Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
umfangreichste und ausführlichste Test-Sammlung
aller Autofokus-OBJEKTIVE
im Internet – Weltweit! 383 Tests!
Alle Berichte auf Deutsch und für jeden verständlich –
Alle bedeutenden Autofokus-Objektive in der Praxis getestet und beschrieben – unabhängig
und nicht erzwungen wirtschaftlich korrekt; alle Berichte ständig erweitert und ergänzt –
nur hier ungekürzt und klar!
& persönliche Beratung für jedes System und alle Objektive!

 

22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

20. August 2018
Photokina 2018

Die Photokina ab jetzt immer jährlich. Das hatte ich schon vor langer Zeit gefordert und bewerte ich daher positiv. Technische Entwicklungen laufen immer schneller und es kommen immer schneller neue Objektive, Zubehör und verbesserte Kameras auf den Markt.
Nur im Foto-Handel, der ja immer weniger in Geschäften existiert, sind diese neuen Dinge oft nicht mehr zu bewundern oder gar anzufassen.
Kein noch so engagierter Fotohändler kann heute alle Neuheiten noch bestellen oder gar „Muster“ für interessierte Kunden bereit halten.

Deshalb wird eine jährliche Photokina eher wichtiger als unwichtiger, wenn man sich für die Foto- & Video-Branche und für Drohnen, virtuelle Realität und neue Technik interessiert.
Sogar große Festivals wie Glanzlichter in Fürstenfeldbruck müssen jetzt ausweichen, denn im Mai fast zeitgleich mit der Photokina um Besucher zu wetteifern macht wenig Sinn, Glanzlichter wird auf Ende August verlegt.

Der Mai-Termin für die Kina ist aus meiner persönlichen Sicht sehr ungünstig gewählt. Für das immer noch wichtige Weihnachtsgeschäft ist er viel zu früh und für meine Fotosaison viel zu spät. Zumal ich im Mai lieber auf Reisen als in Messehallen bin.
Da ist es dann eben spannender mir Neuheiten, die mich nur zweitrangig oder zum Vergleich interessieren, bei den Glanzlichtern oder dem GDT-Festival in Lünen anzusehen.
Nikon und wohl auch Canon haben sich darauf eingeschossen um die Photokina herum ihre wichtigen Neuheiten 2018 zu platzieren – wichtig vor allem für das Weihnachtsgeschäft. Wobei ich bis heute nicht wirklich verstanden habe, warum sich Menschen zu Weihnachten Kameras und Objektive kaufen oder schenken – man kann nicht alles verstehen.
Ich liebe neue Kameras Anfang des Jahres, bevor meine intensivste Fotozeit beginnt. Am liebsten gleich im Januar/Februar, dann ist noch einige Wochen Zeit sich intensiv mit den neuen Geräten auseinander zu setzen.

Ein kleiner Vergleich: (danke an Camerasize!)

Die “Sensorjünger” werden gleich für den großen Sensor der Sony Alpha 9 stimmen. Doch wer genau hinschaut, entdeckt leicht, das die Proportionen hier nicht stimmen!
Die Panasonic G9 halte ich für die griffigste, am logischsten und besten bedienbare Kamera aller spiegelfreien Gehäuse!
Sie sollte das Vorbild für Canon und Nikon sein – den großen Griff, das Display, den voll beweglichen Monitor und ausreichend Platz zwischen Fingern und Objektiv realisieren.
Doch die “Sensorjünger” werden weiter brav mehr das doppelte – 4300€ oder abgespeckt zumindest 2300€ (7III) ausgeben müssen für vergleichbare Technik.
Also wenn Vollformatkameragehäuse kleiner sind als mFT-Viertelformatgehäuse – dann stimmt etwas nicht.

Nikon versteht das:

Was bringt also die Kina 2018?
NIKON lässt die Hosen runter und zeigt ein neues Bajonett und wohl zwei neue Kameras mit 3 neuen Objektiven. Eine dritte Kamera soll Anfang 2019 vorgestellt werden, um sich gleich richtig zu platzieren. Preiswert scheint das alles nicht zu werden, die beiden Kameras werden beide über 2500€ kosten.

Das neue Bajonett kommt und das alte F-Bajonett bleibt nur noch in der Spiegelreflexwelt erhalten. Ein Adapter kommt auch – aber letztlich nur als Trostpflaster, denn neue spiegelfreie Kameras mit hochauflösenden Sensoren machen nur Sinn, wenn man dafür auch neueste, speziell gerechnete Objektive verwendet. Das haben schon Panasonic, Olympus, Leica und Sony bewiesen. Und auch der beste Adapter wird daran nichts ändern können, weder bei Nikon noch bei Canon.

Ein 4.0/24-70 mm wird erscheinen und von 35 mm und 50 mm Festbrennweiten ist die Rede. Für mich sind die alle langweilig und kein Kaufgrund. 50 mm verwende ich viel zu selten und selbst lichtstarke 35iger brauche ich nicht wirklich häufig und ein mäßig lichtschwaches Zoom das dann wieder im spannendsten Bereich bei 70 mm endet, schon gar nicht. Im Gegenteil, diese Zooms waren mir schon immer verhasst. Nur mit dem Canon 2.8/24-70 mm L II habe ich mich zwangsweise angefreundet, weil es noch leicht und optisch einwandfrei und sichtbar besser als alle anderen Canon- Zooms in diesem Bereich ist. Auch Nikon, Sony, Pentax, Leica, und schon gar nicht Sigma oder Tamron haben dem auch nur annähernd Paroli bieten können.
Das neue Nikkor wird vermutlich etwas leichter und hoffentlich optisch überragend – aber es bleibt ein blöder Bereich und bei nur noch f:4.0 werde ich immer lieber das Olympus 4.0/12-100 mm PRO IS verwenden!

Hoffentlich schafft Nikon eine richtig gute, kamerainterne Bildstabilisierung in 5 Achsen, sonst sehe ich schwarz für das ganze Projekt. Daran sind schon Leica und Canon unsinnigerweise mit ihren Konzepten gescheitert (Leica SL, TL, Canon EOS M) und Fuji kämpft mit der X-H1 da auch auf verlorenem Posten. Bildstabilisierung muss heute zwingend in die Kamera und zusätzlich in Teleobjektive – alles andere ist für mich nicht akzeptabel und schon gar nicht zukunftsweisend.
Sony hat es gerade noch erkannt und mittlerweile auch im Vollformat ganz brauchbar umgesetzt (Generation III).

Also bei Nikon wird das Konzept spannend und wenn sie Ausblicke auf das künftige System geben – ich befürchte aber, dass sie sich wie bisher traditionell von ihrer Kundschaft nicht in die Karten schauen lassen.
Das ist dumm und nicht mehr zeitgerecht. Fujifilm und Pentax machen das richtig – transparent zeigen was in Planung ist und abfragen wie potentielle Kunden darauf reagieren.

Panasonic, Olympus, Sony und Canon müssen da auch noch viel lernen!

 

CANON folgt Nikon mit neuem Bajonett und Adapter. Und dazu dann 4 Objektive ankündigen.
Gleichzeitig wird Canon vermutlich seine veralteten DSLR-Gehäuse renoviert neu anpreisen, also EOS 7DII und EOS 80D und auch eine EOS 5DSR- Nachfolge sollte in Realisierung sein.
Die Profikameras von Canon 5D und 1DX und Nikon D5 werden sicher erst im Laufe 2019 überarbeitet und vielleicht erst 2020 zur Olympiade fertig.

SONY wird dann sicher eine Alpha 9II vorstellen. Apropos, Sony wird die CashBack-Aktionen für die Alpha 9 einstweilen auslaufen lassen um dafür den Gehäusepreis erneut zu senken und vor Weihnachten wird es dann sicher zusätzlich wieder CashBack geben. Denn die Kamera muss Verbreitung finden und ins System locken, sonst sterben Sony’s Träume jung. Zur Kina könnte Sony dann die erwartete 7sIII enthüllen und die Videofilmer locken. Offensichtlich wird auch eine Road-Map mit weiteren Objektiven enthüllt (24 mm – 35 mm – 135 mm – 500 mm – 600 mm – 250-600 mm) – die weitere Überraschungen bieten und Canon und Nikon das Leben sehr schwer machen könnten. Durch die veränderte Bauweise und erheblich reduziertes Gewicht könnte Sony schnell zur Nummer EINS im Tele-Bereich aufsteigen und auch das angekündigte 250-600 mm wird den beiden DSLR-Anbietern gefährlich werden.
Es muss auch endlich eine neue Alpha 6000 erscheinen und darüber ist auch noch viel Luft für eine veränderte Bauweise – so wie es Fuji geschickt realisiert hat. Aber dazu gibt es noch keine schlüssigen Informationen.

OLYMPUS hat wohl keine neue Kamera fertig und wird erst Anfang 2019 – zum 100Jährigen Firmenjubiläum präsentieren. Ein E-M1II Nachfolger ist fällig, aber ich vermute, das man Fuji und Panasonic nacheifern könnte und eine neue Kamera-Serie auflegt, noch teurer, größer und besser ausgestattet. Auch ein neues Super-Tele soll kurz vor Fertigstellung sein. Ein 1.2/12 mm ist wahrscheinlich und alles andere bleiben vorerst wohl Wunschträume. Also zur Kina präsentiert Olympus in Halle 1 seinen großzügigen Foto-Playground und einen Kameraverleih aber wohl kaum anfassbare Neuheiten.

PANASONIC hat in den letzten 12 Monaten alles renoviert und verbessert, die wichtigsten System-Kameras sind alle auf aktuellen Stand. Doch als Sensation wird der Einstieg ins Vollformat gehandelt – im Frühjahr 2019 erscheint eine erste Vollformat-Kamera von Panasonic.
Nur bei den kompakten Kameras ist viel Luft für Verbesserungen und in dem Bereich wird es wohl auch Neuheiten geben. Weitere Objektivneuheiten sind mir bisher nicht bekannt.

 

FUJIFILM bringt die X-T3, ich hoffe der neue Sensor bringt echte Verbesserungen und die Bedienung und Akku konnten weiter optimiert werden.
Ansonsten hat Fuji ja die Katze schon aus dem Sack gelassen und kann nur mit Mittelformat noch etwas überraschen.

 

Sensorenfertigung
Machen sie sich frei von dem falschen Gedanken, dass Nikon, Fujifilm, Pentax ihre Sensoren von Sony bekommen.
Das stimmt so nicht und hat nie gestimmt.

 

Tele-Fotografie:

Ich sehe, das Canon und Nikon die schnelle Telefotografie verlieren.
Panasonic, Olympus, Sony und sogar Fujifilm haben DSLR ausgebremst und deren neueste Objektiv-Konstruktionen werden Sigma, Tamron, Canon und Nikon zwingen alles zu überarbeiten und das wird lange dauern.
Bei allen, außer Canon werden die nächsten 4-6 Jahre vergehen, bis diese Hersteller mit leichteren, schnelleren Objektiven zu den jetzigen Neuheiten aufschließen können.
Das ist für Berufsfotografen und Fans eine heute viel zu lange Zeitspanne.
Klar ist Sony zu teuer für sein Vollformat, das werden sich trotzdem nur die wenigsten leisten und auch die anderen drei sind keineswegs preiswert und der Verzicht auf gewohntes Vollformat wird viele schmerzen. Doch ich denke nicht, das sich die Fan-Träume realisieren lassen, nicht Vollformat wird die Fotogrfaie dominieren, sondern deutlich kleinere Sensoren. Das deutet sich mit Smartphones bereits erschreckend an, aber auch 1“ Zoll Kameras liefern fast unglaubliche BQ bis 800 ISO und mFT-Kameras sowieso.

Größere Sensoren als Halbformat werden kaum noch notwendig sein. Auch Sony weiß das und betreibt Vollformat mehr als Prestige-Projekt.
Wenn Nikon und Canon jetzt mutig gewesen wären, hätten sie neue, superschnelle, spiegelfreie Halbformatkameras auf den Markt gebracht. Nur da können Sie Sony schlagen und nur da können Sie ein solides Gegengewicht zu mFT setzen.
Vollformat könnte von Mittelformat gefressen werden, wenn MF preiswerter wird.
Ich vermute ja, die Kina 2018 wird eine Mittelformat-Show mit neuen Kameras von jedem Mittelformat-Hersteller.

Der Anspruch an hochlichtstarke Festbrennweiten wird heute dominiert von den Video-Filmern – leider – denn manuell fokussierende Festbrennweiten sind sicher die Kategorie Objektive die ich am wenigsten brauche und nur sehr ungerne einsetze.

 

SIGMA – sollte uns überraschen, aber vermutlich kommen eben „nur“ 2.8/70-200 mm und 4.0/70-200 mm und 1-2 andere Zooms für DSLR-Kameras.
Ein 2.8/300 mm hat sich durch die Neuheiten gerade selbst überlebt – es wäre jetzt wichtig für spiegelfreie System-Kameras. Für DSLR brauche ich es kaum noch.

 

TAMRON??? Vielleicht wird schon ein 4.0/70-210 für spiegelfreie Kameras angekündigt oder etwas wirklich spannendes, ich weiß es nicht. Fest steht aber bereits ein 2.8-4.0/17-35 mm OSD für Canon- und Nikon-DSLR.
Das brauche zwar nur die wenigsten…
Das 2.8/28-75 mm VC Tamron für Sony FE ist bereits gekloppt und fällt in allen Tests durch. Ich hatte es nur kurz und es macht schon haptisch keinen guten Eindruck. Beklagt werden Vignettierung, Randauflösung und CA.
Schnellschüsse sind selten gelungen…

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

19. August 2018
kleiner Versuch – Megapixel gegen Brennweite

Heute beim Warten auf das Eichhörnchen mit Nikon D850 und Nikon 2.8/70-200 mm FL plus Fujifilm X-T2 mit 100-400 mm und 1,4x plus Panasonic G9 mit Leica 2.8/200 mm plus 1.4x Extender – bei guten Licht und Kontrast.
Ich habe einfach mal frech mit Nikon bei 70 mm und dann bei 200 mm auf den Bildausschnitt der G9 – also 560 mm vergleichbar – heraus vergrößert und wollte wissen was man bekommt.
Ich brauchte ein unbewegliches Ziel, daher leider nur eine Blechkarre mit Nummernschild:

BITTE Fotos anklicken, damit sie in ganzer Endgröße zu sehen sind!

Nikon D850 zeichnet hart und bläulich und kann trotz 46 MP und offener Blende f:2.8 im Bildzentrum nicht die Auflösung der Panasonic G9 bringen.
Auf den ersten Blick sieht es aber sehr gut aus, vor allem mit fast ⅔ weniger Brennweite. Die Nikon Datei hat 688 KB Dateigröße und ist ebenfalls fast um Faktor 2,2x kleiner als die Datei von Panasonic – Leica mFT. Die D850 – mit der sich Motive sehr gut verfolgen lassen, wiegt 2400g mit Objektiv.

Panasonic G9 zeigt schönere Farben, bessere Dynamik und Schärfenverläufe und natürlich mehr Details. Wenn auch nicht so dramatisch viel mehr, wie sich mancher das vielleicht vorstellt. Aber das Bild hat für den Druck und die Projektion ganz klar mehr Potential. Eine Dateigröße von 1,5 MB spricht für sich! Die Panasonic wiegt mit Objektiv & Konverter nur 2100g – leichter und handlicher und schneller als die Nikon – und lautlos.

Soviel nur dazu, ich kaufe mir eine Vollformatkamera in der 50 MP-Klasse (Canon EOS 5DSR – Nikon D850 – Sony Alpha 7RIII) und kann nach Herzenslust heraus vergrößern und schlage damit Halbformat und MicrofourThirds sowieso = MITNICHTEN!
Denn dann schleppe ich auch mit weniger Brennweite mehr Gewicht, zahle gut 6200€. mFT = 4000€ für das bessere, größere Bildergebnis.
Im Telebereich will die Rechnung – großes, hochauflösendes Format einfach nicht aufgehen!
Von 46 MP bleiben schnell nur 12 MP übrig. Wenn Sie aber nur um Faktor 1.5 den DX-Faktor heraus holen und Halbformat APS-C wie auch mFT liefern dann noch 20 MP!

Etwas fällt mir auch sehr deutlich auf – die völlig unterschiedliche perspektivische Wirkung – so viel dazu, ein 280 mm Objektiv (200mm + 1,4x) entspricht einem 560 mm KB-Vollformat – oder der Ausschnitt sieht von einem 200 mm identisch aus . Das Leica 2.8/200 mm Objektiv staucht viel stärker zusammen (Tele-Wirkung) als das Nikon Zoom bei 200 mm.

Gehen wir noch einen Schritt weiter: Fujifilm X-T2 mit 24 MP und Fujifilm 5.6/100-400 mm plus 1.4x Konverter:

Fujifilm X-T2 bringt es auf eine Dateigröße von 3 MP! Dank echter 560 mm Brennweite muss am wenigsten heraus vergrößert werden.
Allerdings landen wir bei einer effektiven Lichtstärke von f:7,2 und erstes Bildrauschen wird hier sichtbar (ISO 1250).
Die Kombination wiegt mit Zusatzgriff und Konverter auch 2200g und kostet 3500€.

Was folgere ich daraus:
Brennweite bleibt immer Brennweite, Auflösung ist immer mit entscheidend, egal ob 20 MP an mFT, Halbformat oder Vollformat bleiben immer 20 MP und bei sehr gutem Objektiv, gleicher Lichtstärke, bleiben allenfalls kleine Unterschiede jenseits 800 ISO bis 3200 ISO im Bildrauschen.
Es macht fraglos Spaß mit der D850 und 2.8/70-200 mm auf die Pirsch zu gehen, aber wenn am Ende ein Ausschnitt gebraucht wird und ein Publisher meine Bilddatei haben will – dann wird er die Datei in diesem Fall von der D850 kaum brauchen können.
Vollformat ist klasse, wenn Sie noch eine Halbformat oder mFT-Kamera für Tele-Fotografie dabei haben!
Canon, Nikon, Sony, Leica, Pentax führen uns mit ihrem Vollformat aufs Glatteis. Höhere Kosten, mehr Gewicht und am Ende kleinere Bilddateien, wenn wir kein Super-Tele jenseits 400 mm verwenden. Wenn ich die Tage dann mit dem Sony 2.8/400 mm fotografieren darf, dem Fliegengewicht, bin ich sicher total begeistert und das ist spannend in der Dämmerung, aber sonst wird es bei gutem Licht immer im Nachteil sein.

und dann kam zum Glück das Eichhörnchen… schauen was ich für einen Quatsch mache…

 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

18. August 2018
Wenn einem scheinbar die Motive ausgehen


Alles schon gesehen und das meiste, spannende schon fotografiert?
Wozu noch neue Kameras kaufen?
Wenn einem in der „Lebensmitte“ mal die Motive auszugehen scheinen, ist das nicht ungewöhnlich. Abgesehen davon das ich beruflich fotografieren und filmen muß und sich natürlich auch da Motive und Situationen immer wiederholen, geschieht das auch privat.

Landschaften und Städte leben noch stärker als andere Motive, vom Licht. Man sieht diese Motive heute noch öfter als je zu vor. Selbst wenn Sie das erste Mal an einem Ort, in einer Stadt sind, so waren doch schon in den allermeisten Fällen Millionen Menschen vor ihnen da, mit Kameras und erst recht mit Smartphones. Eigentlich ist alles abfotografiert. Fotofans haben das beste Licht, den besten Standplatz, den idealen Zeitpunkt längst gefunden und im schlimmsten Falle auch geteilt.
Sie können das also nur noch wiederholen und ihr eigenes Bild davon machen.

Früher die Postkarten-Kulissen abzulichten war schon ohne Ortskenntnisse, Suche, Geduld und Glück kaum zufriedenstellend möglich – doch heute ist es durch die gigantische Menge an „neuen“ Fotos jeden Tag, fast unmöglich geworden eine Gegend neu zu fotografieren.

Mir ist die Sehnsucht nach Landschafts- und Stadtmotiven deshalb immer etwas fremd geblieben und nach Versuchen mit Großformat, Mittelformat und speziellen Objektiven habe ich irgendwann beschlossen immer den Augenblick zu nutzen.
Damit meine ich, dass ich auf Reisen, bei der für mich ersten Entdeckung der Gegend, nach Möglichkeit nicht im harten Mittagslicht mit der Kamera auf Motivsuche gehe – aber trotzdem letztlich bewußt nicht plane. Und alles dann fotografiere und alles so fest halte, wie es gerade für mich ist.
Wenn ich in der Mittagssonne irgendwo neu bin und mir ein schönes Motiv begegnet, lichte ich es ab und komme wenn möglich bei besserem Licht wieder. Dennoch mache ich die Planungs-Masche nicht mit, ich nutze den Augenblick und mache mein Foto – fertig.

Ich habe neugierige und auf Motive trainierte Augen und meist Objektive dabei, die nicht jeder hat.
Dank mFT-System ist das auf Reisen endlich wieder möglich, auch mal ein Fisheye, ein 1.2/17 mm oder 1.2/45 mm oder 2.8/200 mm dabei zu haben anstatt immer nur lichtarme Zooms oder 25 mm. Wegen der extrem guten Bildstabilisierung sind auch mit dem einzigartigen 4.0/12-100 mm PRO IS von Olympus Aufnahmen möglich, die alle anderen allenfalls mit Stativ oder anderer Kameraauflage  hin bekommen können.
Mein Rat – bleiben Sie spontan!

Zum Glück sieht es mit lebendigen Motiven ganz anders aus, es gelingen eigentlich nie zwei gleiche Fotos von ihnen. Bewegungen, Situationen und wechselnde Hintergründe verhindern das und mit verschiedenen Objektiven potenziert sich die Vielfalt der Aufnahmemöglichkeiten noch einmal.
So lange man sich nicht bequem auf Smartphone-Knipserei zurück zieht und die Menschen nicht mit Selfies anöden will, so lange man nicht Abbildungen macht, um in die Welt hinaus zu schreien: „Ich war da und es ist alles wunderbar“, versucht Bewunderung oder gar Neid zu provozieren und sich in das schönste Licht zu stellen – so lange ist noch nicht alles fotografisch verloren und wertlos.

Ich habe mir inzwischen sogar überlegt wie ich mit dem Selfie-Wahnsinn umgehe.
Ich rücke nicht mehr zur Seite und schieße zurück. In Städten wie Miami, Düsseldorf, Lissabon, Barcelona. Dubrovnik, Wien und anderen, wo ich mich gerne aufhalte, mache ich den asiatischen oder europäischen Horden keinen Platz mehr. Und wenn sie sich zu lange an einem Selfie-Spot austoben, mache ich Fotos mit den Selfie-Gangstern im Bild. Nicht selten werfen sich da auch schöne Menschen in Positur. Alle sind sehr irritiert, wenn ich das mache. Und selbst eine Datenschutzverordnung kann mich da nicht stoppen – so lange ich die Dateien nicht veröffentliche, darf ich von öffentlichem Grund jeden fotografieren, „der mir ins Bild läuft“. Da helfen alle Gesetze nicht. Irgendwie müssen diese Leute mal verstehen, dass es so nicht weiter gehen kann, dass sie mit ihrem Selbstdarstellungswahn alles zerstören und immer mehr Menschen an entlegene und einstmals wunderbare Orte locken. Und ja, „Influenza“ ist eine sehr unangenehme Seuche geworden, die schnellstmöglich eingedämmt gehört. Hotspots und vor allem wo und wann ich mich exakt aufhalte oder aufgehalten habe, geht keinen etwas an und werde ich nie teilen.
Der Teufel soll GPS und den Veröffentlichungswahn von Hotspots, holen!
Wie können Menschen nur so bescheuert sein, zu glauben, sie tun damit irgendetwas Gutes, Sinnvolles oder gar Wichtiges?
Wenn Sie etwas Schönes oder gar Wunder-volles gesehen oder erlebt haben – teilen Sie es NICHT! (nicht den Ort und die Zeit)

Neue Kameras und noch mehr neue Objektive beflügeln die eigene Fantasie und geben allen Motiven neuen Glanz. Auch wenn Sie schon mit so unzählbar vielen Objektiven und allen Systemen fotografiert haben, wie ich, gibt es trotzdem auch ohne Künstliche Intelligenz immer neue Reize und Fotomotive.

Die Motive beginnen schon im Haus, im Garten, entdecken Sie ihre vertraute Gegend fotografisch neu. Machen Sie schwarzweiße, oder getonte Fotos, verwenden Sie ungewöhnliche Perspektiven und Objektive – heut ist fast alles möglich. Erzählen Sie aus Ihrem Leben, Ihrem Ort, aus Ihrem Herzen!

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht