Tresor  
Filo Rings

Kategorie ‘News-Blitzlicht’

20. Oktober 2016
Nikkor AF-S 4,0/300 mm PF ED VR

Sehr gute Idee: Nikkor AF-S 4,0/300 mm PF ED VR

Ich finde es ausgesprochen positiv und bemerkenswert – Nikon jetzt auch mit DO-Fresnel-Linsen-Technik!
Nikon erkennt nach 14 Jahren die Wichtigkeit des von Canon eingeführten, technologischen Fortschritts mit der DO-Technik an (4,0/400 mm DO IS). Und Nikon kopiert nicht die Brennweite und antwortet mit einer eigenen Idee. Nikon brauchte natürlich einen eigenen Namen für das große Frontelement: PF – Phasen-Fresnel-Linse.
Es handelt sich um eine Eigenentwicklung, die der von Canon sehr ähnlich ist. Ein solches Objektiv braucht eine besonders stabile Fassung und stellt sehr hohe physikalische Anforderungen.
Ein Nachteil gegenüber bekannten Glas-Konstruktionen bleibt sein Verhalten im Gegen- und Streiflicht. Das kann dann im Bild stärkere, hässlichere Überstrahlungen hervor bringen und die weiche Auflösung des Hintergrundes beeinträchtigen. Es kann dann ringförmiges, farbiges Streulicht auftreten. Nikon bietet dagegen einen elektronischen Filter für die Nachbearbeitung durch Nikon-Software.
Diese Bildeffekte waren sehr ausgeprägt mit den ersten DO-Konstruktionen von Canon.

Der Druck hinsichtlich der Gewichte wächst aber auch beträchtlich, denn Canon und Nikon müssen sich gegen die spiegelfreien Kameras wehren, gegen geringere Gewichte und Baugrößen. Und das kann mit DO-Glas sehr gut gelingen. Von Canon wird erzählt, dass der Optik-Riese mit Hochdruck an 500 mm, 600 mm und 800 mm DO-Glas forscht…
Denn die technischen Hauptprobleme bei der Tele-Fotografie sind chromatische Aberrationen und hohes Gewicht. Beides wird durch die Fresnel-Technik sehr wirksam ausgeschaltet – weit besser, als das bei jedem anderen Tele-Objektiv bis heute der Fall ist. Canon hat inzwischen die 2. Generation der DO-Technik vorgestellt, dass 4,0/400 mm DO IS II und Nikon springt jetzt genau hier auf den Zug auf. Vermeidet aber bewußt die gleiche Brennweite und bietet ein 4,0/300 mm VR PF mit nur 755g – das bedeutet mit Sonnenblende also rund 850g – denn die ist dummerweise nicht eingebaut und immer zwingend notwendig.
Es hat die Größe eines 2,8/200 mm – ist kaum länger als ein 2,0/135 mm und bietet 300 mm – das hätte ein HIT für Nikon werden können – wenn Nikon endlich eine schnelle (Bildverarbeitung, AF, RAW-Speicherung, 1/8000 Verschlußzeit) und stabile DX-Kamera bringt!
Zwei Probleme traten anfangs mit dem 4.0/300 mm VR PF auf,
die unbefriedigende Bildstabilisierung, besonders bei kritischen Zeiten zwischen 1/20 Sekunde und 1/60 Sekunde
und eben diese sehr unruhige Hintergrundzeichnung – die doch weit entfernt war vom schönen Bokeh anderer 300 mm Objektive.
Stand 2016-08 ist das Problem mit der unzureichenden Stabilisierung wirksam behoben und auch an diesem unschönen Fresnel-Linsel-Effekt konnte offensichtlich noch mehr optimiert werden, als nur mit der Software. Es gibt noch kleine Unterschiede im direkten Vergleich, wenn man es darauf anlegt in schwierige Lichtsituationen hinein zu fotografieren. Doch ich sehe das bei den allermeisten Motiven als unkritisch an – die Vorteile der leichten PF-Konstruktion überwiegen bei weitem.

Das Beste daran sind die Optionen mit kleineren Sensoren:
Denn Nikon verfügt nicht nur über eine D500 und eine D7200 mit Faktor 1,5x =
AF-S 4,0/450 mm PF ED VR vergleichbar

Sondern auch über die Nikon V3 mit Griff und Faktor 2,7x
AF-S 4,0/810 mm PF ED VR vergleichbar
Der Sensor der kleinen V3 (18 MP) ist zwar leider noch nicht sonderlich gut und allenfalls bis 400 ISO brauchbar, aber das wird noch besser werden, mit der nächsten Generation. Die Nikon 1 J5 verfügt über den besseren 20 MP Sensor. nur für die Tele-Fotografie finde ich die Kamera weitgehend ungeeignet.
Im Vergleich zur Panasonic FZ1000 mit gleich großem 1″ Sensor und 2,8-4,0/25-400 mm Objektiv, die nur 750€ kostet – wäre das Paket mit Nikon schon 3000€ teuer, bei nicht wirklich besserer Sensorleistung bei 800 mm. Denn auch bei 800 mm digitalem Bildausschnitt, kann die Pana FZ1000 bei gutem Licht durchaus noch überzeugen. Vor allem habe ich damit mein Motiv schon im Kasten, während ich mit jeder anderen Kamera noch suche…

Am Vollformat finde ich ein 4,0/300 mm VR für die Tier-Fotografie öfter zu lichtschwach, da ist ein 2,8/300 mm im Vorteil. Es lässt sich zwar durch die jetzt besseren Nikkor-Konverter auf 1,4x und 1,7x aufpumpen – aber eben nur mit weiterem Lichtverlust. Bei der Dämmerungs-Fotografie sind dann meist keine kurzen Zeiten mehr möglich, um Freihand zu arbeiten oder gar Bewegung zu folgen. Auch sind die bisherigen Gehäuse, D610, D750, D810 noch relativ langsam und beschnitten in ihrer Leistung – im Vergleich zu dem was ich gewohnt bin.

Es ist also praktisch weniger als halb so schwer als Canons 4,0/400 mm DO IS II, die 300 mm Brennweite vom Nikkor sind aber an der besten APS-C Halbformatkamera, Nikon D500 ideal und denn eben ausbaufähig bei wenig Licht und für schnelle Bewegungen des Motives.

Größere Linsendurchmesser der Fesnel-Linse bergen größere Kontrastverluste und sind daher bisher weniger sinnvoll, Canon hat das schon mit dem 4,0/400 mm DO ausgereizt. Aber ein 4.0/600 mm DO befindet sich in der Konstruktionsphase.
Auch Zoom-Konstruktionen mit höherer Lichtstärke scheinen noch zu aufwendig und mit zu vielen optischen Kompromissen verbunden. Canons 4,5-5,6/70-300 mm DO überzeugte nicht so wirklich.

Konsequenterweise sollten dann bald ein AF-S 4,5/500 mm VR PF und ein AF-S 2,8/300 mm VR PF folgen! Ein neues 2.8/300 mm sollte 2017 auf dem Plan stehen – ich vermute aber, es wird eine herkömmliche Konstruktion – doch wenn es ein leichtes PF würde – wäre das ein Knaller.
Noch weiter gedacht wären auch ein AF-S 2,0/135 mm VR PF und AF-S 5,6/600 mm VR PF spannend.

Es ist denkbar, das höchste Lichtstärken wie f:2,0 und f:2,8 in Zukunft mit konventioneller Bauweise realisiert werden und Teles mit f:4,0 bis f:5,6 durch die Fresnel-Technik ersetzt werden können.

Sony, Olympus, Panasonic, Fuji, Samsung sind jetzt wieder im Nachteil, denn nur leichtere Kameras bringen im Tele-Bereich nichts – da sind leichte Objektive ohne CA-Fehler gefragt.

Der Preis von 2050€ ist wie immer abhängig vom Betrachtungswinkel. Nikon ist immer sehr hochpreisig und teurer als Canon, was schon mit den erwartet wesentlich geringeren Stückzahlen seinen Grund findet. Deshalb ist Sony meist noch teurer.

Im Vergleich zum bisherigen AF-S 4,0/300 mm, dem VR leider fehlt und das fast doppelt so schwer (1400g) und 7cm länger ist, kostet es rund 500€ (also ¼) mehr. Da erscheint der Preis der Neuheit noch fair.

Im Vergleich zum Canon 4,0/400 mm DO IS II – 6500€ – ist es sowieso günstig und der Verlust von nur 100 mm Brennweite, ist heute kaum noch pokalentscheidend. Doch für eine Festbrennweite mittlerer Lichtstärke sind 2050€ trotzdem ein stolzer Preis.

Inzwischen ist das 4.0/300 mm PF mit der D500 mein ständiger Begleiter.

IN DER PRAXIS:
Was sofort auffällt – wenn man gewohnt ist mit Panasonic, Olympus, Fuji im Telebereich zu arbeiten – ja und sogar im Vergleich mit Canon DSLR – die Nikon JPEG Dateien sind auffällig unfertig – gerne mal unterbelichtet, weniger Farb- und Brillanz-Kraft. Da ist dann sonnenklar, warum die Nikon- und Sony-Jünger immer nach RAW schreien – die sehen ja sonst gar kein schönes Foto!
Selbst mit der EOS 1DX sehen die JPEGs nicht schlimm aus und mit der 5DSR sehen sie sogar schon recht brauchbar aus, gute Farben, richtig belichtet, keine Nachschärfung notwenig.
Deshalb – ich habe mich so weit von der Nikon-Welt entfernt.
Der erste Eindruck mit den frühen Objektiven war:
Wunderbar leicht und kurz, aber der Bildstabi lässt zu wünschen übrig, die Fotos sehen aus wie in Brühe getunkt, keine echte Schärfe und gar keine Brillanz. Also Nikon hat die PF-Linse noch nicht im Griff. Von der Bildqualität eines 2.8/70-200 mm plus Konverter und vor allem vom 2.8/300 mm ist es meilenweit entfernt.
Ich konnte es ausprobieren mit dem neuen Sigma TC2001 2x Konverter – er passt – aber der AF ruckelt nur und findet selbst bei kontrastreichen Szenen keine Ruhe. Da die Fotos ohne Konverter schon nicht optimal ausfallen,  verbietet sich der Einsatz von allen Konvertern praktisch sowieso.
und damit ist dieses Reisetele-Objektiv nur sehr eingeschränkt zu empfehlen – wenn überhaupt.
Gute Idee – schwache Umsetzung zum horrenden Preis.

Das hat sich durch die interne Verbesserung und durch die sensationelle Nikon D500 total gewandelt. Selbst mit angesetztem 1.7x Konverter (TC-17 II) können sich die Fotos in den meisten Fällen sogar aus freier Hand einwandfrei bei den besten Fotos positionieren.

LICHT:

– geringes Gewicht, rund 850g
– moderner AF und VR
– mit der D500 sehr gut einsetzbar
– sehr wirksame Vermeidung von CA
– an der D500 sehr gut mit 1,7x Konverter mit AF
– wirksame Bildstabilisierung bis 1/60 Sekunde
– Abbildungsmaßstab: 1:4,2 aus 1,4 m Entfernung
– Stativadapter optional – wird auch freihand nicht benötigt
– 14,8 cm lang, 9 cm an der dicksten Stelle, 72 mm Filter
– mit Adapter an der V3 wie ein 810 mm nutzbar
– praktische Tasche wird mitgeliefert

 

SCHATTEN:

– Polycarbonat-Gehäuse wirkt billig
– unruhiges Bokeh kann im Gegenlicht entstehen
– kein AF mehr mit 2x Konverter!
– keine ausziehbare Sonnenblende eingebaut
– Stativschelle nur als teures Zubehör
– Preis ist gefallen, trotzdem oft noch über 1750€
– Made in China

 

 
 

19. Oktober 2016
NIKON – Fotografie wird zum teuren Vergnügen

nikon-af-s-nikkor-70-200mm-f2-8e-fl-ed-vr-lens-design

Und selbst das “knipsen” oder “ablichten” ist nicht mehr preiswert, schaut man sich die Preise für gute Smartphones an.
Nikon und Pentax folgen dem schlechten Beispiel von Sony – die kleinen Hersteller verteuern ihre Objektivpreise extrem.

Neu bei NIKON:

Nikon AF-S 2.8/70-200 mm FL ED VR
für 3180€
Könnte Nikon die Zeit auf null setzen, wäre das vielleicht endlich ein beinahe perfektes Nikkor-Zoom. Ein schweres lichtstarkes Reportage-Tele, dass endlich auch bei Offenblende gut ist, einen wirksamen Bildstabi besitzt, auch im Nahbereich einsetzbar ist und sogar wieder die AF-Stopp-Tasten besitzt.
Da es sechs Vorgänger in den letzten 30 Jahren hatte und jedem etwas fehlte wollte man hier wohl nicht mit der „Tradition“ brechen. Es ist nicht nur kaum leichter, der Blendenring ist natürlich auch nicht zurückgekehrt und der Preis wird wieder um zusätzliche 680€ gesprengt!

Auch hat es wie andere Tele-Zooms im Nahbereich unter 5 m allenfalls noch eine Brennweite von 130 mm, wer also z.B. Tiere aus geringer Entfernung groß ablichten will, ist mit einer 4.0/70-200 mm oder 5.6/80-400 mm Konstruktion erheblich besser beraten. Alle innenfocussierten Zooms, verlieren im Nahbereich beträchtlich Brennweite bzw. Vergrößerungseigenschaften. Erstaunlicherweise zeichnen die beiden Vorgänger-Versionen aber bei 1,50 bis 2 m ein größeres Bild. Ein solches Zoom muss leichter und kürzer sein, seine Brennweite muss bei 50 mm beginnen, es braucht einen Blendenring und eine satte Metallfassung und hohe Abdichtung.
Deshalb jetzt, 7 Jahre nach Canon: Nikkor AF-S 2,8/70-200 mm FL VR

nikon-70-200-fl

Die optische Konstruktion wurde wesentlich verändert. Es kamen zwar zu den 21 nur ein weiteres Glas hinzu, nur eine Gruppe fällt weg, aber anstatt wie bisher mit 7 ED-Sondergläsern ist es jetzt mit SECHS ED, 1 HRI und 1 Fluorit-Sondergläsern ausgestattet. Das verspricht in der Tat ein etwas besseres Bildergebnis, auch bei Offenblende und 200 mm und auch am größeren FX-Sensor.

Das Nikkor ist 4 mm kürzer geworden und schlank geblieben, Die Sonnenblende wurde verändert und eine neue schicke Tasche wird mitgeliefert. Das Gewicht sinkt geringfügig um 90g. Es wird ohne Stativschelle dann mit 1360g dann immer noch im Dauereinsatz ein Schwergewicht.

 Geschichte der 2.8 Zooms

Als Nikon 1978 zum ersten Mal ein lichtstarkes Tele-Zoom auf der Photokina zeigte – das AI 2,8/80-200 mm träumten alle anderen Hersteller noch. Bis dahin waren 4,0/70-200 mm Tele-Zooms das Maß aller Dinge. Der gezeigte Prototyp von 1978 ging allerdings nie in Serie, erst 1982 ging das AIS 2,8/80-200 mm in Serienproduktion und es wurden weltweit nur 1.593 Exemplare verkauft! (Quelle Steimers FotoListe – Vielen Dank!)

Die Jugendzeitschrift Bravo verfügte damals über eins dieser Zooms, das ich bei meiner Arbeit bei Life-Konzerten der Rock-Bands auch ab und zu mit 400 ISO Film einsetzen konnte. Es war höllisch schwer und war optisch nicht so scharf wie mein Pentax 4,0/70-210 mm das ich sonst nutzte. Die frühe manuelle Version wog 1900 g hatte 15 Linsen in 11 Gruppen, verwendete 1 ED-Glas und hatte eine relativ schlechte Naheinstellgrenze von 2,50 m. Es gab dazu auch schon den TC 200s 2x Telekopierter. Es war ein Schiebezoom mit einer dicken, kurzen Stativhalterung.

Erst mit Autofokus ging es dann Schlag auf Schlag, ende 1987 erschien das erste AF 2,8/80-200 mm das direkt ein großer Erfolg wurde und es wurden immerhin 175.831 Exemplare verkauft.
Das erste AF 2,8/80-200 mm ED war 1200 g leicht, 18,4 cm lang, hatte 16 Linsen in 11 Gruppen, davon 3 ED-Gläser und konnte dann schon bis 1,50 Meter fokussieren.

Es folgte 1992 bis 1996 die dritte Version, optisch und mechanisch baugleich, aber eine AF-D Fassung mit Unterstützung der Matrix-Belichtungsmessung.

Diese beiden ersten Autofokus-Versionen behandle ich hier zusammenfassend weil sie sich sonst nicht wesentlich voneinander unterschieden. In der AF-D Version wurde es abermals ein Erfolg und 163.085 mal verkauft!

Nikon konnte also rund 339 Tausend Exemplare innerhalb von 9 Jahren an die Fotografen weltweit verkaufen.

Als Nikon 1982 mit diesem Tele-Zoom begann, das sich bald großer Beliebtheit bei gut verdienenden Berufsfotografen erfreute, brauchte Canon noch 7 Jahre bis sie 1989 ihr eigenes EF 2,8/80-200 mm L anbieten konnten. Minolta kam dann etwa zeitgleich mit seinem 2,8/80-200 mm Apo, Pentax brauchte noch einige Jahre länger, Olympus hat so ein Tele-Zoom nie produziert. Vivitar bot mit der Serie 1 und dem 2,8-4,0/70-210 damals das spannendste manuelle Angebot und war bezahlbar und dann kamen Tokina, Tamron und Sigma mit manuellen 2,8/80-200 mm oder 2,8/70-210 mm Konstruktionen die leicht und handlich waren. Sigma und Tamron haben sich dann auch auf AF-Konstruktionen eingelassen.

Beiden frühen Nikon-Zooms fehlte die Innenfokussierung und Nikon setzte Anfang der 90iger noch auf den beliebten Schiebe-Zoom-Mechanismus bei dem die Brennweite durch zurückziehen des breiten Rings in Richtung Telebereich verschoben wurde. Stand das Objektiv auf manuell konnte man gleichzeitig die Schärfe fein und schnell einstellen.

Da sich ein Drehmechanismus aber nicht so leicht selbstständig macht und meist ein präziseres Einstellen der Brennweite erlaubt, wird heute fast ausschließlich der Drehmechanismus verwendet. Allerdings ist ein Brennweitenwechsel mit dem Schiebezoom erheblich schneller möglich. Ich habe dieses handliche und relativ leichte Zoom mit der gut geschützten Frontlinse immer gerne benutzt. Für unter 600-700 Euro war es gebraucht immer ein guter Kauf, wenn man auf Bildstabilisierung und schnellsten AF verzichten konnte.

Bis Canon 1990 richtig loslegte mit der Eos 1 und dem 2,8/80-200 mm L konnte Nikon von seinem Ruf zehren, doch dann war es schlagartig vorbei und die große Mehrheit der Berufsfotografen und Amateure wechselte den Hersteller. Erst 2007 konnte Nikon wieder richtig Fuß fassen und zumindest ernsthaft bessere Produkte vorstellen.

Es war mit 1200 g wirklich sensationell leicht, die neuen Exemplare mit VR II wiegen wieder deutlich über 1500g! Das manuelle Fokussieren macht bei diesem lichtstarken Tele aber nicht wirklich viel Freude, da die Schärfentiefe bei offener Blende schon sehr gering ist und der Autofokus da nicht selten bessere Arbeit leistet.
Dann kam eine Version mit AF-S, die gilt als optisch schärfste Version bei Nikon. Sie wurde dann durch die erste Version mit VR verwässert und der bisherige Nachfolger mit VRII war dann extrem teuer und lies einfach Blendenring, AF-Stopp-Tasten und einen großen Abbildungsmaßstab verschwinden.

Für mich hätte Nikon jetzt 2016 viel mutiger sein müssen und zumindest ein 2.8/50-200 mm Zoom bieten müssen.

Tele –Überlegungen

Ein 2.8/70-200 mm ist heute längst kein Aufreget mehr, jeder Hersteller, außer Tokina hat eines im Portfolio, alle zwischen 1000 und 3180€.
Es ist für Naturfotografen oft das wichtigste Objektiv in der Fototasche gewesen.
Gewesen, weil neue, schnellere Kameras mit großen Empfindlichkeitsreserven diese Kameras am Voll- und Halb-Format entbehrlicher machen. Dabei meine ich aber die große Blende f:2.8 und nicht die Brennweite.
Besonders im Nahbereich ist es wichtig, Tiger und andere größere Tiere kommen durchaus in Reichweite der 200 mm nah heran. Genau dann entsteht aber nicht selten das Problem zu geringer Schärfentiefe, dann ist abblenden auf f:5.6 notwendig.
Wenn man nicht gerade morgens um 4.30 Uhr oder Abends im letzten Licht fotografiert braucht man f:2.8 praktischer nicht mehr und auch dann reicht f:4.0 meistens aus.
Die große Blende ist heute allenfalls noch notwendig um Tele-Konverter einsetzen zu können.
An stelle dessen verwende ich aber heute lieber eine Halbformat-Kamera mit Faktor 1.5x und der Möglichkeit noch einmal 1.3x Vergrößerung dazu zu schalten.
Damit lässt sich dann besser arbeiten, als mit dem schweren 5.6/80-400 mm oder gar dem 4.0/200-400 mm.
An DX Kameras wird es zum 2,8/105-300 mm Traumzoom und hat die Option auf 4,0/150-420 mm (+ TC-14 E II) oder gar 4.8/180-510 mm (+TC-17 E II). Dadurch ist es sehr universell einsetzbar. Für den Tier- und Sportfotograf schlägt es eine gute Brücke zum 4,0/500 mm.

Das macht für manchen ein 2,8/300 überflüssig, obschon das optisch erheblich besser ist. Was Nikon fehlt, wäre ein kompaktes, leichtes AF-S 4,0/35-200 VR oder ein digitales AF-S DX 2,8/50-150 mm VR. Außerdem sollte auch ein AF-S 4.0/50-300 mm VR eine Option sein, das dann digital ein 4.0/75-450 mm Superzoom wäre und bei guter Qualität bis 6.8/130-760 mm reicht! 

Für mich sind Tele-Festbrennweiten wichtig, wenn sie tragbar, bis maximal 3 Kilo und hochlichtstark sind.

Für ein 2,8/400 mm oder 4,0/600 mm habe ich heute kaum noch die Kraft und die Lust, auch wenn das Fotografieren damit ein ganz besonderes Vergnügen ist. Ein 3,4/400 mm und 5,6/500 mm fände ich heute an digitalen Kameras wieder sehr attraktiv. Jeweils eine halbe Blende weniger lichtstark als bisher machbar um den Glasdurchmesser und das Gewicht auf etwa 3 Kilo zu reduzieren.

Nikon TS-E 4.0/19 mm

für 3989€

Warum taktiert Nikon so und zeigt solche neuen Objektive nicht auf der weltgrößten Fotomesse vor einem Monat?
Eingeweihten war zwar längst klar, dass diese beiden Objektive noch vor Weihnachten lieferbar werden, aber wir hätten sie eben auch zu gerne in die Hand genommen.

Wie wenige Händler in Deutschland werden diese Objektive jemals im Geschäft haben?

Nikkor 19 mm

Ich denke, die meisten von uns werden ein sehr gutes 4.0/50-200 mm oder besser ein 4.0/50-300 mm brauchen. Ein 2.8/70-200 mm wird immer mehr zum Exoten und die verlangten Preise werden diese Entwicklung beschleunigen.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

 

6. Oktober 2016
Photokina 2016 – Wunsch-Denken

sony-a6300-blitz
SONY ist so wichtig – die brauchen keine Photokina mehr – die bringen einfach neue Kameras 2 Wochen später –
Hier kommt die Sony Alpha 6500 mit Halbformat-Sensor
– 24 MP Sensor mit erstmals bei Sony: 5 Achsen Bildstabilisator im Kameragehäuse!
– neuer Phasen AF – 425 Punkte auf dem Sensor – weil der bisherige AF wohl doch nicht so gut und so schnell war…
– 11 Bilder pro Sekunde mit Nachführ-Autofokus (wenn es doch dafür auch mal ein angepasstes, schnelles, scharfes Tele-Objektiv gäbe)
– endlich erstmals bei Sony: Touch-Screen – allerdings wieder unbeweglich
– neues Menü, bessere Haptik
_ großer Speicher, 300 JPEGS und bis zu 100 RAW-Dateien in Folge
– 1700€ Gehäusepreis ab Dezember
Das ist jetzt vom Gesamtpaket wesentlich stimmiger, aber letztlich auch gut 700€ zu teuer – wenn Sony dann wenigstens mal gute Halbformat-Objektive bringt…
Von allen Sony-Kameras – ist das bisher die einzige, die ich aktuell kaufen würde – allerdings nicht zu dem Preis!
Trotzdem – auch diese Kamera ist für Viel-Fotografierer und Menschen mit professionellen Interessen keine Empfehlung – so lange der Service so miserabel bleibt!

Ob die Canon EOS M5 ein Hit wird, bestimmt letztlich der Preis und der muss erst einmal unter 1000€ fallen, mit Objektiv!
Canon EOS M5Canon EOS M5 oben
canon-eos-m5-back

Canon EOS M5 – 1130€ – also endlich eine voll elektronische Kamera mit EOS-M Bajonett, Sucher und Klapp-Monitor – 430g Gewicht! Mit Epson 2.36 MP Sucher – Klassenüblich. Leider nur 1/4000 Sekunde als schnellste Verschlußzeit und auch der Monitor bekommt keine superhohe Auflösung. NEU bei Canon, ein 5 Achsen Bildstabilisator zusätzlich in der Kamera!
Also alles bewährte Technik aus bereist bekannten Kameras.
Also dafür gebe ich vielleicht schon Geld aus, für die EOS 5D IV ganz sicher nicht.

Jetzt haben NIKON und PENTAX das Nachsehen – beide Firmen haben bisher keine überzeugendes System ohne Spiegel vorstellen können und Canon hat gerade noch die Kurve gekratzt. Ob die M5 dann der gewünschte Erfolg wird und die EOS 750D/760D dann endlich auf’s verdiente Altenteil kommt, wird von den Kunden entschieden. DSLR-Technik in preiswerten Kameras wird sterben.
Und ab jetzt werden Sony, Olympus und Panasonic an Boden verlieren, nur Fujifilm wird sich dagegen behaupten, weil die Objektivserie ganz anders aufgebaut ist – lichtstarke Festbrennweiten und hochwertige Zooms – bis Canon das für M liefert, werden viele Jahre vergehen.

Spannende Neuheiten von NIKON stehen bisher noch aus! Pentax hat alles gegeben mit der K1. Eine neuere 645Z ist dieses Jahr nicht in Sicht.

CANON NEWS:
EOS 5M: 24 MP Sensor, 5 Achsen Bildstabs eingebaut!!!, eingebauter MiniBlitz, nur 430g, sehr kompakt, 7 Bilder pro Sekunde, Touch-AF und komplett neues Dual-Pixel-AF-System stehen fest – sie kostet 1130€ (Gehäuse alleine).
Dazu bringt CANON ein 500€ teures, langweiliges, weil lichtschwaches 3.5-6.3/18-150 mm IS STM – das hätte ein 5.6/15-150 mm sein müssen – Canon eben.
Ebenfalls neu: Das alte Canon EF 4.5-5.6/70-300 mm IS wird abgelöst durch Version II – auffälligste Neuerung: Mit Grafik-Display zum Anzeigen von Blendenderen, Entfernung und Schärfentiefe. Preis: 580€
Eine nette Idee, die Zeiss voriges Jahr einführte – ein Kaufgrund ist das aber sicher keiner.

FUJIFILM sollte Hasselblad und Leica den Schneid abkaufen – ab 2017 soll es die digitale Fujifilm Mittelformat-Kamera mit 50 MP Sensor und 2 Festbrennweiten und Zoom-Objektiv geben, zum Kampfpreis. Das ist endlich eine sehr spannende Messeneuheit für Menschen mit höchsten Ansprüchen.

ACHTUNG:

Massive Preiserhöhungen bei Canon, Nikon und Sony – fast alles wird erheblich teuerer für DSLR!

Hier die offizielle Preisliste von Canon Deutschland!
http://www.canon.de/images/Preisliste_Canon_Consumer_Produkte_08082016_tcm83-376784.pdf

Also wenn Canon, dann jetzt – bald ist alles kaum noch zu bezahlen, wie vermutet werden mechanische Kameras mit Spiegel bald alle mindestens 4000€ kosten – zumindest die schnellen, professionell angehauchten.
Die hohen Preise entstehen zwar durch die Währungsunterschiede zwischen Yen und Euro und treffen die USA und andere Länder nicht so heftig – aber das ändert ja nichts daran, das wir hier kaufen (und reparieren lassen) müssen!
Die Listenpreise werden sich so nicht komplett im Handel finden, aber dennoch könnten wir bis zu 20% mehr zahlen ab Winter – zumal die Bestände knapp sind.
Wer noch etwas zum guten Preis will, gerne E-Mail an mich, ich suche ein sehr gutes Exemplar aus, zum fairen Preis!

HR_5D_MARKIV_EF24-105_FRONT_CL-e1472101325915

Ich weiß einfach nicht was bei mir überwiegt – die Enttäuschung über so eine wenig innovative Kamera oder die Freude, dass ich so viel Geld dafür einspare.

Canon EOS 5D IV enttäuscht mich wieder massiv – das wird die am wenigsten erfolgreiche EOS 5D – denn wer soll dafür mehr als 4000€ ausgeben?

Eine echte Innovation sehe ich nicht. Geld gespart.
Auch wenn die Messe im Internetzeitalter kaum noch Bedeutung für Neuheiten hat und die Photokina an sich seit Jahren gewaltig an Bedeutung verliert, so gibt sie dennoch Anlass für viele Spekulationen.
Fast alle Hersteller (bis auf Canon, Leica und teilweise Panasonic bei Wechselsystemkameras) sind praktisch abhängig von Sonys Sensor-Produktion. Und genau die liegt seit Monaten im Erdbebengebiet und erwacht nur langsam zu neuem Leben.
Ich rechne nicht mit der Lieferfähigkeit vieler neuer Produkte von Jahreswende.

Es wird mehr eine Erwartungs-Messe und vielleicht bekommen wir spannende Objektive und Zubehör.

Nachdem Sony, Leica und Hasselblad, so gut es von diesen Herstellern aus der dritten Reihe zu erwarten war, vorgestellt haben wohin sich die Fotogeräte in den kommenden Jahren entwickeln – weg von Mechanik, weg vom Spiegel, von kompakten, günstigen Objektiven, hin zu elektronischen Suchern und schweren, hochpreisigen Objektiven.
Canon und Nikon und Pentax hat das bisher unberührt gelassen oder sie haben doofe Versuche mit Nikon 1, Canon Eos M und Pentax K01 gezeigt, die hierzulande, im Land der kritischsten Fotoanwender nicht gut ankamen.

Mußten sie auch nicht, denn was Sony, Olmpus, Panasonic, Leica den Fotografen mit Erfahrung und hohem Anspruch versuchen zu verkaufen – ist abgesehen von den Sensoren noch weit weg von einer leistungsfähigen DSLR-Kamera.

Auch 2016 heißen die in vielen Punkten besten Kameras:
Canon EOS 5DSR (etwas mehr Bildrauschen ab 3200 ISO)
Nikon D500 (schnell, handlich, bester AF, schwächere Objektive)
Canon EOS 1DXII (extrem schwer, laut und teuer)
Nikon D810 (dick, schwer, doofe Bedienung)
Canon EOS 5D4 (keine Innovation, viel zu teuer)
Pentax K1 (fehlende Objektive, schwächerer AF – sonst super)
Nikon D5 (teuer, schwer, laut, Nikon)
Nikon D750 (ausgebremst, Nikon-System)
Canon EOS 80D (Dynamik und Bildrauschen nicht optimal, beweglicher Monitor)

und haben allesamt einen Spiegel und optische Sucher!
Der Wunsch wird aber größer, dass auch Nikon und Canon vollelektronische Kameras mit Kleinbild-Sensor vorstellen. Wenn auch bitte nicht auf dem Gehäuse-Niveau von Sony Alpha.

Doch alle drei Hersteller müssten ganz neue Objektive konzipieren, denn Adapter sind für viele Motive keine echte Lösung. Und sie würden auch mit 3-5 Objektiven beginnen und würden viele Jahre brauchen. Doch irgendwann müssen sie beginnen – ob zur Photokina der Startschuss fällt, kann derzeit niemand sagen. Ich vermute es nicht.
Canon wird die EOS M mit Halbformat-Sensor weiter ausbauen und Nikon steht mit der Serie 1 im Regen und Ricoh freut sich über Achtungserfolge mit der Pentax K1 und 645Z.

CANON OBJEKTIVE:
Canon 2.8/16-35 mm L II ist da und deutlich verbessert
Canon 4.0/24-105 mm L IS II wurde endlich deutlich verbessert

Ich werde beide nicht brauchen. Beim Superweitwinkel brauche ich zu selten f:2.8 und beim 4.0/24-105 mm brauche ich mehr Brennweite.
Der Preis für das 2.8/16-35 mm ist ohnehin verrückt, jenseits 2000€.
Canon 4.0/600 mm IS DO wird als Studie gezeigt, ist vermutlich erst Ende 2017 fertig und die anderen Super-Tele sind ebenso mit DO-Linsen in Konstruktion!
Dann wird Vollformat ⅓ leichter und ist damit kaum noch vom Halbformat oder von spiegelfreien Kameras zu schlagen. Dann sehen vor allem SONY, NIKON, SIGMA und PENTAX mit ihren frischen Neurechnungen wieder sehr alt und sehr schwer aus! Letztlich fehlt dann der Sony Alpha-Baureihe jeglicher Kauf-Anreiz.
CANON schlägt sie alle mit DO-Glas!
Trotzdem braucht Canon noch mehr:
Canon 2.8/20 mm – 1.4/50 mm – 1.2/85 mm L III – 1.8/135 mm L – 5-6/1000 mm L IS –
2.8/15-50 mm IS – 5.6/24-240 mm L IS

NIKON OBJEKTIVE:
Nikkor 2.8/70-200 mm FL ED VR wird bald vor gestellt, das ist wichtig – allerdings sollten wir uns auf einen Preis von 3000€ einrichten…
Ein 4.0/19 mm TSE
ist auch in Produktion um sich irgendwie gegen das Canon 17 mm TSE zu behaupten.
noch wichtiger sind endlich ein neues, leistungsfähigeres 2.8/300 mm FL ED VR
und auch das alte 4.0/200-400 mm verdient eine deutliche Verbesserung.
Ein neues Tele-Micro-Nikkor 4.0/200 mm erwarten ebenfalls viele Fans!

 

SPIEGEL-Frei:

Canon M5

Ich bin sehr gespannt was uns hier tatsächlich für 2017 präsentiert wird – denn die semiprofessionellen Kameras werden alle erneuert – den Anfang haben die Fujifilm X-Pro2 und X-T2 gemacht, Olympus folgt mit der E-M1 II, Panasonic mit der GH5 und Sony mit einer Alpha 6500 und Canon tritt mit der EOS M5 erstmals etwas ambitionierter auf.

Derzeit sieht meine Rangliste der spiegelfreien Kamera-Gehäuse noch so aus:
1. Panasonic GH4 (schwacher Sucher, beste Haptik, tolles System)
2. Panasonic GX8
3. Fujifilm X-T2 (großer Sucher, beste Objektive, launiger Verschluss und AF)
4. Canon EOS M5 (guter Sucher, schneller AF, logische Bedienung, leider nur Klappmonitor, wenig Objektive)
5. Fujifilm X-Pro2 (spannender Sucher, besserer AF)
6. Sony Alpha 6500 (schwaches System, schnelle Kamera, unzuverlässige Objektive)
7. Olympus E-M5 II (viele Funktionen, schwaches Gehäuse, dumme Bedienung)
8. Olympus E-M1 (IS, Akku, Sucher nicht mehr zeitgerecht)
9. Sony Alpha 6300 (schwaches System, schnelle Kamera, unzuverlässige Objektive)
Alle anderen Kameras überzeugen mich heute nicht mehr. Viele gute Kameras sind zu klein und zu fummelig für mich und haben keine Ausdauer (Akku).

Ich behelfe mir auf Reisen immer noch sehr gerne mit:
1. Panasonic FZ1000  – demnächst FZ2000
2. Canon G5X

X-T2_BK_VPB_Front_White

SUCHER – FINDER
Bisher zeigen nur Fujifilm (X-T2) und Leica (SL) wie eine ernsthafte Zukunft ohne Glassucher aussehen kann. Alle anderen Kamerasysteme ohne Spiegel und Glassucher enttäuschen schließlich mit viel zu geringen Sucher-Auflösungen – praktisch alle Hersteller sind bei einer Auflösung von 2,36 MP stehen geblieben – denn das ist der elektronische Sucher, den sie derzeit preiswert bei Epson kaufen können.
Der Sucher in der Fujifilm X-T1 und X-T2 ist nur besonders groß. Die Leica SL verwendet als einzige Kamera die neue Generation mit 4.40 MP Auflösung.
Genau das muß jetzt aber in den neuesten Kameras umgesetzt werden:
Kamera-Neuheiten wie: Olympus E-M1 II, Panasonic GH5, Sony Alpha 9, Leica T2, Canon M5 sind für mich nicht akzeptabel mit geringerer Auflösung.
Auch der rückseitige Monitor muss endlich mehr als die übliche Auflösung von nur 1 MP bieten.

OLYMPUS hat logischerweise eine neue E-M1 vorgestellt und will für 2000€ – 20 MP, beweglicher Monitor und alles verbessert um irgendwie technisch und haptisch zu Panasonic aufschließen zu können.

Die Kamera braucht ein neues Akku-System, deutlich weniger Stromverbrauch, endlich einen treffsichereren AF und eine leise, effektivere Bildstabilisierung, an der jetzigen E-M1 und E-M5II gibt es für mich viel zu verbessern.
Die Gerüchte über eine FourThirds-Kamera mit größerem Sensor bekommen immer mehr Nahrung durch Objektiv-Patente mit KB-Brennweiten. Ich zweifle ob Olympus das riskiert und wenn müßten sie konsequenterweise von 4/3 weggehen zu 1/1 – zum quadratischen Sensor und uns entscheidende Vorteile im Handling und Bildqualität bieten. Also dass was Sony bisher nur behauptet und mit keiner Kamera liefert.
Dennoch, die E-M1II wird zu teuer! Das kauft kaum noch jemand!
Außerdem sind für microFourThirds mindestens 3 neue Olympus-Objektive bald erhältlich:
OLYMPUS 1.2/25 mm PRO – 1300€
Wenn ich bedenke, das es einem 2.4/50 mm an einer KB-Vollformat-Kamera entspricht oder einem 1.8/35 mm – dann ist das Objektiv ein Blender, den ich nicht brauche.
Bei f:1.2 müßte also bei wenig Licht der AF-Punkt perfekt sitzen – das ist vermutlich nicht häufig der Fall. Trotzdem für Olympus-Fotografen ein wichtiges Objektiv.
OLYMPUS 3.5/30 mm Macro 1,25:1! für 300€
spannend und für noch kleines Geld zu haben.
OLYMPUS 4.0/12-100 mm PRO IS! für 1300€
das Zoom ist ein spannendes, wichtiges Objektiv.

Alle schielen auf mFT-Weitwinkelobjektive, weil sie so schön klein und handlich sind. Doch in Wahrheit ist ihre Qualitätsausbeute sehr beschränkt. Das Vollformat mit erstklassigem Objektiv ist weit überlegen, besonders bei 51 MP oder bei schwierigen Lichtverhältnissen.
Es fehlen weiterhin zwingend im mFT-Kosmos:
2.0/150 mm und 2.8/300 mm und ein 4.8/500 mm wäre auch wichtig.

PANASONIC bringt 2017 neue Leica-Versionen:
2.8-4.0/12-60 mm OIS & 2.8-4.0/50-200 mm OIS
schade: das 4.0/7-14 mm wurde noch nicht optimiert.
Die G80 löst schon wieder die G7 ab, bleibt aber bei dem 16 MP Sensor stecken – letztlich eine wenig interessante Neuheit. Immerhin zieht sie mit Olympus gleich und bekommt den 5 Achsen Bildstabilisator.
Eine GH5 ist fest eingeplant für 2017, wird aber vermutlich auch um 2000€ kostens.
Die GH5 wird natürlich auf 20 MP angehoben und wird wieder die wichtige Hybrid-Kamera für Filmer und Fotografen werden.
Was aber viel wichtiger ist: Sie muss endlich einen viel besseren Sucher bekommen, größerer Einblick, klarer und viel mehr Auflösung!

Kameras mit Zoom-Objektiv:

Technisch ist hier Panasonic seit Jahren fast uneinholbar. Auch wenn das Sony, Canon, Nikon und Olympus gerne anders darstellen. Deshalb ist es jetzt besonders spannend wie Panasonic seine beliebten Kameras LX100 und FZ1000 überhaupt noch verbessern will.

Der Nachfolger des beliebten Testsiegers LX100 kommt:
Panasonic LUMIX LX10
mit verändertem Objektiv, jetzt noch lichtstärker, Leica 1.4-2.8/24-72 mm (1.7-2.8 vorher),
20 MP, Monitor zum Klappen mit Touch-Screen und verbessertem OIS – allerdings löst sie die LX10 nicht wirklich ab, denn sie verfügt nicht über einen Sucher.
Panasonic FZ2000
bekommt ein neues Objektiv: Leica 2.8-4.5/24-480 mm
und ein wertigeres Gehäuse und  noch mehr Geschwindigkeit mit einem innenfokussierten Superzoom, sie schafft jetzt 12 Bilder pro Sekunde ohne AF-Nachführung in AF-S und 7/B Sek mit AF-C.
Es bleibt beim 20 MP Sensor, der jetzt hoffentlich noch etwas weniger Bildrauschen erzeugt.
Sie bekommt endlich den automatischen ND-Filter!

FUJIFILM muß ein 2.0/200 mm bringen, wenn sie ernst genommen werden wollen.
Ein 2.0/23 mm und 2.0/50 mm (2017) reichen nicht aus und interessieren allenfalls die Sparsamen. Das angekündigte 2.8/80 mm Macro hingegen wird 2017 dann wirklich vielversprechend.

SONY wird seine Alpha 99 SLT vielleicht endlich an den Stand der Technik anpassen und vielleicht auch eine Serie 9 ohne Spiegel beginnen. Was Sony bisher geliefert hat, finde ich mit Ausnahme der Sensoren, so langweilig und unausgewogen, das ich darüber erst einmal nur am Rande berichte. Viel zu teuer, eil zu große Objektive an viel zu kleinen Kameras = Sony.

LEICA wird die furchtbar peinliche Leica T verschrotten müssen und etwas viel besseres zeigen müssen.

SIGMA wird neben weiteren erfolglosen Kameras auch neue ART-Objektive vorstellen.
Mutlos werden vermutlich die Reportage-Zoom-Objektive 2.8/24-70 mm und 2.8/70-200 mm neu aufgelegt. Nur versteht Sigma leider nicht, das genau darauf niemand wartet.
2.8/24-90 mm OIS und 2.8/50-200 mm OIS wären hingegen eine wirklich mutige Ansage!
Auch das 1.4/85 mm ART wird endlich Wirklichkeit.

a022n_angle_20160707

TAMRON zeigt bereits ein deutlich verbessertes 5.0-6.3/150-600 mm II
es soll dann endlich staubdichter sein, der Stabilisator verbessert, Fluoribeschichtung für die Frontlinse und noch bessere Naheinstellgrenze.
Das sind gute Neuigkeiten, doch wird das die Käufer der letzten 2 Jahre nicht freuen. Deshalb platziert Tamron dieses neue Zoom ähnlich wie Sigma seine schwere SPORT-Version bei 2000€ und das ältere Modell bleibt einstweilen für unter 1000€ günstig im Handel.
Zwei neue Objektiv-Konverter wurden für dieses SP-Objektiv ebenfalls angekündigt: 1.4x und 2.0x – sie sind nicht kompatibel mit allen anderen Tamron Objektiven. Wohl aber mit zukünftigen Neuheiten wie SP 3.5/180 mm Macro G2 und SP 2.8/70-200 mm VC G2.
Für die Halbformat-Kameras ist ein neues Superweitwinkel längst überfällig, das betagte 3.5-4.5/10-24 mm, was nie wirklich überzeugen konnte, wird abgelöst.

tamrontc-728x403

TOKINA führt eine neue lichtstarke Kameraserie ein – FIRIN
und startet mit einem manuellen 2.0/20 mm in APS-C für Filmer.

SAMYANG bringt ein 2.8/14 mm Superwide. Und erste Objektive mit Autofokus.

ZEISS ist die Marke mit der meine Erfahrungen eher schattiert sind, nur wenige Objektive haben mich je wirklich überzeugt. Die neuen Serien Batis, Milvus, Touit, Loxia und Otus wollen Emotionen wecken. Doch für mich scheitern viele schon an Design und Berührungshaptik und noch mehr am Autofokus.
Zur Messe werden 4 weitere Milvus-Objektive für Canon und Nikon DSLR in Aussicht gestellt:
2.8/15 mm – 2.8/18 mm – 2.0/135 mm.
Außerdem neu bei Zeiss: LOXIA 2.4/85 mm für Sony E-Vollformat.
Keine Ahnung warum jemand denkt heute noch solche Objektive haben zu müssen…

Es bleibt wohl so weit alles beim Alten, es wird weiter die Kameras geben, die für mich in der Form nicht mehr in Frage kommen:

Pentax (Objektive – Autofokus – Preise)
Sony (Haptik – Bedienung – Technik – Objektive – Autofokus – Preise)
Leica (Technik – Autofokus – Objektivpreise – Bedienung)

Firmen die sich bemühen, bei denen mir aber immer etwas entscheidendes fehlt:
Nikon (Preis – Leistung – Objektive – Bedienung)
Olympus (die Kameras überzeugen mich seit einigen Jahren gar nicht mehr)
Fujifilm (muss sich jetzt mit der X-T2 und neuem Blitz bewähren)

und die bewährten Hersteller, wo die Kompromisse für mich am kleinsten bleiben:
Canon
Panasonic

 

Ich WÜNSCHE mir:
Eine Pentax 645ZN für 6000€ mit flottem AF!
Eine Nikon D820 mit dem AF der D500, voll beweglichem Monitor und dem 42 MP Sensor von Sony!
Eine Canon EOS 5DSR mit noch mal verbesserter Dynamik, neuem AF a la D500 und noch schneller!
Ein Canon EF 2.8/300 mm L IS DO unter 2 Kilo, ein 4.5/500 mm L IS DO unter 2.5 Kilo, ein 1.8/135 mm L IS

und wer mir ein 4.0/50-300 mm IS und ein 4.0-5.6/50-500 mm IS baut – leicht und sauschnell, dem kaufe ich gleich sein System ab.

Nikon-F1.4-Nano-Crystal-Prime-Lenses Nikon-AF-S-Nikkor-105mm-f1.4E-ED-lens-2 Nikon-Nikkor-f1.4-lenses

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht