Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

18. August 2018
Wie wichtig sind die spiegellosen Kameras für die Fotografie?

Es gibt bahnbrechende Erneuerungen
dazu fallen mir ein: Kleinbildfilm, Spiegelreflextechnik, Belichtungsautomatik, Ultraschall-Autofokus, Bildstabilisierung, Digitale Bildaufnahme,

und es gibt wichtige Ergänzungen, die das Leben vereinfachen und die Fotografie komfortabler machen können:
Wechselsucher, Spotmessung, Motor-Winder-Transport, Sensor-Reinigung, Live-View, 10-20 B/Sekunde, TTL-Blitzen, bewegliche Monitore, elektronische Sucher, Film-Funktionen, Bilder-teilen

Handelt es sich jetzt bei dem spiegelfreien Konstruktionsprinzip um eine echte Verbesserung die alles auf den Kopf stellt oder nur um einen Komfortgewinn der sehr stark beworben wird um mehr Kameras zu verkaufen?

Das ist nicht so eindeutig für jeden –
für meine Fotografie ist spiegelfreie Technik eine echte bahnbrechende Neuerung. Da ich meistens lautlos und unauffällig sein muss und will, da ich häufig losgelöst vom Sucher mein Motiv betrachten muß, um einen anderen Blickwinkel zu realisieren, weil ich meistens losgelöst vom Stativ mit Bildstabilisierung arbeiten und immer beweglich sein muß

Das trifft also längst nicht auf jeden Fotografen und auf alle Motive und Lichtsituationen zu – das ist klar.
Für viele Fotografen, die mit einem Kamerasystem gereift sind, spielt das Weglassen des Spiegels, der aufwendigen Mechanik, keine besondere Rolle – denn sie bringt Nachteile wie: Vorerst noch Bedienungsmängel, deutlich höherer Energiebedarf, elektronischer Sucher und eine erhebliche Umgewöhnung bei den Objektiven oder gar das Arbeiten mit Adaptern.

 

Das wichtigste ist letztlich nicht, mit welcher Kamera, welcher Technik ich Fotos realisiere – sondern welche OBJEKTIVE ich dafür habe oder mir zur Verfügung stehen – nur sie verändern mein Fotos maßgeblich.

Wer mit dem Gedanken spielt, eine zusätzliche, spiegelfreie Kamera zu kaufen oder gar seine DSLR-Ausrüstung aufzugeben, der muß zuerst schauen, welche Objektive ihm angeboten werden (zu welchem Preis) und in wie fern er bereit ist seine vorhandenen Objektive zu adaptieren und mit Nachteilen weiter zu nutzen.

Viele Leser haben bei Erscheinen der neuen Kamera-Technik schon eine mFT-Kamera, eine Fujifilm oder eine Sony gehabt – in den letzten 9 Jahren war davon keineswegs die Mehrheit überzeugt. Kleinere Sensoren, billige Objektive, langsame, ungewohnte und sich erwärmende Kameras, schlechte oder gar keine Sucher waren nur die größten Probleme.

Bald gibt es 4 Hersteller (Leica, Sony, Nikon, Canon) die Vollformat-Sensoren in spiegelfreien Kameras liefern und Zug um Zug ganz neue Objektivberechnungen dafür heraus bringen. Nun sehe ich das nicht als Hauptkriterium für die Überlegung zum Kameraneukauf, Vollformat bringt nur selten bessere Fotoqualität, in erster Linie nur vertrautes Handling ohne Umrechnung. Aber sehr viele Fotografen sehen das offensichtlich anders – für sie besteht im Kopf die Verknüpfung zwischen Kleinbild-Vollformat und der ultimativ bezahlbaren Bildqualität – das hat Canon einst gut in den Köpfen verankert.
Das war aber letztlich nur Marketing und war in der Realität nie so – denn ein Kamerasystem besteht aus mehr als der Kamera – ohne Objektiv ist alles vergebens.
Genau das wußten natürlich auch die Firmen, die sich an kleinere Sensoren gewagt haben, die Objektive müssen spitze sein (Olympus, Panasonic, Fujifilm, Pentax, Leica). Nur die Firmen die weiterhin ihre Marktanteile verteidigen wollten haben bewußt wenig attraktive und sogar schwächere Objektive für kleinere Sensoren hergestellt (Canon, Nikon Sony).
Und auch nur Sigma hat sich mit einigen jüngeren Beispielen besonders für kleinere Sensoren engagiert (1.8/50-100 mm).
Heute ist die Situation den wenigsten Fotografen klar – mit Barrieren im Kopf verweigern sie sich der Erkenntnis, daß Olympus, Leica, Panasonic, Fujifilm ganz besondere Objektive und Systeme geschaffen haben, die es abgesehen von extrem dunklen Fotosituationen jederzeit auch mit dem Vollformat-Sensor aufnehmen können.

Erwachsene Systeme brauchen nur kleine Verbesserungen – während neue Systeme immer durchschlagende Verbesserungen bringen müssen – schon um aufzufallen – sie müssen Veränderungen durchboxen Olympus, Pentax, Minolta mußten sich bahnbrechend verändern um neue Käufer zu gewinnen.
Seit Jahrzehnten hatten Canon, Nikon und zum kleineren Teil auch Leica ihre Stammkäufer, von denen die allermeisten nie wechselten.

Besonders Panasonic, Fujifilm und Sony mußten sich anstrengen um die der Fotobranche Fuss zu fassen, sie mußten „revolutionäre“ Technik bieten – das mußten Canon und Nikon nie. Die haben das immer ausgesessen und beobachtet, bevor sie es für ihr System reklamierten.
Erst jetzt kommen Nikon und Canon in Zugzwang.

Die OBJEKTIVAUSWAHL ist entscheidend! Alles andere ist oft bloß Marketing.

Neuerungen zu bekämpfen und auszusitzen fand ich immer mühsam und dumm – ich versuche Neuerungen etwas Positives für mein Leben abzugewinnen.

NIKON
Nachdem jetzt erste Informationen über das neue Z-System vorliegen (2 Kameras, 4 Objektive – alles für Vollformat) werde ich den Gedanken nicht los, dass Z einstweilen nur als Zusatzkamera gedacht ist. Das Nikon, genauso wenig wie Canon sein DSLR-System aufgeben will und auch noch nicht wirklich transformieren will.
Mich beschleicht der Gedanke, dass Nikon als nächste Schritte 2019 sowohl eine D6, D760, D550 als auch zwei zusätzliche, spiegelfreie DX-Kameras bringen wird, die aber mit dem F-Bajonett kompatibel ist.
Das sie die Innovationsleistungen von Olympus, Panasonic, Fujifilm, Leica und Sony weiterhin ignorieren. Das ist gewagt und kann ihnen das Genick brechen oder aber sie triumphieren und behalten ihre systemtreuen Fotografen.

Wie Canon auch, hat Nikon AF-P Motoren in seine neueren Hobby-Fotografen-Objektive (18-55 mm – 10-20 mm – 70-300 mm) eingebaut, damit sie auch mit Sensorgesteuertem AF zurecht kommen. AF-S Objektive kommen damit nicht perfekt zurecht, wenn der AF über den Sensor gesteuert wird.

Also scheint mit das Nikon Z-System derzeit weniger ein eigenes System – in dem später einmal alles vereinigt wird – sondern mehr eine weitere Anlockstufe für die ewig unzufriedenen zu sein. Eine Kamera die mit noch lichtstärkeren Objektiven zurecht kommt (bisher war bei Nikon hier eine Grenze bei f:1.4 bei AF-Objektiven und f:1.2 bei manuellen – während Canon 1.0 und 1.2 anbieten konnte). Und ein Bajonett was auch den Einsatz größerer Sensoren wie heutiges Mittelformat zulässt.

Um nicht in die Nische der teuren Kameras abzudriften, braucht Nikon weiter DX-Kameras und Einsteiger-Kameras für Wechselobjektive. Denn wenn sie da viele Kunden verlieren, werden die Preise noch höher und man wird das große System so nicht aufrecht halten können. Und die Marktanteile würden an die Konkurrenz diffundieren.
Canon macht das geschickt und hat das mit der EOS M5 und M50 bereits realisiert – ich mag diese Kameras gar nicht, aber sie werden preiswerter und erlauben den Systemeinstieg und den Umstieg in ein spiegelfreies Zeitalter unter Weiterverwendung der meisten EFs Objektive.
Nikon wird das kopieren und versuchen zu verbessern, ich vermute das auch die Umsetzung einer D500 ohne Spiegel für 2019 vorgesehen ist.

Fujifilm ist hier der Hauptgegner, Fujifilm’s XF-Bajonett ist die attraktive Fortsetzung von Nikon’s Philosophie in ein spiegelfreies System. Es ist kein Wunder, das sich Nikon Fotografen von allen Angeboten und Möglichkeiten am ehesten für eine Fuji-Kamera interessieren. Fuji wird Nikon am gefährlichsten, Nikon muss besser werden als Fuji.
Fuji führt einen Kampf an drei Fronten – gegen Canon-Profis – gegen Sony-Profis und vor allem für Fuji-Amateure. Und das neue 2.0/200 mm Fujinon und die X-H1 zeigen mehr als deutlich, daß sich Fuji nicht mehr aufhalten lassen will.

Weder Canon noch Nikon haben bisher einen echten Kaufgrund für Halbformat-Sensor-Kameras geliefert – Fuji tut das mit Objektiven und spiegelfreier Technik.
Canon und Nikon brauchen eine revolutionäre Idee – eine bessere Vernetzung mit dem Internet, mit der Bildbearbeitung – mehr Sensorauflösung ist längst keine Lösung mehr.

Der Kampf der japanischen Marken sieht so aus.
Sony attackiert den teuren Vollformat-Markt, überschwemmt ihn mit Alternativen – derzeit 9 verschiedene Kameras – denn hier ist mit weniger Produkten mehr Geld zu verdienen.
Nikon will aber genau in dem Markt wachsen, deswegen kommen jetzt eilig zwei Z-Kameras. Canon wartet noch etwas aber, aber will letztlich seinen großen „Profi-Markt“ behalten und auch weiter mit teuren Produkten beliefern. Sie werden nach der Erneuerung mit spiegelfreien EOS M-Kameras bald auch spiegelfreie Vollformatkameras liefern.
Sony vernachlässigt dabei den Halbformat-Amateur-Markt, den Fuji viel besser bedient und Nikon wird 2019 auch da mit 1-2 Kameras vorstoßen. Anders als Canon wird man nicht mit ganz „preiswerten“ Produkten starten.

Wie ich schon geschrieben habe, ist Nikon besser darin teure Profi-Modelle zu fertigen und zu vermarkten, als Canon und alle anderen. Deswegen werden die beiden Z-Modelle auch die Flaggschiffe für das neue Bajonett sein (vergleichbar D850 und D750) – die D5 wird weiter einsam als Sport-Profi-Kamera bleiben.

 

 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

18. August 2018
Vorteil CANON

Wenn wir ein gebrauchtes oder günstiges neues Objektiv suchen – sind wir mit Canon-Anschluß in den meisten Fällen im Vorteil.
Das Angebot an gebrauchten Objektiven ist gefühlt um den Faktor 20x größer als bei Sony, mFT, Fuji, Pentax, Leica und immer noch 5x größer als bei Nikon.
Und das gilt auch für Sigma-Objektive mit Canon Bajonett oder Tamron, Tokina Objektive.
Einziger Nachteil bleibt: Der Autofokus passt bei überdurchschnittlich vielen DSLR-Kamera-Exemplaren nicht perfekt. Das wirkt sich vor allem bei lichtstarken und bei Tele-Objektiven ungünstig aus.

Die Canon EOS 5DIV ist für Vollformat-Fans jetzt endlich deutlich unter 3000€ zu bekommen – Preise von 2600€ locken, da kauft dann kaum noch jemand eine EOS 6DII und auch eine schwere 1DXII wird dann kaum noch jemand vermissen.
Die beliebteste 5DIII wird damit unattraktiver.
Doch für mich ist das keine Lösung, ich brauche eine Kamera die nahezu lautlos arbeitet, voll beweglichen Monitor mit schnellem Live-View hat, schneller ist, mit unkomplizierterem AF, mit XQD-Speicher oder zumindest 2x schnellem SD-Kartenschacht.
Aber für alle die das nicht brauchen und Canon-System haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt Kameras wie 5D, 5DII, 5DIII, 6D, 1DX einzumotten und die 5DIV anzuschaffen.
Ob und wann es eine 5DV gibt steht in den Sternen.
Canon kann ja neben Einsteigerkameras jetzt nur die 7D entscheidend verbessern oder die 80D etwas aufpolieren oder die 5DSR etwas schneller machen.

Canon DSLM spiegelfrei wird eine etwas verbesserte M5II bringen und vielleicht doch noch reizvolle Objektive, wie ein 2.8/15-50 mm.

Bei einem neuen DSLM Vollformat-System wird entscheidend wie sich die EOS-Objektive da einbinden. Bisher können wir alle nur Vermutungen anstellen.
Nikon ist jetzt vorgeeilt – aber ob das eine gute Lösung ist, da habe ich Zweifel. Ein System für mehr Lichtstärke und noch größere Sensoren scheint mir nicht zwingend notwendig. Schon gar nicht wenn das in Preisregionen jenseits 3000€ pro Gehäuse plus 2000€ pro Objektiv führt.

Wir leben jetzt und wer jetzt seine Chancen nutzen will und Freude mit Fototechnik haben will, wird von Canon nicht optimal bedient, aber doch sehr gut.
Mit 80D und 5DIV werden die meisten Foto-Menschen gut zurecht kommen und tolle Fotos mit nach Hause bringen.
Ich leider nicht, zumal mir außer 4.0/16-35 mm – 2,8/24-70 mm – 2,8/70-200 mm – 4,5-5,6/100-400 mm – 4.0/400 mm DI II, 4.0/500 mm L IS II und einigen Sigma-Alternativen kaum tolle Objektive einfallen.
Ich kann, wie alle, nur hoffen, Canon hat sich schlußendlich doch noch für das beste spiegelfreie System entschieden und bringt viele neue Objektive.

Nüchtern betrachtet bleiben Sony und Fujifilm bisher mit allen Kameras sehr gewöhnungsbedürftig und für viele auch unzufriedenstellend.
Sony ist außerdem deutlich teurer mit allem, als Canon und es existiert kaum ein interessanter Gebrauchtmarkt für AF-Objektive.
Sony hat seine Nische bei technikverliebten Sensor-Fans gefunden, die bereit sind viel Geld für ihren Glauben auszugeben. Aber Sony liefert inzwischen immer besser und kann technisch schon in einigen wichtigen Punkten überholen.

Fujifilm ist trotz X-H1 noch zu sehr auf klein und classic ausgelegt, als das es perfekte Arbeitswerkzeuge sein könnten. Aber sie haben Käufer, die das so wollen – also eine Nische gefunden. Sie werden eher Nikon-Nutzern als Canon gefährlich.
Nikon hat die besten Kameras – da braucht man nicht weiter zu diskutieren. Allenfalls Videofilmer und Foto-Versender haben da etwas zu meckern.
Canon hat die langlebigste Technik und den besten Service für Berufsfotografen – da beißt die Maus auch keinen Faden ab.
Wenn sie doch jetzt bitte endlich mal Kameras auf den Markt bringen könnten die nicht so kastriert sind und zumindest Nikon & Sony Paroli bieten können, mit deutlich besseren Sensoren!

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

17. August 2018
Objektiv – Weisheiten – SERIENSTREUUNG

Nicht allen ist es bewußt, dass es vor allem bei Objektiven drei verschiedene Möglichkeiten gibt.
1. Das Objektiv ist nur mittelmäßig und/oder harmoniert nicht besonders gut mit ihrem Kamera-Sensor
Das tritt vor allem bei Objektiven auf, die älter als 5 Jahre alt sind, kann aber auch bei brandneuen Objektiven der Fall sein. Bedingt durch Fertigungstoleranzen oder einfach dadurch, das das Objektiv einfach nicht perfekt zu berechnen war oder dann nicht mehr zum angepeilten Verkaufspreis passen würde.

2.Das Objektiv war bei Erscheinen super zufriedenstellend und auch ich habe im Test weitgehend lobende Worte gefunden.
Es kann aber durch die Behandlung oder durch neueste Sensortechnik nach einigen Jahren optisch disqualifiziert sein. Nicht selten werden aber auch Objektive im Verlauf der Fertigung mit größeren Toleranzen oder gar sparsamer gefertigt und werden dann dem Ruf – dem Testurteil nicht mehr gerecht.

SERIENSTREUUNG

Zwei Gedanken dazu:

Tests in Zeitschriften und in kommerziellen Internetplattformen/Foren sind UNTERHALTUNG, letztlich nur dazu da, die Seiten mit der Herstellerwerbung zu füllen.

Die beste Objektiv-Rechnung, die sauberste Fertigung, die motivierteste Endkontrolle, der vorsichtigste Versand und Auslieferung – nützen fast gar nichts, wenn die Mechanik des Objektives nicht hochwertig und dauerhaft ist.

Das ist auch der Grund, warum lensrentals die Objektive früh und gerne zerlegt, dann WISSEN die, wo die Schwachstellen wirklich liegen.
Da fällt dann auf, wenn die Abdichtung nicht so aufwendig ist (Sony), wenn die Konstruktion eigentlich wenig reparaturfreundlich ist und überhaupt welcher Aufwand für die Konstruktion aufgewendet wurde.
Da wird dann offensichtlich das Canon bei nicht wenigen Objektiven den meisten Aufwand treibt und viel Erfahrung hat und Sigma sich bei Art- und Sport-Objektiven erheblich verbessert hat, das rein mechanische Objektive wie von Zeiss, Voigtländer, Leica höhere Präzision und Haltbarkeit sicherstellen können.

Ich habe in 30 Jahren hunderte verschiedene Objektive aller Marken eingesetzt und wenn ich mir genau ansehe, WIE viele Objektive konstruiert und gefertigt sind, dann darf ich nur im Idealfall, bei Behandlung wie ein rohes Ei, davon ausgehen, daß damit jahrelang sehr gute Bildleistungen erzielt werden können.
aktuelle Schatten-Beispiele:

Sony 16-50 mm – 16-70 mm – 18-105 mm – 10-18 mm – 24-105 mm
Olympus 12-50 mm – 14-42 mm – 14-150 mm – 75-300 mm – 45 mm – 35 mm – 40-150 mm PRO – 12-100 mm PRO –
Panasonic 7-14 mm – 12-60 mm – 45-200 mm – 100-300 mm –
Fujifilm 18-135 mm – 55-200 mm – 100-400 mm – 18 mm – 27 mm
Nikon 24-120 mm – 18-35 mm – 28-300 mm – 70-300 mm – 16-85 mm – 18-105 mm – 18-140 – 18-200 mm – 18-300 mm – 55-200 mm

Canon 20 mm – 50 mm – 85 mm – 100 mm – 8-15 mm – 17-40 mm – 24-105 mm – 10-22 mm – 10-18 mm – 17-55 mm – 18-135 mm – 18-200 mm – 55-250 mm – 75-300 mm – 70-300 mm STM
Tamron 150-600 – 16-300 – 10-24 mm – 18-400 mm
Sigma 12-24 mm – 17-70 mm – 24-105 mm – 70-200 mm – 120-300 mm – 150-600 mm – 300-800 mm, Zeiss Milvus und viele andere

Was nicht heißt, das sie am Anfang nicht “super” sind.
Zoom-Objektive sind wegen ihrer komplexeren Struktur deutlich stärker gefährdet, selbst die beste Leistung bei einer einzelnen Brennweite nicht lange aufrecht erhalten zu können.

 

Ich habe mir angewöhnt viele Objektive nach 1-2 Jahren ab zu geben, (bevor sie Leistung einbüßen) neu zu kaufen, andere zu kaufen.
Viele Objektive von Kollegen bieten schon nicht mehr die Leistung, die sie beim Kauf hatten.
Hinzu kommt, dass Gläser altern und je mehr Spezialgläser verwendet werden, desto stärker kann der Einfluss einer solchen Alterung nach 5 und mehr Jahren sein. Glas ist keinesfalls für die Ewigkeit, jedenfalls nicht ohne sich zu verändern. Mir erzählt niemand glaubhaft, dass ein 20 Jahre altes Objektiv noch Höchstleistungen bringt oder sich gar mit neuen Konstruktionen aus den letzten 2-3 Jahren messen kann. Selbst Zeiss schlägt heute mit OTUS und Leica mit Aspherical alles was sie bisher produziert haben an Detailauflösung und Schärfe.
Sicher bestehen Objektive nicht nur aus perfektionierten Leistungskurven, sondern müssen auch ein besonderes Bild liefern und das können ältere Objektive häufig sehr gut.

Wenn Canon L, oder Nikon FL auf eine Fassung schreibt, ist sie sehr oft sehr hochwertig und ein neueres Modell ist meistens noch einmal deutlich verbessert – das sehe ich so bei nicht allen Herstellern.
Auch Sigma hat da sehr viel getan – war aber auch zwingend notwendig, nur übertreiben sie es jetzt schon wieder maßlos.

Mechanisch gefällt mir vieles von Leica, von Canon, von Fujifilm (bis auf Deckel, Sonnenblenden, Blendenringe) einiges von Nikon, von Pentax, von Panasonic sehr gut – bei Sony, Olympus, Tamron, Sigma bin ich oft enttäuscht, selbst wenn PRO, Zeiss, SP, Sport, Art darauf stehen.

Aber das sind nur meine Erfahrungen. Wichtig ist, wenn man ein zufriedenstellendes Objektiv im Sinne von so gut wie erwartet, bekommen hat, es sehr sorgfältig zu behandeln und nach jahrelanger Dauernutzung eben auch rechtzeitig zu ersetzen.

Ich gehe jetzt nicht weiter ins Detail, denn das ufert aus, lensrent gibt ja schöne Einblicke in die Mechanik der Objektive, die sich in der Praxis auch nach Jahren noch bestätigen.