Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

19. April 2024
Vollformat?

Liebe Leser, ich räume mein Lager.
Die Kamerasysteme zur OM-1 und GFX100II haben sich bei mir so gut bewährt, dass ich die Systeme von Canon, Sony und vielleicht auch Nikon zukünftig nicht mehr auf Reisen oder längeren Fotoausflügen brauche.

Fujifilm GFX

Ich sehe es jetzt an vielen tausend Fotos, Mittelformat ist viel mehr als 100 Millionen Pixel und meist auch mehr als jedes Vollformat-System bieten kann. 
Ich habe endlich nicht mehr den Eindruck bei der Fotografie mit Pixel und Bildrauschen umzugehen! Mit kleinsten Teilchen die erst per Zufall ein Bild ergeben.
Das gesamte Potential einer Mittelformat-Bilddatei zu entdecken ist wirklich schwierig.
Es wird oft nur an Ausschnitte gedacht – aber auch das Entfernen von störenden Details, hellen Flächen, Drähten, Masten, Schildern gelingt sehr viel einfacher und ist im fertigen Bild oft viel weniger zu sehen.
Ich könnte, müsste mich verfluchen, dass ich nach meinen frühen Erfahrungen mit 9×12, 6×9 und 6×4,5 Aufnahmeformaten nicht dabei geblieben bin.
Ich wäre wohl ein besserer Fotograf geworden. Doch ich war immer auf Bewegung, auf Leben, auf Emotionen aus und das was ich will, den einzelnen magischen Moment, dass lässt sich für mich erst heute mit der Fuji GFX100II eingefangen.

Auch die Vorgänger-Kameras GFX50s, GFX100, GFX100s konnten das für mich gar nicht leisten, sie waren insgesamt zu träge und reaktionsarm.
Ich weiß da draußen in der Fotowelt gibt es auch nicht wenige Fotografen, die dass gleiche ihrer Leica M, Leica SL, Fuji X100, Sony A1, Nikon Z9, Canon R5 zuschreiben.
Ganz besonders der Leica und die ein Vermögen ausgeben, für die kleinen M-Objektive. Doch sie können auf Kleinbild nie auch nur mehr als einen Teil des Lichtes und der Details und Farbdynamik einfangen. Allerdings kommt bis heute keine Leica auch nur nah genug an die Ergebnisse der Fuji heran und an der guten Reaktionsfähigkeit, die ständig verbessert wird, schon zweimal nicht. Für mich nicht!

Es gibt keinen Weg mehr zurück und auch keinen mehr voraus.
Ich brauche Sony nur noch im extremsten Geschwindigkeitsrausch, Nikon nur noch für die traumhafte Ergonomie. Canon wird mit den RF-Objektiven nur selten nah genug heran kommen. Was ich brauche, ist mehr Tele für die Fuji, ideal wäre auch ein anderes Zoom, das den KB-Bereich 24-80 mm bedient.
Und für Super-Telefotografie und Nahfotografie brauche ich auch weiterhin unbedingt meine OM-1. Alles andere kann weg. Vielleicht wird auch bald das kleine Fuji-Format gut und insgesamt schnell genug, um alles im mFT und VF zu ersetzen.
Nach den ganzen Updates bin ich versucht es wieder mit der schnellen X-H2s und dem 150-600 mm zu versuchen – aber die Blende f:8.0 schreckt mich zu sehr. Es hat aber den Charme keinen Konverter mehr zu brauchen – denn mit VF und der Brennweite brauche ich den 1.4x TC und bin dann schwerer, teurer und lichtschwächer (f:9).

Als Fotomenschen müssen wir uns immer wieder eins klar machen: Nähe zum Motiv ist die Essenz aller Fotografie.
Alle Tele können die Intimität von Nähe und Vertrauen nicht ersetzen!
Größere Formate zwingen zwangsläufig zu mehr Nähe und bringen schon dadurch die intensiveren Fotografien und Erlebnisse.

Ein besonderes Highlight:
Fujifilm X100VI – kreative und schöne Bedienung im kompakten Format mit endlich 40 MP!
Auch jetzt nach kurzem Test im Neuzustand zu verkaufen. Bitte E-Mail an mich!


Das tolle Fotos auch mit einer Canon R5 & 4.0/14-35 mm gelingen, steht ausser Frage!

Eine Nikon und einige Objektive werde ich noch behalten. Aber insgesamt sehe ich bis auf besondere Objektive (wie Canon 2.8/100 mm SA, Sony 1.8/135 mm, 1.4/35 mm, 1.4/24 mm, Nikon 4.5/400 mm, 6.3/800 mm) für mich keine Veranlassung mehr, noch Vollformat zu behalten.

CANON RF:
Canon RF 11/800 mm DO – gepflegt gebraucht, mit Sonnenblende, ovp = 650€

NIKON AF:
NIKON Z9 Gehäuse, 3 J Garantie plus Zusatz-Akku = 
NIKON Z 6.3/180-600 mm S VR, WIE NEU OVP =
1700€
Novoflex NIKON Adapter F-MFT, wie neu = 70€
Nikon Kenko 1.4x F-Adapter + Zwischenring = 130€

Alles inklusive Verpackung und allem Zubehör

Sony Alpha FE Vollformat:
SONY Alpha 7RIII – der bis heute beste Sony-Sensor, bester Zustand = 1450€
Sony Alpha 7RIII & Sony 4.0/24-105 mm = 2000€
Sony FE 4.0/24-105 mm G (ausgesuchtes Exemplar) = 650€
Sony Schnell-Ladegerät bis 4 Akkus FZ100/FZ50 (2 Akkus enthalten!) oder
Kamera über Dauerstrom wie neu, ovp = 200€


Adapter für alle Leica M Objektive Adapter mit Autofokus an allen Sony E-Kameras = 270€
Meyer-Görlitz Trimagon 2.6/95 mm, Leica M Bajonett, ovp =
590€
oder mit Sony Autofokus-Adapter – funktioniert wunderbar = 900€

(genaue Beschreibung auf Anfrage)

Bei Interesse Bitte E-Mail an mich!

Nichts geht mehr – Rien ne vas plus: LAS VEGAS Strip
Kann das Leben noch langweiliger, trostloser und künstlicher sein?
Zum vierten Mal war Las Vegas der Ausgangspunkt für eine lange Fototour. Dabei viel mir sofort auf, schlimmer geht nicht mehr, war Vegas vor 10 Jahren gerade noch 1 Tag erträglich, so ist es jetzt nur noch ein ganz übler Hash-Alptraum. Da wagt man sich nicht mehr auf die Strasse, was sind das für Kreaturen, die dort herumlungern?
Die brauchen wirklich ganz dringen ZARDOZ – den Killer der Gelangweilten aus dem Kultfilm von John Boorman von 1947 mit Sean Connery!
Hier sieht man, wie die angestrebte “Unsterblichkeit” oder auch nur ein langes Leben zwangsläufig enden müssen.
Wir hatten ein traumhaftes Zimmer mit großer Glasfront über den Strip zu einem alptraumhaften Preis. Nie wieder möchte ich dort übernachten müssen. Sollte ich noch einmal in die Canyons oder ins Tal des Todes wollen, dann schlafe ich in Boulder.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

12. April 2024
Flatternder Frühlingszauber – April 24

Der Frühlingsflug der ersten Aurorafalter (Anthocharis cardamines)

 
Wer sich jetzt wundert – diese Fotos entstanden mit dem Smartphone…
Jetzt kommen die “echten”.
Warnung – Bitte nicht mit “scharfen” Augen betrachten!
Ich will Bewegung, Farben, Gefühle – große Schärfentiefe und Details interessieren mich hier nicht, ich habe nur versucht den luftig-sonnigen Tage gestern zu erhaschen. Alle Aufnahmen ab hier entstanden mit Nikon Z9, 4.5/400 mm + 1.4x TC.
Da eine Aufnahme gar nichts sagt, nichts über Bewegung und Leben – hier ein paar mehr 😉

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

4. April 2024
April 2024 Foto-Neuigkeiten


Wer noch nie im “Wilden Westen” der USA war, eine kleine Zeichenerklärung:
Arizona ist der Staat (bei bei uns Bundesländer – oder doch eher wie die Länder der EU?)
“The Grand Canyon State” also das worauf man besonders stolz ist – das steht dann auch auf jedem PKW-Kennzeichen!
Die State Line ist eben genau die Zuständigkeitsgrenze – auch der Behörden und Polizei.
Adopt a Highway und dazu die Namen – das sind Menschen die sich erklärt haben den Highway an den Rändern sauber zu halten
Diese werden hier besonders geehrt.
Ach ja und das im unteren Drittel des Schildes sind ganz offensichtlich Schußabdrücke – wie man sie überall sehr häufig auf Schildern sieht.

Ich bin jetzt mit vielen tausend Fotos von der Reise beschäftigt, aber für Fragen und Anregungen jederzeit offen!
Aktuell im Test habe ich derzeit die Fuji X100VI (die ich auch kurz gebraucht – zum Verkauf anbiete) und das Xiaomi-Leica Smartphone mit 1 Zoll Sensor.

Jetzt hat auch schon die Photopia in Hamburg nach nur 3 Veranstaltungen das Handtuch geworfen!
Das ist bedauerlich, ich war ja letztes Mal da, aber Hamburg ist eben zu sehr am Rand der Republik. Köln, Frankfurt, Düsseldorf (auch nicht zentral, ich weiß) würden viel besser laufen, hier gibt es einfach eine stärkere Fotoscene.
Mir war klar, dass zu wenige Karten-Vorbestellungen kommen – es war auch zu früh und zu verzweifelt.

Hier sollte Leica sich mal ein Herz nehmen und Flagge zeigen um eine “Lei-kina” in Wetzlar zu veranstalten.

Das liegt zentral und Leica hat von allen Herstellern die beste Berechtigung, denn hier liegt die Wiege der Kleinbild-Fotografie und das würde auch die japanischen Hersteller anlocken. Leica könnte sicher sogar einige Smartphone-Anbieter mit der digitalen Film und Foto-Welt besser vernetzen.

Jeder könnte sich endlich mal für eine “Kuh” oder einen “SL” und den Superluxus von Leica, begeistern.

Es ist genau genommen völlig unverständlich, warum Leica diese Chance nicht ergreift. Die können es sich leisten und besseres Marketing gibt es nicht.

Was haben wir verpasst im März?
Nicht allzuviel, über das sich zu reden lohnt.
Immer noch jeden Monat ohne Unterlass viele China-Objektive – die meistens kein Mensch in Europa braucht.
NIKON hat ein 4.0-8.0/28-400 mm VR
vorgestellt. Das ist schon sehr lichtschwach, für sonnige Reisetage wird das aber vermutlich selten stören, Abends braucht man dann eben eine lichtstarke Festbrennweite. Der Preis von rund 1500€ scheint mir etwas absurd.
Ich habe mal angefangen mit Canon 3.5-5.6/35-350 mm – das fast ein Jahrzehnt spitze war für die Pressearbeit.
Die Sigma u Tamron 28-200 und 28-300 fand ich meistens enttäuschend.
Dann probierte ich Olympus – aber da wird alles jenseits 4/24-100 mm auch sehr enttäuschend.
Die Sony RX10 IV war oft ein tragbarer Kompromiss.
Canon hat erstmals mit dem RF 24-240 mm ein gutes und sehr tragbares Reisezoom gebracht. Das habe ich aber dann doch gegen das Nikon 4/24-120 mm getauscht.
Und dagegen scheint mir kein Kraut gewachsen.
Keine Ahnung für wen Nikon so ein Rekordzoom 28-400 mm anbietet – für mich nicht.Aber 3 andere Dinge stören mich dann doch sehr.
Der Brennweitenbereich missfällt mir. So ein Zoom wird nie besonders gut im Tele-Bereich sein (auch wenn Nikon mit 28-200 mm, 18-200 mm und 28-300 mm bereits gute Kompromisse gefunden hat). Viel wichtiger ist hier der Weitwinkel bis Normal-Bereich und auch da haben wir letztlich ein großes, 750g schweres 4.0-8.0/28-100 mm in der Hand. Dagegen wirkt das in der Praxis sehr gute Canon 4.0-6.3/24-240 mm IS ungleich attraktiver!
Der Beginn ab 28 mm scheint mir immer zu langweilig und zwingt mich in jedem Fall noch zu einem 4.0/14-35 mm – das ich dann viel lieber mit 2.8/70-200 mm oder 4.0/24-120 mm für die Reise ergänzen würde!
Zweitens sieht die eckige Sonnenblende zwar spannend aus, ist aber zum kompakten Transport weit mehr hinderlich.
Das Objektiv wird leider sehr lang, schon bei 28 mm steht es 16cm aus der Kamera heraus (mit Blende) und im Teilbereich wird es dann beinahe 25cm lang und ist keineswegs mehr unauffällig.
Immerhin soll es eine besonders gute Abdichtung haben!
Also wer es spannend findet, nur zu – für mich ist das eher nichts.

    

Für Nikon erschien jüngst auch ein Tamron G2 2.8/28-75 mm – wieder ein Objektiv, dass kaum jemanden wirklich interessieren muss.

 

Ricoh hat Software-Tricks in neuen GRIII HDF und GRIII HDFx Kameras vorgelegt, zu noch höheren Preisen, ohne das die Kameras wirklich mal einen neuen Sensor oder sonst etwas spannendes bekommen hätten. HDF steht für Highlight Diffusion Filter – also praktisch ein Black Mist Filter – schöner Mist 😉

Sigma versucht sich mal wieder mit einem besonders tollen, minimal leichteren 1.2/50 mm ART – da kann ich nur gähnen. Schon alleine seine riesige Sonnenblende erschreckt mich.
Für Nikon und Sony besser ein gebrauchtes 1.2/50 mm GM von Sony kaufen.

 

 

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