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Kategorie ‘News-Blitzlicht’

8. Juli 2022
Nikon & Canon und Influenza


Alle Fotos realisiert mit OM-1 und 2.8/40-150 mm PRO Olympus

Ich war jetzt 10 Wochen mit Nikon Z und 6.3/800 mm unterwegs, 5 Wochen davon endlich auch mit der Z9.
Was soll ich resümierend sagen – ich hatte so unfassbar viele Kameras in Nutzung in meinem Leben – man gewöhnt sich.
Die wichtigsten Gründe, warum ich trotz meinem Faible für D500 und D850, so lange gegen Nikon Z gesträubt habe sind neben Gewicht und Größe (und daneben Protzigkeit) und AF, vor allem das linksdrehende Bajonett. Nicht wenige ältere Profis sind Nikon (fotografisch-) sozialisiert und brauchen ihr linksdrehendes Bajonett, aber alle die wie ich von Pentax oder Canon, Minolta, Olympus, Leica, Zeiss kamen, haben ihre Objektive immer rechts drehend geschraubt.

Was die Nikon Fans sagen, die liegt unvergleichlich gut in der Hand, kann ich nicht wirklich verneinen. Besser als E-M1X, A1, R5, XH2, besser auch als 1DX, D6 – nur den längeren Vergleich zur R3 habe ich noch nicht. Denn diese ist erheblich leichter und kompakter. Wenn ich die anderen Kameras mit Griffteil und weiterem Akku verwende, werden diese allesamt (bis auf R3 & E-M1X) größer und schwerer und sind nicht so konsequent und angenehm aus einem Guss. Das kann ich auch nicht bestreiten.
Wer also sowieso überwiegend das Stativ verwendet, ich habe meistens mit Einbein fotografiert, der gewöhnt sich schnell an den Nikon Klotzend wird sie keinesfalls gegen eine Z7II tauschen wollen.

Alle Schalter und Drehräder sind extrem griffig. Also da muss ich den Nikon-Fans recht geben und ich kenne es von meiner D850. Nur bei der Z7II war das nicht so.

Wenn man heute fotografisch unbelastet mit allen Ausrüstungen auf Tuchfühlung gehen will und sich für zwei Systeme, die sich gut ergänzen nachdenkt, dann liegt es für mich nahe eine Z9 mit einer OM-1 zu kombinieren.
Wer sagt, wenn ich “die beste Kamera der Welt” habe, denke ich weder über Canon, Sony, Panasonic, Fujifilm noch OMSystems nach, ist ein Ignorant.
Denn die Z9 hat auch jenseits von Größe, Gewicht, Auffälligkeit, SD-Karten-Verweigerung noch weitere Schwächen.
Die OM-1 ist nicht nur klein und sehr handlich, leicht und viel unauffälliger, braucht nicht unbedingt die ganz großen Tele-Objektive, nimmt SD-Karten, sie kann noch einiges mehr, wo die Z9 schwächelt:
AF-Verfolgung ist besser Nikon hat nur 493 AF-Messfelder, OM-1 hat 1053 Felder!
20 MP auf Faktor 2x (Z9 = 17 MP auf 1.5x)
AF-Video ist viel besser
Pro-Capture ist weiter entwickelt und besser
Bildstabilisator ist auch bei 1-2 Sekunden noch deutlich wirksamer
Akku hält fast gleich lange
600g gegen 1340g
Die OM-1 verliert beim Sucher und Monitor
Wer viele Porträt-Mode-Event-Presse-Sport Termine hat wird sich abgesehen von Gewicht mit der Z9 viel wohler fühlen und sich besser durchkämpfen. Aber auf jeder Wanderung, Reise, bei Tier-Motiven und sogar Sport und Video schlägt die Stunde der OM-1.
Nur schade, dass sie komplett unterschiedlichen Konzepten und Bajonetten (Nikon links, OMS rechts) folgen.

Woran könnte es liegen, dass eine Z9 auch nach Updates und mit den neuesten Tele-Objektiven aller Hersteller nicht die beste Leistung bringt, sondern eher die viertbeste nach der OM-1?
Es werden Stimmen lauter, die sagen, mit einer Analyse aus nur 493 AF-Messfeldern, kann sie weder mit OM-1 (1053), noch A1 (759) und erst recht nicht mit R5/R3 (1053) konkurrieren.
Dasnur an reinen Zahlen fest zu machen ist, wie immer, zu kurz gesprungen. Allerdings ist die vergleichsweise geringe Menge an AF-Feldern schon auffällig. Ich würde sie in keinem Fall auf die hälfte begrenzen, wie es Nikon in all seinen Kameras zulässt.

Letzte Woche war der hektische YTuber S. Wiesner mit Kollege an “meiner” Location. Ich war im Sturm seit 2 Stunden mit der R5 und 800 mm an den Seeschwalben, Möwen und Austerfischern. Sie kamen plötzlich mit 4.5/400 mm und 6.3/800 mm an Nikon Z9 und waren nach 10-15 Minuten, im weißen Volvo mit Celler Kennzeichen, genauso schnell wieder weg.  Viel Fahrt für ein paar Aufnahmen mit Nikon Leihobjektiven und Z9 Leihkamera. Die gezeigten Fotos im Video sind ganz ok. Aber auch hier sieht man, es geht um Geld, schnell ran, schnell weg, hektisch erzählt und nächste Location.

So fotografiere und berichte ich nicht. Ich hatte Nikon und Sony und Olympus im Fahrzeug und machte noch abwechselnd AF und IS Vergleiche. Und ich bleibe lange an lohnenswerten Motiven. Allerdings werfe ich mich nicht vor jedem Vogel in den Dreck.
Jetzt haben die das wieder „umsonst“ gemacht, denn schon ist ein neues AF und IS Update für die Z9 verfügbar, was das Verhalten der Kamera erneut verändert, vielleicht überholt sie jetzt sogar die A1 und R5, R3? Allerdings, die gefühlt langsameren AF-Motoren im 400 mm und 800 mm bleiben. Die beiden berichten auch vom noch einmal deutlich langsameren 2.8/400 mm TC1,4. Noch langsamer als 4.5/400 mm? Könnte stimmen, auch wenn Nikon sagt, da sind überall die gleichen Motoren drin. Es sind AF-Motoren für Filmer – sie sollen langsam und gleichmäßig das Motiv halten und jede Hektik vermeiden. Allerdings ist das für Fotografen kaum die richtige Motoranbauweise. Ich bekomme meine Motive häufig scharf, trotzdem habe ich, wenn ich an Sony, Canon, Olympus in meiner Hand denke, immer den Eindruck einiges zu verpassen und nicht als scharfes Bild abspeichern zu können.
Mal schauen wie das neue Update arbeitet – allerdings, die Objektive werden nie schneller werden.

Ich teste weiter und überlege das 4.5/400 mm Nikkor auch zu kaufen und die Z9 eine Weile zu nutzen. Denn, eine bessere Kamera wird die kommenden 2 Jahre von Nikon kaum kommen und auch R1, A1II lassen noch länger auf sich warten, sowie R3, A9III, A7RV werden aller Voraussicht meine Erwartungen nicht erfüllen.
Als Porsche-Fahrer werden sie alles vermeiden um auf einen Fiat oder auch nur einen Golf um zu steigen. Es kommen allenfalls Aston Martin und Bugatti in Frage 🙂
Was trotzdem nicht automatisch heißt, das die Z9 die beste Kamera ist.
Sie hat keinen Verschluss mehr, den Sensor von Sony A1, einen leistungsfähigen Prozessor, eine sehr gute Haptik (wenn man es schwer mag) und einen sehr guten Bildstabilisator.
Die Bedienung und das Menü geben allerdings immer noch Rätsel auf und verursachen bei mir Kopfschmerzen.


NIKON Z9
Inzwischen habe ich die Z9 mit vielen Objektiven genutzt und verwende 4.5/400 mm S und 6.3/800 mm S fast täglich.
Spannend und konkurrenzfähig finde ich auch diese Nikon-Z-Objektiv-Konstruktionen:
2.0/40 mm (trotz Polycarbonat-Bajonett)
4.0/14-30 mm
4.0/24-120 mm
5.6/100-400 mm

Im Gegensatz dazu, finde ich alle anderen Z-Konstruktionen entweder wenig praxisrelevant oder den Mitbewerbern unterlegen.
Vor allem 2.8/14-24 mm, 2.8/24-70 mm und 2.8/70-200 mm und 2.8/100 mm Micro sind deutlich von Sony und Canon abgehängt.
Für diese vier Profi-Objektive hätte man bisher Nikon gekauft, wer klug vergleicht wird heute eher Canon und vor allem Sony mit diesen Objektiven kaufen.


Wo sind die Grenzen, einmal ganz kritisch betrachtet?
Was bringt es Kameras zu lieben und zu loben – gar nichts! Keine Verbesserung – deshalb liste ich hier alles was mich in der Praxis nervt.
Die Z9 ist besonders stark für Presse, Events- und Porträt- & Mode-Fotografie. Bisher aber unterlegen für Sport und vor allem für wildlebende Tiere, die neuen Objektive reißen das teilweise heraus, 

LICHT:
+ sehr gutes Handling
+ Hochformatgriff immer dabei
+ sehr guter Sucher
+ sehr guter, großer und logischer Klapp-Monitor auch für Hochformat
+ separates Info-Display
+ VR Bildstabilisator eingebaut 
+ scheinbar fairer Preis 6000€
+ innovativ und ohne Belichtung-Verschlug
+ macht einen haltbaren, sehr gut abgedichteten Eindruck

+ drei programmierbare Tasten vorne für drei freie Finger!
+ Rolling Shutter praktisch minimiert
+ AF 3D-Tracking bringt die beste Leistung aller Nikon Kameras

+ beleuchtete Tasten
+ Pre-Capture (allerdings schwächer als OM-1)
+ 120 B/sec aber nur 12 MP


SCHATTEN:

– zu hohes Gewicht, 1340g
– großer, schweineteurer Akku ohne die Kapazität von 2 Sony Akkus
– Bescheuertes, klobiges Akku-Ladegerät für nur einen Akku
– Wenn man von Canon, Sony kommt – verkehrtes links Bajonett
– kein SD-Karten-Schacht
– kein 3x und 3x Faktor auszahlbar, sondern nur 1.5x DX
– Monitor nicht so leuchtend und gut sichtbar wie bei Smartphones
– Monitor-Bild könnte deutlich größer sein, Fläche nicht ausgenutzt
– AF-Verfolgung trotz neuer Updates noch nicht unter den Top 3 auch mit 3D nicht
– häufiger Front-Focus und nicht präzise genug
– AF-Bedienung nicht innovativ – das geht besser
– Video-AF ist untauglich
– kleine Motive u. solche im schlechten Licht werden schwächer erkannt & fokussiert als bei S, C & OMS
– kein wirklich schneller Zugriff auf DX-Format und AF-Funktion
– VR weit weniger leistungsfähig als IBIS bei Canon und OMS
– immer noch kein Diebstahlschutz (Code etc.)
– nicht komplett geräuschlos
– Bildserien schwer abschätzbar
– kein deutlicher Hinweis wenn die Karte voll ist
– Kartenfachdeckel ein Krampf zu öffnen, mit Handschuhen unmöglich
– AF-Auswahl vorne u unten links sehr unpassend
– Belichtungskorrektur wird bei Auto-ISO nicht dauerhaft im Sucher angezeigt
– große nackte Oberseite rechts, anstatt +/- Korrektur-Rad!
– kein abnehmbarer Sucher
– untaugliche, veraltete Gutaufhängung, links unten fehlt

UNAUFHALTSAM sind Sie mit der Z9 ganz sicher nicht – das ist nur ein Werbespruch.

Die Frage bleibt wie ein Fesselballon in der Halle, etabliert sich Nikon jetzt als neue Tele-Macht?
Das, was Nikon wegen veralteter Objektive (mal von 200-500 mm, 300 mm PF und 500 mm PF abgesehen) mit dem F-Bajonett und der DSLR nicht mehr gelang?
Tatsächlich hat sich Canon ganz anders aufgestellt, an beiden Limits – die teuersten Objektive wie 4.0/600 mm und 5.6/800 mm bis hin zum 8.0/1200 mm und die preiswertesten 11/600 mm und 11/800 mm.
Sony ging den klassischen Weg mit 2.8/400 mm und 4.0/600 mm und dazu ein 6.3/200-600 mm und lässt eben bisher alle anderen Teles vermissen.
Wer ein Sony 400 mm oder 600 mm hat, den muß das alles nicht jucken, die A1 ist weiterhin der beste Kamera-Kompromiss mit der besten Stromversorgung und maximaler Power auf kleinstem Volumen.
Bei Nikon könnten demnächst die angekündigten 4.0/600 mm TC 1.4x und das 200-600 mm entscheidend werden für dieses Jahrzehnt. Noch kann Nikon ja schnellere AF-Motoren dafür entwickeln.

Canon hat jetzt erste R7 Kameras für 1500€ im Handel gehabt.
32 MP auf Halbformat mit Faktor 1.6x klingt für viele verführerisch, vor allem wenn man bedenkt das eine R5 nur 17 MP beim gleichen Ausschnitt liefert.
Das sind fast 50% mehr Auflösung – eine hohe Anforderung an alle Objektive.
Selbst ich habe überlegt dann künftig mit R3 und R7 los zu ziehen und die Universalkamera R5 abzugeben.
Leider kam es wie befürchtet, der Preis von 1500€ lässt auch mit dem halbierten Sensor keine schnelle Kamera ohne Rolling Shutter zu. Die RS-Verzeichnung ist mit elektronischen Verschluss eine Katastrophe. Man könnte den mechanischen Verschluss nutzen, aber dafür kauft keiner eine spiegelfreie Kamera, das wäre ja ein Salto rückwärts. Auch hält die Kamera nur 1-3 Sekunden bei schnellen Serien durch. Schnelle CFX Karten sind ebenfalls nicht nutzbar und Serienfotos drehen sich immer um den internen Speicher. Das ist in der R5 bei Vollformat mit CFE Karten auch häufiger der Fall, aber eben nicht im Halbformat-Modus.
Bei 3200 ISO ist für die meisten Schluss mit gut nutzbarer BQ, auch wenn man Entrauschung (bei gleichzeitiger Entschärfung :-)) nutzt. Die R5 schafft dagegen 10.000 ISO (R6 auch) und die R3 sieht auch bei 12.800 ISO und 20.000 ISO noch brauchbar aus.

Also man bekommt, wofür man bezahlt.

Die schnellsten Kameras für alle Motive kosten heute mindestens 6000€ und nicht mehr 2000-3000€, wie zuvor bei DSLR! Das kann man akzeptieren oder man bleibt stehen bei seiner Technik und seinen Motiven. Und wenn man nicht bei Canon oder Nikon fest gefahren ist, kann ich nur raten, besonders auch für Tele-Motive eine OM-1 mit 2.8/40-150 mm & 6.3/100-400 mm oder sogar 4.5/150-400 mm anzuschaffen. Fujifilm fehlt es an Objektiven und Sony und Nikon bisher an seriösen Kameras.

 

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27. Juni 2022
Nordsee – Ostfriesland

Hier einmal die Fotos von Landschaften und bemerkenswertem, die ich die letzten Wochen aufgenommen habe.
Alle Fotos aufgenommen mit IPhone 13 Pro. Wer hier schon länge mit liest, weiß, ich will niemals Trends hinter her laufen, in dem Moment wo Technik ausgereift gut ist, bin ich damit unterwegs und versuche sie sinnvoll zu nutzen.
So wollte ich hier kein 14 mm, 20 mm, 24 mm, 35 mm oder 14-35 mm, 24-105 mm, 24-70 mm mit mir herum tragen und in ein Bajonett einschrauben.
Ich gebe aber unumwunden zu, dass mir diese Motive nicht so wichtig sind, es sind mehr Impressionen

Das IPhone ist mein Impressio 

Ich habe zwar noch 4/24-105 mm und sogar ein 6.3/24-240 mm für Sony und Canon und ein 2.8/12-40 mm Olympus, allerdings kommt nur letzteres noch zum Einsatz, weil es mit seinem Nahbereich kann, was sonst mit nichts anderem optisch gelingt (schnelle Aufnahmen mit ausreichend viel Schärfentiefe bis kurz vor die Frontlinse).

Doch ich teile Motive heute danach ein, ob sie mir besonders wichtig sind, oder nur „en passant“ mitgenommen werden. Also fast alle Stadt und Land-Ansichten, die kurz wichtigen Dinge und eben die schnell flüchtigen Gedankenbilder sind im SP viel besser aufgehoben.
Der bei weitem meiste Teil, dessen was man als junger und gestandener Mensch sieht (bis 45), ist später kaum noch einen Rückblick wert. 
Der Zauber entsteht erst durch Glück und die Besinnung auf die Essenz, auf Leben und Licht.
Den ganzen Rest braucht man nicht.

„Was für ein Objektiv, wie cool“ habe ich hier häufiger gehört, wenn ich mit 800 mm unterwegs war, vor allem mit dem Canon 11/800 mm.
Ich war auf Amrum und da mit 5-6 Kilo Nikon Gepäck (inkl. Einbein, Kopf, Tasche) größere Stecken zu bewältigen war für mich undenkbar. Zumal ich Fahrräder bis heute nie schätzen gelernt habe und einfach für mich nicht mag. Jeder Roller ist super, aber Fahrräder nicht.
Schon auf der Fähre waren alle neidisch, wie ich Kegelrobben trotz großer Entfernung erkannte und leicht bei rund 1300mm fest halten konnte. Freihand im Wind, stehend im Bug. Nur die Sonnenblende habe ich ab gelassen, da sich in ihr der Wind fängt und dann der beste Bildstabilisator nicht mehr helfen kann. Licht war immer genug. Die f: 6.3 brauchte ich den ganzen langen Tag nie. Vorbeifliegende Vogelschwärme wurde nicht so häufig richtig scharf, da machte die große Entfernung der R5 dann doch zu viele Probleme. Aber es war immer etwas Scharfes dabei.
Das Meer ist ständig auf der Flucht
Hier an den Kilometerlangen und Kilometerbreiten Ständen fahren haufenweise Menschen mit Pferden und vielen Hunden bis hinter die Dünen, bis dicht an die Flut. Also mit Pferden ist das schon irgendwie pervers, idiotisch, exzentrisch und  naturzersetzend.
Da wird über pupsende Kühe diskutiert, wer berücksichtigt eigentlich die Millionen Pferde in Deutschland?

Ich hatte ein kleines E-Auto auf Amrum, Zoe für nur 39€ den ganzen Tag. Wenn man Fahrräder nicht mag und auf Busse nicht warten will, braucht man etwas mit Elektroantrieb.Aber ich denke das wir sehenden Auges in die nächste Katastrophe steuern, wer soll diese Millionen Fahrrad-, PKW-, Handy- und alle anderen Akkus jemals weiter nutzbar machen und wie?

Amrum ist eine sehr ruhige, sehr schöne Insel. Weit draußen im Meer wie sonst nur Sylt.
Ich mag es meistens nicht, vom Strand des Festlands oder einer Insel auf anderes Land zu blicken – mir ist der Blick auf die weite des Meeres erheblich lieber. Und auch industrielle Schiffe und Anlagen im Meer vor mir mag ich gar nicht und auf Harbkes Windvorposten zu schauen noch viel weniger.
Das Amrum ein ausgesprochenes Vogelparadies ist, konnte ich leider nicht feststellen. Hat man nur 1 Tag, kommt man um 11 Uhr an und legt um 18.00 Uhr ab, in der Zeitspanne sieht man im späten Frühling und Sommer keine spektakulären Vögel. Und das Licht passt meist nicht. Die neuralgischen Vogelspots sind allseits bekannt und man muss einige Kilometer laufen. Also mit lichtstarken Superteles k
ein leichter Ausflug und nichts mehr für mich.

Im Katinger Watt lassen sich die 2-3 km noch gut bewältigen, aber auf den Inseln und an den Stränden aus meiner Sicht, eher nicht.

Abends sitze ich gerne im Strandkorb und blicke raus ins Meer. Nur deutlich windig sollte es nicht sein, sonst kehrt man mit Eisbeinen und Glasknochen heim.

Hier spielen Preise oft keine Rolle, hier trägt man ON-Sportschuhe von den Schweizern. Die Currywurst Pommes kostet schnell fast 10€ und ein Alster gibt es kaum unter 5€, an ein richtiges Eis unter 8€ ist auch kaum zu denken.

Bearbeitet habe ich die Bilder kaum, alles sind HEIF-Dateien, die ich am Rechner etwas dunkler mache, klein Rechne und als JPEG abspeichern. Nachschärfen, Farbkorrekturen etc finden praktisch nicht mehr statt.

Hier meine allerersten Eindrücke, ich war nie zuvor hier:

Das Meer ist immer auf der Flucht, man geht leicht 1-2 Kilometer bis man wirklich am Strand nasse Füße bekommt.
Und dahinter ist Kiefernwald – der sieht klasse aus, aber ab spätestens Mai/Juni kann man den für Unternehmungen abschreiben, denn da lauern die zweitschlimmsten Raubtiere nach dem Menschen – Vampire. Nicht zu beneiden, die Menschen die da Walken oder mit dem Rad durch müssen. Und die Gegenwehr mit Chemiekeule finde ich auch nicht zweckmässig.


Nach Katzen halte ich immer Ausschau, oder sie finden mich – hier leben einige schwarze Tiere wild.
Und die neuealte Seuche ist der Stahl, die Schlösser einerseits, aber die Fahrradseuche ist noch weit schlimmer. Und jetzt sind die auch noch so schnell, das die Menschen damit in jede Ecke des Planeten kommen – der Bewegungsdrang ist unbesiegbar.
Und damit leider auch der Untergang aller Tiere und Vögel unabwendbar. Noch helfen da Zäune und Strafen, aber es ist ja ohnehin nirgendwo mehr viel Natur übrig.

Ganz am Ende – unsichtbar – rollt die Nordsee.

 

Man merkt deutlich wie der Verkaufs-Krake die Daunenschrauben anzieht, immer mehr Mails, immer mehr Angebote im Banking, das unbedingte locken in den Verkauf, VAT, etc

 

 

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24. Juni 2022
Lange Tage mit NIKON & SONY?

Das hat keiner vermutet, Nikon macht Canon und auch Sony das leben schwer mit neuen Super-Tele-Konstruktionen!
Nikon Z 4.5/400 mm PF VR  kommt günstiger als erwartet!
Es sollte rund 3500-3800€ kosten und ist damit 1500€ günstiger, als ich erwartet habe. Auch das Gewicht fällt  mit rund 1250g (ohne Sonnenblende) deutlich geringer aus, als ich erwartete. Das sind angenehme Überraschungen!
Allerdings handelt es sich auch nicht um eine PF Konstruktion wie das 6.3/800 mm.
An der Z9 hat man mit Sonnenblende immer noch einen 2.620g Brocken zu tragen.
Gewicht: Objektiv plus Sonnenblende & Stativadapter 1370g – ohne Stativadapter =1290g leicht
Es ist 24 cm lang und erlaubt einen Nahbereich bis 2,50 m bei Abbildungsmaßstab: 1:6,3.
Damit sehen alle bisherigen 400 mm Konstruktionen wie 4.0/400 mm DO, 4,5/400 mm Minolta Apo, 5.6/400 mm Canon, Sigma und sogar die letzten 4.0/300 mm PF, 5.6/500 mm PF von Nikon sehr, sehr alt aus.
Keines dieser Objektive würde ich heute noch kaufen wollen und selbst letztere heute nicht mehr einsetzen wollen. Es ist ja sogar noch leichter, preiswerter und zeichnet schönere Hintergründe als das 5.6/500 mm PF.
Allerdings wird auch der Abstand zu einem 2.8/400 mm noch einmal ⅓ Blende größer – also entweder schleppt man ein weiterhin ultimatives 2.8/400 mm oder man nutzt das leichte 4.5/400 mm.
Dass Nikon jetzt in die meisten Objektive keine schnellste AF-Antriebs-Technik einbaut und auf STM setzt, zeigt deutlich die Orientierung hin zu Video, wir Fotografen sind nur noch zweite Wahl. Auch das programmierbare Einstellrad ohne Klick und das Einsparen des VR-Modus-Schalters zeugen davon.
Es liegt kein Tragezeiten bei, hier wurde wieder gespart. Lediglich ein weiches, dünnes Schutztuch wird mitgeliefert.

Wer weit entferntes und kleine Tiere in den Fokus nimmt, sollte besser nicht an die Konverter denken, sondern gleich auf das 6.3/800 mm setzen. Ein f:9.0/800 mm ist mit TC2.0x schon relativ lichtschwach und ein 6.3/560 mm mit TC14 erst spannend wenn man den DX Faktor bei rund 20 MP als 840 mm Bildausschnitt (BA) dazu nimmt.
Trotzdem könnte man es als Nikon’s Antwort auf das 11/800 mm DO Canon verstehen, praktisch genauso leicht, kürzer, besserer Abb.maßstab, mit 2x TC allerdings gut 4x so teuer und es verliert beim AF.
Das Nikkor S 6.3/800 mm PF im DX Faktor liefert mehr bei effektiv 1200 mm Bildausschnitt. Und aus drei Monaten Erfahrung muß ich gestehen, das ich auch 1200 mm sehr häufig nutze und sogar mit dem Gedanken spiele mir den TC14 dazu zu kaufen um dann endlich auf auf 1680 mm BA zu kommen. Aber ganz ehrlich, da wird es schon heftig – denn die OM-1 kann da viel leichter und preiswerter sogar 9.0/1600 mm oder 11/2000 mm BA erreichen.
Bei beiden Nikon Z-Objektiven kann bisher niemand konkurrieren (auch ein Olympus 4.0/300 mm nicht), auf anderem Sensor-Niveau kommt nur das Olympus 4.5/150-400 mm an der OM-1 dicht heran.
Jetzt sind wir alle sehr gespannt, wie das 200-600 mm Nikon Z ausfällt – wie leicht und schnell es wird und welche Konstruktion es bekommt, ich vermute die feststehende mit Innenfokus wie Sony und Fuji.


Welt-Situation…

Ich versuche mir immer wieder klar zu machen, alles sind “nur” Meinungen, Vorstellungen, Glauben, Hoffen und niemals endgültig befestigte Naturgesetze und gar nichts ist unumstösslich in Stein gemeißelt und selbst das verwittert. Was Kirchen, Herrscher und Fürsten Jahrhundertelang getrieben haben, funktioniert schon lange nicht mehr, auch wenn es erschreckend ist, wie heute Russen, Chinesen, U.S.A., Türken, Ungarn, Polen und nicht zuletzt auch wir an der Nase herum geführt, belogen, benutzt und manipuliert werden. Deshalb mir bitte nicht böse sein, wenn Sie andere Anschauungen, Meinungen und Wissen vertreten.
Wenn ich Berichte wie heute lese, kann einem echt die Lust am Leben und vor allem auf Menschen, vergehen:
Europäer immer mehr Lust auf Froschschenkel
Den Fröschen trennt man mit Axt und Schere Schenkel ab – “natürlich” lebendig – wo bleibt sonst der Spaß, Kopf und Kobus werden leben weg geschmissen, die Schenkel gehäutet und für den Transport zum uns tief gefroren.
Nicht nur Franzosen, Belgier, Holländer importieren inzwischen 4070 TONNEN – also Froschschenkel von 200.000.000 (200 Millionen) Fröschen – EU ist weltweit größter Importeur. Ich vermute So viele Störche gibt es kaum noch um die alle zu fressen… – so frisst der Mensch – das schlimmste Raubtier von allen, unersättlich!
Eine neue, schwere Vogelgrippe wütet schon im Atlantik und bald wird auch die deutsche Küste betroffen sein – ganze Brutkolonien der Brandseeschwalbe wurden in Frankreich und Holland schon ausgelöscht – wir haben wahrlich viel schwerwiegendere Probleme als Vernichtungskriege – aber die haben wir eben auch noch und kein Ende in Sicht.


Das einzige Junge dieser Schwalbenmama ist bereits verendet, vermutlich ertrunken im Sturm, ich habe sein zerfetztes Skelett zwei Tage nach dieser Aufnahme gesehen. Das kann leicht passieren, wenn die kleinen zu schwach sind und der Regen die Vertiefungen füllt, in denen sie hocken. Ich war jedenfalls sehr traurig, erst nahm es häufig die Fische nicht an – wer weiß ob schon die Vogelgrippe in seinem Leben war und dann überlebt es das Gewitter nicht. In den Kolonien sitzt, wie in menschlichen Slums, Tod und Leben sehr dicht zusammen.
Doch was bleibt mir übrig, mich mit den traurigerweise verstorbenen zu beschäftigen? Nein man hält Ausschau nach den Lebenden:

Wir können keine Produkte kaufen – die nicht von gefestigten, alten Demokratien stammen!
Die “Träumer” und die Gierigen haben uns zu lange regiert und in Watte gepackt, die “Gutmenschen” uns zu lange paralysiert, wir uns zu lange feige weggeduckt.
So muß man mit klarem Verstand die jetzige Situation analysieren. Uns wird viel nicht erzählt und Zusammenhänge bleiben zu lange unbekannt oder werden aktiv verschleiert. Es geht nicht um die Ukraine, es geht um unser alle Leben, unsere Freiheit, unser Leben in einem hoffentlich noch meistens als Rechtsstaat bezeichenbaren System.
Uns muß ein finanzieller Vorteil in jedem Fall egal werden!
Ganz besonders gilt das heute für Russland, CHINA, Türkei, Saudi Arabien und alle arabischen Länder.
Und besonders betroffen sind wir durch Hochtechnologie, auch im Bereich von Smartphones, Kameras, Drohnen und Fahrzeugen aller Art und alles wo PC-Chips drinnen sind, die verdeckt Daten sammeln und übermitteln können.
Da kann DJI noch so sehr die besten und preiswertesten Drohnen anbieten, so wie leider viele weitere chinesische Anbieter und Huawei und unzählige andere in Smartphones – das sind die Einfallstore um unsere Lebensart und Civilisation schnell zu zerstören. Und auch da fürchte ich, geht ohne Huawai in der Netzarchitektur schon nichts mehr, unser Staat und unsere Firmen verkaufen uns, unser Leben, unsere Gesundheit, unsere Freiheit zum höchstmöglichen Preis.
So lange es reine Glasobjektive ohne Chip waren, konnte man da noch nachsichtig sein, aber bei jedem Gerät mit Computer-Hardware werden wir erleben, dass es gegen uns verwendet wird. China wie auch Russland haben längst begonnen einen Zerstörung- und Auslöschungskrieg gegen uns hier zu führen.
So bitter es ist, mit Apple-Produkten umzugehen, ich und wir alle müssen den Preis zahlen.
Und selbst das kann irgendwann schnell böse werden, wenn wahnsinnige Menschen wie Mr. T und viele Republikaner die U.S.A. anführen.
Sonst werden Filme wie Terminator ganz schnell Realität – aber Maschinen vom Osten gegen uns eingesetzt.
Apropos Hollywood, auch in jeder Unterhaltung ist der Druck durch China zu sehen, zu hören und zu spüren. Nicht nur das immer mehr chinesische Darsteller, Crew und Regisseure auftauchen, nein auch die Stoffe werden denen angepasst.
Und auch TikTok wird uns unsere Freiheit nehmen.
Mit mehr als 55 Jahren auf dem Buckel, muß mich das nicht mehr so stark tangieren, aber unsere Kinder, unsere Freiheit müssen uns jetzt trotzdem sehr wichtig sein und für die müssen wir verzichten!
Genug flammender Wutrede – die dummen Kinder geben ja alles aus der Hand, TikToken und Huaweien den ganzen Tag, sind nicht selten schon ferngesteuerte “Roboter” und nicht selten gegen uns.
Ein Einsatz auf allen Gebieten von uns allen wird unabdingbar.
Das Ganze neue Kriegsgeschehen ist aus meiner Sicht eine Folge des Mauerfalls, den ich ja life und entsetzt in West-Berlin miterlebt habe. Menschen lassen sich nicht dauerhaft einsperren und misshandeln, aber Machtgierige lassen sich nicht dauerhaft Land, Geld und Macht wegnehmen.
Jeder kann gerne anderer Meinung sein, denken es wird schon alles gut oder die Augen verschließen – aber realistisch gedacht befinden wir uns alle in der gefährlichsten Situation unseres Lebens. Ich bin nicht unbedingt dafür der U. zu helfen, wir müssen uns selbst helfen und Kerneuropa muss zusammen alle Kräfte und Menschen aufbieten – Russland muss irgendwie gestoppt und entwaffnet werden und wir müssen selbständig von China werden und denen jede Kooperation zu diesen Bedingungen versagen. Und der brutale Klimawandel hat zusätzlich gerade erst begonnen – dem sind alle Länder und Menschen und Machtgeier ausgesetzt – ich fürchte aber wir werden uns nie einig und uns alle dagegen gemeinsam schützen und bewahren was überhaupt noch zu bewahren ist. Die vermeintlich kurzfristig Stärkeren, werden ihre Nachbarn “rasieren” um sich bis zum letzten Atemzug Vorteile zu verschaffen – danach sieht es leider aus – da helfen alle Gutmenschen-Gedanken nichts.


Nikon, noch etwas flügellahm…

Wer bist du denn?

Es geht doch nichts über Nestwärme…

Wo steht die technische Fotografie mit Kameras und Objektiven 2022?
Trotz neuer PF-Konstruktionen gehört der Tele-Bereich noch nicht Nikon Z, es fehlt einfach an AF-Verfolgungs- und AF-Schnelligkeits-Leistung.
Wildlebende Tier-Fotografie – bleibt für mich die Königsdisziplin der Fotografie, auch wenn alle anderen Motive keinesfalls leicht und schnell erlernt wird:
1. Canon R5 & 100-500 mm, 100-400 mm, 11/800 mm, 5.6/800 mm
LICHT: bester Bildstabi, CFX B, beste AF Verfolgung auch bei wenig Licht und kleiner Blendenöffnung
SCHATTEN: RS, max. 20 B/sec, Akku, Hauptschalter links, weniger Objektive
2. Sony A1 & 200-600 mm, 100-400 mm, 2.8/400 mm, 4.0/600 mm
LICHT: Objektiv-System, AF-Verfolgung auch bei sehr wenig Licht, Akku, Bedienung, bester Sensor, Kompaktheit
SCHATTEN: Bildstabi, CFX A, grieseliger Sucher, Berührungs-Bedienung, Staub
3. OM System OM-1 & 6.3/100-400 mm, 4.5/150-400 mm, 4.0/300 mm
Licht: grandiose Tele-Reichweite, Bildstabi, Akku, AF-Verfolglung, AI-Programme, Kompakt, Staubfreiheit
Schatten: SD-Speicher, Bedienung, Dunkelpausen bei langsamen Serien
4. Nikon Z9 & 100-400 mm, 2.8/400 mm TC, 4.5/400 mm PF, 6.3/800 mm PF
LICHT: Bildstabi, Sensor, sehr griffig, Sucher, Monitor, rein elektronisch
SCHATTEN: nur CFX B, Akku, Menü u Bedienungsphilosophie, AF-Verfolgung bei wenig Licht, System

Canon gewinnt durch das Preis-Leistungsverhältnis, selbst wenn es deutliche Abstriche wie den Akku gibt.
Nikon verliert nicht durch den Preis oder den Sensor, aber durch den AF und das holprige Z-System. Die Glanzzeiten von Nikon sind längst vorbei, Nikon muß das zentrale Bauteil der Kamera beim Hauptkonkurrenten kaufen (Sensor/Prozessor) und kann mit den allermeisten Objektiven weniger überzeugen als Sony. Allerdings war für mich schon das 6.3/800 mm PF der beste Grund mir eine Nikon Z9 zu kaufen und auch das brandneue 4.5/400 mm PF mit einem Gewicht deutlich unter 2 Kilo kann ein guter Grund werden. Das lässt die 4.0/300 mm und 5.6/500 mm PF Konstruktionen vergessen. Nur auch hier müßte der AF noch schneller sein.
Sony gewinnt nicht, weil die A1 zu teuer ist, die A7IV und A7RIV und A9 II nicht an der R5 vorbei ziehen können. Und bei der AF-Verfolgung kommt es sehr auf das Licht und die Motive an, mal gewinnt Sony und mal Canon. Sony sollte bald mit PF/DO Technik und noch leichteren Teles aus der Deckung kommen und ein langes Telezoom höherer Lichtstärke halte ich für unbedingt notwendig (8.0/300-800 mm). Unter 300 mm sehe ich Sony in allen Bereichen der Objektive als einsam führend an.
OMSystems liefert den Joker, hier stimmen Preis und Leistung besonders gut, aber auf einem viertel der Bildfläche.

Es verändert sich alles so schnell. Was ich vor 2-3 Jahren sagte, stimmt heute vielleicht schon nicht mehr.
Olympus hat vor 4 Jahren, mit Fertigung der E-M1X begonnen, um sich mit großer Mühe und nur 2-3 Objektiven, den Naturfotografen anzudienen. Das konnte nur schiefgehen, so wie der Versuch seit 2003 mit der E-1 den Porträt- und Studio-Fotografen zu überreden, die Marke zu verwenden. Aus meiner Sicht scheiterte es kaum an Objektiven und Sensoren, sondern an den kleinen, schlechten Suchern und einem Autofokus der nicht hielt,  was versprochen wurde. Wer manuell fotografierte, oder Motive mit viel Ruhe vor sich hatte, der konnte sehr gute Ergebnisse erzielen – der kann das eigentlich immer. Aber das ist eben heute nicht mehr der Maßstab.
Erst die OM-1 hat einen guten Sucher (nicht sehr gut und nicht spitze, aber gut! und besser als alles was Oly und Pana bisher geboten haben) und jetzt sind alle, die schon mit Olympus vertraut waren, Objektive wie 2.8/40-150 mm, 4.0/300 mm, 6.3/100-400 mm oder gar 4.5/150-400 mm angeschafft haben, endlich gut im Rennen. Sogar preiswerter als mit jeder bisherigen, Canon, Nikon, Sony, Fujifilm. Panasonic lasse ich absichtlich hier aussen vor, weil trotz einer sehr guten Bedienung, Panasonic auch den Sucher und vor allem den AF weiter vernachlässigt und auch mit den besten Olympus-Objektiven nur mit 2.8/200 mm mithalten kann. Für Filme sind sie spannender, wie die GH5s und GH6 anschaulich beweisen, für Fotografen sind sie unterlegen.
Also wenn ich vor einem Jahr noch vollmundig erklärte und bewies, warum MFT für wildlebende Tiere, vor allem in Nordeuropa nicht taugte, dann stimmt das heute nicht mehr. Wenn ich heute mit R5 und 100-500 mm oder erst recht mit Z9 und 800 mm unterwegs bin, dann hat die OM-1 auch weiterhin einen sichtbaren Nachteil beim Sucher – aber den vergisst man, wenn man das andere VF-System nicht abwechselnd benutzt. Der Nachteil beim AF besteht nicht mehr, ich finde sie sogar in einigen Situationen (fliegende Vögel, kleine Augen) der Z9 überlegen.
Heute kann man mit der OM-1 günstig und professionelle Qualität liefern und dazu braucht es nicht zwingend das 4.5/100-400 mm. Die Preise für A1, Z9, R3 und sogar R5 sind einfach zu hoch und auch die Objektive kann OMSystems preiswerter bei mindestens gleicher Qualitätsausbeute, liefern.
Erst mit dem lichtstärkeren Superzoom rutscht dann auch OMSystems MFT in die 9.000€ Preisregion, wo Canon R5 mit 100-500 mm (7.500€), Sony A1 mit 200-600 mm (8500€) schon sind und die Nikon Z9 bald mit 200-600 mm Zoom auch sein wird.

Sie können alle OMSystems Kameras und Objektive gleich bei mir bestellen und auch einen persönlichen Workshop buchen – da werde ich ihnen dieses, oder jedes andere System persönlich und geduldig näher bringen!

Porträt-Fotografie:
Für das abbilden von Menschen sehe ich weiterhin Vollformat mit 1.4/35 mm und 1.4/85 mm als besonders guten Kompromiss an. Allenfalls Fujifilm kann mit seiner Sensor-Architektur, den Farben und der Bedienung da noch dicht heran kommen.
Die Auswahl der Objektive bleibt weiter schwierig.
Hier kann mich letztlich nur Sony wirklich überzeugen.
Die Canon 1.2/85 mm oder Nikon Z 1.8/85 mm locken mich nicht mehr, 1.4/35 mm gibt es noch nicht und das Sigma 1.4/85 mm ist nicht für R oder Z lieferbar. Deshalb bleibt Sony hier klarer Champion.

Landschafts-Fotografie
Wer eingefuchst auf Landschaften ist, kauft kein MFT, nimmt ein SP nur als Sofortbild, kauft kein Halbformat und auch nur bestes Vollformat. Noch besser ist aber in jedem Fall eine Fuji GFX mit 100 MP Sensor und den exzellenten Objektive.

Es ist für mich frappierend, wie schwierig die Situation für Späteinsteiger Nikon ist.
Aber ausgerechnet im Super-Tele-Bereich holen sie schnell auf, denn 2.8/400 mm TC14 und 6.3/800 mm lassen mehr als aufhorchen. Und bald sollen 2.8/600 mm TC14 und 200-600 mm erscheinen.
Wann antwortet SONY?
Hat Canon noch mehr auf der Pfanne als schweineteuer und extrabillig ( 5.6/800 mm & 11/800 mm)?
Alle anderen spielen nicht mehr richtig mit.
Drei Bajonette spielen die letzte Rolle für die Fotografie am Limit.
Und dazu das Universal-Bajonett MFT.
Denn Fujifilm, Panasonic, Leica, Sigma und Pentax haben sich zu weit vom Limit entfernt, es gibt da nur wenig, was ich empfehlen kann, am ehesten von Fujifilm.

Aber was passiert, wenn ich alle bisherigen Objektive für Z, E, R auf einem Tisch habe?

1.8/14 mm GM Sony – konkurrenzlos
1.8/20 mm G Sony – Nikon 1.8/20 mm weit überlegen und preiswerter
Canon liefert hier unter 35 mm noch nicht – das 2.8/16 mm ist nicht wirklich gut.
1.4/24 mm GM Sony – Nikon 1.8/24 mm weit überlegen u kaum teurer
28 mm braucht aus meiner Sicht kein Mensch mehr, auch kein Nikon 2.8/28 mm Billigobjektiv!
1.4/35 mm GM Sony – auch hier Klassenbester und Nikon 1.8/35 mm kommt nicht einmal nahe heran.
2.0/40 mm Nikon, noch nicht zu teuer, aber auch eine einfache Konstruktion, hier ist das Canon 1.8/35 mm mit Sicherheit die bessere Wahl und bietet Macro bis 1:2!
1.2/50 mm GM Sony – konkurrenzlos – da kommen weder in der Bauart noch in der Leistungsfähigkeit Canon oder Nikon auch nur in die Nähe.
1.8/50 mm Nikon holt hier einen Punkt (aber schwer und teuer), weil das Sony peinlich langsam ist und das Canon RF 1.8/50 mm immerhin preiswert
2.8/50 mm G Macro Sony, vier preiswerter und mechanisch besser als Nikon 2.8/50 mm Micro
1.4/85 mm GM Sony, braucht eine Überarbeitung, aber zeichnet schöner als Canon und Nikon
1.4/85 mm Sigma ist langsamer und öfter unschlüssig im Fokus, aber sonst sehr gelungen und kompakt – aber nur für Sony und L-Bajonett.
1.8/85 mm Nikon ist gut, aber nicht besser als Sony und viel zu teuer, Canon floppt mit dem elend langsamen AF des 2.0/90 mm – aber immerhin 1:2 Macro, wer manuell fotografieren will
2.8/90 mm G Sony hat nur Konkurrenz, durch das lange, schwere und sauteure 2.8/100 mm Macro RF von Canon, Nikon überzeugt mich mit 2.8/105 mm Macro wieder nicht.
1.8/135 mm GM Sony – konkurrenzlose Bestleistung
2.8/400 mm x1.4TC Nikon holt hier den Stich, ist aber sehr teurer – 2.8/400 mm GM Sony hat weniger Luxus (kein TC eingebaut), aber mehr Power  und einen fairen Preis – Canon bleibt fast gleich gut
4.5/400 mm PF Nikon – derzeit noch konkurrenzlos
4.0/600 mm GM Sony – kurz vorm Canon RF und Nikon konstruiert noch.
6.3/800 mm PF Nikon – derzeit noch konkurrenzlos
11/800 mm RF Canon ist eine leichte und preiswerte Klasse für sich, keiner fokussiert so schnell und sicher.
5.6/1200 mm Canon RF – Konkurrenzlos – aber auch unbezahlbar und kaum wirklich notwendig

Und auch bei den Zooms hat Sony alle Trümpfe in der Hand.
Gegen 2.8/12-24 mm GM, 2.8/24-70 mm GM II, 4.0/24-70 mm PZ, 2.8/70-200 mm GMII, 6.3/200-600 mm ist kein Kraut gewachsen. Canon kann nur wirklich mit 4.0/14-35 mm und 2.8/70-200 mm, 4.0/70-200 mm und 7.1/100-500 mm punkten.

Was mich von Anfang an bei “sozialen” Medien gestört hat.
Deren Umgang mit Fotos. Natürlich steht auch hier kein Name an den Fotos, wie in der Mehrzahl der Zeitschriften und Büchern seit entstehen der Buchdruckerei. Es sollte doch möglich sein, den Fotografen fest in jeder Bilddatei zu verankern.
Dazu kommt aber noch erschwerend, dass Fotos praktisch nie in dem Format gezeigt werden, wie es sich ein Fotograf oder Veröffentlicher gedacht hat. Als Instagram begann quadratische Fotos von allem zu hexen, war für mich klar, dort werde ich nie vertreten sein. Mein kann die Welt, die Fotografie, nicht ausschließlich in ein Quadrat packen!
Also war jedem Fotografen klar, Insta ist nur für Smartphone-Kids und Menschen die sich mit dem Handy an tolle Motive heran trauen.
Dazu kommen Vorschaubilder in Facebook und anderswo, die immer nur einen Teil des Fotos zeigen – ätzend.
Doch es geht noch schlimmer: Videos.
Ich weiß nicht was mit den jungen Generationen los ist, haben die sich schon einmal im Spiegel oder eben auf ihren Bildchen und Filmchen richtig wahr genommen? Haben die zwei Augen übereinander angeordnet?
Oder ist es nicht mehr so, dass wir komplett auf horizontales Sehen im Breitwand-Format ausgelegt sind? Und uns jedes Hochformat irritiert – besonders in Videos?
Die Smartphones wurden immer schmaler und sind auch oft nur im Hochformat aus einer Hand bedienbar. Deshalb hasse ich die sehr guten Sony SP-Modelle – sie sind noch länglicher als der Rest. So wird es praktisch unmöglich Inhalte quer und vergrößert richtig gut zu lesen. Aber auch bei Samsung und Apple ist das schon schlimm genug.
Und jetzt zu allem Ärger gibt es TikTok, da werden praktisch weitgehend nur hochformatige Videos eingestellt. Also das muß die Krone der Schöpfung sein – für mich geht es jedoch nicht schwachsinniger.
Nur weil junge Leute nicht mehr in der Lage sind ihr Handgelenk zu bedienen, SPs quer zu halten oder vermutlich Fernseher und Monitore inzwischen auch hochkant aufstellen – also da haben Firmen wie Apple und co etwas angefangen, was komplett idiotisch ist.

Ich bleibe noch einige Tage hier oben an der Küste und genieße den Weitblick und erkunde mal Inseln und Halligen.


So ein kurzes, karges Leben… so schnell vorbei – nutze jeden Tag!

 

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