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Kategorie ‘General’

21. Februar 2013
Neues im Halbformat – Nikon D7100 und Sony Alpha 58

Liebe Blitz-Licht Leser

die neuen Nikon und Sony Halbformatkameras (APS-C) sind verspätet vorgestellt worden.
Canon folgt sicher in einigen Tagen mit einer 70D.
Letztes Jahr haben die neuen Vollformatkameras dominiert, dieses Jahr werden auch die Halbformatkameras runderneuert.
Bemerkenswertes dazu:
Rein technisch sehe ich Sony jetzt mit deutlichem Vorsprung – sowohl Alpha 77 als auch die neue Alpha 58 haben mit elektronischem Sucher, beweglichem Monitor, schnellem Live-View AF, AF bis 10B/Sekunde ein ganz neues, vielversprechenderes Konzept – dass Nikon und Canon fehlt.
Sony hat aber auch das Stahlbajonett gegen ein bisher ungeliebtes Polycarbonat-Bajonett ersetzt. Außerdem wurde der Monitor verkleinert (2,7″) und seine Auflösung im Vergleich zur Alpha 57 halbiert.
Sony fehlen noch weitgehend die für mich essentiellen Objektive mit schnellstem AF und bezahlbar.
Sony hat da große Lücken, oder ist wie bei 5,6/70-400 mm – 2,8/300 mm – 4,0/500 mm – viel zu teuer.
Neueste Sony Technik gibt es bei mir zum fairen Preis – einfach E-Mail genügt.


Beide Profi-Anbieter reiten die Spiegelreflextechnik zu Tode, quetschen jeden Euro aus ihren alten Entwicklungen und bringen nichts wirklich neues oder gar innovatives.
Allerdings, wer seinen Glas-Sucher liebt – bekommt ihn dort noch.
Mir persönlich sind die Vorteile der elektronischen Sucher wertvoller als der bessere Einblick – aber das kommt darauf an, was man wie fotografiert.
Und ich habe natürlich weiterhin eine Vollformat mit Glasprisma im Einsatz – wenn das Licht zu schlecht oder die Action zu schnell wird.
Nikon löst mit der D7100 für rund 1180€ die betagte D300s und die D7000 ab – es wird also keine D400 mehr geben – so sah es bei Ankündigung aus, jetzt rudert Nikon Europe schon zurück und sagt plötzlich – die D7100 sei nicht die Ablösung für das DX-Premium-Modell D300s.
Wenn mein bericht mit dazu beigetragen hat, die Entscheidung zu überdenken, freut mich das 🙂
Vielleicht hat aber auch die Spionage-Abteilung spitz bekommen, dass Canon an Plänen für eine Eos 7D II festhält – dann braucht Nikon natürlich eine D400…
Oder es war ein Versuchsballon um zu sehen, ob überhaupt noch eine D400 verlangt wird… Nikon Marketing!
Die D7100 ist mit 24 MP jetzt das DX-Flagschiff. Professionellere Kameras gibt es nur noch mit Vollformat-Kleinbild.
24 MP sind sehr viel auf Halbformat – das entspricht 56,4 MP auf Vollformat – die Kameras verlangen also von den Objektiven und Fotografen noch erheblich mehr als die D800!
Das sollten Sie nicht übersehen – kurze Zeiten, Stativ – neueste Objektive sind da Pflicht, wenn man Schärfe sehen will.
Objektive weiter als f:8 abblenden wird dann schon kritisch und große Blendenöffnungen ebenfalls – es bleibt ein Bereich von f:2,8 – f: 8,0 bei Festbrennweiten und f: 4,0 – f: 8,0 bei Zoomobjektiven – alle anderen Blenden nur mit reduzierter Auflösung.
Nur einen Ausweg gibt es eben nicht.
Die beste Nikon-Kameras aus meiner Sicht sind:
D3x
D3s
D700
Die D300s und D300 und D90 und D600 sind nicht Stand der Technik.
Damit gelingen gute Fotos – ganz ohne Frage – aber wenn ich jetzt bei Nikon einsteigen müßte, dann nur mit D700 und D7100 oder mit D3x wenn ich entsprechende Aufträge habe.
Sie hat endlich einen verbesserten AF mit 51 Messfeldern und großzügiger Verteilung und sogar zusätzlich Faktor 1,3x –
das bedeutet: sie bietet dann praktisch Faktor 2x (wie mFT) bei 15 MP und 7B/Sekunde.
Also Nikon kommt endlich auf den Fourthirds-Dreh – hat ja lange genug gedauert.
Leider hat Nikon aber wieder den beweglichen Monitor mit schnellem Live-View-AF vergessen, GPS und WIFI gibt es auch nicht.
Nikon-Fotografen, die kompakter und leichter unterwegs sein wollen, gerne Motive in größerer Entfernung fotografieren und mit Teles arbeiten,
werden die D7100 brauchen oder weiter auf eine D400 warten müssen. Und können sie auch ab jetzt (lieferbar ab Mitte März) bei mir bestellen.

Canon wird vermutlich jetzt rascher als gewollt die 70D Schublade öffnen und bald kontern.
Vermutlich mit schnellerer Serienfunktion und wieder mit beweglichem Monitor – denkbar,
dass auch Canon die 7D Baureihe nicht fortsetzt und dafür die 6D preislich in Richtung 1500€ nachgeben lässt.
Eine 70D bringt dann nur noch den Televorteil.
Wichtig wäre in jedem Fall eine Eos MS mit Sucher und schnellem AF und eine Nikon DX1 mit Halbformat-Sensor – aber das dauert noch.
Ich habe inzwischen viel Praxis mit den neuen Modellen, Panasonic G5 – GH3 – Sony Nex 6 – Nex 7 und Olympus OM-D –
selbst wenn der Suchereinblick nicht jedem passen wird – würde ich als Kamera des Jahres 2013 ganz klar die Panasonic GH3 setzen – vor allem mit den 2,8/12-35 mm und 2,8/35-100 mm –
daneben sieht jede Nikon- oder Canon-Ausrüstung alt aus und zu schwer und zu groß.
Die Nex 6 ist auch überraschend gelungen (größte Schwäche: der Sucher) und das 4,0/10-18 mm Superweitwinkel ist bisher nach dem 4,0/7-14 mm Olympus das absolut beste Weitwinkelzoom – was ich je zum testen hatte. Sogar noch etwas vor dem ebenfalls sehr guten 4,0/7-14 mm Panasonic und deutlich vor einem Nikon 2,8/14-24 mm, Canon 2,8/16-35 mm oder Zeiss 2,8/16-35 mm.
Manchmal ist kleiner auch einfach besser – denn den neuen Kamerakonstruktionen stehen ganz andere optische Möglichkeiten offen.
Sobald die Canon 70D offiziell ist stelle ich neue Berichte Online .
Was lohnt sich jetzt zu kaufen bei Nikon:
Kamera:
Nikon D7100
oder Nikon D800
Objektive Halbformat:
Sigma 3,5/10-20 mm
3,5-5,6/18-200 mm VR II
1,8/35 mm
Objektive Vollformat:
4,0/16-35 mm VR
4,0/24-120 mm VR
4,0/70-200 mm VR
Sigma 6,3/50-500 mm OS
Sigma 2,8/120-300 mm OS
1,8/85 mm
2,8/105 mm Macro VR
Sigma 2,8/150 mm OS
Welche Nikon-Kameras sind weiterhin sehr gut?
Nikon D700
Nikon D3s
Nikon D3x
(Nikon D5200)
Nikon D300s; D7000; D90 und ältere Modelle würde ich heute nicht mehr verwenden wiollen oder allenfalls preisorientierten Einsteigern empfehlen.

Was lohnt sich jetzt zu kaufen bei Sony:
Kamera:
Sony Alpha 58
oder Alpha 77
Objektive Halbformat:
Sigma 3,5/10-20 mm
2,8/16-50 mm
Tamron 3,5-6,3/18-270 mm VC
1,8/35 mm
Objektive Vollformat:
2,8/16-35 mm
2,8/28-75 mm
2,8/70-200 mm
4,0-5,6/70-400 mm G SSM II
Sigma 6,3/50-500 mm OS
Sigma 2,8/120-300 mm OS
Sigma 2,8/150 mm OS
Welche Sony-Kameras sind weiterhin sehr gut?
Sony Alpha 580
Sony Alpha 57
Alle älteren Modelle würde ich heute nicht mehr verwenden wiollen oder allenfalls preisorientierten Einsteigern empfehlen.
Neueste Kameras und Objektive – sowie von mir geprüfte – gebrauchte Ware zum Kauf – bekommen Sie jederzeit von mir – E-Mail genügt!
Ich wünsche einen baldigen Frühlingsstart – machen Sie die Macros- scharf!
Sehr bemerkenswert:
Sony SAL 4,0-5,6/70-400 mm G SSM II
vierfach schnellerer Autofokus (vermutlich jetzt endlich Canon Niveau!) 1500g – 20 cm lang – endlich in weiß und besseres Finish –
aber: 2200€ Preisempfehlung und damit 800 zu teuer.
Ich werde es in jedem Fall sofort an den neuesten kameras in der Praxis testen – ob Sony jetzt endlich bei bewegten Motiven mithalten kann.
Bisher ist hier Canon mit dem 5,6/100-400 mm ungeschlagen. Nikon fehlt ein schneller AF beim 5,6/80-400 mm ja auch noch.
 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht

 

16. Februar 2013
Canon EF 4,0/24-70 mm Macro – entpuppt – Canon-Vergleich: lichtstarkes Standard-Zoom

Lichtstarkes Standard-Zoom

Alle begehren ein 2,8/24-70 mm – alle außer mir. Für mich ist das nur eine Notlösung. F:2,8 ist zwar für Porträts- Reportage- und Hochzeiten angenehm und immer noch wichtig aber f:4,0 würde bei den neuesten Canon-Kameras bei ISO-Empfindlichkeiten bis 100.000 und mehr oft ausreichen und unschärfere Hintergründe lassen sich auch in der Nachbearbeitung schon erreichen. Und wenn ich eine geringe Schärfentiefe brauche, setze ich ihnehin ein 1,2/85 mm , mit seinem ganz eigenen Zauber ein. Doch die Vollformat-Verliebten sind nicht zu begehren – ein 2,8/24-70 mm ist das Wunschziel. Objektive die bei 28 mm Brennweite beginnen, sind heute kaum noch gefragt und lassen sich allenfalls noch als Kit-Objektiv verkaufen, denn schon die Kompakt-Kameras und Superzoom-Kameras bieten heute fast alle 24 mm oder gar 20 mm als Ausgangsbrennweite. Als ein Profi ist nur, wer ein 2,8/24-70 mm in seiner Fototasche hat. Doch Canon wollte endlich auch einmal wieder eine kompaktere Alternative bieten – das 4,0/24-70 mm L IS klingt vernünftig und hat den geliebten Bildstabilisator.

Ein Preis von 1450€ für ein 4,0/24-70 mm erschien mir aber gleich verdächtig. Teurer als ein 4,0/24-105 mm und beinahe so teuer wie ein 2,8/24-70 mm L II – da fragte ich mich unweigerlich ob Canon vielleicht die 1 aus Versehen davor gefügt hatte, denn 450€ erscheint mir durchaus realistisch für ein 4,0/24-70 mm.
Das 4,0er ist nicht wirklich kompakt (9,3 cm lang) und mit 600g Gewicht auch kein leichtes Objektiv. Warum sollte ich mir das kaufen?
Ach ja – weil ich richtig tolle Fotos ja nur mit Vollformat bekomme und  mit Vollformat-Kameras fotografieren und reisen muss.
Könnte ich tun – eine sehr leistungsfähige Eos 5D3 ist ja vorhanden.
Es gibt jedoch jetzt ein Panasonic 2,8/12-35 mm (2,8/24-70 mm) mit halbierten Gewicht – bei doppelter Lichtstärke –  2 cm kürzer und mit sehr gutem Abbildungsmaßstab bis 1: 2,9  (bezogen auf Vollformat).
Und im Test zeigte sich, Panasonic schafft die Auflösung locker auch und übertrumpft sie sogar – wenn man mal von 16 MP Sensorauflösung ausgeht.
Mit dem 12-35 mm am mFT Sensor gewinne ich außerdem eine Blende Licht und gewinne eine deutlich vergrößerte Schärfentiefe – die aber immer noch gering genug ist um Porträts aus der nähe wunderbar frei zu stellen.

Der Image Stabilizer (IS) ist mit 4 Stufen bei unserem Test auch tatsächlich effektiv. Wir konnten bei 70mm frei aus der Hand mit 1/4 Sekunde noch scharfe Aufnahmen erzielen, während das ohne IS nur bei rund 1/60 Sek. gelang. Im Makromodus ist der IS allerdings weniger effektiv, einen Statilisierungsvorteil kann man hier dank Hybrid-Technologie aber noch immer erzielen (etwa 1 – 1,5 Stufen).
Der Lieferumfang ist typisch für ein L-Objektiv incl. Transportbeutel und Streulichtblende ausgeführt. Ein Staub- und Spritzwasserschutz wird durch eine Gummimanschette am Bajonet-Anschluss realisiert.
Das Objektiv bietet – wie alle Canon-Standardzooms – zwar eine Innenfokussierung (gut für Polfilter) aber leider keinen Innenzoom. D.h. die Baulänge vergrößert sich, wenn man zoomt bzw. in den Makromodus wechselt. In Zwischenzoomstufen hält der Tubus erfreulicherweise ohne zu verrutschen, wenn man gegen den Zenit oder in den Bodenbereich schwenkt. Das ist auch am Canon 24-70mm/2,8L USM II der Fall, bei den anderen L-Standardzooms kann der Tubus jedoch in Zwischenzoomstufen verrutschen und die Position verlieren.

Macro?
Die Macro-Funktion des Canon bis 1:1,4 klingt sehr vielversprechend, doch ist sie aus den 80iger Jahren geklaut  und nur durch Drehen und Schieben etwas fummelig zu erreichen. Der Brennweitenring muss zuerst über 70 mm hinaus gedreht werden und gleichzeitig den Macro-Schieber in Position schieben. Erst dann wird der Macro-Modus benutzbar. Also erst den Nippel durch die Lasche ziehen…

Und dann ist die Abbildungsleistung enttäuschend – einen Vergleich mit Macro-Objektiven kann es auch abgeblendet nicht standhalten. Genau gesagt
Die Scharfstellung funktioniert dann von rund 2 cm bis etwa 4 m (Frontlinse-Motiv). Bei nur 2 cm Distanz ist 1:1,4 nutzbar und das spezielle Macro-Objektive wäre überflüssig. Doch außer der extrem geringen Arbeits-Distanz (führt meistens zu Abschattungen und verscheucht viele Motive) ist auch die Abbildungsleistung mit dem 2,8/100 mm L IS Macro oder dem preiswerteren 2,8/100 mm Macro nicht zu vergleichen. Sie kommen nah ran – aber hochauflösende und kontrastreiche Fotos sind kaum möglich.

 

Auflösung
Wer rund 1.400 Euro hinblättern soll, erwartet natürlich eine hohe Abbildungsleistung selbst an Vollformatsensoren bis in den Randbereich. Leider erfüllt das Canon 24-70mm/4,0L IS USM diese Erwartung nicht in vollem Umfang. Es bietet zwar schon bei Offenblende eine praxistaugliche Auflösung, steigert sich aber abgeblendet vor allem in der Startbrennweite nicht mehr, sondern fällt sogar in der Auflösung ab. Ein Canon 24-70/2,8 (I oder II) bietet eine noch höhere Auflösung und vor allem im Randbereich noch mehr Schärfe, sogar schon bei der noch lichtstärkeren Offenblende. Denen fehlt allerdings der Bildstabilisator. Auch das Canon 24-105/4,0L IS USM ist insgesamt noch einen kleinen Tick schärfer, bietet mehr Brennweite, dafür ist der Bildstabilisator eine Stufe weniger effektiv (nur 3 statt 4 Stufen).

Standard-Objektiv-Alternativen & Fazit
Am APS-C – Halbformat-Sensor:

Ich sehe immer wieder Canon-Fotografen mit Eos 7D; 60D oder gar 650D Kameras die ein 4,0/17-40 mm oder 4,0/24-105 mm nutzen und auf eine Vollformatkamera sparen. Damit geht der echte weite Bildwinkel eines 24 mm verloren – selbst mit dem 16-35 mm wäre nur eine vergleichbare Wirkung eines 26 mm Objektives erreichbar.
Die Taktik ist immer wieder – Halbformat ist ja nichts Gutes, wir warten auf bezahlbare Vollformat. Das ist natürlich Quatsch – zumal es Vollformat in diesem Sinne ja nicht gibt – das wäre ja dann 18×24 cm Planfilm oder noch mehr.Gemeint ist Kleinbildformat – weil die Fotografen hoffen, dass sie dann endlich fantastische Fotos bekommen. Fantastische Fotos sind aber inzwischen auch mit dem Handy möglich – also die technische Bildqualität wird nicht mehr von der Sensor-Größe bestimmt – das Thema ist endgültig vom Tisch. Eine Auflösung von 18 MP bringt an der APS-C Kamera 7D keine schlechteren Fotos als an der Eos 6D mit 22 MP. Lediglich bei wenig Licht kann das Bildrauschen früher störend auffallen – doch wie oft fotografieren wir bei über 1600 ISO?
Wenn Sie eine EOS-Kamera mit Halbformatsensor richtig einsetzen wollen – brauchen Sie das sehr gute 3,5-5,6/15-85 mm USM IS (24-136 mm vergleichbar). Die 4,0-5,6/17-85 mm USM IS und 3,5-5,6/18-135 mm IS zeichnen sichtbar kontrastärmer und weniger scharf. Jedes andere Vollformatobjektiv, wie 16-35 mm; 17-40 mm; 20-35 mm; 24-70 mm; 24-85 mm; 24-105 mm etc. wäre ebenfalls dem 15-85 mm an Halbformatkameras sichtbar unterlegen. Das 2,8/17-55 mm kann mechanisch auf Dauer nicht jeden überzeugen, optisch ist es ab f:4,0 durchweg sehr gut.

Am Vollformat-KB-Sensor:
Die Abbildungsleistung und mechanische Qualität des neuen 4,0/24-70 mm L IS USM ist etwa auf einer Höhe mit dem 15-85 mm IS USM. Optisch wäre mehr drin gewesen, immerhin sind Farbsäume, Vignettierungen und Verzeichnungen nur gering ausgeprägt. Aber die Auflösung hätte bei dem Kaufpreis doch höher sein dürfen. In der Alltagspraxis sind aber kaum Einbussen wahrnehmbar, selbst wenn bei 100%-Ansicht kritisch prüft. Der Makromodus ist verlockend, bietet aber wie beschrieben mehr Nachteile als Vorteile. Immerhin ist die Option klasse, wenngleich er ein echtes Makro vor allem auch bei Lebendmotive wegen der geringen Nahdistanz oft nicht zu ersetzen vermag. Die Frage, ob man sich für rund 900 Euro ein Canon 24-105mm/4,0 oder das 24-70/4,0 zulegen sollte ist nicht ganz einfach zu beantworten. Das Canon 24-70/4,0 ist etwas leichter (600gr statt 670gr), etwas kürzer gebaut, hat eine Stufe mehr beim IS und hält auch ausserhorinzontale Zwischenzoomstufen. Dazu kommt noch der spezielle Makromodus. Das 24-105mm/4,0 hat dafür etwas mehr Brennweite, ist optisch noch einen Tick höher auflösend und ist günstiger. Und zum günstigeren Preis gibt es für unter 1000€ das sehr gute, bildstabilisierte Tamron 2,8/24-70 mm VC. Sein Abbildungsmaßstab beträgt 1:5, es ist 825g schwer und rund 11 cm lang – diese Daten sind absolut vergleichbar mit denen des neuen Canon 2,8/24-70 mm L II ohne IS-Bildstabilisator. Das Tamron ist sichtbar etwas schwächer in der Bildqualität als das doppelt so teure Canon 2,8er aber durchaus etwas schärfer und kontrastreicher als 4,0/24-105 mm und 4,0/24-70 mm.

Wem der Bildstabilisator und Makromodus nicht wichtig ist und auch 200gr an Mehrgewicht noch verkraften kann, ist bei einem 2,8/24-70 mm Tamron oder gar 2,8/24-70 mm L II Canon besser beraten. Ein so teures 4,0/24-70 mm braucht der Fotomarkt letztlich nicht. Es hätte zumindest eine spannendere Brennweite haben müssen – 4,0/20-80 mm oder 4,0/24-100 mm. Selbst Nikon hat wenigstens ein 24-85 mm. Auch als besonders kompakte, besonders scharfe oder besonders preiswerte Alternative kann es den Markt nicht bereichern. Der Oldie 3,5-4,5/24-85 mm USM war früher eher wenig befriedigend – dank eigenem DPP Profil kann das alte Zoom aber inzwischen wieder ganz gut genutzt werden – nur an die Abbildungsschärfe des 4,0/24-70 mm L IS reicht es nicht heran.
Canon hat nur endlich eine Schwäche im Weitwinkelbereich ausgemerzt – denn Nikon und zuletzt auch Sony waren mit ihren 2,8/24-70 mm und 2,8-4,0/24-85 mm immer optisch im Vorteil.

Jetzt fehlt, dass Canon seine Schwächen beim 2,8/16-35 mm und beim 4,0/17-40 mm beseitigt. Ich würde eine Konstruktion 4,0/14-28 mm L USM oder gar 4,0/14-36 mm bevorzugen. Die Notwendigkeit für f:2,8 sehe ich im Superweitwinkelbereich nicht mehr und die Konstruktion des Nikon 2,8/14-24 mm ist mir viel zu groß und zu unhandlich (970g – 13 cm lang und die Frontlinse ist sehr empfindlich für Staub, Tropfen, Fingerabdrücke und Beschädigungen. Es ist 10cm dick – so etwas will ich nicht in meiner Fototasche haben.
Ich fürchte aber Canon wird dem nacheifern – sie lassen sich aber schon lange Zeit damit.

Wer viel Lichtstärke braucht kommt am Canon 2,8/24-70 mm oder Tamron 2,8/24-70 mm VC nicht vorbei.
Wer auf den Preis schaut findet im 3,5-4,5/24-85 mm auf dem Gebrauchtmarkt für rund 200€ die preiswerteste Alternative. Um 700€ werden dann schon 4,0/24-105 mm Zooms gehandelt und auch das Sigma 2,8/24-70 mm ohne Bildstabilisator ist eine mechanisch und optisch sehr gute Alternative. Letztlich sehe ich keine Notwendigkeit und keinen Vorteil für das neue 4,0/24-70 mm L IS – der Preis von 1400€ macht es überflüssig – allenfalls für 700€ könnte es reizvoll sein.

Canon Objektiv Profile für die Eos-Kameras:
Für folgende Objektive sind Profile in die Eos 5D3; 6D und Eos 1Dx in der Kamera verfügbar:

Zusätzlich werden in der DPP-Software von Canon viele weitere Profile angeboten:

Wann bevorzuge und brauche ich welches Standard-Zoom?

Für die Hochzeit und Presse-Termine:
Canon Eos 5D3 und Tamron 2,8/24-70 mm VC

Für Reisen und Städte-Ausflüge:
Panasonic GH3 mit Lumix 2,8/24-70 mm OIS  (oder Olympus OM-D)

Für Qualitätsfans:
Canon Eos 5D3 mit Canon 2,8/24-70 mm L II USM (oder Nikon D800 mit 2,8/24-70 mm
oder Sony Alpha 99 mit Zeiss 2,8/24-70 mm)

Kompakt und immer dabei:
Panasonic LX7 (1,4-2,3/24-90 mm OIS) oder Sony RX100 (1,8-4,9/28-100 mm)
oder Olympus XZ-2 (1,8-2,5/28-112 mm)

Die Kamera mit allen Möglichkeiten für moderne Reisefotografie und Pressefotografie sieht heute so aus:

Panasonic GH3 mit 2,8/12-35 mm OIS

 

Veröffentlicht in General, Objektive im Test

 

1. Februar 2013
Canon EOS – Future?

Canon geht zur japanischen Hausmesse ohne neue Kamera mit Wechselbajonett – ohne neue EF-Objektive.

Der Chef spricht davon, dass man noch nicht ganz zufrieden ist mit dem Verkauf der EOS M –

dass es in der Zukunft eine EOS 70D geben wird.
Kein Wort über eine EOS 7D II oder eine EOS 700D.

Die 7D soll offensichtlich durch die 6D ersetzt werden und APS-C wird mit einer 70D im Preisniveau 1000€ weiter geführt. Die EOS M soil die 650D und 1100D ersetzen.

So weit so gut, aber wo bleibt die 70D? Herbst, Winter, 2014?
Welchen Sensor wird sie bekommen, welchen AF, wie schnell wird sie sein?

 

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