Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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21. April 2026
Wald-Käuze 2024 – ROCHADE

Wir leben in der Versicherungs und Sicherheits-Blase – das sind alles nur Hirngespinste.
Wenn einer mit Macht und dicker Keule kommt, müssen wir uns bis auf’s Blut verteidigen.
In Wahrheit ist das Leben, unser aller Leben, in jeder Sekunde ein Überlebenskampf, ein Kampf um Stärke, einfaches Futter und Unversehrtheit!
Bei den Tieren ist das für geduldige Menschen auch jederzeit zu beobachten.
Weil ich den zappeligen Autofokus der Z9 leid war, habe ich sie auf manuelles Fokussieren eingestellt und zusätzlich die Farbe zurück genommen und nur das 6.3/800 mm verwendet. Allerdings lies das schwach Licht es nicht zu, wirklich kurze Zeiten zu wählen, meist mußte ich bei 1/500 oder maximal 1/1000 bleiben und RAW zusätzlich nutzen, um bei 20 BpS noch um 10.000 ISO zu bleiben.
Ich war früh um 5.30 Uhr bei den Wald-Käuzen und ihrem Nachwuchs, als sich folgendes entwickelte:

 

 

Ich habe mich an eins der schwierigsten Motive gewagt – Eulenvögel.
Nicht das sie meinen ich habe mich im Nordseestrand vergraben – ich habe ausgerechnet wieder ein neues Vogelprojekt begonnen, dem ich täglich bis zu 7 Stunden witme.
Nach Buntspecht, Grünspecht, Meise, Star, Bienenfresser, Rotkelchen, Haubentauchern, Eisvogel, Zaunkönig, Kleiber, Zwergtauchern, Austernfischer, Küstenseeschwalbe, Wasseramsel habe ich jetzt den Steinkauz im Visier.
Ausgerechnet ich, der mit Vögeln nie viel zu tun hatte und wie ein Pölking, Morris oder auch nur so gut wie die anderen Spitzen-Vogelfotografen, werde ich sicher nicht. Dafür weiß ich zu wenig, habe in der Jugend zu wenig über Vögel, Gesang, Reviere und Verhalten gelernt. Ich war immer Katzen- und jetzt auch Eichhörnchen-Mensch, das bleiben auch meine Lebens-Motive.
Aber ein Eulen-Vogel war immer ein Wunschprojekt.

Es ist vergleichsweise fotografisch gut zu aufzulösen, wenn wir bei wenig Licht fotografieren muss, immerhin stehen uns heute Teleobjektive mit f:1.2 und f:1.8 und dann noch f:2.8 und f:4.0 Lichtstärke und Empfindlichkeiten bis 6400 ISO plus Entrauschungssoftware zur Verfügung.
Und es ist auch nicht mehr so schwierig sehr lange Brennweiten für größere Distanzen zum Motiv zu verwenden, für gutes Licht gibt es 800 mm sogar schon unter 1000€. Nur jenseits 800 mm wird die Luft sehr dünn, dann helfen nur noch Konverter, Sensoren oder Spektive.
Jedoch die Kombination aus wenig Licht bei Entfernungen von 50-200m stellen eine weiterhin kaum überwindbare Hürde mit ständigen Kompromissen dar. Bewegungen sind fast gar nicht scharf einzufangen – außer mit Blitz oder Kunstlicht.

Extrem-Telefotografie
Wer noch denkt, 500-600 mm seien schon viel Brennweite und wer sich traut dann den Ausschnitt auf vergleichbar 900 mm zu nutzen, wähnt sich sicher am Ende der Telebrennweiten.
Doch trotz aller technischen Verbesserungen und hochauflösender Sensoren ist das Mitnichten das Ende der erhofften Reichweite.Auch 1200 mm, 1700 mm und sogar 2000 mm können bei kleinen Tieren mit hoher Fluchtdistanz durchaus wichtig werden – Ich sage nur Steinkauz!
Nur leider sind die Steigerungen der Vergrößerung und die sichtbaren Details keineswegs unbegrenzt steuerbar – zumindest nicht ohne Weltraum-Satelliten-Technik. Schon bei 600 mm kann kalte aufsteigende Luft, Fotos schnell unbrauchbar machen. Und auch die Unterschiede zwischen 1000 mm und 2000 mm sind vergleichsweise gering, viel geringer als die Zahlen vermuten lassen. Größtes Problem ist heute nicht mehr nur die ruhige Haltung der Kamera (da helfen IS, VR & IBIS sehr viel)sondern die vorhandene Lichtstärke, die noch kurze Belichtungszeiten und mittlere ISO-Push-Empfindlichkeiten zulässt. Ohne viel Licht gelingt meistens kein Telefoto. Nicht ganz umsonst werden die Objektive von Canon mit Anfangsöffnungen f:7.1, f:8 und f:11 so kritisch diskutiert und so oft als untauglich befunden. Das kommt aber zumeist von Fotomenschen, für die immer noch 800 ISO das Limit darstellt.
Trotzdem, für mein Projekt war die Canon R7 mit Canon 11/800 mm und erst recht mit 14x Konverter bei f:16 allenfalls an sehr klaren Tagen nach dem regen und sehr viel Licht brauchbar.
Denn bei der Kombination begegnen uns alle Hürden auf einmal. Die R7 rauscht wegen der 32 MP auf kleiner Fläche schon jenseits 1600 ISO stärker, f:11 lässt sehr wenig Licht durch und der RollingShutter der R7 kann durch Bewegungen des Objektivs oder Motivs schnell die Fotos verzerren.
Die anderen Eulenfreunde mussten mit 5.6/200-500 mm und 6.3/150-600 mm oft früher aufgeben, weil die Distanz von 60m bis 200m einfach zu groß war.
Ein 5.6/800 mm schien neben einem 4.0/600 mm plus TC die einzige Möglichkeit.

Ich hatte dann schnell die OM-1 zur Hand, denn bis zu 1600 mm bei f:4.5 sind konkurrenzlos. Aber nach ersten guten Fotos war ich trotzdem extrem limitiert durch fehlendes Licht, Abends nach 21.45 Uhr – da half dann auch irgendwann f:4.5 am kleinen MFT-Sensor nicht mehr und 800 mm sind noch deutlich zu wenig Brennweite um die scheuen und sehr kleinen Vögel nicht zu stören.
Weit entfernte Motive nah heran holen, klappt bestens, aber 16-20 cm kleine Vögel in mehr als 30-60 m Entfernung groß darzustellen und detailliert zu zeigen, ist etwas ganz anderes.
Deshalb wechselte ich notgedrungen auf Nikon Z9 mit 6.3/800 mm und 1.4x TC, Gleichzeitig eine gute Möglichkeit die Version 4.0 für die Z9 unter echten Wildlife-Bedingungen am Limit zu betreiben.
Eins wird sofort klar, ich weiß nicht, was die vielen anderen uns als Wildlife mit den tollen Nikon-Kameras verkaufen wollen, wo dann in Bildserien meist jedes Bild perfekt scharf auf dem Auge gespeichert wird – ich weiß nur, auch mit Version 4.0 habe ich weit mehr als 60% Ausschuss – wo der Fokus nicht sitzt. An schnelle Bildfolgen ist dabei gar nicht zu denken! Ganz oft wird ein Kauz gar nicht gefunden und erkannt, erst wenn ich auf Halbformat umschalte gelingt es etwas besser. Allerdings kein Vergleich zu OM-1 und erst recht nicht zu R7, R5 und 7RV, A1!
Wenn man an Menschen gewöhnte Vögel auf festgelegten Strecken abknipst, mag da mehr gehen – aber meine Steinkäuze geben einen Vogelschiss auf Internet, Nikon und Menschenvertrauen.
Mit allen 6.3/600 mm oder gar 7.1/500 mm Zoom-Objektiven braucht man da gar nicht anzutreten.
Somit bleiben für die Aufgabe aus meiner Sicht aktuell nur:
Sony A1 mit 4.0/600 mm +TC
Canon R5 mit 4.0/600 mm TC oder 5.6/800 mm – das 11/800 mm scheitert hier
Und das ist alles in der höchsten Preisschiene, da ist man mehr als 15-20.000 € los.
Deshalb kann hier nur die OM-1 mit 4.5/150-400 mm und die Nikon Z9 mit 6.3/800 mm in Frage kommen.
Die OM-1 zeigt Probleme bei 2x Digitalvergrößerung, wenn sich Motive schnell oder unregelmässig bewegen und wenn man jenseits 3200 ISO arbeitet – dann werden gute Fotos mehr zum Zufall. Und das Licht muß optimal sein.
Die Z9 zeigt immer wieder einmal seltsames AF-Verhalten, kann nicht folgen, bleibt nicht auf dem Motiv, findet die Augen nicht etc.
Wenn ich – wie sicher viele es tun – nur Vollformat nutze – dann versagt die Motiverkennung aus so grosser Distanz auf so kleine Motive häufig. Trotz der prägnanten Eulenaugen. Erst wenn ich in Halbformat wechsle und auch 1.4 x TC einsetze und das Motiv größer wird, ist der AF besser brauchbar – wenn auch weit entfernt von der “Werbe-Perfektion”.

Jeder Steinkauz kann seinen Kopf um bis zu 360° drehen – vor allem aber, er kann das schneller als eine Kamera es bisher festhalten kann – im kleinsten Bruchteil einer Sekunde wechselt der Blick von hinten nach vorne bei 180° Drehung des Kopfes.

Die Fotografie der 6 Steinkäuze unter schwierigsten Bedingungen… haben mein Wissen vertieft.
Ich weiß jetzt wieder, das alle optischen Objektivtests praktisch oft wertlos sind. Entscheidend ist nur das Licht.
Und heute auch der Sensor – mehr noch als das eigentliche Glas.
Das viel gescholtene Canon RF 11/800 mm kann ein ganz erbärmliches Objektiv sein, vor allem in hellem Sonnenlicht an der R7. Aber in anderer Lichtsituation eben auch ein sehr gutes, das den Vergleich mit 20 mal teureren Objektiven optisch kaum zu scheuen braucht.

Die OMDS OM-1 mit 4.5/150-400 mm überzeugt manchmal einfach nicht, schon gar nicht mit äußerster Brennweite und Bildausschnitt. Es hängt davon ab wie das Licht ist, der Bildstabilisator arbeitet und wie das Motiv oder ich selbst mich bewege/verwackle – dann kann es auch mal Mist abliefern. Aber meistens ist es fantastisch.

Die vielverbreitete Aussage, das Vollformatkameras immer bessere Qualität abliefert stimmt so einfach nicht. Es kann so sein, muß aber nicht – ich habe genug Beispiele mit OM-1, R7, Fuji X-H1 wo es nicht so ist und sehe fast jeden Tag Fotos mit der Nikon D500, die Vollformat sogar überlegen sind.

Ich habe inzwischen auch kein wirkliches Verständnis mehr für Menschen, die Tele-Fotografie und bewegte Motive mit Einzelbildmodus oder auch nur mit 5 B/Sec betreiben. Sie verpassen so viele atemberaubende Momente…

 

Erst wenn wir Menschen drastisch reduziert sind, wird es wieder mehr Tiere geben – das ist meine Erkenntnis.
Wo sollen die Tiere denn hin? Wenn wir alles betonieren oder fällen oder vergiften? Sicher gibt es jetzt spannende Begegnungen direkt in den Städten oder um unsere Häuser – aber dort wo die gebaut sind haben vorher viele Tiere und Pflanzen gelebt und jetzt suchen sich die letzten anderen Lebewesen nur einen Platz wo sie noch bleiben können.
Darüber können wir nicht froh sein!
Die Tierarten und Exemplare werden jetzt so schnell weniger, dass sich an jedem scheinbar spektakulären Motiv gleich dutzende Fotografen mit langen Tüten einfinden.
Und zu den langen Tüten gleich noch eins, Tamron, Sigma und Canon haben dafür gesorgt das Brennweiten wie 500 mm, 600 mm und jetzt sogar 800 mm und 1200 mm für fast jeden erschwinglich sind, der sich eine neue spiegelfreie Systemkamera kauft. Leicht, handlich, schnell, verwicklungsarm, scharf und preiswert – ist nur um 1000€. Was dazu führt, das Menschen wie ich immer mehr in der Horde stehen müssen und jedes Lebewesen schnell “totfotografiert” ist.
Es ist auch fast egal, welche Kamera dahinter ist, heute wird alles stabilisiert, enttäuscht und geschärft und fertig ist das Supi-Bild.
Schön ist das alles nicht mehr!

 

 

13. April 2020
Carnevale di Venezia 2020 Masken I

Für mich  selbst, hier, in dieser engen Lagunenstadt mit den vielen Menschen, ist das lange Teleobjektiv Trumpf. Denn bei jeder Weitwinkelaufnahme hat man hunderte Störfaktoren im Bild und selbst mit f:1.4 bei 24 mm sind diese nicht auszumerzen. Die meisten Fotofans sind mit 2.8/24-70 mm und 2.8/70-200 mm oder ähnlichem unterwegs, das scheint mir eher langweilig – ich bin heilfroh daß ich über vergleichbare 24-400 mm mit besonderer Naheinstellung verfüge.
Trotzdem: Olympus nervt. Akkus, Bedienung u Stromverbrauch zerren bald am Nervenkostüm.
Olympus war bei der Energiesituation seit der E-M1II deutlich besser als jede Fuji-Kamera. Aber an einem Tag können bei den vielen Motiven auch 2 Akkus zu wenig sein. Hätte ich nur Panasonic G9 mit genommen. Und ich muss ehrlich feststellen, in dem wechselnden Licht und grundverschiedenen Fotosituationen nervt Olympus erheblich. Da ist nicht nur der Hauptschalter, den man vor und nach jedem Motiv betätigen muss, es ist auch der dämliche 2 Ebenen Schalter, der sich auch gerne mal verstellt, es ist unbedingt der fehlende Blendenring bei den lichtstarken Objektiven, der schwächere Sucher, der kleine Monitor, das fehlende Info-Display und der AF, der im AF-S zu gerne mal daneben liegt oder zu lange braucht.
Ein Problem konnte ich lösen, ich habe den Hauptschalter tot gelegt und auch den rechten Kippschalter seiner ursprünglichen Funktion beraubt und auf ihn die Ein/Aus-Funktion programmiert – das erleichtert vieles und macht sie jetzt fast so gut bedienbar wie die G9. Trotzdem, den ganzen Tag am Olympus-“Leder” wird es ganz schön rutschig und scheußlich.
Wenn ich meinen Fotofreunden anstatt der Olympus, Nikon, Canon dann meine Sony mit 1.4/85 mm in die Hand gab – fiel denen nichts mehr zu sagen ein. Das war als wenn man einem Jungen mal seine Matchbox-Autos gegen einen Aston Martin austauscht. Spielzeug gegen ernsthaftes Fotogerät. Das gilt auch für den Autofokus einer Nikon D500, D850, oder EOS 5D.

Viel DSLR Canon, wenig Nikon, kaum Olympus, kein Panasonic, nicht mal Leica – es war eine reine Canon-Sony Welt hier in der Lagune. Einer von uns hatte sogar eine Nikon F4 dabei und konnte sich am Film einlegen, am Rückspulsound und dem Rattern des Verschlusses erfreuen – ob er sich dann noch über eine lange Farbentwicklung und die bescheidenen Ergebnisse freuen kann? (Gemessen an dem was heute möglich ist)
Ich hatte Olympus dabei, das war trotz der leichteren Objektive und Zoom-Brennweiten nicht optimal. Am zweiten Tag setzte ich dann fast nur noch das andere Extrem ein, Sony und schwere, hochlichtstarke Festbrennweiten.
Die meisten haben es sich einfach gemacht und nutzten 70-200 mm und 24-105 mm. Hinterher ist man immer schlauer. Ich werde das nächste Mal 100-400 mm mitnehmen und 1.8/135 mm, das 1.4/24 mm und 1.4/85 mm waren goldrichtig und ein 4/24-105 mm wird immer gebraucht. 2.8/70-200 mm kann man mitnehmen, aber wenn man nicht Canon RF hat, wird es dann schnell schwer und zu viel.

Die Maskerade kostet mindestens 4000€ – deshalb sollte man sich nicht wundern, daß überwiegend ältere und wohlhabende Narren daran teilnehmen. Die Voll-Masken die man hier zu hunderttausenden am Straßenrand kaufen kann, sind meistens China-Importe und taugen allenfalls als Wandschmuck und zur Demo. Die Masken ,die die meisten Teilnehmer hier tragen sind nicht komplett aus Kunststoff – denn darunter schwitzt man wie Bolle und sie drücken und kneifen überall – sie sind aus einer Mischung aus Pappmaschee und Kunststoff und werden dann handbemalt und so gut es geht an das Gesicht angepasst und mit Tüll oder Gaze umhüllt.
Sie sind auch nicht mit Gummiband befestigt, sondern werden meist wie ein Helm aufgesetzt. Die Kosten sind meist deutlich höher als 100€ und die an den Chinaständen gibt es ab 15€. Ich finde auch die halben Masken, die Gitter besonders reizvoll, weil sie eben noch den Mund frei lassen und Mimik zu lassen.

Ich habe viel Französisch gehört, also vermutlich Schweizer, Franzosen, Belgier als Teilnehmer. Einige Deutsche habe ich auch getroffen und spannendes erfahren, wie das so funktioniert.
Jeder Einzelne treibt hier einen hohen Aufwand und ist viele Stunden auf den Beinen um seine Maskierung  zu präsentieren. Profis schminken zuerst zumindest ihre Augen schwarz, damit die Augenparty unter der Voll-Maske nicht zu störend empfunden wird. Ich habe auch einige gesehen, die ihr Gesicht komplett schminken und darüber dann noch die Maske platzieren, selbst beim Abnehmen oder Verlust der Maske könnte man sie nicht als eine bestimmte Person identifizieren.
Ich bin gar kein Karnevals-Jeck – aber ich kann gar nicht in Worte fassen wie faszinierend der Karnevale in Venezia fotografisch ist …
das muss man mal mit gemacht haben und wenn es zeitlich klappt werde ich in einem der kommenden Jahre eine ganze Woche gleich in der Lagunenstadt übernachten – auf keinen Fall mehr mit dem Bus anreisen, sondern nur Bahn oder Flugzeug und auf keinen Fall außerhalb übernachten – das hier war ja nur eine günstige Schnupper-Tour, aber eine echte Carnevals-Woche wäre mir auch 1500€ wert, wenn dann richtig.

Venedig ist eine Stadt im Verborgenen, auch wenn das zunächst gar nicht so scheint und sie so oft von Touristen und von Wasser geflutet wird.
Sie will entdeckt  werden und wird sich dennoch niemandem freiwillig öffnen oder mehr zeigen als sie mag. Venedig ist keine kleine Stadt und es ist kein Problem sich darin zu verirren. Es ist auch eine anstrengende Stadt, weil man nie gerade laufen kann, immer über die Kanäle und Brücken muß, immer hoch und runter, oft durch sehr schmale Gassen – oder man nimmt ein Boot – so wie wir hier Auto oder Fahrrad fahren.
Rialto-Brücke, Canale-Grande und Markusplatz sind gut beschildert – aber sonst ist der Hauptteil San Marco leicht zu Fuß zu bewältigen, kennt man sich etwas aus, kann man relativ schnell durch die Häuserfluchten auf die Plätze oder an den Canale oder den Campanile wechseln. Die Strassen und Kanäle sind so eng, das der Campanille meist nicht zur Orientierung taugt.
Die Stadt ist sehr angegriffen durch die vielen Hochwasser (bis zu 100x Aqua Alta pro Jahr) und noch stärker durch Schifffahrt und Menschenmaßen. Nicht ganz umsonst haben viele Venezianer die Venedig Pfahlinsel bereits aufgegeben.Die Venezianer haben sich vielfach auf die anderen Inseln der Lagune zurück gezogen, was auch an den geforderten Preisen und Instandhaltungen liegt.
Also wirklich sauber ist es hier nicht, aber angesichts der Umstände ist es doch wieder sehr erstaunlich wie gut die Müllentsorgung und die Reparaturen noch klappen.

Masken & Menschen-Impressionen mit Olympus E-M1II & Olympus 6.3/12-200 mm




 

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12. April 2020
Oster-Fotos- Lichtblicke

Fotos von heute morgen aus “meinem” Wäldchen – ich will Ihnen zeigen – es ist ein wunderschönes Wunder – dass wir leben!
Die Welt mit offenen Augen & Neugier sehen, mit allen Sinnen erfassen – die Welt ist wunderbar, auch in Zeiten von Corona.
Ich bin kein religiöser Mensch, wenn ich sehe was Religion und Glaubensgemeinschaften im Namen von Göttern anrichten, sage ich sogar überzeugt: No religion at all – wir wären besser dran ohne diesen glauben und die Regeln, die letztlich ja Erfindungen gegen Unsicherheit sind – aber ich weiß auch nicht, was sie ersetzen soll. Jeder glaubt ja an irgendwas, ich an den Platz in der Natur.
Also, das hier ist ja ein Foto-Tagebuch, ich schreibe also meine aktuellen Gedanken, die keinen Dauerbestand haben und immer Situationen und Erlebtem geschuldet sind, wenn ich mal zu hart und zu düster bin – kann ich das nur entschuldigen und trotzdem so weiter machen – wie ich eben bin – und wer offen ist, erkennt ja wie ich alles auch sehe – die Welt ist das Wunder:

Ich wünsche allen Lesern genussvolle Ostertage!

 

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8. April 2020
Tamron 2.8/70-180 mm SP

Tamron 2.8/70-180 mm Test?
Das Zoom kommt in kleineren Stückzahlen ab Ende Mai in den Online-Handel – denn anderen gibt es ja derzeit kaum.
Der Preis ist jetzt wieder erster Vermutungen für den Hersteller reichlich abgehoben: 2000€ uvp und Händler bieten es für 1500€ an. So kann man Kunden auch veralbern. Dafür werden sie nur wenige Exemplare verkaufen, Sony liegt für ein deutlich wertigeres, mechanisch aufwendigeres Zoom mit Konvertermöglichkeit nur rund 700€ höher als 1500€ und Sigma fehlt ja bisher noch.
Wir kennen ja Tamron, der Preis wird deutlich fallen, deshalb wird man das Objektiv zur Jahreswende bestimmt auch schon ab 1000-1200€ zu kaufen bekommen. Mehr scheint es mir auch nur in seltenen Fällen wert.
Vor ab gab es einen exklusiven Test in einem deutschen Videoportal, das ohnehin schon seit Jahren Tamron sehr zugetan ist. Und nein ich bin nicht beleidigt, das ich es nicht vorab bekam, da es mich weniger interessiert und jetzt der Preis auch noch gut 25% höher lag als voreilig geschätzt und verbreitet…
M.K. ist für mich ein Labberonkel, der mir in fast jedem Satz sagt: “Ich habe keine Ahnung und nie wirklich einen tiefen Einblick in die Fototechnik bekommen”,
was ich dagegen im Studium gelernt habe und mir schon mit 20 sonnenklar war. Er klaut einem hier mit seinem Gelabber 45 Minuten Lebenszeit, ich habe gleichzeitig das hier geschrieben, um meine letzte Lebenszeit nicht noch schlimmer zu vergeuden – wieder ein Grund keine Videos zu drehen…
Transparenz – und es wird doch vom Hersteller sicher gestellt, dass man keine Banane bekommt!
Flaren – was ist das für eine bekloppte Wortschöpfung? Flares (flammende Kontrastarmut & AF-Probleme) bekommt man ganz leicht, einfach Sonnenblende weg lassen oder Filter darauf drehen.
Filter werden hier gerne sehr wichtig gewertet, ich nutze fast nie mehr irgendeinen Filter. Aber für Filter-Fans ist der Durchmesser anscheinend wichtig, Tamron hat bei allen 2.8ern 67 mm Durchmesser – Tamron stellt also offensichtlich keine Filter und Filteradapter her 😉
Im Vergleich sind die 20 mm ein spürbarer Verlust, vor allem bei fernen Motiven aber auch in der Nähe, wo der Abbildungsmaßstab sinkt.  Eigentlich brauchen wir weiterhin 2 Zoom-Objektive: 2.0/35-105 mm & 4.0/50-300 mm
Die Frage die am Ende für mich über den Kauf entscheidet stellt er gar nicht: Wie häufig verwende ich dieses Objektiv?
Für mich ist das ganz einfach beantwortet, relativ selten, weil mir sonst Festbrennweiten wie 1.8/135 mm und 1.4/85 mm lieber und wichtiger sind und ich, wenn ich ein solches Zoom brauche, meist auch die Anschlußmöglichkeit eines Konverters brauche. Ich habe einige meiner besten Fotos in Indien mit 2.8/70-200 mm gemacht – aber die wären auch mit anderen Zooms gelungen.
Bin ich aber viel auf Hochzeiten, in der Reportage, bei Porträtshootings und brauche es praktisch jede Woche – dann liegt ein ganz anderer Maßstab an und dann würde ich – trotz des Preises immer das Sony 2.8/70-200 mm vorziehen, IS, AF, Robustheit entscheiden dann gegen Tamron.
Optisch habe ich mit Tamron bei den SP-Objektiven kein Problem. Mir wird hier viel zu sehr über den Preis schwadroniert, der jetzt auch noch 300€ höher liegt als vermutet. Auf viele, für mich wichtige Dinge geht M.K. gar nicht ein, den echten Abbildungsmaßstab, Konverter, Autofokus…
Für mich ist das Tamron Zoom aus den genannten Gründen eine preiswerte Ergänzung, zumal ich das 2.8/70-200 mm GM, bis heute nicht geleistet habe – weil ich es zu selten brauche.

 Licht:
+ 15cm kurz und mit 820g sehr leicht,
+ schneller Fokus
+ sehr gute Schärfe bei 180 mm
+ sehr wenig CA und andere Bildfehler

+ Zoom-Ring vorne – griffig
+ Filterdurchmesser nur 67 mm
+ Zoom gerade geführt – ohne Drehung bei Brennweitenveränderung

 Schatten:
– nur 180 mm Brennweite
– für Tamron total überzogener Preis: 2000€ / 1500€
– keine Konverter nutzbar
– schwächeres Bokeh
– einfach verarbeitet
– nur Abbildungsmaßstab 1:4.6 – nur bei 180 mm aus 90cm Entfernung
– keine Stativschelle
– kein Bildstabilisator
– keine Fokus-Stopp-Tasten
– keine Begrenzung des Fokusbereich
– vorerst nur für Sony E

Wie ich immer sage, die neueste optische Rechnung ist fast immer die Beste. Sony hat sein 2.8/70-200 mm vor 4 Jahren (2016) und das 4.0/70-200 mm sogar 7 Jahren entwickelt.
Doch 2016 wußte Sony schon, dass die GM-Serie für mindestens 100 MP sehr gut sein muß, daher ist das GM Zoom auch an der 60MP Kamera 7RIV immer noch optisch besonders gut, hat einen wirksamen Bildstabilisator und schenkt dem Tamron nichts. Im Gegenteil, das Sony ist sichtbar schärfer bei allen Brennweiten, vor allem aufgeblendet bei F:2.8 & f:4.0.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht