Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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28. August 2026
Neue Super-Tele in der Praxis

Wichtig für Sony-Fotografen
Sony hat wieder ein Super-Tele-Zoom, denn das 200-600 mm war ja allmählich langweilig geworden.
Canon ist inzwischen Konkurrent im Teleobjektiv-Portfolio und hat ein 200-800 mm Ausziehzoom!
Nikon hat bessere Preise und die richtigen Alternativen bei Festbrennweiten, 4.5/400 mm und 6.3/800 mm..

Meine Kritik am Canon RF 6.3-9.0/200-800 mm IS USM
Bei dem Verkaufspreis von 2500€ ist es keine L-Konstruktion, aber es wurde auch kein DO-Element verwendet. Es hat einen hochwirksamen Bildstabilisator und immerhin einen Nano-USM Antrieb.
Das klingt bei der Lichtstärke wenig verheißungsvoll, bietet aber dafür mehr Tele-Zoom.
Alle populären 150-600 mm und 180-600 mm Zooms mit f:6.3 sind genau doppelt so lichtstark – die Brennweite 800 mm zu erreichen kostet genau eine Blende Licht. Das ist viel!
Ich könnte jetzt gleich in den Ring werfen, OMDS mit seinem 4.5/150-400 mm kann das auch – 4x so lichtstark bei gleichem Gesamtgewicht von rund 2 Kilo. Allerdings bietet ja Canon auch die Option sein neues Telezoom an der R7 als 9/320-1280 mm bei 32 MP zu nutzen. Dabei darf nicht übersehen werden, dass mit der R7 bei spätestens 3200 ISO die Freude am rauscharmen Bild verblasst, während ich meine OM-1 oft bis 6400 ISO nutzen kann. Allerdings kostet es bei OM Systems auch 7500€ und bei Canon nur 2500€!
Zur Lichtstärke: Von 300-450 mm = F:7.1 – von 450-600 mm = F:8.0 und bei 700-800 mm dann F:9.0
Blendenöffnung:
Ich gebe zu bedenken, wenn sich ein Tier oder Vogel oder sonst ein Motiv im Schatten setzt, wie gestern das Rotkelchen um 9.45 Uhr an meinem Balkon, dann sind meine Belichtungsdaten 1/1000 sec bei f:7.1 und 12.800 ISO an einer R7! Ja es wäre schön das Motiv noch dichter und detaillierter zu zeigen, aber f:9 bei 800 mm führt selbst wenn ich die Zeit auf 1/500 sec senke nicht zu einem richtig guten Bild!
Ganz anders ist es, wenn bei gutem Sonnenschein die Vögel am Himmel kreisen oder Tiere in der Sonne sitzen, dann fotografiere ich auch gerne mal mit dem 11/800 mm.
Am Ende sind immer die kurzen Belichtungszeiten entscheidend für bessere Fotos und die sind praktisch nicht erreichbar mit einer Lichtstärke von f:6.3 und weniger. Da nützen mir auch Entrauschung und höchste Push-Empfindlichkeiten nicht wesentlich. Ich fotografiere Tiere selten unter 1/1000 Sekunde und oft brauche ich 1/3000 Sekunde (z.B. beim Abflug, oder bei Aktion). Deshalb nutze ich mein Olympus 4.5/150-400 mm so häufig erfolgreich und wenn ich näher heran kommen kann, auch immer das 2.8/40-150 mm oder eben ein 2.8/70-200 mm und 2.8/300 mm.
Canon RF 200-800 mm ist lang, gut 2 Kilo schwer, hat einen Auszug und ist nicht mehr so leicht und einfach zu händeln. Es ist immer schön auch ein Zoom dabei zu haben, aber wenn ich weiß, ich möchte den Eisvogel, Rotkelchen, Zaunkönige und andere scheue Motive ablichten, dann nehme ich gleich eine 800 mm Festbrennweite (6.3/800 mm) mit und brauche kein Zoom, das ich ohnehin nur bei 800 mm nutzen würde. Allerdings finde ich mit 400 mm meine Motive viel schneller und zoome dann erst auf 800 mm – wir kennen das vom Fernglas, da ist ein 8x auch immer am schnellsten am Motiv!
Konkurrent:
Das Sony 8.0/400-800 mm ist ganz offensichtlich als Konkurrent für  das RF Canon 9.0/200-800 mm, das Fujifilm 8.0/150-600 mm und eben das Olympus 4.5/150-400 mm gedacht. Und es reicht gar an einer A1 bis zum Ausschnitt bei 1200 mm, was Fuji (900 mm) und Olympus mFT (800 mm) nur mit TC leisten können. Wobei an der OM-1 eben auch 5.6/1000 mm Ausschnitt und sogar 2000 mm Ausschnitt bei sehr guter Qualität bei gutem Licht verfügbar sind!
OM-1 mit 4,5/150-400 mm + TC1,25 + TC14 = 8.0/375-1400 mm bei 20 MP!
R6II mit 9.0/200-800 mm + TC 14 = 12,6/280-1120 mm bei 24 MP
R6II mit 9.0/200-800 mm x 1.6 = 9/320-1280 mm bei 10 MP
R5, R5II mit 9.0/200-800 mm x 1.6 = 9/320-1280 mm bei 20 MP
mechanisch mit 9.0/200-800 mm x 1.6 = 9/320-1280 mm bei 32 MP
Ich sehe es häufiger, dass die R6II mit TC14 und späterem Ausschnitt am 9/200-800 mm verwendet wird.
Kann man machen, aber Lichtschwäche f: 12.6 hält mich fast immer davon ab!
Die R7 hat damit einfach Schwächen beim AF, beim Sucher und wegen des RS ist der elektronische Verschluss nur bei absolut ruhigen Motiven verwendbar.

Voll gezoomt erhalten wir ein sehr langes Objektiv! Und hier fehlt ja noch die 9 cm lange ET-101 Sonnenblende vom 11/800 mm, die diesmal endlich mitgeliefert wird! Somit wird das gesamte Super-Tele-Zoom gut 50 cm lang! (schwierig im Tarnzelt, im Auto  und auch erschreckend für Wild. Und man braucht unbedingt eine Tarnung!)

Das Sony 6.3-8.0/400-800 mm G OSS hat leider einige Schattenseiten:

SONY 6.3-8.0/400-800 mm G
Design, Aussehen und Handhabung sind dem bewährten Sony 200-600 mm zum verwechseln ähnlich. Nur das höhere Gewicht von rund 2.500g ist eine markante Änderung.
Doch letztlich sind das alles gute Amateur-Linsen, wo bleiben die GM PRO-Zooms?
Es sieht fast ein bisschen langweilig aus, dem 200-600 mm sehr ähnlich, nur länger, dicker und die Stativschelle ist zu meinem Ärger hier fest installiert. Hier sind auch wieder die deutlich zusammengezogene Nahgrenze und der Bessere Abbildungsmaßstab das besondere: 1.70m Minimalabstand bei 1:4.4!
Damit liegt es nicht nur weit besser im Rennen als das Canon RF 11/800 mm Fernobjektiv, sondern schlägt auch das geniale Nikon 6.3/800 mm und ist sogar dem Canon 200-800 mm Zoom im Vorteil. 

SCHATTEN:
– Lichtstärke f:8.0
– Gewicht 2780g
– nur bis 600 oder 700 mm richtig brillant
– Katzenaugen-Reflexe – starke Beugung an den Rändern

– nur Griff umständlich zu entfernen, Schelle nicht
– nur 3 gepresste UD-Linsen (100-500 mm = 1 SUD + 6x UD)
– f:7.1 nur bis 450 mm
– Abbildungsmaßstab variiert sehr je nach Brennweite
– keine Fluor-Beschichtung
– 10 cm dick und 31 cm lang
– keine Rastpunkte bei 90°

– keine Arca-Swiss-Schiene
– wird sehr lang: 31,4 cm für Reisen fast zu lang
– Entfernungsbereiche nicht zufriedenstellend
– mächtige, schwere Sonnenblende – nicht einbebaut und ausziehbar
– 95 mm Filtergewinde
– weiße Ausführung
– 3000€ teuer

LICHT
+ ideal für Vollformat
+ Innenzoom-Konstruktion
+ sehr schnelle und leichte Brennweitenveränderung
+ endlich ein Bereich von 400-800 mm (oder 600-1200 mm)
+ Immerhin Abbildungsmaßstab 1:4 aus 0,80 m ab Sensorebene

+ verträgt trotzdem beide Konverter (jeweils 1)
+ Sonnenblende schwarz und immerhin mitgeliefert
+ Ösen für Gurtbefestigung
+ 5,5 Stufen IS bei 800 mm
+ echter MF-Fokus-Ring zum sofortigen Eingreifen
+ Spritzwasserschutz

SPAßFAKTOR: von (******) = ****

Ihr lest, ich bin nicht komplett zufrieden oder sogar häufig eher unzufrieden mit dem Sony 400-800 mm. Konstruktion und vor allem Sonnenblende sind deutlich zu schwer geraten, um mir zu gefallen. Und auch sonst zeigt es viele kleine Mängel. Ich habe mir wie immer ein besseres Exemplar ausgesucht, optisch besser wird es also nicht. Ich vermute ich werde es nicht auf Dauer behalten, aus der Traum mit Sony Supertele-Aufnamen zu fertigen.
Wie ich schon öfter feststellte, hat Nikon als einziger bei 800 mm alles richtig gemacht; relativ leicht und noch handlich, beste Abbildungsleistung, schneller AF, schwarz und robust. Und wenn Motive weit entfernt sind, brauchen wir wahrlich kein Zoom.
Ich kaufe mir wohl lieber doch endlich das 2.8/300 mm, das ist dann wirklich ein G-Master.

Das Canon 6.3-9.0/200-800 mm IS USM hat aber nicht weniger Schattenseiten:

SCHATTEN:
– Lichtstärke f:9.0
– Gewicht 2050g
– keine Innenfokus-Konstruktion
– keine L-Konstruktion
– Artefakte/Ringe der gepressten Asphären, besondern beim Abblenden
– Katzenaugen-Reflexe – starke Beugung an den Rändern
– kein echter MF-Fokus-Ring zum sofortigen Eingreifen! (programmierbar auf Einstellring ganz hinten!)
– Zoom-Weg relativ lang und etwas langsamer durch mehrmaliges Umgreifen

– Stativgondel nicht zu entfernen
– nur 3 gepresste UD-Linsen (100-500 mm = 1 SUD + 6x UD)
– f:7.1 nur bis 450 mm
– kein IS-Schalter mehr
– keine Fluor-Beschichtung
– 10 cm dick und 31 cm lang
– keine Rastpunkte bei 90°

– keine Arca-Swiss-Schiene
– wird sehr lang: 31,4 cm für Reisen fast zu lang
– Entfernungsbereiche nicht zufriedenstellend
– mächtige Sonnenblende ET-101 vom 11/800 mm
– 95 mm Filtergewinde
– 2500€ teuer

LICHT
+ fast ideal für Vollformat
+ endlich ein Bereich von 200-800 mm (oder 360-1280 mm)
+ Immerhin Abbildungsmaßstab 1:4 aus 0,80 m ab Sensorebene

+ verträgt trotzdem beide Konverter (jeweils 1)
+ Sonnenblende schwarz und immerhin mitgeliefert
+ Ösen für Gurtbefestigung
+ 5,5 Stufen IS bei 800 mm

+ Spritzwasserschutz

SPAßFAKTOR: von (******) = ***

 

 

Mein Olympus 150-400 mm habe ich seit gut einem Jahr immer bei mir, ich sehe da noch keine Gefahr. Erst wenn Canon bessere, schnellere Sensoren anbietet, könnte meine OM-1 ins rutschen kommen.
Eine R7 ist meiner OM-1 bei Sensor und Prozessor noch keineswegs ebenbürtig, allenfalls die R3/R5II. Trotz des kleinen MFT-Sensors sind mit der hohen Lichtstärke f:4.5 in der Praxis nie Nachteile zum Vollformat erkennbar und f:4.5 reicht mir oft noch nicht um schnelle Zeiten mit maximal 1600 ISO zu verbinden – das gelingt dann mit diesem Canon 200-800 mm erst recht schwierig. Denn entgegen allen Marktschreiern, müssen auch Canon-Kameras bisher bei 6400 ISO und spätestens 10.000 ISO eingefangen werden und außer bei der R3 kommt immer ein starker Rolling Shutter dazu. Einzige Ausnahme jetzt die R5II!
Der Preis 2500€ ist heiß und eindeutig eine Kampfansage an OMS, Fujifilm und Sony.
Ich lese überall das Feixen von Canon-Jüngern, die jetzt OMS eine lange Nase zeigen wollen, weil sie ja viel billiger an ihre Fotos kommen. Beim Rechnen sind die allerdings meist schwach. Um sich an die Leistung einer OM-1 mit 4.5/150-400 mm TC anzunähern, braucht es bei Canon mindestens die R5II oder R3 plus dieses Zoom – also 7500-8500€. Dafür bekommen Ihr eine ausgewachsene Kamera mit guten Features und ein Amateur-Super-Tele der Lichtstärke f:9! Ich finde daher weiterhin das Angebot von OMS fairer, Profi-Kamera, mit vielen Sonderfunktionen und Profi-Objektiv, dass seine Baulänge immer behält (31 cm) und von Hand gefertigt ist und noch einen Schärfe- und Brillanz-Gegner unter allen Tele-Zooms des Weltmarktes sucht!
Vergessen wird auch der 1.25x Konverter der eingebaut ist und ein 5.6/1000 mm ergibt. Also in der Praxis kann Canon da erst punkten wenn eine Stacked R7II erscheint, die viel leistungsfähiger ist oder die R5II Wünsche erfüllt.
Mal abwarten wie bald Sony und auch Nikon darauf reagieren! Oder Tamron könnte ja auch ein 200-800 mm bringen.
Mein Tipp für Canon Super-Tele-Fotografie:

Bei Canon das 7.1/100-500 mm mit der R5II kaufen und vielleicht auf eine schnelle R7II hoffen, als dieses 200-800 mm Tele-Zoom. Wer noch mehr braucht, kauft sich den sehr guten TC14 Konverter dazu, auch wenn das nervig ist, weil das 100-500 mm nicht mehr komplett zurückgezoomt werden kann und immer lang bleibt – das ergibt ein: 10/220-1120 mm mit schnellerem AF und besserem Gehäuse bei weniger Gewicht (1600g!).
Das 11/800 mm mit nur 1280g lohnt sich auch weiterhin bei gutem Licht! Leichter und schneller kann man mit keinem Super-Tele sein!

Das man keinen breiten Scharfstellring vorne am Objektiv hat, geht für die meisten gar nicht, ganz egal wie gut der AF-C inzwischen meistens funktioniert! Und dass man mit dem schmalen Ring ganz hinten fokussieren kann, den man kaum mit den Fingern erreicht, ist ein konstruktives Unding!
Auch das die nicht selten unerwünschte Stativgondel nicht entfernt werden kann – ist kaum zu verzeihen. Das Objektiv würde ohne vermutlich gut 250g leichter.
Die Schärfe ist da, doch der Microkontrast und die Detailzeichnung sinken ab 600 mm. Der Einsatz von Konvertern kann also nur Notbehelf bei sehr kontrastreichen Motiven bei bestem Licht sein!
Es ist nicht wirklich schnell beim Einstellen der Brennweite, denn es braucht fast 180° Drehung um von 200 auf 800 mm zu wechseln – das ist im Vergleich zu Nikon, Olympus, Sony sehr viel, die kommen meist mit 90° Drehung und weniger aus. Das macht uns erheblich schneller beim anpassen an das Motiv!
Also Kauftipp?
Ja für Vollformat, eher nein für Halbformat aber in beiden Fällen immer mit erheblichen Einschränkungen beim Komfort und Bedienung.
Ich nutzte trotzdem viel lieber mein Olympus 4.5/150-400 mm an der OM-1 und auch das Nikon Z 6.3/180-600 mm an der Z9!

Der Kampf zwischen Vollformat und dem spiegelfrei-Erfinder MFT geht jetzt in die nächste Runde, bei Allen SWW und WW Objektiven liegen die meisten Vorteile schon beim VF und jetzt schicken sich auch die Super-Tele an. Nur beim Macro sieht VF keinen Stich und auf Reisen ist jede VF-Kamera praktisch immer unterlegen.
1.8/8 mm – 4.0/8-25 mm – 4.0/12-100 mm – 2.8/12-40 mm – 2.8/40-150 mm oder noch kleiner oder lichtstärkere Festbrennweiten sprechen da eine klare Sprache Zugunsten MFT.

Canon hat als erster begonnen microFourThirds vom Vollformat-Tele-Bereich aus zu torpedieren. Nachdem das vorher Fuji vergeblich versucht hatte (mit 8.0/140-600 mm) hat Canon erst  11/800 mm, 11/600 mm und dann ein 9.0/200-800 mm speziell gegen die Daseinsberechtigung von MFT platziert.
Jetzt kommt Sony und bald sicher auch Tamron und vielleicht auch Sigma und Nikon mit Zoom-Objektiven die bis 800 mm am Vollformat erreichen.
Doch wir sollten vor unserer Trennung oder Missachtung von MFT beachten: Ein Zoom-Objektiv besteht aus weit mehr als aus Brennweite und Lichtstärke!
Wer die Gelegenheit hat, ein 4.5/150-400 mm auf den Naturfoto-Festivals in die Hand zu nehmen, sollte dies tun. Ja es ist mit rund 7500€ sehr kostspielig, fast der dreifache Preis des Canon 9/200-800 mm.
Aber es ist auch ein Ausnahmezoom und das Canon ist nicht einmal eine L-Konstruktion.
Vorteile Olympus:
+ eingebauter Konverter

Ich würde an Stelle von OMD eine günstiger Version ohne zuschaltbarem Konverter anbieten, die braucht nicht mehr als 4000€ zu kosten. Oder ich würde das Zoom bei gleicher Qualität in ein 4.5/150-400 x TC1.5 – also ein 5.0/225-900 mm – das dem Bildwinkel eines 450-1800 mm entspricht.
Aber der Vergleich zwischen Olympus 4.5/150-400 mm und Canon 9/200-800 mm ist total unfair – Canon kann da in keiner Disziplin, außßsser beim Preis mithalten. Vergleichbar ist das Canon nur mit dem Olympus 6.3/100-400 mm IS II und das ist 800g leichter und kostet 1100€ weniger. Und es ist erheblich kompakter.

 

Sony ist fast immer der erste, der mit leichteren Neu-Konstruktionen an den Markt tritt. Hier wär mal Canon der Herausforderer und bekommt dann auch jetzt den kompletten Arschtritt. Im Vergleich verliert das Canon 9/200-800 mm (außer bei Brennweitenbereich) praktisch in jedem Punkt. Bei Canon wird man immer auf 5 stelligen Kosten durch PRO-Zooms angewiesen sein.
Allenfalls das neue Sigma 4.0/300-600 mm könnte interessanter sein, aber es ist sehr schwer.
Nur, welche Sony Kamera kaufen? Für Normal-Fotografen ist alles vorhanden, aber wer es sehr schnell will wird einen sehr hohen Preis bezahlen müssen. Alternativ können nur die Sony-Objektive auf die besseren und preiswerteren Nikon-Kameras adaptiert werden.
Außer Sony A1, A1II, A9III ist keine schnelle Kamera verfügbar.

Es geht ja doch:
SIGMA stellt ein 4.0/300-600 mm OS Sports vor!

LICHT – Sigma 4.0/300-800 mm:



+ Innenzoom
+ 1.4x TC nur von Sigma für L-Anschluß
+ gut sitzende Sonnenblende
+ abschraubbarer Handgriff
+ mit 7.500€ noch moderater Preis
+ Arca-Swiss-Führung im Fuß eingebaut

+ AF-Stopp-Tasten
+ Gurtbefestigung
+ sehr gute Abdichtung

SCHATTEN:
– schwer und dick, wie gewohnt sehr unhandlich
– Bildstabilisierung bisher nur an A1II und A9III
– langsame, schwergängige Änderung des Brennweitenbereichs
– sehr kopflastig
– etwas kleiner Bereich, 300-800 mm oder 200-800 mm wären willkommener

SPAßFAKTOR: von (******). **

Doch bei aller Freude, haben sie es beim Gewicht auch etwas zu gut gemeint, knapp 4 Kilo ist tatsächlich heftig.
Aber es stimmt eben auch, ein solches Objektiv gab es bisher nie (es gab ein Pentax 5.6/250-600 mm und ein Sigma 5.6/300-800 mm, die jeweils schwerer waren) und auch die 4.0/200-400 mm xTC14 wogen knapp 4 Kilo und hatten den aufwendigen, internen Konverter um auf 560 mm zu kommen. Von denen möchte ich heute schon längst keins mehr haben. Ich besass das Canon und bin froh, das ich es für gutes Geld los wurde.
Bei 3 kg muß man schon ganz schön schleppen und es ist fast nur gut nutzbar, wenn man sein Auto motivnah parken kann, bei 4 kg ist es noch heftiger.
Trotzdem bei einem Preis um 7.000€ reizt es schon sehr. Das ist allerdings etwas heftig, 1000€ Aufschlag zur USofT (United States of Trump).
Bei 300 mm wird es abgesehen vom Sony 2.8/300 mm Spitzenklasse sein, aber schon die MTFs verraten, das es bei mehr Brennweite wie 500mm bis 600mm Auflösung verliert. Deshalb vermute ich, es wird sich kaum mit Nikon, Sony oder Canon 4.0/600 mm Festbrennweiten messen können und die sind rund 1 Kilo leichter.
Es wird für L-Bajonett angeboten, doch bisher gibt es keine schnelle Kamera mit Stacked-Sensor! Immerhin passen dann 2 Sigma Konverter.
Es wird auch für Sony angeboten, aber dann sind alle Konverter tabu – bzw passen weder Sigma noch Sony Konverter.

 

28. Oktober 2021
Nikon Z9 – Alles drin & dran Kamera?

Heute wird eine Nikon Z9 von der Traditionsfirma vorgestellt.
Z9 – 45 MP – 6000€ – also eine klare Kampfansage an Canon
allerdings ist sie auch eher eine Mischung aus R5 und R3 – technisch eher R5 und haptisch eher R3 – 1500€ Aufpreis nur für den eingebauten Griff? Das ist happig.
Sony bleibt mit 50 MP und 30 BpS der Champion im Ring – aber der Preis von 7300€ scheint jetzt zu hoch.
Ich werde den Verdacht nicht los, das auch Nikon an einer Z1 arbeitet und die Z9 noch nicht die Top-Kamera sein wird. Aber bis dahin vergehen noch Jahre und Sony wird längst eine A1II und Canon seine R1 haben.

Nikon war die letzten Jahre sehr erfolglos und ist weit hinter die Mitbewerber zurückgefallen, sowohl im Kamerabau, beim Objektivstem als auch im Marketing. Genau genommen ist eine Aufholjagd nicht mehr zu schaffen, Sony hat so viel Vorsprung und Canon hat sein System so clever aufgebaut und Fujifilm und Panasonic sitzen Nikon sehr schwer im Nacken. Wer glaubt, die derzeit optimale BQ erreichen zu müssen und auf Höchstgeschwindigkeit verzichten kann, kauft heute Fuji GFX Mittelformat und wer leichtere Objektive will, kauft Fuji FX Halbformat. Auf beides hatte Nikon leider keine Antwort.
Jetzt will Nikon zumindest seine Berufs-Fotografen – stop – gibt es die überhaupt noch? – sagen wir besser, Berufs-Filmer und seine traditionellen Fans und Sammler mit seiner Z9 ansprechen.

Jeder setzt sich ein eigenes “Ziel” bei Kameras.
Vom System einmal ganz abgesehen –
Der Preis ist angesichts der Mitbewerber noch ok für mich, aber bei einem Gewicht von 1340g bin ich nicht mehr dabei!
Nikon schrammt damit an der Gesamtzielsetzung des spiegelfreien Kamera-Segments, brutal vorbei. Es ist keine Frage, das Panasonic, Olympus und Sony schmerzlich erkennen mußten, das Kameras für passionierte Fotografen und Filmer, nicht zu leicht (400-500g) und nicht zu klein und ungriffig sein durften. Doch bei 15 cm Höhe, 10 cm Dicke und über 1300g sind wir wieder bei DSLR-Boliden und das es kompakter, leichter und mit noch mehr Leistung geht, zeigt Sony ja exemplarisch und auch Canon hat das erkannt.
Das ist ein DSLR-Gewicht und da ich 80% aller Fotos im Querformat belichte, ist für mich der Hochformatgriff nur eine Option und sollte nicht fest integriert sein und wenn doch, dann bitte wie bei Canon in einer 1015g Kamera! Auch Design und Haptik scheinen mir bei der R3 viel gelungener. Allerdings könnte eine R1 dann genauso groß und schwer werden wie die Nikon Z9.
Deshalb ist nicht zu verachten was Sony in der kleinen A1 leistet – vom Objektiv-System ganz abgesehen…

Das ist für mich das spannendste Bild zum Nikon-Z-System – der Ausblick auf Super-Teles:
Nach dem Bild zu urteilen kommen also sowohl ein 400 mm als auch ein 800 mm in PF Bauweise (vermutet aufgrund der kürzeren Darstellung), ähnlich Canon 600/800 mm DO – aber hoffentlich lichtstärker.
Es kam ein 4.5/400 mm S – und dann bestellte ich sofort eine Z9.
Und ein 800 mm PF wurde mit f:6.3 genau die Kampfansage, die der Markt gebraucht hat.
Das 2.8/400 mm und 4.0/600 mm mit eingebautem TC14 , sind eine spannende Innovation – aber am Ende zählen hier nur Gewicht und Preis – und da beides abgehoben ist, wechsele ich lieber den Konverter vorher, je nach Lichtsituation. Es wären besser TC17 in den Konstruktionen verwirklicht worden.
Das weitere DX-Objektive kommen, gibt etwas Hoffnung auf eine schnelle DX-Kamera mit excellentem Sensor… aber bei Nikon dauert alles noch Jahre…

ABER: Das System ist weiter noch nicht so superschnell – 100-400 mm und 24-120 mm kamen erst im ersten Halbjahr 2022 zur Auslieferung und ein 2.8/300 mm ist weiterhin erst im Planungsstadium!

Die Z9 könnte so etwas wie die erste Alles-Drin-Alles-Dran-Kamera werden. Ähnlich damals der D1 (allerdings im Halbformat).
Canon hat mit der R3 mehr auf technische Innovation, als auf einen hoch auflösenden Sensor gesetzt und werkelt weiter an einer R1, die sich dann erst mit einer Z9 misst und diese in den Schatten zu stellen versucht.
Sony war mit der A9 früh dran, hat mit der A9II stark verbessert und zeigt jetzt mit seiner A1, fast alles, was heute möglich und wichtig ist. Aber Sony bietet die meiste Technik in einem kompakten Gehäuse an – bleibt sehr leicht und unauffällig und gibt sich nur 2 Blößen: Nicht voll beweglicher Monitor, nicht voll Berührungsempfindlich.
Egal wie gut und komplett die Nikon Z9 auch wird – das SYSTEM entscheidet!
Und da hat Nikon weiterhin erhebliche Handicaps. Scharfe und Bildfehler-reduzierte Dateien können heute alle Hersteller aus dem PC zaubern, also die Schärfe eine Objektives ist schon länger kein entscheidendes Kriterium mehr für Objektive – denn unscharfe fallen schnell auf – aber Nikon wirbt weiter mit brutaler Schärfe – langweilig.
Heute sind Prozessoren, Sensoren und auch AF-Motoren sowohl in Kameras als auch in Objektiven entscheidender für besondere Fotos.


Bei der Nikon Z9 interessieren mich heute schwerpunktmäßig einige Daten wie Gesamtgewicht und Preis:
Canon R3 = 1015g – 6000€  -14,5cm hoch, 9cm dick
Canon R5 = 0740g – 4500€ -10cm hoch, 9cm dick
Sony Alpha 1 = 0740g – 7300€ (mit Griff & 2 Akkus = 1280g / 1 Akku = 1190g) 15cm hoch, 7cm dick
Nikon Z9 = 1340g -15cm hoch, 9cm dick – 6000€ und damit viel zu schwer!

Zwischen Canon und Sony sollte man fair sein bei der Akku-Leistung,
die A1 schafft fast die selbe Zeit, Auslösungen und Filmen mit einem kleinen Akku wie die R3 mit dem größeren Akku und gewinnt durch 2 Akkus noch mehr Kapazität!

Die ganzen anderen Zahlen – dienen ja meist nur der Verwirrung!
Wichtig sind immer nur die Einschränkungen!
Ob eine Kamera 10 – 20 – 30 oder gar 120 Aufnahmen pro Sekunde (Nikon Z9 – aber nur bei 11 MP und ohne AF!)  speichern kann – ist letztlich in den allermeisten Fällen gleichgültig, da einem Autofokus ohnehin, je nach Brennweite und Objektiv, schon alles abverlangt wird, um bei 10 oder sogar 20 Bilder pro Sekunde noch irgendwie Motivbewegungen zu folgen.
Also eine schnelle Kamera alleine ist ziemlich wertlos, Speicher, Objektiv und Fotograf müssen gleichzeitig schnell genug sein.

Wer ist hier zu teuer?
ALLE!
Nachvollziehbar wären für mich folgende Preise:
A1 = 6000€
R5 = 3500€
R3 = 5000€
Z9 = 5000€

Von oben betrachtet, könnte sie der Gewinner für die Kategorie “Hässlichste DSLM” werden…

Auffällig am Design ist:
Während sich die Canon R3 schnittig duckt – stellt sich Nikon mit stolzem Haupt und markantem Sucher dagegen.
Das die Nikon Z9 ausgerechnet das rechte Oberdeck fast nur dem Display schenkt und das linke Oberdeck mit Rad und Tasten füllt, will mir nicht gefallen – ich hätte es umgekehrt, Info-Display links, vermutlich besser gefunden. Drei FN-Tasten sind vorne angeordnet – aber nicht so schön harmonisch wie bei den anderen Z-Kameras.
Die außen liegenden Elektronik-Buchsen oben rechts missfallen mir sehr. Die ganze Klaviatur auf der Rückseite will mir nicht zusagen, es liegt mir alles zu dicht beieinander.
Beim Hauptschalter um den Auslöser macht Nikon zum Glück keine Experimente – so muß es sein! Auch der runde Suchereinblick ist ja klassisch für Nikon’s Profi-Modelle. Die Gutaufhängung ist wie Erwarten ein Grauen.

Katerfrühstück zur Nikon Z9:
Ich erkenne an, das dass Nikon-Technik-Team sehr hart uns intensiv gearbeitet hat und etwas anderes im Sinn hatte als alle bisherigen spiegelfreien Vollformat-Kameras. Autofokus und die Fähigkeiten des Sensors und Prozessors lassen sich noch nicht wirklich beurteilen, da werden vermutlich auch weniger gut gelöste Kompromisse zu Tage treten. Aber die innovative Idee, so lange zu warten, bis man auf den Mechanischen Verschluss ganz verzichten kann und gleichzeitig den Sensor besser vor Staub und Schmutz zu schützen, die verdient meinen großen Respekt. Denn damit stehen Zeiten bis 1/32.000 Sekunde und 1/200 Blitzsynchronzeit zur Verfügung – der Rolling Shutter sollte damit Geschichte sein und das Warten auf einen Global-Sensor (der komplett auf einmal ausgelesen wird, ist damit auch kein Thema mehr. Allerdings können nur maximal 900 Sekunden = 15 Minuten belichtet werden.
Nur zwei Dinge töten bei mir sofort jedes “haben-müssen-Gefühl” und schränken die Aussicht auf noch mehr tolle, scharfe und fröhlich entstandene Fotos ein:
Es gibt noch kein Objektiv das mich zu kaufen reizt, keins was wirklich besser, weiter Gedacht wäre – nur scharf reicht mir eben nicht!
Und die Kamera müßte so aussehen oder bald so als Z9s (short) erscheinen: (maximal 900g)
denn das hohe Gewicht von knapp 1.400 Kilo stört doch in Wahrheit nur den nicht, der die Kamera permanent auf dem Stativ nutzt und nur kurze Wege zum Motiv hat. Für alle anderen ist es ein Bleibarren in einer noch größeren Fototasche… und die Objektive sind ja schon oft deutlich länger als die Mitbewerber – diese Bauweise stört mich auch.
Dann erst kommt der Punkt, das mir die Bedienung/Haptik nicht wirklich zusagt – aber daran kann ich mich gewöhnen, so wie an Sony zuvor.
Ohne rosarote Markenbrille betrachtet, sind da noch viele Fragezeichen.
Nikon hatte aber Zeit die Kamera mit Berufsfotografen auszuprobieren und Probleme zu beseitigen.
Aber keine Kamera ist für alles gleich gut geeignet. Wenn ich unauffällig und schnell auf Reisen fotografieren will, nehme ich sicher keine Nikon und eine Z9 doppelt nicht.
Wenn ich viel im Nahbereich arbeiten will, scheint mir Canon allen weit voraus, mit Festbrennweiten, einem Macro und Zooms.
Zum Filmen würden mir fast ein Dutzend geeignetere Kameras einfallen.
Im Supertelebereich ist Nikon bisher nur adaptiert vertreten. Und es muss sich zeigen, was die Motoren in neuen Nikon-Objektiven leisten. Scharf kann heute jeder. Ich sehe da bisher keinen irgendwie sichtbaren Vorteil von Z-Nikkoren, im Gegenteil gibt aus meiner Erfahrung Sony bei fast allen aufwendigen Objektiven den Ton an und Canon hat Exoten, die sonst für kein Bajonett zur Verfügung stehen.
Canon ist mit der R3 zu kurz gesprungen und hat mit der R5 Unruhe bei Filmern gestiftet und meine ist zum zweiten Mal unverschuldet defekt. Also die nächste R muß mal sitzen und damit meine ich nicht die R1!
Sony hat vor der 7RIV und 9II viel experimentiert und überzeugt erst in der jüngeren Zeit bei den Kameras.
Also Nikon muss sich erst mal beweisen, bisher ist alles nur Gerede.
Wie lange hält der Akku, wie hoch fällt der Stromverbrauch aus?
Bewährt sich dieser seltsame Klappdeckelmonitor?
Ist diese zusammengeballte Tastenanordnung praktisch?
Hat Nikon bei schnellen Serien endlich den AF auf Konkurrenzniveau?
Bleibt der Staub draußen auch bei den Objektiven?
Zu den 6000€ kommen qualifizierte Speicherkarten hinzu. Die sind so teuer, das man sie schwerlich als Einmal-Speicher verwenden kann.
Wird Nikon endlich wieder guten Support bieten können?
Wann wird Nikon auch mal tatsächlich etwas liefern können?
Also vielleicht gelingt Nikon hier ein guter Wurf und sie sind bald wieder häufig in der Natur und bei Presse-, Sport, und Events gut vertreten. Ich wünsche es Nikon sehr.
Aber mich bekommen sie erst mit einer Z900 (D500), die das meiste ausser dem Gewicht auf einen Sensor im Halbformat überträgt – dann haben sie mich sofort – sobald 100-400 mm, 200-600 mm und 2.8/400 mm lieferbar sind (wenn die mit Sony mithalten!).
Aber insgesamt kam in diesem Profi-Kamera-Jahr weder eine R3, noch eine Z9 für mich in Frage und die A1 behauptet ihre Sieger-Position.


Diesmal mit Beleuchtung… 

Sie hat also definitiv den Staub-Schutz-Verschluß! Das ist wirklich wichtig!

Viele Kanten gemischt mit Rundungen – sehr seltsames Design – irgendwie nicht aus einem Guss. Es sieht alles klein und weniger griffig aus. Die Sony hat für mich mehr Logik und die Canon hat mehr kluges Design und Kontour!

Zum Vergleich:

Objektive kommen auch:

Z 2.8/400 mm ED VR S xTC14 mit eingebautem 1.4x Konverter.
Für Viele sicher eine Überraschung, aber irgendwo mußte Nikon ja mal innovativ werden und aus dem nachteiligen Vergleich mit Sony und Canon heraus kommen.
Außerdem wird an 4.0/600 MM UND 5.6/800 mm Supertele gearbeitet, MÖGLICHERWEISE EBENFALLS MIT 1.4X EINGEBAUT.
Mir scheint das nur zu kurz gesprungen, ein 1.7X TC hätte mir viel mehr zugesagt.
Gewichte verrät Nikon noch nicht und auch genaue Erscheinungsdaten gibt es nicht.
Ich fürchte es wird mindestens 3,4 Kilo schwer und Nikon-Fans warten noch 1-2 Jahre darauf, während wir schon seit fast 3 Jahren mit neuesten Leichtgewichten fotografieren.

Z 4.5-5.6/100-400 mm S & Z4.0/24-120 mm S

Nikon wollte sich hier offensichtlich endlich mal Mühe geben  bei den Daten  mitzuhalten:
Auch beim Preis: 3000€ – so teuer wie Canon’s 100-500 mm.
Gewicht: 1460g (Canon 1530g- Sony 1400g) jeweils mit Sattivfuß
Länge: noch geheim
Durchmesser: 77 für Filter
Abbildungsmaßstab: 1:2.6 aus rund 1,0m Entfernung ab Sensor
– was aber nervt ist wieder eine fließende Nahgrenze von 100-400 mm!
Konvertertauglich!

Nikon folgt hier seiner Tradition und bietet immerhin 15 mm mehr Brennweite: 4.0/24-120 mm S
Preis: 1250€ – so teuer wie Canon’s 100-500 mm.
Gewicht: 650g geschätzt
Länge: noch geheim
Durchmesser: 77 mm Filter
Abbildungsmaßstab: 1:2.6 aus 0,35 bis…
– was aber nervt ist wieder eine fließende Nahgrenze von 24-120 mm!

Nikon bringt einen neuen FTZII Adapter mit Abdichtungen und anders geformt, damit er nicht mit dem Griff der Z9 kollidiert.

NOCH IN ARBEIT:
NIKON Z9 LICHT:

+ 45 MP
+ kein Rolling Shutter
+ elektronischer Verschluss bis 1/32.000 sec und 1/250 Blitzsync oder 1/8000 Ultrakurzzeit-Blitz

+ voll beweglicher 3″ Monitor – endlich mit kompletter Berührungs-Unterstützung
+ Nikon ist endlich mal konsequent, lässt mechanischen Verschluss weg
+ bis 1000 Bilder in Serie auch mit RAW Speicher – nur mit CFE B Karten 
+ Sucher mit 120x/Sec Abtastung und 3.7 Millionen Bildpunkten
+ rund 30 BpS in JPEG und 20 BpS in RAW (bis 60 und sogar 120 BpS)

+ neue Auto-Area- AF-Verfolgung erkennt automatisch Haustiere, Vögel, Autos, Züge, Flugzeuge, Motorräder, Fahrräder & Menschen
+ noch einmal deutlich gesteigerte AF-Performance
+ Menschen-Augenerkennung schneller und angeblich sicherer als Mitbewerber
+ 120 BpS bei 11 MP – oder 60 BpS – aber AF im Objektiv schafft das nicht bei Bewegung
+ Hauptschalter wo er hin muss!
+ 64-50.000 ISO (32 bis 100.000 ISO gepusht)
+ IBIS bis 6 Stufen und Mitziehen & automatisch festgestellt beim Transport
+ schnellster interner Speicher, Bedienung der Kamera jederzeit möglich!
+ Menü mit großem Speicher um die wichtigsten Funktionen schnell zu finden
+ 100-50.000 ISO (gepusht 50-200.000)
+ IBIS 5.5 Stufen – bei 45 MP
+ Lichtempfindlich bis -6.5 EV
+ 19 MP bei Faktor 1.5x

+ Alle AF-Varianten endlich auch für Video!
+ 4K 60P und Auslesung 120 BpS 
+ Autofokus & Belichtung werden 120 mal pro SEKUNDE ausgelesen und angepasst!
+ neueste USB und schnellste Verbindung 
+ für manchen vielleicht immer noch spannend: unkomprimiertes, verlustfreies RAW
+ hellster Sucher aller Kameras
+ keine Überhitzung bei 4K und 8K, 2 Std Filmen ist möglich
+ Ton-Ausgang
+ endlich auch mit Staubschutzverschluß beim Objektivwechsel
+ dauerhafte Bluetooth-Verbindung möglich Live-Streaming (
Stromverbrauch?!)
+ 2 Schächte 2x CFE B u SD kombiniert


NIKON Z9 SCHATTEN:

– für Nikon fast ein Kampfpreis: 6000€
– 1340g ist viel zu schwer!
– Sucher nur 3.6 MP
– Sucherbild nur 60x p/S erneuert

– Augenerkennung (Real-Time-Eye-AF) nicht zuverlässig genug bei Tieren
– Zuverlässigkeit der Motivverfolgung nicht gut (Version 4.01)
– hohe Detailverluste ab 6400 ISO, erhöhter Kontrast und Bildrauschen
– schwacher Weißabgleich, starke Schwankungen bei Serien

– rötliche Farbgewichtung
– bis zu ¼ höherer Stromverbrauch ?
– Monitor wieder nur mit 1 MP Auflösung bei 3″ (wegen Stromverbrauch)
– keine HEIF-Dateien u Heif-Umwandlung in der Kamera möglich
– keine schnellen RAW Bildserien möglich
– keine bessere Gutaufhängung – 4 Punkte werden gebraucht!

– Monitor und Kamera an der Gutaufhängung sind kratzgefährdet, müssen geschützt werden
– Faktor 2.0 fehlt sträflich

– kein höher auflösender Monitor! Kein Gelenk unten an der Kamera!

 

Einige Fragen habe ich da noch:
Wie schnell klappt das Staub-Schutzschild herunter?
Hat der Sensor Verluste durch seine Mehrfach-Beschichtung?
Wie verhält sich Bildrauschen bei 20.000 ISO und darüber hinaus?
Gibt es ein Sucherproblem mit nur 60 Abtretungen p Sekunde?

 

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21. Oktober 2021
Noch ne Sony: 7IV – diesmal für alle

Sieht für mich wieder schrecklich unausgewogen aus, Schwachpunkte bleiben: Gutaufhängung,
kurze Kamera, kratzempfindlich

Jetzt muss ich mir, als Sony Fotokamera-Nutzer der ersten Stunde, Gedanken zur neuen 7IV machen und mir Internet-Präsentationen reinziehen.
Was mich kaum wirklich fesselt.
Wenn ich schon von der weiteren Preiserhöhung und der, auf den ersten Blick inkonsequenten, krummen, 33 MP Auflösung ausgehe…  auf der Haben-Seite endlich den vollbeweglichen Monitor – daran sieht man deutlich, dass der Kundenschwerpunkt jetzt auf Video-Nutzer zeigt.
Die “letzten” Fotografen bringen offensichtlich kein Geld mehr und scheinen die ganzen Verbesserungen der letzten 4 Jahre zu wenig zu würdigen zu wissen. Das wäre sehr schade. Aber Video-Profi kann jetzt jeder werden, wenn er denn nur die teure Kamera mit System kauft, das zu Video ganz maßgeblich der Ton, Musik, Dramaturgie, Stativ- und Zoom-Beherrschung, Farbe- und Zeit-Management um nur einige wichtige Punkte zu nennen. Aber alle zeigen ja ihre Fratze ohne Ahnung vom Filmen in YT und denen, die im Handy unterwegs schauen, scheint das prima zu gefallen.
Es hat sich vor allem bei Sony technisch wirklich viel getan, so dass jede neue Sony-Kamera weitaus spannender ist, als alles was Canon, Nikon, Panasonic und Co. so vorstellen können. Allerdings kommen nächste Woche schon neue Kameras von Nikon, Panasonic und OMDigital Solutions – also Z9, GH6, M1Pro – vielleicht ja doch noch spannend…

Also später mehr – vorab finde ich sie zu teuer und nicht hochauflösend genug!
Die ganze Technik ist immer nur so gut wie ihre schwächste Stelle…
Weil sie praktisch nicht lautlos (elektronischer Verschluß) für schnelle Bewegungen (der Kamera) brauchbar ist – kommt sie für meine Fotografie nicht in Frage weil ich Motiven häufig folge.
Es ist ja schön, dass sie jetzt endlich auch schnellen AF für Video sicher stellt, den voll beweglichen Monitor und andere Nettigkeiten hat – aber den Hauptzweck verfehlt sie für meine Motive.
Und genau durch diesen Mangel ist sie mit 2800€ aus meiner Anwendersicht gut 800€ zu teuer und auch als Zweitkamera kommt sie allenfalls für ruhige Fotos/Videos in Frage.
Also gerade einmal beyond basic… also ein bischen besser, als eine Anfängerkamera, könnte man auch sagen.
Und das technische Hauptproblem, was alle Sony-Kameras vor der A9II und A1 (die von Canon, Nikon, Pana auch!) haben: Nicht wirklich geeignet für schnell bewegte Motive – allenfalls mit herkömmlichen, mechanischem Verschluss! Damit fällt die 7IV bei mir komplett durch.
Wie erwartet ist eine gebrauchte A9II in jedem Falle vor zu ziehen und wer den Schwerpunkt auf Landschaften, Macros und höchste Auflösung setzt, ist mit der 7RIV besser bedient, von der teuren A1 ganz abgesehen.
Warum hat Sony nicht die Video-Einstellungen auf die linke, nackte Schulter positioniert? Rechts total überladen und links tote Kamera.
Die Canon R6, Nikon Z6 und Panasonic S1 sind die einzige, direkte Konkurrenz. Die R6 ist mit 2650€ schon viel zu teuer eingestiegen, sie war maximal 2000€ wert und jetzt wird sie links und rechts technisch von Sony überholt und rasiert – aber zum noch mal gesteigerten Preis. Ich habe schon die wirtschaftsfreundlichen Gutmenschen-Stimmen gehört, die sagten, es wird ja alles viel teurer und die Lieferketten sind kaputt, also klar das neue Kameras jetzt noch einmal deutlich mehr kosten und das geht ok. Dem kann ich gar nicht zustimmen.
Zu den 33 MP – es wird schwierig sein den Unterschied zu 24 MP im Bild tatsächlich heraus zu arbeiten, wenn überhaupt.
Trotzdem viele kleine Neuigkeiten…

Sony 7IV LICHT:

+ bewährter Akku mit viel Power
+ voll beweglicher 3″ Monitor – endlich mit kompletter Berührungs-Unterstützung
+ Video-Taste endlich auf dem Oberdeck
+ bis 830 Bilder in Serie auch mit RAW Speicher (nur mit CFEA) ?
+ Sucher mit 120xSec Abtastung und 3.7 Millionen Bildpunkten
+ Brennweiten (breathing) Ausgleich beim Zoom

+ beste AF-Verfolgung (oft deutlich höhere Trefferquote als R5, Z6, S1)
+ noch einmal deutlich gesteigerte AF-Performance bei 92% der Bildfläche zur A7III
+ endlich jederzeit – ohne Umschalten am Objektiv – manueller Fokus mit
+ Hauptschalter wo er hin muss!

+ schnellster interner Speicher, Bedienung der Kamera jederzeit möglich!
+ bester Handgriff, könnte aber für den kleinen Finger etwas mehr Länge bieten
+ neues Menü mit großem Speicher um die wichtigsten Funktionen schnell zu finden
+ 100-50.000 ISO (gepusht 50-200.000)
+ IBIS 5.5 Stufen – bei 33 MP
+ 15 MP bei Faktor 1.5x

+ 30% schnellerer Autofokus – Eye AF als A7III
+ Alle AF-Varianten endlich auch für Video!

+ 4K 30P und 4K 60P (nur mit 1.5x) und Auslesung 120 BpS 
+ verbesserter Weissabgleich und weiter verbesserte Farbspeicherung
+ Autofokus & Belichtung werden 120 mal pro SEKUNDE ausgelesen und angepasst!
+ Real-Time-Eye-AF speziell für Vögel
+ neueste USB und schnellste Verbindung – doppelt so schnell wie A7III
+ für manchen vielleicht immer noch spannend: unkomprimiertes, verlustfreies RAW
+ gleicher FTZ100 Akku
+ gleicher Hochformat-Akku-Griff wie A9II, A1 und 7SIII!
+ HEIF-Datei-System ist endlich an Bord
+ keine Überhitzung bei 4K, 1 Std Filmen ist möglich
+ Verbindung zu eigenen High-End Smartphones!
+ neuer Blitz-Anschluß mit digitalem Blitz & Ton-Ausgang
+ endlich auch mit Staubschutzverschluß beim Objektivwechsel
+ dauerhafte Bluetooth-Verbindung möglich Live-Streaming (
Stromverbrauch?!)
+ 2 Schächte 1x SD und einmal CFE A u SD kombiniert

Sony 7IV SCHATTEN:

– hoher Preis 2800€
– Auflösungs-Steigerung inkonsequent (42 MP hätten es sein dürfen)
– Sensor Auslesung eher langsam (A1 = 17x schneller) – heftige RollingShutter zu erwarten

– leider  “nur” 10 BpS – nur rd. 5BpS mit RAW!
– trotz 33 MP kein echter Schärfengewinn gegenüber 24 MP
– nur bis -4EV Lichtempfindlichkeit
– bis zu ¼ höherer Stromverbrauch als 7III
– Monitor wieder nur mit 1 MP Auflösung bei 3″ (wegen Stromverbrauch)
– keine HEIF-Umwandlung in der Kamera in JPEG möglich
– Keine schnelle C-RAW Bildserien möglich
– keine bessere Gutaufhängung – 4 Punkte werden gebraucht!

– zwischen Griff und Bajonett ist weiter zu wenig Platz, die Kamera ist nicht ausgewachsen
– Monitor und Kamera an der Gutaufhängung sind kratzgefährdet, müssen geschützt werden
– Faktor 2.0 fehlt sträflich

– Sucher wirkt etwas unruhiger als gewohnt
– Datei-Management nicht optimal 

– 3 Augen-AF-Arten, Mensch, Tier, Vogel – das scheint mir nervig, sollte AI selbst erkennen
– kein höher auflösender Monitor! Kein Gelenk unten an der Kamera!

Einige Überarbeiten wünsche ich mir dringend auch für die A1 und A9II.
Den beweglichen Monitor wird es nicht geben und auch die neue, endlich realisierte Berührungsfunktion und der neue USB-Anschluß werden sich erst in der nächsten Kamerageneration finden können.
Aber der AF für Video, die elektronische Beseitigung des Breathing-Brennweitenverlusts sind sehr wichtig für die vorhandenen Kameras.
Auch bei dieser Kamera-Neuheit gilt wieder, der Einstiegspreis ist viel zu hoch. Sie gibt den Filmen mehr als den Fotografen, stellt aber beide nicht wirklich zufrieden, der Abstand zu 7R, 9 und 1 bleibt riesig. Sie ist trotz des hohen Preises neben der 7C (mit kleinem, linken Sucher auch nicht wirklich preiswert – 1800€) die Basiskamera beim Sony Vollformat.

SONY Vollformat: 6 aktuelle Kameras
Sony Alpha 7C – 1.800€ – Schwerpunkt: VIDEO
Sony Alpha 7IV – 2.800€ – Schwerpunkt: VIDEO
Sony Alpha 7RIV – 3800€ – Schwerpunkt: PHOTO
Sony Alpha 7SIII – 4,200€ – Schwerpunkt: VIDEO
Sony Alpha 9II – 5.400€ – Schwerpunkt: PHOTO
Sony Alpha 1 – 7.300 – Schwerpunkt: PHOTO

Ich würde die 7IV nicht unbedingt dem passionierten Fotografen empfehlen. Er ist mit A9II, A7RIV, (A9, A7RIII),  weit besser bedient.
Die nächsten Entwicklungsschritte 2022-2024 dürften eine Sony Alpha 5, gefolgt von Sony Alpha 7RV und dann eventuell 9III sein.

Sony Objektiv-Entwicklung?
Ich weiß leider nicht wohin Sony steuert, denn Allen ist klar, dass auch 2.8/300 mm, 4.0/500 mm und 4.0/100-400 mm gefordert und gebraucht werden und das LEICHTIGKEIT immer stärker zur Joker-Karte wird. Sony hat aber die letzten Jahre erfolgreich den WW und SWW Objektiven entwickelt und ist da technisch Marktführer und jetzt mit dem 70-200 mm sind sie schon an der Erneuerung – 24-70 mm wird folgen und wohl auch ein neues Macro. Man will da Canon keinen Vorsprung lassen.
Auch noch lichtstärkere Zooms mit f:2.0 sind wohl in der Entwicklung.
Doch wann es wie mit den Super-Teles weitergeht, kann außerhalb Sony-Japan keiner sagen.
Ich sehe aber an der Preisentwicklung auch der neuen 7IV – das es immer weiter in Richtung Hochpreis und noch kleinere Mengen geht, eine sehr unschöne Entwicklung, besonders für die Fotografie. Und nur noch fotografische Geräte zu entwickeln ist praktisch schon unrentabel – alles muss Videotauglich sein, um noch neue Käufer anzulocken. Leider ist hier Sony Vorreiter, weil sie gerade die jungen, neuen, bildschaffenden Kreativen wollen.

 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

20. Oktober 2021
Kino, Filme und Kultur

Filme, Serien und Bücher

Verpasst man etwas im Leben, wenn man sich nicht die besten Serien in Netflix, Prime und Co ansieht? Die tollsten Geschichten?
Nein. Die schönsten und spannendsten Ereignisse laufen jede Minute in der Natur, man braucht nur geduldig etwas länger hinzusehen.
Und dann bekommt man sein Hirn auch nicht mit diesem miesen US-Kaugummi verklebt. Ich habe es immer wieder einmal probiert, da ich sehr gerne Kinofilme schaue und auch gefallen an Serien finde. Doch was heute da mit gewaltigem Stromverbrauch permanent zur Verfügung gestellt wird, ist einfach meistens nur „Dreck“, wie es mein Vater immer ausdrückte, wenn er drastisch wurde.
Fast alles kennt man sofort und es lohnt sich kaum jemals mehr als 2-3 Folgen zu schauen. Das war früher bei den Serien, begonnen „Mit Schirm, Charme und Melone“ bis hin zu „Kommissar Beck“ komplett anders – alles abgeschlossene Fälle und trotzdem wurden die Figuren weiter entwickelt. Heute ist alles nur Zeitlupe, alle Kulturen  und Glaubensrichtungen werden in einen Shaker geworfen, geschüttelt und kommen zusammengerüht wieder hinaus und das soll dann unterhalten. Und dann die politischen Absichten dahinter und permanent die moralische Faust – sorry, nicht mein Weltbild.
(Unter mir lebten lange Menschen aus West-Afrika, 5 Personen auf 80 qm und oft 5-10 weitere Menschen zu Besuch und die Gerüche nach jedem Kochen ein Alptraum, von der Lautstärke und der Art des Umgangs ganz zu schweigen und die dachten sicher dasselbe über mich. Deshalb bin ich für eine Trennung, ich mag nicht mit solchen Menschen zusammen leben und die auch nicht mit mir. Wer das kann, bitte, aber ich möchte nicht dazu gezwungen sein. Menschen sind alle verschieden und dann geprägt durch Umstände, Kultur, Religion etc. Das wird immer unvereinbar bleiben, man kann das akzeptieren, vielleicht sogar tolerieren, aber Leben muß man auf begrenztem Raum nicht zusammen. Ich finde, was bei die unzähligen Diskusionen über rechts und links, über Hautfarben, Religionen und Kulturen immer unterschlagen wird, der eine will genauso wenig mit dem anderen zusammen leben wie umgekehrt! Nur wer sich perfekt anpassen (integrieren) kann, wird ein gutes Leben haben. Wenn das aber staatlich verordnet wird, sind die Explosionen vorhersehbar. Die USA waren nie ein Schmelztiegel, wie sich heute deutlich zeigt. Und natürlich gibt es tolerantere Menschen als mich, die alles toll finden – sollen sie.)

Es nützen der beste Story-Entwurf und die besten Schauspieler nichts, wenn die Handlung wie ein Kaugummi zerdehnt wird. Wohl anscheinend um uns ruhig zu stellen, uns fett am Sitzmöbel oder gar, wie es heute längst normal ist, im Bett, festzukleben. Selbst wenn ich krank bin, schaue ich kein TV vom Bett aus, allenfalls in Hotels mal notgedrungen, aber die jüngeren Menschen werden schnell merken wohin das führt, zu toter Hose, dickem Hintern und Herzschmerzen.

Filme und Serien können und sollten nur ein Zeitvertreib für ab und zu sein, wenn nichts besseres zu tun ist, alles gesagt ist und sich scheinbar nichts neues im Leben bewegt.
Das gilt genauso und noch mehr für YouTube-Videos – nur das da so gut wie nie, echte Filmprofis am Werke sind und man einfach nur endlos lange mit Meinungen zugelabbert wird.
Auch die Verfechter des Lesens kann ich nicht wirklich verstehen, sicher regt Lesen Gehirn und Fantasie an und es gibt sicher immer wieder Bücher, die das Leben und die eigenen Erkenntnisse sehr bereichern. Trotzdem gibt es viel zu viele Bücher jeden Monat und kaum ein Juvel ist dabei und fast alles wurde schon zuvor erdacht und niedergeschrieben.

Ich bin NATÜRLICH kein Freund der Globalisierung, die ich seit 30 Jahren kritisch verfolge, wir leben längst in Zuständen wie im Film “Blade Runner”, wo einige dutzend globale Konzerne uns weltweit lenken und auspressen. Das ist unübersehbar. Sicher hat bisher der Westen die restliche Welt ausgeplündert und heute vernichtet die Nordhalbkugel mit ihrem gnadenlosen Verbrauch und Konsum die Südhalbkugel, aber ein Hauptproblem bei allem, auch bei der Kultur und dem Zusammenleben bleibt die grauenhafte Vermehrung der Menschen. Die sind völlig aus den Fugen geraten und wir vernichten Tiere, Pflanzen und Erde so irrsinnig schnell und gründlich, dass man schon über lebensverlängernde Maßnahmen aller Alten und Kranken nachdenken könnte – aber das darf ja nicht gedacht, geschweige denn gesagt werden. Es ist fast schade, dass die Natur mit ihren Mitteln nicht härter und stringenter durchgreift um wieder ein sinnvolles Gleichgewicht herzustellen. Bald gilt auch diese Pandemie vielleicht als überstanden und dann?
Die Probleme werden sich weiter potenzieren, fürchte ich.

Alles ist Ablenkung, das eine Medium ist nicht besser als das andere.
Wenn ich draußen oder mit Kameras am Balkon die Tiere beobachte, erfahre ich immer etwas Neues, über eine Art, über Induvidien. Die Meisen kamen zuerst und waren begeistert von meinen Sonnenblumenkernen, seit ich gemischtes Futter ganzjährig anbiete, wie es führende Ornithologen hier empfehlen, kommt auch täglich mehrmals eine Spatzen-Gang, Tauben, Rotkelchen, Rotschwänzchen, Kleiber, Elstern und Krähen.
Die Großvögel und vor allem Tauben möchte sicher keiner auf seinem Balkon. Aber nach einem Jahr ist klar erkennbar, die Meisen sind die Gewinner, sie ist trotz buntem Gefieder, der aggressivste Vogel am Futternapf – die Spatzen können sich nur halten, weil sie eine Gang sind. Rotkelchen und Rotschwänchen kommen inzwischen nur noch ganz selten, sie scheinen mir klare Verlierer zu sein. Zwischendrin kommen immer einige Eichhörnchen, mal sehr scheue und auch sehr mutige, ihnen müssen alle Vögel weichen. Die Meise versucht als einzige immer an die Walnüsse zu komen, steht überlegend vor der Nussklappe und mit schräg gelegtem Köpfchen überlegt sie, wie sie da heran kommt, immer wieder. Und wenn ich mal halbierte Walnüsse auslege oder in den Kobel tue, ist sie als erste an den Nüssen beschäftigt.
Daher stellt sich die Frage, ob man mit der Ganzjahresfütterung der Vogelwelt insgesamt wirklich etwas Gutes tut oder nur Meisen und Spatzen durchbringt und alle anderen noch stärker zu Verlierern macht.

Man könnte natürlich auch eine Serie schauen – ich lege mir dann lieber am dunklen Abend einen Spielfilm ein oder gehe mal ins Kino.

Letztes Jahr habe ich nur TENET im Kino gesehen, ein anstrengender aber sehr tiefgründiger Film, über den das Nachdenken sehr lohnt.
Zuletzt habe ich Kaiserschmarrendrama (solche Filme schaue ich lieber zu Hause im TV), DUNE und 007-NO TIME TO DIE gesehen.

DUNE ist handwerklich und bildtechnisch hervorragend, hat aber das Problem, das wir fast alle die Geschichte kennen.
Da ich immer 007 – Fan war und mir Roger Moore in dem fantastischen MOONRAKER erst den Weg ins Kino geebnet hat – mußte ich den neuen Film natürlich sehen. Obwohl ich Daniel Craig weiterhin für eine katastrophale Fehlbesetzung halte, muß ich jetzt anerkennen, dass er im letzten Film aus seinen Darstellungsmöglichkeiten alles heraus geholt hat und fast schon amüsant sein konnte. Aber er ist weder Brosnan, noch Moore, noch Connery, nicht Dalton und nicht einmal Lazenby.
Der Film ist fast 3 Stunden lang, aber nie langweilig. Er hat die besten 15 Filmminuten aller 007 Filme – den Pre-Title in Matera – der ist wirklich grandios – besser kann es nicht mehr werden.
Hier ist alles drin, der Hitchcock Thrill, der gewaltige 007-Action-Film, die Love-Story, das Exotische – einfach perfekt. Alleine dafür lohnt sich schon der Weg ins Kino.
Danach wird Paloma so unglaublich von Ana de Armas gespielt – es ist ein Fehler diese Frau nicht auf der Leinwand zu erleben.
Dann geht es ins Eingemachte und es wird gestorben und es kommen für manche überraschende Elemente bis zum konsequentesten Ende aller 007-Filme – was diesen Film dann doch wieder zu einem besonders starken Beitrag der Reihe macht, was ich so von den beiden letzen Sam Mendes-Filmen nicht uneingeschränkt sagen kann.
Im Gegensatz zu den meisten anderen fand ich Quatum of Solance einen hervorragend schnellen Rächer-Film, Skyfall war nur bis zu ⅔ des Films genießbar, weil die Theatralik um M einfach unerträglich war und in SPECTRE war Blofeld einfach so lächerlich geworden, dass er den ganzen Film runterzog. Casino Royale steht für sich selbst und ist abgesehen vom Hauptdarsteller ein großartiger 007-Film. Quantum ist für mich der zweitstärkste Film der 5 teiligen Reihe und ob dann NO TIME TO DIE oder SPECTRE der bessere Film sind, wird sich erst zeigen, aber ich fürchte trotz starkem Beginn in Mexico und Rom bis nach dem Zugkampf in Marokko verliert Spectre das Rennen, trotz Dave Bautista als wohl bestem bösen Gehilfen aller 007 Filme. Denn alleine die ersten 20 Minuten vom neuen Film sind besser als alle anderen Filme zusammen.

Also wenn man sich an den bulligen Hauptdarsteller ohne Eleganz und Verve gewöhnt hat, sollte man sich den neuen Film sicherlich als das Highlight dieses Kinojahres auf der großen Leinwand ansehen.
Am besten auch in englisch, weil der deutsche Synchronsprecher passt irgendwie gar nicht zum Hauptdarsteller und zieht ihn noch weiter runter.

 

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