Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
umfangreichste und ausführlichste Test-Sammlung
aller Autofokus-OBJEKTIVE
im Internet – Weltweit! 383 Tests!
Alle Berichte auf Deutsch und für jeden verständlich –
Alle bedeutenden Autofokus-Objektive in der Praxis getestet und beschrieben – unabhängig
und nicht erzwungen wirtschaftlich korrekt; alle Berichte ständig erweitert und ergänzt –
nur hier ungekürzt und klar!
& persönliche Beratung für jedes System und alle Objektive!

 

22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

26. April 2018
Sony Alpha 7III – Zugekleistert und warum ich schreibe

entnommen aus: dprewiew 2018-04-26 Sony Alpha 7III

Seit 30 Jahren nerven mich die allermeisten anderen Auftragsschreibsoldaten, selbsternannte Experten und Tester, Fotografen, Knipser, Hobbyschönschreiberlinge und die Werbefutzies der Fotoindustrie.

Sicher ich bin der neue Nörgelmeier, ich schreibe den Leuten, die sich gerade eine supertolle neue Fotoausrüstung kaufen wollen oder schon gekauft haben, die Ausrüstung schlecht. Zu gerne wird übersehen, dass ein Neukauf ja keineswegs zu besseren Fotos führt oder gar tollere Motive bringt.
Weil ich den technikaffinen Menschen das immer wieder vor Augen führe, werde ich seit Anfang an angefeindet, ich bin negativ, ergreife Partei – ich sage – die meisten Tests kleistern einen eigentlich schlechten/schwachen technischen oder optischen Zustand mit so viel positivem, schön Gefärbtem zu – das konnte man früher jeden Monat in allen Fotozeitschriften erleben und heute jede Stunde überall im Internet.
Sie gewichten falsch!

Bei mir gibt es Mist und Obermist und ich spreche es auch aus, ich verbiege mich nicht. Mit manchem muss man leben, an sehr vieles kann man sich irgendwie gewöhnen – besser wird die Realisierung deswegen aber nicht. Alles, ohne Ausnahme, was wir Menschen herstellen, bringt Kompromisse – weil eben auch alle Menschen nicht perfekt sind, an sehr verschiedene Lebensbedingungen angepasst sind und andere Bedürfnisse entwickeln.

Perfektion, Objektivität, Genial und Co existieren nur in unserer Sprache – es sind Wunschvorstellungen – aber keine realen Zustände und schon gar keine zeitlosen Dauer-Standards. Wir neigen alle dazu Dinge, Menschen, Kunst von Menschen, auf einen Sockel zu heben und am liebsten dort zu belassen. Aber selbst wenn etwas oder jemand mal spitze war und mal den Massengeschmack formte und traf – so bleibt das doch nicht so.
Wer Menschen wie: Goethe, Wells, Mozart, Beethoven, Picasso, Monet, Einstein, Hawkins, Franquin, Hergè, Art Wolfe, Jim Brandenburg, Fritz Lang, Alfred Hitchcock, Michael Caine, Michelle Pfeiffer für die größten künstlerischen Genies hält (wie ich) – muss sich trotzdem klar machen, das sie stilprägend zu ihrer Zeit waren und es nicht für immer sind und man dabei viele andere ungewollt herab setzt.
Leica, Pentax, Nikon, Canon hatten ihre große Zeit, haben viele Verbesserungen für Fotogeräte gebracht und wir haben oft sehr gerne damit gearbeitet. Doch alles ändert sich. Leica verarscht heute die Käufer, Pentax hat technisch in Vielem den Anschluss verloren, Nikon und Canon droht dies jetzt auch gegen Panasonic, Sony und Fujifilm.
Das einzige was Bestand hat, ist die Veränderung.

Warum ich das schreibe?
Weil ich in den letzten Tagen nicht umhin kam die euphorischen Berichte aus aller Welt zur Sony Alpha 7III zu lesen und daran exakt sehe, wie wir Leser manipuliert werden und uns selbst etwas vormachen. Wir Leser sind die eigentliche Ware – wir werden sturmreif befeuert bis wir endlich kaufen, kaufen, kaufen. Und noch schlimmer sind die Fotografen, egal ob mit Berufsethos oder Hobbyleidenschaft – keiner darf etwas gegen ihre Sony, Nikon, Canon, Leica sagen.
Noch kaum jemand, außer der Pressefutzies (die teuer bei Sony eingeladen und bewirtet wurden), einigen wohlgesonnenen Sony-Fan-Schreibern und mir, hatten die neue Kamera in der Hand.
Und bisher hatte vermutlich kaum jemand die Sony Alpha 7III für einen intensiven Test mit vielen Objektiven und zusätzlich die aktuellen Kameras der Konkurrenz, zeitgleich mit auf Motivsuche.
Was ich mache und dann schreibe, kann sonst kaum eine Menschenseele  und es will auch fast keiner. Das soll mich nicht besser machen – ich bin aber anders und ich will dafür nicht angefeindet werden!

Wenn ich die Reaktionen zu meinen Ausführungen zu einigen der schwärmerischen Artikel lese, bin ich ganz offensichtlich der Störenfried. Und es gibt nichts schlechtes, keinen Mist, keinen Schrott, gar keine schlechten Kameras. Mag ja sein – meine Ausdrucksweise ist oft genauso drastisch ins schattige, wenn mich etwas massiv stört.
Aber dann gibt es eben auch nichts Perfektes, Geniales, nichts Ausgereiftes nichts Bestes.
Viele Leser sind offensichtlich nicht in der Lage zwischen Zeilen zu lesen, wollen nicht erkennen welche technischen Fakten geboten werden.

DPReview – die ich wenig schätze, weil sie SONY sehr sonnig sehen, sehr loben und verteidigen – und weil sie Amazon- und Industrie-, Lohn-Schreiber sind und ich da nie so schreiben würde. Die liefern das beste Beispiel.
Da wird die Sony mit Lob aufgetürmt zur Benchmark der Kameras in dieser Preisklasse.

Doch wenn man sich die Negativliste ansieht und dann vielleicht noch den Vergleichsmodus zu anderen aktuellen Kameras der Preisklasse und preiswerter anschaut, wird das Bild viel klarer:

Der Sucher ist beschissen – das dürfen sie aber so nicht schreiben, aber im Vergleich geht er völlig unter. (viewfinder resolution on the Low Side) steht da als erster nicht gemochter Listenpunkt. Das ist aus meiner Sicht völlig verharmlost, wenn auch immerhin an erster Stelle gelistet!
Als erster gemochter Punkt, im Spotlight: New 24 megapixel BSI sensor
Ich sage aber ganz klar: Was bringt mir der tolle Sensor, der ein kleines bisschen performancegesteigert ist (vor Nikon D750, Pentax K1 und allen anderen kleineren Sensoren), wenn ich weder im Monitor noch im Sucher klar erkennen kann, welches Motiv ich da bei welchem Licht, mit welchen Details und Tonnuancen aufnehmen kann?
Was nützt der tollste Motor, wenn an den Achsen uralte Hartgummireifen montiert sind?

Das Gesamtpaket ist für mich immer entscheidend.
Ganz ehrlich, ich akzeptiere lieber die etwas schwächeren Canon Sensoren (was ich ja lange Jahre getan habe) bevor ich einen schlechten Sucher, schlechtes Handling, Bauart etc. akzeptiere.
Und schon zweimal nicht zum Premiumpreis, denn 2300€ sind kein Schnäppchen.
Und ich will nicht verharmlosen, dass auch Panasonic, Olympus, Canon mit schwachen Suchern oder ganz ohne begonnen haben. Und das auch Leica seine Fotografen mit scheußlichen Suchern (Leica TL) verarscht und 500€ dafür extra will.

Das sind die Kompromisse, die wir alle eingehen müssen. Nur in meiner Gewichtung fällt dann eine Sony weit hinter allen anderen aktuellen Kameras ab. Und deshalb habe ich sie nicht gekauft und werde sie niemals mehr loben – der Sucher und Monitor sind Obermist und vernichten den Spaß an der Fotografie. Eine Kamera ist immer nur so gut wie das schwächste Glied in der Kette.
Genauso sind bei der Sony Alpha 7III: Handling und Bedienung & Fertigungsqualität weit hinter allen anderen Vergleichskameras.

So und jetzt lasse ich mich weiter anfeinden – ich bin der Spielverderber – aber ich werde jedem seine „schwachen Augen“ oder seine „Vergleichs-Unfähigkeit“ vor Augen führen, der diese Sony gut findet oder gar kauft – so lange sie unverändert produziert wird.
Ein solches Produkt ist genauso wie eine Alpha 6000 oder Alpha 77II nicht marktreif, nicht marktgerecht und total überteuert.
Daran ist gar nichts ALPHA – die sind eher ZETA. Genauso wie viele Sigma ART Linsen weit weg von Kunst sind.

Sony kann auch anders, zumindest ein bisschen besser, wie die Alpha 7RIII beweist – aber der Fehler bleibt, es werden schwache (technisch kastrierte) Kameras um gute Sensoren/Prozessoren herum gebaut – Das ist der Trick – das ist Sony.

Noch einmal zurück zum scoring von DP review:
Immerhin, wenn man aufmerksam vergleicht – ist die Nikon D500 immer noch der Gesamtsieger mit 91 %!
Gefolgt von der Sony 7RIII mit 90% und dann wird die 7III einsortiert bei 89% zusammen mit Nikon D5!
und dann folgen mit Abstand die Kameras von Fujifilm, Panasonic und Olympus bei 85-86%
So werden Produkte schon immer hochgeschrieben und kaum ein Leser nimmt sich die Zeit um Details oder gar die sinnvolle Gewichtung zu hinterfragen. Sogar die Mittelformat Fuji GFX50s geht mit nur 85% (nicht zu unrecht, weil langsam und noch nicht ausgereift) im Vergleich etwas unter. Aber von dieser Ausnahme abgesehen, gewichtet diese Testseite, wie die allermeisten anderen auch, ausschließlich nach Sensor und theoretisch erreichbarer Bildqualität. Natürlich völlig losgelöst von Objektiven – was mir besonders unsinnig erscheint. Leider fehlt auch der Mut, bisherige Kameras im Vergleich deutlicher abzuwerten.
Für mich bekommen hier die Nikon D500, Nikon D850 und Nikon D5 die höchstmöglichen Wertungen – alle drei sind in ihrer Gesamtheit (Objektive eingeschlossen) die besten Kameras unserer Zeit. Die besten Kameras mit elektronischem Sucher sind 7RIII, G9, X-T2, E-M1II und dann kommt noch längst keine Sony 7III oder gar alle noch schwächeren Kameras der Marke.

Und dann wird mir neuerdings gerne vor geworfen, ich wäre ja mit nichts zufrieden. Also Zufriedenheit scheint zwar ein anzustrebender Zustand zu sein, aber zugleich ist es die Bremse, wenn nicht gar der Tod aller Entwicklung. Zufriedene Menschen bringen eben keine Verbesserungen, Veränderungen, Anpassungen zu Wege – fürchte ich.
Und doch bin ich mit einer Nikon D500 und D850 sehr im Reinen und für tiefe oder hohe Aufnahmewinkel und lautlosen Betrieb setze ich eben eine X-T2 oder G9 ein.
Und ich bin weitgehend froh mit der X-T2, muß sie eben nur mit Zusatzgriffstück und Akkus in der Hosentasche einsetzen, oder der G9, die ich eben nicht bei wenig Licht, schnellsten Bewegungen im Sonnenuntergang einsetze. Aber wenn der Sucher nicht taugt oder die Bedienung mir nicht liegen, fallen die Kameras gnadenlos durch.

Und Menschen die kürzlich eine Kamera oder Objektive, oder Autos oder was auch immer gekauft haben – entwickeln offensichtlich einen blinden Fleck – sie können und wollen keine Schattenseiten mehr erkennen.

Euer NörgelHarry und Störenfried

und ich habe manchmal auch nur das Smartphone dabei, um die Schönheit unserer Welt “interpoliert” fest zu halten:


 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

17. April 2018
PUMA

 

Veröffentlicht in Praxis-Tests

16. April 2018
Vollformat und die Preise – Frühling 2018

Der Sommer und genau genommen das ganze Fotojahr 2018 sind gelaufen – ich habe alle wichtigen Neuheiten für mich ausprobiert und arbeite auch dieses Jahr weiter mit Bewährtem:
Nikon D500 – Panasonic G9 – Fujifilm X-T2 – Olympus E-M1II
Eine Vollformat-Kamera werde ich kaum vermissen und wenn leihe ich mir die D850 und gehe da keine Kompromisse ein.
Mittelformat hat mich noch nicht wieder zurück gelockt.
Fotografieren soll Spaß machen – also nicht nur beim aussuchen und Geld ausgeben, sondern jede Woche damit in der Hand.
Mit größeren, schweren Kameras und noch größeren Objektiven sinken meistens der Spaßfaktor und die Häufigkeit der Verwendung.
Deshalb hat sich die Industrie jetzt auf leichtere, schlankere Kameras mit spiegelfreier Technik eingeschossen.
Und will dafür erstaunlich hohe Preise. Vielleicht sollten Sie lieber Geld sparen, denn außer bei der Nikon D850 hat sich bei allen anderen Kameras nichts technisch wirklich zum positiven bewegt.

 Spaßfaktor = 1-10* (natürlich subjektiv – wie alles im Leben)


Wer trotzdem meint, er braucht Vollformat, hier die Rechnung:
Nikon D850 – 3800€ für 45 MP, eingeschränkter LiveView-AF
***** ****

Pentax K1II – 2000€ für 36 MP, eingeschränktes System
***** **
Nikon D750 – 1700€ für 24 MP, nicht ganz aktuell
***** **

Canon EOS 6D II – 1750€ (-200€ CB), 26 MP, schwache Dynamik, langsame Kamera, eingeschränkter AF
*****
Sony Alpha 7RIII – 3500€ für 42 MP, sehr teuer, eingeschränktes System, haptisch schwächer
*****
Canon EOS 5DSR – 3600€ für 51 MP, langsam, kein beweglicher Monitor, überteuert, High-ISO schwach
***** *
Canon EOS 5DIV – 3300€ für 30 MP, kein beweglicher Monitor, völlig überteuert
***** *
Sony Alpha 9 mit Akkugriff = 5400€ (4800€) – für 24 MP, völlig überteuert, durch Objektivstem sehr beschränkt
*****
Nikon D610 – 1400€ für 24 MP, veraltet
****
Sony Alpha 99II – 3600€ für 42 MP, Exot mit eingeschränktem System und SLT-Folie
****
Sony Alpha 7III – 2300€ für 24 MP mit dem schlechtesten Sucher am Markt
****

Leica SL – 5900€ für 24 MP und das gruseligste Bedienkonzept
**

Die schweren Sport-Boliden Canon Eos 1DXIII und Nikon D5 sitzen fest bei bei 6300€ – verrückt. Beide Kameras sitzen in der Sport-Sackgasse fest und erfüllen nach Vorstellung der schnelleren, lautlosen, dunkelpausefreien Sony Alpha 9 auch diese Anforderungen nicht mehr perfekt.
Hier sind bei Canon und Nikon völlig neue Konzepte gefragt, die Sony überflügeln müssen.
Die Tierfotografen verzichten heute größtenteils darauf und sind mit Nikon D850 oder mit Canon EOS 5DIV unterwegs.

Vollformat wird sich weiter entwickeln müssen – Sony verarscht die Leute und erreicht aber trotzdem passable Verkaufszahlen für seine teuren Produkte.
Letztlich bleibt Canon und Nikon nur die Möglichkeit schnell eine bessere Alpha 7III zu bauen – bis dann die Alpha 7IV in 2 Jahren mit besserem Sucher kommt.

Die Sony 7III ist mit dem Sucher für mich durchgefallen, da nützt auch der scheinbar günstige Preis nichts. Die Sony 7RIII hat zwar 2 Schwachstellen weniger (Sucher/Auflösung), bleibt aber eine kleine, gedrungene Kamera für ein eingeschränktes und unverhältnismäßig teures System. Der Preis von 3500€ ist gemessen an Canon und Nikon DSLR-Technik absurd.
Canon hat auf seine Weise geantwortet und bietet die 6DII, die zur Vorstellung verrissen wurde, jetzt für 1500€ (200€ CB) an.
Das ist für Vollformat immer noch der preiswerteste und beste Einstieg. Die Nikon D750€ ist nicht ganz so preiswert und noch nicht aktualisiert worden (langsamerer Live-View, nur Klappmonitor).
Die Pentax K1 ist und bleibt der Exot, aber ein sehr guter, der Menschen die nicht zu viel mit Objektiven vorhaben und nicht an der schnellen Bewegungsfotografie interessiert sind, am meisten zu bieten hat.
Nikon hat mit der D850 alles richtig gemacht (außer Klappmonitor und zögerlichem Live-View), nur der Preis ist trotzdem stolz.
Auch die DSLR-Technik wird sich weiter entwickeln müssen – wir werden spätestens 2019 eine Nikon D750/D500 Nachfolge, eine Canon EOS 5DV, 90D erleben, Pentax konstruiert eine neue K3 Semipro im Halbformat.
Ob Ihre gewünschten Bildergebnisse Vollformat brauchen und ob Sie damit einen sichtbaren Vorteil vor kleineren Sensoren erlangen können steht in den Sternen (und nicht in den Werbeprospekten) und hängt maßgeblich von Ihrem Talent und ihrer Lichtauswahl und den verwendeten Objektiven ab.
Die Allermeisten von Ihnen werden mit einer dieser Kameras besser beraten sein und weit weniger zahlen und letztlich einen höheren Spaßfaktor erzielen:

Nikon D500
***** ****
Panasonic G9
***** ***
Olympus E-M1II
***** ***
Fujifilm X-T2
***** **
Fujifilm X-H1
*****
Sony Alpha 6500
****

Ich rechne fest damit, das dieses Jahr noch eine neue Sony Alpha 6500 Nachfolge kommt, dass die X-T3 kommt, dass Olympus sich nicht lumpen lassen wird und eine E-M1III für 2019 fertig hat.
Der Nachfolger für die D500 ist verzögert (vermutlich 2019) und Canon wird auch die D80 und vielleicht sogar noch die 7D weiter aufwerten.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht