Tresor  
Filo Rings

1. August 2021
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

10 Jahre Harrys Photo-Tagebuch,  23 Jahre HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich jüngst still gelegt.
Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 32 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere, alles was lebt und sich bewegt. Man unterstellt mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Eine Portrait-Session bei mir gibt es ab 150€ (plus Anfahrt, falls erforderlich). Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon wird wohl am häufigsten besprochen, weil Canon das bei weitem größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste, innovativste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 25 Jahren „InFocus“ schreibe und 12 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 28 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Dafür gibt es dann meine Foto-Listen (220 Seiten) mit Kurz-Beurteilungen über alle Objektive und Kameras, ausführliche Praxis-Tests zu den aktuellsten Objektiven und die letzten Blitz-Licht Ausgaben per Mail.

Die vergangenen 20 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Einzelne Praxistests zu Objektiven oder Kameras (derzeit 380 verschiedene! Siehe HarrysInFocus.de) Können Sie auch weiterhin bei mir für 5 € bestellen (natürlich inklusive meiner gezielten Fachberatung per E-Mail!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

Einzelne Tests oder Testreihen für nur eine Marke können Sie bei mir bestellen.

InFocus Shop

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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27. Juni 2022
Nordsee – Ostfriesland

Hier einmal die Fotos von Landschaften und bemerkenswertem, die ich die letzten Wochen aufgenommen habe.
Alle Fotos aufgenommen mit IPhone 13 Pro. Wer hier schon länge mit liest, weiß, ich will niemals Trends hinter her laufen, in dem Moment wo Technik ausgereift gut ist, bin ich damit unterwegs und versuche sie sinnvoll zu nutzen.
So wollte ich hier kein 14 mm, 20 mm, 24 mm, 35 mm oder 14-35 mm, 24-105 mm, 24-70 mm mit mir herum tragen und in ein Bajonett einschrauben.
Ich gebe aber unumwunden zu, dass mir diese Motive nicht so wichtig sind, es sind mehr Impressionen

Das IPhone ist mein Impressio 

Ich habe zwar noch 4/24-105 mm und sogar ein 6.3/24-240 mm für Sony und Canon und ein 2.8/12-40 mm Olympus, allerdings kommt nur letzteres noch zum Einsatz, weil es mit seinem Nahbereich kann, was sonst mit nichts anderem optisch gelingt (schnelle Aufnahmen mit ausreichend viel Schärfentiefe bis kurz vor die Frontlinse).

Doch ich teile Motive heute danach ein, ob sie mir besonders wichtig sind, oder nur „en passant“ mitgenommen werden. Also fast alle Stadt und Land-Ansichten, die kurz wichtigen Dinge und eben die schnell flüchtigen Gedankenbilder sind im SP viel besser aufgehoben.
Der bei weitem meiste Teil, dessen was man als junger und gestandener Mensch sieht (bis 45), ist später kaum noch einen Rückblick wert. 
Der Zauber entsteht erst durch Glück und die Besinnung auf die Essenz, auf Leben und Licht.
Den ganzen Rest braucht man nicht.

„Was für ein Objektiv, wie cool“ habe ich hier häufiger gehört, wenn ich mit 800 mm unterwegs war, vor allem mit dem Canon 11/800 mm.
Ich war auf Amrum und da mit 5-6 Kilo Nikon Gepäck (inkl. Einbein, Kopf, Tasche) größere Stecken zu bewältigen war für mich undenkbar. Zumal ich Fahrräder bis heute nie schätzen gelernt habe und einfach für mich nicht mag. Jeder Roller ist super, aber Fahrräder nicht.
Schon auf der Fähre waren alle neidisch, wie ich Kegelrobben trotz großer Entfernung erkannte und leicht bei rund 1300mm fest halten konnte. Freihand im Wind, stehend im Bug. Nur die Sonnenblende habe ich ab gelassen, da sich in ihr der Wind fängt und dann der beste Bildstabilisator nicht mehr helfen kann. Licht war immer genug. Die f: 6.3 brauchte ich den ganzen langen Tag nie. Vorbeifliegende Vogelschwärme wurde nicht so häufig richtig scharf, da machte die große Entfernung der R5 dann doch zu viele Probleme. Aber es war immer etwas Scharfes dabei.
Das Meer ist ständig auf der Flucht
Hier an den Kilometerlangen und Kilometerbreiten Ständen fahren haufenweise Menschen mit Pferden und vielen Hunden bis hinter die Dünen, bis dicht an die Flut. Also mit Pferden ist das schon irgendwie pervers, idiotisch, exzentrisch und  naturzersetzend.
Da wird über pupsende Kühe diskutiert, wer berücksichtigt eigentlich die Millionen Pferde in Deutschland?

Ich hatte ein kleines E-Auto auf Amrum, Zoe für nur 39€ den ganzen Tag. Wenn man Fahrräder nicht mag und auf Busse nicht warten will, braucht man etwas mit Elektroantrieb.Aber ich denke das wir sehenden Auges in die nächste Katastrophe steuern, wer soll diese Millionen Fahrrad-, PKW-, Handy- und alle anderen Akkus jemals weiter nutzbar machen und wie?

Amrum ist eine sehr ruhige, sehr schöne Insel. Weit draußen im Meer wie sonst nur Sylt.
Ich mag es meistens nicht, vom Strand des Festlands oder einer Insel auf anderes Land zu blicken – mir ist der Blick auf die weite des Meeres erheblich lieber. Und auch industrielle Schiffe und Anlagen im Meer vor mir mag ich gar nicht und auf Harbkes Windvorposten zu schauen noch viel weniger.
Das Amrum ein ausgesprochenes Vogelparadies ist, konnte ich leider nicht feststellen. Hat man nur 1 Tag, kommt man um 11 Uhr an und legt um 18.00 Uhr ab, in der Zeitspanne sieht man im späten Frühling und Sommer keine spektakulären Vögel. Und das Licht passt meist nicht. Die neuralgischen Vogelspots sind allseits bekannt und man muss einige Kilometer laufen. Also mit lichtstarken Superteles k
ein leichter Ausflug und nichts mehr für mich.

Im Katinger Watt lassen sich die 2-3 km noch gut bewältigen, aber auf den Inseln und an den Stränden aus meiner Sicht, eher nicht.

Abends sitze ich gerne im Strandkorb und blicke raus ins Meer. Nur deutlich windig sollte es nicht sein, sonst kehrt man mit Eisbeinen und Glasknochen heim.

Hier spielen Preise oft keine Rolle, hier trägt man ON-Sportschuhe von den Schweizern. Die Currywurst Pommes kostet schnell fast 10€ und ein Alster gibt es kaum unter 5€, an ein richtiges Eis unter 8€ ist auch kaum zu denken.

Bearbeitet habe ich die Bilder kaum, alles sind HEIF-Dateien, die ich am Rechner etwas dunkler mache, klein Rechne und als JPEG abspeichern. Nachschärfen, Farbkorrekturen etc finden praktisch nicht mehr statt.

Hier meine allerersten Eindrücke, ich war nie zuvor hier:

Das Meer ist immer auf der Flucht, man geht leicht 1-2 Kilometer bis man wirklich am Strand nasse Füße bekommt.
Und dahinter ist Kiefernwald – der sieht klasse aus, aber ab spätestens Mai/Juni kann man den für Unternehmungen abschreiben, denn da lauern die zweitschlimmsten Raubtiere nach dem Menschen – Vampire. Nicht zu beneiden, die Menschen die da Walken oder mit dem Rad durch müssen. Und die Gegenwehr mit Chemiekeule finde ich auch nicht zweckmässig.


Nach Katzen halte ich immer Ausschau, oder sie finden mich – hier leben einige schwarze Tiere wild.
Und die neuealte Seuche ist der Stahl, die Schlösser einerseits, aber die Fahrradseuche ist noch weit schlimmer. Und jetzt sind die auch noch so schnell, das die Menschen damit in jede Ecke des Planeten kommen – der Bewegungsdrang ist unbesiegbar.
Und damit leider auch der Untergang aller Tiere und Vögel unabwendbar. Noch helfen da Zäune und Strafen, aber es ist ja ohnehin nirgendwo mehr viel Natur übrig.

Ganz am Ende – unsichtbar – rollt die Nordsee.

 

Man merkt deutlich wie der Verkaufs-Krake die Daunenschrauben anzieht, immer mehr Mails, immer mehr Angebote im Banking, das unbedingte locken in den Verkauf, VAT, etc

 

 

20. Februar 2022
Smartphone – Fotografie

Das IPhone 13 Pro soll es richten.

Es ist größer, schwerer und dicker als mein letztes IPhone 11 Pro.
Ich versuche es nur als Foto- und Filmgerät zu nutzen ohne 5G!
Auf lange Sicht soll es Brennweiten von 12-80 mm ersetzen und auch das Macro in schwierigen Situationen.
Es kann bisher 13 bis 80 mm und hat elektronisch sogar die Reichweite bis vergleichbar 400 mm. Besonders im Telebereich sollte man dann Ausschnitt unbedingt sein lassen und hier hält es am wenigsten mit echten Tele-Brennweiten mit. Also Porträts mache ich weiterhin viel lieber mit Vollformat und 1.4/85 mm oder 1.8/135 mm. Da möchte ich auch keinen kleineren Sensor mehr nutzen. Nicht wegen der Schärfe und Auflösung – im Gegenteil, heute sind alle Sensoren zu scharf und zu hochauflösend für Menschenbilder. Aber das Spiel mit der Schärfentiefe ist eben bei f:1.4 bis f:2.0 einfach einzigartig und auch nicht vom kleinen Mittelformat zu schlagen.
Vor allem zum Filmen im KINO-Modus wird es immer spannender.
Dadurch das keine Sonnenblenden vorgesehen sind, ist es immer noch sehr Streulichtempfindlich und bei Macro-Aufnahmen muss ich immer erst probieren welche Linse jetzt gerade aktiv ist. Mit den drei großen Linsen sieht es ja fast aus wie früher die Bajonettrevolver an Arri-Filmkameras.
Besonders schwierig scheint mir auch, das die Kalifornier es auf die Erkennung von Menschen getrimmt haben, sobald irgendwo ein Mensch im Bild auftaucht wird versucht darauf zu fokussieren. Im Makromodus geht der Fokus häufiger Richtung unendlich und nicht auf die große Blume im Vordergrund.

Hier einige Beispielsfotos zur Frühlingsblüte…

Die Frauenwelt verzweifelt tja immer gerne mit mir, von mir gibt es keine Blumengeschenke und nur böse Blicke wenn dann beim Discounter Schnittblumen gekauft werden. Für mich gehören Blumen in die Erde und nicht in die Wohnung. Ich behaupte einmal, diese folgenden Fotos wären sonst mit Kameras unmöglich, ohne die Schneeglöckchen auszureißen. So etwas tue ich nicht. Ich denke mir eine Technik aus, wie ich auch kleine Blüten wirksam ablichten kann.

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht

20. Februar 2022
Canon R5 Version 1.5 Firmware

Seit 18 Monaten fotografiere ich intensiv mit der Canon R5

Es hat sich viel getan in Canonien.
Ich bin selten der erste, der mit Software spielt oder gar sofort Firmware-Updates installiert (das ist ein Kreuz, wenn man 5 verschiedene Kamerahersteller mit komplett unterschiedlichen Update Vorgängen hat). Und die letzten Wochen war das Wetter fotografisch meist nicht toll und häufig wenig Licht – so habe ich erst spät angefangen die R5 mit neuer Firmware 1.5 intensiv draußen am bewegten Motiv zu nutzen. Und ich bin sehr überrascht, Canon hat einen riesigen Sprung gemacht, sich weit von Nikon und allen sonstigen entfernt und liefert jetzt endlich was von Anfang an versprochen war. Ich würde fast behaupten sie sind jetzt auf Sony-Niveau und für Vogel-Erkennung und Verfolgung sogar besser als alle anderen – aber das wäre nicht ganz richtig, denn auch bei Sony wird bald noch eine neue Firmware für die A1 kommen.
Hier jetzt eine Reihe Fotos, die demonstrieren was die R5 (& R6) jetzt kann.

Trotzdem bleiben für mich einige Hauptprobleme ungelöst, die heftigsten davon:
– zu wenig Akku-Kapazität, ich muß ständig Ein- und Ausschalten
– dadurch wird der linke Hauptschalter auch das Hindernis, man verpasst zu viel und ich will keine Akku-Sau mit 4 Klötzen in der Tasche sein
– der interne Speicher (Buffer) ist für VF unterdimensioniert, da sind in wenigen Sekunden 70-100 Fotos gespeichert und dann kommen Pausen, nur mit Faktor 1.6x ist die Kamera wirklich flott,
von RAW ganz zu schweigen – ich spreche immer nur von JPEG
– Staub-Probleme, trotz ständiger Reinigung beim Ein- u Aus-Schalten
– Rolling Shutter spielt immer wieder mal eine Rolle (in der Serie sehe ich es sofort wenn die kleinen Körper verformt aufgezeichnet werden)
– die dämlichen Bilddateien lassen sich nicht in das Datumsformat ändern und so tauchen immerfort mehrfach gleich benannte Dateien auf, die ganz andere Fotos sind.

Ich fotografiere zur Zeit Vögel fast immer mit R5 & Canon RF 7.1/100-500 mm L IS + 1.4x TC – immer Offenblende und bei kurzen Zeiten und hoher ISO.
Am Limit fühle ich mich einfach wohl 🙂
Sicher wäre ein 5.6/800 mm oder 8/1100 mm sicher noch besser, aber dann wäre es auch so schwer und unhandlich, das das Verfolgen von Motiven fast unmöglich wird.

Canon EOS R5 – Rolling Shutter?
Worüber beschwere ich mich überhaupt, hier ein gutes Beispiel aus der Praxis:
(ohne das ich es provoziert hätte, einfach ganz normal in langsamer Bildserie)

 

Canon EOS R5 – Verfolgung von sehr scheuem Fasan:
Inzwischen findet die R5 mit allen Messfeldern den Fasan im Dickicht und sogar das Auge und bleibt auch ganz gut dran, wenn es sich langsam weiter bewegt!

Das war bisher absolute Glückssache, funktioniert aber jetzt gut und häufiger.

Allerdings bleibt die Unvorhersehbarkeit! Auch wirkt manches im Sucherbild scharf – aber erst später der große Monitor zeigt unerbittlich, was wirklich zur Veröffentlichung geeignet ist. Daher lehne ich es meistens weiterhin ab auf dem kleinen Kamera-Monitor mit 5-10facher Vergrößerung etwas vor Ort sicher beurteilen zu wollen. Das mag bei Porträts und ruhigen Motiven ganz gut sein, in der Tierfotografie halte ich nichts davon, damit meine Zeit zu verplempern. Auch irgendwelche Belichtung- oder gar Farbdiagramme brauche ich da nicht, ich sehe im Sucher was geht und was nicht.
Die Zeiten wo mir der Sucher etwas anderes zeigt als später die Bild-Datei sind endgültig vorbei.

Man sieht hier schön, längst nicht jedes Bild ist scharf und das hier sind nur einige Aussagekräftige Fotos aus der Serie von letztlich 373 Fotos!

Also bitte nicht mit dem Anspruch an moderne Kameras heran gehen: Ab jetzt wird alles scharf, wenn ich nur schnell genug reagiere und eine kurze Zeit eingestellt habe. Dem ist leider noch längst nicht so . Und wer scharfe Fotos aus bewegten Motiven will, sollte vergessen, dass man die Kamera auch auf AF-S (ohne Nachführung) stellen kann!

Und was alle, die normale Motive fotografieren immer verneinen – für Vögel und Wildlife brauchen wir weit mehr Auflösung (Sensor und Objektive) als alle denen schon 12 – 16 – 20 MP schon genug sind. Es wird nie genug sein, wir haben auch nicht immer 800 mm, 1200 mm oder 2000 mm in der Hand. (und ja, ich weiß man sollte kleinen Baumläufern nicht den Schwanz abschneiden…)
Hier einige Fotos mit starken Ausschnitten zusätzlich zum 1.6x Faktor, den die R5 bietet:

Um Zaunkönige beim Abflug einzufangen braucht man doch noch Lichtschranken oder viel mehr Glück als ich…
Bei mir sichte ich auch öfter  Sommergoldhähnchen:

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht

19. Februar 2022
Spatz und Sperber

Vor 2 Tagen beobachtete ich vor meinem Wohnzimmerfenster wie “mein” Eichhörnchen sich beim Verzehr einer Walnuss erschreckte und schnell und selbstbewußt über das Garagendach flüchtete. Den Grund erkannte ich unmittelbar, ein kleiner, grauer Raubvogel kam mit erbeuteter Maus um die Ecke geflogen. Er segelte langsam und ruhig auch die engen Häuserfluchten unter dem Rotahornbaum des Nachbarn vorbei. Fast zum Greifen nahe, doch mit Kamera durch Glas zu folgen, dafür war die Situation viel zu schnell vorbei.
Nur einen Tag später ergab sich noch eine Gelegenheit, ich fotografierte wieder mein Eichhörnchen beim Nussraub, im Garten unter mir vergnügten sich gerade lautstark die Spatzen über dem Gebüsch. Wie ein grauer Blitz war er da, der Sperber und schlug einen unvorsichtigen Spatz in der Luft.

Der Vogel drückte sein Opfer zu Boden auf der Wiese, leider den Rücken zu mir gewandt. Doch dagegen kann ein Fotograf nichts tun, auch nicht gegen die schräge Perspektive von oben. Die ist nicht wirklich ideal. Ich muß hier allerdings zugeben, dass ich selten ein Freund der bodennahen Fotografie bin, nicht nur weil ich da in meiner Bewegung eingeschränkt bin, sondern auch besonders weil auf dem Boden immer 1000 Dinge stören, vom Gras angefangen, herumliegende Äste, nervige Hintergründe und so vieles mehr. So dass man die Tiere selten wirklich klar herausstellen kann.
Ich weiß nicht, wie manche das tricksen, denn ausser auf dem Wasser, auf der Straße, in der Wüste und im Gebirge mit abfallendem Gelände, kann ich mir da kaum optimale Bedingungen vorstellen.
Es beginnt ja schon bei Blümchen, die nur sehr selten so frei stehen, wie sie in Fotos meistens dargestellt werden. Also bei mir ist alles echt, ich habe keinen Taschenrasenmäher dabei und bereite keinen Fotoplatz vor.
Ich hatte die Sony A1 mit 2.8/70-200 mm GMII und TC2x am Motiv und mein Fenster offen, also abgesehen von der erhöhten Perspektive, die besten, technischen Bedingungen.
Was mich erschreckte, wie lange der kleine Sperber den noch kleineren Spatzen rücklings in die Wiese drückte und dessen Beinchen immer noch zuckten. Vögel scheinen mir im Unterschied von Katzen mit ihren Todesbiss, brutale Killer, die ihrem Opfer keinen schnellen Tod bereiten.

Fotogedanken-Exkurs: Wir können aktuell wieder überall die Meinungen zu den Sensorformaten der Kameras hören und das alles nur weil es zwei neue Semi-Professionelle Kameras für den kleineren MFT-Sensor gibt. Und vor allem die Firma Olympus hat in den letzten 18 Jahren werbemäßig alles getan um seine FT und dann mFT Systeme auf Profi-Niveau zu heben. Und dazu den Glauben in den Köpfen verankert, mFT lässt kleinere, leichtere und trotzdem sehr schnelle und professionelle Kameras und Objektive höchster Güte zu. Und seit etwa 6-8 Jahren hat man sich sogar speziell auf die Naturfotografen, Vogelfotografen eingeschossen, weil man mit Sport, Porträt und Event keinen Blumentopf gewinnen konnte.
Noch vor 4 -5 Jahren waren Olympus und Panasonic praktisch alternativlos, lautlos – sie boten den Einsatz vieler verschiedener Objektive mit vielen technischen Raffinessen an. Doch man war relativ unflexibel, im Telebereich sass man mit dem einzig guten Teleobjektiv auf 300 mm Brennweite und 600 mm Bildausschnitt fest und f:4 ist nicht wirklich lichtstark für 300 mm. Das Leica 2.8/200 mm mit Konvertern war da schon erheblich wichtiger und besser, kam aber zu spät, zumal bis heute noch keine Kamera mit gutem Sucher und leistungsfähigem Autofokus verfügbar war.
Die großen drei hatten zu lange gepennt und wurden dann spätestens 2017 von der A9 und 7RIII unsanft geweckt und damit begann auch MFT von Monat zu Monat immer uninteressanter zu werden. Mit der G9 wurden die Kameras vergleichbar groß und schwer wie Sony’s Vollformat und mit den ersten GM Objektiven fielen die Schwächen nicht weniger MFT-Objektive, die dagegen billig wirkten, aber teuer waren, auf. Nach dem Einbruch von FT, hat Olympus einfach bei vielen Objektiven gespart und Leica war mit den wichtigsten MFT Objektiven viel zu spät dran.
Auch die neuesten Sensoren von Sony haben nur ¼ der Fläche im oft günstigen 4:3 Verhältnis, im Vergleich zu KB-Vollformat. Und “nur” 20 MP oder sogar 25 MP (GH6) Auflösung. Die Kameras sind heute keineswegs mehr wesentlich kleiner oder leichter, denn auch diese Hersteller mußten erkennen, dass eine gute Kamera auch eine gute Größe und ein solides Gewicht brauchen. Hätte ich jetzt bei der Scene lieber eine OM-1 oder GH6 in der Hand gehabt, hätte mir das Vorteile gebracht, frage ich mich derzeit häufig.
Die Funktion Pre-Capture, also eine elektronische Vorauslösung, die sofort wieder überschrieben wird, so lange man die Fotos nicht speichern will, kann hier nützlich sein. Allerdings hält sie eine Scene nur 2-5 Sekunden fest und dann tritt eine Pause ein, vor allem wenn die Fotos als Bilddateien geschrieben werden. Wenn ich neben Bildrauschen in den letzten Jahren eins hassen gelernt habe, dann wenn meine Kamera Pausen macht, mich nichts einstellen und schon gar nicht auslösen oder gar Filmen lässt. Das ist immer der Punkt an dem mir Flüche zu jedem Hersteller einfallen.
Das Kameras nach einigen hundert Bildern im Serienmodus langsamer werden, damit kann ich noch leben, aber meine Sony oder auch meine Canon setzen praktisch nie ganz auf Pause und schreiben permanent Daten auf die Speicherkarte. Allerdings nur, wenn ich JPEG Dateien schreibe und keineswegs bei RAW, außerdem zwingt mich das vielgerühmte RAW-Dateiformat zum ständigen Neukauf von Computer-Hard- und Software. Ein gutes Bild ist ein gutes Bild und wenn die Kamera vorher sorgsam eingestellt und angepasst war, ist RAW in den meisten Fällen vermeidbar.
Also eine OM-1 mit 2.8/40-150 mm wäre letztlich selbst mit angesetztem Konverter nicht flexibel im Bildausschnitt, denn die 20 MP Sensorauflösung lässt allenfalls kleine Ausschnitt-Korrekturen zu. Ganz anders meine Sony mit 50 MP, die ich problemlos auf Faktor 1.5x umstellen kann und die auch danach noch später am PC deutliche Beschnitte zulässt.
Das ist für mich der Punkt, ich will und muß immer flexibel sein.
Alles Starre bremst mich aus und ist in meiner Praxis hinderlich: Fest integrierte Handgriffe, genauso wie unbewegliche Monitore, fest verzurrte Gurte nerven, keine Reserven bei der Auflösung, keine Reserven bei der Schreibgeschwindigkeit etc.
Es ist schon schlimm genug, dass ich zwar die Scene wie der Sperber auftaucht, den Spatzen schlägt und hinunter drückt und am Ende unerwartet plötzlich mit seinem gerupften Fleisch abhebt und verschwindet, nur vor meinem geistigen Auge sehen und hier nicht zeigen kann. Solche Aktion ist immer zu schnell, zu unerwartet, nur sehr wenige, glückliche, konnten sie je auch fotografieren oder Filmen. Und deswegen sind immer wir Fotografen das Limit – eine Kamera darf besser kein Limit sein.
Aber das sollen nur meine Gedanken sein – und kein schlechtreden von MFT, denn ich habe eine OM-1 vorbestellt und werde auch versuchen wieder an das 5.6/150-500 mm heran zu kommen – die Praxis ist besser als alle Überlegungen. Und wenn ich damit bei kurzen Salven gut zurecht komme, werde ich sie auch behalten, denn es gibt ja eben auch besondere Objektive wie 1.8/8 mm, 1.2/17 mm, 2.8/12-40 mm, 4.0/12-100 mm und andere, die ich nicht missen möchte und die manche Reise erst erträglich machen.

Also der Sperber trampelt endlose Minuten lang auf dem Spatz herum, bis er beginnt ihm Federn auszuziehen und schließlich den kleinen Kopf packt, um auch dort die kleinen Federn auszurupfen. Zum Glück dreht er sich doch noch und hält immer seinen Spatz fest. Meine Position kann ich nicht verändern und muß unbeweglich am offenen Fenster bleiben. Er weiß genau, dass ich da bin, aber verändern kann ich meine Position nicht mehr. Und trotzdem fliegt er dann unvermittelt mit seiner Beute auf und verzehrt sie an anderer Stelle. Auch das geschieht so schnell, das ich mit 400 mm Brennweite nicht schnell genug folgen kann.

20 Minuten vergingen bis der Sperber den Spatzen begannen zu rupfen – 20 Minuten in denen der Spatz langsam sein Lebenslicht verlohr.
45 Minuten dauerte es, bis der Sperber mit seiner Beute davon flog.

Und dazu dann wie mir scheint kompetenter Leserbrief:

Hallo Harry,
da hast Du ja ein “Sau-Glück” gehabt mit Deiner Sperber-Beobachtung. Und das auch noch mit der Kamera in der Hand – sowas ist ja quasi wie ein 6er im Lotto.
Du hast aber nicht nur mal wieder tolle Fotos gemacht, sondern auch gut beobachtet. Sperber gehören in die Gruppe der sog. “Grifftöter”. Diese Greifvögel töten ihre Opfer durch “Herumtrampeln” und durchbohren der kleinen Körper (und damit auch der inneren Organe) mit ihren langen, irre spitzen Krallen. Meist jedoch ist das Opfer schon durch den Aufprall tot oder zumindest betäubt. Bei Dir war dies offenbar nicht der Fall, daher dauerte es wirklich lange. Vom Gefieder her (und der Größe im Vergleich zum Spatz), glaube ich, war der Sperber ein Männchen und zwar ein vorjähriges, d.h. er war auch noch nicht so erfahren, wie ein adultes Tier, vielleicht ist dies mit ein Grund für den langen Tötungsvorgang.  Armer Spatz!

Bitte immer erst die Fotos per Klick im Monitorformat und mit dunklem Hintergrund vergrößern und dann mit klick auf den rechten Rand durchschauen – nur dann wirken sie.



 

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