Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

10. Februar 2019
Neue Foto-Ausrüstung

Den Autofokus muss man heute ganz anders denken.
Früher bei DSLR-Kameras waren die Empfindlichkeit der AF-Messzellen und die Lichtstärke des verwendeten Objektives entscheidend.
Das ist vorbei!

An spiegelfreien Kameras sind ganz andere Dinge entscheidend für einen schnellen und präzisen Autofokus und man muss ganz neu lernen:
Der Kamera-Prozessor und der Motiv-Erkennung-Algorithmus
Die Empfindlichkeit der AF-Sensoren auf dem Sensor
Die Antriebsart im Objektiv
Die Masse der verschobenen Linsen
Die schiere Lichtempfindlichkeit des Objektives ist nicht mehr wichtig, denn bei Sony arbeitet ein 5.6/100-400 mm auch mit 2x Extender noch rasend schnell (und wer in Videos anderes behauptet hat keine Ahnung und keinen Vergleich!).

Die schnellsten Prozessoren weltweit:
Sony Alpha 9
Dann kommt lange Zeit nichts, der ist mehr als doppelt so schnell, als alle anderen.
Sony Alpha 7RIII
Sony Alpha 7III
Olympus E-M1X
Fujifilm X-T3
Panasonic GH5 – G9

Die Zeit kommt, wo wir das Smartphone wieder leid sind und endlich eine richtige Kamera bedienen wollen und dazu Objektive, die alles in neuem Licht erstrahlen lassen.

Doch abgesehen von der Kamera, der Sensor-Größe und der Verarbeitungsgeschwindigkeit – welche Objektive sollten wir wählen?

Manche machen es sich leicht und kaufen einfach viele Sigma Art Objektive und sind sich dann sicher, sie haben die beste Fotoausrüstung der Welt.
Allerdings auch die größten und schwersten Objektive und wenn sich Motive bewegen oder sie auf Reisen oder nur auf Wanderungen gehen – werden die Leute mit Sigma Art keineswegs mehr zufrieden sein.
Ständige Objektivwechsel sind sicher kein Vergnügen und Zoom-Objektive komplett zu verleugnen oder als schwach zu betrachten, ist ganz klar keine Lösung.
Aber der Grundgedanke, erst ein paar Objektive mit fester Lichtstärke kaufen ist richtig.
So lässt sich das volle Potential heutiger Kameras ausschöpfen.
Der Spiegel ist Geschichte und ein lauter, erschütternder Verschluss wird bald in jeder Kamera auch Geschichte sein. (Ich habe Zweifel das noch viele spannende Objektive für Spiegelreflexkameras das Licht der Welt erblicken werden)

Wichtig finde ich, schon früh in Brennweiten (Bildwinkel) zu denken – welche Brennweiten brauche ich?
Anders als fast alle denken, ist ein 35 mm oder 50 mm oft entbehrlich – denn damit entstehen Aufnahmen wie von Smartphone. Wie soll ich mich damit in meiner Bildaussage austoben oder gar von allen anderen unterscheiden? Da nützen auch superlichtstarke Objektive mit f:1.2 oder f:1.4 nicht wirklich so viel. Klar ein 1.2/50 mm R Canon könnte man sich zulegen, wenn ich viel mit ganzer Blenderöffnung fotografiere, werde ich einige tolle Fotos bekommen. Aber dafür 5000€ mit Kamera ausgeben? Lieber nicht, mein bisheriges 1.2/50 mm hat mich 1000€ gekostet und ich habe letztlich nicht genug damit fotografiert.

Was hab ich zu verlieren

Ich vertrete hier ein weiteres Mal eine ungewöhnliche Meinung:
Sie brauchen keine Systemkamera mit 24-70 mm – 24-105 mm – 28-75 mm – 16-50 mm – 18-55 – 18-135 mm
Keine mit 1.4/50 mm!
Damit beginnen aber praktisch immer alle Kaufüberlegungen, für eine Kamera mit Wechselobjektiv. Gleichzeitig wird festgelegt, ob es Vollformat sein darf oder sein muss, ob APS-C-Halbformat reicht, oder sogar MicroFourThirds. Wenn es noch kompakter sein muss – bleibt eben nur eine Super-Bridgekamera, eine Kompaktkamera mit Zoom oder mit lichtstärkeren Festbrennweiten.
Und wenn es doch die Kamera mit Zoom sein muss – dann ist der derzeit beste Kompromiss:
Fujifilm X-H1 – X-T2 mit 2.8-4.0/18-55 mm oder
Olympus E-M1II mit 2.8/12-40 mm

Warum sind alle anderen Kombinationen schwach?
Sigma und Tamron spielen praktisch keine Rolle mehr für den Einstieg, weil sie keine besseren und preiswerteren Zooms für den Bereich 16-50 mm oder 24-105 mm bieten.
Canon EOS R & 4/24-105 mm: Kamera zu schwach und langsam und teuer
Nikon Z6 & 4/24-70 mm: Kamera eher langsam, Kombi zu teuer
Panasonic S1 & 4/24-105 mm Macro: Kamera zu riesig, schwer und die Kombination sehr teuer
Sony Alpha 7III & 4/24-105 mm zwar relativ klein, aber teuer, schwacher Sucher

Und wer sogar mit einem Super-Reise-Zoom liebäugelt, den muß ich erst recht enttäuschen, diese Objektive sind groß, lichtschwach, schwer und nirgendwo richtig gut. Sie liefern Licht und laden zum heran Zoomen ein, mehr nicht. Das liegt schon daran, dass es eine Augenwischerei ist, dass die Objektive meist mit f:3.5 beginnen, aber nach minimaler Brennweitenveränderung, schon bei f:5.6 landen.
Die Gewichte liegen trotz der lichtschwachen Konstruktionen schon bei mindestens 270g und für Vollformat wiegt es dann 780g. Ich habe mit allen Versionen gearbeitet und es gibt nur eins, das gut ist und das kostet alleine schon mindestens 1000€: Das Olympus 4.0/12-100 mm.
Alle Zooms mit Lichtstärke f:2.8 oder f:4.0 kosten letztlich mindestens 1000€ zusätzlich zum Kameragehäuse. Da die Gehäuse bei Vollformat schon +2500€ kosten – landen wir bei mindestens 3500€.
Keine dieser Systemkameras rechtfertigt diesen Preis und kein Bildergebnis wird damit so erhaben sein, das sich das lohnen könnte.

Nicht ganz umsonst stehen Objektive mit einer festen Brennweite hoch im Kurs. Überall hört man von den Begehrlichkeiten nach Sigma Art Objektiven. Ich scheine fast der einzige zu sein, der keines von ihnen besitzt. Das hat gute Gründe, ich mag außer dem 135iger keine der dicken, langen, schweren Konstruktionen und der Autofokus ist nicht auf dem Niveau das ich bevorzuge, weder an Canon, Nikon noch Sony Kameras.

Eine Kamera wird erst durch ihr Objektiv ein spannendes Werkzeug!
Das sollten wir uns immer wieder bewußt machen.
Eine Vollformat ist spannend, wenn wir ein 4.0/12-24 mm – 1.4/24 mm – 1.4/85 mm – 2.8/90 mm Makro – 4.0/300 mm Tele oder sogar ein Supertele verwenden. Erst dann – die anderen Sachen kann man auch mit Handy oder Kompaktkamera machen.

Welche Kamera/Objektiv wurde hier verwendet?

Und hier?

Immer das gleiche! Sony RX100VI – damit ist einiges machbar.

Das ist jetzt Sony mit Canon 2.8/300 mm

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

10. Februar 2019
Vollformat-Objektive für Canon & Nikon & Sony

Canon, die Firma, die über 50% aller Fotogeräte der Welt verkauft – wenn wir Smartphones nicht mitzählen – CANON – hat einen historischen Fehler gemacht.
Sie haben 4 Bajonette, die nicht zusammen passen – einmal davon abgesehen, dass sie vor 6 Jahren mit Sony den Marder in den Hühnerstall gelassen haben.  Klar wird es die „Billig-Aldi-Kunden“ geben, die jetzt für 1600€ bald Canon-Kameras kaufen, obwohl sie auch eine Sony Generation II für das Geld bekommen. Aber es könnte bei der anderen Käuferschicht eng werden, die bereit sind 2500-4000€ auszugeben. Siehe mich!
Mit den jetzt avisierten Objektiven und der lahmen R (besonders im Bezug auf Serienbilder mit AF-C) wird Canon Fotografen wie mich nicht zurück gewinnen und andere gegen Sony und Nikon nicht halten können.

Die DSLR-Zeit ist vorbei. Nicht beendet, aber vorbei.
Das merken sie heute auch bei den wenigen verbliebenen Canon-Profi-Fachhändlern – sie versuchen nur noch R zu verkaufen und bauen DSLR-Kameras sukzessive ab. Es wird noch DSLRs geben, aber nicht wie viele Fotografen sich das vorgestellt haben, dieses Jahr eine 7DIII, 90D, 5DV, 1DXIII, D7600, D550, D760, D6 – nein es wird so wie jetzt schon bei Sony – ehemals Minolta Bajonett – alle 4-5 Jahre mal eine neue Kamera und ganz selten mal ein neues Objektiv.

Wer jetzt den Schnitt macht und sich selbst glaubhaft versichert, „Meine Fotos sind toll, ich brauche nichts anderes“, wird so noch ein paar Jahre durchhalten – aber die Züge rollen alle weiter und Spiegelfreie-Kameras werden jede Bastion erobern, sie sind jetzt schon bei Sony, die schnellsten, die effektivsten mit dem unglaublichen Autofokus, spürbar kleiner und leichter als jede vergleichbare DSLR. Sie haben unlängst auch das Mittelformat erobert. Und auch wenn Canon und Nikon wirklich noch 1DXIII und D6 produzieren – sie wären sehr dumm das zu tun – anstatt Sony direkt anzugreifen – wird das nur noch einen Teil der Amateur- und Berufs-Fotografen zufrieden stellen können. So verlieren beide Anbieter noch mehr von ihrer Basis.
Jetzt noch DSLR-Objektive kaufen? Ja aber besser nur neuwertig gebrauchte der jüngsten Generation! Ich forciere hier bewußt, das die Hersteller ihr Portfolio bereinigen und mit maximal 20-30 Objektiven für DSLR weiter machen. Und selbst für DSLM ist es kaum notwendig mehr als 30-35 Objektive an zu bieten und besser weniger Zooms und mehr Festbrennweiten.
Was spricht denn gegen die Baureihen mit f:1.4 – 2.0 und teilweise 2.8? Gar nichts und die Baureihen mit f:1.2 und f:1.8 verzerren nur das Bild, fördern nur die Wettbewerbsposition, bringen dem Nutzer aber weder leichtere noch preiswerte Objektive. Das Canon jetzt mit 1.2/50 mm und 1.2/85 mm ins Rennen geht, ist Quatsch, denn kurz oder lang werden 1.4/50 mm und 1.4/85 mm folgen und preiswerter und vernünftiger und besser sein!
Es bringt gar nichts, einen Gewichtsvorteil mit höherer Lichtstärke zu verspielen und wenn Weitwinkel- und Normal-Brennweiten sogar erheblich größer und schwerer werden müssen, ist es doppelt wichtig f:1.4 und f:2.0 anzubieten anstatt f:1.2 & 1.8. Für Super-Tele-Konstruktionen gilt das auch, um Gewicht und Durchmesser zu senken, wäre es klug Objektive mit f:4.5 verstärkt anzubieten. Ein drittel Lichtverlust tut keinem mehr weh und die alten Konverter-AF-Probleme sind nicht mehr existent.

Wir erinnern uns: Canon EOS

Als Canon mit 2 Jahren Verspätung – 1987 – ein ganz neues elektronisches Bajonett einführte, wurden zeitgleich 13 neue Objektive und 1 Konverter eingeführt:
2.8/15 mm Fisheye – 2.8/28 mm – 1,8/50 mm – 2.5/50 mm Compact Macro – 2.8/135 mm Soft Focus – 2.8/300 mm L USM & 2.0x Extender
3.5-4.5/28-70 mm – 3.5-4.5/35-70 mm – 3.5-4.5/35-105 mm – 3.5-4.5/50-200 mm – 4.0/70-210 mm – 5.6/100-300 mm – 5.6/100-300 mm L
Von 15 mm bis 600 mm war das wichtigste abgedeckt, 7 Zoom-Objektive, 6 Festbrennweiten, Fisheye, Macro, Soft Focus, Super-Tele, Konverter. Davon zwei L – Luxus Objektive mit besonderer Abbildungsleistung. Alles war in kleinen Mengen verfügbar.

Canon legte ein Jahr später gleich mit 10 weiteren Objektiven nach:
2.8/24 mm – 1.8/200 mm L USM – 4.0/600 mm L USM – 1.4x Extender
3.5-4.5/28-70 mm II – 3.5-4.5/35-70 mm A – 3.5-4.5/35-135 mm – 3.5-4.5/50-200 mm L – 4.5/100-200 mm A

Erst im dritten Jahr erschienen mit der Canon EOS 1 die professionellen Zooms fester Lichtstärke, die heute auch weiterhin für jeden begehrlich sind:
1.0/50 mm L USM – 1.2/85 mm L USM
2.8/20-35 mm L USM – 2.8-4.0/28-80 mm L USM – 2.8/80-200 mm L

Canon unterschied gleich in drei Linien A für preisorientierte Käufer, L für höchste Leistung und alle anderen Objektive ohne Zusatz. Das erste 28-70 mm war offensichtlich nicht so gut gelungen und bekam gleich einen Nachfolger. EOS, EF und USM hießen die Zauber-Bezeichnungen mit denen Canon den Markt umkrempelte. Damals war noch keine Spur von IS und DO, aber in Planung war das sicherlich schon.
Canon fegte Minolta fort, machte schnell Nikon sehr zu schaffen und degradierte Pentax, Leica, Olympus, Yashica, Ricoh und Contax zu Nebendarstellern. Meine Pentax LX gab ich nicht her, aber ich war froh, dass endlich jemand den arroganten Nikon-Leuten mal bessere Technik vor die Nase setzte. Mit der EOS 620, 35-105 mm und 70-200 mm startete ich meine Canon-Fotozeit. Pentax lieferte zwar die besseren, bezahlbaren Objektive, verzettelte sich aber zunehmend mit dem Autofokus.
In nur 3 Jahren hat Canon 26 neue Objektive vorgestellt und gefertigt – Canon hatte ganz offensichtlich den Anspruch der Profi-Hersteller Nummer Eins zu werden – das wurde gar nicht groß angekündigt, war aber schnell offensichtlich. Für Berufsfotografen führte kaum ein Weg an Canon vorbei. Wer Minolta wählte oder bei Nikon, Pentax und Co blieb machte sich nur das Leben schwer und verlor mehr und mehr die neuen Möglichkeiten aus den Augen.

Die 26 Objektive, die damals verfügbar waren, ebneten den Weg. Heute erscheint die Auswahl schon reichlich seltsam. Aber Zooms beginnend bei 24 mm Brennweite waren noch nicht möglich. Canon trug trotzdem bereits dem Verlangen nach Zooms sehr stark Rechnung, lieferte gleiche Brennweiten in unterschiedlicher Qualität und Lichtstärke.

2018: Wenn jetzt Canon und Nikon mit neuem Bajonett und vollelektronischen Kameras ohne Spiegelkasten beginnen, sind ganz andere Objektive wünschenswert.
Viele werden jetzt sagen, die f:2.8 Zooms sind am wichtigsten, doch schaut man auf die Preise von rund 2500€ und mehr, die mittlerweile für solche Objektive verlangt werden, sieht man wie wenig sie für die Mehrheit der Fotografen in Frage kommen und eher ein Wunschtraumziel darstellen können. Allerdings auch ein Wunsch, der heute, mit so hohen Lichtempfindlichkeiten gar nicht mehr häufig zwingend notwendig ist.
Ein neues, leichteres System gerät leicht aus der Balance, wenn man es mit solch lichtstarken Zooms beschwert. Sie sind richtig für das Renommee, 2.8/16-35 mm – 2.8/24-70 mm – 2.8/70-200 mm sind auch heute noch omnipräsent in den Köpfen der Fotografen, auch wenn sie für Reisen weniger taugen und lichtschwächere Objektive in den allermeisten Fällen bessere Abbildungsleistungen liefern.
Selbst der Trend zu lichtstarken Festbrennweiten ist heute weniger zweckmäßig, da sie optische Überlegenheit nur deutlich abgeblendet beweisen können. Wer ein 1.4/50 mm oder 1.4/35 mm überwiegend abgeblendet verwendet, hat falsch gekauft. Zumal 1.8/50 mm, 1.8/35 mm, 2.0/35 mm auch wiederum optisch oft besser abschneiden und kompakter sind. Also da ist viel Angeberei und „Haben wollen“ dabei.

Ich denke nicht das Canon und Nikon in 3 Jahren 23 Objektive liefern können, aber vielleicht irre ich mich ja.

Womit startet Canon RF?

2018:
RF 1.2/50 mm L – 2500€
RF 2.0/28-70 mm L – 3300€
RF 4.0/24-105 mm L IS – 1200€
RF 1.8/35 mm IS STM Macro 1:2 – 550€

Es gibt noch keine brauchbare R-Kamera – wenn sie kommt lohnen sich bisher nur das 4/24-105 mm und das 1.8/35 mm. Die beiden anderen sind fett und völlig überteuert.

2019:
RF 2.8/16-35 mm L
RF 2.8/24-70 mm L IS
RF 2.8/70-200 mm L IS
RF 1.2/85 mm L
RF 1.4/105 mm L
RF 2.8/90 mm  Macro IS
RF 4.5-6.3/24-240 mm IS

Womit startet Nikon Z?
2018:
Z 1.8/35 mm
Z 1.8/50 mm
Z 4.0/24-70 mm

2019:
Z 0,95/58 mm MF
Z 1.8/20 mm
Z 1.8/85 mm
Z 4.0/14-30 mm
Z 2.8/24-70 mm
Z 2.8/70-200 mm

Womit ist Sony 2013 ins Vollformat gestartet?

2013:
FE 3.5-5.6/28-70 mm OSS
FE 4.0/24-70 mm OSS Zeiss
FE 4.0/70-200 mm G OSS
FE 1.4/55 mm Zeiss
FE 2.8/35 mm Zeiss

2014:
FE 4.0/28-135 mm PZ OSS

2015:
FE 3.5-6.3/24-240 mm OSS
FE 2.8/90 mm Macro G OSS
FE 1.4/35 mm Zeiss
FE 2.0/28 mm

2016:
FE 1.4/85 mm GM
FE 2.8/24-70 mm GM
FE 2.8/70-200 mm GM OSS
FE 1.8/50 mm
FE 4.5-5.6/70-300 mm G OSS
FE 1.4/50 mm Zeiss
FE 2.8/50 mm Macro

2017:
FE 1.8/85 mm
FE 2.8/100 mm STF GM OSS
FE 4.5-5.6/100-400 mm GM OSS
FE 2.8/16-35 mm GM
FE 4.0/12-24 mm G
FE 4.0/24-105 mm G OSS

2018:
FE 2.8/400 mm GM OSS
FE 1.4/24 mm GM
23 Objektive – 9 verschiedene FE-Kameras und 2016 ging es erst richtig los.
Daran sieht man sehr gut, was die Japaner glauben, was wir wollen und vermutlich auch wie Canon und Nikon agieren werden.
Aber weder Canon noch Nikon werden sich trauen können ohne 2.8/300 mm zu starten.
Ein 1.4/50 mm ist Pflicht, ein 1.4/85 mm muß früh da sein, genauso wie ein 2.8/100 mm Macro, die 3 lichtstarken Profizooms müssen in den ersten 2 Jahren bis 2020 erscheinen.

Heute brauchen wir für KB-Vollformat:
2.8/14 mm
2.8/15 mm Fisheye
2.0/18 mm
2.0/24 mm
2.0/35 mm
1.8/50 mm
1.8/90 mm IS
2.8/100 mm Macro IS
1.8/135 mm IS
2.8/300 mm IS
4.0/300 mm IS
4.0/400 mm IS
4.0/500 mm IS

4.0/12-24 mm
4.0/16-35 mm
3.5-5.6/15-30 mm
4.0/24-90 mm
4.0/24-120 mm
5.6/24-200 mm
3.5-5.6/28-105 mm
4.0/50-200 mm
4.0-5.6/70-300 mm
6.3/100-400 mm
6.3/150-600 mm

 

 

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4. Februar 2019
Neue Objektive braucht die Welt…


Ich sage es seit gut 10 Jahren, zu einer neuen Kamera gehören letztlich auch unbedingt neue Objektive.
Entweder weil die Sensor-Auflösungen und Anforderungen deutlich gewachsen sind oder eben auch weil der Spiegel aus den neuen Kameras entfernt wurde.
Beides erfordert leider aufwendigere und teurere optische Berechnungen.
Mechanisch kann man viele Objektive weiter nutzen oder sogar alle Kleinbild-Vollformat-Objektive adaptieren – nur wenn man sich dann einmal die Ergebnisse mit Objektiven der neuen Serie anschaut, sind die gesteigerte Farbbrillanz und Detailschärfe unübersehbar.
Jetzt kommt auch im Vollformat Feuer in den Kamin, mit Vorstellung der neuen Panasonic S Kameras wird der Boden schnell heiß für die Traditionshersteller Canon und Nikon.
Sie spielen zwar inzwischen mit drei, bald vier Kameras auch endlich im Sony-Monopoly mit, doch bisher sind Nikon & Panasonic zaghaft mit 3 Amateur-Brennweiten und Canon mit 2 Profi-Rechnungen und 2 Amateur-Berechnungen gestartet.
Gegen Sony’s Übermacht mit 28 Objektiven sieht das noch peinlich aus.

Dieses Jahr sind nach jüngsten Gerüchten noch zu erwarten:
Objektive für Panasonic SL:
2.8/16-35 mm – 2.8/24-70 mm – 2.8/70-200 mm
Objektive für Nikon Z:
4.0/14-30 mm – 2.8/24-70 mm – 2.8/70-200 mm – 1.8/24 mm – 0.95/58 mm – 1.8/85 mm
Objektive für Canon EOS RF – brandaktuell:
2.8/15-35 mm L IS USM – 2.8/24-70 mm L IS USM – 2.8/70-200 mm L IS USM – 4.0-6.3/24-240 mm IS USM – 1.2/85 mm L USM
Canon legt schnell noch nach, da sich die R nicht so verkauft wie gewünscht und Panasonic sich sonst auch einen Vorsprung erkämpft.

Das 2.8/70-200 mm wirkt dick und groß, der Stativadapter scheint eher Nebensache zu sein – spannend.
Vielleicht schaffen sie ein Gewicht um 1200g?
Das 2.8/15-36 mm hat den entscheidenden Millimeter mehr und anscheinend ein Filtergewinde, obwohl die Frontlinse leicht konvex ist – sieht auch spannend aus.
Beim 24-70 mm hatte Canon schon immer das Beste, das erwarte ich hier auch und endlich mit IS.
Das 1.2/85 mm sieht hässlich verbaut aus – hier kommt es darauf an, ob endlich die CA’s im Griff sind und endlich ein schneller AF möglich ist…
Das 24-240 mm ist das übliche Knipserzoom – viel versprechen, nichts halten – der ganz faule Kompromiss – zu kompakt und zu lichtschwach um Glanzleistungen zu zeigen.

Aber entscheidend werden die Preise…
2.8/15-35 mm = 2500-3000€
2.8/24-70 mm = 2500€
2.8/70-200 mm = 2500€
1.2/85 mm = 2300€
6.3/24-240 mm = 900€
Sind meine Schätzpreise.
Die EOS R taugt für mich nicht, eine RP wird auch nicht spannend. Also wird Canon die Frühling/Sommer/Herbst-Saison beenden ohne akzeptable Kamera.
Schade. Und dann ist noch die Frage, wann werden die Canon Objektive in ausreichenden Mengen verfügbar sein? Vermutlich erst im Herbst, wenn dann auch eine EOS 5D in R Version kommt?

Und Sony hält seine Objektive noch geheim, sollte aber auch bald die Katze aus dem Sack lassen:
1.8/135 mm – 4.0/600 mm – 5.6/250-600 mm etc.
Da ist jetzt leider kaum etwas exotisches oder gar quer gedachtes dabei – die Hersteller vermuten immer noch, das schwere 2.8er Objektive unersetzlich sind.
Doch die Preise werden oberhalb 2500€ angesiedelt sein…
Und die Tele-Konstruktionen werden nicht wesentlich kürzer und leichter werden.

 

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