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Kategorie ‘News-Blitzlicht’

1. März 2015
Kameras 2015 – Bessere Fotos werden nicht mitverkauft

Welche Systemkamera kaufen?

Die Fotografen kaufen sich gerne mal eine neue Kamera, bisher war meist wichtig, dass sie zu vorhandenen Objektiven und Zubehör passte, doch ich stelle meistens zuerst die Frage:
Welches sind Ihre fotografischen Schwerpunkte?
Dann zeigt sich, nicht wenige sitzen im falschen System fest oder könnten ihre Fotografie erheblich erleichtern und neuen Spaß an der Art zu fotografieren entdecken.
Alte Objektive und Zubehör passen meist ohnehin nicht wirklich in moderne digitale Systeme oder sind bestenfalls Notlösungen. Digitale Sensoren und digitale Software haben die gesamte Fototechnik verändert und heute sind nicht einmal mehr Glas-Sucher und Spiegel notwendig und bremsen zuweilen sogar die Kameras erheblich aus, bereiten dem Autofokus & dem manuellen Fokus große Schwierigkeiten bei der Präzision und behindern auch sonst viele Möglichkeiten.
Kaufen sie besser keine Kamera, sondern überlegen Sie welches System ihre Fotografie am besten unterstützen kann. Das entfernt Sie vom reinen schwarzweiß Denken (Canon/Nikon) und bringt ihnen die Fotografie aller Wahrscheinlichkeit viel näher.
Der Markt an Kameras ist fast unüberschaubar geworden – und alle versprechen die ultimative Bildqualität – das ist natürlich nur eine Fantasie – BQ wurde noch nie und wird niemals mit einer Kamera mit verkauft – die muss sich jeder mühsam  und geduldig erarbeiten. Mutige und spannende Gesamtsysteme sind die Ausnahme.

Altmodisch und bewährt: Mit Sucherprisma und Spiegel
Es gibt ja heute viele leidenschaftliche Befürworter des Glas-Suchers und Spiegels, also des Spiegelreflex-Prinzips, das Pentax erstmals in den 50iger Jahren des letzten Jahrtausends in der Spotmatic eingeführt hat. Und das trotz des Staubs im Sucher, trotz des dunklen Sucherbildes, besonders in der Dämmerung und auch mit lichtschwachen Objektiven, trotz des ungenaueren Autofokus – sie haben den Eindruck direkt auf das Motiv zu sehen. In Wahrheit schauen sie durch Okulare, ein Prisma, den Spiegel, das gesamt Objektiv, den Filter – Dust is on your way…

Wie immer, wenn die technische Entwicklung neue Lösungsansätze bietet, gibt es eine Fraktion von Anwendern, die das altbewährte vehement verteidigen und es sogar als “besser” heraus heben. Das Neue braucht immer eine Weile um richtig gut zu sein, solange haben diese Menschen auch den richtigen Instinkt. Doch dann kippt das Ganze und Altes sieht dann nur noch alt aus. So war es bei Belichtungsmessung, Autofokus, Bildstabilisierung, den Digitalsensoren (heute nutzt sie fast jeder) und so ist es auch mit der DSLR-Technik – die inzwischen überholt und kaum noch zeitgemäß ist.
In der Foto-Industrie zweifelt kein Mensch mehr daran, dass die Spiegelreflextechnik hoffnungslos überholt ist und die nähere Zukunft alleine spiegelfreien Systemen vorbehalten ist.
Sie war auch nur eine Notlösung und wurde von Leica in den M-Kameras auch immer abgelehnt – zwischen Aufnahmemedium und Objektivrücklinse sollte nur wenig Raum bleiben, um genial gute Objektive mit geringen Abmessungen und hoher Lichtstarke realisieren zu können. Für einen Spiegel ist da eigentlich kein Platz, nur besonders aufwendige Retrofokus-Bauweisen in den Objektiven ermöglichte erst kompaktere und universellere Objektiv-Rechnungen – diese waren aber bis heute nie auch nur annähernd so gut und so scharf wie telezentrische Objektive, die nah am Sensor sein können – das hat Leica mit den M-Objektiven jetzt über 60 Jahre unter Beweis gestellt.
Und genau da haben Olympus und Panasonic als erste angesetzt und die Spiegel raus geschmissen, aus anspruchsvollen Systemkameras und inzwischen machen es alle Hersteller. Die ersten elektronischen Sucher vor 5 Jahren waren eher berauschend als hell und scharf, letztes Jahr gab es einen großen Sprung, aber erst jetzt in der Olympus E-M1, Panasonic GX7, Fuji X-T1 und Sony Alpha 7 sind die Sucher so ausgezeichnet, dass der Prismensucher in vielen Situationen ins Hintertreffen gerät. Auch den Fehler, den Sucher links zu positionieren haben inzwischen die meisten Hersteller korrigiert und bieten ihn wieder in der Mitte an.
Canon und Nikon haben die riesigen Objektiv- & Zubehör-DSLR-Systeme, die dominierten die letzten Jahrzehnte alles – das ist jetzt vorbei – für mFT gibt es auch schon 70 verschiedene AF-Objektive und es werden alle paar °Monate mehr, Fujifilm und Sony sind ebenfalls sehr fleissig.
Ich habe jetzt einige Familien-Porträts fotografiert, bei der ersten Session hatte ich wie immer die 5D3 mit 4,0/24-105 mm und Blitz mit. In den Wohnungen war es nicht besonders hell, aber wir hatten alles Licht an, was zur Verfügung stand. Schon nach kurzer Zeit ärgerte ich mich, dass ich die E-M1 nicht dabei hatte. Ich war jetzt wochenlang mit der Olympus unterwegs, sie ist nicht nur leichter, sondern auch schneller mit RAWs und bringt mehr Schärfentiefe, denn bei 4-6 Personen, die in 2-3 Reihen aufgebaut sind, brauche ich mit der 5D3 mindestens f:8 um alle scharf zu bekommen. Bei der E-M1 brauche ich nur f: 4 bis f:5,6, habe kürzere Zeiten und Verwacklungssicherheit und der Blick durch den Sucher ist viel heller und mindestens genauso groß. Und das selbst mit dem lichtschwachen 3,5-6,3/12-50 mm. Mit dem 2,8/12-40 mm ist das Handling einfach super.

Zum Thema Vollformat oder mFT/APS-C im Jahr 2015:
Wenn häufig Fotos im Format 50x70cm gebraucht werden = Vollformat + Stativ – denn erst ab dann  sind überhaupt Unterschiede zwischen 51 MP, 36 MP Vollformat und 16 MP mFT-Format erkennbar.
Diese Erkenntnis setzt sich inzwischen international durch.
Auch wenn mit Sony jetzt der zweite Hersteller beginnt die Vollformat-Kamera gesund zu schrumpfen und federleicht zu konstruieren, die Zoom-Objektive werden immer erheblich größer, schwerer oder lichtschwächer bleiben als die, die für kleinere Sensoren machbar sind. Und eine leichte Kamera mit viel Auflösung schreit immer lauter nach einem schwereren Stativ und noch wirksameren Bildstabilisatoren.
Vollformat ist gut für Landschafts-Fotografie & Architektur-Fotografie & Mode-/Katalog-Fotografie und für Kerzenlicht-Fotografie wenn Sie keine hochlichtstarken Objektive einsetzen.
Selbst für Tier -Fotografie und sogar Sport setzen sich langsam mFT und APS-C stärker durch, weil einfach stärkere “Nahaufnahmen” gebraucht werden.
Ich setze immer EOS 70D mit 4,0/200-400 mm x1,4 und zusätzlich EOS 5D3 mit 2,8/70-200 mm ein – eine bessere Kombination hatte ich noch nie im Einsatz.

Alternativ wird es 2014 spannend die Olympus E-M1 mit 2,0/150 mm FT plus Konvertern und dem kommenden 2,8/40-150 mm einzusetzen. Das Interesse an den Top-Pro-Zuiko-Objektiven 2,8-3,5/50-200 mm – 2,8/90-250 mm – 2,0/150 mm – 2,8/300 mm an erheblich zugenommen – denn dank doppeltem Bildausschnitt und rasend schneller Kamera – liegen hier alle Vorteile auf der Hand.
Canon und Nikon müssten endlich 4,0/50-300 mm und 4,5/400 mm & 5,6/600 mm Objektive auf den Markt bringen – in Leichtbauweise.

So sicher wie 2012 die Canon EOS 5D3 und die Panasonic GH3 für mich die Kameras des Jahres 2012 waren, die sich beide auch in 2013 voll bewährt haben – so eindeutig ist für mich die:

KAMERA des Jahres 2014:

Olympus E-M1

Diese Kamera stellt derzeit den besten Kompromiss dar und mit einem System von 68 verschiedenen Objektiven bis hin zum 0,85/40 mm, Fisheye und ersten lichtstarken Profi-Zooms, kann derzeit mit dem mFT-System keiner wirklich konkurrieren. Diese Entscheidung war diesmal so einfach wie noch nie, weil die E-M1 in so vielen Bereichen neue Bestmarken setzt und ich sie schnell als zuverlässiges Arbeitsgerät adoptiert habe und ein System dahinter steht, das es so in dieser Vielfalt von keinem anderen Hersteller gibt.
Für mich ist ganz offensichtlich, dass vor allem Sensorgrößen, Auflösungen und ISO-Empfindlichkeiten in der Wahrnehmung der allermeisten Fotografen total überschätzt werden.
Heute liefert jede Kamera mit 16 MP selbst bei 12.800 ISO beinahe rauschfreie und trotzdem farbige und scharfe Fotos!
Aber kaum eine andere Kamera ist in allen Situationen schnell & intuitiv genug, zeigt im Sucher worauf es wirklich ankommt und bietet viele Objektive die am Limit wirklich herausragend sind und für alle denkbaren Motive zur Verfügung stehen und trotzdem handlich und tragbar sind.

Und das sage ich obwohl ich eine EOS 5D3 fast alltäglich nutze – oder gerade weil. Am Super-Tele-Objektiv ist die Vollformat bei 6400 ISO noch überlegen, aber selbst bei meinen Porträts ist der Glas-Sucher jetzt nicht mehr wirklich besser. Olympus zeigt jetzt auch eine 0,74 fache Vergrößerung und ist optisch auf gleichem Sucher-Level wie Vollformat. Das System muss stimmen, 4:3 passt für mich oft besser zu meinen Motiven und Canon wie Nikon und besonders Sony lassen viel richtig gute und genau angepasste Objektive vermissen, die bei mFT zu haben sind.
Anders herum betrachtet, sind die kleineren und praktischeren Aufnahmeformate von Canon und Nikon nur deshalb nicht erfolgreicher bei anspruchsvollen Fotografen, weil es von den Herstellern nicht gewollt ist! Weil es zu wenige angepasste Objektive gibt und die neuesten, verfügbaren Technologien nicht eingesetzt werden.
Wer da immer noch von seinen ollen 1,4/35 gier; 1,4/85iger; 2,0/135iger träumt, dem ist bisher nicht klar, das es sie längst in modernerer und schärferer Ausführung als 1,8/17 mm; 1,8/45 mm; 1,8/75 mm gibt.
Und das Thema Schärfentiefe/Tiefenschärfe ist schon lange überstrapaziert, beobachtet man die Daten der besten Fotos, wird schnell klar, dass die allermeisten Fotos abgeblendet realisiert wurden und keineswegs mit f:1,4 und f:2,0! Schärfentiefe tut fast jedem Motiv gut und ist für die Bildaussage sehr wichtig und freistellen realisiert man einfacher mit Brennweite und Nähe zum Motiv.
Auch Nikon 1 könnte erfolgreich werden, doch die Preise und ein noch nicht optimierter Sensor im Format 2:3 verhindern das.
Doch sonst stolpern vor allem Canon und Nikon mindestens 3 Jahre hinter Sony und MicroFourThirds hinter her.
Und Kameras wie eine Nikon Df oder Nikon D610 bieten rein gar keine Auffrischung und keine Perspektive für die heutige Fotografie, für bessere Fotoqualität.
Ich gab die Kamera meinem langjährigen Freund, der sonst nur mit Canon-Profikameras und Super-Tele-Objektiven unterwegs ist und der setzte das 2,8/300 mm Olympus daran und sagte nur: Ist die Kamera geil! (So schnell, ein Sucher in dem man sofort das fertige Bild mit Schärfe und Belichtung beurteilen kann, eine Bedienung die fertig in der Hand liegt und ein sattes, robustes Gefühl und trotzdem leicht und klein im Transport.)

 

Für Markenfans sind auch die Nikon D7100 & Canon EOS 70D & Pentax K3 wichtig.

Die Alpha 7R kann ich hier nicht ernsthaft benennen, sie ist auf absehbare Zeit eine Kamera ohne System, mit nur sehr wenigen voll kompatiblen Objektiven.

Kamera-Flopps 2012-2013:

Nikon D4

Nikon D600

Nikon D5200

Nikon 1 V2

Nikon 1 J2

Nikon 1 J3

Nikon 1 S1

Canon EOS M

Panasonic GF5

Pentax K-01

Pentax Q10

Olympus E-PM2

Sigma SD1

Sony Alpha 37

Sony Alpha 57

Sony Alpha 99

 

Die Märkte teilen sich auf – in Japan und Europa ziehen die spiegelfreien Kameras an, immerhin mehr als 20% Marktanteil an allen Kameras (außer Smartphones) entfallen jetzt auf spiegelfreie Systemkameras von Olympus, Panasonic, Sony und Fujifilm (Nikon, Canon, Pentax und Samsung spielen da nur eine kleine Rolle). In Japan und Asien haben spiegelfreie Kameras die DSLR-Kameraverkäufe schon weit hinter sich gelassen, es werden mehr als doppelt so viele moderne Systemkameras verkauft. In den USA/Nordamerika herrscht ein ganz anderer Markt, Digicam-Kompaktkameras haben dort einen noch viel höheren Anteil als bei uns und in Japan, aber die Verkäufe brechen dort wegen der Smartphones am dramatischsten weg – Amerika ist Apple-Land. Die neuen Systemkameras ohne Spiegel konnten dort bis heute gerade einmal 12% der Fotofans ansprechen und auch nur 26% nutzen DSLR-Kameras. Und noch viel stärker als in Europa, teilen sich dort Canon und Nikon gut 90% des gesamten Marktes, Sony, Pentax und Co spielen da seit Jahrzehnten keine Rolle mehr. Sony kann punkten, aber nur mit preiswerten Produkten wie der Alpha 3000 und weiteren großen Systemkameras, die für Amerikaner etwas her machen. Denn sie kaufen nach Namen und nach Auffälligkeit, was nicht groß ist – wird nicht gekauft. Das ist bei Autos, bei Waffen, bei Häusern, bei Essen und bei fast allem so. Auch eine Sony Alpha 7, Olympus E-M1 oder Fujifilm und Panasonic Kameras werden in ihrer jetzigen Form keine große Rolle in Nordamerika spielen, dazu müssten sie die Technik in ein Gehäuse a la Nikon D800 oder Eos 5D3 integrieren 🙂

Die japanischen Fotokonzerne müssen also ihr Portfolio ausweiten und an die verschiedenen Märkte stärker anpassen, wir werden in Zukunft immer mehr Kameras erleben, die nur in bestimmten Regionen angeboten werden. So wie das bisher schon Olympus und jetzt auch Canon mit der M2 nur für den asiatischen Markt, realisieren. Asien und Indien boomen, da interessieren sich jeden Tag zahllose neue Menschen für eine Kamera, im Rest der Welt geht die Nachfrage zurück. Ich muss hier auch keine M2 haben, würde dieses kleine Update ohnehin nicht kaufen oder empfehlen.

 

Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben – ich besorge Ihnen gerne die neuesten Kameras auch die – die weniger nach meinem persönlichen Geschmack sind 🙂 und Objektive oder auch ausgesuchte, gebrauchte Exemplare für Ihre zukünftige Fotoausrüstung.
Bestellung ist hier die Bestellung bei mir möglich:

Die neue Olympus OM-D E-M1 können Sie ab jetzt bei mir bekommen, mit und ohne Objektiv und auch mit Griff.

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

 

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10. Februar 2015
Olympus E-M5 II – der zweite Streich

OLYMPUS MFT-OBJEKTIVE 2015-02

Etwas gemogelt, weil sowohl silberfarbene als auch schwarze Objektive hier abgebildet werden.

Die E-M5 war die bei weitem erfolgreichste Olympus Kamera der letzten Jahre. Schöne und gefälligere Kameras werden von Fujifilm und Panasonic vorgestellt – aber dafür bringt Olympus stetig technische Innovationen:

Olympus OM-D E-M5 II

mit der Option für 40 MP JPEG und 64 MP RAW-Bild-Dateien.

Der Sensor bleibt der anerkannt sehr scharfe 16 MP Sensor, doch durch die Überlagerung von 8 Aufnahmen einsteht eine Aufnahme mit der Datenmenge von einem 40/64 MP Sensor.
Natürlich eignet sich diese Methode nicht für schnelle Fotografie oder für bewegte Motive, aber es sind ja auch hauptsächlich die Experimentier-, Landschafts-, Architektur- und Studio-Fotografen die gerne mal nach höchsten Auflösungen schreien.

Zu beachten ist:
– 2 Sekunden Belichtungszeit!
– ein Stativ und Selbstauslöser/Kabelauslöser sind Pflicht – es darf nicht die geringste Bewegung/Erschütterung stattfinden
– funktioniert von ISO 200-1600 ISO
– nutzbare Belichtungszeiten ab: 1/8 Sekunde
– nutzbar bis f:8 (weiter abblenden ist nicht möglich!)
– alle elektronischen Features sind gesperrt: Filter, HDR, Lichter/Schatten, Live-Bulb, Zeitraffer

ob sich dann eine Canon EOS 5Ds oder Pentax 645Z mit 50 MP überhaupt noch lohnen – von der besseren Bedienung mal abgesehen – wird sich zeigen müssen.
Erste Vergleiche zeigen, das eine Oly E-M5 II mit 40 MP JPEG sogar schärfere und plastischere Fotos liefern kann als eine Nikon D810 mit 36 MP RAW! Aber – das gelingt natürlich nur, solange sich nichts im Bild bewegt, selbst der Wind wird dann beim Landschafts-Motiv schnell zum Problem. Es ist also nur eine Zusatzfunktion für einige Motive und nicht generell geeignet um höchste Bildauflösung zu erzielen. Für das Studio und abgeschirmte Macro-Motive sicher perfekt, für Außenaufnahmen sicher eher selten brauchbar.

Der Bildstabilisator wurde noch einmal erheblich verbessert – das war auch dringend notwendig!
Der Monitor ist endlich voll beweglich – hurra!
Ein beweglicher, kleiner Blitz wird mitgeliefert (Dreh- und schwenkbar!)
Ein Visier ist verfügbar um endlich auch weit entfernte und schnelle Tiere/Motive einfangen zu können.
Monitor und Sucher haben erheblich mehr Auflösung und sind deutlich verbessert!

Probleme die bleiben:
– die Akkulaufzeit ist noch geringer als bei der E-M5 und E-M1, ohne mehrere Akkus ist die Kamera für Reisen daher kaum zu empfehlen.
– der Nachführ-AF ist schwächer als in der E-M1 und spürbar schwächer als in der Panasonic GH4 und jeder DSLR-Kamera.
– 4 K Video ist nicht vorhanden, aber auch nicht notwendig
– der Hebel für 2 Bedienebenen wurde beibehalten
– für intensive Tele-Fotografie ist die Kamera zu klein und zu leicht, auch mit Griff
– der Griff und das ganze Design sind kantig, ein Handschmeichler ist die E-M5II keinesfalls
– das hochkomplexe Menü erschließt sich nur Kennern
– immer wieder einmal AF-Aussetzer, wenn eine GH4 klaglos fokussiert
– ISO 100 zum Einstieg ist sehr ungünstig – denn ISO 25 wird gebraucht

Der Preis ist gemessen an der Innovation noch akzeptabel – 1100€ sind angepeilt – nur für das Gehäuse!

Aber Olympus hat endlich einige sehr wichtige Dinge im Kamerabau erkannt:

– es geht nicht ohne voll beweglichen Monitor & schnellen, großen Sucher

– Kameras brauchen kürzeste Belichtungszeiten, d.h. 1/32.000 Sekunde 

– Kameras brauchen einen extrem dynamischen Bildstabilisator

– High Resolution wird nur Erfolg haben, wenn 40-50 MP ohne Stativ und ohne kameraeigene Vibration gelingen

– Olympus plant Festbrennweiten mit F:1,0

Die künftige E-M2 wird viel davon realisieren. Einen Teil hat bereits diese günstige E-M5II.

ab jetzt mit Visier für kleine Tele-Motive wie Vögel

Das Tollste an diesem Visier, das ich schon an der SP100 schätzen gelernt habe, ist. es passt auf jeden Kamera-Zubehör-Schuh – hat eine eigene Batterie, ich bin schon gespannt wie es auf der Panasonic oder der Canon arbeitet und es wird mit 150€ nicht zu teuer.


Olympus hat auch endlich eingesehen, das der Monitor besser voll beweglich sein sollte, in beiden Achsen und somit auch für Aufnahmen im Hochformat tauglich.

Der 5 Achsen-Bildstabilisator und die Bedienung wurden weiter verbessert.

 

Auch bei den Objektiven geht Olympus einen Schritt weiter – demnächst erscheinen:

– 4-5,6/14-150 mm II
– 2,8/7-14 mm PRO
– 1,8/8 mm PRO Fisheye
– 4,0/300 mm PRO
– 1,0/12 mm PRO
und weitere hochlichtstarke Festbrennweiten sind in der Planung.

 

Die Kamera kann ab sofort für 1100€ bei mir vorbestellt werden und ist seit Anfang März lieferbar.

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.


 

 

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7. Februar 2015
50,6 MP Fotografie – Canon EOS 5DS

Pixel satt - EOS 50,6 MP Kameras

Neue Runde im Pixel-Rausch.

Canon 5DS R – S soll dabei für hohe Auflösung stehen (Canon intern = Superior), wie es schon bei der EOS 1DS der Fall war. Ich habe es immer als ein S für Studio- oder Stativ-Kamera interpretiert und liege damit genauso richtig. Was fehlt wäre mal eine Kamera mit einem SP für Sports und eine mit AN für Animals & Nature!
Das R steht für  steht durch den schwachen Tiefpass-Filter für Resolution – also eine nochmals gesteigerte Detailschärfe.
Die Canon EOS 5D3 wird einstweilen weiter im Sortiment bleiben, als etwas schnellere, lichtempfindlichere Kamera zum günstigeren Preis. Sie ist jedoch 3 Jahre alt. Sie könnte irgendwann durch eine 5D4 mit etwas gesteigerter Auflösung und neuen Features abgelöst werden, aber das fällt in den Bereich Träume, Wünsche Hoffnungen. Im dunklen Schreiberwald sind Vermutungen um eine baldige Ablösung aufgetaucht, ich vermute im Spätherbst wird zunächst eine verbesserte

Ich weiß das die erfolgreichsten und besten Tier- & Natur-Fotografen häufig mit schweren, soliden Stativen und Köpfen arbeiten. Sie wollen und müssen das, um abblenden zu können und größere Schärfentiefe zu erreichen.

Ich tue das bewusst meistens nicht, ich nutze kein Stativ, bzw. allenfalls bei zu hohem Objektivgewicht ein Einbeinstativ, und ich blende selten überhaupt ab. Denn ich will den Augenblick einfangen, ich will das maximale Loslösen und Isolieren von der Umgebung. Das gelingt sehr selten mit Dreibein-Stativen. Denn die behindern.
Zusätzlich helfen Stative allenfalls beim Gewicht, aber nicht bei der Bildschärfe, wenn Sie Verschlußzeiten von 1/1000 Sekunde und kürzer verwenden. Sicher fällt das Beobachten mit dem Stativ wesentlich leichter, alles ist eingerichtet, wenn das Tier da auftaucht wo man vermutet – wenn…
Sonst bin ich schneller und genauso scharf. Das beweisen zigtausend Fotos aus den letzten Jahren.

Ich bin vom schweren 2,8/400 mm L IS II auf das erheblich leichtere 2,8/300 mm L IS II umgestiegen. Möglich wurde das durch höher auflösendere Kameras, die Ausschnitte erlauben, wie die 5D3 und die 7D2 und vor allem die 1DX.

Für alle Fotografen die jetzt 22 und sogar 50 Millionen Pixel ausreizen wollen und noch schärfere, detailreichere Fotos wollen, gibt es außer diesen extrem kurzen Verschlußzeiten in Verbindung mit leistungsfähigsten Bildstabilisatoren, nur eine Möglichkeit das zu erreichen: Eine sehr ruhige, konzentrierte Arbeitsweise mit stabilem Dreibein-Stativ und Kopf und einer Fern-/Selbst-Auslösung.

Mit der Kamera in der Hand bei 1/250 Sekunde, Bildstabilisator und dem Finger auf dem Auslöser – werden keine detailreicheren Fotos entstehen. Mit dieser Arbeitsweise entstehen nur erheblich größere Bilddateien – die aber nicht wirklich detailreicher sein können, als Aufnahmen mit 6-16 MP Sensor. Diese Erfahrung habe ich auch schon mit der schwereren Pentax 645Z gemacht und die wird sich sicher mit der EOS 5DS R wiederholen.

Wenn Sie bisher eine Canon EOS 5D oder 7D fotografieren, können Sie sich durch den schnelleren und merklich präziseren Autofokus und die aufwendigere Belichtungsmessung, die jetzt als AF-Zielerkennung funktioniert, verbessern durch den Kauf einer EOS 7D2 oder EOS 5DS oder EOS 1DX. Nur nützt es wenig einen Porsche 911 zu kaufen, wenn Sie die Geschwindigkeit nicht brauchen oder nicht damit umgehen können oder die Straßen keine hohe Geschwindigkeit erlauben. Genauso ist es mit diesen drei Canon Kameras.
Es gibt weltweit 3 besonders geeignete Kameras für Dämmerungs-Fotografie und Situationen mit wenig Licht, die Sony Alpha 7s (12 MP, langsamer AF), die Nikon D4s (16 MP, schneller AF) und die Canon EOS 1DX (18 MP, sehr schneller AF). Abgesehen von Mittelformat und der noch geringeren Schärfentiefe, gibt es jetzt die Canon EOS 5Ds und EOS 5DS R, die Auflösungen bis 50,6 MP erlauben. Das ist noch einmal eine wesentliche Steigerung zu den 36 MP den Nikon D810/D800 Kameras. Die Pixelgröße ist dennoch auf etwa gleichem Niveau wie bei der EOS 7D2 und etwas größer als an jeder Halbformat-Kamera mit 24 MP oder gar 28 MP (Samsung NX1) – die praktisch 65 MP auf Vollformat entspricht. Es sollte nicht verwechselt werden, das die Auflösung des Kamera-Sensors nur selten mit der Auflösung der damit erstellten Fotos entspricht. Um 50 MP im Bild sichtbar zu machen braucht es viel mehr als ein Motiv und gutes Licht.

Die Dynamik konnte in diesen Kameras wieder nicht gesteigert werden, sie wird sich auf dem Niveau einer EOS 5D3 bewegen und damit behalten Sony und Nikon hier einen Trumpf im Ärmel.
Entgegen aller Gerüchte wird auch dieser 50,6 MP Sensor komplett von Canon entwickelt und gefertigt – glücklicherweise!
Weil nur noch Sony-Sensoren wären sicher ein großer Nachteil für den gesamten Fotomarkt.

Wenn Sie sich jetzt der Möglichkeiten und Risiken bewusst sind und eine Canon EOS 5DS wollen, sollten Sie, die Canon EOS 5DSR bestellen.

Die EOS 5DS ist nur dann die bessere Wahl, wenn Sie häufig Stoffe, Kleidung, Dinge im Studio oder andere Motive mit größerem Moiree-Risiko fotografieren. Landschafts- und Architektur-Fotografen sind mit der EOS 5DSR besser beraten.

Früher kaufte man eine Kamera und dazu je nach Motiv und Helligkeit den passenden Film. Auch heute gibt es keine Digitalkamera die für jedes Licht und jedes Motiv gleich gut geeignet ist. Da wir die Sensor nicht wechseln können und Filme nicht hinein passen müssen wir heute von Kamera zu Kamera wechseln.
Es gibt besonders lichtstarke Kameras, die haben eine normale Auflösung bis 18 MP.
Es gibt sehr schnelle Kameras, die haben Auflösungen bis 20 MP.
Es gibt sehr hochauflösende Kameras mit bis zu 50,6 MP, die können dann nicht mehr schnell sein und sind bei wenig Licht zu lichtschwach.

Bringt eine neue Kamera mehr als ein besseres Objektiv?

Ich habe bis letzten Sommer mit der Canon Eos 5D3 gearbeitet, schon während der Indien-Reise war ich mir sicher überm Limit mit der Kamera zu sein. Sie war mir nicht mehr schnell genug, die Bedienung nicht wie ich sie brauchte und der Autofokus lag trotz korrekter Justierung immer mal knapp daneben – vor allem auffällig in schnellen Bildserien. Ich mochte sie nicht mehr, sie musste weg.
Eine Eos 6D kam aber mit dem langsamen AF und Verschluß auch nicht in Frage – blieb nur die Eos 1DX – die teuerste, lauteste, schwerste EOS, die es je gab, mit der für mich „bescheuerten“, alten Knöpfchen-Bedienung – eine Kamera die ich so nie wollte. Trotzdem, die Bildqualität stieg wieder (mit den gleichen Objektiven) mehr Schärfetreffer, weniger Belichtungsausreißer und endlich leidlich schnell und der Puffer nicht so schnell voll. Für mich ist die Canon EOS 1DX bei weitem keine ideale Kamera und eine perfekte schon gar nicht – aber ich komme damit zu besseren Fotos von bewegten Motiven.

Vor allem in der Dämmerung bringt sie das beste Bildergebnis, dass ich bis heute gesehen habe. Die Eos 70D war gut – doch die 7D2 ist viel schneller, der AF ist viel besser, mindestens auf dem Niveau der Eos 1DX – in manchen Situationen sogar überlegen. Die Bedienung und die unauffällige Art der Kamera überzeugen, sie ist leise und leicht genug – so das ich auch ab und zu mal wieder den zusätzlichen Griff verwende. Also nutze ich häufig die 7D2 – das der Monitor unbeweglich ist, ärgert mich zwar massiv, aber es gibt eben für meine Fotografie derzeit keine Alternative.

Ich werde mir zwar die Nikon D750 genau ansehen und sie mit 24-120 mm; 80-400 mm und 4,0/300 mm PF eintesten – aber dafür 6500€ – das ist nur für die Option des Klappmonitors reichlich übertrieben, zumal die Kamera wieder nicht wirklich schnell ist.
Nikon schien vorne mit den Kameras – aber jetzt zeigen sich die großen Lücken, die D810 ist langsam, die D750 auch, die D610 sowieso; die D7100 ist sehr langsam und dann bleibt nur noch die D4s und die hat dann doch nur 16 MP Auflösung.
Wobei mir auch klar ist, das die Auflösung des Sensors zwischen 16 MP und 24 MP keine Kaufentscheidung beeinflussen darf – die Unterschiede sind zu gering und meist nicht nutzbar. Das sieht bei einer 50 MP Kamera natürlich anders aus, das ist ein relevanter Sprung – aber die schnelle, lichtstarke EOS 1DX gegen eine 5DSR tauschen?

Das führt für meine Motive auch nur zu einem Rückschritt und zusätzlich zurück zu statischen Aufnahmen mit Stativ.
Die Technik der EOS 5DS R steckt auch in meiner EOS 7D2 und wenn ich Ausschnitte brauche, kann ich gleich die 7D2 verwenden. Die EOS 5DS R bringt allenfalls im Weitwinkel- und Porträtbereich Vorteile – sie ist perfekt, wo die 7D2 in Ermangelung angepasster Objektive deutlich schwächelt: 4,0/11-24 mm – 4,0/16-35 mm – 2,8/24-70 mm – 4,0/17 mm – 2,0/35 mm – 1,2/50 mm – 1,2/85 mm
= sind die perfekten Begleiter und vermutlich auch alle hochauflösend und randscharf genug (mit Ausnahme der f:1,2 Objektive, die aber unverkennbare Fotos ermöglichen und einen eigenen Charakter haben).
Auch das 2,8/70-200 mm – das 5,6/100-400 mm – das 4,0/200-560 mm und alle Tele-Festbrennweiten fühlen sich sicher sehr wohl an der neuen EOS 5DS R – aber sie fühlen sich alle noch viel besser freihand an der 7D2 an!

Mancher wird erwarten, diese Kamera als Hauptkamera einzusetzen, 1,3x und 1,6x Vergrößerung hat er ja dann immer dabei. Das ist kein dummer Gedanke, wenn man keine schnellen Motive hat und überwiegend große und normale Bildwinkel braucht. Doch schon für Porträts dürfte sie viel zu hochauflösend sein, ich bin gespannt wie Fotos mit f:1,2 bei 85 mm Brennweite aussehen, ob man die überhaupt einer Frau zeigen kann.
Denn bei aller Detail-/Schärfe-Hysterie die neuerdings herrscht, wird gerne vergessen, dass Fotos gerade erst durch Unschärfen wirken, dass Schärfe auch jeden intimen Blick versauen kann. Ob es bei Tieren notwenig ist, noch mehr Details im Fell oder Gefieder oder auf der Haut zu sehen – noch mehr Fliegen, Wunden und Schmutz – da habe ich ebenfalls Zweifel. Wir bekommen heute Möglichkeiten, die wir noch nie hatten, sie sind besonders reizvoll – aber das ist auch nur eine “Mode” die rasch verglüht.
Fotografen werden die hohe Auflösung nutzen um sich von anderen zu unterscheiden – egal ob das dem Motiv gut tut oder nicht – das sieht man auch bei HDR-Fotos, der Panorama-Fotografie und vielen anderen Foto-Moden.
Und von dem neuen Stativ-Boom – der dann bald losbricht – wird wieder die Zubehör-Industrie profitieren.

Ganz zu schweigen von den viel größeren und schnelleren SD-Karten, auf die dann umgerüstet werden muss, die SSD-Festplatten, die schnelleren Computer und Programme – 50 MP wird mit bis zu 88MP -Dateigröße da einiges in Bewegung halten. Demnächst kommen dann IS III Objektive, weil sonst der IS II gar keine Wirkung mehr zeigt, es wird wieder mehr Metall-Objektive geben, weil Kunststoffe die verlange Haltbarkeit und Präzision nicht immer gewährleisten können.
Mit 50 MP wird sich einiges ändern und alle werden nachziehen – bis dann endlich 100 MP kommen…
Nikon sieht plötzlich wieder alt aus, kaum ein Nikon Weitwinkel-Objektiv kann bisher randscharfe Fotos bei zumindest f:8 und 36 MP liefern, wie soll das erst werden, wenn Sony Nikon einen 50 MP Sensor zur Verfügung stellt? Weder das gerne gelobte 2,8/14-24 mm, noch das 4,0/16-35 mm oder PC-E 24 mm oder eine der Festbrennweiten kann bisher eine völlig zufriedene Bildschärfe bis zum Bildrand liefern.
Canon hat da auch lange Jahre nur unbefriedigende Zooms geliefert, mit 2,8/16-35 mm; 4,0/17-40 mm; 4,0/24-105 mm oder gar die alten Konstruktionen wie 3,5-4,5/20-35 mm; 2,8/20-35 mm; 2,8/17-35 mm werden da zufriedenstellen können. Doch die neueren Berechnungen wie: 4,0/16-35 mm und 2,8/24-70 mm werden sicher liefern. Das wird alles nicht preiswert.
Wenn Olympus jetzt statische Höchstauflösung von 40 MP erlaubt (OM-D E-M5II) werden sicher weitere Anbieter folgen. Das ist jedoch nur eine Lösung für Studiobedingungen ohne Wind und vielleicht für einige Architektur-/Landschafts-Motive.

 

Es wird vermutet, das eine Canon EOS 5DS bei der Bildqualität neue Massstäbe setzen wird – ich denke, das einige Fotografen, bei einigen Motiven  – mit der Kamera sicher neue Massstäbe setzen können – für die allermeisten wird sie aber nur eine weitere “Prestige”-Kamera sein und die vielen Daten werden in belanglosen Fotos untergehen. Es ist aus meiner Sicht keineswegs eine Kamera für alle Motive – sondern im Gegenteil, sie verlangt eine ganz bewusste Auswahl, trotzdem es gerade Mode ist extrem Detailreiche Fotos mit extremem Dynamik-Umfang zu zeigen.

AUTOFOKUS:

Präzise und schnelle Fokussierung sind für mich das A und O – ohne ist jede weitere Diskussion über Auflösungen, Bildschärfe, Sensoren, Kameras, Objektive hinfällig. Wenn mir Menschen erzählen, dass sie mit manuellen Objektiven arbeiten – dann können sie das nur bei völlig unbewegten Motiven und nur abgeblendet tun. Das gibt sicher auch schöne Fotos, aber das ist eben nicht meine Welt, schon mit einem 1,4/50 mm oder erst recht mit einem 1,4/85 mm ist es fast unmöglich ein perfekt scharfes Bild von einem Menschen zu bekommen. Mit AF ist das auch nicht so leicht, aber es gelingen sogar Bildserien, die richtig scharf sind.

Was für die einen ein gelungenes Kamera-Design ist, kommt mir altbacken vor, nicht so schlimm wie die EOS 1DX – aber eben nicht wirklich weiter entwickelt. Der Wipp-Schalter der 7D2 ist nicht zu finden, vom elenden, festen Monitor mal ganz abgesehen. Einen Touch-Screen gibt es aber, mit dem kann man, wie es jüngst ausgerechnet Leica vorgemacht hat, seine benötigten, wichtigsten Informationen arrangieren. Na toll, als wenn das die Kamera besser macht.
Auch der innovative Double-Sensor-AF für Live-View der 7D2 fehlt in der EOS 5DS – sehr unglücklich. Ich bin gespannt ob der Live-View brauchbar ist.

Vergleich der modernsten Kameratechnik: Canon EOS 7D2 – EOS 5DS

Canon EOS 7D2

+ Besserer AF = 65 Kreuzsensoren

+ 10 Bilder pro Sekunde

+ 130 JPEG – 31 RAW in Folge

+ eingebauter Mini-Blitz zum Aufhellen

+ ideal für Tele-Fotografie

+ UHS-I SD Karten Unterstützung & CF Karte

+ Verschluss getestet bis 200.000 Auslösungen

– Faktor 1,6x fest

– kaum sehr gute WW und Normal-Zooms oder Festbrennweiten (10-18 mm – 15-85 mm – 17-55 mm – 24 mm – 60 mm)

 

Canon EOS 5DS

+ 50 MP Auflösung bei vergleichbarem Bildrauschen

+ die besten WW- und Normal-Objektive uneingeschränkt nutzbar (11-24 mm – 16-35 mm – 24-70 mm – 17 mm – 24 mm)

+ Bildausschnitt durch Maske im Sucher – der echte Ausschnitt erfolgt erst in der Bildbearbeitung – oder nicht

+ UHS-I SD Karten Unterstützung & CF Karte

+ Touch screen

+/- vertraute Bedienung

– kein beweglicher Monitor

– 61 Sensoren – 41 Kreuz

– AF Sensoren nicht verteilt bis an die Bildränder

– Auflösungs- und Vergrößerungspotential fast ausschließlich bei Nutzung vom 3Bein-Stativ

– nur 5 Bilder pro Sekunde möglich

– nur 31 JPEG – 14 RAW in Folge

– Verschluss getestet bis 150.000 Auslösungen

– Kippschalter fehlt

– Blitz fehlt

– jede Schwäche wird mit vergrößert

– kaum für den Einsatz von Filtern geeignet

 

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