Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

26. Januar 2021
Fujifilm 2021 – Fotojahr 2016 & EX-Olympus

Hier darf man nichts mehr schreiben – Der G-Konzern sucht nach bestimmten Worten, die gewinnversprechend sind (wie bei mir hier  s c h m e r z h a f t, siehe jüngste Zeilen unten von mir) und sendet mir gleich entsprechenden Werbemüll aus der Hokus-Pokus-Abzocker-Ecke – wie weit wird die Menschheit noch sinken?
Man denkt zu gerne es geht nicht mehr schlimmer – ich würde immer noch jede Form von Werbung verbieten und bestrafen und abschalten, die ein Produkt schön färbt, verarscht, verdummt und Menschen offensichtlich belügt und austrickst – also beinahe alle Werbung!
Diese ganzen Auswüchse, mit Übertourismus, Reisen, Werbung, Konsum aus Langeweile, krankmachende Lebensmittel, Politiker die Tier-, Pflanzen- und aktuell auch verstärkt Menschen-Leben für ihren persönlichen Reichtum und ihr Machtstreben ausnutzen,  müssen vom Planeten in ein schwarzes Loch entsorgt und pulverisiert werden. Und warum sollen Superreiche die Macht haben, selbst wenn sie großzügig “spenden” (was sie vorher durch letztlich betrügerische Art o Verdummung erworben haben), zu entscheiden wofür Geld verwendet wird?

Aber mal etwas frisches: Die neue GFX wurde gezeigt, wer sich für noch größere Sensoren und Objektive und Dateien interessiert:

Bei weitem nicht mehr so klobig wie die GFX50S (09/2016) und nicht so reporter-albern wie die GFX50R (09/2018) und nicht so pro-verspielt wie die GFX100 (05/2019) sondern eher wie eine aufgeblasene X-H1. Also optisch sieht das nach dem ersten gelungenen Entwurf aus. Der Preis soll ja um 6000€ landen und etwas Bewegung in den High-End-Auflösungsbereich bringen.
Leider ist sie kaum tauglich für bewegte Motive und lange Brennweiten oder große Bildwinkel.
Sieht gut und erstmals klar aus, die neue FujiFilm GFX:

Der Hauptschalter wo er hin muss, ein richtiger Griff, Joystick für den AF, extra Umschalter zwischen Foto und Video (bravo!) – nur die Gurtaufhängungen sind weiterhin alter Mist.
Der Monitor muss voll beweglich sein… mal sehn.

 

Die Vorteile von GFX (Auflösung, Dynamik, Farben) sind für mich zu gering und werden mit erheblichen Nachteilen (AF, Langsamkeit, RAW-Abhängigkeit, neuester PC fällig, eingeschränkte Brennweiten, nie Tele-Tauglich) erkauft. Ganz gleich, wie klein Fuji die GFX und den Preis schrumpft, es bleibt immer ein kleines Nischensystem. Nur Nikon hätte mit Z-Bajonett die Chance groß (MF) raus zu kommen. Lassen wir uns überraschen mit was uns die Hersteller diese und die kommenden Wochen den Mund wässrig und den Griff zum Gelddepot erleichtern, wollen. Prognosen waren noch nie so schwierig wie heute, zumal das gesunde Überleben heute im Zentrum der Aufmerksamkeit steht und nicht neue Anschaffungen, mit denen doch „keiner“ Geld verdienen oder gar protzen kann. Es wird so schwer wie nie, uns etwas Neues zu verkaufen.
Trotz meiner Leidenschaft für die Alpha 9 – wäre ich eher bereit Geld für eine Halbformatkamera im Stil Alpha 7000 oder EOS R7 locker zu machen.

Dazu kommt mit 6 Jahren Verspätung endlich mal ein kompaktes 5.6/70-300 mm, für alle, denen das 100-400 mm viel zu groß ist.
Genaueres in einigen Tagen.

23. Januar 2021:
Ich bin genervt und es ist schmerzhaft – jede Untersuchung ein Alptraum.

Unsere Krankenhäuser sind überhaupt nicht koordiniert, da arbeitet nichts wirklich miteinander zusammen. Deutsche Digital-Steinzeit…
an Covid19 sollte man besser erst gar nicht denken, mir fallen da gleich ein halbes dutzend Risikofaktoren hier ein – also wer sich nicht permanent und sorgfältig mit einer FFP2 Maske schützt, ist verloren (wenn er auf jemanden mit Virus trifft).

Ich lese gerade Fotozeitschriften, Olympus wirbt für sein 150-400 mm:

Mit diesem schlechten Bild wird die ganze Misere klar, Olympus hat ein Top-Objektiv! Aber nur das und keine Kamera dafür- die X oder 1III sind ja technisch ein Witz dahinter – schwächster Sucher, schwacher AF, auch in der X!!!, schwacher Sensor…

sehr schade…

 

Fotojahr 2016

Ist jetzt praktisch 5 Jahre her – Zeit für die großen Fotoanbieter noch einmal richtig eine Schippe drauf zu legen.
2016 – Das war für mich das magische Fotojahr im Bezug auf neue Kameras und Objektive und zugleich das letzte große Photokina-Event:

Samsung NX1 Erschien schon 2015, blieb aber bis zur Kina 2016 unentdeckt.

Pentax K1

Olympus Pen-F

Olympus E-M1II

FujiFilm X-T2

Nikon D5

Nikon D500

Es war auch das Jahr der Objektive wie:

Olympus 4/12-100 mm PROIS

Nikon 1.4/105 mm ED

Nur Canon enttäuschte mit der zu teuren EOS 5DIV (mit weiterhin starrem Monitor und „Schätz-AF“ und der Eos 80D.
Und auch Sony, Panasonic und Leica setzten in dem Jahr praktisch aus und kamen erst 2017 mit ihren frischen Ideen.

Es war Nikon’s Jahr.
Die D500 lies alles hinter sich und die D5 lies Canon klobig und schwer im Schatten rattern. 
Schon 2015 war Nikon erwacht und hatte 5.6/200-500 mm und 4.0/300 mm PF in die Läden gebracht. Leider war Nikon danach bis heute schlecht beraten, nicht nur Z kam zu spät, die Nikon 1 Serie verbrannte viel Geld und auch die Nikon Action Cams waren viel zu spät und schnell vergessen. Und auch bei den Objektiven ruderte Nikon wild herum, ohne klare Linie. Und selbst jetzt gefällt mir die Z-Serie kaum. Sie sind alle schärfer und teilweise auch Canon und anderen überlegen, nur sind es kaum die Objektive und schon gar nicht die Preise, die der Markt sich wünscht.

Sony gab erst 2017 richtig Gas und die Alpha 9 habe ich, wie die allermeisten, anfangs unterschätzt und auch zu teuer eingestuft. Erst mit reichlich Praxis und einigen guten GM Objektiven wird der einzigartige Stellenwert der Alpha 9 und 9II klar. Dagegen ist weder von Canon, noch Nikon oder Panasonic bisher ein Kraut gewachsen.

In der letzten Januarwoche werden die neue Sony Alpha 9 und auch eine neu gedachte FujiFilm GFX Mittelformat-Kamera vorgestellt.

DPR macht seinen Zuschauern den Mund wässrig auf das 30 Jahre alte Canon EF 1.8/200 mm L.
Ich kann nur sagen, ich habe damit eine Weile fotografiert, genau wie mit den beiden anderen „Canon-Legenden“ 0,95/50 mm L und 1.2/85 mm L. Keines davon möchte ich heute mehr benutzen! Nicht nur hohe Gewichte, nicht mehr zu reparierende, langsame AF-Motoren und wenig praxistaugliches Handling halten mich davon ab, sondern besonders auch die starken Farbsäume. Warum die Fotografin nicht lieber mit dem 2.0/200 mm LIS aus freier Hand fotografiert oder auch mal das Nikon 2.0/200 mm oder sogar die viel praktischeren und trotzdem ähnlich spektakulär zeichnenden Nikon 1.4/105 mm ED und Sony 1.8/135 mm GM in Betracht zieht, kann ich nur durch Unerfahrenheit erklären. Ein 200 mm ist bei Portraits immer zu lang und wenn kann ich gleich ein 2.8/300 mm oder 400 mm nehmen. Bei 135 mm endet die Freude in der Menschenfotografie. Also besser nicht alten Kram ausbuddeln.

 

Veröffentlicht in News-Blitzlicht

19. Januar 2021
Leserbriefe: Sony Alpha 9X? – Canon oder Nikon?

Endlich mal Schnee! Auch hier kamen wieder die Canon R5 & Canon 7.1/100-500 mm zum Einsatz!

Weiterhin auffällig, das Auge wird sehr schnell gefunden und meistens richtig fokussiert.
Jedoch selbst in diesen Nahaufnahmen und dem Tier was sich kaum bewegt, außer rasant die Backenknochen, passiert immer wieder folgendes, die R5 verliert das Auge des Tieres, einfach so, oder weil Hörnchen es kurz zusammen kneift oder sich etwas dreht und sofort ist die perfekte Schärfe futsch. Dann sitzt trotz guter Schärfentiefe der Fokus plötzlich auf der Stirn oder sogar sonst irgendwo am Körper. Das bleibt in Bildserien über viele Sekunden so, bis entweder das Auge wieder erkannt wird, oder ich auf Augenerkennung drücke oder die Kamera leicht Richtung Auge verschwenke. Das geschieht auch unabhängig von der Beleuchtung, unabhängig von den ausgewählten AF-Feldern oder anderer Parametern.
Der Augen-AF ist eine Erleichterung, aber perfekt ist er noch längst nicht und eine Sony Alpha 9 bleibt weiterhin besser am Auge und erkennt Veränderungen schneller.
Perfektion ist eine Fantasie – nicht mehr!
Ich habe inzwischen eine CFE B 128 GB (220€ Sony, damit wenigstens etwas von Sony ist :-)) Karte für Canon angeschafft, sie kann nicht in XQD-Lesegeräten erkannt werden 🙁
– für schnellere Datenübertragung ist ein zusätzlicher Kartenleser unausweichlich, der kostet mindestens noch einmal rund 40€ (Rogitek) und kann nur CFE-B lesen 🙁

Hallo Harry,
hast Du schon Informationen wie die künftige Alpha 9x oder wie sie heißen mag technisch ausgestattet sein wird.
Das wäre dann ja die Supercombi mit der Alpha 9II. Eine 9er mit mehr Pixel, das würde ich mir schon wünschen.

Alles Gute und schöne Grüße aus Österreich, M.

Hallo M.
wenn ich das detailliert wüßte, ich dürfte vermutlich kein Wort darüber sagen.

Der Markt hat sich so entwickelt, dass Sony nicht mehr alleine an der technischen Spitze steht.
Die Canon R5 erweist sich als harte Nuss – denn Sonys 9II ist zwar viel schneller, hat den packenderen AF,
aber Auflösung, IBIS und Video sind unterlegen.
Und Sonys 7RIV hat zwar mehr Auflösung,
aber deutlich mehr Rolling Shutter und ist deutlich langsamer in Bildserien und schwächeren IBIS.
In so fern scheint vielen die R5 allroundtauglich – das ist ein Problem für Sony denn weder 9II noch 7R sind das.
Sony wird also alles was jüngst bei der 7SIII an Veränderungen eingesetzt wurde, auch an der neuen 9X einsetzen,
Neuer – bester Sucher, neue Speicher-Schächte, beweglicher Monitor.
Die Auflösung muß mit der R5 konkurrieren, also 45-50 MP haben, wobei 50 MP für 8K nicht passt.
Aber ich habe noch Zweifel, daß sie die 9II komplett ablöst in Sachen Geschwindigkeit, in so fern siehst du das vermutlich richtig, das die 9II durch eine 9x ergänzt wird.
Zumal Sony wohl nicht deutlich über 5000€ hinaus schießen kann –
man wird dazu Canon’s R1 abwarten.
Also ich bin gespannt ob die kommende A9 schon Sony’s „R1“ sein wird –
wenn die Olympiade stattfindet – was ich auch noch nicht sehe (für 2021) muss sie liefern, wenn nicht, ist sie wieder nur ein Versuchsballon um heraus zu finden, wie man 
mehr Kunden an sich binden kann.
Nikon ist in dem Rennen unterlegen, daher geht es nur noch um Sony oder Canon.
Meine persönliche Hoffnung ruht auf einer R7 bzw. A7000 – Schnelligkeit im Halbformat, da ich Vollformat zu selten brauche und die schnellere und „flüssigere“ Kamera mir immer wichtiger ist.
Guten Morgen, Harry.

Ich hoffe, du bist gesundheitlich wieder auf der Höhe. Ich gehe davon aus, dass du dich nicht unterkriegen lässt und es gibt eben im Leben eines jeden Menschen Höhen und Tiefen, aber ich denke, aus all den Erlebnissen können wir dennoch reifen und wachsen. Hinter jedem Gipfel in den Bergen gibt es Täler und hat man den nächsten Gipfel überwunden, erkennen wir, dass die nächste Gebirgskette folgt. Somit haben wir immer ein Ziel vor Augen und das gibt uns Kraft und Motivation und trägt uns im Leben.
In den nächsten 3-4 Monaten werde ich mich vermutlich zu einer Vollformatkamera entschließen, ich bin mir nur noch nicht schlüssig, ob Canon oder Nikon.
Ich habe ja für beide Systeme die wichtigsten Objektive, dennoch werde ich mir sicher auch Z-Objektive oder RF-Objektive zulegen. Bei meinen beiden Fotohändlern sind zwischenzeitlich beide Kameras erhältlich, durch Corona ist es jedoch nicht möglich, diese mal in die Hand zu nehmen oder für einen Tag aus zu leihen. Auf die derzeitigen Infos aus den Fotozeitschriften und den Internetforen verlasse ich mich nicht, dort wird meiner
Ansicht nach zu viel Quatsch verfasst und Bauchpinselei betrieben. Vielleicht kannst du mir noch Hilfestellung in meiner Entscheidung geben.

Liebe Grüße aus dem Schwabenland, H.

Hallo H.
ich bin noch am Erklimmen der Gebirgskette – dieser Tage zum ersten Mal ins Krankenhaus und dann Schritt für Schritt weiter.

Canon oder Nikon – wenn ich den führenden Elektrokonzern einmal außen vor lasse…
Keiner deckt alles ab, das kennen wir ja bereits und für mich war die Wahl unglaublich schwer, ob ich mich weiter auf mFT verlassen soll, die Entscheidung haben mir Olympus und jetzt auch Pana abgenommen – lieber nicht.
Fuji bleibt in seiner Nische. Das L-Bajonett noch schlimmer.
Du kannst dir sicher vorstellen, wie schwer es mir fiel mich letztlich für Canon und gegen Nikon zu entscheiden – wobei ich nie endgültige Entscheidungen fälle und die gibt es ja genau genommen auch gar nicht, außer vielleicht in der Zerstörung der Arten und der Welt.
Nikon folgt weitgehend dem Weg von Sony, was einerseits nicht dumm ist, aber andererseits offensichtliche Innovationen, wie Canon sie seit RF erstmals wieder voran treibt, fast ausschließt.
Bei Kamera und Messgenauigkeit bin ich weiter bei Nikon – aber beim Autofokus und den Objektiven keinesfalls und da beginnt das Problem. 
Wir sehen ja immer nur JETZT, weiter gedacht, wie sollen C&N ohne gewaltige Sprünge jemals zu Alpha aufschließen und Nikon macht da nur ein braves hinter her hopsen.
Auch die Speicherwahl war bei Nikon noch misslicher als bei Canon – die Zukunft kann und sollte erst einmal nur CFExpress A in Kombination mit SD-Schacht gehören.
Mit den adaptierten Objektiven zeigt sich schon jetzt, was ich im Voraus geschrieben habe, das ist nur mit ganz klammem Geldbeutel oder für sehr spezielle Objektivcharakteren interessant.
Keiner hält das lange durch, das war bei FT/mFT schon so, bei Alpha und wird jetzt auch bei RF und Z so sein – sobald erst mehr Objektive da sind und Sigma wie Tamron liefern, wird der Adapter bald uninteressant.
Deshalb sollten einem die neuen Z oder RF Objektive schon gefallen und über die gewünschten Brennweiten/Lichtstärken zu passenden Kosten verfügen.
Und da ist mir für viele wichtige Bereiche eben noch nur zu gut in Erinnerung, dass Nikon 5-10 Jahre später dran war, als Canon – nicht optisch schlechter, aber schwerer und die machbare, technische Leistung nicht geboten.
So wie sie jetzt wieder bei IBIS hinter her sind… und weiter auf Sony für Sensoren angewiesen sind.
Bei Canon RF – ich habe es ja zuletzt häufig geschrieben, wird viel Innovation geboten und Fehler von EF werden ausgemerzt (Reisezoom, schwache 50er, billigster Plastik etc).
In der Hand mag einem die Nikon Z vertrauter vorkommen und ich kann die Konstruktion der R5 gar nicht wirklich leiden – aber die Canon liefert die Technik, wo sich Nikon weiter schwer tut.
Und wenn dann vermutlich eine R7 im Halbformat mit weiterer neuer Technik (Auslöser etc.) kommt – wird Nikon noch stärker kämpfen müssen und die Zeichen durch die Verlagerung der gesamten Produktion nach Vietnam ist für Japan ein weit größerer Einschnitt, als wir uns hier denken.
Wer High-Speed schätzt und gerne mit Tele-Objektiven und modernster Technik arbeitet, ist bei Canon am zweitbesten ausgestattet, nach Alpha.
Es zeichnet sich aber ab, das die allermeisten, die bisher ihre Nikon schätzen, dies auch weiterhin tun werden und nur wenige zu Fuji oder gar Canon wechseln werden.
Und wer bisher das EOS System hatte, wird kaum zu Nikon wechseln. Es ist verrückt – aber so sind die Leute – VW/Audi gibt es ja auch weiterhin und Esso, Nestle, FB und andere „Gangsterkonzerne“ – der Mensch ist eingefahren, daher sehe ich auch beim besten Willen keine rosige Zukunft für die Menschen. Er wird nie frei sein, weil er sich selbst nie frei macht. Alles fließt…

Bei Nikon würde ich nur das 14-30 mm kaufen wollen – bei Canon habe ich schon 5 RF Objektive angeschafft, weil sie einfach überzeugt haben und abdecken was bei Sony noch nicht so vorhanden ist.
Bei Festbrennweiten bleibt aus meiner Sicht Sony bei weitem am überzeugendsten – nichts kann den Fotospaß heute so gut vermitteln wie ein GMaster Objektiv und inzwischen gibt es reichlich gebrauchte.
Nikon bleibt auch einfach zu teuer, wo Canon seine CPS-Kunden mit akzeptablen Rückvergütungen den Umstieg scheinbar etwas erleichtert.

So weit, was mir jetzt auf die Schnelle einfällt. Wenn Nikon eine schnelle Z500 hätte – sähe es ganz anders aus – abgesehen von den Objektiven.
Letztlich kommt es auf die Motive an und die gewünschten Objektive – wer ohnehin keine Objektive jenseits 400 mm braucht und sich am liebsten unter 50 mm aufhält, ist mit Nikon wohl weiter auf der guten und sicheren Seite.
 

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14. Januar 2021
Sony 1.4/35 mm GM

Nummer 34! Und Nummer 11 aller GM Objektive.
Leichter (525g), kürzer (9,6 cm), schöner und hochauflösender als alles was sonst als Reportage-Normal-Brennweite angeboten wird. Der Preis ist mit 1700€ mal wieder saftig aber gemessen an Canon, Nikon, Panasonic und Sigma nicht übertrieben. Mir gefallen die Sony Objektive und besonders die GM-Serie haptisch, funktional und in ihrer Zeichnung deutlich besser, als alles was Canon RF, Nikon Z und Panasonic L bisher vorgestellt haben.
Das war sicher Sonys Zielsetzung, man wollte sogar das Zeiss 1.4/35 mm und Leica Summilux schlagen und Canon 35 mm BR, sowie Sigma 1.2/35 mm ART, wie Tamron 1.4/35 mm SP sowieso. Wie ich Sony die letzten 4 Jahre einschätzen konnte, wird das auch hier wieder gelingen.
Besonders bemerkenswert scheinen mir die sehr kurze Sonnenblende – wenn sie trotzdem gut wirkt
und die aufwendige 11 Lamellen-Blendenkonstruktion und das bei Sony präferierte Bokeh.
Damit wären für mich Zeiss, Canon Sigma und Co aus dem Rennen. Was soll ich heute mit einem 1.2/35 mm Sigma, das 1,1 Kilo wiegt?
Sony untermauert damit seinen optischen Führungsanspruch, vor allem mit der GM-Serie sind sie derzeit konkurrenzlos:
24 mm – 35 mm – 85 mm – 100 mm – 135 mm – 400 mm – 600 mm – 12-24 mm

Noch toller wäre ein Abbildungsmaßstab 1:2 gewesen, 1:4.4 aus 27 cm Entfernung ab Sensor sind aber auch gut nutzbar.

Die Ansicht, Sony baut hier zu teure Objektive, die ja gar keinen IS/OSS haben wundert mich immer wieder…
denn was soll man bei lichtstarken Festbrennweiten mit zusätzlichem Glas=schlechtere optischer Korrektur, um so kurze Brennweiten zu stabilisieren?
Das übernimmt doch schon längst der interne IBIS (zugegeben, der könnte bei Sony noch effektiver sein).
Letztlich würde doch kaum jemand die schwächere optische Leistung einem IS stabilisiertem Objektiv vorziehen.
Nicht ganz umsonst verzichten Leica und Zeiss, wie auch Canon (bisher) schon sehr lange darauf.
Sony wollte vermutlich das optisch beste Resultat mit Autofokus vorlegen und damit Canon auf den zweiten Platz verweisen.
Die günstigen Alternativen stehen jedem frei und die nicht selten schlechten Erfahrungen damit, dann eben auch.
Je weniger Glasluftflächen, desto besser oder einfacher. Wo das einem selbst genügt muß jeder nach seinem Geldbeutel entscheiden. Klar ist aber auch, alle Objektive werden heute für 100-120 MP Auflösung entwickelt und nicht mehr für 24 MP! Und solche Objektive werden wohl aus Sonys Sicht nicht für Filmer mit höchsten Qualitätsansprüchen entwickelt – wenn überhaupt für Filmer, die damit herum rennen und keine Stative mehr kennen.
Es gibt nichts, was Menschen je entwickelt haben, das alle Zielgruppen und Ansprüche erfüllen kann, wird es auch niemals geben.
Das hier will vermutlich das beste 35er für Fotografen mit höchsten Ansprüchen bei wenig Licht sein. Nicht mehr und nicht weniger.
Die haben auch ein Stativ im Auto oder finden einen Stein oder anderes um die Kamera bei Nacht zu stabilisieren, wenn ich nicht irre.

Das ist jetzt der 2021 Jahresauftakt – ich fände es besser Sony würde mehrere Objektive gleichzeitig vorstellen oder eben jetzt jeden Monat ein Neues – denn anders als jetzt immer mehr Stimmen behaupten – fehlen bei Sony noch einige Objektive die ich gerne hätte.
Sony hat bisher 34 Objektive für spiegelfreies Vollformat und mit Sigma, Tamron und der China-Glas-Walze sind es inzwischen weit über hundert Objektive.
Trotzdem ist davon letztlich nur weniges empfehlenswert.

35 mm im Vergleich:
Das neueste Objektiv ist oft – nicht immer – das Beste. Das teuerste muß hingegen längst nicht das Beste sein.
Die Zeit spielt eine große Rolle, 5-6 Jahre zwischen den neuesten und bisherigen 35ern ist optisch eine sehr große Spanne.
Deshalb kann man sehen, dass ein Zeiss 1.4/35 mm – Sigma 1.4/35 mm ART – oder selbst den bisherigen Champion: Canon EF 1.4/35 mm L II eine gute Klasse schlechter einreihen -das betrifft sowohl die optische Leistungsfähigkeit, die ab 42 MP deutlich Federn lässt und bei 61 MP erst recht – als auch die automatische Fokussierung, die 2 Klassen schlechter und langsamer ist als beim neuen Sony 1.4/35 mm GM.
Wer es günstiger will und auf ½ Blende Licht verzichten kann bekommt mit 1.8/35 mm G das richtige, sehr gute Werkzeug.
Mir macht allerdings das Canon RF 1.8/35 mm Macro sehr viel mehr Spaß als alle Sony Objektive in dem Bereich.
Beim 1.4/24 mm und 1.8/135 mm sehe ich die hohen Preise ein, ich nutze sie auch häufiger, aber ein 1.4/35 mm würde ich zu selten nutzen, da wären mir selbst 1000€ noch ein zu hoher Betrag.

 

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