Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
umfangreichste und ausführlichste Test-Sammlung
aller Autofokus-OBJEKTIVE
im Internet – Weltweit! 383 Tests!
Alle Berichte auf Deutsch und für jeden verständlich –
Alle bedeutenden Autofokus-Objektive in der Praxis getestet und beschrieben – unabhängig
und nicht erzwungen wirtschaftlich korrekt; alle Berichte ständig erweitert und ergänzt –
nur hier ungekürzt und klar!
& persönliche Beratung für jedes System und alle Objektive!

 

28. August 2026
Neue Super-Tele in der Praxis

Wichtig für Sony-Fotografen
Sony hat wieder ein Super-Tele-Zoom, denn das 200-600 mm war ja allmählich langweilig geworden.
Canon ist inzwischen Konkurrent im Teleobjektiv-Portfolio und hat ein 200-800 mm Ausziehzoom!
Nikon hat bessere Preise und die richtigen Alternativen bei Festbrennweiten, 4.5/400 mm und 6.3/800 mm..

Meine Kritik am Canon RF 6.3-9.0/200-800 mm IS USM
Bei dem Verkaufspreis von 2500€ ist es keine L-Konstruktion, aber es wurde auch kein DO-Element verwendet. Es hat einen hochwirksamen Bildstabilisator und immerhin einen Nano-USM Antrieb.
Das klingt bei der Lichtstärke wenig verheißungsvoll, bietet aber dafür mehr Tele-Zoom.
Alle populären 150-600 mm und 180-600 mm Zooms mit f:6.3 sind genau doppelt so lichtstark – die Brennweite 800 mm zu erreichen kostet genau eine Blende Licht. Das ist viel!
Ich könnte jetzt gleich in den Ring werfen, OMDS mit seinem 4.5/150-400 mm kann das auch – 4x so lichtstark bei gleichem Gesamtgewicht von rund 2 Kilo. Allerdings bietet ja Canon auch die Option sein neues Telezoom an der R7 als 9/320-1280 mm bei 32 MP zu nutzen. Dabei darf nicht übersehen werden, dass mit der R7 bei spätestens 3200 ISO die Freude am rauscharmen Bild verblasst, während ich meine OM-1 oft bis 6400 ISO nutzen kann. Allerdings kostet es bei OM Systems auch 7500€ und bei Canon nur 2500€!
Zur Lichtstärke: Von 300-450 mm = F:7.1 – von 450-600 mm = F:8.0 und bei 700-800 mm dann F:9.0
Blendenöffnung:
Ich gebe zu bedenken, wenn sich ein Tier oder Vogel oder sonst ein Motiv im Schatten setzt, wie gestern das Rotkelchen um 9.45 Uhr an meinem Balkon, dann sind meine Belichtungsdaten 1/1000 sec bei f:7.1 und 12.800 ISO an einer R7! Ja es wäre schön das Motiv noch dichter und detaillierter zu zeigen, aber f:9 bei 800 mm führt selbst wenn ich die Zeit auf 1/500 sec senke nicht zu einem richtig guten Bild!
Ganz anders ist es, wenn bei gutem Sonnenschein die Vögel am Himmel kreisen oder Tiere in der Sonne sitzen, dann fotografiere ich auch gerne mal mit dem 11/800 mm.
Am Ende sind immer die kurzen Belichtungszeiten entscheidend für bessere Fotos und die sind praktisch nicht erreichbar mit einer Lichtstärke von f:6.3 und weniger. Da nützen mir auch Entrauschung und höchste Push-Empfindlichkeiten nicht wesentlich. Ich fotografiere Tiere selten unter 1/1000 Sekunde und oft brauche ich 1/3000 Sekunde (z.B. beim Abflug, oder bei Aktion). Deshalb nutze ich mein Olympus 4.5/150-400 mm so häufig erfolgreich und wenn ich näher heran kommen kann, auch immer das 2.8/40-150 mm oder eben ein 2.8/70-200 mm und 2.8/300 mm.
Canon RF 200-800 mm ist lang, gut 2 Kilo schwer, hat einen Auszug und ist nicht mehr so leicht und einfach zu händeln. Es ist immer schön auch ein Zoom dabei zu haben, aber wenn ich weiß, ich möchte den Eisvogel, Rotkelchen, Zaunkönige und andere scheue Motive ablichten, dann nehme ich gleich eine 800 mm Festbrennweite (6.3/800 mm) mit und brauche kein Zoom, das ich ohnehin nur bei 800 mm nutzen würde. Allerdings finde ich mit 400 mm meine Motive viel schneller und zoome dann erst auf 800 mm – wir kennen das vom Fernglas, da ist ein 8x auch immer am schnellsten am Motiv!
Konkurrent:
Das Sony 8.0/400-800 mm ist ganz offensichtlich als Konkurrent für  das RF Canon 9.0/200-800 mm, das Fujifilm 8.0/150-600 mm und eben das Olympus 4.5/150-400 mm gedacht. Und es reicht gar an einer A1 bis zum Ausschnitt bei 1200 mm, was Fuji (900 mm) und Olympus mFT (800 mm) nur mit TC leisten können. Wobei an der OM-1 eben auch 5.6/1000 mm Ausschnitt und sogar 2000 mm Ausschnitt bei sehr guter Qualität bei gutem Licht verfügbar sind!
OM-1 mit 4,5/150-400 mm + TC1,25 + TC14 = 8.0/375-1400 mm bei 20 MP!
R6II mit 9.0/200-800 mm + TC 14 = 12,6/280-1120 mm bei 24 MP
R6II mit 9.0/200-800 mm x 1.6 = 9/320-1280 mm bei 10 MP
R5, R5II mit 9.0/200-800 mm x 1.6 = 9/320-1280 mm bei 20 MP
mechanisch mit 9.0/200-800 mm x 1.6 = 9/320-1280 mm bei 32 MP
Ich sehe es häufiger, dass die R6II mit TC14 und späterem Ausschnitt am 9/200-800 mm verwendet wird.
Kann man machen, aber Lichtschwäche f: 12.6 hält mich fast immer davon ab!
Die R7 hat damit einfach Schwächen beim AF, beim Sucher und wegen des RS ist der elektronische Verschluss nur bei absolut ruhigen Motiven verwendbar.

Voll gezoomt erhalten wir ein sehr langes Objektiv! Und hier fehlt ja noch die 9 cm lange ET-101 Sonnenblende vom 11/800 mm, die diesmal endlich mitgeliefert wird! Somit wird das gesamte Super-Tele-Zoom gut 50 cm lang! (schwierig im Tarnzelt, im Auto  und auch erschreckend für Wild. Und man braucht unbedingt eine Tarnung!)

Das Sony 6.3-8.0/400-800 mm G OSS hat leider einige Schattenseiten:

SONY 6.3-8.0/400-800 mm G
Design, Aussehen und Handhabung sind dem bewährten Sony 200-600 mm zum verwechseln ähnlich. Nur das höhere Gewicht von rund 2.500g ist eine markante Änderung.
Doch letztlich sind das alles gute Amateur-Linsen, wo bleiben die GM PRO-Zooms?
Es sieht fast ein bisschen langweilig aus, dem 200-600 mm sehr ähnlich, nur länger, dicker und die Stativschelle ist zu meinem Ärger hier fest installiert. Hier sind auch wieder die deutlich zusammengezogene Nahgrenze und der Bessere Abbildungsmaßstab das besondere: 1.70m Minimalabstand bei 1:4.4!
Damit liegt es nicht nur weit besser im Rennen als das Canon RF 11/800 mm Fernobjektiv, sondern schlägt auch das geniale Nikon 6.3/800 mm und ist sogar dem Canon 200-800 mm Zoom im Vorteil. 

SCHATTEN:
– Lichtstärke f:8.0
– Gewicht 2780g
– nur bis 600 oder 700 mm richtig brillant
– Katzenaugen-Reflexe – starke Beugung an den Rändern

– nur Griff umständlich zu entfernen, Schelle nicht
– nur 3 gepresste UD-Linsen (100-500 mm = 1 SUD + 6x UD)
– f:7.1 nur bis 450 mm
– Abbildungsmaßstab variiert sehr je nach Brennweite
– keine Fluor-Beschichtung
– 10 cm dick und 31 cm lang
– keine Rastpunkte bei 90°

– keine Arca-Swiss-Schiene
– wird sehr lang: 31,4 cm für Reisen fast zu lang
– Entfernungsbereiche nicht zufriedenstellend
– mächtige, schwere Sonnenblende – nicht einbebaut und ausziehbar
– 95 mm Filtergewinde
– weiße Ausführung
– 3000€ teuer

LICHT
+ ideal für Vollformat
+ Innenzoom-Konstruktion
+ sehr schnelle und leichte Brennweitenveränderung
+ endlich ein Bereich von 400-800 mm (oder 600-1200 mm)
+ Immerhin Abbildungsmaßstab 1:4 aus 0,80 m ab Sensorebene

+ verträgt trotzdem beide Konverter (jeweils 1)
+ Sonnenblende schwarz und immerhin mitgeliefert
+ Ösen für Gurtbefestigung
+ 5,5 Stufen IS bei 800 mm
+ echter MF-Fokus-Ring zum sofortigen Eingreifen
+ Spritzwasserschutz

SPAßFAKTOR: von (******) = ****

Ihr lest, ich bin nicht komplett zufrieden oder sogar häufig eher unzufrieden mit dem Sony 400-800 mm. Konstruktion und vor allem Sonnenblende sind deutlich zu schwer geraten, um mir zu gefallen. Und auch sonst zeigt es viele kleine Mängel. Ich habe mir wie immer ein besseres Exemplar ausgesucht, optisch besser wird es also nicht. Ich vermute ich werde es nicht auf Dauer behalten, aus der Traum mit Sony Supertele-Aufnamen zu fertigen.
Wie ich schon öfter feststellte, hat Nikon als einziger bei 800 mm alles richtig gemacht; relativ leicht und noch handlich, beste Abbildungsleistung, schneller AF, schwarz und robust. Und wenn Motive weit entfernt sind, brauchen wir wahrlich kein Zoom.
Ich kaufe mir wohl lieber doch endlich das 2.8/300 mm, das ist dann wirklich ein G-Master.

Das Canon 6.3-9.0/200-800 mm IS USM hat aber nicht weniger Schattenseiten:

SCHATTEN:
– Lichtstärke f:9.0
– Gewicht 2050g
– keine Innenfokus-Konstruktion
– keine L-Konstruktion
– Artefakte/Ringe der gepressten Asphären, besondern beim Abblenden
– Katzenaugen-Reflexe – starke Beugung an den Rändern
– kein echter MF-Fokus-Ring zum sofortigen Eingreifen! (programmierbar auf Einstellring ganz hinten!)
– Zoom-Weg relativ lang und etwas langsamer durch mehrmaliges Umgreifen

– Stativgondel nicht zu entfernen
– nur 3 gepresste UD-Linsen (100-500 mm = 1 SUD + 6x UD)
– f:7.1 nur bis 450 mm
– kein IS-Schalter mehr
– keine Fluor-Beschichtung
– 10 cm dick und 31 cm lang
– keine Rastpunkte bei 90°

– keine Arca-Swiss-Schiene
– wird sehr lang: 31,4 cm für Reisen fast zu lang
– Entfernungsbereiche nicht zufriedenstellend
– mächtige Sonnenblende ET-101 vom 11/800 mm
– 95 mm Filtergewinde
– 2500€ teuer

LICHT
+ fast ideal für Vollformat
+ endlich ein Bereich von 200-800 mm (oder 360-1280 mm)
+ Immerhin Abbildungsmaßstab 1:4 aus 0,80 m ab Sensorebene

+ verträgt trotzdem beide Konverter (jeweils 1)
+ Sonnenblende schwarz und immerhin mitgeliefert
+ Ösen für Gurtbefestigung
+ 5,5 Stufen IS bei 800 mm

+ Spritzwasserschutz

SPAßFAKTOR: von (******) = ***

 

 

Mein Olympus 150-400 mm habe ich seit gut einem Jahr immer bei mir, ich sehe da noch keine Gefahr. Erst wenn Canon bessere, schnellere Sensoren anbietet, könnte meine OM-1 ins rutschen kommen.
Eine R7 ist meiner OM-1 bei Sensor und Prozessor noch keineswegs ebenbürtig, allenfalls die R3/R5II. Trotz des kleinen MFT-Sensors sind mit der hohen Lichtstärke f:4.5 in der Praxis nie Nachteile zum Vollformat erkennbar und f:4.5 reicht mir oft noch nicht um schnelle Zeiten mit maximal 1600 ISO zu verbinden – das gelingt dann mit diesem Canon 200-800 mm erst recht schwierig. Denn entgegen allen Marktschreiern, müssen auch Canon-Kameras bisher bei 6400 ISO und spätestens 10.000 ISO eingefangen werden und außer bei der R3 kommt immer ein starker Rolling Shutter dazu. Einzige Ausnahme jetzt die R5II!
Der Preis 2500€ ist heiß und eindeutig eine Kampfansage an OMS, Fujifilm und Sony.
Ich lese überall das Feixen von Canon-Jüngern, die jetzt OMS eine lange Nase zeigen wollen, weil sie ja viel billiger an ihre Fotos kommen. Beim Rechnen sind die allerdings meist schwach. Um sich an die Leistung einer OM-1 mit 4.5/150-400 mm TC anzunähern, braucht es bei Canon mindestens die R5II oder R3 plus dieses Zoom – also 7500-8500€. Dafür bekommen Ihr eine ausgewachsene Kamera mit guten Features und ein Amateur-Super-Tele der Lichtstärke f:9! Ich finde daher weiterhin das Angebot von OMS fairer, Profi-Kamera, mit vielen Sonderfunktionen und Profi-Objektiv, dass seine Baulänge immer behält (31 cm) und von Hand gefertigt ist und noch einen Schärfe- und Brillanz-Gegner unter allen Tele-Zooms des Weltmarktes sucht!
Vergessen wird auch der 1.25x Konverter der eingebaut ist und ein 5.6/1000 mm ergibt. Also in der Praxis kann Canon da erst punkten wenn eine Stacked R7II erscheint, die viel leistungsfähiger ist oder die R5II Wünsche erfüllt.
Mal abwarten wie bald Sony und auch Nikon darauf reagieren! Oder Tamron könnte ja auch ein 200-800 mm bringen.
Mein Tipp für Canon Super-Tele-Fotografie:

Bei Canon das 7.1/100-500 mm mit der R5II kaufen und vielleicht auf eine schnelle R7II hoffen, als dieses 200-800 mm Tele-Zoom. Wer noch mehr braucht, kauft sich den sehr guten TC14 Konverter dazu, auch wenn das nervig ist, weil das 100-500 mm nicht mehr komplett zurückgezoomt werden kann und immer lang bleibt – das ergibt ein: 10/220-1120 mm mit schnellerem AF und besserem Gehäuse bei weniger Gewicht (1600g!).
Das 11/800 mm mit nur 1280g lohnt sich auch weiterhin bei gutem Licht! Leichter und schneller kann man mit keinem Super-Tele sein!

Das man keinen breiten Scharfstellring vorne am Objektiv hat, geht für die meisten gar nicht, ganz egal wie gut der AF-C inzwischen meistens funktioniert! Und dass man mit dem schmalen Ring ganz hinten fokussieren kann, den man kaum mit den Fingern erreicht, ist ein konstruktives Unding!
Auch das die nicht selten unerwünschte Stativgondel nicht entfernt werden kann – ist kaum zu verzeihen. Das Objektiv würde ohne vermutlich gut 250g leichter.
Die Schärfe ist da, doch der Microkontrast und die Detailzeichnung sinken ab 600 mm. Der Einsatz von Konvertern kann also nur Notbehelf bei sehr kontrastreichen Motiven bei bestem Licht sein!
Es ist nicht wirklich schnell beim Einstellen der Brennweite, denn es braucht fast 180° Drehung um von 200 auf 800 mm zu wechseln – das ist im Vergleich zu Nikon, Olympus, Sony sehr viel, die kommen meist mit 90° Drehung und weniger aus. Das macht uns erheblich schneller beim anpassen an das Motiv!
Also Kauftipp?
Ja für Vollformat, eher nein für Halbformat aber in beiden Fällen immer mit erheblichen Einschränkungen beim Komfort und Bedienung.
Ich nutzte trotzdem viel lieber mein Olympus 4.5/150-400 mm an der OM-1 und auch das Nikon Z 6.3/180-600 mm an der Z9!

Der Kampf zwischen Vollformat und dem spiegelfrei-Erfinder MFT geht jetzt in die nächste Runde, bei Allen SWW und WW Objektiven liegen die meisten Vorteile schon beim VF und jetzt schicken sich auch die Super-Tele an. Nur beim Macro sieht VF keinen Stich und auf Reisen ist jede VF-Kamera praktisch immer unterlegen.
1.8/8 mm – 4.0/8-25 mm – 4.0/12-100 mm – 2.8/12-40 mm – 2.8/40-150 mm oder noch kleiner oder lichtstärkere Festbrennweiten sprechen da eine klare Sprache Zugunsten MFT.

Canon hat als erster begonnen microFourThirds vom Vollformat-Tele-Bereich aus zu torpedieren. Nachdem das vorher Fuji vergeblich versucht hatte (mit 8.0/140-600 mm) hat Canon erst  11/800 mm, 11/600 mm und dann ein 9.0/200-800 mm speziell gegen die Daseinsberechtigung von MFT platziert.
Jetzt kommt Sony und bald sicher auch Tamron und vielleicht auch Sigma und Nikon mit Zoom-Objektiven die bis 800 mm am Vollformat erreichen.
Doch wir sollten vor unserer Trennung oder Missachtung von MFT beachten: Ein Zoom-Objektiv besteht aus weit mehr als aus Brennweite und Lichtstärke!
Wer die Gelegenheit hat, ein 4.5/150-400 mm auf den Naturfoto-Festivals in die Hand zu nehmen, sollte dies tun. Ja es ist mit rund 7500€ sehr kostspielig, fast der dreifache Preis des Canon 9/200-800 mm.
Aber es ist auch ein Ausnahmezoom und das Canon ist nicht einmal eine L-Konstruktion.
Vorteile Olympus:
+ eingebauter Konverter

Ich würde an Stelle von OMD eine günstiger Version ohne zuschaltbarem Konverter anbieten, die braucht nicht mehr als 4000€ zu kosten. Oder ich würde das Zoom bei gleicher Qualität in ein 4.5/150-400 x TC1.5 – also ein 5.0/225-900 mm – das dem Bildwinkel eines 450-1800 mm entspricht.
Aber der Vergleich zwischen Olympus 4.5/150-400 mm und Canon 9/200-800 mm ist total unfair – Canon kann da in keiner Disziplin, außßsser beim Preis mithalten. Vergleichbar ist das Canon nur mit dem Olympus 6.3/100-400 mm IS II und das ist 800g leichter und kostet 1100€ weniger. Und es ist erheblich kompakter.

 

Sony ist fast immer der erste, der mit leichteren Neu-Konstruktionen an den Markt tritt. Hier wär mal Canon der Herausforderer und bekommt dann auch jetzt den kompletten Arschtritt. Im Vergleich verliert das Canon 9/200-800 mm (außer bei Brennweitenbereich) praktisch in jedem Punkt. Bei Canon wird man immer auf 5 stelligen Kosten durch PRO-Zooms angewiesen sein.
Allenfalls das neue Sigma 4.0/300-600 mm könnte interessanter sein, aber es ist sehr schwer.
Nur, welche Sony Kamera kaufen? Für Normal-Fotografen ist alles vorhanden, aber wer es sehr schnell will wird einen sehr hohen Preis bezahlen müssen. Alternativ können nur die Sony-Objektive auf die besseren und preiswerteren Nikon-Kameras adaptiert werden.
Außer Sony A1, A1II, A9III ist keine schnelle Kamera verfügbar.

Es geht ja doch:
SIGMA stellt ein 4.0/300-600 mm OS Sports vor!

LICHT – Sigma 4.0/300-800 mm:



+ Innenzoom
+ 1.4x TC nur von Sigma für L-Anschluß
+ gut sitzende Sonnenblende
+ abschraubbarer Handgriff
+ mit 7.500€ noch moderater Preis
+ Arca-Swiss-Führung im Fuß eingebaut

+ AF-Stopp-Tasten
+ Gurtbefestigung
+ sehr gute Abdichtung

SCHATTEN:
– schwer und dick, wie gewohnt sehr unhandlich
– Bildstabilisierung bisher nur an A1II und A9III
– langsame, schwergängige Änderung des Brennweitenbereichs
– sehr kopflastig
– etwas kleiner Bereich, 300-800 mm oder 200-800 mm wären willkommener

SPAßFAKTOR: von (******). **

Doch bei aller Freude, haben sie es beim Gewicht auch etwas zu gut gemeint, knapp 4 Kilo ist tatsächlich heftig.
Aber es stimmt eben auch, ein solches Objektiv gab es bisher nie (es gab ein Pentax 5.6/250-600 mm und ein Sigma 5.6/300-800 mm, die jeweils schwerer waren) und auch die 4.0/200-400 mm xTC14 wogen knapp 4 Kilo und hatten den aufwendigen, internen Konverter um auf 560 mm zu kommen. Von denen möchte ich heute schon längst keins mehr haben. Ich besass das Canon und bin froh, das ich es für gutes Geld los wurde.
Bei 3 kg muß man schon ganz schön schleppen und es ist fast nur gut nutzbar, wenn man sein Auto motivnah parken kann, bei 4 kg ist es noch heftiger.
Trotzdem bei einem Preis um 7.000€ reizt es schon sehr. Das ist allerdings etwas heftig, 1000€ Aufschlag zur USofT (United States of Trump).
Bei 300 mm wird es abgesehen vom Sony 2.8/300 mm Spitzenklasse sein, aber schon die MTFs verraten, das es bei mehr Brennweite wie 500mm bis 600mm Auflösung verliert. Deshalb vermute ich, es wird sich kaum mit Nikon, Sony oder Canon 4.0/600 mm Festbrennweiten messen können und die sind rund 1 Kilo leichter.
Es wird für L-Bajonett angeboten, doch bisher gibt es keine schnelle Kamera mit Stacked-Sensor! Immerhin passen dann 2 Sigma Konverter.
Es wird auch für Sony angeboten, aber dann sind alle Konverter tabu – bzw passen weder Sigma noch Sony Konverter.

 

14. Juni 2020
Wilde Gedanken zum Juni

Junger Buntspecht wartet auf den Mut die Nisthöhle zu verlassen…

Das GDT-Festival in Lünen Oktober 2020 findet dieses Jahr ebenfalls nicht statt.
Sehr bedauerlich, aber nur konsequent und logisch. Jetzt wird es schwierig für uns Naturfotografen, wo lassen wir die ständig verstaubten Vollformat-Sensoren reinigen?
Mit Sony bin ich da besonders betroffen, da scheint EOS R eine bessere Lösung zu haben.
Das müssen, Nikon, Sony Panasonic, Leica, Sigma noch lernen – beim Objektivwechsel muß ein mechanischer Verschluss vor dem Sensor sein!

Was passiert jetzt in der Fotobranche?
Wieder eine Woche, ein Monat um, in dem nichts Aufsehen erregendes aus der Industrie gezeigt wurde – zum Glück ist die Natur voll Motive.

Trotzdem, alle Hersteller, vor allem Canon und Nikon werden sich beeilen, möglichst viele neue Produkte schnell auf den Markt zu bringen. Denn nur so kommen sie aus dem Preisvergleich heraus, können neue Preise festlegen und die Preiserhöhungen verschleiern. Sony wird mitziehen und Pentax, Panasonic, Olympus, Leica und selbst Fujifilm bieten auf kleinsten Nischenmärkten an.
Das Canon noch so stark im Fotomarkt ist, hat vermutlich nur mit der Trägheit der Masse zu tun, die nicht erkennt, wohin die Richting geht und wo Vorne ist. Während mich Canon, Nikon, Pentax, Minolta, Leica immer gefesselt und meine Kreativität eingebremst haben – danke ich heute besonders Panasonic und vor allem Sony, für ihre Entfesslungskünste – für die beste Fototechnik aller Zeiten!

Und den ungeduldigen “Dummschwätzern im Internet”, die an der Bedienung der moderneren Sony-Kameras herum meckern, kann ich nur sagen: Üben, üben, üben – macht einen Meister!

Vor mehr als 50 Jahren hatten Marken wie Leica, Zeiss, Hasselblad, Linhof und Nikon die besten Fotosysteme der Welt.
Vor 40 Jahren war das für mich Pentax mit LX, ME Super, 645, 67 und viele werden dagegen für Nikon F3, FE, FM votieren.
Vor 30 Jahren übernahm Canon konkurrenzlos das AF-Zepter und hielt es fast 20 Jahre. Vor 10 Jahren hatte das Nikon-System wieder weitgehend überholt.
Und erst seit 2 Jahren hat Sony alles in den Schatten gestellt.
Interessant ist auch, das vielen Systemen nie dieser Erfolg und Durchbruch gegönnt war: Minolta, Konica, Olympus, Yashica, Contax, Ricoh, Sigma, Panasonic
Ich weiß, die Canon-Fotografen und alle anderen wollen das nicht hören und noch viel weniger glauben – Sony hat heute einen so komfortablen Vorsprung wie niemand mehr seit  Canon zuletzt Anfang der Neunziger Jahre! Ich verstehe nicht wie manche noch eine VW, Audi, Porsche, Mercedes, BMW oder Canon kaufen können. Irgendwann muss doch auch der letzte Gutmensch verstehen, dass er nach Strich und Faden verarscht wird.
Und die Ausrede damit deutsche Produkte und Arbeitsplätze sichern, ist so dumm, kurzsichtig und letztlich sogar fremdenfeindlich. Die Betrüger besser sterben lassen.
Unglaublich, dass sich offenbar eine Mehrheit gerne so ausbeuten und verdummen lässt.
Ich bin grundsätzlich auch für besonders gut durchdachte, für „deutsche“ und nordeuropäische Produkte. Aber nicht um den Preis, nicht um die Umweltschandtaten. Wenn einen das Geld nicht drückt, kann man besonders Innovative Firmen unterstützen – ich meine jetzt nicht den Kauf von Aktien und Co – man kauft ihre Produkte.
8K sehe ich nicht als Innovation, IBIS auch nicht mehr. Ich verzichte auf Produkte, die in Anwendung und Leistung nicht Ihrer Zeit voraus sind. Wir müssen weg vom RAW wie auch vom Jpeg – hin zu einer Datei – die für alle gleich genormt ist und die kein Adobe mehr braucht – aber die Japaner werden das nie verstehen, die scheitern schon seit Jahrzehnten absichtlich an Bajonetten, Kabelanschlüssen und vielem mehr  und sind sich nur in einem einig – möglichst viel Geld mit Taktieren zu verdienen. Sie sperren die Märkte aus, nehmen Erfindungen und vermurksen sie so, das keiner mehr eine Plattform für alle daraus bilden kann.
Es wird Zeit, dass eine globaler denkende Industrie das Zepter übernimmt.
Es ist spannend, wohin Sony geht, aber ich fürchte, für alte „Fotoknochen“ wird es ein schwerer, unbequemer Weg. Das Smartphone beherrscht doch heute alles außer Macro, scharfes Superweitwinkel und Tele-Fotografie – wenn dazu nur jemand einen optimierten Griff durchsetzen könnte…

Smartphone-Fotografie überrollt alles, warum kann man immer noch nicht auf dem Monitor antippen und Kontrast und Helligkeit bezieht vor der Aufnahme steuern, wie es fast jedes SP kann?
Es gibt da eine lose Schnittstelle, die endlich von den verpennten japanischen Fotofirmen geschlossen werden muß.
Das heißt nicht, das ich jetzt Android oder MacOS in einer Kamera sehen will – ganz sicher nicht.
Ich denke Canon wird bald seine R präsentieren mit einer App, die dann das fotografieren aller anderen Kameramarken in ihrer Nähe verhindert 😉


NIKON Z
Sehr auffällig ist, dass bisher kein alternativer Anbieter auch nur an die Entwicklung eines Objektives für das Z-Bajonett denkt. Es existieren nur manuelle Konstruktionen für Nikon und weder Sigma, Tamron, noch Tokina, Samyang, Zeiss bieten ein Objektiv als spannende Alternative für Nikon’s Zukunft an. Und das obwohl sicher ist, dass die Zeiten des kleinen F-Bajonetts zu ende sind.

SIGMA beschert uns ein frisches 5.0-6.3/100-400 mm OS C Zoom für spiegelfreie Kameras mit Sony E und Pana/Leica/Sigma L-Bajonett. Dazu die üblichen 1.4x und 2x Konverter und neue USB-Docks für L und EF-M Bajonett. Wirklich spannend – gähn.
Sigma versucht Canon im Schlafwandeln noch zu schlagen… bzw. scheint brav zu warten bis Canon endlich so weit ist… denn das Canon-Bajonett war ja die letzten 30 Jahre der Hauptumsatzbringer.
Also komplett andere Taktik als Tamron.
Das 6.3/100-400 mm ist 2cm länger (20cm) und nur 20 g leichter (1140g) als die bisherige C-Version von 2017  für DSLR, also bis auf ein zusätzliches FLD-Sonderglas eine beinahe identische Version mit mehr Luft für das Auflagemaß – optisch sicher gut, aber mechanisch eine extrem schwere Vorstellung vor allem für spiegelfreie Kameras! Es ist ⅓ Blende lichtschwächer als das Sony 100-400 mm GM und nur 260g leichter bei gleicher Baulänge etwas schmäler. Und es bekommt offensichtlich anders als sein Vorgänger die OS-Bildstabilisierung und ist damit effektiver nutzbar.
Konverter – aber bisher noch keine wirklich spannende Festbrennweite oder lichtstarkes Zoom dafür.
L-Versionen der Verkaufsrenner 1.4/16 mm und 1.4/56 mm –  längst überfällig.

Aber wo ist das 2.8/70-200 mm? Wann ein 150-600 mm in Neukonstruktion, leichter und kompakter?
Also für mich ist Sigma außer Puste und hat sich mit seinen ART-Versionen in Langbauweise und seine Exotenkamera verhoben. Auch diese “Neuheiten” zeigen das wieder ganz deutlich. Sigma hat vor 7 Jahren alle seine Kompetenz und Kraft in die Entwicklung der ART und SPORTS Serie fließen lassen, dabei wurden deutlich kleinere Kompromisse bei der optischen Qualität, als zuvor realisiert. Eine besonders solide und schwere Mechanik wurde eingeführt und der Autofokus war leidlich schnell, verursachte aber besonders an Canon-Kameras immer wieder Präzision-Probleme bei Offenblende – wie auch im Tele-Bereich. Für Sigma hätte alles so weitergehen müssen, am wichtigsten war das Canon-EOS EF-Bajonett. Doch nach Jahren des Zögerns zieht jetzt auch Canon die Notbremse und bringt vermutlich moderne R5 und R6 Kameras um mit Sony, Panasonic, Fuji und Olympus konkurrieren zu können. Und plötzlich wird Sigma überrollt, nur sehr gute optische Leistungsreserven genügen nicht mehr, Objektive sind seit Sony auch im Vollformat deutlich kompakter, kleiner und leichter bei mindestens gleicher optischer Leistung. Sigma hat sich abhängig gemacht von Canon und Canon ist ein lahmendes Zugpferd und versucht mit der Verlängerung seiner mechanischen Konstruktion jetzt noch den Anschluß zu finden.
Innovation ist da keine in Sicht und Tamron wird ihnen den Wind tüchtig aus den Flügeln genommen haben mit seinen kompletten Neuversionen. Das wird also auch noch Jahre dauern, bis Sigma wieder Tritt fasst.
Aber preiswerte Alternative wollen sie ja sowieso nicht mehr sein, sondern Premium-Art-Anbieter, die passen sicher gut zu Leica.

Tamron ist gemessen daran ja fast schon innovativ.
Diese Woche erschien noch ein unvermeidliches 2.8-5.6/28-200 mm für Sony E-Kameras.
Der f:2.8 Lichtstärkenwert soll wohl Anfänger ködern, allen anderen ist klar, das schon bei 35 mm die schöne Lichtstärke perdu ist und wohl ab 100 mm nur noch f:5.6 zur Verfügung steht. Und für mich ist ein Reisezoom das bei 28 mm anstatt 24 mm startet und 870€ Kosten aufruft (Liste: 1100€), überhaupt nicht attraktiv. Also dann sogar lieber das etwas dickere und schwerere 24-240 mm Sony oder noch besser gleich eine Sony RX10!
Also für Einsteiger und Sparbrötchen oder Gelegenheitsfotografen mit vielen anderen Hobbies sind die 17-28 mm, 28-70 mm, 70-180 mm und 28-200 mm vielleicht ein tolles Angebot. Für alle verwöhnteren Fotografen sind sie allesamt das eher nicht. Der AF bleibt gemessen an Sony weniger als halb so schnell, die Preise sind nicht wirklich günstig und die Verarbeitung ist eben “einfach Tamron”.
Das gerne gebrauchte und abgehobene Wort „genial“ finde ich im Zusammenhang mit Tamron oder Sigma unpassend.
Und die Preise-Geschichte ist seit Anbeginn die gleiche – du bekommst wofür du bezahlst.
Ich kann mir bei weitem nicht alles leisten, wenn ich zur Überzeugung gelange, dass ich das Objektiv brauche und es meine Fotografie weiter bringt, spare ich länger oder warte auf einen Gebrauchtkauf.
Hier habe ich auf Tamron gewartet, da das Sony wirklich sehr kostenintensiv ist – aber nach einem Wochenende mit dem Tamron und einem geliehenen GM – war die Entscheidung sehr einfach und ich habe wenig mehr für ein gebrauchtes GM als für das neue Tamron bezahlt.
Wer ernsthaft z.B. die Qualität des Sony 2.8/70-200 mm GM mit dem Tamron 70-180 mm vergleicht und dem Tamron dann eine super Preis-Leistungs-Verhältnis unterstellt, hat vielleicht zu viel Seifenopern geschaut, zu viel Schlagerschleim konsumiert.
Kein Zweifel, die Idee ein so leichtes Tele-Zoom zu konstruieren ist gut und das erkenne ich auch an – aber der „Preis“ dafür sind:
Fehlende 20 mm (im Nahbereich noch mehr), Fehlende Bildstabilisierung, keine bestmögliche optische Korrektur mehr bei 180 mm und Offenblende (ohne Pixelzählen sichtbar schwächer als GM), ein erheblich langsamerer Autofokus, das Tamron Zoom fährt aus und muß Schärfe nachjustieren, fehlende Funktionen, Konverterunverträglichkeit und eine einfache Verarbeitungsqualität, die man fühlen kann.
Wie man es besser macht, aber auch nicht perfekt , zeigt Canon mit seinem 70-200 mm R.
Schlicht: Tamron baut derzeit kein Objektiv für DSLM, mit dem der anspruchsvolle Fotograf oder gar Berufsfotograf gerne alle paar Tage unterwegs ist. Schon gar nicht zu dem wahnwitzigen UVP – der allerdings Masche ist, um einen höheren Wert vor zu gaukeln. Für alle „Kirchgänger“ also ein geniales Objektiv.
Und wer es leicht haben will und nur selten an einigen Wochenenden damit fotografiert und sich geduldet bis der Preis auf realistische 1100€ fällt – sicher ein guter Kauf.

Sony Vögel:
Mit dem Sony 6.3/200-600 mm G gelingt etwas, was in dieser Preisklasse unter 2000€ sonst mit keinem anderen Super-Telezoom jenseits 200 mm möglich ist, Sie können eine Bildserie auch mit 10 oder 20 Bildern pro Sekunde bei 600 mm Brennweite starten und den Ausschnitt ruhig auf 500 mm, 400 mm, 300 mm 250 mm 200 mm verändern und alle Fotos bleiben scharf – die Kamera muss ohne Bewegung des Motivs nicht nachfokussieren.
Das gelingt sonst nur mit 4.0/200-400 mm – 4.0/180-400 mm und mit einigen 2.8/70-200 mm Zooms – aber weder mit Tamron 2.8/70-180 mm noch mit Sigma 6.3/150-600 mm Sport/C oder Tamron 6.3/150-600 mm oder Nikon 5.6/200-500 mm oder den 100-400 mm Zooms.
Wenn man sich eine 7III, 7RIII, 7RIV geleistet hat wird mal vermutlich die kleine Geschwindigkeitszugabe einer 9 kaum vermissen. Ich frage mich auch öfter, wozu und wie oft ich die 9 überhaupt brauche. Hier bei den Frühlings-Vögeln war die Entscheidung:
Mehr Auflösung oder mehr Ausschnitt und dafür weniger Brennweite und mehr Lichtstärke
oder
Mehr Brennweite, mehr Schärfentiefe, doppelte Geschwindigkeit, etwas weniger Rauschen da ist die Entscheidung schnell zugunsten der 9 gefallen.
Zigtausende JPEGs eine volle Woche lang

Super-Tele-Zooms 2020:
Tamron haben wir ein 6.3/150-600 mm in kompakter und rund 2 Kilo leichter Bauweise zum konkurrenzlosen Preis zu verdanken.
Es folgten Sigma mit Verbesserungen und Nikon wagte immerhin ein 5.6/200-500 mm. Panasonic wagt mit Leica ein 6.3/100-400 mm für Microfourthirds. Canon fällt hingegen nur ein noch leichteres 7.1/100-500 mm ein.
Tamron hat Schwächen bei der Staubdichtigkeit, beim Autofokus. Die Schärfe ist bis 400 mm sehr gut.
Sigma ist noch etwas schwerer, kann Zoomen durch Ziehen des Fronttubus, kann den AF für Nikon und Canon etwas besser und hat die bessere Abdichtung. Die Sport-Version ist richtig gut abgedichtet aber mörderschwer. Optisch ist es nicht sichtbar überlegen.
Nikon baut schwer mit langem Tubus, der Autofokus ist nicht besonders schnell, auch nicht an D500 und D5.
Für ⅓ mehr Lichtstärke wurden 100 mm Brennweite geopfert.
Leica hat eine solide, kalte Metallbauweise, fokussiert schnell, wenn die Kamera Kontrast findet.
Nur der ruckelnde Drehzoom-Mechanismus will nicht wirklich froh machen, entweder geht er zu leicht oder zu schwer und meistens stockt er bei 300 mm. Die Schärfe ist bis 300 mm sehr gut und dann je nach Exemplar teilweise deutlich schwächer. Aber es wiegt nur 1 Kilo statt 2 Kilo wie alle anderen und erlaubt aus 1.30m einen Maßstab von 1:4. FujiFilm wagt ein 5.6/100-400 mm in konventioneller Bauweise, was aber immerhin mit beiden Konvertern verwendbar ist und durch den Halbformatsensor auch 150-600 mm Brennweite bietet. Es wird etwas schwammiger mit der Zeit und kämpft öfter mit Fokussierproblemen der Kameras – ist selbst aber schnell auf dem Motiv.
Als Sony 2019 seinen Auftritt mit einem komplett innenfokussierten 6.3/200-600 mm in Langbauweise hat (als einziges), bin ich sehr skeptisch. Es ist deutlich teurer als alle anderen, 2000€. Doch ein Jahr Praxis mit all diesen Objektiven lassen alle anderen als das Sony deutlich verblassen.
Ich würde mit keinem mehr tauschen.
Canon und Olympus sind als nächste am Zug. Und in den kommenden Jahren könnten dann auch Nikon, Sigma, Tamron neue Super-Tele-Zooms präsentieren.
In der Praxis kann ich dank Sony die Brennweite viel schneller und flüssiger bedienen. Die Länge stört allenfalls beim Flug und aus dem Autofenster, sonst ist sie kein Nachteil, sondern immer ein Vorteil. Ich möchte am Motivansitz niemals mit Besitzern von billigen Zooms tauschen.
Kein Tamron 150-600 mm, kein Sigma 60-600 mm, 150-600 mm, kein Nikon 200-500 mm, kein 100-400 mm Canon oder 100-500 mm Canon und auch kein Sony 100-400 mm bietet den Luxus der auszugsfreien, ruckfreien präzisen und schnellen Brennweitenveränderung bei immer gleichbleibender Schärfe zu dem Preis wie das Sony 200-600 mm.
Es kann in der Hinsicht und auch optisch voll mit Nikkor 4/180-400 mm und Canon 4/200-400 mm konkurrieren!

Es führt fotografisch anscheinend doch alles in eine rasante Einbandstrasse, einen schnellen Hochweg ohne Ampeln über der Stadt.
Heute habe ich in Ermangelung eines 2.8/70-200 mm mein supergutes Nikkor FL am Adapter an der Alpha 9 verwenden müssen.
Das Klasse-Zoom ist dann aber plötzlich kein professionelles Arbeitsgerät mehr. Ausfälle durch den Stand-By der Kamera, Ausfälle bei Regen, der Akku ist viel schneller leer, IS/VR und Autofokus sind deutlich unzuverlässiger, schon das leise Knacken in den Adaptern verheisst nichts Gutes, bei Nikon liegt der Brennweitenring nervigerweise vorne am Objektiv, der verflixte Adapter macht das richtige Greifen sehr eng, Komplettaustieg der Kamera.
Da lässt sich durch den Adapter keine Harmonie herstellen.

Adaptierte Objektive = Mist!

Also egal was Canon, Nikon, Fringer, Sigma und Co uns weissmachen wollen, meine Erkenntnis ganz am Anfang, vor über 30 Jahren gewonnen und mit aufkommen von mFT vor 12 Jahren wiederholt, bleibt bestehen – Adapter sind eine Notlösung für Einsteiger und eine nette Spielerei für Experimente und ab und zu spannende Amateurfotos – aber eben kein professionell verlässliches Arbeitsgerät!
Das war schon zu Leica-, Canon-FD-Zeiten so!
Und das wird sich jetzt bei Canon R, Nikon Z und Co genauso wiederholen.
Deshalb führt kein Weg an neuen Systemobjektiven vorbei! Alles andere ist Augenwischerei! Oder sogar vom Marketing bezahlter Unsinn!
Objektive brauchen idealerweise Blendenringe, diese Erkenntnis setzt sich jetzt zaghaft nach Jahrzehnten auch bei Canon, Nikon und Sony wieder durch. Es ist eine Wonne mit den GM-Objektiven oder Fuji, Leica mit Blendenring zu arbeiten!

Makro – was gerne unter den Tisch fallen gelassen wird: Die Beurteiilung der Schärfenausdehnung im Bild.
Für Nahaufnahmen ist es essentiell wie weit sich die Schärfe vor und hinter dem Motiv ausbreitet, das wissen wir alle. In einem DSLR-Sucher ist das nicht zu sehen, es sei denn man verwendet eine Abblendfunktion, dann kann man es erahnen und das Bild wird dunkler.
In spiegelfreien Kameras mit hochauflösendem Sucher (7RIV) kann jetzt jeder fantastisch genau sehen wie sich die Schärfe um das Motiv herum ausbreitet, das gelingt bei f:1.8 und auch bei f:16 und bei allen Blenden dazwischen. Es fiel mir jetzt wieder besonders frappierend beim 1.8/135 mm auf, das bis 1:4 erlaubt und auf 200 mm Bildausschnitt vergrößert werden kann. Ein Traum damit zu arbeiten!
Das können DSLR-Fotografen gar nicht nachempfinden, geschweige denn mit reden, so lange sie es nicht ausprobiert haben. Der Sucher bleibt immer gleich hell!

Video ist in den DSLM-Kameras nur ein „Abfall-Programm“ – wer ernsthaft Filme herstellen will braucht eine speziell angepasste Kamera, die durch mehr überzeugt als Wechselobjektive.
Ich stimme keineswegs damit überein, dass Kameras alle Videofunktionen brauchen. Es sind komplett unterschiedliche Medien – so wie Gesang und Schriftstellerei.
Fotos sind dazu gemacht zu bewahren und detailliert zu zeigen, einen sehr bewußten Blick auf ein Motiv zu teilen – man kann sie aufhängen, in Kalendern, Postern, auf T-Shirts und allen Dingen zeigen.
Das wird mit einem Video nie Sinn machen, kaum jemand wird sich Bildschirme aufhängen und dort den immer gleichen Film durchlaufen lassen.



Ich habe in meinem Leben nie einen besonderen Bezug zur Vogelfotografie entwickeln können – und doch habe ich in den letzten 3 Monaten so viele Vögel nah entdeckt und eindrucksvoll ablichten können, wie ich es mir nie vorgestellt habe. Erst jetzt mit so leichter und schneller Technik scheint es mir erstmals möglich, daher auch Hochachtung für alle, die es schon vor Jahrzehnten gut hinbekommen haben. Alles hat seine Zeit, im Moment fliegt mir eine Vogelgelegenheit nach der anderen zu…

Nest-Bau
Mein Vater hat gestern zufällig ein Nest in seinem Rolladenkasten entdeckt. Was macht er, als gelernter Dachdecker, sofort räumen und beseitigen und ab in den Müll damit, wie er es gelernt hat und schon bei tausenden zuvor gemacht hat. Nester haben am Dach und am Haus nichts zu suchen.
Auf den Fotos war zusehen, das es ein perfektes, großes Eichhörnchen-Nest serin mußte, super sauberr, odentlich, hochwirksam gegen Kälte und Eindringliche Geschützt und von außen nach innen immer weicher gepolstert.
Auf meine entsetze Frage: „Wo sollen die denn jetzt wohnen? Stell dir vor es kommt einer mit einem großen Bager und reißt einfach dein Haus ein?“ Ich immer mit meinen verrückten Ideen bekam ich zur Antwort, man könne die doch nicht überall bauen und rumtoben lassen!
Warum eigentlich nicht? Klar es gibt Grenzen, wenn die Bienenkönigin permanent auf der Suche nach einer neuen Behausung in der Wohnung ist, oder sich gar Hornissen außen ein Nest bauen, man will auch nicht in der Sonne Schlangen auf seiner warmen Terrasse finden, nicht permanent Nager um sich herum flitzen haben, nicht das einem die Vögel alles vollkoten und ihre rivalisierenden Spielchen um einen herum treiben.

Heute noch wollen die meisten Paare, die zusammen kommen, ein eigenes Haus im Grünen bauen, oder zumindest beziehen. Dabei wird kein Gedanke an Natur und Tiere, an den Platz, den sie dafür beanspruchen verschwendet – sie bezahlen ja – an Makler und Versicherungen, an Baufirmen oder an Besitzer und oft im Laufe des Lebens sogar das doppelte des „Wertes“, weil das Geld finanziert werden muß. Damit bringen sie ein halbes Leben zu, dafür zu sparen – für ihren „Besitz”.
„So war es immer, der Mensch kommt und beansprucht Raum, Platz, Luft, Essen und alles was da ist, zieht Tieren das Fell über die Ohren, killt Bäume und Pflanzen und macht es sich gemütlich.”

Mein Vater, ganz zauberhaft, wie ich ihn früher selten erlebt habe, ruft mich nach meinem Schimpfen an, er hat das Nest wieder aus dem Müll geholt und genauso wie er es gefunden hat wieder in den Kasten eingebaut – der Wahnsinn. Ob das dann noch mal benutzt wird? Aber es ist ein Zeichen.
Doch, da wo wir heute Häuser aus Stein, Beton, Sand, Holz, Glas, Kunstfasern und Metall stehen haben, war einst Wald. Den haben wir gerodet und Tieren und Pflanzen den Platz zum Leben gestohlen, den Lebensraum vernichtet. Wir haben den Platz eingeebnet und alles darauf vernichtet, ein goßes Loch gegraben, Mutterboden beseitigt, oft einen Keller angelegt und darauf aus Stein und Sand ein großes Haus errichtet.

Wir suchen Helden und Vorbilder – meine sind heute Dirk Steffens, Peter Wohlleben und einige andere. Ich bilde mich durch ihre Recherche und ihr Wissen, lese dazu FAZ, Stern, Süddeutsche, im Internet und höre die Erfahrungen älterer Mitbürger und junger Denker – ich versuche mir, wie wir alle – aus diesem Potpurri eine Meinung, ein Vorgehen zu zimmern, zu legitimieren. Aber ich gehe viel zu weit, viel zu radikal…
Ich bin meistens nur Nachdenker und viel zu selten für andere ein Vordenker. Nur geht das denen, die wir als Vordenker sehen vermutlich meist genauso, denn auch deren Gedanken sind ja schon längst millionen Mal irgendwo gedacht worden.

Ja Wildnis, das was wir dafür halten, beginnt da wo die festen Wege enden – aber müssen wir uns dort überall herum treiben und dort auch alles verfestigen und in Besitz nehmen?

Wir müssen uns genau genommen jeden Tag fragen, wieviel Eingreifen von uns ist wirklich sinnvoll?
Wo können wir mal nützlich und nicht schädlich sein.
Wir verwenden alles in der Natur und an Tieren und alles wird schnell vom Nützling zum Schädling, wenn es seine Natur lebt und wir sind eben haargenau so – heute paktisch nur noch Schädling.

Das allermeiste schützen und bewahren wir am allerbesten, in dem wir nichts tun! Vor allem nichts konsumieren und uns nicht überall hin bewegen.
Wir sollten die allermeisten Entscheidungen überschlafen, besonnener werden – spontane Aktionen sind meistens grob schädlich und dumm – wir sollten uns erst Gedanken machen.

Und die Zeit haben wir uns zum Gegner gemacht – immer Termine und überall versuchen wir Zeit einzusparen und lassen sie an anderer Stelle haufenweise sinnlos verpuffen und ich meine damit nicht schlafen oder auch nur ruhen…
Die Menscheit ist in jeder Beziehung verantwortungslos!

Gedanken, die mir so beim beobachten der Vögel durch den Kopf gehen, durcheinander …
und allen, denen meine Gedanken hier zu weit gehen, die sie in eine Schublade pressen mögen oder mein Zweifeln fehlinterpretieren, sei hier deutlich gesagt – es ist ein Tagebuch und es soll mich daran erinnern, was ich einmal gedacht habe, wie ich mich entwickelt habe und was ich vielleicht vertiefen sollte. Nichts steht fest, nichts ist endgültig, ich bin weder zu links, noch Reichsbürger, noch Sozialist, Marxist, noch religiös und schon gar nicht RECHTS oder was auch immer Menschen so aus Zeilen heraus lösen. Sie können es lesen, oder lassen – ich finde es immer wichtig seine Gedanken zu fixieren. Es mag viel Dummsinn dabei sein, aber so entwickelt man sich schneller.
Man wird vielleicht einfach immer weniger Menschenfreund, wenn man die Tiere beobachtet, das weiß ich schon von Werner Freund (Wolfsforscher) und bekannten Tierfotografen.

 

Die Welt ist ein Idioten-Paradies, weil die glücklichen, zufriedenen Idioten mich immer daran erinnern – wie paradiesisch das wohl ohne Zweifel und “immer alles perfekt” sein muß.

GOLD ist das einzige Material der Welt, das 100% Licht reflektiert. Es sieht in jedem Licht anders aus und ist extrem weit zu sehen.

Das was eine tolle Fotografie zeigen muss, ist das Unsichtbare, alles was Menschen sonst nicht wahrnehmen!
Nur ein Foto ist kein Foto!
EIN Bild erzählt keine Geschichte!
Viele planen gerne – ich entdecke lieber – völlig spontan und ungeplant mache ich das Beste aus meiner Entdeckung.
Ja ich kehre auch zu einer tollen Landschaft oder anderen Fotogelegenheit zurück, wenn ich Licht und Bedingungen optimieren kann. Ich mache Bildserien von Menschen, Tieren, Pflanzen, Dingen und Situationen die mir gefallen – seit ich eine Spiegelreflexkamera halten kann, seit dem 15 Lebensjahr.
Ich habe immer Serien gemacht, ein Bild war immer zu wenig. Ich will das Leben fest halten, anhalten – bewahren!

Die Wahrheit – ist das was wir zu Wissen glauben! Nicht mehr.
Es ist ein Missverständnis – das 24 MP ausreichend sind – was stimmt, am Ende der Bildbearbeitung hätte ich gerne noch 20-30 MP übrig im Bild und nur dazu brauche ich 60-100 MP um das häufig sicherstellen zu können.

Die SUCHE nach der bestmöglichen Kamera und Objektiven ist praktisch vorbei.
Aber die Suche nach dem geeigneten Zubehör endet noch längst nicht.

Ausreichend… war außer in der Schule nie ein Maßstab für mich und selbst gut ist oft nicht gut genug.

Nicht mehr hören
Auch wenn ich mir den Mund verbrenne, ich kann die Worte Wirtschaft und Konsum nicht mehr hören. Die Masse und viele Politiker verstehen nicht, dass die Blase geplatzt ist. Es wird nie wieder wie vor der Pandemie, es geht nicht mehr um wiederhochfahren, Konsum, schnell wieder Geschäfte machen und Reisen.
Das ist vorbei, wenn wir ehrlich nachdenken, stellen wir wahrscheinlich fest, dass wir 99% aller angebotenen Dinge gar nicht brauchen und noch wichtiger, das 99% aller Waren gar nicht hergestellt und versand werden dürften. Und denken wir dann noch einen Schritt weiter, sind auch die Masse aller Dienstleistungen und 99% des Internet-Angebots – das nicht der Wissensschaffung und Information dient – absolut überflüssig und sogar schädlich. Denn alles braucht Strom und dafür wird Wald, Kohle, Öl, Atom verfeuert. Wir müssen die Produktion drastisch kürzen und den Verbrauch noch mehr.

Ja, will keiner hören und wenn wir es tun, alle anderen werden so weiter machen wie bisher und sogar noch mehr – sehen wir ja am Atomstrom. Komplett falscher Gedanke – immer schön auf die anderen schieben und die als Ausrede benutzen! Jeder muss und wer es nicht will, wird über extreme Preise und eingeschräkte Lebensqualität oder demnächst eingeschränkte Gesundheit dazu “überredet”.

Und selbst bei Lebensmitteln sind sicher mehr als 70% hier bei uns verzichtbar, einfach zu viel, oder kein Saisongemüse, kein Wochendfleisch, süßes Gift…
Ja es ist bitter, wenn jetzt vielleicht viele Geschäfte für immer schließen, wenn jetzt viele Menschen ihre gefühlte Sicherheit (nicht real!), ihre Geschäftsgrundlage ihr Einkommen verlieren. Aber Menschsein heißt sich anpassen. Es ist nicht weiter sinnvoll sich Produkte und Dienstleistungen auszudenken und sich dafür fett bezahlen zu lassen. Es ist wichtig zu tun was notwendig ist, anzubieten was wirklich gebraucht wird.
Das kaufen aus Langeweile oder Neugier sollte dringend weitgehend reduziert werden.

Und auch die Reisen um die Welt um etwas zu erleben und zu fotografieren, was schon millionenmal erlebt und abgelichtet wurde – sollte stark reduziert werden. Es ist gar nicht gut ohnehin bedrohte Tiere zu bedrängen und sie abzulichten um mit den Fotos sich selbst besser darzustellen.
Wenn ich an meine letzte Sri Lanka Safari denke, hat die mir eigentlich alles verleidet – dutzende Jeeps und Busse, die einen Elefanzten oder gar Leoparden bedrängen… an jedem Vogel Abgase in die Luft blasen – ein Alptraum – jetzt in dieser Sekunde trotzdem überall auf der Welt Realität. Es ist irre.
Ich verstehe auch den Spaß daran und hatte mein schönsten Lebens-Tier-Fotoglück mit den Tigern in Indien. Und das die Länder so Einnahmen erzielen und damit auch Tiere und Menschen schützen wollen – doch letztlich ist das vielleicht auch falsch gedacht – der gesamte Tourismus ist falsch gedacht.
Er beginnt mit Einkäufen extra dafür, mündet in einen gewaltigen Verbrennungsprozess für Flugzeuge, Schiffe, Bahn, Busse, Jeeps, Leihwagen etc. dem Konsum und schlemmen vor Ort, dem Jagen von Motiven und Nachstellen von Tieren und dann kommt alles ins Internet…
Habe ich auch getan, werde ich vielleicht auch wieder tun – aber es ist eigentlich total pervers, dieser Tourismus. Das hat mit Arterhaltung und Tierschutz gar nichts gemein, ganz im Gegenteil – es trägt massiv dazu bei die Artenvielfalt schnell zu vernichten.

Ich weiß nicht wie wir am besten anfangen damit aufzuhören – ich habe mir nach Sri Lanka eine 3 Jahre Sperre für Fernreisen auferlegt, auch wenn ich altersgemäß jetzt meine Felle davon schwimmen sehe und am liebsten jetzt alles sehen möchte, bevor ich gar nicht mehr kann, was bei mir schon in wenigen Jahren der Fall sein kann.
Gegen Wilderei muß Technik und viel Personal helfen. Es ist teuflisch… raus zu kommen aus diesem Teufelskreis.

BERUHIGEN
Ich habe gerade mit meinem alten Wegbegleiter und Freund geschrieben, er ist bei Canon geblieben und hat da die besten Objektive der Vorgänger-Generation und er vertritt, wie vermutlich die Mehrheit aller Canon-DSLR Fotografen die Ansicht, das ihn das Neue kaum interessiert, allenfalls mal eine neue Kamera, wenn der Preis stimmt (also 4000-5000€ für eine R sind da keine Option!) – weil die Unterschiede sowieso minimalst sind.
Das ist beruhigend zu wissen.
Oder eben auch schlicht nicht wahr.
Ich denke, man könnte an meinen Fotos seit 2 Jahren leicht feststellen, dass die Fortschritte/Unterschiede bei Systemen/Objektiven/Autofokus keineswegs minimalst sind – sondern WESENTLICH!
Was ich vor 3 Jahren noch an bewegten Motiven und Fotos unter schwierigsten Bedingungen auf meinem Computer speichern konnte war bestenfalls Glückssache, wenn besonders gute Fotos dabei waren. Heute gelingen mir solche Fotos in Serie und sie gelingen mir nicht mit Canon und auch schwer mit Nikon.

Um Tiere aufzuspüren sind die Ohren viel wichtiger als die Augen, früher dachte ich immer ich muß alles zuerst sehen, Fernglas, Spektiv, Supertele – aber letztlich alles mangelhaft, wer seinen Ohren traut entdeckt weit mehr.

Die Welt ist zur Zeit voller Verschwörung
Jetzt beteiligen sich schon „verarmte“ Fotografen, die nichts zu tun haben, daran.
Nein, ich denke nicht das Nikon verschwindet, Nikon ist ein Nationalheiligtum der Japaner – da verschwinden eher Canon oder Sigma bevor Nikon aufgegeben wird. Das ist viel ausgeprägter als es in Deutschland mit Leica oder Zeiss je war, die uns Fotografen hier seit den 60ern immer schon fast egal waren – weil sie einfach zu kostspielig und zu einseitig aufgestellt sind
(einseitig bei Leica im Sinne von, keine Macro-Objektive, keine Super-Tele, eigentlich nur Kameradesign).
Ich vermute, Nikon wird genauso wie Canon und Sony jetzt im Sommer neue Kameramodelle und Objektive zeigen. Und auch Olympus wird bald mit 100-400 mm und 150-400 mm deutliche Lebenszeichen senden.

Von 19% auf 16% Mehrwertsteuer für ein halbes Jahr. Mutlos wie immer, besser wäre unbegrenzt 10% ohne Enddatum und hohe Besteuerung bei hohen Gewinnen!
Denn 19% sind bei unserer dreifach-Versteuerung im Land sowieso astronomisch und auch die zeitweise Rückkehr zu 16% setzt keine echten Kaufanreize, 22€ auf 1000€ Kaufsumme… da müßte man schon so verrückt sein und Autos oder Yachten und Flugzeuge kaufen, dass sich da etwas lohnt.

Dieses Land zockt, wie viele andere Länder, die Armen und die Mittelschicht ab und die gut Verdienenden freuen sich Löcher in die Hosentaschen.
Die meisten Hilfen sind ein Witz, ich antworte mit Konsumverzicht und kaufe allenfalls gebraucht und umgehe die Besteuerung.

Utopien – wir Menschen leben in ihnen.
Versicherungen, Rechtssysteme, Staaten, Rassismus, Gleichberechtigung, Ehrlichkeit, Sicherheit und die größte von allen: Freiheit.
Als alternatives Denkmodell sage ich einmal provokant – das ist alles Kuhkakka – nirgendwo real, nicht dauerhaft existent und wird es nie sein.
Wir werden zufällig irgendwo geboren, in einer Menschengemeinschaft, die durch Gewalt und Eroberung sich einen „Staat“ und vielleicht auch ein Rechtssystem gegründet hat. Es ist blanker Unsinn zu behaupten, das man stolz auf ein Land, eine Nation, einen Glauben, Kultur, selbst auf einen Fußballverein, eine Automarke ist. Stolz ist nicht selten Ausdruck begrenzter Dummheit. Wenn jemand mit einer dickeren Keule kommt, gehört alles was du hast, ihm.
Vorurteile und Rassismus – zeigt mir den, der in jeder Situation frei davon ist! Genau, diesen Menschen gibt es nicht.
Ich beobachte seit Jahrzehnten sehr gerne die Natur und wer das tut, weiß, das jede Sekunde ein Überlebenskampf ist und trotz aller “Zivilisation” bin ich in vielen Gedanken den Tieren näher als den zivilisierten Menschen.

Leben ist Veränderung – deshalb ist mir Hausbauen viel zu statisch, selbst Grundbesitz ist eine relativ statische Sache, die kaum zum Leben passt – zumal ja allenfalls von Besitz gesprochen werden kann, so lange das politische System, welches gerade herrscht, das auch so sieht. Deshalb gibt es genau genommen keinen Besitz.
Ich bin meist gerne und aus Überzeugung Mieter – da kann man zwar auch Mist erleben, aber man kann rasch raus. Bei Autos sehe ich es mittlerweile genauso, warum sollte man heute noch ein Auto besitzen? Unsinn, mieten und fertig und wechseln wann man will.
Und so rasch die Bevormundung und Überwachung im Auto zunimmt, werden bald „Youngtimer“ die spannendsten Fahrzeuge auf unseren Strassen sein.

Wir wollen Bestimmer und Gestalter sein und uns aufspielen
Wir suchen jeden Tag nach dem Sinn des Lebens, nach Göttern, ja sogar nach Helden und Vorbildern, einfach nach etwas zu tun mit unserem Leben.
Wir im Norden sind meist nicht mehr damit beschäftigt permanent Nahrung zu suchen, einen Platz zum Ruhen und Schlafen zu finden oder herzurichten, sondern wir gehen arbeiten, bekommen dafür Papier und Zahlen und die sollen wir „ausgeben“, umwandeln, investieren, dafür bekommen wir Waren anderer Menschen.
Die Menscheit ist in jeder Beziehung verantwortungslos! Sie beobachten, denken, hinterfragen und reflektieren zu wenig.
Sie tun gerne immer das gleiche, ihr Leben lang oder ein Teil wird zum ewigen Entdecker und oft auch Zerstörer.

Die Nachbarn haben leider das offene Feuer für den Abend wieder entdeckt – grausam der Gestank im Wohngebiet – da entwickelt sich der scheinbar zivilisierte Mensch zurück zum Höhlenaffen, überall wird gegrillt, oder viel mehr gekokelt und gebrannt – ab und zu ist ja noch tolerierbar, aber jedes Wochenende alles verqualmt, ist nicht mehr witzig  alles zu viel!
Vielleicht bin ich ja die dollste Spaßbremse – doch die Menschen kapieren einfach gar nichts und ziehen null Konsequenzen. Aus Spaß die Bäume abholzen und verbrennen, die Nachbarn und alles einräuchern – Schwachsinn!

Es ist eben nicht ganz einfach,
die Nordhalbkugel reduziert ihren Verbrauch und Fußabdruck drastisch, damit alles, überall aufatmen kann – oder alles wird ernsthaft versuchen die Menschheit in dieser Maße los zu werden!
Es ist ganz dummes Zeug zu sagen, wir werden doch nicht als einzige die A-Kraft, den Diesel, die Braunkohleförderung, abschaffen, wenn es alle anderen nicht gleichzeitig auch tun. Denn sie werden es tun müssen, wenn sie überleben wollen. Nur wenn wir weniger Konsumieren und unseren Energiebedarf stark senken und ungefährlich decken, werden wir hier noch eine zeitlang überleben können. Wenn die Früh-Sommertemperaturen weiter steigen, wie soll man da noch A-Kraftwerke kühlen? Die anderen werden es sehr bald verstehen.

Das Kernproblem aller Mächtigen ist: Sie wollen einfach nicht erkennen, wenn sie überfordert sind oder es andere Menschen einfach besser machen.
Sie arbeiten immer nur eine kurze Zeitspanne für ihre Mitlebenden und dann bald nur noch für sich und die engste Familie! Das muß beendet werden.
Wie können reihenweise 70 Jährige, die nur noch wenig Leben zu erwarten haben, diese Welt bestimmen und regieren? Gar nicht!

Die Japaner scheinen mit geschlossenen Augen und Ohren durch die Welt zu taumeln. Das ist schon fast immer in der Fotoindustrie so, wo alle nur um sich selbst kreiseln und niemals Fehler machen:
Wo jeder sein eigenes Bajonett, eigenen Akku, eigene Anschlüsse, eigene Software, eigenes RAW haben mußte.
Das ist in fast jedem Elektrogerät so, wo alle andere Anschlüsse erfinden, die oft auch noch sinnlos und kaum durchdacht sind. Ich wünsche der Welt sehr, dass das hier endet!
Wir brauchen Zusammenhalt und durchdachte, wohlüberlegte Technik, die überall gleich funktioniert – müssen zurück zu Normen, um jeden Preis.
USB-, Anschluss-, HDMI-, wie Strom-Kabel und anderes müssen blind verwendbar sein und auf der ganzen Welt gleich.
Japan hat auch die Atomprobleme verleugnet und diese Regierung hat auch die VirenPandemie ignoriert und bis zu letzt auf die Olympiade und Wachstum gesetzt.
Tokio hat 37 Millionen Einwohner – es will sich keiner ausmahlen, wenn es dort so einschlägt wie in New York.

Das schwierigste im Leben ist vielleicht: Dauerhaft die Aufmerksamkeit positiv auf sich zu lenken.

Die Welt mit offenen Augen und Neugier sehen, mit allen Sinnen erfassen – nicht positiv, nicht negativ – das ist was ich tue und von Freunden erwarte.
Die Welt ist wunderbar, auch in Zeiten von Covid-19!

“Hey Brüderchen, weißt du noch wo Vorne ist?”
“Siehste den Typ da mit dem weißen Tele und der schwarzen Sony -Kamera? Da ist jetzt vorne Sony!”

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

4. Juni 2020
Endlich – Filmer & Fotografen werden wieder kreativ – BatteryMag

und entwerfen die benötigten Produkte selbst – testen sie selbst und vermarkten sie selbst:

Zum Schutz der Akkus – für Canon, Panasonic, Pentax, Sony, Nikon, Fujifilm

Schauen Sie sich einmal das kurze Video an, simples Produkt, aber absolut logisch und fair:

https://batterymag.co

Die Versandkosten aus USA sind hoch und wenn wir jetzt alle einzeln bestellen, ist das wieder ein Umweltwahnsinn.
Meine Idee, wenn Interesse besteht, bestellen wir das zusammen – dann kostet jedes Akku-Sicherheits-Magazin BatteryMag bei mir mit Versand 13€ (wenn wir maximal 14 Mags erreichen, danach wird es teurer)

Also wer davon so überzeugt ist, wie ich und seine teuren Akkus schützen und schnell leere und volle Akkus unterscheiden, will – bitte kurze Mail an mich und wenn einige zusätzlich zu meinem Bedarf zusammen kommen, mache ich eine Bestellung fertig

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

3. Juni 2020
Pfingsten bei den Haubentauchern 2020

Ein Vormittag am Pfingstmontag 2020 bei den Haubentauchern “Wildlife”
Warum kein einzelnes Foto pro Motiv, so wie es “alle” machen? Weil man damit keine Geschichte erzählen, zu wenig Verhalten zeigen und dem Motiv fast nie gerecht werden kann.
Es gibt immer einzelne Fotos die heraus stechen, doch war ich nie Wettbewerbsfotograf, mir war die Reportage immer wichtiger als das eine Bild.
Ich denke, es ist eine Fehlentwicklung alles in einem Bild ausdrücken zu müssen und selbst die ganzen Videofilmen sind keine gute Entwicklung, nur weil es heute möglich ist mit dem Hosentaschengerät jederzeit zu Filmen. Der Hang von “Experten” bald mit RAW in 8K zu filmen und dann beliebig Ausschnitte oder Fotos daraus zu generieren wird eine gute Bildserie trotzdem kaum schlagen.

Papa kommt mit relativ großen Fischlein und dann bekommt das vorwitzigste Junge den Fisch 2x angeboten, wenn es dann nicht schafft das Frühstück runter zu schlucken, kommt das nächst größere Junge an die Reihe und das wirft den Fisch geschickt nach hinten und schafft es tatsächlich in mühsam in den kleinen Magen zu pressen.

Mein Highlight: Fliegen ist auf Mamas Rücken am schönsten…

Noch ein paar Vögel: Zaunkönig, Buchfinken, Schilfrohrsänger:

Zur Technik:

Sony Alpha 7RIV & Sony 6.3/200-600 mm G, teilweise mit 1.4x Sony Konverter, Einbeinstativ, JPEG, rund 4000 Aufnahmen, nach dem Aussortieren blieben 1800 Aufnahmen und davon die 60 Aussagekräftigsten. Alle Aufnahmen mit einem Akku und einer Speicherkarte.
Ich hatte einen Ausstieg am Zaunkönig mit Konverter, da war es der Sony zu wenig kontrastreich und zu dunkel.
Das Licht war häufig wenig günstig, man muß ganz früh da sein, aber dann ist noch Schatten und man bekommt keine schnellen Zeiten, sobald aber die Sonne über den wolkenlosen Himmel wandert – wird es sehr schwierig auch nur in die Nähe von Perfektion zu kommen.
Das gleiche gilt auch für die Ausrüstung – Perfektion ist ein Irrtum und kann es nicht geben und die Bedingungen sehr brauchbare Ergebnisse zu bekommen, sind sehr selten und flüchtig. Mit Sony habe ich heute den bestmöglichen Partner auf der Technik-Seite.
Womit ich nicht zufrieden war:
Ich verwendete mein Einbeinstativ von Tiltall mit 3 Füßen und den Cullmann Magnesia Kugelkopf MB6 .- dieser hat sich für mich als zu schwer, zu unhandlich, ungünstig zu bedienen, herausgestellt. Ich tausche ihn jetzt gegen den 200g leichteren Arca-Swiss P1, der den Schnellspanner gleich integriert hat. Es gibt weiterhin keinen leichten, kompakten, schnellen 2 Wege-Neiger der mich zufrieden stellt. Gimbal schon und gut, aber groß und schwer und am Einbein keine Freude. Die meisten Köpfe scheitern für mich daran, dass sie entweder seltsame Platten verwenden (Manfrotto, Gitzo und Co), die ich nicht will. Entweder klein und unauffällig, dann Novoflex Miniconnect oder eben robust und superstabil, dann Arca Swiss.Die Köpfe von Novoflex finde ich allesamt sehr ambitioniert im Preis, an allen stört mich etwas.Ich bin gespannt wie sich der P1 dagegen schlägt. Es gibt hunderte verschiedene Köpfe – vor allem inzwischen reichlich viele aus China – die sind meist brauchbar um Kameras zu verschwencken und für ab und zu. Für Superteile sind bis auf vielleicht Sirui die meisten untauglich und selbst von Sirui war ich zuletzt enttäuscht, Gewicht, Stabilität und Bedienung passen einfach nicht.
Wenn es so viele Möglichkeiten gibt, erschwert das den besten Kompromiss ganz erheblich. Wenn die Kamera mit Objektiv unter 4 Kilo, ein Stativ 1 Kilo wiegt – dann darf der Kopf für mich keinesfalls deutlich über 500g mit Adapter und Platte wiegen. Die Angaben wieviel sein Kopf tragen und handeln kann sind letztlich in der Praxis alle Quatsch, heute wiegen Spitzenkameras kaum mehr als 600g und die lichtstärksten Super-Tele nicht mehr über 3200g. Es muß für mich leicht bleiben, damit ich das Fotogerät blitzschnell nutzen und das Motiv einfangen kann!
Und noch eine kritische Sicht aus dem Blickwinkel des Naturfotografen:
Bis etwa 11 Uhr hält man es aus, dann ist die Sonne so hart und es sind solche Besuchermassen unterwegs, das jede Freude verfliegt.
“Vollidioten” auf Fahrrädern, mit Kinderwagen, quengelnden Kindern, die Rauchen, Angeln wollen sind dann alle frei gelassen und richten weit mehr schaden an – als sie je wieder gut machen könnten.
Vor allem Radfahrer – von Rauchern einmal ganz abgesehen – fallen mir immer wieder sehr nervend auf – Fahrräder haben in den letzten Refugien und Rückzugsorten für Tiere und Pflanzen grundsätzlich gar nichts zu suchen (genauso wenig andere elektrische Fortbewegungsmittel und alles auf Rollen). Heute kommt man mit dem Elektroantrieb am Fahrrad leider praktisch überall hin – das wird weit mehr Natur zerstören, als wir uns heute vorstellen können.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht