Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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21. April 2026
Wald-Käuze 2024 – ROCHADE

Wir leben in der Versicherungs und Sicherheits-Blase – das sind alles nur Hirngespinste.
Wenn einer mit Macht und dicker Keule kommt, müssen wir uns bis auf’s Blut verteidigen.
In Wahrheit ist das Leben, unser aller Leben, in jeder Sekunde ein Überlebenskampf, ein Kampf um Stärke, einfaches Futter und Unversehrtheit!
Bei den Tieren ist das für geduldige Menschen auch jederzeit zu beobachten.
Weil ich den zappeligen Autofokus der Z9 leid war, habe ich sie auf manuelles Fokussieren eingestellt und zusätzlich die Farbe zurück genommen und nur das 6.3/800 mm verwendet. Allerdings lies das schwach Licht es nicht zu, wirklich kurze Zeiten zu wählen, meist mußte ich bei 1/500 oder maximal 1/1000 bleiben und RAW zusätzlich nutzen, um bei 20 BpS noch um 10.000 ISO zu bleiben.
Ich war früh um 5.30 Uhr bei den Wald-Käuzen und ihrem Nachwuchs, als sich folgendes entwickelte:

 

 

Ich habe mich an eins der schwierigsten Motive gewagt – Eulenvögel.
Nicht das sie meinen ich habe mich im Nordseestrand vergraben – ich habe ausgerechnet wieder ein neues Vogelprojekt begonnen, dem ich täglich bis zu 7 Stunden witme.
Nach Buntspecht, Grünspecht, Meise, Star, Bienenfresser, Rotkelchen, Haubentauchern, Eisvogel, Zaunkönig, Kleiber, Zwergtauchern, Austernfischer, Küstenseeschwalbe, Wasseramsel habe ich jetzt den Steinkauz im Visier.
Ausgerechnet ich, der mit Vögeln nie viel zu tun hatte und wie ein Pölking, Morris oder auch nur so gut wie die anderen Spitzen-Vogelfotografen, werde ich sicher nicht. Dafür weiß ich zu wenig, habe in der Jugend zu wenig über Vögel, Gesang, Reviere und Verhalten gelernt. Ich war immer Katzen- und jetzt auch Eichhörnchen-Mensch, das bleiben auch meine Lebens-Motive.
Aber ein Eulen-Vogel war immer ein Wunschprojekt.

Es ist vergleichsweise fotografisch gut zu aufzulösen, wenn wir bei wenig Licht fotografieren muss, immerhin stehen uns heute Teleobjektive mit f:1.2 und f:1.8 und dann noch f:2.8 und f:4.0 Lichtstärke und Empfindlichkeiten bis 6400 ISO plus Entrauschungssoftware zur Verfügung.
Und es ist auch nicht mehr so schwierig sehr lange Brennweiten für größere Distanzen zum Motiv zu verwenden, für gutes Licht gibt es 800 mm sogar schon unter 1000€. Nur jenseits 800 mm wird die Luft sehr dünn, dann helfen nur noch Konverter, Sensoren oder Spektive.
Jedoch die Kombination aus wenig Licht bei Entfernungen von 50-200m stellen eine weiterhin kaum überwindbare Hürde mit ständigen Kompromissen dar. Bewegungen sind fast gar nicht scharf einzufangen – außer mit Blitz oder Kunstlicht.

Extrem-Telefotografie
Wer noch denkt, 500-600 mm seien schon viel Brennweite und wer sich traut dann den Ausschnitt auf vergleichbar 900 mm zu nutzen, wähnt sich sicher am Ende der Telebrennweiten.
Doch trotz aller technischen Verbesserungen und hochauflösender Sensoren ist das Mitnichten das Ende der erhofften Reichweite.Auch 1200 mm, 1700 mm und sogar 2000 mm können bei kleinen Tieren mit hoher Fluchtdistanz durchaus wichtig werden – Ich sage nur Steinkauz!
Nur leider sind die Steigerungen der Vergrößerung und die sichtbaren Details keineswegs unbegrenzt steuerbar – zumindest nicht ohne Weltraum-Satelliten-Technik. Schon bei 600 mm kann kalte aufsteigende Luft, Fotos schnell unbrauchbar machen. Und auch die Unterschiede zwischen 1000 mm und 2000 mm sind vergleichsweise gering, viel geringer als die Zahlen vermuten lassen. Größtes Problem ist heute nicht mehr nur die ruhige Haltung der Kamera (da helfen IS, VR & IBIS sehr viel)sondern die vorhandene Lichtstärke, die noch kurze Belichtungszeiten und mittlere ISO-Push-Empfindlichkeiten zulässt. Ohne viel Licht gelingt meistens kein Telefoto. Nicht ganz umsonst werden die Objektive von Canon mit Anfangsöffnungen f:7.1, f:8 und f:11 so kritisch diskutiert und so oft als untauglich befunden. Das kommt aber zumeist von Fotomenschen, für die immer noch 800 ISO das Limit darstellt.
Trotzdem, für mein Projekt war die Canon R7 mit Canon 11/800 mm und erst recht mit 14x Konverter bei f:16 allenfalls an sehr klaren Tagen nach dem regen und sehr viel Licht brauchbar.
Denn bei der Kombination begegnen uns alle Hürden auf einmal. Die R7 rauscht wegen der 32 MP auf kleiner Fläche schon jenseits 1600 ISO stärker, f:11 lässt sehr wenig Licht durch und der RollingShutter der R7 kann durch Bewegungen des Objektivs oder Motivs schnell die Fotos verzerren.
Die anderen Eulenfreunde mussten mit 5.6/200-500 mm und 6.3/150-600 mm oft früher aufgeben, weil die Distanz von 60m bis 200m einfach zu groß war.
Ein 5.6/800 mm schien neben einem 4.0/600 mm plus TC die einzige Möglichkeit.

Ich hatte dann schnell die OM-1 zur Hand, denn bis zu 1600 mm bei f:4.5 sind konkurrenzlos. Aber nach ersten guten Fotos war ich trotzdem extrem limitiert durch fehlendes Licht, Abends nach 21.45 Uhr – da half dann auch irgendwann f:4.5 am kleinen MFT-Sensor nicht mehr und 800 mm sind noch deutlich zu wenig Brennweite um die scheuen und sehr kleinen Vögel nicht zu stören.
Weit entfernte Motive nah heran holen, klappt bestens, aber 16-20 cm kleine Vögel in mehr als 30-60 m Entfernung groß darzustellen und detailliert zu zeigen, ist etwas ganz anderes.
Deshalb wechselte ich notgedrungen auf Nikon Z9 mit 6.3/800 mm und 1.4x TC, Gleichzeitig eine gute Möglichkeit die Version 4.0 für die Z9 unter echten Wildlife-Bedingungen am Limit zu betreiben.
Eins wird sofort klar, ich weiß nicht, was die vielen anderen uns als Wildlife mit den tollen Nikon-Kameras verkaufen wollen, wo dann in Bildserien meist jedes Bild perfekt scharf auf dem Auge gespeichert wird – ich weiß nur, auch mit Version 4.0 habe ich weit mehr als 60% Ausschuss – wo der Fokus nicht sitzt. An schnelle Bildfolgen ist dabei gar nicht zu denken! Ganz oft wird ein Kauz gar nicht gefunden und erkannt, erst wenn ich auf Halbformat umschalte gelingt es etwas besser. Allerdings kein Vergleich zu OM-1 und erst recht nicht zu R7, R5 und 7RV, A1!
Wenn man an Menschen gewöhnte Vögel auf festgelegten Strecken abknipst, mag da mehr gehen – aber meine Steinkäuze geben einen Vogelschiss auf Internet, Nikon und Menschenvertrauen.
Mit allen 6.3/600 mm oder gar 7.1/500 mm Zoom-Objektiven braucht man da gar nicht anzutreten.
Somit bleiben für die Aufgabe aus meiner Sicht aktuell nur:
Sony A1 mit 4.0/600 mm +TC
Canon R5 mit 4.0/600 mm TC oder 5.6/800 mm – das 11/800 mm scheitert hier
Und das ist alles in der höchsten Preisschiene, da ist man mehr als 15-20.000 € los.
Deshalb kann hier nur die OM-1 mit 4.5/150-400 mm und die Nikon Z9 mit 6.3/800 mm in Frage kommen.
Die OM-1 zeigt Probleme bei 2x Digitalvergrößerung, wenn sich Motive schnell oder unregelmässig bewegen und wenn man jenseits 3200 ISO arbeitet – dann werden gute Fotos mehr zum Zufall. Und das Licht muß optimal sein.
Die Z9 zeigt immer wieder einmal seltsames AF-Verhalten, kann nicht folgen, bleibt nicht auf dem Motiv, findet die Augen nicht etc.
Wenn ich – wie sicher viele es tun – nur Vollformat nutze – dann versagt die Motiverkennung aus so grosser Distanz auf so kleine Motive häufig. Trotz der prägnanten Eulenaugen. Erst wenn ich in Halbformat wechsle und auch 1.4 x TC einsetze und das Motiv größer wird, ist der AF besser brauchbar – wenn auch weit entfernt von der “Werbe-Perfektion”.

Jeder Steinkauz kann seinen Kopf um bis zu 360° drehen – vor allem aber, er kann das schneller als eine Kamera es bisher festhalten kann – im kleinsten Bruchteil einer Sekunde wechselt der Blick von hinten nach vorne bei 180° Drehung des Kopfes.

Die Fotografie der 6 Steinkäuze unter schwierigsten Bedingungen… haben mein Wissen vertieft.
Ich weiß jetzt wieder, das alle optischen Objektivtests praktisch oft wertlos sind. Entscheidend ist nur das Licht.
Und heute auch der Sensor – mehr noch als das eigentliche Glas.
Das viel gescholtene Canon RF 11/800 mm kann ein ganz erbärmliches Objektiv sein, vor allem in hellem Sonnenlicht an der R7. Aber in anderer Lichtsituation eben auch ein sehr gutes, das den Vergleich mit 20 mal teureren Objektiven optisch kaum zu scheuen braucht.

Die OMDS OM-1 mit 4.5/150-400 mm überzeugt manchmal einfach nicht, schon gar nicht mit äußerster Brennweite und Bildausschnitt. Es hängt davon ab wie das Licht ist, der Bildstabilisator arbeitet und wie das Motiv oder ich selbst mich bewege/verwackle – dann kann es auch mal Mist abliefern. Aber meistens ist es fantastisch.

Die vielverbreitete Aussage, das Vollformatkameras immer bessere Qualität abliefert stimmt so einfach nicht. Es kann so sein, muß aber nicht – ich habe genug Beispiele mit OM-1, R7, Fuji X-H1 wo es nicht so ist und sehe fast jeden Tag Fotos mit der Nikon D500, die Vollformat sogar überlegen sind.

Ich habe inzwischen auch kein wirkliches Verständnis mehr für Menschen, die Tele-Fotografie und bewegte Motive mit Einzelbildmodus oder auch nur mit 5 B/Sec betreiben. Sie verpassen so viele atemberaubende Momente…

 

Erst wenn wir Menschen drastisch reduziert sind, wird es wieder mehr Tiere geben – das ist meine Erkenntnis.
Wo sollen die Tiere denn hin? Wenn wir alles betonieren oder fällen oder vergiften? Sicher gibt es jetzt spannende Begegnungen direkt in den Städten oder um unsere Häuser – aber dort wo die gebaut sind haben vorher viele Tiere und Pflanzen gelebt und jetzt suchen sich die letzten anderen Lebewesen nur einen Platz wo sie noch bleiben können.
Darüber können wir nicht froh sein!
Die Tierarten und Exemplare werden jetzt so schnell weniger, dass sich an jedem scheinbar spektakulären Motiv gleich dutzende Fotografen mit langen Tüten einfinden.
Und zu den langen Tüten gleich noch eins, Tamron, Sigma und Canon haben dafür gesorgt das Brennweiten wie 500 mm, 600 mm und jetzt sogar 800 mm und 1200 mm für fast jeden erschwinglich sind, der sich eine neue spiegelfreie Systemkamera kauft. Leicht, handlich, schnell, verwicklungsarm, scharf und preiswert – ist nur um 1000€. Was dazu führt, das Menschen wie ich immer mehr in der Horde stehen müssen und jedes Lebewesen schnell “totfotografiert” ist.
Es ist auch fast egal, welche Kamera dahinter ist, heute wird alles stabilisiert, enttäuscht und geschärft und fertig ist das Supi-Bild.
Schön ist das alles nicht mehr!

 

 

15. Juni 2020
Geburt und Leben der Haubentaucher

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

15. Juni 2020
Gossip & Canon

Bin ich jetzt einsam unter Krähen? Fast der letzte Falke?
Alles geht nur noch um Klicks, einer jubelt den anderen hoch, genau wie die von der Industrie alle Monate zusammen sitzen und sich die Strategie zurechtlegen um mehr Geld von allen abzukochen.

Die kratzen sich ALLE kein Auge aus!
Es ist ja richtig langweilig, die Fotografen sterben weg, aufgefressen von Vilmern mit Ambitionen, die letzten verlabbern und veralbern sich auf YT – so dass man fast nur noch wenige englischsprachige Fachleute genießen kann.

Inzwischen kennt sie jeder und aufgrund echter Neuerungen werden die Gerüchteseiten fleissig gelesen und Mancher kommentiert auch dort. Für mich ist das schwierig, ich stelle zwar auch immer Überlegungen aufgrund von Informationen an, aber diese Masse an Mutmaßungen und Geschwätz kann ich so nicht sortieren und übernehmen.
Es muß immer realistisch bleiben  und vieles wird einfach durch zu viele Zitate schnell überhöht und unwahrscheinlich.

Es ist möglich das Canon so verrückt ist Super-Tele Festbrennweiten mit Lichtschwäche f:11 einzuführen, mit DO-Glas, federleicht, kurz, gerade noch zu bezahlen aber letztlich für die Tier-Fotografie und Sport – für alles in Bewegung, komplett unsinnig.
Da kann man nur hoffen es bleibt ein Gerücht.
Ein Canon RF 1.8/50 mm wird ganz sicher erscheinen und vermutlich auch noch 2020 – das ist keine Kunst. Auch den Preis auf 200-300€ zu treiben dürfte Canon leicht fallen.
Ein Canon RF 2.0/85 mm Macro IS STM wäre eine faustdicke Überraschung und würde mich glatt neidisch machen. Denn schon seit den Zeiten mit dem sensationellen Olympus 2.0/90 mm und dem FT 2.0/50 mm liebe ich solche Objektive, auch dann wenn sie nur 1:2 Abbildungsmaßstab schaffen.
Da kann ich nur hoffen, das sich Sony das abschaut und auch Sigma und Tamron da aktiv werden.
Ein RF 4.0/70-200 mm L IS gilt auch als sicherer Kandidat für dieses Jahr – da ist Canon bisher auch konkurrenzlos und Sony sehr schwach bei f:4.0 Lichtstärke.
Das RF 7.1/100-500 mm kommt und muß sich beweisen, aber die Lichtschwäche ist ein nicht zu leugnendes Handicap.
RF 11/600 mm und RF 11/800 mm kann und will ich mir wie gesagt nicht vorstellen. F:8 wäre noch akzeptabel bei geringem Gewicht und Spitzenleistung, aber viel wichtiger wären ein 5.6/600 mm DO und ein 8.0/800 mm DO! Wenn das eine Kampfansage an Olympus werden soll, kann sich Olympus nur amüsieren. Die Tierfotografen sind längst bei Sony oder mFT – das wird Canon mit f:11 nicht ändern!
Das so früh 1.4x und 2.0x RF-Konverter erscheinen, ist schon etwas seltsam, zumal sie ja dann nur mit dem 7.1/100-500 mm und dem 4/70-200 mm leidlich nutzbar wären. Sie passen nicht auf 2.8/70-200 mm und machen an f: 11 600 mm und 800 mm keinerlei Sinn!
Man gewinnt etwas Schärfentiefe, vergleichbar mit f:5.6 bei mFT – also 5.6/400 mm – aber schon die f:6.3 führen häufiger zu 13.000 ISO wenn man 1/1000 Sekunde braucht. Deshalb f:11 bei 600 mm führt total in die Irre. Die Objektive werden um 1-1,5 Kilo leicht und kurz sein und umso stärkere Bildstabilisierung brauchen – die hilft jedoch gegen Motivbewegungen gar nichts – also führt an mindestens 1/500 Sekunde so oder so kein Weg vorbei um ein scharfes Bild aus der Hand zu bekommen. Schon 1/1000 Sekunde Belichtungszeit ist häufig bei Bewegungen nicht ausreichend um ein zufriedenstellend scharfes Motiv in Bewegung zu erhalten. Ich weiß nicht was Canon damit beweisen will, die Teefotografie für noch mehr Leute öffnen – lieber nicht.
Auch eine schöne Hintergrund-Trennung wird mit f:11 schon sehr schwierig.
Nur gibt es sicher ein paar Touristen die in Afrika, Asien, Amerika, Australien in der Mittagshitze im Jeep sitzen und endlich die Fotos ihres Lebens mit den leichten Super-Teles machen können.
Trotzdem habe ich mir die Zukunft der DO-Objektive ganz anders vorgestellt und Nikon wird ja da sicher noch etwas zeigen.

So Canon-Nutzer – bald ist Zahltag…

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

15. Juni 2020
Fujifilm X-T4 immer noch nicht der große Wurf

Fujifilm hat sich seit 2012 die X-Pro 1 mit Wechselbajonett erschien, mit weitgehend klugem Retro-Design (Rückkehr vom Blendenring und +/- Rad) seine Fans erobert und nicht wenige von Nikon abgeworben.
Seit 8 Jahren begleite ich den Weg intensiv, mit X-Pro 1, X-E1, X-A1, X-T1, X-T2 (die erste gelungenere Kamera), X-H1, X-T3 bis hin jetzt zur X-T4.
Doch sie alle waren bisher mehr für Straßen-Fotografen gedacht, keine paßte wirklich gut zu mir, war wirklich griffig, fehlerfrei und schnell.
Immer scheiterte Fujifilm für mich persönlich an Kleinigkeiten, am Auslöser, am Verschlußgeräusch, an der starken Ausleseverzögerung, immer am Stromverbrauch, am Verfolgungs-Autofokus, an der für meine Hand ungenügenden Griffigkeit u.a.m.
Mit der X-H1 kam dann endlich die Bildstabilisierung für alle Objektive und ein größeres Gehäuse.
Die X-T3 verbesserte den AF.
Und jetzt bekam die X-T4 den besseren IBIS, besseren AF, moderneren, leisen Verschluss und neuen Akku und mehr Geschwindigkeit.
Fujifilm ist die Marke der klugen Firmware-Updates und Farb-Filter – doch das reicht eben nicht.

Denn der IBIS der neuesten X-T4 ist Olympus weit unterlegen (bei 4 Sekunden, bei 1 Sekunde und selbst bei 1/15 Sekunde) und er arbeitet wieder Erwarten nicht immer perfekt mit dem OIS der Zoom-Objektive zusammen.
Er muß sogar vor Panasonic, Nikon und Sony einknicken!
Der AF und die Motiverkennung sind immer noch deutlich hinter Sony, Nikon, Panasonic.
Der Akku ist jetzt brauchbar, aber reicht kaum an Panasonic oder gar Nikon’s und Sony’s Ausdauer heran.

Dazu gibt es endlich ein 4.0/16-80 mm OIS, das die Schwächen des 3.5-5.6/18-135 mm OIS vergessen und das 2.8-4.0/18-55 mm OIS optisch schlagen und die schwierige Fokussierung des 2.8/16-50 mm WR besiegen sollte.
Doch in der Praxis ist es anders, das 2.8-4.0/18-55 mm bleibt mit Abstand das schärfste und beste Fuji-Zoom im Normalbereich.
Dem 2.8/16-50 mm nutzt der IBIS nur begrenzt.
Das 3.5-5.6/18-135 mm OIS WR bleibt das schwächste Zoom, doch das 4.0/16-80 mm OIS WR ist nicht so viel besser und überzeugt nicht, weder gegen das Angebot von Olympus, noch Panasonic oder gar Sony.

Es ist prima, wenn eine Marke Fans hat und ich würde gerne damit arbeiten, aber irgendetwas stört an jeder Fuji mächtig und die X-T4 ist davon leider keine Ausnahme und ohne eine Basis an soliden, schnellen und leistungsfähigen Zooms ist sowieso alles vergebens.

Und so bleibt es dabei, Markennamen bringen uns in der Fotografie nicht weiter. Bei schnellen Motiven und Reaktionen bleibt Fuji Schlusslicht. Sicher können erfahrene und findige Fotografen mit Fuji-Kameras tolle Fotos realisieren, aber allen anderen erschwert Fujifilm bisher die Fotografie und den Spaß.

Was mich an Fujifilm sonst noch nervt
Alle Sofortbildprodukte, die Kameras und Filme – die massiv umweltschädlich sind, gehören sofort aus der Produktion – das Fuji so viel Werbung dafür macht und noch mehr Geld damit verdient, sollte dem grünen Konzern mächtig peinlich sein. Ist es aber offensichtlich nicht – sie versauen die Jugend auf der Welt mit schlimmstem Müll – sinnlose, winzige Fotos – für mich der größte Schwachsinn der Fotobranche. Heute hat jedes Smartphone Sofortbild!!!
Ärgernis Nummer 2 ist die Reihe der unheimlich gepushten X100 Baureihe.
Ein dummes Lifestyle-Produkt mit fester (relativ lichtschwacher) 35iger Brennweite – das war in den 70ern super – was soll ich heute damit? Das kann heute auch jedes Smartphone – nur – und das verstehen einfach die Handy-Hersteller nicht – es fehlen die schönen Drehrädchen, der intensive mechanische Kontakt. Hier müssen endlich Griffe erscheinen, die einem SP zu einem angenehmen Gefühlt beim Fotografieren und Filmen verhelfen.

Trotzdem, wenn ich an Drehrädchen spielen will, kaufe ich eine Systemkamera oder hole eine alte Kamera aus den 80ern aus dem Regal.
Keine der X100 Kameras kann irgendetwas richtig gut und schnell. Ja der Hybridsucher ist faszinierend, aber den gibt es auch in der X-Pro Baureihe. Also ich habe es immer wieder versucht und verstehe die scheinbar zwingende Existenz der X100 Kameras nicht wirklich.

Fujifilm will und kann nicht, anspruchsvolle Fotografen zufrieden stellen, sie legen zu wenig Augenmerk auf Prozessorleistung, internen Speicher, Stromverbrauch.

 Auf der Objektivseite bleiben dies meine Fujifilm Favoriten:
1.4/16 mm WR
1.4/23 mm WR
1.2/56 mm
2.8/80 mm OIS WR Macro
2.0/90 mm WR
2.8-4.0/18-55 mm OIS
2.8/50-140 mm OIS WR
4.5-5.6/100-400 mm OIS

Auf die großen Lobgesänge der Fuji-Anhänger kann ich nicht mehr einstimmen. Es gibt ein paar sehr gute Objektive und viele mittelmäßige. Und nur wer die Kameras gemütlich verwendet, wird damit wirklich froh.
Und heute zeigen Sony und Nikon wieder eindrucksvoll, das beide für Landschafts-, Natur-, Tier-, und Action-Fotografie und spezielle Anwendungen viel mehr zu bieten haben. Fujis Domäne ist die Porträt-, Strassen- und Studio-Fotografie.
Es fehlt an vielen Objektiven und andere sind schon wieder veraltet oder eben im Vergleich nicht mehr so “perfekt”.

Wer bereit ist bis 2000-3000€ mit einem Normal-Zoom auszugeben ist mit diesen Kameras am besten beraten:

1. Sony Alpha 7RIII mit 2.8/28-75 mm Tamron
2. Panasonic G9 mit 4.0/12-100 mm Oly oder 2.8/12-40 mm
3. Olympus E-M1III mit 2,8/12-40 mm
4. Sony Alpha 7III mit 2.8/28-75 mm Tamron
5. Sony Alpha 6600 mit 2.8/16-50 mm
6. Nikon Z6 mit 4.0/24-70 mm
7. Canon EOS R mit 4.0/24-105 mm IS
8. Fujifilm X-T4 mit 4.0/16-80 mm
9. Fujifilm X-H1 mit 4.0/16-80 mm

Und wer viel Filmen will, wird weiterhin die Panasonic GH5 stark bevorzugen.

Warten auf den nächsten Fujifilm-Versuch – die X-H2!

 

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht