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Filo Rings

Kategorie ‘Objektive im Test’

6. März 2012
Zeiss 1,8/24 mm für Sony NEX

Zeiss 1,8/24 mm für Sony Nex-System-Kameras   = 1000€

Tamron 3,5-6,3/18-200 mm VC Nex = 600€

das beste Duo für jede Nex-Kamera.

 


Alle Objektive und Kameras von Canon, Olympus, Panasonic  und  Sony sind auf Wunsch verfügbar!

Nikon, Sigma, Tamron auf Anfrage.

 

 

1. März 2012
Kamera-Neuheiten – Zahlen Bitte!

Tagebuch-Gedanken: 2012-März-01

Die neuen Preise sind gepfeffert – aber nur Amateure diskutieren über Preise, oder?

Da will Canon 6300€ für die bisher einzig echte und robuste Profikamera.
Nikon lässt sich nicht lumpen, will 3200 für die D800 E und 5900€ für die D4.
Über Leica-Kameras reden wir mal nicht…
Kameras sind ja KEINE Investition, ganz gleich wie teuer das schwarze Gehäuse heutzutage erstanden wird, nach spätestens 2 Jahren haben die Mitbewerber spannendere Alternativen und nach nur 3 Jahren gibt es oft ein wesentlich verbessertes Modell – zumindest ist das bei der Profiklasse derzeit so Alle anderen Kameras sind schon nach 1-2 Jahren veraltet.
Sicher brauche ich nicht immer die neueste Kamera um tolle Fotos zu belichten, dafür reicht oft auch meine alte Pentax LX. Doch ich teste und arbeite am Limit und bin noch längst nicht zufrieden mit dem was der Autofokus in vielen Gehäusen und mit den meisten Objektiven leistet. Für flüchtige Motive ist die Beherrschung der Kamera, der AF und das richtige Objektiv, einfach unsagbar wichtig. Mit der Nikon D200 und D2 gab es erstmals seit langem einen großen Sprung und auch die Canon Eos 7D schlägt sich wacker , die Canon Eos 1D MK IV ist endlich auch relativ problemfrei schnell mit neuen Objektiven, die Olympus E-P3 brachte eine ganz neue AF-Qualität in den unteren und mittleren Brennweitenbereich. Richtig schnelle Objektive bieten derzeit nur Canon (Super-Tele) und Olympus (mFT), alle anderen Produkte sind für meine Arbeitsweise derzeit einfach nicht ideal. Nikon ist zwar nicht so viel langsamer als Canon und rechtfertigt kaum einen Wechsel ins weiße Lager und doch bin ich froh, keine große Nikon Ausrüstung zu haben. Wenn ich mit Nikon arbeiten müßte, dann nur mit D4 und 4,0/500 mm, 4,0/16-35 mm VR; 4,0/24-120 mm alle anderen Objektive würden mich kaum reizen.

Der Kauf einer Profikamera frisst ein richtig tiefes Loch 3000-6000 € sind selten leicht verdient. 
Selbst wenn ich rund 1000 € Steuer erst einmal heraus ziehe, gut 5000 € noch mal zusätzlich in 2-3 Jahren verdienen mit Fotos – das gelingt den allerwenigsten. Wenn man die Kameras nicht ganz schrottet, kann man, bei rechtzeitigem Verkauf, aber immerhin  noch einmal 3500 – 4000€ (und die Steuer noch dazu bezahlt) heraus bekommen.
Wenn Verdienst da ist, lohnt sich die Anschaffung trotzdem.

Bei Objektiven sieht das besser aus, ein Supertele, vor 6 Jahren gekauft, hat 7000€ gekostet, heute kostet es 11.000€, der Wiederverkaufswert bei guter Behandlung liegt bei bis zu 6000€ – Verlust – nicht spürbar, schon gar nicht betrachtet auf 6 Jahre und unzählige 1000 Fotos.

Deshalb, die Anschaffung eines sündhaft teureren Super-Tele-Objektivs oder extrem gutem Leica-Weitwinkel-Objektivs zahlt sich immer aus. Die Anschaffung einer Profi-DSLR nur, wenn man sie pflegt und sehr rechtzeitig im guten Zustand verkaufen kann.
Zuletzt war ich sehr unglücklich mit den Canon Kameras, außer mit der 7D habe ich mich mit fast allen herum geärgert. Die Eos 5D MK II war für mich viel zu langsam, die Eos 1Ds MK III hat mich nie wirklich gereizt und war mir auch zu langsam, die 60D kam gar nicht in Frage, die Eos 1D Mark III war gut, aber im High-ISO Bereich nicht gut genug; die Eos 1D MK IV keine so wesentliche Verbesserung bis die Super-Teles lieferbar waren (denn seit dem ist der AF erheblich schneller) – ich denke die Eos 1DX ist ein großer Sprung und hoffentlich das große GELD auch wert.

Wer eine Nikon D700, D3s oder gar D3x hat kann ruhig durchatmen, er braucht weder eine D800, noch eine D4 – bei Nikon kann derzeit nur eine D400 neue Kaufwünsche wecken. Die kommt aber vielleicht erst im Spätsommer, wenn sie auf den 24 MP Sensor von Sony setzt, könnte das für viele mit ihren Objektiven schon sehr schwierig werden. Besser wäre ein rauscharmer 18-20 MP Sensor. Bei Nikon würde ich abwarten.
Sony ist mit dem Vollformat noch nicht so weit, das ändert sich erst mit neuen Objektiven und der kommenden Alpha 99. Ob die Masse der Amateurfotografen aber den elektronischen Sucher schon akzeptiert? Der Sony Alpha 900 Sucher ist der beste DSLR-Sucher der je in eine Kleinbildkamera eingebaut wurde – ich bin gespannt wie groß und gut seine elektronische Ausführung werden wird. Die Sony Alpha 77 ist für alle Besitzer von Minolta- und Sony-Objektiven ein Segen und für alle anderen nicht wirklich interessant. Alle anderen Alphas spielen keine Rolle mehr.

Es scheint als geht APS-C in DSLR-Kameras langsam die Puste aus. Es kommen keine spannenden Objektive mehr, der Druck durch Vollformat-DSLR wächst durch die Neuvorstellungen deutlich, ganz zu schweigen durch das Angebot der Systemkameras. Was fehlt sind innovative, kompakte, leichte Zoom-Objektive und lichtstarke Festbrennweiten. Canon bringt kein besseres 2,8/15-55 mm IS, kein 4,0/8,5-18 mm; kein 2,8/31-130 mm IS, ein 1,8/22 mm; kein 1,8/31 mm und Nikon kein 2,8/16-55 mm VC, kein 2,8/33-150 mm  VC; kein 1,8/23 mm – Chancen vertan. Die neuen Systemkameras werden alle DSLR-APS-C-Kameras kannibalisieren. Kameras wie die Eos 60D, die Eos 7D, die Nikon D7000; die Nikon D300s werden nicht mehr gebraucht, oder allenfalls noch als Konverter für die Vollformat-Objektive genutzt. Die vier großen Hersteller haben es versäumt wirklich perfekt angepasste Objekte vorzustellen und Sigma und Tamron konnten die Lücken auch nicht wirklich füllen.


 
 

26. Januar 2012
Sony Zeiss Sonnar T* 1,8/24 mm NEX

Da ist es ja endlich – der zeitbeste Grund eine Sony Nex Kamera zu kaufen – das Sony Zeiss Sonnar T* 1,8/24 mm

Es bietet den oft begehrten Bildausschnitt eines 1,8/36 mm Reportage-Objektivs, dass man im letzten Jahrhundert sehr gerne und erfolgreich einsetzte.

Die Verpackung ist monströs, 20 cm lang 11 cm breit und hoch, zunächst glaube ich an eine Verwechslung, besonders weil ich die handlich-kleinen microFourThirds Objektive gewohnt bin. Deren Kartons sind selbst bei mehr Brennweite halb so groß.
Nach vorsichtigem Lösen des weißen Sony Siegels st0ße ich auf dicke Wellpappe und fein abgeteilt, auf vier klein gefaltete Bedienungsanleitungen, eine auch auf Deutsch. Und – das ist eine Besonderheit bei Zeiss-Objektiven – ein Zettel mit der Seriennummer, dem Linsenquerschnitt und einer echten japanischen Unterschrift eines japanischen Inspektors – der dieses einzelne Objektiv zuletzt in seinen prüfenden Händen hatte. Unter der Wellpappe kommt ein schwarzer Kunstlederbeutel mit einem orangenem Rand zum Vorschein, der auch mit 15 cm Länge und 9 cm Durchmesser, riesig wirkt.

Das Sonnar-Objektiv ist dann zum Glück doch nur noch 6,5 cm lang und mit aufgesetzter Sonnenblende 7,5 cm dick. Mit  Deckeln und Sonnenblende belastet es meine Tischwaage mit 270g Gewicht.

Die Sonnenblende macht einen Hochwertigen Eindruck, scheint auf den ersten Blick sogar aus Metall. Erst bei genauerem Hinsehen entdecke ich das ein 2 cm breiter, hauchdünner Aluminium-Ring in die Polycarbonat-Sonnenblende eingelassen ist. Clever! Genauso sind ja auch schon die Objektive verarbeitet, Metallfeeling kaschiert das Innenleben aus hochwertiger Plaste. Also wenn schon Plaste, dann so. Panasonic kann das mit seinem 2,5 cm kurzen 1,7/20 mm Pancake, dass nur 100 g wiegt allerdings sehr leicht toppen. Und selbst das Leica Summilux 1,4/25 mm mFT ist merklich kürzer und leichter. Richtig geil ist die Naheinstellgrenze der Zeiss-Festbrennweite, 7 cm ab der Frontlinse des Objektives – da weiß ich sofort was mich bei Leica-M-Objektiven immer ärgert… 70 cm sind heute eine Zumutung. Abbildungsmaßstäbe von 1:7,7 (Panasonic) und schlimmer machen mir nicht wirklich Freude – doch das schwarze Sonnar bietet 1:4 – das ist eine ganz andere Welt bei dieser Brennweite.

Der Autofokus ist mir immer bisher besonders wichtig und auch das schöne Zeiss Objektiv ist wieder relativ langsam, sowohl an der Nex 5n als auch an der Nex 7. Das ist jetzt ein gefühlter Eindruck, die Panasonic G3 ist mit 1,7/20 mm noch langsamer, aber die Olympus E-P3 fokussiert mit allen Festbrennweiten erheblich schneller und sicherer, auch bei wenig Licht. Hier muß Sony noch mächtig nachlegen und die kommende Olympus Kamerageneration wird noch schnelleren AF bieten…

Beim ersten Einsatz fühlt sich die Kombination Nex 5n mit Zeiss schon recht kopflastig an, die 270 g ziehen mächtig nach unten, weil die Nex ja nur 280 g alleine wiegt.

Erster Praxis-Eindruck, schön gemacht von Zeiss, zwar noch langsamer AF – aber das wird mit neueren Kameras besser, sagenhafte Nahgrenze – schön schwarz und Metall – behalte ich. Der Preis von 1000€ ist natürlich nicht von schlechten Eltern, nur Leica nimmt für vergleichbare optische Leistung und erstklassige Mechanik den 3,5 fachen Preis für Handmade in Germany. Wenn sich die Bildqualität dem Leica Summicron ebenbürtig zeigt, ist es die 1000 € auf jeden Fall wert und meine kanadischen und japanischen Kollegen bestätigen genau das. Hier wird offensichtlich was Olympus für die Pen Reihe noch zwingend fehlt : ein Zuiko 1,8/17 mm oder noch besser 1,4/17 mm. (Aber bitte in der Bauweise des 2,0/12 mm aus Metall und in schwarz bitte!)

Ich war nie ein großer Zeiss-Fan, fand die Gläser nie so überragend, zumindest kaum für Contax- und Sony Alpha-Anschluß – aber wenn mehr Zeiss in dieser Qualität für Sony Nex entsteht, könnte ich in Versuchung kommen meine Meinung zu ändern. Geiles Teil!

Warum ist das Sonnar T* 1,8/24 mm nur der zweitbeste Grund eine Nex zu kaufen? Ganz einfach, ich denke, der beste Grund ist ein Leica Summilux 35 mm; oder 50 mm oder ein anderes Objektiv vom besten Objektiv-Hersteller.

Für alle, die jetzt auf den Geschmack gekommen sind, hier können Sie es bei mir direkt bestellen:

Aber ich würde es sehr begrüßen, wenn Sony uns noch mehr Zeiss-Gründe in der Qualität liefert um eine Nex zu kaufen:

Tessar 3,5/12 mm

Tessar 2,8/14 mm

Planar 1,4/33 mm

Planar 1,4/60 mm

Macro-Planar 2,8/70 mm

 

Erste Test-Aufnahmen mit meinem Kater “Poule” – Sony Nex 5n mit f:1,8 bei 1000 ISO und aus teilweise nächster Nähe – einfach Klasse!

 


 

Veröffentlicht in General, Objektive im Test