Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

24. Oktober 2018
Das Dilemma

es ist noch schlimmer als ich prophezeit habe…

Sony’s Marktanteil ist inzwischen seit dem ganzen Jahr 2018 auf über 40% gestiegen, Canon verliert kontinuierlich ist liegt bei rund 34% und Nikon kann ja kaum liefern und erreicht nur 24%.

Die Canon EOS R wird zwar jetzt viel gelobt, von Canon-Süchtigen und bezahlten Schreiben und Videojunkees, aber die Wahrheit sieht anders aus.
Der AF ist gut, die Bedienung eine kleine Katastrophe, der Preis stimmt einfach nicht und es gibt ja keine bezahlbaren Objektive dafür.
Inzwischen haben meine bekannten Händler alle Lieferungen von verschiedenen Versionen im Regal – Kunden kommen und schauen sie sich an – nur gekauft hat die letzten 4 Wochen seit der Messe in den Läden noch keiner – keine einzige EOS R wurde verkauft (bei Händlern die sonst mehrere EOS-Kameras am Tag verkaufen).
Also Blei ist nichts dagegen.
Einerseits ist die Notwendigkeit nicht da, die Kamera bietet keinen neuen Sensor, keinen der irgendwie besser wäre und die erfahrenen Fotografen haben schon bei EOS Lehrgeld bezahlt und wollen kein neues Bajonett mit Adapter oder fast doppelt so teure R-Objektive.
Canon und die R-Generation – Jetzt kokettieren Canon und Nikon damit, daß größere Bajonett mit dem kürzeren Abstand zum Sensor zu bieten. Das soll bessere Objektivkonstruktionen ermöglichen wie vor allem das 2.0/28-70 mm L & 1.2/50 mm L Canon und künftige 1.2/24 mm, 1.2/35 mm, 1.2/85 mm demonstrieren – leistungsgerechter bei doppelter Lichtstärke als bisherige 2.8/24-70 mm L Konstruktionen.
Auf der Schattenseite hat das Zoom aber eben auch entscheidend weniger Bildwinkel und ist 625g schwerer, 3 cm länger, 1,3 cm dicker bei schwächerem Abbildungsmassstab! Ganz abgesehen, eine Preisdifferenz von 1000€ (Liste) zum Canon 2.8/24-70 mm L II. Auf der Innovationsseite profitiert das 28-70 mm von einem schnelleren NanoUSM-AF und einer noch mal gesteigerter optischen Leistung. Schon bei voller Blendenöffnung ist das 2.0/28-70 mm in seinem gesamten Bereich etwas besser als das 2.8/24-70 mm bei f:2.8 schon war.
Nicht realisiert wurde weiterhin eine Bildstabilisierung – weder im Objektiv, noch in den bisherigen Kameras. Das wird sich mit den kommenden EOS R Kameras ändern müssen, um Sony und Nikon auf gleichem Niveau zu begegnen.
Sony hat bei seinem 2.8/24-70 mm GM außer dem Preis nicht alles mögliche ausgeschöpft und wird hier von Canon und sicher auch bald Nikon düpiert. Aber der Trend zu längeren, schwereren Objektiven setzt sich trotz neuer Bajonette fort, schuld sind die extremen Sensorauflösungen und die Geldgier.
Was hat Canon für die erste EOR R noch geändert? Canon kehrt zum Blendenring zurück, weil es inzwischen fast alle Hersteller tun und einen zusätzlichen Ring für Blende oder programmierbare Funktionen anbieten. Das kann jetzt endlich auch wieder der ehemalige Marktführer. Zusätzlich kann die Blende künftig in 1/8 Blendenstufen eingestellt werden – für mich ist das Schwachsinn, ich habe schon ⅓ Blenden für mich nie akzeptiert. Die Kamera behält einen linken Hauptschalter (katastrophal!), vernichtet das berühmte Menürad und sogar das große Daumenrad. Canon tritt vermutlich deshalb so vorsichtig mit nur einer Kamera im R-Bajonett auf – weil alles vertraute geändert oder über Bord geworfen wurde. Das ist eine harte Pille für jeden bisherigen Canon-Nutzer!
Canon wird die ganzen Veränderungen so kaum gegen die Kunden durchsetzen können. Die EOS R ist nicht wirklich mutig, wie es die EOS 620 war – sie büßt den Zauber von EOS ein, Canons Objektivabteilung wird viel Mühe haben, diese Fehlentwicklung wieder ein zu bremsen, denn bei Objektiven war Canon immer innovativer und besser als bei Kameras, das zeigen auch die ersten R-Objektive. Doch der schwere Fehler mit den neuen Super-Tele für das alte Bajonett wird sie viele Kunden kosten – die nicht mit Adapter arbeiten wollen (wenn ich mir ein Flugzeug leiste, montiere ich da auch keine Autoreifen mit Alufelgen). Auch das jetzt noch 16-35 mm und die 70-200 mm für das alte EOS-Bajonett waren im Grunde Quatsch und hätten gleich für R kommen müssen. So wird Zeit verloren, die Sony gut macht.
Canon hat mit der R auch einiges sehr gut gelöst.

  • der Sucher ist top
  • Der voll bewegliche Monitor war lange überfällig
  • der mechanische Verschluss zum Schutz des Sensors ist eine gute Idee
  • Sehr hohe AF-Empfindlichkeit
  • Adapter mit Zusatzfunktionen

Auch wenn es auf Canon-Fotografen nicht so wirkt, der Weltkonzern steht unter massivem Druck und ist, bezogen auf aktuelle Fotokameras, längst kein Marktführer mehr und auch technisch von Sony in fast allen Punkten ausgebremst worden.

Bei Nikon läuft es nicht viel besser, die Kamera könnte zwar verkauft werden, aber Nikon liefert ja nur in homöopathischen Dosen aus – das selbe Dilemma wie bei der D850 – Nikon hat nichts zu verkaufen und bekommt keine Stückzahlen in den Handel. Jetzt haben die bekannten Test-Seiten auch fest gestellt, dass der AF große Schwächen gegenüber DSLR oder Sony DSLM aufweist und auch von Canon rechts überrundet wird. Außerdem liefert der Sensor in Grenzbereichen längst nicht, was die D850 liefert.
Die preiswertere Z6 ist noch längst nicht in der Auslieferung.

Als die Firma Leica, die immer 20 Jahre technisch hinter allen anderen her trödelt, 2014 die Leica T und 2015 die Leica SL ohne Spiegel und viel modernster Technik vorstellte, hätten Canon und Nikon wissen müssen, dass da gerade eine alte Dampflock technisch mit Volldampf an ihnen vorbei saust.

Video
Wenn der Preis für schnelles 4K Video die Erhöhung vom Bildrauschen jenseits 1600 ISO zur Folge hat, wie es jüngst die FujiFilm X-T3 zeigt – dann bin ich noch vehementer für die Trennung von Video und Photo! Heute hat doch sowieso jeder mindestens 2 Gehäuse – dann sollen die Video-Filmer auch endlich durch spezielle Kameras bedient werden und in DSLM Kameras reichen VollHD Auflösung und normale Videofunktionen – wenn überhaupt.

Es ist der alte, unendlich wiederholte Fehler der japanischen Industrie = alles in ein Gerät packen zu wollen. Das ist nie gelungen und wird nie zufriedenstellend gelingen!
Sony macht es richtig mit einer 7s – die verrückten Forderungen auch die 7, 7R, 9 mit allen teuren Videofunktionen auszustatten sind dumm und unsinnig! Wer auf hohem Niveau Filmen will, soll sich eine Panasonic GH5s, Sony Alpha 7s oder FujiFilm X-H1 kaufen.

Und an alle die, die dem Gedanken verfallen, “jetzt macht der Harry nur noch auf Sony”, sei gesagt: Nikon D850, Canon 5DSR, Panasonic G9 und Olympus E-M1II bleiben von den Digitalkameras in meinem Schrank und kommen jederzeit zum Einsatz wenn es Motiv oder Licht erfordern. Bei FujiFilm bin ich mir nicht sicher, ob ich die noch brauche.

Wer DSLR liebt, ist bei Nikon und bei Pentax bestens aufgehoben – wer moderner, lautlos, schneller fotografieren will – wird nur von Sony, Panasonic, Olympus und Fujifilm gut versorgt.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

21. Oktober 2018
Baumtänzer Herbst 2018

Welches Wissen konnte ich 2018 vertiefen?
Keineswegs ist immer das Super-Tele die beste Lösung – auch das andere Extrem, 24-80 mm und sehr dicht heran ans Motiv ist manchmal sehr wichtig!

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Tarnzelte sind witzig, aber sie helfen wirklich überwiegend in der Vogel- und Wildfotografie – immer wenn sich Tiere nervös bewegen, sind sie so hinderlich wie Stative.
Immer dicht heran ist und bleibt die beste Qualitätssteigerung in der Tierfotografie!

Autofokus muß man heute, mehr denn je, mit jeder Kamera neu lernen – bei spiegelfreien Kameras ist alles ganz anders als bei DSLR.

Ein neues Fotosystem verändert alles, es zwingt dazu alles in Frage zu stellen und neu zu lernen und es lässt durchaus dann auch Leistungssteigerungen zu.
Vorurteile sind und bleiben dumm – sie spiegeln nur das eigene Unvermögen wieder sich mit allem anderen auseinander zu setzen und neu dazu zu lernen.
Kameras sind doof – bis man sie beginnt zu beherrschen.
Die deutlichste Leistungssteigerung haben Kameras und Objektive von Sony und Panasonic geschafft – wobei das bei Sony ja fast kein Kunststück war 😉

Warum ist die Fellfarbe europäischer Eichhörnchen rotbraun?

 

keines der Tiere wurde erschreckt oder gar gelockt, ich habe nicht gefüttert und bin keinem Tier nach gestellt.

Das wichtigste für mich in der Tier-Fotografie:
Keine Jagd, kein Füttern, so wenig wie möglich Beeinträchtigung und Geräusche, die Tiere sollen sich “angstfrei” in meiner Gegenwart aufhalten. Was heute an “sensationellen” Fotos und Filmen geboten wird, entsteht meist gejagt, getarnt, gefüttert und mit allen nur erdenklichen Tricks – dass ist für manches wichtige Dokument sicher nützlich – aber nicht meine Art von Fotografie.
Ich habe die Tiere beinahe jeden Tag besucht und mich mit Abstand zu ihnen gesetzt.
Erst mit diesem Wissen wird etwas klarer was moderne, lautlose Fototechnik für die Tier-Fotografie tun kann:
Sony Alpha 7R + 5.6/100-400 mm GM + 2x Extender – Blende 11 – 1/350 – ISO 4000 – freihand
Die neuen Freiheiten:
– lautlos
– Belichtung und Farben im Sucher vor der Auslösung zu sehen
– AF folgt in vielen Fällen dem Motiv
– Konzentration auf Bildmitte ist wieder möglich (Dank 42 MP und Bildausschnitten)
– Verwicklung ist selten zu sehen
– 800 mm Brennweite sind noch bezahlbar und tragbar
– neue Schnelligkeit dank elektronischem Verschluss

Mancher wird es nicht nachvollziehen können, ich verzichte lieber auf die ultimative Schärfe/Auflösung und rauschfreie Fotos – als das ich die Tiere störe oder da mit Stativ und Tarnzelt hocke.

Dazu gehört auch: You can’t always get what you want


 

Und wer sich fragt, warum ich jetzt viele Objektive meine Canon, Nikon und Fujifilm Ausrüstungen verkaufe, weil ich unvernünftig bin und kommendes Jahr gerne wieder ein 2.8/400 mm und die Alpha 9 einsetzen möchte – auch wenn ich weiß dass ich damit inflexibler bin und weit weniger Aufnahmen belichte, als mit einem 5.6/100-400 mm Zoom-Objektiv.

 

 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

16. Oktober 2018
SIGMA – Status Quo

Der Chef des SIGMA-Familienunternehmens gibt wieder interessante Interviews. 

Sie sind froh über die Kooperation mit Panasonic und Leica, arbeiten sonst aber weiter ohne Absprachen an ihren Produkten, planen für kommendes Jahr eine Foveon-Vollformatkameras und speziell dafür entwickelte Objektive (die dann auch an Panasonic/Leica Kameras und wahrscheinlich auch an Canon R & Nikon Z & Sony FE Kameras passen).

Es wird jetzt kompliziert mit viel mehr Produkten für insgesamt 10 verschiedene Bajonette und die Stückzahlen werden dadurch deutlich sinken. Er vermutet das spiegelfreie Objektive bald im Verhältnis 70:30 zu DSLR-Objektiven gefertigt werden.

Ausser FujiFilm XF, GFX, Canon EOS M wird künftig jedes Bajonett unterstützt. Pentax K und Sony A nur noch mit wenigen Exemplaren und auch Sigma SA wird auslaufen.

Ab jetzt wird DSLR immer weniger und es werden künftig viel weniger Neurechnungen dafür erscheinen.

Die wichtigen Fragen wurden mal wieder nicht gestellt:

Warum sind die neuen Sigma-Objektivkonstruktionen alle so schwer und fett?

Warum länger und dicker als aktuelle Canon/Nikon Designs? Sigma sollte sich längst an Sony GM orientieren.

Warum ist die Performance des OS und öfter auch die des AF im Vergleich so schwach?

Warum werden Stativhalterungen wieder schwer und fest verbaut?

Warum muss ein brandneues 1.4/40 mm 1200g wiegen, ein 2.8/70-200 mm 1800g (vorher 1430g), ein 6.3/60-300 mm 2700g (50-500 mm 1970g)?

Warum wird die beste Idee von Sigma im Telebereich nicht stärker heraus gestellt und bei jedem neuen Zoom umgesetzt? Die Möglichkeit das Objektiv als schnelles Schiebe-Zoom zu verwenden.

Wann setzt SIGMA endlich neue Schwerpunkte? Weniger Canon/Nikon, mehr Sony, mFT?

Die 14 Art-Objektive für Sony und künftiges L-Bajonett können ja nur eine kurzfristige Übergangslösung sein. SIGMA hätte längst umswitschen müssen auf leichtere, kürzere Objektive für die spiegelfreie Kamerageneration. Sigma hängt, wie auch Tamron, hinter her. 

Nur Sony und neuerdings auch wieder Canon geben im Objektivbau jetzt den Ton an und verschaffen sich Vorsprung. Sigma sieht da bald alt aus mit seinen schweren Objektiven für DSLR-Kameras.

Die ganze Fotoindustrie propagiert leichter und kleiner und die Smartphones sind vielen genug. Sigma ist aus meiner Sicht auf völlig falschen Kurs unterwegs. Ich kann zwar verstehen, das keine Kompromisse beim Glas und seiner optischen Leistung gemacht werden sollen, aber Sony zeigt mit den GM Objektiven, dass es auch deutlich leichter und kompakter, bei trotzdem höchstmöglicher Performence gelingt. Sigma hat keine Notwendigkeit das zu tun, außer sich vielleicht dick und schwer abzuheben.

Ich bin nicht zuversichtlich, dass Sigma die Kurve bekommt, ich nutze derzeit nur ein einziges Sigma-Objektiv 1.8/50-100 mm – weil es einmalig ist. Das war in 30 Jahren, die ich Sigma AF-Objektive nutze noch nie so. Immer hatte ich ein Sigma Macro, ein Sigma Weitwinkel und ein Sigma Tele mit dabei. 

Das hat bei mir nichts mit Geiz zu tun, sehr wohl aber mit Gewicht und den technischen Eckdaten, die mir bei fast jedem neuen Objektiv nicht gefallen.

Was soll ich mit teuren, voluminösen 1.4/20 mm, 1.4/28 mm, 1.4/40 mm, 1.4/50 mm, 1.4/85 mm, 1.4/105 mm, 4.0/12-24 mm, 2.8/14-24 mm, 2.8/70-200 mm, 1.8/18-35 mm, 2.0/24-35 mm? 

Das ist in den meisten Fällen overkill!

Warum muss heute noch ein neues 2.8/70-200 mm 1800g wiegen? Warum erscheint es überhaupt noch für DSLR?

Sicher, die Kameras mit Spiegel werden nicht wegsterben und noch lange gute Dienste leisten – doch die Zukunft sieht ganz klar spiegelfrei aus!

SIGMA hat einige ältere Konstruktionen jetzt endlich ersetzt, das 60-600 mm löst das alte 50-500 mm ab, das schon nicht mehr im Prospekt ist.

Verschwunden sind auch:

2.8/10 mm Fisheye DC

2.8/300 mm DG

5.6/800 mm DG

4.5-5.6/12-24 mm DG

2.8/70-200 mm DG

4-5.6/70-300 mm DG

Da sind insgesamt 8 Objektive konsequent gestrichen worden.

Und auch folgende machen schon keinen Sinn mehr:

3.5/10-20 mm DC

3.5-6.3/18-200 mm DC

5.6/300-800 mm

Die „neuen“ Objektive mit verlängertem Tubus für Sony FE, Canon R, Nikon Z und Sigma L wiegen jeweils noch einmal 110g mehr und sind 2,6 bis 3 cm länger als die DSLR-Konstruktionen.

Das ist also kaum zukunftsfähig!

Ich würde hier vom Kauf in den meisten Fällen absehen. Da kann es ja sogar sinnvoller sein, die ursprüngliche Canon/Nikon DSLR-Version mit Adapter zu verwenden.

Echte Neuberechnungen für spiegelfreie Systeme kann Sigma nur 6 Stück (DN) für die kleineren Sensoren von Sony E und mFT anbieten: 1.4/16 mm DN – 2.8/19 mm DN – 1.4/30 mm DN – 1.4/56 mm DN – 2.8/60 mm DN

Für Vollformat ist derzeit nichts angekündigt.

Aus meiner Sicht ist Sigma, trotz der offenen, optimistischen Interviews in schwerem Fahrwasser auf Schlingerkurs.

Wo bleiben endlich:

Sigma 2.8/300 mm OS?

Sigma 2.8/150 mm Macro OS

Sigma 2.0/35-105 mm OS

Sigma 4.5/50-300 mm OS

Sigma 4.5/600 mm OS

Wann kommen endlich elektronische Zoom-Motoren?

Auch die Konzentration auf Vollformat-Objektive hat Sigma nicht gut getan. Es müssen jetzt bald modernere Ojektive für alle kleineren Sensoren kommen.

 

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