Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
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aller Autofokus-OBJEKTIVE
im Internet – Weltweit! 383 Tests!
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24. Dezember 2025
Dezember 2025


Mainhattan im schönsten Dezemberlicht
für alle treuen Leser ein wundervolles Weihnachtsfest!

Wo fange ich an?
Ich war nicht völlig untätig die letzten Wochen, nur passt es mir gar nicht in den Kram, dass US-Konzerne meine Worte & Fotos rauben, nichts dafür zahlen und damit selbst Geld verdienen.
Kann es noch schlimmer werden?
Einen Schutz von unserem Staat darf man nicht erwarten, zumal der mit Datenschutz und Fotografier-Verboten von Menschen völlig über die Ziele hinaus geschossen ist.
Bei mir geht ein sehr schlimmes Jahr zu Ende, abgesehen von schönen Aufenthalten in Spanien und noch schöner in Portugal, bin ich jetzt schon 18 Monate ausser mir. Und es werden noch 1-2 Jahre folgen, bis ich mein Leben vielleicht wieder intensiver leben und genießen kann. Also ich brauche einen langen Atem.
TROTZDEM: Bitte holt mich da raus und schreibt mir gerne Emails mit fotorelevanten Fragen, dass lenkt mich ab und fordert meinen Kopf.

Ich hatte die letzten Jahre schon versucht mir eine Pentax Vollformat Ausrüstung zusammen zu kaufen.
Jetzt im Dezember hatte ich das Glück endlich in Deutschland an das extrem gesuchte FA* 2.8/80-200 mm SMC in Champagner zu kommen. Das FA* 2.8/28.70 mm und viele andere Schätze von Pentax, wie A* 1.4/85 mm; A* 1.2/50 mm hatte ich schon längst. Ich könnte jederzeit einen Film und die LX einlegen und ganz analog mit besten Objektiven zu fotografieren. Das könnte ich auch mit der Nikon FA und vielen Nikkoren, nur die Olympus OM-3Ti hatte ich letztes Jahr mit allen Objektiven aufgegeben.
Es folgte also ein Versuch zurück zu meinen fotografischen Wurzeln: Pentax.
Ich besorgte mir eine K-1 II und war gleich enttäuscht.
Kamera sauschwer, Bedienung sehr fremdartig; offener Spiegel und Staub im Sucher; alles laut und rappelig.
Vor allem der laute und raue AF – das bin ich nicht mehr gewöhnt und da will ich auch nie mehr hin. Speziell mit dem 2.8/70-200 mm ergibt sich ein sauschweres Kamerakonzept, das ich heute nicht mehr bereit bin lange zu tragen.
Also dann lieber gleich die Fuji GFX 100II mit Tele und die ist auch optisch meilenweit entfernt.
Also das Experiment ist gleich komplett gescheitert, Pentax nur manuell, oder wenn die es schaffen eine wirklich handliche, leichtere Vollformat ohne Spiegel anzubieten.
Ich habe alle neuen Teile gleich wieder verkauft.

Es gibt reichlich Fotointeressierte mit wenig Geld, die nur Bilder und Filme machen ohne Sucher kennen,
die bekommen für nur 850€ plus Objektiv ein ungeschlagenes Angebot: Die Panasonic S9 im Vollformat. Also nicht diese verkrüppelten Kameras mit kleinem Sensor von Fuji, Canon, Nikon, Sony!
Aber auch hier hat die Panasonic LUMIX einen schmerzenden Pferdefuss, die Objektive!
Klasse: Alle Objekive von Leica, Sigma, Lumix und einiger Chinesen passen alle : L-Mount
Nur bei den Objektiven sollte man genaue Überlegungen anstellen, was man vorhat und braucht.
Die L-Objektive von Leica kann man gleich vergessen, weil sie irrsinnig teuer sind ohne eine bessere Leistung zeigen zu können. Einzig das L 2.8/28-70 mm (2000€) kann für manchen interessant sein. Es ist aber, wie die meisten Zooms created und craftet by Sigma.
Sigma selbst fühlt sich inzwischen wohl auch wie Leica-Fernost. Vieles im Portfolio ist weder schlecht, noch deutlich überteuert. Aber trotzdem klobig, lang, schwer und oft verrückt lichtstark oder lichtschwach – mir fehlt da unbedingt die Mitte, was soll ich jemals mit einem 1.4/14 mm, 1.2/35 mm oder gar 1.4/135 mm anfangen?
Wir könnten zunächst einmal nur mit kleinen Festbrennweiten beginnen: 8.0/26 mm Panasonic; 2.0/40 mm TTArtisan, 1.8/85 mm Panasonic, 1.4/85 mm Sirui.
Oder darf es auch das kleinste, leichteste Zoom für Vollformat sein? Das Panasonic 6.3/18-40 mm wird sogar relativ günstig im Kit angeboten. Auch 5.6/20-60 mm; 4.0/24-70 mm klingen durchaus reizvoll; das 2.8/24-60 mm wiegt 500 gr. und das 4.0/24-105 mm lässt Abbildungsmaßstab 1:2 zu. Optisch zählen die letzten beiden Zoom-Objektive zum besten für die Kamera.

Die LUMIX S9 ist eine der kleinsten und tatsächlich die preiswerteste Kamera im spiegelfreien Vollformat, von ehemals 1400€ wird sie jetzt schon für 900€ verkauft. Die Lumix S5II zieht dir rund 500€ mehr von der Bank. Sie wird ohne Sucher eben besonders für Hobbyfilmer und Aufstiegsfotofans (vom SP kommend) angeboten. Sie wiegt knapp über 400g und bleibt auch mit solidem Akku unter 500g. Sie ist heute die Kamera für “Creators” also a-soziale Medien getriebene, die mehr als ein SP suchen. Einen mechanischen Verschluss sucht man vergebens. Immerhin ist ein älterer 5-Stufen-Bildstabilisator und gleichzeitig Staubrüttler eingebaut.Sie ist technisch der S5II ähnlich, verzichtet aber auf den Sucher, sie kann mit eigenen Farbabstimmungen und schneller Bearbeitungssoftware in rund 1 Minute ein Bild bearbeiten und an das SP zum Veröffentlichen weiter leiten. 30 B/p/Sec mit AF klingen erst einmal toll.
Der AF ist endlich verbessert, aber für Tierfilmer taugt er trotzdem angesichts der Konkurrenz, kaum.
Die S9 ist wegen des fehlenden Griffes kaum eine Einhandkamera, dazu ist der bei Filmen und Stativfotomenschen ohnehin beliebte L-Bügel mit kleinem Griffstück notwendig. Dann wird aber die Kamera wieder rund 100g schwerer und kostet gut 40€ mehr.
Abgesehen von Größe, Gewicht und vor allem Preis, ist die Lumix S5II für mich weiterhin das beste L-Bajonett-Angebot.
Und wer jetzt die Sigma BF vorzieht, dem ist kaum zu helfen. Immerhin werden die Sigma-Objektive jetzt nach weihnachten wieder mitCashBack angeboten.
Die Nikon ZR ist am ehesten Konkurrenz, kostet aber 2350€. Und wer eine ausgewachsene, haptisch besonders gute Kamera sucht, kommt nicht an der Nikon Z5II vorbei. Für 1500€ bietet sie wirklich mehr und hat ein viel ausgewogeneres Objektivsystem.
Und so stirbt das Panasonic Lumix L-Bajonett schon wieder den Gnadentot, es ist technisch weder Nikon noch Sony gewachsen.
Und den zögerlichen AF braucht nun wirklich keiner, da hilft auch der kleinste Preis nichts.

Kameras des Jahres 2025:
Da haut mich wirklich nichts um. Die teuren Pro-Kameras von Sony und Nikon beherrschen den Markt und Canon hat Schwierigkeiten mit einer R5II zu folgen.
Bei der neuen “Einsteigerklasse” um 2000€ hat sich Canon wieder den Schneid abkaufen lassen und Sony 7V gefolgt von Nikon Z5II haben die besseren Konzepte und bieten mehr für’s Geld.
Das eine Hasselblad (DJI) X2DII besonders beliebt sein soll, wage ich sehr zu bezweifeln. Ich kenne niemanden der sie nutzt und habe nie jemanden mit der Kamera getroffen.
Um Fuji gab es das meiste Geschrei – ich war maßlos enttäuscht und kann von allen neueren Kameras nichts empfehlen.

Objektive 2025:
Warum Canon 1.2/45 mm und Nikon 1.2/35 mm so durch die Decke gehen und von jedem begehrt werden? Schickt mir die Antwort – ich weiß sie nicht. Ob man in den Reportage Brennweiten Objektive mit f:1.2 oder 1.4 nutzt ist letztlich kaum jemals zu sehen. Besser ist man geht näher ans Motiv, dann reicht auch ein f:2.0 Glas.
Auf ein Sigma 1.4/135 mm oder gar 2.0/200 mm hat bisher hoffentlich keiner gewartet, ich sehe den Nutzen für das Mehrgewicht und den Mehrpreis einfach nicht.
Dagegen war ein 2.8/100 mm GM Macro längst überfällig bei Sony.
ZOOM-Objektive:
Sony hat mit dem 2.0/50-150 mm jeden Vogel abgeschossen, jedes Lächeln eingefangen, jeden Hintergrund aufgelöst. Zweifelsfrei schon jetzt das Zoom des Jahrhunderts.
Das OMSystems 2.8/50-200 mm PRO-IS kam viel zu spät, ist sehr teuer, aber trotzdem hat sich das Warten gelohnt!
Kaum jemanden vom Hocker gerissen hat das Sigma 4.0/300-600 mm. Sehr schade, aber die schwere Bauart kann nicht überzeugen.

ALLES in Allem war 2025 aus meiner Sicht ein sehr langweiliges Jahr für Fotogeräte. Und wenn man nicht berührende Fotomotive hatte, noch schlimmer.
Für 2026 können wir dann wieder einiges mehr erwarten, kaum von Leica, Panasonic, Sigma und auch Canon könnte weiter Schwächen, wenn keine ambitionierte R7II erscheint.
Nikon wird eine Z7III zum guten Preis bringen und eine Z9II als High-End Bolide und auch sie brauchen eine sehr schnell, gut ausgestattete Z50 im kleineren Format.
OMSystems könnte eine neue Pen bringen.
Fujifilm wird hoffentlich über X-T6, X-H3, GFX100III nachdenken.

Der nächtliche Fuchs, der lautlos das Katzenfutter stiehlt,
ist keine tolle Aufnahme. Trotzdem war ich sehr froh das IP17Pro in der Hand zu haben und den Augenblick mit dem schneebedeckten Fuchs dokumentieren zu können! Einfach ein toller Moment 2025!

 

 

3. Juli 2013
Feineinstellung an Kameras und jetzt auch an Objektiven?

Ich mag kein RAW – es zwingt mich an den Computer.

Ich mag kein Kamera-Finetuning – eine Kamera muß scharfe und richtig belichtete Fotos liefern, wenn ich sie kaufe – bis zu dem tag an dem ich sie verkaufe. Wie Hersteller das hin bekommen ist mir egal, denn ich zahle ja viel Geld dafür.

Was Sigma uns da jetzt verkaufen will, setzt dem ganzen die Krone auf – Finetuning für Objektive.
Also tatsächlich bedeutete dies, Sigma will es nicht mehr machen oder kann es nicht und jetzt soll es der Kunde machen. Das ist ein schlechter Witz. Sigma hat sich leider mit vielen neueren Produkten auf  ein schwaches Niveau begeben und kann bei mir nur noch selten Punkten. Die neue Qualitätsoffensive mit ART – SPORT – CONTEMPORARY (= lichtstark – schnell – Einsteiger)  Objektiven sehe ich sehr kritisch – und eine Feineinstellung an Objektiven werde ich ganz sicher nicht vornehmen.
Sigma feiert einen Achtungserfolg mit dem gelungenen: 1,4/35 mm ART
Dafür ist das DC 1,4/30 mm auch wieder nicht wirklich verbessert und das 2,8-4,0/17-70 C mm auch nichts Neues, nichts Besseres.
Von Sigma Kameras halte ich gar nichts, von keiner dieser bis heute vorgestellten Kameras – Das Design und die Haptik sind einfach zu grässlich – da nützt der ambitionierteste Sensor nichts.

 

3. Juli 2013
Canon EOS 70D – die digitale Spiegelreflex, mit schnellem AF auf dem Monitor

2.mal ergänzt!

Der beste Kaufgrund für die neue EOS 70D – schneller, präziser LIVE-Nachführ-Autofokus überall im weißen Feld!

Um es unmissverständlich zu sagen: Die EOS 70 D ist eine nahezu vollwertige EOS 7D mit hellem Glas-Prismen-Sucher und Rückschwingspiegel (DSLR) und dem Autofokus der EOS 7D im Sucher

und

zusätzlich ist die EOS 70D die erste DSLR-Kamera die schnelleres Scharfstellen für Fotos und für FullHD-Filme über den voll beweglichen Monitor fast an jeder Stelle sicher stellt!

Damit schlägt sie gekonnt die Brücke zwischen DSLR mit hellem Sucherbild und Systemkameras, die bisher alle gut über den Monitor scharfstellen konnten – nur die EOS 70D kann im Sucher und auf dem Monitor, bei jedem Licht, das Phasenvergleichsverfahren anwenden – was so in dieser Form keine andere Kamera kann (allenfalls mit wenigen AF-Feldern und nur bei gutem Licht, Nikon 1 und Fuji X).

Und das in einer Kamera für 1100€

Eine echte Neuheit, ein echter Kamera-Neustart war von Canon kaum zu erwarten. Canon lässt sogar Nikon den Vortritt (D7100) und lässt sich viel Zeit neue DSLR-Kameras zu präsentieren. Canon reagiert nur noch, ist aber bei Kameras nicht mehr Vorreiter. Auch auf die 7D-Nachfolge-Kamera ist nicht in Sicht und vielleicht auch weniger notwendig. Die neue 70D hat wie erwartet den beweglichen Monitor der 60D, den WiFi der 6D und einen AF, ähnlich der 7D plus den schnellen Live-View-AF. Die 700D war nur ein kleines Update, die echte Evolution beim Autofokus bleibt der neuen 70D vorbehalten.
Die Neuheit ist der Sensor, er beheimatet jetzt nicht nur 20 Millionen Pixel (aber tatsächlich 40 Millionen Photodioden, jeder Pixel besteht aus 2 Hälften!) auf der kleinen  APS-C Fläche, sondern zusätzlich an jedem Pixel rechts und links Autofokus-Sensoren = Dual-AF. Damit wird ein Pphasendetektions-AF in Live-View für’s Fotografieren und Filmen sicher gestellt.
Nach Durchlesen der exakten Technik des Sensors wird klar. dass Canon hiermit einen Durchbruch für den Autofokus mit DSLR Kameras für’s Filmen als auch für das Fotografieren, bei wenig Licht, bei viel Licht, bis hin zu Blende 8 gelungen ist. Canon stellt sich damit wieder an die technologische Spitze und lässt Sonys SLT-Hilfssytem und die bisherige Nikon-Technik hinter sich. Endlich ist es möglich auf dem Monitor schnell und präzise zu fokussieren und trotzdem den gewohnten Glasprismen-Sucher für maximale Klarheit und Helligkeit zu verwenden. Der Glassucher behält also eine Existenzberechtigung und wird damit ein bisschen auch zur weiterhin brillanten – Nebensache – je nach Fotosituation.


Canon EOS 70 D sieht auf den ersten Blick der Canon Eos 60D zum verwechseln ähnlich. Die Änderungen äußerlich sind minimal, dafür hat sich im inneren etwas geändert. mit 755 g Gewicht (incl Accu und Speicherkarte) ist sie noch nicht zu schwer, aber auch kein professionelles Leichtgewicht wie eine Panasonic GH3 (550g) gegen die sie sich inzwischen behaupten muss. Warum Canon allerdings seine Marktmacht mit dem EOS-Objektivsystem nicht ausnutzt und mit neuen DSLR-Kameras nicht auch gleich zumindest 1-2 neue Objektive (bzw. Verbesserungen) einführt, ist mir ein Rätsel. Die Eos 70D hätte mit einem EF-s 3,5-5,6/17-190 mm und 4,0/10-24 mm erscheinen müssen!

Das Auge ist jetzt ein ganz neuer 20 Megapixel-Sensor, der zum ersten Mal in der APS-C-Klasse (Halbformat) ISO 25.600 und immerhin ISO 6.400 bei hoffentlich geringem Bildrauschen ermöglicht. Das große Fragezeichen hier ist, wie verhält sich das Bildrauschen in der Praxis – denn tatsächlich sind ja hier doppelt so viele Fotodioden auf der gleichen Fläche untergebracht, wo bisher nur 18 Millionen waren. Der Empfindlichkeitsbereich hat die Bandbreite von 100-25.600. Leider sind ISO 50; 25 und ISO 51.000 hier nicht möglich. Für das Videofilmen gilt eine begrenzte Empfindlichkeit bis nur 6.400 ISO (erweiterbar auf 12.600 ISO).

7 Bilder pro Sekunde stehen ihr gut zu Gesicht – wenn ein entsprechnder interner Speicher dahinter steht.
Mit schnellen SD-Speicherkarten können 65 JPEG- und nur 16 RAW-Aufnahmen in Folge belichtet werden. Der JPEG-Wert ist gut, aber wer mit RAWs Action fotografieren will, wird weiterhin eine EOS 1DX kaufen müssen :-).
Das ist schon der Grund, warum ich wann immer möglich auf RAW verzichte, denn mit 16 Bildern kann ich bei vielen meiner Lieblingssituationen nichts anfangen – aber da bin ich sicher eher eine Ausnahme, weil ich den Augenblick erwischen will und vieles in Bewegung speichern will.
Der Versachluß erreicht 1/8000 Sekunde – das ist wichtig. Über eine elektronische und lautlose Auslösung verfügt die 70D noch nicht.

Bis zu 5x schnellerer Dual-Life-Autofokus & zusätzlich den AF der EOS 7D im Sucher
Hier ist ein klarer Unterschied, im Sucher ist der AF mit 19 Feldern, alle Kreuz-Sensoren, wie ihn die 7D hat, schon ein echter Gewinn. Nur die 61 Felder der 5D3 & 1Dx sind noch einmal eine Steigerung!
Ganz anders jedoch beim Einsetzen des Monitors zum Filmen und fotografieren – hier hat Canon jetzt den ganz neuen Dual-AF auf dem Sensor eingeführt der auf 80% der Bildfläche arbeitet und aktiviert werden kann. Er gibt  im Live-View richtig Gas und sorgt beim Filmen für einen gleichmäßigen, ruhigen AF ohne Pumpen.  Selbst bis 0 EV – also Kerzenlicht, kann schnell bis Blende f:11 scharfgestellt werden. Canon will damit das Live-View-Fotografieren und das FullHD-Filmen auf eine neue Stufe bei DSLR-Kameras stellen und sich deutlich vor Nikon positionieren. Die Einschränkung liegt allerdings bei “DSLR-Kameras” – die Geschwindigkeit von System-Kameras wie mFT, Nex, Nikon 1 wird Canon vielleicht noch nicht deutlich überflügeln – ich bin gespannt auf einen Praxistest. Canon hat sich ja sehr lange bitten lassen, hoffentlich können sie liefern und schaffen das GH3 Niveau im Live-View – damit wäre viel Boden zurück gewonnen.  Die Bildrate des aufgebauten Bildes beträgt allerdings nur 30 B/Sekunde – da sind Panasonic und Olympus längst auf 60B/Sekunde vorgeprescht. Das macht einen großen Unterschied bei der Flüssigkeit des aufgebauten Bildes – die Vorteile sind vor allem in den Suchern der System-Kameas sichtbar. Ob das Canon zum Nachteil gereicht muss erst die Praxis zeigen. Beim Filmen kann der neue Life-Autofokus laut Aussage leicht die Schärfe auf ein Gesicht nachführen, auch wenn ein hochtlichtstarkes 1,2/85 mm verwendet wird und die Schärfentiefe minimal ist – mit Sicherheit verfügt sie über eine Augenerkennung, die dann auch das Fotografieren wesentlich erleichtern könnte.

Die Empfindlichkeit der Sensoren liegt allerdings nur bei -0,5 EV – das geht inzwischen bis -2 EV noch einiges besser. Durch den 19 Feld Dual-AF soll auch die Schärfenachführung verbessert werden – ich bin gespannt wie dicht sie an die 5D3 heran kommt – denn jede andere Kamera ist in dieser Disziplin mit Super-Tele-Objektiven bisher langsamer.

Der Sucher ist ein echtes Dachkantprisma, wodurch sie sich deutlich von der Eos 700D und 100D abhebt (die nur einen dunkleren, leichteren Spiegelsucher eingebaut haben). Er zeigt immerhin 98% des Bildes und der Monitor 100% – das sind für DSLR sehr gute Werte, wenn auch ein 100% Sucher noch eine andere Qualität ist (5D3).

3 Zoll Touch-Screen Bildschirm – daran gewöhnt man sich schnell, die Kamera kann in weiten Teilen auch durch Druck auf den Monitor bedient werden. Das ist nicht immer der Klarheit des Bildes zuträglich, stört aber in der Praxis nicht so häufig wie vermutet. Es kann fast überall ausgelöst werden, ein kurzer Fingertipp genügt – so leicht kann die Fotografie sein, wie sie vor Jahren von Panasonic & Olympus neu erfunden wurde. Über 1 Million Bildpunkte zeigen schnell die Schärfe und die Details jedes Bildes.
Noch ein paar Erklärungen zum Touch-Screen, der für Viele an einer Kamera noch fremd ist. Durch Berührung lassen sich praktisch alle Funktionen und Einstellungen an der Kamera schnell und leicht aufrufen und verändern, nicht selten schneller als es mit der Tastatur und den Drehrädern möglich wäre. Fotos können sehr schnell geblättert und vergrößert werden. Die berührungsempfindliche Schicht des Monitors kann natürlich auch ausgeschaltet werden. Er reflektiert deutlich weniger als bisherige Generationen, aber natürlich ist er an einem heißen oder hellen Tag nicht immer leicht und perfekt ablesbar, wenn man ihn mit der Hand abschattet gelingt aber auch das. Ein Problem können Sonnenbrillen sein, da der Monitor ja dann nicht automatisch heller wird. Und zur Not ist ja immer auch ein hochwertiger Sucher verfügbar. Er kann auch mit dünnen oder speziellen Handschuhen bedient werden und auch schwitzende Finger irritieren ihn nur wenig.
Sowohl Gitterlinien als auch eine elektronische Wasserwaage kann im Sucher und auf dem Monitor angezeigt werden. Berührungsempfindliche Monitore mit Auslösefunktion sind zweifelsfrei eine echte Bereicherung und Erleichterung für das Fotografieren und Filmen.

WiFi ist an Bord, so seltsam wie es für erfahrene Fotografen klingt, ohne WiFi haben Kameras praktisch keine Existenzberechtigung mehr. Denn, dass, was uns jahrzehntelang verwehrt blieb ist heute endlich möglich: Eben gemachte Fotos gleich mit allen  oder mit bestimmten Menschen teilen zu können, sofort und über Fotos mit jedem kommunizieren zu können. Fotos sollen heute sofort ins Internet oder müssen sofort sendefähig sein.
Was allerdings dagegen spricht, ist der rohe und unbearbeitete Zustand der Bild-Datienen. Hier muss Canon noch viel tun. Denn meine mFT-Fotos brauchen oft nur wenig gezielte Bearbeitung, aber meine Canon Fotos müssen kontrastoptimiert und geschärft werden – das sollte zukünftig auch schnell in der Kamera möglich sein – die  70D ist hier leider auch keine positive Ausnahme.

Ein Mini-Blitz leistet 12 LZ bis 17 mm Brennweite ist er eine gute Hilfe. Und vor allem lassen sich mit ihm externe Blitzgeräte drahtlos steuern – ein großer Vorteil vor den drei Profi-Vollformatkameras (6D, 5D3, 1DX). Für den Vollformat-Sucher braucht Canon offensichtlich bisher allen Platz für ein großes Prisma, aber Sony und Nikon zeigen, dass es möglich ist, Blitz und Vollformat zu vereinen – Canon das will ich endlich auch!

Einen extra Batteriegriff BG-E14 mit Hochformatauslöser zum verrückten Preis wird es auch diesmal speziell für die EOS 70 D geben. Inzwischen werden ja relativ schnell alternative Griffe um 100€ angeboten die auch halbwegs tauglich sind. An der Gurtaufhängung hat sich mal wieder nichts geändert, die Gurte müssen weiter unter den Metallbalken durchgefädelt werden. Der Batteriegriff verfügt über die zusätzliche Gurtbefestigung an der falschen-rechten Seite und keine an der linken Seite.

Die EOS 70D ist vollständig gegen Regen und Staub abgedichtet und sollte einer EOS 7D nicht nachstehen.

Sie verwendet keine CF-Karten, endlich ist das Menü-Rad verriegelt, die sinnvolle kleine Taste nahe dem Auslöser für die AF-Funktionen hat sie von der 5D3 geerbt. Das Menü-Rad ist jetzt übersichtlicher und die Szenen-Programme sind zusammen gefasst.

Der PREIS: 1100€ – aber sie ist erst ende August lieferbar. Sie wird sich am Markt schnell mit 950€ einpendeln. Sie wird im Kit mit 5,6/18-55 mm STM oder 5,6/18-135 mm STM angeboten.

Objektive: Von 156 bisher produzierten EOS-Objektiven, werden 106 an der EOS 70D unterstützt. Allerdings gibt es bisher nur 9 verschiedene EF-s Objektive, die speziell an den kleinen Sensor angepasst werden. Und auch sie können leider an keiner anderen EOS-Vollformat-Kamera verwendet werden. Erstaunlich ist, dass kein neues 15-85 mm angeboten wird und es auch nicht im Kit mit der Kamera erhältlich ist. Ich habe beide Kit-Zooms aktuell an der 700D getestet. Das ganz neu konstruierte 18-55 mm ist etwas größer geworden (7,5 cm lang; 200g), viel besser verarbeitet und brilliert mit einem tollen Abbildungsmaßstab (1:2,8).
Das 18-135 mm STM ist auch endlich gut und hat den spannenderen Brennweitenbereich, aber es ist mir erheblich zu groß, zu schwer (9,6 cm; 480g) und ist optisch nicht ganz so gut wie das 18-55 mm STM und lässt den schönen Abbildungsmaßstab vermissen (1:3,6).
Ich würde die 70D mit 5,6/15-85 mm (8,8cm – 580g – 1:4,8) oder mit dem neuen Sigma 2,8-4,0/17-70 mm kaufen – beide sind optisch auf einem guten Niveau, das Sigma doppelt so lichtstark und trotzdem kompakt und leicht – es lässt aber die wichtigen 15 mm Brennweite vermissen (8.2 cm – 470g – 1:2,9).
Das wichtigste fehlt jedoch trotzdem für die 70D – richtig spannende EF-s Objektive wie: 4,0/10-24 mm; 4,0/15-85 mm; 5,6/17-200 mm; 2,0/60 mm Macro; 1,4/60 mm Porträt etc.

 

Was erwarte ich von einer neuen Canon DSLR-Kamera?

Alle die eine DSLR-Kamera nur durch den Sucher bedienen wollen und fast ausschließlich wie gewohnt fotografieren, werden kaum von der neuen Technik profitieren. Sie fragen sich noch was man mit beweglichen Monitoren und Live-View und Filmfunktionen soll. Doch das Leben und alles entwickelt sich und längst fotografieren wir nicht mehr zu 100% durch den Sucher, auch wenn das schöner ist. Praktischer ist oft der Monitor. Für mich kann jede weitere EOS-Kamera nur noch Ergänzung zur EOS 5D3 Profi-Kamera sein oder zur neuen 70D – wenn sie sich bewährt.
Den Weitwinkel und Normalbereich von 7-100 mm habe ich ganz auf Vollformat und microFourThirds aufgeteilt. Hier waren mir die EF-S Objektive nie wirklich gut genug und auch nicht kompakt genug, weder 10-22 mm, noch 2,8/17-55 mm, noch 5,6/18-135 mm haben mich da bisher überzeuugt. Mit den Canon Halbformatkameras würde ich allenfalls das sehr gute 5,6/15-85 mm und das 2,8/60 mm Macro kaufen. Ein Halbformatkamera muß heute für mich die Ergänzung sein für: Macro-Fotografie (und dazu brauche ich zwingend einen beweglichen Monitor mit schnellem AF und Monitor-Auslösung) und
für Tele-Fotografie – um noch mehr Nähe zum Objekt bei hoher Schärfe/Auflösung und geringem Bildrauschen darstellen zu können.

Fraglos am wichtigsten ist mir ein beweglicher Monitor. Den hatten schon die EOS 60 D, die 650D, die 600D und die 700D nur bei denen ist mir der AF im Live-View noch zu träge und zu weit weg vom Niveau der Panasonic-Kameras. Auch wenn es noch nicht alle verstehen, Macro- & Reise-Fotografie ohne beweglichen Monitor, Live-AF und Auslösung ist für mich nicht mehr denkbar und der Verzicht an der EOS 5D3 wiegt so schwer, dass ich als Ergänzung meist mFT-Kameras einsetze.
Was erwarte ich noch von einer EOS 70D?

Einen Autofokus der zumindest das Niveau der 7D erreicht – geschafft.
Eine gute Abdichtung, eine problemlose Bedienung mit arretierbarem oder sehr schwergängigen Menü-Rad – erledigt.
Natürlich höchste Präzision und Schnelligkeit und einen hellen Sucher – vorhanden.
Der SENSOR ist jetzt wenigstens im 20iger Bereich angekommen. Das ist keine markante Auflösungssteigerung von den bisherigen 18er Sensoren, mit denen Canon früh vorgeprescht war, als noch Auflösung alleine zählte. Nikon und Sony bieten mit 24 MP auf den Halbformat-Sensoren geringfügig mehr Auflösung. Canon hätte jetzt eine Marke setzen können und einen 30iger Sensor präsentieren können. Doch Canons Hauptinteresse hat sich von der Auflösung weg verlagert – hin zum Autofokus und zu hoher Empfindlichkeit bei geringem Bildrauschen. Das zeigen eindrucksvoll auch die Eos 5D3 und 1Dx die Nikon und alle anderen Kameras in diesem Bereichen deutlich hinter sich lassen.

Das große Fragezeichen bleibt das Bildrauschen… rauscht die Kamera schon geringfügig bei 100 ISO? Sind 1600 ISO; 3200 ISO in der Praxis mit homogenen Motiven wirklich nutzbar? Wie sehen ISO 6400 Fotos aus???

Erste Fotos von Canon mit 1600 ISO sehen unglaublich scharf und rauschfrei aus. Wenn das so in der Praxis wäre, braucht man die Vollformat kaum noch um geringes Bildrauschen zu erreichen…

Die Canon Auswahl – was kaufen?

Es wird eng werden, eine neue 7D-Nachfolge preislich zu positionieren, zwischen der 70D für 1100€ und der 6D für 1800€. Eine 6D wird weiter im Preis fallen und den Start einer weiteren DSLR mit Halbformat erschweren. Dennoch hält sich Canon die Option auf eine n 7D Nachfolger im Winter offen, im Moment ist nicht absehbar wie Canon eine 7D II zusätzlich aufwerten könnte, mit einem weiteren 30 MP-Dual-AF Sensor?
Wer DSLR gewohnt ist und eine 7D, 60D oder 650D oder deren Vorgänger hatte, ist beim Neukauf gut beraten sich eine Eos 70D zu kaufen. Nur wer den Schwerpunkt Landschafts- und Studio-Fotografie bei permanentem RAW-Einsatz anpeilt sollte sich eine 6D oder 5D3 zulegen.
Die 7D ist mit Erscheinen der 70D disqualifiziert, es gibt ab August schlicht keinen Kaufgrund mehr für eine 7D. Allen die mit der 7D nicht mehr perfekt zufrieden sind oder gerne up-to-date sind, würde ich den raschen Verkauf der 7D raten, denn die 70D kann jetzt fast alles besser – mal von 8B/pro Sekunde abgesehen.
Die Eos 700D ist eine nette, kleine Kamera – aber sie ist wie die winzige 100D nur für den Einstieg und den Knipser gedacht und keine echte Konkurrenz für eine 70D.
Die EOS 6D mag ich nicht, der AF ist mir zu unberechenbar und öfter auch noch zu langsam, beweglicher Monitor und eingebauter Blitz fehlen schmerzlich. das kann der Vollformatsensor alleine nicht aufwiegen. Wenn Canon-Vollformat – dann gleich die 5D3.
Die EOS 5D3 ist meine liebste Kamera mit der ich von der Landschafts – über die Porträt-/Mode- bis hin zur Tier-/Sport-Fotografie alles einwandfrei mit hoher Qualität fotografiere, bei nahezu jedem Licht. Doch sie ist auf Reisen schwer, ihr fehlt für Macro der bewegliche Monitor, ein eingebauter Blitz mit drahtlos-Steuerung fehlt ebenfalls, im Tele-Bereich verlangt sie schwere und lange Super-Tele-Brennweiten und sie ist kostspielig.
Hier sehe ich in der 70D eine sehr gute Ergänzung – wenn auch sie für mich keine handliche Reisekamera ist, dafür sind schon die Objektive zu voluminös. Im Telebereich bringt ein guter Sensor mit Faktor 1,6x und schnellem AF weit mehr Gewinn als jeder Konverter, denn die Lichtstärke und Schärfe eines Teles bleiben erhalten. Damit wird aus dem 4,0/200-400 mm L IS problemlos ein 4,0/320-640 mm und dank eingebautem 1,4x Extender sogar blitzschnell ein 5,6/320-900 mm, das 2,8/300 mm mutiert zum 2,8/500 mm und selbst ein 2,0/135 mm wird ein hochspannendes 2,0/220 mm. Mehr als 300-400 mm Brennweite werden daher eigentlich nicht mehr benötigt – die zusätzliche Anschaffung der 70D genügt.
Die EOS 1DX hat sich für mich nicht bewährt, die Vorzüge gegen eine 5D3 sind für mich zu gering und die Kosten viel zu hoch. Das Gewicht durch den fest integrierten Hochformatgriff ist nicht teilbar und extrem schwer.
Für 2014 stehen dann natürlich eine 5D4 mit neuem Sensor und beweglichem Monitor und eine 1D11 mit der neuen Technik auf der Wunschliste. Nicht zu vergessen, die von einigen verlangte Kamera mit 40 MP Vollformat-Sensor.
Und auch bei den Systemkameras kann Canon mit der neuen Technik jetzt Gas geben:
Was jetzt fehlt ist eine schöne kleine EOS M2 mit elektronischem Sucher, mit beweglichem Monitor und Blitz und dem AF-Sensor der 70D – sie wird sicher bald erscheinen – aber mit Sicherheit wird Canon etwas weglassen, den beweglichen Monitor? Denn sonst würde sie der 70D, der 700D und der 100D die Existenz zu schwer machen.

Eine 7D-Nachfiolge-Kamera kann jetzt nur noch einen etwas hochauflösenderen Sensor (glaube ich aber vorerst nicht), 100% Sucher und ein raffinierteres Gehäuse aus anderem Material und vielleicht mit größerem Pufferspeicher für 9-10 B/Sekunde bringen. Sie könnte etwa 1400€ kosten – ich bin nach der 70D nicht sicher, ob sich das Warten darauf zwingend lohnt. Die wesentlichen Verbesserungen, die benötigt wurden, sind in der 70D enthalten.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto eher denke ich, das eine weitere 7D und auch die Eos 6D unnötig sind und eine gut ausgestattete Kamera im Vollformat (8D) mit dieser Technik um 2000€ kommen muss. Se könnte etwa 1400€ kosten – ich bin nach der 70D nicht sicher ob sich das Warten darauf zwingend lohnt. Die wesentlichen Verbesserungen, die benötigt wurden, sind in der 70D enthalten.

 

 

 

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28. Juni 2013
Panasonic mFT 1,7/20 mm II Metall

Die beliebte 1,7/20 mm Festbrennweite die Ende 2009 erschien war immer sehr beliebt und ein guter Grund das microFourThirds-System zu kaufen.
Es ist nur 2,6 cm flach bei 100g Fliegen-Gewicht und könnte zu den Pancake-Objektiven gezählt werden, doch die hohe Lichtstärke f:1,7 unterscheidet sich wohltuend von allen anderen Pan Objektiven. Ich habe es gleich gehabt, doch der laute, raue und langsame Autofokus liesen schnell eine Hassliebe entstehen.

Der Bereich 35-50 mm – in mFT = 17-25 mm Brennweite, ist heute noch genauso attraktiv wie vor 30 Jahren, es ist einfach immer gut eine kleine, lichtstarke Festbrennweite dabei zu haben, mit der immer noch ein Foto möglich ist. Meist kann damit ohne Aufsehen zu erregen fotografiert werden, wie sonst mit keiner anderen Brennweite. Ich finde nur es sollte lichtstark sein, für Vollformat ist f:2,0 Pflicht und am mft-Format mit halber Diagonale und weit größerer Schärfenausdehnung sollte es mindestens f:1,7 bieten – was für die Schärfenausdehnung ja nur f:3,4 am Vollformat entspricht. Das sollte aber in dem Bereich nicht überbewertet werden, da ja meistens auch bei wenig Licht noch eine gute Schärfenausdehnung erwünscht ist – ich sehe es daher so, das bei der Brennweite mFT eher im Vorteil ist vor Vollformat und mehr richtig scharf fokussierte Fotos die Folge sind.
mFT hat bei weitem den größten Marktanteil und ist bis heute am beliebtesten unter allen Systemkameras, daran ändern auch erste Verkaufserfolge von Sony, Nikon und Fuji nichts.

Ich suchte rasch nach Alternativen, doch alles was in den letzten Jahren erschien – war keine.
Das Voigtländer 0,95/25 mm, ist optisch extrem spannend und hat einen tollen Abbildungsmaßstab (1:1,9 im KB Vergleich) , aber es ist voier mal so scher (410g) und fast 2 mal so lang (7 cm) und daher kaum unauffällig. Es hat auch keinen Autofokus.
Panasonic schickte noch das Leica 1,4/25 mm ins rennen – deutlich teurer, doppelt so schwer und lang, große Sonnenblende, langsamer AF, klickende Blendensteurerung, schwächerer Abbildungsmaßstab – auf Dauer konnte es mich trotz Leica-Rechnung nicht überzeugen.
Olympus blamierte sich mit einem billigen 2,8/17 mm Pan Objektiv. Kaum leichter, fast gleich dick, erheblich lichtschwächer und kein guter AF-Motor  konnten mich gar nicht überzeugen. Olympus hat dann im letzten Jahr das silberne 1,8/17 mm in Metallfassung vorgestellt. Im direkten Vergleich zum Panasonic 1,7/20 mm kann seine Schärfe aber erst ab f:5,6 überzeugen und es ist größer und zu teuer. Der Autofokus ist schnell und es wird an Olympus Kameras bildstabilisiert. Inzwischen wird es endlich auch in schwarz geliefert, nur die Sonnenblende verursacht höhere Extrakosten.

Das 1,8/17 mm wäre daher bisher meine Wahl gewesen, denn ich brauche einen schnellen Autofokus, auch wenn Preis, Abbildungsmaßstab und Größe alles andere als berauschend sind. Die Brennweite 17 mm gefällt mir an mFT weniger gut als 20 mm – denn 20 mm liegt herrlich in der Mitte und sehr nahe an der tatsächlichen Formatdiagonale, während 25 mm schon wieder etwas zu lang ist.
Sigma bietet zwar mit 2,8/19 und 2,8/30 mm Pan-Objektiven dann eine gute Schärfe – aber zum Preis der Lichtstärke und die mechanische Konstruktion gefällt mir auch in der hässlichen, dosenförmigen Neuauflage nicht.
Zeiss und Schneider-Kreuznach lassen sich weiter bitten und präsentieren bisher nichts für mFT.
Und alle anderen 8 Systemkamera-Anbieter?
Samsung bietet ein 2,0/30 mm, das in seine Schärfeleistung nicht wirklich überzeugt. Pentax mit dem 1,9/8,5 ist eher ein nettes Spielzeug, optisch entfaltet das an dem winzigen Sensor kein Potential. Das Nikon 1,8/18,5 ist gut, aber auch sehr beschränkt durch den kleinen Sensor. Fujifilm ist dem 1,4/35 mm gut gestartet, auf einem sehr guten Sensor. Sony ist inzwischen präsent mit dem 1,8/35 mm – beeindruckt mich aber wenig, die Schärfe ist gut, aber dem Panasonic nicht gewachsen, da verspielt Sony das Potential des größeren Sensors. Ganz anders hingegen das Zeiss 1,8/24 mm – das zwar schon wieder deutlicher weitwinklig ist, aber an Schärfe absolut auf Leica-Top-Niveau ist. Auch der Abbildungsmaßstab von 1:2 im Vergleich zu Vollformat begeistert.

Das neue Panasonic 1,7/20 mm II kommt in Metallfassung für 399€ ab August in die Läden. Der Neu-Auftritt ist sicher durch Olympus getrieben und fällt professioneller, ganz in schwarz oder in silber aus. Zug um Zug dürfte der silbergraue Plaste-Eindruck der Panasonic-Objektive schwinden – Metall fühlt sich geiler an. Es ist noch mal etwas leichter geworden (87g), die optische Konstruktion ist unverändert und der Filterdurchmesser beträgt 46mm. Der Tubus fährt geringfügig aus der Fassung aus. Leider wurde das Filtergewinde und die Befestigung für die Sonnenblende nicht vom inneren Tubus gelöst. Ein Hieb auf die Blende geht durch auf den Tubus und könnte ihn beschädigen – das hinterlässt ein unangenehmes Gefühl. In der Panasonic Pressemitteilung steht nichts über den Autofokus der neuen Version. Es bleibt zu hoffen, dass er jetzt geräuschlos und schneller arbeitet und auf dem Stand der anderen Panasonic Objektive ist. Dann ist es ganz klarer Favorit aller lichtstarken Normalobjektive für Systemkameras.
Wenn der AF nicht leise und schnell ist, würde ich wieder das schwarze, teure 1,8/17 mm Olympus in die engere Wahl ziehen.