Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

1. Juli 2017
Aufschlag: NIKON 100 Jahre

100 Jahre Nikon.

Da ist ja leicht vorhersehbar, das eine D850 im Juli gezeigt wird und kommendes Jahr eine D760 erscheint.
Die neue D850 mit 46 MP wird im Juli zum 100. neue Maßstäbe setzen wollen.

Wie es aber Nikon schaffen will, den Live-View endlich erheblich zu beschleunigen und zumindest auf Canon 6DII Niveau zu bekommen,
wo wir zukünftig unsere bessere Speichertechnik XQD her bekommen, wenn Lexar ausfällt
und wie die Kamera etwas leichter und handlicher wird und trotzdem die Hitze gut ableitet und wann wollen sie endlich einen noch wirksameren Bildstabs um den Sensor herum konstruieren, frage ich mich.

Das der Sensor in allen Belangen die EOS 5DSR in den Schatten stellen wird, scheint mir durchaus möglich.
Viel wichtiger, wäre aber jetzt ein klares Bekenntnis zur Kameratechnik auch ohne Spiegel und mit den bisherigen Objektiven.

Nikon wird den phantastischen AF der D5 integrieren und hat auch sonst in allem was den AF betrifft die Nase vorn – Motiverkennung, Kontrast- und Farbe-Auswertung, Bewegungserkennung, Messfeldtechnik und Lock-On – da hält keine Canon mit und auch keine Sony Alpha 9 und alle anderen Kamerahersteller auch nicht.
Canon und Sony können inzwischen auch schnell, aber alles andere fehlt noch.

Und ich erwarte ein neues, leichteres 2.8/300 mm VR FL
und ein Mitbewerber zu den Ultraweitwinkel-Zooms 11-24 mm und 12-24 mm ist ebenfalls dringend notwendig.
Und Nikon braucht mal wieder mehr eigene Objektiv-Ideen, das 1.4/105 mm war ein guter Neustart, doch mutige Konstruktionen wie 2.8/35-105 mm VR oder 4.0/50-300 mm VR fehlen.
Und der Nachbau der Canon-Technik mit einem AF-S 4.0/200-400 mm x1,4x (wahrscheinliches Gerücht) kann nicht die Antwort sein.

Nikon ist technisch führend bei den Kameras aber man wünscht sich unweigerlich vom bedeutendsten Objektiv-Technik Innovator Canon, die Objektive nutzen zu können.

Selbst Sigma und Tamron schaffen es, mit aufregenden Objektiv-Konstruktionen und besserer Gehäusequalität, sich neue Kundenpotentiale zu erschließen.

Nikon, hört auf alle Canon-Objektiv-Konstruktionen mit einigen Jahren Abstand nach zu bauen.
Und baut eine sauschnelle D500 WM ohne Spiegel!

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

24. Juni 2017
Zoom-Objektive und ihre Qualität


Das beste und wichtigste Zoom für mich: Canon EF 4.5-5.6/100-400 mm L IS II

Jetzt wird gerade wieder altes Praxiswissen erstaunt zur Kenntnis genommen:

Ein Vario-Objektiv oder modern gesprochen “Zoom-Objektiv” – kann nur bei einer Brennweite seine besten Leistungen erreichen!

Das ist wahrlich nicht neu, aber offenbar bei vielen Fotografen in Vergessenheit geraten, durch pausenlose Bewerbung überschattet worden oder einfach noch unbekannt.
Egal wie oft man ein Objektiv einsendet und einstellen lässt, es kann nur bei einer Brennweite und sogar nur bei einer Entfernungseinstellung seine beste Leistung offenbaren.
Derzeit sind ja Ultraweitwinkel-Zoom-Objektive extrem gefragt und “in” – deshalb werden jetzt speziell bei den UWW-Neuheiten permanent unzufriedene Fotofans aufgeklärt.
Ein 12-24 mm wird niemals bei 24 mm oder auch nur bei 20 mm so scharf und brillant abbilden wie bei 12 mm. Es ist in fast allen Fällen auf die kürzeste Brennweite optimiert.
Das gilt für alle Zoom-Objektive im WW-Bereich:
11-24 mm – 12-24 mm – 14-24 mm – 16-35 mm – 18-35 mm und natürlich für 7-14 mm – 9-18 mm – 10-24 mm etc.
alle sind ausnahmslos bei der kürzesten Brennweite am besten.
Bei der längsten Brennweite sind sie unterschiedlich schwächer. Sie bilden dann weicher ab und die Auflösung sinkt.
Wer einen großen Bildwinkel braucht, kauft:
Canon 4.0/11-24 mm L – Canon 4.0/16-35 mm L IS – Canon 2.8/16-35 mm L III – Nikon 2.8/14-24 mm – Sigma 4.0/12-24 mm (in dieser Reihenfolge)

Bei der Endbrennweite 24 mm oder 35 mm ist jedes 2.8/24-70 mm, 4.0/24-105 mm etc entschieden besser!

Bei Tele-Zooms verhält es sich etwas anders.
Sie werden meistens für die Endbrennweite gekauft – also um bei 200 mm – 300 mm – 400 mm – 500 mm oder gar 600 mm eingesetzt zu werden.
Doch leider sind sie fast immer dann nicht auch am besten. Auch wenn das gerne anders vermutet und immer wieder so beschrieben wird. Der Aufwand, ein Zoom am Tele-Ende am besten aussehen zu lassen ist extrem, eigentlich gilt das heute nur für das Canon 4.0/200-400 mm +1.4x – das sogar noch mit Extender berechnet wurde.
Die höchste Schärfe und Auflösung bieten sie bei mittleren Brennweiten, bei 135 mm – 200 mm – 300 mm – 400 mm – je nach Endbrennweite.
Und sie vertragen meistens keine zusätzlichen Konverter! Nicht ohne sichtbar an Auflösung und Kontrast einzubüßen.
Ich nutze trotzdem das Canon und das Fujifilm 100-400 mm – die bei etwa 300-350 mm am besten sind – bei 400 mm und sogar mit 1.4x Extender – denn am Ende zählt nur ein scharf fokussiertes Bild.
Aber ein 2.8/300 mm ist von einem Zoom optisch nicht einzuholen und das gilt für alle Super-Tele-Festbrennweiten.
Allerdings können neueste Zooms wie Canon 5.6/70-300 mm und 5.6/100-400 mm weit schneller fokussieren als alle Super-Tele.

Normal-Zoom-Objektiv
wer nicht immer mit einem 1.8/35iger oder 1.4/50iger (ideal: Tamron 1.8/35 mm VC oder Sigma 1.4/50 mm ART) auskommt, wird sich für ein lichtstärkeres Zoom entscheiden.
In dem Bereich gibt es viele Objektiv-Neuheiten. Der wichtigste fotografische Zoom-Bereich ist für die meisten Fotografen, der von 24-200 mm. Leider gibt es nur ein einziges Objektiv, das den voll zufriedenstellend abdeckt, denn das gut gemeinte Tamron 6.3/16-300 mm ist optisch ein größerer Kompromiss. Dieser wichtigste Bereich wird deshalb meistens mit 2 Zoom-Objektiven abgedeckt oder der Fotofreund verzichtet auf 24 mm und ergänzt im Weitwinkelbereich durch ein Super-Weitwinkel-Objektiv. Dann muss er aber schon 3 Zoom Objektive mit nehmen.
Ich habe alle genau unter die Lupe genommen – hier meine Erkenntnisse:

CANON:
Für Vollformat wählen die meisten das 4.0/24-105 mm mit knapp unter 1000€ ist es noch bezahlbar. Hier ist die erste Version heute keine Empfehlung mehr, die Version II ist etwas besser. Eine echte Alternative gibt es nicht. Das Sigma überzeugt nicht wirklich. Besser ist es in vielen Fällen das Canon 2.8/24-70 mm L II anzuschaffen, auch wenn es noch keinen Bildstabs hat und schon bei 70 mm endet. Es ist optisch ganz klar eines der besten Normal-Zooms auf dem Weltmarkt, vor Nikon, Pentax und Sony.
Sigma hat jetzt mit einem 2.8/24-70 mm OS geantwortet, bildstabilisiert. Auch Tokina wird ein vergleichbares Objektiv einführen. Noch ist nichts über Verarbeitung und Leistung bekannt. Tamron hat als erster 2.8/24-75 mm mit VC eingeführt, es ist gut, aber sein AF ist sehr behäbig und zumindest für mich zu langsam.

Für Halbformat sieht es nicht besonders gut aus, das 2.8/17-55 mm IS überzeugt die wenigsten, Verarbeitung und optische Leistung werden Canon nicht gerecht. Das 3.5-5.6/15-85 mm IS klingt gut und hat sich auch bewährt, ist aber schwer, teuer und lichtschwach. Es ist eigentlich nur in Ermangelung besserer Alternativen, die ab 15 mm beginnen, interessant. Gebraucht für 450€ zu haben. 18-135 mm ist schnell, leicht und optisch gut, aber eben erst ab 18 mm und deshalb schreit es nach einem 10-18 mm zur Ergänzung.
Das 2.8-4.0/17-70 mm hat auch keinen spannenden Bereich und sein AF bereitet mir immer wieder Probleme – für mich keine Alternative.

NIKON:
Im Vollformat kaufen die meisten das 4.0/24-120 mm mit knapp über 1000€ ist es noch bezahlbar. Es ist gut, aber nicht wirklich herausragend. Eine echte Alternative gibt es auch bei Nikon nicht. Das Sigma 24-105 mm überzeugt nicht wirklich. Zwei verschiedene 2.8/24-70 mm mit und ohne VR überzeugen mich beide nicht völlig. Mit VR wird es sehr schwer, extrem teuer und optisch nicht überragend. . Es ist optisch ganz klar eines der besten Normal-Zooms auf dem Weltmarkt, vor Nikon, Pentax und Sony.
Sigma hat jetzt mit einem 2.8/24-70 mm OS geantwortet, bildstabilisiert. Auch Tokina wird ein vergleichbares Objektiv einführen. Noch ist nichts über Verarbeitung und Leistung bekannt. Tamron hat als erster 2.8/24-75 mm mit VC eingeführt, es ist gut, aber sein AF ist sehr behäbig und zumindest für mich zu langsam.

Für Halbformat sieht es gut aus, das 2.8/17-55 mm ED überzeugt zwar mechanisch und optisch, aber es fehlt manchem VR. Das 2.8-4.0/16-80 mm VR klingt sehr gut und hat sich auch bewährt, ist aber schwer, teuer und hat leider eine gewaltige Sonnenblende. die lichtschwächere Variante des 16-85 mm VR würde ich nicht empfehlen. Das 3.5-5.6/18-140 mm hat auch einen spannenden Tele-Bereich und kann ein guter Kompromiss sein.

BESONDERE OBJEKTIVE

Alle reden über Kameras, ich probiere lieber neue Objektive aus und schaue wo sie meinen fotografischen Horizont erweitern können. Wir alle versuchen uns heute zu unterscheiden, die meisten wollen als einzelne Person und nicht als einer von vielen wahrgenommen werden. Besonders auch mit dem liebsten Hobby oder der größten Leidenschaft – der Fotografie:
Deshalb hier einmal – Markenübergreifend alle Objektive, die aus meiner Sicht etwas sehr Besonderes haben und aus der Masse deutlich heraus ragen.
Das gilt für die optische Leistung, für die Konstruktion, oder eines der vielen anderen Merkmale, lassen Sie sich überraschen:

CANON:
1.4/24 mm L II USM
1.4/35 mm L II USM – Schärfeweltmeister bei 35 mm
2.8/40 mm STM – besonders kleines Pancake 130g, knackscharf
1.2/50 mm L USM
1.2/85 mm L II USM
2.0/135 mm L USM
2.0/200 mm L IS USM
2.8/300 mm L IS II USM
4.0/400 mm DO IS II USM
4.0/8-15 mm Fish-Eye
4.0/11-24 mm L USM
4.0/16-35 mm L IS USM
4-5.6/70-300 mm nUSM IS II
4.5-5.6/100-400 mm L IS II USM
4.0/200-400 mm x1.4x L IS USM

NIKON:
1.8/20 mm
1.8/24 mm
1.8/35 mm
1.4/58 mm
1.4/105 mm
2.0/135 mm DC
2.0/200 mm  VR
4.0/300 mm VR PF
4.0/500 mm VR FL
4.0/600 mm VR FL
5.6/800 mm VR FL
2.8/14-24 mm VR
2.8/70-200 mm VR FL
4.0/70-200 mm VR
5.6/200-500 mm VR

OLYMPUS:
1.8/8 mm Fish-Eye
2.8/7-14 mm PRO
3.5/30 mm Macro
2.8/60 mm Macro
1.8/75 mm
4.0/12-100 mm PRO IS

PANASONIC:
1.7/12 mm Leica
1.7/15 mm Leica
1.2/42,5 mm Leica
4.0-6.3/100-400 mm OIS Leica

SIGMA:
1.8/14 mm
1.8/20 mm
1.8/135 mm Art
4.0/500 mm Sport
1.8/50-100 mm
2.8/120-300 mm
6.3/150-600 mm

SONY:
1.8/24 mm E
1.8/55 mm FE

TAMRON:
1.8/35 mm
1.8/85 mm VC
2.8/24-70 mm VC G2
2.8/70-200 mm VC G2

VOIGTLÄNDER:
0.95/10,5 mm
0.95/25 mm

 

 

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21. Juni 2017
Juni-Gedanken zur Foto-Geräte-Technik

Grenze: Österreich – Ungarn – Nikon D500 mit AF-S 4.0/300 mm PF VR

Ich bin zurück – 5300km Europa, zum ersten Mal mit Wohnmobil und 4 Tele-Kamera-Systemen (Nikon, Canon, Panasonic, Olympus) liegen hinter mir.
Zusammenfassung? Sofort noch mal, nur Italien gegen Kroatien austauschen… Fujifilm anstelle von Canon mit nehmen…

Photokina ab jetzt jährlich – das wurde allerhöchste Eisenbahn!

Warum? Weil der Handel immer mehr verschwindet und man ausgefallene oder teure Fotogeräte inzwischen schon nur noch in sehr wenigen Geschäften Europas anschauen und anfassen kann. Dazu braucht es wieder Messen. Ich kann verstehen, das der Messeaufwand jedes Jahr von den Herstellern kaum gewollt ist, doch dann werden sie immer noch weniger verkaufen und da sich ja fast alle auf hohe Preise verständigt haben… und alle beim Leica-Prinzip mitmachen wollen… Außerdem kommen mindestens 3x so viele Neuheiten jährlich auf den Markt wie noch vor 6 Jahren – da ist 1x jährlich der geeignete Zyclus.
Nur jetzt ist angedacht die Messe und die Stände zu verkleinern – das ist keine gute Idee – denn die Menschenmassen müssen sich verteilen können und bei den großen Herstellern müssen mehr Platz und mehr Geräte vorhanden sein als bisher.
Die andere dumme Idee ist, die Messe in den Mai zu verlegen, dann kollidiert sie mit japanischen und US-Messen und findet in einer Zeit statt, wo es endlich Motive satt gibt.
Auch den September-Termin finde ich nicht perfekt – ich finde ab Mitte Oktober oder bis hinein in den November ideal. Da kann man vor dem Weihnachtstrubel sich alles genau ansehen. Das ist auch gut für Handel und Hersteller. Wichtig in dem Zusammenhang ist auch, das die japanischen Produzenten endlich einmal kapieren, das neue Geräte spätestens im März in Ausreichender Menge verfügbar sein müssen – denn im Juni, oder im September ist die Saison für viele Fotomotive auf der Nordhalbkugel vorbei.

Neuntöter – Neusiedler See – Nikon D500 mit AF-S 4.0/300 mm & 1.7x Extender PF VR

Was tut sich sonst?
Tamron bringt neben Sigma auch ein bildstabilisiertes 2.8/24-70 mm und Tamron hat wohl auch endlich mal einen schnellen AF dafür gefunden, denn der Vorgänger war einfach zu träge. Tamron und Sigma konkurrieren jetzt seit einiger Zeit bemerkenswert zeitgleich mit ähnlichen Objektivkonstruktionen, gerade hat Sigma ein leichtes 6.3/100-400 mm für 800€ vorgestellt schießt jetzt Tamron mit dem 5.6/18-400 mm dagegen, zu ähnlichem Preis. Tamron hat auch wieder lichtstarke Festbrennweiten und gerade erst seine 3 wichtigen, lichtstarken Zooms erneuert.
Sigma wird aber jetzt auch mit 2.8/24-70 mm und im Herbst mit 2.8/70-200 mm in den Handel gehen und vermutlich auch ein 2.8/300 mm in der Fertigung haben.
Wer nun glaubt, Canon, Nikon und Tamron und Sigma sprechen sich nicht ab – der irrt.

Deshalb ist an der Objektivflut für Vollformat-DSLR ganz klar abzulesen, dass weder Nikon noch Canon vorhaben den Weg von Sony und Leica zu beschreiten. Sie werden DSLR-Technik in absehbarer Zeit nicht aufgeben, sonst würden sie Tamron und Sigma mit in den Ruin reißen. Sie werden bald Kameras ohne Spiegelreflextechnik, aber mit identischem Auflagemaß als Alternative anbieten. Das ist zumindest meine Überzeugung – alles andere macht keinen Sinn.

Die Sony Alpha 9 wird die noch nicht wirklich aufschrecken, wirklich neu ist ja nur der Sensor.
Ich sehe an Kameras von Sony, Leica und Hasselblad vor allem, das in den Firmen niemand fotografiert – dass die im Gegensatz zu Nikon, Panasonic und anderen gar nicht wissen, wie eine Kamera aussehen und ausgestattet sein muß.
Eine andere Erklärung gibt es für so unausgereifte Produkte nicht. Wenn ich doch bei Sony am Computer sitze und die Vorgabe ist die schnellstmögliche, professionelle Vollformatkamera bis 6000€ zu entwickeln –
dann merke ich doch bei den ersten Gebrauchsmustern schon, wenn das Gehäuse mit soliden Objektiven nicht gut in der Hand liegt und technisch merke ich auch sofort, dass es nicht sein kann nur einen schnellen Speicherplatz eines veralteten, langsamen Speicher-Formats einzubauen und beim Fotografieren mit den ersten Beta-Modellen fällt mir doch auf, dass der automatische Weißabgleich absolut unbefriedigend ist, das die Farben auch sonst einfach nicht so aussehen wie bei Nikon oder Canon… und vieles mehr.

Auch so Produkte wie eine Leica SL oder TL oder Hasselblad X1D würde ich doch so nie bedienen wollen – letztere wird heiß wie verrückt und braucht 8 Sekunden um fotobereit zu sein – also wenn das alles nicht so viel Geld kosten würde, käme ich aus dem Lachen nicht mehr raus.
Bei Fujifilm, bei Panasonic, bei Pentax, bei Nikon sind es inzwischen nur noch Kleinigkeiten über die man sich kurz aufregen kann und selbst Olympus hat es mit der E-M1II mal wieder geschafft eine ausgewogene Kamera zu produzieren. Nur Canon hat eine Sonderstellung, denn die streichen wissentlich Komforts und Features um den Leuten immer mehrere Modell zu verkaufen.
Das ist auch einer der Gründe, warum ich Nikon D500 und Nikon D5 weit im Vorteil sehe und so sieht es eigentlich jeder, der mit 1DXII oder 7DII vergleichen konnte.

Wenn jetzt die 6DII kommt, wird sie anscheinend zumindest preislich auf dem Boden bleiben und für Vollformat-Einsteiger einiges bieten. Doch eine 5DIV wird sie nicht ersetzen und die bleibt einfach im Verhältnis exorbitant teuer. Ich will sie weiterhin nicht haben, da kaufe ich dann lieber die erheblich bessere D5.

Auf Amazon und Co wird von Fan-, Firmen-, Fake- und Durchschnitts-Schreibern so vorgegangen – jeder Artikel erhält per se Bestwertung (5 Sterne) – wenn etwas besonders schlecht auffällt wird einer abgezogen. Ich mache es genau umgekehrt. Jede Neuerscheinung erhält null Sterne und alles was richtig gut ist, bekommt dann Sterne dazu.

Hase – Neusiedler See – Nikon D500 mit AF-S 4.0/300 mm PF VR

 

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