Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
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25. Juli 2026
USA 2024 Foto-Tagebuch

Liebe Leser, liebe Foto-Freunde,
Ich bin zurück, wenn auch noch aus der Zeit gefallen und etwas klimaanlagenkrank (der Unterschied Miami mit 33° zu 11° in Frankfurt und diesem harten Osterwetter hier, war dann doch zu krass).
Fast 4 Wochen durch: Nevada, Arizona, Utah, Californien, Florida

Hier die Karte des ersten Teils der Reise:

Nach einer vierwöchigen Reise mit den besten Kameras liegt jetzt vermutlich die Erwartung an “Klasse-Landschaftsfotos” an mich sehr hoch.
Das muß ich leider hier gleich entzaubern. Die habe ich nicht machen können.
DAS HAT VIELERLEI GRÜNDE.
Der erste gleich unumwunden vorweg, ich bin kein begnadeter Landschafts-Fotograf, war ich nie und werde ich nie.
 beeindrucken Landschaften sehr, aber ich brenne nicht dafür sie im spannendsten Licht unter größtmöglichen Strapazen festzuhalten. Und das muß man heute und vermutlich auch früher, wie ja am Beispiel A. Adams bekannt ist.
Ich brenne für Lebewesen und hauptsächlich für Säugetiere und die in einer tollen Landschaft gut abzulichten ist mein persönlicher Antrieb. Denn ihnen gehört zunächst einmal die Landschaft, Menschen treten da ja nur als oft zerstörerische Ordnungsgewalt auf.
Hinzu kommt, dass dort im Colorado-Plateau fast immer das gleiche Wetter mit sehr ähnliche Wolkenformationen vorliegen. Nicht ohne Grund sehen fast alle Fotos vom Grand Canyon, Bryce Canyon, Zion, Arches, Monument Valley, Canonlands meistens sehr gleich aus. Wenn da nicht gerade Sturm und besonderes Wetter vorliegen ist es fast unmöglich frische Bilder dieser jährlich millionenfach fotografierten Landschaften zu bekommen.
Selbst die Vermillion Cliffs und verstecktere Slot Canyons sind inzwischen gut bekannt und werden von fiten jungen “Entdeckern” ständig abgelichtet.
Deshalb erwartet da bitte von mir keine “Wunder”, dazu reichen eine Mittelformat und ein geschultes Auge nicht – da braucht es viel Zeit an jedem Ort, besondere Ortskenntnis, Fitness und extreme Wander- und Hitze-Begeisterung. Ich war froh wenn ich überhaupt irgendwo den Sonnenaufgang- oder Untergang mit bekam und meine Tiere entdeckt habe.

 

Ich habe wieder versucht einiges anders zu machen. Ich kannte ja die Gegend von einigen früheren Besuchen, außer dem Death Valley und Santa Rosa war mir alles von früheren Reisen bekannt. So habe ich meine Tochter gerne Hotels und Versorgung anhand der groben Strecke suchen lassen. Denn es war mit großen Schwierigkeiten verbunden an den meisten Stellen preislich noch bezahlbare und freie Unterkünfte zu finden. Trotz dem März, der keineswegs eine Hauptreisezeit ist, die beginnt erst im Mai und oft sind im Juni erst wieder die Passstrassen frei. Aber wir hatten nicht mit “Spring Break” gerechnet, also 2 wilde Wochen für junge Leute, vergleichbar unseren Vor-Osterferien. Und wir hatten nicht wirklich im Bewusstsein wie sehr Corona dieses Land und seine Infrastruktur beschädigt hat. Doch dazu später mehr.

Es war ein wilder, sehr anspruchsvoller und teilweise wirklich schwieriger Tripp und er wurde im Verlauf am Pazifik nicht wirklich leichter.

Doch an dieser Stelle erst einmal ein fotografischer Einwurf, ich hatte folgendes dabei:
Und das bitte immer vor dem Hintergrund, das ich es nicht mag nur mit einem System unterwegs und davon abhängig zu sein, dass ich eben nicht über alle wichtigen Objektive in vier Systemen verfügen kann. Ich habe mir meinen Traum erfüllt und bin das erste Mal seit 25 Jahren wieder mit Mittelformat gereist.
 Fujifilm GFX 100SII mit 4.0/20-35 mm, 4.0/45-100 mm, 3.5/50 mm, 2.0/110 mm, 4.0/250 mm
 Canon EOS R5 mit 4.0/14-36 mm, 7.1/100-500 mm, 1.8/35 mm
 Olympus/OMDS OM-1 mit 4.0/8-25 mm, 2.8/12-40 mm, 2.8/40-150 mm, 4.5/150-400 mm, TC 1.4x
 Fujifilm X100VI

Am Ende habe ich die X100VI kaum benutzen können und auch für Fuji 3.5/50 mm, 2.0/110 mm blieb keine Zeit sie einzusetzen – Motive hätte es schon gegeben.
Wenig verwendet wurde die Canon mit dem 14-35 mm und das 1.8/35 mm hatte ich für schöne Sonnensterne geplant, dazu kam ich gar nicht.
Beim MFT System hätte ich 8-25 mm und 12-40 mm zu Hause lassen können.
Man weiss das vorher nicht. Ich bin diesmal nicht in einen Slot Canon gekommen, was ich sofort sehr bereut habe, aber Wetter und Zeitaufwand machten das sehr schwierig.
Außer bei plötzlichen Tierbegegnungen habe ich kaum Muse gehabt, weil einfach aufgrund von Zimmersuche, Preisvergleichen, langen Fahrstrecken, kaum gutes Essen vor Ort (alles schloß zum Sonnenuntergang) war meine Fotografie diesmal noch mehr vom Zufall abhängig.
Ich hätte sehen wollen mit wie wenig Strecke und Fotos, Menschen die alles wie besessen vorher planen, zurück gekommen wären…
Ich habe einfach intuitiv alles, was ging, aufgezogen und versucht immer schöne Fotos in die Kiste zu bekommen.
Alles andere hätte mich wirklich gestresst, oder ich hätte den 4-6 fachen Zeitaufwand vor Ort gebraucht.
Und letztlich habe ich sehr viel Glück gehabt, viel versäumt und vielleicht noch mehr entdeckt.

 

19. Mai 2020
Aller Anfang… Vogel-Flug

Aller Anfang ist schwer, oder allem Anfang wohnt ein Zauber inne…

Ich versuche es ja alle Jahre wieder, wenn ich Vögel bei der Nahrungssuche, beim Nestbau, bei der Jungenfütterung sehe, sie auch abzulichten. Es sind nicht meine Lieblingsmotive, klein, pfeilschnell, superscheu. 2020 habe ich ein Nest gleich in einem Spalt über meinem Balkon, also wenn keine Hörnchen in Sicht sind, beobachte ich die Blaumaisen bei ihr unermüdlichen Fütterung.
Ich habe keine Lichtschranke und bisher auch wenig Lust mich damit auseinander zu setzen. Aber konventionell fotografieren ist da schon sehr schwierig. Letztes Jahr habe ich es mit Super-Tele an einer Ampel versucht, die Schärfe vorher festgelegt, so das ich sie seitlich im Anflug bekam. Hier geht das nicht, die Öffnung zum Nest ist in einer Ecke und ich habe nur ein Fenster aus dem ich zuschauen kann.
Selbst mit Alpha 9 bei 20 Bilder pro Sekunde und 1/8000 Sekunde sind kaum mehr als 3-4 Fotos beim Abflug möglich. Die Maisen haben einen solchen Affenzahn drauf, mit langsamer Technik chancenlos.
Und auch hier bleibt die Frage, welche Einstellung beim Objektiv, bei der Kamera?
20 B/Sekunde oder auch nur 10 B/sek alleine bringen gar nichts.
Eine großen Blendenöffnung erfasst nur einen Zentimeter, der auch scharf wird.
Eine kleine Blendenöffnung führt zu langen Zeiten und hohem Bildrauschen.
Eine lange Brennweite führt zu verpassten Motiven.
Eine kurze Brennweite zu starken Ausschnitten und damit zu deutlichen Qualitätsverlusten.
Alles jenseits 6400-12.800 ISO wird auch mit dem besten Sensor kritisch, auch bei Sonnenschein.
Ein kleinerer Sensor hat einen mächtigen Vorteil mit lichtstarkem Objektiv und schneller Kamera – mehr Schärfentiefe!
Sie brauchen eine Mischung aus allem.

135 mm bis 200 mm sind ideal, also stehen f:1.8 bis f:2.8 zur Verfügung. Nur nützt das allenfalls für ein scharfes Foto und auch das ist große Glückssache. Denn die Schärfentiefe ist eindeutig viel zu gering. Abgeblendet auf f:5.6 und f:8.0 gelingen mehr scharfe Fotos – je nach dem wie der Vogel fliegt – aber dann lande ich bei 12.800 und 20.000 ISO und dann sehen Ausschnitte auch bei gutem Licht weniger beeindruckend aus, denn die Details werden vom Bildrauschen aufgefressen. Hier sind wir wieder am Limit.
Nur wenn die Flugbahn immer gleich wäre – was sie nie ist – oder eben nur ein Foto und keine Serie.
Der schnellste verfügbare AF schafft es nicht dem Vogel in dem Bildausschnitt zu folgen, ich habe alle AF-Modi durchprobiert, großflächiges Tracking ist spannend, aber das Problem beginnt schon den Vogel beim Austritt aus der Maueröffnung zu “treffen” – zu speichern – die Sekunde, die man dabei verliert zerstört einem die Chance mehrere scharfe Fotos zu bekommen. Tracking funktioniert also eigentlich nur bei der Arbeit über den Monitor vom stabilen Stativ und dann auch nur, wenn sich das Motiv zunächst langsam bewegt oder noch besser verharrt und dann eine weite Bahn im Bildausschnitt nehmen kann. Bisher war ich deshalb nie ein Freund dieser AF-Methode, sie eignet sich eher für Videofilmer und langsame Bewegungen bei Weitwinkelobjektiven.
Zurück zu meinen Blaumaisen, die Flugbahn liegt Südwest, also ist Abends am meisten Licht, wenn auch sehr gelblich. Die Stunde von 19-20 Uhr eignet sich am besten um mit weniger Empfindlichkeit arbeiten zu müssen, idealerweise müßte ich sie auf 800 bis maximal 1600 ISO drücken, nur bei 1/8000 Sekunde und Blende f:8 grenzt das an Hexerei.
Faszinierend finde ich die Anflugtechnik, die Maisen sitzen 1-2 Meter höher auf einem Gitter, sondieren die Lage, den Wind und was ich da so treibe, schwätzen mit ihren Jungen, ein grünes Würmchen im Schnabel und lassen sich dann einfach fallen… keine Flügelbewegung bis kurz vor der richtigen Höhe – das geht rasend schnell.

Hier trotzdem einmal meine ersten Geh – bzw. Flugversuche:
Ich will hier deutlich zeigen, wie schwierig die ersten Versuche mit einem neuen, schnellen Motiv sind und Maisen sind klein und blitzschnell, wer meine Aufnahmen (abgesehen, bitte vom Hintergrund) schwach findet, mag sich bitte einmal ohne Lichtschranke selbst daran versuchen – ohne Abfütterung, Planung und sonstiger Manipulationen – einfach mal echtes, unverfälschtes Tierleben fest halten…

Im Sturzflug zum Nest mit grünem Würmchen aus dem Ahornbaum:


Start aus dem Nest:



Der Hintergrund ist leider superungünstig, zeigt aber wo sich Vögel überall sicher fühlen und wie sie dicht bei uns leben um  überleben  zu können.

 

Und noch eine Abschieds-Pirouette – am Abend bevor ihre Jungen ausfliegen – mit Sony RX10IV (daraus resultierend stärkeres Rauschen)
Ich hoffe wir sehen uns kommendes Jahr wieder – hoffe ich habe nicht zu sehr gestört und die Belohnung – reichlich Sonnenblumenkerne – waren ein willkommener Ausgleich…

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

15. Mai 2020
Neue Pentax Halbformat plus neue Objektive in Aussicht

Ricoh will weiterhin Kameras mit dem legendären Markennamen PENTAX verkaufen

Nach dem 1.4/50 mm DFA* wird ein 1.4/85 mm DFA* SDM AW erscheinen
Die neue, noch namenlose Halbformatkamera soll also zum Weihnachtsgeschäft 2020 an den Handel ausgeliefert werden, ich vermute einen Preis um 1500€.
Angekündigt wird auch ein 21 mm DFA Limited WW-Schnappschuss-Objektiv für besondere Pentax Fans und Sammler, ich erwarte eine Lichtstärke umd f:2.8-3.5.
Ein neues, verbessertes 2.8/16-50 mm HD DA* wird das lichtstarke Standard-Zoom für die Halbformat-Kameras. Eine komplette Neukonstruktion wurde erforderlich um einen lautlosen Stepper-AF-Motor zu integrieren, der schnell arbeitet.

Als Pentax Fan der frühen 80er Jahre, ist es wunderbar dieses kraftvolle Lebenszeichen von Ricoh, selbst während so schwerer Zeiten zu sehen. Ich hoffe sehr sie haben genug Fans in Japan, Asien und einige in Europa um die Kamera und Objektive erfolgreich zu vermarkten. Nur mich spricht das aus mehreren Gründen leider kaum an.

Das ich mit dem Pentax-Namen keine superschnelle Hochleistungskamera mit neuester Sensor-Technik, ohne Spiegelreflex-Sucher & Mechanik erwarten kann, weiß ich. Pentax war der Wegbereiter der DSLR-Technik und hat 2012,  früh seine Visionen einer spiegelfreien Kamera mit der K-01 und Q präsentiert. Beides ist am Markt gescheitert.
Nur das Pentax so langsam an den Objektiven und dem Autofokus arbeitet ist total frustrierend. Im Schneckentempo gleiten sie alleine hinter allen anderen her, selbst Leica ist dank Panasonic-Technik weit vor Pentax unterwegs.

Um jetzt aufzufallen, hätten sie die besten Eigenschaften der LX neu beleben müssen: Wechselsucher, abnehmbarer Griff und an vier Punkten zu befestigender Gurt. Klein, stabil und wetterfest werden ja vermutlich weiterhin realisiert. Der Sensor und Prozessor werden entscheidend, seine Auflösung sollte jenseits 30 MP liegen und noch stärker Bildrauschen unterdrücken. Das der Sucher vergrößert wurde und dann ein ähnlich großes, helles Bild wie die K1 zeigen kann ist gut, jedoch nur die halbe Miete, er endet immer noch zu dicht am Kameragehäuse und ich vermute es wird für alle Brillenträger schwer das komplette Bild zu überblicken.
Einen starren Monitor muß man ja heute fast schon wieder als Retro-Style bezeichnen – meine Meinung dazu ist ja seit langem klar – ich kaufe keine neuen Kameras mehr mit unbeweglichem Monitor – damit ist sie für mich sofort aus dem Rennen.
Ich bin gespannt welche Sensor/Prozessor-Einheit sie bei Sony kaufen. Und ob sich Sony auch einmal endlich zu einer schnellen Halbformat-Kamera mit mittigem Sucher durchringt.

Wenn ein Kamerasystem, wie ja jetzt auch Pentax, eine hochauflösende Vollformatkamera anbietet, ist allenfalls aus preispolititischen Gründen noch eine Halbformat-Kamera notwendig.

Genauso gut hätten sie eine K1HR mit 42 oder 60 MP vorstellen können und damit sicher viel mehr Aufsehen erregt. Aber dann bewegt man sich in 3000-4000€ Preisregionen und hiermit will man deutlich unter 2000€ anbieten. Trotzdem beliben Fujifilm, Nikon, Canon und Sony hier sehr starke Mitbewerber und ich vermute Pentax wird eben nicht mit dem Niveau einer Nikon D500 mithalten können.

Also spannend zu lesen und schön das sich mal einer im Covid-19 Stillstand aus der Deckung wagt, aber Kameras ohne Namen, ohne Preis und mit alter, bewährter Technik bringen uns auch nicht wirklich weiter.

 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

12. Mai 2020
Sony Leserbrief – sind 62 MP ein Problem?

Leserbrief:

Hallo Harry,

danke für Deine Nachfrage bezüglich meiner “Sony-Ergebnisse”.

1) die kleine RX10 ist ein echtes Wunderwerk. Ich finde, man ist mit dem kleinen leichten Ding unheimlich schnell, der AF trifft super und die Ergebnisse können sich mehr als sehen lassen. Das Sucherbild ist Mist, aber wenn man mal einiges damit fotografiert hat, weiß man, dass das Ergebnis auf der Speicherkarte der Lichtstimmung recht nahe kommt. Auch wenn man es beim Blick in den Sucher kaum glauben kann. Schade, dass man mit dem kleinen Sensor und dem “lichtschwachen” Objektiv wenig mit selektiver Tiefenschärfe machen kann, aber irgendwas müssen die größeren, teureren Gehäuse und Optiken ja auch noch besser können …..

2) die 7R4 und das 200-600 machen mir dagegen immer noch immer wieder unerklärliche Probleme. Fliegende Rotmilane, die ja beim segeln wirklich nicht so rasend schnell sind, bekomme ich mit 1/1000 so gut wie nie scharf. Mit meinen Pentax-Teles war die Hälfte von 1/Brennweite nie ein Problem – im Gegenteil, die meisten Leute waren immer überrascht wie ruhig ich die Teles frei Hand halten kann. Wenn ich die Sony-Kombi auf ein Stativ setze, sind jedoch Zeiten bis 1/15 oder langsamer bei stehenden Objekten jedoch kein problem – alles superscharf. Also doch eher ein Problem der bewegten Objekte oder meines Unvermögens. Ich bekomme jedoch, das ist klar, erheblich mehr scharfe Fotos als mit meinen Pentax, ich mache aber auch viel viel mehr durch die schnelle Auslösefrequenz.

Als ich mich für Sony entschied, hatte ich jedoch den Gedanken, dass der AF nicht nur viel schneller, sondern eben auch treffsicherer ist – also ich sage mal – 7 oder 8 von 10 Bildern in Reihe geschossen auch scharf sind. Das ist bei weitem nicht so. es sind vielleicht 5 scharf und 2-3 richtig super scharf. Bei der kleinen DSC sind viel mehr scharf …..

Ist das vielleicht ein Problem des dicht gepackten Sensors? Mich würde dazu Deine Einschätzung sehr interessieren – ich schicke Dir auch gerne noch mal eine Bilderserie, wenn Dir das helfen würde.

Was würdest Du denn für Objektive empfehlen – ich möchte mich ja noch im Laufe des Jahres entscheiden, ob ich weiterhin mit Pentax die “normalen” Bilder mache und mit Sony nur die Telefotos – oder ob ich ganz zu Sony wechsle. Ich denke an ein 12-24 oder so, 24-80, 90er Macro und 135 oder ein 85er und ein 150er Macro.
Sind die Sonys immer besser als Sigma oder Tamron? Sind die Zeiss immer besser als die Sony?

Danke für Deine Hilfen.

 

 

Spannender Gedanke, auf den ich gerne noch einmal intensiver für alle eingehen möchte:

Du kommst vom soliden, kleinen Fischtrawler (Pentax) und hast dann plötzlich in der obersten Luxus-Transport-Schiffs-Klasse angeheuert, allenfalls das Speedboot (9II) kann dich jetzt noch ausbremsen. Hättest du den Umweg über Alpha 7III oder sogar 7RIII genommen, wie es die allermeisten jetzt noch tun – wären dir diese „Verluste“ sicher kaum aufgefallen oder es hätte sie gar nicht erst gegeben. Ich hatte 1 Jahr die 7RIII (weil bei 7III für mich das Sucherbild ähnlich dem in der RX10IV eine Zumutung ist) und die 42 MP boten eigentlich „alles“ und der AF und die Bildstabilisierung waren von „den besten Systemen“ der Welt kommend Canon/Nikon, einfach nur als fabelhaft zu bezeichnen. Gegen die 7RIII spricht nur die Form der Kamera. Dann wurde ich überraschend im Herbst zu Sony eingeladen und man tauschte mir die 7RIII gegen eine 7RIV und wollte ernsthaft wissen, was ich dachte – das hatte es bei C/N seit 20 Jahren nicht mehr gegeben – ehrliches Interesse an der erfahrenen Profi-Meinung und das obwohl „Nikon-Leute“ vor mir standen, die jetzt Sony SPS leiten. Man muß wissen, das diese Menschen selbstverständlich nie wirklich etwas gegen „ihre Firma“ sagen werden und auch vieles filtern, bevor sie es weiter leiten – das ist einfach so, wenn man von jemandem für seine Tätigkeit gut bezahlt wird. Das ist überall so und war nie anders. Was ich vielleicht Verlogenheit nenne, bemänteln andere mit dem Begriff „Loyalität“ (aber letztlich finde ich es dumm, wenn man etwas wieder besseren Wissens verteidigt und sogar lobt und man sich nicht kritisch mit allem, auch im Arbeitsleben, auseinandersetzt – aber mit dieser Meinung bin ich relativ einsam).

Ein Vorteil für Sony ist jetzt in jedem Fall, das diese Menschen genau wissen wie es bei N oder C läuft und Sony nur profitieren kann.
Die 7RIV wollte ich auf keinem Fall wieder aus der Hand geben, sie war wesentlich besser in Form und in Technik als Generation drei. Doch bei Auswerten der Fotos und vor allem mit Erhalt des 200-600 mm Zoom fiel deutlich auf, das der IS schwächelte – für mich nicht so ein Problem, da ich meist jenseits 1/500 Sek mit diesem langen Brennweiten fotografiere. Aber, die 61 MP fordern ihren Tribut – beim IS und auch bei der Menge der scharfen Serienfotos.

Ich erinnere mich gut, als in den 80ern die tollen Zett Royal AF, (Rollei, Kindermann und Braun) Dia-Projektoren für uns alle sehr wichtig waren – wir aus fertigen Diapositiven das beste heraus holen wollten – so wie heute die Experten aus JPEG – das Foto mußte gleich sitzen. Aber dann kam Leica mit seinen modernen Projektionsobjektiven (Leica Colorplan Pro 2.5/90 mm), die waren rund 1/3 Blende lichtstärker kosteten um 200DM, ganz im Gegensatz zu den „billigen“ mitgelieferten Projektionsobjektiven. Die mußte man einfach haben und sie waren erheblich schärfer und zeigten mehr Auflösung und Details in den Schatten der Projektion – fraglos – doch, sehr schnell wurde uns klar, das wir plötzlich überwiegend unscharfen Mist fotografiert hatten. Das alle Dias hinter Glas mußten und dann das Glas die Leistung reduzierte, das aber kein Dia mehr kloppen durfte. Die Dias hielten dem Leica nicht stand, genau genommen konnte man ab dann 60-70% der Fotos aussortieren. Das war nicht die Lösung und der 1985 von Minolta eingeführte „Schnecken-AF“ zunächst auch nicht, erst als EOS-USM kam, trauten wir uns die Leica-Projektions-Gläser wieder einzusetzen – dann passte es wieder häufiger.
Ähnlich erging es uns mit der EMO Macromax Betrachtungslupe für Dias, die bis heute eine unvergleichliche Schärfe liefert. Und auch die Einführung des Fuji Velvia führte dazu, das wir fotografisch komplett umlernen mußten – zumindest alle, die sich nicht schon immer für Kodachrome 25 und 64 begeistert hatten – endlich kam vibrierende Farbe und steiler Kontrast ins Spiel. Und sogar das Rodenstock Apo-Rodagon N wurde schnell Pflicht unter dem Durst-Vergrößerer.

Sony’s 61 MP sind schon sehr viel Auflösung, wie sie sonst noch kein anderer Anbieter für Fotografen wagt, noch keine Verdopplung der 24 MP, aber mehr als doppelt so viel Auflösung wie 12 MP – also die Anforderungen steigen hier an den Fotografen und die Technik enorm.
Ich hatte das Problem vorher schon mit der EOS 5DSR, deren 51 MP auch viele Objektive und Fotografen überreizen. Deine Schwierigkeiten fallen bei mir nicht so sehr auf, weil ich immer am Limit mit Bewegung und längsten Brennweiten fotografiere. Das dabei schnell 500-1000 Fotos bei mir im Mac auszusortieren sind, ist für mich Routine, das ich davon 50-70% löschen muss, auch – doppelte, oder das erste ist meist unscharf oder der AF springt eben etwas im Motiv.
Denn ich verwende ja meist das dynamische AF-Feld in der Bildmitte, was aus 9 winzigen AF-Punkten besteht, wenn sich meine Hörnchen oder Vögel bewegen, dann springen die Messfelder, suchen das Gesicht, das Auge – da kann nicht jedes Bild und manchmal nicht einmal 60% scharf sein – bis der Prozessor und die Motiverkennung dahinter – noch besser und schneller arbeiten. Das werden wir sicher bald erleben.
Also nicht verzweifeln – die Software hält derzeit nicht ganz Schritt – das wäre zumindest meine Einschätzung.
Man möchte sich jetzt wirklich unbedingt eine Sony 7IV mit dem 42 MP Sensor wünschen (also eine 7RIII im neuen IV-Gehäuse!). Und auch die 9er verzeiht sehr viel mehr – aber man wagt damit kaum noch so tolle Aus-schnitte!
Die RX10 verzeiht trotz 20 MP auf 1/8 der Sensorgröße – also viel extremeren Dichte der Pixel (vergleichbar 160 MP im Vollformat) – durch die erheblich gesteigerte Schärfentiefe viel mehr beim Autofokus!

Beispiel der Unschärfe von mir – bei 10B/Sekunde also im Bruchteil einer Sekunde hinter einander abgelichtet – heute morgen:

DAMIT müssen wir noch leben, auch bei Sony! Bei Canon, Nikon, Pentax und Co würde ich ungleich weniger scharfe Aufnahmen bekommen.

Zu deinen anderen Fragen – Objektive:
Ich mag Zeiss nicht, sie sind mir zu scharf und dafür weniger brillant und das war für mich lange ein Grund kein Sony zu kaufen, in den RX-Kameras muß ich die Abstimmung akzeptieren, aber für Vollformat versuche ich sie bisher erfolgreich zu umgehen. Ich weiß das 2.8/16-35 mm ist das beste am Markt, aber gefallen muß es mir deshalb trotzdem nicht, zumal ich heute ein 14-24 mm oder gar ein 12-24 mm bevorzugen würde.

Tamron schwächelt bisher deutlich beim Gehäuse, wenn es wenig verwendet wird, kein Problem. Bei häufiger Nutzung, lieber die fetten Sigma ART Konstruktionen oder noch besser die eleganten, stabilen Sony G und GM Konstruktionen. Außerdem sind AF und VC bisher selten ebenbürtig und oft deutlich langsamer.
Sigma beginnt ja gerade erst mit einer ART E-Produktion in leichterer Bauweise – ich hoffe das werden gute Alternativen. Die „alten“ schweren ART Objektive für DSLR würde ich heute an keiner Sony E mehr nutzen wollen und auch nicht empfehlen – Schärfe ist nicht alles.
Keiner weiß wie sie das so plötzlich machen, aber Sony ist derzeit Weltspitze im Objektivbrau für Vollformat. Daran ändern bisher auch Nikon Z, Panasonic L und Canon RF nicht wirklich viel.

Wenn man die große Blende nicht oft braucht, ist das 4.0/12-24 mm Sony superspannend, wenn auch dick und groß – abgeblendet ab f:5.6 kann es mit den besten Zooms mithalten.
Das 2.8/90 mm kann man nur lieben und Tamron und Sigma lassen uns da nur warten.
Das 4.0/24-105 mm Sony ist einsame Spitze (für ein Zoom im Vergleich!) und jeden Cent wert.
Das 1.8/135 mm GM ist das schärfste Teleobjektiv des Weltmarktes und das 1.4/85 mm GM nur kurz dahinter.
Auf ein 2.8/150 mm Macro warten wir alle noch!
Nur Fuji kann bisher sein 80 mm mit beiden Konvertern nutzen – das fehlt bei Sony.

Mach einen Schritt nach dem anderen, vielleicht erst das Macro, dann wenn du mal wieder reisen darfst, das 24-105 mm und eventuell 12-24 mm und bei Langeweile dann das 85 mm oder 135 mm und das 100 mm STM nicht aus den Augen verlieren.

Gesunde Grüße

Harry

“Gut das Harry kein RAW nutzt – sonst hätte der mir jetzt noch 1000 Haare mehr aus dem Schweif gekitzelt…”

au backe, jetzt hat er es doch getan… an meinen Schatten rumgespielt…

“is heut schon wieder Badetuch? Oder saufen wir nur einen?”

“Mir wird’s jetzt zu dumm hier – ich bin voll!”

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht