Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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21. April 2026
Wald-Käuze 2024 – ROCHADE

Wir leben in der Versicherungs und Sicherheits-Blase – das sind alles nur Hirngespinste.
Wenn einer mit Macht und dicker Keule kommt, müssen wir uns bis auf’s Blut verteidigen.
In Wahrheit ist das Leben, unser aller Leben, in jeder Sekunde ein Überlebenskampf, ein Kampf um Stärke, einfaches Futter und Unversehrtheit!
Bei den Tieren ist das für geduldige Menschen auch jederzeit zu beobachten.
Weil ich den zappeligen Autofokus der Z9 leid war, habe ich sie auf manuelles Fokussieren eingestellt und zusätzlich die Farbe zurück genommen und nur das 6.3/800 mm verwendet. Allerdings lies das schwach Licht es nicht zu, wirklich kurze Zeiten zu wählen, meist mußte ich bei 1/500 oder maximal 1/1000 bleiben und RAW zusätzlich nutzen, um bei 20 BpS noch um 10.000 ISO zu bleiben.
Ich war früh um 5.30 Uhr bei den Wald-Käuzen und ihrem Nachwuchs, als sich folgendes entwickelte:

 

 

Ich habe mich an eins der schwierigsten Motive gewagt – Eulenvögel.
Nicht das sie meinen ich habe mich im Nordseestrand vergraben – ich habe ausgerechnet wieder ein neues Vogelprojekt begonnen, dem ich täglich bis zu 7 Stunden witme.
Nach Buntspecht, Grünspecht, Meise, Star, Bienenfresser, Rotkelchen, Haubentauchern, Eisvogel, Zaunkönig, Kleiber, Zwergtauchern, Austernfischer, Küstenseeschwalbe, Wasseramsel habe ich jetzt den Steinkauz im Visier.
Ausgerechnet ich, der mit Vögeln nie viel zu tun hatte und wie ein Pölking, Morris oder auch nur so gut wie die anderen Spitzen-Vogelfotografen, werde ich sicher nicht. Dafür weiß ich zu wenig, habe in der Jugend zu wenig über Vögel, Gesang, Reviere und Verhalten gelernt. Ich war immer Katzen- und jetzt auch Eichhörnchen-Mensch, das bleiben auch meine Lebens-Motive.
Aber ein Eulen-Vogel war immer ein Wunschprojekt.

Es ist vergleichsweise fotografisch gut zu aufzulösen, wenn wir bei wenig Licht fotografieren muss, immerhin stehen uns heute Teleobjektive mit f:1.2 und f:1.8 und dann noch f:2.8 und f:4.0 Lichtstärke und Empfindlichkeiten bis 6400 ISO plus Entrauschungssoftware zur Verfügung.
Und es ist auch nicht mehr so schwierig sehr lange Brennweiten für größere Distanzen zum Motiv zu verwenden, für gutes Licht gibt es 800 mm sogar schon unter 1000€. Nur jenseits 800 mm wird die Luft sehr dünn, dann helfen nur noch Konverter, Sensoren oder Spektive.
Jedoch die Kombination aus wenig Licht bei Entfernungen von 50-200m stellen eine weiterhin kaum überwindbare Hürde mit ständigen Kompromissen dar. Bewegungen sind fast gar nicht scharf einzufangen – außer mit Blitz oder Kunstlicht.

Extrem-Telefotografie
Wer noch denkt, 500-600 mm seien schon viel Brennweite und wer sich traut dann den Ausschnitt auf vergleichbar 900 mm zu nutzen, wähnt sich sicher am Ende der Telebrennweiten.
Doch trotz aller technischen Verbesserungen und hochauflösender Sensoren ist das Mitnichten das Ende der erhofften Reichweite.Auch 1200 mm, 1700 mm und sogar 2000 mm können bei kleinen Tieren mit hoher Fluchtdistanz durchaus wichtig werden – Ich sage nur Steinkauz!
Nur leider sind die Steigerungen der Vergrößerung und die sichtbaren Details keineswegs unbegrenzt steuerbar – zumindest nicht ohne Weltraum-Satelliten-Technik. Schon bei 600 mm kann kalte aufsteigende Luft, Fotos schnell unbrauchbar machen. Und auch die Unterschiede zwischen 1000 mm und 2000 mm sind vergleichsweise gering, viel geringer als die Zahlen vermuten lassen. Größtes Problem ist heute nicht mehr nur die ruhige Haltung der Kamera (da helfen IS, VR & IBIS sehr viel)sondern die vorhandene Lichtstärke, die noch kurze Belichtungszeiten und mittlere ISO-Push-Empfindlichkeiten zulässt. Ohne viel Licht gelingt meistens kein Telefoto. Nicht ganz umsonst werden die Objektive von Canon mit Anfangsöffnungen f:7.1, f:8 und f:11 so kritisch diskutiert und so oft als untauglich befunden. Das kommt aber zumeist von Fotomenschen, für die immer noch 800 ISO das Limit darstellt.
Trotzdem, für mein Projekt war die Canon R7 mit Canon 11/800 mm und erst recht mit 14x Konverter bei f:16 allenfalls an sehr klaren Tagen nach dem regen und sehr viel Licht brauchbar.
Denn bei der Kombination begegnen uns alle Hürden auf einmal. Die R7 rauscht wegen der 32 MP auf kleiner Fläche schon jenseits 1600 ISO stärker, f:11 lässt sehr wenig Licht durch und der RollingShutter der R7 kann durch Bewegungen des Objektivs oder Motivs schnell die Fotos verzerren.
Die anderen Eulenfreunde mussten mit 5.6/200-500 mm und 6.3/150-600 mm oft früher aufgeben, weil die Distanz von 60m bis 200m einfach zu groß war.
Ein 5.6/800 mm schien neben einem 4.0/600 mm plus TC die einzige Möglichkeit.

Ich hatte dann schnell die OM-1 zur Hand, denn bis zu 1600 mm bei f:4.5 sind konkurrenzlos. Aber nach ersten guten Fotos war ich trotzdem extrem limitiert durch fehlendes Licht, Abends nach 21.45 Uhr – da half dann auch irgendwann f:4.5 am kleinen MFT-Sensor nicht mehr und 800 mm sind noch deutlich zu wenig Brennweite um die scheuen und sehr kleinen Vögel nicht zu stören.
Weit entfernte Motive nah heran holen, klappt bestens, aber 16-20 cm kleine Vögel in mehr als 30-60 m Entfernung groß darzustellen und detailliert zu zeigen, ist etwas ganz anderes.
Deshalb wechselte ich notgedrungen auf Nikon Z9 mit 6.3/800 mm und 1.4x TC, Gleichzeitig eine gute Möglichkeit die Version 4.0 für die Z9 unter echten Wildlife-Bedingungen am Limit zu betreiben.
Eins wird sofort klar, ich weiß nicht, was die vielen anderen uns als Wildlife mit den tollen Nikon-Kameras verkaufen wollen, wo dann in Bildserien meist jedes Bild perfekt scharf auf dem Auge gespeichert wird – ich weiß nur, auch mit Version 4.0 habe ich weit mehr als 60% Ausschuss – wo der Fokus nicht sitzt. An schnelle Bildfolgen ist dabei gar nicht zu denken! Ganz oft wird ein Kauz gar nicht gefunden und erkannt, erst wenn ich auf Halbformat umschalte gelingt es etwas besser. Allerdings kein Vergleich zu OM-1 und erst recht nicht zu R7, R5 und 7RV, A1!
Wenn man an Menschen gewöhnte Vögel auf festgelegten Strecken abknipst, mag da mehr gehen – aber meine Steinkäuze geben einen Vogelschiss auf Internet, Nikon und Menschenvertrauen.
Mit allen 6.3/600 mm oder gar 7.1/500 mm Zoom-Objektiven braucht man da gar nicht anzutreten.
Somit bleiben für die Aufgabe aus meiner Sicht aktuell nur:
Sony A1 mit 4.0/600 mm +TC
Canon R5 mit 4.0/600 mm TC oder 5.6/800 mm – das 11/800 mm scheitert hier
Und das ist alles in der höchsten Preisschiene, da ist man mehr als 15-20.000 € los.
Deshalb kann hier nur die OM-1 mit 4.5/150-400 mm und die Nikon Z9 mit 6.3/800 mm in Frage kommen.
Die OM-1 zeigt Probleme bei 2x Digitalvergrößerung, wenn sich Motive schnell oder unregelmässig bewegen und wenn man jenseits 3200 ISO arbeitet – dann werden gute Fotos mehr zum Zufall. Und das Licht muß optimal sein.
Die Z9 zeigt immer wieder einmal seltsames AF-Verhalten, kann nicht folgen, bleibt nicht auf dem Motiv, findet die Augen nicht etc.
Wenn ich – wie sicher viele es tun – nur Vollformat nutze – dann versagt die Motiverkennung aus so grosser Distanz auf so kleine Motive häufig. Trotz der prägnanten Eulenaugen. Erst wenn ich in Halbformat wechsle und auch 1.4 x TC einsetze und das Motiv größer wird, ist der AF besser brauchbar – wenn auch weit entfernt von der “Werbe-Perfektion”.

Jeder Steinkauz kann seinen Kopf um bis zu 360° drehen – vor allem aber, er kann das schneller als eine Kamera es bisher festhalten kann – im kleinsten Bruchteil einer Sekunde wechselt der Blick von hinten nach vorne bei 180° Drehung des Kopfes.

Die Fotografie der 6 Steinkäuze unter schwierigsten Bedingungen… haben mein Wissen vertieft.
Ich weiß jetzt wieder, das alle optischen Objektivtests praktisch oft wertlos sind. Entscheidend ist nur das Licht.
Und heute auch der Sensor – mehr noch als das eigentliche Glas.
Das viel gescholtene Canon RF 11/800 mm kann ein ganz erbärmliches Objektiv sein, vor allem in hellem Sonnenlicht an der R7. Aber in anderer Lichtsituation eben auch ein sehr gutes, das den Vergleich mit 20 mal teureren Objektiven optisch kaum zu scheuen braucht.

Die OMDS OM-1 mit 4.5/150-400 mm überzeugt manchmal einfach nicht, schon gar nicht mit äußerster Brennweite und Bildausschnitt. Es hängt davon ab wie das Licht ist, der Bildstabilisator arbeitet und wie das Motiv oder ich selbst mich bewege/verwackle – dann kann es auch mal Mist abliefern. Aber meistens ist es fantastisch.

Die vielverbreitete Aussage, das Vollformatkameras immer bessere Qualität abliefert stimmt so einfach nicht. Es kann so sein, muß aber nicht – ich habe genug Beispiele mit OM-1, R7, Fuji X-H1 wo es nicht so ist und sehe fast jeden Tag Fotos mit der Nikon D500, die Vollformat sogar überlegen sind.

Ich habe inzwischen auch kein wirkliches Verständnis mehr für Menschen, die Tele-Fotografie und bewegte Motive mit Einzelbildmodus oder auch nur mit 5 B/Sec betreiben. Sie verpassen so viele atemberaubende Momente…

 

Erst wenn wir Menschen drastisch reduziert sind, wird es wieder mehr Tiere geben – das ist meine Erkenntnis.
Wo sollen die Tiere denn hin? Wenn wir alles betonieren oder fällen oder vergiften? Sicher gibt es jetzt spannende Begegnungen direkt in den Städten oder um unsere Häuser – aber dort wo die gebaut sind haben vorher viele Tiere und Pflanzen gelebt und jetzt suchen sich die letzten anderen Lebewesen nur einen Platz wo sie noch bleiben können.
Darüber können wir nicht froh sein!
Die Tierarten und Exemplare werden jetzt so schnell weniger, dass sich an jedem scheinbar spektakulären Motiv gleich dutzende Fotografen mit langen Tüten einfinden.
Und zu den langen Tüten gleich noch eins, Tamron, Sigma und Canon haben dafür gesorgt das Brennweiten wie 500 mm, 600 mm und jetzt sogar 800 mm und 1200 mm für fast jeden erschwinglich sind, der sich eine neue spiegelfreie Systemkamera kauft. Leicht, handlich, schnell, verwicklungsarm, scharf und preiswert – ist nur um 1000€. Was dazu führt, das Menschen wie ich immer mehr in der Horde stehen müssen und jedes Lebewesen schnell “totfotografiert” ist.
Es ist auch fast egal, welche Kamera dahinter ist, heute wird alles stabilisiert, enttäuscht und geschärft und fertig ist das Supi-Bild.
Schön ist das alles nicht mehr!

 

 

13. Juni 2024
Wald-Käuze 2024

Von den Kaninchen-Käuzen in Cape Coral Florida zurück zu den Eifel-Stein-Käuzen:

Kurzes Scharmützel: Stein-Kauz behauptet seinen Baum und seinen Platz vor einer Drossel.

 

Fototechnik:
Nikon Z9 & 6.3/800 mm & TC14 vom Einbeinstativ

 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

5. Juni 2024
JUNI Technik Neuheiten

Ob dieses Objektiv jetzt besonders innovativ ist, lässt sich auf dem Papier kaum beurteilen: Canon RF 1.4/35 mm VCM
Das Kürzel VCM steht für einen neu entwickelten Voice Call Motor anstatt USM, der auch für Video ein gleichmäßigeres und lautloses Ergebnis liefert.
Bei hybriden Video-Objektiven und erst recht bei der Bezeichnung “Content Creator” wird mir regelrecht übel. Wenn sich Canon keine eigene Video-Objektiv-Baureihe leisten will und uns mit solchen Bezeichnungen veralbert, dann sind wir weit genug. Und wer zu geizig ist, sich echte Video-Konstruktionen zu leisten, für den habe ich noch weniger Verständnis, er soll doch sein Smartphone gerade – nein quer! halten und seine belanglosen Filmchen drehen.

Es ist das 40. RF Objektiv von Canon und ich finde davon nur 6 wirklich gelungen und innovativ.
(Nikon: 39/9 – Sony: 62/18)
Innovationen, die sicher einige erwartet hätten:
ImageStabilizer, Macrofähigkeit bis 1:3, ein Blendenring mit und ohne “Klick”, der auch für Fotografie funktioniert und nützlich ist, eine eingebaute Sonnenblende – sind hier leider nicht realisiert worden!
Immerhin haben im die Entwickler die AF/MF Schieber noch gelassen. Das Design ist mir insgesamt zu langweilig, zu glatt, es sieht fast nicht mehr aus wie ein Glas-Wunder mit toller Mechanik. Es ist das erste und einzige neu vorgestellte Objektiv 2024.
Endlich gibt es auch bei Canon 11 Blendenlamellen, mit 560g ist es deutlich leichter als sein Vorgänger, aber eben nicht so leicht wie der Mitbewerber.
Es erlaubt nur einen Abbildungsmaßstab von 1:5.6 – immerhin gibt es das sehr gute 1.8/35 mm bis 1:2, das zwar langsamer fokussiert, aber sein Geld wert ist.
Also eine Schönheit scheint mir die Konstruktion eher nicht zu sein. Es ist eher eine Steilvorlage für das kommende Nikon Z 1.4/35 mm.
Mein Sony 1.4/35 mm GM bleibt mir lieb und wert, ist leichter, logischer im Aufbau und heute erheblich preiswerter um 1300€ zu kaufen.
Hier noch einmal zur Erinnerung wie ein modernes, tolles 35er aussehen kann:

Mich erschreckt wie weit Canon in seiner Kamera- und Objektiv-Entwicklung hinter Branchenprimus Sony zurück fällt.
Bevor so mancher Canon-Fan jetzt wieder seine Dukaten zusammensuchen muss – denn endlich erscheinen nach und nach 1.4/35 mm – 1.4/24 mm und 1.4/50 mm (das viel wichtigere 1.4/85 mm wurde noch nicht genannt), ein neuer Blitz und eine neue Video-Kamera.

Doch das einzige, auf das ich dieses Jahr noch gespannt bin, ist die Canon R5II. Ganz gleich womit uns Nikon, (keine Z500 in Sicht), Fuji, Sony (die A1II erst 2025), Panasonic, Leica, Pentax, OMDigital (brauchen wir wirklich eine OM-1X?) noch locken wollen.
Es müßte jetzt endlich flächendeckend bei allen Kameras jenseits 2000€ ein Staked-Sensor mit großem, schnellem Speicher verbaut werden, Also auch R7II und Z500 wie auch A7000 müssen kommen.

Wie schön war das, als einmal im Jahr Photokina war und dort alle wichtigen Neuheiten innerhalb weniger Tage präsentiert wurden!
Dieses elende Geklecker heute, als sei alles wichtig und toll nervt einfach nur.
Früher war klar, das die Neuheiten spätestens am 1. Dezember beim Händler sind, heute wird vieles im Januar, im Juni und zwischendrin verballert.

Wahlen fallen mir sehr schwer
Das ist schon so, seit dem intensiven Politikunterricht, denn ich mit 16/17 Lebensjahren genoß. Ich war der mit den besten Noten in Politik, weil ich die Dinge hinterfragte und eigene Gedanken dazu hatte. So ist das auch bis heute geblieben.
Auf der einen Seite ist es unbestreitbar: Nur die dümmsten Schweine wählen ihren Schlachter selber… Auf der anderen Seite kann jeder viel Versprechen, vor allem Dinge auf die er nur wenig Einfluss hat, am Ende kommt doch alles ganz anders. Weil ja weil alle politischen Entscheidungen mehr denn jemals zuvor von äußeren, unveränderlichen Entwicklungen abhängig sind. Politische Entscheidungen sind heute mehr noch als jemals zuvor, der kleinstmögliche Kompromiss, der fast alle am meisten kostet. Gehen wir hoffnungsfroh wählen, in 1-2 Jahren werden wir erleben, die meisten Versprechungen und sogar Entscheidungen sind nicht so gekommen, nicht durchsetzbar gewesen. Und das trifft auf alle Parteien, auf alle Politiker gleichermaßen zu. Die Zeiten von Überfliegern sind lange vorbei, heute muß man sich mehr vor Potentaten schützen, die nur ihr eigenes Wohl im Sinne haben!
Fakten und Verhältnisse untereinander ändern sich schnell und ständig!
Funktioniert Demokratie überhaupt noch?
Nur weil viele einer Meinung sind, muss sie noch längst nicht annähernd richtig und gut für die Welt sein. Die Frage ist doch heute insbesondere, von wem wurde diese Meinung gestreut und was will jemand im Hintergrund damit erreichen?
Extreme sind gefährlich und stur konservative sind mindestens genauso gefährlich, also welche Wahl hat man wirklich?
Wir legitimieren nicht nur Menschen für uns zu sprechen und zu handeln, wer verschaffen denen auch ein saftiges Leben, das sie nur mit Worthülsen und Versprechungen leben können und am Ende doch für nichts verantwortlich sind. Umso schlimmer ist es wenn Menschen äußerst rechte Meinungen und Parteien wählen oder religiös Verwirrte, die leicht ein Gewaltpotential entwickeln können.
Jede Stimme bringt irgendwem Geld und am Ende machen besonders trickreiche und wohlhabende Menschen doch in diesem Land und auf diesem Kontinent, dieser Erde was sie wollen – ohne Rücksicht auf Verluste. Es gehört nicht so viel Geld in die Hände einzelner!

 

Zur künstlichen Intelligenz, die gar nicht intelligent ist und den Programmierern, die ihre Software wie trilliarden Heuschrecken durch alle Netze und Bilderwelten schicken, auf das sie alles klauen und vereinnahmen, fällt mir nur noch ein, dass wir sie unter allen Umständen bekämpfen, bekriegen sollten.
Schön dumm, wer sein Fotos und Videos haufenweise in Fratzenbuch, Instagram und dutzenden anderen Plattformen verschenkt hat – jetzt sind sie futsch und füllen die Taschen sowieso schon reicher Geldsäcke. Kunst bleibt keine mehr übrig, KI kann alles und viel mehr und besser – ich bin komplett dagegen – so einen Mist unreguliert auf die Menschheit loszulassen. Ich würde diese Firmen im Bereich, Foto, Video, Schriftstellerei, Malerei, Comics u.a. überall auf der Welt bis zu 99% besteuern! Und die Einnahmen dann über Verbände wie Bild/Kunst an die Kunstschaffenden zurück fließen lassen. 
Wir lassen so all unsere Kunstfertigkeit und Kreativität vernichten.

Jetzt kauft Mancher doch eine Sony Alpha 9III
Entweder um technisch vor der Zeit zu sein oder um endlich 60 und mehr Bilder in RAW zu bekommen.
Ich finde das etwas verrückt. Ich möchte keine haben. Sie ist wie die erste Sony A9 noch weit entfernt von ausgereift.
Ja sie schafft Schnelligkeit ohne Spiegel und sie ermöglicht ganz andere Blitzfotos, ähnlich wie der Zentralverschluß (denn das ist es letztlich, Global Shutter bedeutet, das nicht mehr zeilenweise ausgelesen wird, sondern alles blitzschnell auf einmal) schafft sie eine neue, sehr schnelle Blitz-Fotografie. Doch fr+hestens in 4-6 Jahren wird sie das auch mit höheren Sensorauflösungen können und dann wird es frühestens spannend. Also versuche ich abzuwarten und die Füße still zu halten.


Kamera Besprechungen und Kritik
Ich war auf Messen, Firmen-Stammtischen, Photo-Neuheiten Events, Händler Neuvorstellungen um neue Kameras in die Hand zu nehmen und mir eine Meinung dazu zu bilden.
Heute spielen Messen nur noch eine untergeordnete Rolle, Influeza und die letzten Presse-Fotografen werden Europaweit oder sogar weltweit an einen attraktiven Foto-Spot eingeflogen und können dort Kameras auszuprobieren. Wie die Besprechungen dann oft ausfallen ist ja klar – Bloß keinem weh tun und allen gewogen bleiben.
Darüber wird gerade viel diskutiert, logischerweise sind solche Kamerabesprechungen praktisch meist wertlos.
Womit ich auch bei den international bekannteren Videomachern bei YT meist einig bin, es ist völlig unwichtig der erste zu sein, viel wichtiger ist es mit Herzblut eine Besprechung – einen Praxistest abzuliefern. Diese Vorschau-Berichte liefern allenfalls technische Daten (was ich ja auch tue) aber erst in der Praxis zeigt sich nach Wochen oder Monaten der tatsächliche Wert der Neuheit. Wenn ich nichts zu sagen habe, schreibe ich nichts. Den Mist (in meinen Augen) den Leica, Canon, Sigma, Tamron und Panasonic häufiger im Jahr verzapfen bespreche ich allenfalls kurz – denn meistens wird kein Foto oder Video besser durch diese Neuheiten. Noch extremer gilt dies für alle vielen China Weitwinkel und Normal-Brennweiten – verschwendete Lebenszeit und wer meint sie kaufen zu müssen, nur zu.
Geld sparen kann man nur in dem man nicht kauft, lange genug anspart oder sich mit weniger Leistung zufrieden gibt und nicht mehr über die bessere Leistung nachdenkt.

Die fetten Influenza müssen extrem schnell sein und doch Embargo-Daten des Herstellers einhalten, sie müssen Videos produzieren, können in der Zeit nichts anders machen, der Aufwand ist schon beträchtlich, sie kämpfen alle gegeneinander um die meisten Views, sie müssen Aufmerksamkeit schaffen.
Das alles will ich nicht, wollte ich nie und die ganzen Schnellschüsse sind allenfalls von kleinem Wert, wenn sich jemand seit Jahrzehnten mit vielen Systemen vertraut gemacht hat.

Viel wichtiger ist aber etwas ganz anderes:
Wenn heute eine neue Systemkamera vorgestellt wird – ist sie fast immer alles, nur nicht ausgereift!
Canon ist vielleicht der letzte Hersteller, der anschließend kaum noch Veränderungen an seinen Kameras über ihre Produktionszeit vornimmt.
Das klingt für manchen gut und für andere wirft es Fragen auf, ob man der Kamera nicht neue Möglichkeiten beibringen könnte.
Ich habe mich weitgehend von ausführlichen Kamera-Tests zurück gezogen.
Das hat für mich einen sehr wichtigen Grund – die Kameras sind fast immer alles nur nicht ausgereift, im ersten halben Jahr entfalten sie allenfalls ihr Bedienungspotential. Eine Z9 war meilenweit von der Z9 entfernt, die man heute, 2-3 Jahre später kaufen kann. Ja sie war auf der einen Seite ein eiliger Schnellschuß von Nikon, so wie die OM-1 von OMdigital, oder die Fujikameras und viele andere. Auf der anderen Seite hat man die Kamera so aufgebaut, dass sie sich weit mehr Potential entlocken liesen. Und das kann man eben von mancher Canon oder Sony Kamera bisher nicht sagen. Sie sind oft ausgereizt und vom jeweiligen Speicher und Objektiv abhängig.

Wann immer ich zu Hause schnell eine leistungsfähige Kamera brauche, greife ich zur Nikon Z9, erst draußen und unterwegs kommt dann meistens die OM-1 zum Einsatz.

 Wichtig für Neulinge im Umgang mit Systemkameras
Markennamen sind sehr wichtig, aber anders als fast alle vermuten, nicht wegen der Marke, sondern zur Unterscheidung welches System für welche Schwerpunkte besonders geeignet ist und welches weniger.
Es wird oft angenommen, dass alle Systemkameras gleich gut alle Bereiche der Fotografie abdecken. Das ist aber keinesfalls so. Es liegt zum einen an der Objektivauswahl, aber auch nicht unwesentlich am Autofokus, manuellen Fokuseingriff, Speicher in der Kamera und Speichermedium, Bauart der Kamera und vielem mehr.
Es gibt ein paar Kamerahersteller, die sich durch eine Vielzahl von Kameras und Objektiven mit den vielen Jahren ihrer Erfahrung für fast alle Gebiete eignen – aber trotzdem nicht gleich gut.
Universalisten sind klassisch Nikon und Canon, MicroFourThirds mit OMDigital und Panasonic gehören auf kleinerer Sensorbasis auch dazu.
Und wie immer ist es so, wenn ich einfach nur eindrücke einsammeln und schöne Bilder zeigen will, gelingt mir das mit fast allen Kameras, wenn ich mich richtig einarbeite.
Doch wenn ich dann beginne Anforderungen an das System zu richten, trennt sich sehr rasch gut geeignetes von weniger gut geeignetem.
Beispiel, Fujifilm FX Halbformat wird sehr gerne für Porträts, Menschen und Straßen-Fotografie genutzt. Doch schon bei schneller oder schwieriger bewegten Motiven kommt das System schnell an seine Grenzen. Es gibt zwar inzwischen mit der X-H2s eine wirklich schnelles Kameragehäuse mit schnellstem Speicher, aber der Autofokus macht deutlich häufiger Zicken und das manuelle Fokussieren bei längeren Brennweiten wird zum Geduldsspiel.
Auch die Einstellungen von Zeit, Blende und Empfindlichkeit geben manchem Rätsel auf. Die Einstellung und Bedienung scheint unsinnig kompliziert.
Ganz anders dagegen das Canon-R-System. Hier gibt es auch eine vielversprechende Halbformatkamera, die R7 – aber ihr fehlen der schnelle interne Speicher, als auch schnellere Speicherkarten. Dagegen erklärt sich die Bedienung fast von selbst und ist für jeden einfach. Doch es fehlen viele spannende Brennweiten und Zoom-Objektive, die von Fujifilm angeboten werden.
Überhaupt muß man heute noch bei der spiegelfreien Canon-Kamera sehr leidensfähig sein, wenn es um die Objektivauswahl geht. Bei Sony, Nikon und MFT wird viel mehr geboten, sind die Preise nicht selten günstiger und es gibt ein größeres Gebrauchtangebot. Um sich Canon-R zu leisten sollte man entweder über genug Mittel verfügen oder sich freiwillig beschränken können auf das was angeboten wird. Besonders im Telebereich, darüber dürfen Super-Teles der günstigen und gleichzeitig eben auch lichtschwachen Art nicht hinwegtäuschen. Am langen Ende macht schon eine Blende weniger Licht (Halbierung der Lichtstärke) sehr viel aus und lässt auf der anderen Seite erheblich preiswertere Objektiv-Konstruktionen zu, wie 11/600 mm, 11/800 mm, 8.0/100-400 mm, 9.0/200-800 mm.
Wenn man den Säckel voller Golddukaten hat, macht einem der Kauf von Canon-Premium-Linsen wie 1.2/85 mm, 1.8/135 mm, 2.8/100-300 mm, 2.8/400 mm, 4.0/600 mm, 5.6/800 mm, 8.0/1200 mm.

Ich bin deshalb zur Erkenntnis gekommen, dass heute die Systeme von Nikon Z, Sony E und OMdigital die ausgewogeneren sind. Sowohl für den Dukaten-Esel als auch von der Auswahl und den Einsatzmöglichkeiten in der Anfänger- und Premium-Fotografie.
Was nützt es mir im „Ferrari“ zu sitzen wenn ich rechts und links bei Kosten und Ausstattung vom Lambo, Porsche, von BMW und anderen überholt werden kann?

SIGMA hat auch wieder ein neues Objektiv, nach dem keiner je gefragt hat und das sich so keiner ausdenken kann, ein: 1.8/28-54 mm ART.
Der Versuch, Canon erneut Paroli zu bieten (2/28-70 mm) und eben Sony und Panasonic etwas zu bieten, ist ehrenvoll.
Ich selbst halte solche Objektive für die Fotografie für kaum tauglich und noch weniger erträglich. Nur damit gezoomt werden kann in einem Bereich den man mit wenigen Schritten auch erreichen kann.
Ganz anders ist das sicher für alle Filmer mit Vollformat – die können so ein Zoom sicher besser nutzen.
Also für die dann auch mal nen knackigen Preis, ein Kilo Glas, Plaste und Metall für nur 1500€.
(Die werden ja alle in YT zum Fantastilliardär – die sollen kaufen & zahlen)


Ich muß aber anerkennen, das dies schon das fünfte neue Objektiv von Sigma für dieses Jahr ist.
5.6/500 mm
1.4/15 mm
1.2/50 mm
2.8/24-70 mm II
4 ART Objektive und ein SPORTS-Objektiv.
Mich erschreckt es ja selbst etwas, trotz aller Innovationskraft würde ich keins davon kaufen wollen. Auch aus der Erfahrung heraus das mir bisher noch kein Objektiv der Marke für spiegelfreie Kameras gefallen oder mich überzeugt hätte.
Jetzt müßte ja endlich auch ein 1.8/45-135 mm gewagt werden – oder etwas Vergleichbares, dann wäre ich im Boot.

Tamron stellt weitgehend bekannte Zoom-Linsen in etwas verbesserter Form vor.
Jetzt kommt neu ein 6.3/50-300 mm bis 1:2, das wäre ein spannendes Objektiv mit f:4.5 oder f:4.0 Lichtstärke, aber so ist es wieder nur ein sehr teures (1000€ uvp) Knipserobjektiv. Für mich keinen zweiten Blick wert. Denn wer es für Nahfotografie nutzen will, kauft besser ein OMD 2.8/40-150 mm, ein Canon 8.0/100-400 mm oder gar ein 4.0/70-200 mm GII Sony.

PANASONIC bringt schon wieder eine Kamera, diesmal die GH7 mit 25 MP MFT Sensor. Nachdem die GH6 praktisch ein Flop war und danach erst endlich eine Abkehr vom Irrweg des DMC-AF kam, kommt jetzt nach der G9II auch eine GH7 mit frischem AF. Allerdings bleibt es für mich der falsche Sensor und bisher war der AF der 9II nicht einmal nah dran an der OM-1. Schade!
Sie sieht der GH6 auch zum verwechseln ähnlich, ich hoffe sie findet Käufer, damit MFT in aller Munde bleibt.

Apropos MFT – Probleme bei OMDigital?
Ein gewisser Herr Schreiberling, der seine Leser immer so gerne barsch zusammen faltet und sich selbst gerne als MFT-Papst sieht, hat die letzten Wochen dargelegt warum alles unter OMDigital noch viel schlimmer als angenommen sein könnte. Jetzt bezieht er sich auf Objektiv-Bajonette (vornehmlich vom teuren 150-500 mm), die vorschnell verschleißen und sogar metallischen Abrieb auf dem Sensor hinterlassen.
Das kann alles sein, ähnliches ist in der Vergangenheit auch bei Nikon und anderen mal vorgekommen. Aber ein gutes dutzend Freunde und ich, die das 150-500 mm jede Woche in Nutzung haben, konnten dererlei noch nicht feststellen. Wenn es bei einzelnen Exemplaren vorkommt, lässt sich das Bajonett schnell und preiswert tauschen, aber OMD soll angeblich rund 1000€ dafür verlangen und keine Kulanz walten lassen.
Das wäre dreist, mehr als 250€ sollten da außerhalb der Garantie keinesfalls anfallen, wenn grober Vorsatz des Nutzers vorliegt. Ansonsten ist es ein mangelhaftes Bauteil, dass schnell und kostenlos getauscht gehört.
Fakt ist jedenfalls, dass Tele-Superzoom wird nach einer Erhöhung um 500€ inzwischen sogar in Aktionen unter 7000€ angepriesen und ist seit 2024 auch relativ schnell erhältlich. Zuvor war es nur in sehr kleinen Stückzahlen nach langer Vorbestellung zu bekommen. Von der ursprünglichen Handfertigung in Japan (Made in Japan stand im inneren schwarzen Tubus auf der Rückseite) ist OMD offensichtlich abgerückt, inzwischen wird seit Ende 2023 Made in Vietnam darauf vermerkt. Seit dem wird auch ab und zu über Bajonett-Probleme und mangelnde Fertigungsqualität geklagt. Das handhaben nahezu alle Firmen gleich, wenn an Objektiven mehr verdient werden muss oder sie einen attraktiveren Preis brauchen. Trotzdem ist das besonders bei diesem Super-Tele bitter, denn es stärkt das Renommee von MFT wie kein anderes und es kam von der ersten Lieferung in 2019 von Olympus schon zu einem sehr hohen Preis auf den Markt. Zumindest im Bezug auf das MFT-System, denn bei Canon und Nikon werden für die optisch schwächeren 4.0/200-400 mm TC14 oder 4.0/180-400 mm TC14 noch deutlich höhere Preise gefordert. Heute sind beide selbst für 6000€ nur sehr schwer verkäuflich.

 

Veröffentlicht in Begrüßung, General, News-Blitzlicht

5. Juni 2024
Eichhörnchen Frühling 2024

Ich habe viele Tage damit verbracht zu beobachten, wie die einzelnen Exemplare von meinem Balkon zurück in den Garten gelangen.
Zuerst versuchte ich es mit dem Nikon 4.5/400 mm mit und ohne TC14 – doch ich war nie schnell genug und hatte nie genug Licht. Dann wechselte ich auf 1.8/135 mm Sony – schnell genug, aber zu kurze Brennweite und schließlich landete ich beim Sony 2.8/70-200 mm GMII an der Nikon Z9 – schnell, hohe Auflösung und am besten bedienbare Kamera.
Trotzdem, so einfach war es nicht, 200 mm f:2.8, ISO auf Automatik und die Zeiten immer weiter verkürzt, erst ab 1/4000 Belichtungszeit wurden die Fotos langsam scharf – doch nur 1-2 scharfe Fotos bei 20 BpS reichten mir nicht. Also stellte ich die Nikon Z9 auf 60 Bilder pro Sekunde (JPEG reicht bei dem Motiv völlig aus!) und erst jetzt bekam ich die ersten brauchbaren Ergebnisse.
Trotzdem lassen sich sicher noch verbessern, je nach Licht, versuchen das Hörnchen von Vorne zu bekommen, mehr Schärfentiefe und trotzdem 1/6000 Sekunde, mal schauen was mir noch einfällt. Doch die Aktion macht es höchstens 2x am Tag und ich komme längst nicht immer rechtzeitig, ich will es ja auch nicht verscheuchen.
Schaut gut zu: SPRUNG-MEISTER Eichhörnchen