Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

4. Oktober 2018
Sparfüchse

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Sony für Sparfüchse?

Manchmal komme ich mir vor, als sammle ich Argumente gegen Sony. Dem ist wirklich nicht so. Aber wenn ich bei Kollegen lese, dass der Austausch eines verkratzen Front-Glas-Elements bei Sony FE-Objektiven locker das 3-fache im Vergleich zu denen bei Canon oder Nikon kostet und generell Sony-Reparaturen deutlich teurer sind – gibt mir das schon zu denken. Auch dass bei Panasonic Frontlinsen (2.8/200 mm) nicht ausgetauscht werden können, ist keinesfalls zu rechtfertigen.
Bei Sony und Panasonic rentieren sich nicht selten Reparaturen erst gar nicht, da ganze Baugruppen ausgetauscht werden müssen – wo bei anderen Herstellern Frontgläser ganz Routinemäßig zum Preis zwischen 150-300€ bei mittleren Linsendurchmessern ausgetauscht werden.

Daraus lässt sich der wichtige Tipp an Sony- Panasonic-Nutzer ableiten – bitte verwendet aufwendige Schutzfilter und immer die Sonnenblende bei den teuren Objektiven – auch wenn erstere die optische Leistung oft deutlich reduzieren – oder behandelt die Objektive wie rohe Eier.

Ich habe es immer wieder vor gerechnet: Eine Kamera gibt es nie zum Schnäppchen-Preis.
Wenn sich der Laie wundert, warum er denn überall bestimmte Marken empfohlen bekommt, im Handel, in Test-Foren, in Zeitschriften und auf allen möglichen Blogs – dann sollte er auch bedenken, dass der Fotohandel am Verkauf von diesen Geräten rund das doppelte verdient, wie an den anderen Herstellern. Und er verkauft natürlich am liebsten das, wo der Verdienst am besten ist. Nur hat der Kunde davon ja herzlich wenig.
Auch die ganzen Meinungen bleiben keineswegs unbeeinflußt von den vielen Sony-Veranstaltungen, Reisen, Gratis-Workshops die Sony das ganze Jahr über durchführt.
Das ist alles nicht neu und hat es so früher von Canon, Nikon und Co auch gegeben – doch derzeit gibt es da ein Ungleichgewicht an Sponsoring…

Auch die Sparfüchse, die sich Sigma und Tamron Objektive leisten, zahlen nicht selten am Ende drauf. Vor allem mit Canon können deutliche AF-Ungenauigkeiten entstehen (mit Nikon weniger!). Dazu kommt, dass diese Hersteller oft alle 3-5 Jahre neue Versionen vorstellen – bei Canon und Nikon dauert es meist 7-10 Jahre.
Der kluge Käufer zahlt einmal einen soliden Preis und braucht sich dann 7-10 Jahre nicht zu sorgen – alle anderen kaufen öfter und zahlen mehr.

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Sparen sollten Sie auch nicht
am Speicher (besser SanDisk oder Lexar),
am Akku – ein billiger Fremdakku kann die ganze Kameraelektronik leicht beschädigen,
nicht an der Tasche, wenn Sie eine Ausrüstung für mehrere 1000€ mit nehmen,

niemals am Objektiv, wenn sie mit Kameras arbeiten wollen, die 20 MP und mehr auflösen,
nur begrenzt am Blitz, die vielen tollen, fiepsenden, chinesischen Blitze tun erst einmal was sie sollen und Blitzen, aber sie können auch ganz leicht die Kameraelektronik schädigen. Das Geld für einen Metz-, Cullmann oder gebrauchten Original-Blitz ist weit besser eingesetzt.

Eine Kamera im Angebot sagt gar nichts über die anfallenden Kosten aus.

Kalkulieren sie eine neue Fotoausrüstung richtig – lassen Sie sich von mir beraten.

Mail an: HarryPX@T-Online.de

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Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

2. Oktober 2018
Photokina 2018: Neue Bajonette

Während Smartphones, wie die von Apple, häufig noch bei 12 MP möglicher Auflösung enden, bietet mFT 20 MP, Halbformat 26 MP und Vollformat zwischen 42 und 51 MP.
Kleines Mittelformat (Faktor 0,7x) rüstet 2019 von 50 MP auf 100 MP auf und Phase One, das dänische Unternehmen mit großem Mittelformat (Faktor 2,5x), verbindet 2019 den 150 MP Sensor von Sony, mit den Gehäusen von Mamiya und den Objektiven von Schneider-Kreuznach.
Selbst leichte Drohnen werden heute schon mit 20 MP ausgestattet.

Der Sensormarkt wird von Sony beherrscht, die im Auftrag für fast jeden Hersteller außer Canon, Sigma und teilweise Leica und Panasonic, die neueste Sensortechnik anbieten. Status Quo ist immer noch die BSI Technologie (Backside Iluminated) in CMOS- Architektur.
Die Idee, gekrümmte Sensoren zu verwenden wurde inzwischen verworfen, sie hätte zu vielen inkompatiblen Objektiven geführt.

Canon und Nikon haben sich nun fest gelegt, neue Bajonette in Kameras ohne Spiegel. Sie erlauben Wechsel-Objektive, die bis auf wenige Millimeter vor dem Sensor, eingeschraubt werden. Das alleine würde die Objektivfertigung vereinfachen, wenn nicht eben die geforderten, gewaltigen Auflösungen wären.
Bei Auflösungen von rund 50 MP, können alte Konstruktionen, wie die bisherigen „Normalobjektive“ 1.4/50 mm oder 1.8/50 mm in kurzer, dicker Bauweise mit 7-8 Linsen nicht mehr überzeugen. Sigma und Zeiss haben als erste die Konstruktion wesentlich verändert und setzen auf 13 und mehr Linsen-Elemente. Das führt zu einer Konstruktion, die mehr als doppelt so lang, schwer und praktisch drei mal teurer ist.  Letztlich gilt dieser erheblich gesteigerter Aufwand für alle Objektive im Weitwinkel- & Normal-Bereich. Letztlich müssen sogar Macro-, Porträt-Tele und Super-Tele erheblich an die gestiegenen Auflösungen angepasst werden.
Mit diesen Erkenntnissen wird leicht klar, dass zwar alte Objektive, die bis vor 6 Jahren ausreichend schienen, es ab jetzt nicht mehr sind. Sie liefern fotografische Abbildungen, doch hohen Auflösungen können Sie keineswegs mehr gerecht werden. Deshalb bilden sogar die besten Leica- und Zeiss-Rechnungen aus den letzten Jahrzehnten an den neuesten Kameras nicht mehr richtig scharf und detailreich ab und für die Objektive von Canon, Nikon, Pentax, Sony gilt das noch stärker.

Wer heute eine neue Kamera kauft und Ansprüche an die Bildqualität stellt, um sich von Smartphone- und Tablett- Fotos zu unterscheiden, kommt am Kauf von neu berechneten Objektiven nicht mehr vorbei.
Ich empfinde es daher als schwaches Trostpflaster, wenn Adapter, die zusätzlich den Autofokus sehr nachteilig beeinflussen, für die 40-70 Stück pro System an alten Objektive aus den letzten 3 AF-Jahrzehnten angeboten werden. Genau genommen ist es sogar eine Käufer-Täuschung!

Man kann gerne von schönem Bokeh und tollen Farben bei alten Objektiven schwärmen und die auch heute noch gelegentlich nutzen, doch mit den Anforderungen moderner Kameras und Sensoren hat das nichts mehr zu tun.

Lassen Sie sich bitte nicht von Canon & Nikon verschaukeln und für dumm verkaufen – wenn Ihnen eine neue Kamera gefällt, denken Sie bitte zuerst an die neuen Objektive, die sie dafür brauchen! Sonst bleiben Sie besser bei Spiegelreflexkameras und Auflösungen, die deutlich unter 30 MP bieten.

Neue Vollformat-DSLM-Bajonette:

Sony E 2011 – 46,1 mm – 18 mm Auflage
Leica L 2014 – 51,6 mm – 20 mm Auflage
Nikon Z 2018 – 55mm – 16 mm Auflage
Canon RF 2018 – 54 mm – 20 mm Auflage

Leica L (vorher TL/SL) und Sony FE (vorher Nex/E) sind die älteren Bajonette und daher auch nicht so überdimensioniert im Durchmesser wie jetzt Nikon und Canon, die hier noch bessere, einfachere und lichtstärkere Objektivrechnungen versprechen. Aber preiswerter wohl sicher nicht.

Weil das eben so teuer wird und zusätzlich schwer und groß, werden Systemkameras mit kleineren Sensoren keineswegs aussterben oder weniger wichtig!
MFT birgt mit seinen Objektiven ein großes Potential und Halbformat wird sicherlich wieder erstarken.

Canon hat sich hier mit 2 zusätzlichen Bajonetten schon früh in eine Sackgasse begeben.

Nikon wird in Zukunft auch sein neues Z-Bajonett für Kameras mit Halbformat-Sensor nutzen – so wie das bereits Sony und Leica erfolgreich tun.
Damit bleiben, anders als bei Canon, die Objektive universell nutzbar.

Nachdem Sony den Vollformat-Markt erst richtig geschaffen hat – werden sie in Kürze den Halbformat-Markt neu beleben.
Eine Alpha 7000 wird in vertrauter (Alpha 7) Bauweise die Vollformatkameras ergänzen und preiswerter Interessierte Kunden an sich binden.

Das ist richtig und wichtig – um auch Kameras unter 2.000€ anbieten zu können und um die Tele- und Macro-Wirkung zu verstärken. Ein 100-400 mm zeigt an der Halbformatkamera einen viel effektiveren 150-600 mm Bildausschnitt. Genauso gewinnt jedes Objektiv durch größere Abbildungen oder vergrößerte Schärfentiefe, im Nahbereich!

Was könnte die jüngere Foto-Zukunft bis 2022 bringen und was wird sich verändern?

Die einen sprechen vom Krieg der Systeme und das Kleinbild-Vollformat, mFT und Halbformat die Luft zum überleben abdreht…
die anderen davon, daß Vollformat zwischen MFT/Halbformat und dem einzig professionellen Mittelformat aufgerieben wird und an Bedeutung verliert.

Meine Sicht:
Für die noch verbleibende berufliche Fotografie wird Mittelformat an Bedeutung gewinnen und zurück erobern, was bis in die 90iger Jahre normal war. Viele Berufsfotografen mit Aufträgen für Studio-, Menschen-, Produkt- und Industrie-Fotografie werden bald wieder mit Mittelformat arbeiten müssen.

Doch die Super-Tele & Super-Weitwinkel & Super-Nah und Teile der Fotografie mit Zoom-Objektiven bleiben Mittelformat wegen Kosten und Aufwand immer verschlossen!
Hier werden sich die drei anderen Aufnahme-Formate mit ihren Vorteilen austoben. Davon hat mFT die meisten Vorteile und solange genug Restlicht und entsprechend lichtstarke Objektive verfügbar sind (siehe 1.7/10-25 mm & 1.2 Festbrennweiten für mFT).
MFT sollte jetzt rasch 2.0/200 mm 2.8/300 mm, 3.4/400 mm, 4.5/50-300 mm Objektive konstruieren. Dann gibt es kaum noch eine Ausrede für Vollformat.

Für einige Fotografen wird Vollformat der Nabel der Welt bleiben, der größere Sucher, die geringere Schärfentiefe mit “normalen” Objektiven und das lästige Umrechnen entfällt. Viele andere werden die bessere Preis/Leistung/Gewicht von mFT und Halbformat entdecken.
Nicht ganz umsonst werden ältere Fotografen (mit viel Erfahrung) besonders häufig mit mFT gesehen – sie wissen worauf es ankommt und wo die Vorteile am besten zum Tragen kommen (auch wörtlich gemeint!). Natürlich spielt bei einigen auch das Alter mit seinen Einschränkungen eine Rolle, IBIS und handliche, schnelle Kamera-Ausrüstungen sind klar im Vorteil.

Halbformat wird wieder erstarken, Sony, Fuji und vielleicht auch Nikon werden es besonders fördern – denn kleinere, leichtere Objektive und geringere Kosten sind immer ein guter Kauf-Grund.

Für mich scheint es unabwendbar, daß Canon, Nikon und Sigma Marktanteile und Kunden verlieren werden – denn dafür sind die Technik und die Angebote der Mitbewerber, Sony, Fuji, Panasonic, Olympus, Tamron, Zeiss einfach zu gut und schon zu lange mit der neuen Technik verwoben.

Außerdem haben Canon und Nikon das Problem, das alle bisherigen spiegelfreien Kameras keine gewichtigen Vorteile bei der Fotografie und dem Bildergebnis bringen. Nikon liefert bei den Kameras so gut wie sonst niemand (D7500-D500-D750-D850-D5) und Canon hat das Objektivsystem mit den kleinsten Lücken, der großen Vielfalt und den geringsten Reparaturen.
Außer dem lautlosen, schnellen Fotografieren haben die Systemnutzer hier keine Vorteile von den RF und Z Bajonetten – so lange nicht ausreichend besondere Objektive vorgestellt wurden.
Canon versucht das mit 2.0/28-70 mm und Nikon mit 0,95/58 mm zu verankern – aber beide Höchstleistungen sind so unsinnig, wie schwer und teuer.

Ob Olympus für sein ausgezeichnetes mFT-Portfolio eine andere Lösung mit Vollformat und Glas-Adapter anbietet, ist noch offen. Viele mFT und FT-Objektive können größere Bildkreise ausleuchten. Was übrigens ja auch für Pentax gilt, da taugen auch viele APS-C Objektive zur Ausleuchtung von Vollformat. Olympus könnte also mit einem Glas-Adapter erster Güte (etwa Faktor 1.6x) durchaus seine Kunden in den Genuss von Vollformat mit Auflösungen um die 50 MP bringen. Nur wird so ein Adapter jede Schwachstelle im Objektiv noch verstärken. Olympus kann das mit den Daten in jedem Objektiv minimieren. Und gleichzeitig einen „Aufstieg“ mit vorhandenen Objektiven ermöglichen, um Zug um Zug eigene VF-Objektive zu entwickeln. Nur warum hat sich Olympus dann nicht am Leica L Bajonett beteiligt?
Weil die Objektivkonkurrenz von Sigma, Panasonic und Leica dann einfach zu groß ist? Ein weiteres, eigenes Bajonett macht jedoch noch weniger Sinn. Oder sie entwickeln das Foto-Daten-Additions-Verfahren (Photo-Stacking) entschieden weiter, daß auch bewegte Motive aus freier Hand scharf abgelichtet werden. Dann sind auch 50-80 MP erreichbar.

Opfer:

Stellen Sie sich einmal den umgekehrten Fall vor, Sie haben alle aktuellen Systeme und Kameras bis VF zu Hause in Schränken (kein Leica!).
Sie wissen, das ist nicht mehr tragbar/sinnvoll. Was opfern Sie?

Canon DSLR – EOS 5DSR
Canon EOS M
Nikon FX – D850
Nikon DX – D500
Sony FE – Alpha 7R3
FujiFilm XF – X-T2
Panasonic mFT – G9
Olympus mFT – E-M1II

Canon EOS EF & M wegen nicht erkennbarer Zukunftsfähigkeit, schwächeren Sensoren, verkrüppelter Kamerapolitik
Nikon FX – zu schön, aber es fehlen die bestmöglichen Objektive, die ich will.
Panasonic G9 bleibt!
Olympus ist ein zu großer Verlust und bleibt als Zeitkamera für die 4.0/12-100 mm, 1.8/8 mm Objektive.
Nikon DX? Hat wenig Zukunftschancen, wenn Z mit Halbformatsensor kommt.
FujiFilm X-T2 bietet nicht die Performance von Sony oder Nikon. Trotz bester Objektive, besser Trennen?
Neben mFT überlebt dann nur Sony 7R3 und wird ergänzt um Alpha 7000.
MFT wäre dann auch nicht mehr zwingend notwendig, hat aber die besseren, kompakteren, bezahlbaren Objektive!

VIELLEICHT bin ich aber auch auf dem falschen Dampfer und für Viele ist die emotionale Bimdung an ihr System wichtiger als verfügbare Objektive und Technik – dann bleibt alles wie es war.

Und noch eine wichtige Frage: Wäre Ihnen meine Texte und Feststellungen als lockere, etwas ausführliche Audio-Datei (Podcast) angenehm?

Schreiben Sie mir Ihre Meinung dazu, ich bin neugierig!

Es wird voll am Vollformat-Fluss…

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

1. Oktober 2018
Photokina Kulissen

Himmel über Nikon?

Da wird seit September so viel MIST geschrieben und gesendet, von Leuten die nur fabulieren und nichts ausprobieren. Wer war denn auf der Messe neben mir und hat die EF-Objektive mit Adapter an der EOS R ausprobiert?
Offensichtlich niemand. Sonst wüsste er, was ich schon weiß – Canon hat viel Arbeit und einen langen Weg vor sich um zu Sony konkurrenzfähig zu werden.
Ich sage nicht, sie schaffen es nicht, ich bin nur sicher, es wird 4-6 Jahre dauern. Wenn Canon 10% Marktanteil verliert heißt das auch noch nicht, dass Sony den erobert…
Aber Canon wird Marktanteile verlieren,mit der Technik und den preisen können sie nicht alle anspruchsvollen Fotografen halten. Die anderen lassen sich leider weiter von Canon einen Bären aufbinden!

Ich werde nicht überdrüssig zu denken, es macht keinen Sinn DSLR-Objektive an neue DSLM-Bajonette zu adaptieren. Genauso wie das schon bei FD zu EOS, bei Nikon AF-D zu AF-S fähigen Kameras, bei FT zu mFT keinen Sinn machte und nur Nachteile brachte!
Sie kaufen doch kein neues Fahrzeug und montieren alte Reifen!
Wenn Sie gerade einmal 3000€ für eine neue Kamera haben – kaufen Sie sie nicht. Erst wenn Sie 10.000€ zusammen haben, können Sie ernsthaft über einen Wechsel zu Voll- oder Mittelformat oder von Spiegelreflex zu spiegelfreien Kameras nachdenken!

Der einzige Kompromiss der noch geht, ist eine neue DSLM und dazu erst einmal nur die 1-2 wichtigsten Objektive.
So habe ich die 7R3 mit 100-400 mm und 2x Konverter kombiniert.
12-24 mm – 24-105 mm und 1.4/24 mm hätte ich gerne auch, habe ich aber längst für andere Systeme, brauche ich also nicht jetzt.

OLYMPUS enttäuschte mich komplett mit diesem kindischen Perspektive Playground, das nicht einmal ein neues Objektiv angekündigt wurde war schon sehr kleinlich.

Ich frage mich was diese Firmen den Weihnachtsmännern verkaufen wollen?

ROLLEI trumpfte mächtig auf, obwohl die Firme anscheinend nichts produziert und nur China-Ware verkauft

Jetzt auch noch eine Sofortbild-Instax-Knipse im Rolleiflex-Look – peinlicher geht nicht mehr – vom katastrophalen Umweltaspekt ganz abgesehen (wie Kaffee und Tee in Aluverpackungen – SUV Diesel in der Stadt – Plastik-Müllberge der Discounter-Waren – alles ein Wahnsinn!)
Bei Rollei gab es sogar nackte Haut am Stand und Fotografen-Trauben darum.

Novoflex, Cullmann, Berlebach, Kaiser, Jobo waren als deutsche Unternehmen immerhin noch weiter stark präsent.
Metz passte genauso wie der Zubehör-Riese Hama.

Beim Studiolicht gibt es wichtige Innovationen.
Neben akkubetriebenen Hochleistungsblitzen von ProPhoto und Rollei sind die neuen Carpetlight Lichteppiche aus LEDs sehr spannend. Noch sind sie extrem teuer, aber sie werden die Leuchtpanels mit LEDs ablösen. Sie sind zusammenrollt- oder faltbar und auch gut mobil einsetzbar. Tolle Innovation – die jetzt bei zahlreichen Herstellern gezeigt wurde.

NISSIN Blitztechnik, ich wußte nicht das es sich dabei um eine japanische Firma seit 1959 handelt – die müssen 30 Jahrelang sehr im Verborgenen Keller angeboten haben. Auf dem deutschen Markt nehme ich sie erst seit 5 Jahren wahr. Da werden besonders kompakte und starke Blitze hergestellt, die nicht von Panasonic (wie die meisten anderen) stammen, inzwischen wird wohl auch Metz damit beliefert. Der I60A System-Aufsteckblitz (GN 60) und der MG10 Stabblitz (GN 80) sind spannende Alternativen und preislich nicht zu abgehoben.
Die Sparbrötchen kaufen Yongnuo-Blitze und wer Qualität und Innovation zum fairen Preis sucht, ist bei NISSIN besser aufgehoben.
Vor allem der Power-Pack PS8 und die Lichtvorsätze sind ihr günstiges Geld wert.

SIRUI, der heute aus meiner Sicht beste Metall/Carbon-Stativ-Hersteller versucht sich jetzt auch an Smartphone-Vorsatz-Objektiven erster Güte und hatte ein tolles Macro-Objektiv dabei. Nur leider tut sich noch nicht viel im Telebereich. Was es so mit vergleichbar 60 mm Brennweite gibt, arbeitet nicht mit den zweiten Tele-Objektiven der Handys zusammen, die selbst auch schon diese Brennweite eingebaut haben – das lohnt sich daher nicht.

SAMYANG explodiert förmlich, immer neue Objektive, jetzt sogar schon 7 AF-Festbrennweiten. 5 für Sony, 2 für Canon und eins für Nikon – klare Schwerpunkte.
Im Test konnten mich aber bisher allenfalls die manuellen Fisheye-Objektive von Samyang überzeugen. Auch jüngste Tests mit 1.4/85 mm AF liegen optisch weit hinter Sigma, Tamron und Co – von Canon, Nikon, Sony ganz zu schweigen. Das ist bisher nur ein Angebot für junge Leute mit viel Experimentierfreude und ohne Geld.

FujiFilm gibt sich als coole, moderne Firma – aber wie passt das mit dem Instax-Mist zusammen?FujiFilm macht die Welt kaputt mit dieser Kunden-Verarschung zum Schweinepreis. Für mich immer noch das überflüssigste Produkt der Messe und es zieht die Marke für mich runter. In Sachen Umweltverantwortung steht FujiFilm damit ganz hinten.

Lexar und Kenko sind jetzt im Vertrieb von Cullmann! Das bewerte ich sehr positiv.

Die Shows sind selten etwas für mich, da verbiegen sich bestenfalls Ballettänzerinen mit verhornten Füßchen und schlimmstenfalls zeigen irgendwelche zauseligen Hipster irgendwelche Action.

Draußen gab es Drohnen, aber keine Greifvögel mehr.

 

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