Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

29. Juni 2012
Canon Eos 1DX – sportliche Höchstleistung

Canon Eos 1DX – endlich lieferbar – in kleinen Stückzahlen.

Angekündigt im Oktober 2011 werden erst im Juli 2012 die ersten Kameras ausgeliefert…
Das neue Flaggschiff für die kommenden Jahre – die zehnte Eos-Profikamera!
Endlich eine Profikamera für fast alles, eine Canon Eos 1D X.
26 Jahre EOS – ohne Einschränkungen das selbe Bajonett!
Sie verfügt über einen wohldurchdachten Kompromiss im Sensorbereich: CMOS-Bildsensor im Kleinbildformat mit 18 Megapixeln (mit Doppel-Bildprozessor Dual Digic 5+ für „exemplarische“ Bildqualität) bis 200.000 ISO Empfindlichkeit und hohe Bildgeschwindigkeit (bis zu. 14 B/s JPEG oder 12 B/sek RAW).

Höchstleistung auch im Preis – also wer bei Canon landen will,  mußte lange sparen! 6300 €uro sind geringfügig unter dem Einführungspreis bisheriger Eos 1Ds Vollformatkameras, aber doch deutlich über dem Preis der Eos 1D Gehäuse!

Die Preisgestaltung wird Raum lassen für Varianten der Eos 5D Kamera mit oder ohne Video-Spezialisierung für 2000€ bis 4000€.

Schon auf den ersten Blick fehlt der neuen Eos 1D X – der bewegliche Monitor, der eingebaute Aufhell-Blitz, der eingebaute GPS genauso, wie ein austauschbarer oder elektronischer Sucher. Den berührungsempfindlichen Touch-Screen mit frei beweglichem und schnellem Kontrast-AF und den schnellen Live-View-AF hat Canon auch noch immer nicht erfunden!

Laut Canon endet mit der EOS-1D X endlich die Canon-Politik von zwei Spitzenmodellen; bislang gab es ein besonders schnelles mit 1,3x-Bildsensor und ein besonders hochauflösendes mit Kleinbild-Sensor. Nicht mehr aktuell sind die im August 2007 eingeführte Eos 1 Ds Mark III (Kleinbild, 21 Megapixel) und die im Oktober 2009 vorgestellte Eos 1D Mark IV die leider gleich mit Erscheinen von der beliebten Nikon D3s ausgebremst wurde. (APS-H, 16 Megapixel). Das neue Flaggschiff ändert nun alles Zugunsten von Vollformat – die EOS-1D X vereint beide Profi-Kameralinien in einer und Canon setzt künftig bei seinem Spitzenmodell auf den größeren Sensor im Kleinbildformat. Etwas schade ist, das Canon nicht einen Knopf zum Auswählen von Faktor 1,5x und 2,0x anbietet, wie das Nikon schon einmal realisiert hatte – um vor Ort bereits den kleineren Bildausschnitt fest zu legen.

Die wichtigsten Eigenschaften der digitalen Spiegelreflex im Kleinbildformat:

  • CMOS-Bildsensor, Kleinbild 24×35 mm, 18,1 Megapixel
  • Bildprozessor Dual DIGIC 5+

(jeder der beiden Kerne soll ca. 17 mal schneller sein als DIGIC 4)

  • Empfindlichkeit ISO 100 – 51.200

(erweitert: ISO 50, ISO 102.400 und ISO 204.800)

AUTOFOKUS – ALLES oder nichts!

  • Autofokus: 61 Sensoren,

davon 21 Kreuzsensoren bis f:5,6 funktionierend,

20 Kreuzsensoren bis f4 funktionierend und

5 Doppel-Kreuzsensoren bis f:2,8 funktionierend.

Der Autofokus ist komplett neu.
Es werden 41 Kreuzsensoren, die mit allen Strukturen und Flächen fertig werden sollten verwendet, davon 21 Kreuzsensoren die bis f:5,6 arbeiten und dann auch mit Konvertern zielsicher scharf stellen. Ob es Canon noch gelingt damit auch Autofokus mit f:8 sichergestellt werden kann (z.B.: mit EF 4,0/600 mm L IS und 2x Extender) bleibt abzuwarten. Bisher können es die ersten ausgelieferten Kameras nicht! Und Canon will es auch nicht, weil damit die Präzision leiden würde – wenn es per Firmware kommt – ist es sicher ein Kompromiss – SCHADE!
Im Zentrum sind 5 Doppelkreuzsensoren angeordnet. Warum noch kein Hersteller gleich auf X-Sensoren gesetzt hat, ist mir weiterhin ein Rätsel.
Trotzdem sollte jedem Canon – Fotografen klar sein – Blende f:2,8 schlägt alles andere! Bei Blendenöffnung f:2,8 des Objektives (nicht die eingestellte Blende beim Fotografieren, sondern die Grundlichtstärke ist entscheidend!) hat Canon seine beste AF-Performance. In der Praxis bedeutet das: Ein 4,0/300 mm; 4,0/500 mm und 4,0/600 mm sind in ihrer AF-Performance immer den 2,8/300 mm und 2,8/400 mm Teleobjektiven unterlegen. Bisher haben Viele gerade das 4,0/500 mm gekauft und erst einmal nicht verstanden, warum ich mit 2,8/400 mm immer mehr scharfe Bildergebnisse hatte – dabei ist das ganz logisch.

Das neue 61 Punkt-AF Modul mit 21 Kreuzsensoren f:5,6, 20 Kreuzsensoren f:4 und 5 Stück Doppelkreuzsensoren im Zentrum für f:2,8. Das gibt bei keinem anderen Hersteller, weder bei Nikon noch bei Sony, endlich Mehrfachverwendung von Doppelkreuzsensoren!

Beim Autofokus für bewegte Motive hat sich ebenfalls viel getan. Erstmals ist er in der Lage einem Motiv/Objekt über einen großen Bereich im Sucherzentrum zu folgen, nicht nur anhand des Kontrasts, sondern auch mit Gesichtserkennung und sogar anhand seiner Farbe (exklusiv Eos 1DX).

Für unbewegte Motive ist der neue Spot-AF mit verkleinerbarer AF-Fläche sehr wertvoll. Besonders bei großen Blendenöffnungen kann dann hoffentlich endlich eine höhere Präzision erreicht werden.
Der Spot-AF funktioniert jedoch nicht so zuverlässig mit bewegten Motiven, da ist dann die Vorgabe einiger oder aller Messfelder der bessere Weg.
Der Zonen-AF der erstmals in der 7D eingeführt wurde, ist auch in der Eos 1D X zu finden – Sie können eine Zone von AF-Feldern auswählen und die Kamera wählt daraus selbsständig einen AF-Punkt aus – das funktioniert gut mit Augen und Bewegungen. Aber die Zukunft des AF besteht aus einer Kombination aus Phasen- und Kontrast-AF …

Mit dem LP-E4 wird es schon wieder einen neuen, weiter verbesserten Accu mit jetzt 2450 mAh (bisher 2300 mAH) geben. Ein neues Doppelladegerät wird mitgeliefert. Doch die bisherigen Accus seit der Mark III passen auch weiterhin.

Damit will die EOS-1D X bei Blende 4 so genau scharfstellen wie die EOS-1D Mark IV bei Blende 2,8.

Die Messfelder und deren Empfindlichkeit sind identisch mit der Eos 5D3 – nur die „EOS iTR AF“ für die „intelligente“ Motiverkennung und -verfolgung hat die D1X voraus.
In der Praxis bedeutet das für beide Kameras – entweder werden alle 61 AF-Felder aktiviert – oder man muß mühsam versuchen das Motiv in einem der mittleren Sensoren zu behalten. Echte Vorteile kann man fast nur gewinnen, wenn man alle 61 Felder nutzt und den AF völlig der Kameraelektronik überlässt.
Das funktioniert mit der 1DX sehr gut, aber selten besser als mit der 5D3 – klar die 1DX ist schneller und muß auch scharfe Bilder bei 12 oder gar 14 Bilder/Sekunde liefern – wenn denn das Objekt so schnell ist, das sich Fokusunterschiede überhaupt ergeben. Letztlich muß ich sogar für die Fotografie von fliegenden Vögeln im Wind erkennen, daß die 1DX kaum mehr scharfe Fotos liefert als die 5D3.
Ich mache mir hier allerdings eine andere Technik zu nutze, ich setze – wie die großen Meister der Vogelfotografie – keine sehr langen Brennweiten ein – 400 mm sollten meist reichen, 300 mm sind auch gut.
Ich wähle 9 Meßfelder im Zentrum und versuche einfach den Vogel in der Mitte zu halten!
Das gelingt bei mir am besten – der Ausschnitt wird dann später am Mac gewählt. Und hier ist die 5D3 wieder im Vorteil mit ihren 22 MP. Ich hatte vom AF der Eos 1DX mehr erhofft, für den Aufpreis – doch der hohe Preis steckt in der hohen Serienauslösung – die ich praktisch nie brauche. 6 B/Sekunde sind für viele Motive schon sehr schnell – der Rest ist für Sport – wo ja auch nur noch um 1/1000 Sekunden gefeilscht wird – nicht meine Welt.

Auch neu in der 1DX:

  • Belichtungsmess-Sensor: 100.000 Pixel RGB; 252 Messfelder
  • Monitor: 3,2 Zoll, TFT-LCD, 1.014.000 Bildpunkte
  • Serienbildgeschwindigkeit: 12 B/s (RAW+JPEG); 14 B/s (JPEG; Spiegel hochgeklappt – ohne AF-Verfolgung)
  • Sucher mit 100 % Bildfeld
  • Verschluss ausgelegt auf 400.000 Auslösevorgänge
  • 2 CompactFlash-Kartenschächte
  • HD-Video 1920×1080 (1080p), AVC/H.264, 30p, 25p, 24p, Timecode-Unterstützung; Empfindlichkeit ISO 100 – 25.600
  • Anschlüsse: USB 3.0, HDMI, schnelle Computer-Anbindung mit Gigabit-Ethernet 1000BASE-T
  • Zubehör: W-LAN-Modul WFT-E6 (802.11a/b/g/n), GPS-Modul GP-E1
  • Abmessungen: ca. 158 x 163,6 x 82,7 mm – 150g schwerer = 1530g

Die Nachfrage ist groß, ich hatte meine schon im November reserviert, wenn Sie auch ein Gehäuse möchten, können Sie es jetzt hier bei mir vorbestellen, ohne Anzahlung, einfach eine kurze EMail an mich:

7000 Stück pro Monat will Canon nach eigenen Angaben zunächst produzieren.

Canon setzt weiter nur auf 2 CF (CompactFlash) Speicherkarten Schächte – die sehr kleinen und bisher weniger leistungsfähigen SD-Karten sind nicht vorgesehen.
Die Monitorgröße ist weiter gewachsen, auf jetzt 3,2 Zoll.
Und Canon hat sogar eine klarglas-Schutz-Scheibe eingebaut, die hoffentlich leicht und kostengünstiug austauschbar ist – leider noch kein gehärtetes Saphirglas – wie es Leica bietet – denn das ist praktisch kratzfrei.

Meine Empfehlung nach 26 Jahren EOS-System:

Da wird jetzt in der einen Ecke aufgeatmet und manch anderer munkelt, daß diese Kamera die wichtigen Zielgruppen verfehlt. Sport- und Pressefotografen brauchen die Auflösung nicht, hätten aber gerne Faktor 1,5x oder gar 2x im Telebereich, damit sie keine 2-4 Kilo schweren Objektive mehr einsetzen müssen. Die Tier-Fotografen brauchen Auflösung und High-ISO und am liebsten zusätzlich einen 1,5x Vergrößerungsfaktor – aber sie werden vielleicht am besten mit der Eos 5D3 bedient.
Die Mode-, Hochzeit-, Porträt- und Landschafts- Fotografienriege will Vollformat und höchste Auflösung und noch höheren Dynamikumfang, die jammern nach einem 48 MP Sensor, High-ISO ist denen wurscht und Schnelligkeit über 5 B/Sekunde sowieso.
Was bei den höchsten Auflösungen gerne vergessen wird, nur wenige, sehr neue Objektive, können in Zusammenarbeit mit solchen Sensoren zufrieden stellen.

Ich hoffe, nach den Erfahrungen mit den letzten Canon Eos 1D Kameras, das dieses Modell mit Erscheinen wirklich ausgereift und fehlerfrei ist.
Die Agenturprofis werden Fehler schnell im Vorfeld finden und im Sommer 2012 wird die Kamera dann gegen die Nikon D4 zeigen was sie besser kann.

Und es wird bald eine Eos 3D mit höchster Auflösung (langsam) und vielleicht auch eine neue Eos 7D bzw. 70D vorgestellt, die moderner sind.


Kommen wir zum weiteren Highlight:

High-ISO

Erstmals wird ein bereich von ISO 50 bis ISO 200.000 realisiert. Canon spricht von 5 Stufen Gewinn im Vergleich zur Eos 1DS MK III und 2 Stufen gegenüber der schon sehr guten Eos 1D MK III.  Durch den großen Sensor und die Begrenzung auf 18 MP ist ein größerer Dynamikbereich als bei den letzten Kameras zu erwarten. Und Empfindlichkeiten bis 12.800 ISO und sogar 25.600 ISO werden sehr rauscharm und farbneutral sein. Erst bei 51.200 ISO wird deutlichers Farbrauschen sichtbar und die Kamera hat Reserven bis sogar 200.000 ISO!

Damit hat  Nikon nicht mehr Oberwasser, denn Nikon bot zuletzt die weltweit beste Performance bis 100.000 ISO bei nur 12 MP und auch die kommende D4 schafft 200.000 ISO nur bei 16 MP.
Und da Nikon jetzt auf noch mehr Megapixel setzt (36 MP) – können Sie im High-ISO-Bereich nicht mehr mithalten.
Schon Sony zeugt,, das bei 24 MP derzeit bei 1600 ISO absolut schluß ist. Canon hat sich hier zu lange zurück gehalten, wenn auch Eoos 5D und Eos 1D MK IV schon eine ganz gute Performance boten, aber Nikon war immer besser – das ändert sich jetzt.

Endlich konsequent, und erst einmal das Pixelrennen beendet.
Und wenn Nikon und Sony jetzt 36 MP Kameras vorstellen, es gibt ohnehin kaum Objektive dafür und große Blendenöffnungen sind dann bei guter Qualität auch nicht verwendbar. Wer mag schon seine Objektive zukünftig bei Einsatz der großen Blende in einen Schraubstock quetschen, damit sie ihm die theoretischen 200 lp liefern … ?!

Ein wichtiges Signal von Canon, 18 MP auf Vollformat sind sicher wohlüberlegter Kompromiss, aus hoher Auflösung und Rauscharmut. Mit den besten neuen Objektiv-Rechnungen steht Canon dann wieder im Licht!

Nur sehr schade, das Canon uns immer noch keinen beweglichen Monitor und schnellen Live-View schenken will…

Hoffentlich kommen dann auch die Neurechnungen:
2,8/14-24 mm
2,8-4,0/24-105 mm
4,0/24-130 mm
5,6/80-400 mm

Profi heißt verzichten – verzichten auf:

– einen beweglichen Monitor
– Touch-Screen Option
– Wechselsucher (auf Wunsch hochauflösender Suchermonitor)
– sehr schnellen AF bei Live-View
– eingebauten Aufhellblitz
– eingebautes WiFi
– eingebautes GPS
– eingebaute Filter
– eingebaute Panorama und HDR-Funktion
– auf bessere Sensortechnik

Dieses und mehr wird dann hoffentlich den Amateuren in einer Canon System-Kamera ab Herbst gegönnt!

Viel wichtiger als diese Kamera sind die Objektive,
16-35 mm; 24-105 mm; 28-300 mm; 100-400 mm; 2,8/20 mm; 1,4/35 mm; 2,0/35 mm; 1,4/50 mm; 1,8/85 mm; 3,5/180 mm u.a. sind hoffnungslos veraltet und nicht ideal für digitale Sensoren!

 

 

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test

28. Juni 2012
Canon Gebrauchtpreise, Kameras und Objektive


CANON Autofokus Kameras und Objektive gebraucht kaufen

Was lohnt sich, was nicht?

Analoge Canon EOS Kameras:

Für Sammler interessant:

Canon Eos 600 (Preis: maximal 70 €)
Canon Eos RT (Preis: maximal 100 €)
Canon Eos 10 (Preis: maximal 50 €)
Canon Eos 1n RS (Preis: maximal 300 €)
Canon Eos 33V (Preis: maximal 150 €)
Canon Eos 3 (Preis: maximal 150 €)
Canon Eos 1V (Preis: maximal 400 €)
(aus meiner Sicht die beste und zuverlässigste analoge Autofokus-Kamera!)

Canon Digital-Kameras:

Für erfahrene Fotografen:

Canon Eos 1D Mark IV (Preis: maximal 3200 €)
Canon Eos 1D Mark III (Preis: maximal 1600 €)
Canon Eos 7D (Preis: maximal 1100 €)
Canon Eos 5D Mark II (Preis: maximal 1400 €)

Für Sammler:

Canon Eos 1D (Preis: maximal 350 €)
Canon Eos 1D Mark II (Preis: maximal 500 €)
Canon Eos 1D Mark IIn (Preis: maximal 700 €)
Canon Eos 1DS (Preis: maximal 600 €)
Canon Eos 1Ds Mark II (Preis: maximal 1100 €)
Canon Eos 5D (Preis: maximal 600 €)

Für Anfänger:

Canon Eos 20D (Preis: maximal 200 €)
Canon Eos 30D (Preis: maximal 300 €)
Canon Eos 40D (Preis: maximal 350 €)
Canon Eos 50D (Preis: maximal 400 €)
Canon Eos 450D (Preis: maximal 270 €)
Canon Eos 500D (Preis: maximal 300 €)
Canon Eos 550D (Preis: maximal 330 €)

Besser nicht: (weil fehleranfällig & Ersatzteilprobleme)

Canon Eos D30
Canon Eos D60
Canon Eos 10D
Canon Eos 300D
Canon Eos 350D
Canon Eos 400D
Canon Eos 1000D


OBJEKTIVE:

Die aus meiner Sicht wichtigsten Objektive habe ich fett markiert.

Für anspruchsvolle Fotografen:

Canon EF 4,0/24-105 L IS USM (750 €)
Canon EF 2,8/70-200 L IS USM (1100 €)
Canon EF 2,8/70-200 L IS II USM (1700 €)
Canon EF 4,0/70-200 L IS USM (700 €)
Canon EF 3,5-5,6/100-400 L IS USM (1100 €)

Canon EF-s 2,8/60 Makro USM (270 €)

Canon EF 1,2/50 L USM (1100 €)
Canon EF 1,8/85 USM (280 €)
Canon EF 2,0/100 USM (330 €)
Canon EF 2,8/100 USM Macro (450 €)
Canon EF 2,8/100 mm L Macro USM IS (600 €)
Canon EF 2,0/135 L USM (750 €)
Canon EF 2,0/200 mm L USM IS (3500 €)
Canon EF 2,8/300 L IS USM (2900 €)

Canon EF 4,0/300 L IS USM (1000 €)
Canon EF 2,8/400 L IS USM (5300 €)
Canon EF 4,0/400 IS DO USM (4200 €)
Canon EF 4,0/500 L IS USM (5000 €)
Canon EF 4,0/600 L IS USM (5500 €)
Canon EF 5,6/800 L IS USM (7900 €)
Canon Extender 1,4x & 2,0x II (je 250 €)

Für spezielle Anwendungen mit guter Qualität:

Canon EF-s 2,8/17-55 IS USM (600 €)
Canon EF-s 3,5-5,6/15-85 USM IS (450 €)

Canon EF 2,8/24-70 L IS USM (900 €)
Canon EF 3,5-5,6/28-300 L IS USM (1500 €)
Canon EF 5,6/100-300 L (250 €)
Canon EF 2,8/14 L USM II (1500 €)
Canon EF 2,8/15 Fisheye (500 €)
Canon EF 1,4/24 L USM (800 €)
Canon EF 1,4/24 L USM II (1200 €)
Canon EF 1,4/35 L USM (1000 €)
Canon EF TSE 24 mm, 45 mm, 90 mm (je 900 €)
Canon EF 1,4/50 L USM
(330 €)
Canon EF 2,5/50 Macro 1:2 (280 €)
Canon EF MP-E 2,8/65 Lupe (700 €)
Canon EF 1,2/85 L II USM (1500 €)
Canon EF 3,5/180 L Macro USM (900 €)
Canon EF 2,8/200 L USM (500 €)
Canon EF 5,6/400 L USM (700 €)
Canon EF 5,6/1200 L USM (>80.000 €)
Canon Extender 1,4x & 2,0x I (je 180 €)

Für alltägliche Fotomotive:

Canon EF-s 3,5-4,5/10-22 USM (450 €)
Canon EF 2,8/16-35 L USM II (900 €)
Canon EF 4,0/17-40 L USM (550 €)
Canon EF 2,8/28-70 L USM (550 €)
Canon EF 3,5-5,6/28-135 IS USM (250 €)
Canon EF 3,5-4,5/50-200 L (180 €)
Canon EF 2,8/70-200 L USM (750 €)
Canon EF 4,0/70-200 L USM (380 €)
Canon EF 4,5-5,6/70-300 L IS II USM (900 €)
Canon EF 4,0-5,6/70-300 IS USM (350 €)

Für Vollformat-Einsteiger:

Canon EF 3,5-4,5/20-35 USM (200 €)
Canon EF 3,5-4,5/28-105 USM (150 €)
Canon EF 1,8/28 USM (250 €)
Canon EF 2,0/35 (200 €)
Canon EF 2,8/40 mm (200€)
Canon EF 1,8/85 USM (280 €)
Canon EF 2,0/100 USM (330 €)
Canon EF 2,8/100 USM Macro (450 €)

Für Anfänger:

Canon EF-s 3,5-5,6/18-55 USM IS (90 €)
Canon EF-s 3,5-5,6/18-135 IS (200 €)
Canon EF-s 3,5-5,6/55-250 USM IS (200 €)
Canon EF 4,0/70-210 I USM (100 €)
Canon EF 1,8/50 (60 €)
Canon EF 1,8/50 USM II (50 €)
Canon EF 2,8/100 Macro (200 €)

Für Sammler: (meist nicht mehr im Service)

Canon EF 2,8-4,0/28-80 L USM (250 €)
Canon EF 3,5-4,5/50-200 L (180 €)
Canon EF 4,5-5,6/70-300 IS DO USM (650 €)
Canon EF 2,8/80-200 L (500 €)
Canon EF 5,6/100-300 L (200 €)
Canon EF 2,8/14 L USM (1000 €)
Canon EF 1,0/50 L USM (2300 €)
Canon EF 1,4/24 L USM (800 €)
Canon EF 1,4/35 L USM (900 €)
Canon EF TSE 24 mm, 45 mm, 90 mm (je 900 €)
Canon EF 1,2/85 L USM (1000 €)
Canon EF 2,8/135 Soft (250 €)
Canon EF 1,8/200 L USM (2400 €)
Canon EF 2,8/300 L USM (1900 €)
Canon EF 4,0/400 IS DO USM (4200 €)
Canon EF 4,5/500 L USM (2000 €)
Canon EF 4,0/600 L (3000 €)
Canon EF 5,6/1200 L USM (>80.000 €)

Besser nicht:

Canon EF-s 3,5-5,6/18-55 USM (40 €)
Canon EF-s 3,5-5,6/18-200 IS (180 €)
Canon EF-s 4,0-5,6/17-85 IS USM (150 €)
Canon EF 2,8/16-35 L USM (700 €)
Canon EF 2,8/17-35 L USM (500 €)
Canon EF 2,8/20-35 L (300 €) (nicht mehr im Service)
Canon EF 3,5-4,5/24-85 USM (150 €)
Canon EF 3,5-5,6/35-350 L USM (700 €) (nicht mehr im Service)
Canon EF 3,5-4,5/50-200 (100 €) (nicht mehr im Service)
Canon EF 4,5-5,6/55-200 USM (130 €)
Canon EF 4,0-5,6/75-300 IS USM (100 €) (nicht mehr im Service)
Canon EF 4,5-5,6/100-300 USM (100 €)
Canon EF 2,8/20 USM (200 €)
Canon EF 1,0/50 L USM (2300 €)
Canon EF 1,2/85 L USM (1000 €)
Canon EF 1,8/200 L USM (2400 €) (nicht mehr im Service)
Canon EF 2,8/300 L USM (1900 €) (nicht mehr im Service)
Canon EF 4,0/300 L USM (500 €) (nicht mehr im Service)
Canon EF 2,8/400 L USM (2300 €) (nicht mehr im Service)
Canon EF 4,5/500 L USM (2000 €) (nicht mehr im Service)
Canon EF 4,0/600 L (3000 €) (nicht mehr im Service)

Die aus meiner Sicht wichtigsten Objektive habe ich fett markiert.

Alle Preise beruhen auf Markt-Beobachtungen, Gefragtheit und realistischer Einschätzung bei gutem bis sehr gutem Zustand – deutlich gebrauchte Geräte wären wesentlich weniger wert)

Nicht mehr im Service – bedeutet, dass Canon dafür meist keine Ersatzteile hat, das im schlimmsten Falle elektronische Bauteile und Linsen-Elemente nicht mehr ersetzt werden können. Der Autofokus der ersten Generation kann heute meist nicht mehr repariert werden, allerdings fällt er allenfalls nach hoher Benutzung aus.

Für Sammler = eine spannende Kamera oder ein zu seiner Zeit bedeutendes Objektiv, die aber heute nicht mehr den Qualitätsanforderungen genügen.

Listen kursieren ja zahlreiche für Gebrauchtgeräte.

Sie sollten alle diese Listen nicht als Dogma betrachten, sich sklavisch daran zu halten bringt nichts. Es ist logisch, dass man als Verkäufer einen so hohen Preis wie möglich erzielen will und als Kaufinteressent so wenig wie nötig bezahlen will.
Sich ein festes Limit zu setzen, finde ich wenig erfolgversprechend, als Kaufinteressent sollte man sich der Ware und dem Verkäufer annähern und umgekehrt.
Ich habe nahezu alle dies Objektive und die meisten Kameras besessen, viele sogar mehrmals und ich habe unzählige Objektive immer wieder in den letzten 20 Jahren für InFocus-Leser beschafft und auch verkauft – darauf gründen sich meine Preisempfehlungen.
Wenn es sich um ein besonders ausgesucht scharfes und gut erhaltenes Objektiv handelt, ist das durchaus mehr wert als hier angegeben und stark gebrauchte Objektive sind oft gar nicht mehr verkäuflich.
Den höchsten Preis erzielen Sie, wenn das Objektiv mit seiner Originalverpackung und seiner Sonnenblende verkauft wird.Wenn die Listenpreise der Hersteller für die neuen Objektive steigen, steigen logischerweise auch die Gebrauchtpreise, besonders wenn es sich um begehrte Objektive handelt.
Es ist keinesfalls so, das die Gebrauchtpreise jährlich sinken, oft stehen sie über viele Jahre fest und nur „Dumme“ verkaufen billiger und nicht selten steigen sie auch eine Zeit lang.

Doch der Trend geht zu immer schneller neuen Objektivrechnungen, vor allem bei Zoom-Objektiven, dadurch verlieren dann die Vorgänger-Modelle oft deutlich an Wert.
Stark wertmindernd macht sich auch bemerkbar, wenn ein Objektiv zuletzt vor 10-15 Jahren hergestellt wurde, dann kann es meistens nicht mehr repariert werden und sie Anschaffung ist oft nicht sinnvoll, das gilt insbesondere für die erste Generation der USM-AF-Objektive wie 1,0/50 mm – 1,2/85 mm – 1,8/200 mm – 2,8/300 mm – 2,8/400 mm – 4,5/500 mm – 4,0/600 mm –2,8/20-35 mm – 2,8-4,0/28-80 mm – 3,5-5,6/35-350 mm – 2,8/80-200 mm

Die ganzen Einsteiger-Zooms wie 18-55 mm und 50-200 mm und ähnliche aus der Analog-Zeit wie 28-70 mm und 35-105 mm sind heute praktisch wertlos und allenfalls mit einer spannenden Kamera an Einsteiger verkäuflich.

FREMD-OBJEKTIVE VON SIGMA, TAMRON, TOKINA sind bis auf sehr wenige Ausnahmen nur interessant, wenn sie aus der aktuellen Produktion oder maximal eine Generation davor sind. Ein 2,8/70-200 mm und die Macro-Objektive können Sie sorglos kaufen, doch besonders die Standart-Zooms und WW-Zooms sind heute kaum noch gut genug für 18 und 21 MP-Sensoren.

 

23. Juni 2012
Sommer-Atlantik-Test

 

Liebe Leser – ich bin unterwegs an der Algarve mit Olympus OM-D; Sony Nex 5N; Panasonic G1X und vielen Objektiven!
Ich wünsche euch allen einen tollen Sommer!

Harry P.

 

Veröffentlicht in General, Praxis-Tests, Workshops