Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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21. April 2026
Wald-Käuze 2024 – ROCHADE

Wir leben in der Versicherungs und Sicherheits-Blase – das sind alles nur Hirngespinste.
Wenn einer mit Macht und dicker Keule kommt, müssen wir uns bis auf’s Blut verteidigen.
In Wahrheit ist das Leben, unser aller Leben, in jeder Sekunde ein Überlebenskampf, ein Kampf um Stärke, einfaches Futter und Unversehrtheit!
Bei den Tieren ist das für geduldige Menschen auch jederzeit zu beobachten.
Weil ich den zappeligen Autofokus der Z9 leid war, habe ich sie auf manuelles Fokussieren eingestellt und zusätzlich die Farbe zurück genommen und nur das 6.3/800 mm verwendet. Allerdings lies das schwach Licht es nicht zu, wirklich kurze Zeiten zu wählen, meist mußte ich bei 1/500 oder maximal 1/1000 bleiben und RAW zusätzlich nutzen, um bei 20 BpS noch um 10.000 ISO zu bleiben.
Ich war früh um 5.30 Uhr bei den Wald-Käuzen und ihrem Nachwuchs, als sich folgendes entwickelte:

 

 

Ich habe mich an eins der schwierigsten Motive gewagt – Eulenvögel.
Nicht das sie meinen ich habe mich im Nordseestrand vergraben – ich habe ausgerechnet wieder ein neues Vogelprojekt begonnen, dem ich täglich bis zu 7 Stunden witme.
Nach Buntspecht, Grünspecht, Meise, Star, Bienenfresser, Rotkelchen, Haubentauchern, Eisvogel, Zaunkönig, Kleiber, Zwergtauchern, Austernfischer, Küstenseeschwalbe, Wasseramsel habe ich jetzt den Steinkauz im Visier.
Ausgerechnet ich, der mit Vögeln nie viel zu tun hatte und wie ein Pölking, Morris oder auch nur so gut wie die anderen Spitzen-Vogelfotografen, werde ich sicher nicht. Dafür weiß ich zu wenig, habe in der Jugend zu wenig über Vögel, Gesang, Reviere und Verhalten gelernt. Ich war immer Katzen- und jetzt auch Eichhörnchen-Mensch, das bleiben auch meine Lebens-Motive.
Aber ein Eulen-Vogel war immer ein Wunschprojekt.

Es ist vergleichsweise fotografisch gut zu aufzulösen, wenn wir bei wenig Licht fotografieren muss, immerhin stehen uns heute Teleobjektive mit f:1.2 und f:1.8 und dann noch f:2.8 und f:4.0 Lichtstärke und Empfindlichkeiten bis 6400 ISO plus Entrauschungssoftware zur Verfügung.
Und es ist auch nicht mehr so schwierig sehr lange Brennweiten für größere Distanzen zum Motiv zu verwenden, für gutes Licht gibt es 800 mm sogar schon unter 1000€. Nur jenseits 800 mm wird die Luft sehr dünn, dann helfen nur noch Konverter, Sensoren oder Spektive.
Jedoch die Kombination aus wenig Licht bei Entfernungen von 50-200m stellen eine weiterhin kaum überwindbare Hürde mit ständigen Kompromissen dar. Bewegungen sind fast gar nicht scharf einzufangen – außer mit Blitz oder Kunstlicht.

Extrem-Telefotografie
Wer noch denkt, 500-600 mm seien schon viel Brennweite und wer sich traut dann den Ausschnitt auf vergleichbar 900 mm zu nutzen, wähnt sich sicher am Ende der Telebrennweiten.
Doch trotz aller technischen Verbesserungen und hochauflösender Sensoren ist das Mitnichten das Ende der erhofften Reichweite.Auch 1200 mm, 1700 mm und sogar 2000 mm können bei kleinen Tieren mit hoher Fluchtdistanz durchaus wichtig werden – Ich sage nur Steinkauz!
Nur leider sind die Steigerungen der Vergrößerung und die sichtbaren Details keineswegs unbegrenzt steuerbar – zumindest nicht ohne Weltraum-Satelliten-Technik. Schon bei 600 mm kann kalte aufsteigende Luft, Fotos schnell unbrauchbar machen. Und auch die Unterschiede zwischen 1000 mm und 2000 mm sind vergleichsweise gering, viel geringer als die Zahlen vermuten lassen. Größtes Problem ist heute nicht mehr nur die ruhige Haltung der Kamera (da helfen IS, VR & IBIS sehr viel)sondern die vorhandene Lichtstärke, die noch kurze Belichtungszeiten und mittlere ISO-Push-Empfindlichkeiten zulässt. Ohne viel Licht gelingt meistens kein Telefoto. Nicht ganz umsonst werden die Objektive von Canon mit Anfangsöffnungen f:7.1, f:8 und f:11 so kritisch diskutiert und so oft als untauglich befunden. Das kommt aber zumeist von Fotomenschen, für die immer noch 800 ISO das Limit darstellt.
Trotzdem, für mein Projekt war die Canon R7 mit Canon 11/800 mm und erst recht mit 14x Konverter bei f:16 allenfalls an sehr klaren Tagen nach dem regen und sehr viel Licht brauchbar.
Denn bei der Kombination begegnen uns alle Hürden auf einmal. Die R7 rauscht wegen der 32 MP auf kleiner Fläche schon jenseits 1600 ISO stärker, f:11 lässt sehr wenig Licht durch und der RollingShutter der R7 kann durch Bewegungen des Objektivs oder Motivs schnell die Fotos verzerren.
Die anderen Eulenfreunde mussten mit 5.6/200-500 mm und 6.3/150-600 mm oft früher aufgeben, weil die Distanz von 60m bis 200m einfach zu groß war.
Ein 5.6/800 mm schien neben einem 4.0/600 mm plus TC die einzige Möglichkeit.

Ich hatte dann schnell die OM-1 zur Hand, denn bis zu 1600 mm bei f:4.5 sind konkurrenzlos. Aber nach ersten guten Fotos war ich trotzdem extrem limitiert durch fehlendes Licht, Abends nach 21.45 Uhr – da half dann auch irgendwann f:4.5 am kleinen MFT-Sensor nicht mehr und 800 mm sind noch deutlich zu wenig Brennweite um die scheuen und sehr kleinen Vögel nicht zu stören.
Weit entfernte Motive nah heran holen, klappt bestens, aber 16-20 cm kleine Vögel in mehr als 30-60 m Entfernung groß darzustellen und detailliert zu zeigen, ist etwas ganz anderes.
Deshalb wechselte ich notgedrungen auf Nikon Z9 mit 6.3/800 mm und 1.4x TC, Gleichzeitig eine gute Möglichkeit die Version 4.0 für die Z9 unter echten Wildlife-Bedingungen am Limit zu betreiben.
Eins wird sofort klar, ich weiß nicht, was die vielen anderen uns als Wildlife mit den tollen Nikon-Kameras verkaufen wollen, wo dann in Bildserien meist jedes Bild perfekt scharf auf dem Auge gespeichert wird – ich weiß nur, auch mit Version 4.0 habe ich weit mehr als 60% Ausschuss – wo der Fokus nicht sitzt. An schnelle Bildfolgen ist dabei gar nicht zu denken! Ganz oft wird ein Kauz gar nicht gefunden und erkannt, erst wenn ich auf Halbformat umschalte gelingt es etwas besser. Allerdings kein Vergleich zu OM-1 und erst recht nicht zu R7, R5 und 7RV, A1!
Wenn man an Menschen gewöhnte Vögel auf festgelegten Strecken abknipst, mag da mehr gehen – aber meine Steinkäuze geben einen Vogelschiss auf Internet, Nikon und Menschenvertrauen.
Mit allen 6.3/600 mm oder gar 7.1/500 mm Zoom-Objektiven braucht man da gar nicht anzutreten.
Somit bleiben für die Aufgabe aus meiner Sicht aktuell nur:
Sony A1 mit 4.0/600 mm +TC
Canon R5 mit 4.0/600 mm TC oder 5.6/800 mm – das 11/800 mm scheitert hier
Und das ist alles in der höchsten Preisschiene, da ist man mehr als 15-20.000 € los.
Deshalb kann hier nur die OM-1 mit 4.5/150-400 mm und die Nikon Z9 mit 6.3/800 mm in Frage kommen.
Die OM-1 zeigt Probleme bei 2x Digitalvergrößerung, wenn sich Motive schnell oder unregelmässig bewegen und wenn man jenseits 3200 ISO arbeitet – dann werden gute Fotos mehr zum Zufall. Und das Licht muß optimal sein.
Die Z9 zeigt immer wieder einmal seltsames AF-Verhalten, kann nicht folgen, bleibt nicht auf dem Motiv, findet die Augen nicht etc.
Wenn ich – wie sicher viele es tun – nur Vollformat nutze – dann versagt die Motiverkennung aus so grosser Distanz auf so kleine Motive häufig. Trotz der prägnanten Eulenaugen. Erst wenn ich in Halbformat wechsle und auch 1.4 x TC einsetze und das Motiv größer wird, ist der AF besser brauchbar – wenn auch weit entfernt von der “Werbe-Perfektion”.

Jeder Steinkauz kann seinen Kopf um bis zu 360° drehen – vor allem aber, er kann das schneller als eine Kamera es bisher festhalten kann – im kleinsten Bruchteil einer Sekunde wechselt der Blick von hinten nach vorne bei 180° Drehung des Kopfes.

Die Fotografie der 6 Steinkäuze unter schwierigsten Bedingungen… haben mein Wissen vertieft.
Ich weiß jetzt wieder, das alle optischen Objektivtests praktisch oft wertlos sind. Entscheidend ist nur das Licht.
Und heute auch der Sensor – mehr noch als das eigentliche Glas.
Das viel gescholtene Canon RF 11/800 mm kann ein ganz erbärmliches Objektiv sein, vor allem in hellem Sonnenlicht an der R7. Aber in anderer Lichtsituation eben auch ein sehr gutes, das den Vergleich mit 20 mal teureren Objektiven optisch kaum zu scheuen braucht.

Die OMDS OM-1 mit 4.5/150-400 mm überzeugt manchmal einfach nicht, schon gar nicht mit äußerster Brennweite und Bildausschnitt. Es hängt davon ab wie das Licht ist, der Bildstabilisator arbeitet und wie das Motiv oder ich selbst mich bewege/verwackle – dann kann es auch mal Mist abliefern. Aber meistens ist es fantastisch.

Die vielverbreitete Aussage, das Vollformatkameras immer bessere Qualität abliefert stimmt so einfach nicht. Es kann so sein, muß aber nicht – ich habe genug Beispiele mit OM-1, R7, Fuji X-H1 wo es nicht so ist und sehe fast jeden Tag Fotos mit der Nikon D500, die Vollformat sogar überlegen sind.

Ich habe inzwischen auch kein wirkliches Verständnis mehr für Menschen, die Tele-Fotografie und bewegte Motive mit Einzelbildmodus oder auch nur mit 5 B/Sec betreiben. Sie verpassen so viele atemberaubende Momente…

 

Erst wenn wir Menschen drastisch reduziert sind, wird es wieder mehr Tiere geben – das ist meine Erkenntnis.
Wo sollen die Tiere denn hin? Wenn wir alles betonieren oder fällen oder vergiften? Sicher gibt es jetzt spannende Begegnungen direkt in den Städten oder um unsere Häuser – aber dort wo die gebaut sind haben vorher viele Tiere und Pflanzen gelebt und jetzt suchen sich die letzten anderen Lebewesen nur einen Platz wo sie noch bleiben können.
Darüber können wir nicht froh sein!
Die Tierarten und Exemplare werden jetzt so schnell weniger, dass sich an jedem scheinbar spektakulären Motiv gleich dutzende Fotografen mit langen Tüten einfinden.
Und zu den langen Tüten gleich noch eins, Tamron, Sigma und Canon haben dafür gesorgt das Brennweiten wie 500 mm, 600 mm und jetzt sogar 800 mm und 1200 mm für fast jeden erschwinglich sind, der sich eine neue spiegelfreie Systemkamera kauft. Leicht, handlich, schnell, verwicklungsarm, scharf und preiswert – ist nur um 1000€. Was dazu führt, das Menschen wie ich immer mehr in der Horde stehen müssen und jedes Lebewesen schnell “totfotografiert” ist.
Es ist auch fast egal, welche Kamera dahinter ist, heute wird alles stabilisiert, enttäuscht und geschärft und fertig ist das Supi-Bild.
Schön ist das alles nicht mehr!

 

 

16. September 2010
Canon Eos 60D & 600D – Jetzt mit Flügel

Es hat jetzt mehr als 3 Jahre gedauert, bis Canon so ganz nebenbei einen Flügel auch an seine DSLR konstruiert hat, dabei hat Canon vor 11 Jahren schon seine G-Kameras mit beweglichem Monitor ausgestattet.

Warum nur so erzkonservativ und solche Modellpflege in winzigen Schritten? Unbegreiflich!

Denn Canon will uns schon seit Aufkommen der digitalen Kameras keinen schnellen, leistungsfähigen Autofokus in bezahlbare Gehäuse einbauen.

Klar kann man mit einer Eos 550D, 50D und jetzt 60D in 85% der Fälle problemlos schnell scharf stellen… aber gut 15% alller Motive werden nicht abgedeckt.

Nur die Eos 7D ist da viel weiter, deshalb ist sie so beliebt. Aber auch sie hat nicht den AF der Eos 1D Baureihe.

Wenn man sieht wie Nikon in einer D300s und jetzt d7000 scharfstellt kann man nur neidisch werden oder gleich Nikon kaufen.

Die Bauteile kosten nicht die Welt, Canon beschneidet absichtlich seine Amateurkameras.

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test

15. September 2010
Messe Neuheiten & Gerüchte Photokina-2010

Das Schönste Gerücht bewahrheitet sich sicher so nicht:

Canon EIS CSC-System (dafür 2012: Canon EOS M-System)

Electro Image System (EIS)
Sensor: CMOS 18mm x 12mm (2X) 22MP back-illuminated CMOS
Tatsächlich könnte ein 16MP CMOS Sensor mit Faktor 1,85x  im Herbst 2012 Realität werden.
Bildfrequenz : 24MP – 5fps /
Full-HD Movie:1920×1080 30p/24p/25p
ISO : 25-12.800
ISC – Bildstabilisierung in der Kamera
Voll beweglicher Monitor
Abnehmbarer Sucher
Griffverlängerung/Vergrößerung optional
Eingebauter Blitz
Handgriffstück austauschbar

Objektive:

4,0/5 mm Fisheye; 2,0/14 mm; 1,4/25 mm; 1,4/45 mm; 2,0/60 mm Macro;
4,5/8-25 mm; 3,5/12-75 mm Macro (1:2); 4,5/25-200 mm & 3,5-5,6/50-300 mm
Leider nur ein Traum!!!

Das schlimmste Gerücht bewahrheitet sich auch noch nicht:

FourThirds stirbt – erst 2013! bzw Olympus bringt nur ein kleines Update zur E-3 und nennt es trotzdem E-5

Olympus hat das genialste Gehäuse aller bisherigen Digitalkameras , die E-1 nicht weitergenutzt und dreht uns jetzt das nicht wirklich befriedigende Gehäuse der E-3 noch einmal fast unverändert an… könnte man denken, aber Herz und Hirn (Sensor und Prozessor) wurden deutlich verbessert und vieles optimiert!
Der Autofokus ist erheblich verbessert im Bezug auf bewegte Motive, IS-Bildstabilisierung kann jetzt 5 Stufen
der Monitor ist viel schärfer und 3“ gross; neue Leistungsoptimierte Accus; SD-Karten können eingelegt werden;
Filmen und fokussien im Live-View kann sie jetzt auch und Filtertricks beherrscht sie zusätzlich & höchtstmögliche Bildqualität!

Die größte Enttäuschung des letzten Jahres war für mich das Olympus Pen System.
Aber nicht weil der Sensor zu klein ist, das Rauschen noch nicht völlig unsichtbar ist –
sondern weil das Gehäuse so schlecht in der Hand liegen, der elektronische Sucher nicht wirklich fest auf der Pen hält und weil die Verarbeitung und Ausführung und Lichtstärke der Olympus Pen Objektive bisher wirklich ein schlechter Witz für viele Olympus Fans sind.
Sie sind scharf, zeigen die schönsten Farben, sind kompakt und fokussieren leidlich schnell – doch es sind eigentlich Plastikgriffe mit Glas drin, keine Präzision, keine Sonnenblenden, kein Feeling, keine Gummierung, keine Entfernungsanzeige und sie sind völlig überteuert.

Sony
Die einzig interessanten Gehäuse Alpha 900 und Alpha 550 sind sehr schnell wieder verschwunden!
Und auch die neuen Alpha 77 und Alpha 65 Gehäuse können nicht wirklich überzeugen.
Die zweitgrößte Enttäuschung war anfangs die Sony-NEX Serie, unter Insidern auch NIX-Serie genannt, zugegeben, tolle Gehäuse, ein paar Ideen, aber dann mit dem großen APS-C Sensor… was soll das?
Und drei oberflächlich schön verarbeitete Objektive die allesamt die Leistungsfähigkeit des Sensors kaum ausnutzen und bei keiner Blende richtig scharf sind… Zur Messe kommt Sony gleich mit der Vorstellung von vier Einsteigermodellen, zwei mit aufgefrischter Sekundär-Spiegel-Technik, Alpha 33 und Alpha 55 – klingt spannend, aber einen Markt sehe ich bei uns dafür nicht. Ein Nachfolger für die Alpha 700 fehlt weiterhin!!! Sony bleibt Masse statt Klasse.

Canon
hat endlich seine Super-Teles gezeigt, leicht, schnell und teuer – ein Super-Tele-Zoom fehlt mal wieder.
Und ein 4,5-5,6/70-300 mm L IS ist ein schwacher Trost, zwar ist der AF superschnell und endlich auch wieder ein Drehzoom, aber 1300 € für die Lichtschwäche?
Die Canon Eos 60D hat mich bisher kaum begeistert, endlich ist der Mode-Knopf verriegelt und der Monitor voll beweglich – aber mit dem alten Autofokus – nichts für mich! Ich weigere mich auch bis heute mit der Eos 5D MK II oder gar einer Eos 550D zu arbeiten – mit der AF-Geschwindigkeit komme ich schlechter zurecht als mit einer Olympus E-30 oder Pentax K5 und viel schlechter als mit einer Nikon D300/D7000!

Nikon
zeigt endlich ein paar spannende Objektive – wird aber nicht mehr mein System, Preis und Leistung stimmen hier für mich nicht mehr.
Die D3100… geschenkt. Die D7000… wird ein Renner für Nikon-Fans werden – sieht zwar hässlich aus, wird aber sehr wichtig für den Markt und wird jeder D300s dass Leben schwer machen.
Allerdings in dem Segment noch eine Kamera mit Filmfunktion anzubieten – die feststehenden Monitor und keine kamerainterne Bildstabilisierung anbietet,
ist schon reichlich schräg, so holt Nikon den günstigen Preis durch die teuren Objektive wieder rein.
Aber damit ist die D300s uninteressant.
Und Canons Schwachstellen der 60D (veralteter AF, 96% Sucher, Poly-Gehäuse werden offensichtlich)
Würde ich mir kaufen, wenn es dafür bezahlbare, gute Objektive gäbe!
Mit vielen Jahren Verspätung das AF-S 1,4/85 mm FX und AF-S 1,4/35 mm FX, ein schönes AF-S 4,0/24-120 mm VR FX, ein handliches AF-S 4,5-5,6/55-300 mm VR DX und das AF-S 2,0/200 mm VR II FX nochmals optimiert!
Also wer schon einmal teure Nikon-Objektive gekauft hat, weiß wie schmerzhaft es ist wenn Nikon alle 3-5 Jahre neue Versionen mit leichten Verbesserungen (VR II) vorlegt um mit Canon mitzuhalten – der fragt sich vielleicht ob er sein Geld nicht gleich verbrennt, das wärmt wenigstens.

Pentax
K-r – scheußlich bunt oder gute Leistung in schwarz? Die ist einen Test wert. Ein Plaste-Objektiv mit 35 mm wohl eher nicht!
Pentax K5 – die ist spannend, aber ich misstraue noch dem Autofokus…

Mein Lieblingsgerücht ist, dass Olympus eine ganze Reihe neue FT-Objektive bringt, in einer neuen Kooperation mit Leica wurden die beiden bereits vorhandenen FT-Leicas erneuert:
3,5-5,6/14-150 mm Vario-Elmarit OIS
1,4/25 mm Summilux

Und zusätzlich:
2,0/12 mm Summicron
2,0/17 mm Summicron
1,4/45 mm Leica Summilux
2,0/90 mm Zuiko-Macro
2,0/150 mm Zuiko SWD
2,8/300 mm Zuiko SWD
4,0/300 mm Zuiko SWD
4,5/500 mm Zuiko SWD
3,5/12-60 mm Vario-Elmar SWD
3,5/40-200 mm Vario Elmar SWD
3,3/50-300 mm Vario-Elmar

Ich bin und bleibe eben ein Objektiv-Fan – ganz gleich von welcher Marke, nur beste Qualität (optisch & mechanisch) muß es sein!
Das tollste, was ich die letzte Jahre in die Finger bekam ist das:
Leica DG 1,4/25 mm Summilux FourThirds – ein Traum!
Was fehlt noch?
Die Neuheiten von Panasonic, die ich mit Spannung erwarte!
Klar kommt eine stark verbesserte GH2 und es kommt ein neues Telezoom bis 300 mm und eine Festbrennweite, darauf bin ich sehr gespannt!
Nikon sollte noch die D7000 im Gepäck haben und Canon ist noch für eine Überraschung gut. Zumindest werden die Gespräche spannend, wo sich Canon und Nikon hin entwickeln wollen, denn CSC-Kameras können sie nicht ignorieren und “Vollformat” ist kein Allheilmittel und teuer!

Olympus – FourThirds? Jetzt erst recht!
Wer Qualität sucht und gleich fertige JPEGs in den schönsten Farben haben will, ist hier richtig und die E-5 verspricht ein weiteres wegweisendes Modell zu werden.

Der Technologie-König – PANASONIC
eine spannende GH2 und ein 2,5/14 mm sowie 5,6/100-300 mm und weitere mFT-Objektive kommen.

 

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28. Mai 2010
Fürstenfeldbruck Mai 2010

Naturfoto-Tage „Glanzlichter“ Fürstenfeldbruck,
ich war auf den Naturfoto-Festival Glanzlichter in Fürstenfeldbruck. Vielen Dank für die herzlichen Besuche am Stand und ebenfalls ein großes Dankeschön an Andreas Klotz von Tipp 4 und seiner Familie, sowie Wigwam-Reisen – dass sie mir Unterschlupf gewährt haben.

Meine persönlichen Eindrücke vom Festival in Fürstenfeldbruck lesen Sie im Lesezeichen NEWS.
Zuletzt habe ich viele Sony Objektive an der Alpha 77 durchgetestet und microFourThirds Kameras und Objektive begleiten mich jetzt seit einm Jahr überall hin, leichtes Gepäck und uneingeschränkte Bildqualität. Organisation war vor allem gemessen an der Größe des Festivals gelungen. Aufgrund des schlechten Wetters haben sehr viel Interessierte den Weg nach Fürsti gefunden.
Das Naturfotofestival Glanzlichter will seinen Besuchern natürlich tolle Naturbilder zeigen. Vieles war auch wirklich sehenswert, ganz besonders begeistert haben mich die Singvögel am Winterruheplatz, die leider im kleinen Abzug nicht so gut zur Geltung kamen.
Das Gewinnerbild das Schwans sehe ich zwiespältig. Es ist ein wunderschönes Bild, auf das jeder Fotograf nur neidisch sein könnte – gar keine Frage. Doch technisch fällt sogar dem Laien sofort auf, zumindest auf der großen Vergrößerung, das die Schärfe sich nur bis zum Gefieder ausdehnt und Kopf und Gesicht des Schwans nicht mehr in der Schärfenzone liegen, auch die Auflösung des großen Abzugs ist wenig beeindruckend. Ich hätte ihm sofort den Sonderpreis für beste Komposition gegeben – doch den Gesamtsieg ist es für mich aufgrund seiner technischen Unvollkommenheit kaum wert. Der Marktplatz war brechend voll, voll mit Besuchern und Vertreibern von Fotogeräten, Zubehör, Buchanbietern, Reiseveranstaltern und einigen Tüftlern. Einige wichtige Firmen fehlten mal wieder, während sogar Olympus, Ricoh und Tamron gut vertreten waren, suchte man Sony, Fuji-Kameras und Samsung vergeblich. Die Gespräche die ich gehört und angezettelt habe, ließen aber schon bei etlichen Anbietern die mangelnde Fachkenntnis oder Ignoranz durchblicken – aber so ist das ja auf jeder Messe, auch hier sind Kompetenz und Überblick – Mangelware. Der Wunsch zu verkaufen steht hier offensichtlich im Vordergrund.
Vor Jahren war ich noch regelmäßig in Fürstenfeldbruck, manchmal sogar mit eigenem Stand. Doch da sich das kaum rechnet, fahre ich nur noch alle paar Jahre um den Austausch mit netten Menschen zu suchen und die Entwicklung zu sehen. Das Publikum ist hier ganz anders als z.B. in Lünen beim GDT-Festival. Außer den Ausstellern trifft man nicht so viele Menschen auf beiden Veranstaltungen.
In Lünen ist es sehr GDT lastig und in Fürstenfeldbruck kommt es einem noch geschäftsmäßiger vor, jeder hat eine Ahnung, einen Plan, ein Begehren. Manchmal denke ich die Fotos und die Vorträge sind hier nur feiner Rahmen und nicht Hauptgrund des Treffens. Das Thema der diesjährigen Vorträge „Giganten der Urzeit“ war nicht wirklich glücklich gewählt und selbst ich fand nur 2-3 Vorträge die mich überhaupt interessierten.
Davon war der eine Sonntags 16 Uhr und damit zu spät, wenn man noch durch halb Deutschland zurück muss. Der Start mit Tui De Roy, der Fotografin aus Neuseeland, die völlig frei und in gutem Deutsch überraschte, war vielversprechend, wenn auch viel zu kurz. Bothes Barbecue war prima, das Essen sehr gut und reichlich, typisch bayrisch eben. Ob eine Zuzahlung für Familienmitglieder und andere Hungrige von 20 Euro pro Person angemessen ist, scheint zweifelhaft, denn immerhin muß ja jeder noch für seine Getränke aufkommen. Wenigstens findet es zum wiederholten Male im Gasthaus und nicht im kühlen Zelt statt und ein Zubringerbuss ist ebenfalls enthalten. Zumindest mir fehlte mir etwas die freundschaftliche Naturfotografen-Atmosphäre. Alle wollten irgendwie etwas verkaufen, das war sehr geschäftsmäßig und das obwohl immer weniger mit der fotografie richtig Geld verdienen und die Fotobranche sich gegenseitig platt macht und die Reiseveransdtalter immer üppigere Programme in die entlegensten Winkel der Welt stricken. Vielleicht war ich auch diesmal in der falschen Ecke der Welt…

 

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