Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
umfangreichste und ausführlichste Test-Sammlung
aller Autofokus-OBJEKTIVE
im Internet – Weltweit! 383 Tests!
Alle Berichte auf Deutsch und für jeden verständlich –
Alle bedeutenden Autofokus-Objektive in der Praxis getestet und beschrieben – unabhängig
und nicht erzwungen wirtschaftlich korrekt; alle Berichte ständig erweitert und ergänzt –
nur hier ungekürzt und klar!
& persönliche Beratung für jedes System und alle Objektive!

 

22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

18. Februar 2021
Lieblings-Foto: Januar 2021

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

17. Februar 2021
Eisige Welt: Hohe Acht mit 45 MP

Die Hohe Acht ist mit 747 m plus Turm die höchste Erhebung in der Eifel. Hier entstanden in den vergangenen Tagen meine Fotos mit Canon R5 & 7.1/100-500 mm & 6.3/24-240 mm.
Ich bin kein ausgezeichneter Landschaftsfotograf geworden, da ich viel mehr an Unschärfen und Stimmungen interessiert bin, als an flachen Detailschärfe oder einer sehr ausgedehnten Schärfentiefe.
Schon bei meiner frühen Arbeit mit Hasselblad und mit meiner Linhof Großformatkamera suchte ich immer die Begrenzung der Schärfe. Auch wenn die Arbeit mit den Kameras eine wichtige Auseinandersetzung mit der Fotografie und eine große Freude war, so war schon damals ein 1.4/85 mm bei voller Lichtstärke mein liebstes Handwerkszeug und mein Pentax 2.8/20 mm oder mein Tokina 3.5/17 mm kamen allenfalls in US-Amerikanischen Großstädten und engen Schluchten zum Einsatz und auch dann selten bei f:16. Ich von viel stärker vom Teeblick fasziniert, als von ausgedehnter, absoluter Schärfe.
Winter-Erfahrungen:
Bei minus 15 Grad brachte ich hier die Canon R5 zum Schwitzen und schaute dem Akku zu wie er rasant seine Leistung verlor. Mit Canon-Kameras wie R5 besser mit mehreren Akkus oder Powerbank in die Kälte aufbrechen. Meine Sony Kameras halten bei Kälte gut doppelt so lange durch.
Die Bedienung mit dünnen Handschuhen und sogar mit gefütterten Lederhandschuhen gelang mit beiden Systemen sehr gut.
Bei Canon ist mehr Platz zwischen Griff und Bajonett und ich schätze es auch wenn sich dort programmierbare Tasten befinden – Canon hat zumindest eine, Nikon sogar zwei und Sony leider gar keine.
Bei Kälte nervt der Hauptschalter auf der falschen Seite im Canon-System ganz besonders, da ich wegen dem Akkuverbrauch die Kamera keinesfalls von selbst in den Stand-Bye lasse und auch nicht will, das sie selbstständig auslöst. Mit dem FV Programm stehe ich immer noch etwas auf Kriegsfuß, man muss immer genau auf die winzigen Symbole achten um zu wissen, welchen Wert man gerade verstellt. Auch das es keine spezielles Belichtungskorrektur-Rad gibt oder zumindest eine dafür gedachte +/- Taste ist auch oft umständlich, so muß ich immer den Auslöser antippen und dann kann ich erst mit dem rückseitigen Drehrad die Belichtung korrigieren. Es fällt mir auf, das bei Fotos mit viel Himmelsanteil Canon praktisch immer Korrekturen in den +-Bereich braucht und Sony seltener und weniger.

Bei der für mich optimalen EOS RF-Kamera sitzt vieles anders:
Die leicht angeraute Oberfläche gefällt mir grundsätzlich gut, auch bei heftiger Benutzung blättert da so schnell nichts ab und es verschmutzt auch nicht besonders.
Das Info-Display wandert nach links und macht Platz frei der rechts dringend gebraucht wird. Der Auslöser bekommt einen Ein-Aus-Schalter – so wie es einfach sein muss – alles andere ist grober Unfug!
Die Video-Taste ist rechts oben gut untergebracht, viel besser als bei Sony, vor meinem Auge. Ein plus/Minus-Rad habe ich durch Fuji und Sony wieder schätzen gelernt, auch bei Canon sollte es auf dem rechten Oberdeck platz finden. Was ich mit einer Lock-Taste soll, weiß ich nicht, die kann da weg und auch die Beleuchtungstaste kann nach links wandern, die M-FN Taste finde ich da vorne nicht optimal. AF-On und Sternchen-Taste habe ich sowieso umprogrammiert, da befinden sich bei mir die Bildserie und der 1.6x Bildausschnitt. Letzterer ist mir zu doof, nur weil Canon da Sonderwege gehen will, da sollten 2 Ausschnitte oder sogar drei verfügbar sein: 1.5x – 2.0x & 3.0x. Letzteren kann man bei 45 MP ruhig hinzu fügen.
Die breiten Gurtaufhängbügel sind aus dem frühen letzten Jahrhundert, da gehören 4 kleine Befestigungs-Punkte (2 oben und unten) an jedes Kameragehäuse!
Es ist fummelig mit Handschuhen den Akku zu wechseln, weil man den winzigen Schieber erst nach dem Xten Versuch entriegelt bekommt, der ist für Fingernägel gedacht.
Das Gelenk des Monitors an der linken Kameraseite wird immer ein Problem bleiben und die Anwender polarisieren. Grundsätzlich kann ich nicht auf den voll beweglichen Monitor verzichten – aber das Gelenk muß endlich bei allen Kameras an den Kameraboden – nur da sind seine Nachteile praktisch nicht vorhanden. Warum die Hersteller das so nicht wollen ist klar, die Bauweise der Kamera wird höher – doch für uns, die gerne viel fotografieren, wäre genau das optimal, die 6-8 mm mehr Höhe bringen gleichzeitig einen besseren, langgezogenen Griff!
Warum Canon keine Schutzkappe für den Blitzschuh mitliefert und der gesamte Anschluß, wie auch die Blitztechnik nicht endlich überarbeitet werden, verstehe ich nicht. Für mich gehört auch ein kleiner Steuerungs- und Aufhellblitz weiterhin in jede Kamera. Warum sind unsere Blitze meistens eckig und nicht rund? Und warum gibt es dafür keine Lösung an der linken Kameraseite?
Weil darüber noch nie ein Japaner nachgedacht hat!

Auch bei Sony gibt es Murks:
Der Akku hält lange, auch bei Eiseskälte.
Die eingesparten 5-8 mm in der Gesamtlänge der Gehäuse ist vor allem mit langen oder lichtstärkeren Brennweiten ärgerlich, denn die Finger finden nur beengt platz um den Griff, Tasten können da keine untergebracht werden und die Bajonett-Entriegelungstaste kann mit Handschuhen leicht versehentlich gedrückt werden. Sony setzt zwar konsequent auf rechtshändige Bedienung und keiner braucht, wie bei Canon, zwei Hände um die Kamera zu aktivieren oder das Objektiv zu lösen – aber da sollte eine Rastfunktion für die Bajonett-Taste her.
Insgesamt gefällt mir die sonstige Bedienung einer Alpha 9/1 deutlich besser als die von Canon, auch wenn der Kipp-Monitor nicht für’s Hochformat taugt, ein INFO-Display fehlt, die Video-Taste bescheuert neben dem Sucher sitzt, man die zweite Hand für verschiedene Funktionen braucht (Menü, C3, Serie & AF) die ich allerdings eher selten in Action verstelle – Sony Kameras stehen immer auf AF-C und Serie M oder Serie H – zumindest für bewegte Motive und Tele-Fotografie.
Die Alpha 7 Baureihe gefällt mir weit weniger als A9/A1 – weil der Platz links ungenutzt bleibt und die Kamera auch etwas albern unausgewogen aussieht.
Die Entriegelungen der drei Drehräder sind uneinheitlich, beim +/- Rad hat es Sony vorbildlich gelöst und so müssen auch die beiden anderen Räder gebremst oder freigegeben werden. Sony braucht keine Lock- und auch keine Beleuchtung-Taste, alles sieht aufgeräumt und logisch aus. Die GM-Objektive haben fast alle einen Blendenring, der richtig gefühlvoll einrastet, so ist es am besten.
Die Lösung von Canon & Nikon diesen Ring programmierbar zu gestalten ist nett, aber kaum zwingend.
Der Blitzschuh ist abgedeckt und moderner, die Ösen für die Gurte können auch hier kaum zufrieden stellen. Dinge wie Datenübertragung zwischen Kamera und Objektiv und ein “zu kleines Bajonett” scheinen mir bisher nur Werbe-Gequatsche ohne Substanz von Canon.
Der Sucher ist Canon noch einmal überlegen und bis auf den Klapp-Monitor, die Enge am Griff kann ich an einer Sony nichts entscheidendes zum Meckern finden. Autofokus, Belichtung, Weißabgleich und Schnelligkeit der Bildbetrachtung und Aufnahme erheben bisher jedes Sony Kameragehäuse über alle Konkurrenten. Bei CPU und Sucher führt Sony jede andere Kamera offensichtlich vor.
Auch die Speicherkarten-Lösung ist jetzt bei Sony weit besser als bei Canon, Nikon und Co.
Das die A1 auch keine 5-8 mm mehr Platz am Griff bekommen hat und kein Gelenk am Boden eingebaut wurde, ist trotzdem bitter – das hält mich davon ab, mir ein so teures Werkzeug zuzulegen.
Bei den Objektiven  (17x RF) halten mir Canon-Verfechter immer wieder gerne vor, dass Sony (34x FE) ja nicht in der Lage sei f:1.2 Objektive oder gar ein 2.0/28-70 mm zu konstruieren. Ich würde die dicken Klopper heute gar nicht mehr kaufen wollen! Und die AF-Geschwindigkeit und Präzision, wie auch die Bildkorrektur leiden bisher bei Festbrennweiten mit f:1.2. Anstatt eines langweilig, fetten Angeber-Trümmers 2.0/28-70 mm verwende ich lieber gleich 1.4/24 mm, 1.4/35 mm und 1.4/85 mm – 1.8 Kilo und doppelte Lichtstärke bei weit besserer Abbildungsleistung – gegen 1,43 Kilo mit 95 mm dickem Filterdurchmesser und langsameren AF.
Wenn es bei gleichen Abmessungen ein 2.0/24-80 mm wäre – würde ich auch für Canon votieren, aber so nicht.
2.8/24-70 mm GM, 2.8/70-200 mm GM, 1.4/50 mm Zeiss und 1.4/85 mm GM sind von 2016, die vergleichbaren Canon-Konstruktionen erschienen 3-4 Jahre zu spät und werden bei einem Zyklus von maximal 8 Jahren in spätestens 3 Jahren wieder von Sony kassiert sein. Der Erste am Start bleibt immer Sieger, solange er keinen Unfall baut oder sich keinen groben Fehler erlaubt, das haben wir 35 Jahre lang bei Canon vor Nikon erlebt.

Von NIKON fühle ich mich heftig ausgebremst – die Z7II ist jetzt eine sehr gute Kamera und für alle “normalen” fotografischen Motive ein leistungsfähiger und angenehmer Begleiter. Doch für alles was schnell gehen muß, fehlt Nikon eine Kamera. Nikon Z6II und Z5 wie Z50 sind mehr für Menschen, die in die Fotografie nicht viel Geld stecken wollen.
Die Nikkor-Objektive enttäuschen mich besonders, zwar sind sie teilweise weltmeisterlich scharf, aber sonst eben auch nichts – die ollen Brennweiten in größeren, längeren Gehäusen, ich sehe nicht was an einem manuellen 0,95/58 mm Noct so wegbereitend sein soll. Erst 13 Objektive, 2 Konverter und ein Adapter sind bisher verfügbar und auch kommende Micro-Nikkore und Tele-Zooms verheißen mir keine Innovation.
Das sind wirklich alles Objektive für Traditionalisten, die keine neuen Gedanken zulassen und die Fotos nur mit Schärfe erstellen wollen – scheint es.
Auch Panasonic ist mit seinen fetten Kameras und schlechten Suchern fehlgeleitet, das L-Bajonett schafft es zwar dank der sauteuren Leica und lichtschwächeren Sigma-Objektive auf immerhin 27 verschiedene Objektive, aber auch dabei ist kaum eines innovativ oder besonders herausragend.

Doch hier meine eiskalten Fotos:

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

11. Februar 2021
Unscharfe Super-Tele-Objektive

ERGÄNZT!
Sie wissen sicher, wo ein Super-Tele am wenigsten Auflösung & Schärfe zeigt… im kürzesten Einstellbereich bei offener Blende.
Da ich immer wieder Tests und Berichte lese
(zuletzt im Fotomagazin – 600 mm & 800 mm DO IS Canon = GUT – was ungefähr “beschissen” bedeutet, denn fast alle Objektive schneiden Sehr Gut und Super ab),
wie schlecht ein preiswertes, lichtschwaches Super-Tele sein muß – habe ich einmal den für mich kritischsten Test gemacht – Vögel bei kürzester Entfernungseinstellung mit 11/800 mm (6,00 m) durch dickes Fensterglas, hier sind die Ergebnisse (natürlich habe ich das JPEG mit Auto-Kontrast & Unscharf Maskieren 99 behandelt, wie jedes andere Foto auch):

Wer glaubt es geht noch hochauflösender und es noch schärfer braucht – bitte 13.000€ ausgeben und fortan mindestens 3,5 Kilo schleppen.
(und ja, die Ergebnisse sehen schlechter aus, wenn kein Licht auf dem Motiv ist – aber dann sollte man seine Kamera einpacken oder massiv am Kontrast und mit Filtern arbeiten!)
FotoMagazin – vielen Dank für dieses Fehl-Urteil – ihr habt keine Ahnung und das ist gut so! Je weniger das kaufen – umso besser.
(es ist kein Schönwetter-Objektiv und der Preis ist die Einstellung von 3200 ISO oder nicht selten auch 6400 und gar 12.800 ISO!)

Und alle, die Blende f:11 für verrückt halten, sollten mal die Schärfentiefe auf dem letzten Bildern beurteilen und mir sagen, wie sie aus kurzer Distanz mit einem f:5.6 oder f:8.0 Objektiv ein brauchbares Foto erzielen wollen…
Ich habe viele hundert Motive mit dem 11/800 mm erarbeitet. Keineswegs sind die Ergebnisse immer voll zufriedenstellend. Wenn Motive mehr als 40-50 m entfernt sind und kein brauchbares Fotolicht vorhanden ist, sind die Auflösung und Kontraste oft ernüchternd. Hier können 4.0/600 mm und 5.6/800 mm Super-Tele mehr Kontrast und auch etwas mehr Detail-Schärfe bieten – zum zehnfachen Preis.

In der Umkehrschlußfolgerung bedeutet dies jedoch NICHT, dass Supertele wie 2.8/400 mm, 4.0/600 mm (sowie alte Konstruktionen 4.0/500 mm, 5.6/800 mm) entbehrlich wären!
Sie werden jedoch kaum zum Freistellen verwendet (außer auf sehr große Distanzen), sondern um ein Motiv in der Ferne bei wenig Lichthoch in beeindruckender Weise abzulichten. Denn hier liegt genau der Schwachpunkt der allermeisten Zoom-Konstruktionen und der 11/600 mm und 11/800 mm Bauart! Anders als viele denken, sind das keine optimalen Fernobjektive.
Viele schwören auf ihr 4.0/600 mm und verwenden es auch kaum mit Konverter, weil sie die Mikroschärfe komplett sehen wollen und die zweitbeste AF-Performance (nach 2.8/400 mm) wollen.
Das ist eine Methode, die für Vogel- und Wildfotografen sehr gut funktioniert.
Für mich sind folgende Konstruktionen künftig am wichtigsten:
6.3/100-600 mm (oder auch 7.1/100-500 mm)
4.0/400 mm (oder 2.8/400 mm)
11/800 mm

Und hier der Erfahrungsschatz vom einem treuen Leser Alfred Schulte, der im Herbst den Sprung von Canon EOS 5DIV zur EOS R5 mit 11/800 mm gewagt hat:

LINK:   Canon Erfahrungen_R5-RF800 Alfred Schulte

 

Sehr gerne würde ich dazu Ihre Erfahrungen & Meinungen lesen…

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht