Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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21. April 2026
Wald-Käuze 2024 – ROCHADE

Wir leben in der Versicherungs und Sicherheits-Blase – das sind alles nur Hirngespinste.
Wenn einer mit Macht und dicker Keule kommt, müssen wir uns bis auf’s Blut verteidigen.
In Wahrheit ist das Leben, unser aller Leben, in jeder Sekunde ein Überlebenskampf, ein Kampf um Stärke, einfaches Futter und Unversehrtheit!
Bei den Tieren ist das für geduldige Menschen auch jederzeit zu beobachten.
Weil ich den zappeligen Autofokus der Z9 leid war, habe ich sie auf manuelles Fokussieren eingestellt und zusätzlich die Farbe zurück genommen und nur das 6.3/800 mm verwendet. Allerdings lies das schwach Licht es nicht zu, wirklich kurze Zeiten zu wählen, meist mußte ich bei 1/500 oder maximal 1/1000 bleiben und RAW zusätzlich nutzen, um bei 20 BpS noch um 10.000 ISO zu bleiben.
Ich war früh um 5.30 Uhr bei den Wald-Käuzen und ihrem Nachwuchs, als sich folgendes entwickelte:

 

 

Ich habe mich an eins der schwierigsten Motive gewagt – Eulenvögel.
Nicht das sie meinen ich habe mich im Nordseestrand vergraben – ich habe ausgerechnet wieder ein neues Vogelprojekt begonnen, dem ich täglich bis zu 7 Stunden witme.
Nach Buntspecht, Grünspecht, Meise, Star, Bienenfresser, Rotkelchen, Haubentauchern, Eisvogel, Zaunkönig, Kleiber, Zwergtauchern, Austernfischer, Küstenseeschwalbe, Wasseramsel habe ich jetzt den Steinkauz im Visier.
Ausgerechnet ich, der mit Vögeln nie viel zu tun hatte und wie ein Pölking, Morris oder auch nur so gut wie die anderen Spitzen-Vogelfotografen, werde ich sicher nicht. Dafür weiß ich zu wenig, habe in der Jugend zu wenig über Vögel, Gesang, Reviere und Verhalten gelernt. Ich war immer Katzen- und jetzt auch Eichhörnchen-Mensch, das bleiben auch meine Lebens-Motive.
Aber ein Eulen-Vogel war immer ein Wunschprojekt.

Es ist vergleichsweise fotografisch gut zu aufzulösen, wenn wir bei wenig Licht fotografieren muss, immerhin stehen uns heute Teleobjektive mit f:1.2 und f:1.8 und dann noch f:2.8 und f:4.0 Lichtstärke und Empfindlichkeiten bis 6400 ISO plus Entrauschungssoftware zur Verfügung.
Und es ist auch nicht mehr so schwierig sehr lange Brennweiten für größere Distanzen zum Motiv zu verwenden, für gutes Licht gibt es 800 mm sogar schon unter 1000€. Nur jenseits 800 mm wird die Luft sehr dünn, dann helfen nur noch Konverter, Sensoren oder Spektive.
Jedoch die Kombination aus wenig Licht bei Entfernungen von 50-200m stellen eine weiterhin kaum überwindbare Hürde mit ständigen Kompromissen dar. Bewegungen sind fast gar nicht scharf einzufangen – außer mit Blitz oder Kunstlicht.

Extrem-Telefotografie
Wer noch denkt, 500-600 mm seien schon viel Brennweite und wer sich traut dann den Ausschnitt auf vergleichbar 900 mm zu nutzen, wähnt sich sicher am Ende der Telebrennweiten.
Doch trotz aller technischen Verbesserungen und hochauflösender Sensoren ist das Mitnichten das Ende der erhofften Reichweite.Auch 1200 mm, 1700 mm und sogar 2000 mm können bei kleinen Tieren mit hoher Fluchtdistanz durchaus wichtig werden – Ich sage nur Steinkauz!
Nur leider sind die Steigerungen der Vergrößerung und die sichtbaren Details keineswegs unbegrenzt steuerbar – zumindest nicht ohne Weltraum-Satelliten-Technik. Schon bei 600 mm kann kalte aufsteigende Luft, Fotos schnell unbrauchbar machen. Und auch die Unterschiede zwischen 1000 mm und 2000 mm sind vergleichsweise gering, viel geringer als die Zahlen vermuten lassen. Größtes Problem ist heute nicht mehr nur die ruhige Haltung der Kamera (da helfen IS, VR & IBIS sehr viel)sondern die vorhandene Lichtstärke, die noch kurze Belichtungszeiten und mittlere ISO-Push-Empfindlichkeiten zulässt. Ohne viel Licht gelingt meistens kein Telefoto. Nicht ganz umsonst werden die Objektive von Canon mit Anfangsöffnungen f:7.1, f:8 und f:11 so kritisch diskutiert und so oft als untauglich befunden. Das kommt aber zumeist von Fotomenschen, für die immer noch 800 ISO das Limit darstellt.
Trotzdem, für mein Projekt war die Canon R7 mit Canon 11/800 mm und erst recht mit 14x Konverter bei f:16 allenfalls an sehr klaren Tagen nach dem regen und sehr viel Licht brauchbar.
Denn bei der Kombination begegnen uns alle Hürden auf einmal. Die R7 rauscht wegen der 32 MP auf kleiner Fläche schon jenseits 1600 ISO stärker, f:11 lässt sehr wenig Licht durch und der RollingShutter der R7 kann durch Bewegungen des Objektivs oder Motivs schnell die Fotos verzerren.
Die anderen Eulenfreunde mussten mit 5.6/200-500 mm und 6.3/150-600 mm oft früher aufgeben, weil die Distanz von 60m bis 200m einfach zu groß war.
Ein 5.6/800 mm schien neben einem 4.0/600 mm plus TC die einzige Möglichkeit.

Ich hatte dann schnell die OM-1 zur Hand, denn bis zu 1600 mm bei f:4.5 sind konkurrenzlos. Aber nach ersten guten Fotos war ich trotzdem extrem limitiert durch fehlendes Licht, Abends nach 21.45 Uhr – da half dann auch irgendwann f:4.5 am kleinen MFT-Sensor nicht mehr und 800 mm sind noch deutlich zu wenig Brennweite um die scheuen und sehr kleinen Vögel nicht zu stören.
Weit entfernte Motive nah heran holen, klappt bestens, aber 16-20 cm kleine Vögel in mehr als 30-60 m Entfernung groß darzustellen und detailliert zu zeigen, ist etwas ganz anderes.
Deshalb wechselte ich notgedrungen auf Nikon Z9 mit 6.3/800 mm und 1.4x TC, Gleichzeitig eine gute Möglichkeit die Version 4.0 für die Z9 unter echten Wildlife-Bedingungen am Limit zu betreiben.
Eins wird sofort klar, ich weiß nicht, was die vielen anderen uns als Wildlife mit den tollen Nikon-Kameras verkaufen wollen, wo dann in Bildserien meist jedes Bild perfekt scharf auf dem Auge gespeichert wird – ich weiß nur, auch mit Version 4.0 habe ich weit mehr als 60% Ausschuss – wo der Fokus nicht sitzt. An schnelle Bildfolgen ist dabei gar nicht zu denken! Ganz oft wird ein Kauz gar nicht gefunden und erkannt, erst wenn ich auf Halbformat umschalte gelingt es etwas besser. Allerdings kein Vergleich zu OM-1 und erst recht nicht zu R7, R5 und 7RV, A1!
Wenn man an Menschen gewöhnte Vögel auf festgelegten Strecken abknipst, mag da mehr gehen – aber meine Steinkäuze geben einen Vogelschiss auf Internet, Nikon und Menschenvertrauen.
Mit allen 6.3/600 mm oder gar 7.1/500 mm Zoom-Objektiven braucht man da gar nicht anzutreten.
Somit bleiben für die Aufgabe aus meiner Sicht aktuell nur:
Sony A1 mit 4.0/600 mm +TC
Canon R5 mit 4.0/600 mm TC oder 5.6/800 mm – das 11/800 mm scheitert hier
Und das ist alles in der höchsten Preisschiene, da ist man mehr als 15-20.000 € los.
Deshalb kann hier nur die OM-1 mit 4.5/150-400 mm und die Nikon Z9 mit 6.3/800 mm in Frage kommen.
Die OM-1 zeigt Probleme bei 2x Digitalvergrößerung, wenn sich Motive schnell oder unregelmässig bewegen und wenn man jenseits 3200 ISO arbeitet – dann werden gute Fotos mehr zum Zufall. Und das Licht muß optimal sein.
Die Z9 zeigt immer wieder einmal seltsames AF-Verhalten, kann nicht folgen, bleibt nicht auf dem Motiv, findet die Augen nicht etc.
Wenn ich – wie sicher viele es tun – nur Vollformat nutze – dann versagt die Motiverkennung aus so grosser Distanz auf so kleine Motive häufig. Trotz der prägnanten Eulenaugen. Erst wenn ich in Halbformat wechsle und auch 1.4 x TC einsetze und das Motiv größer wird, ist der AF besser brauchbar – wenn auch weit entfernt von der “Werbe-Perfektion”.

Jeder Steinkauz kann seinen Kopf um bis zu 360° drehen – vor allem aber, er kann das schneller als eine Kamera es bisher festhalten kann – im kleinsten Bruchteil einer Sekunde wechselt der Blick von hinten nach vorne bei 180° Drehung des Kopfes.

Die Fotografie der 6 Steinkäuze unter schwierigsten Bedingungen… haben mein Wissen vertieft.
Ich weiß jetzt wieder, das alle optischen Objektivtests praktisch oft wertlos sind. Entscheidend ist nur das Licht.
Und heute auch der Sensor – mehr noch als das eigentliche Glas.
Das viel gescholtene Canon RF 11/800 mm kann ein ganz erbärmliches Objektiv sein, vor allem in hellem Sonnenlicht an der R7. Aber in anderer Lichtsituation eben auch ein sehr gutes, das den Vergleich mit 20 mal teureren Objektiven optisch kaum zu scheuen braucht.

Die OMDS OM-1 mit 4.5/150-400 mm überzeugt manchmal einfach nicht, schon gar nicht mit äußerster Brennweite und Bildausschnitt. Es hängt davon ab wie das Licht ist, der Bildstabilisator arbeitet und wie das Motiv oder ich selbst mich bewege/verwackle – dann kann es auch mal Mist abliefern. Aber meistens ist es fantastisch.

Die vielverbreitete Aussage, das Vollformatkameras immer bessere Qualität abliefert stimmt so einfach nicht. Es kann so sein, muß aber nicht – ich habe genug Beispiele mit OM-1, R7, Fuji X-H1 wo es nicht so ist und sehe fast jeden Tag Fotos mit der Nikon D500, die Vollformat sogar überlegen sind.

Ich habe inzwischen auch kein wirkliches Verständnis mehr für Menschen, die Tele-Fotografie und bewegte Motive mit Einzelbildmodus oder auch nur mit 5 B/Sec betreiben. Sie verpassen so viele atemberaubende Momente…

 

Erst wenn wir Menschen drastisch reduziert sind, wird es wieder mehr Tiere geben – das ist meine Erkenntnis.
Wo sollen die Tiere denn hin? Wenn wir alles betonieren oder fällen oder vergiften? Sicher gibt es jetzt spannende Begegnungen direkt in den Städten oder um unsere Häuser – aber dort wo die gebaut sind haben vorher viele Tiere und Pflanzen gelebt und jetzt suchen sich die letzten anderen Lebewesen nur einen Platz wo sie noch bleiben können.
Darüber können wir nicht froh sein!
Die Tierarten und Exemplare werden jetzt so schnell weniger, dass sich an jedem scheinbar spektakulären Motiv gleich dutzende Fotografen mit langen Tüten einfinden.
Und zu den langen Tüten gleich noch eins, Tamron, Sigma und Canon haben dafür gesorgt das Brennweiten wie 500 mm, 600 mm und jetzt sogar 800 mm und 1200 mm für fast jeden erschwinglich sind, der sich eine neue spiegelfreie Systemkamera kauft. Leicht, handlich, schnell, verwicklungsarm, scharf und preiswert – ist nur um 1000€. Was dazu führt, das Menschen wie ich immer mehr in der Horde stehen müssen und jedes Lebewesen schnell “totfotografiert” ist.
Es ist auch fast egal, welche Kamera dahinter ist, heute wird alles stabilisiert, enttäuscht und geschärft und fertig ist das Supi-Bild.
Schön ist das alles nicht mehr!

 

 

15. August 2018
Apple iPad 2018

Ich bin extrem genervt vom MacBook Pro,
dessen Monitor sich auflöst und den Apple nach 4 Jahren einfach nicht mehr bereit ist zu ersetzen. Das Problem kommt bis in die neueste Generation vor.
Wenn ich im Netz recherchiere ist mir aber ein Smartphone oft zu klein, zu unübersichtlich und schnelles Schreiben mühsam – also mache ich das auf einem MacBook. Doch da besteht das große Hindernis, dass der Seitenaufbau erheblich mehr Datenvolumen verbraucht als mit Smartphones und Tabletts.

Also muss wohl oder übel eine Neuorientierung statt finden, weg vom Notebook, hin zum Tablet mit Tastatur und Stift. Bisher hat mich Apple bei den IPads nur kurz gefesselt und dann sehr enttäuscht. Die Ursachen dafür sind auch beim IPad 2018 nicht beseitigt. Es ist mir gleich schon zu schwer und zu dick um es länger in der Hand zu halten. Die kalte, auf Kratzer, Beulen und Schäden wartende Rückseite ist einfach nur grausam – ich will da kein kaltes Metall, sondern aufgerauten, wertigen Kunststoff oder Belederung.
Klar das gibt es ja auch, mit den meisten Schutzhüllen, aber dann wird es noch einmal deutlich schwerer.
Mein Samsung Galaxy S2 ist gut 100g leichter, deutlich dünner und bietet gleich die gewünschte Oberfläche und hat in 2 Jahren keinen Anlass zur Kritik gegeben.
Klar die Farben sind längst nicht so gut und für Vergleichsfotos ist es kaum geeignet.
Nur missfällt da natürlich die Anbindung an Android, an Google und zwei notwendige Konten bei Samsung und Google.
Da bleibt die Apple-Lösung sympathischer.
Das weitere Problemfeld ist die Speicherproblematik und Anbindung an Fotos und Dokumente. Sicher, für “Klaut”-Nutzer ist alles perfekt – bis zum ersten Datenklau oder Datenverlust.
Will man das umgehen wird es weiterhin schwierig.
Das schöne AirDrop teilen funktioniert nicht mit Hotspot-Verbindung sondern nur im WLAN-Netz – Hurra!
Ich habe das neue IPad 2018 mIt 128 GB Speicher ausprobiert und davon sind dann auch rund 120Gb verfügbar.
Aber einfach microSD mit 256GB nutzen ist die weit bessere Lösung für 60€.
Leider sind die neueren Galaxy S3, S4 auch deutlich schwerer geworden und liegt zwischen S2 und iPad. Also wieder warten bis ein S5 kommt oder sich ein anderer Konkurrent auftut.
Apple braucht dringend Konkurrenz.
Beim Surface von Microsoft ist man wieder an Windows gefesselt – auch keine Lösung.

Es ist eine technische Katastrophe und Apple überzeugt immer weniger, ganz abgesehen vom Fantasiepreis.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

14. August 2018
Sony – Zeit-Alter?


Frische Gedanken:
Was Nikon jetzt offenbart hat, Z6 & Z7 und dazu 4 neue Objektive, von denen ich keins brauche… bedeutet das, was ich befürchtet habe – entweder mit Adapter und Einschränkungen leben oder 3-5 Jahre warten auf Nikon und hoffen , dass 2.8/300 mm, 4.5/50-300 mm, 4.0/12-24 mm erscheinen…
Ich bin nicht gut im hoffen – ich lebe jetzt.
Mal sehen wie das angekündigte Nikon 5.6/500 mm VR PF ausfällt, aber es ist eben lichtschwach und wäre besser ein ausgewachsenes 5.6/600 mm VR PF geworden.
Trotzdem, die Chancen schwinden, dass in den kommenden Jahren ein zweiter Hersteller Sony im Vollformat Paroli bieten kann.
Sony’s Schwäche bleibt aber Halbformat – genau wie bei Canon. Hier werden Fuji und wohl auch Nikon einen anderen Weg einschlagen.
Vollformat ist nur wirklich wichtig mit höchster Auflösung, sonst ist Halbformat spannender.

Ich mache mir das nicht leicht, zumal 16.000€ für ein leichtes 2.8/400 mm plus Konverter und Kamera ein verrückter Betrag sind.
Meine Suche nach einer Einstiegsdroge hält an, womit steige ich bei Sony preiswerter ein?

mit der 7III – oder gar älteren Alpha Gehäusen = um Himmels Willen nein!
mit Tamron 2.8/28-75 mm – auf keinen Fall, optisch zu schwach.
mit 12-24 mm und 100-400 mm – nicht billig und habe ich von anderen Marken in bester Qualität (14-24 mm).
mit 2.8/90 mm Macro – sehr teuer, geht wieder nicht mit Konvertern und ist eben kaum spektakulär.
mit 4/24-105 mm? Hat mich schon bei Canon immer gelangweilt – auch wenn es viel abdeckt.
mit Sigma 1.4/35 mm ART & 1.8/135 mm ART? Verschlingen auch gut über 2200€, sind lang, schwer und schnell veraltet, aber optisch bestechend.
mit 1.8/85 mm? Zu teuer für die Leistung.
Und alle anderen Sony Objektive überzeugen mich erst recht nicht. Es ist alles noch sehr dünn…

Wie wird das jetzt erst mit Canon und Nikon?

Nachdem in den letzten 100 Jahren Marken wie: Leica, Pentax, Nikon und Canon die Fotogenre beherrscht und geprägt haben – muß man jetzt doch gestehen, dass der Thron an Sony verloren gehen könnte.
So sehr ich auch die letzten Jahre gegen Sony aufbegehrt habe (so sehr wie ich es auch zuvor gegen Leica, Pentax, Nikon und Canon und andere getan habe) – so sehr muß ich jetzt doch auch realisieren was passiert und einen Blick in die Zukunft werfen.
Kameras mit Sucherprisma wird es weiter geben, keine Frage und sie werden in der Kälte, in der Hitze und bei anderen Gelegenheiten Vorteile verteidigen. Nur wer die modernsten, schnellsten Kameras braucht und sich Vorteile vor anderen Fotografen verschaffen will, muß spätestens jetzt auch Sony, Panasonic, Olympus und spiegelfreie Kameras mit ins Kalkül einbeziehen.

Was Canon und Nikon da bisher gezeigt haben war sehr enttäuschend, sie haben 6-10 Jahre vertan und verloren – das fliegt ihnen jetzt um die Ohren – die Verkäufe sinken dramatisch.
Auch Sigma und Tamron haben sich viel zu lange an Canon und Nikon geklammert und beide rutschen jetzt mit den Abhang runter – da hilft auch alles Geschrei um ART-Linsen nichts.
Ganz abgesehen das der “Angstgegner” Smartphone mit KI lauert und alles auf dem Kopf stellt – Zoomen mit Linsen wird dort nicht mehr nötig sein, superlange Brennweiten sowieso nicht und alle gelernte Fototechnik wird gerade zerpflückt und ad absurdum geführt.

Betrachten wir das Premium-High-End-Produkt neu:
Der Preis der Alpha 9 war heiß – 5300€ wollte Sony in Deutschland für die Alpha 9 haben, inzwischen wurde er auf 4300€ angepasst.

Das ist für bestimmt 95% aller Fotofans deutlich zu viel, zumal ja noch Objektive und ein entsprechender Rechner dazu kommen.
Auf den ersten Blick meinten einige, betrachtet man die Preise der Nikon D5 – 7000€ und Canon 1DXII – 6300€ – die Sony 9 sei preiswert.

Aber, wer eine Kamera wie die Alpha 9 will, braucht ein komplett neues System… Objektive, Blitze, Speicherkarten, Akkus
Jetzt, 1 Jahr danach ist einiges anders, Nikon hat zwar eine extrem gute D850 gezeigt und verkauft sie gut – aber beide Platzhirsche (Canon und Nikon) haben endlich erkannt, dass kein Weg mehr an spiegelfreien Hochleistungskameras vorbei führt. Sie arbeiten beide mit Volldampf an Vollformatkameras der Preisklasse 2000€ & 4000€.
Das weiß auch Sony und der Aufsteiger tut das einzig richtige und senkt die Preise für die Alpha 9 und verdient aber sein Geld mit der 7III und 7RIII.

Für mich hat die Vorstellung der jüngsten Sony Objektive alles verändert – 4.0/12-24 mm – 4.5-5.6/100-400 mm und vor allem ein leichtes 2.8/400 mm überzeugen!
Canon hat zwar auch ein frisches 100-400 mm zum günstigeren Preis – aber eben nicht für spiegelfreie Technik, Nikon hat keines dieser Objektive spiegelfrei und beide werden noch Jahre brauchen um hier Paroli bieten zu können. Egal welche Adapter auch kommen, Sony wird bei diesen wichtigen Brennweiten Jahrelang im Vorteil sein.
Zumal Nikon gerade erst neue Superlele vorgestellt hat und ich Zweifel habe ob Canon’s geplante Tele-Neurechnungen schon für spiegelfreie Kameras ausgerichtet sind…
Vor allem die Tele-Fotografie rutscht rasant ins spiegelfreie Zeitalter und Sony und Panasonic/Olympus haben dabei mächtigen Vorsprung.

Die technisch innovativsten Kameras am Markt sind derzeit:
Leica SL – 6900€
Sony Alpha 9 – 4800€
Nikon D850 – 3900€
Fujifilm X-H1 – 1900€
Olympus E-M1II – 1600€
Panasonic GH5 – 2000€
Panasonic G9 – 1600€

Die Kluft zwischen Vollformat und Halb- oder Viertel-Format ist gigantisch.
Im Vergleich zur GH5 ist die Sony etwas schneller und hat den größeren Sensor – daraus folgere ich, maximal 4000€ erscheinen mir bei der Alpha 9 als angemessen, eher 3500€.
In Wahrheit hat sich Sony aber einfach am Canon-Preis orientiert… und nicht an seinen realen Entwicklung & Produktionskosten – klar scheint mir auch, dass Sony im ersten Produktzyklus allenfalls 1/10 der Menge einer Canon EOS 1DXII verkaufen kann – vielleicht sogar nur 1/100 – je nachdem ob sie von einigen Erstkäufern akzeptiert wird.
Inzwischen – nach 1 Jahr, ist klar, die Verkaufszahlen der Sony Alpha 9 sind nicht gut, nicht einmal so gut wie das Sony erwartet hat.
Heute ein Jahr nach Vorstellung kaufen die Menschen eine Alpha 7III für 2300€ (ungeachtet des schlechten Suchers!) oder allenfalls eine Sony Alpha 7RIII für 3300€.
Sony tut jetzt das, was ich vor einem Jahr empfohlen habe, sie verschenken den Akkugriff im Wert von 350€ dazu und geben eine 4 Jahre Versicherung gegen Kameraschäden dazu.
Zusätzlich gibt es eine Cash-Back Aktion von 400€ auf das Kameragehäuse – also de Facto ist die Kamera jetzt für 4200€ inklusive Handgriff und Versicherung zu haben.
Dazu ein neues AF-Firmware-Update, das die Kamera nun wirklich schneller und sicherer im AF macht.

Im Vergleich zur Canon und Nikon sollte auch nicht unterschlagen werden, dass beide DSLR-Modelle einen Akku-Griff integriert haben, der bei Sony mindestens 350€ kostet und letztlich für High-Speed-Fotografie unverzichtbar ist – zieht Sony also mit Canon 1DXII etwa gleich:
Alpha A9 = 4300€
Griff = 350€
Zusatz-Akku = 80€
Gesamt: 4630€

Glas-Prisma, Spiegelmechanik, Verschluss, Abdichtung, Haltbarkeit scheinen mir aber schon auf den ersten Blick erheblich aufwendiger und teurer in der Produktion – ergo ist die Sony erheblich zu teuer.
Die beste Kamera der Fotowelt für alle Motive, mit der größten Ausgewogenheit, bleibt mit weitem Abstand die Nikon D850.
Da kommen Sony 7RIII, Canon EOS 5DIV, Pentax K1II bei weitem nicht ran. Und wenn man wie ich vieles mit dem kleineren Sensor realisieren kann, ist es die Panasonic G9.

Die Fujifilm scheint mir halbwegs fair ausgepreist, die Olympus war Anfangs zu teuer und die Panasonic ist im Vergleich zur Sony fast ein Schnäppchen und ob Sony überhaupt so schnell und präzise fokussieren kann – auch in Serie – muss sie erst beweisen – bisher hat das mit keinem Sony-Modell gegen eine Panasonic GH funktioniert.

Sicherlich bringt der 24 MP Vollformat-Sensor im Weitwinkel-Brennweitenbereich und bei einigen Motiven und schwierigen Lichtsituationen Vorteile, da er 2-3 Stufen geringeres Bildrauschen jenseits 3200 ISO zeigen kann (im Vergleich zu mFT) und besonders hohe Dynamik zeigt.
Doch für nur 1500€ gibt es eine kaum langsamere Olympus E-M1II oder die perfekte Video- und Sportabstimmung in der Panasonic GH5 – die Objektive sind erheblich kleiner, unauffälliger, unempfindlicher und preiswerter und es sind mehr als 50 verschiedene Objektive im Angebot.

Sony hätte eine echte Kampfansage machen müssen – die Kamera Alpha 9 für 3500€ oder im Kit mit Griff und 2.8/24-70 mm für 6000€

Aber sie haben natürlich probieren wollen, wie viele Menschen sich die Kamera für einen sehr hohen Preis kaufen – Schließlich gibt es inzwischen sehr viele Menschen auf dem Planeten, die nicht selten auf Kosten aller anderen sehr reich geworden sind.

Ich bin der Überzeugung das spiegelfreie Systemkameras ohne Glasprisma erheblich preiswerter zu planen und zu produzieren sind, es entstehen weniger Materialkosten und daher müsste der Preis signifikant unter vergleichbaren DSLR-Modellen liegen.
Beispiel, eine Olympus E-M1II kann bei aller Technik eigentlich nicht wesentlich teurer sein als eine Canon EOS 80D…
Doch ich vermute, wir werden das Gegenteil erleben, dass DSLR-Kameras rasant teurer werden und uns die Spiegelfreien bald preiswert vorkommen.

Ich finde es dumm, die Alpha 9 als reine SPORT-Kamera zu positionieren.
Der Fehler wird immer wieder gemacht. Es gibt Landschaftskameras, Studiokameras und Kameras für die allgemeine Fotografie.
Aber es gibt bis heute keine Kameras die spezialisiert sind auf Porträt-Fotografie oder gar auf Wildlife-Fotografie.
Der Reportage-Profi kann die Alpha 9 vielleicht auch gut nutzen. Doch was soll der Hochzeit- und Porträt-Fotograf damit? Klar der muß sich an die langsamere, unharmonische Alpha 7RIII halten. Und für alle Sparbrötchen gibt es die heillos überteuerte Alpha 7III.
Also für mich würden folgende Vollformat-Kameras 5-9 und APS-C Halbformatkameras (5000-9000) viel mehr Sinn machen:
Alpha 5 für den preiswerten Einstieg für 1300€, 24 MP, 5B/s
Alpha 6 für den Aufsteiger für 1700€, 24 MP, 8 B/s
Alpha 7R für Landschafts- und Studiofotografie, 64 MP, 5 B/s
Alpha 7SP für Sport und Presse, 24 MP, rauscharm, 20 B/s
Alpha 9 für High-End-Fotografie 50 MP, noch rauscharm, 10 B/s
Alpha 9W + Alpha 9000W für Wildlife, 3500€, 20 MP, sehr rauscharm, 15 B/s

 

Nachteil Sony:
– noch unsicherer Service
– Farben nur mit RAW einwandfrei
– sehr hohe Preise
– sehr kurze Produktzyklen

Vorteil Sony:
+ modernste, leichteste Objektivrechnungen der GM-Serie
+ Vollformat & 5 Achsen Bildstabilisierung für alle KB-Vollformat-Objektive der Fotowelt (mit Adapter)
+ Sensoren auf dem modernsten Stand der Technik
+ konsequentes und transparentes System für die nahe Zukunft
+ Sony gibt Gas – Sony will die Profis
+ Josua Baba (ehem. Nikon)  im Pro-Service

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht

6. August 2018
Das BESTE Tele-Objektiv

So wurde das neue Sony 4.5-5.6/100-400 mm GM dieser Tage gerne betitelt – DXO meinte mal wieder theoretische Messergebnisse verbreiten zu müssen.
SORRY, der Kern mag richtig sein,
aber schon die Überschrift impliziert etwas falsches – ein ZOOM wird nie das schärfste Tele-Objektiv am Markt sein.

Wie man bei erfahrenen Testern und Fotografen nachlesen kann, haben Tele-Zoom-Objektive IMMER bei der Anfangsbrennweite oder im besten Falle bei einer mittleren Brennweite die höchste Auflösung.
Im Vergleich mit einer festen Brennweite verliert jedes Zoom, erst recht bei Endbrennweite und offener Blende.

Ich habe jetzt seit 30 Jahren mit allen Tele-Zooms und Tele-Festbrennweiten aller Marken intensiv gearbeitet.
Habe meine Kameras immer noch den bestmöglichen Objektiven gekauft und nicht umgekehrt, wie es sonst gemacht wird – für mich ist völlig irrelevant welcher Markenname an der Seite steht.
Das Schärfenergebnis und die Fehlerfreiheit hängen auch in hohem Maße vom Autofokus, vom Sensor, von der Bildstabilisierung, (bzw verwendetem Stativ, Kopf, Befestigung, Untergrund), der Atmung und nicht zuletzt der Erfahrung mit Tele-Objektiven, ab.
Wer mit einem Tele arbeiten und höchste Schärfe/Auflösung will und die Kosten nicht scheut, wird sich heute die beste und schnellste Kamera am Markt kaufen (Sony Alpha 9 – mit Abstand folgen: Nikon D500, D5) und wird eher als zweite Kamera wohl ein Vollformat-Gehäuse nutzen (Nikon D850 – EOS 5DIV) und dann zeigen 2.8/400 – 4.0/500 – 4.0/600 mm – 5.6/800 mm ihre Stärken.
Wer leichter und freihand arbeiten will, oder muß, wird sich gerne ein Tele-Zoom zulegen, auch da ist es nicht so schwer das beste am Markt durch echte Vergleiche heraus zu finden:
1. Sony 4.6/100-400 mm GM
2. Canon 5.6/100-400 mm L IS II
3. Nikon 5.6/200-500 mm VR
4. Fujifilm 5.6/100-400 mm
5. Sigma 6.3/150-600 mm Con.
6. Tamron 6.3/150-600 mm G2

Sony hat gewaltig Schritte beim AF getan, der AF ist jetzt in Schnelligkeit, in Motiv- & Augen-Erkennung und auch oft in der Präzision, überlegen. Eine Alpha 9, Alpha 6400 – die inzwischen preiswert zu haben sind ändern alles!

Also wer Sony kauft, kauft teuer – der Preis ist mit 2600€ fast schon absurd (weil geringe Stückzahlen).
Der Nachfolger des 5.6/70-400 mm sieht bei 400 mm etwas besser aus. Es ist mechanisch solide, hat eine aufwendige Blende und einen guten Abbildungsmaßstab (aber Canon kann es noch besser).
Der AF ist an allen Alpha 7 Kameras der ersten und zweiten Generation war nicht sonderlich schnell, die Generation 3 und noch deutlicher die Alpha 9 haben das grundlegend geändert.
Jeder kann glauben was ihm plausibel erscheint.
Aber ein bestes Tele-Zoom hängt von vielen Kriterien ab – die man kennen sollte.
Und DXO ist ein theoretisches Testmuster, das sich in der Praxis als wenig tauglich erweist.

Oft, wenn Motive ihre Entfernung zur Kamera ändern sind Zooms ein wichtiger Foto-Partner. Im Tierpark und auch in der Wildnis ist ein Zoom eine sehr wichtige Zusatzausstattung zum 2.8/300 mm oder 4.0/500 mm.

Mehrere schwere Festbrennweiten kann man oft nicht mehr mitnehmen und es wird auch zu teuer, da man für jede letztlich ein Kameragehäuse braucht, da der Objektivwechsel sich häufig schwer bis unmöglich gestaltet.
Sinnvoll ist es aber 1.8/135 mm – 2.8/300 mm und ein 4.0/500 mm mit Konvertern zu besitzen, wenn man sich intensiv mit Tier-Fotografie beschäftigt.
Die neuesten Zoom-Objektive, insbesondere von Sony und Canon, haben aber noch einen ganz anderen Vorteil, sie fokussieren erheblich schneller als die Super-Tele-Festbrennweiten – da in denen viel mehr Glas bewegt werden muß und auch durch die Lichtstärke und reduzierte Schärfentiefe Fokusfehler schneller auffallen und präziser korrigiert werden muß. (Sigma, Tamron, Sony sind bisher leider eher langsam mit der Fokussierung in den Zooms)

Lichtstärke f:4.0 finde ich meist erstrebenswert, aber das haben viele Entwickler noch nicht erkannt, es fehlt unbedingt ein 4.0/50-300 mm
und aus dem 4.0/200-400 mm sollte besser ein 4.0/100-400 mm oder sogar ein 4.0/100-500 mm werden.
MFT ist sicherlich tagsüber auch sehr gut einsetzbar, vor allem an der G9 mit dem 20 MP Sensor ohne Filter – hier ist auch die vergrößerte Schärfentiefe meist ein Gewinn, aber auch hier fehlen noch mutige Objektive: 2.0/150 mm – 4.0/400 mm – 5.6/500 mm – neuester Bauart.
Auch für Fujifilm Halbformat ist eine noch viel schnellere Kamera mit größerem Akku und Tele-Festbrennweiten sehr wichtig, denn das 5.6/100-400 mm ist nur ein sehr guter Anfang – 2.4/200 mm – 2.8/300 mm – 4.0/400 mm sollten folgen.
Ein Problem wird aber bei MFT und erst recht bei 1″ Sensoren immer bleiben – der kleine Sensor reagiert mit zu hohem Bildrauschen in der Dämmerung – bei spätestens 1600 ISO ist schluß – daher verwenden die meisten lieber Halbformat-Sensoren – denn eine kurze Belichtungszeit ist oft zwingend erforderlich.

Eine Sony Alpha 9 mit 5.6/100-400 mm etabliert sich langsam als verlässlicher Partner für die professionelle Tier-Fotografie und auch das vorhandene 2.8/400 mm schneidet mindestens so gut ab, wie die Brennweiten von Nikon und Canon. Im Sportbereich hätte ich derzeit noch große Bauschmerzen wenn ich mit Canon und Nikon DSLM-Technik losziehen müßte.

Ein lautloses System ist sehr wichtig, ein Sensor mit geringstem Bildrauschen und großen Reserven sowieso und eine hohe Serienbildgeschwindigkeit über einen längeren Zeitraum ist auch nützlich, aber ohne die besten und schnellsten Objektive – fehlt das wichtigste.
Ich halte in der Praxis im Tele-Bereich auch gar nichts von Adapterlösungen, schon Konverter sind problematisch genug.
Deshalb auch immer wieder mein Gedanke, Canon und Nikon können sich nur retten, wenn moderne, lautlose Kameras ohne Spiegel mit identischem Auflagemaß erscheinen.
Und an den neuesten Tele-Objektiventwicklungen von Canon, Nikon, Sigma, Tamron ist auch genau das ablesbar – eine schlankere Kamera – für die man komplett neue Objektive braucht oder einen Adapter ist nicht wirklich akzeptabel.
Auch der Ansatz von Canon M ist für anspruchsvolle Fotografie falsch, so wie der von Nikon 1 falsch war. Wenn der Fehler wegen der 2-3 cm Gewinn an geringerer Bautiefe beim Vollformat und beim Nikon Halbformat wiederholt wird – dann gewinnen Fujifilm und Sony das Rennen.

und – das Canon und Nikon unbedeutender werden – dass kann letztlich niemand ernsthaft wollen.