Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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21. April 2026
Wald-Käuze 2024 – ROCHADE

Wir leben in der Versicherungs und Sicherheits-Blase – das sind alles nur Hirngespinste.
Wenn einer mit Macht und dicker Keule kommt, müssen wir uns bis auf’s Blut verteidigen.
In Wahrheit ist das Leben, unser aller Leben, in jeder Sekunde ein Überlebenskampf, ein Kampf um Stärke, einfaches Futter und Unversehrtheit!
Bei den Tieren ist das für geduldige Menschen auch jederzeit zu beobachten.
Weil ich den zappeligen Autofokus der Z9 leid war, habe ich sie auf manuelles Fokussieren eingestellt und zusätzlich die Farbe zurück genommen und nur das 6.3/800 mm verwendet. Allerdings lies das schwach Licht es nicht zu, wirklich kurze Zeiten zu wählen, meist mußte ich bei 1/500 oder maximal 1/1000 bleiben und RAW zusätzlich nutzen, um bei 20 BpS noch um 10.000 ISO zu bleiben.
Ich war früh um 5.30 Uhr bei den Wald-Käuzen und ihrem Nachwuchs, als sich folgendes entwickelte:

 

 

Ich habe mich an eins der schwierigsten Motive gewagt – Eulenvögel.
Nicht das sie meinen ich habe mich im Nordseestrand vergraben – ich habe ausgerechnet wieder ein neues Vogelprojekt begonnen, dem ich täglich bis zu 7 Stunden witme.
Nach Buntspecht, Grünspecht, Meise, Star, Bienenfresser, Rotkelchen, Haubentauchern, Eisvogel, Zaunkönig, Kleiber, Zwergtauchern, Austernfischer, Küstenseeschwalbe, Wasseramsel habe ich jetzt den Steinkauz im Visier.
Ausgerechnet ich, der mit Vögeln nie viel zu tun hatte und wie ein Pölking, Morris oder auch nur so gut wie die anderen Spitzen-Vogelfotografen, werde ich sicher nicht. Dafür weiß ich zu wenig, habe in der Jugend zu wenig über Vögel, Gesang, Reviere und Verhalten gelernt. Ich war immer Katzen- und jetzt auch Eichhörnchen-Mensch, das bleiben auch meine Lebens-Motive.
Aber ein Eulen-Vogel war immer ein Wunschprojekt.

Es ist vergleichsweise fotografisch gut zu aufzulösen, wenn wir bei wenig Licht fotografieren muss, immerhin stehen uns heute Teleobjektive mit f:1.2 und f:1.8 und dann noch f:2.8 und f:4.0 Lichtstärke und Empfindlichkeiten bis 6400 ISO plus Entrauschungssoftware zur Verfügung.
Und es ist auch nicht mehr so schwierig sehr lange Brennweiten für größere Distanzen zum Motiv zu verwenden, für gutes Licht gibt es 800 mm sogar schon unter 1000€. Nur jenseits 800 mm wird die Luft sehr dünn, dann helfen nur noch Konverter, Sensoren oder Spektive.
Jedoch die Kombination aus wenig Licht bei Entfernungen von 50-200m stellen eine weiterhin kaum überwindbare Hürde mit ständigen Kompromissen dar. Bewegungen sind fast gar nicht scharf einzufangen – außer mit Blitz oder Kunstlicht.

Extrem-Telefotografie
Wer noch denkt, 500-600 mm seien schon viel Brennweite und wer sich traut dann den Ausschnitt auf vergleichbar 900 mm zu nutzen, wähnt sich sicher am Ende der Telebrennweiten.
Doch trotz aller technischen Verbesserungen und hochauflösender Sensoren ist das Mitnichten das Ende der erhofften Reichweite.Auch 1200 mm, 1700 mm und sogar 2000 mm können bei kleinen Tieren mit hoher Fluchtdistanz durchaus wichtig werden – Ich sage nur Steinkauz!
Nur leider sind die Steigerungen der Vergrößerung und die sichtbaren Details keineswegs unbegrenzt steuerbar – zumindest nicht ohne Weltraum-Satelliten-Technik. Schon bei 600 mm kann kalte aufsteigende Luft, Fotos schnell unbrauchbar machen. Und auch die Unterschiede zwischen 1000 mm und 2000 mm sind vergleichsweise gering, viel geringer als die Zahlen vermuten lassen. Größtes Problem ist heute nicht mehr nur die ruhige Haltung der Kamera (da helfen IS, VR & IBIS sehr viel)sondern die vorhandene Lichtstärke, die noch kurze Belichtungszeiten und mittlere ISO-Push-Empfindlichkeiten zulässt. Ohne viel Licht gelingt meistens kein Telefoto. Nicht ganz umsonst werden die Objektive von Canon mit Anfangsöffnungen f:7.1, f:8 und f:11 so kritisch diskutiert und so oft als untauglich befunden. Das kommt aber zumeist von Fotomenschen, für die immer noch 800 ISO das Limit darstellt.
Trotzdem, für mein Projekt war die Canon R7 mit Canon 11/800 mm und erst recht mit 14x Konverter bei f:16 allenfalls an sehr klaren Tagen nach dem regen und sehr viel Licht brauchbar.
Denn bei der Kombination begegnen uns alle Hürden auf einmal. Die R7 rauscht wegen der 32 MP auf kleiner Fläche schon jenseits 1600 ISO stärker, f:11 lässt sehr wenig Licht durch und der RollingShutter der R7 kann durch Bewegungen des Objektivs oder Motivs schnell die Fotos verzerren.
Die anderen Eulenfreunde mussten mit 5.6/200-500 mm und 6.3/150-600 mm oft früher aufgeben, weil die Distanz von 60m bis 200m einfach zu groß war.
Ein 5.6/800 mm schien neben einem 4.0/600 mm plus TC die einzige Möglichkeit.

Ich hatte dann schnell die OM-1 zur Hand, denn bis zu 1600 mm bei f:4.5 sind konkurrenzlos. Aber nach ersten guten Fotos war ich trotzdem extrem limitiert durch fehlendes Licht, Abends nach 21.45 Uhr – da half dann auch irgendwann f:4.5 am kleinen MFT-Sensor nicht mehr und 800 mm sind noch deutlich zu wenig Brennweite um die scheuen und sehr kleinen Vögel nicht zu stören.
Weit entfernte Motive nah heran holen, klappt bestens, aber 16-20 cm kleine Vögel in mehr als 30-60 m Entfernung groß darzustellen und detailliert zu zeigen, ist etwas ganz anderes.
Deshalb wechselte ich notgedrungen auf Nikon Z9 mit 6.3/800 mm und 1.4x TC, Gleichzeitig eine gute Möglichkeit die Version 4.0 für die Z9 unter echten Wildlife-Bedingungen am Limit zu betreiben.
Eins wird sofort klar, ich weiß nicht, was die vielen anderen uns als Wildlife mit den tollen Nikon-Kameras verkaufen wollen, wo dann in Bildserien meist jedes Bild perfekt scharf auf dem Auge gespeichert wird – ich weiß nur, auch mit Version 4.0 habe ich weit mehr als 60% Ausschuss – wo der Fokus nicht sitzt. An schnelle Bildfolgen ist dabei gar nicht zu denken! Ganz oft wird ein Kauz gar nicht gefunden und erkannt, erst wenn ich auf Halbformat umschalte gelingt es etwas besser. Allerdings kein Vergleich zu OM-1 und erst recht nicht zu R7, R5 und 7RV, A1!
Wenn man an Menschen gewöhnte Vögel auf festgelegten Strecken abknipst, mag da mehr gehen – aber meine Steinkäuze geben einen Vogelschiss auf Internet, Nikon und Menschenvertrauen.
Mit allen 6.3/600 mm oder gar 7.1/500 mm Zoom-Objektiven braucht man da gar nicht anzutreten.
Somit bleiben für die Aufgabe aus meiner Sicht aktuell nur:
Sony A1 mit 4.0/600 mm +TC
Canon R5 mit 4.0/600 mm TC oder 5.6/800 mm – das 11/800 mm scheitert hier
Und das ist alles in der höchsten Preisschiene, da ist man mehr als 15-20.000 € los.
Deshalb kann hier nur die OM-1 mit 4.5/150-400 mm und die Nikon Z9 mit 6.3/800 mm in Frage kommen.
Die OM-1 zeigt Probleme bei 2x Digitalvergrößerung, wenn sich Motive schnell oder unregelmässig bewegen und wenn man jenseits 3200 ISO arbeitet – dann werden gute Fotos mehr zum Zufall. Und das Licht muß optimal sein.
Die Z9 zeigt immer wieder einmal seltsames AF-Verhalten, kann nicht folgen, bleibt nicht auf dem Motiv, findet die Augen nicht etc.
Wenn ich – wie sicher viele es tun – nur Vollformat nutze – dann versagt die Motiverkennung aus so grosser Distanz auf so kleine Motive häufig. Trotz der prägnanten Eulenaugen. Erst wenn ich in Halbformat wechsle und auch 1.4 x TC einsetze und das Motiv größer wird, ist der AF besser brauchbar – wenn auch weit entfernt von der “Werbe-Perfektion”.

Jeder Steinkauz kann seinen Kopf um bis zu 360° drehen – vor allem aber, er kann das schneller als eine Kamera es bisher festhalten kann – im kleinsten Bruchteil einer Sekunde wechselt der Blick von hinten nach vorne bei 180° Drehung des Kopfes.

Die Fotografie der 6 Steinkäuze unter schwierigsten Bedingungen… haben mein Wissen vertieft.
Ich weiß jetzt wieder, das alle optischen Objektivtests praktisch oft wertlos sind. Entscheidend ist nur das Licht.
Und heute auch der Sensor – mehr noch als das eigentliche Glas.
Das viel gescholtene Canon RF 11/800 mm kann ein ganz erbärmliches Objektiv sein, vor allem in hellem Sonnenlicht an der R7. Aber in anderer Lichtsituation eben auch ein sehr gutes, das den Vergleich mit 20 mal teureren Objektiven optisch kaum zu scheuen braucht.

Die OMDS OM-1 mit 4.5/150-400 mm überzeugt manchmal einfach nicht, schon gar nicht mit äußerster Brennweite und Bildausschnitt. Es hängt davon ab wie das Licht ist, der Bildstabilisator arbeitet und wie das Motiv oder ich selbst mich bewege/verwackle – dann kann es auch mal Mist abliefern. Aber meistens ist es fantastisch.

Die vielverbreitete Aussage, das Vollformatkameras immer bessere Qualität abliefert stimmt so einfach nicht. Es kann so sein, muß aber nicht – ich habe genug Beispiele mit OM-1, R7, Fuji X-H1 wo es nicht so ist und sehe fast jeden Tag Fotos mit der Nikon D500, die Vollformat sogar überlegen sind.

Ich habe inzwischen auch kein wirkliches Verständnis mehr für Menschen, die Tele-Fotografie und bewegte Motive mit Einzelbildmodus oder auch nur mit 5 B/Sec betreiben. Sie verpassen so viele atemberaubende Momente…

 

Erst wenn wir Menschen drastisch reduziert sind, wird es wieder mehr Tiere geben – das ist meine Erkenntnis.
Wo sollen die Tiere denn hin? Wenn wir alles betonieren oder fällen oder vergiften? Sicher gibt es jetzt spannende Begegnungen direkt in den Städten oder um unsere Häuser – aber dort wo die gebaut sind haben vorher viele Tiere und Pflanzen gelebt und jetzt suchen sich die letzten anderen Lebewesen nur einen Platz wo sie noch bleiben können.
Darüber können wir nicht froh sein!
Die Tierarten und Exemplare werden jetzt so schnell weniger, dass sich an jedem scheinbar spektakulären Motiv gleich dutzende Fotografen mit langen Tüten einfinden.
Und zu den langen Tüten gleich noch eins, Tamron, Sigma und Canon haben dafür gesorgt das Brennweiten wie 500 mm, 600 mm und jetzt sogar 800 mm und 1200 mm für fast jeden erschwinglich sind, der sich eine neue spiegelfreie Systemkamera kauft. Leicht, handlich, schnell, verwicklungsarm, scharf und preiswert – ist nur um 1000€. Was dazu führt, das Menschen wie ich immer mehr in der Horde stehen müssen und jedes Lebewesen schnell “totfotografiert” ist.
Es ist auch fast egal, welche Kamera dahinter ist, heute wird alles stabilisiert, enttäuscht und geschärft und fertig ist das Supi-Bild.
Schön ist das alles nicht mehr!

 

 

26. Dezember 2018
Weihnachtsgedanken

Baumschmuck – dieses Jahr mit Sony Alpha 7RIII und Sony 1.4/85 mm GM

Ich denke die Fotoindustrie rast in eine Sackgasse und ich hoffe das sie den Wendehammer noch erreichen, bevor die Strassenschluchten doch zu eng werden.
Oft schon habe ich gesagt, Vollformat ist gut und schön, hohe Auflösung ist klasse, wenn man sie nutzen kann – doch wenn das zu folgendem führt – wird die Sackgasse immer enger:
– Extrem teure Kameras und Objektive
– Ungewohnt große, dicke und schwere Objektive
– Verbesserungen, die man unter günstigen Bedingungen nicht mehr, oder nur im direkten Produktvergleich erahnen/sehen kann.

Deshalb ist Vollformat 2018 mehr denn je zuvor eine Sackgasse und der einzige Wendehammer kann ein kleineres Aufnahmeformat mit neuen Sensoren, neuen Dateiformaten sein und eine Trennung von überambitioniertem 4K-Video und quadratische Sensoren mit global Shutter sind aus meiner Sicht die einzige wirkliche Optimierung – die wir für das kommende Jahrzehnt brauchen.
Für mich müssen zwei Dinge unbedingt erreicht werden – 4K-Video muss aus Fotokameras verschwinden – wer Filmen will, soll eine Videokamera kaufen und der Hochformat-Quatsch muss endlich zugunsten quadratischer Sensoren aufgegeben werden.

Digitale Fotokamera Vergangenheit und Zukunft: Ich rechne der deutschen Foto-Industrie hoch an, dass sie erkennen, was die Japaner verschlafen haben, dass sie erstmals wirklich innovative Schritte gehen (wie die Zeiss ZX1, die in Kürze verkauft wird).
Vor Jahren hat ausgerechnet Leica ! damit begonnen einen sehr schnellen AF zu bieten, Kameras ohne Spiegel und mit neuartiger Apple-Smartphone-Bedienung und jetzt geht Zeiss mit.
Das man Fotos in der Kamera bearbeiten können sollte – scheint mir seit mehr als 10 Jahren wünschenswert und wichtig, Samsung war auf einem guten Weg, aber Canon, Nikon, Sony, Pentax, Olympus, Panasonic und Co träumen einfach weiter.
Doch letztlich ist für mich eine Leica SL ein furchtbarer Backstein – den ich niemals bedienen möchte und eine Leica TL ohne integrierten Sucher auch nicht spannend. Diese klinischen, minimalistischen Geräte sind nicht meine Wahl – wenn ich kreativ fotografieren will – erst Fujifilm hat die Bedienung dahin geführt, wie sie immer sein sollte (weitgehend), Panasonic und Olympus haben das auch gut erkannt und Canon und Nikon erlauben immerhin jetzt auch wieder die Einstellung der Blende/Zeit am Objektiv – aus meiner Sicht war es ein historischer Fehler den Blendenring abzuschaffen – „Danke“ an Minolta und Canon – das war schon ein Schritt zu weit. Doch jetzt wurden wir endgültig von der mechanischen Fokussierung entkoppelt. Nach Sony bieten jetzt auch Canon und Nikon in ihren neuen Objektiven nur noch eine elektronische Bedienung von Schärfe, Blende, Belichtungszeit oder Korrektur an. Die Kameras brauchen ab jetzt immer für alles Strom. Und die Akku-Reichweite der EOS R wie NIKON Z Kameras sind noch blamabel – Sony bekommt es inzwischen mit mehr als doppelt so viel Kapazität, besser hin.

Und jetzt Zeiss ZX1 mit viel Touch – egal wie gut die erreichbare BQ daraus sein könnte – für mich ist das keine KAMERA.
Eine Panasonic LXII macht im Kleinen vor wie kompakte Kameras sich harmonisch bedienen lassen und die G9 bei den Systemkameras – daran müssen sich für mich alle Neuerscheinungen messen.
Sonst schwätzen wir demnächst noch mit den Kameras und unsere Finger verkümmern zu Klumpen – Finger wollen etwas zu drehen und zu drücken – immer etwas zu entdecken haben – Touch-Monitore für alles, sind in meiner Wahrheit keine Innovation, sondern führen zur Verkrüppelung. Und Stimmbedienung halte ich noch weniger für sinnvoll – es führt nur zu noch mehr Irritation und Überwachung und Faulheit.Spiegelfrei & alte Objektive

Jetzt entdecken plötzlich noch viel mehr Fotografen, dass sie an eine Nikon Z oder Canon EOS R ja praktisch alle Objektive adaptieren können, die jemals für Kleinbild und sogar für andere Formate, hergestellt wurden (genauso wie bisher schon an allen Sony Alpha und Leica SL Kameras).
Das kann mal spannend sein für einen langweiligen Sonntag, nur den echten Sinn darin sehe ich nicht. Warum sollte ich einen modernen Sensor mit mindestens 24 Millionen Bildelementen mit einer alten Glaskonstruktion ausbremsen und belasten?
Allenfalls für besondere Stimmungsbilder ist das interessant.
Aber ich war nie ein Mensch für Altes, weder Oldtimer, alte Uhren, alte Möbel noch alte Kameras und Objektive haben es mit je sonderlich angetan. Ja man behält die erste Kamera mit der man mal besondere Fotos realisiert hat – Pentax LX und MESuper, aber mehr auch nicht. Wenn ich meinen aufwendigen Glaswechselsucher mit Bajonett von der LX an einer K1 einsetzen könnte, hätte das auf mich sicher mehr Reiz.
Canon versucht neue Käufer zu faszinieren.
Anders als Sony und Nikon kann Canon kaum mit den Kameras der letzten 6 Jahre besonders herausstechen, umso mehr versuchen sie es mit Objektiven.
Sony tat sich sehr schwer mit Alpha FE und E Objektiven, erst jetzt können 25 verschiedene FE Objektive angeboten werden. Nikon legt gleich einen Fehlstart mit den Z-Kameras hin, weil
nur 3 langweilige Objektive vorgestellt wurden.
Canon hingegen trumpft mit 4 neuen RF-Objektiven auf, davon sogar 2 sauteure. Das 2.0/28-70 mm L ohne IS hat keiner erwartet und keiner je vermisst. Doch trotzdem findet der dicke, 3500€ teure Brummer viel Beachtung. Und auch das 1.2/50 mm L ohne IS markiert auffallend das neue Canon RF-Revier.
4.0/24-105 mm L IS und 1.8/35 mm IS Macro sind für die Marke nur eine Fingerübung – überzeugen aber vom Start weg.

Wenn man sich die aktuell verliehenen „Preise“ von dp ansieht ergibt sich kein einheitliches Bild.
Jede Woche lese ich einen Haufen Falsch-Aussagen und unüberlegte, unreflektierte Meinungen – denen schlicht mehr praktisches Forowissen fehlt.
Bei Camera-Rentals wird die Canon EOS R auffallend positiv besprochen und ahnungslos geplappert, sie sei die erste und einzige Kamera, die bis Blende f:11 automatisch fokussieren kann.
Mitnichten! Es ist allenfalls die erste Canon-Kamera die das vermag.
Fuji, bleibt auch bei f: 8 flotter als jede Canon (5.6/100-400 mm + 1.4x) und Sony Alpha 9, Alpha 7III, Alpha 7RIII können längst mit 5.6/100-400 mm und 2x Extender fokussieren.
Und das erheblich schneller als Canon mit einem adaptierten 100-400 mm ohne Konverter an der EOS R!

Photoscala lobt die Fujifilm X-T3
Und vergisst so viel und weiß auch so wenig, über Fuji. Klar sind die Festbrennweiten bei Fuji besonders gut – zugleich aber auch technisch schon nicht mehr auf dem neuesten Stand (wie Sony, Oly, Pana, Leica).
Wer die X-T3 groß findet, hat bisher offensichtlich nur mit Sony E und Canon M Spielzeug hantiert. Sie ist keineswegs groß und der verkrüppelte Griff lässt sie wie einen Leica-Backstein wirken. Der Auslöser sitzt auf dem Kameragehäuse in einer Linie mit dem Sucher, wo er schon seit der Erfindung des Winders nicht mehr hin gehört. Kameras mit Griff-Wulst brauchen den Auslöser zur besseren Handhabung vorgelagert auf dem Griff!
Ein Batteriepack macht an der X-T Kamera nur sehr beschränkt Sinn, wenn man viel Akkukapazität braucht und überwiegend im Hochformat fotografiert. Sonst macht er die Kamera nur gewaltig groß und schwer und auffällig.
Genial gelöst sind die leichten, unauffälligen Metallgriffblenden mit der die Kameras geschützt und etwas handlicher werden – der Griff wird verbreitert.
Ein 1.2/56 mm braucht man heute nicht mehr heraus zu stellen, in dem Bereich haben alle Hersteller ein sehr gutes Objektiv (42,5mm – 45 mm / 85mm – 105 mm), allerdings nicht jeder unter 1000€.
Was der X-T3 fehlt ist keineswegs nur der Bildstabilisator, sondern auch ein leistungsfähigerer Akku, besserer Sensor für High-ISO, leiseren Verschluss, besserer Monitor, ein Status-Display auf der Kamera und eine bessere Bedienung. In so fern ist die X-H1 in allen Punkten die bessere Kamera.

Ein Sigma 2.8/12 mm Art ist in der Pipeline – das wäre dann eine weitere, schwere, fette und überflüssige Art-Linse für DSLR-Vollformat.
11 dieser Objektive gibt es dann von 12 mm bis 135 mm. Dann fehlen noch ein 2/200 mm, 2.8/300 mm, 2.8/400 mm …
Bzw. Sigma sollte endlich beginnen, diese ART-Objektive in leichterer, kürzerer Bauweise für spiegelfreie Kameras zu bringen.

Tamron werkelt an einem weiteren Reise-Zoom und wird wohl ein 24-300 mm für spiegelfreie Kameras vorbereiten.

Auch Canon ist in dem Bereich aktiv und hat ein 5.6/25-300 mm im Planungstadium – vermutlich für RF-Bajonett. Außerdem müssen ja 2.8/300 mm DO, 2.8/400 mm DO, 4.0/600 mm DO für RF fertig werden bis Sommer 2020. Für 2019 sollten 2.8/14-30 mm – 2.8/24-70 mm – 2.8/70-200 mm in RF Fassung vorgestellt werden.

Trotz allem Innovationsgeist – den Panasonic und Sony da aus der Flasche gelassen haben – wer soll das alles noch bezahlen können?
Die letzten Hobbyfotografen?

Es ist noch nicht „amtlich“, doch es zeichnet sich bereits ab, das Nikon Anfang 2019 seinen Fehler wieder holt, eine Nikon D6 wird bald erscheinen. Auch die F6 kam 2004 als „analoge“ Kamera für Filmmaterial viel zu spät. Denn spätestens 2001 war klar, dass die professionelle Zukunft der Fotobranche bei digitalen Sensoren lag und der Film unterlegen war (eine CANON Eos 1D erschien 2002). Sie verzichtete auch auf einen Wechselsucher und wird trotzdem bis heute produziert, und kann auch in Deutschland noch für 2100€ gekauft werden.
Nikon bringt jetzt eine D6 mit Spiegel, obwohl es seit 2016 eine superschnelle Sony Alpha 9 gibt.
Spannend wird, ob Canon sich da anhängt, aber schon die neuen EOS-Profi-Tele deuten an, dass Canon eine EOS XIII mit Spiegel in 2019 bringen wird.
Das schließt aber noch nicht aus, das 2020 professionelle Kameras ohne Spiegel von Canon und Nikon angeboten werden.
Für mich ist klar, das Sony mit einer Alpha 9II und neuen, leichten Super-Tele für Sport- und Tier-Motive triumphieren wird.
Nikon wird mit der D6 hoffnungslos den Anschluss verlieren, auch bei den Objektiven und auch für Canon. wird es sehr schwer und langwierig um zu Sony aufzuschließen.
Selbst einer Panasonic L1 räume ich nach erstem Augenschein sehr wenig Chancen ein sich neben Sony bei Berufsfotografen zu etablieren.
Vielleicht begeistern Sie mehr Filmer für sich.

Panasonic‘s neue Kameras mit Vollformatsensor treten mit 2 Objektiven an: 1.4/50 mm – 4.0/24-105 mm und 4.0/70-200 mm
Eine höhere Lichtstärke für die Zoom-Objektive wird leider erst später realisiert. Spannend dürften die Preise werden, ich rechne mit: 1000€ – 1400€ – 1700€
Ein teurer Spaß, so oder so.

Olympus E-M1X kommt schon im Januar, an dieser Kamera zeitlich der Denkfehler oder die Mutlosigkeit von Olympus.
Spätestens jetzt hätte man einem quadratischen Sensor den Vorzug geben müssen!
Und genau diesen Quatsch mit Hochformathaltung der Kamera ein für alle Mal beenden müssen!
Alle Bedienelemente doppelt und Kamera ⅓ größer – das ist doch ein Irrsinn den niemand braucht.
Heute sind Maskierungen möglich, dass auch der Ungeübte gleich aus einen Quadrat einen 2:3 – 3:4 – 16:9 Ausschnitt sehen kann.
Auch Hasselblad geht da sträflich mit seiner Vergangenheit um. Das Problem ist auch bei Sony zu sehen, die bisher keine quadratischen Sensoren produzieren – einer muss endlich mal anfangen und das hätte jetzt Olympus sein müssen – auch wenn dann Filmer noch so laut nach 16:9 schreien.

Adapter: Wichtig ist – es gibt vier verschiedene RT Adapter von Canon!
Einer mit Einstellring, einer für Polfilter und einer für Grauverlaufsfilter.
Eine Adaptierung von EOS-M Objektiven ist wegen des extrem kurzen Auflagemasses (18mm) nicht möglich! EF-S Objektive können mit verändertem Bildausschnitt an jeden Adapter angeschlossen werden. In Zukunft sind vielleicht Adapter mit IS oder anderen Sonderfunktionen denkbar…

Sony Bajonett
Sony Vollformatkameras könnten die gleichen Probleme und höherer Aufwand erwarten wie bisher Nikon beim F-Bajonett hatte, denn der Durchmesser ist für Halbformat berechnet und mit nur 46,1 mm sehr knapp für Vollformat. Nikon nutzt jetzt sogar das größte Bajonett mit 55mm Durchmesser. Die Diagonale von Vollformat beträgt exakt 43,2 mm (was auch die korrekte Normalbrennweite wäre).

 

Ich werfe weg

Alle alten Fotozeitschriften fliegen jetzt mal in den Papiermüll.
Alle Spiegelreflexen vor der NIKON D500 sind heute sowieso unbedeutend, die Technik der D500 hat alles andere in den Schatten gestellt und überholt.
Und die ganzen Objektivtests sind heute meistens nicht mehr übertragbar auf spiegelfreie Digitalkameras.
Also kann alles weg, das Wissen bleibt ja im Kopf und meine eigene Erfahrung ist ungleich mehr wert als die endlosen publizierten Tests aller anderen.

Es ist wie beim Murmeltiertag – wir wiederholen unsere Fehler so lange, bis es irgendwann vielleicht endlich besser klappt.
Bei jedem frischen Ansatz schleichen sich neue Fehler/Unzulänglichkeiten ein. Waren früher die Denker der japanischen Industrie in dieser Disziplin am schlimmsten, so werden Sie heute von den Denckern in China noch leichtfüßig überholt. Der Fotomarkt ist nicht nur satt, sondern auch übervoll und kaum beweglich. Das ist gut zu sehen am Gebrauchtmarkt für DSLR Objektive und Kameras.
Und wegen der Smartphones entstehen weit weniger neue Märkt oder einzelner Bedarf, als gedacht.
Die Menschen überall auf der Welt, die bisher keine Kamera mit Wechselobjektiven hatten, werden zur allergrößten Mehrheit auch nie eine wollen oder brauchen.
Es könnte ein fast überflüssiges Produkt werden, das nur wenige kreative Fans noch brauchen – so wie es zuletzt Aufahmegeräten, Hifi-Anlagen, Radios, erging.
Für viele Menschen hat sich der Wunsch nach einem Fotogerät einfach perfekt mit den Smartphones erfüllt.
Auch der Fotografenberuf wird immer weniger gebraucht – schon längst ist der Grafikmensch, Marketingfuzzis – der Softwarebearbeiter wichtiger als der Fotograf. Viele Fotokollegen habe ich beobachtet, die haben sich nur an Technik ergötzt (ich auf meine Art auch, an Objektiven) und haben sich das kreative Heft, das Konzept, aus der Hand nehmen lassen, habe ihre Ideen zugunsten eines sicheren Arbeitsplatzes, von sicheren Aufträgen für Kohle und weniger Kampf und Nerverei aufgegeben.
Deshalb wäre ich nie eine Nummer in der Produktfotografie geworden – da ist man nur fremdbestimmt. Ich wollte immer ich bleiben, entweder hat jemand für meine Ideen, meine Fotos und Texte bezahlt – oder es eben bleiben lassen. Ich war nie sehr biegsam – manchmal leider – dann wäre ich körperlich besser dran und würde mit Mammon leben.
So bin ich immer der Lebenskünstler geblieben.
Für mich gibt es aber nichts schlimmeres als nach den Wünschen/Vorstellungen und Knute anderer zu leben – dies ist mein Leben und ich halte die Kompromisse so klein wie es geht, allzeit bereit zu kämpfen – für mich und die nächsten, aber sicher nicht für Andere, Ideale und Macht.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Chinesen eigene Kameras entwerfen und bauen, Hasselblad (DJI) ist nur der Anfang – für Japan wird es sehr schwer werden, vielleicht noch viel schwerer als für Germany – bei Autos und Kameras.

Die Sport- und Natur-Fotografie sind doch die letzten wichtigen Bastionen für Fotografen. Sicher kann man sich auch in Landschaften, im Studio, oder Live fotografisch austoben – aber da braucht man immer weniger zwingend eine Systemkamera, braucht man selten lange Telebrennweiten und geringste Schärfentiefe.
Wenn ich schreibe, geht es deshalb immer mehr um die Tele-Fotografie.
Ich habe schon den Reiz des Normal-Objektives nie empfunden – weiß kaum wie man damit ein tolles, beeindruckendes Porträt hin bekommen soll. Alle sprechen vom Look und meinen große Blenderöffnungen wie f:1.2 oder zumindest f:1.4 und Bokeh und übersehen dabei völlig, das die Proportionen gar nicht mit dem übereinstimmen, was unsere Augen sehen. Das kann nur aus Distanz oder mit Brennweiten ab 85 mm gelingen. Auch solche Brennweiten-Experimente wie 58 mm, 60 mm, 70 mm, 75 mm – lehne ich – außer für Makrofotografie – rundheraus ab – sie machen keinen Sinn. Was der Fotograf wirklich für den Look brauchen kann sind: 1.8/8 mm Fisheye (Olympus) – 1.4/24 mm (Sony) – 1.4/85 mm – 1.4/105 mm (Nikon) oder 1.8/135 mm (Sigma) und die mutigen 2.8/400 mm (Sony) – mehr Look geht nicht.
Die Tage werden immer kürzer und nie wieder lang – alles geht schneller und kreist um sich selbst, immer weniger ist noch von Belang.

DDR-Verhältnisse

Möchte ich auf gar keinen Fall irgendwo erleben – obwohl noch sehr viele Staaten eben so ähnlich funktionieren.

Aber wir haben das Gegenteil und das ist mindestens genauso übel.
Ich meine, der Staat hat sich die letzten 20 Jahre zu sehr zurückgezogen, kümmert sich viel zu wenig um seine Staatsbürger.
Mir war schon immer klar, der weitaus meiste Teil der Menschen ist „doof“ – bestenfalls auf einem Fachbebiet gut informiert und vielleicht mit gesundem Menschenverstand ausgestattet oder vielfältig belesen und aufmerksam.
Doch man kann nicht jeden zwingen FAZ, Süddeutsche, Zeit, oder zumindest Stern, Spiegel, Focus, Manager- und Wirtschaftsmagazine regelmässig zu lesen.
Wobei genau das gut und wichtig wäre. Information ist lebensentscheidend und bringt Bewusstsein und Qualität.
Noch wichtiger wäre, stets in Gedanken zu bleiben und sich Dinge und Zusammenhänge bewusst zu machen.
Der Staat nimmt diese Aufgabe schon viel zu lange nicht wahr!
Hier die Beispiele die mir einfallen:
INTERNET – Wie konnte je so ein entfesseltes Monster ohne Regeln und ohne Aufsicht los gelassen werden?
DSGVO – eine brauchbare Idee – aber nicht in der form.
DROHNEN – Ich bin aufgewachsen im Wissen, das Luftaufnahmen verboten sind, heute kann jeder alles überfliegen und fotografieren – selbst wenn ich das manchmal reizvoll und oft wichtig finde – es kann nicht so ungeregelt jedem erlaubt werden – das führt zu nichts Gutem.
GPS / Handortung – ist kleiner Seegen und viel Fluch.
SOZIALE NETZWERKE – wo Menschen ungefiltert, unerkannt Meinungen und Mist äußern, die weit mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.
PASSWÖRTER – sie sind selten echter Schutz und in der Schwemme nicht beherrschbar.
VERSICHERUNGEN – machen jedem die Taschen leer und bringen am Ende nur sehr wenigen eine Leistung.

Fleischkonsum
Wie konnte der Staat eine solche Massentierhaltung ohne echte Überwachung zulassen und solch gigantischen Fleischkonsum erlauben?
Wie konnte er Aldi und Co erlauben so die Märkte zu drangsalieren, Kunden zu verblöden und so viel Geld aus den Menschen und den Tieren und der Umwelt zu ziehen?
Wie konnte man Monopole wie Amazon, VW, BASF, die Schweizer Food- und Medizin-Giganten zulassen?

Plastik
Unvorstellbar, das eine Industrie munter produziert und den ganzen Planeten innerhalb weniger Jahre verseucht hat!

Elektroschrott
Wie können wir es zulassen das Hersteller wie Nokia, Siemens, Sony, Apple, Samsung, LG und jetzt die ganzen Chinesen uns im Zweijahresrythmus neue, extrem teure Gerät verkaufen und sie nach 4-5 Jahren nicht selten langsam und kaum noch nutzbar werden?
Das es dazu kein erzwungenes Rückgabe- & Recycling-Recht gibt? Das es lange keine Regulierung gab wer eins kauft und wofür benutzt?

Unterhaltung, Filme, Musik, Videos, Sport
Wie kann es sein das ekelhafte, verachtende Filme überhaupt erst gedreht werden, keinerlei künstlichem Anspruch genügen wollen und können. Und Mist einfach nur zum verblöden erdacht und produziert wird und einzelne damit Millionen scheffeln und lebenslange Rechte daran behalten und die Wenigsten etwas sinnvolles für die Welt tun und etwas zurück geben?
Wie kann es sein das mit Unterhaltungssport so viel verdient und so viel Geld abgezogen wird?
Das keiner von den Beteiiligten 99% wieder an alle Zuschauer zurückfließen lässt?

Zigaretten – Kaugummi – Kaffee
Mal drei Beispiele, die Viele von uns nutzen, die Produzenten müssen verpflichtet werden, Abfall und Gifte zu vermeiden – jede Produktion muss zunächst einmal ökologisch sein (kaum eine ist es!) und jetzt müssen alle gezwungen werden für die Kosten aufzukommen.
Zigaretten, Kaugummis und Co gehören nicht auf die Strasse und erst recht nicht in die Umwelt.
Wir sollten deren Konsumenten nicht länger erlauben diese einfach weg zu werfen.
Einwegformen und Geschirr und Kaffeepads wie Zigarettenfilter hätte es so nie geben dürfen.

Tierleben
Wie können wir nur alles fressen und vernichten was sich nicht bei 3 in Sicherheit geflüchtet hat und Tag-Tiere zu Nacht-Tieren verdammen?
Was eigentlich auch für Pflanzen gilt, ich finde es nicht sinnvoll alles zu essen.

Mitmenschen
Der Mensch ist getrieben von Gier, von Habsucht, von Geltungsdrang und Sucht und Langeweile.
Die paar letzten Gutmenschen machen die Masse nicht wett.
Wir sind Staatsbürger und wir brauchen einen Staat – Menschen die Gesetze schaffen und deren Einhaltung überwachen im verträglichen Rahmen.
Nahezu alles ist außer Rand und Band geraten, die letzten Jahrzehnte noch viel stärker als je zuvor – scheint mir.
Ich bin sicher schräg und gehe zu weit, aber ich denke wer mehr als einen bestimmten Betrag – den er zum Leben verdient – einnimmt – müsste 90% oder sogar 99% davon an die Weltgemeinschaft zurück geben.
So wie auch die Kirchenherrschaft vielfach des Teufels Werk war und ist, so ist heute die unkontrollierte Wirtschaftsleistung absolut teuflisch.
Keiner übernimmt die Kosten für Folgeschäden. Wir sind längst nicht mehr am Abgrund, wir stürzen längst schon in die Vernichtung.
Das alles und noch viel mehr ist nur mit unvorstellbarem Aufwand einzubremsen, mit Geburten- und mit Sterbe-Regulierung – denn das Kernproblem sind letztlich die grenzenlosen Menschenmassen – ich empfinde diesen Planeten und nahezu jedes Land gnadenlos überfölkert.
Wir alle haben viel falsch gemacht, vielleicht sogar mehr als die Generationen vor uns, mit unserem künstlichen Freiheitsdrang und völlig überfordert, überrollt von der lichtschnellen technischen Entwicklung.
Und ja, wir brauchen nicht die neuesten Kameras und Objektive um tolle Fotos zu machen, schon gar nicht im Jahreszyklus und da bin ich ja keineswegs frei von Schuld – ich habe Vergnügen an neuester Technik und nutze sie und behalte nur sehr wenig länger. Ich lasse die dann etwas ältere Technik aber auch nicht im Schrank stehen, sondern gebe sie schnell wieder ab. In Umbruchszeiten bin ich an vorderster Front und nutze die neuesten Möglichkeiten – dass ist sicher auch falsch. Ich sehe aber auch, das ich die letzten Jahrzehnte weit öfter von dem Kauf abgeraten, als zum Kauf aufgerufen habe.

So bitter es ist – der Mensch – die Menschheit braucht zwingend Kontrollen und Gesetze.
Man sieht es überdeutlich am Kirchenmissbrauch und erlebt es jeden Tag.
Der Mensch ist eine gemeine, entfesselte Bestie geworden – schlimmer denn je – weil es mehr davon gibt und jedem mehr Möglichkeiten zur Verfügung stehen.
Wer, will das, wie, jemals wieder eindämmen?
Der Grundgedanke ist richtig, das der Einzelne nicht über so hohe Geldmittel und Macht verfügen darf und das Allermeiste mit allen Lebewesen teilen muss. Wir haben nur eine Aufgabe hier in diesem Leben, Tiere, Natur und Menschen – den ganzen Planeten zu bewahren und zu beschützen und tun das genaue Gegenteil.
Keiner mag Finanzbehörden, vielleicht sollte man sie umbenennen in Schutzzentren – die zu viel Geld endlich einsammeln und umverteilen.

Und ich bin nicht besser und muss mir vieles selbst vorwerfen.
Ich sehe keinen anderen Weg, als uns selbst und alle um uns herum zu „achten“, aufmerksam zu machen und zu „zügeln“ – auch wenn das gewaltiges Aggresionspotential freilegt.
Den Kopf aus dem Sand und verändern was jedem einzelnen möglich ist.
Und einmal im Jahr Kerzen runter brennen – sollte reichen.

 

 

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24. Dezember 2018
Mit etwas Phantasie…

Ich habe diesen Dezember wenig erbauliches fotografiert, nur langweilige Aufträge und die Städte waren mir zu voll und das Internet auch.

Deshalb mit diesem Foto aus den USA ein ganz herzliches: Fröhliche Weihnachten und schöne Tage im Kreise der Liebsten!

 

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23. Dezember 2018
Experten…

Au weia, fällt mir nur ein, wenn ich manche Videos zum Thema Objektive und Kameratechnik ansehe…
da kommt sogar der Experte ins schwimmen… dabei ist es ganz einfach.

Wo einige barfuß in Latschen mit gelber PlasteUhr vom „Look“ reden und meinen man muss alles mit offener Blende ablichten, sind andere zu wissenschaftlich und verneinen sofort die unqualifizierten Aussagen.
Spannend wäre ja einmal zu wissen, welche Gelder da fließen – denn auf mich wirkt das nicht wie die intensive Männerfreundschaft.
Es ist aber schon nicht präzise vom 50 mm „NORMAL“-Objektiv zu sprechen. Die Bilddiagonale bei KB-Vollformat ist 41,5 mm und keineswegs 50 mm – das ist bereits eine sehr leichte Telewirkung. Also „der Schwabe“ schwafelt zu gern, ich denke er weiß wie er seine Fotokunden bedient, aber erklären was er da tut, kann er aus meiner Sicht nicht wirklich, ihm fehlen extrem viele Zusammenhänge und Erfahrung – immer ist er bei Sigma, bei Tamron, bei Exoten… solche Dinge wie Filmen eines Interviews in einer großen Halle – mit viel Hall sagen mir schon viel…

Nein, ein 1.8/50-100 mm schlägt nicht wirklich ein 2.8/70-200 mm denn ein 1.8/50-100 mm endet bei 150 mm Bildausschnitt und das andere Zoom bei 200 mm.
Was ist ein Tessar – Speed-Demons? – was „der Schwabe“ alles nicht kennt ist immer wieder der Wahnsinn.

Garnrolle – dann ist Kantenrauschen sehr gut sichtbar – die Übergänge sind dann oft kritisch

„Der Experte“ fotografiert immer in JPEG! Noch Fragen?
Meine Meinung dazu – er ist Profi und will nicht sein Leben am PC-Monitor verbringen, wie die RAW-Junkees

Kleine RAW-Geschichte:
2000 erschien erstmals die Canon EOS D30 mit dem RAW-Format. Bis dahin wurden nur Tiff und JPEG verwendet.
2002 kam dann erst die Nikon D100 – das war die erste Nikon mit RAW-Format
2003 ging RAW erst richtig in Verbreitung
RAW wurde gemacht für Sachverständige und als gerichtsverwendbarer Beweis, weil nicht manipulierbar. Es gibt keine tatsächlichen ROH-Dateien aus einer Kamera – die gibt kein Hersteller preis – denn da zeigt sich das ganze Können und warum vor allem NIKON und auch Pentax besser sind, als alle anderen.

Spannend ist, dass Canon 1987 sein sehr modernes, fortschrittliches und vielleicht sogar bestes FD-Bajonett aufgeben mußte, um ein größeres EF-Bajonett mit Elektronik einzuführen. Minolta hatte das zuvor auch getan und Nikon und Pentax und Olympus, Leica und Co sind alle bei ihrem kleinen Bajonett geblieben und hatten dann in den 90iger Jahren deutlich das Nachsehen und wurden von Canon mehrfach überrundet.

Jetzt erleben wir durch die spiegelfreie Technologie den nächsten Umschwung – die nächsten Bajonett-Änderungen.
Erst fiel das nicht so auf, weil natürlich Panasonic, Olympus, Fujifilm und Leica mit neuen Bajonetten kommen mußten und auch Sony kreierte ein neues E-Bajonett für APS-C-Halbformat.

Und dann machte Sony möglicherweise einen schwerwiegenden Fehler, sie wollten angreifen und hatten es nicht zu Ende gedacht (in so fern das überhaupt möglich ist – also ich meine auf die nächsten 5-10 Jahre bedacht), dass ihr Bajonett für KB-Vollformat – womit sie eigentlich punkten wollten, sehr klein sein würde.
Auch das fiel am Anfang kaum jemandem auf, ich habe das von Anfang an kritisiert, dass das nicht gut gehen kann und die ersten Objektive boten auch keine tolle Leistung.
Und seit 2018 – Nikon kommt mit dem allergrößten Bajonett-Durchmesser – Canon vergrößert schon wieder und Panasonic schließt sich Leica an… ist klar – und Canon greift auch indirekt Sony damit an –
dass die Größe des Bajonettes durchaus ein wichtiger Vorteil für die besten Objektive sein kann.
Vor allem NIKON und Canon und vielleicht auch das L-Bajonett könnten mit ihren größeren Durchmessern über Sony triumphieren.

Dagegen sprechen aber:
Der lange, große Vorsprung von Sony
die extrem guten, handlichen neueren Objektive von Sony und
das Sony die Software-Tricks und Sensorfertigung beherrscht wie kein anderer.

Also Canons jüngste Argumente gegen das zu kleine Sony E-Bajonett sind durchaus technisch richtig – aber Canon muß ja erst einmal in Zukunft den technischen Standard von Sony erreichen – vom Überholen einmal ganz abgesehen.

 

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