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Archiv für November 2021

7. November 2021
Foto-Scene Herbst 2021

Die Scene ist beherrscht von Lieferengpässen, Preiserhöhungen, eine Objektivflut aus Fernost (außer Japan) und Verlust des Interesses an Fotografie.
Bei den neuesten Kameras wird VIDEO wichtiger als alle möglichen Fotoeigenschaft. Sehr gut zeigen das schon im Vorfeld die kommenden Winter-Neuheiten: Sony Alpha 7IV und Nikon Z9. Außerdem könnten noch eine Fujifilm XH2 und eine neue Olympus M1 dazu stossen.

NIKON Z9
es ist wie es ist, ich habe viele beeindruckende Fotos mit Nikon realisiert, zuletzt mit der D500 und D850.
In den 70ern kam an Nikon praktisch keiner vorbei und auch in den 80ern war Nikon lange das Profiwerkzeug, wenn man kein Mittel- oder Großformat nutzte.
In den 90ern und 2000ern war Nikon oft nur noch das zweitbeste Werkzeug (auch bei Reparaturen & Service), dann gab es einzelne Höhepunkte wie eben D300, D500, D5, D850 und einige Objektive und seit bald fünf Jahren ist Nikon nur noch das drittbeste Profi-Werkzeug – wenn ich Fuji-Mittelformat nicht mitzähle) und so wie die Z Objektivauswahl und Objektivtechnik jetzt aussieht, sehe ich nicht, wie sie in überschaubarer Zeit wieder Nummer 2 werden könnten.
Mit der Z9 müßte schnell eine Z90 (wie D500) im Halbformat erscheinen und Objektive, die bei höherer Leistung noch mehr können und Fotografen wie Filmer zufriedenstellen…
Ich kann mit Fan-Schreibern und Marken-Fetischisten nicht viel anfangen, ich weiß wo mein System seine Stärken und seine Schwächen hat und ich weiß fast noch besser, wo andere Systeme stärker sind. Mit Liebhaberei und Schöngerede kommt man kaum zum besten Werkzeug, dem man vertrauen kann.
Eine Z9 macht bei Nikon (Objektiv) noch keinen Frühling – aber schön, dass sie endlich wahr wird.

Noch sind Konverter nicht überflüssig– noch gibt es keine gut beherrschbaren 100 MP im Kleinbild.
Immerhin kann man inzwischen häufiger auf den etwas stärker Randschärfe und Brillanz raunenden 2x Konverter verzichten, dank 50 MP.

Bild-Betrug
Jetzt lassen sich mit Software schon einfach bewegte Personen und Fahrzeuge aus den Fotos und Filmen beseitigen.
Willkommen in der Betrugswelt.
Es wurde schon immer getrickst, retuschiert und betrogen, nur jetzt wird es eben für jeden kindereinfach. 

Die Spitze erklommen, wir bewegen uns im Orbit der Kameratechnik
Nur Smartphones liefern in engen Teilbereichen gleich bessere Fotos, als die heutigen Systemkameras.

CANON
Seit Canon endlich einen sauberen Autofokus hat, der nicht mehr justiert und auf Objektive angepasst werden muss und seit Canon sogar eine hochleistungsfähige Bildstabilisierung zusätzlich in den Kameras anbietet, ist Canon an seiner eigenen Leistungsspitze.
Ich würde heute keine EOS 1DXIII oder 5DIV, 90D oder irgendeine Canon-Kamera mehr geschenkt haben wollen. Es gibt noch ein paar Gründe auch auf mechanische Auslösung zu setzen und auch ein klares, echtes Sucherfenster ist eine eigene „Weltanschauung“ – nur im Bezug auf AF, Stabi, Belichtungsmessung, Schnelligkeit, Serienbilder, Filmfunktionen, Sensor, Prozessor kann keine Canon-Kamera mehr mit R3 – R5 – R6 mithalten. RP und R sind zwar erheblich günstiger, ihnen fehlt aber der Bildstabilisator und der besonders zielstarke und schnelle Autofokus – daher sind beide aus meiner Sicht jetzt schon veraltet.
Vor dem Kauf einer R6, sollte sich jeder entscheidende Gedanken machen:
2000€ sparen, aber was verliere ich dadurch? Wenn ich unbedingt Vollformat fotografieren und dadurch einen sichtbaren Vorteil haben will, warum dann nur 20 MP Auflösung?
Für mich ist das ein Widerspruch! Denn selbstverständlich ist eine R5 mit 45 MP in der Lage viel mehr Details und Schärfe aufzuzeichnen. Also wer die R6 kauft, wird in den meisten Fällen zwei mal eine Kamera kaufen und dann eben keinen finanziellen Vorteil haben. Unter 10.000 ISO sind keine Vorteile durch die geringere Pixeldichte sichtbar (Bildrauschen).
Die R3 ist leider sehr ähnlich, es ist zwar sehr viel verbessert, aber der Kompromiss liegt beim Sensor. Sie ist eine reine Kamera für Journalisten, Event- und Sport-Fotografen, die sich bewußt auf 24 MP einlassen, deren Kunden auch nicht mehr verlangen und die gut ausgestattet sind mit Teleobjektiven und selten starke Bildauschnitte brauchen.

SONY
Was für Canon gilt, kann man in weiten Teilen auch für aktuelle Sony-Kameras sagen.
Die 9II ist das Pendant zur R3 nur kleiner und kompakter. Die A1 hat Canon so nicht.
Wer Festbrennweiten liebt und ein paar der modernsten Zooms braucht, kommt an Sony kaum vorbei und braucht auch keinesfalls neidisch auf Nikon oder Canon zu schielen.

NIKON
Bei Nikon lohnt sich nur eine Z5. Selbst die Z7II ist letztlich langsam, zu langsam für den Preis. Und die Z9 ist noch nicht kaufbar und lohnt auch nicht wirklich, in dem noch zu kleinem System. Wer da mit adaptieren anfängt ist auch schnell verloren.

L-Bajonett
Da habe ich wirklich die Lust daran verloren, die Panasonic S5 lohnt sich und für Filmer sind sicher einige Kameras interessant, für Fotografen letztlich nicht. Was Leica und Sigma da treiben ist für meine Hände einfach nur Mist.

Womit bin ich diesen Herbst in Deutschland unterwegs?

Ich bevorzuge die Extreme.
Warum sollte ich 2.8/24-70 mm oder 4.0/24-105 mm mit in die Natur schleppen? Wie oft hilft mir ein 2.8/70-200 mm bei meinen Motiven?
Daher beschränke ich mich zumeist auf 4.0/14-35 mm Canon RF und 7.1/100-500 mm Canon RF oder nehme 2 Kameras und dann habe ich 2.8/400 mm Sony oder 6.3/200-600 mm Sony dabei. Mehr zu wuchten macht keinen Sinn. Wobei ich mir schon mit den 3 Kilo in der Hand mit einem Einbein behelfen muß und lieber eine Sony RX10V dabei hätte.

Bei der kommenden Nikon Z9 kommt mir der Gedanke, ob ich meine tollen Nikon FX und DX Objektive vielleicht zu früh verkaufe.
Allerdings möchte ich keineswegs eine weitere Kamera im 6000-7000€ Preisgefüge, keine die über 750g wiegt und sowieso keine, die den Handgriff zusätzlich integriert hat.
Zum Einstieg oder zum Wechseln zu Nikon braucht es Sansibar oder einen Grund. Behindert wird das Wechseln der Systeme immer durch die Drehung am Bajonett, am Brennweitenring und ggf auch am manuellen Fokusring (der immerhin bei einigen Systemen umprogrammierbar ist). Die wenigsten werden sich, wie ich, daran gewöhnen und wenn Menschen schon über schwächere Haptik bei Herstellern schimpfen – dann ist in Wahrheit das, ein viel wichtiger Grund, sich für eine Marke nicht zu erwärmen. Canon, Olympus und Sigma drehen gegen die Uhr, Nikon, Sony, Panasonic, Fuji, Tamron drehen mit der Uhr.

Beim Smartphone suche ich auch weiterhin nach einer Lösung es nur als Kamera einzusetzen. Zum Filmen gibt es sehr gute Gimbal, aber zum Fotografieren gibt es immer noch keinen passenden Griff. Ich würde es lieber ohne SIM-Karte ohne 5G, ohne Zusatz-Apps, vor allem ohne Google, Android und Co verwenden. SmartPhones erobern die Fotografie und das Filmen, so wie sie Telefone, Uhren, Schweizer Messer und vieles mehr praktisch verdrängt oder nutzlos gemacht haben.

Auch das “sammeln” von Objektiven und Kameras sollte man ausgefuchsten und Menschen mit zu viel Geld überlassen. Leica R-Kameras und Objektive (bis auf sehr wenige Ausnahmen, 100 mm Macro, Superweitwinkel und Supertele) werden heute fast noch billiger gehandelt als alte Nikon Geräte, obwohl sie erheblich mehr gekostet haben und nicht mehr (BQ & FertigungsQ) geliefert haben. 2011 habe ich meine letzte Leica-Sünde begangen, ein schönes Leica 1.4/35 mm Summilux Aspherical und eine M7 gekauft. Nur 1 Jahr nach dem Kauf hat Leica eine neue Version des Summilux mit geänderten Kontakten vorgestellt. Schon hatte ich Altware, nach der heute niemand mehr fragt. Denn nur die ganz alten Objektive oder die letzte Serie, sind auch bei Leica noch begehrt und etwas “wertvoller”. Aber warum sollte man heute noch in einer M7 einen Film einlegen?
Wer sucht heute ein Summilux aus den Nuller-Jahren?
Noch schlimmer ist es mit alten Rollei-Kameras, für die es praktisch keine funktionierenden Akkus mehr gibt, alten Hasselblad-Kameras, deren Filmplanlage im Magazin immer schon bescheiden war – aber immerhin kann man da für viel Geld ein Digitalrückteil ansetzen.

Das Ende der Systemkameras ist deutlich zu erkennen.
Und wir können nicht immer weiter konsumieren.
Darum ein paar Ratschläge:
Vermeidet immer das Kaufen bei Amazon und anderen großen Halsabschneidern, die den Markt erwürgen.
Kauft wann immer es geht, nur gepflegte, gebrauchte Ware.
Nur Objektive, die eine wirklich einzigartige Bildsprache ermöglichen bringen einen weiter!
Kauft  nur lichtstärkste Objektive bester Qualität, abblenden lässt sich immer!
Lasst euch nicht von China, Korea und Taiwan-Ware verführen.
Deckt euch auch nicht mit Leica-Nikon Sammlerware ein, wenn ihr euch nicht wirklich auskennt.
Vermeidet – wenn sie es nicht wirklich häufig brauchen – die ganzen Standard Brennweiten und Zooms, alles was nicht mindestens f:2.8 unter 200 mm aufweist und nicht mindestens 400 mm bietet.
Kümmert euch um nahezu ausgereiftes Zubehör, Stative, Köpfe, Kamera-Adapter, Fototaschen, Licht und vieles mehr.
Kauft klug, nur mit Festbrennweiten oder nur mit Zooms wird kaum einer auskommen.
Überschneidungen bei Brennweiten sind wichtig, 14-24 mm – 24-70 mm- 70-200 mm war schon immer Mist, weil wir dann ständig Objektive wechseln. Besser gleich ein 14-35 mm und ein 100-500 mm, oder jetzt ein Tamron 2-2.8/34-150 mm.
Kauft Spezial-Objektive, die die Masse nicht versteht.
Kauft die bestmögliche, neueste Kamera mit dem besten Prozessor – oder den besten Kompromiss – oder kauft sie klug gebraucht, womit wir noch Jahre zufrieden sind.
Spart nie am Speicherplatz!
Vermeidet unbedingt Klauts als wäre es der Vorhof zur Hölle – tatsächlich sind sie die Datenhölle.
Verzichtet auf GPS – auf jegliches Tracking und teilt niemals die Daten wo und wann ihr, wen aufgenommen habt.
Glaubt nie den Firmen – die legen jeden immer nur herein – bitte immer hinterfragen – aus welchem Grund man wohl etwas erzählt und anpreist – was die wahre Absicht sein könnte!
Wer die Welt, das Leben und die Geschöpfe liebt und bewahren will – muss verzichten!
Machen wir uns nichts vor, wir tragen einen großen Teil der Schuld – aber vergessen wir auch nicht, die ärmsten Länder, die noch stärker von dem Klima-Kollaps betroffen sind als wir, haben mir ihrer wahnsinnigen Kinderflut und ihrem archaischen Glauben oder Unwissen nicht viel weniger dazu beigetragen.

 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

 

7. November 2021
Leserbrief – erste Eindrücke mit Canon R5

Leserbrief

Hallo Harry,

ich war eine Woche zum Wandern im Allgäu, Oberstdorf. Herrliches Wetter und schöne Herbstfarben der Bäume und Berge. Konnte die R 5 nun endlich genauer unter die Lupe nehmen.
Ich habe das günstige 24-105 mm, das neue 100 – 400 und das 16 mm von meinem Fotohändler zum Ausprobieren dabei. Zu 95 Prozent hat mich die R 5 mit den drei Objektiven überzeugt.
Aber an den elektronischen Sucher muss ich mich erst gewöhnen und darauf einstellen. Ich bin mir manchmal nicht sicher, ob die Belichtung stimmt und habe das eine oder andere Foto überbelichtet und mich nicht auf die Wiedergabe im Sucher verlassen.
Erstaunt bin ich über das 100 – 400 mm Zoom, trotz der relativ geringen Lichtstärke reagiert das Focussieren schnell und treffsicher und auch mit der Freistellung ich ich sehr zufrieden.
Das 16 mm finde ich auch rundum gelungen. Ich hatte ein leichtes, kleines Carbonstativ dabei, aber ich habe dies eigentlich nur bei Makroaufnahmen eingesetzt, ansonsten habe ich nahezu alle Aufnahmen frei Hand fotografiert. Ich werde die beiden Objektive für mich behalten, denn sie sind für mich ein attraktiver Kauf.
Nachdem Sigma nun 2022 einige Objektive liefern will, warte ich mit Festbrennweiten zunächst mal ab. Würde mich freuen, wenn die auch ein 150 mm Makro, oder sogar ein 180 mm Makro bringen würden. Ich habe das alte 3,5/180 mm von Sigma mit dem Adapter ausprobiert und die Fotos haben mich überzeugt. Der Focus ist langsamer, aber es hält sich im Rahmen.

Nun ja, lassen wir uns überraschen, was uns Sigma liefert.

Ich wünsche dir schöne und fotogene Herbsttage und hoffe, du bist gesundheitlich wohlauf und fit.
Liebe Grüße

Hallo

die Zeiten werden nicht unbeschwerter… aber ich freue mich, wenn du mit der R5 gut klarkommst.
Ich hatte schon eingen Ärger mit der R3, es vergingen Wochen bis Canon und ich heraus bekommen haben, das der Fehler durch Speicherkarten verursacht wird und in der R5 ist das gleiche Problem. Man muss sie wirklich immer wieder neu formatieren, sonst sind alle Anzeigen und die Bedienung die ersten 5 Sekunden nicht da…

Das 100-400 mm und 16 mm habe ja ich noch nicht einmal… wenn du damit schöne oder aussagestarke Fotos machen konntest – gerne her damit. Ich warte noch darauf, allerdings hätte ich zur Zeit ohnehin kaum Motive dafür. Das 100-400 mm braucht man eben wegen dem einzigartigen Nahbereich.
Ich war ja mit dem 14-35 mm unterwegs – der Preis ist irre – aber dafür leistet es auch was kein anderes in der Bauart kann.

Also bei den Zooms mittlerer Lichtstärke muß Sony unbedingt noch einmal nachlegen, da dominiert Canon einfach und Nikon und Panasonic und Sigma haben da gar keine Ideen.

Beste Canon RF Zooms: 4.0/14-35 mm L IS – 6.3/24-240 mm IS – 4.0/70-200 mm L IS – 8.0/100-400 mm L IS Macro – 7.1/100-500 mm L IS – 2.8/70-200 mm  L IS
Das 2.0/28-70 mm L ist zwar sehr scharf, aber ich mag es trotzdem nicht und auch 2.8/15-35 mm L IS – 2.8/24-70 mm L IS – 4.0/70-200 mm L IS langweilen mich.

Mit der Belichtung solltest du dich immer auf den Sucher/Monitor verlassen – denn bei DSLR siehst du ja das Motiv – und in der R5 siehst du das Bild – in JPEG-Datei – es ist immer richtig, aber ich weiß, wenn es sehr hell wird, kann einen das auch verrückt machen und in der Dunkelheit will man es nicht glauben – aber es stimmt immer.
Sigma ist immer noch nicht aufgewacht und wird von Sony ausgebremst (AF im Telebereich), mal schauen wie sie das für Canon hin bekommen und ob es überhaupt wieder Sinn macht, Sigma zu kaufen. Die R3 ist ja ganz schön und schnell – trotzdem bleibt mein Anspruch, außer für Porträts will ich meine Kameras nicht mehr drehen. Die Auflösung und Ergonomie einer Kamera muß so gut sein, das ich auch prpblemlos aus einem Querformat ein Hochformat schneiden kann – wenn wir schon immer noch ein dem veralteten 2:3 Format festhalten.

Dieser Tage hatte ich wieder mit Menschen zu tun, die nur bis 400 ISO fotografieren und mit Berufsfotografen, die jede Vollformatkamera bei 1600 ISO abriegeln.
Bei kleinen mFT Sensoren ist das angebracht, aber sicher nicht bei Vollformat.
Wie kann man nur so sein? Frage ich mich. Denn die Taktik von Canon endlich auch Objektive mit f:8 und sogar f:11 anzubieten ist absolut richtig und hilft vielen Fotografen, die sich trauen.
Hier aus der Kamera, Faktor 1.6x mit RF 7.1/100-500 mm bei 2500 ISO – bis 12.800 ISO ist alles ok und selbst bei 20.000 ISO fallen die Fotos nicht auseinander und zeigen trotzdem Details und Farben.
Die anderen Hersteller haben ihr eigenes Potential noch nicht erkannt – sie werben mit 100.000 ISO – aber die Objektive haben Öffnungen von maximal f:6.3 – da ist Canon weiter.

R5 – 2.500 ISO

R5 – 10.000 ISO

Zeigt her eure Zähne – das ist auch ein Plädoyer gegen alte Politiker (älter als 45 bei der Wahl) und alle die die zu lange vermeintlich Gutes tun wollen.
Schaut sie euch an – das Grauen geht immer weiter – sie sind von Kompromissen zerfleddert zu keiner Entscheidung mehr bereit und sitzen alles nur aus. Politik braucht Mut und frisches Blut und Experimentierfreudigkeit.

Es ist ein lebenslanger Kampf gegen Unwissen, Verbohrtheit und Mutlosigkeit.
Ich fühle mich häufig wie ein freies RADIKAL:
Ich denke die Jugend hat ihr Recht – wir müssen jetzt sofort viel radikalere Lösungen ausprobieren.
Es kann so keinen Tag mehr verschwendet werden. Wenn ich nur in meiner direkten Umgebung schaue, die Bäume sterben, müssen abgeholzt werden ( ich habe immerhin erreicht das 3-4m Stamm häufig stehen bleiben, für Vögel, Insekten, Eichhörnchen),

Wir sind für diese Zeiten komplett falsch konditioniert worden – oder sogar sowieso. wir denken doch ein Arbeitsplatz, ein Auto und ein eigenes Haus sind der Lebensmittelpunkt – leider ist das Schwachsinn. So knebeln und knechten uns “Arbeitgeber”, Autohersteller und die Betonindustrie.
Es beginnt ja schon morgens mit dem Waschzwang, Haare, Klamotten, Düfte – muss alles sein – Schwachsinn.
(Sicher muß man sich waschen und ab und zu frische Klamotten anziehen, (da wir ja alle weitgehend unbehaart geworden sind) aber tägliche Komplettwäsche, MakeUp und Düfte gehören von Produktseite sofort verboten!).
Die Konditionierung – “Arbeit ist das wichtigste” ist für mich komplett falsch verstandenes Leben. Jeder muß zur Menschen- und zur Naturgemeinschaft einen Beitrag leisten – sollte unser Credo sein.
Sicherlich wird ein Beitrag in Fertigung, Büros, Gesundheit, Sozialem und dem Regelwerk für Zusammenleben weiterhin gebraucht – aber doch bitte kein 9 Stunden Aufenthalt erzwungenermaßen jeden Tag.
Wir bestimmen heute unseren “Wert” noch dem Geld, dass wir von anderen bekommen, Schauspieler, Sportler, Sänger, Schreiber und viele Kunstschaffende machen es leider jeden Tag vor und die anderen antworten darauf dann noch mit “Follower” zur eigenen Wertbestimmung. Leider ist das genaue Gegenteil wahr – diese Menschen sind gar nichts wert, nicht für andere, nicht für die Natur oder den Planeten.
Es darf nicht so viel Macht und Geld in den Händen einzelner sein. Das muss zum Wohle Aller und zur Sicherung der Natur enteignet werden. Es kann nicht sein das da Menschen unter uns 100.000€ teure Autos fahren, Millionenvillen und Ländereinen als ihren lebenslangen Besitz betrachten, sich teuersten Schmuck, Kleidung und anderen Unsinn leisten.
Wir werden leider Überwachungen und viel mehr Personal dafür und Gesetze dazu brauchen. Auch brauchen wir eine strikte elektronische Kontrolle der Geschwindigkeit von allen Fahrzeugen, es darf kein Auto mehr mit 200 und mehr KM/H an einem vorbeifliegen und auch kein Radfahrer mit 30 und mehr andere nerven und gefährden.
Wir brauchen alle viel mehr “Aufklärung” jede Woche und müssen viel, viel weniger verbrauchen und vernichten. Unser Geld von Rüstung, Wettkampf, Sport, Industrie, Wirtschaft in Bildung, Aufklärung Naturschutz, Klimaschutz, Tierschutz und letztlich Menschenschutz stecken. Endlich weg vom Turbo-Kapitalismus hin zum Retten und Bewahren.
Ja ich weiß, das ist politisch und schon gar nicht weltweit umsetzbar – also werden zuerst die Wälder und Meere sterben, dann die Tiere und Artenvielfalt und eben auch die Menschen.
Wir müßten einerseits stärker eingreifen und andererseits viel mehr Chaos und Unordnung zulassen.
Das “Energieproblem müssen wir schon dadurch in den Griff bekommen, das wir unseren Verbrauch um ¾ reduzieren – das Streaming und das Internet in dieser Form und die dafür produzierten 99% SuperMist müssen gestoppt werden, die Langeweile mit Aufgaben ausgefüllt werden.
Aber keiner ist radikal genug – es werden weiterhin mehr Teslas, Porsches, SUVs in der Nachbarschaft herum stehen, Harleys knattern, Sägen und Laubbläser aufheulen, Steine und Beton den Boden vernichten und die Leute sich krank essen und die Stürme, Fluten, Feuer und Erosion wird immer stärker.
Politiker trauen sich ja noch nicht einmal alle die, die sich grundlos nicht impfen lassen wollen, ihre “Freiheiten” zu nehmen, wenn sie auch noch andere anstecken, es ist pervers. Und die streiten schon wieder über Posten und Meinungen. Dabei muß nur vorhandenes Wissen schnell umgesetzt, ausprobiert werden und dann immer wieder Schlüsse daraus gezogen und schnell angepasst werden.

Genug geträumt… wer schneidet sich schon ins eigene Fleisch, ich will ja auch meine Objektive weitgehend behalten und Reisen.
Bitte nicht missverstehen, ich bin selbst genauso schlimm wie alle anderen.
Ich fürchte uns bleibt nach Jahrzehnten der sinnlosen GIER und die Scham… oder wir tun endlich selbst etwas

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

 

3. November 2021
Alles muß raus…

Lieber Leser, es ist so weit, ich trenne mich von allem überflüssigen Fotokram, Sony, Canon, Leica, Panasonic, Olympus, Fujifilm – alles muß raus – die neue bahnbrechende Nikon Z9 ist auf dem Weg.
Halt stopp – nur ein Späßchen – natürlich werdet ihr mich nicht zukünftig mit diesem “Gewürge” um den Hals erleben – allenfalls für ein paar Tests.
Ich bin nicht einer der Top-Wildlife-Fotografen, die immer ihre Träger dabei haben und die am Ende nur den Auslöser drücken müssen und auch die werden sich nicht für eine Z9 entscheiden, da ja vor der Kamera noch alles fehlt, was den Reiz der Fotografie ausmacht (Objektive).
Jetzt spricht man schon von einer riesigen Nachfrage und einer leicamäßigen Wartezeit von 6-12 Monaten für die Z9 – ja lustig und dann noch einmal 2-3 Jahre bis die Objektive verfügbar sind, die wir jeden Tag brauchen?
Canon hat gleich clever reagiert, den Preis der teuren R5 um 500€ CB versüsst und angekündigt, das im Herbst 2022 eine R1 verfügbar sein wird, die alle Konkurrenz im Moor versinken lässt.
Hoffentlich im Gewichtsrahmen der R3… denn die hat noch ein erträgliches Gewicht und Gehäuse, nur kommt eben die Sensorauflösung zu kurz.
Ich war nie ein Freund dieser Kameras. Ich hatte nie eine F3 oder F4 mit riesigem Motor darunter, die F5 mit ihren Akku-Problemen wollte ich nicht kaufen und die EOS 1V war damals das Beste was man für Geld kaufen konnte, dazu gab es den Booster, wenn mehr Power notwendig war. Danach mußte ich eine Weile mit der 1D, 1DIII und Nikon D3 arbeiten, weil es keine echten Alternativen gab. Doch spätestens mit Vorstellung der D500 und D850 brauchte ich keine D5 oder D6 oder 1DX mehr. Diese großen Ackergäule waren für die letzten Fotografen, die jeden Tag bei jedem Wetter Geld verdienen mußten, die Angeber, die solche Klötze vor der Brust tragen oder Sammler.
Auch wenn die Z9 jetzt geringfügig leichter als die D6 ist und etwas kompakter bei “nur” 6000€ Piepen ist, so ist sie trotzdem keine Kamera, die viele Filmer oder Fotografen brauchen.
Und wir können sicher sein, eine Z8 wird erscheinen, sobald der erste Ansturm auf die Z9 sich verzogen hat und die Z8 wird in der Bauart D850 erheblich kompakter und leichter. Und dann wird Nikon frühestens interessant und vielleicht auch meine Teleobjektive und die richtigen Festbrennweiten und Zooms liefern können.
Bis dahin sollten wir die Z9 als unterhaltsame Randkamera betrachten – sie kann weder eine A1 noch eine R5 ernsthaft bedrängen.
Und Sony wird sicher 2022 mit einer A7RV und A9III antworten und auch den Verschluss weglassen – wenn sich das bewährt.
Und auch Fujifilm wird bald (zum 10 Jährigem FX-Jubiläum im Januar?) mit einer schnellen, professionellen X-H2 auftrumpfen.

Denn wo sollte ich denn jetzt erstklassige:1.8/14 mm – 1.8/20 mm – 1.4/24 mm – 1.4/35 mm – 1.4/85 mm – 1.8/135 mm – 2.8/400 mm – 4.0/600 mm – 2.8/12-24 mm – 2.8/70-200 mm – 6.3/200-600 mm von Nikon her bekommen?
Den FTZ-Adapter habe ich gerade verkauft, das gefiepse und gequietsche mit den jüngsten FX AF-S Objektiven mochte ich mir nicht antun. Ich bleibe dabei, die Z5 ist die fairste und spannendste Nikon-Z-Kamera die der Konzern heute baut. Zur Not geht inzwischen auch eine Z7II für 3100€ – aber eigentlich ist die erst interessant, wenn das 4.0/24-120 mm lieferbar wird und es etwas taugt.
Dazu dann das sehr gute 4.0/14-30 mm und das hoffentlich gute 5.6/100-400 mm und die Z-Ausrüstung wäre rund. Aber darüber können wir uns im Frühling 2022 noch einmal Gedanken machen.

Liebe Leser, ich kann liefern, derzeit sind spannende Angebote in meinem Flohmarkt, mit denen jeder besonders gute Aufnahmen realisieren kann, schaut mal rein.
Von Nikon meine Testkamera Z5 und 4/14-30 mm und das Objektiv was heute die allermeisten Nikon-Profis in ihrer Fototasche haben, weil es ein Ausnahmeobjektiv ist: AF-S 1.4/105 mm ED.
Von Sony ist derzeit nur noch das GM 2.8/100 mm STF OSS Macro mit Apodisations-Eigenschaften zu haben, da kann ich aber jederzeit alles besorgen.
Wenn etwas Bestimmtes gesucht wird, bitte nachfragen. Danke!

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht