Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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21. April 2026
Wald-Käuze 2024 – ROCHADE

Wir leben in der Versicherungs und Sicherheits-Blase – das sind alles nur Hirngespinste.
Wenn einer mit Macht und dicker Keule kommt, müssen wir uns bis auf’s Blut verteidigen.
In Wahrheit ist das Leben, unser aller Leben, in jeder Sekunde ein Überlebenskampf, ein Kampf um Stärke, einfaches Futter und Unversehrtheit!
Bei den Tieren ist das für geduldige Menschen auch jederzeit zu beobachten.
Weil ich den zappeligen Autofokus der Z9 leid war, habe ich sie auf manuelles Fokussieren eingestellt und zusätzlich die Farbe zurück genommen und nur das 6.3/800 mm verwendet. Allerdings lies das schwach Licht es nicht zu, wirklich kurze Zeiten zu wählen, meist mußte ich bei 1/500 oder maximal 1/1000 bleiben und RAW zusätzlich nutzen, um bei 20 BpS noch um 10.000 ISO zu bleiben.
Ich war früh um 5.30 Uhr bei den Wald-Käuzen und ihrem Nachwuchs, als sich folgendes entwickelte:

 

 

Ich habe mich an eins der schwierigsten Motive gewagt – Eulenvögel.
Nicht das sie meinen ich habe mich im Nordseestrand vergraben – ich habe ausgerechnet wieder ein neues Vogelprojekt begonnen, dem ich täglich bis zu 7 Stunden witme.
Nach Buntspecht, Grünspecht, Meise, Star, Bienenfresser, Rotkelchen, Haubentauchern, Eisvogel, Zaunkönig, Kleiber, Zwergtauchern, Austernfischer, Küstenseeschwalbe, Wasseramsel habe ich jetzt den Steinkauz im Visier.
Ausgerechnet ich, der mit Vögeln nie viel zu tun hatte und wie ein Pölking, Morris oder auch nur so gut wie die anderen Spitzen-Vogelfotografen, werde ich sicher nicht. Dafür weiß ich zu wenig, habe in der Jugend zu wenig über Vögel, Gesang, Reviere und Verhalten gelernt. Ich war immer Katzen- und jetzt auch Eichhörnchen-Mensch, das bleiben auch meine Lebens-Motive.
Aber ein Eulen-Vogel war immer ein Wunschprojekt.

Es ist vergleichsweise fotografisch gut zu aufzulösen, wenn wir bei wenig Licht fotografieren muss, immerhin stehen uns heute Teleobjektive mit f:1.2 und f:1.8 und dann noch f:2.8 und f:4.0 Lichtstärke und Empfindlichkeiten bis 6400 ISO plus Entrauschungssoftware zur Verfügung.
Und es ist auch nicht mehr so schwierig sehr lange Brennweiten für größere Distanzen zum Motiv zu verwenden, für gutes Licht gibt es 800 mm sogar schon unter 1000€. Nur jenseits 800 mm wird die Luft sehr dünn, dann helfen nur noch Konverter, Sensoren oder Spektive.
Jedoch die Kombination aus wenig Licht bei Entfernungen von 50-200m stellen eine weiterhin kaum überwindbare Hürde mit ständigen Kompromissen dar. Bewegungen sind fast gar nicht scharf einzufangen – außer mit Blitz oder Kunstlicht.

Extrem-Telefotografie
Wer noch denkt, 500-600 mm seien schon viel Brennweite und wer sich traut dann den Ausschnitt auf vergleichbar 900 mm zu nutzen, wähnt sich sicher am Ende der Telebrennweiten.
Doch trotz aller technischen Verbesserungen und hochauflösender Sensoren ist das Mitnichten das Ende der erhofften Reichweite.Auch 1200 mm, 1700 mm und sogar 2000 mm können bei kleinen Tieren mit hoher Fluchtdistanz durchaus wichtig werden – Ich sage nur Steinkauz!
Nur leider sind die Steigerungen der Vergrößerung und die sichtbaren Details keineswegs unbegrenzt steuerbar – zumindest nicht ohne Weltraum-Satelliten-Technik. Schon bei 600 mm kann kalte aufsteigende Luft, Fotos schnell unbrauchbar machen. Und auch die Unterschiede zwischen 1000 mm und 2000 mm sind vergleichsweise gering, viel geringer als die Zahlen vermuten lassen. Größtes Problem ist heute nicht mehr nur die ruhige Haltung der Kamera (da helfen IS, VR & IBIS sehr viel)sondern die vorhandene Lichtstärke, die noch kurze Belichtungszeiten und mittlere ISO-Push-Empfindlichkeiten zulässt. Ohne viel Licht gelingt meistens kein Telefoto. Nicht ganz umsonst werden die Objektive von Canon mit Anfangsöffnungen f:7.1, f:8 und f:11 so kritisch diskutiert und so oft als untauglich befunden. Das kommt aber zumeist von Fotomenschen, für die immer noch 800 ISO das Limit darstellt.
Trotzdem, für mein Projekt war die Canon R7 mit Canon 11/800 mm und erst recht mit 14x Konverter bei f:16 allenfalls an sehr klaren Tagen nach dem regen und sehr viel Licht brauchbar.
Denn bei der Kombination begegnen uns alle Hürden auf einmal. Die R7 rauscht wegen der 32 MP auf kleiner Fläche schon jenseits 1600 ISO stärker, f:11 lässt sehr wenig Licht durch und der RollingShutter der R7 kann durch Bewegungen des Objektivs oder Motivs schnell die Fotos verzerren.
Die anderen Eulenfreunde mussten mit 5.6/200-500 mm und 6.3/150-600 mm oft früher aufgeben, weil die Distanz von 60m bis 200m einfach zu groß war.
Ein 5.6/800 mm schien neben einem 4.0/600 mm plus TC die einzige Möglichkeit.

Ich hatte dann schnell die OM-1 zur Hand, denn bis zu 1600 mm bei f:4.5 sind konkurrenzlos. Aber nach ersten guten Fotos war ich trotzdem extrem limitiert durch fehlendes Licht, Abends nach 21.45 Uhr – da half dann auch irgendwann f:4.5 am kleinen MFT-Sensor nicht mehr und 800 mm sind noch deutlich zu wenig Brennweite um die scheuen und sehr kleinen Vögel nicht zu stören.
Weit entfernte Motive nah heran holen, klappt bestens, aber 16-20 cm kleine Vögel in mehr als 30-60 m Entfernung groß darzustellen und detailliert zu zeigen, ist etwas ganz anderes.
Deshalb wechselte ich notgedrungen auf Nikon Z9 mit 6.3/800 mm und 1.4x TC, Gleichzeitig eine gute Möglichkeit die Version 4.0 für die Z9 unter echten Wildlife-Bedingungen am Limit zu betreiben.
Eins wird sofort klar, ich weiß nicht, was die vielen anderen uns als Wildlife mit den tollen Nikon-Kameras verkaufen wollen, wo dann in Bildserien meist jedes Bild perfekt scharf auf dem Auge gespeichert wird – ich weiß nur, auch mit Version 4.0 habe ich weit mehr als 60% Ausschuss – wo der Fokus nicht sitzt. An schnelle Bildfolgen ist dabei gar nicht zu denken! Ganz oft wird ein Kauz gar nicht gefunden und erkannt, erst wenn ich auf Halbformat umschalte gelingt es etwas besser. Allerdings kein Vergleich zu OM-1 und erst recht nicht zu R7, R5 und 7RV, A1!
Wenn man an Menschen gewöhnte Vögel auf festgelegten Strecken abknipst, mag da mehr gehen – aber meine Steinkäuze geben einen Vogelschiss auf Internet, Nikon und Menschenvertrauen.
Mit allen 6.3/600 mm oder gar 7.1/500 mm Zoom-Objektiven braucht man da gar nicht anzutreten.
Somit bleiben für die Aufgabe aus meiner Sicht aktuell nur:
Sony A1 mit 4.0/600 mm +TC
Canon R5 mit 4.0/600 mm TC oder 5.6/800 mm – das 11/800 mm scheitert hier
Und das ist alles in der höchsten Preisschiene, da ist man mehr als 15-20.000 € los.
Deshalb kann hier nur die OM-1 mit 4.5/150-400 mm und die Nikon Z9 mit 6.3/800 mm in Frage kommen.
Die OM-1 zeigt Probleme bei 2x Digitalvergrößerung, wenn sich Motive schnell oder unregelmässig bewegen und wenn man jenseits 3200 ISO arbeitet – dann werden gute Fotos mehr zum Zufall. Und das Licht muß optimal sein.
Die Z9 zeigt immer wieder einmal seltsames AF-Verhalten, kann nicht folgen, bleibt nicht auf dem Motiv, findet die Augen nicht etc.
Wenn ich – wie sicher viele es tun – nur Vollformat nutze – dann versagt die Motiverkennung aus so grosser Distanz auf so kleine Motive häufig. Trotz der prägnanten Eulenaugen. Erst wenn ich in Halbformat wechsle und auch 1.4 x TC einsetze und das Motiv größer wird, ist der AF besser brauchbar – wenn auch weit entfernt von der “Werbe-Perfektion”.

Jeder Steinkauz kann seinen Kopf um bis zu 360° drehen – vor allem aber, er kann das schneller als eine Kamera es bisher festhalten kann – im kleinsten Bruchteil einer Sekunde wechselt der Blick von hinten nach vorne bei 180° Drehung des Kopfes.

Die Fotografie der 6 Steinkäuze unter schwierigsten Bedingungen… haben mein Wissen vertieft.
Ich weiß jetzt wieder, das alle optischen Objektivtests praktisch oft wertlos sind. Entscheidend ist nur das Licht.
Und heute auch der Sensor – mehr noch als das eigentliche Glas.
Das viel gescholtene Canon RF 11/800 mm kann ein ganz erbärmliches Objektiv sein, vor allem in hellem Sonnenlicht an der R7. Aber in anderer Lichtsituation eben auch ein sehr gutes, das den Vergleich mit 20 mal teureren Objektiven optisch kaum zu scheuen braucht.

Die OMDS OM-1 mit 4.5/150-400 mm überzeugt manchmal einfach nicht, schon gar nicht mit äußerster Brennweite und Bildausschnitt. Es hängt davon ab wie das Licht ist, der Bildstabilisator arbeitet und wie das Motiv oder ich selbst mich bewege/verwackle – dann kann es auch mal Mist abliefern. Aber meistens ist es fantastisch.

Die vielverbreitete Aussage, das Vollformatkameras immer bessere Qualität abliefert stimmt so einfach nicht. Es kann so sein, muß aber nicht – ich habe genug Beispiele mit OM-1, R7, Fuji X-H1 wo es nicht so ist und sehe fast jeden Tag Fotos mit der Nikon D500, die Vollformat sogar überlegen sind.

Ich habe inzwischen auch kein wirkliches Verständnis mehr für Menschen, die Tele-Fotografie und bewegte Motive mit Einzelbildmodus oder auch nur mit 5 B/Sec betreiben. Sie verpassen so viele atemberaubende Momente…

 

Erst wenn wir Menschen drastisch reduziert sind, wird es wieder mehr Tiere geben – das ist meine Erkenntnis.
Wo sollen die Tiere denn hin? Wenn wir alles betonieren oder fällen oder vergiften? Sicher gibt es jetzt spannende Begegnungen direkt in den Städten oder um unsere Häuser – aber dort wo die gebaut sind haben vorher viele Tiere und Pflanzen gelebt und jetzt suchen sich die letzten anderen Lebewesen nur einen Platz wo sie noch bleiben können.
Darüber können wir nicht froh sein!
Die Tierarten und Exemplare werden jetzt so schnell weniger, dass sich an jedem scheinbar spektakulären Motiv gleich dutzende Fotografen mit langen Tüten einfinden.
Und zu den langen Tüten gleich noch eins, Tamron, Sigma und Canon haben dafür gesorgt das Brennweiten wie 500 mm, 600 mm und jetzt sogar 800 mm und 1200 mm für fast jeden erschwinglich sind, der sich eine neue spiegelfreie Systemkamera kauft. Leicht, handlich, schnell, verwicklungsarm, scharf und preiswert – ist nur um 1000€. Was dazu führt, das Menschen wie ich immer mehr in der Horde stehen müssen und jedes Lebewesen schnell “totfotografiert” ist.
Es ist auch fast egal, welche Kamera dahinter ist, heute wird alles stabilisiert, enttäuscht und geschärft und fertig ist das Supi-Bild.
Schön ist das alles nicht mehr!

 

 

1. Januar 2019
Eichhörnchen vor 2021




 

1. Januar 2019
Good-bye 2018 – welcome 2019

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Was sollte man sich zum Jahresende 2018 aus der Foto-Technik gönnen?
(Ich verstehe zwar bis heute nicht, warum Weihnachten da so wichtig ist und warum sich jeder irgendwie noch schnell belohnen will, aber seis drum.)
Mein Geld ging dieses Jahr schon früh an Sony und Samsung. Sony ist klar (7RIII) und Samsung, weil alle tollen Fotos nichts nützen, wenn ich sie mir nicht schnell und in bester Qualität ansehen kann (Samsung Q7 65″ Fernseher).

2018 war noch schlimmer als 2017 – so wird es von vielen Menschen empfunden – Vögel, Insekten sind jetzt nach den Säugetieren ebenfalls um mehr als 80% reduziert – nachweißlich seit den 70iger Jahren.
dramatisch offensichtlich – das Sterben der Pflanzen- und Tierarten kann jetzt kaum noch jemanden kalt lassen – das Klima kann einen verrückt machen und die allermeisten Menschen lassen sich von ihrem Selbstzerstörer-Gen leiten und machen genauso weiter wie bisher oder es tauchen immer mehr auf, die zu denken scheinen: “Jetzt erst recht”.

Und das es so alles nicht weiter gehen darf, muß jedem schmerzlich klar sein.
Wir sollten die Tiere, Pflanzen und alle Natur jetzt gegen alle Widerstände beschützen, pflegen, wieder aufbauen.
Das fängt bei der Vermeidung jeglicher Plastiktüten und Umverpackungen an und zieht sich leider durch unser ganzes Wohnstands-Verhalten. Und vielleicht sollten wir, die wir gerne fotografieren, noch stärker die Umweltzerstörung dokumentieren, öffentlich machen und anprangern.

Trotzdem hoffe ich, daß jeder auch schöne Erlebnisse aus dem Jahr 2017 in seiner Erinnerung wach halten kann oder sogar auf Fotos fest gehalten wurden.

In der Fotobranche hat sich aus meiner Sicht einiges verändert:

  • mein ehemaliges Stammsystem Canon EOS hat erneut nichts überzeugendes geliefert
  • die ehemalige Profimarke NIKON ist bei DSLR-Technik weiter technisch Nummer 1 – hat in jedem Segment die ausgereifteste Kamera
  • Panasonic hat einen Sprung gemacht, nach 10 Jahren will man auch Vollformat spiegelfrei anbieten
  • Olympus macht genauso bedenklich weiter wie in den letzten Jahren – hohe Preise, viele Versprechen
  • Sony ist in aller Munde und macht Boden gut
  • Pentax war sehr ruhig, auch wenn die K1II natürlich eine tolle Ausnahmekamera ist
  • Fujifilm fährt den vollen Angriff auf das Establishment und hat Erfolg, verärgert aber mit Cash-Back die Kunden
  • Sigma kann weiter viele mit den ART-Objektiven überzeugen – mich bisher kaum
  • Adobe macht genauso schlimm und schlecht weiter und fast alle müssen mit machen, mangels Alternativen

Wir können erkennen, das die Hochphase der Fotogeräte, wie wir sie kennen, seit einigen Jahren vorüber ist und so wohl nie wieder zurückkehrt. Aber was kehrt schon zurück? Ab jetzt werden die Verkaufszahlen nur noch sinken, das ist selbst Canon klar, die sich schon in andere Richtungen orientieren. Auch die Filmerei ist da kein echter Hoffnungsschimmer.

Die Zukunft wird Iris-Kameras und andere noch kaum vorstellbare Konzepte, bringen. Aber zuerst einmal kommt ein elektronischer Verschluss, Panasonic und Canon arbeiten intensiv daran – das gesamte Bild mit einem Schnapp zu speichern.

Für mich persönlich ist noch keine große Reise geplant ….

Finanziell war es ein sehr schwieriges Jahr, ich möchte mich nicht unterordnen, nicht den Werbeschreiern zum Frass vorwerfen (auch wenn ich mich für Manchen vielleicht derzeit mit Nikon, Canon, Fuji vielleicht ähnlich anhöre – aber das kommt aus Erfahrung und Überzeugung, aus besseren Bildergebnissen und nicht aus finanziellen Interessen oder gar um anderen Firmen zu schaden).

Aber auch die tollen Erlebnisse in der Schweiz/Lichtenstein und die Liebe der Katzen dort – bleibt unvergessen…

Die Verlierer des Jahres 2018:

  1. Pentax
    hat kein neues Objektiv angekündigt und nur ein Objektiv ausgeliefert: 1.4/50 mm und das 2.8/11-18 mm für Halbformat lässt weiter auf sich warten
  2. Canon
    konnte auch mit der EOS R nicht überzeugen und weiß gar nicht mehr was sie eigentlich anbieten sollen.
  3. Panasonic
    hat sich mit den S1 Kameras weit vorgewagt, mit den Preisen auf jeden Fall zu weit.
  4. Nikon
    wir haben mehr von einer Nikon Z erwartet, vor allem mehr Objektive.
  5. Sigma
    hat viele neue Objektive geliefert, aber mich haben von den 8 Objektiven nur 2 überzeugt: 6.3/60-600 mm & 1.4/56 mm



30 Jahre Praxistests und ich habe immer mit dem allerbesten Foto-Equipment gearbeitet, nicht immer mit dem teuersten, ich habe immer versucht die Objektive und Kameras den Motiven anzupassen und so mache ich weiter. Gerade heute war ich mit der Nikon D500 und dem 1.4/105 mm in der verzauberten Winterlandschaft unterwegs, natürlich alles mit f:1.4 – denn wozu sollte ich ein über 2000€ teures Objektiv abblenden – dann könnte ich ja gleich mit einer Zoom-Linse arbeiten. Mir reicht wenn 1 Millimeter scharf ist – das Bild muss nur wirken.
Unterwegs sprach mich heute ein “Pinguin” an (= Nonne – ich meine das nicht despektierlich, sondern lieb) und war neugierig, welche Fotos ich aus dem Apparat zaubere, sie war sehr überrascht und ich lies mich zu der Bemerkung hinreißen:
“Was dem Einen sein Gebet – ist für mich die Fotografie”
Doch sie reagierte komplett anders als erwartet und freute sich noch mehr und verstand mich vollkommen, die nähe zur wundervollen Schöpfung verband uns.
Ein klasse Moment.

Viele Testseiten scheinen mir fast sinnlos, weil es unfassbar schwer ist – gegen eine Masse von Tests anzuschreiben oder aber deren übereilte Feststellungen teilweise wiederholen oder widerlegen zu müssen. Aber AUFGEBEN ist trotzdem keine Option. Auch ich werde mich mit meiner Schreibe, meinen Tests und Erkenntnissen irgendwie weiter entwickeln und behaupten. Und ich bin jederzeit gerne für SIE hier, Antworte, mache mir Gedanken, gebe Rat, gebe persönliche Workshops und helfe auf die Sprünge!

Testen SIE mich aus! Mail an HarryPX@T-Online.de

P:S: Die wichtigste Buchempfehlung für unsere Zeit: Alle Bücher von Peter Wohlleben – dessen Name schon alleine Programm für unsere Zeit ist. Endlich mehr Verständnisse für Bäume, Pflanzen, Tiere – total verständlich und sehr wichtig!

Welcome 19

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

28. Dezember 2018
Lügen-Marketing – Canon EOS R

Kameras die die Welt nicht braucht – Ressourcenvergeudung: Canon EOS R

Jetzt landen immer mehr Canon EOS R Kameras bei den Händlern und die wollen sie so gar schon verleihen (weil keiner sie kauft?).
Nach 31 Jahren intensiver Arbeit mit Canon EOS kennt man seine EOS und den dazu gehörigen Autofokus – denn EOS steht nicht zuletzt für eine besonders schnelle, leise & automatische Fokussierung.
Da liegen die kleinen Faltblätter – echte, komplette Prospekte zur EOS R habe ich bisher nicht gesehen.
CAPTURE THE FUTURE
steht großspurig verlogen darauf – hätten wir jetzt 1987, würde das sogar stimmen.
Aber Ende 2018 ist das geschmacklos.
Canon bewirbt sogar den schnellsten AF nach neuesten Cipa-Standards – ok Sony hat vor Jahren genauso fett gelogen bei der Alpha 6000 – aber die war damals schon erheblich schneller, rückfreier und besser auf den Punkt als die EOS R heute und das auch mit dem besonders schnell geltenden R 4.0/24-105 mm L IS(also ohne Adapter). Doch schon im Laden bei Mischlicht zeigt sich – das Versprechen gilt allenfalls bei Mittagssonne mit bestem Kontrastmotiv und keinesfalls wenn das Licht etwas weniger wird – denn dann ist die R deutlich langsamer als jede Canon DSLR beim Blick durch den Sucher.
Weil ich mich ja selbst immer wieder überprüfe – habe ich mir gleich den Adapter geben lassen und 2.8/100 m  L IS Macro, 1.8/85 mm L IS und 5.6/70-300 mm STM IS geben lassen – letzteres mit STM-Antrieb war wirklich schnell, die beiden anderen waren spürbar zögerlicher, ruckelten sich gemächlich zum Ziel – als etwa so “schnell” wie 1987 die ersten EOS Kameras.

Werbeaussagen:
“Diese Kamera verbessert tatsächlich die Leistung meiner vorhandenen Objektive”
Verbessert – von was ausgehend??? Wie soll das physikalisch gehen? Kompletter Quatsch.
“Der AF ist einwandfrei”
Klar, so lange AF-Geschwindigkeit nicht zählt kann das stimmen, da der DSLR-AF zu Fehlfokus führen könnte.
“Mit dieser einen Kamera kannst du wirklich alles machen”
Was alles? Filmen & Fotografieren? Spielen? Ab in die Zukunft…

Canon-eos-r-Prospekt

Hier noch die bisherigen Erfahrungen, die ich neulich gepostet hatte:
Ich möchte hier einmal schildern wie so meine Meinung zu Stande kommt und was damit geschieht:
Ich gehe frohen Mutes zur Photokina – bin als einer der Ersten am Canon-Stand und sehe mir die Neuheiten an, Canon EOS R plus Objektive.
Seltsame Bedienung, angenehm griffig, fette Objektive, AF sehr flott, auch bei wenig Licht.
Dann Nachmittags ein Test mit vielen mir bekannten Tele-Objektiven – denn damit kenne ich mich am besten aus und weiß genau wie der AF reagiert – also mit Adapter an der EOS R.

Resultat: Autofokus in jeder Betriebsart schüchtern, keineswegs schnell und griffig am Motiv. Also Gegencheck an der EOS 5DIV – sofort sitzt der AF, beißt sich fast überall fest – keine Vergleich zur EOS R mit Adapter!
Diskussionen und Gespräche – ist ja keine Profikamera, ist noch nicht final, Kamera gerade erst ausgepackt …. blablabla.
2 Tage später wieder da, Wiederholung der Versuche, auch im Tageslicht – gleiches eindeutiges Ergebnis: Jede Canon DSLR (jede!) fokussiert mit identischen Objektiv schneller als EOS R.

Wochen vergehen, ich bin durch mit Canon, sehe meinen Verdacht komplett bestätigt, diese Kamera, dieses RF-System ist nur mit neuen RF-Objektiven schnell und brauchbar – nicht mit Adapter – zumindest nicht mit schnellem AF. Und es bleibt auch weiter dabei, Nikon D500, D850, D5 sind allesamt gemessen an Canon noch mal spürbar schneller und adaptierte Objektive der neuesten Bauart (!) von Nikon, wie das 5.6/500 mm sind an der Z7 sehr schnell, gefühlt nicht so deutlich langsamerer als an der D850 – aber die Trefferquote sinkt merklich – ergo kaum verlässlich.

Dann lese ich natürlich und schaue mir in Videos an, was die ganzen internationalen Kollegen zu sagen haben und wie Canon selbst sich darstellt und den AF bewirbt.
Dann kommen doch Zweifel, ich glaube ich spinne – bzw. das waren eben keine ausgereiften Kameras auf der Messe.
Also zweiter Versuch, auf den Weitblick- Fototagen – Ergebnisse wie auf der Photokina.
Wieder vergehen 2 Wochen, dann endlich die Gelegenheit beim Fotohändler, neue Kamera, die zum Verkauf steht mit Adapter und den Tele-Objektiven ausprobieren…
und siehe da – alles genau wie 2 Monate zuvor auf der Messe. Der AF ist mit 5.6/100-400 mm  L IS II, 2.8/300 mm L IS II, 2.8/400 mm L IS III eher zögerlich und keinesfalls auch nur annähernd so schnell und bissig wie mit der EOS 5DIV!
Und jetzt bleibe ich mir sicher – die Kollegen die das nicht ausprobieren, nicht verstehen – sind ahnungslos oder spinnen oder werden gut bezahlt. Canon wirbt geschickt mit dem schnellsten AF, den meisten Messfeldern, dem zuverlässigsten AF bei wenig Licht bis -6 EV (kleiner Hacken – nur bei f:1.2 Lichtstärke des Objektives! Bei einem f:4.0 sinkt die Performance schon auf -2.5 EV!).
Die Angaben von Canon stimmen – die Profimarke kann sich auch keine Falschaussagen leisten.
Doch man muß sie richtig in Kontext setzen: Canon spricht nie von Adaptern, nie von adaptierten Objektiven – sondern immer nur vom RF-System mit RF Objektiven – davon gibt es bisher 4 Stück bis 105 mm.

Also bitte vertrauen Sie mir, wenn ich sage, wenn Sie den schnellsten sichersten AF haben wollen:
nutzen Sie Nikon DSLR und Nikkor Objektive
nutzen Sie Sony Alpha Generation III Kameras und Sony Objektive
nutzen Sie die Panasonic G9/GH5/GH5s und Leica-Objektive
oder wegen mir auch die Canon EOS R mit RF-Objektiven bis 105 mm – wenn Sie nicht ohne Canon können.

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht