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Filo Rings

Kategorie ‘Kameras im Test’

13. Februar 2012
Gebrauchsfertige und ausgereifte Digitalkameras?

Tagebuch-Gedanken: 2012-Febuar-12

Gibt es die?

Immer weniger, so scheint es.
Es fällt vielleicht nur wenigen Menschen auf, weil sie sicherlich nicht tagtäglich mit Kameras unterwegs sind – Digitalkameras sind praktisch immer mit mehr oder weniger gravierenden Mängeln ausgestattet.

Ich meine jetzt nicht Bedienung, das kommt ja noch hinzu – sondern technische Unzulänglichkeiten. Die sind zwar oft so geartet, dass ich sie mit Erfahrung ausbügeln kann, aber trotzdem sehr unbefriedigend. In der Anfangszeit wurden Digitalkameras sehr warm, vor allem um den Accu (Olympus E-P1 uvm), die Schärfe war mit DSLR-Kameras oft sehr unbefriedigend, der Weißabgleich ist bei Nikon und Sony ein Dauerproblem und anderes.
Jüngstes Beispiel: Sony Nex 5N

Sie belichtet fast immer 0.7 bis 1 Blende über – da Überbelichtung digitalen Dateien gar nicht bekommt und die Farben verwaschen aussehen, muß ich eine dauerhafte Korrektur von + 0,7 einstellen und dann permanent kontrollieren, ob sich die dann auch mit den Lichtverhältnissen und dem Motiv verträgt.
Hinzu kommt, das der Autofokus spinnt. Ich bin das ja schon gewöhnt, aber es nervt sehr. ich habe es an mehreren Gehäusen und der Nex 7 mit dem gleichen Licht/Motiv ausprobiert, es passiert mit allen Objektiven hauptsächlich im Telebereich, aber öfter auch im Weitwinkelbereich, sowohl in der Nähe als auch in der Ferne – die Kamera fokussiert und gibt den Auslöser frei und das Bild ist trotzdem falsch fokussiert und sogar grob unscharf. Das passiert häufig auch bei Sony Alpha Kameras, bei Sigma- und bei Pentax-Kameras und bei den älteren Olympus- und Canon-Modellen ist die automatische Fokussierung oft sehr zögerlich, aber sie stimmt dann wenigstens.
Auch dagegen weiß ich natürlich Abhilfe, ich habe mir angewöhnt von jedem Motiv im Serienmodus 2-3 Aufnahmen zu machen. Und siehe da, die 2 oder 3 Aufnahme ist dann meistens scharf.
Nur kann es das doch eigentlich nicht sein, oder?
Bei Sony ist das gerade aktuell, doch ich habe solche Probleme und viel schlimmere die letzten 10 Digitaljahre mit sehr vielen Kameras durchlebt.

Die automatische Fokussierung ist jetzt wieder der Knackpunkt bei den neusten System-Kameras. Mit meinen jetzigen Erfahrungen kann ich nicht wirklich zu den Gehäusen von Samsung, von Sony, nicht zur Pentax Q und nicht zur Nikon V1; J1 raten. Der Autofokus ist meistens sehr langsam und oft stellt er außerdem nicht präzise scharf. Auch die Panasonic-Gehäuse und frühen Olympus-Gehäuse haben da Schwierigkeiten und sind allenfalls auf DSLR-Einsteiger-Niveau.
Wirklich schnell und trotzdem meistens richtig scharfe Dateien liefern derzeit von allen 37 vorgestellten Systemkameras nur die Modelle E-PM1; E-PL3 und E-P3 sowie hoffentlich die kommende E-M5 von Olympus.
Weder der Autofokus der Leica X1, noch der Fuji X10; X100 oder Ricoh GXR konnten mich bisher auch nur annähernd überzeugen. Immer ist die Fokussierung zu zögerlich, zu suchend, zu sehr abhängig von hohem Kontrast und vollem Licht. Zunächst ist das ein großer Rückschritt, ähnlich damals als elend langsame Digitalkameras wie die Eos D30 und Nikon D100 erschienen.
Olympus hat den mit Abstand größten Sprung beim Autofokus gemacht – allerdings ist das nur ein schwacher Trost für alle enttäuschten Käufer der früheren FourThirds-Kameras, die bis zur E-5 und den SWD-Objektiven gänzlich auf schnellen AF verzichten mußten also eine späte Wiedergutmachung, denn  jetzt ist Olympus mal führend.

Die ersten Generationen eine Kamera waren meist eine Katastrophe und viele erst 6 Monate bis 1 Jahr nach Erscheinen halbwegs brauchbar. Daher habe ich mir dann schon angewöhnt gebrauchte Kameras zu kaufen, von Menschen die viel Fotografieren, da konnte ich sicher sein, die Kamera arbeitet halbwegs gut. Ich weiß das viele bei gebrauchten Kameras nach der Zahl der Auslösungen fahnden und alles vermeiden was mehrere zehntausend Auslösungen hat. Aber was ist das denn, wenn ich bei einer Session am Tag 1000 Aufnahmen belichte, ist die Kamera dann nach 14 Tagen unverkäuflich? Ziemlicher Blödsinn. Aber nach 50.000 Aufnahmen weiß ich das die Kamera richtig arbeitet, also ist der Gebrauchtkauf kein Problem und so leicht kommt man nicht an die Verschlußlebensdauer heran. In meinem Kameraleben habe ich 4 Verschlüsse verbraucht, 1 durch meinen unachtsamen Finger, einen durch Konstruktionsmängel und 2 durch Verschleiß (Canon Eos; Nikon AF).

Wie können Sie Probleme mit aktuellen Kameras vermeiden?

– Nicht gleich nach Vorstellung neu kaufen!
– Gebrauchte, gut benutze Modelle von vertrauenswürdigen Fotografen kaufen.
– Bessere Profi-Modelle kaufen.

Kameras wie: Canon Eos D30; 60D; 40D; 50D; 1000D; 1D MK III; 5D; Nikon D1; D100; D70; D40; D50; viele Minolta-, KonicaMinolta-, Sony-Kameras; Pentax *ist Kameras; Pentax K7 waren einfach sehr unausgereift und bargen zahlreiche Fehler. Sigma und Contax-Kameras sind mit technischen Defekten besonders schlimm aufgefallen.
Auch die ersten Panasonic Generationen L1 G1 und G10 sowie die GF Modelle waren noch sehr roh. Die OLYMPUS E-300; E-400; E-P1; E-PL1 waren nicht problemfrei.

Anders herum betrachtet, welche Digital-Kameras würde ich heute noch sorgenfrei kaufen wollen:
(abgesehen davon das sie langsamer in der Verarbeitung und Reaktionszeit sind)

Canon Eos 1D MK II
Canon Eos 1D
Canon Eos 20D
Canon Eos 30D
Canon Eos 450D
Nikon D300
Nikon D200
Nikon D3
Nikon D2H
Nikon D2X
Nikon D90
Panasonic L10 (FT)
Panasonic GH2
Panasonic G2
Pentax K10D
Pentax K20D
Pentax K-x
Olympus E1
Olympus E-30
Olympus E-3
Olympus E-620
Olympus E-510
Olympus E-330
Olympus E-PL2
Olympus E-P2

 

 

 

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10. Februar 2012
Zeiten ändern sich

Tagebuch-Gedanken: 2012-Februar-10

Schwäne am Moselstrand mit Sony Nex 5n und 6,3/18-200 mm bei f:8

Das einzige was jemals Bestand hat  ist die Veränderung.

Jede Kreatur auf dem Planeten muß sich ständig anpassen um nicht bedeutungslos und verloren zu sein.

Die japanische Bevölkerung wird als fleissig, gebildet, technikverliebt, schrill und diszipliniert wahrgenommen – doch bestimmt nicht als dumm. Sie haben die deutsche Foto-Wirtschaft beerbt und dominieren auch heute noch den gesammten weltweiten Markt für Fotogeräte und Objektive. Es sind alte Firmen wie Canon, Nikon, Olympus, Panasonic, Pentax-Ricoh, Sony – die sich den Markt teilen. Panasonic und Sony kommen aus der Elektronik-Herstellung und setzen sich erst seit der digitalen Fotografie intensiv mit Fotokameras auseinander.

Hierzulande wird eine für mich große Innovation in der Fotobranche immer noch gerne milde belächelt oder gar klein geredet – die Systemkamera.

microFourThirds hat jetzt in Japan in Weihnachtsgeschäft bewiesen, das es die Gegenwart der Fotogeräte ist (die Zukunft kennt niemand!), die die meisten Menschen kaufen und haben wollen. Und die den meisten Menschen in Japan Freude macht.

Es wurden mehr mFT Kameras als DSLR-Kameras verkauft – die mFT Hersteller Panasonic und Olympus haben in Verkaufszahlen Canon und Nikon deutlich überholt. Olympus hält im Heimatland, trotz Finanzskandalen 37% Marktanteil, weit vor Panasonic und Sony.

Alle anderen Hersteller spielen nur eine kleine Rolle, allenfalls Sony kann sich an dritter Stelle noch mit guten Verkäufen behaupten.
Aber letztlich sind die Marken unwichtig, der eine will das was alle haben und der andere will Individualist bleiben, jeder wie er mag.

Diese Entwicklung war sonnenklar. Mit Vorstellung des mFT Systems 2008 war die technische Kamerazukunft geboren.
Inzwischen gibt es 18 verschiedene Gehäuse und 33 verschiedene Objektive. Davon 18 Festbrennweiten und 15 aktuelle Zoom-Objektive. Dazu gibt es noch 7 verschiedene Objektiv-Vorsätze für den preisbewußten Anwender, der nicht mehrere Wechselobjektive kaufen mag.
Dieser Verlockung kann kaum ein Fotofreund wiederstehen. Und wenn man dazu in Betracht zieht, das praktisch jedes bisher produzierte Objektiv per Adapter an die Kameras angeschlossen werden kann… neue Welten.
Allerdings verlleren Sie den Weitwinkelbereich, da immer mit Faktor 2 gerechnet werden muss. Das manuelle Fokussieren gelingt sehr leicht und sicher, da alle Kameras eine Lupenfunktion besitzen und damit eine gute Beurteilung der Schärfe am Monitor erlauben.
Wenn Sie irgendwann einmal Lust auf eine kleine, handliche, leichte Kamera mit allen Möglichkeiten, schnellerem Autofokus, einer Bedienung und Auslösung mit Touch-Screen – die wunderbar in die Jackentasche passt: Lassen Sie sich von mir die Tests schicken, lassen sich beraten und können auch eine der Kameras, die Objektive und das Zubehör bei mir kaufen.
Es geht nicht um Markennahmen, es geht um die ganz neue Fotografie, vom Zwang der Größe und Mechanik weitgehend befreit.

Wer jetzt vermutet, ich will hier Olympus oder Panasonic odr auch nur microFourThirds Umsatz bescheren – der schätzt mich bedauerlicherweise völlig falsch ein. Ich habe in 30 Jahren so viele Kameras und Systeme gehabt und mit allen Fotos und Filme realisiert, die mir gefallen – doch mir war technischer Fortschritt immer sehr wichtig.
Und ich habe nie verstanden, warum die Kameras, Objektive und Accus nicht so wie das Speichermedium – untereinander austauschbar sind.
Olympus und Panasonic haben das erstmals mit Abstrichen geändert und ein offenes System geschaffen – mit Sinn und viel Verstand – ein neues Format 4:3 etabliert, dass die Leistung von Objektiven besser ausnutzt und zugleich eine hohe Qualität und deutlich kompaktere und leichtere Bauweise zulässt.

Dieses System nannten sie mFT im Format 4:3 und mit Vergrößerungsfaktor 2.0 – gemessen am etablierten Kleinbild. Es ist derzeit durch kein anderes Bildaufnahmesystem zu schlagen.
Wird der Bild-Aufnahmesensor größer, wie bei Leica, Sony, Pentax-Ricoh, Samsung und Vollformat – werden auch die Objektive größer und unhandlicher oder sind nicht in allen Brennweiten von 7 mm bis 800 mm realisierbar.

 

Werden die Bild-Aufnahmesensoren noch kleiner als 13×17 mm leidet die Bildqualität doch merklich und die Objektive können kaum noch kompakter realisiert werden, siehe Nikon 1; Pentax Q und alle Digicam-Kameras.

Sicher erreicht der Fotograf theoretisch und im Einzelfall eine höhere Auflösung oder Tonwert-Dynamik und geringeres Bildrauschen mit größeren Sensoren – vor allem mit Mittelformat CCD-Sensoren, aber auch mit Vollformat-CMOS Sensoren.
Diese Verbesserung ist theoretisch denkbar weil sie von vielen Faktoren abhängig ist – die letztlich nur erfahrene Experten erreichbar und transportierbar ist. Der Glaube, man brauche nur eine Vollformatkamera oder gar Mittelformatkamera in die Hand zu nehmen um technisch bessere Fotos zu realisieren ist schlichtweg falsch.
Das stwas gesteigerte Bildrauschen bei sehr hohen Empfindlichkeiten ab 6400 ISO ist jedoch für viele sichtbar und wird ein kleiner, heute vernachlässigbarer Nachteil vom mFT-Format bleiben (gemessen an größeren Sensoren).

 

Die Begeisterung für einen Namen, einen Stil, ein Design, ein Produkt, ein System ist nur eine Zeitlang spannend und letztlich nichts wert, wenn es frischere Produkte und Systeme gibt – die die reise zum Ziel erleichtern oder verbessern.

Obwohl ich Kameras und Objektive von Pentax, Minolta, Nikon, Leica zur Verfügung habe… nehme ich diese zum Fototermin praktishc nie mit. Fast immer fällt die Entscheidung Olympus FT oder mFT oder Canon Vollformat.

Und letztlich begeistert mich immer wieder die Qualität der JPEG-Dateien und die Leichtigkeit der Olympus Kameras am allermeisten.
Sony Nex habe ich derzeit im Dauertest, die Nex 5N habe ich mir geleistet, weil mir das Design gefällt und ich ab und zu bedarf für höchste Empfindlichkeit bei geringstem Bildrauschen habe.

 

Warum ich fast nur noch Kameras mit beweglichem Monitor und schnellem Live-View einsetze?
Weil Tierfotografie immer am Besten aus Augenhöhe und Bodennähe stattfindet und ich fotografiere selten stehende Bären und muss meist tief hinunter!  Und Macro-Fotografie funktioniert auch ungleich besser mit dem Zaubermonitor. Nein ich will nicht mehr zurück und auch keine Nikon D8oo; D4, Canon Eos 1DX akzeptieren – das sind Dinosaurier, die nichts gelernt haben – sie taugen nur noch für den superschnellen AF.

 

 

 

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6. Februar 2012
Nikon D800 & D800E – teurer Pixelwahn?

Das ist er der neue Bomber von Nikon = doppelt: Nikon D800 & Nikon D800E  – Vollformat – 100% Spiegelreflexsucher – 4 B/Sek – 36 MP CMOS-Sensor – 100-6400 ISO – FullHD-Video mit 60P

E steht leider nicht für Economy, denn die E ist noch deutlich teurer. Wie schon lange vorher gesagt, die Nikon D800 wagt mit 36 MP Auflösung – einen Ausflug ins Mittelformat-Reich.
 Der Preis für die neue Premium-Kamera wird bei 2830€ liegen uns somit fast 1000€ mehr kosten als die bisherige D700 – und bietet dafür dann rund 70% mehr Sensor-Auflösung.
Nikon betrachtet sie nicht als Nachfolger der D700 – die weiter angeboten wird.

Der Preis wird dazu führen, dass viele D700 – Fotografen erst einmal ihre Kamera behalten, denn sie ist ja anerkannt gut und weitgehend ausgereift. 
Auch wenn sie 4 Bilder pro Sekunde beherrschen wird, ist sie weniger eine Sportskanone für freihändiges Shooting.
Die D800 wirkt vertraut und ungewohnt windschnittig – rundes Eos-Design – Nikon ist, wie schon öfter – 10 Jahre zu spät – aber eben jetzt doch noch!
 Die Bedienung wie gehabt – denn Profis wollen ja nichts anderes (???). 
Ich finde es schade, dass Nikon einfach so weiter macht, kein Neubeginn, keine Besinnung, keine neue Ergonomie, außer dem eingebauten Blitz kaum neue Ideen…
Nikon am Limit?

D800 E ohne Anti-Aliasing-Filter und damit noch schärfer – soll die Landschafts- und Studio-Fotografen von Mittelformat zu Nikon locken.
Die D800E wird inclusive Farbsäume und Moirees geliefert, die Bilder müssen noch aufwendiger nachbearbeitet werden.  Ab April für 3220€ bei ausgewählten Fachhändlern mit entsprechender Beratung.

Pixel-Wahn:
Fast vergessen scheinen die Appelle, das schon 6 MP völlig ausreichend sind für Fotos in allen Größen.
Ich bin auch keineswegs begeistert von dem Pixelwahnsinn und sehe das sehr kritisch und die Fotografie wird eben, durch die Notwendigkeit für immer neue Hochleistungs-Objektive sehr teuer. Mit technischem Sachverstand betrachtet, sind nur die Macro-Objektive, einige Super-Tele-Festbrennweiten und wenige Zoom-Objektive weit abgeblendet, in der Lage genügend Bildinformation bis in die Ränder für 36 MP Vollformat zu liefern. 36 MP Vollformat bedeutet in etwa die Auflösung von 18-20 MP im Halbformat (APS-C). Auch der Bildstabilisierung kommt bei so hoher Auflösung eine ganz neue Bedeutung zu. Wir werden schon bald die ersten Nikon-Objektive mit VR III erleben. Denn die bisherige Bildstabilisierung VR und VR II wird in vielen Fällen nicht ausreichen um bei längern Belichtungszeiten ein kernscharfes Bild abzuliefern. Alternative ist das bewährte Stativ, das vor allem im Weitwinkelbereich wieder sehr wichtig wird. Ansonsten produziert man einfach Datenmüll.
Es erinnert mich insgesamt an die Situation, als es modern war in den 90iger Jahren seinen Diaprojektor mit Leica-Projektionsobjektiven aufzurüsten – mit einem Dreh waren die meisten Fotos, die man mühsam fotografiert, komponiert und gerahmt hatte, nicht mehr scharf genug.
Denn eine höhere Auflösung und 36 MP sind ein großer Sprung zu bisherigen 12 MP, kann nur ein Gewinn sein, wenn man seine Arbeitsweise und Präzision daran anpasst.
Natürlich ist nach dem Kauf der D800E auch schnell ein neuer Computer mit neuer Software und noch viel größeren, schnelleren Festplatten notwendig. In der Folge der Anschaffung entstehen so schnell unüberschaubare Kosten.
Das Nikon die D4 und die D800E ohne neue Objektive vorstellt, finde ich ziemlich unverantwortlich so weist alles wieder in Richtung Festbrennweite und die bitte abgeblendet.
Der Pixel-Wahn bringt  abseits der Kosten zwei gravierende Probleme mit sich, beo großen Blendenöffnungen eine deutlich reduzierte Leistung am Bildrand & stärker abgeblendet als f:8 ebenfalls deutliche Schärfeverluste am Bildrand durch Beugungseinflüsse.
Für Landschafts-Fotografen mit Anspruch bleiben nur f:5,6 und f:8 übrig und die Nutzung von Zeiss- und Leica-Objektiven…

Jede NEF-Datei (RAW) ist bis zu 77MB groß!

Die richtige Anschaffung für Pixel-Fans:
Nikon D800 E                  = 3200€
Apple MacBook Pro 15“ = 2150€
Software-Ergänzungen = 2000€
Nikon MB-D60 = 250€
Nikon SB 900 = 450 €
Nikon AF-S 4,0/16-35 mm VR ab f: 8
Nikon AF-S 4,0/24-120 mm VR ab f:8
Nikon AF-S 2,8/70-200 mm VR II ab f:5,6
Zeiss Distagon 3,5/18 mm
Nikon AF-S 1,4/35 mm
Nikon AF-S 2,8/105 mm Micro VR
Nikon AF-S 4,0/500 mm VR

KOSTEN: 8000€ mindestens für Kamera, PC und Zubehör und weitere 8000€ für entsprechende Objektive, ohne Super-Tele.
Das ist doch eine Hausnummer!

Für den heftigen Preis, im Vergleich zur D700 – gibt es kaum einen echten Grund (außer den Katastrophen und den Fehlentscheidungen der letzten Jahre).
Die D800 wird sicherlich für Viele eine geniale Verbesserung sein, vor allem für Studio- und Landschafts-Fotografen die bereit sind mit f:8 oder Zeiss zu arbeiten – für Mode- und Hochzeitsfotografen, die den Hals nicht voll bekommen, sicherlich auch.

Die D700 bleibt eine attraktive Kamera und das 4,0/24-120 mm VR ist ja aktuell – im Moment sind Preise um 2900 € für beides zusammen realistisch.
Ich muß ehrlich gestehen, für mich hat die lang erwartete D800 die wichtigste Chance vertan:
– 24 MP
– beweglicher Monitor
– 100% Sucher
– volle Videofunktion
im Paket für 2200€
hätte die meisten Erwartungen erfüllt.
Pixel und Co sind für meine Fotografie nicht vorrangig wichtig, doch ein voll beweglicher Monitor mit Touch Screen ist heutzutage eine echte Hilfe, die besondere Sichtweisen erlaubt und die Fotografie von Zwängen befreit – für mich unentbehrlich!
Nikon ist sehr inkonsequent und darüber werden auch alle Filmer und Macro-Fotografen, alle die vom Stativ und im Studio arbeiten, fluchen! 
Der Preis liegt letztlich auch 1000€ zu hoch und damit out of reach für die meisten Amateur-Fotografen. Daher ist sie, wie die D4 eine Kamera rein für Berufsfotografen, die Geld mit schnellen Fotos verdienen. Ganz davon abgesehen, das ein Vorspung in Bildqualität nur sichtbar werden kann, wenn man sein Objektiv und die Blende sehr bewußt auswählt, vom Stativ wie ein Studio-Fotograf arbeitet und jeder weiß ja, das auch eine Nikon D700 relativ problemlos tolle, stark vergrößerungsfähige Fotos liefert.
Sehr schade, mal sehn ob Canon dem schlechten Beispiel folgt. 
Und Kollege Jim Brandenburg, der Muster-Fotos mit der D800 ablieferte wird sicher auch abwarten, welche Kamera Canon zu den besten und leichtesten Super-Tele-Objektiven nächsten Monat anbietet…

Was ich an der japanischen Kamerakonstruktion nie verstehen werde: Warum schauen die sich nicht intensiv an, welche Technik am Markt verfügbar ist, überlegen kurz ob sie Vorteile bringt und bauen sie ein, bzw. entwickeln sie selbst???
Ich schaue ja auch was andere Tester Schreiben und überlege, was ich für mich verbessern kann – keiner denkt an alles – aber ich versuche schon komplett zu sein.
Ich höre schon wieder die Ausreden von Nikon: “mangelnde Stabilität“, „nicht gewünscht“, „Spielerei“, „braucht keiner“, „Monitor nicht dünn genug realisierbar” etc
– bis sie es dann in 5 Jahren doch endlich einbauen und so tun als hätten sie beweglichen OLED-Monitor und Touch-Screen erfunden – so war es bisher immer bei Nikon.
Wenn es Nikon für wichtig hält, zwei Versionen der Kamera anzubieten, eine mit und eine ohne AA-Filter – warum dann nicht auch eine Nikon D800M (Movie) mit modernem Monitor und optimierten Filmeigenschaften, die auch vielen Fotografen nutzen?
Eine Profi-Kamera ist für mich eine, die den Fotografen und Filmern alle technisch verfügbaren Möglichkeiten zur Verfügung stellt – die D800 und D4 sind keine Profikameras in diesem Sinne.
Ich bin gespannt wie die Preis-Wand angenommen wird, ob bald alle D700 Fotografen eine D800 um den Hals hängen haben? Ich verstehe die Logik nicht ganz, ich hätte einen modernen Nachfolger der D700 für 2200 € vorgestellt und eine Nikon D4s mit höchster Auflösung.
Nikon trennt zwischen:
Sport-Profi – D4 – superschnell, High-ISO, superstabil von

Pixel-Studio-Maschine – D800E  – höchste Auflösung – kompakt und leichter

Die Trennung verstehe ich nicht, denn die Zukunft der Berufsfotografin sieht doch so aus: Alle Fotografen müssen auch kurze Filmbeiträge abliefern und würden des gerne auch mit ihrer Fotokamera realisieren. Das ist aber wenig erfüllend, wenn die keinen entsprechenden Monitor und keine entsprechende Bedienung hat. Nikon hat noch nicht verstanden was Marktführer Canon gerade deutlich konsequenter umsetzt – wenn auch leider bisher ohne beweglichen Monitor.
Für manchen wird sie als eine Konkurrenz für die  Mittelformatkameras gesehen – doch technisch ist sie das nicht, denn es fehlt ein größerer Sensor (doppelt so groß) mit viel höherer Dynamik und es fehlen entsprechende Objektive – die die Auflösung auch bei großen Blendenöffnungen bieten.
Dennoch werden viele jetzt die Pentax 645D; die Leica S2; die Hasselblads und die Mamiyas kleinreden und die sind gezwungen Richtung 100 MP zu gehen und ganz neue Konzepte vorzulegen.

Für Nikon ist es ja anscheinend der einzige Ausweg – an Canon können sie weder bessere Technik, noch bssere, vielfältigere Objektive oder gar bessere optische Leistung entgegen setzen. Die Nikon 1 darf man als kolossalen Flopp bezeichnen. Nikon ist etwas perspektivlos, zumal Insider relativ sicher sind, dass die DSLR-Technik jetzt ihren Höhepunkt und Ende erlebt, eine D900 in 3 Jahren mit Spiegel und Sucherprisma ist zwar denkbar, aber vermutlich dann erfolglos – die Vorteile der spiegelfreien Kameras sind zu enorm. Die neuesten Kameras von Olympus, Sony Panasonic weisen den weg, auch für die Profis.

Für mich persönlich gilt: Nikon – good-bye and good night – technisch nicht auf der Höhe der Zeit. Nikon für Pixel-Zähler.
Wer sagt, hat genau auf eine solche Nikon-Kamera gewartet – trägt wahrscheinlich einen Nikon Fan-Schal. Experten haben schon lange eine Mittelformatkamera mit CCD-Sensor und unerreichter Dynamik und angepassten Hochleistungsobjektiven. Alle anderen möchten vielleicht gerne Pixelkönig sein, können aber den Preis für das notwendige Werkzeug nicht aufbringen – dass es in dem Job als Studio- oder Landschaftsfotograf nun einmal braucht.

Was es jetzt bald nicht mehr gibt – ist eine preiswerte Vollformat-Kamera von Nikon – denn wenn die D700 ausverkauft ist… hinterlässt Nikon eine große Lücke mit vielen unzufriedenen Kunden, vorerst bleibt die D700 aber im Programm. Zumindest eine D700N mit 24 MP sollte drin sein für für 1800€… die Sensoren kommen ja weiterhin von Sony und dort ist ja ein neu überarbeiteter 24 MP-Sensor verfügbar.

Jetzt fehlt auch dringend ein Nachfolger zur D300s – hoffentlich die wenigstens mit beweglichem Monitor und modernerer Technik und Sony 24 MP-Sensor.
Eine Nikon D3x braucht jetzt niemand mehr und der Vorteil einer Nikon D4x ist auch nicht erkennbar – D4 und D800 sind jetzt die neuen Pro-Gehäuse – in so fern ist die D800 eine preiswerte D4x und eben keine aufgewertete D700 ihr fehlt der vernünftige Preis.
Für Fotografen mit genug Kleingeld, ist sie durchaus auch ein Ersatz für die Nikon D300s, denn sie bietet ja mit DX-Objektiven 15 MP und 6 Bilder Pro Sekunde.

 

Nikon D800 – Was kann sie?

– eine Version ohne Anti-Aliasing-Filter wird Nikon D800E heißen
– D800/D800E hat 14 bit Datenrate und 16 bit Bearbeitung durch Expeed 3
– 4,6 Bilder pro Sekunde mit AF
– AF mit 51 Feldern identisch mit D4 – ums Doppelte höhere Empfindlichkeit -2 EV
– 9 hochempfindliche Kreuzsensoren, nur in der Bildmitte
–  AF-C mit 3D-Tracking Autofokus
– Auto-ISO Funktion erkennt die eingestellte Brennweite

– vergrößerter Monitor auf 3,2 Zoll
– endlich 100% Sucherbild
– Auslösezeiten wie die D4 – ultrakurz
– der Accu EN-EL15 aus der D7000 wird hier leider Verwendung finden (nur bis 850 Auslösungen)
– Accu EN-EL18 von D4 passt wenigstens in den Batteriegriff

– neuer Batteriegriff MB-D12 – Nikon muß ja Geld verdienen
– DX-Modus mit 15 MP und 6 B/Sek

– das Gehäuse wird runder
– endlich ein eingebauter Miniblitz LZ 12 – Hurrah
– ISO 50-25.600 erweiterbar
– 900g mit Accu = 100g leichter
– neuer AF-MF-Schalter mit Druckknopf zur AF-Feld-Auswahl
– einblendbare Gitterlinien
– Wasserwaage mit Horizont-Anzeige
– USB 3,0 Schnittstelle unter einer Gummi-Tür
– 2 Kartenschächte für CF und SD Karte
– drahtlose Blitzauslösung dank Mini-Blitz
– gut gegen Feuchtigkeit und Staub abgedichtet (schwächer als D4!)


Was fehlt?

– viele hochauflösende Objektive
– ein günstiger Preis
– ein voll beweglicher Monitor
– Touch-Screen
– eine sinnvolle, moderne Gurtaufhängung
– Accu-Leistung veringert

Lieferbar ab Ende März 2012!

Spannend ist jetzt nur noch wie entspannt CANON darauf antwortet…

Wo will Nikon eigentlich hin?

Nikon J1; 10 MP CX; 500€
Nikon V1; 10 MP CX; 700€
Nikon D3100; 14 MP DX; 400€ = überflüssig
Nikon D5100; 16 MP DX; 500€
Nikon D7000; 16 MP DX; 800€
Nikon D300s; 12 MP DX; 1100€
Nikon D700; 12 MP FX; 1900€
Nikon D800; 36 MP FX; 2900€
Nikon D4; 16 MP FX; 6000€
Nikon D3x; 24 MP FX; 7000€

Was wirklich fehlt:

Nikon D400; 24 MP DX; 1300€
Nikon D700n; 24 MP FX: 1800€

Betrachten wir es mal amerikanisch (big & lucky – denn die Amerikaner sind ja immer noch Nikons wichtigster Markt!)

– tolle Kamera
– Nikon hat es mal wieder allen Herstellern gezeigt, als erster 36 MP auf Vollformat

– schnelle Kamera mit 4 B/Sek

– der beste AF der Welt

– sehr günstige Kamera – weil halb so teuer wie die schwächere D3x

– sehr angenehmes Handling – Bedienung wie gewohnt

– leichte Kamera, da Hochformatgriff nur Optional

In der Summe ist die D800 natürlich die beste Kamera die Nikon je gemacht hat und für alle geeignet. Wer 36 MP jetzt noch nicht braucht, reduziert einfach die Auflösung oder nutzt seine DX-Objektive. DX-Kameras braucht man jetzt eigentlich nicht mehr, das Warten auf eine D400 oder D4x lohnt sich nicht – jetzt kaufen – bevor Nikon bankrott ist oder nicht liefern kann.
Man kann es eben auch so wahrnehmen – die D700 gibt es erst einmal weiter und die D8000 ist eine neue, leichtere, kompaktere Königsklasse mit starkem Sensor bei noch geringem Bildrauschen – bis ISO 6400, relativ schnellen Bildfolgen, Miniblitz mit Steuerung und gewohnter Nikon-Qualität und Bedienung.  Nikon besetzt hier ein neues Feld, das Canon bisher mit der Eos 5D MK II so nicht besetzt hat – denn Canon beschneidet den Autofokus ganz gewaltig, ist weniger schnell und stabil und hat nur 21 MP vorzuweisen. Ich bin bei Canon wegen der Objektive – aber Canon muß jetzt zeigen, das sie eine Eos 5D oder 3 D machen können, mit dem Autofokus der 1DX, mit beweglichem Monitor, schnell, robust und neuestem Sensor mit viel Dynamik – ich weiß die können das – sogar besser als Nikon – aber sie müssen es auch wollen…
Trotzdem, weder mein 2,8/70-200 mm L IS II gibt es in der Qualität und Schnelligkeit von Nikon, noch die Konverter, noch das 4,5-5,6/100-400 mm; noch das 4,0/400 mm DO – noch eines der Super-Tele-Objektive!
Nikon hat dafür schöne Zooms unter 100 mm – wenn sie denn noch richtig gut sind an der D800…
Nikons kleiner Pixel-Triumph sollte von kurzer Dauer sein, denn schon ist eine Canon Eos mit 45 MP CMOS-Super-Sensor im Gespräch, die in den nächsten Wochen erscheint.

 

Ansonsten… treffender Bild-Kommentar von (c) Matthias Malun:

Kasper liest Harrys-FotoTagebuch.de herzlichen Dank an Matthias!

 

 

 

 

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