Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

20. Juni 2012
MADOKA 180 by Yasuhara

Fotografieren mit dem 180° Fisheye – MADOKA 180 von Shin Yasuhara – Tokyo, Japan

hier in Deutschland exklusiv bei mir erhältlich:

einfach E-Mail an HarrysInFocus@T-Online.de

Yasuhara MADOKA 180°  – Das Auge für alle SONY NEX-Kameras (und bald auch für alle Olympus/Panasonic mFT – Kameras)!

200g leicht, keine Elektronik, alles rein mechanisch. Die Kamera sollte im Modus “ohne Objektiv auslösen’ aktiviert werden

MADOKA 180 Fisheye E
Aufnahmeformat APS-C Halbformatsensor (27-375 mm Kleinbild-Format)
Konstruktion 7 Elemente in 6 Gruppen
Anzahl Blendenlamellen 5
Kleinste Blende 22
Geringste Aufnahmeentfernung 0,04 m
Bildwinkel 180° zirkulares Fisheye
Brennweite 7,3 mm
Lichtstärke f: 4,0
Autofokus manueller Focus
Filtergewinde keines
Abmessungen 4,3 cm x 6,1 cm (max. Länge x Durchmesser)
Gewicht 200 g

 

Ganz gleich ob sie künstlerisch oder dokumentarisch fotografieren möchte – das MADOKA 180 erweitert Ihre Horizonte fast grenzenlos!

Lieferbar für alle  Sony-Nex-Kameras.
In der japanischen Objektiv-Fertigung wird in den meisten Fällen vor der Rechnung eines neuen Objektives die Frage gestellt: Wieviel Stück können wir davon verkaufen?
Erst wenn die realistisch beantwortet scheint, wird danach entschieden in welcher Art, aus welchem Glas, Polycarbonat und Metall, mit welcher Technik eine günstige Fertigung möglich ist. Erst dann wird produziert.
ShinYasuhara stellte sich eine andere Frage: Welches Objektiv kann uns Fotografen den Horizont noch erweitern, was fehlt noch und was lässt sich klein und handlich in bester Qualität realisieren? Und geboren wurde dieses Lupenobjektiv:

MADOKA 180 bietet kreisrunde Abbildung die mit Software problemlos gestreckt und entzerrt werden kann.
Es wird aus solider Metall-Legierung in Handarbeit gefertigt und ist kein übliches Industrieprodukt, es erfüllt höchste Ansprüche an Optik und Mechanik.
Mit dem MADOKA 180 ist es  ganz einfach möglich auch unterwegs die ganze Welt im Bild fest zu halten.
Es lässt sich manuell von 1mm ab Frontlinse an scharfstellen und braucht keinen Autofokus und hat keine elektronische Kontakte.

Hier bei mir bestellbar: 265 € – einfach E-Mail an HarrysInFocus@T-Online.de

zuzüglich 8 € Verpackung & versicherter Versand

auf Wunsch zuzüglich 9 € bei Paypal-Zahlung.
Bitte geben Sie bei Bestellung den Kamera-Anschluß an.

Leih- und Test-Exemplare auf Anfrage!

 

 

Veröffentlicht in General, Objektive im Test, Praxis-Tests

20. Juni 2012
Sigma Reise-Objektiv

Sigma wehrt sich.

Neues Reisezoom für Canon, Nikon, Pentax, Sigma und Sony.
Die Konkurrenz von Tamron und Nikon schläft nicht, also muß Sigma mit einem neuen 18-250 mm Super-Zoom wieder nachlegen. Canon hat in diesem Segment bisher ohnehin noch nichts Überzeugendes gezeigt. Die Preisempfehlung von rund 750€ wird der Handel sicher schnell zu Nichte machen und wohl unter 500€ anbieten. Tamron bietet sein 18-270 mm schon unter 470€ an.

Doch die Erwartungen an eine 13,9 fach Gummilinse sollten nicht zu hoch sein. Wie schon bei vergleichbaren Konstruktionen dürfte die Verzeichnung deutlich sichtbar werden und die Abbildungsleistungen ab 135 mm sichtbar in die Knie gehen – ohne bewusste Nachbearbeitung wird da vermutlich keine Bildquakität sichtbar – aber lassen wir uns überraschen. Die Daten zeigen einen großen Abbildungsmaßstab von 1: 2,9 bei relativ geringem Gewicht (470g), allerdings schafft es Tamron beim 18-270 mm noch 20g leichter. Mich stört gewaltig die Lichtschwäche im Telebereich, f:6,3 und trotzdem sind die Objektive alle überhaupt nur mit f:8 zu gebrauchen. Sowohl auf, als auch Abblenden verschlechtern die Bildqualität. Genau genommen ist es verwunderlich, daß in diese Objektive überhaupt eine Blende integriert wird. Wählen Sie f:8 und vergessen Sie am besten die Blende. Es wurden neue Materialien verwendet um das Objektiv besser an schwankende Temperaturen und Dauerbelastungen anzupassen, ob sie in der Praxis etwas bewirken wissen wir erst nächstes Jahr…
Es verfügt natürlich über OS-Bildstabilisierung und lautlosen HSM Autofokus. Jedoch ist der OS im Teilbereich oft nicht sehr wirksam und die AF-Geschwindigkeit hängt sehr von der verwendeten Kamera und den Kontrasten im Motiv ab. Speziellen Dichtungen gegen Sand, Staub und Spritzwasser sind leider nicht vorhanden. Die Vergangenheit hat gezeigt, das Sigma Objektive besonders an Canon-Kameras nicht besonders gut und sicher arbeiten, doch genau für Canon wäre dieses Objektiv spannend. Es hat sicherlich einen gewissen Spaß- und Nutz-Faktor auf Reisen, wenn die Ansprüche an die  Fotos nicht zu hoch sind.Aus meinen Tests weiß ich, das beste Reisezoom ist das Leica FT 3,5-5,6/14-150 mm OIS – das kann ich uneingeschränkt empfehlen. Für Nikon Kameras würde ich ein 18-200 mm VR Nikkor kaufen, für Canon weiterhin das Tamron 18-270 mm und Sigma für Pentax und Sony Kameras.

 

SIGMA DC 3,5-6,3/18-250 mm OS HSM Macro
Aufnahmeformat APS-C Halbformatsensor (27-375 mm Kleinbild-Format)
Konstruktion 16 Elemente in 13 Gruppen
Anzahl Blendenlamellen 7, runde Blendenöffnung
Kleinste Blende 22
Geringste Aufnahmeentfernung 0,35 m
Abbildungsmaßstab max. 1:2,9
Entfernungs-Information ja
Bildstabilisierung maximal 4 Stufen
Autofokus SWM Silent Wave
Filtergewinde 62
Abmessungen 7,4 cm x 8,9 cm (Durchmesser max. x Länge)
Gewicht 470 g
Zubehör Objektivdeckel, Sonnenblende HB-58, Beutel CL-1120

 

 

Veröffentlicht in General, Objektive im Test

19. Juni 2012
Grenzen

Over the Top – sind viele derzeitige Spiegelreflexkameras.
Grenzen, nicht nur meine Tests, auch die meiner Kollegen weltweit zeigen jetzt die Grenzen der praktikablen Auflösung der Sensoren und der Fotos. Sicher hört die Welt bei aktuellen 36 MP auf Kleinbild-Sensor noch nicht auf, 50 MP und wohl auch 100 MP werden möglich. Doch um den Auflösungsvorteil zu sehen und nutzen zu können, braucht es nicht nur beste Objektive, sondern auch Stativ und viel Know-How. Besonders deutlich wird das durch die Tests der Objektive an der Sony Nex 7 im Vergleich zur sensortechnisch viel besseren Sony Nex5n und auch bei den Alpha 77 & 65 Modellen im Vergleich zu den 16 MP Modellen wie Alpha 57; 55; 580 etc.
Alle meine Sony Objektive und das 18-200 mm Zoom von Tamron bieten an der Nex5n bessere Bild-Auflösung bis zum Rand als an der Nex7. An der Nex 7 würde ich derzeit nur das Zeiss 1,8/24 mm einsetzen wollen, mit allen anderen sind die Verluste zu hoch.
Nikon bereitet sicherlich noch hochauflösendere Festbrennweiten vor und kann inzwischen mit den Zooms an der D800 nicht jeden überzeugen.
KB-Vollformat – 24 MP sind ein guter Wert – 36 MP sind möglich, führen aber mit vielen Objektiven freihand schon zu Verlusten.

APS-C Halbformat – 18 MP sind zunächst das Limit, dagegen sind 16 MP ein sehr guter Wert , der die meisten Objektive freihand noch nicht überfordert.

mft/FT – Sensor – 16 MP sind realisiert – aber letztlich das Limit für bezahlbare Objektive

kleinere Sensoren – 10MP sind prima aber Sony rockt sogar schon 20MP bei guter Qualität.

Die Idee von Nokia ein Handy mit 43 MP auszustatten ist wichtig und positiv, wenn man die vielen Pixel so nutzt wie Nokia es tut.
In Zukunft werden viele Handys und Kameras mit Bildsensoren mit riesigen Auflösungen erscheinen und zukünftig wird es Zoom-Objektive im Bereich unter 100 mm kaum noch geben, denn es wird direkt auf dem Sensor in die hohe Auflösung hinein gezoomt.  Diese Scenario droht sogar künftigen Systemkameras, wenn erst die Grenzen über 36 MP geknackt sind, können Kameras mit 1,8/15 mm oder gar 1,8/13 mm angeboten werden und bis 200 mm KB-Brennweite gezoomt werden. Auch hier steht die Mechanik und die vielen Glas-Elemente vor dem Aus. Und wir werden uns ein weiteres Stück von unserer Bekannten “Fotografie” entfernen. Wenn Sensoren erst 100 MP und mehr Auflösungen bieten sind auch Super-Teleaugfnahmen vom Stativ mit kleinen, flachen Kameras möglich. Doch eins muß immer sicher gestellt werden, absolute Verwacklungsfreiheit. Aber auch da könnte zukünftige Software helfen verwackelte Fotos richtig scharf zu speichern.

Canon und Nikon haben bisher 30 verschiedene Kameragehäuse vorgestellt, Sony holt auf und hat 23 Modelle und Pentax und Olympus geht bei 17 Modellen langsam die Puste aus und man spürt die Hinwendung zu spiegelfreien Systemen.

Sony Alpha 65 und Sony Alpha 77 haben 24 MP auf dem kleinen Halbformatsensor – das ist sichtbar zu viel.
Eine bessere Wahl ist die neue Alpha 57 und die älteren Modelle mit 16 MP.

Pentax setzt in seinen jüngsten Modellen ebenfalls den Sony-Sensor mit 16 MP Auflösung ein und bietet eine ausgezeichnete Leistung. Nur die 645D bietet 40 MP auf einem großen Sensor – da wo die Auflösung absolut Sinn macht und die Objektive auch die geforderte Auflösung besitzen.

Auch NIkon ist auf Sony abonniert, setzt jetzt in der D800 auf den ganz neuen 36 MP Vollformatsensor und überreizt viele Fotografen. Die D4 bleibt mit 16MP etwas hinter den Möglichkeiten zurück und die D5100 und D7000 nutzen den Sony 16 MP Halbformat-Sensor voll aus. Bleibt zu hoffen, das auch eine zukünftige D400 auf diesen rauscharmen 16 MP Sensor setzt und nicht mit dem 24 MP Sensor verliert.

Olympus setzt auf Sony oder Panasonic Sensoren und lässt sich da auch in Richtung 16 MP treiben, die E-5 hat noch sichere 12 MP, doch die neue E-M5 geht ans Limit mit 16 MP.

Canon hat gereizt und ist mit Eos 7D; 60D und 600D ans Limit der meisten Objektive heran gegangen – noch mehr wäre schmerzhaft. Mit den Profikameras verhält sich Canon zurückhaltend, 18 MP in der Eos 1DX auf vollem Format liefern sehr rauscharme und schnelle Fotos und 22 MP auf Vollformat in der Eos 5D Mark III sind sehr klug unter dem Limit angesiedelt.

 

Sony und Nikon verzocken mit 24 MP Halbformat- und 36 MP-Vollformat-Sensoren hier die Leistung ihrer Objektive, bremsen die Computer und Software aus und verschlingen Terrabyte Festplatten.

Canon, Pentax und Olympus haben sich ans Limit heran getastet und liefern mehr Auflösung als für ein großes Poster gebraucht wird.

40 MegaPixel und mehr sind auf größeren Mittelformat-Sensoren gut aufgehoben – auf Vollformat-Sensoren derzeit noch nicht – oder nur unter Studiobedingungen!

 

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