Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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21. April 2026
Wald-Käuze 2024 – ROCHADE

Wir leben in der Versicherungs und Sicherheits-Blase – das sind alles nur Hirngespinste.
Wenn einer mit Macht und dicker Keule kommt, müssen wir uns bis auf’s Blut verteidigen.
In Wahrheit ist das Leben, unser aller Leben, in jeder Sekunde ein Überlebenskampf, ein Kampf um Stärke, einfaches Futter und Unversehrtheit!
Bei den Tieren ist das für geduldige Menschen auch jederzeit zu beobachten.
Weil ich den zappeligen Autofokus der Z9 leid war, habe ich sie auf manuelles Fokussieren eingestellt und zusätzlich die Farbe zurück genommen und nur das 6.3/800 mm verwendet. Allerdings lies das schwach Licht es nicht zu, wirklich kurze Zeiten zu wählen, meist mußte ich bei 1/500 oder maximal 1/1000 bleiben und RAW zusätzlich nutzen, um bei 20 BpS noch um 10.000 ISO zu bleiben.
Ich war früh um 5.30 Uhr bei den Wald-Käuzen und ihrem Nachwuchs, als sich folgendes entwickelte:

 

 

Ich habe mich an eins der schwierigsten Motive gewagt – Eulenvögel.
Nicht das sie meinen ich habe mich im Nordseestrand vergraben – ich habe ausgerechnet wieder ein neues Vogelprojekt begonnen, dem ich täglich bis zu 7 Stunden witme.
Nach Buntspecht, Grünspecht, Meise, Star, Bienenfresser, Rotkelchen, Haubentauchern, Eisvogel, Zaunkönig, Kleiber, Zwergtauchern, Austernfischer, Küstenseeschwalbe, Wasseramsel habe ich jetzt den Steinkauz im Visier.
Ausgerechnet ich, der mit Vögeln nie viel zu tun hatte und wie ein Pölking, Morris oder auch nur so gut wie die anderen Spitzen-Vogelfotografen, werde ich sicher nicht. Dafür weiß ich zu wenig, habe in der Jugend zu wenig über Vögel, Gesang, Reviere und Verhalten gelernt. Ich war immer Katzen- und jetzt auch Eichhörnchen-Mensch, das bleiben auch meine Lebens-Motive.
Aber ein Eulen-Vogel war immer ein Wunschprojekt.

Es ist vergleichsweise fotografisch gut zu aufzulösen, wenn wir bei wenig Licht fotografieren muss, immerhin stehen uns heute Teleobjektive mit f:1.2 und f:1.8 und dann noch f:2.8 und f:4.0 Lichtstärke und Empfindlichkeiten bis 6400 ISO plus Entrauschungssoftware zur Verfügung.
Und es ist auch nicht mehr so schwierig sehr lange Brennweiten für größere Distanzen zum Motiv zu verwenden, für gutes Licht gibt es 800 mm sogar schon unter 1000€. Nur jenseits 800 mm wird die Luft sehr dünn, dann helfen nur noch Konverter, Sensoren oder Spektive.
Jedoch die Kombination aus wenig Licht bei Entfernungen von 50-200m stellen eine weiterhin kaum überwindbare Hürde mit ständigen Kompromissen dar. Bewegungen sind fast gar nicht scharf einzufangen – außer mit Blitz oder Kunstlicht.

Extrem-Telefotografie
Wer noch denkt, 500-600 mm seien schon viel Brennweite und wer sich traut dann den Ausschnitt auf vergleichbar 900 mm zu nutzen, wähnt sich sicher am Ende der Telebrennweiten.
Doch trotz aller technischen Verbesserungen und hochauflösender Sensoren ist das Mitnichten das Ende der erhofften Reichweite.Auch 1200 mm, 1700 mm und sogar 2000 mm können bei kleinen Tieren mit hoher Fluchtdistanz durchaus wichtig werden – Ich sage nur Steinkauz!
Nur leider sind die Steigerungen der Vergrößerung und die sichtbaren Details keineswegs unbegrenzt steuerbar – zumindest nicht ohne Weltraum-Satelliten-Technik. Schon bei 600 mm kann kalte aufsteigende Luft, Fotos schnell unbrauchbar machen. Und auch die Unterschiede zwischen 1000 mm und 2000 mm sind vergleichsweise gering, viel geringer als die Zahlen vermuten lassen. Größtes Problem ist heute nicht mehr nur die ruhige Haltung der Kamera (da helfen IS, VR & IBIS sehr viel)sondern die vorhandene Lichtstärke, die noch kurze Belichtungszeiten und mittlere ISO-Push-Empfindlichkeiten zulässt. Ohne viel Licht gelingt meistens kein Telefoto. Nicht ganz umsonst werden die Objektive von Canon mit Anfangsöffnungen f:7.1, f:8 und f:11 so kritisch diskutiert und so oft als untauglich befunden. Das kommt aber zumeist von Fotomenschen, für die immer noch 800 ISO das Limit darstellt.
Trotzdem, für mein Projekt war die Canon R7 mit Canon 11/800 mm und erst recht mit 14x Konverter bei f:16 allenfalls an sehr klaren Tagen nach dem regen und sehr viel Licht brauchbar.
Denn bei der Kombination begegnen uns alle Hürden auf einmal. Die R7 rauscht wegen der 32 MP auf kleiner Fläche schon jenseits 1600 ISO stärker, f:11 lässt sehr wenig Licht durch und der RollingShutter der R7 kann durch Bewegungen des Objektivs oder Motivs schnell die Fotos verzerren.
Die anderen Eulenfreunde mussten mit 5.6/200-500 mm und 6.3/150-600 mm oft früher aufgeben, weil die Distanz von 60m bis 200m einfach zu groß war.
Ein 5.6/800 mm schien neben einem 4.0/600 mm plus TC die einzige Möglichkeit.

Ich hatte dann schnell die OM-1 zur Hand, denn bis zu 1600 mm bei f:4.5 sind konkurrenzlos. Aber nach ersten guten Fotos war ich trotzdem extrem limitiert durch fehlendes Licht, Abends nach 21.45 Uhr – da half dann auch irgendwann f:4.5 am kleinen MFT-Sensor nicht mehr und 800 mm sind noch deutlich zu wenig Brennweite um die scheuen und sehr kleinen Vögel nicht zu stören.
Weit entfernte Motive nah heran holen, klappt bestens, aber 16-20 cm kleine Vögel in mehr als 30-60 m Entfernung groß darzustellen und detailliert zu zeigen, ist etwas ganz anderes.
Deshalb wechselte ich notgedrungen auf Nikon Z9 mit 6.3/800 mm und 1.4x TC, Gleichzeitig eine gute Möglichkeit die Version 4.0 für die Z9 unter echten Wildlife-Bedingungen am Limit zu betreiben.
Eins wird sofort klar, ich weiß nicht, was die vielen anderen uns als Wildlife mit den tollen Nikon-Kameras verkaufen wollen, wo dann in Bildserien meist jedes Bild perfekt scharf auf dem Auge gespeichert wird – ich weiß nur, auch mit Version 4.0 habe ich weit mehr als 60% Ausschuss – wo der Fokus nicht sitzt. An schnelle Bildfolgen ist dabei gar nicht zu denken! Ganz oft wird ein Kauz gar nicht gefunden und erkannt, erst wenn ich auf Halbformat umschalte gelingt es etwas besser. Allerdings kein Vergleich zu OM-1 und erst recht nicht zu R7, R5 und 7RV, A1!
Wenn man an Menschen gewöhnte Vögel auf festgelegten Strecken abknipst, mag da mehr gehen – aber meine Steinkäuze geben einen Vogelschiss auf Internet, Nikon und Menschenvertrauen.
Mit allen 6.3/600 mm oder gar 7.1/500 mm Zoom-Objektiven braucht man da gar nicht anzutreten.
Somit bleiben für die Aufgabe aus meiner Sicht aktuell nur:
Sony A1 mit 4.0/600 mm +TC
Canon R5 mit 4.0/600 mm TC oder 5.6/800 mm – das 11/800 mm scheitert hier
Und das ist alles in der höchsten Preisschiene, da ist man mehr als 15-20.000 € los.
Deshalb kann hier nur die OM-1 mit 4.5/150-400 mm und die Nikon Z9 mit 6.3/800 mm in Frage kommen.
Die OM-1 zeigt Probleme bei 2x Digitalvergrößerung, wenn sich Motive schnell oder unregelmässig bewegen und wenn man jenseits 3200 ISO arbeitet – dann werden gute Fotos mehr zum Zufall. Und das Licht muß optimal sein.
Die Z9 zeigt immer wieder einmal seltsames AF-Verhalten, kann nicht folgen, bleibt nicht auf dem Motiv, findet die Augen nicht etc.
Wenn ich – wie sicher viele es tun – nur Vollformat nutze – dann versagt die Motiverkennung aus so grosser Distanz auf so kleine Motive häufig. Trotz der prägnanten Eulenaugen. Erst wenn ich in Halbformat wechsle und auch 1.4 x TC einsetze und das Motiv größer wird, ist der AF besser brauchbar – wenn auch weit entfernt von der “Werbe-Perfektion”.

Jeder Steinkauz kann seinen Kopf um bis zu 360° drehen – vor allem aber, er kann das schneller als eine Kamera es bisher festhalten kann – im kleinsten Bruchteil einer Sekunde wechselt der Blick von hinten nach vorne bei 180° Drehung des Kopfes.

Die Fotografie der 6 Steinkäuze unter schwierigsten Bedingungen… haben mein Wissen vertieft.
Ich weiß jetzt wieder, das alle optischen Objektivtests praktisch oft wertlos sind. Entscheidend ist nur das Licht.
Und heute auch der Sensor – mehr noch als das eigentliche Glas.
Das viel gescholtene Canon RF 11/800 mm kann ein ganz erbärmliches Objektiv sein, vor allem in hellem Sonnenlicht an der R7. Aber in anderer Lichtsituation eben auch ein sehr gutes, das den Vergleich mit 20 mal teureren Objektiven optisch kaum zu scheuen braucht.

Die OMDS OM-1 mit 4.5/150-400 mm überzeugt manchmal einfach nicht, schon gar nicht mit äußerster Brennweite und Bildausschnitt. Es hängt davon ab wie das Licht ist, der Bildstabilisator arbeitet und wie das Motiv oder ich selbst mich bewege/verwackle – dann kann es auch mal Mist abliefern. Aber meistens ist es fantastisch.

Die vielverbreitete Aussage, das Vollformatkameras immer bessere Qualität abliefert stimmt so einfach nicht. Es kann so sein, muß aber nicht – ich habe genug Beispiele mit OM-1, R7, Fuji X-H1 wo es nicht so ist und sehe fast jeden Tag Fotos mit der Nikon D500, die Vollformat sogar überlegen sind.

Ich habe inzwischen auch kein wirkliches Verständnis mehr für Menschen, die Tele-Fotografie und bewegte Motive mit Einzelbildmodus oder auch nur mit 5 B/Sec betreiben. Sie verpassen so viele atemberaubende Momente…

 

Erst wenn wir Menschen drastisch reduziert sind, wird es wieder mehr Tiere geben – das ist meine Erkenntnis.
Wo sollen die Tiere denn hin? Wenn wir alles betonieren oder fällen oder vergiften? Sicher gibt es jetzt spannende Begegnungen direkt in den Städten oder um unsere Häuser – aber dort wo die gebaut sind haben vorher viele Tiere und Pflanzen gelebt und jetzt suchen sich die letzten anderen Lebewesen nur einen Platz wo sie noch bleiben können.
Darüber können wir nicht froh sein!
Die Tierarten und Exemplare werden jetzt so schnell weniger, dass sich an jedem scheinbar spektakulären Motiv gleich dutzende Fotografen mit langen Tüten einfinden.
Und zu den langen Tüten gleich noch eins, Tamron, Sigma und Canon haben dafür gesorgt das Brennweiten wie 500 mm, 600 mm und jetzt sogar 800 mm und 1200 mm für fast jeden erschwinglich sind, der sich eine neue spiegelfreie Systemkamera kauft. Leicht, handlich, schnell, verwicklungsarm, scharf und preiswert – ist nur um 1000€. Was dazu führt, das Menschen wie ich immer mehr in der Horde stehen müssen und jedes Lebewesen schnell “totfotografiert” ist.
Es ist auch fast egal, welche Kamera dahinter ist, heute wird alles stabilisiert, enttäuscht und geschärft und fertig ist das Supi-Bild.
Schön ist das alles nicht mehr!

 

 

4. August 2018
Zukunft und Vergangenheit – Nikon – Canon – Sony

NIKON ist kein billiger Economy Anbieter

Solange ich zurück denken kann, ist der professionelle Glas und Kamera-Anbieter immer „gescheitert“ wenn er billig anbieten wollte.
Das war mit den E-Objektiven so und als Nikon in den 70iger/80iger/90iger Jahren gezwungen war preiswert für ein größeres Publikum anzubieten. Kameras wie Nikkormat, FG, EM, F401, F501, F601, F60, F70, Pronea, bis hin zur D600 und Nikon 1 Serie.

Nikon kann kein „Economy“ ist nicht gut bei Massenprodukten – beherrscht aber im Gegenzug dazu die Klasse “Profikamera”.
Nikon F2, F3, FA, F4 und später dann auch D2h, D2x, D3, D4, D700, D800, D810, D5, D500, D850 waren zu ihrer Zeit genau genommen konkurrenzlos und zuverlässig und sind es bis heute.
Schon die EM Kameras, vor allem nicht die APS-Pronea-Kameras und auch die Nikon Serie 1 hätten nie produziert werden dürfen. Das alles war eine Anbiederung an billige Märkte, die nicht funktionierte, weil Nikon nicht so preiswert produzieren kann wie andere Hersteller oder eben nicht so harte Kompromisse umsetzen kann.

CANON ist aus meiner Sicht das genaue Gegenteil.
Canon stand jahrzehntelang im Schatten von Nikon, selbst spannende Kameras wie F1, F1n, T90 wurden oft nicht ernst genommen – doch die T90 läutete bereits die Wende ein, wovon das erfolgreichste EOS-System bis heute profitiert.
Doch genau betrachtet, ist Canon immer dann am besten, wenn sie Kameras und Objektive billig produzieren müssen, Kameras wie die EOS 300D, 20D, 500D, 700D, 80D und Objektive wie 3.5-5.6/10-18 mm, 3.5-5,6/18-55 mm, 4,5-5,6/50-250 mm und viele mehr bekommt kein anderer Hersteller so preiswert in so guter Massenqualität gefertigt.

Dagegen enttäuscht Canon nicht selten bei den ambitionierten Profikameras, eine EOS 3, Eos 5, D30, D60, 1D, 1Ds, 10D, 5D, 1DIII, 5DII waren für mich eher grausame Flopps, alle kastriert und keine konnte so kompromisslos liefern, wie es Nikon konnte.
Da werden jetzt vielleicht viele Canon-Jünger wiedersprechen – aber ich hatte diese Kameras und habe immer zu Nikon geschielt, die Belichtungsmessung, AF und die Ausstattung immer besser beherrschten – die gar nicht erst den Vollformat-Wahnsinn mitmachen wollten und am Ende doch immer die besseren Sensoren hatten und die Schwierigkeiten mit den Objektiven immer wieder irgendwann in den Griff bekamen. Die besten Canon-Profi Kameras waren EOS 1V, EOS 5DIII und mit Abstrichen wieder EOS 1DXII und 5DIV.

Klar, der Vorteil von Canon lag immer bei der Objektiv-Technik: Fluorit, USM, IS, STM, Leichtbauweise, da waren sie immer einen Schritt voraus. Und genau deswegen und wegen der geringen Reparaturanfälligkeit (das war bei Nikons Bajonett zeitweise ganz anders!) mußte man immer eine Canon haben – aber kaum weil die Kameras und ihr AF so gut waren – wenn Sie mal ehrlich analysieren, werden Sie mir vielleicht zustimmen.

Minolta richtete sich mehr an technikaffine Amateure und wird heute von Sony ganz anders positioniert – von Minolta ist kaum noch ein Vermächtnis übrig.

Pentax kämpft auf einem ganz kleinen Posten und kann sich auch nur noch mit professionellen Kameras retten. K1 und 645Z sind gelungen.

Olympus hat es geschafft, trotz Schlafmützigkeit und Finanzskandalen die Kurve zu bekommen und sich eine eigene Käuferschaft zu erkämpfen, wer kapiert hat, dass Sensorgröße keine besseren Fotodateien bringt, wird bei mFT landen.

Jetzt stehen beide großen Fotohersteller am Scheideweg und müssen sich eine neue Zukunft auswählen.
Den Massenmarkt gibt es genau genommen nicht mehr. Erst brachte Pentax die kompakten Zoom-Kameras und heute nehmen Smartphones und GoPros die Massen für sich ein, Kameras mit Wechselobjektivsystem ziehen sich wieder auf weit weniger als 5% der Foto-Freunde zurück – so wie es auch in den 80iger Jahren zuletzt war.
Es ist heute eigentlich nicht mehr so wichtig Millionen Kameras für 500-800€ zu fertigen.
Ausgereifte, leistungsfähige Kameras kosten heute stolze 2000€ – mindestens, denn die professionelle Klasse stößt heute schon an die 4000€ Grenze.

Und auch die Objektivpreise sind deutlich gestiegen – der Käufermarkt schrumpft rapide, wieder auf das Niveau der 80iger und tolle Kameras werden wieder ein Luxusbegleiter.
So schlecht ist das nicht, sollen doch alle anderen mit dem Smartphone knipsen.
Die Preishürde liegt heute schnell bei 10.000€ – 20.000€ für ein neues Kamerasystem und da will der Einstieg gut überlegt sein.
Ich sage immer wieder, betrachten Sie dazu nicht die Kameras, sondern die teuersten Objektive, die Sie sich wünschen und vielleicht mal leisten können.
Wer sich ein Ultra-Weitwinkel leisten will, landet bei Canon, Sony oder wenn er etwas kompromissbereit ist, bei mFT –
wer sich ein 100-400 mm oder 2.8/300 mm wünscht landet bei Canon,
wer lichtstarke, moderne Festbrennweiten sucht, landet bei Fuji oder mFT,
wer alles aus dem Sensor herauskitzeln will, landet bei Nikon,
wer das leichteste 2.8/400 mm will oder höchste Auflösung mit modernster Objektivtechnik im Weitwinkelbereich verknüpfen will, landet bei Sony.

Da sich Dinge nie wirklich ändern, vermute ich, dass NIKON jetzt ein teures, professionelles Feuerwerk mit 2 neuen Kameras und einem neuen Systembajonett abfeuern wird.
Canon wird dagegen seine EOS M5II positionieren und auch im Vollformat versuchen den Anschluß (doppeldeutig!) zu finden.
Ich denke es wird sehr schwer für Canon an die alten Profi-Erfolge anzuknüpfen.
Und Sony kann außer der Alpha 7RIII, Alpha 9, dem 12-24 mm – dem 100-400 mm und dem 400 mm jetzt auch Yasuo Baba (ehemaliger Nikon NPS-Verantwortlicher) in die Waagschale werfen. Herrn Baba kenne ich als sehr ruhigen, verlässlichen Menschen, der bei Nikon beste Arbeit geleistet hat und immer sympathisch blieb – so jemand hat bei Sony  dringend gefehlt und fehlt heute noch dringender bei Canon und Nikon.
Das zeigt Insidern ganz deutlich – Sony ist gekommen um zu bleiben und meint es sehr ernst. Der Preis für die Alpha 9 wird nach der jüngsten Eintauschaktion mit CashBack jetzt deutlich weiter  gesenkt – 4200€ (anstatt 5400€ und zuletzt 4800€) wird sie jetzt kosten.
Das ist eine Ansage und daneben sehen die EOS 1DXII oder EOS 5DIV wahrlich sehr alt und langsam aus.

Es müßte schon ein kleines Wunder her, den kompletten Austausch der alten Führungsriege, damit Canon sich weiter mit den besten und beliebtesten Kameras behaupten kann. Ich bin da bei Canon weit skeptischer als bei Nikon.
Denn Nikon hat mit der D5, D500, D750, D850 sehr deutlich gezeigt was sie können und das sie mit jeder Kamera technisch deutlich vor Canon liegen.

Aber gegen Sony punkten, bedeutet jetzt, deutlich preiswerter anbieten, schnell viele spannende Objektive vorstellen, beste Adapterlösungen mit geringsten Kompromissen finden.

Ich brauche nur eben nicht wirklich Vollformat, wenn ich entsprechend lichtstärkere Objektive bekomme (wie Fuji 2.0/200 mm, Leica 2.8/200 mm mFT oder Olympus 2.8/40-150 mm) und deshalb warte ich, welche Objektivankündigungen die Photokina bereit hält.

Objektive jenseits 8.000€ sind auch für mich eine fette Kröte, schwere und große Objektive sowieso, wenn aber Olympus ein 4.0/400 mm oder 2.8/300 mm und 2.0/150 mm wahr macht und das Fuji 2.0/200 mm auch mit beiden Konvertern noch liefert oder Canon und Nikon die Büchse öffnen und Tele-Konstruktionen der Zukunft zeigen – dann brauche ich kein Sony.
Es sei denn die Überraschen mit einer ambitionierten Halbformatkamera – das würde alles ändern – denn 24 MP im Halbformat sind mehr wert als 42-50 MP im Vollformat!
Nikon wird im zweiten Schritt eine neue ZX wagen im Halbformat und dieser spiegelfreie Nachfolger der D500 wird die eigentliche Kamerasensation. Ich fürchte, die kommt aber frühestens im Laufe 2019.

Auf Tamron und Sigma sehe ich da nicht wirklich, denn die müssen erst einmal die neuen Bajonette von Nikon und Canon abwarten und können dann erst versuchen Anschluß zu bekommen.

Mit den neuesten Kameras gehen wir komplett weg von der Mechanik – auch der Verschluss wird bald nur noch elektronisch existieren.
Was Canon und Nikon jetzt ändern müssen:
JPEG durch besseres Dateiformat ersetzen
besonders effektive Bildstabilisierung in der Kamera realisieren
elektronischer Verschluss ohne bisherige Nachteile
Sucher mit höchstem Dynamikumfang und Auflösung
Energieverorgung

es gibt viel zu tun!

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

2. August 2018
Not-Groschen – Auf der hohen Kante

Die Berichte mit Warnungen der Kollegen nehmen zu – wir drohen ein weiteres Stück Freiheit und Unabhängigkeit bald zu verlieren – ein gewaltiges Stück.

Ich selbst erwische mich dabei, dass ich zuerst an der Tankstelle alles mit Kreditkarte bezahlte, es ist auch so verlockend, dank Guthabenkarten von Automobilvereinen oder speziellen Karten der Benzinanbieter. Gefolgt sind bei mir die Lebensmittel, die ich seit einer Weile am liebsten mit Karte zahle, nur um die lästigen Münzsammlungen zu vermeiden. Wenn ich dann immer die Frauen sehe, die ja in den meisten Fällen eine riesige Geldbörse wie einen Backstein aus einer noch größeren Umhängetasche ziehen. Darin haben sie ihr ganzes Leben, Karten ohne Ende, Geldscheine, Münzgeld und doch wird mit einer Karte kurz über das Erfassungsgerät gewischt.

Die armen Schweden, die das cool finden und unsere jungen Leute ja auch, in Zukunft – alles wusch mit dem Smartphone bezahlen und beim beliebtesten Händler geht alles nur bargeldlos.

Und trotzdem stimmt es, man könnte zwar seinen Geldfluss heute schnell und so bequem wie nie überprüfen – jeder Zeit auf dem mobilen Gerät sehen und die Kontrolle darüber behalten – aber – man tut es nicht!
Letztlich gibt jeder Geld immer leichter aus, wenn er mit Karte oder Smartphone bezahlen kann. Denn wenn Sie Scheine und Münzgeld haben, überlegen Sie, ob Sie es tatsächlich eintauschen, ob Sie etwas aus der Hand geben um etwas ganz anderes dafür zu bekommen. Oft genug haben Sie auch nicht den passenden Betrag dabei, das bremst Sie, zwingt Sie zur Bank und bringt Sie neu zum Überlegen – das ist in den allermeisten Fällen sehr gut so.

Womit hat alles angefangen?
Ich finde – die allermeisten von uns verstehen Geld völlig falsch, Geld ist keine Sammelware, kein Wert. Es ist eine Tauschware.
Sicher hat man uns allen beigebracht Geld auf der hohen Kante zu haben, den Not-Groschen (als es noch Mark, Groschen und Pfennige gab) – eine Geldreserve. Nicht nur für schlimme Zeiten, sondern auch wenn etwas Unvorhergesehenes passiert – so wie es jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, jeden Augenblick passieren kann. Ich habe kürzlich meinen Vater noch einmal dazu befragt, er meint man solle auch heute zumindest 8.000-10.000 Euro auf der hohen Kante haben. Früher wohl auf dem Eichenschrank oder unter der Matratze, heute eher auf dem Girokonto – die stille Reserve.
Es können zu schnell Dinge geschehen, die schnell hohe Kosten verursachen und die könnten damit bezahlt werden, defekte Elektrogeräte, Schäden am Auto oder Haus, den Kindern aus einer Notlage helfen und anderes, was unmittelbar ersetzt werden muss.

Geld wurde erfunden um das Tauschen der benötigten Lebensmittel und Waren zu erleichtern. Und das funktioniert auch gut, jeder kennt und schätzt den Wert von Bargeld hoch ein, viele sogar höher als den Wert der meisten Waren.
Erst jetzt gerät alles in Schieflache. Reine Zahlen auf Monitoren sollen das Bargeld ersetzen.
Das ist von allen Banken, von allen Arbeitgebern, von allen Regierungen, von der Steuer letztlich genauso gewollt.
Denn wenn wir das mitmachen und auf Bargeld immer weiter verzichten, dann ist jeder Kauf/Tauschvorgang transparent und jederzeit abrufbar, alles perfekt besteuerbar, genau zu sehen wer wie viel hat und wofür er es wann ausgibt.
Dann werden nicht nur Drogenkonsum, Schuhticks, Bordellbesuche, Schwarzarbeit, Gefälligkeiten, Schenkungen an Kinder und Engel, Almosen für Kirchen und Bettler, Trinkgelder für Personal – sondern alles was wir tun offensichtlich und vieles sogar unmöglich.
Dann ist es auch für Krankenkassen, Versicherungen, Garantieleister, Polizei leicht möglich zu erfahren, was ihr Kunde tut und ihm Leistung zu kürzen oder zu verweigern.
Dann können nicht nur Computer-Hacker, sondern auch Privatpersonen, mächtige Firmen, Arbeitgeber, Polizei und vor allem Regierungen den Geldfluss stoppen, umleiten, vernichten und damit die Existenz jedes Einzelnen steuern.

Was ist in dem Zusammenhang wirklich von großem Übel und gehört abgeschafft?
Die letztlich betrügerische Auspreisung der Waren –
ein Produkt das 199€ kostet, suggeriert immer, dass es 100 und noch etwas mehr kostet und nur wenige Menschen würden sagen, dass sie 200€ für den Kauf aufwenden müssen – den der eine geschenkte Euro ist nur die satanische Verführung. Noch schlimmer an der Tankstelle, die Cent-Beträge werden gar nicht mehr mitgelesen, kaum noch registriert, der Liter kostet 1.45€ – dass er in Wahrheit ja immer praktisch 1.46€ kostet, weil da 1.4599 steht – wird selten klar.
Alle Beträge der Welt sollten endlich gerundet werden und damit auch das kleine Münzgeld abgeschafft werden. Dann zahlen wir alle gefühlt zwar etwas mehr, denn kaum ein Anbieter von Waren oder Leistungen wird diese Abrunden – aber das ist es wert.

Ich bin sofort dafür, 1 Cent, 2 Cent, 5 Cent und sogar 10 Cent und 50 Cent Münzen ab zu schaffen. Auch wenn Pfennigfuchser und Geizhälse mir das Gegenteil beweisen werden, mir bringen diese kleinen Beträge auch in großer Summe keine Vorteile. Sie belasten nur meine Taschen und mein Leben – sie sind absolut überflüssig. Die Produktion ist überflüssig.
Und damit schaffen wir auf einen Schlag viel mehr Transparenz und vereinfachen den Umgang als mit Geldabwicklungen über Smartphones – alle Beträge gehören gerundet.

Ich weiß schon jetzt, was die Niederländer schon vor langem umgesetzt haben, wird hier in Deutschland wohl nie eine Zustimmung bekommen. Der Deutsche gilt als „geldgeil“ und wird die kleinen Centbeträge um keinen Preis aufgeben. Sicher, der gute Deutsche kann die kleinen Beträge gleich an der Kasse an „Bedürftige“ oder die Belegschaft spenden – nur bin ich da nicht gut genug, weil ich in den meisten Fällen nicht sehen kann wo diese Münzen landen und was damit gemacht wird. Und ob sie nicht letztlich gegen mich und meine Interessen verwendet werden und ich somit mit meinen Mitteln gegen mich selbst kämpfe.

Und die Menschen die nichts „Böses“ tun – sich immer nur korrekt verhalten – sind – verzeihen Sie die deutliche Wortwahl: DEPPEN!
Sie sind eigentlich gar nicht existent, allenfalls in ihrer eigenen Fantasywelt. Denn das ist kaum real.

Ich habe eine eigene Lösung, ich habe praktisch nichts auf der hohen Kante, keine Bank arbeitet mit meinem Geld. Ich halte Konten im schwarzen Bereich und mehr nicht. Mein Notgroschen sind meine Objektive – Kameras taugen dazu nur wenig. Und Objektive auch nur dann, wenn man begehrte Stücke hat, die sich schnell ohne große Verluste verkaufen lassen. Dazu gehört auch, selbst ausgezeichnete Objektive im richtigen Moment zu verkaufen, Neuankündigungen schmälern meist beträchtlich den Wert.
Für mich sind letztlich auch Objektive nur eine Tauschware, alle sind ersetzbar und neuere Kameras erfordern häufig auch neue Objektive.
Reiche Menschen sammeln heute Oldtimer, mechanische Uhren und Immobilien, Gold, Platin und Diamanten vielleicht noch.
Ich sammle am liebsten Erfahrungen, aber auch Zeitschriften, Bücher, Filme, Comics finden bei mir platz in Regalen und überdauernd dort die Zeit, wenn sie mir viel Freude machen.

Kämpfen wir dagegen an – Bezahlung ist auf einem Smartphone denkbar schlecht aufgeboben, die Beschneidung oder gar Abschaffung von Bargeld ist nicht diskutabel.
Schon die beschlossene Abschaffung und Vernichtung der 500€ Scheine ist kritisch. Es gibt kaum 200€ Banknoten. Das alles führt dazu, das wir teure Dinge mit einem Stapel Bargeld bezahlen müßten.

Als zusätzliche Alternative, wenn man gerade kein Kleingeld mitführt oder es für einen größeren Betrag mal nicht ausreicht – ist für junge Menschen die Zahlung per Smartphone oder mit Karten sicherlich bestechend und werde auch ich vielleicht einmal nutzen. Doch das darf für mich nicht zur Überwachung und zum Kontroll- oder gar Freiheits-Verlust führen!
Das kann nur eine Alternative sein, aber die Geldscheine und jede Form von Bargeld möchte ich davon nicht abgelöst wissen!

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

1. August 2018
Leica 2.8-4.0/50-200 mm OIS Panasonic mFT

Leica – In der Kürze liegt auch Würze!

Das Objektiv

Panasonic hat eine konsequente Leica-Serie aufgelegt, zu den Festbrennweiten jetzt die Vario-Zooms mit 8-18 mm, 12-60 mm und 50-200 mm. Um kompakter bleiben zu können und so die Vorgaben von mFT besser einzuhalten hat man sich entschlossen die Lichtstärke etwas zu beschneiden, f:2.8-4.0. Faktisch ist das aber für alle Tele-Konstruktionen ein echter Nachteil, da letztlich nur f:4.0 sinnvoll genutzt werden kann. Nicht umsonst gibt es viele gestandene Fotografen die solche variablen Lichtstärken meiden wie der Teufel das Weihwasser. Genau genommen scheint mir f:2.8 heute angesichts der extrem flexiblen Sensoren mit pushbarer Empfindlichkeit auch kaum mehr zwingend notwendig. Doch bei kleineren Sensoren dreht sich das um, bei mFT mit nur rund ¼ der Größe vom Vollformat scheint mir dann f:2.8 doch oft wieder zwingend notwendig. Außerdem beschränken Objektive mit nur f:4.0 oder gar f:5.6 deutlich die Kreativität und deshalb behalten sie für mich immer einen schalen Beigeschmack.

Nur 713g Gewicht inklusive Sonnenblende – wo mit mehr Lichtstärke sonst leicht 900g und mehr zu schleppen sind, klingt da schon reizvoll. Auch die kurze Baulänge von nur 13cm und der schlanke Filterdurchmesser von nur 67mm, sind auf Reisen günstig.

Mich ärgert ein bisschen die Inkonsequenz – hier fehlt wieder der Blendenring. Also wenn Leica, dann bitte mit Blendenring, wie bei den Festbrennweiten. AF- oder Programmierbare Tasten wurden ebenfalls eingespart. Die Sonnenblende ist auch hier wieder sehr sauber und sehr präzise gefertigt. Die äußeren Einstellringe sind aus Metall, fein gefräst, was leider dem Staub viel Platz gibt, alles darunter ist wieder Polycarbonat. Anders als das Olympus 2.8/40-150 mm handelt es sich nicht um eine innenfokussierte Version, es wird bei Brennweite 200 mm rund 5 cm länger, das Olympus bleibt kurz, ist aber im Transport gut 3 cm länger.
Ärgerlich finde ich auch, das die mFT Hersteller beim Konverter wieder extra Wege gehen : der Olympus 1.4x lässt sich nicht mit dem Leica-Objektiv verbinden und umgekehrt passt der Panasonic Konverter nicht auf die Olympus Objektive.
Lichtstärke: F:2,8 büßt es leider sofort bei Drehung des Zoom-Ringes ein. Bei 90mm ist nur noch f: 3.5 möglich und ab 170 mm sitzt man dann auf f:4.0. Wer es kauft sollte es im Bewußtsein eines 4.0/50-200 mm kaufen!

„Made in China“ ist inzwischen nicht mehr preiswert und oft auch kein Indiz mehr für schwächere Fertigungsqualität.

Optische Performance:
Auch wenn das gerne behauptet wird, ich kenne kein Tele-ZOOM-Objektiv, das nicht im längsten Telebereich einen Leistungseinbruch von Schärfe und Brillanz erlebt (auch nicht für 12.000€). Es kann also nur darum gehen, wie stark der Einbruch gegenüber dem mittleren oder gar dem Anfangs-Bereich ausfällt.
Und hier gefällt das Leica 50-200 mm sehr gut, der Verlust ist nicht gewaltig und mit f:4.5 oder f:5.6 bekommt man fast uneingeschränkte Objektivleistung. Weiteres abblenden ist kaum notwendig und ab f: 11 schlägt die Beugung dann wieder begrenzend zu.
Es zeigt etwas Vignettierung bei 200 mm, im Seitenlicht ist die Sonnenblende gut wirksam und sonst habe ich keine gravierenden optischen Fehler entdeckt.

Besonderen Wert lege ich immer auf einen großen Abbildungsmaßstab aus vernünftiger Distanz, hier wird 1:4 aus 0,75 m ab Sensorebene erreicht. Das schaffen vergleichbare Sony- und Fuji-Objektiv-Konstruktionen bei weitem nicht. Nikon war der erste der 1:4 schaffte, inzwischen haben Tokina und ganz aktuell auch Canon den Wert ihrer 4.0/70-200 mm auf 1:3,7 und Tamron sogar auf 1:3,1 unterboten. Ich finde das ist leider ein wenig beachteter Zahlenwert, der in der Praxis sehr nützlich ist, auch zum Freistellen.
Leica ist hier auch klar im Vorteil vor Olympus, die ausnahmsweise durch die IF-Konstruktion hier nur 1:5 schaffen und bezogen auf Vollformat kann der Wert ja auch noch um Faktor 2x noch vorteilhafter – Leica: 1:2.0 – Vollformat maximal 1:3,1 – meisten.

Autofokus:
Wo andere noch lautstark mit dem schnellsten und besten AF werben müssen, ist Panasonic längst voraus und liefert. An G9 und GH5 sind Teleobjektive spürbar schneller und präzise scharf fokussiert als an jeder DSLR und Panasonic verweist hier auch Olympus, Sony, Leica, Canon und Fujifilm auf die weiteren Plätze. Das Zusammenspiel mit den neuen Kameras ist erstklassig und auch ältere Modelle können noch etwas von dem RuckZuck-AF des Objektives profitieren. Kein Vergleich mehr zum 5.6/100-300 mm oder den älteren Zooms bis 200 mm. Beim Nachführ-AF ist man stark abhängig vom Licht und Motiverkennung, hier bleibt Nikon DSLR weiterhin ungeschlagen.

Bildstabilisierung:
Sehr effektiv, vor allem mit G9 und GH5 konkurrenzlos

 

LICHT:

+ mechanisch eindrucksvoll, viel Metall, sehr angenehm flüssige Zoom-Bewegung
+ komplettes Zubehör, mit Sonnenblende, Deckeln, Beschreibung, Schutzbeutel
+ 2 Konverter nutzbar (allerdings sehr kostspielig)
+ sehr schneller AF mit G9 und GH5
+ optisch mit geringem Einbruch ab 150 mm
+ nur 710g schwer
+ 67 mm Filterdurchmesser
+ Abbildungsmaßstab 1:4 aus 75 cm Sensor-Entfernung
+ extrem leistungsfähige Bildstabilisierung mit neuesten Kameras

 

SCHATTEN:

– sehr ambitionierter Preis
– keine ausziehbare Sonnenblende (sind leider aus der Mode)
– eher sehr lichtschwach, f:2.8 reicht nur bis 70 mm – danach schnell Richtung f:4.0
– KEIN Konverter mitgeliefert
– mFT Konverter nicht austauschbar
– kein Blendenring vorhanden

 

Besonders geeignet für:
Reisen und um die Tasche klein zu halten und für alle die hohe Leistungsfähigkeit in dem Bereich erwarten. Denn alle 14-150 mm oder lichtschwächere Objektive bis 200 mm oder 300 mm verfehlen diese Leistungsklasse eindeutig.

Eher ungeeignet für:

Tier-Fotografie und schnellen Sport – es ist schnell an neuen Kameras, trotzdem ist es schon wieder eher lichtschwach. Bei Blende f:4.0 für 300-400 mm Bildausschnitt ist das aus meiner Sicht wenig spannend und führt spätestens in der Dämmerung zu Problemen. Hier führt an f:2.8 kein Weg vorbei und hier behalten größere Sensoren und lichtstarke Super-Tele ihre Berechtigung.
Ein Zoom stellt sich flexibler dar – vor allem wenn sich der Fotograf kaum bewegen kann oder im Tierpark oder Sportstadion einen geeigneten Bildausschnitt festlegen will.
Wobei heute der Trend eher dahin geht, kürzere Brennweiten zu nehmen, auch um die Action nicht zu verpassen und den Bildausschnitt aus den Reserven des Bildsensors zu schöpfen.
Im Tierpark ist ein 100-400 mm sehr nützlich, aber wenn dann auch das mit der echten Brennweite, also die Version mit f:6.3 – denn mehr Brennweite schadet nie und ein 50-200 mm ist heute nicht mehr wirklich wichtig oder gar spektakulär.

Im VERGLEICH:

Für mFT gibt es einige Tele-Objektive zur Auswahl. Die Zoom-Objektive sind bis auf eins alle lichtschwächer

Der Vergleich zu Kleinbild-Objektiven mit 100-400 mm Brennweite verbietet sich für mich, auch wenn der kleine Sensor genau diesen Bildausschnitt aufzeichnet – doch die Objektivkonstruktion ist eine völlig andere – die eines 50-200 mm!
Andere 4.0/70-200 mm Konstruktionen von Nikon, Canon, Sony, Tamron & Tokina sind allesamt sehr gut und kaum sichtbar schwächer – allerdings nicht selten deutlich preiswerter.
Bleibt letztlich ein einziger Konkurrent im mFT-System: Das Olympus 2.8/40-150 mm.
Das ist nicht nur deutlich preiswerter, sondern Olympus hat die Brennweiten-Aufteilung für mich wesentlich geschickter vorgenommen. Die Trennung von 2.8/12-40 mm und 2.8/40-150 mm ist praxisnäher, leider fehlt auch hier eine gewollte Überschneidung. Dem lässt sich aber durch Kombination mit dem 4.0/12-100 mm heute leicht abhelfen.

Für mich ist in der Praxis, ganz gleich ob auf Reisen, oder bei Tier-Motiven in der Heimat die Blende f:2.8 erheblich wertvoller als die 50 mm Brennweitengewinn bei Leica – auch dann wenn es faktisch 100 mm mehr sind. Die erreiche ich auf gleichem Niveau beim Olympus auch mit dem 1.4x Konverter – den es auf Wunsch sogar im Kit mit dazu gibt.
Trotzdem gibt es auch zu dem Olympus 40-150 mm Kritik, die dicke Sonnenblende zum Ausziehen kann nicht jeden begeistern und macht das Objektiv fett und die schöne Hintergrund-Trennung leidet selbst bei Offenblende etwas, wegen der verwendeten Glassorten.
Leica zeichnet anders, wenn nicht gar schöner – aber das kommt auf Licht, Motiv, Hintergründe, Abstände und den Fotografen an.

Resümee:
Leica hat hier ein präzises, kompaktes, schnelles Objektiv mit modernster Technik und schöner Zeichnung realisiert. Trotzdem haut es mich nicht um und ich finde es deutlich zu hochpreisig.
Mit den Schwächen des Olympus-Zooms kann ich besser leben, als mit der fehlenden Lichtstärke von Leica, dass letztlich nur bei 50 mm auch f:2.8 liefert.
Rein optisch kann das Leica bei f:4.0 und 200 mm einen Hauch mehr Schärfe liefern als das Olympus bei f:2.8/150 mm. Das gilt erst recht, wenn ich den 1,4x Konverter ansetze und dann ein f:4.0/56-210 mm erhalte. Doch wenn ich beide bei Offenblende und längster Brennweite einsetze, zeichnet das Olympus den Hintergrund noch deutlich unschärfer und braucht sich keinesfalls zu verstecken.
Selbst das 2.8/12-60 mm Zoom hat mich nicht so überzeugt wie die Angebote von Olympus, nur das Leica 2.8-4.0/8-18 mm hat das Ass im Ärmel.

Für mich müsste hier eine Preiskorrektur auf 1300€ erfolgen oder der 1.4x Konverter mitgeliefert werden (im Kurztest der PHOTOGRAPHIE wird genau das behauptet – das stimmt jedoch nicht – es wird ohne Konverter ausgeliefert!).
Ein 2.8/200 mm Leica-Panasonic ist ganz klar der bessere, schärfere und optisch schöner zeichnende Kauf – wenn auch noch einmal teurer (das schlägt mit Konverter sogar das Olympus 4.0/300 mm ProIS).

Optische Qualität: 4 Sterne
Mechanik: 4-5 Sterne
Autofokus: 4 Sterne
Preis-Wert: 3 Sterne
Spaß-Faktor: 3-4 Sterne


 

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