) und eine GH6, die sogar die 100 MP bietet – aber mit viel kleineren Dateien. Diese Kameras erlauben eine viel schnellere, effizientere Bildbearbeitung, Sortierung, Übertragung und beanspruchen erheblich weniger Speicherplatz.
Das gilt nur für Menschen wie mich, denen auch 600 mm und 800 mm Brennweite noch nicht genug sind und die längst mit 1200 mm – 1600 mm und gar 2000 mm Bildausschnitt fotografieren – nicht nur, aber eben auch.
Wenn ich das an einer Sony 7RV erreichen will, bekomme ich deutlich kleinere Bildausschnitte als mit mFT – da hilft dann auch kein schweres 4.0/600 mm mit Konverter. Die einzige Lösung können für Nikon und Sony nur Halbformatkameras mit rund 40 MP sein – so wie es Fuji vormacht. Allerdings ist Fuji sonst bisher überhaupt nicht konkurrenzfähig, weder zu mFT, noch zu Vollformat. Weil es braucht ja auch noch Glas für vor die Sensoren, Pro-Service und innovative Ideen.
Ich bin gespannt ob sich OMDS traut, endlich vom etwas verkorksten Bedienkonzept der Olympus-Vorgänger abzurücken. Denn die kleinen, oft gefühllosen Tasten, die man am besten mit dem Fingernagel eindrückt und der Hauptschalter links sind alles, nur eben kaum professionell.
Die eingebaute Technik dagegen macht Canon, Sony und Nikon bis heute etwas vor und dreht ihnen lange Nasen!

Oly Zoom 4.5/150-400mm TC – mit TC = 5.6/500 mm entspricht 1000 mm
500 mm Brennweite x MFT-Faktor 2.0x, intern verdoppelt = 2000 mm Ausschnitt im Vergleich – unten:


500 mm Brennweite x MFT-Faktor 2.0x, intern verdoppelt = 1000 mm unten:

Oly Zoom 5,6/500mm TC – mit TC =  entspricht 1000 mm und vergrößert auf 2000 mm Ausschnitt am PC:

Oly Zoom 4.5/150-400mm TC – mit TC = 5.6/500 mm entspricht 1000 mm und vergrößert in der Kamera:


Ich weiß nicht was Sie hier sehen, aber für mich am großen Monitor, ist das in der Kamera elektronisch verbesserte und auf Faktor 2x aufgeblasene Bild besser, als die nachträgliche Ausschnitt-Beschneidung in der PC-Software!

Es existiert auch die andere Seite von mFT:
Wer der zauberhaften Wirkung von Bildern die mit 1.4/20 mm – 1.4/24 mm – 1.4/35 mm – 1.4/85 mm bei offener Blende realisiert werden können, nicht widerstehen kann, wird mit mFT nicht so froh.
Selbst mit Lichtstärke f:1.8 wird es bei MFT schon kritisch. Denn es existieren keine f:0,7 Objektive und nur manuelle 0,95 Brennweiten, die nicht wirklich mit den Ergebnissen von VF mithalten können. Das ist nun einmal der große Reiz des Voll- oder besser Mittel-Formats. Wer aber sich diese Objektive gar nicht leisten kann, der braucht auch nicht mit VF zu liebäugeln und kreiert anstatt besser scharfe, farbschöne Fotos mit den kompakten Zooms und Festbrennweiten, die es für mFT gibt. Wie immer muß jeder wissen was er will und seinen Schwerpunkt setzen oder braucht eben beide Sensorgrößen und einiges an Geldreserven.
Der Stolperstein bleibt, der Betrachter fragt nicht wie und womit man gezaubert hat, ihn interessiert nur die Bildwirkung und es ist ihm gleichgültig ob Fotos oder Filme mit Smartphone, MFT, HV oder Canon, Sony, Nikon, Leica, Zeiss entstanden sind. Das interessiert nur noch wenige Foto-Verrückte.
Das sollten wir uns immer klar machen, wenn uns die Industrie mit Neuheiten locken will – mit Namen, Systemen und Sensorgrößen kann man sich nicht in ein besseres Licht stellen – sondern nur mit beeindruckenden Fotos.
Trotzdem wollen wir ja “Werkzeug” das uns zufrieden stellt und eben auch Spaß macht.
FOTOGRAFIE ist eben noch viel mehr, als das Spiel mit Motiv und Licht, mit Blende, Zeit, Empfindlichkeit, Korrektur, Schärfentiefe, Brennweite, Bildausschnitt, Farben, Kontrasten, Linienführung, Motivbetonung…
Sie ist vielmehr das vermutlich schönste, intensivste Hobby des Lebens, ein Hochgenuss aus Kreativität und Auseinandersetzung mit Menschen, Tieren, Landschaften und allem was auf diesem Planeten existiert.

Leider haben zu viele Fotografen es versäumt, permanent Geld oder Gegenwert für ihre betrachteten Fotos einzufordern. Die Musik hat das geschafft, Comics und Literatur auch, bildendes Handwerk sowieso und sogar Film kann sich dank Internetkanälen dazu aufschwingen wenigstens kleine Beträge einzufordern. Nur Fotografen können das nicht mehr. Wo sollte noch jemand für das Betrachten von Fotos und der Meisterschaft, die dahinter steckt ,zu entlohnen? Da hilft alle Urheberschaft nichts, Fotos verkommen zur Wertlosigkeit.
Wann immer sie können, verschenken Sie ihre Bilder nicht und fordern sie Geld dafür ein.

Wir könnten jetzt die Canon R7 kaufen.
Mit 32 MP ist sie sogar etwas über dem Niveau der OM-1 – allerdings auch deutlich ab 3200 ISO sichtbar: Sie verliert Details und wirkt dann eher berauschend. Dazu könnte man das relativ lichtschwache 7.1/100-500 mm kaufen. Dann halbiert sich der Preis (+ noch mehr), man spart beim Transport 10 cm Länge. Aber verzichtet auf 1 ½ Blenden Licht, weniger Rauschen, bessere Farben, ein professionelles Objektiv, das nicht ausfährt und verliert viele kreative Möglichkeiten, die in der OM-1 längst zu finden sind.

Ja, Sie können jetzt leicht zu dem Schluss kommen, das ich seit neuestem wieder zu vehement für MFT eintrete. Es stimmt ja auch. Und es kann sein, dass es morgen bei Halb- oder Vollformat einen Durchbruch gibt und ich mich wieder anpasse.
Ich will aber allen und mir nur das Foto-Leben so leicht und preiswert wie möglich machen, mehr nicht. Warum sollte man sauschwere Festbrennweiten aufbauen, die fünfstellige Summen kosten, wenn ich es viel preiswerter, schneller und leichter haben kann?
Eine OM-1 ist weit entfernt von Perfektion (da müßte mal ein Nikon-Kamera-Designer eingekauft werden). Doch angesichts dessen was wir haben, ist sie technisch absolut bemerkenswert und an die kleinen Bedienungsmisslichkeiten gewöhnt man sich.

Seit meiner Jugend bin ich ein großer Liebhaber der Neunten Kunst.
Comics wurden lange nicht ernst genommen und doch sind sie das verbindende Glied zwischen abbildender, teils fotorealistischer, teils grafischer Kunst und Literatur. Filme profitieren heute fast mehr von Comics als von Romanen und Erzählungen.Die Bildgeschichte vereint vieles und ist eine bedeutende Kunst, die auch bisher längst nicht von Vielen beherrscht wird.
Ich habe ganze Regale voll mit anspruchsvollen belgischen Comics und mag Manga und US-Comics meist weit weniger.
Sie brauchen bisher keinen Strom und fordern Gehirn und Körper anders als der bloße Konsum von TV/Kino.

 

ZUBEHÖR – SUCHER:
Es gibt ein gutes, etwas teures Tool, das uns erlaubt das Smartphone als Sucher- & Monitor-Ersatzmut viel mehr Leistung und schärferem Bild einzusetzen! Accsoon SeeMo heißt das seltsame Fabrikat – anscheinend sind schon alle geistreichen Namen vergeben.
85€ für Android und 190€ für Apple – für Apple zahlt man das doppelte, bekommt aber auch eine etwas andere Version in besserer Verarbeitung. Trotzdem, wer noch ein älteres Samsung oder Google SP hat kann hier preiswert und endlich einen sehr guten Sucher auch bei Sonne einsetzen.

 

Ich habe sie alle gehabt, alle lichtstarken Zooms, die bis heute für Kameras hergestellt wurden.
Besonders die Tele-Zoom-Objektive hatten es mir immer sehr angetan, also jenseits 300 mm.
Die besonderen Tele-Macro-Objektive:
Tokina 5.6/150-500 mm ATX manuell
Nikon 4.0/180-400 mm x1.4 2018
Nikon 2.8/120-300 mm 2020
Nikon 4.0/200-400 mm manuell
Nikon 4.0/200-400 mm 2004/2010
Canon 5.6/150-600 mm 1982
Canon 4.0/200-400 mm x1,4 2013
Olympus 2.0/35-100 mm 2005
Olympus 2.8/90-250 mm 2005
Olympus 2.8/40-150 mm 2008
Pentax 5.6/250-600 mm 1988/1991
Sigma 2.8/120-300 mm 2005 / 2012
Sigma 5.6/300-800 mm 2005
Sigma 2.8/200-500 mm 2008

Nikon 4.0/200-400 mm 1998/2010
Nikon 180-400 mm x1.4
Olympus 4.5/150-400 mm TC 1,25 2019
Und ich habe mir dann doch noch meinen Wunsch erfüllt, nach dem optisch und mechanisch besten Zoom, dass mir sofort 300-800 mm ohne weiteren Ausschnitt zur Verfügung stellt. Ich finde es zu teuer, damit habe ich lange gehadert und den 1,25x TC eingebaut nutze ich praktisch nie, weil viel wichtiger ist f:4.5.
Lichtschwächer darf ein Zoom einfach nicht sein. Alles mit f:5.6-8.0 ist schön und gut, aber oft nicht ausreichend. Alles andere ist ok, aber f:4.5 ist einfach besser.

Nikon 5.6/200-500 mm 2016
Nikon 6.3/180-600 mm 2023
Olympus 6.3/100-400 mm 2020
Panasonic 6.3/100-400 mm 2016
Canon RF 7.1/100-500 mm 2020
Canon RF 6.3-8.0/200-800 mm 2023
Pentax 5.6/150-450 mm 2015
Sigma 6.3/150-600 mm 2021
Sigma 6.3/60-600 mm 2018
Sigma 6.3/150-500 mm 2008
Sigma 6.3/150-600 mm 2014
Sony 6.3/200-600 mm 2019
Tamron 6,7/150-500 mm 2021
Tamron 6.3/150-600 mm 2013
Tamron 5.6/200-500 mm
Außerdem gab es zahlreiche 5.6/100-400 mm Konstruktionen, noch mehr 5.6/70-300 mm Tele-Zooms und zum Beginn überwiegend 4.0/70-210 mm Zooms.Davon hatten wir alle eins oder mehrere, doch die möchte ich hier nicht mehr aufzählen – Canon war hier sicherlich der Konstrukteurs-Champion.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht