Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

24. August 2019
Kleine Tele-Historie der 10er Jahre

Mich erreichte ein Leserbrief eines lieben und erfahrenen Kollegen:

Hallo Harry,

die Canon 90D mit dem 100-400 wird vermutlich meine nächste Anschaffung sein. Hier stimmt alles: Preis, Auflösung, Brennweite, Gewicht.
Was will man mehr? Höhere Lichtärke des Objektivs wäre schön, aber zu viel Gewicht.  Es wird allerdings nicht leicht, die G9 mit den vorhandenen Objektiven zum angemessenen Prteis zu verkaufen.
Insbesondere das 2,8/200mm hat keinen Markt, obwohl ein sehr gutes Objektiv!
LG

Ich antwortete darauf:
Hallo 
du Canon-Optimist…

der Canon Preis steht ja noch nirgendwo und was der Sensor wirklich kann sowieso nicht!
dann sind alle Probleme wieder da – 
Front- & Backfokus; Sensor-Staub; fehlende Bildstabilisierung im Gehäuse, die fehlende Sicht auf das fertige Bild etc pp
Also ich besorge mir sofort eine, wenn Sony keine Alpha 7000 bringt, wie ich sie mir vorstelle – stabil, schnell, Sucher in der Mitte – also so wie die G9…
aber ich habe große Zweifel bei der Firma Canon – das ist der nächste Schwanengesang
und das 100-400 mm L II kann jetzt schon längst nicht mehr mit der Schärfe und Leistung des Sony 200-600 mm mit halten und das bietet 200 mm mehr und nur ⅓ Blende Licht weniger,
bei nur 2000€ und die 32 MP Kamera kommt hier jetzt zeitgleich – ohne Spiegel-Brimbamborium.
Und so schlecht ist die G9 ja noch lange nicht.
Hallo Harry,
die G9 ist ja auch nicht schlecht, nur der C-AF ist mies. Was könntest Du für C-AF Einstellungen empfehlen? Ich habe AF-Empfindlichkeit +1 und ein Messfeld aktiviert. Mehrere Messfelder zB. 9-Gruppe (Multi Individuell) bringen keine befriedigenden Ergebnisse, obwohl eigentlich empfohlen.
LG

Hi

ich hab mir angewöhnt den C-AF nicht zu verwenden, ich tippe wie früher einfach häufig auf den Auslöser, damit er schnell immer wieder neu fokussiert, wenn sich etwas bewegt und das klappt auch.
Es ist nur eine Frage wie man das Werzeug verwendet. Und der C-AF ist sauschnell, er springt nur leider, man bekommt auch damit Treffer, aber eben nicht die komplette Serie.
Ich nehme oft nur ein Messfeld und führe das. 9er Messfelder verwende ich auch – für fliegende Vögel ist die Kamera mit C-AF einfach nicht so optimal, bzw man braucht mehr Versuche und Glück,
aber auf jeden Fall ist sie viel schneller scharf am Motiv als jede EOS bis heute.
Jedes System hat seine Tücken, es gibt kein fehlerfreies und schon gar keins was für alle Tiermotive – Situationen gleich gut funktioniert.
Auch die Sony mit ihrem tollen RTF und Augen-Such-Fokus erkennt sehr oft die Augen nicht, kommt manchmal schwer durch Geäst und Hindernisse hindurch, stellt ab und zu in der Serie einfach unscharf und macht die seltsamsten Sachen.
Also Perfektion ist einfach eine Utopie.
Der Punkt ist, man muß sich an seine Ausrüstung gewöhnen, die Schwachstellen ausloten und immer wieder „kämpfen“ um ein noch besseres Bild zu bekommen.
Entscheidend für Schnelligkeit sind aber die Objektive und da sind die Unterschiede von Hersteller zu Hersteller und auch beim gleichen Hersteller immer noch groß.
Nicht so sehr bei der erreichbaren Bildgüte – aber sehr beim Autofokus und der Ansprechgeschwindigkeit und wie gut die Kamera das Objektiv bei Serien im Griff hat.

Und da gibt es immer die Diskusion um das Olympus 4.0/300 mm gegen das Panasonic-Leica 2.8/200 mm plus 1.4x Konverter und bei mir war das Pana-Leica fast immer schneller am Motiv, vor allem an der G9, aber auch an der E-M1II, deshalb habe ich mein 300 mm abgegeben.

 

So dumm es vielleicht klingt – neuer ist sehr häufig besser und schneller.

Kleine Super-Tele & Tele-Zoom-Historie des Jahrzehnts:
(und damit sind ausnahmslos alle Konstruktionen bis auf das 2.8/300 mm L IS II von Canon mit einem Schlag veraltet)
– 2013 erscheint das Canon 4.0/200-400 mm  +1.4x
– Ende 2013 wird Canon düpiert vom 1100€ Schnäppchen: Tamron 6.3/150-600 mm, das war bei Erscheinen genial preiswert und gut,
– das Sigma 6.3/150-600 mm hatte weniger Staubprobleme und ist bei 400-600 mm schärfer (C Version, von der schweren Sport-Version halte ich nichts – die mag gut sein beim Regen und extremen Wetter, aber nicht in der Schärfe bei 400-600 mm gleich gut!),
– das neue Canon 5.6/100-400 mm L IS II war auch mit Konverter noch schnell und sehr gut,
– Pentax hielt es endlich für notwendig ein 5.6/150-450 mm zu bringen, weil kein Sigma und kein Tamron verfügbar war – aber überirdisch scharf und besonders schnell ist es leider nicht geworden und es ist schwer
– dann kam Mitte 2015 überraschend das preiswerte Nikon 5.6/200-500 mm, klasse bei 500 mm und erheblich besser als alle Zooms die es für Nikon bis dahin gab (einschließlich 5.6/80-400 mm & 4.0/200-400 mm), aber eben wieder relativ langsam im AF und schwer, zwischendrin
– Tamron schiebt ein verbessertes, staubdichteres 6.3/150-600 mm nach – aber die kleine Schwäche bei 400-600 mm bleibt
– im Januar 16 erschien das Leica-Pana 6.3/100-400 mm, anfangs genial und richtig gut wenn man es nur bis 300 mm nutzt, ja das Zoomen kann etwas nerven, aber allemal besser als alle 70-300 mm von Pana und Oly
– fast zeitgleich kam endlich das Olympus 4.0/300 mm PRO IS (war lange verzögert durch die Neuentwicklung mit IS), optisch super, aber auch lang, schwer und teuer
– Fujifilm brachte das schnelle, leichte 5.6/100-400 mm – das sogar mit Konverter gut arbeitet – aber es scheiterte zunächst an lahmen Kameras und hat jetzt noch kleine Nachteile dadurch
Wir sind immer noch Anfang 2016 – also alles ist vor mehr als 4 Jahren entwickelt worden!!!
– Canon bringt Ende 2016 mit dem 5.6/70-300 mm STM das Telezoom mit dem bei weitem schnellsten AF-Antgrieb aller Zeiten (viel schneller als 300mm – 400 mm – 500 mm – 600 mm Supertele! und auch schneller als 100-400 mm L ISII) aber natürlich bei 5.6/300 mm nur gut bis sehr gut in der Bildgüte – das 100-400 mm ist schärfer
– ein schweres Sigma 4.0/500 mm SPORT erscheint, der AF ist flott, aber an keiner Kamera wirklich schnell, das Handling ist eher mühevoll
– Mitte 2017 kommt Sony mit dem 5.6/100-400 mm und 2 Konvertern, die passen udn wie bei Fuji praktisch keine relevanten AF-Geschwindigkeitseinbrüche bei ausreichend Kontrast haben und es ist das bis dahin beste, schärfste Zoom bei 400 mm Brennweite
– Tamron bringt das superlahme 6.3/18-400 mm – ein schlechter Witz, auch optisch
– Mitte 2018 kommt dann das Leica-Pana 2.8/200 mm – für mich eine überragend kompakte Festbrennweite für die Tierfotografie, vor allem an G9 und GH5
– 2018 kommt Nikon endlich mit dem 4.0/180-400 mm +1.4x, sehr gut, aber zu schwer – das brauchen nur wenige – Nikon hätte wenigstens einen 1.7x oder 2x Konverter einbauen können, verpasste Chance
– Tamron 6.3/100-400 mm ist gut und nicht langsam sowie handlich und kompakt, vor allem an Nikon ein Gewinn
– Mitte 2018 verändert sich alles im Telebereich: Das Sony 2.8/400 mm erscheint und dominiert seit dem, optisch und im Autofokus
– Fujifilm versucht Aufmerksamkeit mit dem 2.0/200 mm – fett und schwer und wenig handlich, die Schärfe stimmt – aber trotz Halbformat-Sensor und sehr guter Konverter, meistens zu kurz in der Brennweite
– Nikon wagt das 5.6/500 mm PF in Superleichtbauweise für 4000€ – aber eben leider bisher kein 5.6/600 mm –
– Canon zieht ende 2018 mit 2.8/400 mm und 4.0/600 mm in Leichtbauweise nach und baut für das „falsche“ alte Bajonett – für mich enttäuschend
– Sigma bringt ein sehr gutes 6.3/60-600 mm – aber eben sauschwer
– Olympus kündigt das 4.5/150-400 mm +1,25x PRO IS an – darauf warten wir ja insgeheim alle, vor allem auf Gewicht udn Preis – denn die Performance wird Olympus hin bekommen
– Sony bringt 6.3/200-600 mm – die Schärfe ist bei 400-600 mm so uneingeschränkt hoch – das es alle anderen Zooms auf die Plätze verweist – aber es ist lang und bietet nicht den schnellsten AF
– Sony hat außerdem ein 4.0/600 mm in Leichtbauweise und bester Qualität
Da stehen wir jetzt: Einsamer Sieger aller Klassen: SONY
Panasonic überzeugt auch und Olympus hat noch das letzte Ass im Ärmel
Canon kann bisher nicht mehr so richtig punkten, daran wird auch eine EOS 90D nicht so viel ändern können – vermute ich.
Nikon ist wieder weit abgeschlagen, nicht so weit wie Pentax und Fujifilm, aber trotzdem, ein 5.6/500 mm PF rettet Nikon nicht, schon gar nicht wenn es nicht lieferbar ist.
Wer Tele-Motive und Bewegung für seine Motive braucht – muß entweder viel Geld ausgeben und einiges Gewicht tragen und Sony kaufen oder er bleibt preiswert und leicht mit Panasonic.
Viel Hoffnung ruht auf dem Olympus Zoom – es darf nur nicht über 6000€ kosten… aber ich fürchte, da verrechnen sich viele, ich kalkuliere mit 8000€
MFT braucht einen frischen Sensor, der weniger rauscht, Panasonic einen neuen C-AF und Olympus eine neue, vernünftige Kamera.
Canon braucht komplett neue Kameras, neue Zooms, neue Festbrennweiten (2.8/300 mm & 4.0/500 mm & 4.0/400 mm DO)
Nikon braucht 5.6/600 mm PF um sich wirklich zu retten und dazu 2.8/300 mm und 2.8/400 mm in Leichtbauweise und ein 6.3/200-600 mm mit shcnellerem AF als Sony
Fujifilm braucht ein 2.8/300 mm, 4.5/500 mm und sollte ein 4.5/50-300 mm wagen.
Ihr seht, ich gebe mir immer Mühe mit Leserbriefen – also gerne eine Mail an mich:
HarryPX@T-Online.de
 

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23. August 2019
Objektive für alle Systeme 2019

Wer fertigt die besten Objektive in welchem Bereich?
(oder ehrlicher, welche Hersteller schaffen die kleinsten Kompromisse aus Kosten, Gewicht/Abmessungen, Schärfe & Performance?)

Ich gehe bei einem technologischen Umschwung, wie jetzt, immer davon aus, das wir alle bei 0 stehen und uns frei entscheiden sollten!

Das Bajonett ist entscheidend!
Aktuell werden für Kameras 17 verschiedene Bajonette angeboten. Davon sind 4 exklusiv dem Mittel-Format vorbehalten.

  Nr. Bezeichnung FORMAT Durchmesser  Auflagemaß Hersteller-Kamera-Baureihen
01. Canon EF Voll-Format 54 mm   44 mm Canon EOS
02. Canon EF-M Halb-Format 47 mm   18 mm Canon EOS M
03. Canon EF-S Halb-Format 54 mm   44 mm Canon EOS
04. Canon RF Voll-Format 54 mm   20 mm Canon EOS R
05. Fujifilm X Halb-Format 44 mm   17,7 mm Fujifilm X
06. Leica L Voll- & Halb-Format 51,6 mm   20 mm Leica CL, SL, TL2;
Panasonic Lumix S; Sigma
07. Leica M Voll-Format 44 mm   27,8 mm Leica M
08. Micro Four Thirds 17,3 mm × 13 mm 38 mm   19,3 mm Olympus Pen, OM-D;
Panasonic Lumix G
09. Nikon F Voll- & Halb-Format 44 mm   46,5 mm Alle Nikon
10. Nikon Z Voll-Format 55 mm   16 mm Nikon Z6, Z7
11. Pentax KA Voll- & Halb-Format 44 mm   45,5 mm Alle Pentax
12. Sony A Voll- & Halb-Format 49,7 mm   44,5 mm Sony α
13. Sony E Voll- & Halb-Format 46,1 mm   18 mm Sony α FE & E

 

Dieser Umschwung wurde drei mal durch die Einführung neuer Bajonette ausgelöst und einmal durch die Transformation von Filmmaterial zu digitalen Bildsensoren.
Am Anfang gab es Schraub-Anschlüsse wie M42mm mit denen Objektive an Kameras befestigt werden konnten – es folgten die ersten Bajonette, wie Zeiss, Exakta, Praktina, Praktica, P6, Minolta MD, Nikon F, Canon FD und zuletzt Pentax K.
Bis dann für neue Elektronik und die automatische Fokussierung bei zwei Anbietern (Minolta, Canon) wieder neue Bajonette notwendig waren.
So war es schon bei Einführung des Autofokus – da hat sich die anspruchsvollste Klientel ohne wenn und aber für CANON entschieden – beim Zweiten wichtigen Inovationsschritt – den digitalen Sensoren kamen entschlossene, neue Anbieter wie Panasonic, Sony, Leica neu hinzu.

Jeder kann dazu stehen wie er möchte, aber die Fakten im Sensor- und Objektivbau und sogar in der AF-Steuerung sprechen seit 2 Jahren eine klare Sprache für Sony und gegen Canon, Nikon.
Mit jedem neuen Objektiv werden Canon und Nikon Vollformat entzaubert:
Sony 4/12-24 mm- 4.0/24-105 mm – 5.6/100-400 mm – 1.4/24 mm – 2.8/90 mm – 2.8/400 mm – 1.8/135 mm – 6.3/200-600 mm sind praktisch konkurrenzlos.

Vieles muss man bei Objektiven beachten und noch mehr bei Tests.

– ein Objektiv mit einer festen Brennweite liefert IMMER mehr Bildqualität – auch und besonders unter schlechteren Lichtbedingungen – als ein Zoom-Objektiv mit variabler Brennweite!
– Zoom-Objektive sind immer ein Kompromiss und Vielen ist beim Lesen von Tests nicht klar, bei welcher Brennweite und Lichtstärke das Objektiv am besten ist und an welcher Kamera es noch leistet
– KEIN Hersteller ist per se besser als alle anderen!

 

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22. August 2019
AF-Objektiv-Schlüssel-Technik: Canon, Nikon, Sigma


Warum bringt die Firma Nikon immer Jahre verspätet Objektive praktisch gleicher Bauart wie Canon?

Man kann an den Neuvorstellungen der Objektive ganz deutlich erkennen, das Nikon die allermeisten Objektive einfach „nachbaut“. Sie nehmen sich eine Canon-Neuerscheinung vor, geben sie zu den Ingenieuren und dann dauert es einige Jahre (meist 3-10 Jahre) , bis Nikon ein vergleichbares Objektiv hat. Es gibt nur wenige, spannende Ausnahmen die Nikon nicht abgekupfert hat oder wo Nikon eigene Wege geht.
Nikon hat nicht das 2.8/65 mm Lupen-Objektiv, dass Canon bereits 1999 vorgestellt hat.

Nikon hat das 1996 vorgestellte 4.0/400 mm DO oder die anderen DO Objektive sehr lange unbeantwortet gelassen – erst 2014 erschien mit dem 4.0/300 mm PF eine Antwort mit vergleichbarer DO-Bauweise. Das ist auch schon für mich die positivste Ausnahme. Denn das 4.0/400 mm wurde nur von wenigen Fotografen jemals akzeptiert. Es ist nicht so wesentlich leichter wie ein 2.8/300 mm und aus diesem lässt sich mit 1.4x Extender schnell ein 4.0/400 mm machen – dann wiegt es immerhin 675g mehr.
Canon baute an einem 4.0/600 mm DO und keiner weis ob das je auf dem Markt kommt. Nikon soll zusätzlich am 5.6/600 mm PF rechnen – das scheint der bessere Weg. Daraus ist nur ablesbar, dass Canon und bald auch Nikon die DO-Technik im Griff haben und forcieren um am Ende mindestens vergleichbar leicht bauen zu können, wie Systeme ohne Spiegel und Systeme mit kleineren Sensoren.

Objektivtechnik:
Das Pentax, Sony, Leica und alle anderen jahrelang hinter Canon und Nikon her hinkten, daran waren wir gewohnt – doch wie verhält es sich mit den beiden gleich aufgestellten Rivalen Canon und Nikon?

Ultraschall-AF-Technik:
Canon 1987 – Nikon 1998 – 11 Jahre Vorteil Canon
Canon 2.8/300 mm L USM (1987)
Nikon AF-S 2.8/80-200 mm ED (1989)
Nikon AF-S 2.8/300 mm ED (2001)

Erstes AF-Ultra-Tele:
Canon 5.6/1200 L USM (07-1993)

Erstes Super-WW-Zoom:
– 3 Jahre Vorteil Canon
Canon 2.8/17-35 mm L USM (04-1996)
Canon 2.8/16-35 mm L USM (12-2001)
Nikon AF-S 2.8/17-35 mm ED (1999)

Erstes lichtstarkes Reportage-WW-Zoom:
– 5 Jahre Vorteil Canon
Canon 2.8/24-70 mm L USM (11-2002)
Nikon AF-S 2.8/24-70 mm ED (2007)

Erster Bildstabilisator im Wechselobjektiv:
– 5 Jahre Vorteil Canon
Canon 1995 – Nikon 2000
Canon 4.0-5.6/75-300 mm (1995) – 4.0/300 mm L IS (1997)
Nikon 4.5-5.6/80-400 mm ED VR (2000)

Erste DO-Leichtbauweise:
Canon 2001 – Nikon 2015 – 14 Jahre Vorteil Canon
Canon 4.0/400 mm DO IS (2001)
Canon 4.5-5.6/70-300 mm DO (2004)
Canon 4.0/400 mm DO IS II (2014)
Nikon 4.0/300 mm PF (2015)
Nikon 5.6/500 mm PF (2019)

Erstes Lupen-Objektiv für KB-AF-Kamera:
Canon 1999 – Nikon ???
Canon MP-E 2.8/65 mm

TSE – Ultra-WW-Bauweise:
Canon 1991 – Nikon 2008 – 7 Jahre Vorteil Canon
Canon 4.0/17 mm TSE L – 2009
Nikon 4.0/19 mm PC-E (2016)

Erstes 10 fach Zoom:
Canon 1993 – Nikon 2005 – 12 Jahre Vorteil Canon
Canon 3.5-5.6/35-350 mm L
Nikon AF-S 3.5-5.6/18-200 mm VR (2005)

Erstes Fish-Eye-Zoom KB-Vollformat:
(Pentax – Tokina)
Canon 2011 – Nikon 2017 – 6 Jahre Vorteil Canon
Canon 4.0/8-15 mm Fisheye
Nikon AF-S 4.5/8-15 mm Fisheye

Aluminium-Carbon-Leichtbauweise:
Canon 2011/2012 – Nikon 2014/2015
– 3 Jahre Vorteil Canon
Canon 2.8/300 L IS II – 2.8/400 L IS II – 4.0/500 L IS II – 4.0/600 L IS II – 5.6/800 L IS II

Super-Leichtbauweise Super-Tele-Objektiv:
Sony 2018 – Sony 2.8/400 mm GM
Canon Ende 2018 2.8/400 mm – 4.0/600 mm
Sony 2019 – Sony 4.0/600 mm GM
Nikon ???
– ½ Jahr Vorteil Sony – 3 Jahre Vorteil Canon
Canon 2.8/400 L IS III – 4.0/600 L IS III

Micro-Ultraschall-Antriebe:
Canon 1915 – Nikon 2017
– 2 Jahre Vorteil Canon

BL-Linsen-Glas:
Canon 2015 – Nikon ???
Canon 1.4/35 mm L II
Canon R 1.2/85 mm L

Erstes Zoom-Objektiv mit eingebautem Konverter:
Canon 2013 – Nikon 2018 – 5 Jahre Vorteil Canon
Canon 4.0/200-400 mm L IS USM x1.4x
Nikon 4.0/180-400 mm ED VR FL x1.4x
Olympus 4.5/150-400 mm +1,25 mm PRO IS

Erstes Ultra-WW-Zoom:
Sigma 4.5-5.6/12-24 mm
Canon 4.0/11-24 mm L IS (2015)

Erste ultra-lichtstarke Festbrennweite:
Canon 0,95/50 mm L
Voigtländer 0,95/25 mm

Nikon’s eigene Autofokus-Objektiv-Wege:

DC-Technik zur Steuerung der Hintergrund-Unschärfe – 1990
AF 2.0/105 mm DC
AF 2.0/135 mm DC

Erstes Micro-Zoom:
AF 4.5-5.6/70-180 mm Micro (1997)

Erstes Macro-Objektiv mit VR-Bildstabilisator:
Nikon 2.8/105 mm VR – 2006

Erstes höchstlichtstarkes Tele jenseits 85 mm:
Nikon AF-S 1.4/105 mm – 2016

Erstes Supertele mit berechnetem Konverter:
Nikon AF-S 5.6/800 mm VR FL – 2013

Erstes lichtstarkes Super-Weitwinkel-Zoom:
Nikon 2.8/14-24 mm – 2007

Erstes AF-Super-Tele Zoom:
Nikon 4.0/200-400 mm – 2004

Erstes AF-Super-Tele-Zoom in fester Lichtstärke über 400mm:
Nikon 5.6/200-500 mm – 2015

 

Bei den DSLR-Kameras hat Nikon offensichtlich wieder die Führungsrolle übernommen.

Nikon hatte die 1, da hat Canon noch lange keine EOS M Kamera eingeführt
Nikon hatte die D750 längst vor der EOS 6DII

Nikon deklassiert mit der D500 alles, lange vor einer 7DIII

Nikon hat eine D850 und Canon setzt nichts dagegen

 

Objektive wie ein: 1.4/35 mm, 4.0/300 mm; 4.5-5.6/100-400 mm sind zwar neu für einige frische Systeme, doch deshalb keineswegs innovativ. Ein kompaktes, schnelles 4.0/300 mm mit Bildstabilisator hatte Canon schon vor 19 Jahren und ein 5.6/100-400 mm IS auch schon vor 18 Jahren. Canon ist neben Nikon und Sigma schon seit Jahrzehnten der Innovationsmotor der Objektiv-Fertigung.
Heute versuchen vor allem Olympus, Panasonic und Fujifilm kleinere, leichtere Hochleistungs-Objektive zu schaffen.

Doch was gab es in den letzten Jahrzehnten, seit Einführung des Autofokus 1985 von Minolta wirklich innovatives?

Zweifelsfrei sind die Leica-M-Objektive die kleinsten, leichtesten und abbildungsmäßig besten Objektive auf dem Weltmarkt.
Wenn man bedenkt das selbst Objektive für kleinere Bildformate (mFT-APS-C) oft kaum kleiner sind und die Abbildungsleistung meist nicht erreicht wird, ist das sehr deutlich. Vor allem die Summicrone mit f:2.0 Ausgangslichtstärke sind die besten und beliebtesten festen Brennweiten auf dem Markt. Mit Lichtstärke f:2.8, f:2.5 und f:2.4  war Leica nie so erfolgreich und selbst f:1.4 und f:0.95 haben Konkurrenz bekommen.
Allerdings haben auch alle Leica M-Objektive einen entscheidenden Nachteil, sie fokussieren alle nur einen Bereich von 0.70 bis unendlich und sind im Bereich unter etwa 1.50m nicht sonderlich herausragend. Damit sind sie im Nahbereich kaum eine Empfehlung wert. Es bleiben Reportage- und Strassen-Objektive, am beliebtesten sind 35 mm und 50 mm gefolgt von 28 mm, 24 mm und 75 mm. Immerhin hat es Leica geschafft den Bereich der Brennweiten auf 16-135 mm auszudehnen. Es gibt Objektive wie das 2.0/75 mm, 2.0/90 mm und das 3.4/135 mm, doch das sind im M-System schon Exoten, da es nicht wirklich Freude macht und sehr ungewohnt ist mit einem Tele den Bildausschnitt und die Schärfe im M-Sucher fest zu legen.

Die bedeutendsten Leica M-Objektive:
Summilux 1.4/21 mm Asph FLE
Summilux 1.4/24 mm Asph FLE
Summicron 2.0/28 mm Asph
Summilux 1.4/35 mm Asph FLE
Summicron 2.0/35 mm Asph
Noctilux 0.95/50 mm Asph
Summilux 1.4/50 mm Asph
Summicron 2.0/50 mm Asph

Doch die machen allesamt an anderen Sensoren, als dem Leica-Sensor keine so gute Figur und liefern an Sony Alpha-Kameras und anderen Vollformatkameras leider keineswegs Höchstleistungen. Das schaffen sie nur an Leica M oder SL Kameras.

Doch Fujifilm gräbt Leica langsam das Wasser ab, nicht nur, dass eine Fujifilm X-T3 leichter kleiner und handlicher ist, und sie die gleichen fantastischen Möglichkeiten zum Überblicken des Motiven im Sucher bietet (außer dem eigentlichen Bildrahmen ist auch der Bereich um das Motiv herum sichtbar und somit der ideale Moment weit besser abschätzbar) und zusätzlichem elektronischen Live-Bild im Sucher mit allen Korrekturen, Filterungen – so wie das Bild tatsächlich werden wird – nein auch die Fujinon-Objektive überholen Leica.
Damit gibt es erstmals eine echte Alternative zur Leica M – wenn auch mit halbierter Sensorfläche – das bringt jedoch in den meisten Fällen mehr Vorteile, als Nachteile (größere Schärfentiefe, kleinere Bauart). Fujifilm hat aus meinem Blickwinkel nur den Fehler gemacht, den Fotografen gewohntes zu bieten und sich nicht an das idealere 4:3 oder gar an ein quadratisches 1:1 Bildformat heran gewagt.
Bei Fujifilm sind nicht alle Objektive mit schnellstem AF versehen und der Blendenring ist ebenfalls nicht bei allen perfekt umgesetzt, sichere Tipps auf Leica-Niveau sind aber:
2.8/14 mm
1.4/16mm
1.4/35 mm
1.2/56 mm
2.0/90 mm
2.8/50-150 mm
4-5.6/100-400 mm

Canon 4.0/200-400 mm L IS x1,4
Am Anfang war ein 4.0/200-400 mm Nikkor mutmanuellem Fokus, das wurde von berühmten Fotografen wie Art Wolfe sehr geliebt, dann kam endlich das AF-S 4.0/200-400 mm VR, was für mich ein guter Grund war um mit dem Nikon System zu arbeiten und 2010 wurde es halbherzig mit besserem VRII ausgestattet. Aber warum musste es so lang und so schwer sein? Immerhin der erreichbare Abbildungsmaßstab ist mit 1:3,7 sehr beachtlich.
Canon hatte dann 2012 endlich ein Einsehen und brachte das sehr innovative 4.0/200-400 mm L IS mit einschwenkbarem 1,4x Extender, das zusätzlich noch mit einem weiteren Konverter eingesetzt werden kann.
Doch es bleibt lang und schwer, ist aber schneller und schärfer als das Nikkor und deutlich kostspieliger.
Heute müßte es ein: 4.0/50-300 mm x2 mit Bildstabi sein, mit eingebautem 2x Konverter.

Tamron 5.0-6.3/150-600 mm VC USD SP
Am Anfang der Super-Telezoom-Riesen die bis 500 mm und 600 mm reichten, standen manuelle Canon 5.6/150-600 mm und Tokina 5.6/150-500 mm. Dann folgten einige unbefriedigende, preiswerte Konstruktionen, ein Sigma 6.3/50-500 mm war ganz brauchbar und sogar das sauschwere 5.6/300-800 mm fand den Weg auf den öffentlichen Markt, Olympus hatte immerhin ein 2.8/90-250 mm für den kleinen mFT-Sensor, doch erst die handliche und 1900g leichte Konstruktion von Tamron: 5.0-6.3/150-600 mm mit leisem AF und Bildstabilisator ebnete den Weg. Inzwischen ist es als verbesserte G2 Version erhältlich, besser abgedichtet, besser verarbeitet und mit Konvertern kompatibel. Sigma folgte mit 2 Konstruktionen 150-600 mm und sogar Nikon mußte ein 5.6/200-500 mm bringen. Als nächstes sollte ein leichteres 6.3/100-600 mm möglich sein.

Canon 4.0/11-24 mm L USM
Canon 4.0/400 mm DO
Canon 4.0/8-15 mm Fisheye-Zoom
Canon 2.8/65 mm Lupe
Canon 2.0/200 mm
Canon TS-E 4.0/17 mm
Tokina 2.8/60-120 mm – Sigma 2.8/50-150 mm
Sigma hat mit dem 1.4/20 mm ART seinen eigenen Rekord gebrochen
Sigma 2.0/24-35 mm
Sigma 1.8/135 mm
Sigma 2.8/180 mmm
Sigma 2.8/150 mm
Sigma 2.8/120-300 mm
Sigma 2.8/200-500 mm
Pentax 1.8/135 mm
Olympus 2.8/7-14 mm
Olympus 1.8/8 mm Fisheye
Fujinon 1.4/16 mm
Fujinon 1.2/56 mm
Tamron 3.5-6.3/16-300 mm
Voigtländer 0.95/10.5 mm
Zeiss Sony FE 1.8/24 mm

SIGMA war immer besonders kreativ und brachte so machen Stein ins Rollen.
Nachdem Sigma jahrelang mit den Zoom-Brennweiten neue Bereiche erobert hat, liegt heute der Schwerpunkt auf kostspieligen, hochlichtstarken Festbrennweiten.
Der verwendete Begriff “ART” suggeriert dann auch gleich im Unterbewusstsein, das aus jedem Knipser damit ein Künstler werden kann.

Als ART werden angeboten: 1.8/14 mm – 1.4/20 mm – 1.4/24 mm – 1.4/28 mm – 1.4/35 mm – 1.4/40 mm – 1.4/50 mm – 1.4/85 mm – 1.4/105 mm – 1.8/135 mm – 2.0/24-35 mm – 2.8/24-70 mm – und für das Halbformat, DX: 1.8/18-35 mm – 1.8/50-100 mm – 1.4/30 mm.
Wirklich wichtig und fotografisch sehr gut einsetzbar finde ich davon nur: 1.4/35 mm – 1.8/135 mm und 2.8/24-70 mm
Wie immer ist Sigma nicht sonderlich konsequent, nicht nur die Lichtstärken f:1.4 oder 1.8 sondern auch 2.0 und sogar 2.8 werden mit ART bezeichnet.
Für den SPORT sind bisher nur 3 Objektive vorgesehen: 2.8/120-300 mm – 5-6.3/150-600 mm und 4.0/500 mm.