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Kategorie ‘General’

5. Oktober 2016
Kaufgrund? Keiner? CANON EOS 5D Mark IV

Canon EOS 5D Mark IV zum europäischen Preis von 4070€

Canon EOS 5D4

Sie steht jetzt schon überall in den Fotogeschäften, ich konnte sie in Düsseldorf, Köln und Frankfurt, ja sogar in Neuwied in den letzten 2 Wochen in die Hand nehmen. Das ist eine sehr schnelle Verfügbarkeit, denn sie wurde erst kurz vor der Photokino vorgestellt.
Sie ist eine Verbesserung zur EOS 5D Mark III –
endlich besserer Dual-Pixel-AF – die Messfelder der 5DSR minimal weiter gefächert
immerhin mal 30 MP und eine bessere Dynamik,
Touchscreen, GPS und WiFi sind realisiert,
sie bleibt schnell und sehr robust, logisch und einfach zu bedienen und behält das beste, universellste Kamera-Bajonett am Markt.
Technisch schafft sie nur 7 Bilder pro Sekunde, ist 900g schwer und massig und der Monitor zeigt nur 1.6 MP Auflösung.
Canon reicht das, um dafür 4070€ zu verlangen.
Davon abgesehen, dass ich dieses Kameragehäuse im Canon-Portfolio mittlerweile für total überflüssig halte – was soll ich mit 30 MP wenn ich 51 MP haben kann? – bietet die Kamera einfach nichts was ich wirklich brauche und von einer modernen Kamera erwarte.
Jetzt einmal abgesehen vom besten Bajonett und Objektiv-System:
Nikon hat eine D810 mit 36 MP Sensor für 2600€, Pentax eine K1 für 2100€ und Sony eine spiegelfreie Alpha 7RII für 3500€ mit 42 MP. Alle diese Kameras geben dem Fotografen eine deutlich gesteigerte Dynamik und verfügen über besondere Eigenschaften. Alle sind beim Sensor überlegen und ein guter Fotograf kann mit allen diesen Kameras (und zahlreichen anderen) die besten Fotos seines Lebens realisieren.

Wenn Canon jetzt kleinlaut eine 5D4 zum Preis von 3000€ – der sich dann auf 2500€ einpendelt, daneben gestellt hätte – hätten viele freudig den Geldbeutel gezückt.
Oder wenn sich Canon endlich getraut hätte, den Spiegel weg zu lassen und einen Hybridsucher einzubauen,
oder zumindest einen voll beweglichen Monitor mit sehr schnellem Live-View,
oder eine Bildstabilisierung, die in 5 Achsen arbeitet und sogar die Sterne scharf bekommt,
oder eine Stacking-Funktion, die richtig hochauflösende Bilder erlaubt
oder eine Kamera mit Wechselgriffen und Wechselsucher
oder zumindest eine die 10 Bilder pro Sekunde schafft
… das und einiges andere mehr, wären Gründe genug gewesen vielleicht das Sparschwein zu kitzeln – aber sie hat nichts von alledem und ist somit völlig überteuert.

Mich hat sie letztlich dazu bewogen, es endlich wieder mal mit NIKON zu versuchen – trotz meiner sehr schlechten Erfahrungen und der ganzen Probleme die sich damit ergeben.
Schon beim Bajonett, wird mir bei jedem Objektivwechsel und vor allem mit Konvertern klar, warum Canon das beste System am Markt ist.
Ganz abgesehen von den vielen anderen Ungereimtheiten bei Nikon, dem schwachen deutschen Service, den hohen Objektivpreisen – aber Nikon baut derzeit sehr innovative Kameras, verbessert den AF erheblich und baut bewegliche Monitore (wenn auch mit erheblich langsameren Live-View) und ist sauschnell.
Als nächstes ist dann eine Nikon D820 absehbar, die den AF der D5 bekommt, den beweglichen Monitor und einen verbesserten Sensor mit 42 MP – und die ist schon 2017 denkbar – spätestens dann sieht Canon richtig alt aus.
Und wenn Canon nicht bald eine moderne Kamera zum nachvollziehbaren Preis bringt – baue ich Nikon weiter aus.

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Ich mag zu diesem Zwischenmodell von Canon ja eigentlich gar nichts weiter schreiben… ich probiere sie aus.
Aber sie ist eben zu diesem Preis gar nicht konkurrenzfähig.
Der Sensor ist immer noch nicht so gut wie er sein muss, schon eine Nikon D750 oder Sony Alpha 7II verweisen diese Canon auf einen hinteren Platz:
Sicher der Sensor in die Bildqualität sind bei weitem nicht alles und wer Canon gewohnt ist wird weder mit Sony-Spielzeug-Lego noch ernsthaft mit Nikon Spielzeug-Bajonett dauerhaft froh –
Dennoch, die allermeisten Canon-Fotografen werden dieses Kameragehäuse vermutlich einfach überspringen!
Und noch 2 Jahre warten. Als nächstes wird eine EOS 6DII kommen – die einmal mit guter Ausstattung zum Preis unter 2000€ konkurrenzfähig sein müßte und es ist sogar für Ende 2017 oder 2018 eine verbesserte EOS 5DSRII … denkbar – erst dann werde ich wieder Geld für das EOS-System ausgeben.
EOS-5D-MarkIV-EF16-35-28LIII-USM-3q-hiRes-e1472104087958CANON EOS EF 2.8/16-35 mm L IS II
eine gelungene, längst überfällige Neurechnung. Ich hätte mir allerdings ein 2.8/15-35 mm oder ähnliches gewünscht. Es fehlt ein Bildstabilisator!
Meine ältere Version hatte ich längst verkauft, sie hat mich schon an der 5DIII nicht mehr überzeugt und an der 5DSR sowieso nicht. Dieses neue Zoom werde ich mir nicht kaufen, ich brauche es zu selten und dafür ist es einfach zu teuer (2600€). Ich habe anstatt dessen das Canon EF 4.0/16-35 mm L IS – mit dem bin ich hoch zufrieden.

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CANON EOS EF 4.0/24-105 mm L IS II
eine gelungene, längst überfällige Verbesserung für 1250€. Ich hätte mir allerdings ein 4.0/24-120 mm oder besser 4.0/24-135 mm gewünscht.
Meine ältere Version hatte ich längst verkauft, sie hat mich schon an der 5DIII nicht mehr überzeugt und an der 5DSR sowieso nicht. Dieses neue Zoom werde ich mir so bald nicht kaufen. Ich habe anstatt dessen das Canon EF 2.8/24-70 mm L II.
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Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

 

3. Oktober 2016
Erwartung und Rechnung: microFourThirds-System

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Bei microFourThirds liegt der Schwerpunkt beim Erfinder Panasonic!
Als Panasonic Ende 2008 mFT Kameras G1 und GH1 einführte, war Olympus noch gar nicht am Start. Und die ersten Pen-Kameras dürften heute kaum noch im Einsatz sein, sie hatten Strom-Probleme und wurden warm, hatten keine Sucher – mit heutiges Kameras kaum zu vergleichen.
Panasonic ist weltgrößter Akku-Hersteller, dem Konzern gehören auch Eneloop und einer der größten Blitzgeräte Hersteller. Hier werden Sensoren hergestellt und fast alle Elektronik und Optik kommt aus eigenem Hause und Leica unterstützt mit erstklassischen Rechnungen.
Olympus produziert in China und fährt Preiskarussell.

Das ist natürlich zu einfach betrachtet – doch für viele bewahrheitet sich das letztlich in der Qualität und Haltbarkeit.

Ich bin nicht mehr wirklich froh, mit dem was Olympus für microFourthirds, vom Erfinder Panasonic, bisher geleistet hat. Und ich war auch nie wirklich zufrieden mit dem Autofokus den Olympus für die FourThirds-Objektive zur Verfügung gestellt hat.
Trotzdem sollten wir wichtige Innovationen und Denkanstöße von Olympus nicht vergessen:
Staubentfernung vom Sensor; Live-View; Filter in den Kameras; 5-Achsen Bildstabilisator in Kameras.

Ich selbst habe mich ein bisschen enttäuscht zurück gezogen. Ich hatte zuletzt die E-M5II, aber auch die hat mich im Vergleich nicht genug überzeugt und die Umstellung von anderen Kamera-Menüs auf das Olympus-Menü ist einfach zu nervenaufreibend. Man muß sich wenn ganz auf Olympus einwuchsen. Erst die E-M1II versöhnt endlich etwas, denn sie liefert jetzt endlich die Schnelligkeit, die wir alle vom Vorgänger erwartet hatten. Der Bildstabi bringt jetzt endlich volle Leistung und die Verarbeitungsqualität scheint auch merklich besser.
Das musst auch so sein, denn Panasonic bietet inzwischen eine spannendere GH5 und GX8 mit beweglichem Sucher und besserer Haptik, besserer Haltbarkeit, mit IS-Bildstabi, mit 4K zum guten Preis an. Sie haben 20 MP und den moderneren Sensor.
Ich habe zur Zeit von Olympus nur das einzigartige 2,8/12-40 mm PRO.
Von Panasonic habe ich weit mehr Objektive, die mich auch noch überzeugen:
3,5/8 mm – 1,7/15 mm – 1,7/42,5 mm – 2,8/45 mm Macro – 3,5-5,6/14-150 mm – 4,5-5,6/45-175 mm

Für die Fotografie, wie ich sie liebe, ist die Miniaturisierung und Gewichtsreduktion zum Problem geworden. Ich fotografiere nicht so sicher und nicht mit so konstanten Ergebnissen, wenn ich eine E-M1II mit einer Nikon D500 vergleiche. Die Olympus E-M1 wiegt mit Griff, 2 Akkus und SD-Karte 740g und das 2,8/40-150 mm bringt es mit Sonnenblende ohne Stativadapter auf 900g. Entspricht der Bildwirkung eines 5,6/80-300 mm bei Lichtstärke f:2,8. – 1640g Gesamtgewicht.

Die Panasonic GH5 dagegen bringt rund 100g mehr Gewicht (1730g) auf die Waage bei deutlich besserem Handling und mehr Akkukapazität.

Die Nikon D500 wiegt mit Griff und 2 Akkus = 1300g und das 2,8/70-200 mm noch einmal 1500g. Entspricht der Bildwirkung eines 4,0/110-320 mm bei Lichtstärke f:2,8. – 2800g Gesamtgewicht.

Mit der Olympus lassen sich 35% Gewicht sparen, bei ausgedehnter Schärfentiefe – was nicht selten ein Gewinn ist.

Die Kombination aus Kamera und Objektiv braucht eine beherrschbare Balance. Bei mir ist das Limit bei 2,5 Kilo schweren Objektiven an einer 1,5 Kilo schweren Kamera erreicht. Damit kann ich über den ganzen Tag fotografieren. Ab etwa 5 Kilo brauche ich dann zwingend ein Einbein-Stativ, vor allem wenn ich länger Motive verfolge.

Richtig gut gelungen sind folgende PANASONIC MFT-OBJEKTIVE:

2.8/12-35 mm
2.8/35-100 mm
3.5/8 mm Fisheye
1.7/15 mm Leica
2.8/45 mm Macro Leica
1.2/42.5 mm Leica
1.7/42,5 mm

Eine sehr gute Preis-Leistungs-Relation erhalten Sie mit:
3.5-5.6/14-140 mm Panasonic

Sehr gute Objektive, aber es gibt besseres:
2.0/12 mm
1.8/17 mm
2.8/40-150 mm Olympus Pro
4.0/300 mm Olympus Pro
4.0-5.6/100-300 mm

Die schnellste Kamera:
Olympus E-M1II
Panasonic GH5

Die beste Kamera:
GH5- GX8

Panasonic hat die Power auch ins Vollformat mit neuen Objektiven einzusteigen. Aber genauso wie Olympus, hat Panasonic nach nur 2 Kameras das FT-System aufgegeben.

Doch Panasonic hat es schwer, schon gegen die modischen Kameras von Sony und aus reiner Bildsensor-Sichtweise – noch schwerer gegen Fujifilm. Denn letztere schaffen es durch den kleinen Sensor mit hochlichtstarken, extrem guten Objektiven und rauschärmsten Sensor – eine sichtbar bessere Bildqualität und Bildsprache zu liefern ohne so kostspielig zu sein wie Olympus. Und Fuji zeigt weit bessere Materialien und mehr Liebe zum Detail. Und Olympus hat Glück gehabt, das Samsung aufgab.

Der Unterschied zwischen Olympus und Panasonic?
Ist im Grunde ganz einfach: Made in China (Olympus) im Vergleich zu Made in Japan (Panasonic).
Vergleichen Sie mal ein 45 mm Olympus gegen ein 42,5 mm Panasonic, dann fühlen Sie sofort was ich meine, Plaste gegen Metall.
Das ist nur ein Beispiel. Seit 2008 habe ich Panasonic mFT und seit 2009 Olympus mFT und da werden viele Unterschiede deutlich und ich weiß heute ganz genau, warum ich von Olympus nur noch das allernötigste haben möchte (wie ein 2.8/12-40 mm) – technische Ideen sind alleine keine Lösung, Produktionsqualität will ich trotzdem auch haben.

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Veröffentlicht in General, Kameras im Test

 

28. September 2016
Canon EOS 80D Praxiseindrücke

8290589291Canon EOS 80D wie gehabt mit Blitz und mit beweglichem Monitor, die einzige komplett ausgestattete Halbformat-Kamera von Canon.1200€ für 7 Bilder pro Sekunde, was will man mehr?

Ein neues 3.5-5.6/18-135 mm mit Power-Zoom-Adapter (für die Filmer mit leisem motorischem Zoom) ist auf dem Weg. Nikon’s Zahlen schwächeln (die Produkte nicht!), die Zahlen von Sony können nicht schrecken und Canon braucht neue Kaufanreize für die Kunden. Auch eine EOS 6DII sollte vor Sommer folgen.
Leider geht nur Canon den Schritt von Nikon noch nicht mit und stärkt mal endlich sein EFSs Objektiv Portfolio, ein 2.8-4.0/15-80 mm IS fehlt dringend – da hat Nikon ein wichtiges und sehr gutes Objektiv voraus.
Das Gehäuse bleibt weitgehend gleich, mit beweglichem Monitor.
Neu sind:
+ 24 MP Dual-Pixel-CMOS Sensor
+ 7 Bilder pro Sekunde mit AF
+ 100-16.000 ISO einstellbar
+ 100% Glas-Sucher
+ voll beweglicher Touch-Screen 3″
+ schnellster Live-View AF über Monitor aller Kameras
+ erstmals gut Filmtauglich
+ HDR, WiFi, NFC
+ immerhin 27 Kreuz-AF Sensoren die bei f:8 noch fokussieren können
+ 44 AF-Felder
+ Weißabgleich mit Priorität weiß, gegen zuviel Rotanteil
+ Anti-Flacker Funktion bei Hallenlicht

Schatten:
– kein AF-Messfeld Joystick zur schnellen Bedienung
– keine iTR – Motivverfolgung
– eingeschränkte Motiverkennung
– kein GPS
– alles aus Polycarbonat (Nikon Carbon, alle anderen Metall)
– 1285€ Gehäuse alleine

Damit lässt sie eine Nikon D7200 im Regen stehen, die Sony Alpha 77II ist ohnehin schon längst abgesoffen.

In der Praxis lässt sich damit leise, schnell und unauffällig fotografieren. Die Ergonomie ist gewohnt ausgereift und sie liegt satt in der Hand und braucht nicht zwingend den Zusatzgriff.
Nur der Sensor, der kann mich wieder nicht überzeugen. Wenn ich parallel die gleichen Motive mit Nikon DX fotografiere, ist die bessere Bilddynamik, die feinere Zeichnung in Wolken und anderen Strukturen sehr deutlich zu sehen. Da bleibt Canon einfach sehr blass und jeder ist von einer umfangreichen RAW-Bearbeitung abhängig.

Auch das Bildrauschen ist im Vergleich zu einer D7200 oder gar D500 von Nikon eher blamabel. Also jenseits 3200 ISO möchte man die 80D nicht nutzen.
Kamera top – Sensor Flop.
Ich muß mir eingestehen, ich arbeite viel lieber mit der 5DSR und mache dann nach belieben Ausschnitte, als mit der 7DII oder der 80D.

Wo sie wirklich Vorteile bietet ist für den Macro-Bereich. Denn endlich ist der Monitor voll beweglich und der AF-Punkt lässt sich auf dem Monitor schnell und zielgerichtet setzen, so machen Macros spaß. Selbst im AF-C mit Nachführung bei bewegten Blumen im Wind kann sie gut mithalten.
Inzwischen gibt es mit gleichem Sensor auch die abgespeckte Variante EOS 77D und die EOS M5 und M6. Die 7DII verliert für mich brutal gegen die D500 und auch gegen die 80D kann sie kaum noch wirklich überzeugen.
Also bis Canon da etwas Neues zeigt, ist die 80D die beste Wahl.
Auch im Vollformat tut sich ja bei Canon erst mit Erscheinen der 6DII etwas wirklich Neues.
Abwarten…

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Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht