Tresor  
Filo Rings

Kategorie ‘General’

1. September 2025
Eichhörnchen Tagebuch 2024

 Willkommen im Nuss-Himmel:

Seit 10 Jahren beobachte ich besonders Eichhörnchen sehr intensiv, das beruht auf gegenseitig, denn sie beobachten auch mich, wo ich wohne und ob es bei mir etwas zu holen gibt. 
Meine Fotografie:
Es gibt heute unzählbar niedliche Fotos von Eichhörnchen, das meiste davon irgendwie von Menschen inszeniert und herbeigeführt, wie es in der Tierfotografie meistens üblich ist. Denn wir treffen Tiere selten und wenn oft nur kurz in der Natur. Der Mensch ist ein Schreckgespenst und Nahrungsquelle oder auch Sensemann zugleich. Jede Tierart muß da abwägen, besonders die, die nicht fliegen können, haben es nicht leicht mit uns.
Ich bin fasziniert von der Beobachtung und den Details, die ihr Leben ausmachen, ich beobachte nie ohne Kameras und ich will für mich immer Bildserien eines Bewegungsvorgangs erhaschen. Weder Filmaufnahmen, noch Einzelaufnahmen können für mich das Leben in allen Facetten zufriedenstellend wiedergeben. Film bietet sich an, aber dann ist man noch abhängiger von Technik und Nachbearbeitung und man braucht weit mehr Vorbereitung als mit einer schnellen Kamera. Ich bin leise, ungetarnt und freundlich zu Fuß unterwegs und verlasse mich zunächst auf meine Ohren und auch auf schnelle Bewegungen.
Denn still sitzende Eichhörnchen wird man kaum erblicken.
Ich will nie stören und schon gar nicht auf das Fell rücken und verwende zumeist sehr lange Brennweiten, aber das Ziel ist trotzdem immer, so viel vertrauen wie möglich zu schaffen und so stark wie möglich die Distanz zwischen mir und Tier zu schrumpfen. Mit der schnellen Kamera fertige ich immer Bildserien, denn nur mit schnellsten Serien werden Details und Verhaltensweisen richtig klar erkennbar.
Ich füttere nie aus der Hand und habe es auch schon lange aufgegeben Nüsse zu werfen oder in der Natur auszulegen. Denn die kleinen Nager sind extrem schlau und wissen genau wann man fort ist oder auch nur kurz abgelenkt.
Nur wenige Exemplare werden wirklich mehr als mutig bis sogar zutraulich, das ist wie bei uns Menschen auch, bei jedem Tier unterschiedlich, jedes hat seinen Charakter. Ich bin 2016 in die Nähe der “Baumtänzer” wie ich sie gerne nenne, gezogen – nur in 100m Distanz stehen hohe Bäume, sind Gärten
und große Freiflächen und der Baumbestand den sie brauchen. Rasch stellte ich fest, das sie unter mir durch die Sträucher, vor mir durch den hohen Ahornbaum und über Nachbars Rasen streunten. Langsam funktionierte ich meinen Balkon im ersten Stock immer weiter um, Blumenkästen und Futterkästen für Vögel, eine große Glasschale mit Wasser und eben Nüsse und Saaten sind bei mir das ganze Jahr zu finden. Ich bekam sehr bald Besuch, denn die Vögel teilten den Eichhörnchen ihr bald mit, wo es etwas zu holen gab. In den Jahren kamen die unterschiedlichsten Charaktere von Eichhörnchen zu mir, die allermeisten nur eine Saison, nur wenige Exemplare konnte ich 2-3 Jahre beobachten. Den Grund dafür sehe ich häufig auf den verkehrsberuhigten Strassen hier, sie werden trotzdem reihenweise überfahren. Wir Menschen haben es immer zu eilig, sind immer zu Gedanken verloren und suchten nicht auf die Pfade der Tiere und ein Auto mit 30 km/h ist trotzdem schon eine gefährliche oft todbringende Waffe für alle Säugetiere und Eichhörnchen im Speziellen. Wir haben einst unsere Wege und Stassen durch die Wälder geschlagen und bis vor kurzem nie daran gedacht, den Tieren Übergänge und Unterführungen zu schaffen. Und selbst heute ist das bei uns eine absolut exotische Ausnahme. Es wäre mit unseren Möglichkeiten gar kein großer Aufwand unter Strassen alle 500 m ein Rohr zu legen oder an kräftigen Bäumen ein Tau über die Strassen anzubringen.
Der Fahrzeugtot ist fast immer schneller als jedes Eichhörnchen. Dazu kommen jagende Katzen und Hunde, die unsere letzten roten Eichhörnchen stark dezimieren. Ab Frühling vergeht kaum ein Tag an dem ich nicht Katzen verscheuchen und nerven muß, weil sie ausdauernd unter einem einzelnen Baum warten, während oben in der Krone ein ängstliches, unvorsichtiges Eichhörnchen festsitzt und vor sich hin hungert.
Wir können kaum etwas gegen die vielen Autos und unaufmerksame Menschen tun, auch nicht gegen jagende Katzen/Hunde oder gar Falken und andere Raubvögel, trotzdem habe ich selten erlebt das Eichhörnchen in meiner Umgebung älter als 2-3 Jahre wurden. In den ersten Jahren zählte und unterschied ich bis zu 13 Exemplare, vor einigen Jahren noch 9-11 und nach der Pandemie nur noch 2-3. Zu mir kommen im Winter noch 2 Tiere auf den Balkon und eins bleibt meistens im Wald oder nimmt andere Routen. Das ist sehr wenig, ich kann nur innständig hoffen, das sich die Population wieder erholt.
Zuletzt sind zwangsläufig auch meine besonders ausdrucksstarken Eichhörnchen-Fotos weniger geworden und es ist viel schwerer sie alle paar Tage anzutreffen.
Hier zeige ich nur einen Bruchteil meiner Fotos – erst für meine Jahreskalender schaffe ich es aus tausenden Fotos jährlich die spannendsten 100-500 auszusuchen.

Aber es wird immer wieder Gelegenheiten geben und ich werde den Balkon wieder etwas umbauen und hoffe weiter auf eine frei werdende Wohnung mit  Gartengrundstück um meine intensiven Beobachtungen noch weiter auszubauen.

 

NACH MEINEN BEOBACHTUNGEN sind rote, europäische Eichhörnchen (Sciurus) besonders intensive Futterjäger und Futtersammler.
Sie sind ausgesprochen neugierig, beobachten die Vögel und erfahren so schnell wo es spannende Nahrung von Menschen gibt.
Sie langweilen sich scheinbar sogar, wenn ich meinen Balkon länger nicht umbaue, kein neues Futter biete oder sonst nichts verändere, scheinen sie fast enttäuscht und kommen weniger häufig. Ganz anders, wenn ich ein neues Versteck anlege, das spornt sie richtig an.
Bemerkenswert finde ich wenn sie gähnen und sich strecken, was ich einige Male beobachten und fotografieren konnte.
Ihr Hauptkobel scheint in kurzen Zeitabschnitten gesäubert und erneuert zu werden. Oft sehe ich sie im Frühjahr und Herbst täglich auf der Suche nach neuem Nist-/Auspolster-Material, was sie dann raffiniert zu Kugeln formen um es in den Kobel zu transportieren.
Wenn ich viele Nüsse herauslege, werden alle ohne Unterlass weg geschleppt, auch wenn sie längst satt sind, jede intakte Nuss wird nach rasanter Prüfung vergraben. Das tun sie vom Walnuss-Baum stundenlang ohne Unterlass. Wenn der Nussbaum oder die Haselnuss-Stäucher voll hängen, kommen einige Eichhörnchen zusammen und schleppen binnen 2-3 Wochen alle Nüsse fort.
Auf meinem Balkon kann ich ihre Sammel-Wut nur bremsen, indem ich die Schalen anknacke, nur dann kann ich beobachten wie sie die Schale entfernen und genüsslich mit der superschnellen Zunge essen. 
Im Herbst sind sie wie süchtig, den ganzen Tag nur sammeln, sammeln, sammeln.
Eichhörnchen ändern blitzschnell die Richtung und kalkulieren rasant ihr neues Ziel, wer genau hinschaut und eine schnelle Kamera hat, sieht, das sie vor jeder Wendung die Augen schließen.

 

 

Hier war ich im Botanischen Garten Bonn und habe gleich zwei Nager entdeckt:


In Bad Godesberg auf einem Balkon in 15m höhe zwischen der Balustrade und dem Baum.



Am geheimen Nussversteck, dass ich nicht sehen durfte.


 

 

Veröffentlicht in Favoriten - FOTOS, General

 

21. Juli 2025
AI 2025 – Verarsche & Zahlenspielchen überall

Ich muss es so hart sagen: Verarsche überall:

Die problematische Seite an uns Menschen ist – wir alle glauben immer das was wir glauben wollen und verteidigen es gegen jedes bessere Wissen.
Ich kann mich selbstverständlich nicht komplett davon ausnehmen.
Nur viel lesen und nachdenken und ausprobieren, kann einen etwas vor den eigenen Fallen retten…
Trauen Sie keinem Influenza, keinem der mit dicken Autos zum Testen fährt, sich von exotischen Orten mit einer Meinung zu neuem Equipment meldet, keinem, wenn gleichzeitig 30-100 verschiedene FotoMännchen mit neuen Videos und Berichten auftauchen.
Das ist alles IMMER von der Industrie gesponsert, gekauft und verändert. Die Leute werden an schöne Plätze geflogen, versorgt, mit Kameras und Objektiven eingedeckt und sollen sich dann kritisch äußern 🙂 – manchmal werden die Ausrüstungen nicht einmal mehr zurückverlangt.
So geht das heute. Ich bin nicht neidisch, denn damit wird die Person, die Stimme, die Meinung, das Video komplett gekauft.
Ich hatte auch meine Phasen, wo die Industrie mir alles angeboten hat, aber sie mußten eben auch meine Empfehlungen oder Kritik verkraften. Man konnte mich wohlwollend einstimmen, aber nie kaufen – was nicht taugt, taugt eben nichts.
Also bitte, an alle der Rat: Bei Neuheiten cool bleiben und erst einmal 6 Monate abwarten – ob es dann immer noch ein Produkt mit echten Verbesserungen ist, das man vielleicht kaufen sollte.
Die Zeiten, wo von Canon und Nikon echte Innovationen kamen, sind längst vorbei.
Und selbst Sony wärmt bei Kameras oft nur die alten Sensoren auf und feilt etwas an den Kameras – am Ende sehen sie doch sehr ähnlich aus und es ist gar nicht so viel neu daran.
Canon verspricht die perfekte Ergonomie – da lachen ja die Hühner, Nikon und Panasonic und Leica den perfekten Autofokus – wenn es nicht so traurig wäre, man müßte ihnen echt helfen.
Echtes Understatement gibt es kaum noch, Sigma und Tamron sind heute auch großspurig, mir fallen fast nur OMSystems und Pentax ein, die sich etwas zurückhalten.

RAW ist immer noch und stärker als je zuvor ein Selbstbetrug und Wettbewerbsverzerrung der Hersteller.
RAW-Dateien zu entwickeln, zu sichern und zu erhalten braucht viel mehr Zeit , Ressourcen und Geld, als wir alle zugeben wollen und die Zukunft ist höchst unsicher, viel unsicherer als bei JPEG. Es ist kein Format für alle Fälle!
Auf mich wirken Menschen die laut RAW als einzigen, gangbaren Weg zur Qualität proklamieren, oft wie unerfahrene Idioten – denn es stimmt einfach nicht. Was für kontrastreiche Motive und Landschaften gelten mag, lässt sich nicht auf alle anderen Motive übertragen. Diese Leute suchen einfache, sichere Lösungen – beides existiert jedoch nicht!
JPEG’s schaffen sowieso 11 Blenden Dynamikumfang und wenn man es richtig macht und herauskitzelt sogar 14 Blenden.
Der begrenzende Faktor bei allen Diskussionen um RAW sind auch heute noch die Wiedergabe auf Monitoren und die Fähigkeit zur Ausbelichtung auf Papier. Deshalb ist auch weiterhin jeder Qualitätsvorteil von RAW reine Theorie und nicht praxisrelevant!
Wer Dynamik will und braucht und Bilder ohne lange Bearbeitung, der verwendet längst ein IPhone oder anderes hochwertiges Smartphone. Von 13 mm bis 100 mm ist es oft gut brauchbar und bringt scharfe Fotos. Schwierig wird es ausgerechnet für Porträts (& Selfies) und alle Tele-Aufnahmen. Besonders gut tauglich sind die Geräte im Nahbereich und bei umberechnet 24-50 mm Brennweite.

Adobe ist eine der unangenehmsten und geldgeilsten Firmen überhaupt.
Jeder sollte sich sehr gut überlegen, ob er da ein Abo abschließt und sich in Klauts locken lassen will. Ich bin da bisher nicht drin und versuche alles um da nicht zu landen – denn ab dann wird man ausgequetscht und geschreddert. An jedem Apple-Rechner läuft Lightroom schneller und sicherer als an jedem Windows-Rechner – das sollte man wissen.

Der technische Aspekt der Fotografie oder der Filmerei wirkt durch so viele Zahlenfallen, da ist es auch für mich nicht immer einfach den Überblick zu behalten.
Hier alle wichtigen Zahlen von Fotogeräten für den besseren Durchblick:

DIE AUFLÖSUNG DES SENSORS:
Alles begann so richtig mit 1 Million, dann bald 4 Millionen und bei 6 Millionen sollte dann Schluss sein mit lichtempfindlichen Bildelementen auf einem Sensor.
Inzwischen sind 20 Jahre vergangen und OMSystems (Olympus), Sony, Fuji, Nikon, Canon, Apple und andere Wegbereiter haben einfach weiter die Pixel erhöht bis heute 150 Millionen Pixel.
Den meisten Fotofreunden reichen heute 20-24 Millionen Pixel für eine kaum zu beschreibende Bildqualität und Vergrößerungsmöglichkeiten bis 200% am Monitor und 90×120 cm große Poster. Für kleine Darstellungen im Internet sind immer noch 2-6 MP satt ausreichend.
Trotzdem, mehr Auflösung bringt bei entsprechenden Objektiven und Licht immer noch mehr sichtbare Details im Bild!
Und wenn man nicht mit schweren und langen Teebrennweiten fotografieren/filmen will, ist eine Auflösung von 20 MP auf kleinen Sensoren (1″ Zoll und MFT) erstrebenswert.
Ganz wichtig, um bei entsprechend größeren Aufnahmeformaten oder gar Ausschnittsvergrößerungen diese hohe Auflösungen zu erhalten, wird im Quadrat multipliziert.
20 MP MFT entsprechen 40 MP im Halbformat entsprechen 80 MP im Vollformat und 105 MP im kleinen Mittelformat.
(ich lasse dabei jetzt der Einfachheit halber die verschiedenen Bildseitenverhältnisse 4:3 – 2:3 – 16:9 außer acht!)
Inzwischen ist Panasonic mit seinem MFT-Sensor noch einen Schritt weiter gegangen und bietet 25 MP was im Vollformat schon 100 MP bedeuten würde.
Diese Auflösungszahlen sind trotzdem auch eine Illusion, weil abgesehen von neuartigen monochromen Sensoren, die echte Detail- und Kontrastauflösung fällt um Faktor 3-4 geringer aus. Alle Pixel immer noch der Bayer-Anordnung beugen müssen, am Ende bleiben pro Farbe nur 5 bis 6,6 Millionen Pixel übrig – aber das nur am Rande.
Trotzdem muß ich die Fuji GFX100 als besten Fotosensor anerkennen, der erheblich schönere und technisch bessere Fotos als Kleinbild/Vollformat zulässt.

DIE AUFLÖSUNG DES SUCHERS & MONITORS:
Es ist gut zu wissen, dass auch diese Auflösung für 3-4 Farbpixel angegeben wird und die echte Detail- und Kontrastauflösung daher um Faktor 3-4 geringer ausfällt.
Und je mehr Pixel, desto stärker die Erwärmung und desto höher der Stromverbrauch.
Aus den letzten Gründen blieben die Auflösungen bei der Bildanzeige in der Kamera lange nur bei einer Million, später 2 Millionen Pixeln.
Heute bieten Sony-Sucher bis zu 9 MP und Monitore bis zu 2,4 MP. Aber auch Sucher mit nur 3-5 MP sind keineswegs gravierend schlechter, wie die Beispiele von Nikon und Canon zeigen.

DIE BILDSTABILISIERUNG IN DER KAMERA:
Dank Olympus und Pentax verfügen heute die allermeisten Kameras über einen interne Bildstabilisierung – IBIS genannt. OMDS ist darin bis heute Führend in der Effektivität und Canon rückt inzwischen auf; Nikon, Sony, Fuji sind da noch etwas schwächer. Bis zu 8 Licht-Stufen verspricht OMSystems.

 

Der kommende Zwang zur Authentizität – und zur Offenlegung aller eigenen Daten

  • Dennoch wird der Trend dorthin gehen, dass bald in allen digitalen Kameras derartige Zwangs-Technik für einen sündhaften Aufpreis eingebaut werden. Von dort ist es danach nur ein kleiner Schritt bis zur totalen Überwachung der Fotografen und Videografen. Denn GPS-Daten mit gesicherter Aufnahmezeit lassen sich dann immer und von jedem in allen Ihren Fotos und Filmen sehen. Leugnen ist zwecklos.
  • Und auch jede Änderung in der Software kann dann laut Adobe jeder nachvollziehen. Da wird Ihr gesamtes angelerntes Wissen frei publiziert. Kurzum: Jeder kann sich auf den Zentimeter exakt an die Stelle stellen, wo Sie standen, und mit exakt Ihren Kameraeinstellungen das seltene Tier etc. aufnehmen und danach mit allen Ihren in teuren Kursen erlernten Software-Tricks genauso bearbeiten.
  • Allerdings kommt es noch schlimmer, denn jeder kann so anhand Ihrer Fotos die eingebrannten Gesamtdaten Ihre technischen Ausrüstung ablesen, sich den Wert zusammenrechnen und daraufhin entscheiden, ob sich ein Einbruch oder bewaffneter Überfall auf Sie lohnt. Dafür wird es sicherlich bald KI-Tools für die organisierte Bandenkriminalität geben, welche automatisch das ganze Internet scannt, um dann den Verbrechern Ihren Namen und Adresse sowie den aufaddierten Wert Ihrer Ausrüstung zu liefern. So etwas können Suchmaschinen schon lange. – Exakt deshalb löschen oder ändern viele Fotografen seit Jahren ihre EXIF-Daten an Fotos, oder ersetzen sie (wie ich) durch standardisierte mit nur bestimmten Inhalten.
  • Lassen Sie sich nicht von den angeblich freiwilligen und vom Autor abänderbaren Kriterien der c2pa täuschen. Hart in einem Chip in der Kamera eingebaut, ist nichts mehr freiwillig oder vom Laien veränderbar. Das widerspräche auch der angeblichen Schutz-Logik. (Die Version 1.2 wurde binnen weniger Monate merhfach ersetzt durch inzwischen die Version 2.0. So wenig Verlass ist auf diese angeblichen Standards.)
  • Im Übrigen war es bisher in meiner Erinnerung jedes Mal so, dass, wenn das Wort ‘Schutz’ für den Kunden oder Schutz der Kunden verwendet wurde, dann wurde jene Technik bald gegen alle Kunden und Nutzer missbraucht. Denn jede Änderung am Bild respektive den Metadaten führt zum Verlust des Gütesiegels. So sind z.B. Ihre Personendaten zwingend erforderlich. Für die Ausgabe von erforderlichen Zertifikaten müssen Sie sich übrigens bei sogenannten CAs (certification authority) anmelden, die das definitiv nicht kostenlos anbieten werden. Ferner müssen Sie einen großen Aufwand zur Zertifizierung treiben, welche die meisten Amateure wohl kaum technisch, zeitlich oder finanziell leisten können.
  • Ein weiteres daraus resultierendes Problem wird alle Besitzer alter Kameras betreffen – alt im Sinne von, dass sie diese Zertifizierungstechnik nicht besitzen. Man wird alle Ihre Fotos dann pauschal für Fälschungen halten und eine Zeit danach schlichtweg online (mit den von den Grünen in Europa für den Urheber-/Verleger-Schutz bereits eingeführten Upload-Filtern) verbieten. Das wird folglich nochmals Millionen Fotografen und Videografen dem Hobby entfremden.

Bärendienst und Eigentor?

  • Wer somit weiterhin in der Fotografie oder Videografie mitspielen will, wird sich eine neue Kamera nach CAI kaufen müssen – unabhängig vom zuerst vorgegebenen dokumentarischen Fotostil. Er wird für viel Geld und Zeit sich bei CAs kostenpflichtig registrieren und überwachen lassen müssen.
  • Da jedoch CAI in seiner derzeitigen Form nachgewiesener Maßen nicht sicher ist, wird – wie bei Adobe üblich – bald eine CAI 2.0 und dann 3.0 usw. eingeführt werden. Für jeden neuen Standard wird entweder eine neue Kamera mit Hardware-Chip oder eine kostenpflichtige Firmware-Update-Version gekauft werden müssen.
  • Da kommen auf Fotografen und Videografen sehr hohe Kosten zu.
  • Da viele sich das finanziell nicht leisten können, werden sie sogar aktiv ausgeschlossen – sozial diskriminiert.
  • Aber es kommt sogar noch schlimmer. Viele wollen das nicht (mehr). Zu jenen gehöre auch ich. Denn das ist hirnloser Firlefanz, welcher die Fotografie und Videografie weder inhaltlich noch sonst weiterbringt, sondern nur der extremen Kommerzialisierung dient. Die ständig schrumpfende Restmasse an Kunden soll maximal gemolken werden.
  • Faktisch wird das die freie Fotografie und – vor allem als Hobby – endgültig zerstören.
  • Das wird der letzte Tropfen sein, der das (Gedulds-) Fass vieler treuer Kunden endgültig zum Überlaufen bringt. CAI in seiner heutigen Form wird definitiv GenKI nicht verhindern. Ganz im Gegenteil werden noch mehr (nicht nur arme) Fotografen und Videografen dazu übergehen. Denn, wenn auch echte Bilder willkürlich von nicht gewählten und folglich nicht demokratisch kontrollierbaren, sondern rein kommerziell und willkürlich agierenden Firmen als gefälscht gebrandmarkt werden, dann kann man sie auch gleich als solche bequem im Warmen sitzend, schnell und billig mit Generativer Künstlicher Intelligenz erzeugen.
  • Wenn jedoch die sowieso stetige Abwanderung zu GenKI durch die Authentizität á la CAI beschleunigt wird, dann rutscht die Restkundschaft ganz schnell unter die kritische Masse ab, welche die Kamerahersteller zur Aufrechterhaltung der eigenen Produktion benötigen. Das retten dann auch ständige Preiserhöhungen nicht mehr. Denn die durch Abrutschen unter bestimmte Größenklassen explodierenden Preise der Kameras wollen zum Schluss auch keine Berufsfotografen mehr bezahlen, weil sie für derart teure Fotos und Videos niemals Abnehmer bei Kunden finden.

 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

 

10. Juni 2025
Aktuell: JUNI 2025 Sony und Co


Mann könnt sich besaufen – wenn es nicht so selbstmörderisch wäre…

Ich weiß ja nicht wie es euch geht, mir macht fast nichts mehr Spaß bezüglich Fotobereich. Lesen, schauen – geschweige denn zu kaufen.

Wenn ich lese, dass in Zukunft fast alle Menschen-Modells aus der Ki kommen (Autos, Technik, alle Sachen tun dies ja bereits längst) und heute sind es ja schon viele, platzt mir der Kragen. Was soll das?

Suchmaschinen sind tot, es existiert nur wer bekannt ist und wen konkrete Ki-Suchanfragen erwischen. Ich verstehe das ganze schon lange nicht mehr. Wollte noch nie meinen Namen im Netz lesen. Was ist wichtiger, ich oder die Information? Eine Wahrheit, die es nicht gibt oder nur zeitweise existiert? Es ist alles total durchgeknallt. Wenn keiner mehr etwas echtes, wahrhaftiges, zeitweise begrenzt Wahres schreibt und auf der anderen Seite keiner mehr dafür zahlt – was bleibt dann noch. Wer nicht genannt wird, existiert nicht mehr – bedeutet jetzt das Internet ist tot, ohne jegliche Substanz. Existiert überhaupt jemand? Und ist das wichtig? Überhöhen wir uns nicht alle selbst? Wozu ist Leben da? 

Dann werden schon bald alle Schauspieler, Sänger, Moderatoren durch Ki ersetzt… und da, wo ich mir das wünsche – an der Beratung, da stehen weiter zu viele schlecht informierte, dumme, lustlose Leute, die einem eigene Meinungen aufdrängen wollen! Ätzend!

Es passiert alles wahnsinnig schnell. Ich frage mich unwillkürlich, warum ich noch schreiben soll. Es gab auch einfach im Letzten halben Jahr kaum etwas aufregendes zu berichten. Ja viele neue Kameras und noch mehr unsinnige Objektive, nur muss ich die auch noch anpreisen?

Canon, Sigma und Tamron gehen schnell den Bach runter – nicht nur in Zahlen sondern auch deutlich in der Käuferbegehrlichkeit, im Interesse. Canon ist doch für alle, die es schon mal hatten, stinklangweilig. Nikon federt dass geschickt ab, Leica der Sammler-Klimbim, OMSystems versucht sich weiter in der Natur, Tier, Reise und Macro Fotoscene, Sony bleibt der InnovationsWeltmeister – nur Panasonic hat bei uns etwas aufgeholt. So die Einschätzung vieler ehrlicher Fotohändler, die ich teilen kann.

Eine CANON R7II kommt erst 2026 und wir fragen uns alle, wie sie, bei was, stark beschnitten seit wird.
Die R6III hält die Marke weiterhin zurück und wartet auf Sony, holt vielleicht den alten 30 MP Sensor aus der Mottenkiste und wird sich bei den Daten sehr an der 7V ausrichten. Schlicht weil Canon keine eigenen Ideen hat.
Selbst das vor vielen Jahren angekündigte 2.0/70-140 mm ist bis heute nicht erschienen und wird kaum noch das Neue von Sony schlagen.
Traurig wenn der Platzhirsch platzt, durch falsche Strategieentscheidungen, sich bald wie ein offener Heliumballon ins All schießt.

NIKON hat sich mit Kameras längst gut positioniert, eine Z9II wird zum Jahresendgeschäft 2025 erwartet nur die kleine Z500 will einfach nicht aus dem Geburtskanal.

SONY hat neben der 7V, die irgendwann kommt und der 7RVII die vielleicht 2026 mit neuem hochauflösenden und empfindlicherem Sensor auftaucht.

Bei den Objektiven geht es Schlag auf Schlag weiter:

NIKON will noch 5-6 fertig stellen, u.a. Ein 2.8/100-300 mm – leichter und preiswerter als Canon. Da Nikon der erste mit KonverterFestbrennSuperteles war, werden jetzt Canon und vielleicht auch Sony noch zu nächsten Sportereignissen nachziehen. Was sonst von Nikon kommt: 1.4/85 mm, Macro…

Von CANON sind 2.8/400 mm TC und 4.0/600 mm TC als noch teurere Varianten der Superteles in Konstruktion. Vom leichteren 2.0/28-70 mm wird nur gemunkelt.
Auf Sigma und Tamron kann Canon nicht zählen.

TAMRON
Scheint total zu schwächeln oder gar in Finanznot zu sein, denn zum 75. jährigen Firmenbestehen kam bisher nichts. Kein Macro, kein Supertelezoom und erst recht kein lichtstarkes Telezoom. Total seltsam.

SIGMA ist weiter im japanischen Irrgarten und findet keinen Ausgang. Jetzt soll ein 6.3/800 mm erscheinen.

FUJIFILM, was ist eigentlich mit denen los? Nach vielen Kameras, bei denen für mich außer der GFX100II keine weder den Bericht noch das Geld wert war, sollte 2026 eine viel schnellere GFX100III erscheinen.
Eine XT6 sollte auch in der Mache sein. Bei den Objektiven könnten mehr hochlichtstarke erscheinen, aber keiner weiß etwas.

Erst seit heute halte ich meine Sony A1II in der Hand und kann 400-800 mm und 50-150 mm am Limit verwenden.
Wenn die Kamera genauso lange wertbeständig ist, wie die A1 – dann ist sie ein Schnapper, denn die wird heute noch über 5000€ verkauft und ist konkurrenzlos am Fotomarkt.
Weder R1, noch R5II oder Z9, Z8 noch irgendeine andere Kamera kann ihr die Stirn bieten und ein anderes Objektiv-System schon zweimal nicht.
Diese Fotos entstanden alle noch mit 7RIII.

Sony 50-150 mm

Viele Jahre her, das Canon das Gerücht unwidersprochen lässt, sie konstruieren ein 2.0/70-140 mm. Jahrzehnte her, dass Tamron immerhin 2.8/35-105 mm und 2.8/28-105 mm im Sortiment hatte und noch gar nicht so lange her, dass ausgerechnet Olympus sowohl 2.0/14-35 mm als auch 2.0/35-100 mm im Portfolio hatte. Jedoch leider nur im Viertelformat und für Kameras mit winzigen Suchern, die keine Freude an der Fotografie vermitteln konnten.

Bitte gar nicht erst an ein 2.8/50-150 mm denken! Ratsch, die Blende ganz auf und schon ist jedes andere Objektiv vergessen, Jedes!
Das leichte High-End-Zoom ist so rasant und eindeutig an der Pupille oder am Gesicht – selbst mit 8 Jahre alten 7RIII Kameras, deren Sensor jeden heute noch verblüfft.
Vergleicht bitte gar nicht erst mit dem schnellen, kompakten Allrounder 2.8/70-200 mm und auch 2.0/28-70 mm  oder 2.8/24-105 mm können sich hier nicht messen.
Doppelte Lichtstärke – das ist die helle Freude!

Die Eulensaison habe ich auch verpasst – also 09-2024 bis jetzt waren für mich eine Katastrophe.


 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht