Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
umfangreichste und ausführlichste Test-Sammlung
aller Autofokus-OBJEKTIVE
im Internet – Weltweit! 383 Tests!
Alle Berichte auf Deutsch und für jeden verständlich –
Alle bedeutenden Autofokus-Objektive in der Praxis getestet und beschrieben – unabhängig
und nicht erzwungen wirtschaftlich korrekt; alle Berichte ständig erweitert und ergänzt –
nur hier ungekürzt und klar!
& persönliche Beratung für jedes System und alle Objektive!

 

21. April 2026
Wald-Käuze 2024 – ROCHADE

Wir leben in der Versicherungs und Sicherheits-Blase – das sind alles nur Hirngespinste.
Wenn einer mit Macht und dicker Keule kommt, müssen wir uns bis auf’s Blut verteidigen.
In Wahrheit ist das Leben, unser aller Leben, in jeder Sekunde ein Überlebenskampf, ein Kampf um Stärke, einfaches Futter und Unversehrtheit!
Bei den Tieren ist das für geduldige Menschen auch jederzeit zu beobachten.
Weil ich den zappeligen Autofokus der Z9 leid war, habe ich sie auf manuelles Fokussieren eingestellt und zusätzlich die Farbe zurück genommen und nur das 6.3/800 mm verwendet. Allerdings lies das schwach Licht es nicht zu, wirklich kurze Zeiten zu wählen, meist mußte ich bei 1/500 oder maximal 1/1000 bleiben und RAW zusätzlich nutzen, um bei 20 BpS noch um 10.000 ISO zu bleiben.
Ich war früh um 5.30 Uhr bei den Wald-Käuzen und ihrem Nachwuchs, als sich folgendes entwickelte:

 

 

Ich habe mich an eins der schwierigsten Motive gewagt – Eulenvögel.
Nicht das sie meinen ich habe mich im Nordseestrand vergraben – ich habe ausgerechnet wieder ein neues Vogelprojekt begonnen, dem ich täglich bis zu 7 Stunden witme.
Nach Buntspecht, Grünspecht, Meise, Star, Bienenfresser, Rotkelchen, Haubentauchern, Eisvogel, Zaunkönig, Kleiber, Zwergtauchern, Austernfischer, Küstenseeschwalbe, Wasseramsel habe ich jetzt den Steinkauz im Visier.
Ausgerechnet ich, der mit Vögeln nie viel zu tun hatte und wie ein Pölking, Morris oder auch nur so gut wie die anderen Spitzen-Vogelfotografen, werde ich sicher nicht. Dafür weiß ich zu wenig, habe in der Jugend zu wenig über Vögel, Gesang, Reviere und Verhalten gelernt. Ich war immer Katzen- und jetzt auch Eichhörnchen-Mensch, das bleiben auch meine Lebens-Motive.
Aber ein Eulen-Vogel war immer ein Wunschprojekt.

Es ist vergleichsweise fotografisch gut zu aufzulösen, wenn wir bei wenig Licht fotografieren muss, immerhin stehen uns heute Teleobjektive mit f:1.2 und f:1.8 und dann noch f:2.8 und f:4.0 Lichtstärke und Empfindlichkeiten bis 6400 ISO plus Entrauschungssoftware zur Verfügung.
Und es ist auch nicht mehr so schwierig sehr lange Brennweiten für größere Distanzen zum Motiv zu verwenden, für gutes Licht gibt es 800 mm sogar schon unter 1000€. Nur jenseits 800 mm wird die Luft sehr dünn, dann helfen nur noch Konverter, Sensoren oder Spektive.
Jedoch die Kombination aus wenig Licht bei Entfernungen von 50-200m stellen eine weiterhin kaum überwindbare Hürde mit ständigen Kompromissen dar. Bewegungen sind fast gar nicht scharf einzufangen – außer mit Blitz oder Kunstlicht.

Extrem-Telefotografie
Wer noch denkt, 500-600 mm seien schon viel Brennweite und wer sich traut dann den Ausschnitt auf vergleichbar 900 mm zu nutzen, wähnt sich sicher am Ende der Telebrennweiten.
Doch trotz aller technischen Verbesserungen und hochauflösender Sensoren ist das Mitnichten das Ende der erhofften Reichweite.Auch 1200 mm, 1700 mm und sogar 2000 mm können bei kleinen Tieren mit hoher Fluchtdistanz durchaus wichtig werden – Ich sage nur Steinkauz!
Nur leider sind die Steigerungen der Vergrößerung und die sichtbaren Details keineswegs unbegrenzt steuerbar – zumindest nicht ohne Weltraum-Satelliten-Technik. Schon bei 600 mm kann kalte aufsteigende Luft, Fotos schnell unbrauchbar machen. Und auch die Unterschiede zwischen 1000 mm und 2000 mm sind vergleichsweise gering, viel geringer als die Zahlen vermuten lassen. Größtes Problem ist heute nicht mehr nur die ruhige Haltung der Kamera (da helfen IS, VR & IBIS sehr viel)sondern die vorhandene Lichtstärke, die noch kurze Belichtungszeiten und mittlere ISO-Push-Empfindlichkeiten zulässt. Ohne viel Licht gelingt meistens kein Telefoto. Nicht ganz umsonst werden die Objektive von Canon mit Anfangsöffnungen f:7.1, f:8 und f:11 so kritisch diskutiert und so oft als untauglich befunden. Das kommt aber zumeist von Fotomenschen, für die immer noch 800 ISO das Limit darstellt.
Trotzdem, für mein Projekt war die Canon R7 mit Canon 11/800 mm und erst recht mit 14x Konverter bei f:16 allenfalls an sehr klaren Tagen nach dem regen und sehr viel Licht brauchbar.
Denn bei der Kombination begegnen uns alle Hürden auf einmal. Die R7 rauscht wegen der 32 MP auf kleiner Fläche schon jenseits 1600 ISO stärker, f:11 lässt sehr wenig Licht durch und der RollingShutter der R7 kann durch Bewegungen des Objektivs oder Motivs schnell die Fotos verzerren.
Die anderen Eulenfreunde mussten mit 5.6/200-500 mm und 6.3/150-600 mm oft früher aufgeben, weil die Distanz von 60m bis 200m einfach zu groß war.
Ein 5.6/800 mm schien neben einem 4.0/600 mm plus TC die einzige Möglichkeit.

Ich hatte dann schnell die OM-1 zur Hand, denn bis zu 1600 mm bei f:4.5 sind konkurrenzlos. Aber nach ersten guten Fotos war ich trotzdem extrem limitiert durch fehlendes Licht, Abends nach 21.45 Uhr – da half dann auch irgendwann f:4.5 am kleinen MFT-Sensor nicht mehr und 800 mm sind noch deutlich zu wenig Brennweite um die scheuen und sehr kleinen Vögel nicht zu stören.
Weit entfernte Motive nah heran holen, klappt bestens, aber 16-20 cm kleine Vögel in mehr als 30-60 m Entfernung groß darzustellen und detailliert zu zeigen, ist etwas ganz anderes.
Deshalb wechselte ich notgedrungen auf Nikon Z9 mit 6.3/800 mm und 1.4x TC, Gleichzeitig eine gute Möglichkeit die Version 4.0 für die Z9 unter echten Wildlife-Bedingungen am Limit zu betreiben.
Eins wird sofort klar, ich weiß nicht, was die vielen anderen uns als Wildlife mit den tollen Nikon-Kameras verkaufen wollen, wo dann in Bildserien meist jedes Bild perfekt scharf auf dem Auge gespeichert wird – ich weiß nur, auch mit Version 4.0 habe ich weit mehr als 60% Ausschuss – wo der Fokus nicht sitzt. An schnelle Bildfolgen ist dabei gar nicht zu denken! Ganz oft wird ein Kauz gar nicht gefunden und erkannt, erst wenn ich auf Halbformat umschalte gelingt es etwas besser. Allerdings kein Vergleich zu OM-1 und erst recht nicht zu R7, R5 und 7RV, A1!
Wenn man an Menschen gewöhnte Vögel auf festgelegten Strecken abknipst, mag da mehr gehen – aber meine Steinkäuze geben einen Vogelschiss auf Internet, Nikon und Menschenvertrauen.
Mit allen 6.3/600 mm oder gar 7.1/500 mm Zoom-Objektiven braucht man da gar nicht anzutreten.
Somit bleiben für die Aufgabe aus meiner Sicht aktuell nur:
Sony A1 mit 4.0/600 mm +TC
Canon R5 mit 4.0/600 mm TC oder 5.6/800 mm – das 11/800 mm scheitert hier
Und das ist alles in der höchsten Preisschiene, da ist man mehr als 15-20.000 € los.
Deshalb kann hier nur die OM-1 mit 4.5/150-400 mm und die Nikon Z9 mit 6.3/800 mm in Frage kommen.
Die OM-1 zeigt Probleme bei 2x Digitalvergrößerung, wenn sich Motive schnell oder unregelmässig bewegen und wenn man jenseits 3200 ISO arbeitet – dann werden gute Fotos mehr zum Zufall. Und das Licht muß optimal sein.
Die Z9 zeigt immer wieder einmal seltsames AF-Verhalten, kann nicht folgen, bleibt nicht auf dem Motiv, findet die Augen nicht etc.
Wenn ich – wie sicher viele es tun – nur Vollformat nutze – dann versagt die Motiverkennung aus so grosser Distanz auf so kleine Motive häufig. Trotz der prägnanten Eulenaugen. Erst wenn ich in Halbformat wechsle und auch 1.4 x TC einsetze und das Motiv größer wird, ist der AF besser brauchbar – wenn auch weit entfernt von der “Werbe-Perfektion”.

Jeder Steinkauz kann seinen Kopf um bis zu 360° drehen – vor allem aber, er kann das schneller als eine Kamera es bisher festhalten kann – im kleinsten Bruchteil einer Sekunde wechselt der Blick von hinten nach vorne bei 180° Drehung des Kopfes.

Die Fotografie der 6 Steinkäuze unter schwierigsten Bedingungen… haben mein Wissen vertieft.
Ich weiß jetzt wieder, das alle optischen Objektivtests praktisch oft wertlos sind. Entscheidend ist nur das Licht.
Und heute auch der Sensor – mehr noch als das eigentliche Glas.
Das viel gescholtene Canon RF 11/800 mm kann ein ganz erbärmliches Objektiv sein, vor allem in hellem Sonnenlicht an der R7. Aber in anderer Lichtsituation eben auch ein sehr gutes, das den Vergleich mit 20 mal teureren Objektiven optisch kaum zu scheuen braucht.

Die OMDS OM-1 mit 4.5/150-400 mm überzeugt manchmal einfach nicht, schon gar nicht mit äußerster Brennweite und Bildausschnitt. Es hängt davon ab wie das Licht ist, der Bildstabilisator arbeitet und wie das Motiv oder ich selbst mich bewege/verwackle – dann kann es auch mal Mist abliefern. Aber meistens ist es fantastisch.

Die vielverbreitete Aussage, das Vollformatkameras immer bessere Qualität abliefert stimmt so einfach nicht. Es kann so sein, muß aber nicht – ich habe genug Beispiele mit OM-1, R7, Fuji X-H1 wo es nicht so ist und sehe fast jeden Tag Fotos mit der Nikon D500, die Vollformat sogar überlegen sind.

Ich habe inzwischen auch kein wirkliches Verständnis mehr für Menschen, die Tele-Fotografie und bewegte Motive mit Einzelbildmodus oder auch nur mit 5 B/Sec betreiben. Sie verpassen so viele atemberaubende Momente…

 

Erst wenn wir Menschen drastisch reduziert sind, wird es wieder mehr Tiere geben – das ist meine Erkenntnis.
Wo sollen die Tiere denn hin? Wenn wir alles betonieren oder fällen oder vergiften? Sicher gibt es jetzt spannende Begegnungen direkt in den Städten oder um unsere Häuser – aber dort wo die gebaut sind haben vorher viele Tiere und Pflanzen gelebt und jetzt suchen sich die letzten anderen Lebewesen nur einen Platz wo sie noch bleiben können.
Darüber können wir nicht froh sein!
Die Tierarten und Exemplare werden jetzt so schnell weniger, dass sich an jedem scheinbar spektakulären Motiv gleich dutzende Fotografen mit langen Tüten einfinden.
Und zu den langen Tüten gleich noch eins, Tamron, Sigma und Canon haben dafür gesorgt das Brennweiten wie 500 mm, 600 mm und jetzt sogar 800 mm und 1200 mm für fast jeden erschwinglich sind, der sich eine neue spiegelfreie Systemkamera kauft. Leicht, handlich, schnell, verwicklungsarm, scharf und preiswert – ist nur um 1000€. Was dazu führt, das Menschen wie ich immer mehr in der Horde stehen müssen und jedes Lebewesen schnell “totfotografiert” ist.
Es ist auch fast egal, welche Kamera dahinter ist, heute wird alles stabilisiert, enttäuscht und geschärft und fertig ist das Supi-Bild.
Schön ist das alles nicht mehr!

 

 

21. April 2026
Wald-Käuze 2024 – ROCHADE

Wir leben in der Versicherungs und Sicherheits-Blase – das sind alles nur Hirngespinste.
Wenn einer mit Macht und dicker Keule kommt, müssen wir uns bis auf’s Blut verteidigen.
In Wahrheit ist das Leben, unser aller Leben, in jeder Sekunde ein Überlebenskampf, ein Kampf um Stärke, einfaches Futter und Unversehrtheit!
Bei den Tieren ist das für geduldige Menschen auch jederzeit zu beobachten.
Weil ich den zappeligen Autofokus der Z9 leid war, habe ich sie auf manuelles Fokussieren eingestellt und zusätzlich die Farbe zurück genommen und nur das 6.3/800 mm verwendet. Allerdings lies das schwach Licht es nicht zu, wirklich kurze Zeiten zu wählen, meist mußte ich bei 1/500 oder maximal 1/1000 bleiben und RAW zusätzlich nutzen, um bei 20 BpS noch um 10.000 ISO zu bleiben.
Ich war früh um 5.30 Uhr bei den Wald-Käuzen und ihrem Nachwuchs, als sich folgendes entwickelte:

 

 

Ich habe mich an eins der schwierigsten Motive gewagt – Eulenvögel.
Nicht das sie meinen ich habe mich im Nordseestrand vergraben – ich habe ausgerechnet wieder ein neues Vogelprojekt begonnen, dem ich täglich bis zu 7 Stunden witme.
Nach Buntspecht, Grünspecht, Meise, Star, Bienenfresser, Rotkelchen, Haubentauchern, Eisvogel, Zaunkönig, Kleiber, Zwergtauchern, Austernfischer, Küstenseeschwalbe, Wasseramsel habe ich jetzt den Steinkauz im Visier.
Ausgerechnet ich, der mit Vögeln nie viel zu tun hatte und wie ein Pölking, Morris oder auch nur so gut wie die anderen Spitzen-Vogelfotografen, werde ich sicher nicht. Dafür weiß ich zu wenig, habe in der Jugend zu wenig über Vögel, Gesang, Reviere und Verhalten gelernt. Ich war immer Katzen- und jetzt auch Eichhörnchen-Mensch, das bleiben auch meine Lebens-Motive.
Aber ein Eulen-Vogel war immer ein Wunschprojekt.

Es ist vergleichsweise fotografisch gut zu aufzulösen, wenn wir bei wenig Licht fotografieren muss, immerhin stehen uns heute Teleobjektive mit f:1.2 und f:1.8 und dann noch f:2.8 und f:4.0 Lichtstärke und Empfindlichkeiten bis 6400 ISO plus Entrauschungssoftware zur Verfügung.
Und es ist auch nicht mehr so schwierig sehr lange Brennweiten für größere Distanzen zum Motiv zu verwenden, für gutes Licht gibt es 800 mm sogar schon unter 1000€. Nur jenseits 800 mm wird die Luft sehr dünn, dann helfen nur noch Konverter, Sensoren oder Spektive.
Jedoch die Kombination aus wenig Licht bei Entfernungen von 50-200m stellen eine weiterhin kaum überwindbare Hürde mit ständigen Kompromissen dar. Bewegungen sind fast gar nicht scharf einzufangen – außer mit Blitz oder Kunstlicht.

Extrem-Telefotografie
Wer noch denkt, 500-600 mm seien schon viel Brennweite und wer sich traut dann den Ausschnitt auf vergleichbar 900 mm zu nutzen, wähnt sich sicher am Ende der Telebrennweiten.
Doch trotz aller technischen Verbesserungen und hochauflösender Sensoren ist das Mitnichten das Ende der erhofften Reichweite.Auch 1200 mm, 1700 mm und sogar 2000 mm können bei kleinen Tieren mit hoher Fluchtdistanz durchaus wichtig werden – Ich sage nur Steinkauz!
Nur leider sind die Steigerungen der Vergrößerung und die sichtbaren Details keineswegs unbegrenzt steuerbar – zumindest nicht ohne Weltraum-Satelliten-Technik. Schon bei 600 mm kann kalte aufsteigende Luft, Fotos schnell unbrauchbar machen. Und auch die Unterschiede zwischen 1000 mm und 2000 mm sind vergleichsweise gering, viel geringer als die Zahlen vermuten lassen. Größtes Problem ist heute nicht mehr nur die ruhige Haltung der Kamera (da helfen IS, VR & IBIS sehr viel)sondern die vorhandene Lichtstärke, die noch kurze Belichtungszeiten und mittlere ISO-Push-Empfindlichkeiten zulässt. Ohne viel Licht gelingt meistens kein Telefoto. Nicht ganz umsonst werden die Objektive von Canon mit Anfangsöffnungen f:7.1, f:8 und f:11 so kritisch diskutiert und so oft als untauglich befunden. Das kommt aber zumeist von Fotomenschen, für die immer noch 800 ISO das Limit darstellt.
Trotzdem, für mein Projekt war die Canon R7 mit Canon 11/800 mm und erst recht mit 14x Konverter bei f:16 allenfalls an sehr klaren Tagen nach dem regen und sehr viel Licht brauchbar.
Denn bei der Kombination begegnen uns alle Hürden auf einmal. Die R7 rauscht wegen der 32 MP auf kleiner Fläche schon jenseits 1600 ISO stärker, f:11 lässt sehr wenig Licht durch und der RollingShutter der R7 kann durch Bewegungen des Objektivs oder Motivs schnell die Fotos verzerren.
Die anderen Eulenfreunde mussten mit 5.6/200-500 mm und 6.3/150-600 mm oft früher aufgeben, weil die Distanz von 60m bis 200m einfach zu groß war.
Ein 5.6/800 mm schien neben einem 4.0/600 mm plus TC die einzige Möglichkeit.

Ich hatte dann schnell die OM-1 zur Hand, denn bis zu 1600 mm bei f:4.5 sind konkurrenzlos. Aber nach ersten guten Fotos war ich trotzdem extrem limitiert durch fehlendes Licht, Abends nach 21.45 Uhr – da half dann auch irgendwann f:4.5 am kleinen MFT-Sensor nicht mehr und 800 mm sind noch deutlich zu wenig Brennweite um die scheuen und sehr kleinen Vögel nicht zu stören.
Weit entfernte Motive nah heran holen, klappt bestens, aber 16-20 cm kleine Vögel in mehr als 30-60 m Entfernung groß darzustellen und detailliert zu zeigen, ist etwas ganz anderes.
Deshalb wechselte ich notgedrungen auf Nikon Z9 mit 6.3/800 mm und 1.4x TC, Gleichzeitig eine gute Möglichkeit die Version 4.0 für die Z9 unter echten Wildlife-Bedingungen am Limit zu betreiben.
Eins wird sofort klar, ich weiß nicht, was die vielen anderen uns als Wildlife mit den tollen Nikon-Kameras verkaufen wollen, wo dann in Bildserien meist jedes Bild perfekt scharf auf dem Auge gespeichert wird – ich weiß nur, auch mit Version 4.0 habe ich weit mehr als 60% Ausschuss – wo der Fokus nicht sitzt. An schnelle Bildfolgen ist dabei gar nicht zu denken! Ganz oft wird ein Kauz gar nicht gefunden und erkannt, erst wenn ich auf Halbformat umschalte gelingt es etwas besser. Allerdings kein Vergleich zu OM-1 und erst recht nicht zu R7, R5 und 7RV, A1!
Wenn man an Menschen gewöhnte Vögel auf festgelegten Strecken abknipst, mag da mehr gehen – aber meine Steinkäuze geben einen Vogelschiss auf Internet, Nikon und Menschenvertrauen.
Mit allen 6.3/600 mm oder gar 7.1/500 mm Zoom-Objektiven braucht man da gar nicht anzutreten.
Somit bleiben für die Aufgabe aus meiner Sicht aktuell nur:
Sony A1 mit 4.0/600 mm +TC
Canon R5 mit 4.0/600 mm TC oder 5.6/800 mm – das 11/800 mm scheitert hier
Und das ist alles in der höchsten Preisschiene, da ist man mehr als 15-20.000 € los.
Deshalb kann hier nur die OM-1 mit 4.5/150-400 mm und die Nikon Z9 mit 6.3/800 mm in Frage kommen.
Die OM-1 zeigt Probleme bei 2x Digitalvergrößerung, wenn sich Motive schnell oder unregelmässig bewegen und wenn man jenseits 3200 ISO arbeitet – dann werden gute Fotos mehr zum Zufall. Und das Licht muß optimal sein.
Die Z9 zeigt immer wieder einmal seltsames AF-Verhalten, kann nicht folgen, bleibt nicht auf dem Motiv, findet die Augen nicht etc.
Wenn ich – wie sicher viele es tun – nur Vollformat nutze – dann versagt die Motiverkennung aus so grosser Distanz auf so kleine Motive häufig. Trotz der prägnanten Eulenaugen. Erst wenn ich in Halbformat wechsle und auch 1.4 x TC einsetze und das Motiv größer wird, ist der AF besser brauchbar – wenn auch weit entfernt von der “Werbe-Perfektion”.

Jeder Steinkauz kann seinen Kopf um bis zu 360° drehen – vor allem aber, er kann das schneller als eine Kamera es bisher festhalten kann – im kleinsten Bruchteil einer Sekunde wechselt der Blick von hinten nach vorne bei 180° Drehung des Kopfes.

Die Fotografie der 6 Steinkäuze unter schwierigsten Bedingungen… haben mein Wissen vertieft.
Ich weiß jetzt wieder, das alle optischen Objektivtests praktisch oft wertlos sind. Entscheidend ist nur das Licht.
Und heute auch der Sensor – mehr noch als das eigentliche Glas.
Das viel gescholtene Canon RF 11/800 mm kann ein ganz erbärmliches Objektiv sein, vor allem in hellem Sonnenlicht an der R7. Aber in anderer Lichtsituation eben auch ein sehr gutes, das den Vergleich mit 20 mal teureren Objektiven optisch kaum zu scheuen braucht.

Die OMDS OM-1 mit 4.5/150-400 mm überzeugt manchmal einfach nicht, schon gar nicht mit äußerster Brennweite und Bildausschnitt. Es hängt davon ab wie das Licht ist, der Bildstabilisator arbeitet und wie das Motiv oder ich selbst mich bewege/verwackle – dann kann es auch mal Mist abliefern. Aber meistens ist es fantastisch.

Die vielverbreitete Aussage, das Vollformatkameras immer bessere Qualität abliefert stimmt so einfach nicht. Es kann so sein, muß aber nicht – ich habe genug Beispiele mit OM-1, R7, Fuji X-H1 wo es nicht so ist und sehe fast jeden Tag Fotos mit der Nikon D500, die Vollformat sogar überlegen sind.

Ich habe inzwischen auch kein wirkliches Verständnis mehr für Menschen, die Tele-Fotografie und bewegte Motive mit Einzelbildmodus oder auch nur mit 5 B/Sec betreiben. Sie verpassen so viele atemberaubende Momente…

 

Erst wenn wir Menschen drastisch reduziert sind, wird es wieder mehr Tiere geben – das ist meine Erkenntnis.
Wo sollen die Tiere denn hin? Wenn wir alles betonieren oder fällen oder vergiften? Sicher gibt es jetzt spannende Begegnungen direkt in den Städten oder um unsere Häuser – aber dort wo die gebaut sind haben vorher viele Tiere und Pflanzen gelebt und jetzt suchen sich die letzten anderen Lebewesen nur einen Platz wo sie noch bleiben können.
Darüber können wir nicht froh sein!
Die Tierarten und Exemplare werden jetzt so schnell weniger, dass sich an jedem scheinbar spektakulären Motiv gleich dutzende Fotografen mit langen Tüten einfinden.
Und zu den langen Tüten gleich noch eins, Tamron, Sigma und Canon haben dafür gesorgt das Brennweiten wie 500 mm, 600 mm und jetzt sogar 800 mm und 1200 mm für fast jeden erschwinglich sind, der sich eine neue spiegelfreie Systemkamera kauft. Leicht, handlich, schnell, verwicklungsarm, scharf und preiswert – ist nur um 1000€. Was dazu führt, das Menschen wie ich immer mehr in der Horde stehen müssen und jedes Lebewesen schnell “totfotografiert” ist.
Es ist auch fast egal, welche Kamera dahinter ist, heute wird alles stabilisiert, enttäuscht und geschärft und fertig ist das Supi-Bild.
Schön ist das alles nicht mehr!

 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

29. März 2026
Macro-Objektive 2025

 

Zuletzt habe ich mich nur noch um Super-Tel-Brennweiten bemüht und diese auch täglich verwendet.
Und auch vor allem mit den neuen Zoom-Objektiven für spiegelfreie Systeme viele Nahaufnahmen bis 1:2.6 und mit zusätzlichen Ausschnitten erarbeitet. Das ist wirklich oft ein tolles Arbeiten. Aber es gibt natürlich auch, inzwischen bei jedem Anbieter spezielle, neugerechnete Macro Objektive. Um die soll es hier heute gehen.

CANON
Ich liebe ja Objektive mir Mehrfachnutzen und so war vor allem das Canon RF 2.8/100 mm L IS mit SA-Kontrolle besonders spannend.
Ich habe darüber im letzten halben Jahr viele Testberichte gelesen und mußte bei fast allen einen besonders kritischen Beigeschmack zur SA-Kontroll-Möglichkeit lesen. Deshalb habe ich mich auf einigen Fotowanderungen besonders darum gekümmert, haben die Schreiber und Kollegen recht?

Macro mit Tele-Zooms?
Canon verkauft uns ein RF 100-400 mm mit praktisch f:5.6 und dazu 100 mm mehr – also 500 mm mit f:7.1 und bleibt trotzdem sehr kompakt und leicht – nur der Preis schießt etwas durch die Decke.
Wenn man es länger verwendet, denkt man nicht mehr über 7.1 nach und nutzt einfach den Zoom, wie man ihn braucht und sogar an der R7 mit 800 mm Bildausschnitt bei 33 MP oder an der R5 mit 17 MP.

Man kann sogar auf 1/2 Blendenwerte begrenzen – was ich immer mache, dann taucht f:7.1 gar nicht mehr auf.
Ganz ähnlich ist es auch mit dem 8.0/100-400 mm – das nutze ich hauptsächlich für Schmetterlinge, Insekten, Frösche, Eidechsen etc. Es ist superleicht und schnell und die F:8 brauche ich meistens sowieso um zu mehr Schärfentiefe zu kommen und es kannn eben 1:2.4 aus größerem Abstand 0,88 m ab Sensor, als alle anderen Zooms. Es wiegt 640g! Schärfefans werden vielleicht bei 300 mm stoppen, denn bei 400 mm verliert es etwas, aber beim fliegenden Schmetterling spielt das für mich keine Rolle.

Und selbst das 2.8/150 mm Macro von Sigma (Daten: 900g, 0,38 m bei 1:1) kommt mir dagegen fast wie eine „Mogelpackung“ vor, denn es verliert die Brennweite im Nahbereich, man sollte es auch abblenden und man muß ziemlich nah heran. Wenn ich 400 mm im Ausschnitt nutze, also 640 mm komme ich auch schon auf 1:1,5 und bleibe theoretisch 90 cm weit entfernt (weil ich real die Sonnenblende und die Baulänge abziehen muß – also rund 40 cm – bleiben noch 50 cm realer Abstand zum Motiv.
Und selbst das RF 2.8/100 mm Macro SAC macht mir mehr Freude als jedes andere Macro auf dem Markt – Canon versteht mehr von innovativen Objektiven (wobei mir alle Sony GM Objektive haptisch noch einmal viel lieber sind). So weit aus meiner Praxis.

SONY

NIKON

FUJIFILM

Ein noch größerer Sensor als Kleinbild-Vollformal ist meistens für den Nahbereich kaum zielführend, deshalb lasse ich hier die GFX-Kameras von Fuji einmal außen vor.

OM-Systems

Für die tolle OM-1 gibt es leider nichts neues. Das 2.8/60 mm Plaste-Konstruktion finde ich heute eher umständlich und peinlich.
Auch die 35 mm können mich nicht begeistern.

 

PANASONIC-LEICA

 

SIGMA

 

TAMRON

Mir vergeht fast die Lust,
jetzt fühlen sich wieder viele bemüßigt etwas über Macro-Objektive zu schreiben und alles hat dabei so große Lücken wie der Grand Canyon.
Aber die Situation ist zur Zeit so, das ich täglich weit mehr Fotos speichere, als ich Abends auswählen und verarbeiten kann – ist schlimmer als im tollsten Urlaub.

Ich habe in jüngster Zeit alle Macros des Marktes erneut ausprobiert.
Die Zeiten für Stativ, manuelle Fokussierung, Einstellschlitten, Lichtzelt und f:22 sind noch nicht vorbei – nur mich interessiert es wenig so zu fotografieren.
Ich möchte immer flüchtige Momente und Lebewesen einfangen, das gelingt freihand mit Bildstabi und Nachfahr-Autofokus bei fast offener Blende viel besser.
Ich selbst fotografiere in der Nähe zum Motiv seit langem ganz anders, ich habe zwar immer ein 90 mm der 100 mm Macro, aber ich muß damit zu dicht an die Motive heran und bekomme oft nicht den Tele-Effekt, die Reduzierung, die ich mir wünsche. Deshalb verwende ich meistens ein Tele-Objektiv ab 300 mm mit einem besonders guten Abbildungsmaßstab, also größer als 1:4 oder vergrößere noch zusätzlich stark aus hochaufgelösten Fotos heraus. Es missfällt mir sehr, das die Industrie weitgehend unsere Wünsche ignoriert und kaum die Nutzung von Konvertern in Verbindung mit Makro-Objektiven zu lässt. Noch kann man die Brennweite verändern, nach Nikon hat sich nur noch Olympus an Objektive gewagt die große Abbildungsmaßstäbe und das Zoomen zulassen (Nikkor 5.6/70-180 mm 1:1,3 – Olympus 2.8/12-40 mm PRO 1:3.4 – Olympus 6.3/12-200 mm 1:2.2 – Olympus 4.0/12-45 mm 1:2 – Panasonic 4.0/24-105 mm 1:2). Und bei mFT verdoppelt sich der Abbildungsmaßstab ja dann noch einmal – ohne den Verlust von Auflösung!
Deshalb realisiere ich besonders gerne mit dem 2.8/12-40 mm und dem 6.3/12-200 mm meine Nahaufnahmen.
Wenigstens Fujifilm hat das verstanden und auch Sigma bietet öfter die Möglichkeit und Nikon hatte es auch für sein 2.8/105 mm Micro VR umgesetzt. Nur ist der AF meist sehr langsam (Sigma, Nikon) und das macht die Benutzung, wie ich sie mag, praktisch unmöglich.
Canon, Nikon, Sony, Panasonic sind bisher solche Verweigerer – ich hoffe sie lernen mal dazu. Denn für kleine Lebewesen brauchen wir Abstand und Brennweite.
Die 50-60 mm Macros sind ja eher für Still-Leben, Studio und Repro, wie Dias scannen gedacht. Die 90 mm, 100 mm und 105 mm sind die Macros der Massen, aber sie gaukeln auch leicht etwas falsches vor, die Zahlen sind entscheidend und die sehen fast immer so aus:
Das Objektiv ist 12 cm lang, lässt einen Abstand von 31 cm zu, gerne vergessen wird dabei eine 10 cm lange Sonnenblende – daraus ergibt sich dann: 31 cm minus 12 cm Baulänge, minus 2 cm bis zum Sensor oder bei DSLR sogar -4 cm und zusätzlich minus 10 cm Sonnenblende = bestenfalls 7 cm Abstand zwischen Motiv und Sonnenblende.
Also sehr wenig Platz für Licht und Bewegung des Motives.
Daher sind Konverter und 180 mm – 200 mm Tele-Macro so wichtig!
Nikkor 4.0/200 mm Micro = 50 cm Abstand minus 19 cm Baulänge und 2 cm bis zum Sensor und 10 cm Sonnenblende = 19 cm immerhin.

Die Sonnenblende ist ein echtes Macro-Problem, das man meist besser mit selbst gebastelten Lösungen umgeht.Denn die hufdrehbare Sonnenblende ist praktisch immer zu kurz, zu lang und kann nie an Motiv und Licht angepasst werden. Früher gab es einmal ausziehbare Blenden aus dem Objektivtubus selbst. Die waren zwar meist auch nicht zu Ende gedacht, weil nicht in jeder Position arretierter aber immerhin flexibler, wenn auch meistens zu kurz.

Eine wichtige Sache treibt Macro-Freunde seit den ersten tollen Nikkor-Macros – Micro – genannt um, die vor allem auch Nikon selbst verbockt hat:
Fehlende oder gar falsch und unzulänglich produzierte Stativ-Adapter. Denn sie sollten eine Kamera-Objektiv-Kombination in der Balance halten und voll beweglich einsetzbar machen.Von einer Arca-Swiss Schwalbenschwanz-Gestaltung einmal ganz abgesehen – denn auch die halte ich heute für zwingend notwendig – wer will schon eine zusätzliche Stativkopf-Adapterplatte verwenden?
Sie sollen eine stabile Verbindung Objektiv und Stativkopf gewährleisten – damit der Fotograf unabhängiger den Ausschnitt neu wählen und die Kamera besser platzieren kann.
Schon ab 90 mm für das Vollformat ist das unabdingbar für die Arbeit vom Stativ mit weit geschlossenen Blenden und Nikon und die meisten anderen versagen bis heute. Jetzt reden sich die Firmen darauf hinaus, das die Objektive dank Bildstabilisierung ja für die freihändige Nutzung ohne Stativ geeignet sind. Das tue ich auch meistens, aber für echte Macro-Fotografen ist das wie ein Schlag ins Gesicht, denn für größte Schärfentiefe, für Stacking, Retro-Verwendung und jede Drehmöglichkeit in der optischen Achse. Auch Wechsel von Quer- auf Hochformat wird so praktisch absolut unzufriedenstellend. Also deshalb haben geschätzte Leser natürlich recht, wenn sie sagen, ein Macro ohne Stativanschluß (zumindest optional) ist für die Tonne produziert!

Für mich sind das immer unleugbare Indizien dafür, dass Objektiv-Konstrukteure (und Marketingabteilungen, die ein Produkt absegnen), nicht selbst fotografieren – denn sonst wären ihnen diese Probleme sofort klar und ihnen wären in 100 Jahren längst Lösungen eingefallen.

Welche Hersteller haben sich um die Macro-Fotografie – einmal abgesehen von diesen immer wieder kehrenden Problemen verdient gemacht und welche nicht:
1. Nikon mit Micro-Nikkoren von 60 mm bis 200 mm und innovativen Ideen (70-180 mm Micro)
2. Olympus mit Weitwinkel-, Lupen- und leichten Tele-Macros
3. Pentax und Minolta mit besten optischen Rechnungen (und versagen beim AF) von 50 mm bis 200 mm
4. Sigma mit vielen spannenden und preiswerten Rechnungen und Exoten von 50 mm bis 180 mm und Zooms mit großem Abbildungsmaßstab
5. Tamron mit einigen sehr guten (AF langsam) Festbrennweiten von 90-180 mm und Zooms mit großem Abbildungsmaßstab
6. Laowa-Venus

Aus meiner Sicht wenig verdient gemacht haben sich:
1. Leica, obwohl sie für damalige Verhältnisse in den 90iger Jahren das beste 2.8/100 mm Macro für R produziert haben
2. Canon, weil der Schwerpunkt meist auf anderen Objektiven lag
3. Zeiss
4. Fujifilm hat sich bisher kaum angestrengt, erst das 2.8/80 mm überzeugt
5. Panasonic, 2.8/30 mm und 2.8/45 mm sind nicht genug
6. Vivitar – Elicar

Berühmte Macro-Objektive und ihre Nachteile:
Deren Kauf ich nur noch im Ausnahmefalle empfehlen würde (bei spezieller, andauernder Anwendung).
Nikon 2.8/105 mm VR Micro-Nikkor hatte das erste VR-Macro mit Bildstabilisator, das sogar den Einsatz der Konverter erlaubte. Aber es ist Innenfokussiert und eher langsam und wird mit Autofokus und Konverter praktisch unbrauchbar.
Canon 3.5/180 mm L fokussiert halbwegs flott im Fernbereich, hat aber eine dumme Einteilung der Fokusbereiche, hohe CA, nur 48cm Naheinstellgrenze ab Sensor
Olympus 2.8/60 mm: sehr filigran, einfach verarbeitet, blöder Mini-Drehschalter für 1:1, keinen Stativanschluß – dafür aber innovative Auszieh-Blende
Sigma 2.8/180 mm Macro OS – mit 1,5 Kilo extrem schwer, hohe CA, blöde Stativ-Adapter-Klammer, 86 cm Filter, nur 47cm Naheinstellgrenze ab Sensor

Ich erwarte von einem Macro-Objektiv weit mehr als nur einen breiten Scharfstellring. Ich erwarte perfekt schnellen Autofokus im AFC-Modus, damit ich auch eine Blume im Wind ohne Stativ scharf abspeichern kann. Sanftes und präzises, manuelles Scharfstellen ist eine Mindestvoraussetzung. Scharf sind sie alle, was vor mehr als 10 Jahren konstruiert wurde leidet deutlich unter CA – die Fotos müssen aufwendig bearbeitet werden – was natürlich zu Einbußen bei der Gesamtauflösung führt!

Also wer Fragen hat, gerne an mich.

Solange in Kürze:
Das innovativste Makro-Objektiv 2022:

Canon RF 2.8/100 mm L IS bis 1,4:1, schnellem AF, sehr wirksamer Bildstabilisierung und SA-Controll – allerdings wieder ohne Konverter-Nutzung

Fujinon 2.8/80 mm R LM OIS WR bis 1:1 und endlich mit Konverternutzung und sehr schnellem AF, fast  frei von CA – teuer aber saugut und zur Zeit konkurrenzlos!
Nachteile hat es auch: die Skalen fehlen, kein Stativadapter, nur lange Sonnenblende, kein so tolles Bokeh wie Nikkor-Sony Vollformat
Zumal kleinere Sensoren mehr Schärfentiefe bieten und alle Vorteile auf ihrer Seite haben (mal von 61 MP VF abgesehen).

Das beste Tele-Macro der Welt:
1. Pentax 4.0/200 mm FA* 1:1 – leider nur sehr selten gebraucht zu bekommen, keine Herstellung mehr
2. Nikkor 4.0/200 mm Micro ED AF-D 1:1 – wird weiterhin hergestellt

Das beste Allround-Macro der Welt:
1. Sony 2.8/90 mm G 1:1
2. Canon 2.8/100 mm IS USM

Die Mogelpackung:
Sigma 2.8/150 mm OS bis 1:1
aber nur wenige Zentimeter mehr Abstandsgewinn gegenüber allen 90-105 mm Macro-Objektiven – die 150 mm klingen toll, bringen aber im Nahbereich praktisch keinen wirklichen Vorteil – sondern eben nur im Fernbereich.

Was fehlt am dringensten?
Olympus/Leica 2.0/100 mm Macro 1:1 für mFT
3.5/180 mm Macro für Vollformat bis 1:1 von Sony, Nikon, Canon, Panasonic! Leicht und schnell und scharf!

Und bitte nie wieder Macro-Konstruktionen, die nicht mit Konvertern harmonieren!!!

 

 

28. März 2026
Januar 2026 – Was kommt?

2026 sollte ein Halbformat-Jahr werden

Tamron
Die erste Objektiv-Neuheit 2026 sieht nach Datenlage viel besser aus als erwartet. So will ich Neuheiten!
Ein 2.8/35-100 mm mit nur 570g Gewicht, 12 cm kurz und 67mm Filterdurchmesser zum Preis von 900€. Nur an der Blende “spart” Tamron noch, aber 9 Lamellen spielen ja erst beim Abblenden eine Rolle. Andere bieten inzwischen 11, 14 oder gar 15 Lamellen an. Aber wozu sollte man ein leichtes Tele weiter abblenden als f:2.8? Da kommt das Lamellen-Bokeh allenfalls bei 2 oder mehr Personen aus der Nähe zum tragen.
Mein Sony 2.0/50-150 mm bleibt überragend. Dafür ist es schwer und lässt nur 1:5 Abbildungsmaßstab zu.
Tamron schafft 1:3,3. Ich kaufe das Tamron zusätzlich. Von dieser Neuheit profitieren alle Sony- und Nikon-Fotografen.
Die Canon Seilschaft und der verzweifelte, kleine Kreis um das L-Bajonett können weiter nur mit Billigangeboten oder nicht zu Ende gedachten Zooms punkten.

 

 

Schafft Nikon ein neues Double?
Wir erinnern uns fast alle an die D5, die zusammen mit der D500 erschien – Nikon war seit der F4 nie präsenter, Fotofans wie ich wechselten von Canon und Co zu Nikon – denn eine D500 konnten wir uns einfach nicht entgehen lassen. Trotz aller starken Updates für die Z9, sollte 2026 eine überarbeitete Z9P erscheinen, eine die rund 1 Kilo wiegt und trotzdem den Hochformatgriff eingebaut hat (Canon R3 lässt grüßen) und nicht die höchste Preisbarriere reißt.
Praktisch ausnahmslos alle wünschen sich daneben eine Z90 im halben Sensorformat. Die müßte heute nicht nur schnell sein, das sind andere auch, sondern eine neue Klasse einläuten. Das große Hindernis bisher ist der Sensor, Fuji hat mit zahlreichen Kameras mit 40 MP reichlich vor gelegt, aber von Sony auch keinen Staket-CMOS Sensor kaufen können, sondern nur BSI. Nikon sollte Canon deutlich hinter sich lassen, eine R7 kann keine ernsthafte Konkurrenz sein, auch wenn da eine R7II zu erwarten ist. Alles scheitert bisher am Sensor, den 26 MP-Sensor führte Sony 2022 und Fuji 2018 ein. Es wird also Zeit.

Ich bin bei Panasonics MFT-Engagement ausgestiegen, für Video sicher weiter spitze, für Fotos hinkt es eher hinter OMDigital her.
Genauso kommt es mir mit den Lumix Vollformat Kameras vor. Die leichteren brauchen etwas zu lang um präsent zu sein, der Autofokus ist etwas zu zögerlich, Sucher und Monitor sind für mich nicht gut, nicht natürlich, nicht scharf genug. 
Zweifelsfrei ist die S9 die preiswerteste und leichte Kamera derzeit, aber reicht das?
Die S5II mit Sucher ist dagegen schon wieder klotzig und schwer und technisch auch nicht besser. Sony und Canon haben mehr als drei Generationen gebraucht um zu taugen, Nikon hat es bei Z9 mit Updates geschafft und ist mit Z7II, Z5II, Z8 schon auf hohem Niveau.
Also Lumix VF braucht noch 1-2 Generationen, wenn Panasonic davor nicht die Luft ausgeht. Leica hat es dagegen besser, sie lassen nur so viele Kameras fertigen, wie ihnen der Markt abnehmen will und haben mit der Q-Baureihe das heisseste Eisen im Fotofeuer – 1.7/28 mm oder 2.0/43 mm Leica Summilux oder Summichron, wenn auch bei Panasonic gefertigt plus ein Leica Gehäuse für nur knapp 7000€ – fast unschlagbar! Bei den M-Kameras geht es bei dem Preis erst los und ein Spitzenobjektiv kostet dann noch einmal zu viel. Die Preishürde bei Leica bleibt mit 61 MP-Sonysensor einfach sehr hoch und ist nur mit der Q3 leichter zu überwinden.

China-Prügel
Auch wenn ich einer von denen bin, der das gerne und nicht zu Unrecht tut, hier auch mal ein paar wenige Ausnahmen:

SIRUI
ist bei uns schon lange bekannt durch Carbon-Stative und innovative Lösungen, durch Adapter, durch Objektive und seit kurzem stellen sie auch AF-Objektive her.

LICHT:
+ das leichteste seiner Klasse
+ solide kurze Sonnenblende
+Deckel, die man kaum besser entwerfen kann
+ nur 67 mm Filterdurchmesser
+ Blendenring mit und ohne Klick und A-Feststellung
+ manueller Fokusring geht leicht, aber nicht zu leicht
+ langer manueller Fokusweg

* AF ist superleise und smooth
+ USB-C Anschluß unten im Objektiv
+ wirksam abgedichtet
+ tolle Verpackungen
+ in der Aktion mit UV-Schutz und BlackMist ¼ Filter inclusive
*** nur 440€ für ein AURORA Vollformat 1.4/85 mm***

Schatten:
– kein Mechanikwunder, Objektiv braucht für alles Strom, auch Blende und MF
– leider auch kein größerer Abbildungsmaßstab möglich

Von Sirui gibt es ganz neu noch das 1.4/35 mm Aurora, auch schön, aber ich habe schon ein vergleichbares von Sony, was ich nicht hergebe.
Jetzt sollte ein 1.4/43 mm Aurora und ein 2,0/90 mm Macro Aurora folgen.

Da komme selbst ich ins Grübeln, ob ich noch das Sony 1.4/85 mm GM II kaufen soll, das beste seiner Klasse.
Canon und Nikon verlieren hier gleich, mit 1.2/85 mm – mehr Unfug als sinnvoll – extrem teuer, groß, schwer und auch Sigma hat hier nicht alles richtig gemacht.

Von TTArtisan
finde ich nur die AF-Objektive für Vollformat spannend:
2.0/40 mm
2.0/75 mm

 

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