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Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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21. April 2026
Wald-Käuze 2024 – ROCHADE

Wir leben in der Versicherungs und Sicherheits-Blase – das sind alles nur Hirngespinste.
Wenn einer mit Macht und dicker Keule kommt, müssen wir uns bis auf’s Blut verteidigen.
In Wahrheit ist das Leben, unser aller Leben, in jeder Sekunde ein Überlebenskampf, ein Kampf um Stärke, einfaches Futter und Unversehrtheit!
Bei den Tieren ist das für geduldige Menschen auch jederzeit zu beobachten.
Weil ich den zappeligen Autofokus der Z9 leid war, habe ich sie auf manuelles Fokussieren eingestellt und zusätzlich die Farbe zurück genommen und nur das 6.3/800 mm verwendet. Allerdings lies das schwach Licht es nicht zu, wirklich kurze Zeiten zu wählen, meist mußte ich bei 1/500 oder maximal 1/1000 bleiben und RAW zusätzlich nutzen, um bei 20 BpS noch um 10.000 ISO zu bleiben.
Ich war früh um 5.30 Uhr bei den Wald-Käuzen und ihrem Nachwuchs, als sich folgendes entwickelte:

 

 

Ich habe mich an eins der schwierigsten Motive gewagt – Eulenvögel.
Nicht das sie meinen ich habe mich im Nordseestrand vergraben – ich habe ausgerechnet wieder ein neues Vogelprojekt begonnen, dem ich täglich bis zu 7 Stunden witme.
Nach Buntspecht, Grünspecht, Meise, Star, Bienenfresser, Rotkelchen, Haubentauchern, Eisvogel, Zaunkönig, Kleiber, Zwergtauchern, Austernfischer, Küstenseeschwalbe, Wasseramsel habe ich jetzt den Steinkauz im Visier.
Ausgerechnet ich, der mit Vögeln nie viel zu tun hatte und wie ein Pölking, Morris oder auch nur so gut wie die anderen Spitzen-Vogelfotografen, werde ich sicher nicht. Dafür weiß ich zu wenig, habe in der Jugend zu wenig über Vögel, Gesang, Reviere und Verhalten gelernt. Ich war immer Katzen- und jetzt auch Eichhörnchen-Mensch, das bleiben auch meine Lebens-Motive.
Aber ein Eulen-Vogel war immer ein Wunschprojekt.

Es ist vergleichsweise fotografisch gut zu aufzulösen, wenn wir bei wenig Licht fotografieren muss, immerhin stehen uns heute Teleobjektive mit f:1.2 und f:1.8 und dann noch f:2.8 und f:4.0 Lichtstärke und Empfindlichkeiten bis 6400 ISO plus Entrauschungssoftware zur Verfügung.
Und es ist auch nicht mehr so schwierig sehr lange Brennweiten für größere Distanzen zum Motiv zu verwenden, für gutes Licht gibt es 800 mm sogar schon unter 1000€. Nur jenseits 800 mm wird die Luft sehr dünn, dann helfen nur noch Konverter, Sensoren oder Spektive.
Jedoch die Kombination aus wenig Licht bei Entfernungen von 50-200m stellen eine weiterhin kaum überwindbare Hürde mit ständigen Kompromissen dar. Bewegungen sind fast gar nicht scharf einzufangen – außer mit Blitz oder Kunstlicht.

Extrem-Telefotografie
Wer noch denkt, 500-600 mm seien schon viel Brennweite und wer sich traut dann den Ausschnitt auf vergleichbar 900 mm zu nutzen, wähnt sich sicher am Ende der Telebrennweiten.
Doch trotz aller technischen Verbesserungen und hochauflösender Sensoren ist das Mitnichten das Ende der erhofften Reichweite.Auch 1200 mm, 1700 mm und sogar 2000 mm können bei kleinen Tieren mit hoher Fluchtdistanz durchaus wichtig werden – Ich sage nur Steinkauz!
Nur leider sind die Steigerungen der Vergrößerung und die sichtbaren Details keineswegs unbegrenzt steuerbar – zumindest nicht ohne Weltraum-Satelliten-Technik. Schon bei 600 mm kann kalte aufsteigende Luft, Fotos schnell unbrauchbar machen. Und auch die Unterschiede zwischen 1000 mm und 2000 mm sind vergleichsweise gering, viel geringer als die Zahlen vermuten lassen. Größtes Problem ist heute nicht mehr nur die ruhige Haltung der Kamera (da helfen IS, VR & IBIS sehr viel)sondern die vorhandene Lichtstärke, die noch kurze Belichtungszeiten und mittlere ISO-Push-Empfindlichkeiten zulässt. Ohne viel Licht gelingt meistens kein Telefoto. Nicht ganz umsonst werden die Objektive von Canon mit Anfangsöffnungen f:7.1, f:8 und f:11 so kritisch diskutiert und so oft als untauglich befunden. Das kommt aber zumeist von Fotomenschen, für die immer noch 800 ISO das Limit darstellt.
Trotzdem, für mein Projekt war die Canon R7 mit Canon 11/800 mm und erst recht mit 14x Konverter bei f:16 allenfalls an sehr klaren Tagen nach dem regen und sehr viel Licht brauchbar.
Denn bei der Kombination begegnen uns alle Hürden auf einmal. Die R7 rauscht wegen der 32 MP auf kleiner Fläche schon jenseits 1600 ISO stärker, f:11 lässt sehr wenig Licht durch und der RollingShutter der R7 kann durch Bewegungen des Objektivs oder Motivs schnell die Fotos verzerren.
Die anderen Eulenfreunde mussten mit 5.6/200-500 mm und 6.3/150-600 mm oft früher aufgeben, weil die Distanz von 60m bis 200m einfach zu groß war.
Ein 5.6/800 mm schien neben einem 4.0/600 mm plus TC die einzige Möglichkeit.

Ich hatte dann schnell die OM-1 zur Hand, denn bis zu 1600 mm bei f:4.5 sind konkurrenzlos. Aber nach ersten guten Fotos war ich trotzdem extrem limitiert durch fehlendes Licht, Abends nach 21.45 Uhr – da half dann auch irgendwann f:4.5 am kleinen MFT-Sensor nicht mehr und 800 mm sind noch deutlich zu wenig Brennweite um die scheuen und sehr kleinen Vögel nicht zu stören.
Weit entfernte Motive nah heran holen, klappt bestens, aber 16-20 cm kleine Vögel in mehr als 30-60 m Entfernung groß darzustellen und detailliert zu zeigen, ist etwas ganz anderes.
Deshalb wechselte ich notgedrungen auf Nikon Z9 mit 6.3/800 mm und 1.4x TC, Gleichzeitig eine gute Möglichkeit die Version 4.0 für die Z9 unter echten Wildlife-Bedingungen am Limit zu betreiben.
Eins wird sofort klar, ich weiß nicht, was die vielen anderen uns als Wildlife mit den tollen Nikon-Kameras verkaufen wollen, wo dann in Bildserien meist jedes Bild perfekt scharf auf dem Auge gespeichert wird – ich weiß nur, auch mit Version 4.0 habe ich weit mehr als 60% Ausschuss – wo der Fokus nicht sitzt. An schnelle Bildfolgen ist dabei gar nicht zu denken! Ganz oft wird ein Kauz gar nicht gefunden und erkannt, erst wenn ich auf Halbformat umschalte gelingt es etwas besser. Allerdings kein Vergleich zu OM-1 und erst recht nicht zu R7, R5 und 7RV, A1!
Wenn man an Menschen gewöhnte Vögel auf festgelegten Strecken abknipst, mag da mehr gehen – aber meine Steinkäuze geben einen Vogelschiss auf Internet, Nikon und Menschenvertrauen.
Mit allen 6.3/600 mm oder gar 7.1/500 mm Zoom-Objektiven braucht man da gar nicht anzutreten.
Somit bleiben für die Aufgabe aus meiner Sicht aktuell nur:
Sony A1 mit 4.0/600 mm +TC
Canon R5 mit 4.0/600 mm TC oder 5.6/800 mm – das 11/800 mm scheitert hier
Und das ist alles in der höchsten Preisschiene, da ist man mehr als 15-20.000 € los.
Deshalb kann hier nur die OM-1 mit 4.5/150-400 mm und die Nikon Z9 mit 6.3/800 mm in Frage kommen.
Die OM-1 zeigt Probleme bei 2x Digitalvergrößerung, wenn sich Motive schnell oder unregelmässig bewegen und wenn man jenseits 3200 ISO arbeitet – dann werden gute Fotos mehr zum Zufall. Und das Licht muß optimal sein.
Die Z9 zeigt immer wieder einmal seltsames AF-Verhalten, kann nicht folgen, bleibt nicht auf dem Motiv, findet die Augen nicht etc.
Wenn ich – wie sicher viele es tun – nur Vollformat nutze – dann versagt die Motiverkennung aus so grosser Distanz auf so kleine Motive häufig. Trotz der prägnanten Eulenaugen. Erst wenn ich in Halbformat wechsle und auch 1.4 x TC einsetze und das Motiv größer wird, ist der AF besser brauchbar – wenn auch weit entfernt von der “Werbe-Perfektion”.

Jeder Steinkauz kann seinen Kopf um bis zu 360° drehen – vor allem aber, er kann das schneller als eine Kamera es bisher festhalten kann – im kleinsten Bruchteil einer Sekunde wechselt der Blick von hinten nach vorne bei 180° Drehung des Kopfes.

Die Fotografie der 6 Steinkäuze unter schwierigsten Bedingungen… haben mein Wissen vertieft.
Ich weiß jetzt wieder, das alle optischen Objektivtests praktisch oft wertlos sind. Entscheidend ist nur das Licht.
Und heute auch der Sensor – mehr noch als das eigentliche Glas.
Das viel gescholtene Canon RF 11/800 mm kann ein ganz erbärmliches Objektiv sein, vor allem in hellem Sonnenlicht an der R7. Aber in anderer Lichtsituation eben auch ein sehr gutes, das den Vergleich mit 20 mal teureren Objektiven optisch kaum zu scheuen braucht.

Die OMDS OM-1 mit 4.5/150-400 mm überzeugt manchmal einfach nicht, schon gar nicht mit äußerster Brennweite und Bildausschnitt. Es hängt davon ab wie das Licht ist, der Bildstabilisator arbeitet und wie das Motiv oder ich selbst mich bewege/verwackle – dann kann es auch mal Mist abliefern. Aber meistens ist es fantastisch.

Die vielverbreitete Aussage, das Vollformatkameras immer bessere Qualität abliefert stimmt so einfach nicht. Es kann so sein, muß aber nicht – ich habe genug Beispiele mit OM-1, R7, Fuji X-H1 wo es nicht so ist und sehe fast jeden Tag Fotos mit der Nikon D500, die Vollformat sogar überlegen sind.

Ich habe inzwischen auch kein wirkliches Verständnis mehr für Menschen, die Tele-Fotografie und bewegte Motive mit Einzelbildmodus oder auch nur mit 5 B/Sec betreiben. Sie verpassen so viele atemberaubende Momente…

 

Erst wenn wir Menschen drastisch reduziert sind, wird es wieder mehr Tiere geben – das ist meine Erkenntnis.
Wo sollen die Tiere denn hin? Wenn wir alles betonieren oder fällen oder vergiften? Sicher gibt es jetzt spannende Begegnungen direkt in den Städten oder um unsere Häuser – aber dort wo die gebaut sind haben vorher viele Tiere und Pflanzen gelebt und jetzt suchen sich die letzten anderen Lebewesen nur einen Platz wo sie noch bleiben können.
Darüber können wir nicht froh sein!
Die Tierarten und Exemplare werden jetzt so schnell weniger, dass sich an jedem scheinbar spektakulären Motiv gleich dutzende Fotografen mit langen Tüten einfinden.
Und zu den langen Tüten gleich noch eins, Tamron, Sigma und Canon haben dafür gesorgt das Brennweiten wie 500 mm, 600 mm und jetzt sogar 800 mm und 1200 mm für fast jeden erschwinglich sind, der sich eine neue spiegelfreie Systemkamera kauft. Leicht, handlich, schnell, verwicklungsarm, scharf und preiswert – ist nur um 1000€. Was dazu führt, das Menschen wie ich immer mehr in der Horde stehen müssen und jedes Lebewesen schnell “totfotografiert” ist.
Es ist auch fast egal, welche Kamera dahinter ist, heute wird alles stabilisiert, enttäuscht und geschärft und fertig ist das Supi-Bild.
Schön ist das alles nicht mehr!

 

 

24. September 2018
Photokina-Start zur Weihnachtsparty

Canon. liefert demnächst die EOS R, Nikon Z7, Z6, Fujifilm X-T3 – die Messe steht endlich im Zeichen der elektronischen Kameras ohne Spiegel und Lärm.
Nur die Fixierung auf Vollformat macht mir etwas Sorge – mir werden die Vorteile von kleineren Sensoren zu einfach weg gewischt. Mir scheint es sehr dumm, wenn Kameras wie das mFT-System, die Fujifilm XF, die Nikon D500, die Alpha 6000 und auch die Canon EOS 80D nicht mehr den Platz in Zukunft einnehmen, der ihnen zusteht – den Spitzenplatz.
Das ist ähnlich wie bei den Autos, der SUV bringt einen vermeintlich sicherer ans Ziel, man eckt aber überall an, hat Platznot, höheren Verbrauch, erheblich höhere Folgekosten und es ist eben nur ein Gefühl von Sicherheit.
Besonders die Taktik von Canon missfällt mir in Hinsicht EOS-M sehr, das ist ein drittklassiges System ohne Zugang zum EOS RF System – eine Sackgasse.
Wie Nikon in der Frage entscheidet ist noch völlig offen – hier fehlen offensichtlich die Mittel und die Kapazitäten.
Auch wenn Panasonic jetzt Vollformat ankündigt, wird das eher ein teures Zusatz-System für Filmer – als eine Universallösung und mFT wird sicherlich erhalten bleiben.
Auch Sigma und Tamron haben die Vollformat-Objektive unsinniger Weise gepusht – weil damit mehr Geld zu verdienen ist. Was wir bekommen sind Standard-Objektive mit knapp 1 Kilo Gewicht und Kosten von rund 700€ – das sollte jedem eine Warnung sein.
Wenn Canon und Nikon jetzt vollmundig neue, besonders große Bajonette bewerben, mit denen dann bessere Objektiv-Rechnungen und höhere Lichtstärken möglich sind – heißt das im Klartext nur: Extrem teuer und extrem schwer – siehe Canon 2.0/28-70 mm – für mich schon jetzt das unsinnigste Objektiv des Jahrzehnts (wir fotografieren heute problemlos mit 6400 ISO und haben die besten Festbrennweiten mit f:1.4 – welchen Sinn sollte ein solches Monsterzoom machen?).

Es wird keinen wundern, wenn bis Jahresende auch noch:
Canon EOS 850D
Canon EOS 90D
Canon EOS 7DIII
Canon EOS 5DSII
Canon EOS 5DV
Canon EOS M5II
Nikon D550
Nikon D760
Sony Alpha 7SIII
Sony Alpha 7000
Sony Alpha 77III
Pentax K3S
Pentax 645Z100

mal schauen was noch kommt, klar scheint nur, die besten Kameras gibt es bereits.
Was es bei Canon und Nikon bisher nicht gibt, sind entschieden bessere Objektive mit weniger Volumen und Gewicht.
Mit Panasonic oder auch Olympus, Fujifilm und Sony habe ich die Nüsse schon im Sack.

realisiert mit Panasonic G9 & Leica 2.8/200 mm plus 2x Konverter

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

21. September 2018
Panasonic-Leica-Sigma SL Bajonett

Panasonic schließt sich Leicas SL-Bajonett an, das war keine so große Überraschung.

Nur das SIGMA da mitmischen will und seine Kameraambitionen noch nicht aufgegeben hat – ist spannend. Allerdings sind die vielen neuen Festbrennweiten und Zooms, die SIGMA in den letzten Jahren als Art oder Sport Version entwickelt hat zwar hochauflösend aber nicht für spiegelfreie Kameras entworfen. Diese jetzt einfach mit längerem Tubus zu bringen finde ich keine brauchbare Lösung. Da müssen spezielle Objektive kommen.

Die drei Fotoanbieter wollen sich jetzt gegen Sony, Canon und Nikon positionieren.

Sigma und Leica verstehen gar nichts davon, wie Kameras heute gebaut und zu bedienen sein müssen. Aus meiner Sicht haben sie die letzten 20 Jahre nur peinliches abgeliefert. Ganz im Gegenteil dazu PANASONIC, die hier eine G9 mit Vollformatsensor beisteuern wollen – die verstehen wie Kameras heute sein müssen weit besser als Sony und Canon – Olympus und Fuji und Nikon können noch weitgehend überzeugen.

Leica und Sigma haben dafür die Objektivleistung im Griff, wenn Panasonic die Power für den AF sicher stellt – wird das eine spannende Alternative.

Wir dürfen jetzt mehr als neugierig sein auf die erste Kamera, die da im Frühling von Panasonic vorgestellt wird und die ersten spiegelfreien Objektive von Sigma dazu.

Ich frage mich nur was aus Olympus wird?

wenn sich jetzt alle zum Vollformat retten wollen und es genug Käufer mit viel Geld gibt, die das kaufen…

 

 

 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

18. September 2018
SIGMA Objektive 2018

SIGMA neue Objektive

wie erwartet erscheint ein neues 2.8/70-200 mm OS Sport für Canon, Nikon und vermutlich auch Sony FE.

Ebenfalls erwartet wurde ein 1.4/28 mm Art.

Spannender ist da ein 1.4/56 mm für mFT (112 mm Ausschnitt) und Sony E (85 mm Bildausschnitt).

Spannend sind für mich die Gewichte & erreichbare Abbildungsmassstäbe – beste BQ setze ich voraus.

Nach Zeiss, Voigtländer und Tamron (45 mm) könnte SIGMA wohl auch nicht auf ein 1.4/40 mm verzichten. Für mich ein idealer, echter Kompromiss zwischen 35 mm und 50 mm. Die Formatdiagonale vom Vollformat beträgt ja rund 43 mm und nicht wie viele meinen 50 mm.

vielleicht ebenfalls spannend:

Sports 4.5-6.3/60-600 mm, es soll dann den mäßigen Erfolg des 150-600 mm Sports ablösen um sich auch deutlicher vom 150-600 mm C zu unterscheiden!

Dieser Brennweitenbereich ist jedenfalls sehr willkommen, ich fürchte nur es bleibt nicht unter 2 Kilo…

Aber spannende News.

Ein 28iger brauche ich nicht, ein 56iger vielleicht für mFT oder Sony wenn da mal eine ernstzunehmende, schnelle Kamera erscheint.

Ein 70-200 mm möchte ich ausschließlich vom Kamerahersteller. Da hätte SIGMA schon ein 2.8/50-200 mm oder 4.5/50-300 mm ausreizen können.

was fehlt?

Immer noch kein 2.8/300 mm?

Nicht mal ein 4.0/300 mm…

Kein 5.6/600 mm in Leichtbauweise?

Schade. Ich bin sehr interessiert zu erfahren, in welche Richtung sich Sigma positioniert.

Bisher ist das weder zu deutlich in Richtung Sony erfolgt und auf die beiden neuen Bajonette erst recht nicht. Nur verlängerte Objektive sind für mich kein echtes Bekenntnis zu Sony FE.

Wie ich schon sagte, SIGMA hat viel zu verlieren und kann kaum auf kurze Sicht für alle neuen Bajonette anbieten und DSLR ist jetzt eigentlich komplett ausgereizt. Wenn Sigma auf Sony setzt, können daraus vielleicht noch Versionen für Canon werden, aber Nikon wird dann schon sehr schwierig und umgekehrt, fällt bei Konzentration auf das große, kurze Nikon Bajonett Sony durch. Alle drei Anbieter machen Sigma gerade das Leben sehr schwer. Und man kann nicht davon ausgehen, dass sich die jetzigen Marktanteile nicht verschieben – im Gegenteil, ich vermute, sie werden sich deutlich zu Gunsten von Sony und vielleicht auch Panasonic verschieben.

 

Immer mehr – Festbrennweiten

Ich kann Sigma ja verstehen, dass sie wie ein bonner Süsswaren-Folterknecht alles an Festbrennweiten anbieten wollen, bevor die zwei DSLR-Anschlüsse von Canon und Nikon immer unbedeutender werden.

Das sollte für uns Fotografen jedoch nicht in Sammellaune und Nicht-Verwendung enden.

1.8/14 mm – 1.4/20 mm – 1.4/28 mm – 1.4/35 mm – 1.4/40 mm – 1.4/50 mm – 1.4/56 mm – 1.4/85 mm – 1.4/105 mm – 1.8/135 mm

10 Stück!

Mit etwas Erfahrung wird klar, wenn man kein sehr gutes Zoom wie bei mFT bekommt, können mit 24 mm und 90 mm fast alle Motive meisterhaft abgelichtet werden. 90 mm wird kaum angeboten, deshalb setze 85 mm oder 105 mm.

Ob das zwingend die extreme Lichtstärke f:1.4 sein muss, ist eine andere Frage. Am Vollformat sind f:1.8 oder auch noch f:2.0 deutlich handlicher und preiswerter zu fertigen und oft auch optisch sogar besser.

Weniger ist auf jeden Fall mehr. Keiner wechselt unterwegs oder gar im Urlaub gerne Festbrennweiten durch.

Wer neben 24 und 85 mm noch ein Objektiv für die ruhige, normale, verzeichnungsfreie Perspektive braucht, kann ein 43 mm gut einsetzen. Diese echte Formatdiagonale wird so gut wie nie angeboten (Pentax) – hier sind die neuen von Zeiss und Sigma mit 40 mm oder Tamron mit 45 mm sehr gute Ergänzungen.

Ein 28 mm, 35 mm und 50 mm zusammen braucht sicher kaum jemand, denn meisst hat man ja Füße um sich zu nähern und zu entfernen.

Wer das 28 mm mag, wird das 24 mm kaum brauchen und dann eher zum 20 mm greifen.

Wer ein 50iger liebt, wird ein 35iger kaum je vermissen und umgekehrt.

Deshalb, schön wenn Sigma jetzt seinen BonBon-Laden für DSLR-Kameras komplett hat – nur mit Adapter an spiegelfreie Kameras machen die mir nur wenig Freude und ich brauche allenfalls 2-3 Objektive davon.

Wenn das neue 1.4/40 mm gelungen ist, dann ist es für mich die spannendste Ergänzung zum 1.4/105 mm (ich würde allerdings das Nikkor bevorzugen).

Das 1.8/135 mm ist meistens bereichernd und erspart ein 2.0/200 mm, das dann wieder sehr schwer und dick wird.

Das haben auch Zeiss und Sony jüngst erkannt.

Ein 1.4/20 mm ist schon sehr speziell und für mich allenfalls durch einen großen Abbildungsmassstab interessant (Nikkor 1.8/20 mm). Noch extremer für Himmelfotografie, Unterwasser, Spezialeffekte und einige Sportmotive ist dann das 1.8/14 mm – wobei ich das Olympus 1.8/8 mm klar vorziehe.

Bewusste Auswahl ist hör wichtig.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht