Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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25. Juli 2026
USA 2024 Foto-Tagebuch

Liebe Leser, liebe Foto-Freunde,
Ich bin zurück, wenn auch noch aus der Zeit gefallen und etwas klimaanlagenkrank (der Unterschied Miami mit 33° zu 11° in Frankfurt und diesem harten Osterwetter hier, war dann doch zu krass).
Fast 4 Wochen durch: Nevada, Arizona, Utah, Californien, Florida

Hier die Karte des ersten Teils der Reise:

Nach einer vierwöchigen Reise mit den besten Kameras liegt jetzt vermutlich die Erwartung an “Klasse-Landschaftsfotos” an mich sehr hoch.
Das muß ich leider hier gleich entzaubern. Die habe ich nicht machen können.
DAS HAT VIELERLEI GRÜNDE.
Der erste gleich unumwunden vorweg, ich bin kein begnadeter Landschafts-Fotograf, war ich nie und werde ich nie.
 beeindrucken Landschaften sehr, aber ich brenne nicht dafür sie im spannendsten Licht unter größtmöglichen Strapazen festzuhalten. Und das muß man heute und vermutlich auch früher, wie ja am Beispiel A. Adams bekannt ist.
Ich brenne für Lebewesen und hauptsächlich für Säugetiere und die in einer tollen Landschaft gut abzulichten ist mein persönlicher Antrieb. Denn ihnen gehört zunächst einmal die Landschaft, Menschen treten da ja nur als oft zerstörerische Ordnungsgewalt auf.
Hinzu kommt, dass dort im Colorado-Plateau fast immer das gleiche Wetter mit sehr ähnliche Wolkenformationen vorliegen. Nicht ohne Grund sehen fast alle Fotos vom Grand Canyon, Bryce Canyon, Zion, Arches, Monument Valley, Canonlands meistens sehr gleich aus. Wenn da nicht gerade Sturm und besonderes Wetter vorliegen ist es fast unmöglich frische Bilder dieser jährlich millionenfach fotografierten Landschaften zu bekommen.
Selbst die Vermillion Cliffs und verstecktere Slot Canyons sind inzwischen gut bekannt und werden von fiten jungen “Entdeckern” ständig abgelichtet.
Deshalb erwartet da bitte von mir keine “Wunder”, dazu reichen eine Mittelformat und ein geschultes Auge nicht – da braucht es viel Zeit an jedem Ort, besondere Ortskenntnis, Fitness und extreme Wander- und Hitze-Begeisterung. Ich war froh wenn ich überhaupt irgendwo den Sonnenaufgang- oder Untergang mit bekam und meine Tiere entdeckt habe.

 

Ich habe wieder versucht einiges anders zu machen. Ich kannte ja die Gegend von einigen früheren Besuchen, außer dem Death Valley und Santa Rosa war mir alles von früheren Reisen bekannt. So habe ich meine Tochter gerne Hotels und Versorgung anhand der groben Strecke suchen lassen. Denn es war mit großen Schwierigkeiten verbunden an den meisten Stellen preislich noch bezahlbare und freie Unterkünfte zu finden. Trotz dem März, der keineswegs eine Hauptreisezeit ist, die beginnt erst im Mai und oft sind im Juni erst wieder die Passstrassen frei. Aber wir hatten nicht mit “Spring Break” gerechnet, also 2 wilde Wochen für junge Leute, vergleichbar unseren Vor-Osterferien. Und wir hatten nicht wirklich im Bewusstsein wie sehr Corona dieses Land und seine Infrastruktur beschädigt hat. Doch dazu später mehr.

Es war ein wilder, sehr anspruchsvoller und teilweise wirklich schwieriger Tripp und er wurde im Verlauf am Pazifik nicht wirklich leichter.

Doch an dieser Stelle erst einmal ein fotografischer Einwurf, ich hatte folgendes dabei:
Und das bitte immer vor dem Hintergrund, das ich es nicht mag nur mit einem System unterwegs und davon abhängig zu sein, dass ich eben nicht über alle wichtigen Objektive in vier Systemen verfügen kann. Ich habe mir meinen Traum erfüllt und bin das erste Mal seit 25 Jahren wieder mit Mittelformat gereist.
 Fujifilm GFX 100SII mit 4.0/20-35 mm, 4.0/45-100 mm, 3.5/50 mm, 2.0/110 mm, 4.0/250 mm
 Canon EOS R5 mit 4.0/14-36 mm, 7.1/100-500 mm, 1.8/35 mm
 Olympus/OMDS OM-1 mit 4.0/8-25 mm, 2.8/12-40 mm, 2.8/40-150 mm, 4.5/150-400 mm, TC 1.4x
 Fujifilm X100VI

Am Ende habe ich die X100VI kaum benutzen können und auch für Fuji 3.5/50 mm, 2.0/110 mm blieb keine Zeit sie einzusetzen – Motive hätte es schon gegeben.
Wenig verwendet wurde die Canon mit dem 14-35 mm und das 1.8/35 mm hatte ich für schöne Sonnensterne geplant, dazu kam ich gar nicht.
Beim MFT System hätte ich 8-25 mm und 12-40 mm zu Hause lassen können.
Man weiss das vorher nicht. Ich bin diesmal nicht in einen Slot Canon gekommen, was ich sofort sehr bereut habe, aber Wetter und Zeitaufwand machten das sehr schwierig.
Außer bei plötzlichen Tierbegegnungen habe ich kaum Muse gehabt, weil einfach aufgrund von Zimmersuche, Preisvergleichen, langen Fahrstrecken, kaum gutes Essen vor Ort (alles schloß zum Sonnenuntergang) war meine Fotografie diesmal noch mehr vom Zufall abhängig.
Ich hätte sehen wollen mit wie wenig Strecke und Fotos, Menschen die alles wie besessen vorher planen, zurück gekommen wären…
Ich habe einfach intuitiv alles, was ging, aufgezogen und versucht immer schöne Fotos in die Kiste zu bekommen.
Alles andere hätte mich wirklich gestresst, oder ich hätte den 4-6 fachen Zeitaufwand vor Ort gebraucht.
Und letztlich habe ich sehr viel Glück gehabt, viel versäumt und vielleicht noch mehr entdeckt.

 

14. Februar 2019
Canon EOS RP


Die Canon EOS R wurde ja fast beschämt vorgestellt, doch jetzt bei der EOS RP zum Kampfpreis von 1500€ (mit EOS-EF Adapter) zeigt sich Canon Selbstbewusstsein wieder deutlich – die Kampfansage an Sony und alle anderen, wir können klein, wir können schnell, wir können billig – macht das erst einmal nach!
Mit dem schweren 4.0/24-105 mm L IS kostet sie dann aber schon 2500€ (Inch EF Adapter) – trotzdem, das ist es was uns Canon 2019 verkaufen will und vielen auch wird.
Canon sind schon lange die Sparhühnchen am wichtigsten, dass ist seit der EOS 300D so und war auch schon in der analogen EOS-Welt so. Hier macht Canon auch jedem am leichtesten ein X für ein U vor. Das Design muss sich ducken und ein 24-105 mm wirkt daran wie ein fettes Rohr.
Canon vergleicht sie bewußt mit der EOS 6D, nur ohne die aufwendige Spiegelreflexmechanik. Dann ist sie erheblich kleiner und leichter, das wird viele faszinieren. Ich traue mich zu sagen, damit ist die EOS 6DII praktisch tot.
Das wird einige Neueinsteiger in die Fotografie vielleicht freuen , oder die, die eine unkomplizierte Zweitkamera im Canon-System suchen. Mich freut es nicht, denn ich brauche solche „Quatsch-Kameras“ nicht, habe sie nie gebraucht.

Die „Profis“ – die leidenschaftlichen High-Speed Fotografen, werden seit Jahren missachtet. Canon meint diese Fotografen erst später rüber holen zu können. Erst mal „billige“ Kameras und den Telebereich weiter schön bei DSLR lassen. Die mächtigen Autofokus-Innovationen, die jetzt nur Sony vorstellt wurden und sogar schon von Nikon, Olympus und Fuji angedacht sind, hätten von Canon kommen müssen, der Marktführer hat nicht ausgeschlafen. In der Zeit hat Canon mühsam Doppel-CMOS Sensoren entwickelt und Sony hat einfach seine Prozessoren- und Firmware-Entwickler angefeuert und keine Kraft auf sonstige Hardware verschwendet.
Das ist der nächste gewaltige Fehler!

Wer jetzt über den Einstiegspreis von 1500€ staunt und mit Sony vergleicht, übersieht vielleicht, das Sony bisher nur in 3 Klassen angeboten hat und als Einstiegskameras die Alpha 6000 Serie vorgesehen hat und nicht die Alpha 7 – die bewegt sich auf dem Niveau der EOS R. Das ist sicher mutig von Canon und daran wird immer noch saftig verdient, denn sie wird sicher unter 400€ produziert.
Und es ist hier auch nicht dumm zu sagen, wir nehmen den altbekannten Sensor und konzentrieren uns auf ein kleineres Gehäuse und greifen beim AF an, bevor uns Sony da vernichtet.
Hier passt auch wieder die Einsteiger-Bedienung mit dem Hauptschalter auf der falschen Seiten (falsch, weil jeder zwei Hände braucht um die Kamera einzuschalten!) und das beliebte Menürad rechts.Großes Drehrad, Touch-Bar und Joystick haben sie sich geschenkt! Ein Blitz ist nicht eingebaut, die Tasten sind stark reduziert. Die Gurt-Ösen wie immer bei Canon wunderbar unauffällig und am wenigsten störend.

Rein optisch gefällt mir die geduckte Kamera nicht und angeben wird man damit auch nicht können, auch wenn Canon noch so fett darauf steht. Allerdings hat sie mehr Griff, als Sony bei der 7000 und 6000 je hatte und Canon hat gleich den voll beweglichen Monitor (aber nur 1 MP Auflösung um Akkustrom zu sparen) eingebaut, endlich! Allerdings wäre dieser Monitor viel besser unten angeflanscht, mit Gelenk am Kameraboden, wie es die Sony-SLT-Kameras vormachen – das macht aber die Kamerakonstruktion höher. Perfektion gibt es eben nicht! Er ist als Touch-Screen ausgelegt um die Bedienung zu erleichtern und den AF schnell zu positionieren, Danke Canon!

Es gibt schmale Griffplatten, die der Kamera dann doch die richtige Höhe und Griffigkeit geben – wie es auch Sony vorgemacht hat. Canon kann es aber besser, denn die Platte liegt auf ganzer Länge unter der Kamera, ist in 3 Farbe-Akzenten zu haben und erlaubt den Akku-Wechsel.
Der Akku ist der nächste schwere Pferdefuß, er ist klein und leicht, mit wenig Kapazität – immerhin lässt er sich aber jetzt auch in der Kamera über eine Power-Bank aufladen – also Zweitakkus werden in vielen Fällen überflüssig.

Immerhin ist in der RP jetzt auch eine Augenerkennung im AF-C Modus möglich (was in der EOS R nicht funktioniert) – Canon macht also weiter kleine Schritte beim AF. Aber von dem was Sony sogar in den kleinsten Kameras, wie der RX100VI bietet, ist Canon noch Lichtjahre entfernt,

Die RP bietet einen rauschenden Sensor mit 26 MP Auflösung – Höchstleistungen oder auch nur die Leistungen einer Sony Alpha 7 darf man da beileibe nicht erwarten. Er wird weder in der Darstellung des Tonwortreichtums (Dynamik) noch bei höheren ISO-Empfindlichkeiten (50-40.000) besser überzeugen können. Wer aber bisher Hailbformatsensoren, mFT oder gar Smartphones gewohnt war, wird seine Überraschung erleben – alle anderen eher nicht.
Die EOS RP erlaubt RAW-Fotos, aber sie richtet sich ganz eindeutig an JPEG-Nutzer – nur hat Canon leider vergessen endlich mal einen neuen JPEG-Algorithmus einzuführen – Canon hätte die Power dazu.
Seit 10 Jahren warten wir auf JPEG 2000 oder vergleichbares… denn das Zusammenfassen von Daten geht heute doch viel besser und RAW wird eigentlich so gut wie nie mehr gebraucht.

Canon hat hier auch den abgespeckten, veralteten Elektrosucher von Epson mit nur 2,4 MP verbaut, der mir keine Freude macht und den ich auch in der Alpha 7III und Olympus E-M1X heftig kritisiere – er zeigt einfach nicht genug Dynamik, zu wenig Farben, zu wenig Details – also kein Vergleich zum DSLR-Sucher und auch keiner zum besseren 3.7 MP Sucher in der EOS R. Die Sucher, da sie fremdproduziert werden, scheinen immer noch einen deutlichen Kostendruck nach sich zu ziehen, das auch die 4 Jahre alten Sucher 2019 noch eingebaut werden.

Sie hat den langsamen, mechanischen Verschluss der nur 1/4000 Sekunde als kürzeste Zeit erlaubt – den Rest übernimmt dann die Elektronik bis 1/32.000 Sekunde mit Rolling Shutter Verzeichnung bei bewegter Kamera oder bewegten Motiven.
Sie schafft 5 Bilder pro Sekunde, für einige kurze Sekunden, mit dem künftig unverzichtbaren Tracking-AF werden es nur 2-3 Bilder pro Sekunde sein.

Bluetooth-WiFi für die schnelle Verbindung zum Smartphone ist eingebaut, damit man schnell die Bilder um die Welt hauen kann – für junge Menschen offensichtlich wichtig.
Ich warne davor, besonders schöne oder wichtige Fotos gleich so zu versenden – ich weiß genau, warum ich meistens nur vom PC-Monitor abgeknipste Fotos versende – da kann jeder Licht und Motiv sehen, aber die Fotos eignen sich für keinen dazu, selbst damit anzugeben oder irgend etwas anzustellen – es gibt so unglaublich viele Pervertierte da draußen – denen will ich kein Futter liefern.
Leider hat auch die EOS RP, wie auch die R keinen eingebauten IS für ältere Objektive oder aktuelle lichtstarke Festbrennweiten – immer hin gibt es das 1.8/35 mm IS Macro!

Sie wiegt nur 490g mit kleinem Akku und die Gehäusedimensionen sind: 13,3 x 8,5 x 7 cm

Video – Vlogging?
Lieber nicht, der Kamera fehlt außer dem voll beweglichen Monitor alles zum schnellen, hochwertigen Filmen, weder Bildstabi, noch Dual-Pixel-AF mit 4K, noch 24 B/Sek. in Full HD und natürlich geht Filmen nur im 1,6x Ausschnitt und die Rolling-Shutter-Probleme werden schnell jeglichen Spaß am Filmen verderben.
Genauso kennen und lieben wir CANON! Immer bereit überall die Funktionen zu kastrieren.
Deshalb war Nikon schon immer die bessere Marke – weil es das in dieser verschärften Form bei Nikon nie gab. Und es zeigt eben wieder deutlich, wenn ich mit einer Fotokamera wirklich Filmen möchte, kaufe ich Panasonic mFT.
Sowohl 4K als auch Vollformat sind letztlich Quatsch für Video und wer doch solche Ambitionen hat, ist mit einer echten Videokamera weiterhin am besten beraten.
Canon ist leider Weltmeister darin Kunden unzufrieden zu halten. Andere können das auch, aber nicht so perfekt wie Canon. Und deshalb freuen sich alle anderen Fotografen auf ihre Systeme und über jeden der trotzdem Canon kauft. Es ist immer wieder spannend was sie weg lassen, auch bei einer kommenden RS Pro-Maschine wird das entscheidend: Nicht was kann sie, sondern was soll sie nicht können.

Kaufen oder nicht?
Um zumindest einige EOS EF-Objektive mit modernerer Technik und leichterem Gehäuse verwenden zu können, lautlos und schnell?
Ja vielleicht – aber mich hält schon der gering auflösende Sucher von einer Empfehlung ab – für die gebotene, alte Technik sind auch 1300€ (Adapter raus gerechnet) noch deutlich zu viel. Die Kamera wird sich vielleicht bald Richtung 1200€ entwickeln und vielleicht sogar einmal Richtung 1000€ – aber ein Schnäppchen wird sie so trotzdem noch längst nicht.
Erstaunlich ist, dass Canon bisher kein 4.0/24-70 mm, 5.6/24-105 mm oder auch nur ein 5.6/28-105 mm liefert, nicht einmal ein superkompaktes 5.6/28-80 mm ist vorgesehen. Das lichtschwache 6.3/24-240 mm ist noch nicht fertig, es wird um 700g wiegen und nicht viel weniger als 900€ kosten! Denn ein 4.0/24-105 mm L ist 1000€ teuer und 700g schwer und dick und lang, an der kleinen Kamera und passt nicht wirklich dazu. Nur das 1.8/35 mm IS Macro ist ein schöner, 340g leichter Begleiter und würde ich auch für den Start unbedingt empfehlen, endlich lichtstark, eine wichtige Brennweite und sogar Makro – das können Sony, Nikon, Panasonic und Co so bisher nicht! Das kann nur Canon. Auch der Preis stimmt: 550€.
Viele sagen jetzt, sie wird sich verkaufen wie warme Semmeln und könnte die meistverkaufte System-Kamera 2019 werden – das kann sein, aber deshalb weil Preise immer die Sinne stimulieren und vernebeln, wie Drogen – so lange bis man die Fakten nicht mehr sieht. Fallt nicht darauf rein – weder EOS R non EOS RP sind die geforderten Preise wert.
Schmerzlich wird es wenn Canon weiter so tolle, spannende, herausragende R-Objektive vorstellt – zwar schweineteuer – aber sie werden nicht an andere Kameras adaptierbar sein! Das gelingt aber gut mit allen EF-Objektiven, zumindest an Sony-Vollformat-Kameras!

Wie immer ganz ehrlich, ich kenne Canon seit gut 30 Jahren – EOS 620 und bald danach EOS RT – gut genug und kann die Geräte einschätzen – entscheidend sind für mich immer die Objektive. 24-70 – 24-105 – 15-36 – 85 – 50 locken nicht mehr und ein 24-240 mm schon gar nicht. Aber wenn es Canon gelingt ein deutlich kompakteres und leichteres 2,8/70-200 mm L IS (unter 1300g und 18 cm Baulänge mit Maßstab mind. 1:4 – und genau danach sehen die Fotos des neuen R Tele-Zooms aus!) zu präsentieren – dann würde ich mir dafür und für das 1.8/35 mm IS Makro wieder eine Canon Kamera kaufen – die beste die eben gerade verfügbar ist.


 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

13. Februar 2019
Die Fokus-Revolution in der Fotografie

Motiverkennung und Verfolgung = AF-Tracking

Wer sich einmal damit beschäftigt, was Sony da treibt – auf der Spitze der Entwicklung – der braucht keine Canon, keine Nikon und keine andere Kamera mehr. Obschon natürlich Olympus, Canon, Nikon und Co den selben Weg einschlagen und müssen. Denn das ist die Befreiung des Autofokus.
Der Mensch hinter der Kamera kann sich endlich ganz auf das Licht und sein Motiv konzentrieren, die Kamera erkennt das Motiv und passt entsprechend die Schärfe und Belichtung an jede Situation, jede Bewegung an. Das Einzige, was die Kamera noch wissen muss – vor allem wenn das Motiv nah ist, eine lange Brennweite verwendet wird oder eine große Blendenöffnung gewählt ist (also in allen Fällen geringste Schärfentiefe): Welches Motiv bevorzugt der Mensch hinter der Kamera – welches soll fokussiert werden. Dazu wird es auch weiterhin den Joystick oder Fingerzeig auf dem Monitor brauchen.
Also das unterscheidet weiterhin die Systemkamera mit lichtstarken Wechselobjektiven vom Smartphone. Wobei der Trend auch da zu mehr Objektiven und künstlicher Unschärfe nicht aufzuhalten ist.
Wenn der Prozessor in der Kamera einmal die Information hat, lässt er dieses Motiv, die Person, das Tier, die Blume oder das Ding, so lange nicht los, wie ein Mensch den Auslöser drückt. Perfekt wird auch das nicht funktionieren und sicher neue Schwierigkeiten aufwerfen – aber es ist ganz anders als die Art wie wir bisher fotografierten.

Und ja leider, es erlaubt künftig jedem Menschen scharfe Fotos zu erstellen und entzaubert damit auch den letzten Reiz der Fotografie. So wie das vorher mit der Musik, dem Schreiben und anderen Künsten geschehen ist. Das beseitigt die Schwierigkeiten und macht es jedem Individum noch schwieriger, sich aus der Masse abzuheben. Es tötet die KUNST.

Ist diese „GLEICHHEIT“ gut oder schlecht?
Ich weiß es nicht. Ich lehne sie ab, wie Marxismus und jegliche Gleichmacherei – ich will Harry sein – ein Mensch, der an seinen Taten, Worten, Fotos gemessen werden kann, der nicht austauschbar ist und auf seine Art einzig.
(Ich vermute das wollen heute mehr Menschen denn je zuvor und wir sind viel zu unübschaubar Viele)

Trotzdem bin ich gefangen, nutze ich diese neue Technik nicht, bin ich nicht von Anfang an mit dabei, werden mir die geliebten Motive entgehen und ich werde noch schneller bedeutungslos, als sowieso schon. Deshalb lieber jetzt neueste Sony-Technik, denn Aufgeben ist für mich keine Option und die zweitbeste Technik sowieso nicht. Bedauerlich, dass es so kommen mußte, dass Fotografie als Kunst nur noch für den Erschaffer und ein paar nahe Freunde/Familie interessant ist. Das die „Welt“ oder auch nur mehr Menschen, davon erfahren und Notiz nehmen, wenn etwas ganz außergewöhnliches auf ganz besondere Art abgelichtet wird oder ihre Emotionen dauerhafter aktiviert werden. Es geht alles so schnell, die individuelle Kunst verabschiedet sich weitgehend aus der Fotografie, das Smartphone war nur der Anfang – so wurde Fotografie zur emotionalen Sprache und durch Internet der Mehrheit der Menschen zugänglich und gleichzeitig trivial und noch viel vergänglicher.

Doch was können wir tun?
Die alte Kamera aus der Jugend aus dem Regal nehmen, Filme, Chemie und Fotopapier auftreiben – und wer will sich dann diese Fotos in die Hand und in Augenschein nehmen – wieviele Menschen werden wir damit begeistern?
Das scheint mir keine Option, ich möchte nicht zurück zu Film und Chemie.
Andere verbinden Fotografie mit Sprache, mit Musik und Bewegung, schaffen Filme und Vlogs – in der verzweifelten Hoffnung, damit noch eine Weile Aufmerksamkeit zu erregen. Aber auch sie gehen heute unter, in der schieren Masse der Menschheit in der Bedeutungslosigkeit des Netzes. Nur einige, sehr Wenige bleiben eine kurze Zeitspanne interessant und werden mehr geklickt.

Ich denke auch die Produktion wird jetzt bald so einfach, dass sie jeder machen kann, vielleicht drucken wir bald nicht nur unsere Waffen selbst, mixen unsere Drogen alleine, sondern können uns vielleicht auch irgendwann eine Kamera gestalten und ausdrucken und eine Firma liefert nur den Prozessor und die Algorithmen dazu. Jeder wird bald alles können, das ist befreiend und sich selbst versklavend zugleich. 

Also genug dieser Gedanken, die Sony geschnappt (oder eben noch die Nikon, Canon, Oly, Pana, Pentax, Leica, Fuji) und raus – fotografieren, sich mit Motiven und Licht beschäftigen, das Leben intensiver fühlen mit all seinen Glücksmomenten – Fotografie für uns selbst – nicht für andere – Fotografie als kreative Auseinandersetzung mit uns selbst, dem Licht, der Welt!

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

13. Februar 2019
Neuheiten und Gedankenausflüge

Gedanken-Ausflüge:

CANON EOS R P
Denkt offenbar wirklich das die Sparhühnchen am wichtigsten sind, weil sie denen am leichtesten ein X für ein U vor machen können. Das Design muss sich ducken und ein 24-105 mm wirkt daran wie ein fettes Rohr.
Canon führt eine neue billige EOS RP ein, Vollformat zu einem Preis unter 1500€, also wieder vergleichbar zur EOS 6D.
Das wird einige Neueinsteiger in die Fotografie vielleicht freuen , oder die, die eine unkomplizierte Zweitkamera im Canon-System suchen. Mich freut es nicht, denn ich brauche solche „Quatsch-Kameras“ nicht, habe sie nie gebraucht.

Die „Profis“ – die leidenschaftlichen High-Speed Fotografen, werden seit Jahren missachtet. Canon meint diese Fotografen erst später rüber holen zu können. Erst mal „billige“ Kameras und den Telebereich weiter schön bei DSLR lassen. Die mächtigen Autofokus-Innovationen, die jetzt nur Sony vorstellt wurden und sogar schon von Nikon, Olympus und Fuji angedacht sind, hätten von Canon kommen müssen, der Marktführer hat nicht ausgeschlafen. In der Zeit hat Canon mühsam Doppel-CMOS Sensoren entwickelt und Sony hat einfach seine Prozessoren- und Firmware-Entwickler angefeuert und keine Kraft auf sonstige Hardware verschwendet.

OLYMPUS versucht sich auf den Spuren Tamrons und bietet künftig ein 3.5-6.3/12-200 mm Ultra-Zoom-Objektiv für mFT an.
Der Bereich klingt verlockend, selbst wenn klar ist, das es allenfalls bei 12-50 mm konkurrenzfähig, brauchbare Fotos liefern könnte. Doch das Problem ist die unfassbare Lichtschwäche – es entspricht einem f:13 Objektiv am KB-Vollformat.
Sicher kann ich durch Brennweite oder nahes heran gehen ans Motiv noch deutlich freistellen, bzw die Schärfentiefe beeinflußen und in den Nähe des Äquators oder im Sommer ist das sicher ein spannendes Objektiv.
Trotzdem finde ich, alles was f:5.6 und lichtschwächer ist, gehört nicht an eine mFT-Kamera.
Und 900€ sind auch ein happiger Preis für diesen größtmöglichen optischen Kompromiss. Mit 460g ist es so schwer wie die Kameras und wiegt 100g weniger als die PRO IS Version des 12-100 mm, ist aber auch 72 mm dick und 10 cm lang. Wirklich beachtlich ist der verdoppelte Abbildungsmaßstab auf 1:2.2 aus 22cm Abstand (zum Sensor! Nicht zur Frontlinse, da dürften dann nur rund 5 cm Luft bleiben). Es bleibt für mich dabei, das Olympus 4.0/12-100 mm ist neben dem 2.8/12-40 mm Macro das wichtigste Objektiv für mFT-Kameras.

Video-Meinungsmache-Filmchen
YT ist voll damit, meistens dauern sie mindestens 10 Minuten. Ich schaue sie nur selten, denn darin sind allenfalls 2-3 Sätze Information und der Rest „Seht her wie toll ich bin“.
Am besten gefallen mir witzige, sarkastische Menschen, die Produkte komplett zerlegen und sich selbst gleich mit. Ansonsten kenne ich Vor- und Hinterteile von neuen Kameras und Objektiven ja schon vorab – oder kann sie in den meisten Fällen gut einschätzen.
Tony N. steigt langsam in meinem Ansehen. Er gibt sich immerhin viel Mühe seinen Standpunkt verständlich dar zu legen und bis auf seine Einschätzungen, was als nächstes vorgestellt wird, weiß er meistens wovon er spricht – von der Praxis.

Jüngst hat er schön anschaulich dargelegt wie es sich mit dem MicroFourThirds System im Vergleich im Vollformatsystem verhält.

Allen Dummschwätzern hat er deutlich gesagt und gezeigt, das ein 4.0/300 mm Olympus niemals an die Leistung eines 4.0/600 mm Nikon, Canon heran kommt. Es sind einfach andere Welten. Und das betrifft eben nicht alleine Gewicht und Größenunterschied – das Olympus Marketing verschweigt, das mFT nur ¼ der Lichtmenge von Vollformat transportieren kann und das die Schärfentiefe mit einem 8.0/600 mm vergleichbar ist.

Man muss einfach die Kirche im Dorf lassen. Als Experte ist man zwar auch vernagelt in seinen Vorstellung, trotzdem kämpft man aber permanent gegen die geschickten Formulierungen und Vergleiche der Marketing-Industrie und gegen dummdreiste Anwender, die einfach etwas behaupten, wovon sie gar keinen technischen Hintergrund und keinen echten Praxisbezug haben.

Zu viele Modelle schaden
Das ist das selbe wie bei zu vielen Süßigkeiten oder Salzchips – wie soll man sich da entscheiden?
Fast alle Hersteller haben viel zu viele Kameras im Portfolio.

Dass Interesse und erst recht die Käufe an Spiegelreflexkameras ist 2018 drastisch gesunken und wird 2019 weiter sinken. Nicht nur das die Märkte satt sind, die Nikon D850 war der Höhepunkt, jetzt wenden sich Kunden und Hersteller den spiegelfreien Kameras zu.

Wenn jetzt Nikon D6 & Canon EOS 1XIII Kameras erscheinen, liegt das nur an der Olympiade und das die beiden größten Anbieter bisher nicht in der Lage sind wirklich mit Sony‘s Alpha 9 zu konkurrieren.

Für Sport-, Presse- und auch für Tier-Fotografen sind das sehr schlechte Aussichten. Wenn sie im System bleiben wollen, müssen sie diese neuen, teuren Kameras kaufen um ihre Objektive auf hohem Niveau weiter nutzen zu können. Sie werden viel Geld verlieren, denn spätestens 2020/2021 werden professionell schnelle Profikamneras ohne Spiegel erscheinen und Sony wird dann bereits seine zweite Generation haben und ein weitgehend komplettes Objektiv-Portfolio. Noch heftiger wird der Verlust, bei allen, die jetzt noch ein DSLR-Super-Tele kaufen – denn es wird mit Adaptern Abstriche geben und es werden neu berechnete, noch bessere, noch leichtere Super-Tele für spiegelfreie Kameras erscheinen. Es wird mehr PF/DO Berechnungen geben.
Und Canon und Nikon müssen hoffen, das Tamron und Sigma nicht ihn die Lücke springen und 2.8/300 mm – 4.0/400 mm oder 5.6/600 mm präsentieren.

Auch wenn Sie das noch anders sehen – ich kann nur dazu raten, teure, schwere Super-Tele jetzt sofort zu verkaufen – sonst verlieren Sie viel Geld. Schon jetzt rutschen die Preise für alle Nikon-Super-Tele und die Version II Canon-Super-Tele ab und das Gebrauchtamngebot ist so groß wie nie zu vor. Das liegt auch daran, das Viele bereits mFT und Halbformat im Super-Tele-Bereich nutzen und wie ich schon lange sage, einige extreme Konstruktionen wie 5.6/300-800 mm, 2.8/200-500 mm, 4.0/200-400 mm x1.4, 5.6/800 mm und 4.0/600 mm immer überflüssiger werden. Für Vollformat gibt es weiterhin viele Lichtsituationen, wo ein schweres Super-Tele Vorteile bringt, das wird auch vor mFT immer so bleiben. Zumindest so lange wie kein besserer mFT Sensor und kein 2.8/300 mm oder 4.0/400 mm erscheinen.

Olympus will trotzdem bei der Olympiade mitmischen und das 4.5/150-400 mm x1.25 ist eine gute Idee dazu.
Fujifilm wird es auch nicht bei dem 2.0/200 mm belassen können, aber bisher ist nichts längeres in Aussicht.
Wenn Panasonic aus der Studio-Nische heraus will, müssen sie für ihre S1 Kameras ebenfalls Super-Tele bieten.

Ich stoße vieles ab. Ich habe gerade meine letzte und liebste CANON Kamera verkauft: G5X. Mit der G1 hatte einst meine digitale Fotografie begonnen, die G2 und G5 waren die zu ihrer Zeit besten Modelle (und noch bezahlbar). Doch Canon hat alles getan um seinen Nimbus zu zerstören und ich möchte heute keine Canon Kameras mehr haben müssen – nicht einmal für die innovativsten Objektive. Denn was nützt das beste Objektiv, wenn kein Canon Sensor seine Leistung so gut transportieren kann, wie es Sony-Sensoren können?
Vielleicht schaffen sie noch einmal eine richtig tolle, komplette Kamera – aber erst einmal ist bis dahin Canon für mich als Kamera-Hersteller erledigt.
Und dann brauche ich auch keine G5X mehr, sie war bis zum Erfolg der Sony RX100V und VI konkurrenzlos. Jetzt ist Sony ¼ leichter (100g) und deutlich kleiner, bei besserer Prozessor- und Sensor- und AF-Leistung. Und wer für horrende 1200€ eine Sony RX100VI braucht keine MFT-Kamera mehr und erst recht kein 6.3/12-200 mm für 900€.
Er hat die ganze Fotowelt in einem winzigen 300g leichten Paket mit Sucher, Klappmonitor  und weltbesten AF immer dabei.

 

So mancher fühlt sich vielleicht vor den Kopf gestoßen, denkt das Harry jetzt alles von einer Canon, zur Nikon und mFT zur Sony-Seite umfunktioniert. Stimmt nicht, ich will nur mit meiner Erfahrung nicht mit dem zweit- oder drittbesten Material arbeiten, sondern immer mit dem besten. Das kam lange von Canon, bis Nikon bei den Kameras deutlich überholte und Sony endlich halbwegs gut nutzbare Kameras brachte. Bei den Objektiven ist Canon immer noch die Macht, ich hatte die neuen R-Objektive zum Test und sie sind alle Spitze. Nur das 2.0/28-70 mm L spricht mich gar nicht an. Aber die Sensoren und der AF dahinter sind bisher nicht gut genug um Leistungsreserven auszuloten. Bei Sony ist sicher nicht jedes Zoom auf der Ideallinie, aber die Sensoren und Prozessoren reißen das allemal raus.
Ich werde auch weiterhin alle Anbieter von Fotogeräten kritisch hinter fragen und keinen schonen. Nikon ist auf einem guten Weg und Canon wird es auch schaffen, es dauert nur noch Jahre. Es muss jeder selbst entscheiden, wie lange er mit schwächeren Kameras weiter fotografiert oder wann die Zeit reif ist für einen Umstieg oder Ergänzung.
Mir fällt es auch sehr schwer, Geld für das extrem teure Vollformat-Spiegelfrei-System zusammen zu kratzen und ich kaufe nur die Objektive, die mir echte Vorteile bringen. Bisher habe ich kein einziges Objektiv unter 90 mm. Ich vermisse aber auch keins wirklich. Und die anderen bieten nur bis 105 mm oder 200 mm an.

 

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