Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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24. Dezember 2025
Dezember 2025


Mainhattan im schönsten Dezemberlicht
für alle treuen Leser ein wundervolles Weihnachtsfest!

Wo fange ich an?
Ich war nicht völlig untätig die letzten Wochen, nur passt es mir gar nicht in den Kram, dass US-Konzerne meine Worte & Fotos rauben, nichts dafür zahlen und damit selbst Geld verdienen.
Kann es noch schlimmer werden?
Einen Schutz von unserem Staat darf man nicht erwarten, zumal der mit Datenschutz und Fotografier-Verboten von Menschen völlig über die Ziele hinaus geschossen ist.
Bei mir geht ein sehr schlimmes Jahr zu Ende, abgesehen von schönen Aufenthalten in Spanien und noch schöner in Portugal, bin ich jetzt schon 18 Monate ausser mir. Und es werden noch 1-2 Jahre folgen, bis ich mein Leben vielleicht wieder intensiver leben und genießen kann. Also ich brauche einen langen Atem.
TROTZDEM: Bitte holt mich da raus und schreibt mir gerne Emails mit fotorelevanten Fragen, dass lenkt mich ab und fordert meinen Kopf.

Ich hatte die letzten Jahre schon versucht mir eine Pentax Vollformat Ausrüstung zusammen zu kaufen.
Jetzt im Dezember hatte ich das Glück endlich in Deutschland an das extrem gesuchte FA* 2.8/80-200 mm SMC in Champagner zu kommen. Das FA* 2.8/28.70 mm und viele andere Schätze von Pentax, wie A* 1.4/85 mm; A* 1.2/50 mm hatte ich schon längst. Ich könnte jederzeit einen Film und die LX einlegen und ganz analog mit besten Objektiven zu fotografieren. Das könnte ich auch mit der Nikon FA und vielen Nikkoren, nur die Olympus OM-3Ti hatte ich letztes Jahr mit allen Objektiven aufgegeben.
Es folgte also ein Versuch zurück zu meinen fotografischen Wurzeln: Pentax.
Ich besorgte mir eine K-1 II und war gleich enttäuscht.
Kamera sauschwer, Bedienung sehr fremdartig; offener Spiegel und Staub im Sucher; alles laut und rappelig.
Vor allem der laute und raue AF – das bin ich nicht mehr gewöhnt und da will ich auch nie mehr hin. Speziell mit dem 2.8/70-200 mm ergibt sich ein sauschweres Kamerakonzept, das ich heute nicht mehr bereit bin lange zu tragen.
Also dann lieber gleich die Fuji GFX 100II mit Tele und die ist auch optisch meilenweit entfernt.
Also das Experiment ist gleich komplett gescheitert, Pentax nur manuell, oder wenn die es schaffen eine wirklich handliche, leichtere Vollformat ohne Spiegel anzubieten.
Ich habe alle neuen Teile gleich wieder verkauft.

Es gibt reichlich Fotointeressierte mit wenig Geld, die nur Bilder und Filme machen ohne Sucher kennen,
die bekommen für nur 850€ plus Objektiv ein ungeschlagenes Angebot: Die Panasonic S9 im Vollformat. Also nicht diese verkrüppelten Kameras mit kleinem Sensor von Fuji, Canon, Nikon, Sony!
Aber auch hier hat die Panasonic LUMIX einen schmerzenden Pferdefuss, die Objektive!
Klasse: Alle Objekive von Leica, Sigma, Lumix und einiger Chinesen passen alle : L-Mount
Nur bei den Objektiven sollte man genaue Überlegungen anstellen, was man vorhat und braucht.
Die L-Objektive von Leica kann man gleich vergessen, weil sie irrsinnig teuer sind ohne eine bessere Leistung zeigen zu können. Einzig das L 2.8/28-70 mm (2000€) kann für manchen interessant sein. Es ist aber, wie die meisten Zooms created und craftet by Sigma.
Sigma selbst fühlt sich inzwischen wohl auch wie Leica-Fernost. Vieles im Portfolio ist weder schlecht, noch deutlich überteuert. Aber trotzdem klobig, lang, schwer und oft verrückt lichtstark oder lichtschwach – mir fehlt da unbedingt die Mitte, was soll ich jemals mit einem 1.4/14 mm, 1.2/35 mm oder gar 1.4/135 mm anfangen?
Wir könnten zunächst einmal nur mit kleinen Festbrennweiten beginnen: 8.0/26 mm Panasonic; 2.0/40 mm TTArtisan, 1.8/85 mm Panasonic, 1.4/85 mm Sirui.
Oder darf es auch das kleinste, leichteste Zoom für Vollformat sein? Das Panasonic 6.3/18-40 mm wird sogar relativ günstig im Kit angeboten. Auch 5.6/20-60 mm; 4.0/24-70 mm klingen durchaus reizvoll; das 2.8/24-60 mm wiegt 500 gr. und das 4.0/24-105 mm lässt Abbildungsmaßstab 1:2 zu. Optisch zählen die letzten beiden Zoom-Objektive zum besten für die Kamera.

Die LUMIX S9 ist eine der kleinsten und tatsächlich die preiswerteste Kamera im spiegelfreien Vollformat, von ehemals 1400€ wird sie jetzt schon für 900€ verkauft. Die Lumix S5II zieht dir rund 500€ mehr von der Bank. Sie wird ohne Sucher eben besonders für Hobbyfilmer und Aufstiegsfotofans (vom SP kommend) angeboten. Sie wiegt knapp über 400g und bleibt auch mit solidem Akku unter 500g. Sie ist heute die Kamera für “Creators” also a-soziale Medien getriebene, die mehr als ein SP suchen. Einen mechanischen Verschluss sucht man vergebens. Immerhin ist ein älterer 5-Stufen-Bildstabilisator und gleichzeitig Staubrüttler eingebaut.Sie ist technisch der S5II ähnlich, verzichtet aber auf den Sucher, sie kann mit eigenen Farbabstimmungen und schneller Bearbeitungssoftware in rund 1 Minute ein Bild bearbeiten und an das SP zum Veröffentlichen weiter leiten. 30 B/p/Sec mit AF klingen erst einmal toll.
Der AF ist endlich verbessert, aber für Tierfilmer taugt er trotzdem angesichts der Konkurrenz, kaum.
Die S9 ist wegen des fehlenden Griffes kaum eine Einhandkamera, dazu ist der bei Filmen und Stativfotomenschen ohnehin beliebte L-Bügel mit kleinem Griffstück notwendig. Dann wird aber die Kamera wieder rund 100g schwerer und kostet gut 40€ mehr.
Abgesehen von Größe, Gewicht und vor allem Preis, ist die Lumix S5II für mich weiterhin das beste L-Bajonett-Angebot.
Und wer jetzt die Sigma BF vorzieht, dem ist kaum zu helfen. Immerhin werden die Sigma-Objektive jetzt nach weihnachten wieder mitCashBack angeboten.
Die Nikon ZR ist am ehesten Konkurrenz, kostet aber 2350€. Und wer eine ausgewachsene, haptisch besonders gute Kamera sucht, kommt nicht an der Nikon Z5II vorbei. Für 1500€ bietet sie wirklich mehr und hat ein viel ausgewogeneres Objektivsystem.
Und so stirbt das Panasonic Lumix L-Bajonett schon wieder den Gnadentot, es ist technisch weder Nikon noch Sony gewachsen.
Und den zögerlichen AF braucht nun wirklich keiner, da hilft auch der kleinste Preis nichts.

Kameras des Jahres 2025:
Da haut mich wirklich nichts um. Die teuren Pro-Kameras von Sony und Nikon beherrschen den Markt und Canon hat Schwierigkeiten mit einer R5II zu folgen.
Bei der neuen “Einsteigerklasse” um 2000€ hat sich Canon wieder den Schneid abkaufen lassen und Sony 7V gefolgt von Nikon Z5II haben die besseren Konzepte und bieten mehr für’s Geld.
Das eine Hasselblad (DJI) X2DII besonders beliebt sein soll, wage ich sehr zu bezweifeln. Ich kenne niemanden der sie nutzt und habe nie jemanden mit der Kamera getroffen.
Um Fuji gab es das meiste Geschrei – ich war maßlos enttäuscht und kann von allen neueren Kameras nichts empfehlen.

Objektive 2025:
Warum Canon 1.2/45 mm und Nikon 1.2/35 mm so durch die Decke gehen und von jedem begehrt werden? Schickt mir die Antwort – ich weiß sie nicht. Ob man in den Reportage Brennweiten Objektive mit f:1.2 oder 1.4 nutzt ist letztlich kaum jemals zu sehen. Besser ist man geht näher ans Motiv, dann reicht auch ein f:2.0 Glas.
Auf ein Sigma 1.4/135 mm oder gar 2.0/200 mm hat bisher hoffentlich keiner gewartet, ich sehe den Nutzen für das Mehrgewicht und den Mehrpreis einfach nicht.
Dagegen war ein 2.8/100 mm GM Macro längst überfällig bei Sony.
ZOOM-Objektive:
Sony hat mit dem 2.0/50-150 mm jeden Vogel abgeschossen, jedes Lächeln eingefangen, jeden Hintergrund aufgelöst. Zweifelsfrei schon jetzt das Zoom des Jahrhunderts.
Das OMSystems 2.8/50-200 mm PRO-IS kam viel zu spät, ist sehr teuer, aber trotzdem hat sich das Warten gelohnt!
Kaum jemanden vom Hocker gerissen hat das Sigma 4.0/300-600 mm. Sehr schade, aber die schwere Bauart kann nicht überzeugen.

ALLES in Allem war 2025 aus meiner Sicht ein sehr langweiliges Jahr für Fotogeräte. Und wenn man nicht berührende Fotomotive hatte, noch schlimmer.
Für 2026 können wir dann wieder einiges mehr erwarten, kaum von Leica, Panasonic, Sigma und auch Canon könnte weiter Schwächen, wenn keine ambitionierte R7II erscheint.
Nikon wird eine Z7III zum guten Preis bringen und eine Z9II als High-End Bolide und auch sie brauchen eine sehr schnell, gut ausgestattete Z50 im kleineren Format.
OMSystems könnte eine neue Pen bringen.
Fujifilm wird hoffentlich über X-T6, X-H3, GFX100III nachdenken.

Der nächtliche Fuchs, der lautlos das Katzenfutter stiehlt,
ist keine tolle Aufnahme. Trotzdem war ich sehr froh das IP17Pro in der Hand zu haben und den Augenblick mit dem schneebedeckten Fuchs dokumentieren zu können! Einfach ein toller Moment 2025!

 

 

5. Januar 2018
FujiFilm X100F – die Andere

FUJIFILM X100F – Meine Weihnachtskamera 2017

Der Klassiker – neu belebt
Fujifilm hatte sich in den letzten Jahrzehnten auf vielen Feldern ausgetobt, Mittelformat-Kameras, Kino- & TV-Objektive, Bridge- Kompakt und Sofortbildkameras und in Kooperation mit Nikon auch einige DSLR-Systemkameras begonnen mit der Finepix S1 PRO im Jahr 2000 (2002 = S2 PRO – 2004 = S3 PRO – 2006 = S5 PRO) – doch das klappte wohl in der Zusammenarbeit nicht so gut und erwies sich bald als Sackgasse.
Doch bevor Fujifilm mit einem kompletten System, mit eigenen Objektiven, Blitzen und Zubehör den Markt beleben konnte – fiel 2010 der Startschuß für eine ganz andere Kamera-Generation:
Die Fujifilm X100 mit Hybrid-Sucher und 2.0/23 mm Fujinon Festbrennweite – 2010

Sie wirkte wie ein Anachronismus, wie eine alte Leica die jemand vergessen hatte und mit digitalem Aufnahmesensor versehen hatte. Der Erfolg folgte prompt.
Erst 2012 folgte dann aus den gewonnen Erkenntnissen der Startschuß der X-Pro1 mit gleichem Sucherkonzept und zusätzlich Wechselbajonett. 2013: X100S – 2014: X100T – 2017: X100F

Die X100 wurde immer in Chrom oder in komplett Schwarz angeboten. Silberfarbene Kameras waren nie mein Fall, ich wollte nie mit der Kamera auffallen und glänzen – sondern immer mit Fotos und Geschriebenem.
Fuji steigerte die Sensor-Auflösung über die Jahre vom 12 MP Bayer-Sensor zum 24 MP X-Trans-Sensor. Der Autofokus musste sich sehr anpassen, von 49 Kontrastfeldern hin zu 325 AF Feldern, frei wählbar mit 169 Phasenvergleichsfeldern für mehr Geschwindigkeit.
Auch die Belichtungskorrektur von nur +/- 2 Stufen war nicht lange haltbar, heute lassen sich 3 Stufen auf der Kamera und 5 Stufen in der Kamera korrigieren.
Ähnlich wie Leica und die meisten anderen Anbieter, bleibt auch Fuji den kaum noch zeitgerechten Drittel-.Schritten verhaftet. Sowohl beim Blendenring, als auch bei der Belichtungskorrektur. Das macht das Einstellen mühsam und zeitraubend und bringt im Bild keinen Gewinn – für mich bleiben nur halbe Stufen sinnvoll.
Bei der neuesten Version kann die Empfindlichkeit bis auf 50.000 ISO verstärkt werden und elektronische Belichtungszeiten bis 1/32.000 Sekunde können auch gewählt werden.
Acht Bilder pro Sekunde sind jetzt auch mit diesem absichtlich altbackenem Kamerakonzept möglich und bei Verwendung vom JPEG-Dateiformat sogar bis zu 60 Bilder in Folge. Das Programm stellt 8 verschiedene Film-Charakteristika zur Verfügung – ein nettes Gimmick. Sogar eine rudimentäre Filmfunktion und FullHD hat sich reingemogelt.
Der Akku wurde in der X100F endlich angepasst, er ist jetzt größer und hat mehr Kapazität und ist der selbe, der auch in anderen Fuji-Systemkameras Verwendung findet.
Das Gewicht ist auf 470g angestiegen – doch gemessen am lichtstarken 2.0/23 mm Objektiv, ist das immer noch sehr leicht. Eine aktuelle X-E3 mit 2.0/23 mm ist deutlich größer und wiegt rund 520g.

Bisher habe ich immer gescheut mich intensiver mit der Fuji X100 auseinander zu setzen – einerseits war eine kompakte Kamera mit 2.0/23 mm und innovativsten Sucher immer zu verlockend und auf der anderen Seite wußte ich nie, was ich heute noch mit nur 2.0/23 mm anfangen sollte, im Smartphone Zeitalter…
Hier einmal ein Versuch dieses Kamera-Konzept von zwei Seiten zu betrachten.

Fuji X100F im Licht:
Eine herrlich altmodische Kamera mit aktueller Fototechnik. Einer der besten heutigen Sensoren mit 24 Megapixel-Auflösung im Halbformat (APS-C) und dem Aussehen einer Leica M nachempfunden. Sie hat den innovativsten Sucher der heutigen Kameras.
Die Fuji X100 ist einfach klein und wirklich kompakt. Das bedeutet, 12.5 cm lang, gut 3cm tief und 7,5cm hoch. Ein Super EBC Fujinon Aspherical f:23 mm 1:2 ist fest eingebaut. Dadurch wächst die Tiefe der Kamera auf gut 5cm – das ist tatsächlich flach und kompakt – wenn auch nicht so flach wie die beliebten Smartphones (1cm x 15,5 cm x 8cm bei 220g).

Mit Akku und Speicher bringt sie aufnahmefertig rund 480g auf die Waage.
Fujifilm stellt im heutigen Vergleich eine relativ große Aufnahmefläche zur Verfügung: Halbformat 15,6 x 23,6mm.

+ schönes Kamerakonzept
+ innovatives Sucher-Konzept
+ Graufilter eingebaut
+ abgedichtetes Gehäuse, Objektiv perfekt angepasst
+ AF-Wahlschalter links an der Seite
+ Zusatzgriff macht sie griffiger und ist meist auch wünschenswert


Im Schatten:
1400 Euro sind noch etwas mehr Geld als das beste Smartphone kostet und man kann mit der Fuji nicht kommunizieren oder gar telefonieren. Sie imitiert den Look, der guten alten Zeit, des Leica M-Backstein-Formats. Kein echter Griff, den Sucher links und überall zu glatt und zu wenig griffig. Das ist inzwischen so lange her und Vielen vielleicht nicht mehr vertraut. Das sind die Kameras, die spätestens seit Mitte der 50iger Jahre jeder Fotobegeisterte haben wollte. Ich erlebte ab 1984 die Leica M6 und habe seit dem auch immer wieder damit fotografiert. Das Format ist ein Reporter-Format. Die Auswahl der Objektive ist begrenzt, genau genommen waren schon die M-Leicas nur für 35 – 50 mm Brennweite konzipiert.

Fujifilm weicht im wichtigsten Kriterium von der M-Leica ab – dem 24×36 mm Kleinbild-Format. Denn Fuji liefert nur die Hälfte der Aufnahme-Fläche 15,6 x 23,6 mm.
Die erreichbare Bildqualität ist sehr gut – so lange man bereit ist abzublenden und nicht im Nahbereich zu fotografieren. Sowohl bei f:2.0-2.8, als auch im Bereich unterhalb 50 cm Abstand zeichnet sie relativ weich und erfüllt da kaum die heute erwarteten Standards.

Die Kamera wird ganz eindeutig wegen dem Design, der Bedienung und dem Sucherkonzept gekauft – aus meiner Sicht rechtfertigen weder das Objektiv, noch das Kamerakonzept an sich, einen so teuren Kamera-Zusatzkauf. Mancher fabuliert auch gerne, wenn er nur eine Kamera mit auf eine Insel nehmen dürfte… dann die Fuji X100. Dem kann ich mich gar nicht anschließen. Sie braucht viel Strom und ist technisch nicht ausgereift und das Objektiv überzeugt mich nicht komplett. Auf der Insel hätte ich dann doch lieber die analoge M-Leica oder eine andere rein mechanische Kamera.

Also das ist eine Kamera für den Technikverliebten mit nostalgischem Touch und für den der laaangsam und bedächtig, ab und zu ein Bild machen will.
Der Autofokus ist auch in seiner vierten Überarbeitung weit entfernt von schnell und das Objektiv braucht ewig um vom Nahbereich in den Fernbereich zu fokussieren.
Also für mich als Action-Fotograf ist die Kamera keine ernsthafte Alternative. Nur ein großer Sensor und etwas mehr Lichtstärke reichen da einfach nicht.

– Objektiv überzeugt nicht im Nahbereich
– Objektiv fokussiert viel zu zögerlich
– Objektiv ist bei f:2.0 nicht wirklich beeindruckend
– keine gute Griffigkeit
– Ein-/Aus-Schalter zu fummelig
– Klarsichtsucher sehr dunkel
– 1/3 Werte sind Quatsch
– Objektivvorsätze sind Unsinn und viel zu groß & schwer
– insgesamt deutlich zu hoher Preis
– geringe Monitor-Auflösung
– Monitor unbeweglich
– nicht alles aus Metall
– Karte wird unten eingesetzt
– Akku-Kapazität ist bescheiden

Was die Kamera unbedingt braucht:
* Einen helleren Glassucher
* ein besseres, hochauflösenderes Objektiv, innenfokussiert
* ein separates Speicherkartenfach
* eine viel bessere Stromversorgung
* höher auflösender, voll beweglicher Monitor
* schneller Autofokus

Braucht man die Kamera?
Ich sicher nicht. Und für den nostalgischen Touch besorgt man sich besser eine analoge Leica für echten Film.
Mein bestes Bild mit der X100F – der Weihnachtsbaum 2017 – absichtlich unscharf:

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht

31. Dezember 2017
Eichhörnchen 2015-2018

 
Batman soll eine Fledermaus sein? – Das ich nicht lache!
Eichhörnchen bewältigen Häusermauern problemlos, besonders wenn sie verputzt sind. Sie können senkrecht selbst hohe Häuser herausklettern. Aber wann immer es möglich ist, klettern sie!


Das waren 10 intensive Jahre Eichhörnchen-Fotografie!
Vor 2015 waren Eichhörnchen eher eine zufällige Begegnung in deutschen Parks und ich habe vermutlich mehr Squirrels in Nordamerika fotografiert, als deutsch, rote Eichhörnchen zu Gesicht bekommen!

 

 

27. Dezember 2017
Leserbrief 2017-12

Sehr geehrter Herr Wirtz,

ein Jahr mit wenigen spannenden Neuerungen nähert sich dem Ende und noch fehlen die konkreten Anzeichen, dass sich ein Wandel in der Fotoindustrie vollziehen könnte. Haben Canon und Nikon (Pentax) noch das Potenzial und deren Shareholder die Bereitschaft ihre Stammkunden zurück zu gewinnen, die sie z.T. an die vermeintlich Kleinen verloren (besonders im APS- und 4/3-Sektor),
oder kassieren sie nur noch mit ihren überteuerten Altbeständen das restliche Kapital ab, bevor die Karavane zu anderen Pfründen weiterzieht?
Haben Panasonic und Fuji den Organic-Sensor nur auf Eis gelegt, weil sie die Wärmeentwicklung – anders – nicht in den Griff bekommen?
Erbärmlich finde ich den Trend zu immer mehr Neuobjektiven, die nicht mehr wirklich optisch auskorrigiert werden, sonderen das der Software überlassen, was dann aber wenige Spielräume bei der Nachbearbeitung mit anderen Parametern zulässt.
Haben wir überhaupt noch Aussicht auf einen reinen “Fotoapparat” ohne Videofunktionen?
Wenn Sie schon die eine oder andere Anwort kennen, lassen Sie mich oder Ihre Leserschaft das wissen.
Mit diesem “Auftrag” entlasse ich sie in das neue Kalenderjahr, nicht ohne Ihnen für die viele Anregungungen im Laufe des / der Jahre zu danken.
Frohe und zufriedene Feiertage wünscht

Also wer solche Leser hat – dem fehlt glaube ich nichts. Ich habe mich köstlich amüsiert und mir natürlich Gedanken gemacht! Super Anfrage – herzlichen Dank dafür!
Dann hole ich mal ein bisschen aus
“ein Jahr mit wenigen spannenden Neuerungen nähert sich dem Ende und noch fehlen die konkreten Anzeichen, dass sich ein Wandel in der Fotoindustrie vollziehen könnte”
20 Kameras sind 2017 erschienen – zumindest mit Bajonett für Wechselobjektive plus eine Fujifilm X100F

Was kann man davon ernst nehmen?

Panasonic GH5 – aber mehr für Filmbegeisterte
Leica M10 – für ewig Gestrige oder Reportage-Fans die Fujifilm nicht kennen
Nikon D7500 – für Menschen mit Faible für Sucher und gute Qualität
Sony Alpha 9 – für gedopte Hochleistungssportler
Leica TL2 – für alle die noch Hoffnung haben
Canon EOS 6DII – für alle die keine Verbesserung wünschen
Sony Alpha 7RIII – für alle die endlich mal eine Sony in die Hand nehmen wollen
Panasonic G9 – für alle die neue Konzepte wollen
Nikon D850 – für alle die noch den besten Sucher mit der höchsten Bildqualität und Schnelligkeit verbinden wollen

“Haben Canon und Nikon (Pentax) noch das Potenzial…”

Darauf bin ich auch gespannt. Es sieht sehr schlecht aus um Ricoh/Pentax. Bisher hat Pentax immer irgendwie die Kurve noch bekommen. Doch Ricoh bricht die Bürosparte weg, da wird wenig Geld vorhanden sein um Pentax Mittelformat zu renovieren (denn Fuji und Hasselblad machen da jetzt mächtig Konkurrenz!) und für weitere K1-Modelle im Vollformat wird es auch eng. Allerdings denke ich, das die K1 bald ausläuft und zumindest ein Nachfolger mit neuerem Sensor in Konstruktion ist. Nur damit wurden wenig neue Fotografen ins System gelockt und mehr die vorhandenen Pentax-Fans zufrieden gestellt, aber alle Hersteller brauchen heute frische, junge Fotografen.
Pentax hat gute Ideen – siehe KP mit Wechselgriffen und gute interne Signalverarbeitung und holt alles aus den Sensoren heraus. Die Objektive haben sich auch merklich verbessert. Nur am Autobus hapert es immer noch, da ist man nicht auf Schlagdistanz zu Canon und Nikon.
Canon hat Innovationen eingeführt, clever verzögert und abgewartet bis Technik wirklich reif ist – aber viele Fotografen haben das nicht verstanden und nicht honoriert und haben sich inzwischen eine Fuji, Olympus, Panasonic oder sogar Sony Ausrüstung dazu gekauft. Manche sind sogar frustriert zu Nikon gewechselt – weil da seit 2 Jahren geboten wird was bei Canon fehlt – moderne Kameras und Objektive für Voll- und Halbformat.
Canon kann sich nur mit einem großen Paukenschlag aus der Umklammerung befreien und einem Würgegriff von Sony entgehen.
Dieser Schlag muß bezahlbar sein – also nicht solche Sperenzchen wie mit der 5DIV, der M5 – er muß konsequent digital mit unverändertem Bajonett/Auflagemaß und ganz neuen Objektiven auf der ganzen Bandbreite kommen.
2017 war es beängstigend still um Canon, außer einem 1.4/85 mm und der 6DII war da nichts geboten. 2018 muss Innovation kommen. Das werden aber kaum eine neue 7DIII oder 5DSRII sein – die werden sowieso mit beweglichem Touch-Screen und besseren Sensoren erwartet und hier ist Nikon schon fast uneinholbar enteilt. Da kann nur eine Kamera ohne Spiegel zum fairen Preis (günstiger als Sony) und modernster Technik helfen. Canon kann mit neustem DO-Glas und leichter Bauweise überzeugen – aber nur wenn die Preise auf dem Boden bleiben. Nikon zeigt ja bereits wie man MFT in die Sachgasse scheucht – denn ein 4.0/300 mm PF ist halb so schwer und erheblich kompakter wie ein Olympus 4.0/300 mm PRO IS!
Nikon hat in jedem Segment (von Nikon 1 mal abgesehen – das wird gerade aufgegeben) die besten DSLR-Kameras – doch darauf darf man sich nicht ausruhen – clever wäre jetzt die D500 und D850 ohne Spiegel anzubieten – gleich 2 Schläge setzen, wo Canon vermutlich nur auf Vollformat setzt – zudem hat Canon ja schon seine M-Baureihe – wenn auch wenig versprechend und erfolgreich.
Nikon hat nicht diese großen Objektivlücken wie die Konkurrenz und im Gegenteil viele wichtige Objektive auf dem neuesten Stand.
Ich denke es wird schwerer für Canon zu Punkten und erst recht für Pentax und Nikon kann es leichter schaffen.
Alle müssen sich neue Gebiete erschließen – nur hochpreisige Kameras und Objektive können das Ruder nicht herum reißen, das verpufft bald – wer kann schon mehr als 3000€ für eine Kamera ausgeben und mit Objektiven mehr als 10.000€?
Wo bleiben moderne Nikon-Scanner? Wo die besseren Canon-Ferngläser und Drucker? Wo wären die anderen Pfründe? die sind nicht in Sicht, alle drei haben die Smartphones verpasst, warum gibt es nicht einmal Canon/Nikon Linsensätze für die Smartphones? Geschweige denn Sensoren und Software oder gar eigene Produkte? ALLES VERSCHLAFEN. Wann kommen endlich die ersten Canon/Nikon Drohen, U-Boote und Buggys die fernsteuerbar sind? Wo bleibt die VR-Technik?
Es wird höchste Zeit, bevor Sony alle jungen Fotoweiden abgegrast hat.
Doch egal was da 2018 vielleicht – hoffentlich Tolles von Canon und Nikon kommt… es wird nur eine erste Generation sein und noch längst nicht so ausgereift, wie das was alle anderen derzeit bieten… das schafft heute keiner mehr aus dem Stand. Deshalb habe ich mir noch eine D850 bestellt.

“Haben Panasonic und Fuji den Organic-Sensor nur auf Eis gelegt, weil sie die Wärmeentwicklung – anders – nicht in den Griff bekommen?”

Offensichtlich ist die Technik noch ein gutes Stück von einer Serienfertigung entfernt. Es ist wie mit der Akkutechnik – die wird auch seit Jahren beschworen – nur der große Durchbruch lässt auf sich warten. Die Wärmeentwicklung ist tatsächlich ein großes Problem aller neuen Kameras und eben auch die Akkus.

“Erbärmlich finde ich den Trend zu immer mehr Neuobjektiven, die nicht mehr wirklich optisch auskorrigiert werden, sonderen das der Software überlassen, was dann aber wenige Spielräume bei der Nachbearbeitung mit anderen Parametern zulässt.”

Das hat wie immer 2 Seiten.
Ja ich gebe dem grundsätzlich recht, es ist schon ein Witz, das unterkorrigierte Objektive heute teurer denn je verkauft werden.
Trotzdem, sind sie mit den Software-Korrekturen in der Lage 24-100 MP aufzulösen und somit besser als alle Objektive, die bisher gerechnet wurden. Heute braucht man kein Summicron oder Nikkor oder Canon L mehr als Referenz zu nehmen – die Referenz sind die neuesten Objektive an den neuesten Kameras, mit der besten Softwarekorrektur und dem effektivsten Bildstabilisator – alles muß heute Hand in Hand zusammen arbeiten. Nicht umsonst hat sich Olympus jetzt einen wesentlichen Vorsprung erarbeitet – weil ab 20 MP einfach auch der Bildstabilisator die entscheidende Rolle spielt um höchste Detailschärfe zu erreichen.
Das müssen endlich auch Canon, Nikon, Sony und Co kapieren und auch Tamron und Sigma machen da mehr kaputt, als sie wieder gut machen können.
Wenn Objektive hochgenau zentriert und gefertigt wurden und das Gesamtkonzept der bevorzugten Anwendung Rechnung trägt, können auch sensationelle Ausnahme-Fotos entstehen.
Deshalb veröffentliche ich heute nicht mehr so viele ausführliche Objektivtests – alles ist abhängig vom Zusammenspiel, Kamera, Software und Objektiv. Sicher bleibt ein exzellentes Objektiv auch an der neuesten Kamera eine Bestleistung – aber neue Rechnungen können schon 3-5 Jahre alte Objektive deutlich deklassieren. Und es ist heute auf hohem Niveau praktisch kaum noch möglich mit älteren Objektiven (vor allem Zooms und WW-Konstruktionen) weiter zu fotografieren.
Dafür sind die Auflösungen der Sensoren zu gewaltig. Heute ist es so wichtig wie nie zuvor, das geeignete System für seine gewollte Bildsprache und sein erwünschtes Handling auszusuchen. Auch wenn es manche auf die Palme bringt – ich weiß genau warum ich Systeme wie Leica und Sony in den Schatten stelle – die Systeme an sich sind schwach, da bringen eine einzelne tolle Kamera, toller Sensor oder einzelne tolle Objektive – kein überragendes Gesamtergebnis. Jeder kann aber gerne glauben was er möchte – aber bitte – ausprobieren und vergleichen nicht vergessen!
Ich weiß auch genau warum ich mir so viel Arbeit mit Vergleichen mache.
Und die Profi-Fotografen die bei mir bestellen, wissen auch, dass sie so dem mehrmaligen Retournieren und dem Frust entgehen können. Egal wie viel man zu wissen glaubt – nichts ersetzt eine genaue Anamnese was erreicht werden soll und wie fotografiert wird um zur bestmöglichen Ausrüstung zu kommen – machen auch Sie davon gebraucht – Mailen Sie mir – ich rufe auch an, wenn es ins Eingemachte geht (ich kann nur nicht grundsätzlich alles am Telefon besprechen – das hatte ich schon – dann habe ich kein Leben mehr).

“Haben wir überhaupt noch Aussicht auf einen reinen “Fotoapparat” ohne Videofunktionen?”

Es sieht fast nicht so aus – Panasonic ist bei der G9 nicht konsequent und noch nicht einmal Fujifilm ist es, weder bei der X100 noch bei der GFX50s – die ja nun beide sicher keine Videofunktion brauchen. Das ist so wie mit den SUV – man kann Autos höher und teurer bauen, also tut man es – die Sensoren ermöglichen die Videoauslesung und es wird gemacht. Das Problem hierbei ist nur, dass Firmen wie Panasonic und Sony eine neue Form der Fotografie forcieren – sprich Filmen und daraus automatisch einzelne Fotos heraus lösen. Das mag im Einzelfall bei sehr schnellen Bewegungen mal wertvoll sein – aber insgesamt bin ich da sehr dagegen – das will ich nicht. Aber auf mich hören die da nicht. Asiaten bauen immer als ein, egal ob das jemand will oder nicht!

So und jetzt schreibe ich endlich mal einige Objektiv-Berichte zu Ende und will endlich auch meine vergangenen 24 Monate fotografisch auswerten 🙂

Ich wünsche einen guten Start  und bleiben Sie neugierig und besonnen!


 

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