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30. Juni 2026
Natur- & Tier- Fotografie heute

Seeschwalben, Austernfischer & Robben
Die Natur ist viel brutaler als wir in unseren Bunkern wahr haben wollen.

Die Robbenbestände haben sich gut erholt die letzten Jahre. Aber gleichzeitig haben wir dieses Jahr das größte, schlimmste Vogelsterben. An den Brutplätzen ist teilweise fast die Jungvogelschar verendet und auch die Hälfte der Adulten. Ich konnte im Juni einiges mit der Nikon Z9 und 800 mm  dokumentieren – Achtung nichts für schwache Nerven:

Mir scheint, Vögel sind unbewußt ein besonders brutales Völkchen. Denn wie lange da Fische an der Luft, in der Sonne nach Luft schnappen müssen, bevor sie lebendig in einen Schlund kommen, oder die Maus und der Frosch, die aufgespießt noch lange Leben, bis sie den Kampf dann in einem Hals beenden. Also wenn Menschen dagegen über brutal, spielende Katzen herziehen, dann übersehen sie das Verwalten der Vögel wohl völlig. Auch die schönen Seeschwalben haben den kleinen Fisch oft endlos lange zappelnd im Schnabel, bis sie ihn verschlingen oder einem Jungen übergeben.

Hier sieht man gut, wie wichtig ein Zoom ist, kaum schlagen die Vögel die Flügel hoch, passt nichts mehr ins 2:3 Rechteck, man ist mit 600-800 mm einfach zu nah dran.Dann ist ein 100-500 mm Gold wert, wenn man schnell genug reagiert und der AF auch weiterhin ein Auge findet. Kehrt etwas Ruhe ins Motiv und ich will gerne die Strukturen heraus arbeiten, brauche ich wieder 800 mm.

Licht und Motive wechseln sehr schnell, alles jenseits von Blende f:5.6 scheint vergeblich, aber auch f:6.3 reicht noch und selbst f:7.1 passt auch noch oft. Hingegen wären f:2.8 und f:4.0 schon wegen der geringen Schärfentiefe problematisch und zwingen einen sowieso dazu Richtung f:8 zu schließen. Aber aus weiter Entfernung hat man kurze Zeiten zur Verfügung und kann f:2.8 zum wunderbaren herauslösen nutzen. Nur dann hat man knapp 4 Kilo im Arm, braucht bald zumindest ein Einbein-Stativ und ist längst nicht mehr so flexibel im Verfolgen der Bewegung. Dann bewährt sich jedes Zoom , das mit Kamera nur rund 2 bis 2,5 Kilo wiegt. Also, das eine perfekte Objektiv kann es nie geben.

 

Wessi aus Berlin…
Ich bin ein Wessi, der zu lange mit Mauer in Berlin gelebt hat – 30 Jahre und ich habe mir einige Städte im Osten angesehen,
Stralsund, Potsdam und Leipzig sind ganz ok. Dresden ist nicht meine Welt, Ost-Berlin auch nicht wirklich, viel zu leer, zu weitläufig zu propagandamäßig missbraucht.
Rügen, Zingst, Darf und Elbsandstein-Gebirge sind dufte – keine Frage. Die Mecklenburgische Seenplatte ist spannend, aber da wohnen mir viel zu viel fehldenkende Menschen, die immer argwöhnisch bleiben.

Natur-Fotografie bietet unfassbar viele unterschiedliche Motive, bei immer anderen Lichtverhältnissen.

Sie beinhaltet die reine Landschafts-Fotografie, die Tier-Fotografie und die Nah- sowie Macro-Fotografie.
Diese Vielfalt macht es schwierig, eine Ausrüstung, bestimmte Objektive und eine Technik zu empfehlen. Es ist wichtig zwischen Nah- und Fern-Fotografie zu unterscheiden. Zwischen einer Ausrüstung für die Reise-Fotografie und der für ganz gezielte Motive. Nach der Umwälzung des Fotomarktes durch den Autofokus und die digitale Fotografie ist heute der Bildstabilisator vor allem in den Tele-Objektiven beinahe nicht mehr aus der Natur-Fotografie weg zu denken. Nach mehr als 29 Jahren mit allen Systemen in der Natur- und Tier-Fotografie sind für mich vier Systeme entscheidend und haben sich durch ihre Qualität, Schnelligkeit, Witterungsschutz und Langlebigkeit ausgezeichnet:

Canon Eos
Nikon
Fujifilm
Panasonic – Olympus MicroFourThirds

Bei den Systemen von Leica, Pentax, Sony und Sigma werden nur eingeschränkt geeignete Objektive angeboten und sie erfüllen die hohen Forderungen für mich bisher nicht in den wichtigsten Punkten!
Robustheit, Dichtigkeit, Verlässlichkeit, Bedienung, Akku-Versorgung, Objektiv-System

Was braucht ein Natur-Fotograf heute in seinem Rucksack?

– Zwei robuste Kameragehäuse
(bevorzugt eins Vollformat und eins mit kleinerem Sensor)

– Ein stabiles Stativ (bevorzugt Carbon)

– ein hochauflösendes Weitwinkel-Objektiv für die Landschafts-Fotografie (bevorzugt Canon EF 4,0/16-35 mm L IS, Zeiss Distagon 2,8/21 mm, Fujifilm 4.0/10-24 mm) oder gleich die Mittelformat Fujifilm GFX mit 4,0/25 mm

– ein hochauflösendes, lichtstarkes Macro-Objektiv (bevorzugt Canon 2,8/100 mm L IS; Nikon 2,8/105 mm VR; Olympus 2,8/60 mm Macro)

– ein leichtes, lichtstarkes Reportage-Tele-Zoom-Objektiv 2,8/70-200 mm (bevorzugt: Nikon 2,8/70-200 mm FL VR oder Panasonic 2.8/35-100 mm)

– ein langbrennweitiges Teleobjektiv
(bevorzugt 2,8/300 mm L IS II; 4,0/500 mm VR Nikon)

– Idealerweise auch ein starkes Tele-Zoom-Objektiv
(bevorzugt: Sigma 5,0-6,3/150-600 mm; 4.5-5.6/100-400 mm Fujifilm, 4.0-6.3/100-400 mm Leica Panasonic mFT)

Zusätzlich sind je nach Arbeitsweise natürlich noch andere Objektive wichtig:

Ein Tele-Macro-Objektiv, ein leichtes Tele-Objektiv und ein leichtes Superzoom für täglich (bevorzugt: Sigma 2,8/150 mm Macro; Nikon 4.0/300 mm VR PF, Canon 4,0/400 mm DO IS II; Olympus 4.0/24-100 mm mFT)

Viel Übung und viel Erfahrung mit den Motiven ist unerlässlich. Die Weißheit von Fritz Pölking, dass ein Natur-Fotograf mindestens 15 Jahre intensive Foto-Erfahrung auf dem Gebiet der Natur-Fotografie braucht, um dauerhaft herausragende Fotos zu belichten – stimmt auch heute noch – selbst in unserer rasanten Zeit!

Wichtigstes Zubehör für die Natur-Fotografie ist neben der Kenntnis vom Motiv und Licht, der Kamera und geeigneten Objektiven, oft auch ein Stativ. Es präzisiert nachhaltig die Bildaussage und sorgt auch beim Fotografen für die nötige Ruhe. Außerdem ist bei längeren Tierbeobachtungen ein Freihand-Einsatz ermüdend.

Stative…
Nur ein stabiles Stativ verhilft oft zu bester Schärfe und perfekter Bildgestaltung. Grundsätzlich ist das richtig, aber ein stabiles Stativ alleine vermeidet nur Verwacklungsunschärfe. Die viel schlimmere Vibrationsunschärfe, die durch Spiegel und Verschluss in der Kamera entsteht, wird meist durch einen ungeeigneten Kopf noch verstärkt. Am sichersten ist es, gar keinen Kopf oder nur eine Kalotte und ein Stativ ohne Mittelsäule zu verwenden. Die Spiegelvorauslösung und die Verwendung des Selbstauslösers oder Fernauslösers führt am ehesten zu vibrationsfreien Fotos. Auch dabei sollte der Fotograf seine Kamera fest in der Hand halten, wie sonst auch. In vielen professionellen Kameras kann der Spiegel mit der Spiegelvorauslösung glücklicherweise vor der Aufnahme aus dem Strahlengang geschwenkt werden. Dadurch verursacht er dann keine Erschütterungen mehr, was besonders in der Nahfotografie und bei kritischen Zeiten von 1/30 bis 1/8 Sekunde Belichtungszeit wichtig ist.

Bildstabilisierung
Ist heute der Schlüssel zur modernen Tele-Fotografie. Waren früher schon Aufnahmen mit 300 mm ohne Stativ nur bei sonnigem Himmel machbar, sind heute selbst Aufnahmen mit 600 mm bei schlechteren Lichtverhältnissen realisierbar. Bildstabilisierung beschreibt heute einen optischen und mechanischen Ausgleich der Bildunschärfe, die durch längere die Verwacklung der Kamera bei Belichtungszeiten ab 1/60 Sekunde aus freier Hand deutlich sichtbar wird. Ab dieser Belichtungszeit neigt jeder Mensch, je nach verwendeter Brennweite dazu, eine Kamera nicht mehr ruhig genug zu halten. Selbst Stative, je nach Untergrund und Verbindung mit der Kamera – können ab 1/30 Sekunde manchmal keine verwackelten Bilder verhindern.

Um diese häufige Fehlerquelle der Fotografie zu minimieren wurde die Bildstabilisierung erfunden. Sie stellt eine Art Gegenbewegung zum Zittern durch den Fotografen, den Untergrund oder das Objektiv dar. Und im Idealfall führen beide Bewegungen zu einem ruhigen und knackscharfen Bildergebnis. Die Bildstabilisierungs-Technik ist mit den Bezeichnungen IS, VR, OS, Mega OIS, SteadyShot, VC und SR an Objektiven und Kameras gekennzeichnet. Sogar die zwei lichtstärksten Tele-Objektive: 2,0/200 mm und auch das Canon 5,6/800 mm Super-Tele-Objektiv werden heute, trotz höchster Lichtstärke und hohem Eigengewicht, bildstabilisiert angeboten. Sie wären sonst kaum freihändig einsetzbar.

Ganze Systeme setzen heute auf die Bildstabilisierung, Minolta machte in den Kameras den Anfang und heute werden in Sony-, Olympus-, Panasonic- und Pentax- Kameras praktisch alle Objektive wirksam stabilisiert. Das zeigt deutlich die Bedeutung der Funktion. Auch im Weitwinkelbereich ist der Stabilisator nützlich, wenn der Fotograf auf Blitzlicht verzichten möchte oder nur mit einem Aufhellblitz die Lichtstimmung unterstützen möchte

Inzwischen sind System-Kameras ohne diese Technik kaum noch denkbar. Sony hat Kamera-Modelle mit verbessertem „SuperSteadyShot“ und hat zusätzlich eine Lösung für große „vollformatige“ Sensoren entwickelt. Olympus hat in den OM-D Modellen 5-Achsen Bildstabilisatoren. Bis auf die Objektiv-Hersteller Tokina und Zeiss, bieten inzwischen praktisch alle bedeutenden Hersteller bildstabilisierte Lösungen für Fotos aus freier Hand und sogar für die Arbeit mit Stativen mit Verwacklungsreduzierung an. Die Beherrschung von Brennweiten wie 300 und 400 mm für Aufnahmen aus freier Hand sind heute dank der Bildstabilisierung oft kein Problem mehr. Selbst bei starkem Wind oder unruhigem Untergrund, oder beweglichen Fahrzeugen hilft der Bildstabilisator entscheidend.

Canon, Nikon und Panasonic/Leica haben mit ihren bildstabilisierten Objektiven nun scheinbar das Nachsehen. Canon und Nikon betonen unisono, das der Stabilisator im Objektiv entscheidende Vorteile bringt:

– besserer Wirkungsgrad im Tele- und Macro-Bereich
– spezielle Anpassung an ein bestimmtes Objektiv
– stabilisiertes und ruhiges Sucherbild

Die Stabilisierungs-Einheit IS im Objektiv kostet letztlich 50-200 Euro und es werden mit steigender Auflösung immer bessere Stabilisatoren gebraucht. Mit dem Stabilisator in der Kamera, können die Objektive auf 5 Linsen verzichten und mit höherer Auflösungsfähigkeit und Transparenz zum günstigeren Preis mit weniger Gewicht realisiert werden.
Firmenvertreter und schlaue Anwender halten dagegen, dass alte MF und AF – Objektive sich doch ohnehin kaum mit den neuesten Digitalsensoren vertragen und die Meisten nicht auf die Idee kommen, sich ein altes Objektiv zuzulegen und es vielleicht nur 1% der Nikon-Nutzer betrifft… Doch selbst die alten Olympus Zuiko-Objektive werden noch gerne mit guten Ergebnissen an eine digitale E-Kamera gesetzt und auf den Nikon-Fotograf warten wahre Schätze an Weitwinkel und Teleobjektiven. Sigma’s Bemühen um bildstabilisierte Zooms mit langen Brennweiten ist sehr lobenswert. Wenn ich das 50-500 mm bildstabilisiert will, kaufe ich mir eine Pentax K1. Dumm ist nur, dass es die HSM-Objektive kaum für Olympus/Pentax/Sony gibt und sie daher auch nicht stabilisiert werden können. Für die IS und VR-Systeme von Canon und Nikon sehe ich durchaus noch eine Zukunftschance bei bestimmten Brennweiten und in besonders kritischen Fotomomenten. In einem Macro-Objektiv wie dem 2,8/105 mm VR oder in Teleobjektiven ab 400 mm macht der Bildstabilisator sicherlich auch weiterhin Sinn und kann eine höhere Wirkung und ein ruhigeres Sucherbild erzielen.
Tolle Fotos mache ich und ich mache sie auch mit kleinen Sensoren und kamerainternem Bildstabilisator – alles andere ist Augenwischerei, davon kann keine Industrie leben – außer der Filmindustrie.

Wenn ich heute eine neue Kamera für unter 700 Euro kaufen würde, dann nur eine Pentax KP oder Olympus E-M10III, wegen dem Bildstabilisator! Wollte ich 1500 Euro ausgeben, wären die K3II von Pentax oder die E-5 von Olympus meine heißen Favoriten. Die Sony Alpha 700 gefällt mir nicht so gut und das Objektivsystem sagt mir gar nicht zu, aber sie ist technisch auch auf der Höhe der Zeit.

Wir erleben in allen Bereichen einen Beschleunigungseffekt – in manchen sogar einen Zoom-Effekt. In der Fotobranche und bei mir persönlich äußert es sich so, dass die Mitmenschen immer unruhiger werden, immer schneller etwas Neues brauchen und haben wollen.

Bild-Sensor & Bildqualität:

Immer mehr detaillierte Tests mit 20-30 Seiten analysieren die neuesten Kameras. Doch sagen sie auch etwas Konkretes aus? Erleichtern sie tatsächlich die Kameraauswahl, haben die Daten, denn was anderes ist es ja letztlich nicht, einen entscheidenden Einfluss auf die Bildqualität und das Foto das wir haben möchten?

Kaum!

Die Computer-Freaks und Pixel-Zähler haben längst erkannt, dass die Netto-Dateigröße des Bildes, je nach Kamera unterschiedlich ist. Sogar Kameras mit praktisch baugleichem Sensor wie die Nikon D7500, D5600; Pentax KP und diverse Sony Kameras glänzen mit unterschiedlichen Datenmengen und versprechen verschiedene Bildergebnisse. Deshalb ist offensichtlich die jeweils firmeneigene Softwareabstimmung dafür zuständig, aber in der Praxis sehe ich darin kein echtes Problem. Die Farben kommen bei Pentax und Olympus Kameras sehr natürlich und ich kann für meine vielfältigen Anwendungen keinen sichtbaren Nachteil aus der rechnerisch kleineren Bilddatei ableiten. Hier sollte man auf dem Boden bleiben und den Test-Fieber-Virus nicht mit echten Fotos verwechseln. Nicht selten wird hier in mikromäßigen Details künstlich nach Unterschieden gesucht, da sonst keine mehr auszumachen sind. Das ist etwas was sich ja heute durch unsere ganze künstliche Welt zieht, um ein vermeintlich besseres Produkt oder einen besseren Sportmenschen von anderen abzuheben wird mit hunderttausendstel Sekunden, mit Nanometern und auch mit unfairen Mitteln gekämpft. Vieles gedopt!

Alles Gaga!

Die ISO Empfindlichkeit kann nur über eine Unterbelichtung auf höhere Werte als ISO 1600 angehoben werden und leider ist sie auch auf 100 ISO begrenzt. Obwohl das geringste Bildrauschen bei 100-200 ISO entsteht und es sich auch bei ISO 50 erhöht, halte ich diese Empfindlichkeitsstufe in einigen Situationen für sehr hilfreich. Hier sollten die meisten Hersteller unbedingt nachbessern. Ich würde sogar einen Bereich von ISO 25 bis 25.000 favorisieren.

Was tun, wenn man 500 mm bis 1000 mm für seine Vogel- oder Wild-Tier-Aufnahmen benötigt?

Besonders im langen Telebereich jenseits von 300 mm Brennweite sind gebrauchte Objektive sehr begehrt. Denn die allerwenigsten können und wollen Neupreise zwischen 5.000 und 13.000 Euro für ein Super-Tele bezahlen. Wie kommt man zum Super-Tele?

1. Eine Digicam mit Zoom bis in den Telebereich kaufen.
Keine schlechte Möglichkeit, aber man wird damit beim jetzigen Stand der Technik nie mit einem Spiegelreflex-Foto vom größeren Sensor mithalten können. Außerdem fehlen ein heller Sucher ohne Verzögerung, eine schnelle Reaktionszeit und natürlich die Lichtstärke. Aber zum Üben, für Reise-Eindrücke oder den Sonntagsspaziergang im Wald und für Teenager eine ganz phantastische Möglichkeit ihre Ideen in Bilder umzuwandeln. Mein Tipp Panasonic FZ1000.

2. Ein vorhandenes Zoom wie 70-200 mm; 70-300 mm oder 100-400 mm mit einem Konverter verlängern.
Gut gedacht, aber optisch meist nicht sinnvoll. Da Zooms ohnehin schon einen mehr oder weniger großen Kompromiss darstellen, treten mit einem Konverter noch stärkere Abbildungsfehler auf. Bei der Endbrennweite ist dann kaum mehr Auflösung als mit einer Digicam zu erwarten. Lohnenswert ist nur die Brennweitenverlängerung mit 1,4 x Konverter bei den lichtstarken Zooms 2,8/70-200 mm; 2,8/120-300 mm; 4,0/200-400 mm. Mit vertretbaren Einbußen sind manche 5,6/100-400 mm (Canon ISII, Fujifilm) auch noch mit 1,4 x Konverter einsetzbar. Vom Einsatz mit 2 Fach oder gar 3 Fach Konverter möchte ich bei Zoom-Objektiven ganz abraten! Dann wirklich lieber eine Digicam mit Stabilisator und Autofokus. Denn die Zoom-Objektive mit Endlichtstärke f: 5,6 können meistens mit Konverter nicht mehr automatisch scharf gestellt werden. Und manuelles Scharfstellen ist in diesem Brennweitenbereich sehr mühsam.

Nicht geeignet für Konverter sind:
6,3/50-500 mm Sigma;
5,6/70-300 mm Sony,
5,6/80-400 mm Nikon
6,3/100-400 mm Sigma
6,3/150-600 mm Tamron
6,3/150-600 mm Tamron,

Bedingt geeignet für 1,4x Konverter sind:
5,6/100-400 mm Canon
5,6/100-400 mm Fujifilm

Ganz anders sieht es da beim Olympus mFT-System aus, wo fast alle Telezooms auch mit 1,4 x Konverter noch brauchbare Ergebnisse zeigen.

Gut geeignet für Konverter sind daher:

2,8/70-200 mm aller Hersteller
4,0/70-200 mm Canon/Nikon
4,0/200-400 mm L IS Canon
2,8/120-300 mm Sigma
2,8/40-150 mm Olympus

3. Eine preiswerte Festbrennweite mit Konverter verlängern.
Wer ein 2,8/200 mm; 4,0/300 mm oder gar noch längere Festbrennweiten hat, kann diese auch mit sehr guten Bildergebnissen um den Faktor 1,4 x oder 2,0 mal verlängern. Festbrennweiten mit Lichtstärke f:5,6 sind hier jedoch wieder nicht geeignet, zumal sie keinen Autofokus mehr gestatten.

4. Ein gebrauchtes Tele mit 400-800 mm Brennweite kaufen. Achtung Canon-Nutzer:
Alle Teles der ersten L-Baureihe wie 1,2/85 mm; 1,8/200 mm; 2,8/300 mm; 2,8/400 mm; 4,5/500 mm; 4,0/600 mm werden mittlerweile schon seit mehr 10 Jahren nicht mehr hergestellt. Das bedeutet, dass es dafür keine Ersatzteile mehr gibt. Wenn der alte USM-Autofokus seinen Geist aufgibt, was nach intensiver Nutzung etwa alle 5-6 Jahre vorkommt, kann er nicht mehr repariert werden. Da die manuelle Fokussierung bei diesen Objektiven noch drive by wire (wie heute übrigens auch bei Olympus!) geschieht, also nur funktioniert wenn der USM-Motor funktioniert und mit Strom versorgt wird – ist nach einem Defekt überhaupt keine Scharfstellung mehr möglich! Und das Super-Tele ist dann wertlos! Auch Nikon und Pentax werden meist nur Ersatzteile für 10-15 Jahre bevorraten, aber deren alte Objektive waren weit weniger anfällig und können zur Not immer noch manuell fokussiert werden! Da Minolta schon seit etlichen Jahren keine neuen Teleobjektive mehr konstruiert hat und alles an Sony verkauft wurde, befürchte ich auch hier das die AF 2,8/300 mm Apo; AF 4,5/400 mm Apo; AF 4,0/600 mm Objektive nicht mehr lange repariert werden können. Bei Olympus fürchte ich in einigen Jahren die gleichen Probleme, denn der AF-Antrieb ohne SWD ist nur eine Krücke, ganz abgesehen von der geringeren Geschwindigkeit.

Gebraucht empfehle ich daher besonders folgende AF-Objektive:
Canon EF 2,8/300 mm L IS / L IS II
Canon EF 2,8/400 mm L IS / L IS II
Canon EF 4,0/400 mm DO IS II
Canon EF 4,0/500 mm L IS / L IS II
Canon EF 4,0/600 mm L IS / L IS II
Nikon AF-S 2,8/300 mm
Nikon AF-S 2,8/400 mm
Nikon AF-S 4,0/500 mm
Nikon AF-S 4,0/600 mm
Pentax FA 2,8/300 mm
Pentax FA 5,6/250-600 mm
Pentax FA 4,0/600 mm
Sigma Sport 4.0/500 mm
Minolta 4,5/400 mm
Minolta 4,0/600 mm

Patagonien mit Olympus

Wie kaum ein anderes fotografisches Gebiet lebt die Naturfotografie immer von vielen Details und stellt höchste Anforderungen an Fotograf und Equipment. Ein scharfes Tele-Objektiv ist nicht genug, es muß sehr scharf, sehr brillant sein, dazu konvertertauglich, hochwirksam bildstabilisiert und mit sehr schnellem Autofokus bei höchster Lichtstärke. Solche Objektive gibt es, sie kosten ab 8.000 € aufwärts. Wollen Sie für Ihre Leidenschaft weniger ausgeben, geht der Spießrutenlauf los.

Lichtstarke Zooms
Es gibt nur 5 lichtstarke Zooms, die schnell und hochauflösend arbeiten und auch noch wenigstens einen 1,4 x Konverter verkraften:
Canon 4,0/200-400 mm L IS + 1,4 x Ext.
Nikon 4,0/200-400 mm VR II
Olympus 2,8/90-250 mm
Olympus 2,8-3,5/50-200 mm
Sigma 2,8/120-300 mm OS

Noch einige Worte zu Natur-Fotos:

Tiere und ihre natürliche Umwelt werden von uns Menschen immer stärker und schneller verdrängt und vernichtet!

Unsere Bevölkerungsdichte ist zu hoch und unser „Konsumdurst“ schier unstillbar. Es gibt heute noch zu viele dumme und fahrlässige Menschen, die Müll oder gar Zigaretten achtlos wegwerfen, die sinnlos mit fetten Diesel-SUV durch die Gegend ballern, bei Aldi Lebensmittel in Plaste-Verpackungen kaufen! Sorglos und dumm vernichten wir den letzten Rest unserer natürlichen Umwelt, tauschen bedenkenlos Natürlichkeit gegen Luxus-Industriegüter ein. Viele Tiere haben den Rückzug angetreten. Deshalb wird es fast täglich schwerer, gute Aufnahmen von wild lebenden Tieren und scheinbar unberührter Natur zu bekommen. Landschaftsfotos werden schon überwiegend mit Filtern und anderen Tricks verfremdet, um überhaupt noch ansprechende Fotos zu erhalten. Richtiges „Wildlife“ gibt es auf diesem Planeten kaum noch. In Deutschland sind die Bedingungen für dieses Hobby besonders schlecht, denn bei uns lebt kaum noch ein Säugetier in wirklicher Wildnis. Deshalb beschränkt sich die Fotografie wildlebender Tiere praktisch auf die Macro- und Vogel-Fotografie. Wie die meisten meiner Kollegen sehe auch ich in der Tier- und Naturfotografie eine Möglichkeit, auf den Wahnsinn der Welt- und Tiervernichtung aufmerksam zu machen!

Womit ließe sich das besser erreichen als mit Fotos?

Fotos einer vernichteten und bedrohten Welt und Fotos einer scheinbar noch heilen, natürlichen Welt. Kameras sind immer sinnvoller als Gewehre, Fotos schaden nur, wenn sie verfälscht werden, oder wenn man sich, andere und die Motive einer Gefahr aussetzt. Dies geschieht leider häufig, da sich immer mehr Menschen mit einer Schnappschuss-Kamera an den Bären in Kanada oder auch ans heimische Vogelnest heranpirschen. Wenn jemand Spaß an Tier-Fotos hat, so stehen ihm heute alle Wege offen, es gibt sogar kompakte Digicams für unter 300 € die einen Bildausschnitt von 800 mm Brennweite erlauben (wenn auch wenig Bildqualität!). Jeder kann ein guter Beobachter der Natur werden und fast jeder kann sich dazu mit der bestmöglichen Fotoausrüstung ausstatten.

Fotografie ist heute mehr…

Ich schreibe hier immer über Fotografie, heute im Jahr 2017, kann jedoch auch ich kaum noch übersehen, dass die digitale Technik einen Trend ausgelöst hat, der von dem eigentlichen Fotografieren weg führt. Fotos werden zum großen Teil in einer Bildbearbeitung eines Computers erstellt. Wirklich gefallen will mir das nicht. Auch früher wurden bei Vergrößerungen ja schon Ausschnitte, Gradationen, Filter, Helligkeit, Kontrast, Einkopierungen und manches mehr vorgenommen, es ist heute dennoch etwas anderes. Es kann jetzt von einem Könner der den PC/Mac beherrscht, aus einem bedeutungslosen, nichts sagendem, technisch total misslungenen Bildchen ein künstlerisch spannendes und bewegendes, technisch ausgereiftes Foto gezaubert werden. Nur halte ich das eben nicht mehr für Fotografie! Denn hier wird nicht mehr mit Licht, gemalt, keine Kamera, kein Objektiv und keine lichtempfindliche Schicht benutzt. Hier findet keine „Berührung“ mehr mit dem Motiv statt. Es braucht aus meiner Sicht einen eigenen Namen, Digipainting, Pixxeling oder etwas anderes verrücktes. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich nutze auch den Mac und seine Möglichkeiten, aber ich nutze sie immer um eine bereits vorhandene, ausdrucksstarke Fotografie noch zu intensivieren – nicht um sie überhaupt erst zu schaffen. Daher bezieht sich alles was Sie bei mir Lesen immer auf Fotografie im eigentlichen Sinne, es geht mir immer zuerst um Motive, Licht und Objektive… erst am Rande sind für mich Kameras, Sensoren, Computer, Bildbearbeitungs-Software etc. interessant. Vielleicht hält mich mancher für arrogant und besserwisserisch, ich komme manchmal so an, ich kann das auch nicht völlig abstellen… denn ich bin jemand der fast immer genau weiß, was er will und meistens auch wie er es erreicht; jemand der sich wenig beirren lässt; jemand der seinen Weg geht!

Wege anderer sind bestenfalls interessant… ich hasse es andere nachzuahmen oder gar zu kopieren, ich übernehme nichts ohne es zu hinterfragen, zu durchleuchten…

 
 

15. Dezember 2019
Praxis-Test: Canon EF 4,0/200-400 mm L IS USM 1,4x Extender – voila!

Luchs – Canon EOS 5D3 & Canon EF 4,0/200-400 mm L IS 1,4x bei f:5,6/560 mm

Canon hat es wieder sehr spannend gemacht, wie zuletzt beim 4,0/400 mm DO IS war das 4,0/200-400 mm L IS mit Extender frühzeitig angekündigt worden. Im Internet-Gerüchte Zeitalter wurde die gefühlte Zeit unendlich lang und schon geunkt, dass es gar nicht erscheint. Canon lies sich nicht verrückt machen, nicht von Canon-Fans und schon gar nicht von Nikon-Anhängern, die schon seit 2004 über ein einfaches 4,0/200-400 mm verfügen können. 2 Jahre hat es anscheinend gedauert um die Serienreife zu erlangen und ausreichend Stückzahlen zu produzieren, doch jetzt ist es offiziell erhältlich für stolze 11.800€!

Hier sind die Daten:


Hurra – Canon ist wieder innovativ – für Broadcast Video-Kameras gibt es sie längst, Zoom-Objektive mit eingebautem Konverter – jetzt auch für die Fotografie – dank Canon!

Die Ausbeulung im Bild am Objektiv, verbirgt einen 1,4x Konverter, der mit einem großen Schalter einfach in den Strahlengang geklinkt werden kann – einzigartig!

Canon macht wieder Hoffnung!

Diese Super-Tele-Zoom ist gar kein 4,0/200-400 mm – es ist ein 4,0-5,6/200-560 mm L IS und ein 8,0/280-800 mm L IS und sogar ein 11/400-1100 mm L IS (allerdings ohne Autofokus
zusätzlich ist es an der Eos 90D/7DII dann auch ein: 4,0-5,6/320-900 mm oder 
mit zusätzlichem 1,4x Extender, ein 8,0/450-1260 mm oder sogar 11/900-1800 mm mit 2x Extender.
Bei Bedarf ist es ein Telezoom, dass den gesamten Bereich vonn 200 mm bis 1800 mm Brennweite abdeckt und schnellen AF von 200 mm bis 1260 mm bietet.
Ich habe es ausprobiert, selbst mit 2x Extender lässt sich mit dem AF gut arbeiten.
Das erste Tele-Objektiv der Welt das nicht umständlich von der Kamera geschraubt werden muss um mit Konverter bestückt zu werden – der 1,4x Konverter ist direkt seitlich im Objektiv untergebracht. Staub- und kratzfrei und optisch perfekt angepasst, lässt er sich jederzeit schnell in den optischen Strahlengang einschwenken und zeigt dann die Brennweite eines 5,6/280-560 mm oder den Bildausschnitt eines 5,6/450-900 mm an den APS-C Halbformat-Kameras.
Und es geht sogar noch mehr, auch der EF 1,4x III und sogar der EF 2,0x III können eingesetzt werden. Das Zoom plus 2 mal Extender verliert etwas an Brillanz, und Schärfe und mit allen Extendern steigt die chromatische Aberration leicht an.  Leider kann dann Autofokus nur mit der Eos 1DX und Eos 5DIV und dem mittleren Sensor richtig schnell verwendet werden, sobald die Lichtstärke auf f:8,0 absinkt. Mit AF sind also in Kombination mit diesen Profikameras ein Superzoom möglich:  4,0-8,0/200-1100 mm L IS möglich.

Die Konstruktion ist lang und schlank und wird an keiner Stelle bauchig dick, wie frühere Super-Teles. Die Länge kann in der Praxis ein Problem sein, denn dadurch entwickelt es eine starke Hebelwirkung. Aus den Erfahrungen mit dem Nikkor-Zoom das mit 36,5 cm praktisch gleich lang ist, bin ich immer froh, dass ich im Auto und bei anderen Gelegenheiten mit dem kurzen DO oder dem 2,8/300 mm viel besser zurecht komme.
Leider ist es kein 4,0/100-400 mm geworden, denn auch die lange Anfangsbrennweite ist beim Zoom öfter unbefriedigend. Zudem sollten sich Zoom-Bereiche idealerweise immer überlappen. Denn auch ein 4,0/100-400 mm macht ein 2,8/70-200 mm nie wirklich überflüssig.

Wenigstens kann hier das lästige Jonglieren mit Extender entfallen und der integrierte 1,4x Extender ist perfekt auf die optische Leistung abgestimmt und arbeitet somit schärfer und kontrastreicher  als beim Nikkor-Zoom. Es wird festbrennweiten Super-Tele-Abbildungsqualität erreicht.
Der Preis wurde zwischen 10.000€ und 15.000€ vermutet, 11.800 € liegt da also noch in der Mitte und im Vergleich zu den anderen Super-Tele-Objektiven am oberen Ende!
Das ist kein Schnäppchen – aber die Sport- und Tier-Fotografen und die Agenturen werden es kaufen. Die Diskussionen die da um den Preis geführt werden, sind unsinnig und meist von Menschen entfacht, die das Zoom ohnehin nie kaufen und damit Geld verdienen könnten.  Wenn ich es für meine Fotos brauche, kaufe ich es. Denn es lässt sich voll absetzen und wird kaum billiger werden und eher werterhaltend sein. Es wäre dumm sich da wegen 3.000-4.000€ höherem Preis lange zu verweigern. 
Nikon hat inzwischen mit dem scharfen 4,0/180-400 mm + 1.4x VR nachgelegt – und einiges verbessert.

Im Vergleich:
Das 2004 erstmals erschienene Nikkor AF-S 4,0/200-400 mm VR ist 260g leichter – aber dafür hat das Canon einen 1,4x Extender eingebaut. Nikon stellt auch auf 2,0 m scharf – aber erreicht den deutlich größeren Abbildungsmaßstab: 1:3,7.Die Baulänge ist mit rund 36,6 cm gleich. Das Canon ist mit 13 cm etwas dicker, was der Beule für den Konverter geschuldet ist. Beide Objektive sind mit modernem Bildstabilisator, AF-Stopp-Tasten, voller Abdichtung und schnellem Autofokus ausgestattet. Canon wartet sogar mit einem PF Power Focus auf, der es Filmern ermöglicht in 2 Geschwindigkeiten die Schärfe automatisch zu ziehen.
Mit dem Nikkon Zoom habe ich seit 2004 gearbeitet und danach auch die neuere Version VRII getestet. Ich fand es zu lang, mit großer Hebelwirkung. Es ist sperrig zu transportieren und relativ schwer und unhandlich bis es auf dem Stativ ist. Freihand-Fotografie geht kurzzeitig, macht aber keinen Spaß.
Es ist 2 cm länger und 200g leichter als mein 2,8/400 mm L IS II, das für mich letztlich wertvoller ist – denn doppelte Lichtstärke zählt immer, ganz gleich ob zum besseren Freistellen im Zoo oder bei Dämmerungsaufnahmen im Afrika/Asien. Und – wenn Tiermotive weit weg sind oder einen großen Sicherheitsabstand verlangen – dann braucht der Fotograf so viel Brennweite wie irgendmöglich, da ist der Brennweitenbereich von 200-400 mm meistens ziemlich unnütz. Da zählen dann nur 560 mm – bzw 900 mm Bildausschnitt an der Eos 7D oder anderen Halbformatkameras.
Und selbst 1200 mm hätten wir Fotografen gerne mit dabei, wenn es tragbar bleibt. Auch diese Extrembrennweite ist mit dem 2,8/400 mm oder 4,0/600 mm leicht mit 2x Extender zu erreichen. Und auch mit dem Zoom gelingt das an Halbformatkameras mit zusätzlichem 1,4x Extender, allerdings ohne guten AF.

Das Super-Tele-Zoom 2020:

Inzwischen haben wir eine komplett veränderte Situation und dank Tamron ein breit gefächertes Angebot an Super-Tele-Zooms für alle Kameras.
Wir sind mit einer festen Brennweite im Super-Tele-Bereich sehr unflexibel, sie lohnt sich nur wenn sie doppelt und vier mal so lichtstark ist und wir überwiegend Motive haben, die weit entfernt bleiben oder ihre Distanz nicht deutlich zu uns verringern (z.B. auch Tierpark) – sonst ist ein Zoom immer im Vorteil.
Eine moderne lichtstarke Festbrennweite wiegt heute 3.000 – 3.300 Gramm.
(ich lasse absichtlich die Anfangslichtstärken weg, sie irritieren nur und versprechen etwas, was die Objektive nicht halten)

Vollformat (und ggf. Halbformat):
Canon 7.1/100-500 mm (- Lichtschwäche)
Canon 5.6/100-400 mm
Nikon 5.6/200-500 mm (- AF, Gewicht, Balance)
Nikon 5.6/80-400 mm (- AF, Auflösung)
Sony 5.6/100-400 mm
Sony 5.6/70-400 mm
Sony 6.3/200-600 mm (- Langbauweise)
Sony 4.0/24-600 mm (- Brennweiten-Einstellung)
Tamron 6.3/150-600 mm (- Staub, Auflösung, Autofokus)
Sigma 6.3/150-600 mm C (- AF & Fokussierfehler je nach Kamera)
Sigma 6.3/150-600 mm S (- hohes Gewicht, nicht so perfekt bei 600 mm, Auflösung)
Halb- und Viertel-Format:
Leica mFT 6.3/100-400 mm (- Staub, ruckelig bei 300-400 mm, Auflösungsverluste, AF)
Panasonic 5.6/100-300 mm (- Auflösung bei 5.6/300 mm)
Olympus 6.3/100-400 mm (Herbst 2020)
Olympus 6.7/70-300 mm (- Lichtschwäche, einfachste Verarbeitung, Auflösung bei 300 mm)
Fujifilm 5.6/100-400 mm (- Verarbeitung, AF mit jetzigen Kameras)
Sony 6.3/70-350 mm (- empfindliches Gehäuse)
Reichlich Auswahl, meine Favoriten – im Einklang mit der Kamera – die die beste Schärfe, Auflösung und Farbkontrast mit dem schnellstmöglichen Autofokus und einer effektiven Bildstabilisierung vereinen habe ich rot gekennzeichnet.

Wozu sollte man heute noch ein Canon 4.0/200-400 mm x1.4 / Nikon 4.0/180-400 mm x1.4 oder demnächst Olympus 4.5/150-400 mm x 1,25 mit eingebautem Konverter kaufen?
Die Preise sind extrem hoch, bei Canon und Nikon immer noch deutlich jenseits 10.000€, die Gewichte ebenfalls jenseits 3.600g.
– der Konverter ist eingebaut, es kommt normalerweise kein Staub und Schmutz ins System
– erheblich bessere Abdichtung gegen Staub und Nässe als alle anderen, preiswerten Zoom-Objektive
– die Baulänge bleibt immer gleich, auch im Telebereich und auch mit Konverter eingeschwenkt
– es können zusätzlich weitere 1.4x, 1.7x oder 2.0x Konverter angesetzt werden
– der Autofokus ist besonders aufwendig

SCHÄRFE und Brillanz des 4,0/200-400 mm L IS Ext sind untadelig. Natürlich ist es, wie alle Zooms, erst um eine volle Blende abgeblendet, also bei f:5,6 oder mit Extender ab f:8,0 erst perfekt scharf. Und dann auf dem Niveau wie mein 2,8/400 mm bei f: 3,4.
Das EF 2,8/300 mm L IS II ist bei 300 mm f:4 immer noch etwas schärfer und auch bei f:5,6 zeigt es etwas mehr Auflösung, das fällt vor allem an der Eos 7D oder der 700D auf (letztere hat den derzeit besten Halbformat-Sensor bei Canon). Mit 2x Extender sind Zoom und Festbrennweite dann bei 600 mm oder bei rund 900 mm Bildausschnitt vergleichbar scharf. Das ist eine tolle Leistung des Zooms, es kann ohne Reue permanent mit f:4,0 oder f:5,6 (plus Extender) eingesetzt werden und das Abblenden um 1 Stufe bringt nur einen leichten Auflösungsgewinn der bis f:11 erhalten bleibt.
Eine störenden Vignettierung oder Verzeichnung wurde bei 400-560 mm nie sichtbar (etwas aber im kurzen Brennweitenbereich). Die chromatischen Abberationen sind an den Bildrändern bei 200 und bei 400 mm leicht sichtbar – aber nicht dramatisch, sie werden durch Extender noch etwas verstärkt.
Nur ein Bokeh-Weltmeister kann es als Zoom leider nicht sein. Das 2,8/300 mm oder auch das 2,8/400 mm zeichnen bei gleicher Blendenöffnung (also nicht nur ganz aufgeblendet!) ein sichtbar schöneres Hintergrund Bokeh als das Zoom. Es hat allerdings gerundete Blendenlamellen und zeichnet auch abgeblendet ein sehr schönes Bild.

Praxis-Tipps:
Die Beule stört nie und in der Praxis stelle ich den Zoom-Ring meist auf 400 mm und entscheide dann blitzschnell ob ich 560 mm brauche – das geht viel schneller als mit jedem Zoom-Ring. Nur bitte Vorsicht, nicht im Serienmodus oder beim Auslösen den Schwenkhebel für den Extender bedienen! Dann zeigt die Kamera möglicherweise eine Fehler-Meldung und Sie müssen sie erst ausschalten.
Nikon hat den Zoom-Hebel rechts angebracht – das ist in der Praxis ein großer Vorteil – bei Canon zwingt er links dazu beide Hände zu verwenden, eine freie Hand kann nicht den Fokus oder die Brennweite bedienen.
Ich fotografiere inzwischen häufig mit angesetztem 1,4x III Extender und setze dann noch zusätzlich den internen Konverter bei Bedarf ein.
Auch die Arbeit mit externem 2x Extender ist möglich, auf 400 mm erreicht das Objektiv dann nur noch f:8,0 und es kann nur der mittlere AF-Sensor verwendet werden. Das ist jedoch bei Tele-Motiven oft kein zu starker Nachteil, solange sie sich nicht schnell bewegen. Der interne 1,4x Konverter lässt sich dann sogar noch zusätzlich reinschwenken und Sie erhalten schlußendlich maximal 1120 mm Brennweite oder an der EOS 70D/7D sogar 1800 mm Bildausschnitt. Das geht am besten wenn sie ohne internen Konverter fokussieren und dann erst den Konwerter einschwenken, denn ab dann ist kein AF mehr möglich, die Schärfe liegt aber bei meinem Exemplar dann meistens schon perfekt und bleibt es auch. Sonst hilft ein feines, manuelles Nachfokussieren – dass kann vor allem bei nahen Motiven unter 20 m notwendig sein.
In der Praxis erwische ich mich häufig dabei, den Zoom-Ring gar nicht mehr zu benutzen. Ich brauche meist die 400 mm Brennweite und entscheide dann ob es für die Bildaussage gut ist, 560 mm zu haben und hab ich mein Motiv zu groß im Bild, dann zoome ich schon mal auf 200 mm.
Als reines 4,0/200-400 mm wäre es mir mit gut 3,5 Kilo zu schwer, da kann ich mit dem handlichen 5.6/100-400 mm (oder 2,8/70-200 mm L IS II + 2x) viel angenehmer fotografieren und mit dem 2,8/300 mm sowieso.
Wenn aber Brennweite und Flexibilität notwendig sind, ist das große Zoom unschlagbar.

Zubehör:
Der Stabilisator habe ich immer an, beim Einsatz mit Einbeinstativ und mit Dreibeinstativ.
Ich verwende keine schweren Dreibeinstative, sondern wenn nur leichte Carbon-Stative mit drei ausklappbaren Füßen von Tiltall, Siri, Calumet oder Benro (Gitzo, Manfrotto mag ich aufgrund schlechter Erfahrungen und der schwachen Preis/Leistung gar nicht!).
Der Stativkopf ist Geschmacksache. Während betuchte Fotografen immer noch auf den Sachtler Filmneiger schwören, gibt es längst andere, preiswertere und leichtere Lösungen. Sehr gut ist der neue EKI-Kopf oder auch GimpPro – mit denen schnelles Verfolgen der Motive möglich wird – nur eben ohne Bremsung wie beim Videokopf. Wer es ganz leicht mag, findet auch am Benro Seitenneiger Gefallen, er wiegt nur 700g. Wimberley hat die Gimbal-Köpfe berühmt gemacht, ist aber teuer und schwer, aber die Amerikaner bieten für mich die beste Befestigungs-Lösung – eine ganz dicht am Objektiv anliegende Platte mit Arca-Swiss-Anschluß. Damit liegt das Objektiv ganz dicht am Kopf und kann verwacklungsfrei und schwerpunktgünstig eingesetzt werden. Einziger Nachteil, das Objektiv kann dann nicht mehr am Canon-Stativfuß getragen werden.
Die Neopren-Überzieher sind zum Schutz auch eine sehr gute Idee – leider sind sie bei diesem Objektiv an vielen Stellen nicht nutzbar und es gibt sie noch nicht speziell für das 200-400 mm L IS. Mir gefallen die Schutz-Mähten von Roland-Pro am besten.
Der harte, gut und stramm sitzende Deckel von Jagabua ist ein hervorragender Schutz der Frontlinse und hält auch Staub und Feuchtigkeit fern.
Das Beauty-Case der Marke: “Bitte klau mich” ist gut für den reinen Autotransport oder die Aufbewahrung zuhause. Aber auf Flugreisen und im Gelände ist es unbrauchbar.
Ich mag am liebsten den Tamrac  Tele-Rucksack: Super Telephoto Lens Pack für rund 180€. 
Darin ist das Objektiv perfekt geschützt, abgedichtet und schnell entnehmbar. Es kann mit Kamera und Konverter oder mit aufmontierter Sonnenblende darin bereit gehalten werden.
Als Tragegurt für die Kamera oder das Objektiv gefällt mir der Eddycam Ledergurt in Canon-Rot am besten und bietet den besten, langlebigsten Tragekomfort.

Wenn Sie bei mir bestellen, besorge ich Ihnen das optimale Zubehör dazu!

LICHT – Sehr gelungen:

+ erstes Zoom mit schnellem Konverter-Einsatz + 1,4x
+ extrem hohe Abbildungsleistung bei f:4,0 und f:5,6
+ sehr hohe Vergütung gegen Streulicht
+ schneller & präziser Autofokus
+ zusätzlich mit beiden Canon Extendern nutzbar (1,4x & 2,0x)
+ sehr wirksame Bildstabilisierung
+ hochwertig abgedichtet
+ kurze Carbon-Sonnenblende mitgeliefert
+ Beauty-Case & Abdeckung mitgeliefert
+ programmierbare Tasten
+ Stativgondel läuft angenehm leicht und rastet ein bei Hoch- & Querformat

 

SCHATTEN – Was fehlt noch zur Perfektion?

– für meinen Geschmack mit 3,6 Kilo zu hohes Gewicht
– kaum länger freihand einsetzbar
– beginnt erst bei 200 mm – anstatt 100 mm
– Schwenkhebel für Konverter sitz auf der falschen Seite
– kurze Sonnenblende, bei 400 mm zu kurz
– sehr kratzempfindliches Gehäuse
– Stativfuß nicht perfekt und ohne Arca-Swiss Schiene
– sehr ambitionierter Preis
– bei f:8 teilweise nur zentrales AF-Messfeld der DSLR-Kamera nutzbar

Wenn ein 4,0-5,6/200-560 mm nicht leichter zu bauen ist – denn Canon war ja Weltmeister im Leichtbau von Objektiven – dann muß das nächste Super-Tele-Zoom ein EF 4,5-5,6/100-600 mm LIS werden mit maximal 2,8 Kilo Gewicht.
Das Metallgehäuse muss endlich einer ganzflächigen Gummierung weichen, den der weiße Lack ist ganz schnell ab.
Und Canon braucht jetzt unbedingt noch ein EF 2,8-4,0/50-300 mm L IS

Canon EF 4,0/200-400 mm L IS in der Tierfotografie

Auch mit diesem Zoom im sommerlichen Zoo stellt sich schnell die alte Erkenntnis ein: ein Objektiv hat nie genug Lichtstärke!
Bei Brennweiten gibt es sinnvolle Grenzen, 800 mm, 1200 mm aber dann ist eigentlich Schluss für die allermeisten Motive und normale Stative. Aber wenn sich Raubkatzen schnell bewegen oder ins halbschattige Geäst verziehen dann helfen auch 6400 ISO und 12.800 ISO nicht mehr wirklich, weil man weiß, die Fotos werden nicht perfekt rauscharm aussehen. Bei dem Fuchs, den Tigern, dem Jaguar in Action hätte ich sofort gegen mein 2,8/400 mm oder zumindest ein 2,8/300 mm eingetauscht und mit einem 4,5-5,6/100-400 mm hätte ich erst gar keine Fotos mehr machen können. Das 4,0/200-400 mm liegt in der Mitte, damit es überhaupt noch transportabel ist und bietet immerhin 560 mm bei f:5,6 und an der 70D-90D ja auch 900 mm bei f:5,6. Damit kann und muss man klar kommen – in einem Zoom ist in dieser Gewichtsklasse nicht mehr zu haben. Das Sigma 5,6/300-800 mm bietet bei 800 mm mehr Lichtstärke, hat aber dafür f:5,6 im gesamten Bereich und wiegt 6 Kilo, beinahe das Doppelte. Alles was wir machen und nutzen ist immer wieder ein Kompromiss, weder 100% noch Perfektion sind dauerhaft erreichbar – allenfalls für ganz kurze Momente, in denen mehr nicht vorstellbar scheint. Sicher mit dem 5,6/100-400 mm könnte ich an der Glaswand und am Gitter schneller reagieren, weil ich es freihand einsetzen kann, aber wenn sich die Tiere bewegen, reicht f:5,6 in den seltensten Fällen aus.
Ich nutze konsequent das 4,0/200-400 mm und zusätzlich das 2,8/70-200 mm und vermisse ein 4,0/50-300 mm, mit dem ich noch flexibler wäre.

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.


Darauf mussten Canon-Fotografen in der Tier-Fotografie und der Sport-Fotografie sehr lange warten. Damit werden für mich alle Tele-Festbrennweiten, außer dem leichten 2,8/300 mm, 4,0/400 mm DO und dem superlichtstarken 2,8/400 mm entbehrlich.

Die Traum-Foto-Ausrüstung kann sich dann so zusammen fügen:
4,0/24-105 mm
2,8/70-200 mm
6.3/200-600 mm oder
4,0/200-400 mm + 1,4x Ext
2,8/300 mm  oder
2.8/400 mm

Auf Reisen ist oft nur ein Super-Tele transportabel und das kann auch das 4,0/200-400 mm mit 3,6 Kilo sein. Allenfalls das 2,5 Kg leichte 2,8/300 mm und das 2,8/70-200 mm wären gute Freihand-Ergänzungen, wenn man keine zu extremen Tele-Brennweiten braucht. Ideal auf Reisen kann auch die Kombination aus 2,8/70-200 mm und 4,0/500 mm sein.
Die Spezialobjektive wie 2,8/400 mm; 4,0/500 mm; 4,0/600 mm; 5,6/800 mm sind dank der heute realisierbaren Empfindlichkeiten der Sensoren auf Reisen weniger vorteilhaft, sie sind allenfalls bei sehr schnellen Bewegungen oder bei Restlicht in der Dämmerung unentbehrlich. Nach meinem Ausflug zu Nikon, wegen des 4,0/200-400 mm Nikkor, fühle ich mich heute bei Sony am besten aufgehoben (ein 6.3/200-600 mm ist deutlich leichter und nicht schwächer als das 4/200-400 mm) – die Auswahl an Objektiven ist wieder weitgehend erstklassig. Ein preiswerteres Superzoom mit schnellem AF könnte Canon auch noch ins Portfolio aufnehmen.
Ich hatte vor 15 Jahren das Telezoom bei Canon blind bestellt, in Erwartung ein 4,0/100-400 mm zu bekommen – was tatsächlich kam, war ein 4,5-5,6/100-400 mm L IS als Schiebezoom. Ich hatte ein neueres 5,6/100-400 mm oder 5,6/150-500 mm als Drehzoom erwartet und Canon offerierte mir endlich das Super-Tele-Zoom. Trotz des Preises, lange darauf verzichten machte keinen Sinn, wer viel reist kann es als einziges Tele-Objektiv gut gebrauchen,
Wenn ich ehrlich bin, wäre mir ein lichtschwächeres 100-600 mm in Schiebezoom-Bauweise auch eine Alternative gewesen – so ändern sich die Bedürfnisse! Denn die 3,6 Kilo plus mindestens 1 Kilo Kamera zwingen meistens zum Stativeinsatz (Einbein). Freihand kann ich aber oft den Tieren besser folgen. Ich war zuletzt wochenlang auf Tierpirsch im Südwesten der Vereinigten Staaten und da war das 2,8/300 mm mit Extender Gold wert und auch das 2,8/70-200 mm hat sich selbst mit 2x Extender einwandfrei bewährt – schnell, leise, auf den Punkt und scharf.
Auf Wanderungen, auf denen ich nur 1 Objektiv tragen kann, kommt immer das 2,8/300 mm oder das neuere, leichte 2.8/400 mm mit. Alternativ wäre ein sehr scharfes 4-5,6/80-400 mm denkbar – aber die Freistellmöglichkeiten sind dann schon begrenzt und die Hintergründe sehen im Vergleich zu Festbrennweiten eben nicht wirklich spektakulär aus. Das 5,6/100-400 mm und dazu das 2,8/300 mm oder 4,0/400 mm DO mit angesetztem Konverter kann ich jederzeit dabei haben – das lichtschwache Zoom an der Eos 5DVI, die die Lichtschwäche wieder ausgleicht und das 4,0/400 mm DO mit Konverter an der Eos 90D mit einem 5,6/900 mm Bildausschnitt für das Einbeinstativ. Mehr braucht selbst ein Spezialist kaum im Telebereich. Für eine 5,6/800 mm Festbrennweite oder gar 4,0/500 mm; 4,0/600 mm hätte ich zu selten Verwendung. Und so habe ich mit rund 3,6 Kilo plus 2 Kilo Kameras alles von 100 mm bis 900 mm Bildausschnitt dabei. Nur mit mft-Olympus komme ich mit weniger Gewicht bei gutem Licht zu schönen Ergebnissen.
Canon hatte hier zunächst alles richtig gemacht, wenn es auch zu lange gedauert hat. Das Ziel ist sicherlich, die Berufs-Fotografen und Agenturen, die bereit sind, so viel Geld für ein Objektiv auszugeben, bei der Stange zu halten. Denn Fotografen die einmal wegen so teurer Objektive zu dem orangen oder gelben, großen Herstellern gewechselt sind, kommen so schnell nicht wieder zurück. Wobei ich das letztlich nie verstanden habe, ich hätte jetzt als Nikon Fotograf kein Problem mir dann eine Eos 5DIV mit 4,0/200-400 mm L IS zu bestellen und meine anderen Geräte von Nikon zu behalten…
Die Kameras unterschieden sich letztlich nicht so elementar – aber ein perfekt abgestimmtes Objektiv ist wertvoller als der ganze System-Gedanke. Und ich bin letztlich wegen das 4,0/400 mm DO und der Leih-Option auf 2,0/200 mm L IS, 2,8/300 mm L IS  und 5,6/800 mm L IS lange nicht von Canon weg gegangen. Heute hat Sony alle Vorteile und Canon ist für mich weit abgeschlagen und auch Nikon hat die Kurve noch nicht gekriegt.
Sehen dagegen schon etwas alt aus: 4,5-5,6/100-400 mm und 4,0/400 mm DO – sind es aber trotzdem nicht, wobei sie optisch bei Offenblende natürlich unterlegen sind.
Sie behalten ihre Vorteile: geringes Gewicht und kurze Bauweise!

Die optisch besten Tele-Objektive am Vollformat: 2020
(in optischer Qualitäts-Reihenfolge bei Offenblende!)

Sony 2.8/400 mm GM
Sony 4,0/600 mm GM
Canon 2,8/300 mm L IS II
Canon 2,8/400 mm L IS III
Canon 4,0/600 mm L IS III
Canon 4,0/500 mm L IS II
Nikon 4,0/500 mm VR II
Nikon 2,8/400 mm VR II
Nikon 5,6/800 mm VR II
Canon 5,6/800 mm L IS
Nikon 2,8/300 mm VR II
Sony 4,0/500 mm

Die optisch besten Tele-Zooms am Vollformat: 2020

Sony 5.6/100-400 mm GM
Sony 6,3/200-600 mm GM
Nikon 4,0/180-400 mm +1.4x VR
Canon 4,0/200-400 mm L IS 1,4x Ext.
Canon 5.6/100-400 mm L IS II
Nikon 5.6/200-500 mm VR
Sigma 6.3/150-600 mm OS C
Sigma 5,0-6,3/60-600 mm OS
Tamron 6.3/150-600 mm G2
Nikon 4,5-5,6/80-400 mm VR II
Sony 4,5-5,6/70-400 mm II

Sigma 5,6/300-800 mm

In der gleichen Liga wie die besten spielen auch:
Fujifilm 2.0/200 mm
Olympus mFT 4.0/300 mm
Leica mFT 2.8/200 mm

 

Die optisch besten Tele-Objektive am Vollformat: 2014
(in optischer Qualitäts-Reihenfolge bei Offenblende!)

Canon 2,8/300 mm L IS II
Canon 2,8/400 mm L IS II
Canon 4,0/600 mm L IS II
Canon 4,0/500 mm L IS II
Nikon 4,0/500 mm VR
Nikon 2,8/400 mm VR
Nikon 5,6/800 mm VR
Canon 5,6/800 mm L IS
Nikon 2,8/300 mm VR II
Sigma 4,5/500 mm
Sony 4,0/500 mm

Die optisch besten Tele-Zooms am Vollformat: 2014

Canon 4,0/200-400 mm L IS 1,4x Ext.
Nikon 4,5-5,6/80-400 mm VR II
Nikon 4,0/200-400 mm VR II
Sigma 2,8/120-300 mm OS SPORT
Canon 4,5-5,6/70-300 mm L IS
Sigma 5,0-6,3/50-500 mm OS
Sony 4,5-5,6/70-400 mm II
Sigma 5,6/300-800 mm
Sigma 4,5-5,6/120-400 mm OS
Canon 4,5-5,6/100-400 mm L IS

In der gleichen Liga wie die besten Canons spielten auch:
Olympus FT 2,8/300 mm
Olympus FT 2,8/90-250 mm

 

Veröffentlicht in General, Objektive im Test

 

5. Januar 2016
Tele-Konverter 2015 – Eine Einschätzung

Konverter-Neuheiten

Die Pentax- und Sony-Fotografen mögen mir nicht böse sein – doch auch im Tele- und Super-Telebereich ist die optische Leistung und AF-Geschwindigkeit von Canon unantastbar. Die Konverter der Serie III unterstreichen das noch einmal deutlich. Auch können nur sehr wenige Sony-Objektive und nicht viele Nikon-Objektive mit den Original-Konvertern eingesetzt werden. Die Olympus E-Konverter fand ich sehr gut, da sie mit fast jedem Objektiv einsetzbar sind und die AF-Geschwindigkeit praktisch nicht reduzieren. Nikon und vor allem Sony müssen hier nachbessern. Pentax hat ja nach 25 Jahren endlich wieder einen 1.4x Konverter mit AF-Übertragung verfügbar…
Inzwischen sind auch die beiden ersten neuen Konverter für spiegelfreie Systemkameras verfügbar, Olympus und Fujifilm haben jeweils einen 1.4x Konverter im Angebot.

Mehr Linsen = bessere Korrektur = bessere Bildqualität – diese Gleichung stimmt seit jeher bei den Konvertern.

Vom Drei- Linser zum Fünf- Linser hat Canon deutlich erhöht auf den Sieben-Linser und beim 2,0x Extender kommen jetzt sogar 9 Linsen zum Einsatz. Damit sind die Nachteile der Konverter praktisch nicht mehr existent, wenn das Grundobjektiv gut ist.
Wenn Sie mit neuen Canon Objektiven arbeiten wollen, sollten Sie auch die neuesten Konverter der Serie III verwenden um das Potential der Objektive und die AF-Geschwindigkeit der neuesten Kameras ausnutzen zu können. Die Unterschiede zur Serie II sind deutlich!

Problematisch ist nur weiterhin besonders bei Canon, dass die Konverter nicht mit allen Objektiven kombinierbar sind. Den Einsatz mit kürzeren Brennweiten wie 50 mm; 85 mm und 100 mm erlaubt Canon nicht, das ist mechanisch unmöglich, da der hintere Linsentubus bei beiden Konvertern vorsteht.

Konverter sind in erster Linie gedacht um den Bildausschnitt von Tele-Objektiven mit fester Brennweite zu verbessern. Nur sehr wenige Zoom-Objektive mit Lichtstärke f: 2.8 und f:4.0 sind mit Konvertern sinnvoll einsetzbar. Dabei sollten sie zumindest um eine Stufe abgeblendet werden.
Mit den neuesten Kameras kann bei Canon nun endlich auch bis Ausgangslichtstärke f:8.0 fokussiert werden. Bei den meisten Canon-Profi-Kameras nur mit dem mittleren Sensor. Erst die neue EOS 1DX II kann mit 41 Messfeldern bis f:8 fokussieren.

Lichtschwache Super-Zooms wie 6.3/16-300 mm; 6.3/18-200 mm; 5.6/28-300 mm sollten Sie gar nicht mit Konverter verwenden und lichtschwache Tele-Zooms wie: 5.6/70-300 mm; 5.6/100-400 mm; 6.3/50-500 mm; 6.3/150-600 mm lassen praktisch selten gute Bild-Ergebnisse erwarten. Bei den reinen Tele-Zooms könnten Sie auf f:11 abblenden und durch gezielte Nachbearbeitung Kontrast und Schärfe anheben, um zufrieden stellende Bildergebnisse von kleinen Tieren oder weit entfernten Objekten zu erhalten. Dabei sollten Sie immer ein Stativ einsetzen und ISO-Empfindlichkeiten von 1600 ISO und mehr verwenden. Besser und preiswerter ist dann auf jeden Fall die viel schnellere Panasonic FZ1000 (2.8-4.0/25-400 mm) die auch bei f: 4.0/800 mm Bildausschnitt noch scharfe, gut aufgelöste Bildergebnisse bringt, solange genug Licht da ist.

Der Extender 2.0x arbeitet nur bei Objektiven der Grundlichtstärke bis f: 8.0 mit EOS 1DX, EOS 5D3 & EOS 7D2 mit Autofokus , sonst ist er manuell zu fokussieren. Manuelles arbeiten ist jedoch im Super-Telebereich sehr schwierig und zeitraubend und nicht unbedingt zu empfehlen.

Wer Erfahrungen mit einem ausgesucht guten 2.0x Konverter hat, braucht allenfalls selten einen 1.4x Konverter. Außerdem ist Faktor 1.4x oft bei kleinen Motiven noch zu wenig.
Optisch besteht beim 2,0x Extender nur ein unwesentlicher Auflösungsunterschied, je nach Objektiv. Es ist allemal besser eine scharfe Aufnahme mit 2x Konverter zu erzielen, als Bild-Dateien um Faktor 2x heraus zu vergrößern.

Der Autofokus wird etwas langsamer und braucht guten Motivkontrast. Bei wenig Licht fokussiert man sicherer manuell.

Die neuen Canon Extender (Konverter) der Serie III unterstreichen noch einmal deutlich, im Tele- und Super-Telebereich ist die optische Leistung und AF-Geschwindigkeit von Canon ungebrochen. 

Sigma Kon

Sigma hat seine beiden Tele-Konverter ebenfalls neu bearbeitet und mechanisch verbessert und mit Staub- und Spritzwasser-Schutz versehen. Doch inzwischen sind sie auch praktisch genauso teuer wie die von Canon und sie sind ebenfalls so gefertigt, dass die inneren Tuben überstehen. Sie können also auch nur mit speziellen Objektiven verwendet werden. Wenn man einige Sigma-Tele-Objektive nutzt, kann die Anschaffung vielleicht angebracht erscheinen, aber ich würde immer die Konverter von Canon oder Nikon vorziehen.

Kenko PRO 300 DGX

Kenko konstruiert noch seine sehr guten PRO 300 DGX Konverter ohne vorstehende Gläser! Ich hoffe das bleibt auch so, denn dadurch sind sie flexibel einsetzbarer (mit fast allen Objektiven) wie auch dem 2.8/100 mm Makro oder 1.8/85 mm. Die Kendos sind mit 200€ sehr günstig und trotzdem optisch sehr gut. Nur vom AF sollte man keine Höchstleistung erwarten.

CANON-TIPP:

Mit den neuesten Kameras (Eos 7D2 und 70D) funktioniert der Konverter auch sehr gut mit dem Kontrast-AF im Live-View über den Monitor, dann sind sogar Kombinationen mit AF mit: 5.6/100-400 mm L IS II oder 5.6/70-300 mm L IS und Tamron 6.3/150-600 mm VC möglich.

Ich möchte nicht auf Festbrennweiten und Konverter verzichten, aber durch das Tamron 150-600 mm bin ich heute deutlich flexibler und manchmal schneller, vor allem an der EOS 7D2 macht es Konverter fast überflüssig.

Bei Canon arbeitet der 2x Konverter mit Autofokus nur an folgenden Objektiven:

2.0/135 mm L

3.5/180 mm L Macro

2.0/200 mm L IS

2.8/300 mm L II

2.8/300 mm L IS

2.8/400 mm L IS II

2.8/70-200 mm L IS II

Sigma 2.8/300 mm

Sigma 2.8/120-300 mm

 

und mit den Kameras: Canon EOS 1DX; EOS 5D3; EOS 7D2 mit AF, nur mittlerer Sensor:

4.0/300 mm L IS

4.0/400 mm DO IS II

4.0/500 mm L IS II

4.0/600 mm L IS II

4.0//70-200 mm L IS

4.0/70-200 mm L

4.0/200-400 mm L IS x1,4 Ext

Sigma 4.0/500 mm

(und bauähnliche ältere Objektiv-Varianten ohne iS und II)

 

Bezahlbare Alternativen zum Konverter?
Wenn Sie fotografisch nicht in höchsten optischen Tele-Sphären (um 16 fache Vergrößerung – also 800 mm Bildausschnitt) schweben müssen (bedeutet: EOS 1DX und 5.6/800 mm oder EOS 7D2 mit 4.0/400 mm L IS II mit 1.4x oder 4.0/500 mm L IS II)und auch nicht die mindestens 5000€ extra für eine DSLR plus Super-Tele-Zoom abzweigen können:

Nicht viel schlechter ist die Panasonic FZ 1000. Sie verfügt über ein Zoom von 2.8-4.0/25-400 mm Brennweite  und kann sogar bis zum Bildausschnitt 800 mm bei gute Bildausbeute verwendet werden. Sie ist sensationell schnell, schneller als alle DSLR-Kameras und sichert die Chance auf Motive, die man sonst schnell verpasst. Für rund 800€ bekommt man bei Panasonic heute die weltweit beste und schnellste Fototechnik. Wie das möglich ist?
Durch einen kleineren Sensor = 1“ Zoll, der etwa 1/8 der Fläche des Vollformats (Canon Eos 5D3) bietet, oder ein Drittel der Fläche des APS-C Formats (Canon EOS 7D2) ist eine sehr gute Schärfe und Auflösung der Details sicher gestellt.
Nur Kameras mit dem 1 2/3“ Sensor sind noch einmal um Faktor 4x kleiner als 1“ Zoll (z.B.: Panasonic FZ300) und können die Qualität einer FZ1000 nicht bieten. Selbst der Brennweitenvorteil von 600 mm, 1200 mm und gar 2000 mm kann den Vorteil des größeren 1“ Sensors nicht aufwiegen – daher besser FZ1000 mit Bildausschnitt, als irgendeine Kamera mit kleinerem Sensor.

Ich kann auch die Panasonic GH4 mit mFT-Sensor 16 MP und dem 6.3/100-400 mm einsetzen – der Sensor ist beinahe doppelt so groß wie der 1“ Sensor und bringt 800 mm Bildausschnitt. Aber, die Fokussierung ist langsamer und der Unterschied f:4.0 gegen f:6.3 bringt manchmal auch die schärferen, verwacklungsärmeren Fotos für die FZ1000.

Selbst ein Vergleich zur Nikon 1 hinkt – die 1 J5 (20 MP) von Nikon kostet 400€ plus Nikon 1 5.6/70-300 mm = 900€ ergibt 1300€ – ohne Sucher und Griff (beides ist kaum verzichtbar für solide Tierfotografie) und sie ist auch nicht so schnell wie die Panasonic FZ1000. Erst mit einer Nikon V4 mit Sucher könnte Nikon die Leistung der FZ1000 einholen – zum doppelten Preis von 1900€…

und eben nicht bei f:4.0 – sondern bei f:5.6 – erst wenn man das durchdenkt, zeigt sich wie weit voraus die FZ1000 ist. Nikon und Canon sind viel zu teuer.

Nikon Kon

Bei Nikon wurden ebenfalls die beiden TC14E und TC20E auf das Level III angehoben, mit mehr Linsen, besserer Korrektur, Vergütung und Staub-& Spritzwasserschutz versehen. Sie sind sehr teuer und mir fällt auf, das sie mit praktisch allen Objektiven langsamer fokussieren, als es die Canon-Kontrahenten tun. Das Nikon Sortiment ist noch dünner, konverter-kompatibel sind nur:

2.8/105 mm VR Macro    (AF nicht zuverlässig)

2.0/200 mm VR

2.8/300 mm VR II

4.0/300 mm VR

4.0/300 mm PF VR

2.8/400 mm VR II

4.0/500 mm VR II

4.0/600 mm VR II

2.8/70-200 mm VR II

4.0/70-200 mm VR

5.6/80-400 mm VR II

5.6/200-500 mm VR

4.0/200-400 mm VR II

Olympus Konverter

Bei Olympus FT können alle Objektive mit den beiden Konvertern mit Autofokus-Betrieb eingesetzt werden, auch die Macro-Objektive! Beim Fisheye und den Superweitwinkel-Konstruktionen macht dies aber keinen Sinn.

Für Olympus mFT gibt es bisher nur den MC14 Konverter und der passt mechanisch nur auf das 2.8/40-150 mm und das kommende 4.0/300 mm.
Er verursacht leider leidliche AF-Geschwindigkeits-Verluste. Von Olympus hatte ich mehr erwartet. Offensichtlich macht der Kontrast-AF mit dem Einsatz von Konvertern noch erhebliche Probleme. Es bleibt abzuwarten ob sich Olympus auch an einen MC20 2,0x Konverter traut. Wichtig wäre das auch Panasonic endlich stärker im Tele-Bereich aktiv wird.

Sony Kon

Sony hat seine Preise gesenkt. Bisher gibt es nur 2 Konverter für die Alpha SLT-Objektive und Kameras, für alle spiegelfreien Sony-Kameras sind bisher keine Konverter in Sicht. Die Konverter können nur mit 4 Objektiven genutzt werden:

2.8/135 mm STF   (nur manuell)

2.8/300 mm SSM

2.8/70-200 mm SSM

5.6/70-400 mm SSM

Weder die Zeiss-Objektive noch die Macro-Objektive können von den Sony-Konverter profitieren, da sie nur für SSM-Ultraschall konzipiert sind.

Konverter sind in erster Linie gedacht um den Bildausschnitt von Tele-Objektiven mit fester Brennweite zu verbessern. Nur sehr wenige Zoom-Objektive mit Lichtstärke f: 2.8 und f:4.0 sind mit Konvertern sinnvoll einsetzbar. Dabei sollten sie zumindest um eine Stufe abgeblendet werden.
Lichtschwache Super-Zooms wie 6.3/18-200 mm; 5.6/28-300 mm sollten Sie gar nicht mit Konverter verwenden

und lichtschwache Tele-Zooms wie: 5.6/70-300 mm; 5.6/100-400 mm; 6.3/50-500 mm lassen praktisch keine guten Bild-Ergebnisse erwarten. Bei den reinen Telezooms könnten Sie auf f:8 abblenden und durch geziehlte Nachbearbeitung Kontrast und Schärfe anheben um zufriedenstellende Bildergebnisse von kleinen Tieren oder weit entfernten Objekten zu erhalten. Dabei sollten Sie immer ein Stativ einsetzen und ISO-Empfindlichkeiten von 1600 und mehr verwenden.

Kenko und Sigma bieten zumindest recht gute und flexibel einsetzbare (Kenko mit fast allen Objektiven – Sigma nur mit weniger Tele-Festbrennweiten und Tele-Zooms) 1.4x Konverter.
Die 2,0x und der 3,0x Konverter von Kenko sind ihr Geld selten wert und erst recht nicht mit Zoom-Objektiven der Lichtstärke f: 5.6 oder gar weniger!

Pentax Kon

Der Pentax DA 1.4x AW Konverter ist ein Exot, der 25 Jahre zu spät kommt. Dennoch ist er sicher auch im heutigen Portfolio von Pentax sehr wichtig. Er bietet Staub- und Spitzwasser-Schutz und sowohl den halten Kurbel-AF und neueren Ultraschall-AF. Doch beide Arten arbeiten gemessen an Canon relativ langsam. Der Preis von gut 500€ scheint mir da kaum gerechtfertigt, aber er ist teuer wegen der deutlich kleineren Pentax-Zielgruppe.

 

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