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Kategorie ‘News-Blitzlicht’

28. August 2013
Pentax-Ricoh Objektive in HD

 

Pentax schön verdoppelt – die gleiche Taktik wie eh und je – das Foto soll suggerieren, dass ein ganzer Haufen neuer Pentax Objektive für die K-Kameras erscheinen, tatsächlich sind es 5 in schwarz und in Silber und alle gab es schon.
Sie wurden nur etwas optimiert, allerdings nicht für Vollformat, sondern nur für das bisherige APS-C.

Pentax HD DA 4/15mm ED AL Limited

Pentax HD DA 3,2/21mm ED AL Limited

Pentax HD DA 2,8/35mm Macro ED AL Limited

Pentax HD DA 2,8/40mm ED AL Limited

Pentax HD DA 2,4/70mm ED AL Limited

 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

 

20. August 2013
Fuji X System – nüchtern & vergleichend betrachtet

Fuji ist einer der größten und bedeutendsten Fotokonzerne der Welt. Fujifilm ist als einer der letzten Traditions-Hersteller mit einem eigenen spiegelfreien System gestartet – zweifellos inspiriert von Leica und doch moderner.

Fuji war immer ein wichtiger Objektiv-Hersteller, der ähnlich wie Olympus und Nikon sehr auf optische Qualität geachtet hat und hier liegt auch der Schwerpunkt des X-Systems – relativ großer Halbformat-Sensor (APS-C) und bestmögliche Objektive dafür. Selbst Zeiss fällt es nicht ganz leicht da bessere Alternativen zu konstruieren. Doch nach den ersten Festbrennweiten, schön verpackt und mit stabiler Sonnenblende angeboten, kommen jetzt die Zooms und die üblichen Plaste-Objektive. Das neue 3,5-5,6/16-50 mm ist ein billiges Objektiv ohne Metallbajonett. Hier gibt Fuji seinen eigenen Anspruch schon nach nur 2 Jahren auf.

Die Fujifilm-System-Kameras der X-Baureihe versuchen eine qualitativ hochwertige Nische auszufüllen. Ihre Bauart ist an die 50iger Jahre Messsucherkameras angelehnt und sie stellen dem Fotografen einen sehr leistungsfähigen Sensor im APS-C-Halbformat zur Verfügung. Bisher sind 3 Kameras erschienen, die sich deutlich durch ihr Sucherkonzept unterscheiden: X-Pro 1 mit Glas und elektronischem Sucher – X-E1 nur mit elektronischem Sucher und X-M1 ganz ohne Sucher.

Sie sind in erster Linie spannend für Street- & People-Fotografie mit lichtstarken Objektiven. Es werden zwar inzwischen 3 Zoom-Objektive angeboten, aber damit lassen sich die Stärken der Kamera nicht wirklich ausreizen, dazu braucht es die lichtstarken Festbrennweiten. Makro-Fotografie und Tele-Fotografie sind bisher nicht die Stärken des Systems.
Fujifilm kann 8 verschiedene Objektive liefern und 3 weitere sind geplant (1.4/23 mm – 1,2/56 mm – 4,0/10-24 mm – 4,5-6,7/50-230 mm).

Fujifilm brachte 2012 die besondere Pro-X1 mit neuartigem Sucher – sie erregte viel Aufsehen und hat ihre Fans gefunden. Mich hat sie wenig begeistert, denn sie ist zu erst einmal sehr langsam und die Farbqualität des Sensors ist sehr gut für Porträts aber weniger gut für alle anderen Motive. Inzwischen ist die Kamera durch regelmäßige Updates schneller geworden und steht nicht mehr so sehr im Schatten von mFT und Nex. Sie ist wie ein leichtes Brikett, schwere Objektive werden damit schnell unhandlich und schon das 55-200 mm Tele lässt sich damit nicht bequem einsetzen. Dazu braucht es des separat erhältlichen Handgriff. Fuji versäumt es hier 4 Kontaktpunkte an den Ecken auf der Frontseite der Kamera anzubringen. Dort könnte man dann verschiedene Griffe und Gurte schnell befestigen. Zum Trost werden teure Griffstücke ohne weitere Funktion für die X-Pro1 und X-E1 Kameras zum Preis von  70€ angeboten.

Die zweite Kamera: X-E1 mit rein elektronischem Sucher ist ein gelungener Kompromiss, mit sehr gutem Sucherbild und etwas kompakter. Doch die Farbqualität des Sensors bleibt gewöhnungsbedürftig, für alle die nicht nur Menschen fotografieren.

Kürzlich ist mit der X-M1 die dritte Fujifilm-Kamera erschienen, sie hat dass, was den beiden anderen fehlt, einen beweglichen Monitor. Leider ist der jedoch nur klappbar und verfügt nicht über ein Gelenk. Und Fuji hat die Kamera für Einsteiger ausgelegt und einfach den Sucher und jede Option darauf, gestrichen. Damit disqualifiziert sich die Kamera aber für Reisen und für weitgehend ambitionierte Fotografie – denn dabei ist man abhängig von einem sehr guten Sucher.

Wenn Sie mit einer Fuji-Digital-Kamera beginnen zu fotografieren, wird eins sehr schnell klar – es sind KEINE Kameras für jedermann. Sie erfordern ein geduldiges, ruhiges Einstellen und vertraut machen. Das X-System ist kein Action-System!
Ich hatte zuerst viele unscharfe, verrissene und falsch fokussierte Fotos, daran änderten auch rasche Firmware-Verbesserungen nichts – die Kameras sind sehr gut, das Problem liegt bei mir. Ich habe sie benutzt wie Panasonic oder Canon Kameras – das kann aber nicht klappen. Der AF sitzt einfach nicht immer und schon gar nicht blitzschnell, AF-Nachführen ist in der Form gar nicht machbar und selbst bewegte Blumen im Wind sind kaum scharf zu bekommen.
Einmal daran gewöhnt und mit ruhiger Arbeitsweise, liefert sie regelmäßig sehr scharfe und farblich oft sehr schöne Fotos mit natürlicher Schärfe, die man im JPEG kaum nach zu bearbeiten braucht. Die Farbgebung kann in Form der Film-Typen angepasst werden, Schwerpunkte sind aber ganz deutlich People- und Reportage-Fotografie.

Fujifilm hat viele Innovationsschritte der Autofokus-Entwicklung nicht mit gemacht, er ist trotz mehrmaliger Nachbesserung (Bitte immer die aktuelle Software herunter laden!) noch fühlbar weit entfernt von den microFourthirds-, Sony- und Nikon- Systemkameras.

Schnelligkeit steht insgesamt bisher generell nicht in den Entwicklungsbüchern von den Fujifilm-Ingenieuren. Langsamkeit bezeichnet alle Funktionen der Kameras erheblich besser. Die Kameras brauchen länger zum Einschalten, lange um aus dem Standby aufzuwachen, speichern nicht so schnell ab und haben eine lange Auslöseverzögerung.

Das finde ich sehr bedauerlich. Ich erwarte mir von einem innovativen System einiges mehr. Schwächen beim Autofokus kann ich für meine Fotografie gar nicht gebrauchen und voll bewegliche Monitore sollten Standart sein. Insgesamt wirken die Kameras zwar angenehm leicht, aber dennoch verspielt altmodisch, manuelle Fokussierung, Blende und Belichtungskorrektur sind zu leichtgängig und lassen sich nicht so angenehm einstellen. Weder das Rad für den Belichtungs-Modus noch das Menü-Rad sind gegen unabsichtliches Verdrehen gesichert.  Also noch kann mich Fujifilm so nicht begeistern und ist auch nicht auf Augenhöhe mit microFourthirds. Beim jetzigen Stand ist die Sensorleistung zwar einen Hauch besser als die von Sony und bei höchsten Empfindlichkeiten auch mFT etwas überlegen, aber das Potential vom Halbformat sehe ich hier nicht ausgeschöpft. Es sollte ein 24 MP Sensor mit noch geringerem Bildrauschen möglich sein. Ich hoffe das ändert sich dann 2014 wenn eine X-Pro2 und X-E2 erscheinen – aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Die Bildstabilisierung ist bisher nur in 3 Zoom-Objektiven realisiert, sie arbeitet gut, aber nicht so effektiv wie andere Systeme.

Doch wer mit 14 mm und 35 mm unterwegs sein mag, bekommt ein leichtes, kompaktes und relativ leises System mit dem sich auch Reportage-Situationen gut einfangen lassen.

Wenn Sie mit einer Kamera im 35iger Bereich arbeiten wollen, gibt es noch eine reizvolle Alternative: Die Fujifilm X100s, die Nachfolgerin der X100 ist deutlich überarbeitet und etwas schneller. Sie hat den Hybrid-Sucher der X-Pro 1 und auch den besonderen 16 MP APS-C Sensor und das hochwertige 2,0/23 mm Objektiv ist sehr kompakt und fest mit der Kamera verbunden. Die X100s ist mit 430g incl. Objektiv eine sehr leichte und handliche Alternative für allerdings sehr happige 1200€.
Sie ist für 300€ sogar erweiterbar auf 2,0/18 mm (28 mm KB).

Kaufempehlung Fujifilm X-System:

X-E1
2,8/14 mm
1,4/35 mm
(2,8-4,0/18-55 mm)
2,8/8 mm Fisheye Samyang

LICHT:
+ 1,5x Sensor – hohe Qualität+ geringes Bildrauschen
+ kaum Preisverfall
+ wertige Anmutung
+ teilweise hohe Objektivqualität
+ kompakte und leichte Objektive

Schatten:
– Farbwiedergabe nicht optimal für alle Motive
– sehr gemütlicher AF
– nicht immer präziser AF
– sehr langsamer Verfolgungs-AF
– Auslösergeräusch nicht wirklich leise und gewöhnungsbedürftig
– schwache Filmfunktionen
– kein richtiger Handgriff
– old fashioned, Drehräder ohne Verriegelung
– Mitzieheffect im Sucher
– kein beweglicher Monitor
– nur wenige Objektive bildstabilisiert
– kein Super-Zoom-Objektiv
– Tele-Zoom-Objektiv nur bis 130 mm sehr scharf & kaum für bewegte Motive brauchbar
– Kameraeinstellungen verstellen sich leicht ungewollt

VERGLEICH:

Viele Fotofans denken heute, die Größe des Bildsensors macht die Bildqualität aus. Wer bisher mit einer microFourthirds-Kamera oder gar mit einer Digicam fotografiert hat, vermutet nach den ersten Fotos mit einer Fujifilm oder Sony Nex dass die Fotos besser, schärfer, hochauflösender, rauschärmer und letztlich schöner werden.
Das passiert aber in den allermeisten Fällen nicht. Erst wenn man sich ganz auf ein System eingefuchst hat und die Komponenten: Kamera – Kamera-Einstellungen – Objektiv – Blende und Bildnachbearbeitung in Harmonie zum Motiv und dem Licht gebracht hat – werden die Fotos wirklich besser.
Und dabei ist kein schnell sichtbarer Sprung zwischen microFourthirds und APS-C Halbformatsensoren und nicht einmal zwischen mFT und Vollformat oder APS-C und Vollformat erkennbar.
Die Sensoren sind heute bis hinunter in die Digicam-Formate so gut und lösen praktisch alle mindestens 16MP auf – dass sichtbare Verbesserungen erst mit der eigenen, persönlichen  “Nachbelichtung und Kalibrierung” zu sehen sind.
Es genügt einfach nicht eine Fuji X-Pro1 oder eine Canon Eos 5D3 oder Nikon D800 zu kaufen – bei weitem nicht.

Rein aus technischer Sicht betrachtet, wird schnell klar, dass Fuji einige Innovationen anbietet und den Sensor selbst entwickelt hat und sich bei den Objektiven viel Mühe gibt, doch der ganze Rest der Technik wird anscheinend zugekauft und ist veraltet. Fuji ist da so wie früher Skoda und heute Dacia, in einer aufpolierten Hülle wird letztlich alte Technik zum neuen Preis teuer verkauft.

Mit einer neuen Kamera verknüpft man ja immer insgesamt, das die Fotos aussagekräftiger, schöner, beeindruckender werden, schon für einen selbst und erst recht für andere. So habe ich mich intensiv mit den erst seit kurzem erhältlichen Fujifilm X-Kameras und allen Objektiven auseinander gesetzt. Jetzt bin ich leider wieder nüchtern und meine Fotos nicht wirklich besser, als die, wie ich sie seit Jahren mit mFT machen – eher viel mehr unscharfe und nicht im richtigen Moment ausgelöste Fotos. Fiese beiden Umstände liegen aus meienr Sicht mehr an den kameras als an mir. Sicher braucht es eine ganze Weile, bis man sich auf ein neues System eingelassen hat, die habe ich auch zuletzt bei Sony Nex, Nikon 1 und bei Olympus mFT gebraucht – nur Canon und Nikon DSLR-Systeme sind in Fleisch und Blut übergegangen. Doch nach einigen Monaten zieht man dann nüchtern Bilanz – und die fällt bei mir sehr eindeutig aus – gegen mFT ist noch nichts anderes wirklich konkurrenzfähig – bei weitem nicht. Der Vorsprung von Panasonic und Olympus beträgt Jahre. Und nur bei Canon habe ich ein bisschen Hoffnung, dass sie jetzt schnell mit der EOS M aufholen – Sony wird es auf Jahre nicht schaffen hochwertige Objektive für die wichtigsten Brennweiten zu bringen, Samsung ebenfalls nicht, Pentax hat sich verrannt und Nikon weiß noch nicht wohin es mit der 1 gehen soll. Bei Nikon 1 ist auffällig,. dass jetzt mit lichtstarken und schweineteuren Objektiven gegengesteuert werden soll – doch lichtstarke Objektive machen aufgrund des kleinen Sensors allenfalls für kurze Belichtungszeiten begrenzt Sinn, die Schärfentiefe bleibt gewaltig groß – das 1,2/32 mm Porträt-Tele entspricht einem 3,2/86 mm – mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen. Die Limits der Kreativität des 1 Zoll kleinen Sensors sind überdeutlich. Nur Menschen mit unverschämt viel Geld und wenig Erfahrung mit den Gesetzmäßigkeiten der Fotografie, werden sich zusätzlich das Nikon 1 System für gut 1300€ in die Fototasche packen. Ich bleibe dabei microFourthirds ist perfekt an den Limits entwickelt, noch kleinere Sensoren bieten zu wenig kreatives Potential – bzw. allenfalls mit späteren Software-Tricks. Das ist für mich aber dann kein “Malen mit Licht” mehr und nicht mehr meine Fotografie, wo ich mich Life im Leben mit dem Motiv auseinandersetze und es bestmöglich in der Kamera gestalte und  bewahre. Und größere Sensoren wie APS-C haben kleine Vorteile und gewichtige Nachteile und Vollformat-Kleinbild bleibt ein schwerer Kompromiss und der Weg zur größten Vielfalt und höchsten theoretischen Qualität.

OBJEKTIVE:

Die Fujifilm Festbrennweiten zeichnen sehr gut und bei großen Blenden auch sehr schön, dass kann man heute nur noch von wenigen neuen Objektiven so spontan behaupten.
Die Fujifilm Zooms wollen besser sein, aber nur Verarbeitung und Lichtstärke sind etwas besser – letztlich ist es schwer die erfahrene Konkurrenz: Olympus, Panasonic, Leica, Zeiss zu schlagen.
Das Fujifilm 2,8-4,0/18-55 mm Zoom ist gut doppelt so lichtstark wie die meisten anderen KIT-Zooms und dank Metallfassung auch besser verarbeitet. Nur optisch kann es sich schon bei Offenblende kaum wirklich sichtbar absetzen.
Das Fujifilm 3,5-4,8/55-200 mm OIS (11,8cm lang – 590g schwer – 1:5,6) z.B. das Panasonic 4,5-5,6/45-175 mm (9,0cm lang – 210g schwer – 1:2,5) Offenblende nicht schlagen. Das Fujifilm Telezoom ist erheblich schwerer und größer und verfügt über einen etwas schlechteren Abbildungsmaßstab, wird erheblich länger, hat keinen Motorzoom und kostet das doppelte.
Allerdings ist es dem Sony Nex 4,5-6,3/55-210 mm und dem Samsung 4,0-5,6/50-200 mm sichtbar überlegen.

Nikon müht sich schwer mit seinem 4,5-5,6/30-110 mm Tele den Anschluß zu finden und scheitert an dem kleinen Sensor: Ich unterschätze Nikon hier nicht, doch bis der kleine 1 Zoll Sensor mit Faktor 2,7x mit den Ergebnissen bis 800 ISO von mFT und APS-C gleichziehen kann wird noch viel verbessert werden müssen. Von dem noch kleineren Pentax-Sensor in der Q ganz zu schweigen. Und Leica scheidet auch aus, denn dort ist an einer M immer noch keine Tele-Fotografie mit Autofokus möglich.

WENN FUJI-SYSTEM-KAMERA – dann Festbrennweiten wie 14 mm; 23 mm; 35 mm oder 60 mm!

Fujifilm hat gerade seine Preise gesenkt, die X-E1 kostet ab jetzt mit 2,8-4,0/18-55 mm OIS: 1100€ – Die X-Pro1 kostet jetzt 1100€ (ohne Objektiv).

 

DIESER Bericht ist kontrovers diskutiert worden und wird von allen Fuji-Fotografen wenig geschätzt, es ist schon fast wie bei Leica-Sammlern – da wird in Unkenntnis anderer Kameratechnik eine Marke gelobt.
Mein Freund und Kollege Andreas Klotz ist jetzt seit einem halben jahr mit deiner Fujifilm X-E1 unterwegs und kam gerade aus dem USA-Urlaub zurück. Er hatte seine hochwertige Nikon-Ausrüstung (D7100 & D3x) mit den Objektiven absichtlich mal zuhause gelassen.
Er betreibt keine extrem schnelle Fotografie – so wie ich und genießt seine Aufnahmen in RAW für seine zahlreichen Buchproduktionen.
Hier kurz seine Eindrücke:
Anbei das Fuji-Tele-Objektiv ohne jegliche Gebrauchsspuren oder Schlimmeres heil zurück.
Das hat auch damit zu tun, dass ich es nur ganz selten überhaupt benutzt habe – denn der Umgang damit, das Handling, hat mir gar nicht gefallen. Hauptsächlich weil es zu langsam ist und an der Kamera viel zu wenig ausbalanciert.
Ganz bewusst hatte ich ja auf dieser Reise nur die Fuji dabei – ich wollte mich intensiv mit der Kamera, mit dem ganzen “Systemkamera-Umgang” vertraut machen und echte eigene Erfahrungen sammeln.

Mein Resümee:
es war schrecklich, ich vermisste meine DSLRs bei jeder Gelegenheit – ich bin “geheilt” für die nächsten Jahre – am liebsten würde ich die Fuji sofort wieder verkaufen.
Hier ein paar meiner Kritikpunkte auf die Schnelle:

AF i.d.R. viel zu langsam (trotz neuer Firmware) – und oftmals hat er auch gar nicht funktioniert – also ins Leere fokussiert bzw. rote Anzeige und dann entweder unscharfes Bild (bei C) oder gar keins (bei S)

Auslöseverzögerung zu lang, Auslöser zu “unsanft”

Augensensor bei Sonnenbrille nicht gut angesprungen, also kein Sucherbild, ständiges hin und her …

Akku viel zu schnell leer – zwei Mal habe ich mich deswegen total geärgert, obwohl ich den zweite Akku dabei hatte – aber von der ersten Vorwarnung in der Kamera zu “Nichts geht mehr” einfach keine Reserven

Ständig hat sich irgendwas verstellt – das Ding liegt einfach nicht in meiner Hand – ich kam auf diverse Tasten und hatte plötzlich Menüanzeigen im Sucher und was weiß ich noch alles – beim Wegpacken verdrehte sich die AF-Betriebsart usw. –
und vor allem das +/- Rädchen dauernd.

Der Objektivdeckel hält nicht gut bzw. lässt sich nicht gut anbringen,
Die Sonnenblende verdreht sich und ist ebenfalls nur “wackelig” drauf zu kriegen.

Ach ja … ich bin ja selber schuld !!!

Du merkst schon – die Fuji und ich passen nicht zusammen.

Die USA-Tour war ansonsten sehr schön und erholsam. Vor allem auch weil ich mal sehr wenig fotografiert habe (Ironie …)

Andreas Klotz www.mondberge.de

 

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht

 

10. August 2013
Olympus E-P5 oder Pen 5 – mFT wird erwachsen

Neue Olympus Pen 5

Nach einem Jahr ist die OM-D nun auch nicht mehr Klassenbeste bei Olympus – vieles wurde für die neue Pen 5 verbessert und das Konzept mit separatem Sucher, aber integriertem Blitz beibehalten. Preis-Wert ist die Pen 5 mit rund 1000€ ohne Objektiv und ohne Sucher ganz sicher nicht. Da der Sucher nur optional für rund 300€ (!) zu haben ist, erscheint die teure OM-D für 1100 € gleich wie ein Schnäppchen.

Aber es gibt außer der für mich wenig ansprechenden – altmodischen Retro-UnForm auch einiges Positives zu beichten:

– 1/8000 Verschlußzeit

– 1/320 Sekunde Blitzsynchronzeit (schneller als alle DSLRs)

– Fokus-Peaking – Scharfstellhilfe mit Kontrastkanten.

– 100-25.800 ISO (aber immer noch nicht 50 & 25 ISO oder Graufilter zuschaltbar)

– 5 Bilder pro Sekunde mit AF-Nachführung

– 9 Bilder pro Sekunde ohne Autofokus

– Klappmonitor

– zwei separate Einstellräder

– eingebauter Blitz

– 420 g leicht

Olympus weiß was Fotografen lieben – einen tollen Sucher!

 

In der Praxis hatte ich so meine liebe Mühe mit einigen Funktionen – wer nur ab und zu fotografiert, wird sie aber sicher lieben.

Alle Fotografen die Olympus näher stehen hatten mit einer Pen Pro Version gerechnet, also eine kompakte, spiegelfreie Pen mit eingebautem Sucher, Abdichtungen, beweglichem Monitor, der Option auf einen Batteriegriff und einen noch besseren Sensor – alle diese Wünsche hat Olympus erhört  Doch die E-M5 ist zumindest für die bisherigen FourThirds-Nutzer noch nicht das Ziel, denn ihr fehlt noch die Kraft FT und mFT harmonisch zusammen zu führen – der neue Adapter MMF-3 – bringt zwar Abdichtungen und Regensicherheit, aber er stellt noch immer keinen schnellen, sicheren AF mit allen FT-Zuikos-Objektiven sicher. Die SWD-Ultraschall-Objektive arbeiten immer noch unbefriedigend.

Wenn es dann doch noch gelingt, gäbe es für microFourThirds 60 verfügbare Objektive vom 3,5/7,5 Fisheye bis zum 2,8/300 mm bzw. 5,6/600 mm Supertele. Sehr leichte und kleine Objektive und sehr robuste, abgedichtete professionelle Objektive – dann könnte man fast sagen,

 

Alles Metall: Magnesium-Legierung und volle Abdichtung!

Mit der Bildstabilisierung in der Kamera eröffnet Olympus neue Welten, auch für alte Objektive und da die Wirksamkeit mindestens genauso gut ist wie Objektiv-Bildstabilisierung setzt sich Olympus technisch an die Spitzenposition.
OLYMPUS fährt jetzt schon drei Kamera-Serien für Wechselobjektive:
1. FourThirds, aber die E-5 ist alleine nicht in der Lage das System aufrecht zu erhalten
2. Pen – kleine leichte unkomplizierte Bekleiter für alle mFT Objektive
3. Olympus OM-D – Kameras für ambitioniertere Fotografen, die ein System bevorzugen und beste technische Lösungen suchen.

Etwas Ernüchterung im SUCHER?
Hat Olympus die Dunkelpausen im Griff?
Sind die Infos genausogut ablesbar wie in der OM-D?
Ist der Sucher uneingeschränkt brillenträgertauglich?
Ist er so toll wie der Panasonic Sucher?
SERIENbilder:
Wann erklärt mal endlich jemand den Computer-Futzies, die heute Kameras programmieren – dass Kameras mit schnellen Serienbildern ohne Autofokus-Nachführung in den allermeisten Fällen unbrauchbar und sinnlos sind?
Die meisten Motive, die man in Serie festhalten möchte bewegen sich und zeigen eine Veränderung – also braucht man AF.
Die AF-Nachführung funktioniert nur im Low-Serienbildmodus bis 5 Bilder/pro Sekunde mit deutlicher Dunkelpause – was für ein Mist! Die Unterbrechung findet auf Monitor genauso statt wie im Sucher. Also da packe ich dann im Telebereich und bei bewegten Motiven weiterhin meine Eos aus, da ist die Dunkelpause im Sucher wenigstens so kurz, dass sie nur wenig stört. Doch wer keine Action fotografiert wird sich daran nicht stören und den bisher besten elektronischen Sucher genießen können.

GEWICHTE:

Pen 3 = 390g (mit Accu und Karte)

Pen 5 = 420g

OM-D = 650g (mit Accu und Karte) mit Hochformat-Griff

OM-D = 530g (mit Accu und Karte) mit Griff

OM-D = 430g (mit Accu und Karte) ohne Griff

 

Olympus hatte ja bisher immer schon starken Wettbewerb mit Panasonic – konnte sich aber mit interner Bildstabilisierung einen eigenen Weg bewahren. Panasonic hingegen mit der besseren Filmtechnik und dem voll beweglichem Monitor hat diesen Unterschied jetzt auch glatt gebügelt, die neue GX7 verfügt ebenfalls über ein Sensor-Bildstabilisierungs-System. Es schafft 2-3 Stufen und Olympus gibt an 4-5 Stufen zu schaffen. In der Praxis sind die Unterschiede nicht so leicht dingfest zu machen.

LICHT – Sehr gelungen:

– abnehmbarer, hochauflösender Sucher, beweglich
– 16 MP Sensor mit hoher Schärfe (beste bei Olympus bisher)
– nur 44 Millisekunden Auslöseverzögerung auf Profiniveau
– Empfindlichkeit bis 6400 rauscharm – ISO 25.600 nutzbar
– sehr leise und sehr angenehmes Auslösegeräusch
–  großer Klapp-OLED-Monitor mit Touch-Screen
– automatische Sucherumschaltung auf Monitor und zurück
– Sucherbild und  hohe 2,3 MB Auflösung
– Technische Daten unter dem Sucherbild einblendbar und sogar blau unterlegt (OM)
– klassische Bedienung mit Drehrädern und Tasten
– Metall-Gehäuse aus Magnesium-Legierung

– schneller Single-Autofokus
–  5 Bilder/Sekunde mit AF möglich bei unbewegten Motiven
– separates Speicherkarten-Fach
– sehr passgenau verarbeitet

– 5 achsiger Bildstabilisator
– Accu mit guter Kapazität und nur auf eine Art einzulegen
– erhöhter Dynamikumfang 11 Stufen
– neue ART-Filter und Kombinationen möglich (Bracketing)
– MOV-Videoformat für PC Bearbeitung – 29 Min Aufnahmedauer
– Mini-Blitz FL-LM2 nur mitgeliefert

 

SCHATTEN – Was fehlt noch zur Action-Kamera?

– weniger griffig
– kein Accu-Griff vorgesehen
– keine Abdichtung gegen Regen und Staub

– hohe Abnutzung des Gehäuses, der Beschriftung möglich
– Dunkelpausen bei Serienbildern
– kein elektronischer Verschluß
– kein schneller AF mit AF-Verfolgung
– AF-Tracking steckt noch in den Kinderschuhen
– nur 17 JPEG-Bilder in Folge
– nur 15 RAW-Bilder in Folge
nur 13 RAW + JPEG LF Bilder in Folge
– Bedienung etwas fummelig
– kein schneller Zugriff auf AFC möglich
– Bildstabi noch nicht ausgereift, macht Rauschgeräusch
– keine CA Korrektur

– im Serienbetrieb ist Einzelbildauslösung schwierig
– keine gute Einsatzfähigkeit der Zuiko SWD-Objektive mit schnellem AF
– schon wieder neuer Accu BLN-1
– kein versenktes oder verdrehgesichertes Menü-Rad
– beweglicher Monitor bei Hochformat nicht nutzbar
– Empfindlichkeit nur ab ISO 100 – gebraucht wird ISO 50!
– primitive, störende Gurt-Befestigung
– kein Joy-Stick für AF-Felder
– schwache Gestaltung des Oberdecks
– ISO nur in 1/3 oder Ganzen Stufen!
– nur +/- 3 Stufen Belichtungskorrektur
– Accu-Kapazität eher gering – 400-500 Auslösungen möglich – je nach Motiven u ISO auch 600
– schnell verschließene Zoom-Objektive im Angebot

Wenn ich Chefkonstrukteur bei Olympus wäre:

– wären 25 – 50 – ISO EINSTELLBAR
– hätte der Monitor ein seitliches Gelenk
– hätte der Sucher niemals Dunkelpausen
– könnte die Kamera mindestens immer 25 Bilder hintereinander belichten
– würde ich jetzt keine Kamera mehr vorstellen, bis sie schnellen SWD-AF MIT VORHANDENEN OBJEKTIVEN BEHERRSCHT
– hätte ich die tolle Idee der ersten Pen übernommen und das Mode-Rad wäre versenkt
– es gäbe die Kamera wahlweise mit echtem Lederbezug und vielen verschiedenen Bezügen
– ich hätte die Gurtaufhängung der Pentax LX verwendet
– ich würde fieberhaft an einer elektronischen Verschlußlösung arbeiten
– +/- 5 EV Belichtungskorrektur wären möglich

Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben – ab jetzt ist hier die Bestellung bei mir möglich:

(Deutsche Ware, original Olympus-Garantie!)
Das Gehäuse kostet 1000€
mit 14-42 mm Objektiv = 1100€
mit Sucher = 1300€
mit 1,8/17 mm = 1450€



 

Dieses aktuelle Olympus-mFT-Objektiv-Foto täuscht leider etwas über die tatsächliche Auswahl hinweg. Denn es werden jeweils das silberne und das schwarze Objektiv abgebildet und dazu noch die eher billig wirkenden Adapter.
Letztlich kann ich jetzt nur noch folgende Objektive zum Kauf empfehlen:
2,0/12 mm – 1,8/17 mm – 1,8/45 mm – 1,8/75 mm – 2,8/60 mm Macro & 4,5-5,6/9-18- mm & 4,5-6,3/12-60 mm – alle anderen Brennweiten würde ich mit mFT Objektiven von Panasonic und Voigtländer abdecken.

 

Endlich drei mFT Pen-Objektive in SCHWARZ:

1,8/75 mm = 1,8/150 mm (entspricht: 3,6/150 mm KB)

Klingt verlockend, in solider Bauweise und trotzdem Kompakt – das schafft ganz neue Anreize.

1,8/17 mm  = 1,8/35 mm  (entspricht: 3,6/35 mm KB)

sicher spannend, aber ich wünsche mir doch dringender ein 2,0/45 mm oder das sagenhafte 2,0/50 mm in moderner Bauweise, kompakt und schnell!

1,8/45 mm = 1,8/90 mm (entspricht: 3,6/90 mm KB)

 

 

 

 

 

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