Tresor  
Filo Rings

1. Januar 2024
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 14 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Eine Portrait-Session bei mir gibt es ab 190€ (plus Anfahrt, falls erforderlich). Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon wird wohl am häufigsten besprochen, weil Canon das bei weitem größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste, innovativste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 25 Jahren „InFocus“ schreibe und 12 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 28 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
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aller Autofokus-OBJEKTIVE
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24. Februar 2024
Februar Messe in Tokio – Produktneuheiten

Stand 2014 – wie sieht es aus mit der verfügbaren Technik?

Für anspruchsvolles Video von Tieren kann ich von den bezahlbaren Systemen nur die Nikon Z9/Z8 empfehlen.
Panasonic kommt da mit MFT derzeit nicht nah genug heran und Canon, Sony und Co auch nicht.

Bei Tierfotos gibt es weiterhin deutliche Grenzen.
So lange sich Tiere nicht sehr schnell bei schwachem Licht bewegen, würde ich immer der OM-1 mit 4.5/150-400 mm vor allen anderen Systemen den Vorzug geben. 
Es nützt gar nichts ein 2.8/400 mm zu haben, wenn man die f:2.8 nur selten nutzen kann oder wenn man am Ende starke Ausschnitte machen muss!
Da kommt dann immer der MFT-Vorteil deutlich zur Geltung.
Auch ein etwas klareres, schöneres Bokeh nützt nur in einzelnen Situationen, denn wenn ich mit mehr Brennweite leichter einen guten Ausschnitt festlegen kann, verschwindet der aufgeregte Hintergrund meistens sowieso!
Kamera und Objektiv verschmelzen immer zu einer Einheit, es ist Unsinn etwas über die beste Kamera zu fabulieren, wenn es dafür nicht beste, geeignete Objektive gibt!
Auch heute noch, zeigen TC2.0x Konverter oft eine stärkere Bildverschlechterung als ein gemäßigter Bildausschnitt. Man muß schon ein sehr gut abgestimmtes Exemplar erwischen um gut damit zu arbeiten. Der TC14 hingegen ist bei allen Systemen und Tele-Objektiven ein sehr guter und sehr wichtiger Begleiter!

Ich will mich gar nicht mit den Menschen überwerfen, die ihre Systemheimat gefunden haben und nicht wechselwillig sind sind auch nicht mit denen, die spezielle Motive auf spezielle Art aufnehmen und für die nur ein System in Frage kommt.
Ich rege nur Denksport an, was sich so am Markt tummelt. Alle behaupten ja die besten zu sein – faktisch könnte das nicht verlogener sein.

Die “alten” DSLR-Objektive im Weitwinkel und Normal-Bereich – also von 11-50 mm taugen heute nicht mehr, ganz gleich ob Zoom oder Festbrennweite. Diese Objektive sind heute ausnahmslos viel besser auf moderne Sensoren angepasst. Das gilt sogar für Macro-Objektive.

Die Systeme 2024:
Panasonic mFT – 
die Kameras werden endlich brauchbarer, bleiben aber im Verhältnis sehr groß und schwer. Die Objektive sind durch den anspruchsvollen 25 MP extrem Sensor heute weitgehend veraltet, da nützt auch Mark II dann nichts mehr. Ausser dem 2.8/200 mm gibt es bei Papa mFT kein Objektiv, mit dem ich noch gerne arbeiten würde.
Panasonic – Leica – Sigma L – das jüngste System mit den jüngsten Objektivberechnungen, trotzdem die Leica Objektive falle meistens raus, weil sie einfach preislich “Gaga” sind. Panasonic hat für mich kaum die richtigen Brennweiten/Lichtstärken-Kombinantionen. Und Sigma kommt spät und nicht wirklich besser oder gar spannender zum Wettbewerb. Ein leichtes 5.6/500 mm und die schweren 6.3/60-600 mm und 6.3/150-600 mm sind nicht das, womit ich arbeiten möchte.
Fujifilm FX, fast alle Objektive sind vom 40 MP Sensor überfordert und zu alt und neue Berechnungen wie das 8.0/150-600 mm sind zu lichtschwach.
Sony FE hat sich für mich mit seinen Kameras verirrt. Eine schöne 7RV bleibt bei Serienaufnahmen schnell die Puste weg, eine 7IV ist ohnehin teuer und ohne Vorteile, die 9III ist für mich nicht brauchbar und die A1 ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit (Monitor/Sucher/Speicher/Pre-Capture etc.). Man kann mit 2.8/300 mm und 4.0/600 mm heute viele klasse Fotos und Filme fertigen, aber das 200-600 mm Zoom ist oft der Schwachpunkt.
Sony hat immerhin ein kompatible A6700 Kamera, aber auch sie lässt nur kurze Serien zu und kann in der Handhabung allenfalls Filter überzeugen.
Canon, auch hier sind die Kameras der bisherige Schwachpunkt. Die R5 taugt zwar, ist aber in vielem deutlich veraltet und erzwingt die Mitnahme von einer Menge Akkus. Die R6II und R3 haben zu geringe Auflösung – die wären allenfalls mit sehr langen Brennweiten für mich interessant – Flugaufnahmen bei gutem Licht mit dem weit unterschätzen 11/800 mm zum Beispiel. Ansonsten krankt sogar Canon an zu wenigen Objektiven und die Adaption des alten EF-Objektivportfolios ist da oft ein schwacher Trost.
Nikon hat als einziger konsequent, wenn auch spät sein Bajonett und sein Objektivportfolio überdacht und zukunftsfit gemacht. Wo Sony, L-Bajonett mit kleinen Durchmessern kämpfen und Canon wenigsten M und RF-Kameras in einem Bajonett vereinen konnte setzt Nikon die Bestmarke für alle Möglichkeiten.
Leider waren die ersten f:1.8 Festbrennweiten und f:2.8 Zooms nicht so gut und kompakt, wie ich es mir gewünscht hätte. Weshalb ich da weiterhin Sony GM und GMII Objektive adaptiere. Doch bei den Teles ist Nikon allen weit voraus!
OMDS kann einen zur Verzweiflung bringen mit seinem schlechten Marketing und langsamen umfirmieren. Aber die OM-1 in Verbionmdeung mit den Olympus PRO-Objektiven bleibt einzigartig auf dem Markt.

Leider bringt auch die japanische Frühlingsmesse in Tokio nichts durchgreifend Neues, nicht was eine Vorbestellung lohnen würde. Canon, Nikon und Sony kochen ihr eigenes Püppchen und präsentieren weitgehend später.

Auch nach fast vier Jahrzehnten ist es noch interessant zu sehen, womit sich die Marketingmenschen und Produktentwickler in großen und kleinen Fotogeräte-Fabriken in Fernost beschäftigt haben. Bei Vielem was ich da entdecke, sage ich mir, “Hätten sie bloß Menschen wie mich, intensive Anwender, vorher gefragt…”
Nein, das tun Japaner und Chinesen grundsätzlich nicht mehr und beteuern trotzdem immer das Gegenteil.
Es gab eine Zeit in den 80er und 90er Jahren wo man sich besser auf Forderungen von Berufsfotografen eingestellt hatte, doch heute ist man bei allen Firmen weiter davon entfernt denn je. Ich habe zwar noch Kontakte, aber alles lässt sich am Computer relativ schnell berechnen und wird dann im Marketing entschieden.
Einige machen einfach da weiter wo sie aufgehört haben und verbessern die letzte Kamera. Das ist oft nur konsequent, auch wenn dabei für den Nutzer oft nicht wirklich viel Neues heraus kommt. Die Objektiv-Entwickler bringen heute häufig und schnell neue “Ideen” auf den Markt, jeder gegen jeden.
Die konkreten neuen Produkte:

OM-1 verbesserter AF
Der Gülle-Sturm kam wohl zu heftig in Tokio an – jetzt bekommt die OM-1 doch den verbesserten AF der OM-1II!
Aber erst ab Herbst 2024! Was dann wieder eine bodenlose Frechheit ist und uns fast 1 Jahr auf altem Stand belässt!
Man wird nur noch verarscht und ausgebremst!

Fuji und Sony und andere wollen uns zukünftig mit einer WiFi-Verbindung von der Kamera zur KLAUT vergewaltigen – also bitte Vorsicht!
Wenn ich eine Kamera bekomme, schalte ich das sofort aus, hänge kein Smartphone und auch keine Fritz!Box-Daten dran und schalte GPS aus.
Alles Horrorgrusel der nicht in Kameras gehört. Es dauert nicht mehr lange bis alle die externen Speicherkarten abschaffen wollen.

 
 
Fujifilm X100VI – Endlich mit Bildstabi, 40 MP, NF-Filter & voll beweglichem Monitor

Ich hatte die Vorgänger-Kameras zum Testen, mit keiner konnte ich mich lange anfreunden, auch die letzte war mir noch zu langsam und zu starr um damit schnell auf Motive reagieren zu können, um nur grob mein Smartphone mit besserer BQ zu ersetzen.Wenn ich bedenke, dass die neuesten Smartphone-Sensoren bei 1″ nur noch 3x größer ist als dieses Halbformat…
Nur die fetten Vorsatz-Linsen erlauben kaum unauffälliges Fotografieren, machen die Kamera schon sehr groß und sogar frontlastig.
Als 40 MP lässt durchaus gute BQ bei Faktor 1.5x oder vielleicht sogar 2.0x zu.
Was mit jedem Smartphone geht, gelingt hier noch deutlich besser und Leica Q hat da nach oben auch nicht mehr „Luft“.
Leider verzichtet sie auf die schöne “Belederung” der GFX100II!
Auf der anderen Seite wären für mich weder eine Leica Q3 noch eine Ricoh GRX daneben attraktiv genug.
Nur eine Sony A6700 könnte Konkurrenz sein, aber dafür gibt es kein wirklich kompaktes 2.0/23 mm Objektiv.
Also bleibt auch dieses Jahr die Fuji X100 alleine auf weiter Flur.
Ich hatte zuletzt eine vor 10-12 Jahren, die hat mich mit ihrer Langsamkeit schnell genervt, ich habe mir eine bestellt und schaue mal ob die Neue länger mein Taschebegleiter bleibt.
Aber logischerweise in schwarz, denn auffallen will ich mit einem Chromestossfänger auf keinen Fall.Das Sony 35/2.8 wäre doch sehr vergleichbar mit dem Objektiv der Fuji…
Ansonsten gibt’s noch Sony 40/2.5, 50/2.5 etc. Oder etwas lichtstärker mit der i-Series von Sigma 35/2.0, 50/2.0 etc.
Auswahl gibt’s mehr als genug.
Da liegt doch das grundsätzliche Missverständnis:
Ich tausche doch kein 2.0/23 mm gegen ein 2.8/35 mm (oder 40, 50 etc) – wenn will ich doch eine Verbesserung bei gleicher Verschlussgeschwindigkeit erreichen, also mindestens f:2.0! Das Gefasel über Bokeh und Hintergründe schießt sowieso bei solchen Brennweiten weit übers Ziel hinaus, selbst eine 1.7/28 mm Leica Konstruktion für VF stellt aus gleicher Distanz (!) nicht so viel deutlich besser frei! Alles was mit f:2.0 geboten wird, egal ob Sigma oder sonst wer, ist zwangsläufig dick, lang und wenig leichter als diese Fujikamera komplett mit Objektiv.

Sicher kann man den Sucher weglassen und sich mit einer Ricoh begnügen, aber dann ist mir wirklich das Smartphone mit Griff lieber in der Hand.
Leica Nutzer behaupten für sich ein dezentes Understatement.
Kann man so sehen, logisch.
Doch für angeblich “dezentes Understatement” einen solchen Preis und anschließend die Verluste einzukalkulieren ist schon eher vergleichbar mit Harakiri.(komme mir keiner mit: die bleibt auch bei Erscheinen von Q4 und Q5 gleich gut :-P)
Und das Leica Objektive auch heute noch deutlich sichtbar bessere BQ liefern, da muß man schon sehr stark im Glauben verwurzelt sein.

FujiFilm X100F – die Andere

FUJIFILM X100F 2017

Der Klassiker – wieder neu belebt
Fujifilm hatte sich in den letzten Jahrzehnten auf vielen Feldern ausgetobt, Mittelformat-Kameras, Kino- & TV-Objektive, Bridge- Kompakt und Sofortbildkameras und in Kooperation mit Nikon auch einige DSLR-Systemkameras. Begonnen mit der Finepix S1 PRO im Jahr 2000 (2002 = S2 PRO – 2004 = S3 PRO – 2006 = S5 PRO) – doch das klappte wohl in der Zusammenarbeit nicht so gut und erwies sich bald als Sackgasse.
Doch bevor Fujifilm mit einem kompletten System, mit eigenen Objektiven, Blitzen und Zubehör den Markt beleben konnte – fiel 2010 der Startschuß für eine ganz andere Kamera-Generation:
Die Fujifilm X100 mit Hybrid-Sucher und 2.0/23 mm Fujinon Festbrennweite – 2010

Sie wirkte wie ein Anachronismus, wie eine alte Leica die jemand vergessen hatte und mit digitalem Aufnahmesensor versehen hatte. Der Erfolg folgte prompt.
Erst 2012 folgte dann aus den gewonnen Erkenntnissen der Startschuß der X-Pro1 mit gleichem Sucherkonzept und zusätzlich Wechselbajonett.
2013: X100S – 2014: X100T – 2017: X100F – 2020: X100V – 2024: X100VI

Die X100 wurde immer in Chrom oder in komplett Schwarz angeboten. Silberfarbene Kameras waren nie mein Fall, ich wollte nie mit der Kamera auffallen und glänzen – sondern immer mit Fotos und Geschriebenem.
Fuji steigerte die Sensor-Auflösung über die Jahre vom 12 MP Bayer-Sensor zum 40 MP Sensor und gab X-Trans auf. Der Autofokus musste sich sehr anpassen, von 49 Kontrastfeldern hin zu 425 AF Feldern, frei wählbar mit 169 Phasenvergleichsfeldern für mehr Geschwindigkeit.
Auch die Belichtungskorrektur von nur +/- 2 Stufen war nicht lange haltbar, heute lassen sich 3 Stufen auf der Kamera und 5 Stufen in der Kamera korrigieren.
Ähnlich wie Leica und die meisten anderen Anbieter, bleibt auch Fuji den, kaum noch zeitgerechten, Drittel-Schritten verhaftet. Sowohl beim Blendenring, als auch bei der Belichtungskorrektur. Das macht das Einstellen mühsam und zeitraubend und bringt im Bild keinen Gewinn – für mich bleiben nur halbe Stufen sinnvoll.
Bei der neuesten Version kann die Empfindlichkeit bis auf 50.000 ISO verstärkt werden und elektronische Belichtungszeiten bis 1/50.000 Sekunde können auch gewählt werden.
11 Bilder pro Sekunde sind jetzt auch mit diesem absichtlich altbackenem Kamerakonzept möglich und bei Verwendung vom JPEG-Dateiformat sogar bis zu 60 Bilder in Folge. Das Programm stellt 14 verschiedene Film-Charakteristika zur Verfügung – ein nettes Gimmick. Sogar eine rudimentäre Filmfunktion und FullHD hat sich reingemogelt.
Der Akku wird in der X100VI weniger stark beansprucht und geschafft genormt 450 Auslösungen mit Rückschau etc.
Das Gewicht ist auf 520g angestiegen – doch gemessen am lichtstarken 2.0/23 mm Objektiv, ist das immer noch relativ leicht. Eine aktuelle X-E4 mit 2.0/23 mm ist deutlich größer mit 3cm mehr Objektiv die aus der Kamera herausstehen und wiegt auch rund 540g.

Bisher habe ich immer gescheut mich intensiver mit der Fuji X100 auseinander zu setzen – einerseits war eine kompakte Kamera mit 2.0/23 mm und innovativsten Sucher immer zu verlockend und auf der anderen Seite wußte ich nie, was ich heute noch mit nur 2.0/23 mm anfangen sollte, im Smartphone Zeitalter…Hier einmal ein Versuch dieses Kamera-Konzept von zwei Seiten zu betrachten.

Fuji X100 im Licht:
Eine herrlich altmodische Kamera mit aktueller Fototechnik. Einer der anspruchsvollsten heutigen Sensoren mit 40 Megapixel-Auflösung im Halbformat (APS-C) und dem Aussehen einer Leica M nachempfunden. Sie hat den innovativsten Sucher der heutigen Kameras.
Die Fuji X100 ist einfach klein und wirklich kompakt. Das bedeutet, 12.8cm lang, gut 5,5cm tief und 7,5cm hoch. Ein Super EBC Fujinon Aspherical f:23 mm 1:2 ist fest eingebaut. Dadurch wächst die Tiefe der Kamera auf gut 5,5cm – das ist tatsächlich flach und kompakt – wenn auch nicht so flach wie die beliebten Smartphones (1cm x 15,5 cm x 8cm bei 220g).

Mit Akku und Speicher bringt sie aufnahmefertig rund 520g auf die Waage.
Fujifilm stellt im heutigen Vergleich eine relativ große Aufnahmefläche zur Verfügung: Halbformat 15,6 x 23,6mm.

+ schönes Kamerakonzept
+ innovatives Sucher-Konzept – wenn auch links angebracht
+ ND/Graufilter eingebaut
+ abgedichtetes Gehäuse, Objektiv perfekt angepasst
+ AF-Wahlschalter links an der Seite
+ Zusatzgriff macht sie griffiger und ist meist auch wünschenswert


Im Schatten:
1.800 Euro sind noch mal 400€ mehr als die letzte Version und etwas mehr Geld als das beste Smartphone kostet und man kann mit der Fuji nicht kommunizieren oder gar telefonieren. Sie imitiert den Look, der guten alten Zeit, des Leica M-Backstein-Formats. Kein echter Griff, den Sucher links und überall zu glatt und zu wenig griffig. Das ist inzwischen so lange her und Vielen vielleicht nicht mehr vertraut. Das sind die Kameras, die spätestens seit Mitte der 50iger Jahre jeder Fotobegeisterte haben wollte. Ich erlebte ab 1984 die Leica M6 und habe seit dem auch immer wieder damit fotografiert. Das Format ist ein Reporter-Format. Die Auswahl der Objektive ist begrenzt, genau genommen waren schon die M-Leicas nur für 35 – 50 mm Brennweite konzipiert.

Fujifilm weicht im wichtigsten Kriterium von der M-Leica ab – dem 24×36 mm Kleinbild-Format. Denn Fuji liefert nur die Hälfte der Aufnahme-Fläche 15,6 x 23,6 mm. Die erreichbare Bildqualität ist trotzdem sehr gut – so lange man bereit ist, abzublenden und nicht im Nahbereich zu fotografieren. Sowohl bei f:2.0-2.8, als auch im Bereich unterhalb 50 cm Abstand zeichnet sie relativ weich und erfüllt da kaum die heute erwarteten Standards.

Die Kamera wird ganz eindeutig wegen dem Design, der Bedienung und dem Sucherkonzept gekauft – aus meiner Sicht rechtfertigen weder das Objektiv, noch das Kamerakonzept an sich, einen so teuren Kamera-Zusatzkauf. Mancher fabuliert auch gerne, wenn er nur eine Kamera mit auf eine Insel nehmen dürfte… dann die Fuji X100. Dem kann ich mich gar nicht anschließen. Sie braucht viel Strom und ist technisch nicht ausgereift und das Objektiv überzeugt mich nicht komplett. Auf der Insel hätte ich dann doch lieber die analoge M-Leica oder eine andere rein mechanische Kamera.

Also das ist eine Kamera für den Technikverliebten mit nostalgischem Touch und für den der laaangsam und bedächtig, ab und zu ein Bild machen will.
Der Autofokus ist auch in seiner vierten Überarbeitung weit entfernt von schnell und das Objektiv braucht ewig um vom Nahbereich in den Fernbereich zu fokussieren.
Also für mich als Action-Fotograf ist die Kamera keine ernsthafte Alternative. Nur ein großer Sensor und etwas mehr Lichtstärke reichen da einfach nicht.

– saftiger Preis
– nur 18 RAWs in Folge bis der interne Speicher 13 Sekunden spreichert
– Objektiv überzeugt nicht im Nahbereich

– Objektiv fokussiert viel zu zögerlich
– Objektiv ist bei f:2.0 nicht wirklich beeindruckend
– keine gute Griffigkeit, die Oberfläche der GFX100II hätte sein müssen
– Ein-/Aus-Schalter zu fummelig
– Klarsichtsucher sehr dunkel
– 1/3 Werte sind Quatsch
– Objektivvorsätze sind Unsinn und viel zu groß & schwer
– eher geringe Monitor-Auflösung
– nicht alles aus Metall
– Speicher-Karte wird unten eingesetzt
– Akku-Kapazität ist bescheiden

Was die Kamera unbedingt braucht:
* Einen helleren Glassucher
* ein besseres, hochauflösenderes Objektiv, innenfokussiert
* ein separates Speicherkartenfach
* eine viel bessere Stromversorgung
* höher auflösender, voll beweglicher Monitor
* schneller Autofokus

Braucht man die Kamera?
Ich sicher nicht. Und für den nostalgischen Touch besorgt man sich besser eine analoge Leica für echten Film.
Mein bestes Bild mit der X100F – der Weihnachtsbaum 2017 – absichtlich unscharf:

1. Januar 2012

Fujifilm X100 – die Kamera aus der Vergangenheit

Fujis letzter Schrei – X100

Anleihen an Leicas früheren M-Kameras und uralten Nikon-, Canon- und Contax-Kameras sind unverkennbar.
Sie wird als „Schönheit“ angepriesen, zum Glück liegt die im Auge des Betrachters, ich kann an dieser Kamera zunächst wenig Schönes entdecken. Für mich persönlich ist das Kleid zunächst einmal wenig ansprechend.
Was mir wirklich positiv auffällt, sie hat einen echten Blendenring – der hätte auch bei Canon, Nikon und allen anderen nie verschwinden dürfen. Inzwischen kehrt er bei Canon, Samsung und Olympus Kameras in moderner Variante zurück. Ich weiß nicht welche Menschen sich heute wirklich etwas davon versprechen eine digitale Kamera mit 2,0/35 mm (umgerechnet auf KB) für 1.800 € zu kaufen. Eine extrem teure und unflexible Kamera, wie schon die Leica X1.

Was will man heute noch mit 2,0/35 mm aufnehmen, schon die meisten Digicams bieten 24 mm und andere sogar f:1,8/28 mm?
Und zu sammeln eignet sie sich auch nicht. Die Zeit der Kamera-Sammler ist vorbei, wer soll so eine hässliche Magnesiumkiste im Digital-Zeitalter mit Prozessoren von geringer Halbwertzeit sammeln?
Wenn ich sehe, dass die Sonnenblende mit Adapterring 80 Euro kostet, eine Ledertasche für 110 € und Blitzgeräte für 110 € und 200 €, dann ist klar das Fuji hier mehr zum Geldausgeben und sammeln anregen will, denn zum fotografieren.

Zum Einschalten der Kamera vergeht nach anfänglich etwa 3 Sekunden bei den ersten Modellen, inzwischen weniger als 1 Sekunde. Das muss sie auch als Schnapp-Schuß-Reportage-Kamera.
Ein CMOS-Sensor mit 40 MP Auflösung im Halbformat erlaubt heute eine gute Bildqualität. Und das Objektiv ist schon deutlich gefordert und nicht mehr auf Leica-Niveau. Auch bei ISO 6400 arbeitet sie sehr rauscharm und bis ISO 3200 kann sie selbst von kritischen Zeitgenossen verwendet werden. Für JPEGs und HEIFs können mit den alten Filmarten von Fuji: Velvia, Astia und Provia unterschiedliche Charakteristika (Hohe Farbsättigung, weichere Abstimmung und neutrale Abstimmung) ausgewählt werden. Die Bedienung ist endlich besser und den voll bewegliche Monitor hat das Entwickler-Team gut hinbekommen. Das hat aber auch gedauert von der starren X100…

Der tolle, innovative Sucher ist das bemerkenswerte an diesem neuen Kamerakonzept. Denn die Kamera zeigt sowohl ein relativ genaues und parallaxenfreies Real-Sucherbild (90%) als auch auf Wunsch ein 100% Monitorsucherbild mit allen Informationen. Das EVF kann auch durch das Auge aktiviert werden. Dumm ist nur, dass der klassische Sucher relativ dunkel und brillanzarm im Vergleich zum Leica-Messsucherprinzip ist und wenn die Kamera eingeschaltet ist, ist er fast schwarz, bis man einmal den Auslöser betätigt. Das hängt mit dem Einspiegelungsprinzip zusammen, ist aber störend.

Insgesamt ist das spannende Konzept noch nicht zu Ende gedacht. Filterfassung und noch viel wichtiger, eine Sonnenblende hat Fuji gleich weg gelassen – damit ist sie für anspruchsvolle Fotografie kaum noch spannend. Nur über einen teuren Adapter lassen sich 49 mm Vorsätze einschrauben.

Der Autofokus ist endlich schnell. Manuell lässt sich die X100 nur elektronisch fokussieren, ohne echtes Gefühl und ohne Mechanik und mit einer Scharfstellung die permanent Strom braucht – toll gemacht… Die Auflösung des Monitors ist selbst bei einer Vergrößerung nicht so toll um die Schärfe präzise zu beurteilen und auch der spannende Sucher hilft da nicht weiter.

Also wem’s gefällt und wer noch genug Geld hat… bestsellen, denn es wird sicher zu starken Lieferverzögerungen kommen, weil sie international genau wie die Vorgänger total gehypt wird.

 

 

Ein Sony 2.8/24-50 mm G
na darauf haben wir alle gewartet. Das ist sicherlich den Preis der uninteressantesten Neuheit wert!
Es bringt ja allenfalls Filmen mit den C Kameras einen Nutzen.


Sigma Neuheiten, was soll das?
Sigma hat sich so diametral seit 10 Jahren von meinen Bedürfnissen und Ideen fortentwickelt, ich kann immer nur den Kopf schütteln, das scheinbar viele andere Fotografen das für brauchbar halten.
Jüngste Beispiele:
Ein langweiliges, wenn auch sehr leichtes (1320g)  5.6/500 mm Tele und ein riesiges 1.4/15 mm Fisheye.

 

24. Februar 2024
Februar Messe in Tokio – Produktneuheiten

Stand 2014 – wie sieht es aus mit der verfügbaren Technik?

Für anspruchsvolles Video von Tieren kann ich von den bezahlbaren Systemen nur die Nikon Z9/Z8 empfehlen.
Panasonic kommt da mit MFT derzeit nicht nah genug heran und Canon, Sony und Co auch nicht.

Bei Tierfotos gibt es weiterhin deutliche Grenzen.
So lange sich Tiere nicht sehr schnell bei schwachem Licht bewegen, würde ich immer der OM-1 mit 4.5/150-400 mm vor allen anderen Systemen den Vorzug geben. 
Es nützt gar nichts ein 2.8/400 mm zu haben, wenn man die f:2.8 nur selten nutzen kann oder wenn man am Ende starke Ausschnitte machen muss!
Da kommt dann immer der MFT-Vorteil deutlich zur Geltung.
Auch ein etwas klareres, schöneres Bokeh nützt nur in einzelnen Situationen, denn wenn ich mit mehr Brennweite leichter einen guten Ausschnitt festlegen kann, verschwindet der aufgeregte Hintergrund meistens sowieso!
Kamera und Objektiv verschmelzen immer zu einer Einheit, es ist Unsinn etwas über die beste Kamera zu fabulieren, wenn es dafür nicht beste, geeignete Objektive gibt!
Auch heute noch, zeigen TC2.0x Konverter oft eine stärkere Bildverschlechterung als ein gemäßigter Bildausschnitt. Man muß schon ein sehr gut abgestimmtes Exemplar erwischen um gut damit zu arbeiten. Der TC14 hingegen ist bei allen Systemen und Tele-Objektiven ein sehr guter und sehr wichtiger Begleiter!

Ich will mich gar nicht mit den Menschen überwerfen, die ihre Systemheimat gefunden haben und nicht wechselwillig sind sind auch nicht mit denen, die spezielle Motive auf spezielle Art aufnehmen und für die nur ein System in Frage kommt.
Ich rege nur Denksport an, was sich so am Markt tummelt. Alle behaupten ja die besten zu sein – faktisch könnte das nicht verlogener sein.

Die “alten” DSLR-Objektive im Weitwinkel und Normal-Bereich – also von 11-50 mm taugen heute nicht mehr, ganz gleich ob Zoom oder Festbrennweite. Diese Objektive sind heute ausnahmslos viel besser auf moderne Sensoren angepasst. Das gilt sogar für Macro-Objektive.

Die Systeme 2024:
Panasonic mFT – 
die Kameras werden endlich brauchbarer, bleiben aber im Verhältnis sehr groß und schwer. Die Objektive sind durch den anspruchsvollen 25 MP extrem Sensor heute weitgehend veraltet, da nützt auch Mark II dann nichts mehr. Ausser dem 2.8/200 mm gibt es bei Papa mFT kein Objektiv, mit dem ich noch gerne arbeiten würde.
Panasonic – Leica – Sigma L – das jüngste System mit den jüngsten Objektivberechnungen, trotzdem die Leica Objektive falle meistens raus, weil sie einfach preislich “Gaga” sind. Panasonic hat für mich kaum die richtigen Brennweiten/Lichtstärken-Kombinantionen. Und Sigma kommt spät und nicht wirklich besser oder gar spannender zum Wettbewerb. Ein leichtes 5.6/500 mm und die schweren 6.3/60-600 mm und 6.3/150-600 mm sind nicht das, womit ich arbeiten möchte.
Fujifilm FX, fast alle Objektive sind vom 40 MP Sensor überfordert und zu alt und neue Berechnungen wie das 8.0/150-600 mm sind zu lichtschwach.
Sony FE hat sich für mich mit seinen Kameras verirrt. Eine schöne 7RV bleibt bei Serienaufnahmen schnell die Puste weg, eine 7IV ist ohnehin teuer und ohne Vorteile, die 9III ist für mich nicht brauchbar und die A1 ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit (Monitor/Sucher/Speicher/Pre-Capture etc.). Man kann mit 2.8/300 mm und 4.0/600 mm heute viele klasse Fotos und Filme fertigen, aber das 200-600 mm Zoom ist oft der Schwachpunkt.
Sony hat immerhin ein kompatible A6700 Kamera, aber auch sie lässt nur kurze Serien zu und kann in der Handhabung allenfalls Filter überzeugen.
Canon, auch hier sind die Kameras der bisherige Schwachpunkt. Die R5 taugt zwar, ist aber in vielem deutlich veraltet und erzwingt die Mitnahme von einer Menge Akkus. Die R6II und R3 haben zu geringe Auflösung – die wären allenfalls mit sehr langen Brennweiten für mich interessant – Flugaufnahmen bei gutem Licht mit dem weit unterschätzen 11/800 mm zum Beispiel. Ansonsten krankt sogar Canon an zu wenigen Objektiven und die Adaption des alten EF-Objektivportfolios ist da oft ein schwacher Trost.
Nikon hat als einziger konsequent, wenn auch spät sein Bajonett und sein Objektivportfolio überdacht und zukunftsfit gemacht. Wo Sony, L-Bajonett mit kleinen Durchmessern kämpfen und Canon wenigsten M und RF-Kameras in einem Bajonett vereinen konnte setzt Nikon die Bestmarke für alle Möglichkeiten.
Leider waren die ersten f:1.8 Festbrennweiten und f:2.8 Zooms nicht so gut und kompakt, wie ich es mir gewünscht hätte. Weshalb ich da weiterhin Sony GM und GMII Objektive adaptiere. Doch bei den Teles ist Nikon allen weit voraus!
OMDS kann einen zur Verzweiflung bringen mit seinem schlechten Marketing und langsamen umfirmieren. Aber die OM-1 in Verbionmdeung mit den Olympus PRO-Objektiven bleibt einzigartig auf dem Markt.

Leider bringt auch die japanische Frühlingsmesse in Tokio nichts durchgreifend Neues, nicht was eine Vorbestellung lohnen würde. Canon, Nikon und Sony kochen ihr eigenes Püppchen und präsentieren weitgehend später.

Auch nach fast vier Jahrzehnten ist es noch interessant zu sehen, womit sich die Marketingmenschen und Produktentwickler in großen und kleinen Fotogeräte-Fabriken in Fernost beschäftigt haben. Bei Vielem was ich da entdecke, sage ich mir, “Hätten sie bloß Menschen wie mich, intensive Anwender, vorher gefragt…”
Nein, das tun Japaner und Chinesen grundsätzlich nicht mehr und beteuern trotzdem immer das Gegenteil.
Es gab eine Zeit in den 80er und 90er Jahren wo man sich besser auf Forderungen von Berufsfotografen eingestellt hatte, doch heute ist man bei allen Firmen weiter davon entfernt denn je. Ich habe zwar noch Kontakte, aber alles lässt sich am Computer relativ schnell berechnen und wird dann im Marketing entschieden.
Einige machen einfach da weiter wo sie aufgehört haben und verbessern die letzte Kamera. Das ist oft nur konsequent, auch wenn dabei für den Nutzer oft nicht wirklich viel Neues heraus kommt. Die Objektiv-Entwickler bringen heute häufig und schnell neue “Ideen” auf den Markt, jeder gegen jeden.
Die konkreten neuen Produkte:

OM-1 verbesserter AF
Der Gülle-Sturm kam wohl zu heftig in Tokio an – jetzt bekommt die OM-1 doch den verbesserten AF der OM-1II!
Aber erst ab Herbst 2024! Was dann wieder eine bodenlose Frechheit ist und uns fast 1 Jahr auf altem Stand belässt!
Man wird nur noch verarscht und ausgebremst!

Fuji und Sony und andere wollen uns zukünftig mit einer WiFi-Verbindung von der Kamera zur KLAUT vergewaltigen – also bitte Vorsicht!
Wenn ich eine Kamera bekomme, schalte ich das sofort aus, hänge kein Smartphone und auch keine Fritz!Box-Daten dran und schalte GPS aus.
Alles Horrorgrusel der nicht in Kameras gehört. Es dauert nicht mehr lange bis alle die externen Speicherkarten abschaffen wollen.

 
 
Fujifilm X100VI – Endlich mit Bildstabi, 40 MP, NF-Filter & voll beweglichem Monitor

Ich hatte die Vorgänger-Kameras zum Testen, mit keiner konnte ich mich lange anfreunden, auch die letzte war mir noch zu langsam und zu starr um damit schnell auf Motive reagieren zu können, um nur grob mein Smartphone mit besserer BQ zu ersetzen.Wenn ich bedenke, dass die neuesten Smartphone-Sensoren bei 1″ nur noch 3x größer ist als dieses Halbformat…
Nur die fetten Vorsatz-Linsen erlauben kaum unauffälliges Fotografieren, machen die Kamera schon sehr groß und sogar frontlastig.
Als 40 MP lässt durchaus gute BQ bei Faktor 1.5x oder vielleicht sogar 2.0x zu.
Was mit jedem Smartphone geht, gelingt hier noch deutlich besser und Leica Q hat da nach oben auch nicht mehr „Luft“.
Leider verzichtet sie auf die schöne “Belederung” der GFX100II!
Auf der anderen Seite wären für mich weder eine Leica Q3 noch eine Ricoh GRX daneben attraktiv genug.
Nur eine Sony A6700 könnte Konkurrenz sein, aber dafür gibt es kein wirklich kompaktes 2.0/23 mm Objektiv.
Also bleibt auch dieses Jahr die Fuji X100 alleine auf weiter Flur.
Ich hatte zuletzt eine vor 10-12 Jahren, die hat mich mit ihrer Langsamkeit schnell genervt, ich habe mir eine bestellt und schaue mal ob die Neue länger mein Taschebegleiter bleibt.
Aber logischerweise in schwarz, denn auffallen will ich mit einem Chromestossfänger auf keinen Fall.Das Sony 35/2.8 wäre doch sehr vergleichbar mit dem Objektiv der Fuji…
Ansonsten gibt’s noch Sony 40/2.5, 50/2.5 etc. Oder etwas lichtstärker mit der i-Series von Sigma 35/2.0, 50/2.0 etc.
Auswahl gibt’s mehr als genug.
Da liegt doch das grundsätzliche Missverständnis:
Ich tausche doch kein 2.0/23 mm gegen ein 2.8/35 mm (oder 40, 50 etc) – wenn will ich doch eine Verbesserung bei gleicher Verschlussgeschwindigkeit erreichen, also mindestens f:2.0! Das Gefasel über Bokeh und Hintergründe schießt sowieso bei solchen Brennweiten weit übers Ziel hinaus, selbst eine 1.7/28 mm Leica Konstruktion für VF stellt aus gleicher Distanz (!) nicht so viel deutlich besser frei! Alles was mit f:2.0 geboten wird, egal ob Sigma oder sonst wer, ist zwangsläufig dick, lang und wenig leichter als diese Fujikamera komplett mit Objektiv.

Sicher kann man den Sucher weglassen und sich mit einer Ricoh begnügen, aber dann ist mir wirklich das Smartphone mit Griff lieber in der Hand.
Leica Nutzer behaupten für sich ein dezentes Understatement.
Kann man so sehen, logisch.
Doch für angeblich “dezentes Understatement” einen solchen Preis und anschließend die Verluste einzukalkulieren ist schon eher vergleichbar mit Harakiri.(komme mir keiner mit: die bleibt auch bei Erscheinen von Q4 und Q5 gleich gut :-P)
Und das Leica Objektive auch heute noch deutlich sichtbar bessere BQ liefern, da muß man schon sehr stark im Glauben verwurzelt sein.

FujiFilm X100F – die Andere

FUJIFILM X100F 2017

Der Klassiker – wieder neu belebt
Fujifilm hatte sich in den letzten Jahrzehnten auf vielen Feldern ausgetobt, Mittelformat-Kameras, Kino- & TV-Objektive, Bridge- Kompakt und Sofortbildkameras und in Kooperation mit Nikon auch einige DSLR-Systemkameras. Begonnen mit der Finepix S1 PRO im Jahr 2000 (2002 = S2 PRO – 2004 = S3 PRO – 2006 = S5 PRO) – doch das klappte wohl in der Zusammenarbeit nicht so gut und erwies sich bald als Sackgasse.
Doch bevor Fujifilm mit einem kompletten System, mit eigenen Objektiven, Blitzen und Zubehör den Markt beleben konnte – fiel 2010 der Startschuß für eine ganz andere Kamera-Generation:
Die Fujifilm X100 mit Hybrid-Sucher und 2.0/23 mm Fujinon Festbrennweite – 2010

Sie wirkte wie ein Anachronismus, wie eine alte Leica die jemand vergessen hatte und mit digitalem Aufnahmesensor versehen hatte. Der Erfolg folgte prompt.
Erst 2012 folgte dann aus den gewonnen Erkenntnissen der Startschuß der X-Pro1 mit gleichem Sucherkonzept und zusätzlich Wechselbajonett.
2013: X100S – 2014: X100T – 2017: X100F – 2020: X100V – 2024: X100VI

Die X100 wurde immer in Chrom oder in komplett Schwarz angeboten. Silberfarbene Kameras waren nie mein Fall, ich wollte nie mit der Kamera auffallen und glänzen – sondern immer mit Fotos und Geschriebenem.
Fuji steigerte die Sensor-Auflösung über die Jahre vom 12 MP Bayer-Sensor zum 40 MP Sensor und gab X-Trans auf. Der Autofokus musste sich sehr anpassen, von 49 Kontrastfeldern hin zu 425 AF Feldern, frei wählbar mit 169 Phasenvergleichsfeldern für mehr Geschwindigkeit.
Auch die Belichtungskorrektur von nur +/- 2 Stufen war nicht lange haltbar, heute lassen sich 3 Stufen auf der Kamera und 5 Stufen in der Kamera korrigieren.
Ähnlich wie Leica und die meisten anderen Anbieter, bleibt auch Fuji den, kaum noch zeitgerechten, Drittel-Schritten verhaftet. Sowohl beim Blendenring, als auch bei der Belichtungskorrektur. Das macht das Einstellen mühsam und zeitraubend und bringt im Bild keinen Gewinn – für mich bleiben nur halbe Stufen sinnvoll.
Bei der neuesten Version kann die Empfindlichkeit bis auf 50.000 ISO verstärkt werden und elektronische Belichtungszeiten bis 1/50.000 Sekunde können auch gewählt werden.
11 Bilder pro Sekunde sind jetzt auch mit diesem absichtlich altbackenem Kamerakonzept möglich und bei Verwendung vom JPEG-Dateiformat sogar bis zu 60 Bilder in Folge. Das Programm stellt 14 verschiedene Film-Charakteristika zur Verfügung – ein nettes Gimmick. Sogar eine rudimentäre Filmfunktion und FullHD hat sich reingemogelt.
Der Akku wird in der X100VI weniger stark beansprucht und geschafft genormt 450 Auslösungen mit Rückschau etc.
Das Gewicht ist auf 520g angestiegen – doch gemessen am lichtstarken 2.0/23 mm Objektiv, ist das immer noch relativ leicht. Eine aktuelle X-E4 mit 2.0/23 mm ist deutlich größer mit 3cm mehr Objektiv die aus der Kamera herausstehen und wiegt auch rund 540g.

Bisher habe ich immer gescheut mich intensiver mit der Fuji X100 auseinander zu setzen – einerseits war eine kompakte Kamera mit 2.0/23 mm und innovativsten Sucher immer zu verlockend und auf der anderen Seite wußte ich nie, was ich heute noch mit nur 2.0/23 mm anfangen sollte, im Smartphone Zeitalter…Hier einmal ein Versuch dieses Kamera-Konzept von zwei Seiten zu betrachten.

Fuji X100 im Licht:
Eine herrlich altmodische Kamera mit aktueller Fototechnik. Einer der anspruchsvollsten heutigen Sensoren mit 40 Megapixel-Auflösung im Halbformat (APS-C) und dem Aussehen einer Leica M nachempfunden. Sie hat den innovativsten Sucher der heutigen Kameras.
Die Fuji X100 ist einfach klein und wirklich kompakt. Das bedeutet, 12.8cm lang, gut 5,5cm tief und 7,5cm hoch. Ein Super EBC Fujinon Aspherical f:23 mm 1:2 ist fest eingebaut. Dadurch wächst die Tiefe der Kamera auf gut 5,5cm – das ist tatsächlich flach und kompakt – wenn auch nicht so flach wie die beliebten Smartphones (1cm x 15,5 cm x 8cm bei 220g).

Mit Akku und Speicher bringt sie aufnahmefertig rund 520g auf die Waage.
Fujifilm stellt im heutigen Vergleich eine relativ große Aufnahmefläche zur Verfügung: Halbformat 15,6 x 23,6mm.

+ schönes Kamerakonzept
+ innovatives Sucher-Konzept – wenn auch links angebracht
+ ND/Graufilter eingebaut
+ abgedichtetes Gehäuse, Objektiv perfekt angepasst
+ AF-Wahlschalter links an der Seite
+ Zusatzgriff macht sie griffiger und ist meist auch wünschenswert


Im Schatten:
1.800 Euro sind noch mal 400€ mehr als die letzte Version und etwas mehr Geld als das beste Smartphone kostet und man kann mit der Fuji nicht kommunizieren oder gar telefonieren. Sie imitiert den Look, der guten alten Zeit, des Leica M-Backstein-Formats. Kein echter Griff, den Sucher links und überall zu glatt und zu wenig griffig. Das ist inzwischen so lange her und Vielen vielleicht nicht mehr vertraut. Das sind die Kameras, die spätestens seit Mitte der 50iger Jahre jeder Fotobegeisterte haben wollte. Ich erlebte ab 1984 die Leica M6 und habe seit dem auch immer wieder damit fotografiert. Das Format ist ein Reporter-Format. Die Auswahl der Objektive ist begrenzt, genau genommen waren schon die M-Leicas nur für 35 – 50 mm Brennweite konzipiert.

Fujifilm weicht im wichtigsten Kriterium von der M-Leica ab – dem 24×36 mm Kleinbild-Format. Denn Fuji liefert nur die Hälfte der Aufnahme-Fläche 15,6 x 23,6 mm. Die erreichbare Bildqualität ist trotzdem sehr gut – so lange man bereit ist, abzublenden und nicht im Nahbereich zu fotografieren. Sowohl bei f:2.0-2.8, als auch im Bereich unterhalb 50 cm Abstand zeichnet sie relativ weich und erfüllt da kaum die heute erwarteten Standards.

Die Kamera wird ganz eindeutig wegen dem Design, der Bedienung und dem Sucherkonzept gekauft – aus meiner Sicht rechtfertigen weder das Objektiv, noch das Kamerakonzept an sich, einen so teuren Kamera-Zusatzkauf. Mancher fabuliert auch gerne, wenn er nur eine Kamera mit auf eine Insel nehmen dürfte… dann die Fuji X100. Dem kann ich mich gar nicht anschließen. Sie braucht viel Strom und ist technisch nicht ausgereift und das Objektiv überzeugt mich nicht komplett. Auf der Insel hätte ich dann doch lieber die analoge M-Leica oder eine andere rein mechanische Kamera.

Also das ist eine Kamera für den Technikverliebten mit nostalgischem Touch und für den der laaangsam und bedächtig, ab und zu ein Bild machen will.
Der Autofokus ist auch in seiner vierten Überarbeitung weit entfernt von schnell und das Objektiv braucht ewig um vom Nahbereich in den Fernbereich zu fokussieren.
Also für mich als Action-Fotograf ist die Kamera keine ernsthafte Alternative. Nur ein großer Sensor und etwas mehr Lichtstärke reichen da einfach nicht.

– saftiger Preis
– nur 18 RAWs in Folge bis der interne Speicher 13 Sekunden spreichert
– Objektiv überzeugt nicht im Nahbereich

– Objektiv fokussiert viel zu zögerlich
– Objektiv ist bei f:2.0 nicht wirklich beeindruckend
– keine gute Griffigkeit, die Oberfläche der GFX100II hätte sein müssen
– Ein-/Aus-Schalter zu fummelig
– Klarsichtsucher sehr dunkel
– 1/3 Werte sind Quatsch
– Objektivvorsätze sind Unsinn und viel zu groß & schwer
– eher geringe Monitor-Auflösung
– nicht alles aus Metall
– Speicher-Karte wird unten eingesetzt
– Akku-Kapazität ist bescheiden

Was die Kamera unbedingt braucht:
* Einen helleren Glassucher
* ein besseres, hochauflösenderes Objektiv, innenfokussiert
* ein separates Speicherkartenfach
* eine viel bessere Stromversorgung
* höher auflösender, voll beweglicher Monitor
* schneller Autofokus

Braucht man die Kamera?
Ich sicher nicht. Und für den nostalgischen Touch besorgt man sich besser eine analoge Leica für echten Film.
Mein bestes Bild mit der X100F – der Weihnachtsbaum 2017 – absichtlich unscharf:

1. Januar 2012

Fujifilm X100 – die Kamera aus der Vergangenheit

Fujis letzter Schrei – X100

Anleihen an Leicas früheren M-Kameras und uralten Nikon-, Canon- und Contax-Kameras sind unverkennbar.
Sie wird als „Schönheit“ angepriesen, zum Glück liegt die im Auge des Betrachters, ich kann an dieser Kamera zunächst wenig Schönes entdecken. Für mich persönlich ist das Kleid zunächst einmal wenig ansprechend.
Was mir wirklich positiv auffällt, sie hat einen echten Blendenring – der hätte auch bei Canon, Nikon und allen anderen nie verschwinden dürfen. Inzwischen kehrt er bei Canon, Samsung und Olympus Kameras in moderner Variante zurück. Ich weiß nicht welche Menschen sich heute wirklich etwas davon versprechen eine digitale Kamera mit 2,0/35 mm (umgerechnet auf KB) für 1.800 € zu kaufen. Eine extrem teure und unflexible Kamera, wie schon die Leica X1.

Was will man heute noch mit 2,0/35 mm aufnehmen, schon die meisten Digicams bieten 24 mm und andere sogar f:1,8/28 mm?
Und zu sammeln eignet sie sich auch nicht. Die Zeit der Kamera-Sammler ist vorbei, wer soll so eine hässliche Magnesiumkiste im Digital-Zeitalter mit Prozessoren von geringer Halbwertzeit sammeln?
Wenn ich sehe, dass die Sonnenblende mit Adapterring 80 Euro kostet, eine Ledertasche für 110 € und Blitzgeräte für 110 € und 200 €, dann ist klar das Fuji hier mehr zum Geldausgeben und sammeln anregen will, denn zum fotografieren.

Zum Einschalten der Kamera vergeht nach anfänglich etwa 3 Sekunden bei den ersten Modellen, inzwischen weniger als 1 Sekunde. Das muss sie auch als Schnapp-Schuß-Reportage-Kamera.
Ein CMOS-Sensor mit 40 MP Auflösung im Halbformat erlaubt heute eine gute Bildqualität. Und das Objektiv ist schon deutlich gefordert und nicht mehr auf Leica-Niveau. Auch bei ISO 6400 arbeitet sie sehr rauscharm und bis ISO 3200 kann sie selbst von kritischen Zeitgenossen verwendet werden. Für JPEGs und HEIFs können mit den alten Filmarten von Fuji: Velvia, Astia und Provia unterschiedliche Charakteristika (Hohe Farbsättigung, weichere Abstimmung und neutrale Abstimmung) ausgewählt werden. Die Bedienung ist endlich besser und den voll bewegliche Monitor hat das Entwickler-Team gut hinbekommen. Das hat aber auch gedauert von der starren X100…

Der tolle, innovative Sucher ist das bemerkenswerte an diesem neuen Kamerakonzept. Denn die Kamera zeigt sowohl ein relativ genaues und parallaxenfreies Real-Sucherbild (90%) als auch auf Wunsch ein 100% Monitorsucherbild mit allen Informationen. Das EVF kann auch durch das Auge aktiviert werden. Dumm ist nur, dass der klassische Sucher relativ dunkel und brillanzarm im Vergleich zum Leica-Messsucherprinzip ist und wenn die Kamera eingeschaltet ist, ist er fast schwarz, bis man einmal den Auslöser betätigt. Das hängt mit dem Einspiegelungsprinzip zusammen, ist aber störend.

Insgesamt ist das spannende Konzept noch nicht zu Ende gedacht. Filterfassung und noch viel wichtiger, eine Sonnenblende hat Fuji gleich weg gelassen – damit ist sie für anspruchsvolle Fotografie kaum noch spannend. Nur über einen teuren Adapter lassen sich 49 mm Vorsätze einschrauben.

Der Autofokus ist endlich schnell. Manuell lässt sich die X100 nur elektronisch fokussieren, ohne echtes Gefühl und ohne Mechanik und mit einer Scharfstellung die permanent Strom braucht – toll gemacht… Die Auflösung des Monitors ist selbst bei einer Vergrößerung nicht so toll um die Schärfe präzise zu beurteilen und auch der spannende Sucher hilft da nicht weiter.

Also wem’s gefällt und wer noch genug Geld hat… bestsellen, denn es wird sicher zu starken Lieferverzögerungen kommen, weil sie international genau wie die Vorgänger total gehypt wird.

 

 

Ein Sony 2.8/24-50 mm G
na darauf haben wir alle gewartet. Das ist sicherlich den Preis der uninteressantesten Neuheit wert!
Es bringt ja allenfalls Filmen mit den C Kameras einen Nutzen.


Sigma Neuheiten, was soll das?
Sigma hat sich so diametral seit 10 Jahren von meinen Bedürfnissen und Ideen fortentwickelt, ich kann immer nur den Kopf schütteln, das scheinbar viele andere Fotografen das für brauchbar halten.
Jüngste Beispiele:
Ein langweiliges, wenn auch sehr leichtes (1320g)  5.6/500 mm Tele und ein riesiges 1.4/15 mm Fisheye.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

20. Februar 2024
Meine Kamera des Jahres seit 1979

MEINE Kamera des Jahres 1979-1983:
PENTAX ME Super

MEINE Kamera des Jahres 1983-1988:
PENTAX LX, Pentax Super A

MEINE Kamera des Jahres 1988-1991:
LINHOF Technikardan 9×12, Canon EOS RT

MEINE Kamera des Jahres 1992-1993:
PENTAX Z1, PENTAX 645

MEINE Kamera des Jahres 1994:
MINOLTA 700 SI, Leica M6

MEINE Kamera des Jahres 1995:
MINOLTA 9xi
, Pentax Z1p, Canon EOS 50E

MEINE Kamera des Jahres 1996:
CANON EOS 1,
Sony VX1000 (Video 8mm)

MEINE Kamera des Jahres 1997:
CANON EOS 5II

MEINE Kamera des Jahres 1998:
PENTAX 645N

MEINE Kamera des Jahres 1999:
CANON EOS 3,
Nikon F100

MEINE Kamera des Jahres 2000-2001:
CANON EOS 1V
, Minolta Dynax 9 – Canon EF 4.0/600 mm

MEINE Kamera des Jahres 2002:
Canon G2, EOS D60, Canon EF 2.8/400 mm

MEINE Kamera des Jahres 2003:
CANON Eos 1D
, Olympus C5050, Nikon D100

MEINE Kamera des Jahres 2004:
CANON EOS 1DII, NIKON D2H
, Minolta A1, Olympus E-1

MEINE Kamera des Jahres 2005:
NIKON D2X – Nikon AF 4.0/200-400 mm

MEINE Kamera des Jahres 2006:
NIKON D200

MEINE Kamera des Jahres 2007:
NIKON D300

MEINE Kamera des Jahres 2008:
OLYMPUS E-3 – Olympus 2.8/90-250 mm

MEINE Kamera des Jahres 2009:
PANASONIC GH1, Canon EOS 7D

MEINE Kamera des Jahres 2010:
SONY Alpha 900, Canon EOS 5D

MEINE Kamera des Jahres 2011:
OLYMPUS E-5 – Olympus 2.8/300 mm

MEINE Kamera des Jahres 2012:
CANON Eos 5DIII, Olympus E-30

MEINE Kamera des Jahres 2013:
Canon Eos 70D, Panasonic G6

MEINE Kamera des Jahres 2014:
Canon EOS 1DX,
Eos 7DII, Panasonic GH4

MEINE Kamera des Jahres 2015:
Fujifilm X-T1, Apple IPhone 6+

MEINE Kamera des Jahres 2016:
NIKON D500, Sony Alpha 9

MEINE Kamera des Jahres 2017:
NIKON D850
, Fujifilm X-T2, Olympus E-M1II, Panasonic GH5

MEINE Kamera des Jahres 2018:
SONY 7RIII, Panasonic G9

MEINE Kamera des Jahres 2019:
SONY Alpha 7RIV, SONY Alpha 9II, Sony RX10, Apple IP 11 Pro

MEINE Kamera des Jahres 2020:
CANON EOS R5

MEINE Kamera des Jahres 2021:
SONY ALPHA 1

MEINE Kamera des Jahres 2022:
Mit keiner anderen habe ich lieber fotografiert und mit keiner hatte ich so überraschend gute Fotos.
OMDS OM-1, Nikon Z9

MEINE Kamera des Jahres 2023:
Mit keiner anderen habe ich lieber fotografiert und mit keiner hatte ich so überraschend gute Fotos.
Fujifilm GFX 100II, OMDS OM-1

Ich bin kein ausgeprägt nostalgischer Mensch, trotzdem mag ich die Pentax LX bis heute (weit mehr als jede Nikon, Canon, Minolta, Olympus – dieser Zeit) ich schätzte besonders meine Linhof und meine Pentax 645. Es steht außer frage, dass die Canon EOS 1V die höchste Entwicklungsstufe der AF-Kameras für Filmmaterial ist.
Und auch die Spiegelreflextechnik findet ihr Ende und die beste digitale DSLR ist unzweifelhaft die Nikon D850, gefolgt von der Nikon D500.
Einige meiner wichtigsten Bilder habe ich mit der Nikon D2x und der Canon EOS 5DIII gemacht.
Ich mußte mich damals entscheiden, entweder nach den Fototechnik-Studium eine Leica M6 Ausrüstung oder eine Linhof-Großformat. Meine Entscheidung für Linhof war in jedem Falle richtig und brachte mir gute Aufträge.
Contax, Leica, Yashica, Konica konnten mein Herz nie richtig erobern und Minolta nur kurz mit der 700si und Alpha 900 und auch Olympus nur mit E-1, E-3 und OM-1.
Selbst zu Canon EOS Kameras habe ich bis heute häufig ein gespaltenes Verhältnis, Canon hat meist faule Kompromisse gemacht und man mußte die teuerste Kamera kaufen, alle anderen waren verkrüppelt. Mein Verhältnis zu Nikon wurde erst besser, als der Druck der Kollegen nachließ (früher in den 80ern mußte man eine Nikon haben, um jemand zu sein) und als mit der D2 Baureihe wirklich bessere Technik als von Canon kam und leider kamen die besten Kameras D500 und D850 dann schon wieder erst im Abgesang auf den Spiegel.
Heute gibt Sony den Ton an, bei den Objektiven sowieso, aber auch die Kameras sind sehr beliebt bei jüngeren Fotografen und Filmern.
Wenn die Nikon Z8 und Z9 in der Tier-Motiv- & Augen-Erkennung und im Verfolgung-AF die Lücke zu Canon und Sony schließen – sind sie heute wieder die besten Kameras, neben einer OM-1.

Objektive der letzten 40 Jahre:

Auf alle Objektive einzugehen, mit denen ich kreativ sein durfte und arbeiten konnte, würde jeden Rahmen sprengen und mein Gedächtnis überfordern.
Deshalb hier auf einige, besonders wichtige Brennweiten, begrenzte Auswahl. Auch dem Unterschied der Zoom-Objektive und ihre Bedeutung versuche ich auf die Spur zu kommen.
Abgesehen von kompakten Kameras, wie Kodak, Rollei 35, Minox und vielen anderen, kam dann mit 14 die bei meinem Vater gemopste Pentax ME Super mit 1.4/50 mm.
Die kompakten Kameras kehrten dann bei mir und sicher vielen anderen als Überbrückung noch 2x wieder.
Dazwischen gab es Super 8 Kameras wie Nizo Integral, später Arriflex 16 mm und dann professionelle Video-Systeme.
Also alles begann, bei mir wie den meisten Fotofans, die in den 60er Jahren oder davor geboren wurden mit 50 mm – sogenannter Normalbrennweite. Heute zähle ich 50 mm neben dem 28 mm zur langweiligsten Brennweite bezogen auf Kleinbild/Vollformat überhaupt. Das liegt eben daran, weil jeder sie hatte, weil sie als normal oder 28 als schlicht Weitwinkel galten, weil sie ausser den Macro-Objektiven immer nur einen kleinen Abbildungsmaßstab zuließen, weil es in den 80ern wieder Mode wurde damit verzeichnete Gesichtsaufnahmen als Porträts zu verkaufen u.v.m.
Ich habe vermutlich so wenig mit 50 mm fotografiert, wie kaum ein anderer Foto-Freund.
28 mm brauchte man früher, weil an 24 mm und 20 mm noch kaum zu denken war und die ersten brauchbaren Vario-Objektive immer bei 28 mm begannen (28-70 mm) und die ersten 24-50 mm nicht jeden überzeugten. Erst als Canon sein erstes 2.8/24-70 mm Reporter-Zoom vorstellte änderte sich das allmählich.
Sehr gute Bildergebnisse mit 20-35 mm, 17-35 mm waren bei 28 und 35 mm selten zu erwarten.
Ich hatte dann früh ein Pentax 2.0/28 mm, mit dem ich aber nicht warm wurde und das ich bald gegen 2.8/24 mm ablöste.
Deshalb die wichtigsten WW- und Normal-Brennweiten für mich waren immer 24 mm und 35 mm.
Vor diesen hatte ich dann viele Varianten, auch wenn mir die überzogen, hohen Preise oft die Möglichkeiten raubten, die besten und lichtstärksten von Leica und Zeiss zu kaufen.

Bei Erscheinen haben mich einige Objektive besonders beeindruckt:
Pentax 1.4/85 mm A*
Pentax 1.8/135 mm A*
Pentax 4.0/300 mm FA
Minolta AF 4.5/28-135 mm
Olympus OM 2.0/90 mm Macro

Nikon 2.0/105 mm DC
Nikon 2.0/135 mm DC
Nikon 2.8/60 mm Micro
Nikon 1.4/105 mm
Nikon 4.0/300 mm PF
Nikon 5.6/200-500 mm
Nikon 2.8/70-200 mm
Nikon AF 2.8/17-35 mm
Nikon 3.5/70-180 mm Micro Nikkor
Nikon Z 4.5/400 mm VR
Nikon Z 6.3/800 mm VR

Canon 1.2/85 mm II
Canon 4.0/300 mm
Canon 2.0/135 mm
Canon 3.5-5.6/35-350 mm
Canon RF 2.8/70-200 mm
Canon RF 2.8/100-300 mm L IS
Canon 1.4/24 mm II
Canon RF 1.8/24 mm Macro
Canon 1.4/35 mm II
Canon 4.0/600 mm
Canon 2.8/400 mm
Canon 4.0/400 mm DO
Canon 2.0/200 mm
Canon 2.8/300 mm
Canon 5.6/800 mm
Olympus E 2.0/50 mm
Olympus E 2.8/7-14 mm
Olympus E 2.8/90-180 mm
Olympus E 2.8/300 mm
Olympus MFT 4.5/150-400 mm PROIS
Olympus MFT 2.8/12-40 mm Macro Pro
Olympus MFT 2.8/40-150 mm Pro

Es existiert keine zweite Chance, es gibt jede nur 1 mal, jeder Tag ist einmalig, jede Stunde, Minute, Sekunde.

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test

18. Februar 2024
KI und die Kopfschmerzen die sie macht!

“Automatische Super-Auflösung”
schreit es von Microsoft alle Fotografen an.

Tolle Zukunftsaussichten. Na da werden die Klaumeisen aber jubilieren…
Ist das nicht alles Wahnsinn und hat mit Fotografie gar nichts mehr zu tun?
Killt das nicht alle persönlichen Bemühungen?

Angefangen hat der ruinöse Fotografen Killer vor einem Jahrzehnt als man plötzlich aus CAD Daten perfekt geränderte „Produkt Fotos“ generieren konnte. Somit hatte sich die „Brot und Butter Fotografie“ des Studio Fotografen erledigt weil Handelsketten Kataloge hatten sich ebenfalls verabschiedet. Nun bekommen wir „kostenlose“ Skalierung PLUS KI „Kunstprodukte“ oder eine Mischung aus ECHT und FALSCH wie man das auch immer sehen möchte. Ich glaube wir hier machen für unser Leben gerne Bilder/Videos unabhängig von den verwendeten Gerätschaften. Wir halten die Hersteller mit unserem Umsatz am Leben. Wer braucht dann noch eine Systemkamera? Vielleicht Vogelkundler, Event-Fotografen! Den Rest macht jeder mit dem billigsten geschenkten Smartphone –perfekt skalierte „Tele“ Ausschnitte inklusive! Na dann auf ein NEUES! Ich glaube da waren noch Farben, Pinsel und Leinwände im Dachboden – Nö…. geht auch nicht weil die KI Werke wie die von Caspar David Friedrich aus dem Ärmel schüttelt!

Ja es sind sch…. Zeiten für Kreative. Und leben können auch nur noch ein paar Sänger, Sportler und Schauspieler, aber von Fotos?
Man müsste immer wieder einen neuen Dreh finden, der dann rasch kopiert und platt gemacht wird.
Da liegt der gewaltige Nachteil digitaler Welten, jeder kann, überall. Sonst klaut er halt!
KI ist ja nur begrenzt abschaltbar, im Smartphone schon längst nicht mehr und in VF-Kameras auch nicht mehr immer.

Wer von den üblichen Verdächtigen hier, lebt den tatsächlich von seiner Fotografie? Diese sind sicher betroffen, gerade wenn es in Richtung Produkt und Werbefotografie geht. Aber als Hobbyist kann einem doch völlig egal sein, was KI und Co. alles können. Man fotografiert doch für sich und seine Liebsten und hört nicht auf, nur weil es eine KI besser kann. Im besten Fall ist KI ein hilfreiches Tool, im schlimmsten Fall eben nicht. Noch einmal, für berufstätige Fotografen schlimm, aber sonst soll die KI doch machen was sie will, solange die Kamerahersteller dieser Welt nicht aufgeben und die Produktion der Kameras einstellen.

Du hast in grossen Teilen recht, aber in einem Punkt möchte ich widersprechen, denn die KI-Bilder betreffen auch uns Hobbyisten, plötzlich wird mein wirklich gutes Bild abgewertet, weil jemand ein mittelmäßiges Bild mit KI-Inhalten aufpeppt und es neben meinem steht. Und noch etwas, KI-Bilder bzw. die Möglichkeit Bilder der absurdesten Art darzustellen führt zwar kurzfristig zu Ahh und Ohhs, aber mittel- und langfristig zu Desinteresse beim Zuschauer, alleine schon, weil man gar nichts mehr können muss um spektakuläre Bilder zu kreieren.

Das könnte stimmen – wenn man ohnehin nur „seine“ Familie, Hund, Katze, Grundstück beständig ablichtet und diese nicht auch von anderen „genauso“ abgelichtet werden.
Aber ich wollte gar nicht nur aus Berufs-Fotografen-Sicht sprechen… warum sollte ich mit einer aufwendigen Systemkamera reisen, wenn alle mit SP neben mir stehen und alles schon eine Milliarde Mal abgelichtet und durch die KI aufbereitet wurde?
Das Hobby ist doch auch in dem Moment futsch, wo ich nicht wirklich kreativ sein kann und etwas (zumindest im überschaubaren Umfeld) einzigartiges fotografieren und zeigen kann!
Ich kann das sogar auch öfter mit dem SP – aber alle, die diese Fotos dann sehen, machen sie nach und die Idee ist futsch.
So meinte ich das.
Ein Ölgemälde macht noch so leicht keiner nach und ein gemeißeltes Standbild auch nicht – aber das werden Maschinen auch bald drauf haben.

Die Schauspieler und Drehbuchautoren braucht es auch nicht mehr allzu lange und bei Spotify werden mittlerweile PRO TAG mehrere Tausend AI generierte Songs hochgeladen. Willkommen in der Zukunft
Wie meinst Du funktioniert die „automatische Untertitelübersetzung“ auf YouTube? 
Mit dem Platin Business Abo auf Zoom kannst Du das auch haben. Immerhin kannst Du dort auch noch einen menschlichen Interpreter buchen, der dann von irgendwo auf der Welt zugeschaltet ist. Die KI präselektiert für das HR in Großunternehmen auch längst die Bewerber oder monitort die Leistung der Angestellten. KI ist längst überall.

KI ist ein Haufen stinkender Mist

Weil die Kameragehäuse kaum noch wesentlich verbessert werden können und wirklich neue Errungenschaften ausser bei OMDS eher selten sind, versuchen die Hersteller mit künstlich Intelligenten Versprechen auf sich aufmerksam zu machen.
Dagegen spricht jedoch immer, dass die Kamera trotz Millionen eingelesener Motive und Lichtsituationen schlicht und einfach nicht weiß, was oder gar wen wir fotografieren. Tante Gustl hat nun einmal ein anderes Gesicht als Onkel Paul und die Verwandten aus den USA oder den westindischen Inseln haben wieder ganz andere Gesichter, Augen und Physiognomie.
Ganz abgesehen von Landschaften, deren ideale Belichtung und Schärfentiefe bis heute nicht von einer KI erraten werden kann (auch viele Fotografen beherrschen das nicht).
KI ist im alleegünstigsten Falle ein winziger Ausschnitt des Massengeschmacks!
Wir fotografieren jedoch in den allermeisten Fällen, um uns von den Smartphone-Knipsern und allen anderen Reflex-Massen abzuheben. Also diese Gleichmacherei aller Bilder, ist zugleich deren Tod – da bleibt dann null Kreatives übrig, wenn ich mich in die Hände der KI begebe. Vor 35 Jahren ist Minolta mit intelligenten XI Kameras und Programmkärtchen gescheitert und auch Canon’s Barcode Reader verschwanden schnell wieder in der Versenkung. Nur KI ist jetzt gekommen um zu bleiben.
KI kann niemals innovativ sein!
(Es sei denn ein kreativer, innovativer Geist trimmt sie vorher darauf, aber dann folgen wir auch nur diesem Geist und sind ebenfalls selbst nicht mehr kreativ und innovativ!).Der ganze KI-Gedanke ist bei innovativer Fotografie genau genommen von vornherein zum scheitern verurteilt.

KI ist darauf getrimmt Fotos auszuspucken, die Millionen Menschen bereits gemacht haben.

Niemand hat Taubenfotos eingelesen, also scheitern die Kameras an Tauben (Die A9III, R3, Z8, OM-1, G9II, S2 sind keine Ausnahmen). Man hat Millionen von Fotos analysiert um einen stets passenden automatischen Weißabgleich zu bauen. Nur passt er halt nicht bei Motiven, die nicht millionenfach vorkommen. Es verhält sich doch so: Wenn Millionen Fotografen schon Adler mit Fisch im Maul abgelichtet haben – welchen Punkt kann ich setzen, will ich da der Millionundeinste sein? Mit Pinguin-Fotos aus der Arktis könnte man die Straßen pflastern und der CO2-Ausstoß der Flotte an Pinguin-Fotografen-Luxus-Expeditionsdampfern erreicht mittlerweile den von 5 Millionen Autos.
Es ist alles schon fotografiert? Nicht wirklich. Die Welt ist ja jeden Tag auch neu und das Licht lässt alles anders wirken. Es gibt Häuser, Menschen Tiere, Landschaften, die nie jemand gut fotografiert hat, bevor sie abgerissen wurden oder gestorben sind. Es gibt Millionen von Dingen, die Bedeutung haben. Und von denen die KI keine Ahnung hat.
Wir sind individuelle Menschen. Und wenn wir machen, was die KI will, dann kann uns die KI leicht ersetzen, für immer.

NIKON Z9 / Z8 Bildstabilisierung
Nikon, Sony und Canon geben ja neuerdings immer gerne mit ihrer Bildstabilisierungs-Leistung an.
Also Aufnahmen von Eichhörnchen auf kürzerer Distanz mit 4.5/400 mm und TC14 oder 6.3/600 mm aus ruhiger Hand werden bei 1/100 Sekunde allenfalls aus Zufall einigermaßen scharf/unverwackelt.
1/500 Sekunde ist sicher, aber schon 1/250 Sekunde bringt mehr verwackelte Fotos.
So etwas bin ich von der OM-1 im MFT gar nicht mehr gewöhnt, um da zu verwackeln müßte man schon im Sturm stehen.
Auch die Fujifilm GFX100II fällt durch verwackelte Fotos auf, schon bei 250 mm Brennweite und Zeiten, die länger sind als 1/50 Sekunde.
Also glauben Sie bloss nicht alles Marketinggeschwätz!

Foto-Geräte Schwemme 2024
Canon und Nikon und die Gebrauchthändler sitzen auf einem verrückt großem Haufen, von derzeit kaum verkäuflichen Kameras und Objektiven.
Praktisch zeitgleich werden dem Handel jetzt große Mengen an B-Ware von EF-Objektiven und EOS Spiegelreflexen, Nikon F-Objektiven und D-Kameras zugeführt. Genau genommen müßten sie zum halbierten UVP verkaufen und Adapter mitliefern, aber das drückt dann auf die überhöhten Preise von RF und Z-Objektive.
Sony hat dagegen nur ein paar Objektive aus erster Generation E noch in der Halle, die haben ihr altes Bajonett schon lange abgewickelt.
Olympus scheint in den letzten Zügen viel zu viel produziert zu haben und so sitzt OMDS immer noch auf vielen Kameras und Objektiven für MFT.
FujiFilm hat APS-C Fans, ob die noch lange ausreichen? Die Objektivpalette ist großenteils veraltet und lässt an 40 MP-Sensoren gewaltig Federn. Also auch die müssen den Verkäufen mächtig auf die Sprünge helfen. Bei GFX-Mittelformat verhält es sich wohl anders, die wollen mit Macht und Rabatten in den VF-Markt und zumindest zu Nikon und vor L-Bajonett aufschließen.
Nur Leica und Panasonic L haben diese Sorgen eher nicht, produzieren nur kleinste Stückzahlen und verkaufen ohnehin sehr wenig. Für Panasonic ist das eher bitter, denn damit ist klar, dass sich ihr L-Bajonett wohl nie gegen die wichtigeren anderen 3 VF-Bajonette durchsetzen kann.

Was wird aus MFT?
Mancher fragt sich, wie wollen OMDS und Panasonic MFT noch gegen günstiges Vollformat (Canon R8, Nikon Z5 etc) oder deren aufkommendes Halbformat (R7, Z50) überleben? Zumal auch die Objektive durch Konstruktionen wie 9/200-800 mm, 7.1/100-500 mm, 8.0/100-400 mm, 6.3/180-600 mm oder von Tamron und Sigma für Sony jetzt leichter und teilweise günstiger werden.
Das fragen sich aber nur die, die den schnellen Stacked-Sensor  nicht einrechnen oder die Videofähigkeiten von Panasonic.
Allerdings müßten beide Anbieter jetzt neue Konstruktionen vorlegen. Es war ein Fehler, dass oft mittelmäßige 2.8/35-100 mm II und 6.3/100-400 mm II heraus zu bringen, die Änderungen sind zu gering. Es ist auch ein Fehler, einfach die schweren, übergroßen Vollformat-Konstruktionen von Sigma zu übernehmen (150-600 mm an MFT). Das lockt kaum einen noch Fotointeressierten zur Geldausgabe.
Und aus Japan kommen gar noch schlechtere Nachrichten als man bei uns schon täglich hört, die Gesellschaft ist überaltert (noch deutlich stärker als bei uns) und die älteren geben kaum noch Geld aus, alle sparen und das Hobby Fotografie liegt im Siechtum. Auch das Filmen wird daran nichts ändern. Denn Teles muß man am soliden Dreibein-Stativ mit hochwertigen Dreh-Schwenk-Neige-Kopf betreiben und sich viel Arbeit mit Ton und Schnitt machen. Das ist für die Jungen erst einmal sehr reizvoll, doch wenn sie merken das sie bei YouTube den ganz kurzen Geldhalm ziehen und alle zigtausend “Verfolger” weder glücklich noch reich machen, dann ist auch das vorbei.
Der Vorsprung von professioneller Musicvideo-, Werbe-, Spiele-Industrie (von Kino- und Netflix/Apple/Prime Filmen ganz zu schweigen) und den leidensfähigen Naturfilmern ist einfach zu groß. Da hält kaum jemals jemand lange mit.
Ich selbst bleibe zuversichtlich und bin mit 4.5/150-400 mm und 2.8/40-150 mm bestens ausgestattet. OMDS hat einfach noch großen Vorsprung in elektronischen Ausstattungs-Merkmalen.

Panasonic hat jetzt doch noch seine Kompakt und Super-Zoom-Kameras komplett abgewickelt und stellt keine mehr her.
Sony und Canon und ein bisschen auch Nikon sind hier die letzten Mohikaner.

Gerüchte?
“Gerüchte kommen von irgendwelchen Maulwürfen, die nicht so leicht zu identifizieren sind. Eventuell sitzen die auch beim Zulieferer, der 2 und 2 zusammenzählt um sich sein Bild zu machen. Wenn die neue Kamera fertig entwickelt ist, dann kommen die Zertifizierungsstellen ins Spiel und kurz vor Erscheinen des Werbematerials und Videos/Fotos fürs Netz. Spätestens dann sickern belastbare Informationen durch. Hersteller haben in der Regel überhaupt kein Interesse daran, dass Informationen über neue Produkte ans Licht kommen. Einfach, weil sich die alten Produkte schlechter verkaufen, wenn bald ein verbesserter Nachfolger zu haben sein könnte. Das gilt nicht nur für Kameras.”

Diese Meinung halte ich für nicht stimmig! Heute nicht mehr!
Hersteller wollen unbedingt vorher wissen, was der Markt noch für gutes Geld in großen Stückzahlen kaufen will!!!
Und dazu dient eben auch das lancieren von „Ideen“ und „Konzepten“ und die Reaktionen darauf.
Wer glaubt, da liest keiner mit, irrt sich gewaltig.
Da entwickelt keiner mehr etwas in der einsamen Fabrikhalle.
Schon vor 20 Jahren wurde ich von den japanischen Konstrukteuren auf der Photokina befragt (als wir im Gespräch über neue Objektive fachsimpelten) wie viele lassen sich verkaufen?
Das Herstellen war nie ein Problem, letztlich lässt sich vieles an Objektiven günstig herstellen (abgesehen von Marketing, Vertrieb etc) und später mit viel Gewinn verkaufen.
Aber heute wird die Schere immer enger, schon ein paar Flops, falsche Preiskalkulation oder zu harte Konkurrenz und jeder Hersteller gerät ins taumeln.
Rumors-Seiten sind Gold wert – für die Hersteller und werden sehr genau gefüttert.
Ich wäre auch sehr dafür hier mehr Umfragen zu platzieren, um genau weiterzugeben, was viele von uns wollen.


Tamron 6.3/50-400 mm kaufen?

Oder sonst ein 100-400 mm Zoom?
Kaufen Sie sich kein 5.6 oder gar 6.3/100-400 mm, auch nicht das schicke Tamron 6.3/50-400 mm.
Ich durfte es kürzlich wieder testen.
Es kann einfach nicht wunderbares, keines von ihnen!
Das Canon 2.8/70-200 mm wäre brauchbar, wenn es doch nur Konverter dafür gäbe.
Panasonic/Leica bauen erst keine Konverter.
Nikon mit seinem Z 2.8/70-200 mm weiß immerhin wie Schärfe geht und beide TC’s passen.
Noch besser gelingt es mit dem Sony 2.8/70-200 mm GM II –
warum jemand von Tamron oder Sigma diese albernen 50-400 mm oder 100-400 mm Zoom’s kauft, werde ich nie verstehen.
Ach so ja, sie kosten nur 1200-1500€…

 

Ich lerne es gerade wieder einmal,
ich muß mich intensivst mit der Mittelformat auseinandersetzen, um ihr Potential auszuschöpfen und ihr auch den Zauber zu entlocken.
Trotz modernster Technik und aller Regeln und Moden – denen man auch gerne mal ausweichen darf – gibt es trotzdem das geschulte Auge und ein einfühlsames Herz & Hirn hinter jedem eindrücklichen Foto.
Also alle Technik und alles Geld nutzen nicht wirklich viel, wenn man nicht seine Maler & Dichter kennt und kein Gefühl für die Motive entwickelt.
Aber die Kamera/System-Beherrschung muß sein. Man muss sich Zeit geben.

 

 

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