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Kategorie ‘News-Blitzlicht’

29. Dezember 2015
Welche neue Geräte-Technik bringt 2016?

Der Kamera-Verkauf hat sich auch 2015 wieder rückläufig entwickelt. Auch wenn viele erkannt haben dass neue Kamerasysteme ohne Spiegel und Glassucher, leichter, kleiner und schnell sind und sofort im Sucher anzeigen wie das Bild aussehen wird, sie sind bisher eher Ergänzung als ein Ersatz für eine Spiegelreflex-Kamera.
Und der Grund, warum sich Canon, Nikon und Pentax bisher nicht ernsthaft mit dieser Art von Kameras beschäftigen: Das kürzere Auflagemaß und der Autofokus verlangen neue Objektive.
Bisher bietet noch kein Hersteller ein Super-Teleobjektiv oder auch nur ein hochlichtstarkes Teleobjektiv mit längerer Brennweite an.
Das ist weiterhin die ungebrochene Domäne von Canon und Nikon.
Was will man in der Sport-, Reportage- und Tier-Fotografie auch mit voll elektronischen Kameras, die nur 1/5 der Aufnahmen zu lassen, weil sie energiehungrig sind?
Die Bildsensoren reichen von 16 MP bis hin zu 51 MP und die 16er werden vermutlich 2016 fast verschwinden und durch 20 MP und 24 MP ersetzt werden.
Bisher dachte ich 24 MP sind mehr als genug – heute bin ich froh auch 51 MP zur Verfügung zu haben! Nur mein Computer denkt darüber anders…

Kameras ohne Spiegel haben 4 große Probleme:

– Akkus die meistens nach 250-350 Aufnahmen schnell am Ende sind
(einzige Ausnahme: Panasonic GH3/GH4)

– oft gering auflösende Sucher die bei weniger Licht nicht perfekt sind
(einzige Ausnahme Leica SL – aber dafür blaugrün-stichig!)

– Objektivkonstruktionen bei gleichem Sensorformat bisher selten leichter und kleiner

– nicht selten schon wieder zu klein für eine gute Bedienung
(Ausnahme Panasonic GH4, Leica SL)

Kameras in bewährter Spiegelreflex-Bauweise haben 3 große Probleme:

– manchmal zu groß und zu schwer
(Canon EOS 1DX macht auf Reisen und in Städten keinen Spaß mit Akku = 1500g!)

– Live View u Bildaufbau viel zu langsam, bewegliche Monitore und Touch-Screen kaum gut nutzbar

– lauter, auffälliger und empfindlicher

CANON bereitet die nächsten Einschläge vor – 120 MP, 200 MP Auflösung werden für die Wissenschaftliche Fotografie eingeführt und werden vermutlich auch irgendwann in normalen Kameras eingesetzt, so wie es 2015 mit dem 51 MP Sensor geschehen ist.

Im ersten Halbjahr wird eine EOS 1DX II erscheinen, von der ich nur hoffen kann, sie wird 300g abspecken und endlich einen beweglichen Monitor und einen Blitz bekommen – aber genau die drei Dinge, die für mich das schwere, schnelle Monster wieder attraktiv machen würden, werden so nicht passieren. Ich vermute, die Kamera bleibt äußerlich wie sie ist. Der Sensor wird 22-24 MP auflösen bei noch schnellerer Serienbildfrequenz und leicht verbessertem AF mit nach mehr Feldern. Einen gravierenden Fortschritt sehe ich da nicht.

Eine EOS 80D wird als weitere Amateurkamera mit DSLR-Technik erscheinen und die 70D ablösen. Darin könnten einige Innovationen versteckt sein und der LiveView könnte am beweglichen Monitor schneller werden – diese Neuheit könnte spannend werden.

Ob eine neue 6D Mark II im Sommer oder erst im Herbst kommt ist ungewiss, genauso die verschobene EOS 5D Mark IV – dennoch könnten beide Kameras oder auch nur eine davon in 2016 erscheinen. Die 6D II wird weiter eine preiswerte Einstiegskamera ins Vollformat sein und daher wenig innovativ werden. Ganz anders die zu erwartende 5D Mark IV – sie sollte Innovationen bringen und auch für Filmer wieder spannend werden.
Kameras ohne Spiegel mit Vollformat, DO-Super-Tele-Objektive, komplett neue Sensor-Technik

NIKON bringt nach Canons sehr erfolgreicher Kampfansage mit der 7D2, jetzt doch noch eine Nikon D500 – eine professionelle Halbformatkamera, robust, schnell und Zukunftsweisend.
Aber 2000€ teuer – die Preise für DSLR-Technik steigen jetzt rasant!
Bald ist jeder froh der noch eine professionelle DSLR zum guten Preis erworben hat.
Eine Nikon D5 wurde auch bereits gezeigt, 7000€ und wird auch für die Sommerolympiade dringend gebraucht. Ob man an Canons Technik aufschließen kann bleibt zweifelhaft, dazu hätte Nikon besonders mutig und einen Klappmonitor mit schnellem Live-View bringen müssen.
Canons EOS M-Kameras ohne Spiegel sind zwar noch nicht der Renner, das liegt am fehlenden Sucher, doch Nikons Serie 1 ist in Europa ein Riesenflopp – Nikon braucht Kameras ohne Spiegel mit großem Sensor, mindestens Halbformat, besser aber sicherlich Vollformat – weil Sony ihnen sonst irgendwann den Hahn abdreht.
Auch das Bestreben wieder eigene Sensoren anzubieten ist sehr wichtig für Nikon. Selbst wenn Sony auf dem Papier und in den Augen einiger Technik-Nerds etwas besser in einzelnen Disziplinen abschneiden sollte, ist Canon weiter sehr präsent und lässt sich anders als Nikon und Pentax nicht verunsichern.
Insiderkreisen zu Folge arbeitet Nikon nun mit Hochdruck an spiegelfreien Kameras mit Vollformat – ob das das neue System schon ende 2016 oder deutlich später auftaucht ist reine Spekulation.

 

SONY – der “Zauberlehrling” muss noch einiges lernen und sollte vielleicht auch mal Tempo rausnehmen und fertige Produkte bringen. Die Alpha 7RII ist deutlich verbessert, aber längst nicht fertig. Die Alpha 9 wird als Vollformat folgen. Auch eine Alpha 8000 im Halbformat ist denkbar.

 

PANASONIC hat einen Lauf, nicht unbedingt bei den Verkäufen – aber technisch, wenn jetzt noch eine richtig verbesserte GH5 folgt. Die GX8 ist noch zu teuer und ich weiß nicht ob sie wirklich einen Fotografen weiter bringt, nur der eingebaute Bildstabi ist eine gute Idee, die der Hersteller zusätzlich in alle seine Kameras übernehmen sollte.
Eine weitere GM-Kamera wird bald auch erscheinen.Panasonic braucht Teleobjektive – das neue Leica 100-400 mm wird da nicht ausreichen, ein 2.0/150 mm und auch ein 2.8/300 mm sind Pflicht.
Bei den Kompakten wird Panasonic mit LX100 und FZ1000 Nachfolgern sicher wieder die Bestmarke setzen. Panasonic präsentiert in einigen Tagen eine neue TZ100 mit 2.8-5.9/25-250 mm Zoom von Leica. Mit Sucher, aber leider mit feststehendem Monitor.

 

OLYMPUS probiert schon wieder ein neues Konzept aus, nach der sehr altmodisch-reduzierten Pen, kommt jetzt eine Pen-F (Finder) mit Sucher – endlich. Trotzdem ist mir das alles zu viel Retro.
Der kantigen E-M1 folgt im Herbst eine E-M1II.
Olympus sollte sich besser mal auf einen Stil einlassen und den dann optimieren. Die E-M5 war mir sehr zuwider, aber sie kam gut an, auch die E-M10 ist seltsamerweise ein Erfolg und die komplizierte E-M1 kommt auch noch gut an. Trotzdem, ich sehe Olympus eher als Objektivspezialist, die Kameras für mFT habe ich immer von Panasonic vor gezogen, die sind einfach stimmiger und praxisnäher. Doch auch bei dem Objektiven war Olympus bei vielen Zooms glücklos und im Vergleich sind auch die Festbrennweiten nicht immer auf dem Zenit des Machbaren. Ich erwarte bessere Kameras und mehr Qualität und Haltbarkeit.
Bei allen Kameras dürfte der neue 20 MP Sensor Einzug halten.
Nach dem 4.0/300 mm IS sollen Festbrennweiten der Lichtstärke 1.2 oder gar 1.0 folgen – die werden sehr teuer und schwerer und dicker – also da sehe ich kein so großes Käuferpotential.

 

PENTAX hat Vollformat versprochen und wird es bis Sommer auch liefern müssen, vielleicht schon im Februar. Ich sehe dafür keine Notwendigkeit und das Objektivportfolio ist dafür viel zu klein. Aber vielleicht findet die K1 ihre Fans.

 

FUJIIFILM dürfte sicher an einer kompakten Mittelformat-Sucherkamera mit eigenen Objektiven arbeiten. Doch das wird noch dauern, bis sie das Licht der Welt erblickt.
Das erste Halbjahr steht im Licht der neuen X-Pro 2 mit Hybridsucher, stark verbessertem Sensor (24 MP), viel schnellerem Prozessor, besserer Bedienung (Joystick für AF-Felder, schnellerem Verschluss und weiteren Highlight.
Nur 4K Video, beweglicher Monitor, eingebauter Blitz werden wieder nicht zu finden sein. Man munkelt von 2 Modellen mit 2 unterschiedlich großen Sensoren…
Erst zur Photokina dürfte dann eine X-T2 folgen – die für die Masse dann deutlich interessanter wird.
Das 5.6/100-400 mm kommt Mitte Januar und werde ich auf jeden Fall kaufen wenn Leistung und Preis stimmen.

 

SAMSUNG hat seine NX1 aus Europa zurück gezogen, was nicht bedeutet, dass eine NX2 unmöglich ist… aber hier wage ich keine Prognose.

 

 

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25. Dezember 2015
Was Sie JETZT kaufen sollten…

Snow – Snow – Snow!

Das Fest ist vorbei, die Verkäufe waren im Fotobereich noch einmal schwächer als 2014. Wenn Sie jetzt noch Geld übrig haben, sollten Sie vielleicht folgende Fotogeräte für noch einfacheres fotografieren ins Auge fassen:

Der Canon Fotograf:

Jetzt gibt es günstig die Eos 70D für den gehobenen Einsteiger-Markt – das Gehäuse fällt jetzt unter 800€ – die EOS 80D dürfte bald erscheinen und wieder um 1000€ kosten.
Die 5D3 sieht man selten unter 2500€ und es ist noch keine konkrete Nachfolge in Sicht – abgesehen davon, dass es eine EOS 5DSR für rund 3500€ gibt – die alles besser kann.
Wer schnelle Motive ablichten will braucht die EOS 7D2, für unter 1300€ wird sie sogar schon angeboten.
Die 6D wird demnächst abgelöst und kostet immer noch rund 1400€.
Die EOS 1DX würde ich auch für 4500€ heute nicht mehr kaufen, zu schwer, der Sensor für einige Motivbereiche nicht mehr gut genug und der Nachfolger wird Verbesserungen bringen.
Von Canon würde ich jetzt nur 7D2 und 5DSR kaufen!

Canon-Vollformat-Objektive:

Die Canon-Neuheiten EF 1.4/35 mm L II, EF 4.0/11-24 mm L, EF 5.6/100-400 mm L IS II, EF 4,0/16-35 mm L IS sind einsame Spitze.
Das Canon EF 2,8/24-70 mm L II taucht auch öfter unter 1600€ auf und lohnt sich vor allem optisch, dagegen bleibt das 4,0/24-70 mm L IS langweilig und mit gut 800€ teuer.
Das Canon EF 4,0/24-105 mm L IS ist in die Jahre gekommen und bleibt teuer und das 5,6/24-105 mm kein echter Ersatz.
Das Canon 2,8/70-200 mm L IS II ist eigentlich unverzichtbar und derzeit sind noch 300€ CashBack möglich!
Einige Supertele werden verkauft, da das neue 4,0/400 mm DO IS II lieferbar wird und sich als optisch hervorragend und reisetauglich erwiesen hat.
Ich hoffe das endlich die 85iger und 135iger Brennweiten überarbeitet werden.

Durch die EOS 7D2 ist auch das Halbformat wieder richtig attraktiv.
Sie können die Reiseausrüstung deutlich schrumpfen und erleichtern, wenn sie sich dazu passend 2 Objektive zulegen:
EFs 4,5-5,6/10-18 mm IS STM und EFs4,0-5,6/55-250 mm IS STM – preiswert und sehr gut.

Der Nikon Fotograf:

Eine Nikon D7200 ist kein Hit, besser auf die D400 warten.
Die D750 ist der beste Kompromiss, der Preis um 1800€ ist gut.
Nikon Fotografen haben mit 5.6/80-400 mm VR II und 5.6/200-500 mm VR gleich 2 Reisetele, das 4,0/300 mm VR PF ist leider ein Flopp.

OLYMPUS hat mich 2015 wieder nicht restlos überzeugt, die E-M5II ist gut, bleibt aber zu kompliziert, ist nicht perfekt verarbeitet – ich empfehle sie lieber nicht ausdrücklich.
Die E-M1 wird im Spätsommer abgelöst.
Selbst die Objektive haben an Glanz eingebüßt:
Mein Kauftipp weiterhin: 2.8/12-40 mm
Alles andere muß man nicht zwingend haben.

Panasonic hat mit der sehr guten, sehr angenehmen GX8 eine sehr ausgereifte Kamera vorgestellt und wenn jetzt die Preise unter 1000€ fallen, ist sie auf jeden Fall ein guter, zukunftssicherer Kauf!
Auch die GM5 oder GH4 kann ich jederzeit empfehlen – sie schlagen Olympus deutlich.
Das 1.7/15 mm Leica – 1.7/42,5 mm (in Metallfassung) – 2.8/35-100 mm (superkompakt) sowie 1.2/42.5 Leica kann ich nur empfehlen – fantastische Qualität zum fairen Preis.

FUJIFILM muß eine noch bessere X-T1 vorlegen, aber sie ist schon jetzt aufgrund der außerordentlich guten Objektive eine Empfehlung zum fairen Preis.
Von Fujifilm sollte man einfach kaufen: 1.4/16 mm – 1.4/23 mm – 1.4/35 mm – 1.2/56 mm – 2.0/90 mm – 4.0/10-24 mm – 2.8-4.0/18-55 mm – 2.8/50-140 mm sind allesamt vom allerhöchsten Leistungsniveau. Fuji ist da, wo Sony, Olympus, Samsung, Canon, Nikon, Leica noch hin wollen – dafür werden sie noch Jahre brauchen.

Von SONY empfehle ich aus Erfahrung nichts!
Die Alpha 6000 steht vor der Ablösung und stellt mich nicht zufrieden, es gibt auch kaum ein gutes Objektiv dafür. Die Alpha 7R II ist brauchbar, aber schweineteuer, Akku schnell leer und mit guten Objektiven hapert es auch noch.

Da ist eine PENTAX 645Z eindeutig der bessere Kauf.
Sonst besser nichts von Pentax.

Die LEICA T ist enttäuschend und völlig überteuerter Lifestyle und auch die SL kann mich mit nur 1 Objektiv nicht überzeugen.

 

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19. Dezember 2015
Visier & Superzoomer – bei diesen Kameras passiert noch was!

Von ambitionierten Fotofreunden werden Bridge- oder Super-Zoom Kameras mit einem fest integrierten hochleistungszoom-Objektiv häufig falsch eingeschätzt.

Doch, 16 MP sind 16 MP und die werden inzwischen von fast allen Super-Zoomern erreicht und Sony erreicht sogar 20 MP.

Sicher uns stören winzige Sensoren. Der meistens verbaute ⅔ ” Sensor ist nur 4,5 x 6,2 mm klein (Faktor 7,4x zu KBVF) und somit hat er nur ein Fünftel der Fläche eines 1″ Zoll Sensors (8,8 x 13,2 mm mit Faktor 2,7x zu KBVF).
1 Zoll Sensoren klingen wie ein idealer Kompromiss. Doch schon dieser Sensor bedingen gewaltige Kompromisse, das Objektiv wird erheblich größer und schwerer, lange Brennweiten sind nicht leicht kompakt zu bauen.
Das heißt aber heute nur, dass Empfindlichkeiten von 800 ISO und mehr bei wenig Licht und Fotos ohne Blitz kritisch rauschen können und viel Auflösung im Rauschen untergeht. Und sicher sind sie keine perfekten Landschaftskameras, wenn jemand hohe Auflösung, schönste Tonwert- und Farbtrennung erwartet und für tolle Porträts sind sie oft etwas zu lichtschwach. Mehr nicht.

Doch es tut sich etwas, die japanische und koreanische Fotoindustrie muß schmerzlich verstehen, dass die Käufer für kleine Taschenkameras weg gefallen sind und die immer lieber zum Smartphone greifen.

Die Idee mit dem simplen Visier ist wirklich gut und sollte rasch in System-Kameras umgesetzt werden. Denn in dieser kompakten 50x Superzoom-Kamera bleibt leider kaum Bildqualität sichtbar übrig und ohne Stativ schon gar nicht. Das Visier letzt sich allenfalls nützlich einsetzen, wenn man die kleine Kamera auf ein stabiles Dreien-Stativ mit Kugelkopf schraubt, diesen nicht festzieht und versucht so sein Motiv zu finden und zu folgen.

Die Brennweite 1200 mm wird gerne überschätzt, klar klingt es besser als 800 mm und 600 mm – in Wahrheit wird das Motiv aber nicht erheblich größer abgebildet und wenn ich mit eine Olympus mFT-System-Kamera und dem 75-300 mm Superbere (vergleichbar 600 mm Ausschnitt) eine verdoppelte Ausschnittvergrößerung anfertige, dann ist der Bildausschnitt mit dem der SP100 EE identisch – aber die mFT-Kamera schafft mit ihrem größeren Sensor ein viel schärferes, detailreicheres Bild als es bei irgendeiner Brennweite mit der SP100EE je gelingen könnte.
Und das trifft noch stärker zu, wenn ich eine Vollformatkamera mit 300 m Brennweite einsetze und heraus vergrößere.

 

 

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