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Filo Rings

Kategorie ‘Kameras im Test’

20. Dezember 2020
Canon EOS R6


Heute haben meine kleinen Nuss-Freunde und ich die R6 leer geschossen!

ERGÄNZT 20.Dezember
weil jetzt immer mehr Anfragen kommen – und ich am Atlantik weile und hier kaum die technischen Möglichkeiten habe, den Bericht schnell ins Reine zu schreiben und zu ordnen – deshalb hier leider mit einigen Wiederholungen und Lücken… aber immerhin Lesestoff!
Ab Oktober gibt es R5 und R6 und 800 mm und Sony und Olympus bei mir zum Testen und in privaten Einzelworkshops und ich bitte jeden um Unterstützung und auch darum anstehende Käufe und Schulungen bei mir zu tätigen.
Dadurch werde ich nicht reich und ihr Stammhändler nicht arm – aber ich habe dann einen besseren Standpunkt bei den Herstellern, weil ich dann nicht nur als Meckerziege sondern auch als Verkäufer und Technikvermittler gesehen werde!
Und – bedenken Sie, wenn sie von DSLR kommen, sie müssen beim AF komplett neu lernen. Lassen Sie mich ihre neue Kamera und Ausrüstung auf ihre Motive, Licht und Arbeitsweise anpassen!
Vielen Dank für das lange Vertrauen!

Canon R6

Ich habe die EOS R6 mit dem lichtschwächeren 24-105 mm bestellt. Das ist für mich eine logische Wahl, weil es das Objektiv für 350€ dazu gibt (mehr ist es auch sicher nicht wert – 300€ scheinen mir allenfalls realistisch).
Die Kamera kommt im großen, schwarzen Karton und enthält drei Plastikschalen – Canon das muß nicht sein!
Die 2600€ teure Kamera wird eingestellt auf P – Programmautomatik ausgeliefert – für eine so teure Pro-Kamera finde ich das schon lächerlich, dies und das vorhandene grüne A zeigen mir, dass es sich doch nur um eine Amateurkamera handeln muss. Dazu kommt, Canon hat bis heute ein Problem damit, Räder gegen unbeabsichtigtes Verdrehen zu sichern. Also darf der Nutzer ständig das Belichtungsmenü kontrollieren – das ist lästiger Kinderkram! Denn ich würde diese Kamera mit Einstellung M ausliefern – es gibt heute nur noch wenige Situationen und Motive die ein Programm erfordern. Das von Pentax geklaute FV-Programm fand ich in seiner Einstellung und der ständigen Beobachtung im Sucher eher lästig.
Sie hat jetzt schon ihren Titel weg, „Baby-1DX“ – doch ein fast gleichwertiger Sensor und eine schnelle Bildfrequenz wie die Pro-Maschine, rechtfertigen den Titel noch längst nicht.
Auf der anderen Seite steht für mich seit Jahren fest, das die EOS 1DX wie die Nikon D6-Baureihen, für die allermeisten Motive und Situationen ausgedient haben. Die R6 ist erheblich kleiner, leichter und auch sehr schnell. Aber die 2600€ VK zeigen auch, das sie im Herzen des Canon-Portfolios eher eine Sonntag-Nachmittag-Familien-Knipskiste wie die EOS 6, ist – und kaum eine Hochleistung-Sport-Maschine.
Der 2000€ Sprung zur R5 ist heftig und eine R5s wird noch einmal einiges mehr kosten. Und irgendwann kommt dann eine R1 für 8000+€. Die Lücke zwischen R6 und R5 ist viel zu groß – vor allem preislich. Die R6 wäre besser eine 32 MP Kamera mit Info-Display und noch besserem AF geworden. So wie sie jetzt ist, wäre sie bei 2000€-1500€ passend angesiedelt.Erlösung wird durch eine R7 im Halbformat kommen.

Canon kann noch Objektive bauen. Nur bei den Kameras verlieren sie mehr und mehr die Motive und Technik aus den Augen. Ich versuche immer fair zu bleiben, jeder muss sich an neue Technik erst gewöhnen, sich damit warm schießen. Deshalb, die ganzen kurzen Wochenendausprobierer kann ich praktisch immer wiederlegen, zumal sie keine 2-3 anderen Systeme mit den Brennweiten parallel im Einsatz haben.
Misslich ist in jedem Fall, dass sich dann Objektive nicht mehr adaptieren lassen, leider ist kein Canon RF Objektiv an einer Sony oder gar Nikon vorstellbar und umgekehrt.

Bedienung:
Die Tasten sind supermini, geschätzt halb so groß wie bisher bei Canon DSLR. Meinen Zeigefinger muß ich mächtig verbiegen, um die Film oder Lock-Taste zu erreichen und auch das hintere Drehrad oben, ist klein geraten. Genauso ist das Haupt-Drehrad auf der Rückseite sehr klein. Über den idiotischen Hauptschalter links mag ich nicht mehr schreiben – jeder Hersteller (außer Olympus) hat hier eine weit bessere Lösung, die eine schnellere Einschaltung der Kamera mit einer rechten Hand erlaubt. Die breiten Aufhängungen für den Gurt sind geblieben, sie sind schmal und erfordern Fummelei und erschweren es den Gurt nur links zu befestigen (wie ich es immer praktiziere). Leider hat da auch Eddycam keine gute Leder-Lösung mit extra Hacken.
Die Kamera ist etwas kleiner und leichter als eine EOS 6D, aber das geht auf Kosten der Bedienung. Seit gut 2 Jahren nutze ich überwiegend Sony und sporadisch Olympus oder Nikon. Es fällt erstaunlich schwer, die R6 auf meine Bedürfnisse einzustellen und dieses seltsame Bedienkonzept zu verstehen. Ständig begegnen mir Einschränkungen, der wichtige AF-Joystick ist zunächst gar nicht aktiv und im AF-Automatikmodus fällt ihm keine Aufgabe zu – seltsam.
So schön das mit dem voll beweglichen Monitor auch ist, aber wenn er ausgeklappt ist, kann man nicht mal schnell durch den Sucher schauen, zumindest nicht ohne die Kamera umzuprogrammieren.
Der Griff, der von den Canon-Affinicados immer so gepriesen wird, kommt mir im Vergleich: Sony, Olympus, Panasonic, Nikon konturlos und fett vor. Er ist für echte Pranken gemacht, aber weniger für sensible Fotografenhände. Er ist glatt, strukturlos und bleibt nicht ganz kalt. Ein echter Klebeeffekt entsteht trotzdem nicht, hier fehlen mir eindeutig  eine bessere Oberfläche und mehr Kontur. Ich würde sogar so weit gehen, dass mein 7RIV Griff (9II, 7SIII) heute weit besser ist und mehr Halt gibt.
Nach den ersten tausenden Aufnahmen, die meistens im Sucher scharf aussehen, bin ich dann doch am Monitor sehr ernüchtert. Vor allem mit dem 11/800 mm DO liegt bei automatischer Motiverkennung (Tier) die Schärfe häufig hinter dem Tier und nicht oft genug auf dem Gesicht. Die vielen AF-Felder zeigen, einem PC-Spiel nicht unähnlich, schnelle Reaktionen und Anpassungen ans Motiv – doch die Schärfe wird trotzdem oft nicht richtig platziert. Dieses AF-Feld-Feuerwerk lenkt mehr ab, als dass es nützt.
Diese Automatik scheint mir, wie so oft nicht ausgereift, was genauso weiterhin für den automatischen Weißabgleich gilt. Irritierend finde ich auch, dass man die Serienbilder wesentlich schlechter bemerkt, als in den Sony-Kameras – der Auslöser ist schwammig und man merkt gar nicht so leicht, das man gerade 5-10 Bilder anstatt nur 1-2 gemacht hat.
Das anfängliche Staunen über das AF-Feuerwerk im Sucher erlosch bei mir sehr schnell am 27“ Mac – kaum ein Foto ist perfekt scharf wo es scharf sein soll und die Auflösung der 20MP ist sehr wenig beeindruckend. Jetzt kann jeder argumentieren, das ich von 61 MP verwöhnt bin – doch das stimmt ja so nicht, da ich Tiere immer bei Faktor 1.5x also 26 MP aufnehme und sonst ja auch mFT mit dem 100-400 mm nutze – da bekomme ich aber weitgehend sehr scharfe und gut aufgelösste Fotos.

Die Sponsoring- und Marketing-Maschine Canon läuft inzwischen wieder auf Hochtouren, schon sind sich alle Zeitschriften und die meisten Tester einig – R5 und R6 sind heute die besten Kameras des Weltmarktes.
Und alle bleiben so schön an der Oberfläche, keiner käme auf die Idee sich einmal an Limits heran zu wagen, mal 1-2 Wochen intensiv jeden Tag mit den Kameras zu fotografieren, tausende Fotos und Serien zu machen und einfach mal sehen, wie sehr man sie danach noch mag. Nein, das ist nicht gewollt – die Daten lesen sich super, sie stellt scharf, stabilisiert und alles scheint gewohnt – also SUPER-Kameras!
Gut, bei mir läuft das anders, ich bin noch längst nicht am Ende mit der R6 und R5 Technik. Das bedeutet aber auch, die anderen haben vielleicht recht, wenn man die Kameras nur am Wochenende mal 2-3 Stunden ab und zu nutzt und so lange man nur Reportage, Porträts, Landschaften und dergleichen fotografiert – kann man beruhigt mit der R6/R5 weiter machen und erst einmal ein paar bewährte Objektive adaptieren.

Der Autofokus:
Das Problem mit dem Erkennungs-AF ist, er funktioniert nur wirklich in der Vollautomatik. Und dann sind Sie, wie bei jeder anderen Automatik, auf Gedeih und Verderb von ihm abhängig. Sie brauchen 2 Tasten und u.U. mehrere Klicks um sich von ihm zu befreien und schon werden wieder kein Motiv, keine Augen, mehr erkannt.
Auch funktioniert der ganze AF-Zirkus mit den langen Super-Teles wie den beiden neuen 600mm und 800mm DO IS ausschließlich im Bildzentrum.

Das hat Sony viel besser gelöst. Hier funktioniert die Erkennung auch mit mehreren einzelnen Messfeldern oder Gruppen. Manchmal erinnert mich der Double-CMOS-AF von Canon in seiner Wirkungsweise an die DFD-Technik von Panasonic – das Motiv wird nach 2-3 Bildern identifiziert und fokussiert und dann verliert der AF bald in einer Bildserie das Motiv wieder – einige scharfe Fotos sind dabei, aber eine Konsistenz in der Serie kommt nicht zustande. Und genau dies ist bei Sony entschieden anders!
Ich habe nach 5 Tagen meine ersten schönen und frischen Fotos mit der R6 und dem 800 mm gemacht – also bei allen Vor-Urteilen, es braucht Zeit mit der Technik erfolgreich zu sein. Und trotzdem, Sony macht es dir nicht ganz so schwer.

Canon AF in der EOS R6 & R5 im Vergleich, damit klar wird, was ich meine:

Zum Vergleich der aktuelle Sony AF in der 7RIV und 9:

Bildstabilisierungs-Technik:
Hier gibt es reichlich Einschränkungen. Die 8 Stufen sind eine reine Werbeaussage. Die kann zutreffen, wenn man mit weniger als 85 mm fotografiert, nur mit R-Objektiven versteht sich! Und mit 5 Achsen arbeiten auch nicht jedes angeschlossene Objektiv. Mit dem 11/800 mm konnte ich einzelne unverwackelte Aufnahmeserien mit 1/125 sec erreichen, aber sicher waren nur 1/500 sec und kürzer.
Mit dem 24-105 mm konnten bei normaler Brennweite auch einmal 1/2 sec gelingen.

Was mich massiv stört und mir fehlt?
– Kein Miniblitz eingebaut
– der Griff
– das Bedienkonzept
– deutlicher Rolling Shutter
– der unausgereifte AF-Automatik-Modus
– das fehlende Info-Display
– 20 MP sind zu wenig
– der Hauptschalter links
– Menü-Rad nicht gesichert
– CF-Express fehlt

Also wenn das geballte Know-How von Canon in R6 und R5 zu finden sind – dann haben sie Sony zwar als gute Richtschnur verwendet und einige Fehler ausgemerzt, aber verlieren trotzdem beim Autofokus.

SerienNummer: 043021000063

Bevor hier meine Licht-Schatten-Liste kommt, hier erst einmal ein Beispiel für das was typischerweise im Internet so zu den Canon-Kameras geschrieben wird:

Canon EOS R6
Es gibt ja auch Kritiken die ich ernst nehme, hier eine eines Kollegen, trotzdem sollte man fair bleiben und vor allem nicht so masslos übertreiben, wie es die Angelsachsen fast immer tun – das tut keinem Gerät gut und lässt die Hersteller zufrieden furzend träumen – wie Canon die letzten 10 Jahre.
Fakt ist, ich sehe kaum eine neue Kamera aus diesem Modelljahr, die nach so kurzer Zeit wieder angeboten wird wie die R6 (und zuvor schon die R) – überall enttäuschte Canon-Nutzer, die dann vielleicht doch lieber auf die R5 warten oder bei der EOS 5DIV oder 90D bleiben!
Deshalb hier einmal das Resümee von Jordan Steele und meine Erfahrungen dazu – Ich weiß das wird jetzt böseböse, aber Fakten verbiegen und maßlose Übertreibungen waren nie mein Ding:

Pros

Outstanding ergonomics, with a very comfortable grip and easy to access controls
Herausragend ist daran allenfalls der komplett blödsinngig platzierte ON/OFF Schalter, das dämliche Menü-Rad – was in der Form nicht mehr gebraucht wird und somit der Verzicht auf das Info-Display. Einen komfortablen Griff kann ich da nicht fühlen, er ist seifig, strukturlos und nicht richtig ausgeformt. Ein einfacher Zugang zur Kontrolle? Wo? Viele Tasten sind nicht komplett umprogrammierbar und für die Hand nicht optimal zu erreichen.

The addition of a focus joystick and an additional control wheel are very welcome
Das bieten praktisch alle, das ist nichts Besonderes! Das ist einfach nur positive Punkte suchen…

Outstanding touch interface and menu organization
Ja das könnte ich gelten lassen, da ist Canon besser als Sony und Nikon – nur wer will an so einer teuren Kamera tatsächlich ständig auf dem Menü herumfingern?

Bright, clear and large electronic viewfinder
Ja stimmt, haben aber alle anderen auch! Sogar höher auflösend!

Fully articulated rear touch screen looks excellent
Ja klarer Punkt für Canon, hier zwingen sie alle anderen den Schritt mit zu gehen, vor allem Nikon und Sony müssen hier folgen – allerdings ist er links falsch befestigt und das Gelenk ist am Boden 10x besser positioniert.

Outstanding autofocus, with great speed and accuracy – among the best in the camera industry
Toller Standart-Satz – also gehört der AF zu den besten in der Kameraindustrie, deutlich hinter allen Sony-Kameras und allenfalls sehr knapp vor Nikon und er ist sehr abhängig vom verwendeten Fokus-Motor im Objektiv. Worunter vor allem alte Objektive sehr leiden und auch Konstruktionen wie das neue 2.0/85 mm Macro sind eindeutig misslungen. Ja die Genauigkeit – also das was Canon hier praktisch nach der R zum allerersten Mal liefert… bei DSLR spricht man davon besser nicht mehr.

Eye-detection autofocus works extremely well with both humans and animals
Das ist Quatsch und klingt als könne es nicht noch erheblich verbessert werden um mit Sony mit zu halten. Und er arbeitet nur im automatischen alle AF-Felder Modus – und da keineswegs genau und treffsicher oder eben durch programmierung und ständige Aktivierung mit einer Taste… also weit hinter dem Mitbewerber

Extremely fast burst rate of 20fps electronic and 12fps mechanical
Ja kann man gelten lassen – wenn einem 2 mechanische Bilder mehr so wichtig sind – wer benutzt überhaupt noch den mechanischen Verschluß für schnellste Bildserien? Und wozu? Hier hätte man besser den wirklich leisen mechanischen Verschluß erwähnt – der ist eine Wohltat, gemessen an den älteren Sony-Verschlüssen!

Exceptionally deep buffer
Ja ist gut, aber auch nicht besser als die Mitbewerber mit neuesten Kameras, zumal die größere Bilddateien speichern müssen, was das Ganze relativiert

Fast and responsive in everyday tasks
Was soll das sein? Das halte ich für selbstverständlich.

Truly outstanding In-Body Image Stabilization
Oh schon wieder etwas außergewöhnliches, außerordentlisches von Ausserirdischen Erschaffenes…
Olympus und Panasonic können es deutlich besser – allerding mit erheblich kleineren Sensoren. Ja Sony und Nikon müssen hier aufholen, keine Frage – allerdings sind das mehr Zahlentricksereien als wirklich ein Argument gegen Sony oder Nikon – da ich damit praktisch nie Verwacklungen habe.

Excellent wireless connectivity features, including seamless connection, transfer of both full size JPEGs and RAW files to mobile devices, and full-featured remote shooting

An excellent array of shooting modes make life easier in the field
Witzig, was soll das sein? Das von Pentax nach mehr als 10 Jahren abgekupferte FV Programm?

Good battery life
Ja good – aber eben nicht very good – wie bei Sony!

Very good dynamic range – a big improvement on previous Canon bodies
Ja very good – aber eben nicht excellent – wie bei Sony!

Excellent color we’ve come to expect from Canon
Das muß mir mal jemand zeigen! Ich denke alle Canon-Fotografen sind Profis, die mit RAW-Dateien spielen und teure Programme abonnieren – wie sollen sie dann je exellente Farben sehen?
Wenn die jemals auf JPEG umschalten, werden sie sich wundern, wie schwierig es ist einer Canon – im Gegensatz zu Nikon und Sony – gefällige, natürlich wirkende Farben beizubiegen!

Good detail for the megapixel count
Aha – sicher sehr nützlich, wenn in den kleinen 20 MP-Dateien auch ein paar Bildinformationen drinstecken. Nur in 61 und 45 MP-Dateien stecken eben erheblich mehr Details.

Excellent noise control at high ISO
Ja da kontrolliert jemand das Bildrauschen gut, nur das es kaum wirklich bis 12.800 ISO geringer ausfällt als in der R5 von Canon…

Full featured and high quality 4K video
Ja dafür mag die Kamera ja gut nutzbar sein, eine Sony 7S oder Panasonic Kamera ist noch besser.

Dual card slots
Ja, aber beide nur SD-Kärtchen!

Cons

Limits customization of buttons and menus unnecessarily

EVF can lag a little in low light situations
Stimmt, ist deutlich zu sehen!

Some third-party lenses will require firmware updates to work properly with IBIS
Das wird wieder ein Trauerspiel!

Some items, like Autoexposure Bracketing, have settings spread across multiple pages of the menu

Can’t save settings to an SD card to transfer or backup

Can’t move the magnification area for manual focus lenses until you enter magnification.

Framerate drops at lower battery levels and with older lenses.
Ja und nicht nur mit älteren Objektiven – mit RF auch.

Priced higher than the competition (though perhaps worth it)
Nein nicht gerechtfertigt, allenfalls 2000€ sind hier vertretbar und auch nicht günstig.

 



R6 Licht:

+ Sucher & Auflösung sind gut
+ neues Belichtungsprogramm FV (allerdings schwierig schnell mehrere Werte zu verstellen)
+ voll beweglicher Berührungs-Monitor
+ mechanischer Verschluss angenehm leise – nur Fuji H1 ist leiser
+ nur 2 schnelle SD-Kartenfächer
+ gute Monitor-Auflösung
+ Abgedichtet gegen Regen
+ halbwegs übersichtliches Menü – aber fehlende Möglichkeiten
+ 4K 60 Filmfunktion
+ theoretisch 20 B/s – realistisch 8 B/s
+ unbegrenzt JPEG (außer Hitze!)
+ Staubschutz durch mechanischen Verschluss

R6 Schatten:

– 20 MP sind viel zu deutlich wenig
– der Preis von 2600 € ist völlig überzogen
– High-ISO Vorteil zur R5 maximal 1 Stufe
– nur bis maximal  8B/Sekunde Serienmodus Motive im Sucher verfolgbar
– 20 B/Sec daher reine Theorie
– Elektronischer Verschluss nur bis 1/8000 Sekunde
– der AF ist ein hektisches Blinkgewitter
– Rolling Shutter
– kein CFExpress A Fach
– Für mich fehlt das INFO-Display auf der Kamera
– Auswahl der Drehräder der 
Belichtungsprogramme nicht veränderbar
– Unsinniger Hauptschalter links – braucht immer 2 Hände – nicht umprogrammierbar
– Auslöser gefühllos bis schwammig
– Menge der gespeicherten Bilddateien im Sucher nur zu erahnen
– Akkukapazität ok aber nicht gut
– Belichtung bei bewegten Motiven Sony deutlich unterlegen, oft zu dunkel
– Auch mit Serienfotos können Sie die Kamera überhitzen, nach 30 Min. – 1300 Elektro-Fotos
– AF mit Supertele nur im Bildzentrum
– AF weiter sehr anbhängig von Motiv, Kontrast und Licht
– Gesichts- und Motiverkennung nur in vollautomatischer AF-Feld-Wahl!
– AF-Einzelfeld relativ groß
– Griff fühlt sich seifig an, wenig Kontur
– Deckel schwierig und langsam nur mit Markierung aufzusetzen!

und dann war die Canon R6 platt… keine Kaufempfehlung von mir – es sei denn man beschränkt sich fotografisch auf Porträts und nutzt kaum mehr als 400 mm Brennweite. Eine besondere Eignung für schwierige Lichtsituation, rauscharme Fotos bei wenig Licht, besondere Schnelligkeit, einen Vorteil für Landschaft, Reise, Tier- & Vogel-Fotografie oder gar Tierfotografie im Allgemeinen vermag ich nicht zu erkennen. Sie ist nur billiger aber kaum preiswert. Realistisch darf sie maximal 2000€ kosten und mir wäre sie auch als Zweitkamera nur höchstens 1500€ wert.
Nach einem halben Jahr lässt sich am Gebrauchtmarkt sehr gut feststellen, das die Kamera genauso wie schon zuvor die EOS R sehr früh wieder verkauft wird. Sie wurde angeschafft, weil sie preiswert schien und die modernste Technik für alle EF-Objektive bringt – beides trifft jedoch für die wenigsten Fotografen zufriedenstellend zu.
Und da ist der Knackpunkt für das neue Canon RF-Bajonett: Die R war ein gescheiterter Versuchsballon, die RP mit kleinen Akku dient allenfalls unbedarften Einsteigern, die R6 stellt zu dem hohen Preis kaum wirklich zufrieden. Die R5 ist so teuer, dass sich fast nur “verrückte” damit den Einstieg in das RF-System leisten.

Canon Deckelwahnsinn:
Apropos Canon, die Firma die ja immer so viel Wert auf die Rückkopplung mit Fotografen legt… den Deckel hat im Hause Canon offensichtlich noch nie jemand am Bajonett oder Objektiv befestigt!
Sonst wäre ihnen aufgefallen, dass die neuen RF-Deckel (wo auch immer sie produziert werden) ausschließlich Markierung auf Markierung angesetzt werden können und nicht wie bisher bei Canon EF, bei Nikon, bei Sony und Co viel schneller in zumindest drei verschiedenen Positionen. Oder kann uns Canon dafür einen ganz besonderen Grund nennen und das ist Absicht aus Präzision und Passgenauigkeit, wohlmöglich sogar Staub- und Feuchtigkeit-Schutz? Selbst wenn letzteres zuträfe – es ist Murks! Es erschwert die Arbeit eines jeden der mit Canon fotografiert – es gehört sofort und für immer geändert! 

 

Auch die EOS R6 hat ein Hitzestau-Problem! Obwohl ich nur mit maximal 8B/Sec immer kurz den bewegten Motiv folge, habe ich es in 30 Minuten geschafft, dass die Hitzewarnung aufflammt. Und ich mache nur JPEG – die Kamera war eine gute halbe Stunde fast ganz außer Gefecht gesetzt, nur einzelne Aufnahmen gingen noch.

Das ist mit RAWs sicherlich noch viel schlimmer und das Aus setzt dann noch früher ein. Deshalb ist die R6 keine professionelles Arbeitsgerät und bei der R5 wird das noch schlimmer sein – wie ja alle Vilmer schon ausprobiert haben, das wird für Serien-Fotografen auch gelten. Auch Sony verursacht ab und zu einen Stopp, wenn dann Daten plötzlich wieder hergestellt werden sollen – aber das liegt gut möglich daran, das ich meine Speicherkarten viel zu selten formatiere. Habe ich in 3 Jahren mit allen möglichen Sony-Kameras bei gleichen Motiven, Bedingungen und bei 10-20B/Sec nie gehabt.


Sony positiv:
Aussenhaut ist unempfindlicher- Griff & Textur stark optimiert, Regendichtigkeit deutlich verbessert – Neue Speicherkarten, beweglicher Monitor und neues Menü folgen jetzt in neuen Kameras

Ich war immer ein Fotograf der auf reine Schärfe und Detailauflösung zugunsten von Brillanz, Rauscharmut Farben und Emotionalität des Motives verzichten konnte.
Nicht für meine technischen Aufträge, aber privat für meine Fotos um so mehr!

Canon R6 – 680g
11/800 mm – 1300g

Canon R 11/800 mm DO IS

damit fällt die letzte Bastion, bald kann jeder „Dödel“ für 1000€ Kamera (RP) plus 1000€ Objektiv ganz leicht Superteleaufnahmen machen und die letzten Tiere bedrängen.
Doch wenn wir erfahrenen u hoffentlich meist besonnenen Tierfotografen das jetzt ignorieren und weiter unser 4/500 mm oder 4/600 mm oder 5.6/800 mm mit Konvertern schleppen – dann sind wir schön doof und bald abgehängt. Wir müssen wohl oder übel mit machen…

Am 100-400 mm habe ich nur einmal Konverter ausprobiert – danach war das erledigt – kein Vergleich zum 11/800 mm!
Ich denke auch das 100-500 mm wird mit Konverter nicht an die Schärfe u CA-Freiheit des 800 mm heran kommen! Wo fang ich an, habe das 800 mm ja auch erst 20 Tage und „übe“ noch.

Es ist eine Speziallinse. Man ist kein bisschen variabel. Man braucht die Füße und kann nichts durch die Blende beeinflussen. Der Nahbereich unter 6.0 m scheidet praktisch aus. Doch, ich finde bis jetzt ist das DO-Tele sein Geld wert. Es ist scharf, es ist auch ohne Sonnenblende (!!!) unglaublich wenig seitenlichtempfindlich. Die Blende wird nicht mitgeliefert und ist derzeit gar nicht lieferbar – danke Canon – der selbe sch…. wie seit 30 Jahren! Es zeigt praktisch keine CA, minimale Vignette und zeichnet viel besser und schöner als zu erwarten war. Doof ist der Stativanschluss – sonst ist mechanisch so weit alles gut. Das Problem für mich liegt bei der R6 – die R5 finde ich problematischer weil man schneller Bildrauschen sieht. Also die R6/R5 können Motiverkennung nur in Vollautomatik – ergo man verliert praktisch jegliche Kontrolle, wo die Kamera fokussiert. Und dann kommt es mir vor, wie bei dem Pana AF – der AF rutscht bei Bildserien vom Motiv. Außerdem sieht man auch bei 5-8 B/Sec Rolling Shutter. Der Auslöser ist butterweich, es braucht lange, bis man ein Gefühl dafür hat, wann die Kamera Bilder macht und wie viele.
Für mich – ich bin eben bei Tiermotiven technisch sehr verwöhnt – ist die R6 beim AF noch ein gutes Stück schwächer bei Motiverkennung und Festhalten als das Alpha-System. Aber die sind auch erst seit einem Jahr richtig gut. Selbst bei 50.000 ISO ist das Bildrauschen erträglich – und deshalb schlägt diese Kombination alles von Olympus & Panasonic und macht Fuji das Leben schwer. Nur ein 400-600mm Objektiv mit Bild-Ausschnitt kann an der 7RIV gut mithalten. Was mich außerdem verblüfft hat, ich kann bisher mit keinem Supertele so schnell und so gut an einem bewegten Motiv dran bleiben. Ich weiß nicht ob es am Gewicht, Sucher oder Handling liegt – vermutlich eine Kombination aus allem. Die Bedienung der R6 mag ich nicht sonderlich und auch das Gefühl in der Hand ist fast wie bei Silikon, also Griff, Auslöser, Bedien-Räder gefallen mir sehr wenig. Und das Konzept der Vollautomatik, bringt nur echten Gewinn, wenn es auch mal in Zukunft zu 90% funktioniert. Ich hatte am Anfang fast nur leicht unscharfe Fotos, trotz 1/1000 sec – erst als ich AF komplett verstellt habe und oft ein einzelnes Messfeld ohne Motiverkennung nehme, wird es besser und bringt dann beim Betrachten der Fotos aufgrund des geringen Rauschens auch langsam etwas Spaß. Für mich sind die R-Kameras bisher alle unausgegoren und unterlegen – ich würde mir das R-System nie für die klassische Fotografie zulegen, so wie früher EF. Aber das 2/85 mm Macro und das 11/800 mm setzen für mich zwei Punkte, die noch kein anderer hat und ich überlege die R6 dafür zu kaufen.

Vogelaugen sind einfach zu fokussieren – es mag am 800 mm und dessen Lichtschwäche liegen, aber bei kleinen Säugern (AF Tier!) und wechselndem Kontrast und nicht immer komplett freiem Blick aufs Tier, kommt die R6 schnell aus dem Tritt u liefert wenig tagscharfe Aufnahmen. Ich meinte nicht den Belichtungsmodus! Sondern den AF-Modus – da gibt es ja Einzel, Gruppen etc – und da geht Erkennung bei mir bisher nur in der Vollautomatik- alle zentralen AF Felder.
Ja, ich habe mit 400/500/600 mm Canon Festbrennweiten und anderen gearbeitet – sie sind einen Hauch schärfer und sogar deutlich, wenn man sie auf 8-11 abblendet. Vor allem sind sie mechanisch viel robuster und abgedichtet. Profigerät eben. Das 800 mm ist ein Amateurwerkzeug, aber es liefert, wenn man sich damit einfuchst. Man braucht immer alles, ich bin nie nur mit 500 mm o 600 mm o Zoom ausgekommen. Und bei wenig Licht und Bewegung gibt es nichts besseres als ein 2.8/400 mm. Und die Vogelfotografen brauchen eben mindestens 800 mm.

Seriennummer:  043021000063 EOS R6

Canon RF 11/800 mm DO IS

Ich kann damit Motiven erheblich schneller und leichter folgen Bei wenig Kontrast – dunklen Baumstämmen spricht es nicht an, es ist verwirrt von Gegenlicht und Vordergründen Es ist eine reine Speziallösung. Es taugt nicht für Motive, die sich nähern oder gar für Nahmotive. Es taugt nicht zum besten Freistellen, nicht für das Spie mit der Blende. Man muss es nehmen wie es kommt. Ich kann damit viel schneller Vögeln, Eichhörnchen etc. folgen – so lange eine Kamera daran hängt, die mitspielt. Der 20 MP Sensor lässt alle mFT Kameras tatsächlich alt aussehen. Auch bei f:11

Wenn wir Tierfotografen ganz ehrlich sind, können solche Objektive wie 11/600 mm und 11/800 mm der letzte Todesstoß sein für unsere Fotografie. Bisher waren wir mindestnes 12.000€ entfernt vom Fußvolk, aber seit dem Tamron 150-600 mm brauchen wir doch in keinen Tierpark mehr zu geben und jetzt mit 11/800 mm und entsprechend besserer Kamera, die wenig rauscht, brauchen wir doch bald keine Vögel und Wildtiere mehr abzulichten – das macht dann bald jeder.
Also wirklich froh sein oder gar Canon und Tamron dankbar kein ich beileibe nicht. Ich kann zwar mit mehr Geduld, mehr Erfahrung und em besseren Draht zu Tieren immer noch mal bessere Fotos realisieren – aber es wird enger. Und ich bin sicher, das Sony und Nikon sich die Verkaufszahlen genau ansehen werden und bald mit eigenen Planungen kommen. Als Canon-Fotograf ist man ja Leid gewohnt. Man bekommt die riesige schwarze Verpackung und hofft, dass das Objektiv deutlich kleiner ist. Zum Glück ist das auch so. Man wickelt es aus und leidgeplagt sieht man sofort, Obermist, keine Sonnenblende in der Packung. Bei Canon darf man aber schon froh sein wenn Front- und Rückdeckel geliefert werden. Nach viel zu aufwendiger Rechersche wird klar, auf der Verpackung steht sie nicht beim Inhalt und auch im Internet ist sie nicht als Zubehör gelistet, erst mühsam wird klar, das es eine neue ET-101 für schlanke 50€ zu kaufen geben wird.

Das bedeutet, ohne ist so ein Teleobjektiv praktisch nicht verwendbar, mitgeliefert wird sie nicht (um den Preis kosmetisch kleiner zu halten) und separat ist sie zunächst nicht lieferbar – Alternativen gibt es nicht. Also wenn einem dann klar ist, das man gerade 1023€ von seinem Konto abbuchen lässt für ein Canon-Produkt, das man genau genommen so nicht nutzen kann… ja so macht sich diese gefeierte Profi-Firma immer wieder Freunde!

Aus meiner Sicht ist es komplett unproffessionell und unbefriedigend seine Kunden so zu behandeln! Sicher würde Canon entgegnen, dies ist ja auch nur ein billiges Amateurprodukt – da darf man sich nicht so anstellen.

So ist die Firma eben – einzigartig.

Das dutzendfach gefaltete Infoblatt sagt auch nicht’s relevantes aus – aber dafür in 30 Sprachen – Bedienungshinweise: Fehlanzeige. Eine Schutztasche darf man bei Canon sowieso allenfalls in der L-Klasse erwarten.

Ich weiß also schon nach dem Auspacken, warum Canon für mich keine Profi-Firma mehr ist – sie verhält sich einfach nicht so!

Mechanik und Belastbarkeit:

Der gesamte Plaste-Mantel fühlt sich so weit gut an und auch der ausziehbare Innentubus ist aus einem Polycarbonat. Er hat aber kein Spiel und sitzt angenehm fest.
Die Bedienung ist fremd. Ein kligender Ring ist vorhanden, er bewegt aber keine Blende, sondern +/- Belichtungskorrektur oder andere Parameter. Unterschiedliche Fokussierbereiche sind nicht vorgesehn.

Manuelle Fokussierung ist eher schwierig und kann nicht so einfach wie früher am Objektiv mit Schalter eingestellt werden.

Optische Eigenschaften, Kontrast, Auflösung und Vignettierung, Verzeichnung und Gegenlichtverhalten:

Wer glaubt, dieses DO-Objektiv für rund 1100€ kann ja ohnehin nur verwaschene Fotos produzieren, der irrt gewaltig. Es stellt nicht nur scharf, es zeichnet auch scharf und kontrastreich. Sicher im extremen Seitenlicht sieht es nicht wirklich gut aus, aber auch nicht so deutlich schlechter als ein 5.6/800 mm und besser als ein 100-500 mm mit zusätzlichem Konverter!

Der Vergleich mit dem alten 5.6/800 mm für rund 14.000€ hinkt komplett. Mechanisch und durch den Konstruktionsaufwand trennen beide Objektive Welten. Um so erstaunlicher ist, was man heute mit einem Viertel der Lichtstärke und potenter Kamera für eine Bildqualität erreichen kann. Die Limits sehe ich hier weniger in seinen optischen Eigenschaften, Vignettierung und Verzeichnung werden hier kaum jemals auffallen und werden im JPEG sowieso ausgefiltert. Was auffällt ist das praktisch komplette Fehlen von chromatischen Aberrationen – da diese DO-Konstruktionen dafür ohnehin nicht besonders anfällig sind.

Einsatz mit Konverter:
Also richtig mutig ist, wer an dieses lichtschwache Supertele-Objektiv noch einen der 2 neuen R-Konverter anschraubt. Wenn man das Motiv mit Autoscheinwerfern anleuchten kann, mag das vielleicht auch mal sinnvoll sein. Sonst ist es einfach eine dumme Idee! Das Canon es so bewirbt ist schon wieder so eine Veräppelung der Kunden. Der AF geht spürbar in die Knie – also das ist allenfalls brauchbar vom dicken Stativ mit sehr genauer manueller Fokussierung.

Hintergrundfreistellung:
Gelingt, nicht so perfekt wie mit 5.6/800 mm  – aber auch längst nicht so schlecht wie befürchtet.

Nahkorrektur:
Für die Nähe ist es nicht ausgelegt, man kann frühestens ab 6,00 m fokussieren und das ist schon eine große Distanz.

Zubehör:
Das Stativanschlußgewinde ist vorhanden, aber an dem Objektiv lässt sich nichts in Hochformat drehen und es ist auch kein echter Fuß vorhanden, geschweige denn eine Arca-Swiss Verbindung vorgesehn.

Die optionale Sonnenblende ist teures Zubehör (50€) und letztlich zu kurz für 800 mm und eher für das 600 mm konzipiert.

In der Praxis:
Das die optischen Leistungen und der Anschaffungspreis kaum ein Hindernis sein müssen, habe ich schon geschildert, Blende 11 führt fast unweigerlich häufig zu vier und fünfstelligen ISO-Einstellungen, da ja auch kurze Zeiten ratsam sind. Meine Versuche bis 1/8 Sekunde waren freihändig nicht erfolgreich, selbst 1/250 Sekunde lieferte nicht immer einwandfrei scharfe und unverwackelte Fotos, daher ist meist 1/500 Sekunde mindestens angeraten, trotz der viel beworbenen Bildstabilisierung. Einige Kollegen haben Erfolge mit 1/125 sec, ja einige Fotos gelingen, aber mehr auch nicht.
Aber es gibt weitere Hürden. Das Motiv sollte sich in der Ferne befinden und idealerweise nicht zu sehr in die Nähe kommen – denn man verfügt nicht über ein Zoom – man fotografiert immer mit 800 mm Brennweite. In einem Zoom wünscht man sich das und noch mehr – aber ein festes Objektiv ist da ganz anders. Canon nervt mit seinen technischen Werbeaussagen, jetzt wird sogar erfunden, das es ein Vorteil ist, das die neuen DO Objektive über keine Blende verfügen (billiger zu produzieren auf jeden Fall). Denn dadurch tritt keine Verzögerung oder gar ein Problem auf bei bis zu 20 B/Sekunde – da nichts geöffnet und geschlossen werden müßte. Bei Sony gibt es aber da bei 20B/sec auch keinerlei Probleme. Im Gegenteil, mit der Alpha 9 bleiben die Fotos frei von Rolling Shutter – während dieser in R6 und R5 sehr deutlich schon bei 5 B/sec auffällt. Außerdem fallen die nicht seltenen Belichtungssprünge und Änderungen des Weißabgleichs in Automatik mal wieder sehr unangenehm auf – das ist schon seit langem bei Nikon kaum so ausgeprägt und bei Sony auch nicht. Also sie laufen mit einem sehr langen Rohr an einer kleinen Kamera herum, das Gewicht in der Hand beträgt dann etwa 2 Kilo, das ist nicht wenig.

Was mich erstaunt hat, ich konnte meinen roten Flitzern fast besser folgen als mit Zoom-Objektiven. Ich bin noch nicht sicher woran das liegt. Wenn Motive näher kommen, haben sie mit dem Objektiv verloren. Deshalb ist es mehr ein Vogel- und Jeep-Objektiv. Für den Entdeckungsspaziergang und den Tierpark ist es kaum geeignet.

Also ich habe zum fairen Vergleich in ähnlicher Gewichtsklasse das neue Olympus 6.3/100-400 mm und das Nikon 5.6/500 mm PF heran gezogen – mit beiden bin ich erheblich flexibler und lichtstärker. Brauchen wir solche Objektiv-Konstruktionen auch in den anderen Systemen? Beim L-Bajonett vielleicht nicht, aber Sony und Nikon sollten sich beeilen dem etwas spannenderes entgegen zu setzen. Spannender wird es, wenn DO-Konstruktionen mit f:5.6 oder f:8.0 erscheinen. Beim 800 mm wäre ein f:8.0 immer noch deutlich schwerer und dicker, da hat Canon schon richtig angesetzt. Aber 500 mm und 600 mm brauchen mehr Lichtstärke als f:11. Man könnte auch denken, bei Blende 11 entsteht ausreichend Schärfentiefe, doch das ist leider ein Trugschluß – denn 800 mm lassen kaum Raum für einen Fehlfokus!

Resümee RF 11/800 mm IS:
Ich sage mal bewußt provokativ, die 4.0/600 mm Super-Tele sind angezählt und das 5.6/800 mm Tele ist fällig – sie werden bald überflüssig. Wer es wagt seine Empfindlichkeit bis 25.000 ISO frei zu geben, braucht beides nicht mehr. Pauschal kann man nicht mehr sagen, das Fotos bei so hohen ISO-Zahlen schlecht oder auch nur deutlich schlechter wären – es kommt immer auf das Motiv und das Licht an!
Für 1100€ kaufen um Vögel und Safari-Motive einzufangen? Wäre nicht dumm – nur darf man eben nicht vergessen, das auch noch gut 2500€ oder gar 4300€ für eine Kamera fällig werden. Und dann ist das keineswegs mehr günstig. Bei Olympus und Panasonic bekomme ich ein Zoom mit aktueller Kamera für weniger Geld, mit weniger Gewicht und höherer Lichtstärke (die vom Sensornachteil beinahe aufgefressen wird).

Bei Nikon komme ich mit 5.6/200-500 mm und Adapter an der Z50 auch preiswerter hin, aber ende etwas schwerer. Bei Sony gilt ein deutlich höherer Preis mit 7RIV oder ein schwacher Sucher mit der 6600.

Bei Canon selbst würde ich von der Kombination 7.1/100-500 mm und 1.4x Extender eher abraten und das 4.0/400 mm DO mit 2x Extender wird erhebich teurer bei nur doppelter Lichtstärke und gut 1 Kilo Mehrgwicht.Würde ich sofort kaufen – wenn es Sony-Bayonett hätte.
Das Preisschild was Canon mir daran heftet ist extrem hoch. Die 1020€ für das Objektiv sind ok, aber 2600€ mindestens für eine R6 Kamera sind verrückt.
Für mich ist die R6 eine Knipserkamera. Nicht so schlimm wie die RP und endlich weiter entwickelt und schneller als R aber trotzdem zeigt schon das ungesicherte Belichtungsmenürad wo Canon selbst die Kamera einsortiert. Die ersten Käufer dieses Jahr müssen oder wollen die Kröte schlucken und 1000€ mehr zahlen als sie wert ist.

Bildstabilisierungs-Technik:
Hier gibt es reichlich Einschränkungen.

 

Vergleich & Kaufempfehlung:

 

Seriennummer:  9112000664

 

Canon RF 4.0-7.1/24-105 mm IS STM Macro

Ich habe die EOS R6 mit dem lichtschwächeren 24-105 mm bestellt. Das ist für mich eine logische Wahl, weil es das Objektiv für 350€ dazu gibt. Und es den geforderten Einzelpreis von 480€ kaum wert sein kann.

Als Canon-Fotograf ist man ja Leid gewohnt. Man bekommt die riesige schwarze Verpackung und hofft, dass das Objektiv deutlich kleiner ist. Wirklich klein ist es nicht. Man wickelt es aus und leidgeplagt sieht man sofort, Obermist, keine Sonnenblende in der Packung. Bei Canon darf man aber schon froh sein wenn Front- und Rückdeckel geliefert werden. Nach viel zu aufwendiger Rechersche wird klar, auf der Verpackung steht sie nicht beim Inhalt und auch im Internet ist sie nicht als Zubehör gelistet, erst mühsam wird klar, das es eine neue ET- für schlanke 50€ zu kaufen geben wird.

Das bedeutet, ohne ist so ein Teleobjektiv praktisch nicht verwendbar, mitgeliefert wird sie nicht (um den Preis kosmetisch kleiner zu halten) und separat ist sie zunächst nicht lieferbar – Alternativen gibt es nicht. Also wenn einem dann klar ist, das man gerade 2900€ von seinem Konto abbuchen lässt für ein Canon-Produkt, das man genau genommen so nicht nutzen kann… ja so macht sich diese gefeierte Profi-Firma immer wieder Freunde! Aus meiner Sicht ist es komplett unproffessionell und unbefriedigend seine Kunden so zu behandeln! Sicher würde Canon entgegnen, dies ist ja auch nur ein billiges Amateurprodukt – da darf man sich nicht so anstellen. So ist die Firma eben – einzigartig. Nur in der Canon L-Klasse darf man Sonnenblenden und Schutzbeutel erwarten.

Ich weiß also schon nach dem Auspacken, warum Canon für mich keine Profi-Firma mehr ist – sie verhält sich einfach nicht so!

Canon lernt von Sigma – oder, wie ich vermute, lässt solche Objektive gleich bei Sigma fertigen. Bei dem Objektiv ist die Objektivbezeichnung grau aufgedruckt und nicht mehr in reflektierendem weiß. Damit wird der Strahlengang des Licht weniger beeinflußt und das ist auch logisch. Wenn ich immer an die dämlichen Zeiss-Objektive mit chromfarbigen Filtergewinde denke, wird mir physikalisch ganz blümerant.

Uhrzeit einstellen, Sprache suchen und die Kamera piepst bei jeder AF-Suche – nicht einmal diesen Mist ersparen uns die Canon-Leute. Also gleich deaktivieren – was nützt eine lautlose High-Speed-Kamera, wenn sie ständig piepst?

Die Suchergröße ist für Brillenträger auf den ersten Blick sehr angenehm und groß, aber nicht zu groß. Aber auf den zweiten Blick ist das Sucherbild dann viel zu dunkel, zu matschig und zeigt kaum komplette Dynamik, die natürlich wirkt.

Mechanik und Belastbarkeit:
Es ist nur 400g leicht und 9cm kurz, bei 105 mm fährt es gerade auf 14 cm Länge aus. Der 67 mm Frontdurchmesser wird dabei nie gedreht. Der gesamte Plaste-Mantel fühlt sich so weit gut an und auch der Innentubus ist aus einem Polycarbonat. Er hat aber kein Spiel und sitzt angenehm fest. Was einst der manuelle Fokussierring war, ist jetzt ein programmierbarerer Multifunktionsring. Er hat etwas Widerstand, aber er klickt nicht und er ist anders schraffiert wie der Zoomring. Verwechslunggefahr wird dadurch reduziert. Es hat nur zwei gut versenkte Tasten links.

Optische Eigenschaften, Kontrast, Auflösung und Vignettierung:
Die Lichtstärke von f:4.0 wird nur bei 24 mm bis knapp 28 mm geboten, dann sinkt sie auf f:4.5 bei 40 mm schon auf f:5.0, bei 55mm auf f:5.6 und bei 80 mm ist sie bereits auf f:7.1. Damit ist das Objektiv 1 ⅔ Blenden lichtschwächer im wichtigen Porträt-Bereich als das 4.0/24-105 mm und fast 3 Blenden lichtschwächer als das 2.8/24-70 mm. Also wer sich auf Freistellung von Menschen oder anderen Motiven spezialisiert hat sollte besser zusätzlich die 2.0/85 mm Festbrennweite oder vergleichbare Porträt-Objektive anschaffen.

Einsatz mit Konverter:
Nicht vorgesehen!

Hintergrundfreistellung:

Verzeichnung und Gegenlichtverhalten:

Nahkorrektur:
Bei 24 mm Weitwinkel kann bis 20 cm ab Sensorebene an das Motiv heran gegangen werden und bei 105 mm sind es 34 cm – daraus ergibt sich im Tele ein Abbildungsmaßstab von 1:2,5 – was sehr sehr gut und nützlich ist!

Zubehör:

 

Resümee:

 

Bildstabilisierungs-Technik:

 

Vergleich & Kaufempfehlung:

 

Seriennummer: 8812009476

 

Leider ein typisches R6 Bild – wenn die Action los geht…

Nahe Zukunft
Auf einmal geht alles ganz schnell. Seit 11 Jahren wurde Panasonic’s Bemühen um moderne Kameras ignoriert, und Olympus, Sony, Fuji, Leica allenfalls interessiert beobachtet – doch jetzt sieht sich sogar der Handel gezwungen umzuschwenken – DSLR Kameras & Objektive werden ausverkauft und nur noch auf Kundenwunsch bestellt – sie werden zukünftig keine Lagerware mehr sein. Das konnte ich die letzten Wochen Gesprächen mit zahlreichen Händlern entnehmen. Das gilt vor allem für Ladengeschäfte, wie ich auch am Wochenende in Düsseldorf erfuhr.

Tamron und Sigma DSLR Objektive sind passé und die Händler verzweifelt bemüht ihre Canon und Nikon Kameras, Objektive und Zubehör Warenbestände los zu werden. Auch sie haben zu lange geglaubt, es ändere sich nichts und diese Kameras ohne Spiegel kommen nur noch zusätzlich ins Programm. Mitnichten! Denn wer heute viel Geld für eine Kamera ausgibt, will darin in aller Regel keinen Spiegel mehr haben. Jüngere Kaufinteressierte schon sowieso nicht.
Nur Nikon Z tut sich bisher noch schwer mit der Durchsetzung – da es frischere Kameras und mehr preiswerte Zoom-Objektive braucht.

Die meisten Hersteller haben sich in der Pandemie bemüht auch endlich mal neue Prospekte auf zu legen.
Tamron erwähnt DSLR-Objektive nur noch zusammen gefasst und nachgeschoben und setzt ganz auf Sony Spiegelfrei.
FujiFilm haut einem gleich das ganze große Sortiment um die Ohren – Schwerpunkt Street-, Reportage und People! Und macht sich große Hoffnungen auf sein Mittelformat.
Canon glaubt offenbar noch nicht, dass sie jemals wieder richtige Fotoprospekte brauchen und sich alle brav von Internet-Videos überzeugen lassen.
Nikon schießt den Vogel ab – ich habe in 35 Jahren 1000de Prospekte gesehen, der letzte von Sony GM war schon echt super, aber was Nikon hier als neuen 2020 Objektivprospekt herausgibt, ist noch mal eine Steigerung, ein Knaller. Das Konzept ist super, die gelackte Bildqualität exemplarisch – Chappeau Nikon – das ist schlicht der beeindruckendste Objektivprospekt, den ich je gesehen habe! Wenn Sie die Gelegenheit haben, greifen sie sich einen beim Fotohändler. Im PDF kann er nicht annähernd seine Tiefe und Brillanz ausspielen. Wenn doch nur auch die Objektive haptisch durch das verwendete Meterial und einen präzisen Blendenring so glänzen könnten wie es alle Sony GM Objektive können.

Die Welt ist eine Kugel – immer anders, letztlich immer ein Geheimnis und es kommt darauf an, welches Licht auf die Kugel fällt und von wo man selbst sie betrachtet und man wird sie nie komplett sehen und begreifen können. So ist auch der Mensch – genauso wie unser Planet aus dem Weltall betrachtet. 

 

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28. Oktober 2020
Kompakte-Tele-Kamera für 2020 – Sony RX10IV

Man sollte sie alle haben… Sony (oder man hat sie nicht alle… je nach Betrachtung)

Nach Minolta, wo ich nur wenige Kameras wirklich mochte Dynax 7, Dynax 9 ging es dramatisch bergab für das Bajonett. Da half auch ein Verkauf an Konica nichts und auch die Übernahme von Sony brachte 10 Jahre praktisch kein besonders gutes Produkt.  Ich hatte dann die Nex 7 und wurde damit genau so wenig warm, wie mit der Alpha 6000. Und auch die Alpha 7 Vollformat-Kameras waren für mich zunächst vollflops – vor allem gemäßen an Panasonic, Olympus, Fuji und den DSLR-Anbietern. Die Wende kam erst mit der Alpha 9 und 7RIII, erst sie änderte meine scharfe Kritik an Sony Produkten. Der Sensor war konkurrenzlos „perfekt“ – den hatte sonst kein Anbieter. Nur die Kamera an sich war alles andere als ausgereift und schnell genug. Erst Updates und das Erscheinen der Alpha 7RIV änderte auch das. Trotzdem ist für schnelle Motive bei wenig Licht auch die Alpha 9 für mich unverzichtbar. Nach der wohlüberlegten 7RIII und der 9 kam also auch noch die 7RIV. Doch das reicht nicht für alle Fotosituationen und Motive abzudecken. Eine sehr kleine Kamera ist auch zusätzlich zum IPhone weiterhin für mich unverzichtbar – RX100VI oder VII – wobei letztere noch zu teuer ist. Bis vor kurzem hatte ich die Canon G5X und die Panasonic FZ1000, die für mich zusätzliche Fotogelegenheiten abdeckten.
Also letztlich zur Vollformat noch eine weitere, kleine Sensorgrösse, die kleinere Bauarten zulässt und andere Fotosituationen ermöglicht und immer dabei sein kann.
Die RX10VI habe ich gerade dank CB zum fairen Preis erworben.
Wir suchen sie alle, die leichteste Kameralösung zum kleinen Gepäck für Reisen zum vertretbaren Preis. Mit dem größten Zoombereich, idealerweise ab 24 mm bis mindestens 400 mm – besser 600 mm.
Kein SP kann das und auch eine Nikon P900, P1000 scheitern an zu kleinen Sensoren.
Winter-Fotografie: Ich behaupte mal ganz frech aus Erfahrung, dass alle Kameras mit kleineren Sensoren als Vollformat und Smartphones besonders wenig geeignet sind und spaß beim fotografieren zu haben. Halbformat-DSLR kann man verwenden – aber was ganz zentral wichtig wird im Winter:
Lichtstärke, Strom, Bedienung mit Handschuhen
Da scheiden dann alle kleinen spiegelfreien Kameras mit wenig Akku-Kapazität gleich aus. Es soll mir keiner mit Fujifilm-Kameras, Canon EOS-M, Nikon Z-50, Sony Alpha 6000 Baureihe, Leica, MFT kommen – die sind alle nicht gut nutzbar. Und auch eine Sony RX10 braucht viel Strom und der Akku spielt bei Kälte nicht so lange mit.

SONY RX10IV

LICHT:

+ Sucher nicht perfekt, aber groß und hell und gut brauchbar
+ Einstellung Sonne für Klapp-Monitor
Eigenes SD-Fach
+ Info-Display
+ 2.4-4.0/24-600 mm und gute BQ bis 1200 mm Ausschnitt bis ISO 800
+ bis ISO 800 sehr gut, bei ISO 1600 und 3200 je nach Licht und Motiv noch gut-sehr gut
+ bester, zuverlässigster AF bei 600 mm!
+ Motiv und Augenerkennung, Motivverfolgung
+ bis 24 Bilder pro Sekunde schnell
+ gute Filmfunktionen

SCHATTEN:

– Einschaltdauer bis Objektiv ausgefahren ist
– gering auflösender Sucher mit wenig Dynamik
– schwammiger Auslöser
– 
Griff zu eng am Objektiv
– mit Handschuhen kaum zu bedienen
– Kurze Sonnenblende
– Harte Augenmuschel
– Keine Bedienung beim Abspeichern
– AF-Tracking nur bei Menschen
– Bildrauschen spätestens ab 1600 ISO
– Kein manueller Zoom
– Zoomringe nicht gummiert
– schon relativ hohes Gewicht
– kein voll beweglicher Monitor

7RIV mit Sigma Adapter ist immer abhängig vom AF-Motor des Objektives – das bedeutet, Sigma und Tamron sind fast immer sehr langsam.
Canon USM sind auch meist nicht so schnell wie Sony oder fokussieren nur widerwillig- je älter, desto schlimmer.

Sehr schnell und sehr empfehlenswert: Canon 5.6/70-300 mm STM
Besonders da Sony nichts vergleichbares hat. Leider passen Canon R Objektive nicht an Sony – da sind der Kompatibilität wieder Grenzen gesetzt, weil das Auflagemass so gering ist.

Ich habe im Dezember 19 die Sony RX10IV nach 2 Jahren noch einmal gekauft. Warum, weil das große AF-Update vielversprechend ist und jetzt der Preis von 2100€ auf Albverkaufspreise unterhalb 1400€ (200€ CB abgezogen) gefallen ist und ich den Preis jetzt mehr als fair erachte. Der Nachfolger RX10V wird bald erscheinen, er wird wieder jenseits 2000€ kosten. Ich zweifle noch ob er einen besseren, rauschärmeren Sensor bekommt und endlich einen größeren Speicher, der dann auch das Zoomen und Verändern der Kameraparameter während dem Abspeicherung einer Fotoserie zulässt – das wären neben weiteren kleinen Verbesserungen sicher die Hauptgründe für ein Nachfolgegerät. Und ob mir das dann wieder bis zu 800€ mehr wert ist…
Ich vermute das Zoom-Objektiv 2.4-4.0/24-600 mm wird bleiben.
Vorab Fazit:

Wenn Sie im Urlaub und auf Wanderungen wenig Gewicht und viel Tele-Brennweite dabei haben wollen – jetzt kaufen!
Die Kamera ist konkurrenzlos.
Selbst bei Klar-Zoom und 1200mm Bildausschnitt können sich die Fotos sehen lassen – allerdings kommt es dann zu mehr Erschütterungen und zu mehr Bildausschuß – dann bitte nur noch im Serienmodus fotografieren!
Lassen Sie RAW sein, die Bildrückschau deaktivieren, JPEG in höchster Qualität

Sony RX10IV 2.4-4.0/24-600 mm = 1.160g    – Reichweite 600 mm bei 20 MP

Panasonic G9 & Leica 2.8-4.0/50-200 mm = 1.320g   – Reichweite 400 mm bei 20MP

Sony 7RIV plus MC11 Sigma plus 5.6/70-300 mm Canon STM IS II = 1.550g – Reichweite 450 mm bei 26MP

Olympus E-M1II & 2.8/40-150 mm + 1,4x =  1.700g  – Reichweite 420 mm bei 20MP

Fujifilm X-T3 plus Griff & 100-400 mm = 2.100g  – Reichweite 600 mm bei 26MP

Mit der Gesamtleistung von MFT und den Objektiven 40-150 mm oder 50-200 mm oder gar 100-400 mm war ich nicht komplett zufrieden.
Die Fuji wird schwer und braucht einen Griff oder besser die X-H1.

Sony 5.6/100-400 mm GM = 1400g, superschnell (ohne Stativadapter)
Sony 6.3/200-600 mm G = 2270g, sehr schnell (ohne Stativadapter)
Sony Konverter 200g
Canon 5.6/70-300 mm ISII STM = 760g, sehr schnell
Canon 5.6/100-400 mm ISII USM = 1600g stottert etwas, nicht sehr schnell
Sigma MC 11 = 125g
Nikon 4.0/300 mm PF = 990g (incl. Commlite Adapter) schnell
Canon 5.6/70-300 mm ISII STM = 880g (incl MC-11), sehr schnell

Alle Gewichte inklusive Sonnenblende – also echtes Arbeitsgewicht!
(Sonnenblenden und Stativadapter werden, wie Deckel immer aus den offiziellen Gewichtsangaben heraus gerechnet – die sind also genau genommen immer Betrug – beziehen sich nur auf ein unnutzbares Glasobjektiv)

Wenn Sie ein Tele-Zoom für Sony brauchen ist ein preiswertes Canon 5.6/70-300 mm ISII STM plus MC-14 Adapter immer noch die beste Wahl, sauschnell, lautlos und auch bei 300 mm noch gut. Etwas besser, aber langsamer und erheblich schwerer sind die 5.6/100-400 mm Objektive – das Canon kann man einsetzen, aber das Sony ist leichter und deutlich schneller und sicherer im AF.

Für Vögel und andere scheue Kleintiere ist das Sony 6.3/200-600 mm die sicherste und schnellste Wahl.
Wer ohnehin nur die längste Brennweite verwendet, weil er nicht dichter an seine Motive heran kommt, der ist besser beraten mit mindestens der doppelten Lichtstärke einer Festbrennweite. Sony hat da nur die sehr teuren GM-Objektive zu bieten. Das Canon 2.8/300 mm L IS II ist sehr scharf, auch mit Konvertern, aber im AF lässt es an Sony zu wünschen übrig. Das Canon 4.0/300 mm ist veraltet, zu langsam und keine echte Option, das gilt auch für 5.6/400 mm. Hier kommt Nikon ins Spiel, sowohl 4.0/300 mm PF als auch 5.6/500 mm PF sind beide schnell, knacken leider etwas am Commlite (leise Geräusche) aber fokussieren schnell und bringen bessere Leistung als die preiswerten Zooms unter 1500€.

Ein Objektiv muss scharf, brillant, kontrastreich und in besten Farben Zeichen.
Doch das darf auf keinen Fall zum reinen Selbstzweck verfremdet werden, wie ich das immer lese. Wenn ich ein tolles kleines Motiv sehe, dann entscheidet nur was ich gerade in der Hand habe und was ich daraus machen kann – und keineswegs ob Canon, Nikon, Sony oder sonst wer das Objektiv/Kamera hergestellt haben oder ob eine Festbrennweite deutlich schärfer und brillanter wäre.
Das wird erst entscheidend, wenn sich die Situation wiederholt – so ist es bei meinen Eichhörnchen und Vögeln – da will ich das absolut beste haben. Aber manchmal brauche ich zwingend das Zoom und manchmal muß es die 4x lichtstärkere Festbrennweite sein.
Erst wenn ich Ihnen dann meine Fotoausrüstung gebe und Sie damit vertraut mache oder selbst in gleicher Situation fotografiere – werden sichtbar bessere Bildergebnisse sichtbar.
(Ich weiß das klingt für den eingefleischten Canon/Nikon-Fotograf vermessen – aber das kann ich jedem demonstrieren.
Und wer jetzt gegen argumentiert, er habe aber das bessere Canon 2.8/70-200 mm R – dem sage ich, das ich Nikon 2.8/70-200 mm FL adaptiere und nicht das schwächere, langsamere Sony GM nutze.

 

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24. Oktober 2020
Leica Q2 – 2020 – Ist unsere Welt so grau, mit ein bisschen schwarz und weiss?

Zur Vorweihnachtszeit einmal etwas ganz anderes – Leica!
Als ich heute in den Werks-Leica-Shop in Wetzlar stolperte und mich zur Q2 vortastete (Brille beschlagen) nahm mit ein jüngerer Berater gleich meine R5 ab und spielte damit herum, der fand die gut griffig und klasse Bedienung. Na dem habe ich einen eingeschenkt – dem klingen jetzt noch die Ohren.
Dann bekam ich das Wunderding Q2 mit. Die Anfrage eines lieben Lesers, der sich eine tolle Kamera leisten will, inspirierte mich dazu, mich mit dieser “Kompaktkamera” von Leica näher zu beschäftigen.
Die Kamera wird 4865€ Kosten  – Vorführmodell gibt es für rund 4600€ – 5% ist mein Name noch wert – zum heulen. Nein im Ernst, früher habe ich 35% und auf einiges sogar 45% bei Leica bekommen und auch rasch eine M6 mit Summiluxen gekauft. Heute sind die geizig, da würden Schwaben und Schotten noch gerne zur Schule gehen!
Ich finde Leica-Kameras inzwischen seit Jahrzehnten nicht nur überflüssig, scheußlich und unsinnig – ich bin eben auch gar kein Lokalpatriot, sondern Weltbürger – wenn Deutsche in Japan bei Panasonic Technik kaufen, die in China gefertigt wird und aus Portugal Gehäuse herstellen lassen, die dann hier in eine “deutsche” Kamera verwandelt werden – dann gibt es da auch rein gar keinen Grund um National-Stolz aufkommen zu lassen. Bei den Objektiven liegt das anders, da ist schon noch deutsches Glas und deutsche Ingenieurs-Master-Class gefragt.
Verärgert hat mich auch, dass hier keine Sonnenblende integriert wurde – das geht einfach nicht. Es kommt noch schlimmer – mir wurde gar keine Sonnenblende mit gegeben – witzig.

Die Q2 ist, wie viele Leica Kameras vor ihr, ein klassischer Bauchwackler. Sie will gezeigt werden.
Ich beurteile die Griffigkeit als schlecht, die Haptik der Bedienelemente für mich weitestgehend ungeeignet, den Sucher falsch platziert

Ich also los und ich lasse mich ja von dem schwarzen Bauvorsatz mit rotem Punkt und 1.7/28 mm Demi-Summilux nicht blenden. Es muß liefern. Die perfekte Kompaktkamera mit 47 MP und hohem Wetter und Regenschutz steht zur Verfügung und man kann zusätzlich 35 – 50 – 75 mm Ausschnitte bei reduzierter Auflösung wählen – also fast ein 3fach-Zoom. Nur seltsam das gegen Wind und Regen keine Sonnenblende mitgegeben wird.

Es ist alles so „schön“ grau da bei Leica, außer dem roten Punkt scheint Leica wirklich kaum Farben zu kennen. Das grüngelb des Schilfs sticht sehr in der grauen Einöde heraus – aber sonst mehr Tristesse als farbenfrohe Welt! Verstehe einer diese Firma Leica… die haben sich durch zahlreiche Höhen und Tiefen gedreht, jetzt habe sie seit einigen Jahren mal wieder ein Hoch, inspiriert durch Firmen wie Apple, liefern sie High-Tech mit Show. Für mich stellt sich das so dar. 1992 habe ich da meine Leica M6 gekauft – die besondere Kamera für alle die anders fotografieren wollen. Im Handel war klar, dass sie spätestens seit den 80ern Kameras für Zahnärzte und Jouristen herstellten. Den normalen Fotografen und Bildjournalisten mit dem kleinen Honorar können sie schon seit Jahrzehnten nicht mehr bedienen und doch sollten sie genau das tun. Früher als neue Kameras alle 8 Jahre vorgestellt wurden, war das vielleicht noch eine „Investition“ doch dann kamen AF, CPUs, Bildsensoren und Prozessoren und selbst die legendären Objektive mussten immer schneller angepasst werden und verloren plötzlich sebst in der Summilux-Klasse rapide an Wert. Und deshalb sind es heute vorwiegend Lifestyle-Produkte für gelangweilte Leute mit schnellem Geld im Überfluss. Die haben sich dramatisch multipliziert und daher brummt der Laden Leica trotz unseriös hoher Preise. Für tolle Fotos oder den besonderen Look braucht heute niemand mehr Leica und selbst die Bedienung hat Fujifilm ganz gut imitiert.
Ein Präzisionswerkzeug kann auch mit große Freude bereiten, dennoch darf mich daran nicht viel ärgern. Bei der Fuji X100 Reihe ärgert mich zu viel, die Sony RX1 ist zu alt und die Leica ist nicht wirklich kompakt.
Und der Kompromiss mit f:1.7 anstatt f:1.4 ist schon bedeutsam. Da wollen mir die Berater weiß machen, dass ja ihr Summilux 1.4/28 mm 6150€ kostet und hier bekomme ich zu einem Summilux fast die Kamera geschenkt dazu für nur 5000€.
Ein Fingerschlaufe mit Griff (100€) und jede Menge Lederkram wird aber teuer angeboten.
Im Grunde sieht sie aus wie eine verkleinerte M ohne Messsucher mit elektronischem Sucher, festem Objektiv und “Macro”-Möglichkeit. Leica sollte wieder dahin zurück, daß Berufsfotografen zumindest einen Rabatt von 40% bekommen, denn so sie die Kameras und Objektive viel zu kostspielig. Leica steht auf dem Standpunkt: besser etwas weniger Brennweite, und dann die Füße verwenden, deshalb hier 28 mm anstatt 35 mm und bei den M-Leica-Objektiven werden die 75 mm jetzt angepriesen statt 90 mm. Mir gefällt es gar nicht, das Argument zählt auch nicht – weil 28 mm wie 75 mm in der Nähe zum Motiv deutlich stärker verzeichnen bzw. eine geänderte Perspektive zeigen.

LEICA – Ist unsere Welt so grau, mit ein bisschen schwarz und weiss?

Leica Q2 1,7/28 mm Summilux bei 75 mm Bildausschnitt – vollständig geöffnete Blende!

Unsere Fahrzeuge und das Werksgelände von Leica-Wetzlar sind es jedenfalls:

Leica Q2 1,7/28 mm Gummilux bei 35 mm Bildausschnitt – vollständig geöffnete Blende!

Leica im Zerrspiegel – der Vernunft?

Leica Q2 1,7/28 mm Gummilux bei 35 mm Bildausschnitt – vollständig geöffnete Blende!

Canon EOS R6 & Canon R 7.1/24-105 mm bei 27 mm

Schade: Selbst Leica traut sich nicht an ein richtig tiefes, plastisches Sepia heran!
Der Sucher ist so weit sehr gut, nur eben links für mich komplett falsch angeordnet. Mir viel auf, das rechts ein rötlicher Blendstreifen auftauchte, leider konnte ich nicht sicherstellen wodurch der verursacht wurde, vielleicht durch das AF-Licht? Doch Einblick, Schärfe und Kontrast taugen gut zum fotografieren. Was ich gar nicht leiden kann, wenn mich ein Hersteller zu etwas zwingt, so wie hier Leica – ich soll gefälligst RAW verwenden um tolle Fotos zu bekommen. Das ist lächerlich und seit mehr als 10 Jahren überholt und ich teile diese Ansicht heute noch weniger als vor 5 Jahren.
Eine Kamera muß weitgehend fertige Bilder liefern – das kann Leica in keiner Kamera. Und dann sind sie noch so frech und bieten nicht einmal eine RAW Bearbeitung in der Kamera an und schon gar keine Umwandlung in schöne, farbige JPEGS. Wer es gewohnt ist mit RAW und Lichträumen herum zu prickeln, wird sich hier besonders freuen – für mich sind die JPEGs eher peinlich, da nützt das beste Objektiv nicht viel. Hier gilt: RAW oder gar nicht! Das Umschalten vom AF in manuelle Fokussierung ist nur durch einen extrem kleinen, fummeligen Schalter am Objektiv möglich – da hört der Spaß wirklich auf.

 

LICHT:

+ sehr leise, auch mechanische Auslösung
+ Regendicht
+ Blendenring vorne, super Feeling
+ Bildstabilisator
+ schneller 3,7 MP Sucher
+ 20 B/ sec bis 1/40.000 Sec elektronisch
+ mechanisch wunderbar versenkte Dioptrienschraube
+ schöne Leica-Zahlen
+ elektronische Auslösung bei 1/40.000
+ zuverlässige Technik von Panasonic
+ sehr gute BQ mit RAW-Dateien und Entwicklung am PC
+ Abbildungsmaßstab im Nahmodus: 1:4.1
+ größerer Akku mit mehr Kapazität
+ Speicherkartenfach und Akkufach gut abgedichtet

 

SCHATTEN:

– fester Monitor
– 
28 mm Objektiv für mich falsche Brennweite
– 35-75 mm Ausschnitt – keine 90 mm
– AF-MF Umschaltung sehr fummelig
– AF bei Nachführung eher unsicher und langsam
– unschönes Menü
– nur 3 – 5 – 10 Bilder/sec
– nur +/- 3 Belichtungsstufen einstellbar
– alberne Bedienung über Wischgesten
– Nur 2 programmierbare Tasten
– Keine Serieneinstellung mehr am Hauptschalter
– Kein echter mechanischer, manueller Fokus
– Scheußliche Rückseite und langwierige Bedienung
– Hohes Gewicht
– Kein echtes f:1.4 Summilux
– Farb-arme JPEGs
– keine RAW-Bearbeitung in der Kamera = höchst inkonsequent
– kein Gewinn bei 50 ISO – 25 und 12 ISO nicht realisiert
– Kein schönes, tiefes Sepia
– Verlangt praktisch nach RAW = veraltet
– Nicht so gut bei hohen Empfindlichkeiten – bis 12.800 brauchbar
– kann das JPEG-Bild nur mit Daten anzeigen…
– kein USB-Anschluß, kein 
Akkuladen oder USB-Betrieb
– kein Micro-Eingang

Von der beschworenen Perfektion sehe ich keine Spur!
Auch wenn das hier jetzt vielleicht so anklingen sollte – ich möchte niemandem die deutsche Leica ausreden, sie hat sicher ihre Berechtigung und es lassen sich zweifelsfrei erstklassige Fotos damit anfertigen. Sie ist aus den genannten Gründen nur keine Kamera für mich – nicht zu dem Preis – bei 2500€ würde ich da vielleicht selbst schwach werden… weil sie so anders ist als alles Andere. Immerhin ist sie auch weitgehend konkurrenzlos, Fuji kocht nur auf halbierter Sensorflamme mit sichtbar schwächerem Glas und Sony müßte die Technik überarbeiten-
Man sieht nur leider deutlich, wie veraltet die erste Q jetzt schon ist und 28 mm wären niemals meine Wahl.
Wir sollten die kostspielige Kamera nie als Investition betrachten, sie wird in 3-4 Jahren hoffnungslos veraltet sein – das muß einem klar sein.
Man muß die Brennweite, die Farben oder den Umgang mit RAW lieben, sonst wird die Kamera kein treuer Freund.

Im Leica Himmel:

Eine James Bond 007 Edition in scheußlichem Grün – das wohl ein britisches Klischee und Jagdfieber bedienen soll… wird anlässlich das mutlosen, 3x verschobenen Abgesang auf den Brutalo-Darsteller D.C. in “No time to die” vermarktet werden – wenn der den je in einem Kino läuft.

Mit der Leica Q2 aufgenommene Fotos:


 

 

 

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