Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
umfangreichste und ausführlichste Test-Sammlung
aller Autofokus-OBJEKTIVE
im Internet – Weltweit! 383 Tests!
Alle Berichte auf Deutsch und für jeden verständlich –
Alle bedeutenden Autofokus-Objektive in der Praxis getestet und beschrieben – unabhängig
und nicht erzwungen wirtschaftlich korrekt; alle Berichte ständig erweitert und ergänzt –
nur hier ungekürzt und klar!
& persönliche Beratung für jedes System und alle Objektive!

 

28. August 2026
Neue Super-Tele in der Praxis

Wichtig für Sony-Fotografen
Sony hat wieder ein Super-Tele-Zoom, denn das 200-600 mm war ja allmählich langweilig geworden.
Canon ist inzwischen Konkurrent im Teleobjektiv-Portfolio und hat ein 200-800 mm Ausziehzoom!
Nikon hat bessere Preise und die richtigen Alternativen bei Festbrennweiten, 4.5/400 mm und 6.3/800 mm..

Meine Kritik am Canon RF 6.3-9.0/200-800 mm IS USM
Bei dem Verkaufspreis von 2500€ ist es keine L-Konstruktion, aber es wurde auch kein DO-Element verwendet. Es hat einen hochwirksamen Bildstabilisator und immerhin einen Nano-USM Antrieb.
Das klingt bei der Lichtstärke wenig verheißungsvoll, bietet aber dafür mehr Tele-Zoom.
Alle populären 150-600 mm und 180-600 mm Zooms mit f:6.3 sind genau doppelt so lichtstark – die Brennweite 800 mm zu erreichen kostet genau eine Blende Licht. Das ist viel!
Ich könnte jetzt gleich in den Ring werfen, OMDS mit seinem 4.5/150-400 mm kann das auch – 4x so lichtstark bei gleichem Gesamtgewicht von rund 2 Kilo. Allerdings bietet ja Canon auch die Option sein neues Telezoom an der R7 als 9/320-1280 mm bei 32 MP zu nutzen. Dabei darf nicht übersehen werden, dass mit der R7 bei spätestens 3200 ISO die Freude am rauscharmen Bild verblasst, während ich meine OM-1 oft bis 6400 ISO nutzen kann. Allerdings kostet es bei OM Systems auch 7500€ und bei Canon nur 2500€!
Zur Lichtstärke: Von 300-450 mm = F:7.1 – von 450-600 mm = F:8.0 und bei 700-800 mm dann F:9.0
Blendenöffnung:
Ich gebe zu bedenken, wenn sich ein Tier oder Vogel oder sonst ein Motiv im Schatten setzt, wie gestern das Rotkelchen um 9.45 Uhr an meinem Balkon, dann sind meine Belichtungsdaten 1/1000 sec bei f:7.1 und 12.800 ISO an einer R7! Ja es wäre schön das Motiv noch dichter und detaillierter zu zeigen, aber f:9 bei 800 mm führt selbst wenn ich die Zeit auf 1/500 sec senke nicht zu einem richtig guten Bild!
Ganz anders ist es, wenn bei gutem Sonnenschein die Vögel am Himmel kreisen oder Tiere in der Sonne sitzen, dann fotografiere ich auch gerne mal mit dem 11/800 mm.
Am Ende sind immer die kurzen Belichtungszeiten entscheidend für bessere Fotos und die sind praktisch nicht erreichbar mit einer Lichtstärke von f:6.3 und weniger. Da nützen mir auch Entrauschung und höchste Push-Empfindlichkeiten nicht wesentlich. Ich fotografiere Tiere selten unter 1/1000 Sekunde und oft brauche ich 1/3000 Sekunde (z.B. beim Abflug, oder bei Aktion). Deshalb nutze ich mein Olympus 4.5/150-400 mm so häufig erfolgreich und wenn ich näher heran kommen kann, auch immer das 2.8/40-150 mm oder eben ein 2.8/70-200 mm und 2.8/300 mm.
Canon RF 200-800 mm ist lang, gut 2 Kilo schwer, hat einen Auszug und ist nicht mehr so leicht und einfach zu händeln. Es ist immer schön auch ein Zoom dabei zu haben, aber wenn ich weiß, ich möchte den Eisvogel, Rotkelchen, Zaunkönige und andere scheue Motive ablichten, dann nehme ich gleich eine 800 mm Festbrennweite (6.3/800 mm) mit und brauche kein Zoom, das ich ohnehin nur bei 800 mm nutzen würde. Allerdings finde ich mit 400 mm meine Motive viel schneller und zoome dann erst auf 800 mm – wir kennen das vom Fernglas, da ist ein 8x auch immer am schnellsten am Motiv!
Konkurrent:
Das Sony 8.0/400-800 mm ist ganz offensichtlich als Konkurrent für  das RF Canon 9.0/200-800 mm, das Fujifilm 8.0/150-600 mm und eben das Olympus 4.5/150-400 mm gedacht. Und es reicht gar an einer A1 bis zum Ausschnitt bei 1200 mm, was Fuji (900 mm) und Olympus mFT (800 mm) nur mit TC leisten können. Wobei an der OM-1 eben auch 5.6/1000 mm Ausschnitt und sogar 2000 mm Ausschnitt bei sehr guter Qualität bei gutem Licht verfügbar sind!
OM-1 mit 4,5/150-400 mm + TC1,25 + TC14 = 8.0/375-1400 mm bei 20 MP!
R6II mit 9.0/200-800 mm + TC 14 = 12,6/280-1120 mm bei 24 MP
R6II mit 9.0/200-800 mm x 1.6 = 9/320-1280 mm bei 10 MP
R5, R5II mit 9.0/200-800 mm x 1.6 = 9/320-1280 mm bei 20 MP
mechanisch mit 9.0/200-800 mm x 1.6 = 9/320-1280 mm bei 32 MP
Ich sehe es häufiger, dass die R6II mit TC14 und späterem Ausschnitt am 9/200-800 mm verwendet wird.
Kann man machen, aber Lichtschwäche f: 12.6 hält mich fast immer davon ab!
Die R7 hat damit einfach Schwächen beim AF, beim Sucher und wegen des RS ist der elektronische Verschluss nur bei absolut ruhigen Motiven verwendbar.

Voll gezoomt erhalten wir ein sehr langes Objektiv! Und hier fehlt ja noch die 9 cm lange ET-101 Sonnenblende vom 11/800 mm, die diesmal endlich mitgeliefert wird! Somit wird das gesamte Super-Tele-Zoom gut 50 cm lang! (schwierig im Tarnzelt, im Auto  und auch erschreckend für Wild. Und man braucht unbedingt eine Tarnung!)

Das Sony 6.3-8.0/400-800 mm G OSS hat leider einige Schattenseiten:

SONY 6.3-8.0/400-800 mm G
Design, Aussehen und Handhabung sind dem bewährten Sony 200-600 mm zum verwechseln ähnlich. Nur das höhere Gewicht von rund 2.500g ist eine markante Änderung.
Doch letztlich sind das alles gute Amateur-Linsen, wo bleiben die GM PRO-Zooms?
Es sieht fast ein bisschen langweilig aus, dem 200-600 mm sehr ähnlich, nur länger, dicker und die Stativschelle ist zu meinem Ärger hier fest installiert. Hier sind auch wieder die deutlich zusammengezogene Nahgrenze und der Bessere Abbildungsmaßstab das besondere: 1.70m Minimalabstand bei 1:4.4!
Damit liegt es nicht nur weit besser im Rennen als das Canon RF 11/800 mm Fernobjektiv, sondern schlägt auch das geniale Nikon 6.3/800 mm und ist sogar dem Canon 200-800 mm Zoom im Vorteil. 

SCHATTEN:
– Lichtstärke f:8.0
– Gewicht 2780g
– nur bis 600 oder 700 mm richtig brillant
– Katzenaugen-Reflexe – starke Beugung an den Rändern

– nur Griff umständlich zu entfernen, Schelle nicht
– nur 3 gepresste UD-Linsen (100-500 mm = 1 SUD + 6x UD)
– f:7.1 nur bis 450 mm
– Abbildungsmaßstab variiert sehr je nach Brennweite
– keine Fluor-Beschichtung
– 10 cm dick und 31 cm lang
– keine Rastpunkte bei 90°

– keine Arca-Swiss-Schiene
– wird sehr lang: 31,4 cm für Reisen fast zu lang
– Entfernungsbereiche nicht zufriedenstellend
– mächtige, schwere Sonnenblende – nicht einbebaut und ausziehbar
– 95 mm Filtergewinde
– weiße Ausführung
– 3000€ teuer

LICHT
+ ideal für Vollformat
+ Innenzoom-Konstruktion
+ sehr schnelle und leichte Brennweitenveränderung
+ endlich ein Bereich von 400-800 mm (oder 600-1200 mm)
+ Immerhin Abbildungsmaßstab 1:4 aus 0,80 m ab Sensorebene

+ verträgt trotzdem beide Konverter (jeweils 1)
+ Sonnenblende schwarz und immerhin mitgeliefert
+ Ösen für Gurtbefestigung
+ 5,5 Stufen IS bei 800 mm
+ echter MF-Fokus-Ring zum sofortigen Eingreifen
+ Spritzwasserschutz

SPAßFAKTOR: von (******) = ****

Ihr lest, ich bin nicht komplett zufrieden oder sogar häufig eher unzufrieden mit dem Sony 400-800 mm. Konstruktion und vor allem Sonnenblende sind deutlich zu schwer geraten, um mir zu gefallen. Und auch sonst zeigt es viele kleine Mängel. Ich habe mir wie immer ein besseres Exemplar ausgesucht, optisch besser wird es also nicht. Ich vermute ich werde es nicht auf Dauer behalten, aus der Traum mit Sony Supertele-Aufnamen zu fertigen.
Wie ich schon öfter feststellte, hat Nikon als einziger bei 800 mm alles richtig gemacht; relativ leicht und noch handlich, beste Abbildungsleistung, schneller AF, schwarz und robust. Und wenn Motive weit entfernt sind, brauchen wir wahrlich kein Zoom.
Ich kaufe mir wohl lieber doch endlich das 2.8/300 mm, das ist dann wirklich ein G-Master.

Das Canon 6.3-9.0/200-800 mm IS USM hat aber nicht weniger Schattenseiten:

SCHATTEN:
– Lichtstärke f:9.0
– Gewicht 2050g
– keine Innenfokus-Konstruktion
– keine L-Konstruktion
– Artefakte/Ringe der gepressten Asphären, besondern beim Abblenden
– Katzenaugen-Reflexe – starke Beugung an den Rändern
– kein echter MF-Fokus-Ring zum sofortigen Eingreifen! (programmierbar auf Einstellring ganz hinten!)
– Zoom-Weg relativ lang und etwas langsamer durch mehrmaliges Umgreifen

– Stativgondel nicht zu entfernen
– nur 3 gepresste UD-Linsen (100-500 mm = 1 SUD + 6x UD)
– f:7.1 nur bis 450 mm
– kein IS-Schalter mehr
– keine Fluor-Beschichtung
– 10 cm dick und 31 cm lang
– keine Rastpunkte bei 90°

– keine Arca-Swiss-Schiene
– wird sehr lang: 31,4 cm für Reisen fast zu lang
– Entfernungsbereiche nicht zufriedenstellend
– mächtige Sonnenblende ET-101 vom 11/800 mm
– 95 mm Filtergewinde
– 2500€ teuer

LICHT
+ fast ideal für Vollformat
+ endlich ein Bereich von 200-800 mm (oder 360-1280 mm)
+ Immerhin Abbildungsmaßstab 1:4 aus 0,80 m ab Sensorebene

+ verträgt trotzdem beide Konverter (jeweils 1)
+ Sonnenblende schwarz und immerhin mitgeliefert
+ Ösen für Gurtbefestigung
+ 5,5 Stufen IS bei 800 mm

+ Spritzwasserschutz

SPAßFAKTOR: von (******) = ***

 

 

Mein Olympus 150-400 mm habe ich seit gut einem Jahr immer bei mir, ich sehe da noch keine Gefahr. Erst wenn Canon bessere, schnellere Sensoren anbietet, könnte meine OM-1 ins rutschen kommen.
Eine R7 ist meiner OM-1 bei Sensor und Prozessor noch keineswegs ebenbürtig, allenfalls die R3/R5II. Trotz des kleinen MFT-Sensors sind mit der hohen Lichtstärke f:4.5 in der Praxis nie Nachteile zum Vollformat erkennbar und f:4.5 reicht mir oft noch nicht um schnelle Zeiten mit maximal 1600 ISO zu verbinden – das gelingt dann mit diesem Canon 200-800 mm erst recht schwierig. Denn entgegen allen Marktschreiern, müssen auch Canon-Kameras bisher bei 6400 ISO und spätestens 10.000 ISO eingefangen werden und außer bei der R3 kommt immer ein starker Rolling Shutter dazu. Einzige Ausnahme jetzt die R5II!
Der Preis 2500€ ist heiß und eindeutig eine Kampfansage an OMS, Fujifilm und Sony.
Ich lese überall das Feixen von Canon-Jüngern, die jetzt OMS eine lange Nase zeigen wollen, weil sie ja viel billiger an ihre Fotos kommen. Beim Rechnen sind die allerdings meist schwach. Um sich an die Leistung einer OM-1 mit 4.5/150-400 mm TC anzunähern, braucht es bei Canon mindestens die R5II oder R3 plus dieses Zoom – also 7500-8500€. Dafür bekommen Ihr eine ausgewachsene Kamera mit guten Features und ein Amateur-Super-Tele der Lichtstärke f:9! Ich finde daher weiterhin das Angebot von OMS fairer, Profi-Kamera, mit vielen Sonderfunktionen und Profi-Objektiv, dass seine Baulänge immer behält (31 cm) und von Hand gefertigt ist und noch einen Schärfe- und Brillanz-Gegner unter allen Tele-Zooms des Weltmarktes sucht!
Vergessen wird auch der 1.25x Konverter der eingebaut ist und ein 5.6/1000 mm ergibt. Also in der Praxis kann Canon da erst punkten wenn eine Stacked R7II erscheint, die viel leistungsfähiger ist oder die R5II Wünsche erfüllt.
Mal abwarten wie bald Sony und auch Nikon darauf reagieren! Oder Tamron könnte ja auch ein 200-800 mm bringen.
Mein Tipp für Canon Super-Tele-Fotografie:

Bei Canon das 7.1/100-500 mm mit der R5II kaufen und vielleicht auf eine schnelle R7II hoffen, als dieses 200-800 mm Tele-Zoom. Wer noch mehr braucht, kauft sich den sehr guten TC14 Konverter dazu, auch wenn das nervig ist, weil das 100-500 mm nicht mehr komplett zurückgezoomt werden kann und immer lang bleibt – das ergibt ein: 10/220-1120 mm mit schnellerem AF und besserem Gehäuse bei weniger Gewicht (1600g!).
Das 11/800 mm mit nur 1280g lohnt sich auch weiterhin bei gutem Licht! Leichter und schneller kann man mit keinem Super-Tele sein!

Das man keinen breiten Scharfstellring vorne am Objektiv hat, geht für die meisten gar nicht, ganz egal wie gut der AF-C inzwischen meistens funktioniert! Und dass man mit dem schmalen Ring ganz hinten fokussieren kann, den man kaum mit den Fingern erreicht, ist ein konstruktives Unding!
Auch das die nicht selten unerwünschte Stativgondel nicht entfernt werden kann – ist kaum zu verzeihen. Das Objektiv würde ohne vermutlich gut 250g leichter.
Die Schärfe ist da, doch der Microkontrast und die Detailzeichnung sinken ab 600 mm. Der Einsatz von Konvertern kann also nur Notbehelf bei sehr kontrastreichen Motiven bei bestem Licht sein!
Es ist nicht wirklich schnell beim Einstellen der Brennweite, denn es braucht fast 180° Drehung um von 200 auf 800 mm zu wechseln – das ist im Vergleich zu Nikon, Olympus, Sony sehr viel, die kommen meist mit 90° Drehung und weniger aus. Das macht uns erheblich schneller beim anpassen an das Motiv!
Also Kauftipp?
Ja für Vollformat, eher nein für Halbformat aber in beiden Fällen immer mit erheblichen Einschränkungen beim Komfort und Bedienung.
Ich nutzte trotzdem viel lieber mein Olympus 4.5/150-400 mm an der OM-1 und auch das Nikon Z 6.3/180-600 mm an der Z9!

Der Kampf zwischen Vollformat und dem spiegelfrei-Erfinder MFT geht jetzt in die nächste Runde, bei Allen SWW und WW Objektiven liegen die meisten Vorteile schon beim VF und jetzt schicken sich auch die Super-Tele an. Nur beim Macro sieht VF keinen Stich und auf Reisen ist jede VF-Kamera praktisch immer unterlegen.
1.8/8 mm – 4.0/8-25 mm – 4.0/12-100 mm – 2.8/12-40 mm – 2.8/40-150 mm oder noch kleiner oder lichtstärkere Festbrennweiten sprechen da eine klare Sprache Zugunsten MFT.

Canon hat als erster begonnen microFourThirds vom Vollformat-Tele-Bereich aus zu torpedieren. Nachdem das vorher Fuji vergeblich versucht hatte (mit 8.0/140-600 mm) hat Canon erst  11/800 mm, 11/600 mm und dann ein 9.0/200-800 mm speziell gegen die Daseinsberechtigung von MFT platziert.
Jetzt kommt Sony und bald sicher auch Tamron und vielleicht auch Sigma und Nikon mit Zoom-Objektiven die bis 800 mm am Vollformat erreichen.
Doch wir sollten vor unserer Trennung oder Missachtung von MFT beachten: Ein Zoom-Objektiv besteht aus weit mehr als aus Brennweite und Lichtstärke!
Wer die Gelegenheit hat, ein 4.5/150-400 mm auf den Naturfoto-Festivals in die Hand zu nehmen, sollte dies tun. Ja es ist mit rund 7500€ sehr kostspielig, fast der dreifache Preis des Canon 9/200-800 mm.
Aber es ist auch ein Ausnahmezoom und das Canon ist nicht einmal eine L-Konstruktion.
Vorteile Olympus:
+ eingebauter Konverter

Ich würde an Stelle von OMD eine günstiger Version ohne zuschaltbarem Konverter anbieten, die braucht nicht mehr als 4000€ zu kosten. Oder ich würde das Zoom bei gleicher Qualität in ein 4.5/150-400 x TC1.5 – also ein 5.0/225-900 mm – das dem Bildwinkel eines 450-1800 mm entspricht.
Aber der Vergleich zwischen Olympus 4.5/150-400 mm und Canon 9/200-800 mm ist total unfair – Canon kann da in keiner Disziplin, außßsser beim Preis mithalten. Vergleichbar ist das Canon nur mit dem Olympus 6.3/100-400 mm IS II und das ist 800g leichter und kostet 1100€ weniger. Und es ist erheblich kompakter.

 

Sony ist fast immer der erste, der mit leichteren Neu-Konstruktionen an den Markt tritt. Hier wär mal Canon der Herausforderer und bekommt dann auch jetzt den kompletten Arschtritt. Im Vergleich verliert das Canon 9/200-800 mm (außer bei Brennweitenbereich) praktisch in jedem Punkt. Bei Canon wird man immer auf 5 stelligen Kosten durch PRO-Zooms angewiesen sein.
Allenfalls das neue Sigma 4.0/300-600 mm könnte interessanter sein, aber es ist sehr schwer.
Nur, welche Sony Kamera kaufen? Für Normal-Fotografen ist alles vorhanden, aber wer es sehr schnell will wird einen sehr hohen Preis bezahlen müssen. Alternativ können nur die Sony-Objektive auf die besseren und preiswerteren Nikon-Kameras adaptiert werden.
Außer Sony A1, A1II, A9III ist keine schnelle Kamera verfügbar.

Es geht ja doch:
SIGMA stellt ein 4.0/300-600 mm OS Sports vor!

LICHT – Sigma 4.0/300-800 mm:



+ Innenzoom
+ 1.4x TC nur von Sigma für L-Anschluß
+ gut sitzende Sonnenblende
+ abschraubbarer Handgriff
+ mit 7.500€ noch moderater Preis
+ Arca-Swiss-Führung im Fuß eingebaut

+ AF-Stopp-Tasten
+ Gurtbefestigung
+ sehr gute Abdichtung

SCHATTEN:
– schwer und dick, wie gewohnt sehr unhandlich
– Bildstabilisierung bisher nur an A1II und A9III
– langsame, schwergängige Änderung des Brennweitenbereichs
– sehr kopflastig
– etwas kleiner Bereich, 300-800 mm oder 200-800 mm wären willkommener

SPAßFAKTOR: von (******). **

Doch bei aller Freude, haben sie es beim Gewicht auch etwas zu gut gemeint, knapp 4 Kilo ist tatsächlich heftig.
Aber es stimmt eben auch, ein solches Objektiv gab es bisher nie (es gab ein Pentax 5.6/250-600 mm und ein Sigma 5.6/300-800 mm, die jeweils schwerer waren) und auch die 4.0/200-400 mm xTC14 wogen knapp 4 Kilo und hatten den aufwendigen, internen Konverter um auf 560 mm zu kommen. Von denen möchte ich heute schon längst keins mehr haben. Ich besass das Canon und bin froh, das ich es für gutes Geld los wurde.
Bei 3 kg muß man schon ganz schön schleppen und es ist fast nur gut nutzbar, wenn man sein Auto motivnah parken kann, bei 4 kg ist es noch heftiger.
Trotzdem bei einem Preis um 7.000€ reizt es schon sehr. Das ist allerdings etwas heftig, 1000€ Aufschlag zur USofT (United States of Trump).
Bei 300 mm wird es abgesehen vom Sony 2.8/300 mm Spitzenklasse sein, aber schon die MTFs verraten, das es bei mehr Brennweite wie 500mm bis 600mm Auflösung verliert. Deshalb vermute ich, es wird sich kaum mit Nikon, Sony oder Canon 4.0/600 mm Festbrennweiten messen können und die sind rund 1 Kilo leichter.
Es wird für L-Bajonett angeboten, doch bisher gibt es keine schnelle Kamera mit Stacked-Sensor! Immerhin passen dann 2 Sigma Konverter.
Es wird auch für Sony angeboten, aber dann sind alle Konverter tabu – bzw passen weder Sigma noch Sony Konverter.

 

13. Juni 2024
Wald-Käuze 2024

Von den Kaninchen-Käuzen in Cape Coral Florida zurück zu den Eifel-Stein-Käuzen:

Kurzes Scharmützel: Stein-Kauz behauptet seinen Baum und seinen Platz vor einer Drossel.

 

Fototechnik:
Nikon Z9 & 6.3/800 mm & TC14 vom Einbeinstativ

 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

5. Juni 2024
JUNI Technik Neuheiten

Ob dieses Objektiv jetzt besonders innovativ ist, lässt sich auf dem Papier kaum beurteilen: Canon RF 1.4/35 mm VCM
Das Kürzel VCM steht für einen neu entwickelten Voice Call Motor anstatt USM, der auch für Video ein gleichmäßigeres und lautloses Ergebnis liefert.
Bei hybriden Video-Objektiven und erst recht bei der Bezeichnung “Content Creator” wird mir regelrecht übel. Wenn sich Canon keine eigene Video-Objektiv-Baureihe leisten will und uns mit solchen Bezeichnungen veralbert, dann sind wir weit genug. Und wer zu geizig ist, sich echte Video-Konstruktionen zu leisten, für den habe ich noch weniger Verständnis, er soll doch sein Smartphone gerade – nein quer! halten und seine belanglosen Filmchen drehen.

Es ist das 40. RF Objektiv von Canon und ich finde davon nur 6 wirklich gelungen und innovativ.
(Nikon: 39/9 – Sony: 62/18)
Innovationen, die sicher einige erwartet hätten:
ImageStabilizer, Macrofähigkeit bis 1:3, ein Blendenring mit und ohne “Klick”, der auch für Fotografie funktioniert und nützlich ist, eine eingebaute Sonnenblende – sind hier leider nicht realisiert worden!
Immerhin haben im die Entwickler die AF/MF Schieber noch gelassen. Das Design ist mir insgesamt zu langweilig, zu glatt, es sieht fast nicht mehr aus wie ein Glas-Wunder mit toller Mechanik. Es ist das erste und einzige neu vorgestellte Objektiv 2024.
Endlich gibt es auch bei Canon 11 Blendenlamellen, mit 560g ist es deutlich leichter als sein Vorgänger, aber eben nicht so leicht wie der Mitbewerber.
Es erlaubt nur einen Abbildungsmaßstab von 1:5.6 – immerhin gibt es das sehr gute 1.8/35 mm bis 1:2, das zwar langsamer fokussiert, aber sein Geld wert ist.
Also eine Schönheit scheint mir die Konstruktion eher nicht zu sein. Es ist eher eine Steilvorlage für das kommende Nikon Z 1.4/35 mm.
Mein Sony 1.4/35 mm GM bleibt mir lieb und wert, ist leichter, logischer im Aufbau und heute erheblich preiswerter um 1300€ zu kaufen.
Hier noch einmal zur Erinnerung wie ein modernes, tolles 35er aussehen kann:

Mich erschreckt wie weit Canon in seiner Kamera- und Objektiv-Entwicklung hinter Branchenprimus Sony zurück fällt.
Bevor so mancher Canon-Fan jetzt wieder seine Dukaten zusammensuchen muss – denn endlich erscheinen nach und nach 1.4/35 mm – 1.4/24 mm und 1.4/50 mm (das viel wichtigere 1.4/85 mm wurde noch nicht genannt), ein neuer Blitz und eine neue Video-Kamera.

Doch das einzige, auf das ich dieses Jahr noch gespannt bin, ist die Canon R5II. Ganz gleich womit uns Nikon, (keine Z500 in Sicht), Fuji, Sony (die A1II erst 2025), Panasonic, Leica, Pentax, OMDigital (brauchen wir wirklich eine OM-1X?) noch locken wollen.
Es müßte jetzt endlich flächendeckend bei allen Kameras jenseits 2000€ ein Staked-Sensor mit großem, schnellem Speicher verbaut werden, Also auch R7II und Z500 wie auch A7000 müssen kommen.

Wie schön war das, als einmal im Jahr Photokina war und dort alle wichtigen Neuheiten innerhalb weniger Tage präsentiert wurden!
Dieses elende Geklecker heute, als sei alles wichtig und toll nervt einfach nur.
Früher war klar, das die Neuheiten spätestens am 1. Dezember beim Händler sind, heute wird vieles im Januar, im Juni und zwischendrin verballert.

Wahlen fallen mir sehr schwer
Das ist schon so, seit dem intensiven Politikunterricht, denn ich mit 16/17 Lebensjahren genoß. Ich war der mit den besten Noten in Politik, weil ich die Dinge hinterfragte und eigene Gedanken dazu hatte. So ist das auch bis heute geblieben.
Auf der einen Seite ist es unbestreitbar: Nur die dümmsten Schweine wählen ihren Schlachter selber… Auf der anderen Seite kann jeder viel Versprechen, vor allem Dinge auf die er nur wenig Einfluss hat, am Ende kommt doch alles ganz anders. Weil ja weil alle politischen Entscheidungen mehr denn jemals zuvor von äußeren, unveränderlichen Entwicklungen abhängig sind. Politische Entscheidungen sind heute mehr noch als jemals zuvor, der kleinstmögliche Kompromiss, der fast alle am meisten kostet. Gehen wir hoffnungsfroh wählen, in 1-2 Jahren werden wir erleben, die meisten Versprechungen und sogar Entscheidungen sind nicht so gekommen, nicht durchsetzbar gewesen. Und das trifft auf alle Parteien, auf alle Politiker gleichermaßen zu. Die Zeiten von Überfliegern sind lange vorbei, heute muß man sich mehr vor Potentaten schützen, die nur ihr eigenes Wohl im Sinne haben!
Fakten und Verhältnisse untereinander ändern sich schnell und ständig!
Funktioniert Demokratie überhaupt noch?
Nur weil viele einer Meinung sind, muss sie noch längst nicht annähernd richtig und gut für die Welt sein. Die Frage ist doch heute insbesondere, von wem wurde diese Meinung gestreut und was will jemand im Hintergrund damit erreichen?
Extreme sind gefährlich und stur konservative sind mindestens genauso gefährlich, also welche Wahl hat man wirklich?
Wir legitimieren nicht nur Menschen für uns zu sprechen und zu handeln, wer verschaffen denen auch ein saftiges Leben, das sie nur mit Worthülsen und Versprechungen leben können und am Ende doch für nichts verantwortlich sind. Umso schlimmer ist es wenn Menschen äußerst rechte Meinungen und Parteien wählen oder religiös Verwirrte, die leicht ein Gewaltpotential entwickeln können.
Jede Stimme bringt irgendwem Geld und am Ende machen besonders trickreiche und wohlhabende Menschen doch in diesem Land und auf diesem Kontinent, dieser Erde was sie wollen – ohne Rücksicht auf Verluste. Es gehört nicht so viel Geld in die Hände einzelner!

 

Zur künstlichen Intelligenz, die gar nicht intelligent ist und den Programmierern, die ihre Software wie trilliarden Heuschrecken durch alle Netze und Bilderwelten schicken, auf das sie alles klauen und vereinnahmen, fällt mir nur noch ein, dass wir sie unter allen Umständen bekämpfen, bekriegen sollten.
Schön dumm, wer sein Fotos und Videos haufenweise in Fratzenbuch, Instagram und dutzenden anderen Plattformen verschenkt hat – jetzt sind sie futsch und füllen die Taschen sowieso schon reicher Geldsäcke. Kunst bleibt keine mehr übrig, KI kann alles und viel mehr und besser – ich bin komplett dagegen – so einen Mist unreguliert auf die Menschheit loszulassen. Ich würde diese Firmen im Bereich, Foto, Video, Schriftstellerei, Malerei, Comics u.a. überall auf der Welt bis zu 99% besteuern! Und die Einnahmen dann über Verbände wie Bild/Kunst an die Kunstschaffenden zurück fließen lassen. 
Wir lassen so all unsere Kunstfertigkeit und Kreativität vernichten.

Jetzt kauft Mancher doch eine Sony Alpha 9III
Entweder um technisch vor der Zeit zu sein oder um endlich 60 und mehr Bilder in RAW zu bekommen.
Ich finde das etwas verrückt. Ich möchte keine haben. Sie ist wie die erste Sony A9 noch weit entfernt von ausgereift.
Ja sie schafft Schnelligkeit ohne Spiegel und sie ermöglicht ganz andere Blitzfotos, ähnlich wie der Zentralverschluß (denn das ist es letztlich, Global Shutter bedeutet, das nicht mehr zeilenweise ausgelesen wird, sondern alles blitzschnell auf einmal) schafft sie eine neue, sehr schnelle Blitz-Fotografie. Doch fr+hestens in 4-6 Jahren wird sie das auch mit höheren Sensorauflösungen können und dann wird es frühestens spannend. Also versuche ich abzuwarten und die Füße still zu halten.


Kamera Besprechungen und Kritik
Ich war auf Messen, Firmen-Stammtischen, Photo-Neuheiten Events, Händler Neuvorstellungen um neue Kameras in die Hand zu nehmen und mir eine Meinung dazu zu bilden.
Heute spielen Messen nur noch eine untergeordnete Rolle, Influeza und die letzten Presse-Fotografen werden Europaweit oder sogar weltweit an einen attraktiven Foto-Spot eingeflogen und können dort Kameras auszuprobieren. Wie die Besprechungen dann oft ausfallen ist ja klar – Bloß keinem weh tun und allen gewogen bleiben.
Darüber wird gerade viel diskutiert, logischerweise sind solche Kamerabesprechungen praktisch meist wertlos.
Womit ich auch bei den international bekannteren Videomachern bei YT meist einig bin, es ist völlig unwichtig der erste zu sein, viel wichtiger ist es mit Herzblut eine Besprechung – einen Praxistest abzuliefern. Diese Vorschau-Berichte liefern allenfalls technische Daten (was ich ja auch tue) aber erst in der Praxis zeigt sich nach Wochen oder Monaten der tatsächliche Wert der Neuheit. Wenn ich nichts zu sagen habe, schreibe ich nichts. Den Mist (in meinen Augen) den Leica, Canon, Sigma, Tamron und Panasonic häufiger im Jahr verzapfen bespreche ich allenfalls kurz – denn meistens wird kein Foto oder Video besser durch diese Neuheiten. Noch extremer gilt dies für alle vielen China Weitwinkel und Normal-Brennweiten – verschwendete Lebenszeit und wer meint sie kaufen zu müssen, nur zu.
Geld sparen kann man nur in dem man nicht kauft, lange genug anspart oder sich mit weniger Leistung zufrieden gibt und nicht mehr über die bessere Leistung nachdenkt.

Die fetten Influenza müssen extrem schnell sein und doch Embargo-Daten des Herstellers einhalten, sie müssen Videos produzieren, können in der Zeit nichts anders machen, der Aufwand ist schon beträchtlich, sie kämpfen alle gegeneinander um die meisten Views, sie müssen Aufmerksamkeit schaffen.
Das alles will ich nicht, wollte ich nie und die ganzen Schnellschüsse sind allenfalls von kleinem Wert, wenn sich jemand seit Jahrzehnten mit vielen Systemen vertraut gemacht hat.

Viel wichtiger ist aber etwas ganz anderes:
Wenn heute eine neue Systemkamera vorgestellt wird – ist sie fast immer alles, nur nicht ausgereift!
Canon ist vielleicht der letzte Hersteller, der anschließend kaum noch Veränderungen an seinen Kameras über ihre Produktionszeit vornimmt.
Das klingt für manchen gut und für andere wirft es Fragen auf, ob man der Kamera nicht neue Möglichkeiten beibringen könnte.
Ich habe mich weitgehend von ausführlichen Kamera-Tests zurück gezogen.
Das hat für mich einen sehr wichtigen Grund – die Kameras sind fast immer alles nur nicht ausgereift, im ersten halben Jahr entfalten sie allenfalls ihr Bedienungspotential. Eine Z9 war meilenweit von der Z9 entfernt, die man heute, 2-3 Jahre später kaufen kann. Ja sie war auf der einen Seite ein eiliger Schnellschuß von Nikon, so wie die OM-1 von OMdigital, oder die Fujikameras und viele andere. Auf der anderen Seite hat man die Kamera so aufgebaut, dass sie sich weit mehr Potential entlocken liesen. Und das kann man eben von mancher Canon oder Sony Kamera bisher nicht sagen. Sie sind oft ausgereizt und vom jeweiligen Speicher und Objektiv abhängig.

Wann immer ich zu Hause schnell eine leistungsfähige Kamera brauche, greife ich zur Nikon Z9, erst draußen und unterwegs kommt dann meistens die OM-1 zum Einsatz.

 Wichtig für Neulinge im Umgang mit Systemkameras
Markennamen sind sehr wichtig, aber anders als fast alle vermuten, nicht wegen der Marke, sondern zur Unterscheidung welches System für welche Schwerpunkte besonders geeignet ist und welches weniger.
Es wird oft angenommen, dass alle Systemkameras gleich gut alle Bereiche der Fotografie abdecken. Das ist aber keinesfalls so. Es liegt zum einen an der Objektivauswahl, aber auch nicht unwesentlich am Autofokus, manuellen Fokuseingriff, Speicher in der Kamera und Speichermedium, Bauart der Kamera und vielem mehr.
Es gibt ein paar Kamerahersteller, die sich durch eine Vielzahl von Kameras und Objektiven mit den vielen Jahren ihrer Erfahrung für fast alle Gebiete eignen – aber trotzdem nicht gleich gut.
Universalisten sind klassisch Nikon und Canon, MicroFourThirds mit OMDigital und Panasonic gehören auf kleinerer Sensorbasis auch dazu.
Und wie immer ist es so, wenn ich einfach nur eindrücke einsammeln und schöne Bilder zeigen will, gelingt mir das mit fast allen Kameras, wenn ich mich richtig einarbeite.
Doch wenn ich dann beginne Anforderungen an das System zu richten, trennt sich sehr rasch gut geeignetes von weniger gut geeignetem.
Beispiel, Fujifilm FX Halbformat wird sehr gerne für Porträts, Menschen und Straßen-Fotografie genutzt. Doch schon bei schneller oder schwieriger bewegten Motiven kommt das System schnell an seine Grenzen. Es gibt zwar inzwischen mit der X-H2s eine wirklich schnelles Kameragehäuse mit schnellstem Speicher, aber der Autofokus macht deutlich häufiger Zicken und das manuelle Fokussieren bei längeren Brennweiten wird zum Geduldsspiel.
Auch die Einstellungen von Zeit, Blende und Empfindlichkeit geben manchem Rätsel auf. Die Einstellung und Bedienung scheint unsinnig kompliziert.
Ganz anders dagegen das Canon-R-System. Hier gibt es auch eine vielversprechende Halbformatkamera, die R7 – aber ihr fehlen der schnelle interne Speicher, als auch schnellere Speicherkarten. Dagegen erklärt sich die Bedienung fast von selbst und ist für jeden einfach. Doch es fehlen viele spannende Brennweiten und Zoom-Objektive, die von Fujifilm angeboten werden.
Überhaupt muß man heute noch bei der spiegelfreien Canon-Kamera sehr leidensfähig sein, wenn es um die Objektivauswahl geht. Bei Sony, Nikon und MFT wird viel mehr geboten, sind die Preise nicht selten günstiger und es gibt ein größeres Gebrauchtangebot. Um sich Canon-R zu leisten sollte man entweder über genug Mittel verfügen oder sich freiwillig beschränken können auf das was angeboten wird. Besonders im Telebereich, darüber dürfen Super-Teles der günstigen und gleichzeitig eben auch lichtschwachen Art nicht hinwegtäuschen. Am langen Ende macht schon eine Blende weniger Licht (Halbierung der Lichtstärke) sehr viel aus und lässt auf der anderen Seite erheblich preiswertere Objektiv-Konstruktionen zu, wie 11/600 mm, 11/800 mm, 8.0/100-400 mm, 9.0/200-800 mm.
Wenn man den Säckel voller Golddukaten hat, macht einem der Kauf von Canon-Premium-Linsen wie 1.2/85 mm, 1.8/135 mm, 2.8/100-300 mm, 2.8/400 mm, 4.0/600 mm, 5.6/800 mm, 8.0/1200 mm.

Ich bin deshalb zur Erkenntnis gekommen, dass heute die Systeme von Nikon Z, Sony E und OMdigital die ausgewogeneren sind. Sowohl für den Dukaten-Esel als auch von der Auswahl und den Einsatzmöglichkeiten in der Anfänger- und Premium-Fotografie.
Was nützt es mir im „Ferrari“ zu sitzen wenn ich rechts und links bei Kosten und Ausstattung vom Lambo, Porsche, von BMW und anderen überholt werden kann?

SIGMA hat auch wieder ein neues Objektiv, nach dem keiner je gefragt hat und das sich so keiner ausdenken kann, ein: 1.8/28-54 mm ART.
Der Versuch, Canon erneut Paroli zu bieten (2/28-70 mm) und eben Sony und Panasonic etwas zu bieten, ist ehrenvoll.
Ich selbst halte solche Objektive für die Fotografie für kaum tauglich und noch weniger erträglich. Nur damit gezoomt werden kann in einem Bereich den man mit wenigen Schritten auch erreichen kann.
Ganz anders ist das sicher für alle Filmer mit Vollformat – die können so ein Zoom sicher besser nutzen.
Also für die dann auch mal nen knackigen Preis, ein Kilo Glas, Plaste und Metall für nur 1500€.
(Die werden ja alle in YT zum Fantastilliardär – die sollen kaufen & zahlen)


Ich muß aber anerkennen, das dies schon das fünfte neue Objektiv von Sigma für dieses Jahr ist.
5.6/500 mm
1.4/15 mm
1.2/50 mm
2.8/24-70 mm II
4 ART Objektive und ein SPORTS-Objektiv.
Mich erschreckt es ja selbst etwas, trotz aller Innovationskraft würde ich keins davon kaufen wollen. Auch aus der Erfahrung heraus das mir bisher noch kein Objektiv der Marke für spiegelfreie Kameras gefallen oder mich überzeugt hätte.
Jetzt müßte ja endlich auch ein 1.8/45-135 mm gewagt werden – oder etwas Vergleichbares, dann wäre ich im Boot.

Tamron stellt weitgehend bekannte Zoom-Linsen in etwas verbesserter Form vor.
Jetzt kommt neu ein 6.3/50-300 mm bis 1:2, das wäre ein spannendes Objektiv mit f:4.5 oder f:4.0 Lichtstärke, aber so ist es wieder nur ein sehr teures (1000€ uvp) Knipserobjektiv. Für mich keinen zweiten Blick wert. Denn wer es für Nahfotografie nutzen will, kauft besser ein OMD 2.8/40-150 mm, ein Canon 8.0/100-400 mm oder gar ein 4.0/70-200 mm GII Sony.

PANASONIC bringt schon wieder eine Kamera, diesmal die GH7 mit 25 MP MFT Sensor. Nachdem die GH6 praktisch ein Flop war und danach erst endlich eine Abkehr vom Irrweg des DMC-AF kam, kommt jetzt nach der G9II auch eine GH7 mit frischem AF. Allerdings bleibt es für mich der falsche Sensor und bisher war der AF der 9II nicht einmal nah dran an der OM-1. Schade!
Sie sieht der GH6 auch zum verwechseln ähnlich, ich hoffe sie findet Käufer, damit MFT in aller Munde bleibt.

Apropos MFT – Probleme bei OMDigital?
Ein gewisser Herr Schreiberling, der seine Leser immer so gerne barsch zusammen faltet und sich selbst gerne als MFT-Papst sieht, hat die letzten Wochen dargelegt warum alles unter OMDigital noch viel schlimmer als angenommen sein könnte. Jetzt bezieht er sich auf Objektiv-Bajonette (vornehmlich vom teuren 150-500 mm), die vorschnell verschleißen und sogar metallischen Abrieb auf dem Sensor hinterlassen.
Das kann alles sein, ähnliches ist in der Vergangenheit auch bei Nikon und anderen mal vorgekommen. Aber ein gutes dutzend Freunde und ich, die das 150-500 mm jede Woche in Nutzung haben, konnten dererlei noch nicht feststellen. Wenn es bei einzelnen Exemplaren vorkommt, lässt sich das Bajonett schnell und preiswert tauschen, aber OMD soll angeblich rund 1000€ dafür verlangen und keine Kulanz walten lassen.
Das wäre dreist, mehr als 250€ sollten da außerhalb der Garantie keinesfalls anfallen, wenn grober Vorsatz des Nutzers vorliegt. Ansonsten ist es ein mangelhaftes Bauteil, dass schnell und kostenlos getauscht gehört.
Fakt ist jedenfalls, dass Tele-Superzoom wird nach einer Erhöhung um 500€ inzwischen sogar in Aktionen unter 7000€ angepriesen und ist seit 2024 auch relativ schnell erhältlich. Zuvor war es nur in sehr kleinen Stückzahlen nach langer Vorbestellung zu bekommen. Von der ursprünglichen Handfertigung in Japan (Made in Japan stand im inneren schwarzen Tubus auf der Rückseite) ist OMD offensichtlich abgerückt, inzwischen wird seit Ende 2023 Made in Vietnam darauf vermerkt. Seit dem wird auch ab und zu über Bajonett-Probleme und mangelnde Fertigungsqualität geklagt. Das handhaben nahezu alle Firmen gleich, wenn an Objektiven mehr verdient werden muss oder sie einen attraktiveren Preis brauchen. Trotzdem ist das besonders bei diesem Super-Tele bitter, denn es stärkt das Renommee von MFT wie kein anderes und es kam von der ersten Lieferung in 2019 von Olympus schon zu einem sehr hohen Preis auf den Markt. Zumindest im Bezug auf das MFT-System, denn bei Canon und Nikon werden für die optisch schwächeren 4.0/200-400 mm TC14 oder 4.0/180-400 mm TC14 noch deutlich höhere Preise gefordert. Heute sind beide selbst für 6000€ nur sehr schwer verkäuflich.

 

Veröffentlicht in Begrüßung, General, News-Blitzlicht

5. Juni 2024
Eichhörnchen Frühling 2024

Ich habe viele Tage damit verbracht zu beobachten, wie die einzelnen Exemplare von meinem Balkon zurück in den Garten gelangen.
Zuerst versuchte ich es mit dem Nikon 4.5/400 mm mit und ohne TC14 – doch ich war nie schnell genug und hatte nie genug Licht. Dann wechselte ich auf 1.8/135 mm Sony – schnell genug, aber zu kurze Brennweite und schließlich landete ich beim Sony 2.8/70-200 mm GMII an der Nikon Z9 – schnell, hohe Auflösung und am besten bedienbare Kamera.
Trotzdem, so einfach war es nicht, 200 mm f:2.8, ISO auf Automatik und die Zeiten immer weiter verkürzt, erst ab 1/4000 Belichtungszeit wurden die Fotos langsam scharf – doch nur 1-2 scharfe Fotos bei 20 BpS reichten mir nicht. Also stellte ich die Nikon Z9 auf 60 Bilder pro Sekunde (JPEG reicht bei dem Motiv völlig aus!) und erst jetzt bekam ich die ersten brauchbaren Ergebnisse.
Trotzdem lassen sich sicher noch verbessern, je nach Licht, versuchen das Hörnchen von Vorne zu bekommen, mehr Schärfentiefe und trotzdem 1/6000 Sekunde, mal schauen was mir noch einfällt. Doch die Aktion macht es höchstens 2x am Tag und ich komme längst nicht immer rechtzeitig, ich will es ja auch nicht verscheuchen.
Schaut gut zu: SPRUNG-MEISTER Eichhörnchen