Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

21. April 2020
Aktuelles: April 2020

Canon schwätzt weiter häppchenweise über eine neue R5 und lanciert gleichzeitig Gerüchte zu einer R6 und M5II, M50II…
Diese neue Canon Strategie, etwas zu erzählen und Dummies zu zeigen und kaum konkret zu werden und die wichtigsten Angaben zu verschweigen, finde ich höchst fragwürdig.

Und wie fast immer, sind die Berufsfotografen nicht en Detail befragt worden – Canon weiß schon was gut für uns ist und genau dieses Verhalten macht es so schwer Canon zu mögen.

Die Situation um jetzt auf der Erde noch neue Kameras zu präsentieren ist denkbar schwierig, wenn sie ein schneller Erfolg werden sollen, fast aussichtslos.
Canon hat die größte wartende Anwendergemeinde, aber ich vermute davon fühlen sich jetzt nicht wenige verschaukelt.
Ob Sony 2020 noch eine 7s, Fuji eine X-H2, Panasonic GH10, G10, Nikon eine Z8, Z500, Pentax eine K3III zum Verkauf anbieten, ist genau genommen reichlich uninteressant.
Es sei denn sie sind preislich so spannend und technisch so mutig platziert, das sie die Möglichkeiten entscheidend verbessern – das sehe ich hier bei der R5 nicht. Denn ihr Schwerpunkt liegt bisher ganz offensichtlich auf Video – so als würden wir ab 2020 alle alles Filmen und so als gäbe es die besseren, professionelleren Video-Cams plötzlich nicht mehr.
Sony hat da schon die Notbremse gezogen und Panasonic dieses Feld fast alleine überlassen mit S1H und GH5.

Ich habe leicht reden, denn ich kann jeden Tag mit den für meine Fotografie bestmöglichen Kameras fotografieren (7RIV & RX10IV & E-M1III). Aber ich denke das gilt für jeden der seine Kameras gut kennt, beherrscht und jetzt gerne täglich einsetzt. Eine Canon R5 ist nur für den Canon-Konzern wichtig, für unsere Fotografie jedoch kaum.

Ich bin viel gespannter auf das geplante Sigma 2.8/70-200 mm Reportage-Zoom, die neuen Olympus-Objektive.

Fujifilm öffnet jetzt immerhin endlich sein Bajonett – jetzt haben nur noch Canon und Nikon in sich geschlossene Systeme, die es anderen Herstellern erschweren Objektive für RF und Z-Kameras anzubieten.
Das ist bemerkenswert, Olympus, Panasonic, Sony, Leica, Sigma, Pentax haben für einen größeren Erfolg offene und teilweise kompatible Bajonett-Systeme eingeführt.
Das gab es so noch nie zuvor.

Venus Optics schafft es mit dem 2.8/100 mm Macro 2x Iaowa jetzt nach Sony E auch für Canon RF und Nikon Z anzubieten und nimmt den beiden Alt-Herstellern damit gleich brutal den Wind aus den Segeln, denn ein 100 mm Macro bis Abbildungsmaßstab 2:1 dürfte den meisten Nah-Fotografen noch gefehlt haben! Eine sehr aufwendige Blendenkonstruktion aus 13 Lamellen bereichert den Makrobereich ebenfalls entscheidend! Denn gerade beim Abblenden sind so viele Lamellen hervorragend um den Hintergrund schön ins Bild zu integrieren und eine präzise runde Öffnung zu erreichen. Ohne AF und IS und mit echter Blendeneinstellung und weicher Fokussierung ist es genau das, was das Makro-Herz erfreut und auch ein Preis von maximal 600€ trägt erheblich zur Freude bei. Der chinesische Hersteller räumt erst seit 2013 den Superweitwinkel- und Makro-Markt geschickt auf und präsentiert alle paar Monate was schon lange fehlt.
Ich nutze derzeit noch ein altes 4.0/200 mm Micro Nikkor, das schafft leider nur 1:1 – aber ich liebe es wegen seiner butterweichen Fokussierung und weil ich relativ weit von kleinen Motiven weg bleiben kann, aber dieses Venus-Objektiv wäre eine spannende Ergänzung.


Samyang
 aus Korea bringt ein 1.8/75 mm AF in kompakter Bauweise für Sony und lässt 1.8/35 mm und 1.8/50 mm im Herbst folgen. 75 mm ist so eine olle Leica Brennweite – oder wer auch immer die erfunden hat…
Für Gesichtsporträts schon immer noch nicht perfekt und für alles andere aus meiner begrenzten Sicht kaum wirklich notwendig. Für Gesichter will ich 90 mm – zur Not akzeptiere ich 85 mm oder wenn Platz da ist auch 135 mm.
Ein f:1.8 ist deutlich lichtstärker als fast alle Zooms und daher noch brauchbar. Aber dieser Festbrennweiten-Wahn ist ja auch nur eine Mode. Also mir macht es überhaupt gar keine Freude mit 3-4 kleineren Festbrennweiten zu jonglieren. Für Porträts brauchen wir aber endlich mal zwingend ein: 2.0/35-105 mm – oder 2.0/50-135 mm denn alle 24-70 mm – 70-200 mm sind falsch gedacht und führen zum ständigen Wechseln, da die Überlappung fehlt und f:2.8 auch nicht mehr umwerfend ist.

Den ausführlichen und exakten Hinweis von einem lieben Freund und eifrigen Leser zu meinem obigen Text, möchte ich hier gerne anfügen:
Lieber Harry
Bei KB hat Leitz mit dem 1.9/73 angefangen (1933), für KB-SLR  hatte Meyer um 1936 ein 1.9/75 und Zeiss ab 1938 ein 1.5/75. Für Robot 24/24 gab es auch vor dem Krieg 75-er, aber bei dem Format war die Brennweite als Verdopplung der 37,5 mm oder 40 mm der Normalobjektive durchaus sinnig. Die Brennweite war naheliegend, weil bei 16 mm Film und als Standardobjektiv für 6/6 weit verbreitet
Leitz war da nicht allein schuld!
Gebe Dir aber recht, für VF ist es nicht wirklich sinnvoll!

Feste Brennweiten-Mode:
Ich nutze FB ganz anders als viele. 1.4/24 mm, 1.8/35 mm, 1.8/50 mm, 1.4/85 mm, 1.4/105 mm, 1.8/135 mm, 2.8/400 mm und einiges mehr für andere Sensorgrössen.
Die behauptete, bessere BQ ist ja etwas, das heute nur unter optimalen Laborbedingungen oder im präzisen Vergleich bei großer Blendenöffnung auffällt. Mich lassen Objektive mit einer Brennweite zwischen 24 mm und 135 mm mit einer Öffnung von maximal f:2.8 so kalt wie eine gefrorene Pizza. Denn es gibt viele Objektive mit variabler Brennweite die Lichtstärke f:2.8 auch mit hoher BQ bieten.
Ich nutze FB vor allem wegen ihrer Lichtstärke, wenn ich weiß meine Motive befinden sich unter schwacher Beleuchtung oder bewegen sich schnell. Um eine Landschaft oder Stadt oder Dinge aufzunehmen bei f:5.6-f:11 brauche ich keine FB – so abgeblendet liefern die meisten Zooms in der Praxis nicht sichtbar schlechter.
Nicht umsonst bemühen sich die innovativsten Fotofirmen der Welt so intensiv um immer neue Zoom-Berechnungen. Ich kann auch ein Zoom auf eine feste Brennweite einstellen und so verwenden, deshalb knipse ich noch lange nicht und bin trotzdem sehr kreativ. Und wenn ich so intensiv wie einige gerne angeben, mit FBs arbeiten wollte, dann lieber mit Leica M oder Mittelformat.
Und das Zoom habe ich trotzdem zusätzlich in meinen Füßen, was soll ich mit einem 1.8/75 mm anfangen?
Selbst im Extrem, 2.8/400 mm gegen 5.6/100-400 mm oder 4.0/600 mm gegen 6.3/200-600 mm nutze ich die Festbrennweiten nur gezielt, wenn ich am absoluten Limit mit der Schnelligkeit der Motive oder wenig Licht bin. Und nicht weil es in irgendeinem Test theoretisch etwas höher auflöst oder mehr Schärfe und Kontrast liefert. In dem Extrem habe ich oft beides dabei.
Ich habe nur eine „Angst“ im Leben – mein Motiv zu verpassen, oder nicht richtig fokussiert, nicht komplett, nicht in bester Weise abzulichten!
Alles was mir hilft meine Vision der Welt fest zu halten ist willkommen.
Und wer gerne mit einer festen Brennweite loszieht oder mit 3-5 Stück und sie wie ein Jongleur mit vollem Risiko verwendet, soll das gerne tun.

 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

15. April 2020
Venezia 2020

Meine Lieblingsbilder:

 

Geister-Wasser

Geister-Maske

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

15. April 2020
Carnevale di Venezia 2020 Masken III

Die Fotografie mit Sony-Vollformat war eine ganz andere, als die mit Olympus Viertelformat und erst recht als die Handy-Knisperei.
Wir sollten uns immer wieder klar machen, mit einem Gerät ohne Sucher Bilder zu erstellen – ist keine Fotografie im eigentlichen Sinne. Das Endergebnis kann im günstigsten Falle ähnlich ausfallen, aber die bewusste Auseinandersetzung mit Licht, Motiv, Zeit, Blende und die besonnene Aufnahme der Bildinformationen ist hier aus der Hand nicht möglich.
Da ich nicht am krummen Rücken leiden wollte, habe ich die Sony-Ausrüstung so weit es geht reduziert. Am ersten Tag nur 7RIV und 1.4/24 mm plus 1.4/85 mm.
Ich verwendete, so weit es die Sonne zulies offene Blende oder fotografierte nur schwach abgeblendet.
Das wird immer dann auch ein Problem, wenn mehr als eine Person im Bild ist – wie man hier an einigen Fotos sehen kann.
Ich finde eben nur die Fotografie mit Blende 8 und 11 gähnend langweilig.
Da ist für mich einfach wenig Herausfordernder.
Die ultimative Schärfe suche ich da nicht, die muß ich beruflich immer liefern.
Am zweiten Tag kamen dann nur 1.8/85 mm und 4/24-105 mm zum Einsatz. Und immer variierte ich dank 61 MP mit Voll- & Halbformat, hatte also immer auch 1.4/26 mm und 1.4/135 mm so

Wenn ich zurückkehre, werde ich einen starken Blitz zur Augenaufhellung (bei 1/1000-1/8000 Sekunde) mit nehmen. Ich werde mit Sony 100-400 mm reisen, ein 2.8/70-200 mm halte ich für verfechtbar, da man damit letztlich doch immer dicht an die Menschen heran muß, daher hat das 100-400 mm mehr Vorteile. Aber eine Olympus mit 12-200 mm kommt auf jeden Fall wieder mit.



VENEZIA sehen und LEBEN!

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht