Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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9. August 2026
Fotografie auf Reisen 2025

mit den geringsten Kompromissen… das gelingt im Tele-Bereich nicht mit einem Smartphone!

  • Fujifilm X-Pro3
  • Fujifilm X-T5
  • Fujifilm X100VI
  • Ricoh GR III (24 MP 2.8/28 mm HF)
  • Leica Q3 (61 MP + 1.7/28 mm) VF
  • Sony RX100 VII
  • Sony A6700
  • Canon EOS R100
  • Panasonic G9II
  • OMD OM-1

Wenn man die Liste herum dreht, sieht man schon einiges klarer.
Aber im Einzelnen:
Fuji ja – wenn man sich auf das jonglieren von Festbrennweiten auf Reisen einlassen will.
Bei fast allen Zooms ist Fuji eher schwächer als mFT und groß, schwer, teuer. (ein 2.8-4.0/18-55 mm ist eben kein 2.8/12-40 mm! und die Abbildungsleistung von 10-24 mm, 18-135 mm, 16-50 mm und 16-80 mm überzeugen längst nicht jeden).
Leica? also das ist was für Exoten, die für Panasonic Technik und deutsches Glas viel Geld ausgeben (allerdings verwendet Panasonic ebenfalls deutsches Glas im eigenen System). Etwas langweiligeres und gefährlicheres als mit dieser Kamera mit fest verbautem 1.7/28 mm am Vollformat für gut 6000€ herum zu laufen, kann ich mir kaum vorstellen. Ja mit der Q3 könnte man leichte Ausschnitte herausvergrößern – aber so fotografiere ich nicht. Extrem teuer und extrem “klau-mich-doch” und extrem begrenzt im Objektiv!
Ricoh für Puritaner. Ein 2.8/28 mm ist trotz des kleinen Gehäuses noch uninteressanter und dafür 1100€?
Canon R100 – also dann ist man mit mFT viel besser bedient. Mit den langweiligen lichtschwachen R-Objektiven ist das allenfalls für Filmer interessant.
Sony RX100 – ok, aber auch fummelig. Man kann zwischen 28-70 mm und 24-200 mm Brennweiten wählen – ich würde die RX100VII ganz klar Leica, Ricoh, Canon und Fuji vorziehen.
Sony RX 10 und Panasonic FZ1000 wurden wohl übersehen, weil zu telelastig und nicht wirklich leicht?
Sony A6700 – ja die 6000er werden viel genutzt, aber die Sucher sind nicht dolle, da kann man sich dann zu Hause über doch ganz gute Fotos freuen… trotzdem Sony hat 2 extrem gute Reiseobjektive: 2.8/16-55 mm und 4.0/70-200 mm GII Macro –  die alles von Fujifilm, Canon und Nikon in den Schatten stellen und mit besserem Kamerasucher auch mFT gefährlich werden könnten.

Es gibt nichts perfektes und schon gar nichts, was allen gerecht wird – trotzdem ist Fuji oft überrepräsentiert und trotzdem eher selten auf meinen Reisen anzutreffen – mFT und Sony sieht man häufiger, aber Tablets – also Brett vor dem Kopf oder ZappelHandy, sind leider die Regel.
DSLR haben die Älteren noch und einige Hipster mit Bart oder Girls mit zerrissenen Hosen – aber das wird sich in einigen Jahren erledigt haben.
Aus meiner Sicht bleibt, neben 1-2 sehr guten Zooms – der SUCHER das wichtigste an der Urlaubskamera – was aber eben nicht zur großen, schweren DSLR führen sollte/muss.
Jeder kann es sich so schwer machen wie er will, aber jedem, dem ich eine Oly OM-1 oder Pana G9II mit 2.8/12-40 mm – 4/12-100 mm – oder sogar 2.8/40-150 mm in die Hand gebe – wird begeistert sein, was alles plötzlich ganz leicht und scharf zu fotografieren ist. Und wer es noch kompakter will, findet genug alternative Kameras in allen Größen mit mFT Bajonett.
Und jede Sony Kompakt-Zoom-Kamera hat dagegen nur die halbierte Sensorfläche.
Und bevor ich wieder mit X-T5/X-H2 und 5-6 Objektiven reise (schon gemacht), würde ich lieber eine Alpha Vollformat mit besseren Objektiven einsetzen.
Es kommt immer darauf an, was einem die Motive und Lichtstimmungen wert sind.

Auf einer Reise brauchen wir letztlich das ganze Repertoire – für viel Licht, für wenig Licht, starkes Weitwinkel, lichtstarke Festbrennweite, für Tiere auch ein starkes Tele und alles ist dem Transport- und Trage-Problem unterlegen.
Es gibt sie noch, die Leute, die sich Profis schimpfen und mit drei 2.8 Zooms und einigen 1.4er Festbrennweiten und Vollformat reisen – aber die haben entweder einen fetten Auftrag oder noch nicht begriffen – das alle anderen überlegen sein können.
Der Unterschied beginnt bereits damit, ob ich die Welt nur ablichten will oder fotografieren will. Ersteres geht nur mit gewaltigen Einschränkungen mit einem Smartphone oder einer GoPro.
Fast alle Hersteller verfügen über leichtere, handlichere Kameras ohne Spiegel und nochmals gesteigerte Bildqualität.
Für mich braucht eine Reisekamera zwingend einen Sucher!
Erst an zweiter Stelle würde ich ein Wechselbajonett sehen – wechseln schön und gut, aber in Städten geht einem der Objektivwechsel schnell an die Substanz und man packt irgendwann entnervt die Kamera ein. Deshalb ist ein universelleres und trotzdem noch lichtstarkes Zoom die bessere Lösung und Kameras mit fest eingebautem Zoom sind auch eine gute Lösung.
Deshalb auch hier wieder mein Tipp: Zuerst das Objektiv aussuchen und dann die Kamera!

Auf Reisen erleben wir alles, trotzdem müssen wir unterscheiden, ob jemand mehr der Superweitwinkel- oder der Super-Tele- Typ ist – denn beides mitschleppen wird wieder anstrengend und schwer. Es gab bisher kein gutes Superzoom vom 24 mm bis 400 mm Tele (bezogen auf Kleinbild)!

Der BESTE Kompromis:
OMD 4.0/12-100 mm Pro IS = 24-200 mm
und dazu 1-2 lichtstarke Festbrennweiten!

2024:
Ich habe es ganz auf die Spitze getrieben und bin sogar das erste mal seit 20 Jahren wieder mit Mittelformat 5 Wochen verreist. Angefangen vom Flieger, in die Städte und Wüsten und Inlandsflug hat das alles gut geklappt. Die behaupteten Nachteile, gegen VF oder auch HF sind längst nicht so, wie gerne befürchtet.
Eine leistungsfähige Kamera im VF-Format wiegt auch schnell 900g – also die 100g mehr für eine GFX100II sind keinen Gedanken wert.
Den Haufen dicke und schwere Objektive braucht es auch nicht, denn mit MF und speziell den heutigen Zooms fotografiert man ganz anders als mit Vollformat.
Ein 20-35 mm kann man mitnehmen, braucht man aber nur für sehr spezielle Innenräume und Schluchten.
Das 45-100 mm erledigt fast alles.
Ein 2.0/110 mm oder 1.7/55 mm können bei wenig Licht oder Action willkommen sein.
Darüber hinaus war für mich nur das 250 mm zwingend und künftig das 500 mm.
Alles andere wird dann schon sehr speziell.
Aber damit macht es auch (ausser auf ausgibigen Wanderungen) immer mehr S

paß und wird mit einer Bildqualität belohnt, die noch den Vergleich sucht.

Vergessen Sie bitte alle 12-60 mm – 14-140 mm – 16-300 mm – 18-150 mm – 18-400 mm – wenn Sie an Qualität und Ausdruckskraft interessiert sind – wenn Sie auch am Abend und bei weniger Sonnenschein fotografieren wollen. Objektive sollten dann zumindest f:2.8 erlauben oder bei spätestens f:4.0 enden.
Alles was nicht bei 24 mm Brennweite (oder 12 mm, 15 mm, 16 mm) beginnt, wird Sie schnell frustrieren und Sie wünschen sich in engen Straßen, Gebäuden, für Übersichten etc. schnell ein starkes Weitwinkel. Auch 24 mm ist nur ein Kompromiss – aber immerhin besser als alles was Smartphones serienmäßig bieten. Noch besser wäre ab und zu ein Zoom das bei 20 mm oder gar 16 mm beginnt – aber das kann dann schon im leichten Telebereich nicht mehr überzeugen.
Hier sollten sie unbedingt den Bruch wagen, wenn Superweitwinkel, dann bitte 2 Objektive wie: 8-18 mm & 12-40 mm oder 10-20 mm & 16-80 mm oder gar 12-24 mm & 24-105 mm
Das geht immer zu Lasten der Lichtstärke und erschwert eine geringe Schärfentiefe – die dann nur noch durch lange Brennweiten oder kurze Aufnahmeabstände hergestellt werden kann.
Lichtstärke f:4.0 ist bei diesen Zooms schon super lichtstark – denn sonst werden sie gut 1 Kilo schwer und das ist auf Reisen pro Objektiv meistens zu viel. Je kleiner das Aufnahmeformat/Sensor, desto lichtstärker sollten die Objektive sein. Bei mFT ist f:5.6 schon sehr lichtschwach und f:5.6 ist beim Halbformat gerade noch akzeptabel.

Besonders gute Objektiv-Kombinationen:
mFT: 2.8-4.0/8-18 mm Leica & 2.8/12-40 mm Oly & 2.8/40-150 mm Oly (2.8-4.0/12-60 mm, 2.8-4.0/50-200 mm – 2.8/12-35 mm finde ich allesamt weniger reizvoll)
Sony: 4.0/10-18 mm & 2.8/16-55 mm oder 4.0/16-70 mm
nur eingeschränkt gut finde ich:
Fuji: 4.0/10-24 mm & 4.0/16-80 mm & 3.5- 4.8/55-200 mm

Hier sind die Kamera-Neuheiten noch einmal im Überblick:
Es gibt inzwischen reichlich Vollformat-Bolliden:
Davon sind Sony Alpha 99II (42 MP) – Nikon D850 (46 MP) – Pentax K1II (36 MP) – Canon EOS 5DSR (51 MP) besonders schwer und dick, weil sie DSLRs sind mit Glasprismen-Sucher (außer Sony = SLT).
Ihr Vorteil ist die geringere Batterieabhängigkeit – ihre Nachteile, größer, dicker, lauter, schwach im LiveView (außer Sony) – man kann damit reisen, wie wir es jahrzehntelang taten, aber wirklich ideal finde ich davon keine mehr.

Spannender sind da neue spiegelfreie Konzepte:
Sony Alpha 7RIV mit 61 MP
Sony Alpha 7RIII mit 42 MP
Nikon Z7 mit 46 MP
Panasonic S1R mit 47 MP
Nikon Z6 mit 24 MP
Panasonic S1 mit 24 MP
Canon EOS R mit 30 MP
Sony Alpha 7III mit 24 MP
Nikon Z50 mit 21 MP

Ich finde es wichtig und sinnvoll dem Kompromiss beim Sensor-Format zu machen – so lange ich keinen Auftrag von National Geographic habe, brauche ich einen Vollformat-Boliden in den seltensten Fällen.
Sensoren die kompaktere Objektive erlauben und nur die Hälfte oder ¼ der Aufzeichnungsfläche bieten sind bei weitem gut genug.
Canon EOS 90D – 32 MP kleines Halbformat
Canon EOS 80D – 24 MP kleines Halbformat
Leica TL2 – 24 MP Halbformat
Fujifilm X-T3 – 26 MP Halbformat – die X-H1 kann eine griffigere Alternative sein
Nikon D7500, D500 – 21 MP Halbformat
Olympus E-M1II – Pen F – 20 MP Viertelformat
Panasonic G9 – GX9 – 20 MP  Viertelformat
Pentax K70 – 24 MP Halbformat & Pentax K1
Sony Alpha 6400/6600 – 24 MP Sensor Viertelformat

Praktisch alle Sensoren außer die von Canon und Leica, basieren auf den Sony-Sensoren, nur Fujifilm wagt eine etwas andere Architektur.

Der Canon EOS 90D Sensor enttäuscht mich etwas, weil ab 1600 ISO die Bilddetails verloren gehen.
Der Leica SL-Sensor enttäuscht mich komplett, weil das hohe Bildrauschen schon bei 800 ISO nicht mehr akzeptabel ist.
Auch bei Olympus und Panasonic verschwinden ab 1000 ISO langsam Schärfe und Details.
Die Sony Alpha 6600 zeigt wenig Verbesserung und hat wie alle anderen Sony-Kameras eine sehr starke Entrauschung. Die 6400/6600 haben zwar endlich den besseren AF, aber der Sucher ist für mich ungenügend.
Die Pentax-Kameras sind gutes Mittelfeld und für Pentax-Fans durchaus eine spannende Option – nur für alle anderen eben nicht.
Die Nikon D500 ist der ungeschlagene Chef im DSLR-Ring, sie ist 1½ Stufe besser bei hohen Empfindlichkeiten als Canon, Sony und Co. Die ganz hohen ISO-Empfindlichkeiten sind reines Marketing, auch hier ist bei spätestens 8000 ISO schluß mit guten, hochauflösenden Fotos. Für Nikon-Objektive ist sie eine sehr willkommene Verbesserung, Wer es leichter mag, kauft die Nikon D7500.
Nur Fujifilm ist es nicht gelungen einen deutlich höher auflösenden Sensor mit 1 Stufe geringerem Bildrauschen anzubieten. Bei 6400 ISO und 24 MP sieht die X-H1 im Halbformat noch sehr gut aus, die aktuellen Vollformat-24 MP-Sensoren tun sich damit schwer. Nur durch die sehr hohen Auflösungen von Canon und Sony können sie bei 1600 und 3200 ISO mithalten und größere Bilder liefern. Die X-T3 rauscht dann wieder sichtbar stärker.

REISEN kompakt:
Abgesehen von DSLR-Technik und höchsten Ansprüchen an die Bildqualität – ist ganz sicher für den, der unbeschwert und kompakt reisen will, die superschnelle Sony RX10IV mit 2.4-4.0/24-600 mm ist jetzt endlich preiswerter und bis auf den langsamen Motorzoom auch stark verbessert. Die einst geniale Panasonic FZ1000 II mit 2.8-4.0/25-400 mm Leica Zoom fällt dagegen ab.  Sony hat überholt und liefert die spannendsten kompakten Reisekameras!
Bei keinem anderen Produkt bekommt man für 1200€ – 600€ so viel Objektiv und Schnelligkeit in einem kleinen Packmass.
Die Sony RX10VI ist deutlich schneller, vor allem bei der AF-Trefferquote, aber sie ist noch größer und schwerer (1100g) und sehr kostspielig (1700€). Doch der große Pluspunkt ist das Zeiss 2.8-4.0/24-600 mm Zoom.
Gut bewährt hat sich auch die Canon G5X mit 1.8-2.8/24-100 mm Objektiv. Dank 1″ großem Sensor (Faktor 2,7x) und sehr gutem Objektiv, beweglichem Monitor, Sucher-Option und praxisnaher Canon-Bedienung! Die G5XII ist leider in Bedienung und Handling verschlimmbessert um sie noch kleiner zu bauen sieht sie jetzt aus wie ein Sony RX-Klon.
Deutlich kleiner, aber auch wieder deutlich teuer ist die Sony RX100VII mit 2.8-4.5/24-200 mm Objektiv – beide Kameras sind super, wobei mir Handling und Bedienung der alten Canon besser gefallen. Leider liefert Canon mit der G5XII einen Nachbau der Sony RX10 und Verzicht auf voll beweglichen Monitor und den Sucher in der Mitte.

REISEN komplett:
Flugreisen sind teuer und im Gepäck beschränkt. Selbst Handgepäck wird auf 8-15 Kilo begrenzt. Ein schweres Super-Tele belastet da schon sehr. Die Zukunft wird nicht mehr den DSLR-Vollformat-Objektiven gehören! Mit Erscheinen der ersten Super-Teles für die Systemkameras (Sony) hat sich alles verändert..
Problematisch sind auch noch die Akku-Laufzeiten aller Systemkameras, besonders bei Fujifilm und Canon.
Auch bei Temperaturen von 0° und weniger sind Systemkameras mit elektronischem Sucher/Monitor keineswegs ideal. Kalte Gegenden bleiben vorerst eine Domäne der DSLR-Fotografie.

Nach unzähligen Natur-Reisen und Workshops in Städte, Landschaften, zu Tieren und Veranstaltungen haben sich folgende Ausrüstungen als ideal für mich heraus kristallisiert:

Zur Wahl standen alle Systemkameras mit jeweils lichtstarkem Weitwinkel-; Normal-; Tele-; Macro-Objektiv mit 3 Zoom-Objektiven mittlerer Lichtstärke (f:4,0 bei VF und APS-C & f:2,8 bei mFT)

WER viel Tele braucht – über 400 mm KB-Bildausschnitt und auch in kühleren Regionen unterwegs ist:

1. Olympus E-M1II

mFT 1,8/17 mm – mFT 1,7/20 mm – mFT 1,8/75 mm – mFT 2,8/60 mm & mFT 2.8-4.0/8-18 mm – mFT 2,8/12-40 mm – mFT 2,8/40-150 mm – 2x Extender
Alternativen: 1.8/8 mm Fisheye – 1,8/25 mm – 1,7/42,5 mm – 4.0/300 mm – 4,0/7-14 mm

GEWICHT:    500g  +   120g     + 90g + 300g +  190g +  160g + 380g    + 700g + 1480g + 230g  =  4.150g
PREIS:          1400€ +   550€  + 400€ + 990€ + 600€ + 600€ + 800€ + 1700€ + 2500€ + 450€ =  9.990€
VOLUMEN: klein      Filter: 46 mm – 52 mm – 58mm – 62mm – 72mm

SCHWÄCHEN: nur Aufsteck-Blitz, kein drehbarer Monitor, nicht so zuverlässig, sehr schwacher Akku
STÄRKEN: schnell, vieles abgedichtet, unauffällig, klein, leicht

2. Panasonic G9

mFT 1,8/17 mm – mFT 1,7/20 mm – mFT 1,8/75 mm – mFT 2,8/45 mm & mFT 2.8-4.0/8-18 mm – mFT 2,8/12-35 mm – mFT 2,8/35-100 mm OIS – mFT 2,8/200 mm – 2x Extender
Alternativen: 1.8/8 mm Fisheye – 1,4/25 mm – 1,7/42,5 mm- 4.0/300 mm

GEWICHT:    550g  +   120g     + 90g + 300g +  190g +  160g + 380g    + 700g + 1480g + 230g  =  4.200g
PREIS:          1400€ +   550€  + 400€ + 990€ + 600€ + 600€ + 800€ + 1700€ + 2500€ + 450€ =  9.990€
VOLUMEN: klein      Filter: 46 mm – 52 mm – 58mm – 62mm – 72mm

SCHWÄCHEN: Sucher-Gewöhnung, AF für schnelle Bewegungen
STÄRKEN: Blitz, voll drehbarer Monitor, sehr gute Accu-Leistung, schnell, verlässlich, vieles abgedichtet, unauffällig, klein, leicht, sehr gutes Handling

3. Sony Alpha 7RIV

4.0/12-24 mm – 4.0/24-105 mm – 5.6/100-400 mm
Alternativen:

GEWICHT:    650g +  570g  + 660g  +  1500g   =  3.380g
PREIS:          3400€ + 1700€ + 1100€ + 2500€  = 8.700€
VOLUMEN: klein      Filter:

SCHWÄCHEN: Klapp-Monitor, Weissabgleich, Handling
STÄRKEN: Sucher, höchste Auflösung, klein, leicht, lautlos, beste BQ

Canon und Nikon sind noch nicht so weit und Panasonic Vollformat sowieso nicht – es fehlt eine geschickte Objektivauswahl. Da ist Sony um Längen voraus.

4. Fuji X-T3

1,4/35 mm – 1,2/56 mm – 2,4/60 mm & 4,0/10-24 mm – 2,8-4,0/18-55 mm – 4.5-5.6/100-400 mm
Alternativen: 2,8/8 mm Fisheye-2,8/12 mm-2,8/14 mm-2,0/18 mm-2,0/32 mm-1,4/24 mm-

GEWICHT:    500g +  210g  + 190g  +   400g  +  210g   +  400g  + 210g  + 1500g  =  3.700g
PREIS:          1200€ + 900€ + 580€ + 1000€  +  590€ + 1000€ + 400€  + 1.700€  = 7.370€
VOLUMEN: klein      Filter: 43 mm – 52 mm – 58 mm – 62mm

SCHWÄCHEN: Kamera-Gewöhnung, teilweise langsame Objektive, kein brauchbares Blitzsystem
STÄRKEN: klappbarer Monitor, vieles abgedichtet, unauffällig, klein, gutes Handling

So sah es noch vor 2-3 Jahren aus:

1. Canon Eos 5DSR (die Eos 5D3 brauche ich nicht mehr, die Eos 5DIV sowieso nicht, die Eos 6D ist zwar leichter, doch der AF taugt wenig)
wegen der möglichen Bildausschnitte!
Tam 1.8/35 mm – Tam 1.8/85 mm – 2.8/100 mm Macro & 4.0/16-35 mm – 4,0/24-105 mm II – 2,8/70-200 mm – 2,8/300 mm – 2x Extender
Alternativen: 4,0/8-15 mm Fisheye – 1.8/35 mm Tamron – 4,0/300 mm – 4,0/500 mm – 4,0/70-200mm – 4,5-5,6/100-400 mm

GEWICHT:    950g + 450g + 400g +  620g +  800g + 670g + 1500g + 2400g + 230g  =   8.000g
PREIS:         3500€ + 650€ + 700€ + 790€ + 930€ + 750€ + 2100€ + 6600€ + 420€ = 15.870€
VOLUMEN: sehr hoch,      Filter:  52 mm- 58mm – 67mm – 77mm

SCHWÄCHEN: kein Blitz, kein beweglicher Monitor, 3200 ISO maximal, nicht unauffällig
STÄRKEN: sehr schnell, sehr verlässlich, vieles abgedichtet und unproblematisch, 51 MP

2. Nikon D500

AF-S 1.8/35 mm – AF-S 1.8/85 mm – 2.8/105 mm Micro & Sigma DG 4.5-5.6/8-16 mm – AFS 2.8-4.0/16-80 mm – AFS 2.8/70-200 mm VR II – AFS 5.6/200-500 mm
Alternativen: 2,8/16 mm Fisheye-1,8/50 mm-4,0/300 mm-4,0/500 mm-4,0/70-200mm

GEWICHT: 860g + 200g + 350g + 720g + 460g +480g + 1540g + 2090g = 6700g
PREIS: 2200€ + 190€ + 450€ + 800€ + 750€ + 1100€ + 2300€ + 1600€ = 9390€
VOLUMEN: sehr hoch,   Filter: 52 mm- 58mm – 67mm – 77mm

SCHWÄCHEN: hohe Verzeichnung, kein voll beweglicher Monitor, Objektivangebot
STÄRKEN: schnell, sehr guter Akku, Blitz, hoffentlich verlässlich

3. Nikon D750

AF-S 1,8/28 mm – AF-S 1,8/50 mm – AFS 1,8/85 mm – 2,8/105 mm Micro & AFS 4,0/16-35 mm – AFS 4,0/24-120 mm – AFS 2.8/70-200 mm VR II – AFS 4,5-5,6/80-400 mm
Alternativen: 2,8/16 mm Fisheye-1,8/35 mm-1,8/50 mm-4,0/300 mm-4,0/500 mm-4,0/70-200mm

GEWICHT:    950g +   330g + 160g + 350g +  720g +  690g + 710g + 1540g + 1570g  =   7020g

PREIS:         1800€ + 1250€ + 330€ + 440€ + 800€ + 690€ + 750€ + 2300€ + 7500€ + 480€ = 16.240€
VOLUMEN: sehr hoch      Filter:  52 mm- 58mm – 67mm – 77mm

SCHWÄCHEN: hohe Verzeichnung, kleiner RAW-Speicher, kein beweglicher Monitor, nicht unauffällig, 4,0/16-35 mm
STÄRKEN: noch relativ schnell, Blitz, verlässlich

4. Canon EOS 7D2 oder EOS 80D

– 2,8/60 mm Macro & 3,5-4,5/10-22 mm – 3,5-5,6/15-85 mm – 2,8/70-200 mm – 2,8/300 mm – 2x Extender
Alternativen: Sigma 4,5-5.6/8-16 mm-2,0/35 mm-4,0/300 mm-4,0/500 mm-4,0/70-200mm-4,5-5,6/100-400 mm

GEWICHT:    820g + 340g + 580g + 1400g + 2400g + 230g  =   5.770g
PREIS:         1400€ + 350€ + 520€ + 440€ + 2100€ + 6600€ + 420€ = 11.830€
VOLUMEN: sehr hoch      Filter:  52 mm- 58mm – 67mm – 77mm

SCHWÄCHEN:  keine Serienaufnahmen mit beweglichem Monitor, nicht unauffällig, 10-22 mm
STÄRKEN: sehr schnell, sehr verlässlich, Blitz, beweglicher Monitor, vieles abgedichtet und unproblematisch

5. Panasonic GX8

mFT 1.7/15 mm – mFT 1.7/20 mm – mFT 1.7/42,5 mm – mFT 2.8/45 mm & mFT 5.6/9-18 mm – mFT 2.8/12-40 mm – mFT 2.8/35-100 mm OIS – mFT 6.3/100-400 mm OIS
Alternativen: 3.5/8 mm Fisheye-1.7/25 mm-1.8/45 mm-4.0/300 mm-2.8/40-150 mm

GEWICHT:    500g  +  120g    + 90g + 300g +  190g +  160g + 380g  + 700g + 1000g  =  3.440g
PREIS:          1200€ +  550€  + 350€ + 350€ + 600€ + 550€ + 800€ + 1000€ + 1800€ =  7.200€
VOLUMEN: klein      Filter: 46 mm – 52 mm – 58mm – 62mm – 82mm

SCHWÄCHEN: Sucher-Gewöhnung,
STÄRKEN: Blitz, voll drehbarer Monitor, schnell, verlässlich, vieles abgedichtet, unauffällig, klein, leicht, sehr gutes Handling

6. Nikon D810

AF-S 1.8/28 mm – AF-S 1.8/50 mm – AFS 1.8/85 mm – 2.8/105 mm Micro & Sigma 4.5-5.6/8-16 mm – AFS 2.8-4.0/16-80 mm – AFS 5,6/150-500 mm – AFS 2.8/300 mm – 2x Extender
Alternativen: 2.8/16 mm Fisheye-1.8/35 mm-1.8/50 mm-4.0/300 mm-4.0/500 mm-2.8/70-200 mm-4.0/70-200 mm-4.5-6.6/80-400 mm

GEWICHT:    950g +   510g + 550g + 460g +  630g +  800g + 670g + 1500g + 2400g + 460g  =   8.510g
PREIS:         2600€ + 1250€ + 330€ + 440€ + 800€ + 690€ + 750€ + 2100€ + 6600€ + 440€ = 15.830€
VOLUMEN: sehr hoch      Filter: 82 mm – 52 mm- 58mm – 67mm – 77mm

SCHWÄCHEN: zu kleiner RAW-Speicher, hohe Verzeichnung, kein beweglicher Monitor, nicht unauffällig, 3,5-4,5/10-24 mm
STÄRKEN: noch schnell, Blitz, verlässlich, vieles abgedichtet

Wer in sonnige Gegenden reist, mehr an Landschaft und Kultur interessiert ist und ein paar Accus mit nimmt:

7. Panasonic GH4  – GX8

mFT 1,8/17 mm – mFT 1,7/20 mm – mFT 1,8/75 mm – mFT 2,8/45 mm & mFT 5,6/9-18 mm – mFT 2,8/12-35 mm – mFT 2,8/35-100 mm OIS – FT 2,0/150 mm – 2x Extender
Alternativen: 3,5/8 mm Fisheye-1,4/25 mm-1,8/45 mm-2,8/300 mm-2,8/90-250 mm

GEWICHT:    550g  +   120g     + 90g + 300g +  190g +  160g + 380g    + 700g + 1480g + 230g  =  4.200g
PREIS:          1400€ +   550€  + 400€ + 990€ + 600€ + 600€ + 800€ + 1700€ + 2500€ + 450€ =  9.990€
VOLUMEN: klein      Filter: 46 mm – 52 mm – 58mm – 62mm – 82mm

SCHWÄCHEN: Sucher-Gewöhnung, vorerst nur 5,6/100-300 mm
STÄRKEN: Blitz, voll drehbarer Monitor, sehr gute Accu-Leistung, schnell, verlässlich, vieles abgedichtet, unauffällig, klein, leicht, sehr gutes Handling

8. Fuji X-T2

1,4/35 mm – 1,2/56 mm – 2,4/60 mm & 4,0/10-24 mm – 2,8-4,0/18-55 mm – 3,5-4,8/55-200 mm
Alternativen: 2,8/8 mm Fisheye-2,8/12 mm-2,8/14 mm-2,0/18 mm-2,0/32 mm-1,4/24 mm-

GEWICHT:    500g +  210g  + 190g  +   400g  +  210g   +  400g  + 210g  + 590g  =  2.710g
PREIS:          1200€ + 900€ + 580€ + 1000€  +  590€ + 1000€ + 400€  + 700€  = 6.370€
VOLUMEN: klein      Filter: 43 mm – 52 mm – 58 mm – 62mm

SCHWÄCHEN: kein Super-Tele, Kamera-Gewöhnung, teilweise langsame Objektive, kein brauchbares Blitzsystem, kein eingebauter Blitz
STÄRKEN: klappbarer Monitor, vieles abgedichtet, unauffällig, klein, gutes Handling

9. Olympus E-M1II

mFT 1,8/17 mm – mFT 1,7/20 mm – mFT 1,8/75 mm – mFT 2,8/60 mm & mFT 5,6/9-18 mm – mFT 2,8/12-40 mm – mFT 2,8/40-150 mm (demnächst) – FT 2,0/150 mm – 2x Extender
Alternativen: 3,5/8 mm Fisheye-1,8/25 mm-1,8/45 mm-2,8/300 mm-4,0/7-14 mm-2,8/90-250 mm

GEWICHT:    500g  +   120g     + 90g + 300g +  190g +  160g + 380g    + 700g + 1480g + 230g  =  4.150g
PREIS:          1400€ +   550€  + 400€ + 990€ + 600€ + 600€ + 800€ + 1700€ + 2500€ + 450€ =  9.990€
VOLUMEN: klein      Filter: 46 mm – 52 mm – 58mm – 62mm – 82mm

SCHWÄCHEN: nur Aufsteck-Blitz, kein drehbarer Monitor, nicht so zuverlässig, sehr schwacher Akku
STÄRKEN: schnell, vieles abgedichtet, unauffällig, klein, leicht

10. Sony Alpha 6500

Zeiss 1,8/24 mm – 1,8/35 mm – Zeiss 1,8/55 mm — & 4,0/10-24 mm – Zeiss 4,0/16-70 mm – G 4,0/70-200 mm
Alternativen: 2,8/8 mm Fisheye-2,8/12 mm-2,0/18 mm-2,0/32 mm-1,4/24 mm-

GEWICHT:    500g +  210g  + 190g  +   400g  +  210g   +  400g  + 210g  + 590g  =  2.710g
PREIS:          1200€ + 900€ + 580€ + 1000€  +  590€ + 1000€ + 400€  + 700€  = 6.370€
VOLUMEN: klein      Filter: 43 mm – 52 mm – 58 mm – 62mm

SCHWÄCHEN: AF, kein Super-Tele, Sucher-Gewöhnung, Weissabgleich, Belichtung
STÄRKEN: Klapp- Monitor, noch preiswert, klein, leicht,

 

Die preiswerteste – gute System-Foto-Ausrüstung:

Nikon D7500 mit 18-140 mm = 1100€
Panasonic G90/G91 mit 14-140 mm = 1400€
Canon Eos 90D mit 18-55 mm STM & 55-250 mm STM = 1500€

Große Brennweitenbereiche werden nur mit kleinen Sensoren wie 2/3″ und 1,7″ möglich. Sobald 1″ Sensoren mit Fakto1 2,7x (im Vergleich zu KB) eingebaut werden, schrumpft der Brennweitenbereich schnell zusammen.
Kommt man mit diesen Brennweitenbereichen aus, sind diese Kameras die einzigen spannenden Reisekameras, weil die Sensoren halbwegs brauchbar bis 400 ISO sind.

Wird mehr Brennweite gebraucht, ist die Sony RX10IV (2.4-4.0/24-600 mm) wieder vor der Panasonic FZ1000II (2,8-4.0/25-400 mm) auch in diesem Jahr die beste Wahl, beim diesen Zooms muss man nicht so häufig in die Rauschzone ab 800 ISO und hat trotzdem eine sehr schnelle Kamera mit gutem Handling und dem bestmöglichen Objektiv immer dabei.
Alles andere hält Vergleichen mit Fotos aus Kameras mit großen Sensoren ab mFT einfach nicht stand, schon gar nicht bei 800 ISO.

 

9. August 2026
Fotografie auf Reisen 2025

mit den geringsten Kompromissen… das gelingt im Tele-Bereich nicht mit einem Smartphone!

  • Fujifilm X-Pro3
  • Fujifilm X-T5
  • Fujifilm X100VI
  • Ricoh GR III (24 MP 2.8/28 mm HF)
  • Leica Q3 (61 MP + 1.7/28 mm) VF
  • Sony RX100 VII
  • Sony A6700
  • Canon EOS R100
  • Panasonic G9II
  • OMD OM-1

Wenn man die Liste herum dreht, sieht man schon einiges klarer.
Aber im Einzelnen:
Fuji ja – wenn man sich auf das jonglieren von Festbrennweiten auf Reisen einlassen will.
Bei fast allen Zooms ist Fuji eher schwächer als mFT und groß, schwer, teuer. (ein 2.8-4.0/18-55 mm ist eben kein 2.8/12-40 mm! und die Abbildungsleistung von 10-24 mm, 18-135 mm, 16-50 mm und 16-80 mm überzeugen längst nicht jeden).
Leica? also das ist was für Exoten, die für Panasonic Technik und deutsches Glas viel Geld ausgeben (allerdings verwendet Panasonic ebenfalls deutsches Glas im eigenen System). Etwas langweiligeres und gefährlicheres als mit dieser Kamera mit fest verbautem 1.7/28 mm am Vollformat für gut 6000€ herum zu laufen, kann ich mir kaum vorstellen. Ja mit der Q3 könnte man leichte Ausschnitte herausvergrößern – aber so fotografiere ich nicht. Extrem teuer und extrem “klau-mich-doch” und extrem begrenzt im Objektiv!
Ricoh für Puritaner. Ein 2.8/28 mm ist trotz des kleinen Gehäuses noch uninteressanter und dafür 1100€?
Canon R100 – also dann ist man mit mFT viel besser bedient. Mit den langweiligen lichtschwachen R-Objektiven ist das allenfalls für Filmer interessant.
Sony RX100 – ok, aber auch fummelig. Man kann zwischen 28-70 mm und 24-200 mm Brennweiten wählen – ich würde die RX100VII ganz klar Leica, Ricoh, Canon und Fuji vorziehen.
Sony RX 10 und Panasonic FZ1000 wurden wohl übersehen, weil zu telelastig und nicht wirklich leicht?
Sony A6700 – ja die 6000er werden viel genutzt, aber die Sucher sind nicht dolle, da kann man sich dann zu Hause über doch ganz gute Fotos freuen… trotzdem Sony hat 2 extrem gute Reiseobjektive: 2.8/16-55 mm und 4.0/70-200 mm GII Macro –  die alles von Fujifilm, Canon und Nikon in den Schatten stellen und mit besserem Kamerasucher auch mFT gefährlich werden könnten.

Es gibt nichts perfektes und schon gar nichts, was allen gerecht wird – trotzdem ist Fuji oft überrepräsentiert und trotzdem eher selten auf meinen Reisen anzutreffen – mFT und Sony sieht man häufiger, aber Tablets – also Brett vor dem Kopf oder ZappelHandy, sind leider die Regel.
DSLR haben die Älteren noch und einige Hipster mit Bart oder Girls mit zerrissenen Hosen – aber das wird sich in einigen Jahren erledigt haben.
Aus meiner Sicht bleibt, neben 1-2 sehr guten Zooms – der SUCHER das wichtigste an der Urlaubskamera – was aber eben nicht zur großen, schweren DSLR führen sollte/muss.
Jeder kann es sich so schwer machen wie er will, aber jedem, dem ich eine Oly OM-1 oder Pana G9II mit 2.8/12-40 mm – 4/12-100 mm – oder sogar 2.8/40-150 mm in die Hand gebe – wird begeistert sein, was alles plötzlich ganz leicht und scharf zu fotografieren ist. Und wer es noch kompakter will, findet genug alternative Kameras in allen Größen mit mFT Bajonett.
Und jede Sony Kompakt-Zoom-Kamera hat dagegen nur die halbierte Sensorfläche.
Und bevor ich wieder mit X-T5/X-H2 und 5-6 Objektiven reise (schon gemacht), würde ich lieber eine Alpha Vollformat mit besseren Objektiven einsetzen.
Es kommt immer darauf an, was einem die Motive und Lichtstimmungen wert sind.

Auf einer Reise brauchen wir letztlich das ganze Repertoire – für viel Licht, für wenig Licht, starkes Weitwinkel, lichtstarke Festbrennweite, für Tiere auch ein starkes Tele und alles ist dem Transport- und Trage-Problem unterlegen.
Es gibt sie noch, die Leute, die sich Profis schimpfen und mit drei 2.8 Zooms und einigen 1.4er Festbrennweiten und Vollformat reisen – aber die haben entweder einen fetten Auftrag oder noch nicht begriffen – das alle anderen überlegen sein können.
Der Unterschied beginnt bereits damit, ob ich die Welt nur ablichten will oder fotografieren will. Ersteres geht nur mit gewaltigen Einschränkungen mit einem Smartphone oder einer GoPro.
Fast alle Hersteller verfügen über leichtere, handlichere Kameras ohne Spiegel und nochmals gesteigerte Bildqualität.
Für mich braucht eine Reisekamera zwingend einen Sucher!
Erst an zweiter Stelle würde ich ein Wechselbajonett sehen – wechseln schön und gut, aber in Städten geht einem der Objektivwechsel schnell an die Substanz und man packt irgendwann entnervt die Kamera ein. Deshalb ist ein universelleres und trotzdem noch lichtstarkes Zoom die bessere Lösung und Kameras mit fest eingebautem Zoom sind auch eine gute Lösung.
Deshalb auch hier wieder mein Tipp: Zuerst das Objektiv aussuchen und dann die Kamera!

Auf Reisen erleben wir alles, trotzdem müssen wir unterscheiden, ob jemand mehr der Superweitwinkel- oder der Super-Tele- Typ ist – denn beides mitschleppen wird wieder anstrengend und schwer. Es gab bisher kein gutes Superzoom vom 24 mm bis 400 mm Tele (bezogen auf Kleinbild)!

Der BESTE Kompromis:
OMD 4.0/12-100 mm Pro IS = 24-200 mm
und dazu 1-2 lichtstarke Festbrennweiten!

2024:
Ich habe es ganz auf die Spitze getrieben und bin sogar das erste mal seit 20 Jahren wieder mit Mittelformat 5 Wochen verreist. Angefangen vom Flieger, in die Städte und Wüsten und Inlandsflug hat das alles gut geklappt. Die behaupteten Nachteile, gegen VF oder auch HF sind längst nicht so, wie gerne befürchtet.
Eine leistungsfähige Kamera im VF-Format wiegt auch schnell 900g – also die 100g mehr für eine GFX100II sind keinen Gedanken wert.
Den Haufen dicke und schwere Objektive braucht es auch nicht, denn mit MF und speziell den heutigen Zooms fotografiert man ganz anders als mit Vollformat.
Ein 20-35 mm kann man mitnehmen, braucht man aber nur für sehr spezielle Innenräume und Schluchten.
Das 45-100 mm erledigt fast alles.
Ein 2.0/110 mm oder 1.7/55 mm können bei wenig Licht oder Action willkommen sein.
Darüber hinaus war für mich nur das 250 mm zwingend und künftig das 500 mm.
Alles andere wird dann schon sehr speziell.
Aber damit macht es auch (ausser auf ausgibigen Wanderungen) immer mehr S

paß und wird mit einer Bildqualität belohnt, die noch den Vergleich sucht.

Vergessen Sie bitte alle 12-60 mm – 14-140 mm – 16-300 mm – 18-150 mm – 18-400 mm – wenn Sie an Qualität und Ausdruckskraft interessiert sind – wenn Sie auch am Abend und bei weniger Sonnenschein fotografieren wollen. Objektive sollten dann zumindest f:2.8 erlauben oder bei spätestens f:4.0 enden.
Alles was nicht bei 24 mm Brennweite (oder 12 mm, 15 mm, 16 mm) beginnt, wird Sie schnell frustrieren und Sie wünschen sich in engen Straßen, Gebäuden, für Übersichten etc. schnell ein starkes Weitwinkel. Auch 24 mm ist nur ein Kompromiss – aber immerhin besser als alles was Smartphones serienmäßig bieten. Noch besser wäre ab und zu ein Zoom das bei 20 mm oder gar 16 mm beginnt – aber das kann dann schon im leichten Telebereich nicht mehr überzeugen.
Hier sollten sie unbedingt den Bruch wagen, wenn Superweitwinkel, dann bitte 2 Objektive wie: 8-18 mm & 12-40 mm oder 10-20 mm & 16-80 mm oder gar 12-24 mm & 24-105 mm
Das geht immer zu Lasten der Lichtstärke und erschwert eine geringe Schärfentiefe – die dann nur noch durch lange Brennweiten oder kurze Aufnahmeabstände hergestellt werden kann.
Lichtstärke f:4.0 ist bei diesen Zooms schon super lichtstark – denn sonst werden sie gut 1 Kilo schwer und das ist auf Reisen pro Objektiv meistens zu viel. Je kleiner das Aufnahmeformat/Sensor, desto lichtstärker sollten die Objektive sein. Bei mFT ist f:5.6 schon sehr lichtschwach und f:5.6 ist beim Halbformat gerade noch akzeptabel.

Besonders gute Objektiv-Kombinationen:
mFT: 2.8-4.0/8-18 mm Leica & 2.8/12-40 mm Oly & 2.8/40-150 mm Oly (2.8-4.0/12-60 mm, 2.8-4.0/50-200 mm – 2.8/12-35 mm finde ich allesamt weniger reizvoll)
Sony: 4.0/10-18 mm & 2.8/16-55 mm oder 4.0/16-70 mm
nur eingeschränkt gut finde ich:
Fuji: 4.0/10-24 mm & 4.0/16-80 mm & 3.5- 4.8/55-200 mm

Hier sind die Kamera-Neuheiten noch einmal im Überblick:
Es gibt inzwischen reichlich Vollformat-Bolliden:
Davon sind Sony Alpha 99II (42 MP) – Nikon D850 (46 MP) – Pentax K1II (36 MP) – Canon EOS 5DSR (51 MP) besonders schwer und dick, weil sie DSLRs sind mit Glasprismen-Sucher (außer Sony = SLT).
Ihr Vorteil ist die geringere Batterieabhängigkeit – ihre Nachteile, größer, dicker, lauter, schwach im LiveView (außer Sony) – man kann damit reisen, wie wir es jahrzehntelang taten, aber wirklich ideal finde ich davon keine mehr.

Spannender sind da neue spiegelfreie Konzepte:
Sony Alpha 7RIV mit 61 MP
Sony Alpha 7RIII mit 42 MP
Nikon Z7 mit 46 MP
Panasonic S1R mit 47 MP
Nikon Z6 mit 24 MP
Panasonic S1 mit 24 MP
Canon EOS R mit 30 MP
Sony Alpha 7III mit 24 MP
Nikon Z50 mit 21 MP

Ich finde es wichtig und sinnvoll dem Kompromiss beim Sensor-Format zu machen – so lange ich keinen Auftrag von National Geographic habe, brauche ich einen Vollformat-Boliden in den seltensten Fällen.
Sensoren die kompaktere Objektive erlauben und nur die Hälfte oder ¼ der Aufzeichnungsfläche bieten sind bei weitem gut genug.
Canon EOS 90D – 32 MP kleines Halbformat
Canon EOS 80D – 24 MP kleines Halbformat
Leica TL2 – 24 MP Halbformat
Fujifilm X-T3 – 26 MP Halbformat – die X-H1 kann eine griffigere Alternative sein
Nikon D7500, D500 – 21 MP Halbformat
Olympus E-M1II – Pen F – 20 MP Viertelformat
Panasonic G9 – GX9 – 20 MP  Viertelformat
Pentax K70 – 24 MP Halbformat & Pentax K1
Sony Alpha 6400/6600 – 24 MP Sensor Viertelformat

Praktisch alle Sensoren außer die von Canon und Leica, basieren auf den Sony-Sensoren, nur Fujifilm wagt eine etwas andere Architektur.

Der Canon EOS 90D Sensor enttäuscht mich etwas, weil ab 1600 ISO die Bilddetails verloren gehen.
Der Leica SL-Sensor enttäuscht mich komplett, weil das hohe Bildrauschen schon bei 800 ISO nicht mehr akzeptabel ist.
Auch bei Olympus und Panasonic verschwinden ab 1000 ISO langsam Schärfe und Details.
Die Sony Alpha 6600 zeigt wenig Verbesserung und hat wie alle anderen Sony-Kameras eine sehr starke Entrauschung. Die 6400/6600 haben zwar endlich den besseren AF, aber der Sucher ist für mich ungenügend.
Die Pentax-Kameras sind gutes Mittelfeld und für Pentax-Fans durchaus eine spannende Option – nur für alle anderen eben nicht.
Die Nikon D500 ist der ungeschlagene Chef im DSLR-Ring, sie ist 1½ Stufe besser bei hohen Empfindlichkeiten als Canon, Sony und Co. Die ganz hohen ISO-Empfindlichkeiten sind reines Marketing, auch hier ist bei spätestens 8000 ISO schluß mit guten, hochauflösenden Fotos. Für Nikon-Objektive ist sie eine sehr willkommene Verbesserung, Wer es leichter mag, kauft die Nikon D7500.
Nur Fujifilm ist es nicht gelungen einen deutlich höher auflösenden Sensor mit 1 Stufe geringerem Bildrauschen anzubieten. Bei 6400 ISO und 24 MP sieht die X-H1 im Halbformat noch sehr gut aus, die aktuellen Vollformat-24 MP-Sensoren tun sich damit schwer. Nur durch die sehr hohen Auflösungen von Canon und Sony können sie bei 1600 und 3200 ISO mithalten und größere Bilder liefern. Die X-T3 rauscht dann wieder sichtbar stärker.

REISEN kompakt:
Abgesehen von DSLR-Technik und höchsten Ansprüchen an die Bildqualität – ist ganz sicher für den, der unbeschwert und kompakt reisen will, die superschnelle Sony RX10IV mit 2.4-4.0/24-600 mm ist jetzt endlich preiswerter und bis auf den langsamen Motorzoom auch stark verbessert. Die einst geniale Panasonic FZ1000 II mit 2.8-4.0/25-400 mm Leica Zoom fällt dagegen ab.  Sony hat überholt und liefert die spannendsten kompakten Reisekameras!
Bei keinem anderen Produkt bekommt man für 1200€ – 600€ so viel Objektiv und Schnelligkeit in einem kleinen Packmass.
Die Sony RX10VI ist deutlich schneller, vor allem bei der AF-Trefferquote, aber sie ist noch größer und schwerer (1100g) und sehr kostspielig (1700€). Doch der große Pluspunkt ist das Zeiss 2.8-4.0/24-600 mm Zoom.
Gut bewährt hat sich auch die Canon G5X mit 1.8-2.8/24-100 mm Objektiv. Dank 1″ großem Sensor (Faktor 2,7x) und sehr gutem Objektiv, beweglichem Monitor, Sucher-Option und praxisnaher Canon-Bedienung! Die G5XII ist leider in Bedienung und Handling verschlimmbessert um sie noch kleiner zu bauen sieht sie jetzt aus wie ein Sony RX-Klon.
Deutlich kleiner, aber auch wieder deutlich teuer ist die Sony RX100VII mit 2.8-4.5/24-200 mm Objektiv – beide Kameras sind super, wobei mir Handling und Bedienung der alten Canon besser gefallen. Leider liefert Canon mit der G5XII einen Nachbau der Sony RX10 und Verzicht auf voll beweglichen Monitor und den Sucher in der Mitte.

REISEN komplett:
Flugreisen sind teuer und im Gepäck beschränkt. Selbst Handgepäck wird auf 8-15 Kilo begrenzt. Ein schweres Super-Tele belastet da schon sehr. Die Zukunft wird nicht mehr den DSLR-Vollformat-Objektiven gehören! Mit Erscheinen der ersten Super-Teles für die Systemkameras (Sony) hat sich alles verändert..
Problematisch sind auch noch die Akku-Laufzeiten aller Systemkameras, besonders bei Fujifilm und Canon.
Auch bei Temperaturen von 0° und weniger sind Systemkameras mit elektronischem Sucher/Monitor keineswegs ideal. Kalte Gegenden bleiben vorerst eine Domäne der DSLR-Fotografie.

Nach unzähligen Natur-Reisen und Workshops in Städte, Landschaften, zu Tieren und Veranstaltungen haben sich folgende Ausrüstungen als ideal für mich heraus kristallisiert:

Zur Wahl standen alle Systemkameras mit jeweils lichtstarkem Weitwinkel-; Normal-; Tele-; Macro-Objektiv mit 3 Zoom-Objektiven mittlerer Lichtstärke (f:4,0 bei VF und APS-C & f:2,8 bei mFT)

WER viel Tele braucht – über 400 mm KB-Bildausschnitt und auch in kühleren Regionen unterwegs ist:

1. Olympus E-M1II

mFT 1,8/17 mm – mFT 1,7/20 mm – mFT 1,8/75 mm – mFT 2,8/60 mm & mFT 2.8-4.0/8-18 mm – mFT 2,8/12-40 mm – mFT 2,8/40-150 mm – 2x Extender
Alternativen: 1.8/8 mm Fisheye – 1,8/25 mm – 1,7/42,5 mm – 4.0/300 mm – 4,0/7-14 mm

GEWICHT:    500g  +   120g     + 90g + 300g +  190g +  160g + 380g    + 700g + 1480g + 230g  =  4.150g
PREIS:          1400€ +   550€  + 400€ + 990€ + 600€ + 600€ + 800€ + 1700€ + 2500€ + 450€ =  9.990€
VOLUMEN: klein      Filter: 46 mm – 52 mm – 58mm – 62mm – 72mm

SCHWÄCHEN: nur Aufsteck-Blitz, kein drehbarer Monitor, nicht so zuverlässig, sehr schwacher Akku
STÄRKEN: schnell, vieles abgedichtet, unauffällig, klein, leicht

2. Panasonic G9

mFT 1,8/17 mm – mFT 1,7/20 mm – mFT 1,8/75 mm – mFT 2,8/45 mm & mFT 2.8-4.0/8-18 mm – mFT 2,8/12-35 mm – mFT 2,8/35-100 mm OIS – mFT 2,8/200 mm – 2x Extender
Alternativen: 1.8/8 mm Fisheye – 1,4/25 mm – 1,7/42,5 mm- 4.0/300 mm

GEWICHT:    550g  +   120g     + 90g + 300g +  190g +  160g + 380g    + 700g + 1480g + 230g  =  4.200g
PREIS:          1400€ +   550€  + 400€ + 990€ + 600€ + 600€ + 800€ + 1700€ + 2500€ + 450€ =  9.990€
VOLUMEN: klein      Filter: 46 mm – 52 mm – 58mm – 62mm – 72mm

SCHWÄCHEN: Sucher-Gewöhnung, AF für schnelle Bewegungen
STÄRKEN: Blitz, voll drehbarer Monitor, sehr gute Accu-Leistung, schnell, verlässlich, vieles abgedichtet, unauffällig, klein, leicht, sehr gutes Handling

3. Sony Alpha 7RIV

4.0/12-24 mm – 4.0/24-105 mm – 5.6/100-400 mm
Alternativen:

GEWICHT:    650g +  570g  + 660g  +  1500g   =  3.380g
PREIS:          3400€ + 1700€ + 1100€ + 2500€  = 8.700€
VOLUMEN: klein      Filter:

SCHWÄCHEN: Klapp-Monitor, Weissabgleich, Handling
STÄRKEN: Sucher, höchste Auflösung, klein, leicht, lautlos, beste BQ

Canon und Nikon sind noch nicht so weit und Panasonic Vollformat sowieso nicht – es fehlt eine geschickte Objektivauswahl. Da ist Sony um Längen voraus.

4. Fuji X-T3

1,4/35 mm – 1,2/56 mm – 2,4/60 mm & 4,0/10-24 mm – 2,8-4,0/18-55 mm – 4.5-5.6/100-400 mm
Alternativen: 2,8/8 mm Fisheye-2,8/12 mm-2,8/14 mm-2,0/18 mm-2,0/32 mm-1,4/24 mm-

GEWICHT:    500g +  210g  + 190g  +   400g  +  210g   +  400g  + 210g  + 1500g  =  3.700g
PREIS:          1200€ + 900€ + 580€ + 1000€  +  590€ + 1000€ + 400€  + 1.700€  = 7.370€
VOLUMEN: klein      Filter: 43 mm – 52 mm – 58 mm – 62mm

SCHWÄCHEN: Kamera-Gewöhnung, teilweise langsame Objektive, kein brauchbares Blitzsystem
STÄRKEN: klappbarer Monitor, vieles abgedichtet, unauffällig, klein, gutes Handling

So sah es noch vor 2-3 Jahren aus:

1. Canon Eos 5DSR (die Eos 5D3 brauche ich nicht mehr, die Eos 5DIV sowieso nicht, die Eos 6D ist zwar leichter, doch der AF taugt wenig)
wegen der möglichen Bildausschnitte!
Tam 1.8/35 mm – Tam 1.8/85 mm – 2.8/100 mm Macro & 4.0/16-35 mm – 4,0/24-105 mm II – 2,8/70-200 mm – 2,8/300 mm – 2x Extender
Alternativen: 4,0/8-15 mm Fisheye – 1.8/35 mm Tamron – 4,0/300 mm – 4,0/500 mm – 4,0/70-200mm – 4,5-5,6/100-400 mm

GEWICHT:    950g + 450g + 400g +  620g +  800g + 670g + 1500g + 2400g + 230g  =   8.000g
PREIS:         3500€ + 650€ + 700€ + 790€ + 930€ + 750€ + 2100€ + 6600€ + 420€ = 15.870€
VOLUMEN: sehr hoch,      Filter:  52 mm- 58mm – 67mm – 77mm

SCHWÄCHEN: kein Blitz, kein beweglicher Monitor, 3200 ISO maximal, nicht unauffällig
STÄRKEN: sehr schnell, sehr verlässlich, vieles abgedichtet und unproblematisch, 51 MP

2. Nikon D500

AF-S 1.8/35 mm – AF-S 1.8/85 mm – 2.8/105 mm Micro & Sigma DG 4.5-5.6/8-16 mm – AFS 2.8-4.0/16-80 mm – AFS 2.8/70-200 mm VR II – AFS 5.6/200-500 mm
Alternativen: 2,8/16 mm Fisheye-1,8/50 mm-4,0/300 mm-4,0/500 mm-4,0/70-200mm

GEWICHT: 860g + 200g + 350g + 720g + 460g +480g + 1540g + 2090g = 6700g
PREIS: 2200€ + 190€ + 450€ + 800€ + 750€ + 1100€ + 2300€ + 1600€ = 9390€
VOLUMEN: sehr hoch,   Filter: 52 mm- 58mm – 67mm – 77mm

SCHWÄCHEN: hohe Verzeichnung, kein voll beweglicher Monitor, Objektivangebot
STÄRKEN: schnell, sehr guter Akku, Blitz, hoffentlich verlässlich

3. Nikon D750

AF-S 1,8/28 mm – AF-S 1,8/50 mm – AFS 1,8/85 mm – 2,8/105 mm Micro & AFS 4,0/16-35 mm – AFS 4,0/24-120 mm – AFS 2.8/70-200 mm VR II – AFS 4,5-5,6/80-400 mm
Alternativen: 2,8/16 mm Fisheye-1,8/35 mm-1,8/50 mm-4,0/300 mm-4,0/500 mm-4,0/70-200mm

GEWICHT:    950g +   330g + 160g + 350g +  720g +  690g + 710g + 1540g + 1570g  =   7020g

PREIS:         1800€ + 1250€ + 330€ + 440€ + 800€ + 690€ + 750€ + 2300€ + 7500€ + 480€ = 16.240€
VOLUMEN: sehr hoch      Filter:  52 mm- 58mm – 67mm – 77mm

SCHWÄCHEN: hohe Verzeichnung, kleiner RAW-Speicher, kein beweglicher Monitor, nicht unauffällig, 4,0/16-35 mm
STÄRKEN: noch relativ schnell, Blitz, verlässlich

4. Canon EOS 7D2 oder EOS 80D

– 2,8/60 mm Macro & 3,5-4,5/10-22 mm – 3,5-5,6/15-85 mm – 2,8/70-200 mm – 2,8/300 mm – 2x Extender
Alternativen: Sigma 4,5-5.6/8-16 mm-2,0/35 mm-4,0/300 mm-4,0/500 mm-4,0/70-200mm-4,5-5,6/100-400 mm

GEWICHT:    820g + 340g + 580g + 1400g + 2400g + 230g  =   5.770g
PREIS:         1400€ + 350€ + 520€ + 440€ + 2100€ + 6600€ + 420€ = 11.830€
VOLUMEN: sehr hoch      Filter:  52 mm- 58mm – 67mm – 77mm

SCHWÄCHEN:  keine Serienaufnahmen mit beweglichem Monitor, nicht unauffällig, 10-22 mm
STÄRKEN: sehr schnell, sehr verlässlich, Blitz, beweglicher Monitor, vieles abgedichtet und unproblematisch

5. Panasonic GX8

mFT 1.7/15 mm – mFT 1.7/20 mm – mFT 1.7/42,5 mm – mFT 2.8/45 mm & mFT 5.6/9-18 mm – mFT 2.8/12-40 mm – mFT 2.8/35-100 mm OIS – mFT 6.3/100-400 mm OIS
Alternativen: 3.5/8 mm Fisheye-1.7/25 mm-1.8/45 mm-4.0/300 mm-2.8/40-150 mm

GEWICHT:    500g  +  120g    + 90g + 300g +  190g +  160g + 380g  + 700g + 1000g  =  3.440g
PREIS:          1200€ +  550€  + 350€ + 350€ + 600€ + 550€ + 800€ + 1000€ + 1800€ =  7.200€
VOLUMEN: klein      Filter: 46 mm – 52 mm – 58mm – 62mm – 82mm

SCHWÄCHEN: Sucher-Gewöhnung,
STÄRKEN: Blitz, voll drehbarer Monitor, schnell, verlässlich, vieles abgedichtet, unauffällig, klein, leicht, sehr gutes Handling

6. Nikon D810

AF-S 1.8/28 mm – AF-S 1.8/50 mm – AFS 1.8/85 mm – 2.8/105 mm Micro & Sigma 4.5-5.6/8-16 mm – AFS 2.8-4.0/16-80 mm – AFS 5,6/150-500 mm – AFS 2.8/300 mm – 2x Extender
Alternativen: 2.8/16 mm Fisheye-1.8/35 mm-1.8/50 mm-4.0/300 mm-4.0/500 mm-2.8/70-200 mm-4.0/70-200 mm-4.5-6.6/80-400 mm

GEWICHT:    950g +   510g + 550g + 460g +  630g +  800g + 670g + 1500g + 2400g + 460g  =   8.510g
PREIS:         2600€ + 1250€ + 330€ + 440€ + 800€ + 690€ + 750€ + 2100€ + 6600€ + 440€ = 15.830€
VOLUMEN: sehr hoch      Filter: 82 mm – 52 mm- 58mm – 67mm – 77mm

SCHWÄCHEN: zu kleiner RAW-Speicher, hohe Verzeichnung, kein beweglicher Monitor, nicht unauffällig, 3,5-4,5/10-24 mm
STÄRKEN: noch schnell, Blitz, verlässlich, vieles abgedichtet

Wer in sonnige Gegenden reist, mehr an Landschaft und Kultur interessiert ist und ein paar Accus mit nimmt:

7. Panasonic GH4  – GX8

mFT 1,8/17 mm – mFT 1,7/20 mm – mFT 1,8/75 mm – mFT 2,8/45 mm & mFT 5,6/9-18 mm – mFT 2,8/12-35 mm – mFT 2,8/35-100 mm OIS – FT 2,0/150 mm – 2x Extender
Alternativen: 3,5/8 mm Fisheye-1,4/25 mm-1,8/45 mm-2,8/300 mm-2,8/90-250 mm

GEWICHT:    550g  +   120g     + 90g + 300g +  190g +  160g + 380g    + 700g + 1480g + 230g  =  4.200g
PREIS:          1400€ +   550€  + 400€ + 990€ + 600€ + 600€ + 800€ + 1700€ + 2500€ + 450€ =  9.990€
VOLUMEN: klein      Filter: 46 mm – 52 mm – 58mm – 62mm – 82mm

SCHWÄCHEN: Sucher-Gewöhnung, vorerst nur 5,6/100-300 mm
STÄRKEN: Blitz, voll drehbarer Monitor, sehr gute Accu-Leistung, schnell, verlässlich, vieles abgedichtet, unauffällig, klein, leicht, sehr gutes Handling

8. Fuji X-T2

1,4/35 mm – 1,2/56 mm – 2,4/60 mm & 4,0/10-24 mm – 2,8-4,0/18-55 mm – 3,5-4,8/55-200 mm
Alternativen: 2,8/8 mm Fisheye-2,8/12 mm-2,8/14 mm-2,0/18 mm-2,0/32 mm-1,4/24 mm-

GEWICHT:    500g +  210g  + 190g  +   400g  +  210g   +  400g  + 210g  + 590g  =  2.710g
PREIS:          1200€ + 900€ + 580€ + 1000€  +  590€ + 1000€ + 400€  + 700€  = 6.370€
VOLUMEN: klein      Filter: 43 mm – 52 mm – 58 mm – 62mm

SCHWÄCHEN: kein Super-Tele, Kamera-Gewöhnung, teilweise langsame Objektive, kein brauchbares Blitzsystem, kein eingebauter Blitz
STÄRKEN: klappbarer Monitor, vieles abgedichtet, unauffällig, klein, gutes Handling

9. Olympus E-M1II

mFT 1,8/17 mm – mFT 1,7/20 mm – mFT 1,8/75 mm – mFT 2,8/60 mm & mFT 5,6/9-18 mm – mFT 2,8/12-40 mm – mFT 2,8/40-150 mm (demnächst) – FT 2,0/150 mm – 2x Extender
Alternativen: 3,5/8 mm Fisheye-1,8/25 mm-1,8/45 mm-2,8/300 mm-4,0/7-14 mm-2,8/90-250 mm

GEWICHT:    500g  +   120g     + 90g + 300g +  190g +  160g + 380g    + 700g + 1480g + 230g  =  4.150g
PREIS:          1400€ +   550€  + 400€ + 990€ + 600€ + 600€ + 800€ + 1700€ + 2500€ + 450€ =  9.990€
VOLUMEN: klein      Filter: 46 mm – 52 mm – 58mm – 62mm – 82mm

SCHWÄCHEN: nur Aufsteck-Blitz, kein drehbarer Monitor, nicht so zuverlässig, sehr schwacher Akku
STÄRKEN: schnell, vieles abgedichtet, unauffällig, klein, leicht

10. Sony Alpha 6500

Zeiss 1,8/24 mm – 1,8/35 mm – Zeiss 1,8/55 mm — & 4,0/10-24 mm – Zeiss 4,0/16-70 mm – G 4,0/70-200 mm
Alternativen: 2,8/8 mm Fisheye-2,8/12 mm-2,0/18 mm-2,0/32 mm-1,4/24 mm-

GEWICHT:    500g +  210g  + 190g  +   400g  +  210g   +  400g  + 210g  + 590g  =  2.710g
PREIS:          1200€ + 900€ + 580€ + 1000€  +  590€ + 1000€ + 400€  + 700€  = 6.370€
VOLUMEN: klein      Filter: 43 mm – 52 mm – 58 mm – 62mm

SCHWÄCHEN: AF, kein Super-Tele, Sucher-Gewöhnung, Weissabgleich, Belichtung
STÄRKEN: Klapp- Monitor, noch preiswert, klein, leicht,

 

Die preiswerteste – gute System-Foto-Ausrüstung:

Nikon D7500 mit 18-140 mm = 1100€
Panasonic G90/G91 mit 14-140 mm = 1400€
Canon Eos 90D mit 18-55 mm STM & 55-250 mm STM = 1500€

Große Brennweitenbereiche werden nur mit kleinen Sensoren wie 2/3″ und 1,7″ möglich. Sobald 1″ Sensoren mit Fakto1 2,7x (im Vergleich zu KB) eingebaut werden, schrumpft der Brennweitenbereich schnell zusammen.
Kommt man mit diesen Brennweitenbereichen aus, sind diese Kameras die einzigen spannenden Reisekameras, weil die Sensoren halbwegs brauchbar bis 400 ISO sind.

Wird mehr Brennweite gebraucht, ist die Sony RX10IV (2.4-4.0/24-600 mm) wieder vor der Panasonic FZ1000II (2,8-4.0/25-400 mm) auch in diesem Jahr die beste Wahl, beim diesen Zooms muss man nicht so häufig in die Rauschzone ab 800 ISO und hat trotzdem eine sehr schnelle Kamera mit gutem Handling und dem bestmöglichen Objektiv immer dabei.
Alles andere hält Vergleichen mit Fotos aus Kameras mit großen Sensoren ab mFT einfach nicht stand, schon gar nicht bei 800 ISO.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

25. Juli 2026
USA 2024 Foto-Tagebuch

Liebe Leser, liebe Foto-Freunde,
Ich bin zurück, wenn auch noch aus der Zeit gefallen und etwas klimaanlagenkrank (der Unterschied Miami mit 33° zu 11° in Frankfurt und diesem harten Osterwetter hier, war dann doch zu krass).
Fast 4 Wochen durch: Nevada, Arizona, Utah, Californien, Florida

Hier die Karte des ersten Teils der Reise:

Nach einer vierwöchigen Reise mit den besten Kameras liegt jetzt vermutlich die Erwartung an “Klasse-Landschaftsfotos” an mich sehr hoch.
Das muß ich leider hier gleich entzaubern. Die habe ich nicht machen können.
DAS HAT VIELERLEI GRÜNDE.
Der erste gleich unumwunden vorweg, ich bin kein begnadeter Landschafts-Fotograf, war ich nie und werde ich nie.
 beeindrucken Landschaften sehr, aber ich brenne nicht dafür sie im spannendsten Licht unter größtmöglichen Strapazen festzuhalten. Und das muß man heute und vermutlich auch früher, wie ja am Beispiel A. Adams bekannt ist.
Ich brenne für Lebewesen und hauptsächlich für Säugetiere und die in einer tollen Landschaft gut abzulichten ist mein persönlicher Antrieb. Denn ihnen gehört zunächst einmal die Landschaft, Menschen treten da ja nur als oft zerstörerische Ordnungsgewalt auf.
Hinzu kommt, dass dort im Colorado-Plateau fast immer das gleiche Wetter mit sehr ähnliche Wolkenformationen vorliegen. Nicht ohne Grund sehen fast alle Fotos vom Grand Canyon, Bryce Canyon, Zion, Arches, Monument Valley, Canonlands meistens sehr gleich aus. Wenn da nicht gerade Sturm und besonderes Wetter vorliegen ist es fast unmöglich frische Bilder dieser jährlich millionenfach fotografierten Landschaften zu bekommen.
Selbst die Vermillion Cliffs und verstecktere Slot Canyons sind inzwischen gut bekannt und werden von fiten jungen “Entdeckern” ständig abgelichtet.
Deshalb erwartet da bitte von mir keine “Wunder”, dazu reichen eine Mittelformat und ein geschultes Auge nicht – da braucht es viel Zeit an jedem Ort, besondere Ortskenntnis, Fitness und extreme Wander- und Hitze-Begeisterung. Ich war froh wenn ich überhaupt irgendwo den Sonnenaufgang- oder Untergang mit bekam und meine Tiere entdeckt habe.

 

Ich habe wieder versucht einiges anders zu machen. Ich kannte ja die Gegend von einigen früheren Besuchen, außer dem Death Valley und Santa Rosa war mir alles von früheren Reisen bekannt. So habe ich meine Tochter gerne Hotels und Versorgung anhand der groben Strecke suchen lassen. Denn es war mit großen Schwierigkeiten verbunden an den meisten Stellen preislich noch bezahlbare und freie Unterkünfte zu finden. Trotz dem März, der keineswegs eine Hauptreisezeit ist, die beginnt erst im Mai und oft sind im Juni erst wieder die Passstrassen frei. Aber wir hatten nicht mit “Spring Break” gerechnet, also 2 wilde Wochen für junge Leute, vergleichbar unseren Vor-Osterferien. Und wir hatten nicht wirklich im Bewusstsein wie sehr Corona dieses Land und seine Infrastruktur beschädigt hat. Doch dazu später mehr.

Es war ein wilder, sehr anspruchsvoller und teilweise wirklich schwieriger Tripp und er wurde im Verlauf am Pazifik nicht wirklich leichter.

Doch an dieser Stelle erst einmal ein fotografischer Einwurf, ich hatte folgendes dabei:
Und das bitte immer vor dem Hintergrund, das ich es nicht mag nur mit einem System unterwegs und davon abhängig zu sein, dass ich eben nicht über alle wichtigen Objektive in vier Systemen verfügen kann. Ich habe mir meinen Traum erfüllt und bin das erste Mal seit 25 Jahren wieder mit Mittelformat gereist.
 Fujifilm GFX 100SII mit 4.0/20-35 mm, 4.0/45-100 mm, 3.5/50 mm, 2.0/110 mm, 4.0/250 mm
 Canon EOS R5 mit 4.0/14-36 mm, 7.1/100-500 mm, 1.8/35 mm
 Olympus/OMDS OM-1 mit 4.0/8-25 mm, 2.8/12-40 mm, 2.8/40-150 mm, 4.5/150-400 mm, TC 1.4x
 Fujifilm X100VI

Am Ende habe ich die X100VI kaum benutzen können und auch für Fuji 3.5/50 mm, 2.0/110 mm blieb keine Zeit sie einzusetzen – Motive hätte es schon gegeben.
Wenig verwendet wurde die Canon mit dem 14-35 mm und das 1.8/35 mm hatte ich für schöne Sonnensterne geplant, dazu kam ich gar nicht.
Beim MFT System hätte ich 8-25 mm und 12-40 mm zu Hause lassen können.
Man weiss das vorher nicht. Ich bin diesmal nicht in einen Slot Canon gekommen, was ich sofort sehr bereut habe, aber Wetter und Zeitaufwand machten das sehr schwierig.
Außer bei plötzlichen Tierbegegnungen habe ich kaum Muse gehabt, weil einfach aufgrund von Zimmersuche, Preisvergleichen, langen Fahrstrecken, kaum gutes Essen vor Ort (alles schloß zum Sonnenuntergang) war meine Fotografie diesmal noch mehr vom Zufall abhängig.
Ich hätte sehen wollen mit wie wenig Strecke und Fotos, Menschen die alles wie besessen vorher planen, zurück gekommen wären…
Ich habe einfach intuitiv alles, was ging, aufgezogen und versucht immer schöne Fotos in die Kiste zu bekommen.
Alles andere hätte mich wirklich gestresst, oder ich hätte den 4-6 fachen Zeitaufwand vor Ort gebraucht.
Und letztlich habe ich sehr viel Glück gehabt, viel versäumt und vielleicht noch mehr entdeckt.

 

Veröffentlicht in Begrüßung, General, News-Blitzlicht

30. Juni 2026
Natur- & Tier- Fotografie heute

Seeschwalben, Austernfischer & Robben
Die Natur ist viel brutaler als wir in unseren Bunkern wahr haben wollen.

Die Robbenbestände haben sich gut erholt die letzten Jahre. Aber gleichzeitig haben wir dieses Jahr das größte, schlimmste Vogelsterben. An den Brutplätzen ist teilweise fast die Jungvogelschar verendet und auch die Hälfte der Adulten. Ich konnte im Juni einiges mit der Nikon Z9 und 800 mm  dokumentieren – Achtung nichts für schwache Nerven:

Mir scheint, Vögel sind unbewußt ein besonders brutales Völkchen. Denn wie lange da Fische an der Luft, in der Sonne nach Luft schnappen müssen, bevor sie lebendig in einen Schlund kommen, oder die Maus und der Frosch, die aufgespießt noch lange Leben, bis sie den Kampf dann in einem Hals beenden. Also wenn Menschen dagegen über brutal, spielende Katzen herziehen, dann übersehen sie das Verwalten der Vögel wohl völlig. Auch die schönen Seeschwalben haben den kleinen Fisch oft endlos lange zappelnd im Schnabel, bis sie ihn verschlingen oder einem Jungen übergeben.

Hier sieht man gut, wie wichtig ein Zoom ist, kaum schlagen die Vögel die Flügel hoch, passt nichts mehr ins 2:3 Rechteck, man ist mit 600-800 mm einfach zu nah dran.Dann ist ein 100-500 mm Gold wert, wenn man schnell genug reagiert und der AF auch weiterhin ein Auge findet. Kehrt etwas Ruhe ins Motiv und ich will gerne die Strukturen heraus arbeiten, brauche ich wieder 800 mm.

Licht und Motive wechseln sehr schnell, alles jenseits von Blende f:5.6 scheint vergeblich, aber auch f:6.3 reicht noch und selbst f:7.1 passt auch noch oft. Hingegen wären f:2.8 und f:4.0 schon wegen der geringen Schärfentiefe problematisch und zwingen einen sowieso dazu Richtung f:8 zu schließen. Aber aus weiter Entfernung hat man kurze Zeiten zur Verfügung und kann f:2.8 zum wunderbaren herauslösen nutzen. Nur dann hat man knapp 4 Kilo im Arm, braucht bald zumindest ein Einbein-Stativ und ist längst nicht mehr so flexibel im Verfolgen der Bewegung. Dann bewährt sich jedes Zoom , das mit Kamera nur rund 2 bis 2,5 Kilo wiegt. Also, das eine perfekte Objektiv kann es nie geben.

 

Wessi aus Berlin…
Ich bin ein Wessi, der zu lange mit Mauer in Berlin gelebt hat – 30 Jahre und ich habe mir einige Städte im Osten angesehen,
Stralsund, Potsdam und Leipzig sind ganz ok. Dresden ist nicht meine Welt, Ost-Berlin auch nicht wirklich, viel zu leer, zu weitläufig zu propagandamäßig missbraucht.
Rügen, Zingst, Darf und Elbsandstein-Gebirge sind dufte – keine Frage. Die Mecklenburgische Seenplatte ist spannend, aber da wohnen mir viel zu viel fehldenkende Menschen, die immer argwöhnisch bleiben.

Natur-Fotografie bietet unfassbar viele unterschiedliche Motive, bei immer anderen Lichtverhältnissen.

Sie beinhaltet die reine Landschafts-Fotografie, die Tier-Fotografie und die Nah- sowie Macro-Fotografie.
Diese Vielfalt macht es schwierig, eine Ausrüstung, bestimmte Objektive und eine Technik zu empfehlen. Es ist wichtig zwischen Nah- und Fern-Fotografie zu unterscheiden. Zwischen einer Ausrüstung für die Reise-Fotografie und der für ganz gezielte Motive. Nach der Umwälzung des Fotomarktes durch den Autofokus und die digitale Fotografie ist heute der Bildstabilisator vor allem in den Tele-Objektiven beinahe nicht mehr aus der Natur-Fotografie weg zu denken. Nach mehr als 29 Jahren mit allen Systemen in der Natur- und Tier-Fotografie sind für mich vier Systeme entscheidend und haben sich durch ihre Qualität, Schnelligkeit, Witterungsschutz und Langlebigkeit ausgezeichnet:

Canon Eos
Nikon
Fujifilm
Panasonic – Olympus MicroFourThirds

Bei den Systemen von Leica, Pentax, Sony und Sigma werden nur eingeschränkt geeignete Objektive angeboten und sie erfüllen die hohen Forderungen für mich bisher nicht in den wichtigsten Punkten!
Robustheit, Dichtigkeit, Verlässlichkeit, Bedienung, Akku-Versorgung, Objektiv-System

Was braucht ein Natur-Fotograf heute in seinem Rucksack?

– Zwei robuste Kameragehäuse
(bevorzugt eins Vollformat und eins mit kleinerem Sensor)

– Ein stabiles Stativ (bevorzugt Carbon)

– ein hochauflösendes Weitwinkel-Objektiv für die Landschafts-Fotografie (bevorzugt Canon EF 4,0/16-35 mm L IS, Zeiss Distagon 2,8/21 mm, Fujifilm 4.0/10-24 mm) oder gleich die Mittelformat Fujifilm GFX mit 4,0/25 mm

– ein hochauflösendes, lichtstarkes Macro-Objektiv (bevorzugt Canon 2,8/100 mm L IS; Nikon 2,8/105 mm VR; Olympus 2,8/60 mm Macro)

– ein leichtes, lichtstarkes Reportage-Tele-Zoom-Objektiv 2,8/70-200 mm (bevorzugt: Nikon 2,8/70-200 mm FL VR oder Panasonic 2.8/35-100 mm)

– ein langbrennweitiges Teleobjektiv
(bevorzugt 2,8/300 mm L IS II; 4,0/500 mm VR Nikon)

– Idealerweise auch ein starkes Tele-Zoom-Objektiv
(bevorzugt: Sigma 5,0-6,3/150-600 mm; 4.5-5.6/100-400 mm Fujifilm, 4.0-6.3/100-400 mm Leica Panasonic mFT)

Zusätzlich sind je nach Arbeitsweise natürlich noch andere Objektive wichtig:

Ein Tele-Macro-Objektiv, ein leichtes Tele-Objektiv und ein leichtes Superzoom für täglich (bevorzugt: Sigma 2,8/150 mm Macro; Nikon 4.0/300 mm VR PF, Canon 4,0/400 mm DO IS II; Olympus 4.0/24-100 mm mFT)

Viel Übung und viel Erfahrung mit den Motiven ist unerlässlich. Die Weißheit von Fritz Pölking, dass ein Natur-Fotograf mindestens 15 Jahre intensive Foto-Erfahrung auf dem Gebiet der Natur-Fotografie braucht, um dauerhaft herausragende Fotos zu belichten – stimmt auch heute noch – selbst in unserer rasanten Zeit!

Wichtigstes Zubehör für die Natur-Fotografie ist neben der Kenntnis vom Motiv und Licht, der Kamera und geeigneten Objektiven, oft auch ein Stativ. Es präzisiert nachhaltig die Bildaussage und sorgt auch beim Fotografen für die nötige Ruhe. Außerdem ist bei längeren Tierbeobachtungen ein Freihand-Einsatz ermüdend.

Stative…
Nur ein stabiles Stativ verhilft oft zu bester Schärfe und perfekter Bildgestaltung. Grundsätzlich ist das richtig, aber ein stabiles Stativ alleine vermeidet nur Verwacklungsunschärfe. Die viel schlimmere Vibrationsunschärfe, die durch Spiegel und Verschluss in der Kamera entsteht, wird meist durch einen ungeeigneten Kopf noch verstärkt. Am sichersten ist es, gar keinen Kopf oder nur eine Kalotte und ein Stativ ohne Mittelsäule zu verwenden. Die Spiegelvorauslösung und die Verwendung des Selbstauslösers oder Fernauslösers führt am ehesten zu vibrationsfreien Fotos. Auch dabei sollte der Fotograf seine Kamera fest in der Hand halten, wie sonst auch. In vielen professionellen Kameras kann der Spiegel mit der Spiegelvorauslösung glücklicherweise vor der Aufnahme aus dem Strahlengang geschwenkt werden. Dadurch verursacht er dann keine Erschütterungen mehr, was besonders in der Nahfotografie und bei kritischen Zeiten von 1/30 bis 1/8 Sekunde Belichtungszeit wichtig ist.

Bildstabilisierung
Ist heute der Schlüssel zur modernen Tele-Fotografie. Waren früher schon Aufnahmen mit 300 mm ohne Stativ nur bei sonnigem Himmel machbar, sind heute selbst Aufnahmen mit 600 mm bei schlechteren Lichtverhältnissen realisierbar. Bildstabilisierung beschreibt heute einen optischen und mechanischen Ausgleich der Bildunschärfe, die durch längere die Verwacklung der Kamera bei Belichtungszeiten ab 1/60 Sekunde aus freier Hand deutlich sichtbar wird. Ab dieser Belichtungszeit neigt jeder Mensch, je nach verwendeter Brennweite dazu, eine Kamera nicht mehr ruhig genug zu halten. Selbst Stative, je nach Untergrund und Verbindung mit der Kamera – können ab 1/30 Sekunde manchmal keine verwackelten Bilder verhindern.

Um diese häufige Fehlerquelle der Fotografie zu minimieren wurde die Bildstabilisierung erfunden. Sie stellt eine Art Gegenbewegung zum Zittern durch den Fotografen, den Untergrund oder das Objektiv dar. Und im Idealfall führen beide Bewegungen zu einem ruhigen und knackscharfen Bildergebnis. Die Bildstabilisierungs-Technik ist mit den Bezeichnungen IS, VR, OS, Mega OIS, SteadyShot, VC und SR an Objektiven und Kameras gekennzeichnet. Sogar die zwei lichtstärksten Tele-Objektive: 2,0/200 mm und auch das Canon 5,6/800 mm Super-Tele-Objektiv werden heute, trotz höchster Lichtstärke und hohem Eigengewicht, bildstabilisiert angeboten. Sie wären sonst kaum freihändig einsetzbar.

Ganze Systeme setzen heute auf die Bildstabilisierung, Minolta machte in den Kameras den Anfang und heute werden in Sony-, Olympus-, Panasonic- und Pentax- Kameras praktisch alle Objektive wirksam stabilisiert. Das zeigt deutlich die Bedeutung der Funktion. Auch im Weitwinkelbereich ist der Stabilisator nützlich, wenn der Fotograf auf Blitzlicht verzichten möchte oder nur mit einem Aufhellblitz die Lichtstimmung unterstützen möchte

Inzwischen sind System-Kameras ohne diese Technik kaum noch denkbar. Sony hat Kamera-Modelle mit verbessertem „SuperSteadyShot“ und hat zusätzlich eine Lösung für große „vollformatige“ Sensoren entwickelt. Olympus hat in den OM-D Modellen 5-Achsen Bildstabilisatoren. Bis auf die Objektiv-Hersteller Tokina und Zeiss, bieten inzwischen praktisch alle bedeutenden Hersteller bildstabilisierte Lösungen für Fotos aus freier Hand und sogar für die Arbeit mit Stativen mit Verwacklungsreduzierung an. Die Beherrschung von Brennweiten wie 300 und 400 mm für Aufnahmen aus freier Hand sind heute dank der Bildstabilisierung oft kein Problem mehr. Selbst bei starkem Wind oder unruhigem Untergrund, oder beweglichen Fahrzeugen hilft der Bildstabilisator entscheidend.

Canon, Nikon und Panasonic/Leica haben mit ihren bildstabilisierten Objektiven nun scheinbar das Nachsehen. Canon und Nikon betonen unisono, das der Stabilisator im Objektiv entscheidende Vorteile bringt:

– besserer Wirkungsgrad im Tele- und Macro-Bereich
– spezielle Anpassung an ein bestimmtes Objektiv
– stabilisiertes und ruhiges Sucherbild

Die Stabilisierungs-Einheit IS im Objektiv kostet letztlich 50-200 Euro und es werden mit steigender Auflösung immer bessere Stabilisatoren gebraucht. Mit dem Stabilisator in der Kamera, können die Objektive auf 5 Linsen verzichten und mit höherer Auflösungsfähigkeit und Transparenz zum günstigeren Preis mit weniger Gewicht realisiert werden.
Firmenvertreter und schlaue Anwender halten dagegen, dass alte MF und AF – Objektive sich doch ohnehin kaum mit den neuesten Digitalsensoren vertragen und die Meisten nicht auf die Idee kommen, sich ein altes Objektiv zuzulegen und es vielleicht nur 1% der Nikon-Nutzer betrifft… Doch selbst die alten Olympus Zuiko-Objektive werden noch gerne mit guten Ergebnissen an eine digitale E-Kamera gesetzt und auf den Nikon-Fotograf warten wahre Schätze an Weitwinkel und Teleobjektiven. Sigma’s Bemühen um bildstabilisierte Zooms mit langen Brennweiten ist sehr lobenswert. Wenn ich das 50-500 mm bildstabilisiert will, kaufe ich mir eine Pentax K1. Dumm ist nur, dass es die HSM-Objektive kaum für Olympus/Pentax/Sony gibt und sie daher auch nicht stabilisiert werden können. Für die IS und VR-Systeme von Canon und Nikon sehe ich durchaus noch eine Zukunftschance bei bestimmten Brennweiten und in besonders kritischen Fotomomenten. In einem Macro-Objektiv wie dem 2,8/105 mm VR oder in Teleobjektiven ab 400 mm macht der Bildstabilisator sicherlich auch weiterhin Sinn und kann eine höhere Wirkung und ein ruhigeres Sucherbild erzielen.
Tolle Fotos mache ich und ich mache sie auch mit kleinen Sensoren und kamerainternem Bildstabilisator – alles andere ist Augenwischerei, davon kann keine Industrie leben – außer der Filmindustrie.

Wenn ich heute eine neue Kamera für unter 700 Euro kaufen würde, dann nur eine Pentax KP oder Olympus E-M10III, wegen dem Bildstabilisator! Wollte ich 1500 Euro ausgeben, wären die K3II von Pentax oder die E-5 von Olympus meine heißen Favoriten. Die Sony Alpha 700 gefällt mir nicht so gut und das Objektivsystem sagt mir gar nicht zu, aber sie ist technisch auch auf der Höhe der Zeit.

Wir erleben in allen Bereichen einen Beschleunigungseffekt – in manchen sogar einen Zoom-Effekt. In der Fotobranche und bei mir persönlich äußert es sich so, dass die Mitmenschen immer unruhiger werden, immer schneller etwas Neues brauchen und haben wollen.

Bild-Sensor & Bildqualität:

Immer mehr detaillierte Tests mit 20-30 Seiten analysieren die neuesten Kameras. Doch sagen sie auch etwas Konkretes aus? Erleichtern sie tatsächlich die Kameraauswahl, haben die Daten, denn was anderes ist es ja letztlich nicht, einen entscheidenden Einfluss auf die Bildqualität und das Foto das wir haben möchten?

Kaum!

Die Computer-Freaks und Pixel-Zähler haben längst erkannt, dass die Netto-Dateigröße des Bildes, je nach Kamera unterschiedlich ist. Sogar Kameras mit praktisch baugleichem Sensor wie die Nikon D7500, D5600; Pentax KP und diverse Sony Kameras glänzen mit unterschiedlichen Datenmengen und versprechen verschiedene Bildergebnisse. Deshalb ist offensichtlich die jeweils firmeneigene Softwareabstimmung dafür zuständig, aber in der Praxis sehe ich darin kein echtes Problem. Die Farben kommen bei Pentax und Olympus Kameras sehr natürlich und ich kann für meine vielfältigen Anwendungen keinen sichtbaren Nachteil aus der rechnerisch kleineren Bilddatei ableiten. Hier sollte man auf dem Boden bleiben und den Test-Fieber-Virus nicht mit echten Fotos verwechseln. Nicht selten wird hier in mikromäßigen Details künstlich nach Unterschieden gesucht, da sonst keine mehr auszumachen sind. Das ist etwas was sich ja heute durch unsere ganze künstliche Welt zieht, um ein vermeintlich besseres Produkt oder einen besseren Sportmenschen von anderen abzuheben wird mit hunderttausendstel Sekunden, mit Nanometern und auch mit unfairen Mitteln gekämpft. Vieles gedopt!

Alles Gaga!

Die ISO Empfindlichkeit kann nur über eine Unterbelichtung auf höhere Werte als ISO 1600 angehoben werden und leider ist sie auch auf 100 ISO begrenzt. Obwohl das geringste Bildrauschen bei 100-200 ISO entsteht und es sich auch bei ISO 50 erhöht, halte ich diese Empfindlichkeitsstufe in einigen Situationen für sehr hilfreich. Hier sollten die meisten Hersteller unbedingt nachbessern. Ich würde sogar einen Bereich von ISO 25 bis 25.000 favorisieren.

Was tun, wenn man 500 mm bis 1000 mm für seine Vogel- oder Wild-Tier-Aufnahmen benötigt?

Besonders im langen Telebereich jenseits von 300 mm Brennweite sind gebrauchte Objektive sehr begehrt. Denn die allerwenigsten können und wollen Neupreise zwischen 5.000 und 13.000 Euro für ein Super-Tele bezahlen. Wie kommt man zum Super-Tele?

1. Eine Digicam mit Zoom bis in den Telebereich kaufen.
Keine schlechte Möglichkeit, aber man wird damit beim jetzigen Stand der Technik nie mit einem Spiegelreflex-Foto vom größeren Sensor mithalten können. Außerdem fehlen ein heller Sucher ohne Verzögerung, eine schnelle Reaktionszeit und natürlich die Lichtstärke. Aber zum Üben, für Reise-Eindrücke oder den Sonntagsspaziergang im Wald und für Teenager eine ganz phantastische Möglichkeit ihre Ideen in Bilder umzuwandeln. Mein Tipp Panasonic FZ1000.

2. Ein vorhandenes Zoom wie 70-200 mm; 70-300 mm oder 100-400 mm mit einem Konverter verlängern.
Gut gedacht, aber optisch meist nicht sinnvoll. Da Zooms ohnehin schon einen mehr oder weniger großen Kompromiss darstellen, treten mit einem Konverter noch stärkere Abbildungsfehler auf. Bei der Endbrennweite ist dann kaum mehr Auflösung als mit einer Digicam zu erwarten. Lohnenswert ist nur die Brennweitenverlängerung mit 1,4 x Konverter bei den lichtstarken Zooms 2,8/70-200 mm; 2,8/120-300 mm; 4,0/200-400 mm. Mit vertretbaren Einbußen sind manche 5,6/100-400 mm (Canon ISII, Fujifilm) auch noch mit 1,4 x Konverter einsetzbar. Vom Einsatz mit 2 Fach oder gar 3 Fach Konverter möchte ich bei Zoom-Objektiven ganz abraten! Dann wirklich lieber eine Digicam mit Stabilisator und Autofokus. Denn die Zoom-Objektive mit Endlichtstärke f: 5,6 können meistens mit Konverter nicht mehr automatisch scharf gestellt werden. Und manuelles Scharfstellen ist in diesem Brennweitenbereich sehr mühsam.

Nicht geeignet für Konverter sind:
6,3/50-500 mm Sigma;
5,6/70-300 mm Sony,
5,6/80-400 mm Nikon
6,3/100-400 mm Sigma
6,3/150-600 mm Tamron
6,3/150-600 mm Tamron,

Bedingt geeignet für 1,4x Konverter sind:
5,6/100-400 mm Canon
5,6/100-400 mm Fujifilm

Ganz anders sieht es da beim Olympus mFT-System aus, wo fast alle Telezooms auch mit 1,4 x Konverter noch brauchbare Ergebnisse zeigen.

Gut geeignet für Konverter sind daher:

2,8/70-200 mm aller Hersteller
4,0/70-200 mm Canon/Nikon
4,0/200-400 mm L IS Canon
2,8/120-300 mm Sigma
2,8/40-150 mm Olympus

3. Eine preiswerte Festbrennweite mit Konverter verlängern.
Wer ein 2,8/200 mm; 4,0/300 mm oder gar noch längere Festbrennweiten hat, kann diese auch mit sehr guten Bildergebnissen um den Faktor 1,4 x oder 2,0 mal verlängern. Festbrennweiten mit Lichtstärke f:5,6 sind hier jedoch wieder nicht geeignet, zumal sie keinen Autofokus mehr gestatten.

4. Ein gebrauchtes Tele mit 400-800 mm Brennweite kaufen. Achtung Canon-Nutzer:
Alle Teles der ersten L-Baureihe wie 1,2/85 mm; 1,8/200 mm; 2,8/300 mm; 2,8/400 mm; 4,5/500 mm; 4,0/600 mm werden mittlerweile schon seit mehr 10 Jahren nicht mehr hergestellt. Das bedeutet, dass es dafür keine Ersatzteile mehr gibt. Wenn der alte USM-Autofokus seinen Geist aufgibt, was nach intensiver Nutzung etwa alle 5-6 Jahre vorkommt, kann er nicht mehr repariert werden. Da die manuelle Fokussierung bei diesen Objektiven noch drive by wire (wie heute übrigens auch bei Olympus!) geschieht, also nur funktioniert wenn der USM-Motor funktioniert und mit Strom versorgt wird – ist nach einem Defekt überhaupt keine Scharfstellung mehr möglich! Und das Super-Tele ist dann wertlos! Auch Nikon und Pentax werden meist nur Ersatzteile für 10-15 Jahre bevorraten, aber deren alte Objektive waren weit weniger anfällig und können zur Not immer noch manuell fokussiert werden! Da Minolta schon seit etlichen Jahren keine neuen Teleobjektive mehr konstruiert hat und alles an Sony verkauft wurde, befürchte ich auch hier das die AF 2,8/300 mm Apo; AF 4,5/400 mm Apo; AF 4,0/600 mm Objektive nicht mehr lange repariert werden können. Bei Olympus fürchte ich in einigen Jahren die gleichen Probleme, denn der AF-Antrieb ohne SWD ist nur eine Krücke, ganz abgesehen von der geringeren Geschwindigkeit.

Gebraucht empfehle ich daher besonders folgende AF-Objektive:
Canon EF 2,8/300 mm L IS / L IS II
Canon EF 2,8/400 mm L IS / L IS II
Canon EF 4,0/400 mm DO IS II
Canon EF 4,0/500 mm L IS / L IS II
Canon EF 4,0/600 mm L IS / L IS II
Nikon AF-S 2,8/300 mm
Nikon AF-S 2,8/400 mm
Nikon AF-S 4,0/500 mm
Nikon AF-S 4,0/600 mm
Pentax FA 2,8/300 mm
Pentax FA 5,6/250-600 mm
Pentax FA 4,0/600 mm
Sigma Sport 4.0/500 mm
Minolta 4,5/400 mm
Minolta 4,0/600 mm

Patagonien mit Olympus

Wie kaum ein anderes fotografisches Gebiet lebt die Naturfotografie immer von vielen Details und stellt höchste Anforderungen an Fotograf und Equipment. Ein scharfes Tele-Objektiv ist nicht genug, es muß sehr scharf, sehr brillant sein, dazu konvertertauglich, hochwirksam bildstabilisiert und mit sehr schnellem Autofokus bei höchster Lichtstärke. Solche Objektive gibt es, sie kosten ab 8.000 € aufwärts. Wollen Sie für Ihre Leidenschaft weniger ausgeben, geht der Spießrutenlauf los.

Lichtstarke Zooms
Es gibt nur 5 lichtstarke Zooms, die schnell und hochauflösend arbeiten und auch noch wenigstens einen 1,4 x Konverter verkraften:
Canon 4,0/200-400 mm L IS + 1,4 x Ext.
Nikon 4,0/200-400 mm VR II
Olympus 2,8/90-250 mm
Olympus 2,8-3,5/50-200 mm
Sigma 2,8/120-300 mm OS

Noch einige Worte zu Natur-Fotos:

Tiere und ihre natürliche Umwelt werden von uns Menschen immer stärker und schneller verdrängt und vernichtet!

Unsere Bevölkerungsdichte ist zu hoch und unser „Konsumdurst“ schier unstillbar. Es gibt heute noch zu viele dumme und fahrlässige Menschen, die Müll oder gar Zigaretten achtlos wegwerfen, die sinnlos mit fetten Diesel-SUV durch die Gegend ballern, bei Aldi Lebensmittel in Plaste-Verpackungen kaufen! Sorglos und dumm vernichten wir den letzten Rest unserer natürlichen Umwelt, tauschen bedenkenlos Natürlichkeit gegen Luxus-Industriegüter ein. Viele Tiere haben den Rückzug angetreten. Deshalb wird es fast täglich schwerer, gute Aufnahmen von wild lebenden Tieren und scheinbar unberührter Natur zu bekommen. Landschaftsfotos werden schon überwiegend mit Filtern und anderen Tricks verfremdet, um überhaupt noch ansprechende Fotos zu erhalten. Richtiges „Wildlife“ gibt es auf diesem Planeten kaum noch. In Deutschland sind die Bedingungen für dieses Hobby besonders schlecht, denn bei uns lebt kaum noch ein Säugetier in wirklicher Wildnis. Deshalb beschränkt sich die Fotografie wildlebender Tiere praktisch auf die Macro- und Vogel-Fotografie. Wie die meisten meiner Kollegen sehe auch ich in der Tier- und Naturfotografie eine Möglichkeit, auf den Wahnsinn der Welt- und Tiervernichtung aufmerksam zu machen!

Womit ließe sich das besser erreichen als mit Fotos?

Fotos einer vernichteten und bedrohten Welt und Fotos einer scheinbar noch heilen, natürlichen Welt. Kameras sind immer sinnvoller als Gewehre, Fotos schaden nur, wenn sie verfälscht werden, oder wenn man sich, andere und die Motive einer Gefahr aussetzt. Dies geschieht leider häufig, da sich immer mehr Menschen mit einer Schnappschuss-Kamera an den Bären in Kanada oder auch ans heimische Vogelnest heranpirschen. Wenn jemand Spaß an Tier-Fotos hat, so stehen ihm heute alle Wege offen, es gibt sogar kompakte Digicams für unter 300 € die einen Bildausschnitt von 800 mm Brennweite erlauben (wenn auch wenig Bildqualität!). Jeder kann ein guter Beobachter der Natur werden und fast jeder kann sich dazu mit der bestmöglichen Fotoausrüstung ausstatten.

Fotografie ist heute mehr…

Ich schreibe hier immer über Fotografie, heute im Jahr 2017, kann jedoch auch ich kaum noch übersehen, dass die digitale Technik einen Trend ausgelöst hat, der von dem eigentlichen Fotografieren weg führt. Fotos werden zum großen Teil in einer Bildbearbeitung eines Computers erstellt. Wirklich gefallen will mir das nicht. Auch früher wurden bei Vergrößerungen ja schon Ausschnitte, Gradationen, Filter, Helligkeit, Kontrast, Einkopierungen und manches mehr vorgenommen, es ist heute dennoch etwas anderes. Es kann jetzt von einem Könner der den PC/Mac beherrscht, aus einem bedeutungslosen, nichts sagendem, technisch total misslungenen Bildchen ein künstlerisch spannendes und bewegendes, technisch ausgereiftes Foto gezaubert werden. Nur halte ich das eben nicht mehr für Fotografie! Denn hier wird nicht mehr mit Licht, gemalt, keine Kamera, kein Objektiv und keine lichtempfindliche Schicht benutzt. Hier findet keine „Berührung“ mehr mit dem Motiv statt. Es braucht aus meiner Sicht einen eigenen Namen, Digipainting, Pixxeling oder etwas anderes verrücktes. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich nutze auch den Mac und seine Möglichkeiten, aber ich nutze sie immer um eine bereits vorhandene, ausdrucksstarke Fotografie noch zu intensivieren – nicht um sie überhaupt erst zu schaffen. Daher bezieht sich alles was Sie bei mir Lesen immer auf Fotografie im eigentlichen Sinne, es geht mir immer zuerst um Motive, Licht und Objektive… erst am Rande sind für mich Kameras, Sensoren, Computer, Bildbearbeitungs-Software etc. interessant. Vielleicht hält mich mancher für arrogant und besserwisserisch, ich komme manchmal so an, ich kann das auch nicht völlig abstellen… denn ich bin jemand der fast immer genau weiß, was er will und meistens auch wie er es erreicht; jemand der sich wenig beirren lässt; jemand der seinen Weg geht!

Wege anderer sind bestenfalls interessant… ich hasse es andere nachzuahmen oder gar zu kopieren, ich übernehme nichts ohne es zu hinterfragen, zu durchleuchten…