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Filo Rings

3. Januar 2015
Der aktuelle Stand – Kameramarken

Zeiss

Welche Systemkamera kaufen?

Die Fotografen kaufen sich gerne mal eine neue Kamera, bisher war meist wichtig, dass sie zu vorhandenen Objektiven und Zubehör passte, doch ich stelle meistens zuerst die Frage:
Welches sind Ihre fotografischen Schwerpunkte?
Dann zeigt sich, nicht wenige sitzen im falschen System fest oder könnten ihre Fotografie erheblich erleichtern und neuen Spaß an der Art zu fotografieren entdecken.
Alte Objektive und Zubehör passen meist ohnehin nicht wirklich in moderne digitale Systeme oder sind bestenfalls Notlösungen. Digitale Sensoren und digitale Software haben die gesamte Fototechnik verändert und heute sind nicht einmal mehr Glas-Sucher und Spiegel notwendig und bremsen zuweilen sogar die Kameras erheblich aus, bereiten dem Autofokus & dem manuellen Fokus große Schwierigkeiten bei der Präzision und behindern auch sonst viele Möglichkeiten.
Kaufen sie besser keine Kamera, sondern überlegen Sie welches System ihre Fotografie am besten unterstützen kann. Das entfernt Sie vom reinen schwarzweiß Denken (Canon/Nikon) und bringt ihnen die Fotografie aller Wahrscheinlichkeit viel näher.
Der Markt an Kameras ist fast unüberschaubar geworden – und alle versprechen die ultimative Bildqualität – das ist natürlich nur eine Fantasie – BQ wurde noch nie und wird niemals mit einer Kamera mit verkauft – die muss sich jeder mühsam und geduldig erarbeiten. Mutige und spannende Gesamtsysteme sind die Ausnahme.

Altmodisch und bewährt: Mit Sucherprisma und Spiegel
Es gibt ja heute viele leidenschaftliche Befürworter des Glas-Suchers und Spiegels, also des Spiegelreflex-Prinzips, das Pentax erstmals in den 50iger Jahren des letzten Jahrtausends in der Spotmatic eingeführt hat. Und das trotz des Staubs im Sucher, trotz des dunklen Sucherbildes, besonders in der Dämmerung und auch mit lichtschwachen Objektiven, trotz des ungenaueren Autofokus – sie haben den Eindruck direkt auf das Motiv zu sehen. In Wahrheit schauen sie durch Okulare, ein Prisma, den Spiegel, das gesamt Objektiv, den Filter – Dust is in your way…

Wie immer, wenn die technische Entwicklung neue Lösungsansätze bietet, gibt es eine Fraktion von Anwendern, die das altbewährte vehement verteidigen und es sogar als “besser” heraus heben. Das Neue braucht immer eine Weile um richtig gut zu sein, solange haben diese Menschen auch den richtigen Instinkt. Doch dann kippt das Ganze und Altes sieht dann nur noch alt aus. So war es bei Belichtungsmessung, Autofokus, Bildstabilisierung, den Digitalsensoren (heute nutzt sie fast jeder) und so ist es auch mit der DSLR-Technik – die inzwischen überholt und kaum noch zeitgemäß ist.
In der Foto-Industrie zweifelt kein Mensch mehr daran, dass die Spiegelreflextechnik hoffnungslos überholt ist und die nähere Zukunft alleine spiegelfreien Systemen vorbehalten ist.
Sie war auch nur eine Notlösung und wurde von Leica in den M-Kameras auch immer abgelehnt – zwischen Aufnahmemedium und Objektivrücklinse sollte nur wenig Raum bleiben, um genial gute Objektive mit geringen Abmessungen und hoher Lichtstarke realisieren zu können. Für einen Spiegel ist da eigentlich kein Platz, nur besonders aufwendige Retrofokus-Bauweisen in den Objektiven ermöglichte erst kompaktere und universellere Objektiv-Rechnungen – diese waren aber bis heute nie auch nur annähernd so gut und so scharf wie telezentrische Objektive, die nah am Sensor sein können – das hat Leica mit den M-Objektiven jetzt über 60 Jahre unter Beweis gestellt.
Und genau da haben Olympus und Panasonic als erste angesetzt und die Spiegel raus geschmissen, aus anspruchsvollen Systemkameras und inzwischen machen es alle Hersteller. Die ersten elektronischen Sucher vor 5 Jahren waren eher berauschend als hell und scharf, letztes Jahr gab es einen großen Sprung, aber erst jetzt in der Olympus E-M1, Panasonic GX7, Fuji X-T1 und Sony Alpha 7 sind die Sucher so ausgezeichnet, dass der Prismensucher in vielen Situationen ins Hintertreffen gerät. Auch den Fehler, den Sucher links zu positionieren haben inzwischen die meisten Hersteller korrigiert und bieten ihn wieder in der Mitte an.
Canon und Nikon haben die riesigen Objektiv- & Zubehör-DSLR-Systeme, die dominierten die letzten Jahrzehnte alles – das ist jetzt vorbei – für mFT gibt es auch schon 70 verschiedene AF-Objektive und es werden alle paar °Monate mehr, Fujifilm und Sony sind ebenfalls sehr fleissig.
Ich habe jetzt einige Familien-Porträts fotografiert, bei der ersten Session hatte ich wie immer die 5D3 mit 4,0/24-105 mm und Blitz mit. In den Wohnungen war es nicht besonders hell, aber wir hatten alles Licht an, was zur Verfügung stand. Schon nach kurzer Zeit ärgerte ich mich, dass ich die E-M1 nicht dabei hatte. Ich war jetzt wochenlang mit der Olympus unterwegs, sie ist nicht nur leichter, sondern auch schneller mit RAWs und bringt mehr Schärfentiefe, denn bei 4-6 Personen, die in 2-3 Reihen aufgebaut sind, brauche ich mit der 5D3 mindestens f:8 um alle scharf zu bekommen. Bei der E-M1 brauche ich nur f: 4 bis f:5,6, habe kürzere Zeiten und Verwacklungssicherheit und der Blick durch den Sucher ist viel heller und mindestens genauso groß. Und das selbst mit dem lichtschwachen 3,5-6,3/12-50 mm. Mit dem 2,8/12-40 mm ist das Handling einfach super.

Zum Thema Vollformat oder mFT/APS-C im Jahr 2015:
Wenn häufig Fotos im Format 50x70cm gebraucht werden = Vollformat + Stativ – denn erst ab dann sind überhaupt Unterschiede zwischen 51 MP, 36 MP Vollformat und 16 MP mFT-Format erkennbar.
Diese Erkenntnis setzt sich inzwischen international durch.
Auch wenn mit Sony jetzt der zweite Hersteller beginnt die Vollformat-Kamera gesund zu schrumpfen und federleicht zu konstruieren, die Zoom-Objektive werden immer erheblich größer, schwerer oder lichtschwächer bleiben als die, die für kleinere Sensoren machbar sind. Und eine leichte Kamera mit viel Auflösung schreit immer lauter nach einem schwereren Stativ und noch wirksameren Bildstabilisatoren.
Vollformat ist gut für Landschafts-Fotografie & Architektur-Fotografie & Mode-/Katalog-Fotografie und für Kerzenlicht-Fotografie wenn Sie keine hochlichtstarken Objektive einsetzen.
Selbst für Tier -Fotografie und sogar Sport setzen sich langsam mFT und APS-C stärker durch, weil einfach stärkere “Nahaufnahmen” gebraucht werden.
Ich setze immer EOS 70D mit 4,0/200-400 mm x1,4 und zusätzlich EOS 5D3 mit 2,8/70-200 mm ein – eine bessere Kombination hatte ich noch nie im Einsatz.

Alternativ wird es 2014 spannend die Olympus E-M1 mit 2,0/150 mm FT plus Konvertern und dem kommenden 2,8/40-150 mm einzusetzen. Das Interesse an den Top-Pro-Zuiko-Objektiven 2,8-3,5/50-200 mm – 2,8/90-250 mm – 2,0/150 mm – 2,8/300 mm an erheblich zugenommen – denn dank doppeltem Bildausschnitt und rasend schneller Kamera – liegen hier alle Vorteile auf der Hand.
Canon und Nikon müssten endlich 4,0/50-300 mm und 4,5/400 mm & 5,6/600 mm Objektive auf den Markt bringen – in Leichtbauweise.

So sicher wie 2012 die Canon EOS 5D3 und die Panasonic GH3 für mich die Kameras des Jahres 2012 waren, die sich beide auch in 2013 voll bewährt haben – so eindeutig ist für mich die Olympus E-M1 die Kamera des Jahres 2014.

Endlich wieder Vielfalt!

9 Kamera-Hersteller, zahlreiche Systeme und Sensor-Formate werben um die Käufergunst.

Abgesehen von reinen Verkaufszahlen, wird verstärkt nach kompakteren Systemkameras gesucht – immer mehr Nikon-Fotografen verlassen ihre Marke – es besteht ein großes Interesse an dem Fuji-System – Canon-Fotografen warten – Sony-Fotografen werden häufig nicht froh mit den Systemen – die Zweifel an microFourthirds-Kameras werden geringer.

Ich kenne zahlreiche Fotografen, die Nikon Ausrüstungen von mehr als 10.000 Kaufpreis in den letzten Jahren aufgegeben haben – die Nikon 1 bietet nicht die Bildqualität, eine robuste DX-Kamera ist nicht vorhanden, die FX D810 ist überreizt, die FX D750 überzeugt nicht jeden, die FX D610 war ein Reinfall, die D4s bringt nicht den erwarteten Sprung – Nikon schwimmt hektisch.

Welche Systemkamera kaufen?

Die Fotografen kaufen sich gerne mal eine neue Kamera, bisher war meist wichtig, dass sie zu vorhandenen Objektiven und Zubehör passte, doch ich stelle meistens zuerst die Frage: Was sind Ihre fotografischen Schwerpunkte.
Dann zeigt sich, nicht wenige sitzen im falschen System fest oder könnten ihre Fotografie erheblich erleichtern und neuen Spaß an der Art zu fotografieren, entdecken.
Alte Objektive und Zubehör passen meist ohnehin nicht wirklich in moderne digitale Systeme oder sind bestenfalls Notlösungen. Digitale Sensoren und digitale Software haben die gesamte Fototechnik verändert und heute sind nicht einmal mehr Glas-Sucher und Spiegel notwendig und bremsen zuweilen sogar die Kameras erheblich aus, bereiten dem Autofokus & dem manuellen Fokus große Schwierigkeiten bei der Präzision und behindern auch sonst viele Möglichkeiten.

Systemkameras ohne Spiegel können längst die perfekte Bildvorschau im Sucher und 20 bis sogar 60 Bilder pro Sekunde in hoher Auflösung liefern, erleichtern das Filmen in 4K, bringen ganz neue, revolutionäre Objektive mit.
Kaufen sie besser keine Kamera, sondern überlegen Sie welches System ihre Fotografie am besten unterstützen kann. Das entfernt Sie vom reinen Schwarzweiß-Denken (Canon/Nikon) und bringt ihnen die Fotografie aller Wahrscheinlichkeit viel näher.
Der Markt an Kameras ist fast unüberschaubar geworden – und alle versprechen die ultimative Bildqualität – das ist natürlich nur eine Fantasie – BQ wurde noch nie und wird niemals mit einer Kamera mit verkauft – die muss sich jeder mühsam  und geduldig erarbeiten. Mutige und spannende Gesamtsysteme sind weiter die Ausnahme.

Altmodisch und bewährt: Mit Sucherprisma und Spiegel
Es gibt ja bis heute viele leidenschaftliche Befürworter des Glas-Suchers und Spiegels, also des Spiegelreflex-Prinzips, das Pentax erstmals in den 50iger Jahren des letzten Jahrtausends in der Spotmatic eingeführt hat. Und das trotz des Staubes im Sucher, trotz des dunklen Sucherbildes, besonders in der Dämmerung und auch mit lichtschwachen Objektiven, trotz des ungenaueren Autofokus – sie haben den Eindruck direkt auf das Motiv zu sehen. In Wahrheit schauen sie durch Okulare, ein Prisma, den Spiegel, das gesamt Objektiv, den Filter – Dust is on your way…

Wie immer, wenn die technische Entwicklung neue Lösungsansätze bietet, gibt es eine Fraktion von Anwendern, die das altbewährte vehement verteidigen und es sogar als “besser” heraus heben.
Das Neue braucht immer eine Weile um richtig gut zu sein, solange haben diese Menschen auch den richtigen Instinkt. Doch dann kippt das Ganze und Altes sieht dann nur noch alt aus. So war es bei Belichtungsmessung, Autofokus, Bildstabilisierung, den Digitalsensoren (heute nutzt sie fast jeder) und so ist es auch mit der DSLR-Technik – die inzwischen kaum noch zeitgemäß ist.
In der Foto-Industrie zweifelt kein Mensch mehr daran, dass die Spiegelreflextechnik hoffnungslos überholt ist und die nähere Zukunft alleine spiegelfreien Systemen vorbehalten ist.
Sie war auch nur eine Notlösung und wurde von Leica in den M-Kameras auch immer abgelehnt – zwischen Aufnahmemedium und Objektivrücklinse sollte nur wenig Raum bleiben, um genial gute Objektive mit geringen Abmessungen und hoher Lichtstarke realisieren zu können. Für einen Spiegel ist da eigentlich kein Platz, nur besonders aufwendige Retrofokus-Bauweisen in den Objektiven ermöglichte erst kompaktere und universellere Objektiv-Rechnungen – diese waren aber bis heute nie auch nur annähernd so gut und so scharf wie telezentrische Objektive, die nah am Sensor sein können – das hat Leica mit den M-Objektiven jetzt über 60 Jahre unter Beweis gestellt.
Und genau da haben Olympus und Panasonic als erste angesetzt und die Spiegel raus geschmissen, aus anspruchsvollen Systemkameras und inzwischen machen es alle Hersteller. Die ersten elektronischen Sucher vor 5 Jahren waren eher berauschend als hell und scharf, letztes Jahr gab es einen großen Sprung, aber erst jetzt in der Olympus E-M1, Panasonic GX7, Fuji X-T1 und Sony Alpha 7 sind die Sucher so ausgezeichnet, dass der Prismensucher in vielen Situationen ins Hintertreffen gerät. Auch den Fehler, den Sucher links zu positionieren haben inzwischen die meisten Hersteller korrigiert und bieten ihn wieder in der Mitte an.
Canon und Nikon haben die riesigen Objektiv- & Zubehör-DSLR-Systeme, die dominierten die letzten Jahrzehnte alles – das ist jetzt vorbei – für mFT gibt es auch schon 70 verschiedene AF-Objektive und es werden alle paar Monate mehr, Fujifilm und Sony sind ebenfalls sehr fleissig.
Ich habe zu Weihnachten einige Familien-Porträts fotografiert, bei der ersten Session hatte ich wie immer die 5D3 mit 4,0/24-105 mm und Blitz mit. In den Wohnungen war es nicht besonders hell, aber wir hatten alles Licht an, was zur Verfügung stand. Schon nach kurzer Zeit ärgerte ich mich, dass ich die E-M1 nicht dabei hatte. Ich war jetzt wochenlang mit der Olympus unterwegs, sie ist nicht nur leichter, sondern auch schneller mit RAWs und bringt mehr Schärfentiefe, denn bei 4-6 Personen, die in 2-3 Reihen aufgebaut sind, brauche ich mit der 5D3 mindestens f:8 um alle scharf zu bekommen. Bei der E-M1 brauche ich nur f: 4 bis f:5,6, habe kürzere Zeiten und Verwacklungssicherheit und der Blick durch den Sucher ist viel heller und mindestens genauso groß. Und das selbst mit dem lichtschwachen 3,5-6,3/12-50 mm. Mit dem 2,8/12-40 mm ist das Handling einfach super.

Zum Thema Vollformat oder mFT/APS-C im Jahr 2015:
Wenn häufig Fotos im Format 50x70cm gebraucht werden = Vollformat + Stativ – denn erst ab dann  sind überhaupt Unterschiede zwischen 51 MP Vollformat und 16 MP mFT-Format erkennbar.
Diese Erkenntnis setzt sich inzwischen international durch.
Auch wenn Sony beginnt die Vollformat-Kamera gesund zu schrumpfen und federleicht zu konstruieren, die Zoom-Objektive werden immer erheblich größer, schwerer oder lichtschwächer bleiben als die, die für kleinere Sensoren machbar sind. Und eine leichte Kamera mit viel Auflösung schreit immer lauter nach einem schwereren Stativ und noch wirksameren Bildstabilisatoren.
Vollformat ist gut für Landschafts-Fotografie & Architektur-Fotografie & Mode-/Katalog-Fotografie und für Kerzenlicht-Fotografie wenn Sie keine hochlichtstarken Objektive einsetzen.
Selbst für Tier -Fotografie und sogar Sport setzen sich langsam mFT und APS-C stärker durch, weil einfach stärkere “Nahaufnahmen” gebraucht werden.
Ich setze immer EOS 7D2 mit 6,3/150-600 mm Tamron und zusätzlich EOS 5D3 mit 2,8/70-200 mm ein – eine bessere Kombination hatte ich noch nie im Einsatz.

Alternativ wird es 2015 spannend. die Olympus E-M5II mit dem 2,8/40-150 mm PRO einzusetzen. Canon und Nikon müssten endlich 4,0/50-300 mm und 4,0/400 mm & 5,6/600 mm Objektive auf den Markt bringen – in Leichtbauweise.

Welche DSLR-Kameras für Fortgeschrittene?

Pentax K3

Sony Alpha 77II

Nikon D7200

Nikon D810

Nikon D750

Canon EOS 7D2

Canon EOS 5D3

Canon EOS 5DS

Canon EOS 1DX

Systemkameras

Die Auswahl ist inzwischenunübersichtlich – wo stehen wir zur Zeit?
PANASONIC – die GH4 ist eine fantastische, schnelle Kamera, mit bester Haptik, die alles kann.
Die GX7 ist etwas zu teuer und für Brillen und Linksgucker nicht gut geeignet.
Die GM5 ist wunderbar klein, als Zweitsystem, ich mag allerdings nicht auf den beweglichen Monitor verzichten – das ist mir zu spartanisch – ich warte auf die nächste Generation.
G5 und G6 werden nur noch nebenbei abverkauft.

OLYMPUS hat mit der neuen E-M5II die E-M1 schon entthront und mit der E-M10 die Pen-Kameras praktisch entwertet.
Wer es griffiger und besser ausgestattet mag, kann mit der E-M1 nicht viel falsch machen.
FT ist tot, es wird Zeit hier auch die letzten Objektive zu verkaufen, ende des Jahres kommt auch das 4,0/300 mm und zum Sommer 1,8/8 mm Fisheye und 2,8/7-14 mm Superweitwinkel.

FUJIFILM hat sich beeilt aufzuholen und ist sehr schnell mit Verbesserungen und Firmware-Updates. Allerdings müssen sie das auch, weil hier viele Ungereimtheiten auf den Fotografen warten. Die Marke hat sich rasch breit gemacht, mit X-A2; X-M1 ohne Sucher, X-E2 mit Sucher und X-Pro1 mit Hybrid-Sucher. Und es wird auch mit Hochdruck an der nächsten, komplett neuen Sensor-Generation gearbeitet um noch besser mit Vollformat-Kameras zu konkurrieren. Ein eigenes Vollformat-System erfordert neue, noch größere Objektive. Das macht in den nächsten Jahren keinen Sinn. Trotz vereinzelt sehr guter Objektive und Retro-Look begeistert mich das ganze System bisher wenig. Die Probleme mit dem Autofokus sind nicht völlig beseitigt und wirklich preiswert finde ich das System bisher auch nicht. Und im Vergleich zu neuesten mFT-Kameras kann sich Fujifilm kaum wirklich absetzen, auch wenn das Fotofans gerne anders sehen wollen. Fuji wird hier gerne in der Nähe von Vollformat gesehen und microFourthirds auf “micro” beschränkt wahrgenommen – was natürlich ausgemachter Blödsinn ist, der sich in der Praxis nicht bewahrheitet. Es wird von besonders hoher Dynamik, eigenem Sensor (mit schlechterer Farbwiedergabe!) und die ach so fantastischen Objektiven geträumt – in der täglichen Anwendung sind das jedoch meist nur Schäume – was nützt eine besonders hohe Dynamik wie sich Fujifilm und Nikon und auch Olympus für sich behaupten, wenn nach der eigenen Kontrastkorrektur am Monitor davon nichts übrig bleiben kann? Seriöse Tests gleicher Motive zeigen, das Canon und Panasonic mit geringerer Dynamik mindestens genauso gute Endresultate liefern.

Fuji Hype? Warum werden die Fuji NX-Systemkameras so gelobt, gut getestet und im Handel stark beworben? Ich habe mit drei der Kameras und einigen Objektiven während der letzten 20 Monate immer wieder gearbeitet. Keine davon hat mir wirklich Spaß gemacht und ich sehe für mich weder Vorteile noch Notwendigkeit für das System. Es richtet sich mehr an Nostalgiker, an Anwälte, Ärzte und andere wohlbetuchte Freizeit-Fotografen die Landschaften und Strassenscenen damit ablichten wollen. Mit dem altmodischen Budenzauber den Fuji wieder bemüht, kommen auch die Nachteile wieder zurück, leichtgängige, durchdrehende Bedien-Räder, deplatzierte Sucher und Knöpfe, festgemauerte Monitore, ein gemütlicher AF – Fuji ist nicht wirklich in der aktuellen Fotozeit angekommen. Sicher, wem ein guter Sensor und ein schlankes Metallgehäuse in der Hand reicht, der ist hier willkommen – allerdings kann der auch eine Sony Alpha 7 kaufen…
Händler verkaufen Fujifilm sehr gerne, weil die Marge stimmt und der Preis-Verriss bisher noch klein ist.
Die X-Pro 1 mag ich nicht und die braucht auch keiner unbedingt.
Die X-E2 ist auch abgefrühstückt, immer noch nicht wirklich flott oder gar mFT gewachsen.
Die X-M1 finde ich uninteressant, doch die X-A1 mit dem älteren Sensor ist für unter 500€ mit 16-50 mm ein fantastisches Angebot – wenn man auf den Sucher verzichten kann.
Die X-T1 hat mich nicht wirklich überzeugt, die ganze Bedienung ist fremd und nicht besonders praxisnah, trotzdem ist sie mit dem Sucher natürlich die bisher spannendste Fuji-Kamera.

SONY hat viel herum experimentiert, die Nex 3, 5, 7 Kameras sind erledigt, der AF viel zu unzuverlässig.
Die Alpha 6000 ist einstweilen die Kamera der Wahl, die Bedienung endlich verbessert mit extremer Auflösung von 24 MP will sie besser punkten als die Nex 7. Doch der AF ist weiterhin nicht wirklich optimal und das Bildrauschen hoch.
Einige versprechen sich mehr vom Sony Vollformat – doch die Alpha 7, 7S und 7R finde ich, vom Sucher abgesehen total misslungen. Das Konzept ist falsch. Es sollten hochwertige Kameras mit richtigem Griff sein, damit man auch freihand scharfe Fotos belichten kann – abwarten und besser dieses Jahr noch nicht kaufen. Die Alpha 7S rauscht dank 12 MP besonders wenig und lässt sich bis ISO 400.000 einstellen – doch Ausschnitte sind mit dem Sensor kaum sinnvoll, es ist eher eine reine Filmer-Kamera.
Die Alpha 7II zeigt die richtige Richtung, Bildstabilisierung und ein etwas besserer Griff, aber auch da bleibt noch viel zu tun, die Sony-Kameras sind wenn es darauf ankommt letztlich alle sehr langsam im Vergleich zu mFT und zu DSLR sowieso.
Der Hype um Sonys neue Strategie und die spiegelfreien Alpha-Kameras wird sich beruhigen. Bei mir verschwand schon jedes Interesse an den Alpha 7 Kameras nach den ersten Berührungen, der Griff zu klein, die Objektive zu groß und schwer, der AF zu schwerfällig sobald weniger Licht/Kontrast zur Verfügung steht, die Kosten zu hoch.  Ich denke, wenn den Interessierten die Preise klar werden und sie vergleichen, ist das System schon wieder tot, 4,0/16-35 mm Zeiss für 1350€; 4,0/24-70 mm Zeiss für 1200€; 4,0/70-200 mm für 1400€ und ein 1,8/55 mm Zeiss für 1000€ zeigen ja genau wohin das führt. Realistische Preise sind das nicht – Sony ist also um mehr als 1/3 zu teuer und da das keine Massenartikel sind, ist ein  rascher Preiskampf/Preissenkung auch kaum absehbar. So wie das bisher geplant ist, sind das eher “Angeber-Kameras” für Anwälte, Ärzte und Schickeria als ernsthafte Arbeitsgeräte für Fotografen. Erst eine Alpha 9 wird zeigen ob auch erfahrenen Fotografen darauf anspringen.

SAMSUNG ist auf dem Sprung und die NX500 könnte der erste Hit werden, es gibt ein 2,0-2,8/16-50 mm Objektiv und andere spannende Brennweiten. 

Die fette NX1 ist mit 1500€ noch zu teuer und bei weitem nicht ausgereift, immerhin wurde erkannt, dass schnelle Verarbeitung und ein zielstrebiger AF sehr wichtig sind um Erfolg zu haben. Auch sind hier tele-Objektive geplant, die Samsung vielleicht schon bald Vorteile verschaffen, wenn das 2,8/300 mm einen konkurrenzfähigen Preis unter 6000€ bekommt.
Aber die Firma hat noch schlechtes Marketing und tut sich mit dem Fotobereich in Europa sehr, sehr schwer.

NIKON hat auf ganzer Linie 1 bisher enttäuscht. Zwar schnell und mit Sucher, doch einen so kleinen 1 Zoll Sensor will niemand, schon gar nicht von Nikon, die sonst auf Vollformat setzen. Die V3 ist deutlich zu teuer und die Objektive sind extrem überteuert. Preise von 1200€ für V3 mit Sucher, Griff & Billigzoom ist kaum jemand gewillt für 1″ Sensoren zu zahlen.

CANON wartet viel zu ruhig ab, so schlecht ist die EOS M gar nicht, aber ohne Sucher und ohne beweglichen Monitor ist sogar die Panasonic GM1 spannender. Doch unterschätzen darf man Canon hier nicht – die vier verfügbaren Objektive sind wirklich klein und bestens verarbeitet und sehr scharf – mit dem besseren Kamerakonzept der M3, dem 24 MP-Sensor und mehr Objektiven könnte Canon auf einen Schlag alle anderen Hersteller mit ihren Kameras übertrumpfen. Ich habe die M und alle Objektive und warte nur auf ein Gehäuse mit Sucher…

PENTAX könnte seine Q-Serie auslaufen lassen und endlich richtig auf APS-C Sensoren setzen… die Q ist nur ein nettes Spielzeug, aber keine ernsthafte Kamera.

LEICA hat bei seiner Leica T rein auf Design und Marketing gesetzt. Mit APS-C Halbformat und neuer Serie sehr teurer, lichtschwacher Objektive sehe ich da kein Land in Sicht. Das gleicht schon fast einer Verhöhnung der Käufer.

Doch diese 9 Anbieter müssen letztlich alle durch ein Objektivstem überzeugen – denn ohne Objektive ist eine Kamera nur eine schwarze Kiste.

Wollen Sie alles abdecken, sind folgende Objektive kaum verzichtbar:
Superweitwinkel (-Zoom) – lichtstarkes Standard-Zoom – lichtstarkes Tele-Zoom – lichtschwächeres, kompaktes Reise-Zoom – langbrennweitiges Tele-Zoom
– hochlichtstarkes Normal-Objektiv – hochlichtstarkes Porträt-Objektiv – Macro-Objektiv

Um eine Leica T zu kaufen gibt es auf der Objektivseite noch keinen Grund, insbesondere fehlen die Bildstabilisierung und ein schneller AF!

Die Pentax Q ist ein nettes Spielzeug, was spätestens beim Umgang mit den Wechselobjektiven klar wird.

Die Canon M3 verschenkt noch viel Potential, bisher nur lichtschwache Zooms und ein schönes Weitwinkel – da muß viel mehr kommen und vor allem auch Lichtstärke und Teleobjektive – aber damit verlieren sie Reflex-Kunden. Das ist also so bald nicht wirklich gewollt. Sehr schade!

Für das Nikon V3 Bajonett werden inzwischen sogar exotischen Objektive angeboten, die Nische Unterwasserfotografie wird besetzt und natürlich können alle Nikkore mit Adapter verwendet werden, wenn Nikon die Puste nicht ausgeht und sie einen besseren Sensor bekommen könnte das ein interessantes System werden.
Sie sind gut ausgestattet mit:
5,6/6.7-13 mm  – 5,6/10-100 mm – 5,6/70-300 mm – 1,8/18,5 mm

Die Samsung NX1 lässt die Muskeln spielen und Samsung hat bisher aber kaum spannende und sehr gute Objektive dafür, dass muß mehr werden.
Sie sind gut ausgestattet mit:
—  —   2,0-2,8/16-50 mm – 2,8/50-150 mm —  —
2,0/30 mm – 2,8/60 mm Macro – 1,4/85 mm

Bei Fujifilm sind sie richtig aufgehoben, wenn Sie ruhig und besonnen gerne mit einigen Festbrennweiten fotografieren wollen und das nötige Geld dafür bereit sind auszugeben. Die Zooms sind bisher nicht wirklich zufriedenstellend, teuer, langsam im AF oder gar mit fehlender Stabilisierung – die Konzentration liegt trotz zweier 2,8er Zooms auf den Festbrennweiten. Langfristig ist das eher ein Fehler. Aber es erscheinen bald ein vielleicht starkes Telezoom und ein neues Makro.
Sie sind gut ausgestattet mit:
4,0/10-24 mm – 2,8/16-50 mm – 2,8/50-140 mm — —
1,4/35 mm – 1,2/56 mm – 2,4/60 mm Macro

Sony steckt jetzt alles Potential in die Vollformat Alpha 7 Serie und klotzt mit Weitwinkelobjektiven und hohen Zeiss-Preisen. Dabei wird die bisher schwache Objektivlinie für die Alpha 6000 vernachlässigt. Sony braucht dringend überzeugende Tele- und Makro-Konstruktionen.
Sie sind gut ausgestattet mit:
APS-C
4,0/10-18 mm – 4,0/16-70 mm –  — — —
1,8/35 mm – 1,8/55 mm – —

Vollformat:
4,0/16-35 mm – 4,0/24-70 mm – 4,0/70-200 mm —
1,8/55 mm – — —

Panasonic und Olympus haben leichtes Spiel – bis her sind 28 verschiedene Objektive mit unterschiedlichen Lichtstärken und Brennweiten verfügbar + 20 Alternativen von fremden Herstellern (tatsächlich sind es 46 Objektive, aber viele mit gleichen Beschreibungen von beiden Herstellern). Da ist vom hochlichtstarken Fisheye bis hin zum leichten Super-Tele fast alles vorhanden. Die Lücken sind klein: 2,0/150 mm; 2,8/300 mm; 4,0/400 mm, 80 mm Tele-Macro und einige hochlichtstarke Weitwinkel-Objektive sollten noch ergänzt werden.

Sie sind sehr gut ausgestattet mit:
4,0/7-14 mm – 2,8/12-40 mm – 2,8/35-100 mm – 5,6/14-150 mm – 5,6/100-300 mm
1,7/15 mm – 1,2/42,5 mm – 2,8/45 mm Macro

SPIEGELREFLEX:

PENTAX-Ricoh
war früher sehr stark und hat aber im Autofokus-Zeitalter nie richtig Fuß gefasst, viel gewollt und zu wenig Eigenes geboten, letztlich sind sie etwas eingefuchst auf lichtschwache Pancake-Festbrennweiten und haben zeitig auf eine Abdichtung gesetzt. Der Einstieg in das heutige Ricoh-Pentax-System erscheint mir nur lohnenswert, wenn der Schwerpunkt im Weitwinkel- bis mittleren Tele-Bereich liegt. Pentax ist nicht stark genug aufgestellt für Macro, nicht für Portraits, nicht für Avaiable Light und schon gar nicht für angehende Berufs-Fotografen. Pentax hat kein gutes Blitz-System.
Es gibt bisher keine Vollformat-Kamera von Pentax, allerdings kann Pentax anspruchsvolle Kunden an sein sehr spannendes 645Z Mittelformat-System empfehlen. Das hat so kein anderer Anbieter und steckt jede Vollformat-Kamera bis heute locker in die Tasche.

Die Pentax-Geschichte habe ich seit 30 Jahren genau verfolgt, Pentax hat vieles versäumt, war immer sehr konservativ – oft zum Nachteil der Kunden – Konverter, der Tele-Bereich und Zoom-Objektive wurden immer vernachlässigt.
Spätestens mit Aufkommen des AF wurde Pentax orientierungslos. Auch davor war es schon bitter, dass nur eine Minderheit der Fotografen die einzigartige Qualität der LX erkannten und lieber die langweilige Nikon F3 kaufen.
Digital hat Pentax dann wieder überrascht, Pentax ist ein Optikhersteller und war abhängig von fremden Sensoren. Daher hinken sie immer mindestens 1 Generation hinter her. Mit der K20 kehrte gutes Kamera-Design zurück und die K5 machte einiges wieder gut und seit der K3 stimmt jetzt endlich auch der AF – er ist nicht Canon-Nivau, aber sehr gut nutzbar.
Es werden aber schöne und handliche Kameras für die Alltags- und Reise-Fotografie geboten. K30 und K3 sind die spannenden Kameras zum fairen Preis mit sehr viel Ausstattung und Bildstabilisierung für jedes Objektiv. Was mir für die Reise- und Alltags-Fotografie fehlt, ist ein preiswertes, kompaktes Zoom, dass bei 16 mm beginnt. Alleine das 2,8/16-50 mm für knapp 1000€ werden sich die wenigsten leisten – Pentax braucht dringend 4,0/16-70 mm, plus 4,0/10-22 und 4,0/35-135 mm, dann wäre das ganze System viel spannender. Ricoh-Pentax wird immer wieder aufgefordert eine Vollformat-Kamera zu bringen, doch dafür sehe ich keinen Markt. Zumal es wieder Jahre dauern wird, bis spannende Pentax-Vollformat-Objektive verfügbar sein werden. Ich fände es klüger die 645Z populärer und preislich noch interessanter zu gestalten und hier ein System aus Einsteiger und Profi-Kamera auszubauen. Und das scheint auch so zu kommen, Hasselblad, Mamiya und Co schwächen – eine Chance für die Pentax 645Z…
Der spiegelfreie Beginn von Pentax war leider nicht das, was wir in Europa erhofft hatten, eine dicke Designer-Kamera K-01 war entsetzlich und die Q-Serie hat einfach zu extrem kleine Sensoren und die Objektive waren auch bisher nicht das Gelbe vom Ei.
Dabei wäre es so logisch, eine K3 und K30 ohne Spiegel zu bringen…

Die K3 ist endlich schnell, doch wie Pentax jetzt überleben will, wo sich die Märkte auf spiegelfreie Systemkameras einschießen bleibt sehr zweifelhaft.

NIKON
Nikon setzt auf Grösse. große Sensoren, große Kameras. Das ist so weit löblich und für sehr gute Fotos auch wichtig, aber alle anderen schaffen tolle Fotos auch mit kleineren Sensoren und Kameras.

Die  Nikon D600, D610, D800 und Df Gehäuse haben mich nicht überzeugt. Die Df ist verrückt kostspielig und ein fauler Kompromiss, die D600 Gehäuse haben erhebliche Probleme mit Verschmutzungen in der Kamera. Nach nur 1 Jahr wurde sie durch die D610 abgelöst, aber auch die bleibt ein fauler Ausstattungskompromiss mit beschnittenem AF und letztlich zu teuer. Mir wäre da eine gebrauchte D700 lieber. Nikon hat eine neue D750 zum Preis um 2000€, aber schnell ist die auch nicht und 24 MP sorgen immer noch für deutliches Bildrauschen.  Wer konzentriert auf hohem Level mit Nikon arbeiten will kauft sich eine D810 und ein Stativ und die besten Nikkor-Objektive. Alle anderen bekommen mit der D7200 eine sehr gute, wenn auch etwas stark beschnittene Kamera.  Nikon wird bald eine D4x ins Rennen schicken. Und auch DpReview hat erkannt das die große Hoffnung Nikon’s, die Df, mehr heisse Luft zum teuren Preis, als meine tolle Kamera-Neuheit ist. Schwere Zeiten für Nikon, Die Rettung kann nur eine wirklich innovative, bestens ausgestattete D9000 sein.

CANON
Das der Marktführer nicht mehr innovativ ist, stimmt allenfalls oberflächlich – denn der neue Sensor und die Konzeption der EOS 70D und 7D2 beweisen das Gegenteil – keine Nikon, keine Sony, keine Pentax und auch sonst niemand hat ähnliches vorzuweisen.
Die Canon EOS 5D Mark III ist prima, wenn auch von mir etwas ausgereizt. Dennoch, im Vergleich schlägt sie Nikons D610 und die neue Sony Alpha 7 in der Bildqualität, dem Bildrauschen und der Farbwiedergabe deutlich. Die EOS 7D2 ist in allen wichtigen Punkten komplett neu und superschnell – die erste echte Halbformat-Profikamera! Die Eos 70D ist auch nicht zu verachten, wenn auch langsamer. Die EOS 6D ist mit 1500€ zu teuer und gemessen an der 5D3 (2500€) auch merklich abgespeckt, ich würde immer länger sparen und die 1000€ Aufpreis zahlen!
Die Canon 5DS Kameras werden Weltmeister in der Auflösung, dank 51 MP-Sensor.

Sie brauchen Erfolg mit der spiegelfreien EOS M3, denn da liegt die Zukunft und sie müssen bald auch eine spiegelfreie Kamera mit Vollformat-Sensor vorstellen. Und dann werden 20-30 neue Objektive gebraucht – Adapter sind auf Dauer keine zufriedenstellende Lösung.
Die Japaner agieren seltsam, als Marktführer hätte ich mir schon vor 2 Jahren Olympus einverleibt und mit denen 2 eigene spiegelfreie Serien mit mFT und Vollformat und eigenen Objektiven aufgelegt.  Ich hätte mir Leica gekauft, als sie günstig zu haben waren und mit deren Know-how Cine-Objektive für die Filmer entworfen.
Wer sie noch nicht hat, sollte die günstige 70D oder die schnelle 7DII kaufen.

SONY

Sony hat Minolta geschluckt, die früher ein sehr großes System hatten und die sehr moderne Kameralinie fortgeführt, mit eingebautem Bildstabilisator. Leider hat Sony in den letzten Jahren eine Flut von Kameras angeboten und dabei viele Objektive nicht nennenswert erneuert. Vor allem an den Macro-, und Tele-Objektiven fällt das auf. Ständig werden kleine Änderungen vorgenommen, aber echte Neurechnungen sind selten. Die Alpha 58 ist als preiswerter Einstieg ganz brauchbar, preislich sehr spannend ist die sehr gut ausgestattete und schnellere Alpha 77II und dazu dass 2,8/16-50 mm.

Sony will auch beim Vollformat mitmischen, nur waren die bisherigen Kameras und die aktuelle Alpha 99 bisher kaum begehrt. Sie ist schnell, sehr modern und liegt super in der Hand, hat den ersten guten elektronischen Sucher und Bildstabilisierung. Mit den Zeiss Zooms 2,8/16-35 mm, 2,8/24-70 mm und den beiden Teles von Sony: 2,8/70-200 mm und 4,0-5,6/70-400 mm ist sie jetzt leicht auf der Höhe von Canon und Nikon. Mit den Objektiven würde ich sie sogar Nikon vorziehen, in meinem  letzten Test mit der Alpha 99, schnitt Sony am Limit sogar besser ab, wie alles was Nikon bietet. Doch der Rest der Objektive ist wenig spannend, weder für Voll- noch für Halb-Format. Mit Erscheinen der Alpha 7 Kameras scheinen mir auch die bisherigen Alpha Kameras und Objektive alt und überflüssig auszusehen – deshalb würde ich heute keinen mehr zum Einstieg in das Sony-DSLR-System bewegen.

Noch gibt es zudem kaum Objektive und so bleibt mFT ein Vorsprung von gut 3 Jahren. Ein größerer Sensor macht ja per se keine besseren Fotos und eine höhere Auflösung zwingt zum Arbeiten mit Stativ und kurzen Zeiten. Auch die Lösung mit Adaptern und manuellen Objektiven ist nur ein Modephänomen, selbst mit den legendären Leica M-Objektiven muss man auf Autofokus und Bildstabilisierung verzichten und sich eine ruhige, präzise Arbeitsweise angewöhnen um an die Ergebnisse anderer Kameras heran zu kommen.
Ob Sony die SLT-Technik der Alpha-Serie weiter entwickelt ist ungewiss, ich sehe nicht das Sony hier rasch zu Canon und Nikon aufschließen kann. Die Alpha 99 und Alpha 77 Modelle arbeiten inzwischen schnell und zuverlässig mit den neuesten Objektiven. Die 77 sollte wohl noch einen Nachfolger bekommen, doch letztlich werden die neuen, spiegelfreien Kameras das alte Sony-Minolta-System ablösen, wenn genug eigene Objektive zur Verfügung stehen. Wenn heute Sony, dann nur die 77II!

Wer aber denkt, das dann dank 36 MP oder gar 51 MP Vollformat auch seine Fotos besser werden, den muss ich warnen, zunächst einmal werden sie in den meisten Fällen deutlich schlechter. Denn die optimalen Objektive mit der besten Blende auf dem geeigneten Stativ und Stativkopf auszusuchen ist nicht einfach. Trotz der Bildstabilisierung in einigen Objektiven, verabschieden Sie sich letzlich von der Freihand-Fotografie.

OLYMPUS

ist die Wildcard im Spiel. Das FourThirds-System war 10 Jahre lang ein Objektiv-System für Kenner mit hohen Ansprüchen, nur beim Autofokus und oberhalb 1000 ISO etwas unterlegen. Viele trauten dem kleineren Sensor nichts zu. Doch jetzt hat das mFT-System klangheimlich die Führung übernommen und stellt sogar regelmäßig die Bildqualität des doppelt so großen Halbformats ein. Das bedeutet Olympus kann mit excellenten Objektiven und innovativsten Kameras auf halbierter Fläche bis in hohe ISO-Empfindlichkeiten nicht nur konkurrieren, sondern sogar übertrumpfen. Und es stehen 68 Objektive von 7 bis 300 mm Brennweite zur Verfügung von Panasonic, Leica, Sigma und vielen anderen Herstellern. Denn mFT ist ein offener Standard, jeder kann ohne Lizenzgebühren Kameras, Zubehör und Objektive anbieten, das ist nach M42 und Pentax-K-Bajonett ein Novum.

Der Erfolg der Pen-Kameras war außerhalb von Asien eher gering, Olympus hat hier viel lernen müssen und vor allem die ersten Objektive waren nach kurzer Zeit grausig. Dazu der immense Stromhunger und der AF nicht auf der Höhe der Zeit. Doch jetzt feuert Olympus den Aufschwung des mFT-Systems mit der beliebten OMD E-M5II an. Und auch die teure E-M1 wird in Asien und Europa oft verkauft.

PANASONIC

ist der Joker – Panasonic hat mFT erfunden, den Weg bereitet, begonnen sein Portfolio auszuweiten und perfekt zu besetzen. Doch technisch kauft Olympus der Marke immer wieder gerne den Schneid ab. Panasonic legt einen Schwerpunkt auf das Filmen mit seinen Kameras, bei technisch optimalen Lösungen und Farben – für die Fotografie sind sie Olympus einen Hauch unterlegen. Was mir positiv auffällt, Panasonic hat Preise die realistisch sind und im Vergleich besser zu den Produkten und der angebotenen Qualität passen, als alle anderen Hersteller. Panasonic ist bisher nie überzogen und war natürlich auch nie billig.
Sie haben mit den LUMIX-Kameras eindeutig das beste Portfolio:
Die kleinste und beste Systemkamera der Welt: Lumix GM5 (es fehlt nur leider der bewegliche Touch-Screen)
Die preiswerte und kompletteste Systemkamera der Welt: Lumix G6
Die kompakte, schnelle Sucher-Systemkamera im Retro-Look: Lumix GX7
Die haptisch beste Profi- & Film-Kamera: Lumix GH4
Und es folgt bald eine noch bessere 4K-Video-Kamera mit ganz neuem Sensor.
Wovon mich die GX7 trotz eingebautem Bildstabi, am wenigsten anspricht, der dicke Griffknubbel, der Sucher links animieren mich nicht zum Kauf.

29 Kameras für Wechselobjektive wurden 2014 eingeführt (2013 = 32 / 2012 = 41)

Für meine Fotografie sind davon nur 2 Kameras wirklich relevant und sind jetzt beinahe täglich im Einsatz – die Canon EOS 7D2 – die Panasonic GH4 ist die beste spiegelfreie Profikamera. Wenn ich noch Nikon täglich verwenden würde, hätte ich die D810 bedenkenlos gekauft.

Die Märkte teilen sich auf – in Japan und Europa ziehen die spiegelfreien Kameras an, immerhin mehr als 25% Marktanteil an allen Kameras (außer Smartphones) entfallen jetzt auf spiegelfreie Systemkameras von Olympus, Panasonic, Sony und Fujifilm (Nikon, Canon, Pentax und Samsung spielen da nur eine kleine Rolle). In Japan und Asien haben spiegelfreie Kameras die DSLR-Kameraverkäufe schon weit hinter sich gelassen, es werden mehr als doppelt so viele moderne Systemkameras verkauft. In den USA/Nordamerika herrscht ein ganz anderer Markt, Digicam-Kompaktkameras haben dort einen noch viel höheren Anteil als bei uns und in Japan, aber die Verkäufe brechen dort wegen der Smartphones am dramatischsten weg – Amerika ist Apple-Land. Die neuen Systemkameras ohne Spiegel konnten dort bis heute gerade einmal 12% der Fotofans ansprechen und auch nur 26% nutzen DSLR-Kameras. Und noch viel stärker als in Europa, teilen sich dort Canon und Nikon gut 90% des gesamten Marktes, Sony, Pentax und Co spielen da seit Jahrzehnten keine Rolle mehr. Sony kann punkten, aber nur mit preiswerten Produkten wie der Alpha 3000 und weiteren großen Systemkameras, die für Amerikaner etwas her machen. Denn sie kaufen nach Namen und nach Auffälligkeit, was nicht groß ist – wird nicht gekauft. Das ist bei Autos, bei Waffen, bei Häusern, bei Essen und bei fast allem so. Auch eine Sony Alpha 7, Olympus E-M1 oder Fujifilm und Panasonic Kameras werden in ihrer jetzigen Form keine große Rolle in Nordamerika spielen, dazu müssten sie die Technik in ein Gehäuse a la Nikon D810 oder Eos 5DS integrieren…

Die japanischen Fotokonzerne müssen also ihr Portfolio ausweiten und an die verschiedenen Märkte stärker anpassen, wir werden in Zukunft immer mehr Kameras erleben, die nur in bestimmten Regionen angeboten werden. So wie das bisher schon Olympus und jetzt auch Canon mit der M2 nur für den asiatischen Markt, realisieren. Asien und Indien boomen, da interessieren sich jeden Tag zahllose neue Menschen für eine Kamera, im Rest der Welt geht die Nachfrage zurück. Ich muss hier auch keine M2 haben, würde dieses kleine Update ohnehin nicht kaufen oder empfehlen.

Hier in Europa dreht sich Weihnachten eher um Reisen, E-Book-Reader und Tablett-PCs.

Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben – ich besorge Ihnen gerne die neuesten Kameras auch die – die weniger nach meinem persönlichen Geschmack sind und Objektive oder auch ausgesuchte, gebrauchte Exemplare für Ihre zukünftige Fotoausrüstung.
Bestellung ist hier die Bestellung bei mir möglich:

Die neue Olympus OM-D E-M5II können Sie ab jetzt bei mir bekommen, mit und ohne Objektiv und auch mit Griff.

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