Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

20. September 2019
Kameras mit hochauflösenden Sensoren

Schönen Herbstanfang…
und lassen Sie genug Nüsse hängen & liegen – andere haben auch Hunger!
(und hauen Sie geldgeilen Menschen mit 
Plastetüten an Nussbäumen auf die Finger!)

Nikon machte 2014 den Anfang mit der D810 und 36 MP Sensor und Canon folgte 2015 mit 51 MP. Bis dahin galt die Meinung, weniger Megapixel führen automatisch zu weniger Bildrauschen – 16 MP waren King. Das trifft heute nicht mehr zu. Eine Alpha 7RIV (61 MP) raucht zwar etwas anders, aber letztlich nicht mehr als eine Alpha 9 (24 MP) oder Alpha 7RIII (42 MP).
Die Auswahl der Megapixel-Riesen steigt seit Vorstellung der Sony Alpha 7R deutlich:
Nikon D850 – 45 MP
Nikon Z7 – 46 MP
Sony Alpha 7RIII – 42 MP
Sony Alpha 7RIV – 61MP
Sony Alpha 99II – 42 MP
Canon EOS M6 II – 32 MP
Canon EOS 90D – 32 MP
Canon EOS 5DSR – 51MP
Canon EOS RS – 83 MP
Pentax K1 – K1II – 36 MP
Panasonic S1R – 47 MP
Leica S2 – 47 MP

Hasselblad X1DII – 50 MP
Fujifilm GFX50S – 50 MP
Fujifilm GFX50R – 50 MP
Fujifilm GFX100 – 100 MP

Was bringt das?
Im Landschafts- und Architekturbereich bei bestem Objektiv sehr deutlich mehr Auflösung – also Details und Farbnuancierung!
Im Sportbereich wird aus einem 2.8/70-200 mm – leicht ein 2.8/70-400 mm – 2.8/300 mm wird zum 2.8/600 mm – 2.8/400 mm wird zum 2.8/800 mm – 4.0/500 mm wird zu 4.0/1000 mm
Das gilt eingeschränkt auch für Tier-Fotografie – Verdoppelung bei 61 MP Sensor entspricht dann Bildergebnissen mit 15 MP Sensoren – bei einer Vergrößerung zum Faktor 1,5x bleiben immerhin rund 26 MP übrig.

Pixelrekorde Sony 7R IV
45% mehr Pixel – aber nur 22% mehr Auflösung als die 7RIII! Ausgehend von den heute am weitesten verbreiteten 24 MP Sensoren entspräche erst ein 100 MP Sensor einer Verdopplung der Auflösung.
Im Halbformat-Fotomodus bleiben davon immerhin 26 MP übrig – bei der 7RIII sind es nur 18 MP. Daraus kann man dann auch ableiten, dass bezogen auf mFT Kameras nur 15 MP übrig bleiben und bei der 7RIII gar nur 11 MP – da zeigt sich wieder, wie anspruchsvoll mFT ist. MFT zugunsten von Vollformat aufgeben, lohnt sich nur, wenn man ausschließlich von Landschaften, Motiven mit wenig Licht, Porträts die von geringster Schärfentiefe profitieren und anderen Motiven ohne Ausschnitt die größte Detailfülle braucht. Und dann eben bereit ist, viel mehr zu tragen und zu bezahlen.
Wer mit mFT Kamera und ausgesucht guten mFT Objektiven unterwegs ist, braucht Vollformat keineswegs zu fürchten.
Was Olympus und Panasonic nur noch verstehen könnten, erst Tele-Objektive wie 2.0/150 mm, 2.0/200 mm, 2.8/300 mm, 4.0/400 mm würden mFT richtig in gute Position bringen. Das gleicht dann zwar nicht die 2 Blenden Lichtverlust zum Vollformat aus, aber immerhin eine. Olympus ist auf dem richtigen Pfad mit 2.8/40-150 mm, 4.0/12-100 mm  und 4.5/150-400 mm – Panasonic hat das noch nicht realisiert.
Heute können wir über 100 MP im kleinen Mittelformat verfügen, der doppelten Auflösung unserer 24 MP Kameras auf größerem Sensor. Wirklich spannend wird diese Auflösung allerdings nur bei Landschaften, Stil-Life und Motiven bei denen viele Details gefragt sind.

Titelbild ist eine extreme Ausschnitt-Vergrößerung aus diesem 61 MP Bild:

 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

13. September 2019
Hinterteile & News

Gelingt auch mit Super-Tele: Sony Alpha 7RIV & 2.8/400 mm & 2x TC

Wer das Potential von Sony ausprobieren möchte: Ab jetzt bei mir im Verleih: Sony Alpha 7RIII oder Sony Alpha 9 mit 4.0/24-105 mm oder Objektiv nach Vereinbarung!

Alles hat seine Hinterteile –
Das große A verkommt immer stärker zum Asien-Schrott-Händler und bietet besonders in den Sonderangebotswochen wie jetzt zu mehr als 99% Dinge an – die aus meiner Sicht besser niemals produziert worden wären!
Man kann mal eine SanDisk Speicherkarte der neueren Generation mit 128GB für 33€ kaufen und seine Fotos dauerhaft darauf archivieren.
Grundsätzlich haben starke Preisreduktionen oder überhaupt günstige Preise immer einen Grund.

So die 90D von Canon ist gelandet, macht einen so weit guten, wenn auch teuren Eindruck.

Tamron plant ein 2.8/70-180 mm für Sony E – bin gespannt wie kurz und schwer es wird. Die 180 mm finde ich zwar unfreundlich und den Beginn ab 70 mm auch jetzt wieder unpassend – aber wenn der Preis bei 1000€ landet, es mit Konvertern zu kombinieren ist, einen guten Naheinstellbereich hat und unter 1,2 Kilo Gewicht bleibt – wird das ein heißer Anwärter für meine Fototasche – ich vermutlich verlange ich wie immer zu viel.

Da wird dann auch ein 2.0/12 mm Samyang besonders hervor gehoben und hunderte mit Influenza infizierte finden es toll –
Doch jede Münze hat immer 2 Seiten:
Klar scheint das Samyang 2.0/12 mm toll zu sein…
aber nicht vergessen, es ist für Halbformat (APS-C) berechnet und zeichnet daher nur den Bildwinkel eines 18 mm Vollformat – und ist damit schon erheblich weniger attraktiv.
Die hohe Lichtstärke wird mit nur 6 Blenden-Lamellen erkauft – anstatt sonst mindestens 9!
Das bedeutet, abgeblendet kein wirklich schönes Bokeh und erst recht keine schönen Reflexionen oder gar Blendensterne.
Es ist nicht frei von deutlicher CA – also Farbfehlern, die von Sony, Fuji und Co nicht korrigiert werden und nicht so einfach in der Bildbearbeitung entfernt werden können – und wenn eben auch sichtbar BQ kosten.
Es verfügt weder über Autofokus, noch eigene Bildstabilisierung.
Es ist – ein preisgünstiges Objektiv – schön zum Spielen und Erfahrungen sammeln – mehr nicht.
Ich vermute, so lange man keine großen Poster machen will, wird manches Smartphone mit 2.4/13 mm (mit VF verglichen!) spannendere Fotos, viel einfacher realisieren.
Ich will keinem die Online-Kauflaune verderben, man sollte es nur wissen, bevor sinnlos hin und her gesendet wird…

Eine Fujifilm A7 versucht alle Sony Alpha 6000 Kameras in Gewicht und Größe zu unterbieten.
So weit gut gemacht, sogar mit beweglichem Monitor und einem eigenwilligen Style.
Aber der Preis ist der fehlende Sucher.
Jetzt kann man argumentieren, die Sucher von der Sony 6000 Baureihe sind ohnehin alle so schlecht, da kann man ihn auch weg lassen – aber um Farben und Dynamik und Schärfe zu beurteilen und die Kamera am Auge einzusetzen ist er allemal besser als kein Sucher und die Knipser am langen Arm.
Ich bleibe dabei, Kameras ohne Sucher sind Knipskisten, wie jedes Smartphone und taugen nicht zur Fotografie – auch wenn man am Ende damit Fotos ausdrucken und veröffentlichen kann.
Und wer jetzt mit alten 6×6 Kameras und Faltlichtschacht argumentiert – der versteht nicht was ich meine – sicher könnte man auch auf die Fuji bald als Zubehör einen Lichtschacht aufkleben oder eine Lupe aufsetzen – aber die Fotografie ist nicht die gleiche!

NIKON D6 – es wird bereits eifrig spekuliert was der Spalt auf dem Prismengehäuse aus Magnesium zu bedeuten hat.
Jetzt noch mit einem Blitz zu kommen macht wenig Sinn – was sich aber alle wünschen – ist die Rückkehr des Wechselsuchers nach modernen Maßstäben – also ein Hybridsucher.
Entweder eine Schnittstelle für einen zusätzlichen elektronischen Sucher oder gleich ein austauschbarerer Sucher.
Nikon müßte spätestens jetzt Hybrid werden.
Damit könnten sie Canon eins auswischen – aber andererseits, die sitzen – oder liegen – zusammen unter dem gleichen Sake-Tisch und bringen ähnliche Technik zeitgleich.
Trotzdem wird das wieder eine 1500g schwere Monstermaschine.
Ich habe jetzt auch eine Alpha 9 dauerhaft im Einsatz – der Preis ist inzwischen mehr als fair und da braucht keiner mehr über Menüs und Handling zu philosophieren – die erreichbaren Fotos sprechen ihre eigene Sprache.
Für rund 120€ gibt es das Griffstück und dann ist die Kamera auch griffig.
Sicher geht das noch besser, wie eine Z7 zeigt oder auch die Alpha 7RIV.
Nikon sollte nur keine zu hohen Erwartungen schüren – das Paket D6 wird schwer und sauteuer, kaum unter 7000€ und es fehlen neue, leichtere Super-Tele-Objektive, wie sie bei Sony und Canon und bald auch Olympus schon verfügbar sind. Da reicht dann eben ein 5.6/500 mm PF längst nicht jedem.

CANON EOS 90D Verpackung und Umweltgedanken:
Brandneu im Laden, die EOS 90D mit komplett veränderter Verpackung, breiter, größer und weniger Umweltgedanken innen – wo immer Pappe war und wo die Kameras immer bestens geschützt waren, findet sich jetzt plötzlich jede Menge Plaste… ist das nur dumm gelaufen oder schon dreist?
Canon macht überall Rückschritte! So ganz nebenbei, die großen Händler haben kaum Vorbestellungen für die 90D bekommen, das liegt daran, das die Kamera keiner zwingend braucht, der eine 80D hat und das der Preis mit 1300€ kaum passend erscheint.

Im Vergleich dazu die neue Sony Alpha 7R4 – alles eng, aber Pappe und sauber verpackt:


 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

10. September 2019
Tamron und alle – Umweltbewußt?

Sony Alpha 9 & 2.8/400 mm & 2x Konverter

Apple IPhone 11

Das hatte ich befürchtet- das Weitwinkel und Ultraweitwinkel-Objektiv stirbt als nächstes.
Das IPhone 11 bietet:
2.4/13 mm Ultraweitwinkel,
1.8/26 mm “Standard”-Brennweite und
2.0/52 mm “Tele”-Brennnweite.
Das Szenario hält mich davon ab mit ein 1000-2000€ teures Ultraweitwinkel-Zoom zu kaufen und macht alle 2.8/24-70 mm – 2.8/28-75 mm – 4.0/24-105 mm unattraktiv zu Preisen um 1000€ und das 2.0/28-70 mm sowieso

Wenn das jetzt die Smartphones können, dazu ein hochempfindlicher Nachtmodus und damit sind dann auch Sternenhimmel-Bilder leicht möglich – dann setzt sich das in der Masse durch.
Anderer Hersteller haben ja auch echte 5x und sogar 10x Zooms eingebaut.

Das macht dann fast jede kreative Fotografie mit Wechselsystem-Kamera zweitrangig, wenn nicht bald obsolet. 

Mich erstaunt nur, das sich noch keiner an ein Makro-Objektiv im Smartphone getraut hat – das kommt auch, dann stirbt der nächste hochkreative Systemkamera-Grund.

Bisher bin ich noch ganz zufrieden mit Supertele, denn ein 2.8/300 mm oder 2.8/400 mm und schnelle Bewegungen stehen zum Glück noch nicht in den Machbarkeitsstudien der Smartphone-Entwickler.
Verstehen Sie mich nicht falsch, es kann natürlich von uns allen weiterhin mit tollen Systemkameras kreativ fotografiert werden – aber wir haben es bei Porträts und Urlaubsbildern ja erlebt – das Smartphone und seine Nutzer banalisieren alles. Plötzlich kann jeder die Fotos machen wie ein Foto-Liebhaber, ganz einfach, fast kostenfrei und superhandlich – mit einem Gerät, das sowieso fast jeder immer dabei hat.
Ich beobachte immer wieder tolle Frauen, die sich in Anwesenheit von Freund/Freundin selbst knipsen. Was sollen die noch mit einem leidenschaftlichen Fotografen? Die geben das Handy nicht mal mehr der Begleitung um sich ablichten zu lassen.

Nach dem Internet war das Smartphone der Anfang vom Ende von individueller Kreativität und wir werden die Aufgabe von Pentax, ja sogar von Canon, Nikon, Olympus, Panasonic erleben.
Wohin sollen sie auch ausweichen?
Von Smartphones haben alle außer Sony keine Ahnung und die sind auch abhängig von US-Technologie.
Unken ist doof, aber ich sehe nicht wie Pentax, Olympus, Fujifilm, Tamron, Sigma, Canon und Nikon in Zukunft satte Gewinne machen wollen.
Wenn man beobachtet und reflektiert wie sehr Pentax, Canon und Nikon bremsen und neue Techniken verleugnen (Pentax sagte kürzlich das Kameras ohne Spiegel nur eine kurzzeitige Modewelle seien…) und wichtige Umwelt-Klimaschutz-Möglichkeiten ignorieren – dann kann das nur ganz übel enden.

Also Deutschland mit seinem Auto-Wahnsinn steht keineswegs alleine wehrlos an der Front, die japanische Kamera-Industrie genauso.

Das Pixelrennen ist wieder voll entfacht und scheinbar das einzige was den Japanern einfällt – für mich als Tele-Fan ist das positiv, solange ich die besten Objektive verwende, wir alle anderen, außer dem Landschaftsfotograf meist eher Ballast.
Canon eröffnet mit 51 MP
Sony kontert nur mit 42 MP und viel besserem Dynamik- & Rauschverhalten
Sony setzt mit der 9 einen neuen Standard – 24 MP bei maximal 20B/sek.
Nikon setzt 48 MP.
Sony setzt noch eins drauf: 61 MP.
Canon kontert mit 32 MP im Halbformat und überholt die 28 MP die Samsung mit der NX1 gesetzt hatte.
Canon wird mit 83 MP weiter angreifen im Vollformat.
Ab jetzt sehen 20-24 MP Kameras wieder schwächer aus.

Die beste Kamera?

Gibt es auch 2019 nicht!
Wer sich nach dem technisch möglichen richtet wie ich, könnte zu dem Schluß kommen – es ist ganz klar eine Alpha 9, denn eine Nikon Z7 ist doch noch zu langsam, Panasonic sowieso und Canon – wer ist Canon?
Doch die Schnelligkeit der 9 ist wahnsinnig und meist hilfreich, wobei auch 10 Bilder in einer Sekunde ausreichen – aber was keinesfalls mehr ausreicht, sind 24 Megapixel- denn schon 42 MP und 47 MP sind viel besser und 61 MP noch besser – erlauben noch mehr Gestaltung und Freiheit.
Eine 7R ist unverzichtbar, erst wenn es sehr schnell wird, braucht man eine 9.
Canon, Nikon D1XII, D5, D6 braucht man gar nicht, Leica, Fujifilm, Panasonic VF, Sigma schon sowieso nicht mehr.
Ich kann mir nicht mehr vorstellen den ganzen Tag mit Spiegelreflex los zu ziehen – sie gar alleine mit in Urlaub zu nehmen – undenkbar.
Aber Anschauungen und Bedürfnisse sind grenzenlos. Meine D850 und 5DSR stehen sich platt, andere würden sie sich unbedingt wünschen.
Also zur DSLR zurück – kenne ich bisher niemanden – der das ernsthaft erwägt.

Verkäufe im Handel

ich bin mit fast allen Fotohändlern einig, es gibt viel zu viele Kameramodelle. Mehr als 3, maximal 4 dürften von keinem Anbieter gleichzeitig im Verkauf sein.
Canon EOS R verkauft sich inzwischen durch massive Preisnachlässe besser, Nikon Z ebenso. Canon wird jetzt die Modelle 77D und 80D massiv abverkaufen, es sollen nur 4 DSLR Kameras übrig bleiben, 800D, 90D, 5D, 1DX.
Olympus schwächelt total und will fortan kein CashBack mehr anbieten – allenfalls noch einen Bonus in Form von Objektiven und Zubehör. Fujifilm hat sich durch seine CB-Aktionen seine Preise komplett zerschossen, ohne CB kauft kein Kunde mehr etwas.Sigma wird nur noch sehr gebremst verkauft, Tamron dafür wieder stärker.
Amis und Engländer kaufen vor allem von Canon und Sigma fast alle Europa-Lieferungen auf und wollen den Bedarf von einem kompletten Jahr ansammeln um gegen Sonderzölle zumindest ein Jahr lang gewappnet zu sein.
Verrückt!
Sony verkauft sich als einzige Marke sehr gut und bekommt ebenfalls nicht genug Ware der neuen Objektive und Kameras nach Europa.Das Problem der Alpha 6000 Baureihen ist trotzdem, dass mehr als 90% der Käufer n ur die Kamera und das 16-50 mm kaufen und allenfalls noch ein 55-210 mm Tele dazu.
Die Käufer von Wechselobjektiven werden immer weniger.

Canon-Werbung, Foto-Hefte 

Größe allein ist eine wertlose Zahl – in der jüngsten Werbekampagne wirbt Canon wieder mit dem größten Objektiv-Porfolio auf dem Markt. Damit, dass sie auch das älteste und viele noch ältere Doubletten darin listen, lieber nicht. Die Überprüfung der Fakten zeigt, Canon hat genau 70 DSLR Objektive und 2 Konverter
Nikon kann ebenfalls 70 DSLR Objektive liefern, plus 3 Konverter.
Außerdem stehen bald 6 DSLM R und 10 M Objektive zur Auswahl.
Nikon liefert nur noch 6 Z Objektive und hat die Produktion seiner 11 Objektive für Nikon 1 eingestellt.
Also abgesehen von Nikon’s teurem total-Ausfall beim kleinen Sensor haben Canon und Nikon gleiche grosse Portfolios, NIKON liefert sogar noch einige manuelle Objektive und hat mit einem Bajonett weit länger durchgehalten als Canon – die in der Zeit 5 Bajonette verschlissen haben.
Sony muss sich da noch bescheidener geben, da werden 29 VF und 18 HF Objektive plus 32 Objektive für SLT-Bajonett gefertigt = 77 Objektive!
MFT schafft nur 59 Objektive und Fujifilm HF gar nur 28 Objektive!

Also wer hat den größten?
Sony hat den neuesten!

Das neue Fototest-Heft ist wie schon so oft voll mit Sigma Werbung, die 8 Seiten Tiefotografie des Sigma-Referenz-Fotografen und Experten für Sigma muss man auch dazu rechnen.
Das Sony 200-600 mm hat im Heft einen eher schwachen Antritt gegen Canon und Nikon und die 400 mm, 600 mm und 100-400 mm Sony Objektive wurden vorsichtshalber erst gar nicht getestet – so das es gar nicht erst zu Verirrungen kommt und Canon ganz klar Sieger bei allen Tier-Fotografen bleibt (lächerlich!). Denn NIKON ist da auch nur der schwächere Zweite und Fujifilm kann jetzt plötzlich punkten.
Spannend wie man Testsieger kürt, indem man einfach andere weglässt, erst gar nicht antreten lässt.
So ist das ja auch in jedem Sport, man wird nie wissen wer der Beste ist, weil ja niemals alle unter gleichen Bedingungen antreten könnten!

Auch im Fotomagazin wurden jüngst ein paar Super-Tele-Objektive getestet – vielleicht hätten die mal jemanden fragen können, der sich damit auskennt…
“Günstig in dei Ferne” – nur wirklich günstig ist gar nicht dabei (Sigma 6.3/150-600 mm C) anstatt dessen wird wieder einmal das schwere, niemals bessere 150-600 mm Sports gepusht – vermutlich sind die Lager voll damit. Am Ende ist das Nikon 5.6/200-500 mm trotz langsamen AF, schwacher Balance und hohem Gewicht -SUPER- und büßt auch an einer D500 nur wenig ein, was so nicht stimmt. Die Mechanik bekommt 92 Punkte – also beinahe perfekt – davon habe ich in der Praxis gar nichts gemerkt. Sigma 150-600 mm schneidet sichtbar schwächer ab bei 500 und bei 600 mm – das entspricht den Tatsachen, weil Sigma an Nikon und Canon Detailschärfe durch häufig unpräzisen AF einbüßt. Manuell auf Testentfernung ist das Sigma mindestens genauso gut auflösend.Tamron 6.3/150-600 mm G2 dagegen hat Offenblendschwächen und hat auch AF-Differenzen.
Als Testsieger können nur die beiden Sony-Zooms gesehen werden, sowohl 100-400 mm GM als auch 200-600 mm G sind optisch, im Autofokus und mechanisch allen anderen Konstruktionen überlegen.

Tamron hat mit dem 1.4/35 mm einer internen Info zur Folge sein letztes DSLR-Objektiv vorgestellt.
Künftig will Tamron nur noch Objektive für spiegelfreie Kameras produzieren.
Für Pentax K und Sony A STM-(ehemals Minolta) werden schon seit längerem keine Objektive mehr produziert.
Aus Tamron Sicht ist das 1.4/35 mm der Höhepunkt ihrer DSLR-Fertigung. Ab kommenden Jahr werden auch Canon EOS-RF Objektive angeboten. Der Schwerpunkt liegt aber bei Sony Alpha E. Nikon Z sollte später folgen.

Auch Sigma produziert keine Objektive mehr für Pentax-K und keine mehr für Sony A – Sigma wird vorerst nicht aufhören auch DSLR-Objektive anzubieten, aber der Schwerpunkt verlagert sich zu spiegelfreien Objektiven für Sony E, Leica L und Nikon Z.

Um Pentax ist es schlecht bestellt, auch im 100. Jubiläumsjahr ist kein Aufbruch zu spüren.

Und auch Olympus tut sich mit seinem 100. Jahr sehr schwer, die Nachfrage und die Verkaufszahlen sind stark zurück gegangen, die E-M5III wurde auf Spätherbst verschoben.

Huawei brauchen die japanischen Fotokonzerne wohl so bald nicht mehr zu fürchten, denn ohne den größten US-App-Store ist die Marke bald bedeutungslos.
Was sie aber fürchten sollten, sind die aufmerksamen Umwelt-Retter, die immer bewußter kaufen.
Denn Firmen wie Canon, Nikon und Fuji versprechen zwar CO2 Anstrengungen, doch in Wahrheit sieht es ganz anders aus:
1. Olympus steht am besten da, viele moderne Fabriken
2. Panasonic ähnlich gut
3. Sigma achtet sehr auf umweltverträgliche Produktion
4. Sony landet im Mittelfeld
5. Fuji tut viel, verballert aber weiter munter Instax-Sofortbild und Kameras
6. Nikon tut kaum etwas Gutes für die Produktion und

7. Canon steht am allerschlechtesten dar.

Bei der Kaufentscheidung wird das zukünftig eine gewichtige Rolle spielen.
Bevor wir bald noch länger an Motiven schlage stehen oder gar keine Naturmotive mehr lebendig sind – sollten vor allem wir Tier- & Natur-Fotografen mitdenken und Änderungen im Verhalten aller Menschen herbei führen.

Rechte:
Für mich bemüht das Zusammenleben in Deutschland und Europa und der gesamten Welt ja weniger auf demokratisch legitimierten Rechten und Verpflichtungen als vielmehr immer noch stärker auf dem Rechtsempfinden der Multimillionäre. Demokratie stelle ich mir anders vor.
Foto-Recht – weil ich selbst häufiger betroffen bin –
Sie dürfen jeden Hund, Katze, Pferd, Kaninchen und auch andere Haustiere jederzeit fotografieren und auch veröffentlichen – solange sie auf öffentlichem Boden stehen oder vom Besitzer des Privatgeländes die Erlaubnis dazu haben.
Ich gehe auch noch einen Schritt weiter in meinen Gedanken, Tiere und Pflanzen können niemandem gehören, auch dann nicht wenn er sie gekauft hat, sie füttert/pflegt und auf seinem Besitz in “Gefangenschaft” hält. Auch viele Zoos und Tierparks gehen mir da mit ihren Besitzansprüchen zu weit.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht