Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

7. März 2019
Nutria Frühling 2019



 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

7. März 2019
Frische Erkenntnisse


Das Leben ist eine Achterbahn, ist Veränderung, Anpassung, ewiges Lernen. Nichts bleibt wie es ist. Gerade ziehen die Kamera-Neuerscheinungen den Fotomarkt nicht nach oben, sondern reißen alle noch weiter nach unten.
In Japan ist schon wieder Frühlingsmesse und Chinesen fluten den Markt weiter mit Objektiven… ich weiß nicht was ich mit den ganzen lichtstarken Festbrennweiten ohne AF anfangen soll, mit Kamlan, Samyang, Yongnuo, Meike & Co.Ich verspüre weder Lust eines davon auszuprobieren noch damit mühsam zu fokussieren, sorry, das ist einfach nicht meine Welt. Wenn ich preiswert eine Festbrennweite brauche, schaue ich bei Nikon oder Pentax nach, da gibt es reichlich Auswahl.

Wenn ich mein Tagebuch durchlese, was ich so vor 4-5 Jahren geschrieben habe, damals noch sehr canonlastig, dann ist davon heute einiges nicht mehr wahr. Es war damals aufrichtig und wahr, heute nicht mehr.
Ich habe einen ganzen Tag bei Nikon verbracht und kam endlich dazu, einmal alle Objektive mit Adapter an den Z-Kameras auszuprobieren. Es ist gut, das wenigstens Nikon jetzt versucht ein bisschen an Sony aufzuschließen und immerhin jetzt auch ähnlich schnelle Augenerkennung per Firmware für die Z-Kameras anbieten soll. Umso bitterer ist, das man von Canon da nichts hört.
Anders als bei Canon EOS R arbeitet der Z-Adapter mit neueren AF-S Objektiven und deutlich spürbare AF-Einstellungsverluste. Besonders 300 mm PF und 500 mm PF fokussierten ungebremst schnell auch an der Z6/Z7. Sonst konnte ich kleinere Unterschiede bei wenig Kontrast ausmachen, mit den Makro-Objektiven und generell im Nahbereich und ein Nikon Z24-70 mm fokussiert schneller von Nah bis Unendlich als ein AF-S 24-85 mm oder 24-70 mm. Canon ist da mit seinen Double-CMOS-Sensor-AF-Technik deutlich gebremster.

Inzwischen haben auch ein paar meiner Stammleser hier, ihre Fotoausrüstung um Sony Kameras ergänzt. Es macht ungeahnte Freude das neue Terrain gemeinsam auszuloten. Canon hat seinen Fotografen einfach schon viel zu lange nur Krümmel nach langem Warten hingeworfen. Und die Aussicht auf schnelle R-Kameras, die dann für jenseits 4000€ eingeführt werden. ist auch nicht wirklich verlockend.
Gerade werden wieder vermeintliche Mythen über Sony erklärt.
Für mich ist es nur logisch, dass Sony mit Einführung des E-Bajonetts etwas kopflos gehandelt hat und das es zunächst nur für Halbformat und Video gedacht war. 2011 war noch kein Hype um Vollformat absehbar, da gab es nur den verzweifelten Versuch mit NEX Anschluß an Panasonic mFT zu finden. Und schon das schnelle verschwinden der Bezeichnung NEX und die plötzliche Einführung von der Alpha 7 belegen für mich, das Sony noch keine ausgereifte Strategie hatten. Auch wenn Sony bereits 2010 in Interviews Pläne für Vollformat geäußert hat, so war nicht klar, dass VF breite Akzeptanz finden würde.

Der Verkauf von Fotokameras sinkt weiterhin bedenklich. Im Winterhalbjahr wurden bisher gut 20% weniger Kameras als vergangenes Jahr verkauft – der Boden ist also noch nicht erreicht. Das finde ich umso bedenklicher, weil Canon, Nikon und auch Panasonic, Fuji, Olympus neue Kameras vorgestellt haben. Aber viele verhalten sich so wie ich und warten auf ausgereifte Modelle und kaufen erst einmal nicht.
Die Verluste an einer Kamera , die jetzt 3000-4000€ Löcher im Budget reißt sind auch einfach zu hoch. Hat man bisher eine Kamera bis 2000€ gekauft, hat man in den ersten 2 Jahren 300-500€ Wertverlust, bei den jetzigen Kameras werden es weit über 1000€ sein. Hinzu kommt, das die meisten sie ja nicht kaufen wollen und Hersteller wie Fuji, Panasonic und bald auch Canon und Nikon die Preise durch CashBack drastisch senken werden. Fujifilm hat sich ja schon seine beste Kamera, die X-H1 verschossen und Olympus wird mit der E-M1X und Canon mit der EOS R das gleiche Schicksal blühen.

Olympus hat jetzt auch schon schnell angekündigt, daß bis Sommer eine E-M5III kommen wird. Ich mochte schon den Vorgänger trotz guter Technik und gesteigerter Leistung nicht und er hat sich auch nicht gut verkauft. Und ich vermute sogar das Olympus bis zum Jahresende auch die E-M1 renovieren wird. Und so lange wird Olympus nicht viel verkaufen und wenn sie keinen neuen Sensor haben, wird auch dann der Absatz nicht florieren.

Bis zum Jahr 2001 spielten Kameras ja bei der Bildqualität praktisch keine Rolle. Kameras waren schwarze Kisten, die Objektive und Filme Halt gaben, trotzdem wurden sie heftig geliebt, besprochen und alles drehte sich nur um sie. Es ging aber letztlich immer um die Wahl des richtigen Objektives und Filmes.
Es war nebensächlich ob sie mit einer Canon EOS 1V oder Nikon D5 fotografierten. Seit der Popularität der digitalen Sensoren wird Kameras eine noch erheblich größere Bedeutung beigemessen – trotzdem bleibe ich bei der Feststellung von +30 Jahren Erfahrung – am wichtigsten für ein besseres Foto, ist nach dem Fotografen und dem Licht, ganz unzweifelhaft das Objektiv.
Die Belichtungsmessung war noch vor der Schärfe unheimlich wichtig. Zum Glück haben sich solche Spielereien wie Spätmessung, Mittenbetonte Messung oder gar Zonen-System überlebt und sind heute völlig überflüssig.
Heute gibt es mit jeder Kamera eigentlich nur noch ein bedeutendes technisches Problem: Die Schärfe und deren Ausbreitung auf dem Motiv richtig zu legen. Und dann eben auch schnell zu reagieren um Situationen und Motive der Zeit zu entreißen. Am reagieren kann man nur mit trainieren etwas optimieren, Aber die Schärfe-Problematik wird zukünftig durch die Motiverkennung, Verfolgung und Fokussierung auf Bildwichtige Teile entschärft.

Heute kommen dem Sensor und neuerdings dem Bild-Prozessor zusätzlich eine gewichtige Bedeutung zu.
Wer heute den schnellsten Prozessor mit dem besten Sensor und bestmöglichen Objektiven vereinen kann, wird in der Praxis am besten überzeugen, ob uns das gefällt oder nicht. Wer sich heute noch einreden will, dass seine Canon die besten Ergebnisse bringt, der muß einem schon leid tun, er macht sich etwas vor und ignoriert einfach alle anderen Innovationen.
Da wir in einer weiteren, gewaltigen Umbruchphase sind, kommt Sony heute das bei weitem größte Potential zu.
Canon baut hervorragende Objektive, auch jetzt für R, aber Kameras, Sensoren und Prozessoren sind nur zweit- oder gar drittklassig.
Nikon baut hervorragende Kameras, beherrscht die Sensoren und schwächelt bei den Prozessoren und auch bei überraschend vielen Objektiven.
Die japanische Käuferschicht der bisherigen DSLR-Kameras besteht zu über 80% aus Männern über 50 Lebensjahren. Nur wenigen japanischen Kamera-Produkten gelingt es, Käufer anzusprechen und wenn wir mal genau hinschauen, ist es bei uns fast genauso – wovon will die japanische Kameraindustrie in Zukunft also leben?
Die ausgegebene Losung, zwar weit geringere Stückzahlen, aber dafür mit extrem hohen Profiten, bei weiterhin sehr kleinen Handelsmargen zu verkaufen, kann auch nicht lange gut gehen.
Bisher haben die beliebtesten Kameras mit Kit-Objektiv rund 1000€ gekostet und für 300€ bis 700€ gab es schon viele (alte) Objektivberechnungen dazu und der Handel hatte eine Marge von rund 150€. Schon jetzt kosten viele Kameras jenseits 3000€ mit Objektiv und zusätzliche Objektive moderner Bauart kosten 700€ bis 2000€. Dazu sollte man bedenken, das die einzige Mechanik aus dem Verschluß und den Kartenschächten dazu geliefert wird (stellt kein Kamera-Anbieter selbst her), alles andere ist Elektronik. Auch Sucher und Monitoren werden von Epson und anderen zugekauft. Die Sensoren werden, nach eigenen Spezifikationen, fast immer von Sony Semiconductor (außer Canon) gefertigt und auch die Prozessoren werden von anderen Industriezweigen beigesteuert. Nach einer Anlaufzeit sind die Herstellungskosten für Kameras ohne SLR-Technik aus meiner Sicht mindestens 30% preiswerter her zu stellen. Woran die Hersteller also inzwischen ausgezeichnet verdienen. Bei erwarteten kleinsten Stückzahlen, wie der Oly E-M1X wird einfach der Preis um 1000€ erhöht und auch eine Sony Alpha 9, die für verrückte 5400€ auf den Markt kam und jetzt realistischer für unter 4000€ angeboten wird, bringt noch satten Gewinn.



Für die neuen Objektive werden oft mehr Glas und auch mehr spezielle Glassorten verwendet, allerdings verdoppelt das keineswegs die Kosten. Das gute alte 1.8/50 mm konnte für 270€ (Liste) mit sattem Gewinn verkauft werden und Nikon will heute dafür 680€ (Liste) haben. Panasonic und Olympus haben mit den hohen Objektivpreisen angefangen, da lies es sich anfangs noch mit den hohen Entwicklungskosten rechtfertigen, doch inzwischen sind die Preise weiter gestiegen. Auch am Beispiel Fujifilm mit seinen idiotischen CashBack-Rückzahlungen von 150 bis sogar 300€ sieht man (nur Dumme freuen sich über CashBack, denn das Gerät verliert für immer an Wert), das ein Verdrängungswettbewerb auf hohem Niveau stattfindet, der aber wohl jede Woche mit reichlich Sake begossen wird. Also der Dreh ist, erheblich weniger für erheblich mehr Geld zu verkaufen.
Hinzu kommt die Ankündigung des Branchenprimus Canon, sich künftig mehr auf Industrieprodukte zu fokussieren – der Foto-Massenmarkt ist tot. Alle werden sich neue Verdienstfelder suchen müssen oder Angestellte entlassen.
Preisorientierte Menschen werden in Zukunft mit adaptierten DSLR-Objektiven oder mit kleineren Sensorformaten fotografieren müssen.
Es ist tragisch, was da alles passiert, das Smartphone rast vorbei und lässt alles im Staub zurück – ich möchte trotzdem künftig nicht alles schöne mit dem flachen Monitorspanner fotografieren.
Bis vor 3 Jahren kamen die bei weitem meisten Innovationen von Panasonic und auch viel von Olympus, sie hatten schon Canon abgelöst und vor 3 Jahren drehte Sony dann richtig auf und hat als einziger einen echten Innovationssprung in allen Fotobereichen (Kompakt-, Bridge-, Sport-Kameras und VF) entfesselt. Das sollte man auch als Canon-Nikon-Pentax-Leica-Fan anerkennen können.
Zeiss hat mit dem OTUS die Objektivfertigung entfesselt, Sigma ist dem mit ART und SPORT gefolgt und Tamron hat die Zoom-Linsen auf Vordermann gebracht.

Canon-Tele -Innovation
Canon wagt das Reportage-Tele-Zoom der Zukunft: Canon bringt ein offensichtlich 5 cm kürzeres 2.8/70-200 mm während Nikon, Panasonic, Sigma, Tamron, Pentax und Sony einstweilen bei der vertrauten, 20 cm langen Bauweise bleiben.
Dazu muß man wissen, um 200 mm Brennweite zu erreichen, braucht man eine Baulänge von 200 mm. Verkürzen lässt sich die Bauweise nur mit Fresnell-Spezialglas (DO/PF), Spiegelsystemen oder durch eine andere mechanische Bauart. Letzteres wagt offensichtlich Canon. Während bisher alle 70-200er ihre Baulänge über den gesamten Zoombereich beibehalten, wird das neue R-Zoom eine Konstruktion mit mehreren Auszügen werden, die bei 200mm Brennweite auch 20 cm Länge erreicht – also die kurze Bauweise dient nur dem Transport. Immer mehr Hersteller bedienen sich auch eines  Tricks, den Olympus vor einigen Jahren wieder begonnen hat und Nikon jetzt auch bei den neuen Z-Zooms einsetzt – die Objektive müssen erst aus ihrer Fassung heraus gedreht werden, bis man sie verwenden kann.
Letztlich kann das was Canon hier anstrebt zu einer empfindlicheren Objektivkonstruktion führen, ich bin sehr gespannt, wie Canon das in der Fertigungsqualität umsetzt und wie viele Tausender sie sich dafür bezahlen lassen.

Leica-Panasonic-Sigma L-Bajonett
Protzig auf der letzten Messe mit 2 Kameras von Panasonic, drei von Leica und mit 78 Objektiven ausgestellt.
Bei den 78 Objektiven sind jedoch nur 10 Objektive wirklich neu und 4 weitere werden 2019 vorgestellt (von Leica und Panasonic), 11 weitere werden von Sigma mit L-Bajonett angeboten plus Adapter für Sigma-DSLR-Objektive mit Canon-Bajonett (!!) – also 29 derzeit, plus 7 TL Objektive vom Leica Halbformat und 13 Cine-Objektive zählt man von Sigma auch noch großzügig mit dazu. In Japan sorgt das für viel Aufsehen.
Für mich zeigt sich daran, dass es sehr schlau ist, sich zusammen zu tun, was Mercedes und BMW; Porsche, Audi und VW; Opel und Peugeot können, sollte in der Fotobranche auch bald Realität sein. Es war sehr schlau von Panasonic mit mFT einen offenen Standard einzuführen (wie das Pentax schon vor 40 Jahren mit dem K-Bajonett vorgemacht hatte) und auch Sony ist dem Beispiel mit dem E-Bajonett gefolgt. Canon, Nikon und Fujifilm wird ihre in sich geschlossene Produktion noch um die Ohren fliegen. Besonders Fuji krankt daran, dass es keine Sigma, keine Tamron und wenig andere Objektive für das XF-Bajonett gibt.
Ich kann zwar auf die allermeisten manuellen Billig-China-Objektive verzichten – aber die Abschottungspolitik der drei wird sie viele Marktanteile kosten.

50+
Ist also leider immer noch die verstärkt angepeilte Zielgruppe für neue System-Kameras.
Besonders diese Menschen mögen neue Technik nicht, weil sie sich ungern umgewöhnen, weil ihre Furcht vor Neuem siegt.
Anders ist das Verharren bei Canon nicht zu erklären. Den wer einmal Bildserien mit einer Alpha 9 aufgenommen hat, der wird nie wieder eine EOS 5DIV, 1DX oder Nikon D750 oder D5 verwenden wollen und sich selbst mit einer Alpha 7RIII schwer tun. Ich bin letztlich künstlerischer Handwerker und natürlich verwende ich die bestmögliche und passende Technik für mein Projekt.

Nikon verzeiht am meisten, am deutlichsten die Fotografen-Fehler!

Großens Lob an NIKON – der Hersteller muss zwar in der Käufergunst deutlich zulegen, aber sie machen es bisher sehr souverän, professionell und unaufdringlich.
Sie legen einfach schon im Februar zwei pralle Prospekte auf, 83 Seiten über das Z-System und 50 Seiten Objektivprospekt mit bereits einigen neuen Objektiven, die noch nicht im Handel sind. Alle Achtung.

Sucher
Wenn Sie einen Tag mit der D850 gearbeitet haben, werden sie vom Sucher schwärmen, erst wenn sie dann die Z in die Hand nehmen kippt das Bild etwas, denn in Räumen und bei wenig Licht, ist die Z viel heller und deutlich im Vorteil. Doch mit 1.4/105 mm oder 1.8/20 mm möchte ich die D850 nicht missen.
Nimmt man dann zwischendurch eine D500 ans Auge, kommt es einem vor, als schaut man in kleines, dunkles Mäusekino. Ich habe mal wieder meine D500 herausgeholt. Nicht einfach sich wieder an Gewicht und deutlich vernehmbares, mechanisches Klack-Klack zu gewöhnen. Alle Tiere schauen mitleidig, jetzt klappert er wieder. Nur wenn sie eine 2000€ Kamera für 1300€ nicht gleich verkaufen können – dann ist klar, daß viele Foto-Menschen den realistischen Blick für Preise und Leistung komplett verloren haben. Die D500 bleibt bei weitem die beste und sinnvollste DSLR, auch 2019. Und schon 2000€ sind für die gebotene Technik ein fairer Preis.
Mit 4.0/300 mm PF oder 5.6/500 mm PF und der D500 hat man auch 2019 die leichteste und effektivste Tele-Kamera-Kombination.

Autodidakten
Ich mag sie nicht mehr – sie werden zunehmend lästig und frech und reden dumm.
Denen fehlen meistens die Grundzüge der Fotografie, des Filmens, sie habe oft auch nach 10-15 Jahren Tätigkeit mit Kameras und Kunden noch nicht verinnerlicht was Fotografie und fotografische Technik und Gerätetechnik bedeuten.
Sie lesen zwar im Internet und schauen Videos – aber trotzdem habe ich den Eindruck, das lernen tritt bei nicht wenigen auf der Stelle. Sie meinen sie können alles durch ausprobieren heraus und richtig hin bekommen.
Auf der anderen Seite, die Kollegen mit der klassischen Fotografen-Ausbildung und noch schlimmer, die Innungsmeister – die haben alles mal gelernt und hoffentlich auch etwas verstanden und behalten, aber ihre Ergebnisse sind nicht selten so langweilig, austauschbar und Ideenlos, das es einen auch graust. Die sagen zwar, die Kunden wünschen das ja so – aber Kunden sind launisch und haben ja meist selbst gar keine Ahnung/Erfahrung.
Es tut einfach den Ohren und Verstand nicht gut, wenn MK oder stilfremde Piraten und zahllose andere Autodidakten, sie seit 10 Jahren Geld mit Fotos verdienen und unbedingt influenzen wollen.

Ich war mit 16 vielleicht auch noch so, aber nach wenigen Jahren war ich für die Redaktionen, durch eine intensive Schule gegangen, hatte das Fotolabor verinnerlicht und dann Fototechnik studiert. Und nie aufgehört zu lernen. Aber heute sind einfach die Grundlagen praktisch unbekannt. Nach 30 Jahren mit allen Objektiven reicht mir heute schon ein Schnellkontakt und die technischen Daten um das Objektiv einordnen zu können und im Vergleich zu wissen was es kann und was nicht. Doch das können die allermeisten Anderen nicht, weil sie nicht über meine Ausbildung, Erfahrung, Neugier, Vergleichswut verfügen.
Und wenn ich sehe, auf was sich Objektiv-Ausprobierer stürzen und was sie alles kritisieren – dann ist das schon keine Unterhaltung mehr (wie sonst alle Tests) – sondern Stress und Verunsicherung. Früher waren mal Leica und vielleicht auch Zeiss perfekt – heute ist dieser Grad der fehlerfreien Perfektion gar nicht mehr erreichbar, nicht mehr vorstellbar – alles wird dem Zeitgeist geopfert, das meiste gelingt heute mit Software-Algorithmen. Objektivbaukunst wird immer weniger gefragt.

Die ganzen Ambassadors stören mich auch – alle verkaufen sich selbst, weil sich mit Fotos kaum noch Geld verdienen lässt.
Ich mache mich doch nicht zum Marken-Luden… zum Hersteller-Clown.
Da erklärt heute jeder, daß er mit Kamera XYZ die geilsten Bilder macht und impliziert, das das nur mit der Kamera gelingt und wir das auch alle so tun sollten.
Was für ein Schwachsinn – aber das merken ja die meisten schnell, wenn sie sehen, das tolle, aufregende Fotos mit jeder Kamera möglich sind, wenn sich nur der Fotograf dahinter mächtig reinkniet oder unerhört viel Glück hat.
Und wenn ich hier Sony technisch hervorhebe, soll sich kein Canon, Nikon, Pentax, Olympus, Panasonic, Fujifilm Indianer herab gewürdigt fühlen – ich sage ja nur, das es mir mit Sony leichter fällt mit mehr Spaß, zu besonders guten Ergebnissen zu kommen. Alles andere ist abhängig vom Licht, Motiv und Objektiv!
Wer mit Leidenschaft seine Mittelformat und die passenden Linsen, oder seine D850/EOS 1DX und seine Sigma ART-Linsen schleppt und damit Bestätigung und tolle Bilder bekommt – der soll das ruhig tun. Nur ich werde das nicht mehr tun und das nicht mangels Kraft, sondern weil es mir viel einfacher und leichter gelingt, die Fotos zu realisieren, die ich abliefern muss oder erschaffen will.
Und wer nur mit seinem Smartphone rumwackeln will oder die Vollautomatik braucht, ohne Gedanken an technische Vorgänge zu verschwenden – der soll auch das tun.

VÖGEL
Wir sind immer so fixiert auf lange Teleobjektive und eine Kamera vor dem Auge. Inzwischen kommt man mit Fotofallen, Foto-Robotern und Selbstauslösungen viel schöner nah an die Tiere. Für die einen ist das ein “Selfie-Wahn” und die anderen freuen sich über tolle Fotos.
Wenn man noch Vögel in den Garten locken kann, hier ein spannendes Foto-Spielzeug:
Vogelkamera Photobooth 2.0

 

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1. März 2019
Objektiv-Messe-Neuheiten CP+ Frühjahr 2019

Messezeit: CP+ = Nikon & Canon haben sich jetzt eindeutig positioniert.

Wichtige Neuheit:
Bald ist es so weit, dann können wir endlich Canon EOS EF Objektive mit vollen Funktionen (AF & IS) an Nikon-Kameras anschließen. Der erste Adapter von Kippen erscheint demnächst.
Welchen Grund gibt es dann noch Canon-Kameras zu kaufen? Beim jetzigen Stand der Technik – keinen einzigen!

NIKON bringt jetzt die Firmware für die Z6 und Z7 Kameras, die Menschen & Augen blitzschnell erkennt und darauf fokussiert. Ähnlich wie sie bereits Sony und spürbar langsamer auch Fuji und Panasonic anbieten. Nikon schafft ähnlich schnelle Ergebnisse wie Sony, allerdings nicht so sicher aus größeren Distanzen. Sony behält aber seinen Vorteil mit dem Update für Tiere, was demnächst erscheint. Canon schläft noch!

Vollformat hat Vorrang, teure Festbrennweiten und deutlich teurere Zoom-Objektive kämpfen um Kunden:

Bei den drei angeblich wichtigsten Pro-Zooms hat man sich hart gegen Sony positioniert und lässt Sony etwas alt aussehen, wieso?

Sony: 2.8/16-35 mm – 2.8/24-70 mm – 2.8/70-200 mm
Weder mit besonders schnellem AF-Motor, keine besonders leichten, besonders kurzen, besonders Schlanke Konstruktionen, noch unempfindliche Gehäuse.

Canon: 2.8/15-35 mm L IS – 2.8/24-70 mm L IS – 2.8/70-200 mm L IS
Da die Kameras keinen IBIS haben muß Canon mit IS in den Objektiven anbieten und verliert damit optische Leistungsreserven. Canon schafft ein 2.8/70-200 mm das mindestens 5 cm kürzer ist und vermutlich deutlich leichter 1100g? Damit deklassiert Canon auf einen Schlag die gesamte Konkurrenz bei einem der begehrtesten Objektive. (ich hoffe sie vergessen die Konverter dafür nicht ?!)

Nikon: 2.8/14-24 mm – 2.8/24-70 mm – 2.8/70-200 mm
Hier wird erstmals wieder auf VR verzichtet, da IBIS vorhanden ist. Das könnte schärfere, kontraststärkere Objektive erlauben. Nikon bleibt bei 14 mm, kann aber die Innovationskraft von Canon nicht mitgehen und bietet ein konventionell langes 2.8/70-200 mm.

Panasonic:
Baut schwer und groß und wird da nicht mithalten können.

Ich persönlich neige allerdings zur Kombination 4.0/14-30 mm – 1.4/85 mm – 2.8/70-200 mm.
Ein 2.8/70-200 mm in kurzer Bauweise ist zwar sehr verlockend, wird aber sicher sehr teuer und ich sehe dafür keine zwingende Notwendigkeit.
Jetzt müssen alle erst einmal Teleobjektive jenseits 200 mm zeigen.

Die Strategie der Vollformat-Anbieter ist komplett unterschiedlich.
SONY E setzt auf möglichst kleine Kameras mit der innovativsten Technik und will sich technisch deutlich von allen Mitbewerbern abheben. Sony hat ein hohes Preisniveau eingeführt und hält sein kleineres Bajonett für Voll-, Halb- und Video-Geräte gleich. Die Objektive sind noch etwas uneinheitlich, GM ist aber deutlich überragend und daran müssen sich alle anderen Hersteller messen lassen.
Kauftipps: Alpha 7RIII, Alpha 6400, 4.0/12-24 mm – 4.0/24-105 mm – 2.8/70-200 mm – 5.6/100-400 mm – 1.4/24 mm – 1.4/85 mm – 2.8/90 mm – 2.8/400 mm

LEICA L geht einen ganz eigenen Weg, mit teils sehr guter Technik, aber mit sehr veränderter, reduzierter Bedienung, es gefällt nur wenigen.
PANASONIC L hat offensichtlich nicht mit so einem starken und jetzt mit Hochdruck betriebenen Auftritt von Nikon und Canon gerechnet und fühlt sich jetzt gehetzt. Vor allem bei den Objektiven und beim AF scheint Panasonic den Anschluß nicht schnell zu finden. Panasonic versucht es mit großen, schweren und noch teureren Objektiven und wird damit seine Nische noch weiter verkleinern.
SIGMA L will eine 20 MP X3 Foveon Kamera erst 2020 einführen – und verliert damit wieder komplett. An die Irreführung von 20×3 Pixel = 60 MP glaubt hoffentlich kein Mensch mehr.
Kauftipps: Keine

NIKON Z muss und will alles richtig machen und tatsächlich gelingt hier der Kompromiss aus moderner, haptisch ansprechender Kamera und besonders guten Objektiv-Leistungen am sichersten. Dennoch handelt sich Nikon hier schon Nachteile gegen die aufsehen erregenden Objektiv-Neuheiten von Canon ein. Ein manuelles 0,95/58 mm Noct wird allenfalls die Zeiss-Otus Freunde begeistern aber alle anderen kalt lassen. Und sonst ist nichts bahnbrechendes in Sicht. Die Kameras überzeugen beide, solange man keinen schnelleren Serien-AF mit mehr als 2,5 B/Sek benötigt.
Kauftipps: Z6, D500, 4.0/14-30 mm Z – 4.0/24-70 mm Z – 2.8/70-200 mm FL – 6.3/100-400 mm (Tamron) – 1.8/35 mm Z – 1.8/50 mm Z – 2.8/60 mm – 4.0/300 mm PF

CANON R macht weiter mit schwächeren Kameras und Sensoren und greift dafür mit scheinbar günstigeren Preisen (aber technisch reduziert) und Aufsehen erregenden Objektiv-Konstruktionen an. Canon bietet extreme Lichtstärken, DS-Bokeh und ein besonders kurzes 70-200 mm und wird mit weiteren DO-Teles angreifen. Letzteres könnte den Kauf einer Kamera rechtfertigen, aber trotzdem muss eine Kamera dann viel, viel mehr bieten um auch nur ein bisschen an Sony heran zu reichen.
Kauftipps: Keine Kamera,  4.0/24-105 mm R – 2.8/70-200 mm R abwarten – 5.6/100-400 mm II – 1.8/35 mm R – 1.2/85 mm R abwarten – 2.8/100 mm – 2.8/400 mm III

Abgesehen davon, dass jeder hier entscheiden muss, ob er Vollformat wirklich braucht und will und ob er dafür genügend Finanzmittel locker machen soll (Kosten von 5000-10.000€ sind schnell erreicht), sehe ich die meisten Vorteile für mich trotzdem auch jetzt noch bei Sony. Wer keinen schnellen Schwerpunkt bei seinen Motiven hat ist aus meiner Sicht mit Nikon Z am besten beraten. Das L-Bajonett behält und verfestigt seinen teuren Exoten-Reiz und spielt für die meisten Foto-Freunde keine wirkliche Rolle. Canon muss seine Kameratechnik verbessern und seine Rolle erst noch finden, trotz seiner Objektivkunst und der Adapter für das größte EOS-Angebot können die Kameras mich bisher am wenigsten überzeugen. Die Schwachpunkte sind ganz schnell ausgemacht: Sensor, Prozessor, AF, Bildstabilisator, Speicherkarte. Das wird nicht durch den beweglichen Monitor, gewohnt gute Haptik, günstigere Preise, Staub-Verschluß-Rollo ausgeglichen.

Sony hat das 1.8/135 mm GM wie erwartet vorgestellt. Es erlaubt keinen Sony-Konverter-Einsatz!
Der Preis von 2000€ ist heftig. Die technischen Daten beeindrucken zunächst, vor allem ein möglicher Abbildungsmassstab von 1:4 aus 70cm sucht, abgesehen von Tele-Makro-Objektiven, seinesgleichen.
Das können weder Canon noch Nikon, denen diese Brennweite ohnehin schon lange nicht mehr wichtig ist. Sigma, Olympus, Zeiss Batis und Leica auch nicht. Zeiss hat 2006 mit dem Sonnar für Minolta-Sony Alpha Bajonett den Grundstein gelegt und schon damals ähnliche Werte erreicht und auch 1:4 geschafft. Sigma hat dann mit dem 1.8/135 mm ART klasse nachgelegt und bietet immerhin auch 1:5. Doch Fujifilm hat die leichtere, excellence Konkurrenz zum halben Preis und beinahe halbiertem Gewicht (540g) bis 1:5 (bezogen auf VF also sogar 1:3,3!).
Bei Fuji gäbe es bei dem Preis dann sogar eine X-T2 dazu.
Am Halbformat kann das 1.8/135 mm zum „1.8/200 mm“ mutieren und ein schweres, dickes 2.0/200 mm entbehrlicher machen.
Die fehlende Bildstabilisierung ist an neueren Sony Kameras, dank IBIS, sicher verzichtbar.
Schmerzlich finde ich trotzdem, das es keine Möglichkeit gibt, die beiden leistungsstarken Sony-Konverter zu verwenden!
In Sachen Bokeh „KANN“ das 1.8/135 mm durch seine längere Brennweite, Objektive wie 1.2/85 mm und sogar 1.4/105 mm in den Schatten stellen, nur am 2.0/200 mm findet es seinen Meister. Allerdings ist ein 200 mm mehr als doppelt so schwer und teuer.
Der Preis von 2000€ war zu erwarten, aber ohne die Konverternutzung ist mir das Objektiv zu limitiert auf den Porträtbereich, wo ich am liebsten mit Nikon 1.4/105 mm oder Fuji 2.0/90 mm unterwegs bin.
Hoffentlich bringen bald auch Canon und Nikon diese hochlichtstarke Brennweite, am liebsten mit Bokeh-Kontrolle: DS / DC.

Sigma
Sigma bringt wie erwartet, einen MC-21 Adapter um Canon Objektive an das Leica-Panasonic-Sigma-L Bajonett anzuschließen. Aus meiner Sicht gräbt sich Sigma damit seine Grube nur tiefer. Denn die überschweren Art Objektive wird an den neuen spiegelfreien Kameras kein Mensch mehr schleppen wollen. Für mich sind die, trotz teilweise exzellenter optischer und mechanischer Leistung, jetzt schon “Altglas”. Sigma wird neue Konstruktionen brauchen und dafür vergehen noch Jahre. Vielleicht irre ich mich – aber ich werde mir außer meinem 1.8/50-100 mm kein weiteres Sigma-ART-Objektiv mehr zulegen.

Der Kunde denkt gerne, das Ziel der Industrie ist es, erheblich verbesserte Produkte her zu stellen. Doch in der heute stark geprägten japanisch-asiatischen Fotobranche, habe ich immer öfter den Eindruck, dass sie ein anderes Ziel verfolgt, der Kunde darf nie zufrieden sein. In immer kürzeren Abständen werden Kleinigkeiten verbessert und dafür gewohnte, bewährte Technik mutwillig reduziert.

Tamronlangweilt mich mit drei weiteren Objektiv-Neuheiten. Das ist natürlich sehr individuell, haben Sie auf diese 3 Vollformat-Objektive gewartet?
1.4/35 mm DSLR (Canon/Nikon) – Tamron hat bereits ein 1.8/35 mm mit tollem Abbildungsmaßstab, wen lockt denn ½ Blende mehr Lichtstärke, schlechtere Daten und ein höherer Preis aus der Reserve? Und wer sucht so ein Objektiv heute noch für DSLR? Dann wäre ja ein 1.2/35 mm eine echte Leistung gewesen…
2.8-4/50-135 mm für DSLR Canon/Nikon. Ein 2.8-4.0/35-150 mm bedeutet, dass ab etwa 80 mm schon nur noch f:4.0 zur Verfügung steht – wo wir alle gerne f:2.8 hätten! Ich werde so ein Objektiv nicht kaufen!
Für lebendige Porträts bevorzuge ich 1.4/85 mm, 1.4/105 mm, 1.4/40 mm und 1.4/24 mm oder eben ein Zoom 2.0-2.8/35-105 mm – Sigma schafft immerhin ein 1.8/50-100 mm – nur ist das im AF so lahm, das es wieder weniger Spaß macht.
2.8/17-35 mm RX für Sony FE – ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber ein Zoom das bei 17 mm startet klingt für mich total unsexy. Nikon hatte so etwas vor Jahrzehnten, Canon dann später und das war nie sonderlich gut. Das 2.8/28-75 mm RX mag ja optisch beim Kauf ganz gut sein – mechanisch fühlt es sich aber bescheiden an und nach meiner Erfahrung wird es nach einigen Monaten intensiver Nutzung auch optisch deutlich nachlassen.
Eine langlebige, präzise Mechanik ist das A und O eines Objektives, sonst sind sie am Anfang super und nach einem Jahr larifarifertig.
Alle drei sind erst in Entwicklung und kommen im Laufe des Jahres.
Nichts dabei was ich brauche oder irgendwelche Aufnahmesituationen besser erfassen lässt – auch ohne das die Objektive fertig sind

 

Wirklich besorgt sehe ich die Entwicklungen im Smartphone-Foto-Bereich.
Denn was Oppo da in Periskop-Bauweise für ein superkompaktes Zoom vorgestellt hat, ein winziges 10x Zoom 24-240 mm an einem 48 MP Sensor ist mehr als erschreckend. Auch die Variante mit 35-350 mm wird bald eingeführt. Das wird sicher am Anfang sehr teuer und so schnell nicht wirklich überzeugen, aber es gibt dann jedem die Möglichkeit Tele auf kleinstem Raum zu erleben und treibt Systemkameras noch stärker in die Enge.

 

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